Nr. 107 Erstes Blatt. Mittwoch 8. Mai 1901 8(04 uitt «newäne so Psg. i Hk Mn dknendkn ie Uhr Mufitnl 151. Jahrgang Btiugspreh DiertdjlHL SRt. 2.20, mcmatl. 76 PU. mit Brmgrrtvhn; durch «W 8tt>hotorf, die Erbfolge in der Regierung des Groß- jerzogtums Hessen betreffend, die Vorstellung der Mitglieder der Großh. Hofmusik, Aufbesserung ihrer Besoldungen betreffend, der Antrag der Abgg. Jöckel und Genossen, den zweiten Feldbereinigungskommissär für Oberhessen betreffend, der Antrag des Abg. Köhler-Lanasdorf, die Gehalts-, Einkommens- sowie Altersversorgungs-Verhältnisse der Orts - und Polizeidiener betreffend, der Antrag das Abg. Erk, die Wiederherstellung des früheren Kreises Nidda betreffend, die Vorstellung des Gemeindevorstandes von Osthofen, die Errichtung einer Irrenanstalt daselbstbetreffend, die Vorstellungen von pensionierten Beamten ihre Pensionsverhältnisse betreffend, die Regierungsvorlage, die Ergänzung bgr Bestimmungen über die Pensionierung der Volksschullehrer betreffend, die Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf die Aufhebung des Artikel 48 des Fischereigesetzes vom 27. April 1881 betreffend, die Regierungsvorlage, die Regelung der Gehaktsverbältnisse der Landwirtschaftslehrer betreffend, die Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf über das Verfahren auf Grund der Vorschriften in den §§ 20 und 22 der Gc Werbeordnung betreffend, die Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf die Abänderung des Artikel 22 des Gesetzes vom 12. August 1896 über den Bau und die Unterhaltung der Kun st st raß en im Grvßherzogtum betreffend, die Regierungsvorlage, Kreditübertragungen in das Rechnungswesen der Etatsjahre 1900/01 bezw. 1901/02 betreffend, die Anträge auf Abänderung der Landgemeinde-Ordnung, die Vorstellungen, die Errichtung einer Handelshochschule betreffend, und die Anträge betreffs der Gewerbeaufsicht. Die angestellten Kreisamtsgehilfen haben an die Kammer die Bitte gerichtet, zu beschließen, daß ihre Ge- haltsverhältnisse bezw. die Aufrückungsfristen in der gleichen Weise geregelt werden, wie bei den Hilfsgerichtsschreibern bei oen Amtsgerichten. Ter 1. Ausschuß beantragt der Vorstellung keine Folge zu geben. Ferner beantragt er, daß 930 000 Mark auf dem Wege des Staatsanlehens aufgebracht werden, um den neuen Betrieb auf der Grube Ludwigs Hoffnung einrichten zu können, und daß die bisher im Besitz des Großh. Familieneigentums befindliche Grube im Austausch gegen Waldparzellen mit einer Flächengröße von 433 737 Hektar ohne gegenseitige Herauszahlung in das Eigentum des Staates (Landeseigentum) übergefuhrt werde. Tie Zeichenlehrer Getrost in 5>r. Ludwig Wüssner. Ht« Aersuch. Ter 1. Vereinsabend 1900/1901 des Vereins zur . Förderung «eines Saalbaues brachte uns einen Liederabend des Herrn Dr. Ludwig Wüllner aus Köln, der unser Interesse in nicht gewöhnlichem Maße in Anspruch zu nehmen berechtigt sein dürfte. Eine kurze Studie darüber, ein Versuch wenigstens erscheint dem Unterzeichneten als eine reizvolle Aufgabe. Möchten diese Zeilen als ein bescheidener Versuch ausgenommen werden, als Versuch klarhustellen, mit welchen Mitteln Dr. Wüllner wirkt, und welche Mittel seinem künstlerischen Charakter entsprechen. Sachliche und persönliche Elemente gehen hierbei so sehr miteinander in die Diskussion ein, daß ich mich verpflichtet ; fühle,, aus der wohl sonst üblichen Anonymität heraus- zutreten. Wer in der Lage gewesen ist, bei verschiedenen Gelegen- i Heiken Herrn Dr. Wüllner seit seinem ersten öffentlichen Auftreten als Sänger zu hören, dem kann die große Wandlung, die er durchgemacht hat, nicht entgangen sein; ob dieselbe mit einem F a c i t zu seinen Gunsten verbunden ist, oder ob er sich nicht vielmehr von seinem eigentlichen künstlerischen Charakter entfernt hat, das ist die Frage. Es liegt mir fern, in diesen Zeilen in eine landläufige Kritik des Liederabends einzutreten, und es erscheint mir ganz besonders wünschenswert, gerade Einzelheiten möglichst zu vermeiden; denn, wer eben alle die von Herrn Dr. Wüllner vorgetragenen Lieder selbst jo ziemlich genau kennt, der läuft gar zu leicht Gefahr, im einzelnen seine unmaßgebliche Auffassung, ohne zureichende m der Sache gelegene Gründe, der Auffassung des be- ' treffenden Künstlers vorzuziehen; und daran hat niemand jonst Interesse. Für jeden, der Herrn Wüllner am Tonnerstag gehört fiat, nachoem er ihn bereits in früheren Jahren hörte,/war es eine auffallende Erscheinung, daß er seinem Liebf- ;t lingskomponisten von früher — nach der Zusammen- it siellung des Programms zu schließen auch noch von heute — Franz Schubert nicht so gerecht wurde, als Wolf und Schumann. Jeder muß dies am Tonnerstag an : der Steigerung, in die sich der Künstler hineinlebte, empfunden haben, .eine Steigerung freilich eben auf Kosten der ersten beiden Abteilungen seines Programms, aufKostenSchu- ,kberts. Der Künstler erreichte in Schumann schließlich eine gesangliche Wirkung, --die man ihm nach früheren groben seiner Kunst nicht hätte zutrauen sollen. Diese Er- jdi-einung möchte ich aufzuklären versuchen. Stelle al8 Stije »et iaulfni Metern Saufe.. Eiferten rtr rww* KOüu®at.,U(^st (orten ttschi-n-n und äbIaaf ber L.hrz-it «HIN dn L-H-Nng bi. gan». ‘tobrtalt.n. Summ. (s — 7»,mitt!3S«in,Wbüt.t, bi. RelletlontroIIel ben jabr.n. ^n^rtit'skmSeUeibenba: Aus Stadt und Land. ÖÄÄ JXA — »b ÄWÄÄÄäJ« «•»* 7- «<“ 1901 ä5^geimeM™™rb«?el8en ,0Uen' $,ie' R°ntl0Beksm aus bÄ«»tamVb«'&.rt.= ttaSÄÄnfl1 für“ Jahr ssÄ'^Abhaltung^d-S " fleSba Schm?bi-W--M?ft s”) Wirt nochmals, bi. SontroU. infpeHion, fonb«n auch bi-b°sch«°.b.ft>ht-nb-uA-b-tt-t W Stu, _b.tr Jugendsestes. 5. Verwaltung einer Lehrerinnenstelle ^Nachdem noch die Abgg. Preiß (Els.) und Deinhard (nall)Iständnis für d^ Gewerbeaufsicht zeigen, die Arbeüermnen dagegen sich 1^,^^...^ Swrrf». bpn t^ckulnerwalter Friedrich sich für die unbedingte Notwendigkeit der Kontrolle ausgesprochen haben, I noch in chrer Mehrzahl t-rlnahmlos erhalten. > Aus der Mitteilung des Gewerbeinspektors für Gießen ist zu entnehmen, daß die hiesige gewerkschaftliche Organisation der Ar- bester beschloffen hat, he» Gewerbeinspektor jeweilig zu deniemgen Versammlungen besonders einzuladen, in denen Mißstände in Gewerbebetrieben oder gesetzliche Bestimmungen besprochen werden sollen. Unverkennbar wird der Verkehr der Auffichtsbeamten mit ben Arbeitern gefördert und erleichtert, wie diese organisiert sind. Ueber den Wert der Einführung weiblicher Beamten in den aui$ fichtsdienst gehen auch in diesem Jahre die Meinungen der einzelnen Ge- Die Ansicht des Aufsichtsbeamten stlr Missionare ' I Gieß en geht dahin, daß die Assistentin nur wenig Sympathien be- Schluß 33/4 Uhr. gegnet, und ihre Stellung zu den Arbeitgebern sich recht unangenehm ge- —q i । ■ ———————— stattet, da die Thätigkeit der Beamtin und in der Ermittelung von Ueber- 8er Ukük Elberfelder MilllärbefrewUllS-Nroreß. ttetungen ber Schutzgesetze für Arbeiterinnen besteht und infolge de urur wunfuuii Mangels technischer Kemstniffe und Erfahrungen eine beratende Thättgke.t XVIII. I aicht ausgeübt werden kann. UtHttfehor tlXlT Elberfeld, 3. Mat. Die Gesamtzahl d« Fabrik« und diesm gleichgestellten Anlagen Vor Beginn der heutigen Sitzung wurde bekannt, daß, des Großherzogtums, in denen jugendliche Arbeit« beschäftigt werden, Berlin, 6. Mai. wie wir bereits telegraphisch meldeten, Oberstabsarzt Dr. bettägt 163S, das find 37,9 ^ozmt^gEbltch« Anlagen. , w »-,•! ÄIÄ’MS«”Ä£ b“I-SÄÄ1£“ :” ,” t8W »«.«o.n W Ib'k d" 2iE 'ble'fin»™" Verhandlungen. Die Kommtsfion habe zahlreiche bedeutmde Adände- allenthalben, namentlich bet den Angeklagten, lebhaft be- Davon «tfallm auf dm Bezirk Darmstadt 2016, auf Offenbach 1596, rungen an der Regierungsvorlage vorgenommen und «uf Grund d« Tie sachverständigen Militärärzte wohnen auf gjtainx 2091 und auf den Bezirk Gießen 1332. Von diesen Vorlage einen neuen Entwurf ausgearbeitet. Wunsch der Verteidigung auch dem jetzt folgenden Vortrag 7035 Jugendltchm find 4568 männliche und 2467 weibliche Arbeiter, um ääää» ää.ssäm JWFHJS&Sä S W X meinen WW »orhe^XXto ©efa^g^^'fet JÄ't ÄÄ Ä S' X SBaflrtjufa# bitt«, nicht m-h- «1« W-tn -ng.I-h-n daß diese Korruption weite Kreise der Bevölkerung ergreise Mrb »e- btt ®atun0 tt«Ie 3nt«d unb selbst vor Persönlichkeiten trotz aller unangenehmen td.b.n Im Durch,chnltt -tw. 10 P-o»mt lugmbllchtt «rb.lttt b-,chi,' SEESsss ÄS» DLO-LZMsäää: hrii der Weines zu urtetlen hat, ob Wein vorliegt. m Es war em erschütternder Augenblick, als Generalarzt Dr ungen on j j o», «unö bewilligt. Abg. DaSbach (Zentt.) meint, die Winzer wärm mit dem Ge- Stricker, die Freunde Dr. Schimmels, Frau Dr. Schimmel "chlevesirke Gießen. R bcr e?wachsmm Ardettn mit setze nicht sehr zufriedm. unb ant>ere nettraten und solch glänzende Ehrenerklärung Abg. Blankenhorn (oall.) spricht ^^^en die BestimmungI haben. Ich hab.' in dem Augenblick gefühlt, de« 8 2 au», wonach gezuckerter Weta ^er BffLaffmheit nach nich^ bQ| Gefühl der Verantwortlichkeit für alle, die diese u".‘« dmDmchI»»MM,«uck«tm W-tnrt brt 6rtr.ff.nben Weinbau. | trag(!n'müljen faft „drückend wurde. Man mußte " Sba S4mib""lb«fdb‘(fr,. S8p.) beantragt Streichung ber sich fragen: kann ein Mann, der solche Ehrenerklärungen Worte -seiner Beschaffenheit nach", welche zu elastisch seien. bekommt, eine solche That begangen haben? Und ich muß Abg. Röstcke»Dessau (wild) meint, die Mehrheit der Winzer- sagen, da wurde auch uns, die diese Verantwortung der kreise sehe das Gesetz nur als Abschlagszahlung an. Anklage tragen, bange. Davor darf aber der Richter nicht Abg. De inha rd (natl.) spricht sich -^.^^A^nSberatung I ^xffcffchrecken, er muß die Thatsachen prüfen. Da blecken aus. ^Man solle nicht sagm dürfen, die Zukunft deS WetneS liege aus bo^ ^mei Thatsachen übrig, woraus ich eine andere Folgerung nicht finden kann, als daß eine Verbindung zwischen! Baumann und Dr. Schimmel bestanden hat. Erstens die Thatsache, daß aNe Personen, die wir ermittelt haben, und die von Baumann zu Tr. Schimmel geschickt worden sind, bei Tr. Schimmel Erfolg hatten. Das ist ein so greifbares Moment, bewiesen durch die Verhandlung, daß man sagen muß, es ist ein vollständiges Rätsel, wenn eine Verbindung zwischen Baumann und Tr. Schimmel nicht bestanden hat. Tann zweitens, die Magdeburger Listen zeigen, daß sämtliche Personen, die Baumann nach Magdeburg geschickt hat, alle bis auf eine freigekommen sind, und daß sonst keine «w'ä's: rLtzLr ben StbtitL ™ sestrdett UÄ ÄSLL >"^?L *Ä> ®Wtft8 zwischen 14 .&*«*■ ar6»‘rb 5»'* Öfe* att ““i °<16 lUDdlich^ Unb toi Ich,er JJ848. tfn,“^»t»n unb W «w, d°tz tn biiftn 8t> toSwdttchrr Ärbett« beschis-. Mme gemäß dm Befiiwm- orvnimg,.uud jwn tm Sus ctDlUlgt, da mvichsmm Arbeiter mit HM sich Mißstände nicht küngnm Arbeiter von dm m, unb sie würde auch nur Zeitgeber diese jünger« Sr- « überwach« ließe, ft hinnen vier Wochen nach Zehroertrag chuschließm er ist sich der geschlichm Le aui Grund eines jchrWchm unb in btnUtbtiWboit.. jast ebmiE junge n tdn MM« Lehrvertraz id)tm Lehrvntrag. Itn berichtet, dijchWgm einige ulingt int Bergleich zu iu?= I diesen Betrieben (Echmiede, e Wertstall) durchschnittlich aus gckrnttr Arbeiter. Bet einig« günstiger, sodaß lerschiedmtlich wnd« kann. M die Eisenwerke htrzen- r Eismgießerei geschaffen. ES 3 «wjunden worden, mb by und der ersordertichm Umsicht Mdm. Um dies ;u errücher, Ajuni 1900 eine besondere sicheret einMtet. DftMM u unter Leitung eineß M'M«, fldtw atS Probezeit, innerhalb äsfäs !&«®r ml> M eie§en, 7. M-i 190t " »bh°Iw°S d» K M * £*j 8 Seiten 1 30r&bietet- ^ll h gölten ^eJer ftart "L * «L ' cittftfltt o-r Piano den Äen fnr ^itt: i Md-'Shl °°K W’ ,i«* «iot1 n ciirhnlN> KSrÄ 1 ®nat ÄS»' UniversiWs Nachrichten. Heber die erste Studienwoche des Kron- Bonn, 5. Mai. Lichcrstraße 59. ** Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat verliehen: dem Obersten Freiherrn v. Rhein haben, Kommandeur des Infanterie-Regiments Generalfeldmarschall Prinz Friedrich Karl von Preußen (8. Brandenburgischen),Nr. tU, seither Oberstleutnant beim Stabe des 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115, das Ehren- treuz und dem Oberleutnant a. T. Ehrhardt, seither im 3 Großh. Infanterie-Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Ter Groß Herzog hat den evangelischen Dekan des Dekanats Grünberg, Kirchenrat Georg Pull- bäumen, der großen Beifall fand. Herr Meß führte aus, daß ja wohl der Bauer im Sommer mit landwirtschaftlichen Arbeiten überhäuft sei, doch möge er die Regentage, namentlich die zwischen Heu- und Kornernte, an denen er im Felde sonst nichts schaffen könne, zu Arbeiten an seinen dn."‘Tn’bet ’rbit“nif(h?n"Sufenftabf wirb Veförieben7 ®e7 fir on'prina Obstbäumen benutzen. Wegschaffen des Ungeziefers durch xn unverweilt an sämtliche Fächer seines Stubienplanes frisch heran- Kalkanstrich auch im Sommer, gründliche Tüngung und gegangen. Diese Pünklltchkeit bildet einen erfreulichen Gegensatz zu bet das Aufhacken der Baumscheibe namentlich der Bäume, die Sitte vieler anberer akabemischen Bürger, die nicht vor bet ersten Mai- auf Kleeäckern und Wiesen stünden, sowie das Ausschneiden woche bas Kolleg ober überhaupt bie Unioersitätsstabt aufsuchen, 8 Herrchenhain, 5. Mai Heute Nachmittag war die Jugend von hier auf einer Wiese im Freien versammelt bei einem Faß Bier. Ter Sohn des Landwirts Johannes Oechler sprengte sich beim Spielen einen Knöchel ab, so daß er sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. f Grebenhain, 5. Mai. Heute Nachmittag fand die erste Bezirksversammlung des Bezirks Herdstein der K r i e g e r k a m e r a d s ch a f t H a s s i a in dein Gasthof zur Post statt. Ter Bezirksvorsteher Postverwalter Breitwieser eröffnete die Sitzung mit einem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog. Zum Telegiertentag in Wimpfen wird ein Vertreter gesandt werden. Zum Bezirksdelegierteu wurde Postverwalter Breitwieser und zu dessen Stellvertreter Gastwirt Hofmann in Freiensteinau gewählt. Ter nächste Bezirkstag soll am letzten Sonntag int Juni (30.) in Engel- Geräten statt. -h- Kaulstos, 5. Mai. Bor einigen Tagen wurde ein hiesiger Bürger mit dem Ab holzen seines Fichtenwaldes, von etwa 15 hessischen Normalmorgen, fertig. Gefällt wurden 503 Festmeter und dem Besitzer hleibt nach Abzug der Fällungs- und Fuhrlohnkosten zur Station. Gedern einesEin- nahme von 9 Mark pro Festmeter gleich 4527 Mark. Ter Wald hat etwa 50 Jahre gestanden. Wiederum ein schöner Beweis dafür, wie nutzbringend man Oedländereien hier im Gebirge durch Anpflanzung mit Fichten machen kann. des Kommerzienrats W. Gai Ehr. Schmidt um Erlaubnis zur Anlage einer Verbind tmgs st raße zwischen Bismarck- und Goethestraße. 14. Gesuch des Karl Rühl zu Gießen um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb in dem Hause gehilsin Schneider in Worms. Butzbach, 5. Mai. Infolge Anschlusses der Großh. Zellenstrafanstalt an das hiesige städtische Elektrizitätswerk ist es notwendig geworden, das Elektrizitätswerk zu erweitern. In der letzten Stadtvorstandssitzung wurde nunmehr beschlossen, daß die Arbeiten und Vergebung für die Legung des-elektrischen Kabels zum Anschluß oer Zellenstraf- au'stalt an das hiesige Elektrizitätswerk auf Grund des Vertrags alsbald in Angriff genommen werden sollen. . s Hauseu, 6. Mai. Obstbautechniker Metz von Friedberg hielt gestern in der Wirtschaft von Fink einen sehr lehrreichen Vortrag über Sommerarbeiten an den Obst- ** Postpersonalien. Bestanden haben die Post- <3irj3tag pm am iePKU I ."Niag im. c11111 in^-ugec sekretärprüfung: der Obcr-Postassistent Schade in Gießen; abgchalten werden. Beitritt zu einer llnjalb unb .^1= die Assistentenprüfung: die Postgehilfen Nessel in Tarrn Pfli^t^erficf)erung mürbe /mpfoOIen, fotoie das Anlegen stabt, L. Hofmann in Fürth (Odenwald), Küntz in Lampert- Jahrbüchern für jebev ^^ve Mitglied, ferner der heim, Arras' in Nieder-Jngelheim, A. Seeger in Offenbach Abschluß von Vertretern mit der Feuerversicherung Provr- iMain) und Rullmann in Schlitz. Freiwillig ausge- dentla. . _ .... schieden sind: der Postgehilfe Bauer in Lich, die Post gehilsin Elisabeth Engel in Tarmftadt unb bie Telegraphen X Schotten, 6. Mai. Am 3. Juni wirb hier ber alljährliche Bullen- u n d Z u ch t - V i e h m a r k t verbunben mit Prämiierung, abgehalten. Gleichzeitig finbet eine Verlosung von Zuchtvieh, lanbwirtschaftlichen Maschinen unb Oft 7 Käufliche Ueberlassung eines Teiles der städtischen überflüssiger Aestchen unb das Schröpfen ber Baume Wüstung an ber Harth. 8. Kaufnotnl mit Theodor Brück empfahl er. Diese Sommerarbeiten lohnten sich sehr, da über Straßeugelände in der Kaplaneigasse. 9. Er- man im Herbste schon reichliche Fruchtansätze sehen könne, brciterung 'ber Robheimerstraße; hier: Geländeerwerb. 8 Crainfeld, 6. Mai. Die Arbeiten zur Herstellung 10. Gelänbeaustausch mit Georg Pfaff Wwe. in Wißmar, bes Festplapes zur Abhaltung des Hauptfestes des Vogels. 11. Uebertragung bes Pachtverhältnisses der Christoph Rüb- berget Säug er bun des am 9 unb 10. ^uni hier, samen Wwe. auf deren Sohn Albert Rübsamen. 12. Der- schreiten rüstig vorwärts. Die Wirtschaft wird von Heinrich Pachtung von Gelände auf dem Seltersberg. 13. Gesuch Oechl er Witwe geführt werden, das Bier liefert die Y ’ ---- 1 [ und des Weißbindermeisters Riedeselsche Brauerei in Lauterbach, bie sich verpflichtet hat, zwei Tanzböden, jämtlidje erforderlichen Tische und Stühle usw. unentgeltlich zu stellen. Ter sogenannte Juxplatz ist für 80 Mark verpachtet worden an Herrn August Conrad in Hungen. Als Festlieder sind die zwei folaendeu bestimmt: „Wir sind ein festgeschlossener Bund" und „Auf der Berge arünem Saume". Als Leiter sämtlicher 16 Vereine wird der Bundesdirigent Schmalbach hier, fungieren. man« zu Grünberg, auf sein Nachfuchen unter Anerkenn ung seiner treuen unb ersprießlichen Geschäftsführung von diesem Amte enthoben unb den Großh. Gerichtsassessor Tr. Hof mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Großh. Amtsgericht Lorsch beauftragt. Unterftiitb auch ju viele« andern, die nur im Hbrsaal ihren Professor« gegenübertreten und dort so nebenbei sich testieren lassen, hat der Kronprinz seinen Lehrern vorher einen förmlichen Antrittsbesuch gemacht. Uebrigenb unterscheidet sich bet Thronerbe deS deutschen Reiches durch fein eigenes Auftreten wenig oder so gut wie garnicht von seinen Mit- ftubenten. Schlicht und einfach betritt er den Hörsaal wie alle andern. Wo gerade ein freier Platz ist, da setzt er sich nieder, so am Donnerstag tn der Borlesung von Professor Drescher über Schillers Dramen weita» von seinem militärischen Begleiter in der vorletzten Bank, nachdem er biß zum Beginn der Vorlesung infolge eines Irrtums in einem anderen Hör» saal zusammen mit einigen Borussen verweilt hatte. Der Kronprinz schreibt eifrig mit. Er trägt seine Aufzeichnungen mit Bleistift in ein Kollegienheft ein. Herzhaft, wie der Jugend e8 wohl aufieht, lachte er mit bei der Schilderung über Schillers Aeußere, daS, wie Professor Drescher hervorhob, nicht dem eines Adonis glich, sondern mit dem schlotterigen Gange, den Sommersprossen im Gesichte, der langen Nase und den geröteten Augen einen grellen Kontrast abgab zu der Erscheinung des von der Natur so herrlich ausgezeichneten Dichterfürsten Goethe. DaS frische Naturell des Kronprinzen verleugnet sich auch sonst nicht. So in der ersten Vorlesung über die Meisterwerke des klassischen französischen Theaters bei dem Lektor Dr. Gausinez. Der Hbrsaal, in dem dieser liest, ist auf etwa 60 Personen berechnet. Aber eine weitaus größere Zahl von Zuhörern, darunter auch etwa 1» Studentinnen, war gekommen, mancher wohl nur mit der ausgesprochenen Absicht, auch einmal mit dem Kron» Prinzen ein Kolleg zu hören. Die erste Bank war lange freigeblieben für den jungen Fürstensohn. Schließlich nahmen doch einige ältere Semester nach längerem Zögern dort Platz. Der Kronprinz setzte sich bei seinem Erscheinen zu ihnen, während seine Begleiter Klappsitze vor der ersten Bank einnahmen. Da für etwa 25 Zuhörer kein Sitzplatz mehr da war und der Hintergrund des Saales bis in den Vorraum hinein mit Stehen» den gefüllt war, blieb die Thür während ber Vorlesung offen. Würzige Abendlust durchzog daher den Raum, unb die frische Maienpracht lachte in ben kleinen Saal hinein, dessen reichbemalte Dccke noch an die ehe malige kurfürstliche Herrlichkeit erinnert. Als bann Dr. Gausinez mit der Anrebe: „Alteese impäriale et royale, meedames, mesaieursl“ seinen Vortrag begann, wer dachte da nicht unwillkürlich an die Zeit, wo auch hier in Bonn französische Sprache und Sitte den kurfürstlichen Hof beherrschten. ——— Theater, Kunst und Mist'enschast. V-rlin, 4. M«t. Die di-iMrig- B°eli,i-r Kunft.uS. steilung Ist am 4. d. 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