Nr. S11 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 8. September 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Tie Gießener KamUien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" biennal wöchentlich bei- , gelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adrette für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. bl. GichenerAnzeiger M General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzei«, zu der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzcigew-Vermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen An- Kn entgegen. _ eis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitats • Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Ml: P< Wrttko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Erhebungen über die Arbeitszeit der Gehilfen und Lehrlinge in solchen Kontoren des Handelsgewerbes und kaufmännischen Betriebes, die nicht mit offenen Verkaufsstellen verbunden sind. In der Sitzung vom 23. Mai o. Js. hat der Reichstag bei der Annahme des Entwurfs eines Gesetzes, betreffenb die Abänderung der Gewerbeordnung, u. a. die folgende, dem Herrn Reichskanzler durch Beschluß des Bundesrats vom 21. Juni v. Js. (§ 397 der Protokolle) überwiesene Resolution gefaßt: „Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, Erhebungen über die Arbeitszeit der Gehilfen, Gehilfinnen, Lehrlinge und Arbeiter in Kontoren und solchen kaufmännischen Betrieben, die nicht mit offenen Verkaufsstellen verbunden sind, . . . anzustellen." r i( Die hierüber gehörte Kommission für Arbeiterstatistik hat zunächst die Einleitung einer schriftlichen Umfrage empfohlen, welche durch Vermittelung der Bundesregierungen unter Zugrundelegung eines von ihr aufgestellten Fragebogens ausgeführt werden soll. Diese Fragebogen gelangen zur Ausgabe für solche Handelsgeschäfte mit Kontoren, sowie kaufmännische Betriebe, die nicht mit öffentlichen Verkaufsstellen verbunden sind, und zwar für die Hälfte der Betriebe an die Arbeitgeber, für die andere Hälfte an je einen Gehilfen (eine Gehilfin). Zu diesem Zwecke erfolgt die Scheidung der Betriebe in der Weise, daß sie in die Reihenfolge, welche der alphabetischen Reihenfolge der Anfangsbuchstaben ihrer Firmen entspricht, gebracht, und daß dann der ersten Hälfte dieser Reihe die Fragebogen für Arbeitgeber, der zweiten die Fragebogen für Gehilfen zugewiesen werden. In Betrieben mit mehreren Gehilfen haben sich die letzteren darüber zu einigen, wer von ihnen die Fragebogen behufs Beantwortung in Empfang nehmen soll, andernfalls der Fragebogen dem schon am längsten im Betriebe thätigen Gehilfen ausgehändigt werden würde. Die Erhebung hat sich nur auf die mit kaufmännischen Diensten beschäftigten Gehilfen, Gehilfinnen und Lehrlinge zu beschränken. Die Arbeitsverhältnisse der mit anderen Dienstleistungen beschäftigten Hilfspersonen (Arbeiter, Auf- wärter, Pförtner, Diener) bleiben demnach für dicfe Umfrage außer Betracht. Die Frist zwischen Aushändigung und Abholung der Fragebogen ist auf 7 Tage in der Weise bemessen, daß in die Frist ein Sonntag fällt. Die Fragebogen werden am Montag, dem 9. l. Mts., aus geteilt und am Montag, dem 16. l. Mts., wieder abgeholt. Die Beteiligten ersuchen wir, die Ausfüllung der Fragebogen mit thunlichster Sorgfalt vorzunehmen. Gießen, den 6. September 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ___________________I. V.r Roth.__ Attentat auf Mac Kinley. In der Freitagnacht ging uns folgendes Telegramm zu, das wir am Samstagmorgen durch Anschlag bekanntgaben : Buffalo, 6. Sept, Auf den Präsidenten der Bereinigten Staaten von Amerika wurde Nachmittags zweimal vou einem Fremden geschoffcn. Der Zustand des Präsidenten ist ernst. Es ist dies das dritte Attentat, das seit Bestehen der Republik auf ihr jeweiliges Oberhaupt verübt wurde. Am 14. April 1865 tötete der Schauspieler I. Wilkes Booth, ein fanatischer Parteigänger des Südens, den erst seit fünf Wochen die Würde des Präsidenten bekleidenden Abraham Lincoln, während er einer Vorstellung im Fondstheater zu Washington beiwohnte. Am 2. Juli 1881 schoß ein stellenloser, halb verrückter . Aemtersucher, Guiteau, in Washington auf den Präsidenten und verwundete ihn lebensgefährlich. Nach langem schwerem Leiden verschied Garsield am 19. September an den Folgen des Schusses. In diesen, beiden Fällen spielten bei den Attentätern politische Motive, hervorgerufen durch bie. Wirren und Parteikämpfe, die damals in dem jungen Staate herrschten und die Arbeitslosigkeit, Not und Elend int Gefolge hatten, mit Zur Zeit aber kann von irgend welcher politischen Erregung in den Vereinigten Staaten kaum gesprochen werden. Viel eher fühlt man sich veranlaßt, zu vermuten, daß ein persönlicher Racheakt vorliege oder aber daß das Attentat auf die'Wahnsinnsideen der Anarchisten zurückzuführen sei. Dann würde das Attentat in Parallele zu stellen fein mit jenen verruchten Mordthaten, denen der Präsident der französischen Republik, Carnot, die Kaiserin Elisabeth und König Hnmbert zum Opfer fielen. Ueber die Persönlichkeit des Mordbuben weiß man vorläufig noch nichts Genaueres. Nach einem zweiten uns zugegangenen Telegramm heißt der Mörder Friedrich Niemann. Der Name weist auf deutsche Abkunft hin. Doch soll er, wie uns weiter telegraphisch gemeldet wird, polnischer Nationalität fein. Der Attentäter wohnt in Detroit und hielt sich seit einer Woche in Bnffalo auf. Nach einem Kabeltelegramm der „Franks. Ztg." bestreitet er, Anarchist zu sein. Wie man uns meldet, habe er sich als Anarchist bekannt. Nach dem Attentat versuchte die Menge, den Mörder zu lynchen. Der Polizei gelang es indessen, ihn hinweg zu schaffen und ins Gefängnis zu bringen. Er st nach langem Drängen hatte Mac Äuley den Bitten der Verwaltung, die gegenwärtig in Buffalo stattfindende panamerikanische Ausstellung zu besuchen, nachgegeben. $n unserer gestrigen Nummer berichteten wir auszugsweise über eine Rede, die er auf der Ausstellung gehalten und die in der deutlichsten Weife zeigt, wie der Präsident seine ganze Kraft für die Größe und Machtentfaltung der Republik einzusetzen bemüht ist. Da mußte ihn eines Mörders Hand treffen. Ueber die That selbst wird uns in einem weiteren Telegramm folgendes gemeldet: Der Präsident besuchte gerade die Ausstellung. Im Musiktempel fand Empfang statt. Wie üblich, schüttelte der Präsident jedem, der an ihn herantrat, die Hand. Da trat auch ein schwarz gekleideter junger Mann an ihn heran, der um die rechte Hand ein Taschentuch wie einen Verband trug. Darunter hatte er die Mordwaffe verborgen. Als er sich in der unmittelbaren Nähe des Präsidenten befand, erhob er den Revolver und gab zwei Schüsse auf Mac Kinley ab. Ein Polizeibeamter, der nur zwei Schritte von dem Präsidenten entfernt stand, sprang auf den Mörder zu und warf ihn zu Boden. Zwanzig andere Personen stürzten sich ebenfalls auf ihn. Als er endlich von der Menge befreit werden konnte, war er entsetzlich zugerichtet. Sein Gesicht war an vielen Stellen aufgertssen und mit Blut bedeckt. Die Kleider hingen in Fetzen von seinem Leibe herunter. Ter Präsident wurde auf Veranlassung der Ausstellungsverwaltung von zwei Detektivs überwacht. Die Maßregel hat sich als wirkungslos erwiesen. Der Präsident fiel, als er geschossen war, dem geheimen Polizeibeamten Geory in die Arme und fragte diesen kaltblütig: „Hat man auf mich geschossen?" Letzterer knöpfte dem Verwundeten die Weste auf und antwortete: „Ich befürchte, Herr Präsident, daß dies der Fall ist." Die eine der beiden abgefeuerten Kugeln drang dem Präsidenten in die linke Brustseite und traf auf den Knochen, die andere in den Unterleib. Mac Kinley verlor das Bewußtsein, hat es aber, wie uns in einem späteren Telegramm gemeldet wird, wieder erlangt. Kurz vor 6 Uhr nachm- stellten die Aerzte fest, daß die Atmung leicht sei und der Puls gut gehe. Um 6 Uhr wurde dann der Präsident chloroformiert. Die genaue ärztliche Untersuchung ergab, daß die eine der beiden Kugeln am Brustbein abgeprallt ist. Die andere durchschlug die Magen wände. Die erstere konnte entfernt werden, die andere wurde nicht gefunden. Doch hat man die Wunde zugenäht. Der Präsident erholte sich schnell von den Folgen der Chloroformierung. Die Aerzte sprachen sich dahin aus, daß der Zustand des Verwundeten zwar ernst sei, daß die Wunden aber nicht notwendig tätlich seien. Ein letztes uns zugegangenes Telegramm besagt, daß Ho ff nun g auf Genesung vor hand en sei. Als die Kunde von dem Attentat nach Newyork drang, sammelten sich sofort enorme Menschenmassen vor den Zeitungs-Gebäuden, sodaß bald aller Verkehr stockte. Ueberall machten sich bald die Zeichen der tiefsten Trauer bemerkbar. Mit ängstlicher Spannung sah man jedem einlaufenben Telegramme entgegen. Der Polizei war es kaum möglich, die tägliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Vizepräsident Roosevelt ist sofort nach Buffalo abgereist. Die Nachricht von dem Attentat muß um so schmerzlicher berühren, als auch die Gattin des Präsidenten gegenwärtig in Canton (Ohio) schwerkrank daruiederliegt. Man machte ihr deshalb bisher von dem Mordanfall keine Mitteilung. Kaisermanöver. Ueber die Zeiteinteilung und die Idee, die dem diesjährigen Kaisermanöver zu Grunde liegen, erfährt die „Deutsche Warte" von maßgebender Seite folgendes: „Westpreußen durch einen .feindlichen Einfalt von Osten her bedroht". Tas ist die leitende Idee der diesjährigen Kaisermanöver, an der das 1., das 17. Korps sowie das Landungskorps der Marine, eventuell auch einige Torpedoboote (nicht Kanonenboote, wie vielfach fälschlich berichtet wurde) teilnehmen werden. Dem 17. Korps, dem die Uebungsslotte mit oen gelandeten Marinemannschaften zur Seite steht, liegt die Verteidigung des bedrohten Landes ob, während die aus Ostpreußen herangerückte Ostarmee mit dem als Avantgarde vorgeschobenen 1. Armeekorps sich zunächst des Weichseldeltas bemächtigen will. Gelingt Dies, so beabsichtigt sie mit dein Marsch auf die wichtige Haupt- und Handelsstadt Tanzig den Lebensnerv des feindlichen Landes zu treffen, da zu deren Besitz die Vernichtung der feindlichen Streitmacht Voraussetzung ist, und ihre Einnahme zur Beherrschung der ganzen Provinz führt. Tie Hauptmanöver der beiden Korps, die sich innerhalb eines Feldes, das einerseits von den Städten Dirschau, Pr.-Stargard, Pelplin, und andererseits von der Weichsel begrenzt wird, abspielen werden, finden am 17., 18. und 19. September statt. Im Laufe des 19. September erfolgen bereits die Truppenabmärsche. Auf die Leistungen Der Maschinengewehrabteilungen, der Luftschifferabteilung, sowie der beiden kombinierten Kompagnien Seesoldaten, die nach Königsberg überführt werden, und des Matrosenlan- dungskorps wird besonders geachtet werden. Der Kaiser wird als Oberschiedsrichter bei den Hebungen fungieren, und dies Amt an den Prinzen Albrecht und den Ober- quartiermeifter Generalmajor v. Goßler abgeben, sobald er selbst die Führung übernimmt, Außerdem sind als Schiedsrichter 16 höhere Offiziere, darunter der General der Kavallerie Edler v. d. Planitz, der General der Artillerie gleichen Namens^ die Generale der Infanterie v. Ober- Hoffer, v. Funck, v. Amann ernannt Graf Waldersee und zahlreiche auswärtige Militärbevollmächtigte und Gäste werden zugegen sein. “ Etwas längere Zeit widmet sich der Kaiser den Hebungen der Flotte. Am 10. d. M. gedenkt er sich auf der „Hvhenzollern" in Pillau einzuschiffen, um bis zum 14. September früh an den Evolutionen und Manövern teilzunehmen, und als Chef der Uebungsslotte zu fungieren. Diese besteht im ganzen aus 46 Linienschiffen, Kreuzern und Torpedobooten, also einer außergewöhnlich großen An- zahl von Kriegsschiffen. Für den 10. September sind Flottenübungen angesetzt, für den 11. September Flottenparade und Einholung des Zaren, der seinen Besuch an diesem Tage nun bestimmt in Begleitung des Grafen von Lambsdorff in Aussicht gestellt hat. Am 12. und 13. September sind größere Flottenmanöver in Aussicht genommen, die nach den persönlichen Dispositionen des Kaisers, der beide Geschwader aegeneinander operieren llißt, stattfinden werden. Dieses Programm kann natürlich durch eine etwa veränderte Disposition des Zaren, die aus bekannten Gründen nie als unbedingt feststehend zu betrachten sind, noch in letzter Stunde eine Umwerfung erfahren. Es soll nicht ausgeschlossen sein, daß der Zar länger als ursprünglich geplant als Gast Kaiser Wilhelms verweilt und auch der Kaiserlichen Werft einen Besuch abftattet. Auf der Schichau- scheu Werst liegt bekanntlich der neuerbaute russische Kreuzer „Nowik", einer der interessantesten modernen Schiffstypen und für seinen Tonuengehalt wohl das schnellste Schiff der Gegenwart. Außerdem befinoen sich dort das deutsche Linienschiff „Wettin" sowie die Vergrößerungsbauten der beiden auseinandergezogenen Küstenpanzer „Beowulf" und „Hildebrand", schließlich auch noch der deutsche Kreuzer „Thetis", dessen Indienststellung verschoben wurde. Nach Beendigung der Flottenmanöver begiebt sich der Kaiser am 14. nach Danzig. Am 16. September ist Kaiserparade, der auch Prinz Eitel Fritz beiwohnen wird, und am 17. d. M. beginnen die obenerwähnten Korpsmanöver, während die Flotte unter dem Befehle des Prinzen Heinrich vom 14. d. M. ab die Landungsmanöver der Flotte vornehmen wird. Es waren hierzu nur die Mannschaften der Linienschiffe „Kaiser Wilhelm II.", auf den Prinz Heinrich infolge des Unfalls des „Kaiser Wilhelm der Große" übersiedeln mußte, sowie „Kaiser Barbarossa", „Wörth", „Weißenburg", „Brandenburg", „Kurfürst Friedrich Wilhelm" bestimmt. Nach den neuesten Bestimmungen ist jedoch die Ausscheidung der ganzen Chinadivision aus dem Uebungsflotten-Verbande nocsi vor Beginn der Kaisermanöver verfügt worden, sodaß demnach andere Schiffe als die vier letztgenannten einen Teil ihrer Besatzungen zum Landungskorps stellen müßten. Das ^andungskorps wird etwa die Stärke von 1500 Mann haben, da diese Schiffe zusammen etwa über einen Besatzungsetat von 3500 Köpfen verfügen und während der Landungsmanöver nicht außer Gefechtsbereitschaft gesetzt werden sollen. Diese Marinetruppen werden ihre Operationen im Zusammenhang mit bent 17. Armeekorps gegen das 1. ausführen. Der Schluß der Marinemanöver erfolgt am 19. September, die Auflösung der Uebungsstotte am 20. d. M. Landwirtschaftliche Produkte und inländischer Bedarf. z Professor Dr. Leisewitz von der landwirtschaftlicher. Hochschule in München veröffentlicht einen Aufsatz über die Frage der Möglichkeit der Deckung des inländischen Getreidebedarfs durch die deutsche Produktion. Im Gegensätze zu zwei letzthin erschienenen Schriften von Dr. Dade und Oebonomierat Schumacher, in denen die Möglichkeit einer den inläridischen Bedari deckenden Produktion verfochten wurde, kommt Leisewitz zu einem negativen Resultate auf gründ der nachfolgenden Berechnung: In den 7 Jahren von 1893 bis einschließlich 1899 standen zur Verfügung und kamen zur Verwendung (in 1000 Tonnen zu je 1000 Kilogramm) Weizen und Spelz zwischen 4244 im Minimum und 5140 im Maximum,Roggen zwischen" 7746 im Minimum und 8454 im Maximum; Gerste zwischen 3260 im Minimum und 3906 im Maximum; Hafer zwischen 3945 im Minimum und 6490 im Maximum. Damit kamen (aber einschließlich der industriellen Verwendung und der Verwendung zu Fütterungszwecken) auf den Kopf der Bevölkerung 88 Kilogramm Weizen, 150 ein halb Kilogramm Weizen, 150 ein halb Kilogramm Roggen, 68 drei Viertel Kilogramm Gerste und 108 ein Fünftel Kilogramm Hafer. Zu diesen Getreidemengen wurden vom Auslande geliefert: Weizen im jährlichen Durchschnitt von 27 ein Drittel Prozent, Roggen im Jahresdurchschnitt von 6 ein halb Prozent, Gerste von 30 Prozent und Hafer ebenso tote Roggen von 6 ein halb Prozent. Danach war besonders unausreichend die Produktion an Weizen und Gerste, während die Produktion an Hafer und Roggen nahezu mit dem Bedürfnis Schritt hielt. Deshalb hält es auch Leisewitz für sehr wohl möglich, daß der Roggenbau, insbesondere bei gleichzeitiger Einschränkung der Verwendung zu Fütterungszwecken, dem Bedarfe entsprechend gestaltet werden könnte, während er dies beim Weizenbau als vollkommen ausgeschlossen ansieht. Leisewitz ist nun aber weiter der Meinung, daß die Differenz zwischen Bedarf und einheimischer Produktion sich in Zukunft noch erheblich ungünstiger gestalten werde, und zwar infolge der starken Bevölkerungszunahme, mit der die Steigerung der Produktion weder bisher habe Schritt halten können, noch auch in Zukunft es werde thun können. Die Bevölkerung nahm zu im letzten halben Dezennium um durchschnittlich anderthalb Prozent (aufs Jahr gerechnet), im Durchschnitte des ganzen Dezenniums um 1 ein Fünftes Prozent jährlich und im Durchschnitt des vorangegcmgenen Jahrzehnts um 1 Prozent. Leisewitz meint nun, daß- selbst wenn man auch nur die geringste dieser bret Zunahme- zifferrr zu grunoe lege, also das Jahrzehnt von 1880—30, etwa im Jahre 1974 eine Verdoppelung der gegenwärtigen Bevölkerungsziffer eingetreten sein würde. Rechne man nun nach Abzug der Verwendung von Getreide zu industriellen und Fütterungszweckcn den thatsächlichen Verbrauch der Bevölkerung im Durchschnitt der letzten Jahre mit 131 Kilogramm Roggen und mit 84 ein halb Kilogramm Weizen, so würde zur Zeit der Verdoppelung der Bevölkerungszahl eine Produktion von nahezu 14 Millionen Tonnen Roggen und Mchezu 9 Millionen Tonnen Weizen erforderlich sein, und wenn man hierzu noch die zur Saat, zur Verfütterung und zu gewerblichen Zwecken nötigen Mengen hinzuschlage, so wurden nach Maßgabe des gegenwärtigen Verbrauchs noch weitere 2 Millionen Donnen Roggen und 630000 Tonnen Weizen produziert werden müssen. Dazu würde die Roggenernte eine Mehrung um 87 ein halb Prozent, die Weizen- ernte aber eine solche um nahezu 250 Prozent erfahren Ssen. Eine so starke Vermehrung entspreche jedenfalls t der in den letzten beiden Dezennien beobachteten Pro- ionssteigerung; insbesondere sei noch zu berücksichtigen, daß seit 1898 teils eine schwankende Tendenz in der Zunahme der Produktion, teils eine völlige Stagnation eingetreten sei.' Demgemäß hält Leise Witz die. Emanzipation vvm Auslande für ausgeschlossen. Politische Tagesschau. Man schreibt uns aus Berlin, 6. September: Seit längerer Zeit schon bildet die Frage der praktischen Vorbildung der höheren Kolonialbeamten den Gegen- ftmü> von Erwägungen innerhalb der Regierung. Die Anregung zu einer Reform auf diesem Gebiete ^ist von parlamentarischer Seite ausgegangen. Auch die Deutsche Kolonialgesellschaft hat sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt, und hier wie dort wurde die Notwendigkeit betont, daß die Beamten, ehe sie in die Kolionieen hinausgehen, durch einen praktischen Kursus Vertrautheit erworben haben sollten mit dem Wesen des kaufmännischen Betriebes. Die Regierung ist dieser Auffassung anscheinend jetzt beigetreten, denn es verlautet, daß! die für den Kolonialdienst vorgemerkten Assessoren in Zukunft einige Zeit hindurch in Exportgeschäften ausgebildet werden sollen. Vielleicht entschließt sich Kolonialdirektor Dr. Stuebel auch, einer von LolonialfreUndlicher Seite unlängst gegebenen Anregung, die Verwendung junger Kaufleute im mittleren Beamtendienst der Schutzgebiete, näherzutreten. Voraussetzung müßte natürlich sein, daß diese Kaufleute eine überseeische Thättgkeit nachweisen. Hollands Kolonien z. B- haben sich nicht zuletzt aus dem Grunde zu hoher Blüte entwickelt,1 weil die Verwaltung dort vorwiegend aus kaufmännischen Gesichtspunkten geleitet wurde. Eine Verordnung, die der Kultusminister gemeinsam mit dem Finanzmmistzer erlassen hat, und Die im ^heutigen Reichs-Anzeiger veröffentlicht wird, bringt den Stempel von 300 Mk. bei Verleihung der Titel Sanitätsrat und Geheimer Sanitätsrat an nicht beamtete Aerzte in Fortfall. In der Begründung heißt es: Tie Stellung, die der ärztliche Stand und seine Mitglieder nach der neuern Gesetzgebung in gesundheitlichen Fragen eiunehmen, das erhöhte Maß, in welchem sie an Lösung der Aufgaben der öffentlichen Gesundheitspflege gegen früher beteiligt werden, sowie eine Reihe öffentlich-rechtlicher Befugnisse und Verpflichtungen, die ihnen in Bezug auf die Ermittelung und Bekämpfung der ansteckenden Krankheiten auferlegt sind- rechtfertigen es, auch die nicht beamteten Aerzte nicht mehr als Privatpersonen im Sinne des' Stempelsheuergesetzes anzusehen, sondern anzu- nehmen, daß sie auf dem Gebiete der Gesundheitspflege, wie die Rechtsanwälte auf dem der Rechtspflege, eine eigenartige Stellung öffentlich-rechtlichen Charakters bekleiden. Zu der Rach,richt von einem an den deutschen Kaiser ergangenen Vermittelungsgesuch der Pforte in dem türkisch-französischen Streitfall schreiben die „Berl. Reuest. Rachr.": „Französische Blätter fahren fort, Nachrichten über ein an den deutschen Kaiser gerichtetes Vermittelungsgesuch des Sultans zu verbreiten. Dem gegenüber ist festzustellen, daß weder der Sultan noch die Pforte oder der hiesige türkische Botschafter au ch nur andeutungsweise Deutschland gegenüber die mit Frankreich schwebende Angelegenheit berührt hat. Wie die deutsche Antwort gelautet haben würde, wenn eine Anregung dazu von türkischer Seite erfolgt wäre, ist eine müßige Frage, jedenfalls bezweckt aber die Verbreitung von Nachrichten über eine vom deutschen Kaiser ausgegangene Ablehnung eines seitens des Sultans an ihn gerichteten Ersuchens nicht anderes als die Beeinflussung der Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei in ungünstigem Sinne." In Hannover tagt augenblicklich die 30. Hauptversammlung des Deutschen Apoth eke r-Verbandes. Sie beschäftigte sich u. a. auch mit dem Verhältnisse der Apotheken &u den Krankenkassen. Zunächst war ein Antrag Erfurt-Sondershausen auf AerMrung des Krankenkassengesetzes gestellt, wonach dem Gesetze ine Bestimmung yinzugefügt werden soll:' „Die Lieferung der Arzneien ist nur dann durch bestimmte Apotheken zu gewähren, wenn hierdurch besondere Vergünstjig- ungen erreicht werden, oder wenn die anderen in Frage kämmenden Apvtheker damtt einverstanden sind." Hiermit verbunden wurde ein Anttag Mittelschlesien, durch welchen der Verein ersucht wird, zu dem Vorgehen der Krankenkassen Stellung zu nehmen, und alle im Streite mit den Krankenkassen befindlichen Kollegen weitgehend zu unter-» stützen. Der Antrag war gestellt in Rücksicht auf den Berliner Ärawkenkassenstrett, wo hurch Bdykottierung der Apotheken, die nicht den gewünschten Rabatt gewähren, die Sicherheit der Arzneilieserung gefährdet, und der Apothekerstand schwer geschädigt würde. Der Vorstand erklärte sich geaen den Antrag Erfurt-Sondershausen und befürwortete Die Annahme folgenden Antrages: 1) Alle ärztlicherseits für Krankenkafsenmitglieder verordneten Arzneimittel sind aus> schließlich aus Apotheken zu beziehen. 2) Die Verabfolgung von Arzneimitteln an ine Krankenkassenmitglieder durch <^e r?1“pcnt|orftäni)e und Kassenangestellten sind untersagt. 3) Forp verhaftet, und zwar unter der Anklage, Waffen verborgen zu haben. — Die Buren haben schon wieder eine Eisenbahnverbindung zerstört. Wie gemeldet wird, ist die Eisenbahnverbindung zwischen Worcester und Grootfontein zerstört. Die Post verkehrt bei Tage. Matjesfontein, 6. Sept. Die Gefangennahme Lotters erfolgte bei Bowershoek in der Nähe von Petersburg. Neunzehn Buren sind entkommen. Deutsches Keich. Berlin, 6. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin sind in Königsberg, wohin sie heute früh programmgemäß von der Station Wildpark aus abreisten, eingetroffen. — Prinz Tschun besuchte heute das Mausoleum im Schloßpark zu Charlottenburg und legte an den Sarkophagen Kaiser Wilhelms I. und der Kaiserin Augusta Kränze nieder. Nach dem Besuch beS Mausoleums in Charlottenburg begab sich der Prinz Tschun nach dem Jnvalidenkirchhof zu Berlin und legte am Grabe des Generalmajors von Schwarzhoff einen Kranz nieder. — Der „Reichsanzeiger" meldet: Fürst zu Inn und Knyphausen erhielt den Roten Adlerorden zweiter Klasse mit dem Stern, Geheimrat Schwekkendieck im Arbeitsministerium den Kronenorden zweiter Klaffe mit dem Stern, Geheimer Baurat Fu elsch er im Arbeitsministerium den roten Adlerorden zweiter Klaffe mit Eichenlaub. — Wie an der Börse verlautete, sind u. A. Geheimrat Hartung von dem A. Schaaffhausen'schen Bankverein, Dr. Salomonsohn von der Diskonto-Gesellschaft, Direktor Mankiewitz von der Deutschen Bank zu der Konferenz wegen des Börsengesetzes vom Handelsminister eingeladen. — Das „Militärwochenblatt" meldet: Der Generalarzt Leuthold wurde unter Belassung im Verhältnis als Leibarzt des Kaisers unter Verleihung des Ranges eines Generalleutnants znm Generalstabsarzt der Armee ernannt. — Graf Waldersee ist in Holstein, wo er sich zum Besuche bei seinem Neffen befindet, an einem Fuß leiden erkrankt und muß aus diesem Grimde seinen Aufenthalt in Berchtesgaden verschieben. Davzig, 6. Sept. Seit heute Vormittag 10 Uhr liegt die gesamte Hebungsflotte auf der Rhede von Zoppot. Die Flotte nimmt nur Kohlen ein, um sodann bis zu den Kaisermanövern die Hebungen auf der Ostsee fottzusctzen. Danzig, 6. September. Der Kaiser lud den Prinzen Tschun zur Parade des 17. Armeekorps bei Danzig ein. Königsberg i. Pr., 6. Sept. Die Stadt ist reich geschmückt und beflaggt. In den Sttaßen herrscht bereits lebhaftes Treiben. Das Wetter ist schön. Die Feststraße vom Bahnhofe zum Schlosse ist mit einer fortlaufenden Reihe von Flaggenmasten eingefaßt, welche durch Guirlanden verbunden sind. Am Eingänge zur Kaiserstraße, wo der Kaiser von Vertretern der Stabt begrüßt wird, ist eine große. Ehrenpforte errichtet; seitwätts stehen Tribünen. Die Uebergänge über die Arme des Pregels sind besonders reich geschmückt. Stuttgart, 6. Sept. Die Hauptversammlung des Vereins der Straßenbahn- und Kleinbahnverwaltungen beschäftigte sich heute mit dem preußischen Kleinbahngesetz und den Unfällen des letzten Jahres. Verletzt wurden 2607 und getötet 155 Personen, fast ausschließlich durch eigene Schuld. Als Ort der nächsten Tagung wurde Düsseldorf beftimmt. Ausland. Kopenhagen, 6. Sept. Wie Ritzans Bureau aus Fredensborg erfährt, gab der Kaiser von Rußland den bisher geplanten zweiten Besuch daselbst auf und wird von Frankreich direkt nach Rußland zurückreisen, um später in Spala an den großen Jagden teilzunehmen. Die Kinder des Kaiserpaares begeben sich mit nach Frankreich. Hajmasker (Veszprimer Komitat), 6. Sept. Kaiser Fra nz Josef wohnte vorniittags dem Probeschießen mit den Geschützen neuen Modells bei und gab hierüber des öfteren seiner Zufriedenheit Ausdruck, nachmittags fand eine Heber» Prüfung der Schüsse aus den auSprobierten Geschützen statt. Konstantinopel, 6. Sept. Der französiische Minister des Auswättigen Delcasss ließ soeben neuerliche Jnstrukttonen an den Botschaftsrat Bapst gelangen, worin es heißt, daß angesichts der bereits für die Lösung des ftanzösisch-türkischen Konflikts von der französischen Regierung festgestellten Bedingungen kein Anlaß vorliege, der vom Minister des Auswärtigen Tewfik Pascha ergangenen Einladung, diese Bedingungen zu formulieren, Folge zu leisten. Der Pforte bleibe es unbenommen, falls sie es wünsche, Mitteilungen an den Botschaftsrat auf schriftlichem Wege gelangen zu lassen. — In Djumaibala, Vilajet Saloniki beraubten Briganten die amerikanische Missionarin Miß Ellen und deren Begleitungsdame. — Aus Musch (Armenien) wurde neuerlich an den Sultan eine Depesche gesandt, worin abermals um Schutz gegen die Kurden gebeten und mitgeteilt wird, daß in dem kurzen Zeiträume seit der Absendung^der letzten Depesche ungefähr 30 Armenier in nächster Nähe der Stadt Musch von den Kurden getöbtet wurden. — Wie aus Prisrend gemeldet wird, war auf den dortigen Gerenten des österreichisch- ungarischen Konsulats, Muths am, jüngst ein Mordan- schlag geplant. Als Muthsam am 1. September den Konat des Gouverneurs verließ, versuchte ein Gendarm Namens Schakir einen Schuß aus einem Gewehr auf ihn abzugeben. Vorübergehende hinderten den Gendarm daran, worauf die ofortige Verhaftung desselben durch die Ottsbehörden er- olgte. Die Pforte sprach dem österreichisch-ungarischen Bot- chaster ihr Bedauern über den Vorfall mit der Versicherung aus, daß an die Ortsbehörden von Prisrend die ftrengften Weisungen wegen Verhaftung und Bestrafung der eventuellen Mitschuldigen Schakirs ergangen seien. Loudon, 6. Sept. Der Tra de - Hnion-Kongreß brachte heute zwei Heberraschungen. Die erste Heberraschung bestand in der Verwerfung der sonst fast auf allen Kongressen angenommenen Resolution für Verstaatlichung aller Mittel der Produktion, der Verteilung und des Austausches. O'Grady, Präsident des Bristoler Kongresses, hatte die Resolution eingebrachte und gleichzeitige Schaffung von Alterspensionen, Besoldung der Parlamentsabgeordneten und Aehnliches gefordert. Der Kongreß verwarf feine Resolution mit 685 000 gegen 264 000 der vertretenen Stimmen. Die zweite Heberraschung war die Ablehnung der Diskussion der den Krieg in Südafrika verutteilenden Resolution des Delegierten Ward. Nach einigem Tumult erfolgte die Abstimmung, wonach die Diskussion der Resolution nut 724 000 gegen 333 000 der vertretenen Sttmmen abgelehnt war. Es gab Ausrufe des Beifalls und des Mißfallens. Ein Delegietter rief: Was werden die Tory-Blätter morgen schreiben! Peking, 6. Sept. Die gestern eingetroffenen Edikte wurden von den Gesandten als befriedigend befunden. Die chinesischen Bevollmächtigten sind für morgen zu einer gemeinsamen Sitzung eingeladen behufs Hnterzeichnung des Protokolls. Aus Stadt und Kand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Arrz." gestattet.) Gießen, 7. September 1901. *’ Hauptversammlung des Miltelrheinischeu Gas- und Wasser- fachm'äuuer-Vereius. Morgen beginnt, wie bereits vor kurzem mitgeteiit, die zweitägige 38. Hauptversammlung des Mittel- rheinischen Gas- und Wasserfachmänner-Vereins mit einer Reihe sachwiffenschaftlicher Vorträge in Steins Gattensaal, woselbst nachmittags ein Festessen stattfindet, während der Montag technischen Excursionen und, gutes Wetter vorausgesetzt, einem Ausflug auf den Gleiberg gewidmet ist. — Die Teilnehmerzahl hat die sehr stattliche Höhe von 111 Personen erreicht. — Wir wünschen der Tagung einen ersprießlichen und schönen Verlauf und begrüßen auch an dieser Stelle unsere verehtten Gäste. Willkommgruß. Willkommen! Fachgenöffen, am schönen Strand der Lahn! Hier sollt Ihr unverdrossen fottschreiten Eure Bahn: Ein pflichtgetreu Beschließen lieh Euch die Lust zur Fahtt, „Erleuchten" und „Erschließen!" So wahtt Ihr Eure Art! „Erfahrungen und Lehren sind aller Weisheit Kern", dieweil wir sie verehren, strahlt uns ein guter Stern! Nach vieler Otten Enden, nach mancher dunk'len Stell' sollt hellstes Licht Ihr senden aus Eures Geistes Quell! Manch gutes Werk entsptteßen sah man auch klein'rem Ort, mög' Heuer sich ergießen zum Sttom so That wie Wort! — Auch unsrer jüng'ren Schwester, wenn treu sie zu unS steht, gilt unsrer Wünsche bester: „Heil Elektrizität!" Der Aufgaben sind viele in wundergroßer Zeit, Doch Einem hohen Ziele bleibt unsre Kraft geweiht: Nur immer vorwätts streben in dem Beruf so schön, macht wertvoll unser Leben, führt uns auf licht're Höh'n! Was Menschen all' verlangen und des Berufes Pflicht, läßt hell die Losung prangen: „Mehr Wärme, Kraft und Licht!" In solchem Sinn dem Bunde zu seiner Tagung Lauf aus unsres Herzens Grunde: Ein frohbewegt' „Glückauf!" Tdephomscher Kursbericht 84.70 5.-6. September + 'te Temperatur am Für die Redaktion verantwortlich i V.: R. Di tt mann. Ardeiterbewegung. Nordeck, 7. September. Wie uns mitgeteilt wird, ist die werden. . 174.00 . 120.70 . 128.00 . 185.80 . 188.20 . 154.00 . 182.50 . 164.50 . 154.75 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Gottharibahn . . Latirahütte . , . Rftchnm .... Reichsanleihe do. Konsole do. . . 8Yo Portugiesen . . 3ü/o Mexikaner . . 41/270 Chinesen . . . . 84 70 | Harpener Tendenz ruhig. 3Vt% 8% 3V,°/o 3°'o . 100.50 . 9085 . 100.45 . 91.10 . 98.35 . 98.90 00.00 . 25.90 . 26.50 MetesrslogMrs Beobachtungen dre tio« Gießeu. Btoaidin auf dem Oswaldsgarten Heute Tmstiigabeild Grosses i Doppel- 12,7° 0. 7,6°O. ndfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinc- Pfg., «Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund ^nTcrcpc Der aircit Kronuw§Ssraor nnv ncrat ixnxert tp-tc* vinz Ostpreußen immerdar erhalten bleibe. London, 6. Sept, ^vrd Kitchciier telegraphiert aus Pretoria unter dem gestrigen Tage: Etwa 300 Duren haben gestern früh den Oranje überschritten und sind in das Cingeborcncn-Territorium bei 5?c-rscl)el cingedrungen. Englische Truppen haben die Verfolgung ausgenommen. Peking, 7. Sept. Tas Friedensschlufiprowkoll ist unterzeichnet worden. Buffalo, 7. Sept. Nach einem Bulletin von 1 Uhr- früh ist der Präsident Mac Kinley schmerzfrei und liegt ruhig da. Tie Temperatur beträgt 100,2, der Puls 120. Ter Angreifer heißt Leon C zv n g o s z (also nicht yacmann) und ist deutsch polnischer Abkunft. Er gab an, er habe keine Mitschuldigen. Anarchistische Schriften hätten ihn überzeugt, die Regierung der Vereinigten Staaten fei schlecht, das beste Mittel, diesen Zustand zu besettigen, wäre die Ermordung des Präsidenten. Anzeichen des Wahnsinns sind nicht vorhanden. In Chicago wurden fünf Anarchismen unter । dem Verdacht der Mitschuld verhaftet. 3l/g% Hessen . . . 50/d Italien. Rente . . 4 /o 0riech. Monopol-Anl Märkte. Gießen, 3. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 1,20—1,30 Mk., Hühner- Krankheiten Offene Beinschäden Flechten (nässende und trockne) hartnäckige Harrtarrs- schlüge heile sicher, unter Garantie, wenn auch schon jahrelang bestehend. Erfolgreiche Behandlung bei 03506 Nerven-, Lungen- u. Magenleiden Zahlreiche Geheilte! Fallsucht (epileptische Krämpfe) wurde ebenfalls geheilt. Hier zu sprechen Dienstag den 10. September im Gasthaus zum Pfälzer Hof, Schanzenstr. 2, von 10 Uhr morgens bis 2 Uhr nachm. Fr. Mugtthms. Frank fort a. ML., 7. September. . 196.80 b. Mainz, 6. Sept. In einer in den nächsten Tagen----— stattfindenden Sitzung wird sich die Stadtverordnetenversamm- lung mit der die Gemüter gegenwättig erregenden Frage der ® J . nrr,( ... r . yli.sbebunn her Sonnta assabrkarten beschäftigen. § Aus Oberheffen, 6. Sept. Der dtesiahrrge Obstfegen ist kem Ausyevung oer ^onniagSsayrrarreu Lngemeiner, wie man ost in obstreichen Strichen zu glauben ver- Es wird der Stadtverordnetenversammlung der Antrag unter-1 ^ch^ ist. In den Gegenden südlich von Nonnenro th, also Um- breftet werden, bei dem Eisenbahnminister in Berlin wie auch regend von Hungen, giebt es sehr wenig Obst und fast gar keine bei der Hessischen Regierung gegen die Aufhebung der Sonn- Zwetschen. In den Gemarkungen um Grünberg und nördlicher- tagsfahrkartcn durch Petiüonen vorstellig zu werden. sind mau^chma?fo^Werladenstdaß"die^ests"gesÄtzt^wÄ?n'müFen^ Fraokfutt a. M., 6. Sept. Der deutsche Kronprinz i Reife der Früchte verzögett sich in diesem Herbst. Dem Haupt- hatte sich gestern von Bonn hierher begeben, um auf dem feind des reifen Obstes, den Wespen, hat das kalte Wetter der letzten Hauptbahnhof die durchreisende kronprinzlich griechische Familie | Tage ersichtlich zugesetzt.___________________________________________ zu begrüßen. Nachdem man im Fürstenzimmer gemeinsam' das Frühstück eingenommen, erfolgte nach herzlicher Verabschiedung von dem Kronprinzen die Wefterreise des griechischen werH Lllf dem hohen Seil. Sonntag: Zwei große Gala-Vorstellungen mit großer Ballonfahrt L la Eugen Siebet. Anfang nachmittags 4 Uhr und abends 81/, Uhr. Preise wie bekannt. 03526 Ernst Maus, Direktor. cter pr. eftlct '• Psg., 2 eiua uu—w Enteneier pr. ^ma 0—0 Pfg., Gänseeier pr. Stück 00—00 Pfg., Käse pr. Stück 5—8 Pfg., Käfemalte 2 Stück 5—8 Pfg., Erbsen pr. Liter 22 Pfg., Linsen ver "fa., Tauben pr. Paar 0,75—0,90 Mk., Hühner pr. Stück 1,00—1,50 Mk., Hahnen pr. Stück 0,70—1,20 Mk., Enten pr. Stück nm« m .-..r. .... cn:^ —.— Mk., Ochsenfleisch pr. Pfund - ■ • . । Pittsburg, 4. Sept. Der Streik der hiesigen Pennsylvania- Kronprinzenpaares. I Stahlröhrenfabrik ist gebrochen. 150 Ausständige sind heute früh *• Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten, zur Arbeit zurüctzekehtt. Der Geschäftsführer meint, die Fabrik In Hanau beschenkte die Frau eines Bremsers ihren Mann werde binnen wenigen Tagen wieder in vollem Betrieb sein, mit Drillingen. — In Gersfeld stürzte das zum Anstreichen ■ 1 ■■ ■■■■■ 1 - - ■ ■ — des Kirchtums errichtete Gerüst ein, und riß mchrere Ansteicher mit in die Tiefe. Der Anstteicher Schmitt erlitt so schwere yLVUtJIC JJJU/HJlUlyvrL Verletzungen, daß er alsbald starb. - Ein schwerer Unglücks- Schwerins. Sept. Auf dem hi-jig-n Bahnhof wur- fall ereignete sich dieser Tage m Bodenrod. Ein 84jähriger gestern abend zwei Postb eamte beim Ueberschreiten Greis war mit Jauchefahren beschäftigt. Beim Nachhause- der Bahngeleise von dem aus Rehna eintresfenden Zuge fahren, ungefähr 300 Meter vor dem Otte, hielt er an, um e r f a ß t. Einer starb nach kurzer Zeit an den erlittenen etwas an dem Wagen zu ordnen. Dabei gingen ihm die Verletzungen, der andere erlitt einen Rippenbruch^ Kühe durch, und der alte Mann kam unter die Räder. Als Sofia, 6. Sept. Die Sobranje beschloß mit großer man ihm zu Hilfe eilte, gab er kein Lebenszeichen mehr von Mehrheit, die früheren' Minister Jvantschow, Ra- sich, der Tod war bereits -ingetret-n. - In Worms d°sl°wow und Doutschew wegen Lundesvcrrats Ver- Lete^sich m einer Wirtschaft in der Paulusstraße am Mill- tvegests>er^beiden^etzt- woch cm Mann em, der sich alsbald m das ihm angero s e genannten Verbrechen in den Anklagezustand zu versetzen. Zimmer begab. Als er bis gegen Mittag des folgenden Königsberg i. Pr., 6. Sept. Auf die Ansprache Tages nichts mehr von sich sehen und hören ließ und auf Oberbürgermeisters erwiderte der Kaiser etwa mehrfaches Klopfen an der von innen verriegelten Thüre kein folgendes: Die Gefühle, zu deren Dolmetscher der Ober- Lebenszeichen von sich gab, wurde Anzeige bei der Polizei bürgermeister sich gemacht hat, berührten ihn und die erstattet. Bei der durch Letztere angeordneten Ocffnung des Kaiserin auf das Freudigste. Sie seien hierher gekommen, Zimmers fand man den Fremden hinter der Thüre mittels um die Erinnerung an die Zeit zu begehen, da vor fouoett mit der Adresse: Martin Meesen Beamter bet chemischen Fabrik Fechenheim, eme Monatsfahrkatte 2. Klasse h^her Großvater an derselben Stelle sich die Krone aufs Offenbach-Sachsenhausen und zurück vom 22. 8. 01. auf $aupt setzte mit der Betonung, daß er sie aus Gottes gleichen Namen lautend und eine Visitenkatte mit Aufschttft Gnade empfange. Der zweite Kirchgang erinnere an die Martin Meesen, Fechenheim. schwere Zeit, die über das Land verhängt war. Die Ereig- - ~ seien von sol gewaltiger Bedeutung, daß sie diese Handel und Verkehr. UMsumtschast. Nordeck, 7. September. Wie uns mitgeteilt wird, ist die Stadt und der Provinz enger verknüpften, als mit jeder Spinnerei der Firma Gustav Schwarzkopf hier wieder in Betrieb zusammenschlössen und das königliche Haus mit dieser genommen und wird durch eine mechanische Weberei erweitert I ^^dt und ihren Vätern und Bürgern seinen herzlichsten und innigsten Dank für den Empfang und seine Freude, diese Erinnerungstagc mit denselben begehen zu können, nnt der Versicherung^ daß sein .Schatz, und .Schirm und fern fir Metzer! Hackklötze und Hackbretter in allen Dimensionen zu haben bei Andr. Euler, Steinstraße. Zx Lose der Großh. Heff. Landeslotterie empfiehtt Jean Schmidt, Lich. Freie Zustellung. 03273 *• Beraubung von Bahnseuduugeu. In industriellen Kreisen sind neuerdings wiederholt Klagen über Beraubungen von einuuc t Bahnsendungen laut geworden. Man ist deshalb zurzeit mit Ermittelungen in dieser Hinsicht beschäftigt. Die hiesige der Suppen, Saucen, Gemüse, Salate iu s. w. übertrifft alle Konkurrenzprodukte. Stets vorrätig in Fläschchen von 35 Pfg. an bei Ph. Herrmann, 5842 Seltersweg 33. Handelskammer ist bereit, einschlägiges Matettal aus ihrem 2,00-2 20 Mk ^Eänse pr. Psd. Bezirke entgegenzunehmen und an die mit den Erhebungen I befaßte Stelle weiterzuletten. 84 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund •* Elektrische Beleucktuua. Gestern Abend ersttahlte unser 50—7Ö Psg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,00—8,00 M. Weißkraut per Bahnhof zumersten male vollständig in dem Glanze des StuckPfg., Zwiebeln pr. ZenMer 7,00-8,00 Mk., Milch per elektttfchen Lichtes. Zur Besichtigung der Anlage war Ge- cr Dauer der Matttzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr nach- heimrat Fischer von der Eisenbahndtrektion m ^rankfutt „üttags. a. M. anwesend. Die Anlage funktioniette ohne jeden Tadel, Petroleum. sodast man allseitia der arößten Zufttedenhcit darüber Aus- In die ziemlich ruhige Marktlage brachte der am 1. er etn- ]ooap man au]euig occ grobien y I ) getretene Monats-Ausschlaq etwas Leben und wurden verichredent- druck verlieh. Der Bahnhof wird von jetzt ab allabendlich abgeschlossen. Ter Abzug nimmt der Jahreszeit ent= elektttsch beleuchtet. I sprechend stark zu. ~ Verhaftung. Ein hiesiger Taglöhner wurde heute Bichmarkt. Vormittag weaen Urkundenfälschung und Unterschlagung ver- In Rücksicht darauf, dag bic ^tteremte mcht m allen Gegenden "“9 ro.e9en uuunocnTai]^ung un i ; ö ö eine gleichmäßig gute genannt werden kann, sind cmzelne Markte hastet. Er ist aus demselben Grunde schon vorbestraft. etn)a» me^r ^gucntiett, das Angebot ein zahlreicheres. Prana ** Personal Nachrichten. Regierungsassessor T)r. -ürtl- Großvieh stand wie immer im Vordergrund des Handels, der Umsag Helm Neid hart wurde zum Kreisanttmann des Kreises kann als norrnal bezeichnet werden, obwohl an einigen kleineren B ü d i n a e n ernannt I Plätzen etwas mehr Ueberstand blieb. Im Verhältnis waren an yUb-nUm!d,,8.t^em bie R°n°m°mngs°rb°st°n in~ SÄÄ* der Turnhalle des hiesigen Turnveretns soweit vorge- größeren Plätzen sehr gefragt, an mittleren und kleineren Märkten schritten sind, daß das Gerüst entfernt werden Fann, wird blieb Ueberstand. Schweine, fette Ware, rasch umgesetzt, Läufer ber SEumbetrieb am SicnStaq roicbet voll ausgenommen^ und Milckstchweine m Rücksicht au, die gute Äartostelcrnte etwas v v , o p, r , .J befer beachtet und lebhafter gehandelt. (Siehe auch heutiges Inserat.) ,, Sabal. )(Langgons, 6. Sept. Heute wurde der Landwttt ^ieus ch ^aS Geschäft liegt zur Zeit immer noch ruhig, und sind hier wegen Verbrechens gegen § 177 St.G.B. verhaftet. nennenswerte Umsätze im Pfälzer Tabakaeschäft während der Be- A Nnvvertcnrod 6 Sept. Im Tode vereint. Nachdem ttchtswoche nicht voraekommen. In Elsaß wurde von Straßburger . r “t r o R Nbilinni sein Händlern und Spekulanten die Rebut tellweise zu 2o Mk. gefault, der m Pension lebende Landbrieftrager B. Phtltppr lem Ungemein ist man mit dem Einheimsen des Tabaks beschäftigt, und Leben durch Erhängen geendigt hat, folgte rhm vorgestern e§ ;väre nur zu wünschen, daß ein Witterungsumschlag zu gunsten seine Ehegattin im Tode; sie wurde heute beerdigt. Das der Waare sich einstellen würde, damit die Pflanzer ihr Produkt in ftnbertofe b-jahrt- Ehepaar war Mn j-h'A.ng °°n schw-rsllr -L- Lmr° trnckrn uach^ Krankheit hetmgesucht worden, msonderhett plagte deri 69- K lofJn?pf^er '|on)'ie fcinen /ofen unb gebündelten Rippen ge- jährigen Lebensmüden ein schweres Astmahletden. Hterm schäfrslos. ünd auch die Beweggründe des Lebensüberdrusses zu suchen. Kraftfuttermittel. 0 Orteuberg, 6. Sept. Seit der Versetzung des Pfarrers „ Die Frage nach Futtermitteln aus dem Inland laßt noch zu l o r t rxt. wünschen übrig. Von den auswärtigen Markten lauten die Forde- Weber zu Lchberg, welcher als Dekan bes Dekanats Bu. lest sodaß bi- Umsätze zlemlich b-schränkl- dingen fungierte, sind die Dekanatsgeschäste vorlausig 511^ blieben. Mehr aestagt waren Eocos- und Palmkernkuchen, für Pfarrer B ernb eck-Staden versehen worden. In einer im welche volle Preise bewilligt wurden. Für Baumwollsaatmehl ist vorigen Jahre vorg-nomm-nen Wahl erhielt Pfarrer Gö bel- die Stimmung wuber etwas nrhig-r g-word-rn ebenso fmb Erb- Bribmgen die Sllmmenrnehrheit. Dieser nahm bi- Wahl nugkuchen veremzelt etwas rneb^angebotem aber nicht an, und da Pfarrer Bernbcck-Staden sein Amt Es bestand während der ganzen Woche fortgesetzt gute Be- als stellvertretender Dekan ebenfalls niederlegte, wurde Pfarrer darssfrage seitens des Konsums, sodaß ziemliche Umsätze stattsinden Ellenberg er -Ottenberg mit der Wahrnehmung der Deka- konnten. f natsgeschäst'e stirben Re t ber in b.es-rn Jahr-ablanfenbenl Wahlperiode betraut. Am 11. September findet nun hier ^ch unverändert. die Neuwahl eines Dekans statt. Die Wahlangelegenheit Roggen ruhig. wurde in den interessietten Kreisen wohl schon genügend er-I Gerste unverändert fest. örtert, und man hofft, daß die Neubesetzung der Dekanats- Mais preishallend. stelle viele erregte Gemüter in Kürze besänftigen werde. Die heutigen Notierungen sind: § Butzbach, 6. Sept. Ein ehemaliger Butzbacher, namens I Redwinter 2 125—128 Mk. Reibmann in N-w.York fpenbete kürzlich 100 Mark zu X. r, . „ t. r. Sudrus. Weizen 123—14o Mk. Gunsten des hiesigen Stadtttrchenbaufonds. Laplata-Weizen 124-132 Mk. § Bad Nauhcim, 5. Sept. Die Zahl der Badegäste be- ghtff. Roggen 100—102 Mk. ' \ fruq bis zum 5. September 18 797, 266 207 Bäder wurden Nuss. Futtergerste 98—102 Mk. bis zu diesem Tage verabreicht. —^Mk^' § Offenbach, 7. Sept. Die Wittwe des Eisenbahnsekre- Mched-Mais Mk. färS Ulljrich in Offenbach, die, wie wir meldeten, sich und Laplata-Atais rye terms 96 Mk. ihre 4 Kinder, darunter erst 8 Tage alte Zwillinge, ums per Tonne cif Rotterdam. Leben brachte, ist aus Gießen gebürtig. Die Frau hat diel . - Aktrengesellfchast für Trebertrocknung in Caffel. Tie , a 2 o «j t. =r isavt'" Firma Schliemann u. Eo. in Hannover-Linden hat die m ihrer That offenbar aus Nahrungssorgen und Scham über ihren L M errjd)tcte Trebertrocknungsanlage der Aktiengesellschaft für Fehltritt verübt. Sie bezog angeblich eme Pension von I Trebertrocknung erworben und zwar für 10000 Mk. Die Anlage-. 1000 bis 1200 Mk. I stand bei letzterer Gesellschaft Mit 65400 M. zu Buch. Hoch! Niedrigste September Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Liist Absolute Feuchtigkeit Relative । Feuchtigkeit % Ä Windstärke Wetter 6. 925 746,5 4- 10,8 8,7 90 Still 1 Bed. Himmel 7. 747,9 + 9,9 8,1 89 N. V 7. 2 « 747,8 + 16,7 9,6 68 E. 1 V £ K WH 03475] Sl Jul. Bach 6038 Johannesstraße. 03519 Ludwigstraße 55. 5940 eii ui. Düll 5916] 1 ober 2 möbl. Zimmer per sofort ober später zu verm. Asterweg 6, I. 03398] Freundl. 5 Zimmerwoh- nunq von kleiner Familie zum 1. Oktober gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 03398 an die Exped. d. Bl. 5896] Möbliertes Zimmer zu vermieten. Dammstr. 42, 1. Qrthdtt mit ob. o. Wohng., a. emz. 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