Ät« 311 Drittes Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 8. September 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Di--Siebener Kamillen- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den „Blätter- für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei» gelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Amts- Md Anzeigeblatt ftr den Kreis Eichen Annahme von Anzeigen zu der für den folgenden Dag erscheinenden 9hc. dis vornnttags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermilt- lungsstellcn des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Deil: P. Wrttko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Landwirtschaft. ** Versteigerung. Am Dienstag fand im N e b e - sch en Gutshose hier die Versteigerung der Dom land lu. Provinzialverein aus der Schweiz importierten Bullen, Rinder und Ziegen statt. Es waren 16 Bullen, 25 tragende Rinder und 17 Ziegen angekauft worden, die unter die Besteller zur Versteigerung gelangten. Für einzelne Tiere wurden s e h r h o h e P r c i s e gelöst, z. B. zahlten die Gemeinden Eichenrod, Anaersbach, Bannerod, Ober-Hörgern und Rodheim v. d. H. über 1400 Mk. pro Stück. Gegen den Einkaufspreis wurden an 12 Bullen ca. 2700 Mark mehr erlöst. Auch bei Kalbinnen wurden von den 25 Tieren bei der Versteigerung über 4000 Mk. mehr erzielt, als wie sie gekostet hatten. Der Durchschnittspreis für sämtliche Kalbinnen betrug 667 Mark. Einzelne Tiere wurden mit ca. 1200 Mk. bezahlt, während andere nur 450 Mk. erbrachten. Auch bei Len Ziegen wurde bei der Versteigerung mehr erzielt, als wie sie gekostet hatten. Der gesamte Mehrerlös betrug 6857 Mk., der aber den Steigerern im Verhältnis zum Steiavrejs wieder zugute kommt. Man war allgemein der Ansicht, daß die Einkausskommisfiolt nicht nur vorzügliches Zucht material, sonoern daß sie dasselbe auch zu verhältnismäßig günstigen Preisen ein getauft hatte. | Pflaumen. Der spendende Sommer streut seine Gabenfülle aus. Der reichste Ertrag alter Obstarten wird Heuer der Pflaume zugemessen. Man unterscheidet in der Hauptsache die blaue Pflaume und die schmackhaftere goldgelbe, die sogenannte Eierpilaume oder Reineclaude. Den geschichtlichen Ursprung des dtamens Reineclaude muß man in Frankreich suchen. Im Anfang des 16. Jahrhunderts lebte und regierte in Frankreich die Königin Claudia (la reine Claude), die in dem jugendlichen Alter von 15 Jahren die Gemahlin des Königs Franz von Valois wurde. Ihre Lieblingsspeise war von höchst bescheidenen Ansprüchen, frisches Obst und besonders eine Pflaumenart, die in den wohlgepflegten Obstgärten der Provence gezogen wurde. König Franz, der seine, mit allen weiblichen Tugenden ausgestattete Claudia schwärmerisch liebte, suchte ihr alle kleinen Freuden häuslichen Glücks zu bereiten, und jeden Morgen prangte auf ihrem Tisch ein Korb frischer, goldgelber Pflaumen. Auch das Volk erfuhr bald von der Lieblingsspeise seiner guten Königin, und der Name reine Claude für jene Pflaumenart war bald in aller Munde. Längst ist die liebliche Frucht von Frankreich nach Deutsch?- land importiert; am sonnigen Giebel des Hauses im Garten, auf den sanften Höhenzügen Nord- und Süddeutschlands gedeiht sie so gut wie einst in den sonnigen Auen der Provence, aber nur wenige, die sich heute an gelben Pflaumen oder Neinclauden delektieren, werben der historischen „reine Claude" gedenken! Friedberg, 5. Sevt. Von 16 eingetaufenen Proben von Saatwe^zen wurde durch den Ausschuß des Landw. Bezirksvereins Friedberg eine Probe von einem Gute bei Kassel, der Doppelzentner zu 23 Mk. ausgewählt. Ein Waggon ist bereits davon bestellt; weitere Bestellungen werden nur noch bis Montag, den 9. ,Sept., entgegengenommen. Die Lieferung erfolgt bis Mitte September. Säcke sollen billigst berechnet werden. Die Auslieferung erfolgt gegen Barzahlung. Da der Weizen (Beselcr Sheris Nr. 3, 1. Nachsaat) au3 rauhem Klima stammt, ist seine Winterfestigkeit, nachgewiesenermaßen beste von allen Sherifartm, zu erwarten, dtichtmitgliedern des Vereins und für bas Quantum von über vier Zentnern werden Kaufpreis unb Frachtkosten angerechnet. Anmeldungen zur Mitgliedschaft werden gleichzeitig mit der Bestellung entgegengenommen. — Der Einlieferungstermin für Aussteller in der Gerstenausstellung in Berlin läuft für den hiesigen Bezirk mit dem 9. September ab. Bis dahin sind 150 Pfund Gerste zum Ankaufspreis von 12 Mark an Bierbrauer Steinhäußer hier abzuliefern nebst einer Achrenprobe von etwa 20 Aehren samt Stroh (möglichst lang). Tie eingelieferten Muster werden am 13. Sept, im Saal zu den 3 Schwertern gelegentlich einer Hauptversammlung des Bezirksvereins vor- prämiicrt, und die 12 besten nach Darmstadt und Berlin auf Kosten des Vereins weitergeschickt. Dort steht weitere Prämiierung bis zum Betrage von 100 Mk. in Aussicht. Bei der Wichtigkeit der Hebung unseres Renommees als Gerstenbaugebiet und der guten Ernte im Verhältnis zu anderen Gebieten wird zahlreiche Einsendung erwartet. Die landwirtschaftliche Winterschule zu Worms beginnt ihren oiesjährigen Winterkttrsus am Montag den 4. November, vormittags 10 Uhr, im Schulgebäude, Hagenstraße 5. Die mit vorzüglichen Lehrmitteln reich ausgestattete Schule ist in erster Linie für daS Bildungsbedürfnis des mittleren und kleineren Landwirtes errichtet. Sie bezweckt, durch Unterrichtung in den Grundlehren der Naturwissenschaften dem jungen Landwirt die- jcmgctt Kenntnisse zu vermitteln, welche derselbe für die planmäßige Einrichtung utib zweckentsprechende Leitung eines landwirtschaftlichen Betriebes unumgänglich notwendig besitzen muß. Die Schule stützt sich bei Ausübung des Fachunterrichtes naturgemäß zunächst auf die in der väterlichen Wirtschaft erworbenen praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse und ist bestrebt, die dort gewonnene Grundlage zu befestigen, zu unterstützen und zu erweitern. Sie eröffnet dem jungen Landwirt ein weites, fruchtbringendes Feld für seine spätere Thätigkeit, indem sie ihn mit den Hauptlehren der neueren Landwirtschaft vertraut macht, ihn zum selbständigen Beobachten anregt, und zum Nach- denken darüber veranlaßt, wie die reiche Quelle der wissenschaftlichen Beobachtung und Forschung nutzbringend für den eigenen Betrieb verwertet werden kann, unb muß. Andererseits aber aiebt die Schule zugleich Gelegenheit zur Erwerbung derjenigen Vorkenntnisse, welche für das spätere Leben und Wirken in der Gemeinde für die Verwaltung von öffentlichen und privaten Aemtern und die Vertretung des Standes wissenswert erscheinen. Tas Schulgeld beträgt für den ganzen Kursus 20 Mark. Ein süßes Iubiläum. Die Zuckerrübenkultur und Rübenzuckerfabrikation feierten im August den Abschluß des ersten Jahrhunderts ihres intensiven Betriebes. Es war im August des Jahres 1801, als der Chemiker Karl Achard in Kunern bei Wohlau in Schlesien eine nach seinem System eingerichtete Zuckerraffincrie errichtete. Zwar hatte Achard als Chemiker einen großen Ruf und die Erfolge seiner Versuche der Raffinerie der Zuckerrüben erregten großes Aufsehen, trotzdem wagte niemand seiner Verehrer sein gutes Geld an die praktische Eroberung der Erfahrungen des Chemikers, bis König Friedrich Wilhelm III. ihm ein Darlehen von 50 000 Thalern gewährte. Mit diesem Gelde kaufte Achard das Gut Kunern und bepflanzte im ersten Jahre 50 Morgen mit Zuckerrüben, die ihm einen Ertrag von 6 v. H. an Zucker brachten. Es dauerte aber nicht lange, bis der unermüdliche Forscher es auf 15 v.. H. brachte. Zwar sucht man heute vergeblich in Kunern nach den Spuren der Zuckerfabrik, nur ein altes in der Dorfschule hängendes Bild des ersten Zuckerfabrikbesitzers erinnert an ihn; indessen hat sich Schlesien in dem Zeitraum von hundert Jahren zu einem Rübenzuckerproduzenten ersten Ranges aufgeschwungen. An die Stelle der kleinen Fabrik sind 58 neue große Fabriken getreten und statt der ersten 50 Morgen werden jetzt fast 60 000 Hektar mit Zuckerrüben angebaut. Vermischtes. * Essen, 5. Sept. Heute nachmittag wurden zwei Gasarbeiter, welche beim Abbruch eines Saales beschäftigt waren, von einstürzendem Mauerwerk verschüttet. Einer wurde getötet, der andere tätlich verletzt. * M ü n ch e n, 6. Sept. Aus Garmisch wird ein schwerer Unglücksfall au der Zugspitze gemeldet. Der Meteorologe des Zugspitzhauses, Herr Reger, unternahm mit dem Ingenieur Brandes, der in der letzten Zeit Versuche mit der drahtlosen Telegraphie zwischen Zugspitze und Eibsee veranstaltete, eine Traversierung von Der Zugspitze zur Riffelwandspitze. Dabei ist der Ingenieur Vranoes in das Höllenthal abgestürzt. Eine Expedition ist bereits abgegangen. Branoes wird jedoch zweifellos nur als Leiche gefunden werden. * Dortmund, 3. Sept. Gestern fand hier der Verbandstag der rheinisch-westfälischen Bezirke des kaufmännischen Vereins von 18 58 statt. An die Erstattung des Jahresberichts schloß sich ein Vortrag über obligatorische Fortbildungsschulen. Der Redner forderte mit allem Nachdruck die Einrichtung von kauf- ntännischen Fortbildungsschulen, die gerade jetzt, in der Zeit des wirtschaftlichen Niederganges, notwendig seien. Die Ver- sammlung erklärte sich mit den. Ausführungen des Redners einverstanden durch die Annahme einer entsprechenden Resolution. Als Ort für die Abhaltung des nächstjährigen Ver- bandstages wurde Düsseldorf gewählt. Für den Achtuhr- Ladenschluß mit gerechtfertigten Ausnahmen soll auch ferner eingetreten und besonders darauf hingewirkt werden, daß der Bundesrat die zur Herbeiführung des Achtuhr-Ladenschlusses im Gesetze vorgesehenen Ausführungsbestimmungen erläßt. * Berlin, 4. Septbr. Der Schlächtermeister Richard Röder, der imMai d. I. unter Hinterlassung einer Schuldenlast von 30 000 Mk. aus Berlin verschwand und gegen den ein Steckbrief wegen wiederholten Betrugs und betrügerischen Bankerotts erlassen war, ist in London ergriffen worden. Die Verhandlung wegen der Auslieferung Räders ist, wie die „Allg. Fleischerztg." mitteilt, eingeleitet worden. * London, 4. Sept. Hier ist gestern ein deutscher Uhrmacher namens Hermann Jung ermordet worden. Er war von 1854 bis 1874 Mitglied der Marx'schen Internationale, die er mitbegründete und ausbildete. 1868 führte er auf dem Baseler Kongreß den Vorsitz. Seit Eingehen der Internationale soll er nicht mehr politisch thätig gewesen sein. Er galt als ein guter Sprachkenner und als sehr geschickter Uhrmacher. Größere Firmen übergaben ihm bisweilen die Arbeit für fürstliche Personen. Jung war der Sohn eines Geistlichen, der in der Schweiz lebte. Er war selbst zum Geistlichen vorgebildet und war sehr wohlthätig; er speiste oft Kinder in feinem Hause. Ter Mörder ist ein 23jähriger französischer Friseur namens Fangeron, der Jung bei seiner Korrespondenz geholfen habssn soll. Jungs lebende zweite Gattin, eine Engländerin sah Jung und Faugeron zwischen zwei und drei Uhr nachmittags einträchtig beisammen sitzen. Eine Stunde später hörte sie einen furchtbaren Lärm. Jung lag mit zerschnittener Kehle in seinem Blute und der Mörder enteilte auf die Straße, wurde aber verfolgt und eingefangen. ■- * Ausbruch eines Gletsch ersees. Aus Innsbruck schreibt man: Die Heuer schon einmal vom Hochwasser schwer heimgesuchte Gemeinde Langtaufers wurde am 28. August abermals in großen Schrecken versetzt. Während die Leute in der Kirche waren, begann plötzlich ein unheimliches Tosen und Sönnern, und als sie aus dem Gotteshaus heraustraten, sahen sie mit Schrecken den Rieglbach au§ dem Kuhthal mit Holz, Geröll und Steinen haushoch daher- brausen. Das Rieglgehöft war schon ganz vom Wasser umspült, und eine Frau mit fünf Kindern rief jammernd um Hilft. Mit Unterstützung von 40 italienischen Arbeitern, die bei der Verbauung des Pedrosser Baches beschäftigt sind, gelang es, die Muhre abzudämmen und den äußerst gefährdeten Rieglhof zu retten. Um Mittag war die Gefahr besettigt. Allerdings war auch der bis jetzt angerichtete Schaden für die armen Leute groß genug. Wiesen und Felder waren zum Teil überschottert, zum Teil ganz weggerissen. Drei Bauern wurden besonders schwer betroffen. Sie erleiden einen Schaden von mindestens 7000 Kronen, eine für diese Leute sehr hohe Summe. Das auffallende bei dieser Wasser- katastrophe war, daß ein schöner, regenloser Tag war, weshalb man auch nicht begreifen konnte, woher die Muhre kommt. Das Räthsel wurde aber bald gelöst. Noch an demselben Tag ging eine Kommission ins Thal hinein. Und diese fand 3 Stunden aufwärts, daß bei der Mitterlochspitze ein Gletschersee aus unaufgeklärter Ursache plötzlich ausgebrochen sei, dessen Wassermasse dann das ganze Kuhthal verwüstete. Die schönsten Weiden sind metertief mit Schlamm und Geröll überschüttet. Zufällig war das Vieh auf die gegenüberliegenden Vergweiden getrieben worden, sonst wäre jedenfalls viel um» gekommen. * Eine vernichtende Kritik der „Hunnen- Brief e". Ein früherer Musketier des Infanterie-Regiments Nr .166, der jetzt noch in China bei der Besatzungs- brigabe weilt, Wurde von seinen, in einem Orte bei Hanau wohnenden Angehörigen befragt, was von den sogenannten „Hunnenbriefen" zu halten sei. Der Soldat schrieb zurück: . . . „Tie „Hunnenbriefe", wie sie in Deutschland bezeichnet werden, können nur von solchen Personen geschrieben sein, die ihre Dienstzeit in China nur auf Etappen zugeb rächt haben und von Expeditionen keine Ahnung haben. Ein jeoer Soldat, der auf Expeditionen war, Hunger und Durst gelitten, Tage lang marschiert ist und zuletzt noch! ins Gefecht kam, war, wenn er ins Quartier zurückkehrte, froh, wenn er von den Kulis seine Arbeit gemacht bekam, wofür er dem Kuli 10 Cents oder das Essen gab. Früher konnten Wir uns Kulis halten, so viel wir wollten, natürlich auf eigene Rechnung. Die Kerls von den Etappen wollten natürlich auch etwas machen und schrieben deshalb die schrecklichsten Nachrichten nach Hause, als wenn sie wunder was geleistet hätten. In Wirklichkeit bekamen sie vielleicht keinen Chinesen vor den Gewehrlauf. Einem ver- nünftigen Soldaten, der schon zwischen Leben und Tod stand und die Kugeln hat Pfeifen hören, fällt es nicht ein, sich an einem harmlosen Chinesen zu vergreisen. Ich habe es nicht gemacht und meine Kameraden, soweit ich sie kennen gelernt habe, ebenfalls nicht. Wenn ich Euch von der Barmherzigkeit der Sonaten gegen die armen Chinesen schreibe, so harmoniert dies mit den Hunnenbriefen nicht. 2er Not- und Armenstand in China ist sehr groß. Jeden Mittag von 12—2 Uhr sieht man vor den einzelnen Kompagnie-Revieren arme Frauen und Kinder mit Gefäßen stehen, um die übrig gebliebenen Speisereste zu empfangen, die ihnen von uns gern gegeben werden. Fast jeden Morgen empfangen die armen Leute vom Proviantamt Reis, Gerste nsw. Sehr deutlich sieht man die Armut in den Ortschaften, wenn man mit der Eisenbahn vorbeifährt. Die Chinesen wissen ganz genau, daß die Züge meistens mit Militär besetzt sind, und daß sie von diesem immer etwas bekommen. Ich habe schon öfters Gelegenheit gehabt, Proviant für die Kompagnie einzukaufen oder zu solchem Posten vo-nmandiert zu werden. An jeder Station hält der Zug. Da stehen nun die Armen unb Kranken und jammern unb bitten um Essen. Wir geben ihnen nun Brot Ober Eier unb Gelb. An jeder Station stehen nämlich die Händler mit Eiern, Aprikosen und anderen Eßwaren. Oft kaufen wir voir ihnen, um es an die Armen zu verschenken. Das ist dvch genug gethan für einen Soldaten, der selbst nicht viel bekommt. Aber wir sind Deutsche und haben auch! ein Herz. Wir handeln, wie es uns gelehrt wurde, kämpfen gegen Bewaffnete, schonen aber Weiber und Kinder. Alles andere ist nicht wahr." _* Wenn die Toten erwachen. Unter diesem Jbsenschen Titel wird folgende, erst nachträglich bekannt gewordene Geschichte von der Heimkehr der „Gera", mit der bekanntlich auch Graf Waldersee wieder in der Heimat eintraf, erzählt:.. Als die „Gera" seinerzeit die Ausreise nach China antrat, befanden sich auf dem Schiffe zwei Brüder aus Lehc, von Denen der eine als Proviantsteward, der andere als Dampfkoch beschäftigt war. Nach geraumer Frist erhielt die in Lehe wohnenoe Braut des Dampfkocks von dem Proviautsteward die für sie niederschmetternbe Nachricht, daß ihr Bräutigam in China einem heimtückischen Leiben erlegen sei, und sie nun in der Heimat dort die hierdurch nötig gewordenen Formalitäten erledigen möge. Es wurde denn auch von dem Amtsgericht ein Nachlaßpfleger eingesetzt, der die Habseligkeiten des verstorbenen Tampfkochs zu Gelbe machte unb damit nach Möglichkeit die Gläubiger befriebigte. Als nun bic „Gera" wieber in ihrem Heimathafen Bremerhafen einlief, befand sich unter den Zuschauern auch jener Nachlaßpfleger, der bald vor Schreck vom Schlage gerührt worden wäre, als er plötzlich auf der „Gera" ben toten Tampfkoch gesund unb munter vor sich sah. Vor Langeweile waren die beibett Brüder unterwegs auf ben sonberbareu „Scherz" gekommen, einen als gestorben nach ber Heimat zu meiben, unb man trieb diese Gemütsroheit so weit, daß der Verlobte als der Tote ausersehen wurde, um einem treuen Mädchenherzen zum „Scherz" bittere Seelenpein zu bereiten. Als der lebende Tote nun aber von feinem Nachlaßpfleger erfuhr, daß man feine sämtliche Habe zur Deckung feiner Schulden versteigert, da bekam ber „Scherz" nun auch für ihn doch einen recht bitteren Beigeschmack. * Scherzworte des Kaisers. Die wohlbeleibte Figur des Kurfürsten Johann Sigismund, dessen Denkmalsgruppe kürzlich enthüllt wurde, fand die vollste Würdigung von feiten des Kaiserpaares. Beide betrachteten die drollige, sehr echte Erscheinung des Kurfürsten mit vielem Vergnügen, und der Kaiser sagte lachend zu Pro- sessor Breuer: „Tas war mein dickster Ahne!" . . . — der Kaiser am Freitag mit dem Fürsten und den beiden Grafen zu Dohna die Marmorbüste „Fabians mit der Schmarre" betrachtete, machte er vergleichende Studien über die „Familienähnlichkeit" und bat einen der Grafen, den Hut abzunehmen; in einem drastischen Worte bemerkte der Kaiser zu den drei jovialen und anscheinend nicht „abstinenten" Sperren, daß man die überraschende Aehnlich- leit nicht blos ttm Schädel, sondern sogar an der — Nase erkenne. — , * Münchhausen redivivus. Em französisches Blatt enthält folgende Schilderung: Ein Weltbummler, der soeben in die Heimat zurückgekehrt ist, beendet die Erzählung seiner Reiseerlebnisse mit einer Schilderung der Qualen, welche dem wahren Patrioten selbst eine freiwillige Verbannung bereitet, und schließt: „Als ich in mein Zimmer trat, und dort den Steuerbogen fand, vergoß ich Thräneu der Freude!" Arbeiterbewegung. New-Jork, 5. September. Der Ausstand der Stahlarbeiter nähert sich oem Ende. Ein Bruch steht in den Reihen der Ausständigen jeden Augenblick zu erwarten. Die durch Den Ausstand in Mmeidenschaft gezogenen Werke werden indessen monatelanger angestrengter Arbeit bedürfen, um allen Anforderungen nachkommen und ihre Vorräte ergänzen zu können. Der Absatz hält sich auf allen Gebieten andauernd lebhaft, für den Winter ist hinreichend Arbeitgesichert. New-I)ork, 4. Sept. Im hiesigen Vürean der United Staates-Steel-Eorporation wurde heute eine Konferenz ob* gehalten, worin die Fortschritte besprochen wurden, welche die auf friedliche Beilegung deS Stahlstreiks gerichteten Bemühungen bisher gemacht haben. Die eigentliche Grundlage der Erörterung äst jedoch unbekannt. Gerichtssaal. 8. Darmstadt, 5. Sept. Ein hiesiger Train-O ffi- jlier R. ist vom Kriegsgericht wegen Vergehen gegen die Sittlichkeit gu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden, die er zurzeit im hiesigen Militär-Arresthaus verbüßt. Die Verhandlung fand unter rlusschluß der Qest'entlichkeit statt. Berlin, 5. Sept. Tas „Berl. Tagebl." erfährt: Der Oktober* Coupon der Pommerschen Hypotheken'Aknenbank werde nod) bezahlt werden. Ueber die Zahlung der zukünftigen Coupons werde die demnächst einzubernfende Versammlung der Pfandbries- besitzer beschließen. Tie Generalversammlung der Aktionäre soll morgen cinberufen werden. Hamburg, 5. Sept. Tie „Hamburger Bogenhalle meldet: Eine neue Reismühle wird im Hamburger Freihafengebiet unterder Firma Hamburg-Indische Reiswerke Paul Munkel u. Co. begründet werden, im den Import von gesd)ältem Reis aus Ost- iudreu für eigne Rechnung zu betreiben. Die Finna ist heute in das Handelsregister eingetragen worden. Wchcntiiche AderW brr WesMe in Gießen. 35. Woche. Vom 25. bis 31. August 1901. Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 20,08, nach Abzug der Ortsfremden 14,05'Ac» Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 2 — 2 — 1 - 1 - !1 — 1 - 1 (1) - 1 (1) ~ 2 2 — — 1 (1) 1 (1) - - 11 — — 1 (1) 1 (1) —________- Summa: 10 (3) 5 (2) 5 (1) — Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.______________________________ Für die Redaktion verantwortlich i. V.: R. Dittmann. Diarrhoe Abzehrung Lebensschwäche Bronchitis Krebs Zuckerruhr Wochenbettkrankheit n"‘ §idim Dickte,preiswürdiae.schöne,dauerhafte (j q wi stelle man her aus den ussjsm 0 ächten Andernachs FabriBtote JkpSKSf®r Asphalt-Steinpappen aus der Fabrik von A.W. Anuemach in I am Rhein. o^usier. Anleitung. £eu?etse über (geuzährung postfrei und umsonst. Zu haben in Gießen auf der Fabrik - Niederlage bei Herrn Wilh. Textor, Wallthorstraße 6. 3897 VT In Giessen vorrätig in der Kräftigend Siir Blutarme Blefctehtige Sefcache Kinder und Kraute. .0 ärztlidi empfohlen 'M M M •:-*x .M Pelican • Ayotlaelce, Kreuzplatz 2; Adler - Drogerie, Otto Schaaf, iSeltersweg 39; wen-Drogerie, W. Kilbinger, Selters weg; A. & G. Wallenfels. Marktplatz 21; Eberhard Metzger, am Seltersthor; Pb. Herrmann, Seltersweg 38; Gust. Walter, Mäusburg 13; Philipp Schwager Wwe., Markt 8; Christian Wallenfels, Marktplatz 17. MW Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handlung und -I^eihanstalt. Spezialität: Billige Ausgaben. Erast Chaliier (Rudolphs Nacht) Giessen. Speaial-€$esehäft für Iuschneide Lehranstalt Grüubergerstraße 14a (Mittelbau). Matznehmen, Musierzrichnen, Zuschneiden und Berardeitm kann jede Dame gründlich erlernen. 6545 Der «ursvs beginnt am 16. September 1901. Inna Petri, geprüfte feljrtrin. ^tloslic^eicl^öertiic^ cao l/öo^Riec^qd.-Silligini Gebraudj Happel Neustadt 56 Giessen Telephon 76 Gisemvaren-Kandlung empfiehlt sein großes Lager in: 2156 Oesen und Kochherden Aauöeschkägen etc. Spnterr, Rechen, Hecken. Schippen, Drahtgeflecht, Stacheldraht, Ga^cnscheren, Daumsägen rc. Waschmaschiuen, WnilMschinen, UaschmMtlu, Gürlemöbel. #^i©e-S®hwlle 20.— 30.— 12.— 3.50 15.— 50- 8.-- 1541 45.— ameri- 6.50 3.— 80.— 12 — 1 Monat 6.50 16.— 6.50 Monat JL 16.— 5 Monat Jl 30.- Beginn der Kurse am 10. Oktober 1901. fjüt den Vorstand: Die Obersehrerin: Frau B. Gebhardts Fräulein 8. Mösern Nur der Original - Soxhlet-Apparat gekennzeichnet durch den Namenszug des Erfinders, keine der zahlreichen mangelhaften oder gänzlich wertlosen Nachahmungen, ermöglicht die erfolgreiche Durchführung der Säuglingsernährung nach Soxhlet. Alleinige Fabrikation und Vertrieb für Hessen-Nassau und das Grosshorzogthum Hessen 4221 ©ebrüder Weil in Frankfurt a. M. Concessionäre der Aktiengesellschaft Metzeler & Co., Gummiwarenfabrik Und Asbestwerke, München. Niederlagen in Giessen: C. A. Faber; W. Kilbinger; Adam Reinig; Brüder Schmidt; Emil Schmidt; J. Schellenberg’s Nachf. In Wetzlar: Fritz Brenner; Rud. Spiess Nchf.; Anton Wald- schmidt. In Oamberg: P. Haber; Ph. Wenz. In Alsfeld: G. Waldeck Wwe. In Friedberg in Hessen: Ohr. Hess. In JBad-Nauheim: H. Kegelmann. 8.— 12- . .,?eE umfaßt Buckführung, einfache, doppelte und -...... kamsches System, 4 Std., Kontorarbeiten 4 Std., Kaufmännisches Rechnens Std„ Stenographie 2 Std., Har.delsgeographie 1 Std., Unter- ncht auf der Schrctbmasckme und Schönschreiben 1 Std. wöchentlich. Stenographie allein io Mark. Handarbeiten: Unterricht im Handnähen, Flicken, Stopfen, Zeichnen, Rechnen, Deutsch Musterzeichnen,Wüschezusclyieiden,Maschinen- nähen, Zeichnen, Rechnen, Deutsch Musterzeichnen und Wäschezuschneiden Methodischer Schneiderunterricht, Fach- und Gewerbezeichnen Unterricht im Zeichnen und Zuschneiden Weiß-, Buntsticken, sowie alle modernen Stickereien Bügeln und Kunstwäscherei Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen Aufzeichnen von Stickereien auf Leinen, Seide u. s. w. Holzbrandmalerei und Kerbschnitt. Kochschule. Koch-KursuS, 50 Vormittage 86 Mark. Handelsschule. Obligatorischer Besuch, Schulgeld Kinderbiskuils, ärztlich empfohlen als kräftige und leicktverdauliche Eiweiß-Nahrung. Allein-Berkaus: Gietze^, Geschwister Altenpohl. — Man achte auf Schutzmarke- 5873 Aeb eitsv ergebrmg. Die zum Umbau des alten Schlosses om Kanzleiberg Hierselbst erforderlichen Dachdecker- und Klempnerarvciten sollen vergeben werden. Zeichnungen, Anschlag und Bedingungen können bei Herrn Bausührer Kiefer in oer Baustube des alten Schlosses eingesehen und daselbst Eingabeforrnnlare in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 10. dö. Mts., vormittags 12 Uhr, verschlossen, mit entsprechender Ansschrist versehen, bei uns einzu- reichen. Gießen, den 4. September 1901. 5975 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecu m. Bekarmtmachung. Die Stadt Gießen hat aus der von ihr erworbenen Margarethenhütte noch einige Lagerplätze und Lagerrämne zu verpachten. Reflektanten wollen sich an uns oder an das Stadtbauamt wenden, woselbst auch der Plan und b*e Beschreibung über die einzelnen Plätze eingesehen werden können. Gießen, den 14. Juni 1901. 4393 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. PferdemarktzuGießen Am Mittwoch dem 18. September l. I. findet auf den städtischen Macktanlagen nächst der Rodhrimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnkutscher Kuhn dahier wenden. Auskunft über sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. MU dem Pferdrmarkt ist eine Prämiierung verbunden, für welche 1425 Mk. zur Verfügung stehrn. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Oekonomisrat Schleuste, Hardthof bei Gießen, zu erbitten. Aie Vferdemarstt-FrorrrruWon zu Hießen. Wolff, Beigeordneter. 5756 Saatgut-Offerte. Von unseren auf der Landesausstellung in Darmstadt mit 3 Preisen ausgezeichneten Getreidesortimenten verkaufen wir, soweit Vorrat reicht: Pktknstt Üioofltii, per Ktr. 10 Mk., 10 Ktr. Da Mk. Derselbe zeichnet sich durch starken Halm und großartige Körnererträge aus. WeWr WrerWen per Ktr. 10 Mk., 10 Ktr. 05 Mk. Derselbe verträgt späte Saat, besitzt starkes Bestockungsvermögen und liefert hohe Erträge in Stroh und Kern. Kirsches Herriss-Weize» per ktr. UMk., 10 Ktr. 115 Mk. wird hier 2 Jahre gebaut und winterte hier nicht aus, sehr widerstandsfähig gegen Lager und liefert bei entsprechender Düngung kolosiale Erträge. Imdeickil-Mizen per Ktr. 11 Mk., 10 Ktr. 105 M.; er verträgt späte Saat und giebt befriedigende Erträge. Unser Saatgut ist doppelt gereinigt, in Höhenlagen gewachsen und deshalb zum Saatwechsel empfehlenswert. Der Versand geschieht per Nachnahme. Säcke berechnen wir mit 60 Pfg. pro Stück. Bei größerer Abnahme findet Ermäßigung nach Vereinbarung statt. zrchmlich MeselW AtsorrivMusg, Stockhauseu (Hessen). 6805 Farbenfabriken vorm, Frledr. Bayer & Co., Elberfeld. < Stenographen - Gesellschaft Gabelsberger, Giessen. Wir eröffnen DMtckgß iitn 12. September l. N., nbeiiöe 8^2 Uhr, in unserem Vereinslokal, Frankfurter Hof, pari., unseren dritten diesjährigen M,sKNgWNrsUs in der deutschen Einheits-Stenographie, System Gabelsberger, zu beffen Besuch wir höfllichst cinlnben. 5969 Honorar 6 Mk. Der Vorstand. Schipkapaß. I Neues TMckRt ♦ L Müller, v. Jwngenfeld Ä» 6976 SGSTTSSTGS«»r. nied. Woerleins Magen trank daS beste Genußmittel für den Magen. Jeder Versuch wird die Angabe bestätigen, selbst bei unheilbar erklärten Fällen wurden äußerst günstig beeinflußte Resultate erzielt. M. 1.—, 1.60, 3.—. Nur echt nut vollem Namenszug Or. med. Woerlcin, prakt. Arzt. Aabriüavl: Iran Becker, Ludwigshafen a. Ah. _ Haupt» Niederlagen: Alrüflek, London, ^aris. Wien, Audapefl und Aaset. söS3 Depot bei E. Koch, Liebigstr. 67. Herrenhemden nach Matz und Mutzer werden unter Garantie des guten Sitzes in kürzester Zeit geliefert. 4170 Weiche Auswahl in Stoffen und Einsätzen. Gresch w. Heers, NciieiMg t Holzbearbeitungs-Fabrik und Import von Zimmer-Thür en Esoil Fiaiaeke Coblenz — Frankfurt — Düsseldorf. Slendorf a.Lda. Am 5. Oktober findet im neuerbauten Saale des Herrn Gastwirt Lüll großer Simchas-Thora-Ball Qäussirsl lorthellhih. trägt jede* Stück. Die nenesteaa Modelle der von mir geführten erstklassigen Fabrikate, wie: Adler, Wanderer, Mars, Gritzner sind eingetioffen, ebenso die Nenheiten in Laternen, Glocken nsw. tJmswfc 1 erhält jeder Leser dieses Blattes, bettt unsere Waürcu noch imbcfniutt sind, als Probestück nackfL-unsck eins der nach- sollenden Gegenstände: viaslrmcsser, Taschenmesser, Schccre, Uhrkette, echt silberne Brache ooer Portemonnaie, wenn er nach unserem Prospect für Einführung unserer vorzüglichen Waarcn in FreuudcS-und Bckaninenkreisen sich bemühen toitl. — Nach dem Auvlande und an Minderjährige werden Probestücke nicht versandt. Solinger Industrie-Werke Adrian dcStoek. Commandit-Gesellsch., SOLINGEX. Jlluftrtrtes Hauptprcisbuch — Ausgabe 1901, ca. 300 Seiten großes Format — versenden gratis u. franco. Heber 1300 Arbeiter in Fabrik- und HauS- üidustrie, einscklieblich derjenigen unserer , Eommanbttärc. Achtungsvoll Ludwig Lull. Sheriff-Weizen, letzten Winter gut durchgehalt., diesjährige Ernte, 300 Zentner zur Saat abzugeben. Bei Abnahme von 1 Ztr. 10 Mk., von 10 Ztr. 9,50 Mk. C. Ebeliug, Kltenöurg 5877 Kreis Alsfel» Lutz- miö Mzmken. 558, .T. Hankel. S.'üoßq. 6. | frankfurter Zeitung; <$> und Karidelsölatt. ♦ _ , Hcriog Votk enpt0O Cheriourg Bremen -Balhmore Bremen-Galveston Bremen-Brasilien iiiMwirpei, Cporto, Ltixois. Bremen-La Plata vn AnlwtrcM, SoutXimplt*Coniln evt. VHIigana. Vljo. Bremen-Ostasien Bremen-Australien Genua - Ke wYorK vle Gibnlbc Nähere Auskunft ertheilt: Giessen: Carl Loos. Grünberg: Julias Karl. Friedberg: Isidor Schulhof. Homberg: Carl Stern. W | und grösste Sachgemässe Reparaturwerkstatt Oberhessens. 8®®®®®®®®®®®©®®C3®®®®®®®®®®®®®®© Die Giessener Bepostakasss Wechselstube der Bank für Handel und Industrie in Giessen, tatiesenstc-asse Kr. 2 (Ecke Ostanlage) vermittelt alle in das Bank fach einschlagenden Geschäfte, insbesondere befasst sie sich mit: 1. Aufbewahrung und Verwaltung von offenen Depots und Aufbewahrung von verschlossenen 2. Konto-Korrent-Verkehr und Eröffnung von Check-Rechnungen, 3, An- und Verkauf von Wertpapieren und ausländischen Ge'.dsorteo, 4. Diskontierung von Wechseln, 5. Domizilierung von Wechseln, 6 An- und Verkauf von Wechseln auf ausländische Platze, Ausschreibung von Checks, An- ' Weisungen und Kreditbriefen auf alle Hauptplätze des In- und Auslandes, Vermittelung von Auszahlungen, e 7. Einlösung von Zins- und Dividendenschemen, Ausübung und Verwertung von Bezugsrechten, Erwirkung neuer Kouponsbogen u. s. w., 8. Annahme von Depositengeldern, 9. Gewährung von Darlehen gegen Verpfändung von Wertpapieren, und 10. Versicherung gegen Coursverlust im Falle der Auslosung. Frischer Zmehelkuchen Montag, Mittwoch u. Freitag von 9 Uhr ab. 4731 Friedrich Noll, Hofbäcker. Viele Krankeß ieiderr anr Blutarmut, Bleichsucht, Nerven«, Magen- u. Verdauungsschwäche, Mattigkeit, Abmagerung, Kopfweh, Angst- und Schwindelgefühlen, Blähungen, Sodbrennen, Schlaflosigkeit, Appetitmangel rc. rmd steche« oft tangsam dahin. Sie machen wir auf unfern vorzüglichen Stahlbrunnen aufmerksam, der schon vielen Kranken treffliche Dienste geleistet hat, wie zahlreiche Dankschreiben bezeugen. Zu ausführlichen Mitteilungen, die unentgeltlich erfolgen, sind wir jederzeit gerne bereit. Die Verwaltung der Emma» Heilquelle, Boppard. KANNT LEICHT, SIND DIE FABR1- nnHCCCI ff-W KATE DER DEUTSCHEN HUTFABRIK KvUdOCLU i • ♦ * > > MAN BEACHTE DIE SOEBEN HERAUSGEBRACHTEN 5 NEUEN SS’S* MODE-FORMEN DER SPECIAL-MARKE feöJUOofcjLdU 1 • Verlosung veranstaltet von der Künstler-Kolonie-Darmstadt Ziehung Haupttrefferi.W.v. 31. Oktober 1901. M.30?t)00. Die Gewinne bestehen nur aus Gegenständen, welche durch Neuheit, Zweckmässigkeit, sowie künstlerisch und technisch mustergültige Ausführung ausgezeichnet sind. Lose äMk.2.— (Liste und Porto 2& Pfg.) sind zu beziehen durch L. F. Ohiaacker, Darmstadt sowie in Giessen bei Rich. Buchacker, Phil. V/eiler und W. Semmler, Seltersweg. [5755 Telephon -15. A Weinert, Mmm 8 Ausführung von Bau-Schreinerei-Arbeiten nach gegebenen und eigenen Entwürfen. Thüren- und Kehlleisten-Lager Frankfurt a. M., Niedenau 15. Auch Thüren aus astreinem Nortb Carolina Pine zum Lasieren vorzüglich geeignet, vorrätig. 3598 Preislisten und Spezial-Offerten gratis. Sfoffwäscfiß aus der Fabrik von LEIPZIG-mOWITZ. Kgl. Sachs, u. Kgl. Rumän. Hoflieferanten. Billig, praktisch, elegant. von Leinenwäsche kaum zu unterscheiden. v: DI §Anck Sueksi? W Pfennig! Ö nur SÄ*!1/ $ 88 \ VtVjinAMt J V w Zf KE Grosser ZÄ-wswer wegen Verkauf eines Hauses. 5757 5Mcke Mel, Betten, Spiegel, Msz, Ssplisz «ul polsterwaree verkaufe von heute ab zu ganz bedeutend herabgesetzten .Preisen. TTXT7 Möbelgeschäft, KLaplansgasse. HL CL b U Erstklassige deutsche Lebeusversichcrungs - Gesellschaft (keine BolkSvers.) hat ihre 5950 unter sehr günstigen Bedingungen zu vergeben. Gefs. Offerten unter 13 93 an Haascnstein & Bögler, A.-G., Darmstadt. Speise-Chocolade Amro Grüne Packung 50 Pfg. Braune Packung 40 Pfg. Rote Packung 30 Pfg. Unübertroffen. Fabrik: Robert Borger, Pössnecki.Th. Unterjeicbnete Firma bringt ihr Jnstallations-Gcschaf in empfehlende Erinnerung^ Anfertigung von Hauswasserleitungen, Warmwaff^: nnlagcn, Nade-Einri-Slungeu für Gas- und Kohlenfeuerung Klosettanlogeu in einfachster bis feinster Ausführung. Dittmann’s WelienbsdschBukeü. ßmmllirrfe uub >inkbubruiannen. Sitz- und Kinderbadcwannen, Fnßwannen usl» EZÄiv. Zimmer 5519 G etzerr, Bahnhofstraße 18 (£223 GL5ZD CSU SZZ C2C3 CTL-2 CZT? > I1L®mäs FroÄmlaäiiser L —zzzz- 9 Schulstrasse 9 =~— empfiohlt seine direkt bezogenen 1189 «t S= Spanischen Weine 3» | ferner: französischen und deutschen Kognak. ft Rhein- und Moselweine. Champagner ffisj. | '«1 MM MinrilE (Deutsches Reichs-Patent) von 537' Carl Buss, Metzlar. Spielend leichter Gang. Grösstmögl. Ausbeutung. Kürzeste Butterzeit gegen andere Systeme. Carl Gentner in Göppingen. in rokrn Dosen mit dem Kaminfeger Großartig broätzrlcs fabrikol! Zu haben in den meisten Gefchaflcn. Ftofcr8C«an6: Vcn höchflen G!mx erzielen Sie mit Emil Pistor Nachfolger MMstrs^e 10. Giessen. Teleptzos 61. Alleinverkauf des „Deutschen Jörster-Kfen" System Morggreve. G. M. 8. 145001. H^ushaltungs- und Küchengeräte iss? Oesen und Kochherde. Banbefchläge. Eisschranke, Speiseechränke. Senfrn, Sidjeln, Sechen, Sdietiftla, Kreushscktll. Saftpresse«. Kupferkessel. Waage«. Waschmaschinen, Waschmangelu, Gartenmöhrl. anziinterrlcht Zur gefl. Mitteilung, daß mein Tauzunterricht MW" am 2. Oktober -MG beginnt. — Anmeldungen werden ZSehllcingasse 31 entgegen- genommen. — Honorar 1L Mark. — Privatunterricht u jeder Tageszeit. 5816 Schmidt, ÄnMm. Die Vorzüge der Westdeutschen KuudeLuchen- und HessügelfutLer-KavriLate sind: größter Nährwert, leichteste Verdaulichkeit. Haupt-Niederlage für Gießen und Umgegend bei Herrn 5630 Ad. Geisse, Gießen. Proben, Preislisten daselbst umsonst. >761 Mm-We in größter Auswahl zu dedeutend herabgesetzter» Preisen empfiehlt Heinrich Hochstätter, Schloszgasse 19. in größter Auswahl und allen Preislagen bei größter Dauerhaftigkeit empfiehlt die AHl-Lchmnmi non Philipp Henkel 14 Sonuenstraße 14. Reparaturen gut und billig. 5547 •Wwiptaq - KMMckii. Schöner Awsfflögsort. ff. Bier aus dem Giessener Brauhaus. GaHenwäü’tacliafL 1388 Gute Kücb®. Bienenhonig mvfieblt Lehrer Döll, Wies eck. Bei wenig Geschäftsunkosten und iroßem Umsatz gebe jetzt, um Raum \\1 gewinnen, crSlMknd billig: Kahrräder, pr.ma schon ll X 25 — Pneumatik-Münte! schon ä JL 7.50 öuftschläuche schon ä X 4.75 1lce1y!etl'Laternen . schon ä X 4.75 Glocken schon L X 0.30 Heörauchtc Fsahira’äcSer unter Preis. ^atoE’r edier’ prima, schon ä X 800. bewährte Marke X 2150.— Eflähm^schBiiei^ vorzüglich, schon ä jt 55.— Job. Fr. Schaaf Wetzlleiustraße 44 renommiertestes Geschäft d. Branche _________.-> in Gießen.________5733 WckmW. Beriisteintalkfarbe über Nacht trocken, hochglänzend, per Pfund 90 Pfa. Spiritusln We ÄS per Pfund 75 Pfg. sowie sämtl. Orlfarben, Pinsel usw. Gustav Walter, Mäuöbürg iS. [02945 W Särge in größter Auswahl bei IS. Ei. Aliendörfer, 4921] Franksurterslraßr 88. . ■ M HM- K I/' I Fsssfoodenansirich Lelfarbcn, Lackfarben, Fnß- bodcnlaü, Leinölfirnist zum Cinölen, Siccatif, Parkett- Wachs, Stahlspähnc u. s. w. empfiehlt 5973 Fischbach» Anstalt „Hygiea“ Oscsk Höpfm's Achs. Wctlix May, Gießm MoUI-k-raü- 8. “ ErsolgreickeBehandl. v.Nheuma- tismus u. Gicht in all. ihren Formen, Verrenkungen,Berftauchungen,Lähmungen, Verdauungsbeschwerden, Frauenkrankh., Bleichst, Blutarmut, Schwindel,Nervensckw., Migräne rc. MätzigeZ'rcise. Kule Bedienung. Kartoffeln pro Gentner inkl. Sack 2 Mark, Zwiebeln, prima Wintenvare, 4 Mark. 5955 A. Simon II., Echzell in der Wetterau. !Z.AZchch in anerkannt vorzügl. Qualität liefern täglich frisch (außer Syndikat) die 5880 „Lchkalkmke Wckbach" G. m. b. H. Weilburg a. d. Lahn. Äichtthkits-Stiiiviüde« 474 zum Aufwinden von Lasten. Einfach! Praktisch! Bewährt! Ul).Uayfsr!hä;Lo.,§rallllfurln.»N. u. jttftrlin N., Chausseeatr. 2 E. Tomiilig hen 8. Lcptenckr, aachiii. von 4 Uhr «n: Gffl MMWft Kesiauration Dreher, AcustM 55. 25000 Pracht-Betten Fl wurd. Vers. Hvcr», Nnlervettu. F Kissen mf. 12'/z,L»otek0ett 17 V, si Herrsch ZScllen22'/,Mk. Preis- k> tlste gralig. N^chtp. Geld retour. | A. Kirschberg, Leipzig 36. m Die Annoncen Spedition von 5227 H. Wallach, Kismarckstr. 14 emvfiehlt fich zur Anuayme von Zuserateu für alle Zeitungen »es In- und Auslandes. y Das von Frau Anna Hein früh. Oberhebamme a d. ae- burtsh. Klimt d.Kgl.Chantü zu Berlin verfaßte Buch „FraGeaschats“ scnd.f.bOPf.inBrfm.d Versandhaus hyg. Aedarssart. o. Frau Anna Hein L in Berlin S. Nr. 178, . Oranienstr. 65. Jr Alle Oiqimtnrcn an Nähmaschinen und Fahr« rädern schnell und billigst unter Garantie/ gebrauchte können um- getauscht werden. 5862 Reparaturwerkßätte Heäswich Fitz8ers Gietzen, Bahnhofstraße 58. Kaust Hietzencr Srifriifliwr von 6627 P. Jos. Mobs Leifeufabrik. Das einzige weltbekannteRadikal- und BorbeugungSmittel gegen Schwaben, Manzen, Motten, Aliegen, Alöhe etc. ist zu haben in Gläsern zu 30 Pfg. nebst Thurrnelirr- spritzeu zu so Pfg. bei Gastav l¥a!ter, I Mänsvurg 13. 4549 g StampMisran (Aamen-Kopfwaschen) bei sorgfältigster Ausführung empfiehlt Herrn, Plank Wwe, Speziat-Aamen-Airifiergeschäst. Alle Arten Sanr-Arbeiten werden schön und dauerhaft angefcrtigt. 5237 Bem All-md Mülls von Bitten, Wohn- und Ge- schästshänsern, Hotels,Refiau- rantö, Bauplätzen u.s.w., so- wie Aohnungs-Nachweis cm» Ö"-Hlt sich • 5226 einrich Wallach 21ismarckstraße 14. Kaltrßktllk. Feldbrarrd. Nb la. Hvaktttt. Zedrs Quantum bMgst. Nahe und gute Abfahrt. Auch können dieselben an die Baustelle geliefert werden. 1765 Andreas Euler. tiin ieicpu'5, ßut erhaltenes Halbveedeck mit ovnehmbarem Bock, 2 leichte neue Breaks, 1 elegantes neues Mglvrb sehr preiswert abzugeben. 5921 A. Hilbinger S^lterLweg IS. Telephon 276. Moaelsberger Bulle, i3 alt, sehr schön, zu verkaufen. 5915 Wies-ck Nr. 248. 03378] Stallvünger verkauft Jungblut, Rodheimerstraße 2. AHniaschiiie, UL' L' abzug. Näh, in der Exped. d. Bl. Kanshünb ÄÄä*. verfnufen. Ein gelber, en gl. Reh- Piuschcr, 8 Dlonate alt, ebenfalls zu verkaufen. 5996 Großer Steinweg 21. Zwetsehen 100 bis 200 Eentner, pa. Ware, zu kaufen gesucht von 5981 A. Äünklcr, Niederschelden. Urrfdiiröriicö (Lchüler oder Schülerin, welche hier die beff. Schule bes., finden sreundl. Aufnahme in geb. Familie. Näheres in der Expedition. 5522 ^011A Wer eine reichecheirat sucht, erhält sofort eine kolossale Auswahl von 600 reichen passenden Partien o. Bild. Senden Sie nur Adr. ,2icsorm^ Nerkin 14. ______________|5634]_____________ KsllKfurler Jfitunp Kikine Presse Annahme von Avonnemeuts und Knoonccn bei der Agentur H. Wallach, Bismarckstraße 14. 8kd Star finit in Sutettptn, M Fr. Schaaf in Tikstn, fj. Klippflein in LangsLorf. Red Star Jine Rothe 10 Stern Linie nach Auskunft erteilen |