Nr. 289 Viertes Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 8. Dezember 1901 Erscheint täglich MU Ausnahme des Montags. Ae «iehener Familien, blätter werden demAn- öeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bet- gelegt. Redaktion, Grpebtttor und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprechanschlußNr.51. GietzeimAnzeiger w General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen Annahme von Anzeigen äu der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt- lungSstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wlttko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. PoiMsche Tagesschau. Fünfzehn Flottennenbauteu beschäftigen augenblicklich die Staats- und Privatwerften für die Kaiserliche Marine. Von diesen sollen drei noch, vor Ablauf dieses Etatsjahres abgeliefert werden, nämlich das fünfte Kanonenboot, der „Panther", der zweite Panzer-- kreuzer „Prinz Heinrich" und das neunte moderne Linien- schrff „Kaiser Karl der Große", dessen Fertigstellung sich bekanntlich jüngst durch einen Unfall in der Elbe bei Blankenese um einige Wochen verzögert. Nach Abrechnung dieser drei Schiffe bleiben beim Beginn des neuen Rechnungsjahres also noch 12 Schiffsbauten auf den Werften in Arbeit; von diesen liegt die eine Hälfte noch auf Stapel, die andere ist bereits mit dem inneren Ausbau beschäftigt, nämlich die fünf Linienschiffe der „Wittelsbachklasse" und dec Panzerkreuzer „Prinz Adalbert". Zu diesen zwölf Neubauten treten dann im April die im jetzigen Etat angesetzten 7 Neubauten. Der gesamte deutsche Kriegsschiftbau imJahre 1902/03 umfaßt demnach 19 Schiffe, d. h- 9 Linienschiffe, 3 große Kreuzer, 6 kleine und ein Kanonenboot „B", das sechste. Diese letzte Forderung besteht außerhalb des Rahmens des Flottengesetzes, von dem damals die Kanonenboote und Schifte zu besonderen Zwecken ausdrücklich- ausgeschlossen wurden. Das Kanonenboot „SB" wird im großen und ganzen ein Schwesterschiff des „Panther", der auf der Kaiserlichen Werft in Danzig seiner Vollendung entgegensieht. Das Schiff wurde in den Etat eingestellt, da sich ein Mangel an solchen kleinen Stationsfahrzeugen, namentlich auf den amerikanischen Stationen geltend madjl. Die beiden Linienschiffsbauten ,^K" und ,L" sind als dritte und vierte Gefechtseinheit der neuen vierten Panzerdivision anzusehen, der geforderte Panzerkreuzer ist das fünfte Schiff der durch einen Panzergürtel geschützten großen Kreuzer; es soll seinen Vorgängern gegenüber erhebliche Verbesser- unAen! aüs'weisen, nicht nur in der Bestückung, sondern auch in der Anlage des Panzerschutzes. Endlich ist noch im Marineetat pro 1902 gefordert eine Tvrpedobootsdivision von 6 Schiffen, S. 114—119, die der Firma F. Schichau übertragen werden Auch hier ist ein Fortschritt vorgesehen, nämlich die Vermehrung der Pferdekräfte von 5400 auf 6000. So wird im nächsten Jahre auf den kaiserlichen Werften sowohl wie auf sämtlichen größeren Privatwerften eine lebhafte Thätigkeit entfaltet werden zum weiteren Ausbau unserer Seemacht. Die drei Kaiserlichen Werften in Wilhelmshaven, Kiel und Danzig beschäftigen gegenwärtig 1525 Beamte und 15 700 Arbeiter, zusammen also 17 225 Personen. Auf der größten und leistungsfähigsten unserer reichsfiskalischen Werften, der Wilhelmshavener, die hauptsächlich zum Bau erstklassiger Linienschiffe herangezogen wird, sind 7259 Personen thätig. Die Kieler Werft beschäftigt 7032 Mann. Sie baute in den letzten Jahren verschiedene Panzerkreuzer und dient als Hauptreparaturwerkftatt für die Flotte. 2934 Personen arbeiten auf der Danziger Werft, der tleinften aber ältesten, die zu Zeiten der preußischen Marine viele Segelfregatten und Korvetten erbaut hat. Jetzt dient die Werft dem Neubau und der Reparatur kleiner Kreuzer und Kanonenboote; sie hat jedoch auch dem Bau und Umbau von Küstenpanzerschisfen ihre Kräfte gewidmet. — Vergleichsweise mag mitgeteilt werden, daß die größte der Privatwerften, der Stettiner „Vulcan", 7000 Arbeiter beschäftigt, und die Werst von Blohm und Voß in Hamburg 4850 Arbeiter hat. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck derunter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 7. Dezember 1901. * * Vakanzen für Militäranwärter im Bereiche des 18. Armeekorps. Frankfurt (Main), Intendantur 18. Armeekorps, Pförtner, 700 Mk. jährlich Anfangsgehalt nebst freier Dienstwohnung mit Feuerung und Beleuchtung im pensionsfähigen Gesamtwerte von 186 Mk. Rödelheim, Magistrat,^Stadtdiener, 1100 Mk. neben fteier Wohnung und fteiem Brand für häusliche Zwecke. • • Verkaufszeiten vor Weihnachten. Wir machen die Interessenten darauf aufmerksam, daß Läden sowie offene Verkaufsstellen an folgenden Tagen bis 10 Uhr abends offen gehalten werden dürfen: Vom 9. bis 15., vom 16. bis 21. und vom 23. bis 24. Dezember. An den Sonntagen vor Weihnachten dürfen die Verkaufsstellen bis 7 Uhr abends geöffnet bleiben. * * Eine» Weihnachtskatalog hat die Buchhandlung Karl Krebs herausgegeben. Der Katalog ist mehr als 200 Seiten stark und enthält eine Auswahl vorzüglicher Bücher aus allen Gebieten des Wissens, die in den neuesten Auflagen durch die Buchhandlung zu beziehen sind. Der Katalog wird den Interessenten gratis zur Verfügung gestellt. * * Oberhesfischer Obstbauverein. Am 4. Januar 1902, nachmittags 3 Uhr, findet auf Lenz'Felsenkeller eine außerordentliche Generalversammlung des Oberhessischen Obstbauvereins mit folgender Tagesordnung statt: 1. Neuwahl des Präsidenten, eoentl. Vizepräsidenten. 2. Der Beruf des Baumwarts und seine Stellung in der Gewerbe-Ordnung. Referent: Direktor Dr. v. Peter. 3. Ueber Obstzölle Referent: Prof. Reichelt. ** Ausbildungskurse für Meister und ältere Gesellen. Wie uns die Zentralstelle für die Gewerbe mitteilt, beabsichtigt sie, anfangs Januar 1902 folgende Fachkurse abzuhalten: 1. für S chu h m a ch e r. Der Unterricht erstreckt sich auf Anatomie des Fußes, Modellmachen, Leisten-Herrichten, Fellcruszeichnen und Ausfellen, Zusammcnstellen der Schäfte, Fertigmachen und Kalkulation des Leders; außerdem soll eine im Betriebe befindliche Maß- Zuschneiderei vorgeführt werden. Zu diesem Kurs können nur 5 Teilnehmer zugelassen werden. Dauer 12 Tage. — 2. für Schneider. Der Unterricht umfaßt: Maßnehmen, Zuschneiden, Stoffcinteilung und Abänderung schlecht sitzender Kleidungsstücke. Dauer 12 bis 18 Tage nach Vereinbarung. — 3. für Schreiner im Polieren und Mattieren der Hölzer, sowie im Färben und Beizen derselben. Dauer 8 bis 10 Tage. — 4. für Maler in Holz- und Marmormalen nach der Natur. Solche Kurse werden in Darmstadt, Mainz und Offenbach a. M. abgehalten und zwar in Darmstadt und Mainz vom 6. bis 18. Januar 1902 in den Gewerbeschulgebäuden, zu Offenbach a. M. vom 20. Januar bis 1. Februar 1902. Zu diesen Kursen haben die Teilnehmer mitzubringen: ein Holzsarbengeschirr, einen Oelfarben- vertreiber, eine Staffelei, sowie ein Reißbrett von 0,50 zu 0,90 Ctm. Gegen Vergütung werden, außer sämtlichem Material, die mit Oelfarbe angestrichenen, dicken Papier- boaen geliefert. Bei den Kursen 2 bis 4 soll die Teilnehmerzahl der Regel nach 12 nicht übersteigen. Anmeldungen für die Darmstädter Kurse sind an die Zentralbehörde für die Gewerbe in Darmstadt zu richten; für den Mainzer Kurs an Professor Kübel, Direktor der Künstgewerbeschule; für den Offenbacher Kurs an Professor Brockmann, Vorsitzender des Ortsgewerbevereins. Der Schluß der Meldefrist ist der 1. Januar 1902. Bei etwaiger Ueberfüllung einzelner Kurse erhalten die Anmeldungen von Mitgliedern des Landesgewerbevereins den Vorzug. Das Unterrichtsgeld beträgt für jeden dieser Kurse 5 Mark, kann aber unbemittelten Teilnehmern auf Vorlage entsprechender Zeugnisse erlassen werden; in gleicher Weise kann auswärtigen wenig Bemittelten einmalige Fahrt und Rückfahrt 3. Wagenklasse vergütet und eine Beihilfe von 2 Mark täglich zur Bestreitung der Aufenthaltskosten bewilligt werden. ** Alters- und Jnvaliden-Versicherung. Um vielleicht den einen oder den anderen unserer Leser vor Nachteilen zu bewahren, erinnern wir daran, daß die Quittungskartcn zur Alters- und Jnvaliden-Versicherung, welche vor dem 1. Januar 1900 ausgestellt sind, unbedingt bis zum 31. Dezember umgetauscht werden müssen. Geschieht dies nicht, so ist der Anspruch auf Rente erloschen. Er beginnt erst wieder nach wiedererfolgtev Eingebung von 200 Versicherungsmarken. Krofdorf, 5. Dez. Mit dem Herannahen des WinterS mit seinen kurzen Tagen macht sich für Schulen und Familien hier ein Uebelstand recht fühlbar. Es giebt nämlich seit etwa 2 Jahren hier 4 Lehrer, aber nur 3 Schulräume. Zwei Schulklassen, die beiden unteren, sind auf einen Saal angewiesen und werden nacheinander unterrichtet. So kommt es, daß der Unterricht schon früh morgens beginnen muß und sich bis zum späten Nachmittag ausdehnt. Für eine neue Schule ist schon längere Zett ein Bauplatz erworben, aber mit dem Bau wird voraussichlich erst im nächsten Jahre begonnen werden. m. Wismar, 5. Dez. Ein trauriges Sittenbild bietet folgender Vorfall, der sich letzten Sonntag hier zutrug: In dem Wattesaal unserer Haltestelle wurde nachts die große Fensterscheibe, die die halbe Thür einnimmt, entzwei geschlagen und dann völlig herausgebrochen. Der Wattesaal ist nämlich des nachts verschlossen. Wie sich nun herausgestellt hat, sind die Attentäter 3 Burschen und 3 Mädchen von hier gewesen. Die Burschen haben durch die Oeffnung die Mädchen in den Wattesaal gezogen, und haben mit ihnen hier kampiert. Auch sonst hött man viele Magen über daS Verhalten unserer Jugend, besonders in den Wirtschaften. el. Schotten, 5. Dez. Gestern sprach im Ottsgewerbe- verein Prof. Brockmann aus Offenbach über Gesellenprüfungen, ihr Vorteil und Nutzen, mit spezieller Berücksichtigung der von der Handwerkskammer erlassenen Bestimmungen. Der Redner behandelte in interessanter Weise die Gesellenpttifungen, wie sie sich nach den neuesten gesetzlichen Bestimmungen zu gestalten haben, und beleuchtete besonders die Aufgaben des Prüfungskommissärs. Als sehr schätzenswette Vergünstigung, bezeichnete er mit Recht das Privilegium der Ortsgewerbevcreine Hessens, die Prüfungen selbständig vornehmen zu dürfen, eine Einrichtung, die kein anderer deutscher Bundesstaat hat. Nttt größtem Interesse wurden die Ausführungen des Vottragenden angehört. Nur konnte man ihm nicht zustimmen, als er in seinem Vottrag die Forderung aufstellte, daß die Prüfungsarbeiten bis zum 1. April abeliefert werden sollten, da dies bei unseren Verhältnissen unmöglich ist. d. Friedberg, 5. Dez. Bei der vorgestern vorgenommenen Handelskammerwahl wurden die Herren Fertsch mit 75 und Rausch mit 70 Stimmen wiedergewählt. Neugewählt wurde Herr Kann mit 45 Stimmen; Herr Theis erhielt 36 Stimmen. Das WkihnachtsmySttium von Wipp öolfnim. Von Dr. Arthur Seidl. Euch ist ein Meister neu gebor'n, zu tüchttgem Werke auserkor'n — Philipp Wolfrum mit Namen! Der frohen Mär' bring' ich so viel, davon ich singen und sagen will — Halleluja-Amen! In der That! Dieses musikalische Evangelium, wie es von feinem Schöpfer gedacht, mit lebenden Bildern und in lebensvoller Pantomime bei szenischer Darstellung — als Mysterium" eben, nicht mehr nur als „Oratorium" — eindrucksvoll aufführen, es so unseren Kleinen mit seiner unvergleichlichen Musik, als ein unverlierbar Hab und Gut, Erb und Eigen tief ins Kindergemüt senken: das wäre so recht eigentlich das Problem einer christlichen Erziehung, bei dem auch Herzen und Sinne der Erwachsenen nur gewinnen könnten. Um es kurz zu charakterisieren: in der prächtigen Neuheit haben wir eines der schönsten und erfreulichsten Ergebnisse aus einer fruchtbaren „Wagner- Sck-ule" vor uns. Wir finden hier eine ganz merkwürdig stilvolle Kombination von Bach und Liszt (samt Parsifal), mit volkstümlichen Spiel-, Reigen- und Hirtenweisen auf dem allgemein menschlichen Grunde des deutschen Reli- qionsmysteriums: „modern" und „naiv", „Aktuelles" und Historisches" organisch verschmolzen, frischeste Fröhlichkeit dicht neben ergreifendster Tragik, in Einem zusammen und wie aus einem Gusse. Ueberdies alles von reifer Faktur und einer meisterlichen Hand, alles in lebensvollen Bildern tief erschaut, teils innig empfunden, teils groß aufgebaut, vielfach bedeutend im Wesen wie nachhaltig im Eindruck; der strenge imitatorische Stil, langsam und getragen einsetzend, gleich in der rechten Jnstrumental-Ernleitung wohl- angebracht; am Ausgang ein „Ensemble" von einer großartigen Anlage, wirksamen Steigerung und machtvollen Ausladung (aus , Ehre sei Gott in der Höhe" mit Kombinationen von „Vom Himmel hoch" rc.), tote wir schon lange nichts AehnlichEs mehr gehört haben. Ueberraschend viel gesundes, melodisches Vermögen ist vorhanden, die ausgezeichnete, zielbewußte Instrumentation verblüsft, der reiche, individuell geführte und belebte Ehvrsatz entzückt die souveräne Beherrschung gleicherweise des gebundenen Stiles, der modernen Chromatik und Enharmonik, erfreut, wie der guten alten Kirchentöne und liturgischer Formen — was alles zusammen mit seinen prächtigen poetischen und litterar-historischen Kern, gehoben noch durch den eindrucksvollen Sprachgesang, das Ganze zu einem unvergleichlichen Werke der ästhetischen Erhebung und kulturellen Erbauung für die gesamte deutsche Christenheit qualifiziert — «jenseits aller Kirchensormeln und Konfessionen. Mit seinem poetischen und litterarhistorischen Kern! Der Autor, der sich seinen Text aus alter Quellen, bald in engster Anlehnung, bald frei schaffend und umdichtend, immer aber pietätvoll der sinnigen Volksweise nachgehend, mit geschickter Hand selber zusammengestellt hat, legte bald darauf in einem Essay nähere Rechenschaft über dieses sein Verfahren, sein beglückendes Finden und feinfühliges Suchen des gemeinten Ausdruckes ab. Besonders interessant .und charakteristisch tritt in diesen wertvollen Ausführungen der Hinweis hervor, wie auf Grund eines unerwarteten Fundes das ttefinnerste „Sttll, v Erde" — also die tragische Passions-Anttthese zum lieblichen und trostreichen Weihnachtsevangelium — die erste starke Anregung, den eigentlichen Keim und zentralen Ausgangspunkt für die ganze Komposition gebildet habe. Um so mehr darf man sich darüber freuen und es bewundernd anerkennen, wie er alles übrige dann ttotz solcher Voraussetzung in so urwüchsig- natürlichers von keinerlei Pessimismus angekränkelter Frische zu gestalten vermöchte. Weihnachtslitteratur. — Ein elegantes, kleines Geschenk für Damen ist der auch in diesem Jahre wieder erschienene Haude u.Spener° sche Damcn-Alruauach (36. Jahrg. für 1902. Verlag von Haude u. Spener, Berlin. Das geschmackvoll mit Goldschnitt, Elfenbein- papier, künstlerischem Titelbüd, doppelsarbigem Druck, Bleistift und Visitenkartentasche ausgestattete Büchlein vereinigt in sich Taschen- kalenüer, Notiz- und Tagebuch in zierlicher Form. Die von Jahr zu Jahr zunehmende Beliebtheit des Almanachs beweist schon hinreichend, daß nicht nur sein Aeußeres, sondern auch der praktische, zweckentsprechende Inhalt den Beifall der Damenwelt verdient und gesunden hat. Der Almanach enthält ein Kalendarium mit einem Verzeichnis der protestantischen, katholischen und jüdischen Feiertage, ein Tagebuch sür alle Tage deS Jahres mit sinnreichen Wochensprüche,:, das Raun: für allerlei Eintrammgen bietet, eine Familien- Gedenktafel, einen Geburtstag- und NamenStag-Kalender, einen Privat-Adreßkalender, Kassen-Uebersichten sür zwölf Monate, eine Genealogie aller europäischen Reaentenhäuser und endlich Münz- und Map-Vergleichungstabellen. Eine Erzählung auS dem Künstlerleben erhöht den Reiz des Büchleins, das auch wegen seiner Billigkeit (Preis 2 Mk.) als passendes Gesche,tt empfohlen werden kann. — Ein Studentcubuch, ldaS unseren akademischen Bürgern eine rechte Freude bereiten wird, mehr noch den „Alten Herren" und dem künftigen Brrwer Studio, kommt soeben aus der Presse: „O alte Burschenherrlichkeit!" Bilder aus dem deutschen Studentenleben. Von Tr. P. Grabe in. 22 Bogen Text mit über 300 Abbildungen. In elegantem modernem Geschenkband. Union Deutsche Perlagsgesellschaft Stuttgart. Die Novität wird das Interesse unserer akademischen und akademisch gebildeten Kreise in Anspruch nehmen. Schildert doch der Verfasser — ein wahrscheinlich noch recht junger „Alter Herr" — Freud und Leid des Bruder Studio, von deßen Abgang von der Schule dis zum Eintritt ins Philistettum mit köstlicher Frische. Bald mit Humor, bald mit stimmungsvollem Ernst, aber durchweg lebenswahr und anmutig rollt er Bild auf Bild vor dem Gerste des Lesers auf, der — mitgerissen durch die sesselnde Darstellung — das Geschilderte selbst mit zu durchleben glaubt. Hunderte von glänzenden Illustrationen schmücken daS prächtige Buch. la. Bienen-Honig. ß Das Honig-Depot des Lberhess. Bienenzüchlervereins befindet sich einzig umllein bei C.G.Kleiuhenn MM nach Matz in bester Ausführung. 7761 L Kaan jr. in allen neuesten Fayons. Brüsseler Korsetten Marke P. D. Krrsett „SUiene" Kinderkorsetts empfiehlt Robert Haas Nacht. Inhaber C. Schmidt. 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