Nr 132 Zweites Blatt 181. Jahrgang - 5 7.- ungefähL 1200 an der rankamen ; sie waren durch den * Samstag 8. Juni 1901 6 I i teilung befand sich in Marschformation, als die Buren, J, unter Kommandant Kemp 2. Für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts........ wovon der Dienstbote jeweils 2 Mk. zu entrichten hat. Gießen, den 6. Iuui 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Die Ausführung der Verordnung betr. das Gewerbe der Gefindevermieter und Stellenvermittler. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die von sämtlichen hier ansässigen Gesindevermieterinnen Scan» spruchte Gebühr beträgt: 1. Für Vermittelung eine» Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen............Mk. 5.— Saht Ach«! ! Die Manche meb. Seife atgra alle ßaotxwMgldtn «■ asWigt, wie: MM.Aineil, N« tos Hest f*r »en Oetnewben . ie Nbr fXUefStn« den Bedienungsmannschaften wurden gefangen genommen. Aber bald hatte sich die so Überraschte englische Mteilung von dem Schrecken erholt, die Bajonette wurden aufgepflanzt, und die Derbyshires machten einen „glänzenden Angriff" auf die Buren. Tie Buren wurden von den Geschützen vertrieben und die Geschütze kamen wieder in die Hände der Engländer. Während dieser Zeit aber verlangten die Buren von einem Artillerieoffizier und einem Sergeanten, daß diese ihnen zeigen sollten, wie die Geschütze bedient würden. Als diese sich weigerten, wurden sie beide erschossen. Bei dem Bajonettangriff hatten die Derbyshires große Verluste, aber sie waren es, die den Tag retteten. Auch die Skottish Horses zeichneten sich sehr aus. In der letzten englischen Verlustliste wird gemeldet, daß in den Gefechten am 1. und 2. d. M. am Pienarsriver 7 Mann getötet und 18 Mann verwundet worden sind, alle von Kitcheners Schützen. In militärischen Kreisen Londons wird die Miegführ- ung in der Käpkolonie scharf kritisiert und ab geurteilt.. Daß die in die Kolonie eingefallenen Burenhaufen schon seit einer Reihe von Monaten sich dort behaupten und daß nichts Ernstes gegen sie unternommen wiro, will weder alten noch jungen Kriegsleuten einleuchten. In Militär- wie Zivilkreisen sagt man unverhohlen, von Beendigung des Krieges auf dem Gebiete der Freistaaten könne für eine ganze Weile keine Rede sein, solange es nicht gelinge, englisches Gebiet vom Feinde zu säubern, und so lange es möglich sei, daß größere Burenscharen, wie jüngst wieder unter Kritzinger, kleine Orte wie das 45 Kilometer südlich von Aliwal YLorth gelegene Jamestown überfallen und zur Uebergabe zwingen können. Tie Zeitschrift „The New Age" hat die Entdeckung gemacht, daß Lord M i l n e r gar nicht geborener Engländer und nur naturalisiert und daher nach einem ursprünglich gegen Wilhelm III. gerichteten Gesetze gar nicht zur Erhebung ins Oberhaus befähigt sei. Milners Großvater war nach dieser Tarstellung Kaufmann in Neuß und mit einem Fräulein v. Rappard verheiratet. Im Jahre 1830 wurde sein Sohn Karl geboren, der in Bonn, Gießen und Tübingen Medizin studierte, in Tübingen promovierte und 1856 sein Examen bestand. Er verheiratete sich 1853 noch als Student, siedelte später nach London über, praktizierte dort von 1860 bis 1867 als Arzt, kehrte dann nach Tübingen zurück, wurde Lektor der englischen Sprache an der Universität und im Jcchre 1872 außerordentlicher Professor und verheiratete sich im selben Jahre zum zweiten Male, nachdem er 1869 seine erste Frau verloren. Nun entsteht die Frage: Ist Milner getonter Engländer oder ist er naturalisiert worden? Milner ist 1854 geboren, wäre also, allenfalls wenn sein Vater während seines kurzen Aufenthalts in England naturalisiert worden wäre, naturalisierter Engländer, also wegen des gegen die von Wilhelm III. eingeschleppten Holländer gerichteten Gesetzes nicht für das Oberhaus qualifiziert. In der letzten Sitzung der Kommission zur Prüfung der Entschädigungsforderungen der aus Südafrika ausgewiesenen Personen erklärte der Vertreter Oesterreich-Ungarns, er habe Entschädigungsforderungen von 120 Personen zu unterbreiten. Ter russische Vertreter bemerkte, er vertrete die Ansprüche von 27 Personen. Im Haag ist der internationale Schiedsgerichtshof in Angelegenheit des Burenkrieges in geheimer Sitzung ver- ammelt. Mita iaKravattei sowie empfiehlt billigst 57(5 B. Tichy, Selteraweg 43 Seltersweg 4c »glich mH W Montag». *■•**•* jeeUien- MIHl mtWs dem «n. ***■••*< mü„4>efL „Blätter * M. »ter» Ml »MchMltch MM »„ochsbäder, ffl’W Ä'Ä* ▼ Ei V 8e$nn$prtis Diertdt*l SichenerAnzeiger ** General-Anzeiger v ** bsst* w w tueeOti« io vig. und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen 3»: Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 6. Juni. Das Unterhaus bewilligte die 'Forderung von 15 779 000 Pfund Sterling für die Be- schaffung von Transportschiffen und Pferde- nraterial. Im Laufe der Debatte behauptete Blundell Maple, die vom Kriegsamte zum Ankäufe von Pferden nach Oesterreich-Ungarn gesandten Offiziere hätten abgetriebene Pferde zu ungeheuerlichen Preisen gekauft. Die Differenz Mischen dem wirklichen Werte der Pferde und dem vom Kriegsamte gezahlten Preise hätten sie mit den bisherigen Eigentümern der Pferde geteilt. Der Finanzsekretär des Kriegsamtes Stanley entgegnete, es wäre eine Untersuchung im Gange, er glaube aber, sie wurde nur dazu führen, die Grundlosigkeit der Beschuldigung darzuthun. Johannesburg, 7. Juni. Reutermeldung. Bisher find in sieben Minen wieder in Betrieb, jede mit 50 Bohrstampfern, andere bereiten die Wiedereröffnung vor. Einige sind völlig betriebsfertig und warten die Ermächtigung der Militärbehörde ab. China. General-Feldinarschall Graf W a l d e r s e e meldet vom 4. Juni aus Tientsin: Habe nunmehr Funktionen als Oberbefehlshaber eingestellt und verlasse auf Weg nach Tokio noch heute Ehina. In Tientsin sind strenge Maßregeln getroffen, um Reibungen zwischen den Kontingenten zu vermeiden. Habe nebst zahlreichen deutschen Anordnungen an dem Begräbnis der französischen Soldaten teilgenommen. In Peking brach in der Nacht zum 4. nach schwerem Gewitter, wahrscheinlich infolge Blitzstrahls, Feuer in einem Namen des westlichen TÄls der »erbotenen Stadt aus. Ein bedeutender Häuserkomplex ist Aiedergebrannt, die Haupitempel scheinen indessen erhalten zu sein. Eine Pekinger Meldung der „Agence Havas" besagt: Nach den hier aus Tientsin eingegangenen Meldungen über den Krawall am Sonntag abend hat eine englische Patrouille auf einen französischen Soldaten, der im Ueber- mut auf das Dach eines Cafehauses geklettert und dort über sie hergezogen war, geschossen und ihn verwundet.^ Die Kameraden des Soldaten und deutsche Soldaten gingen mit dem Bajonnett gegen die Engländer vor und warfen sie mit Steinen. Tie englische Patrouille feuerte wieder, wobei 3 Franzosen getötet, 4 Franzosen und 4 Deutsche verwundet wurden. Einer der Getöteten war zufällig in einem Wagen an dem Ort des Zusammenstoßes oorüber- Hefahren. Wir haben gestern schon die gegenwärtigen Zustände in China recht dunkelgrün malen müssen, und alles andere liegt uns näher als frohe Erwartungen für die Zukunft. Besonders bedenklich scheinen noch immer die Verhältnisse in der Mongolei zu fein, wo die berüchtigten Tuan und Tungfuhsian die Bevölkerung gegen die Fremden aufreizen. Dort istes denn auchzuneuenBlutthaten gekommen. Ter italienische Gesandte erhielt von einem italienischen Priester die Mitteilung, daß Pater Bearmin und 14 andere Priester in Ningtiolang in der südlichen Mongolei ermordet wurden; sie gehörten zu der Mission, die kürzlich durch die Rebellen unter Prinz Tuan bedroht war. Alle männlichen chinesischen Christen wurden mit den Priestern ermordet. Die Weiber sollen nach der Mongolei gebracht werden, um für die Truppen des Prinzen Tuan und Tung- suhsians zu arbeiten, die jetzt in Uulin in Nord-Schansi stehen. Wenn trotz derartiger Vorkommnisse China von den Mächten geräumt wird, so ist daraus klar ersichtlich, daß man eingesehen hat, daß sich dort doch nichts erreichen läßt und daß die gewaltigen Aufwendungen Europas zum größeren Teile nutzlos gewesen sind. Nach der Statistik der chinesischen Seezollverwaltung hat sich entgegen der vielleicht allgemeinen Annahme, eine Schädigung oder bedeutende Abnahme des Außenhandels Chinas infolge der Unruhen durchaus nicht em- psindlich fühlbar gemacht. Nur in 9wrdchina zeigte sich der unheilvolle Einfluß der Aufstände für den Handel in größerem Maße. Hinsichtlich der übrigen Provinzen gestaltete sich sowohl Ein- wie Ausfuhr so günstig, daß, soweit es die Einfuhr angeht, diese noch die Ergebnisse des! sehr günstigen Handelsjahres 1898 übertraf. Die Einfuhr nach China erreichte im Jahre 1900 einen Wert von 211070 422 Haikman-Taels, das heißt (den Haikman-Tael zu 3,16 Mk. berechnet) 666 982 534 Mk. Diee Ausfuhr belief sich auf einen Gesamtwert von 158996 752 Taels, um 3678 800 Taels weniger als im Jahre 1899, oder in Mark umgesetzt: auf 502 429 736 Mk., mit einem Weniger von 11625008 Mk. gegen das Jahr 1899. Die Zolleinnahmen beziffern sich für das Jahr 1900 auf 22873 896; sie waren gegen das Jahr 1899 um 3 787 476 Taels zurückgegangen, also 72281511 Mk., oder ein Weniger von 1216852 Mk. Höchst interessant ist die Statistik des Schiffsverkehrs der europäischen und außereuropäischen Nationen. Nachstehende Tabelle möge zugleich auch den steigenden Wettbewerb der Nationen untereinander im Handel mit China veranschaulichen, und zu welck)em Erfolg dieses Ringen innerhalb 10 Jahren geführt hat: Ueberseeischer Verkehr Küsten schiffahrt 14 6 Tie Tabelle, geordnet in Flagge Britische Japanische Deutsche Französische Portugiesische Schwedisch-Norwegische Amerikanische Russische Oesterreichifche Koreanische Holländische Dänische Belgische Spanische Tie Tabelle geordnet in der Beteiligung der Mächte im Handelsverkehr mit China nach der Zunahme des lieber» seeverkehrs, laßt die überraschende Thatsaä)e erkennen, daß Portugal verhältnismäßig die größten Anstrengungen innerhalb der letzten 10 Jahre entwickelt hat, daß dagegen Dänemark und Spanien auf den Wettbeiverb in Ckyna völlig zu verzichten scheinen. 1890 1900 1890 1900 1836 3335 6633 8080 267 751 46 1712 393 433 677 1334 63 376 24 115 — 306 — —: 12 93 12 69 20 69 58 584 21 57 8 167 — 17 51 5 — 11 — 4 3 9 1 1 101 2 45 22 — 1 — 1 Deutsches Keich. Berlin, 6. Juni. Der Kaiser begab sich gestern abend nach dem Reichskanzlerpalais zum Diner, das beim Reichs kanzler Grafen v. Bülow zu Ehren der in zo llp o lt tisch en Angelegenheiten hier anwesendenStaatSminifter und Ministerialräte deutscher Bundesstaaten stattfand. Vor der Tafel ließ sich der Kaiser die auswärtigen Teilnehmer vorstelleu und unterhielt sich mit den Ministern der Bundesstaaten. Bei Tische saß der Kaiser zwischen der Gräfin v. Bülow und dem bayrischen Staatsminister Freiherrn v. Riedel. Gegenüber dem Kaiser saß der Reichskanzler zwischen dem sächsischen Staatsminister v. Metzsch und dem würtlembergischen Ministerpräsident Freiherrn v. Breitling. Nach Tisch wurde der Kaffee im Garten des Reichskanzlerpalais eingenommen und später Bier gereicht. Der Kaiser zog viele Teilnehmer au dem Kongreß in ein längeres Gespräch und verließ die Gesellschaft erst um 1 Uhr. Der Kaiser soll über den Verlauf der Zollkonfereuz sehr befriedigt sein. — Der Kaiser hatte in Aussicht genommen, die 15. Wanderausstellung der Deutschen Landwirt. schaftS.Gesellschaft vom 13. bis 18. Juni in Halle a. d. S. zu besuchen. Leider ist Seine Majestät aber ver- hindert und hat den Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen, der im vorigen Jahre bas Präsidium der Gesellschaft führte und in diesem Jahre als Ehren-Bize.Präfident fungiert, beauftragt, ihn bet der Eröffnungsfeier zu vertreten. — Der Kaiser erließ unter dem 9. April eine Ber- ordnung, betreffend die Ehrengerichte der Sanitäts. ofsiziere, die am 1. ds. MtS. in Kraft getreten ist. In der Einleitung bemerkt der Kaiser, er erblicke in diesen Ehrengerichten das wirksamste Mittel, durch Erziehung der Standes- geuoffen zur Wahrung der StandeSpflichten und Bethätigung der Gemeinsamkeit der StandeSiutereffeu den Geist treuester Pflichterfüllung und lauterster Wahrhaftigkeit im SanitätS- offizierkorps für alle Zeit wach und rege zu erhalten. — Der ^Reichsanz." veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 23. Mai wegen Abänderung der Ergänzung zur Verordnung vom 9, August 1896, betr. die Rechtsverhältnisse der Landesbeamten in den Schutzgebieten. Die Verordnung regelt die Ansprüche dieser Beamten auf Pension und Wartegeld. — Ueber den Militärdienst der Volksschullehrer nach den am 1. April v. IS. in Kraft getretenen Bestimmungen hat die von den Lehrervereinen der Provinz Hannover eingesetzte Kommission interessante Feststellungen gemacht. Sie hat sich an eine größere Anzahl Lehrer gewandt, die einjährig freiwillig, und auch an solche, die als StaatSeiujährige gedient haben, und von diesen über die im abgelaufenen Dienstjahre gesammelten Erfahrungen den Bescheid erhalten, daß jedem Lehrer dringend zu raten sei, mit Schnüren, also als Einjährig-Freiwilliger, zu dienen. Die- enigen, welche in anderer Weise ihrer Militärpflicht genügten, icdauern lebhaft, nicht rechtzeitig unterrichtet gewesen zu sein über die Vorzüge des Einjährig-Freiwilligen-Dienstes und über den Kostenpnnkt des Dienens auf Staatskosten. Die Beförderung am Ende des Einjährig-Freiwilligen-Dienfies ist ür die Lehrer sehr günstig gewesen. So wurden im Hannov. Jnfanterie-Regiment Nr. 15 bei der Entlassung zum 1. April von 23 einjährig-freiwillig eingetreteuen Lehrern 19 zu Ge- reiten oder Unteroffizieren befördert; das Offiziers- Aspirauten-Examen haben neun bestanden. Allen wurden bei der Entlassung von einem Vorgesetzten besondere Anerkennung für ihre Leistungen gezollt. Auch die Beför- >eruug der StaatS-Einjährigen war günstig. Bon den 19, die bei dem genannten Regiment gedient, find 15 befördert. Memel, 6. Juni. Eine Versammlung von Konservativen in ProckulS stellte einstimmig den Litthauer Matschull- Mitzken als Kandidaten der vereinigten konservativen Parteien ür die Reich Stags Wahl im Streife Memel-Heydekrug auf. Danzig, 6. Juni. Auf der Schichanwerft fand heute mittag im Beisein des Prinzen und der Prinzessin Johann Georg von Sachsen der Stapellauf des Liuieu- chiffeS „D“ statt. Die Prinzessin Johann Georg taufte ras Schiff auf den Namen „Wettln". Die Taufrede hielt der Prinz und führte darin aus: „ES war der Wunsch Sr. Majestät des Kaisers, daß mein Allergnädigster König und Onkel zur heutigen Feier persönlich erscheinen möchte. Der König, welcher für die Marine das lebhafteste Interesse hegt, fühlt sich zu seinem großen Bedauern nicht wohl genug, um die Reise hierher zu unternehmen. Darum hat er meine Frau und mich beauftragt, ihn und di« Königin bet der Taufe zu vertreten, ein Auftrag, der mich mit hoher Freude erfüllt. In unserer Zett blüht unsere Marine immer mächtiger empor, nimmt dte Bedeutung, die ihr innewohnt stetig zu, weht ihre Flagge auf allen Meeren, wmdet sich ihr daS allgemeine Interesse zu. Daß zu einer solchen Zett ein mächtiges Kriegsschiff den Namen .Weltin" fürderhin aus daS weite Meer htnauötragen soll, erfüllt uns — ich kann daS im Namen unserer Familie versichern — mit Stolz. Möge das Schiff diesen Namen, den unsere Familie seit fast 900 Jahren führt, immer mit Ehren tragen! Möge eS sich seinem Schwesterschiff „Wittelsbach" würdig gesellen! Möge es der Kaiserlichen Marine stets Ruhm bringen! Das walte Gott!" Kiel, 6. Juni. Die englische Torpedoboots« flottille ist heute nachmittag durch den Kaiser-Wilhelm- Kanal kommend, in den hiesigen Hafen eingelansen. Hannover, 6. Juni. Der Kaiser hat dem Hannoverschen Männergesangverein zu deffen fünfzigjährigem Jubiläum sein lebensgroßes von Profeffor Lenbach gemaltes Bild mit eigenhändiger Unterschrift zum Geschenk gemacht. Köln, 6. Juni. In einer fünfstündigen Versammlung des Bundes der Landwirte kam es zu heftigen, zeitweise sehr scharfen Auseinandersetzungen zwischen den Abgeordneten des Zentrums und den erschienenen Vertretern des Bundes, den Abgg. Plettenberg, Hahn, Roesicke und Wangenheim, welch letztere ihr Erscheinen am Rhein damit begründeten, daß sie gemeinsam mit den rheinischen Zentrumsagrariern bestimmte Zollsätze aufstellen wollten. Nach Informationen, die der Bund erhalten, seien die süddeutschen Regierungen nicht geneigt, eine Erhöhung der Zölle auf landwirtschaftliche Produkte zu gewähren. Unter tosendem Beifall erklärte Hahn, der Bund wolle den rheinischen Bauern helfen und möglichst viele landwirtschaftS- und mittelstandsfreundliche I Herren in das Zentrum hineinbringen. Abg. v. Wangenheim begründete als die Forderung des Bundes einen Mindestzoll von 7.50 Mk. Man würde herabgehen, wenn die übrigen Getreidearten mit demselben Zoll wie das Brot« Betreibe bedacht würden. Zu einer bestimmten Erklärung waren die anwesenden Zentrumsabgeordneten nicht zu bewegen. Stuttgart, 6. Juni. Die dem Landtage vorgelegte Gemeindesteuer-Reform sieht insbesondere eine stärkere Heranziehung der Bauplätze unter Zugrundelegung ihre- Wertes und der Warenhäuser nach Maßgabe ihres jährlichen Umsatzes vor. Den Gemeinden mit hoher Umlage soll ferner die Erhebung einer Abgabe von Lustbarkeiten, einschließlich musikalischer und deklamatorischer Borträge, sowie von Schau- stellungen umberziehender Künstler g-stattet werden. Ausland. L o n d v n, 6. Juni. Ter Bericht der Kommission, welche die Organisation des Kriegsamtes zu prüfen hatte, besagt, die Haupt schwäche des gegenwärtigen Heeresverwaltungssystems liege in dem Fehlen einer klaren Feststellung, inwieweit die den Oberbefehl führenden Offiziere einerseits für die Verwaltung, andererseits für die Befehlsführung verantwortlich sind. Als Abhilfe gegen diesen Mißstand empsiehlt der Bericht eine Dezentralisierung, durch die itt erheblichem Umfange Autorität un> Verantwortlichkeit auf die Tistriktsofsiziere übertragen wird; ferner wird vorgeschlagen, daß eine ständige Kriegsamtsbehörde mit dem Staatssekretär als Vorsitzenden und zivilen sowie militärischen Tepartementschefs unter eventueller Heranziehung von Distriktskommandeuren eingesetzt werde. Sodann wird empfohlen, die Geld- ausgabebefugnis des Staatssekretärs sowie der Oberoffiziere zu erhöhen, indem ihnen jährlich ein Betrag zur Deckung kleinerer unvorhergesehener Ausgaben überwiesen wird. In den militärischen Tepartements sollen an die Stelle der gegenwärtig vorhandenen Zivilbeamten Militärs treten, und die Ausgabenkontrolle seitens des Schatzamts soll auf ein Minimum, soweit es parlamentarisch zulässig ist, eingeschränkt werden. Portsmouth, 6. Juni. Die marokkanische Gesandtschaft, die den König zu seiner Thronbesteigung beglückwünschen soll, ist heute früh auf dem britischen Kriegsschiff „Diadem" hier eingetroffen und bei der Landung von den Regierungsbehörden und einer Ehrenwache empfangen worden. Brüssel, 6. Juni. Im Senat erklärte der Minister des Aeußern de Favereau auf eine Anfrage, die Garantie der Neutralität Belgiens sei in einem Sonder- vertrage zwischen Belgien und den fünf Garantiemächten niedergelegt. Nach den Bestimmungen dieses Vertrages ständen die Mächte für die Unabhängigkeit und Unverletzlichkeit des belgischen Territoriums ein. Die Garantie- mächte hätten besonders in Auge gehabt, zu verhindern^ daß Belgien den europäischen Nationen als Kriegsschauplatz diene. Belgien müsse also jeden Einfall, von welcher Seite er auch komme, zurückweisen und habe deshalb die Pflicht^ sich mit der Möglichkeit einer Invasion zu befassen. Der Minister schloß, es sei zweifellos, daß die Garantiemächte die Neutralität, Unverletzlichkeit und Unabhängigkeit Belgiens für alle Zeiten sichern wollten. Im weiteren Verlaufe der Beratung über das Budget des Auswärtigen agte Selys-Longcharnp, er werde gegen dasselbe stimmen wegen der Haltung der belgischen Regierung gegenüber Englandund Transvaal. Dieses Verhalten rufe feine Entrüstung hervor. Wenn der Minister des Auswärtigen hier England lobe, so glaube man eher einen englischen als belgischen Minister zu hören. Fleche erhebt Einspruch gegen die gestern für die Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstes gehaltenen Reden. Redner beantragt die Streichung des Kredits für die vatikanische Gesandtschaft. Dieser Antrag wird abgelehnt. Hierauf wird das Budget des Auswärtigen angenommen. Montevideo, 6. Mai: Kaum ist die Verschwörung entdeckt worden, die gegen das Leben des Präsidenten Cuestas gerichtet war, so kommt auch schon die Nachricht von einer bevorstehenden Revolution, die, wie man versichert, gleichzeitig und im ganzen Lande ausbrechen soll, sobald das der Kammer vorliegende Projekt der Wahlreform angenommen wird. Laut dem bekannt gewordenen angeblichen Plan sollen zuerst sämtliche Polizeikommissarien angegriffen und überwältigt werden, dann will man sich an einem bestimmten Ort vereinen und einen regelrechten Feldzug gegen das Heer eröffnen, soweit sich dasselbe nicht zu den Revolutionären geschlagen hat. Schließlich wird als wahr- cheinlicher Konzentrierungspunkt für die Revolutionäre der Distrikt Florida, Minas Turaszno, San Jose, Flores und Treinta y Tres, die durch große Wälder geschützte Umgebung von Mansovillagra genannt Aus Stadt und Land. Gießen, den 6. Juni 1901. • * Ordensverleihung. Dem Oberstleutnant Regenauer beim Stabe des 8. Rheinischen Infanterieregiments Nr. 70, seither Bataillonskommandeur im 5. Großh. Infanterieregiment Nr. 168 wurde die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaffe mit Schwertern und dem Major v. Bauer, Abteilungskommandeur im 1. Badischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 14, seither beim Stabe des 2. Großh. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 61, das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstorden- Philipps des Großmütigen verliehen. * • Persoualuachrichten. Ernannt wurden die Finanz- accessisten August Löffler aus Nieder-Seemen, Georg Sehrt aus Ilsdorf, Peter Treiber aus Kirchheim und Bernhard Zang aus BeuSheim zu RegiernngSaffefforen; der Gefangenaufseher am LandeSzuchthauS Johanne- Schließer zum GefangenwLrter am Haftlokale in Ortenberg, der Hilfsgefangenwärter am Haftlokal in Offenbach Heinrich Wilhelm SameS zum Gefangenaufseher an dieser Anstalt. • • Au die Gartenbesitzer. In jüngster Zeit wird häufig darüber Beschwerde geführt, daß in manchen Straßen die über die Einfriedigungen hervorragenden Zweige der in den Vorgärten stehenden Gewächse die Paffanten Der Straßen belästigen. Auf Grund der Bestimmungen des § 910 des Bürgerlichen Gesetzbuches und auf Grund straßevpolizeilicher Bestimmungen kann Äe Stadt die Beseitigung dieser hervorragenden Zweige verlangen. Wir glauben, daß dieser Hin- ««* i8 ©arten u' -trtt-l-st gilben und 5 ffbofolabe, De allerlei Sp^ a. s. w" fcrB Zu Garten Postkarten ut «erden. AegimentSkaP schast beitrage haften Darfte Photograph »' Leit zuZett k Wisse für Lolksf« ms Mt der technischer u Sektor und e lebtet, Malle sind Preußen, tragscyclus, Frühjahr sta nehmern roiri Vorträge w zu hören. Ar Konzert wah wäre sehr zi Zukunft rege " Pers rektionsbezirk kretäre Gomb ^oftfefretär, fladt, die Pos Lest von £ffe: lRhein) nach 3 die Postassisten Aielel von larnisladt nac «milly. Ange schulabiturient rnimirift Fried Wilhelm Amenl Philipp Marqu als Telegraphen Fritsch und Fr Lastwirt Taube Kann in Geirn Postpraktikantei (Schlesien), Ec Ms Alsfeld in Berlin. " Beur' herige Lehreri Volksschule toi: urlauben taffen der feitijer in " Die h> und Naldeä o) den Stand de das Fuldaer Tangl-Berlin eine erfreulich Winnen vermo geschlossen hat Tr. Aagau-M die Chroniken Diemar die & ”llr9 bis zum1 ^ndgrasenrem Mit beginnet 5? Urkund sodaß n Sommer begou Friedberae k"r das Urkui der Vorstand o -Archivar Dr. fr E Geschichte MHfeit. Die *«!• Bmü> (e LE°be bi Klipps im Q »«tataw A «nes hif ■ SS» 3=UI, Mnbenbe r. g"®* Ma nnb bürf Ä ÄäX Me b7a^ Wassel N ^rden ^"86 die u Asches * •‘«‘«fr •Ä5; Äix-xrr ».feÄ hoher nttr.e® SSä^iÄ LXSS^toetbfJ S^QU' atrbeieÄ;'"«»«™ N, Ö Ä.*- JÄÄÄfÄ LZB-L-" p, U' S Sfe ii Ä S^mw teSbM*n,bie®®, f?»ie der Ofaoffr " Mich ein SktroqT tott tegabei, ' partments sollen an die >^en Zivilbeamten Militärs E Ans des Schatzamts es parlamentarisch zMssj, Tie marokkanische Ge- ö^.seiner.Tchronbesteiaunß lM auf dem britischen troffen intb bei der Landunz ind einer Ehrenwache em- |1 ienat erklärte der Mimst« u aeAnfrage, ditzGarantii /i ns sei in einem Sonder-' den fünf Garantimächteii mntungen dieses Vertrag labhängigkeit und Unverlch riums ein. Die Garanlic- luge gehabt, zu certiinbern, lationen als ^iegsschauplatz ’n Einfall, von welcher Seite und habe deshalb die Wicht, Invasion zn befassen. M sellos, daß die Garant ■leWeit uni) UnoMfingig* fan tollten. &n weiteren s Budget des Auswärtigen de gegen dasselbe stimmen »rigrichen ^egrernnz Transvaal. Dieses Ben na hervor. Wenn der Mi- maland lobe, so glaube mn gischen «in ftr P h". die gestern sur die SW» id>t der Pchst-s g* « Streichung des ncd'l-st Tiefer »trag wirb -V ,get des »nswärtigen -n«l- KMM ist bie&*2 -eben des Prchb^«» ,VÄ?S 6ÄSÄS tonnt 9ero0S2gnfi" '"^^manlich an * Miss-« t. ^Evolutionäre da mft sür dw Re und ^w^ttWW gen, d°"6' 3* ' gffcfe 3*‘g HL'SK Mld-» bl‘ Ktt'l att fl® nffeöbn^ * S'S-gSi-,! «aW’Js 91° 'UÄÄ iL'K-F" weis genügt, die Grundstückseigentümer zur alsbaldigen Beseitigung der Zweige zu veranlassen. ** Der Saalbau Berei» wird am SamSta den 22. d. Mts im Garten und den Sälen von Steins Garten ein Jahr marktSfest veranstalten. In einer stattlichen Zahl von Buden und Zelten sollen Getränke aller Art, Kaffee, Thee, Chokolade, verschiedene Biere, Wein, Selterswasser u. o. a ' allerlei Speisen, wie Bierwü-sichen, belegte Brödchen, Kuchen u. s. w., ferner Zigarren und Zigarretlen verkauft werden. Im Garten werden Blumen, Obst, Gefrorenes, AnfichtS Postkarten und mancherlei andere Kleinigkeiten feilgeboten werden. Zur Unterhaltung werden Mufikvorträge der hiesigen Regimentskapelle, vielleicht auch einer Tiroler Sängergesellschaft beitragen. Auch Schaubuden mit verschiedenen scherzhaften Darstellungen, eine Schießbude sowie ein Schnell. Photograph werden nicht fehlen. In den Sälen sollen von Zeit zu Zeit kleine launige Aufführungen veranstaltet werden. ... **, Wissenschaftlicher Fortbildungskursus V ts lchullehrer. Nach dem offiziellen Verzeich- ms zahlt der Kursus 236 Teilnehmer. Ta.runter sind ein technischer Direktor, ein Ober-Telegraphen-Assistent, ein »ektvr und cm Pfarrer, während die übrigen Volksschul- !^or, Reallehrer und Taubstummenlehrer sind. 74 Lehrer |mo Preußen. Es wird ein Fonds für einen späteren Vor- kragschclus, der wahrscheinlich leider nicht vor nächstem Frühjahr stattfinden kann, angelegt. Von vielen Teilnehmern wird der Wunsch geäußert, beim nächsten Kursus Vorträge über die naturwissenschaftlichen Fächer zu hören. Am Schlüsse des Kursus soll ein Kommers nebst Konzert wahrscheinlich in Steins Garten stattfinden. Es wäre sehr zu wünschen, daß diese Fortbildungskurse in Zukunft regelmäßig jedes Jahr wieoerkehrten. ** Personalveränderungen im Ober-Post-Tirektionsbezirke Darmstadt. Versetzt sind: die Post-Sekretäre Gombsen von Darmstadt nach Zeitz als kom. Ober- Postsekretär, Härtner von Mülhausen (Elsaß) nach Darmstadt, die Postpraktikanten Bartsch von Posen nach Mainz, Best von Offenbach (Main) nach Berlin, Marizy von Adln (Rhein) nach Darnrstadt, Strauch von Mainz nach St. Avold, die -Postassistenten Ernst, Geisel, Lichtenberg, Nioolai und Nickel von Berlin nach Bad-Nauheim, Fritz Meyer von Darmstadt nach Kowahlen, Seeger von Darmstadt nach Remilly. Angenommen sind,: als Postgehülfe: der Real-' schulabiturient Hermann öechler in Neu-Isenburg, der Seminarist Friedrich Nickels in Offenbach, die Realschüler Wilhelm Amend in Osthofen, Georg Knecht in Wendelsheim, Philipp Marquardt in Nierstein, Karl Reusch in Gießen; als Telegraphengehilfin: Johanna Brill in Gießen, Agnes Fritsch und Franziska Hitzel in Bingen; als Postagent: der Gastwirt Tauborn II. in Ginsheim und der Landwirt Daniel Mann in Geinsheim. Angestellt sind: als Postsekretär: die Postpraktikanten Bodemann aus Darmstadt in Waldenburg (Schlesien), Eckel aus Köln (Rhein) in Mainz, Petersen aus Alsfeld in Hamburg und Ringel aus Darmstadt in Berlin. ** Beurlaubung und Versetzung. Tie seitherige Lehrerin Fräulein Gürke, die an der städtischen Volksschule wirkte, hat sich aus Gesundheitsrücksich>ten beurlauben lassen. An deren Stelle tritt z. Z. Herr Becker, der seither in G^oßen-Brrseck stationiert war. ** Die historische Kommission für Hessen und Waldeck giebt in ihrem Jahresbericht Kenntnis über den Stand der wissenschaftlichen Unternehmungen, lieber das Fuldaer Urkundenbuch wird berichtet, daß Professor Tangl-Berlin im Herbst in dem Münchener Staatsarchive eine erfreuliche Ausbeute an unedierten Fuldensien zu gewinnen vermocht und Manuskript für den ersten Band abgeschlossen hat. Ten zweiten Band der Landtagsakten will Dr. Glagau-Marburg demnächst in Angriff nehmen. Ueber die Chroniken von Hessen und Waldeck heißt es, daß Dr. Tiemar die Bearbeitung der beiden Chroniken von Gersten- bürg bis zum Herbst zu beenden hofft. Tie Bearbeitung der Landgrafenregesten wird Geh. Archivrat Dr. Könnecke demnächst beginnen. Dr. Foltz-Marburg hat die Arbeiten für das Urkundenbuch von Friedberg eifrig fortge- führt, sodaß mit der Drucklegung des erften Bandes im Sommer begonnen werden kann. Dr. H. Arend-Hanau hat das Friedberger Stadtbuch im British Museum zu London für das Urkundenbuch erschöpfend bearbeitet. Ferner hat bet Vorstand auf den Antrag von Professor T-r. Brandt und Archivar Dr. Küch die Herausgabe der „Urkundlichen Quellen zur Geschickte Landgraf Philipp des Großmütigen" beschlossen. Die Bearbeitung übernehmen die Antragsteller. Ter 1. Band (etwa bis zum Torgauer Bunde von 1526 )wird als Festgabe der Kommission zur 4. Zentenarfeier der Geburt Philipps im Jahre 1904 erwartet. Ter Verein für Geschichte und Altertumskunde in Frankfurt a. M. regte die Bearbeitung eines historischen Kartenwerkes über Hessen-Nassau, Waldeck, Großherzogtum Hessen und Aschaffenburg an, dem der historische Atlas der Rheinprovinz als Vorbild dienen sollte. -k. Lollar, 6. Juni. Dem rührigen Komitee der frei willigen Feuerwehr ist es gelungen, für die am Sonntag ftattfindende Hauptfeier des 25jährigen Jubiläums den auch in Gießen bekannten Pistonvirtuosen Großh. Kammermusiker Kimmel zu gewinnen. K. ist bekanntlich in Lollar geboren. x Sichenhausen, 6. Juni. Dem Schulvrrwalter Sils aaS Laubach, der hier mehrere Wochen als Gehilfe fungierte, wurde die Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu RebgeShaiu zur provisorischen Verwaltung übertragen. X Burkhardsfelden, 5. Juni. Der Bau unsexeS neuen Schulgebäudes schreitet rüstig seiner Vollendung ent gegen und dürfte bis spätestens August vollendet sein. — Die Vorbereitungen zu dem am 23. Juni hier stattfindenden Fahnenweihfest unseres KriegervereinS, mit dem das BezirkSkriegerfeft des Bezirks Gießen verbundeu ist, find in bestem Gange. Anmeldungen sind aus der näheren und weiteres Umgebung unseres Ortes ziemlich zahlreich ein« gelaufen. —e— Homberg a. d. Ohm, 6. Juni. Nachdem im V«aufe des vergangenen Winters der Bau einer Hochdruck- wmsserleitung von dem Gemeinderat einstimmig beschlossen worden war, wurden am 3. Juni die Arbeiten hierfür an büe Firmen: Bauunternehmer Winn zu Gießen, Schalker Gruben- und Hüttenverein in Gelsenkirchen und Süddeutsches Wasserwerk in Frankfurt a. M. vergeben. DieOber- leitung ruht in der Hand des Regierungsbaumeifters Schmück in Frankfurt a. M., von dem auch das Projekt icn vorletzten Winter ausgearbeitet wurde. Tie Arbeiten sollen schon in nächster Wock)e begonnen werden, so daß ihre Beendigung und damit die Inbetriebsetzung des ganzen Werkes mit dem 1. November zu erwarten steht. () Grebenhain, 6. Juni. Ter hiesige .Kaufmann Götz Zimmermann war gestern auf einer Geschäftsreise in Frankfurt am Main. Auf dem Heimweg fuhr er mit der elektrischen Straßenbahn bis an den Hauptbahnhof. Dort stieg erfl’uf der falschen Seite aus, stieß gegen einen anderen Wagen undd wurde zu Boden geschleudert, obwohl der Lenker die Gefahr sofort bemerkt, und den Wagen durch Bremsen zum Stillstehen gebracht hatte. Ter Verunglückte siel glücklicherweise auf das Gesicht, erlitt mehrere Verletzungen und mußte von der Stätte weggetragen werden. § Vom Vogelsberg, 6. Juni. Fast in jedem Dorfe am Obcrwalde haben sich zurzeit Sommerfrischler, ja sogar solche aus England, für einige Wochen ciuquattiert, Ein Beweis dafür, wie sehr unsere würzige Waldlust seit einigen Jahren geschätzt wird. -k° Mainz, 6. Juni. Vom' herrlichsten Wetter begünstigt, hatte sich die heuttge Fr on l e ichn amsp ro- Zession einer sehr zahlreichen Beteiligung zu erfreuen. Ter Umzug nahm annähernd anderthalb Stunden in Anspruch. Tas Sankttssimum trug Bischof Dr. Brück. Vor und hinter demselben gingen die Notablen der Katholiken, Reichs- und Landtagsabgeordueten, Stadtverordneten, richterliche und sonstige Beamte, Professoren rc. Wie alljährlich, hatten sich auch aus den protestantischen Nachbarstävlen Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt, Worms und Mannheim, sowie aus den ländlichen Gemeinden der nächsten Umgebung von Mainz sehr zahlreiche Fremde zur Beschauung des kirchlichen Umzuges hier eingefunden, sodaß schon in den ersten Morgenstunden die Stadt ein sehr belebtes Bild bot. — Tie jüngst hier im Bäckergewerbe stattgehabte, mit einem Siege der Gesellen endigende Lohnbewegung scheint nochmals in Erscheinung zu treten, weil sich verschiedene Meister nachträglich weigern, die von ihnen gemachten Zusagen zu halten und, nachdem sie neue Arbeitskräfte von auswärts erhalten haben, jetzt versuchen, ihre Gesellen mit Entlassungsdrohung wieder zu den früheren Bedingungen zum Arbeiten zu bewegen. Seitens der Gehilfen ist bereits eine Versammlung einberufen , um sich schlüssig zu machen. — Zum Besuch von Verwandten befindet sich gegenwärtig ein Bewohner von Transvaal mit seiner Frau und drei erwachsenen Töchtern hier. Vor acht Tagen ist der Mann, der in Transvaal Landwirtschaft und Viehzucht betrieben hatte, nach Deutschland zurückgekehrt, nack)dem er Monate lang Gefangener der Engländer in Natal gewesen ist. Er hatte sich vor 20 Jahren in Transvaal niedergelassen, sich beim Ausbruch) des Krieges den Buren angeschlossen, wurde gefangen genommen und später unter der Bedingung nach Europa zu gehen und erst nach Beendigung des Krieges zurückzukehren, von den Engländern wieder freigelassen. fc. Erbach, 6. Juni. G ras Eberhard zu Erbach- Erbach, der Bruder unseres Stavdesherrn, ist in Neapel einem Unterleibsleiden im 54. Lebensjahre erlegen. Er war gleich seinem verstorbenen Bruder Ernst morganatisch vermählt und zwar mit Anna Kirtner, die vom Großherzog Ludwig ITT. von Hessen zur «Frau von Curl" erhoben wurde. Der Verstorbene lebte lange Zeit in Damm bei Aschaffenburg, wiffenschaftlichen Studien obliegend. Er gehörte mehreren wiffenschaftlichen Vereinen als korrespondierendes Mitglied an, so der Geographischen Gesellschaft in Frankfurt a. M. fc. Homburg, 6. Juni. Graf Waldersee kommt sofort nach seinem Eintreffen in Deutschland zur Kur hierher. Marburg, 6. Juni. Das Leichenbegängnis des aus dem Leben geschiedenen stuck, jur. Rudolf Manger fand gestern nachmittag statt. Die Beteiligung war eine ungeheure. Es folgten dem Sarge mit Musikbegleitung die studentischen Korporationett mit ihren Fahnen, Professoren, Beamte und Bürger. Auf dem Friedhof hielt Pfarrer Metz die Leichen rede. Auch der Vater des Entschlafenen sprach einige bewegte Worte. Aufsehen erregte die hervorragend schöne Grabrede des Sprechers der Korporation „Wingolf". ** Kleine Mitteilungen enB Hessen und den Nachbarstaaten In Kostheim ertrank beim Baden im Main der 13 einhalbjährige Sohn des Wagnermeisters Johann Stteng. — Ter in Heidesheim bedienstete Knecht Leonhard Feuerbach aus Sauer-Schwabenheim ertranf beim Baden im Rhein in der Nähe der Nonnenaue. — Ter Wingertsmann Johann Becker in Badenheim wurde von einer scheu gewordenen Kuh seines Vaters beiseite geschleudert und dabei so schwer innerlich verletzt, daß er nach zwei Tagen starb. — Ein in Winterborn bei seiner Großmutter in Pflege befindlichies 3 jähriges Mädchen aus Fürfeld siel von einer Bank, wobei das spitze Messer, welches das Kind in her .Hand trug, demselben in das Herz eindrang und den sofortigen Tod des kleinen verursachte. Eine spätere Mitteilung besagt, daß das Kind erschossen wurde; der Sohn der Pflegemutter wurde verhaftet. — In Babenhausen (Darmstadt) sprang der seit 18 Jahren im Dienste befindliche Postbote Hösle in einem Anfall von Geistesstörung in die Günz. Er starb bald, nachdem man ihn aus dem Wasser gezogen. — Am nächsten Sonntag und Montag feiert der Kriegerverein zu Pohl-Göns das Fest seines 25jährigen Bestehens. — Die bei Griesheim gelegene Fürstenwiese ging für 30 000 Mk. an die Stadt Darmstadt über ;die Stadt nimmt dort Bohrungen nach Wasser vor. — In Frankfurt a. M. wurde ein Arbeiter verhaftet, dem bei einem in Alsfeld verübten Einbruch 3000 Mk. in die Hände fielen. — In Todenhau sen (bei Wetter) wird ein Mann namens Stephan Hoffmeister, der geisteskrank ist, vermißt. Seit dem 30. Mai ist er spurlos verschwunden. Er trägt wahrscheinlich ein paar Hausschuhe, eine graue, geflickte Hose, blaue Jacke und ein graues Halstuch. Für die Auffindung und Einbringung wird eine Belohnung von 100 Mk. in Aussicht gestellt. — Aus Anlaß des 650 jährigen Stadtjubiläums von Herborn, das in diesem Sommer festlich begangen wird, soll eine lokahistorische Ausstellung eingerichtet werden. Dafür sollen einige Bauernstuben (Westerwälder, Dillgegend und Hinterland), sowie eine sogenannte gute Stube (altertümlich möbliert) und eine alte Küche zusammengestellt werden. Auf die hübsche Jubiläumsmünze sind schon aus vielen Städten, auch aus der Ferne, Bestellungen ein gelaufen. Vermischtes. ♦ Der Internationale Feuerwehr-Kongreß ist am 6. d. Mts. im ReichStagSgebäude zu Berlin unter zahlreicher Beteiligung, besonders auch auswärtiger Delegierter, eröffnet worben. Die geschäftliche Leitung führte Branddirektor Westphalen-Hamburg, unterstützt von dem Prä« sidenten dcS Conseil international Grafen Komarowski Ruß« iand. Finanzminifler Freiherr v. Rheinbaben als Ehren' vorfitzender hielt die Eröffnungsansprache, in der er die edlen Zwecke der Feuerw.hr hervorhob. Die Rede schloß mit e nem Hoch auf den Kaiser. Minister Frhr. v. Hammerstein hieß die erschienenen Vertreter willkommen und brachte ein Hoch auf die vertretenen Länder und deren Staatsoberhäupter aus. Darauf folgten Begrüßungsansprachen der Delegierten, namentlich des Grafen Komarowski, des belgi« schm Vertreters Rauter und des englischen Delegierten SachS- London. ES wurde ein BegrüßurgStelegramm an den Safier Stands. Der Präsident der französischen Bereinigung der Feuerwehren, GueSuet, überreichte Medaillen, welche die Ver- elntgung ihren Ehrenmitgliedern, Branddirektor GierSberg« Berlin, Westphalen-Hamburg und Dittmann-Bremen, die 1900 am Pariser Feuerwehr Kongreß teilgenommeu haben, und dcm Oberbürgermeister Kirschner zuerkavnt hat. Nach weiteren Begrüßungsansprachen begannen die Vorträge. Am Nachmittag fand ein Festessen statt. Den Ehrenplatz hatte Minister v. Rheinbaben. Ihm zur Seite saßen die offiziellen Vertreter der verschiedenen Regierungen. Den ersten Toast brachte Minister v. Rheinbaben auf die Souveräne und Re« gierungcn der einzelnen Läuder au5. Graf Komarowski dankte mit einem Hoch auf Rheinbaben. Im weiteren Verlaufe trank der Präsident Guesnet Frankreich im Auftrage seines Ministers auf das Wohl der kaiserlichen Familie, worauf Rheinbaben für diese LiebrnSwürdigkeit dankte. Fox« England dankte für den Empfang, und hob hervor, daß Deutschland das Land sei, wo alles wissenschaftlich erfaßt und verarbeitet werde. * Unwetter. AuS Landeck wird gemeldet: Ueber das Dorf NauderS oberhalb des FinstermünzpaffeS ist ein furchtbarer Wolkenbruch niedergegangen. 40 Häuser wurden ganz oder teilweise verschüttet, zwei Menschenleben find verloren gegangen und viel Vieh ist umgekommen. Die FinstermÜnz« ftraße wurde oberhalb des FortS stark beschädigt. — In Angora (Kleinasien) wütete ein schrecklicher Sturm; 25 kleinere Häuser wurden mit allem, was darin war, foUge- tragen und mehrere Häuser stürzten ein. Drei Brücken wurden ebenfalls vom Sturme entführt. Nicht blos die Stadt, sondern auch ein Teil der Umgebung bietet ein Bild der Verwüstung. * Selbstmord verübte dieser Tage in Karlsruhe der vierzehnjährige Sohn Erich des zurzeit in China weilenden, früher zum Generalstab des 14. Armeekorps kommandiert gewesenen Majors v. Falkenhayn, indem er sich mittels Revolvers erschoß. Der Knabe war wegen ungenügenden Fleißes und mangelnder Fortschritte aus dem Kadettenkorps entlassen worden und sollte sich nun einem bürgerlichen Berufe widmen. Diese „Schmach" glaubte er nicht überleben zu können und so griff er zum Revolver, mit dem er sich zwei Schüffe in die Schläfe jagte, die den sofortiger Tod herbeiführten. * Vatermord eines Priesters. Aus Granada wird berichtet: Der Geistliche Julian Anguita, Pfarrer von Loenbin, hat seinen Vater ermordet. Als er seine nahe bevorstehende Hinrichtung erfuhr, erkrankte er an der Ruhr. In Madrid haben hohe Personen alles aufgeboten, um seine Begnadigung zu erzielen und den Skandal einer Priester- Hinrichtung zu verhüten, doch geschah der Batermord unter so furchtbaren Umständen, daß die höchste Staatsgewalt von einer Begnadigung abseben mußte.________________ Kunst und Wissenschaft. München, 6. Juni. Auf Einladung des Bürgermeisters v. Borscht hat sich hier ein Ausschuß für die Errichtung eines Pettenkofer- denkmals gebildet. Neben der Errichtung des Denkmals ist die Gründung eines Pettenkofer,Hauses geplant, in welchem das Pettcn. kofer-Museum untergebracht und auch Sille für die Sitzungen und die Bibliotheken der hiesigen ärztlichen und naturwissenschaftlichen Gesellschaftm eingerichtet werden sollen. Gerichtssaal. fc. Mainz, 6. Juni. Gestern fand hier Kriegsgericht statt, das sich mit dem Duell Richter-Vogt beschäftigte. Das Urteil ist bis jetzt nicht bekannt. Berlin, 6. Juni. Ein SensationsprozeH gegen der Herzog Ernst Günther beschäftigte heute die Zivilkammer des Landgerichts I. Es handelte sich um die Klage der Hofdame Milinsky gegen den Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein. Die Hofdame stand in beit Diensten der Prinzessin Amalie von Schleswig-Holstein, die inzwischen bekannllich verstorben ist, sie lebte mit dieser in Kairo. Dort spielte sich der Vorfall ab, der den Gegenstand des heutigen Prozesses bildete. Nach den Behauptungen der Hofdame Milinsky wurde sie nämlich plötzlich auf der Straße festgenommen, ein Herr, der erklärte, im Namen und im Auftrage des Chef- der Herzoglichen Familie von Schleswig-Holstein zu handeln, veranlaßte ihre Verhaftung, und der deutsche Konsul — so behauptet die Hofdame weiter — habe chre sofortige Abreise aus Kairo gefordert. In der Billa der Prinzessin Amalie habe dann eine Durchsuchung stattgefunden, und es sei in den von der Hofdame Mllinsky bewohnten Zimmern eine dieser gehörige Tasche mit 20 000 Frks. beschlagnahmt worden. Diese Tasche habe nun nach der Angabe der Hofdame der betreffende Herr an sich genommen, der im Auftrage des Chefs des fürstlichen Hauses zu handeln erklärte. Der Herr gab die Tasche roeiter, der nächste Empfänger gab sie wieder weiter, und so gerieten die 20 000 FrkS. in Verlust, ohne daß jemand wußte, wo sie geblieben waren. Unter diesen Umständen sah sich die Hofdame veranlaßt, gegen den Herzog Ernst Günther Klage zu erheben; sie fordert von ihm zunächst die Erstattung der 20 000 Frks. Der heute verhandelte Prozeß gelangte nicht zum Ende, es wurde vielmehr beschloffen, Beweisaufnahme darüber zu erheben, wie die Beschlagnahme der Tasche erfolgt tst. Zu diesem Zwecke soll Herr von Blumenthal, der im Auftrage des Herzogs gehandelt hat, in Kairo kommissarisch vernommen werden. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. k Gießer», 7. Juni. ReichSbarrt. Am 8. Juli d. I. wird ix Mittweida eine von der Reichsbankstelle in Chemnitz abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kaffeneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. fc- FlstrSheim, 6. Juni. Die chemische Fabrik Flörsheim hat bei 400 000 Mk. Aktienkapital pro Ende 1900 mit Mk. 99 388 Unterbilanz abgeschloffen. Auf den 26. Juni ist eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, die über die Liquidation der Gesellschaft beschließen soll. Alle anderen Vorschläge des AufsichiSrats betr. Herabsetzung des Aktienkapitals u. s. w. haben nicht die Zustimmung der Aktionär gefunden. -re.13 Telephonischer Kursbericht. 81/i % Beioheaidefhe 8% do Tendenz ruhig. 2s Wetter Juul clutppen und eine Bade- einrichtung billig zu verkaufen. Mavktstraß« 29. 02179 Verantwortlich ftr kn »llgemetncv LrU: P. 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Die Ge Die Geslk ist erloschen i aufgehoben wo Hießen, Gr Zahltage Dien-tag, ®. 8 bis 12 Uhr n am 11,12. und weder Zahlungen werden. Gießen, <3 nach dem W»ubhof (großer Saal reserviert). Um allseitige Beteiligung seitens der Müglieder bittet 4054 Der Borstaad. Setr.: Die Ve Großhe Der Stabt av 2. Septemb Lnlosung von D Vebrauchsgegens Prämiierung zu Sroßh. M Erlaubnis zur Sedmgung erteil btfStüd, auSge der ®xuüotxV6\t von Gewinngege v rr Zugleich ij Hessen gestattet Gießen, Gr Hottesbienst in -rr Stzuagoze^ Südlmlagr. Israelitische Religiaussememdr. Samstag dm 8. Juni 1901. Vorabmd 7“ Uhr, morgms 8»’ Uhr, Predigt, nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 9« Uhr. GottrrdLvrst der israelüischen Keligionrgrseüschast. Sabbatbseier am 8. Juai 190L Freitag abends 7« Uhr, Samstag vormittag- 8 Uhr, »ach- mittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9« Uhr. WochengotteSdimst: morgens 6» Uhr, abends 7to Uhr. . 99.45 . 88.20 . 9910 . 88.15 . 95.75 . 96.90 44.25 . 26.15 . 26.50 . 84.00 ttfttf Milte Juai zwei schön 4V mövlierte Zimmer gesucht. Angebote mit möglichst genauen Angaben unter 4001 an die Expedition d. Bl. Feere MOrKrüge zu kaufen gesucht. 3996 Menner & Krumm. Verdingung. Das Liefern und Verlegen von Linoleum für das städtische Elektrizitätswerk (ca. 90 qm) soll öffentlich verdungen werden, wozu Termin auf Mittwoch de« 12. Juni, vormittags ll1/* Uhr, anberaumt ist. Plan, Arbeitsbefchrelbung und Bedingungen' liegen bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zu obigem Termin bei uns einzureichm. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 5. Juni 1901. Das Stadtbauamt. Schmandt. 4048 4026] Jg. Mädchen tagsüber so» fort gesucht. Bergstraße 17. 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ES ist den Fernerstehenden schwerlich bekannt, daß gerade diese sogen. Führerinnen, denen ich ideale Motive durchaus nicht absprechen möchte, sich seit einer Reihe von Jahren mit den eigentlichen, positive Arbeit leistenden Führer, innen Auguste Schmidt, Helene Lange, Marte Stritt, Löper-Houffelle re. wegen ihrer Extravaganzen überworfen haben. Wir müssen es nun srei- lich dulden, daß man uns in der Presse über einen Kamm scheertl N. E. M, r/i »Iq Konsole . • . 8°/o do ... BVt % Heg*» . . . 6 % Italien. Rente . . 4O/o Grieeh. Mooop.-AnL 3 0/0 Portugiesen . . 86/0 Mexikaner . . . 4. Rllder'sche Kuiv.-Kuchhaodl. Südanlage. 4040 Eaufmännischer Vm. Sonntag den 9. Juni: HklM-Ans-U nach dem Dünsöerg. Abmarsch 51/» Uhr morgend von der Lahnbrücke. 4055 Der Vorstand. Grllsvkrstejgkruug. Donnerstag, 13. Juni, nach Zusammenkunft 8 Uhr vormittags im Kloster, wird das Heugra» der Gottesackerthal. und Großen Petersee- Wiese, um IO Uhr bei Köln- haus n dasjrnige der Vierzig Morgen, sowie das Heu« und Grummetgras im Langenzug versteigert. Arnsburg, den 6. Juni 1901. Gräfliche Oberförsters!. _______Ko eniger. 4057 Versteigerung. Freitag den 14. Juni i. I., nawmittags 2 Uhr, versteigere rch im Piandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung: 6 Sichenftämme, eine größere Partie Eichen- und Buchen- >obln, 1 Kaffaschrank, 1 Schreib- etrelär, Sofas, Kommode, Kleider- djrärt', 1 Regulator u. a. m. Gießen, den 31. Mai 1901. 3894 Mulch, I'fandmeisier. Ter Klo, f Neben stehe wber 1879 zu < borenen Taglö Montag Dor s wegen Mords Ausfall, M' ft.-G.-V. zu ^sihandluna i Anklage u gerich vertrete y. Metz führ Ä in Nac Erführen, die tüchtiger 'gut'em^ Lohn sogleich angenommen. [4048 Neuenweg 28. E A ß 14 Mark. 16 Mark. IS Mark. _ V AA ea AAA AAA reeller ^ert " 24 Mark. 28 Mark. 30 Mark. 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