Nr. 57 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 8. März 1901 Erscheint täglich mit UuSnahrnr brS Montag- Di« Gieß en «r Familien- Glätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätter Mr Hess. Volkskunde" vier- mal wöchentlich beigelegt. «»nahmt Den «nieigt* M »er nachmittag» für den •eigenbm Tag erlchetnenden Hummer bt» worin 10 Uhr Uddeftellungen fpdttftewe adend« vorher Redaktion, Expedition und Druekerei Zchnlftraße 7. GietzenekAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen Bezugspreis vierlcljährt. Mk. 2.20, monatl. 75 Pf^. mit Bringcrlohn; durch bn Abholestellen vierteljährl Mk. 1.90, monatl. 65 Psg Bei Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. «Oe «Ntetaen-Vermtttlnna^ fteden de» In- und AnstandaO nehmen Anzrtorn für de» Olefeencr Anzeiger entgeaen. ßeilenpreta lokal 12 vfg* ■uOBärt# 20 Pfg. Adresse für Depesche« Anzeiger Sichen. FernsprechauschlußNr.bl. Amtlicher Heiü Bekanntmachung. Wegen Vornahme von WafferleitungSarbeiten wird die vrangasse zwischen Brandplatz und Wallthorstraße am 8. und 9. d. MiS. für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 7. März 1901. GroßherzoglicheS Polizeiamt Gießen. Hechler. Ein neues Attentat auf den deutschen Kaiser. In der verflossenen Nacht erhielten wir folgendes Telegramm, das wir heute früh um l/tl Uhr durch Extrablatt in der Stadt bekannt gaben: Bremen, 7. März, nachts l Uhr30Miu. Während der Fahrt vom Ratskeller nach dem Bahnhof wurde nach dem kaiser- ttcheu Wagen von einem angeblichen Arbeiter Dietrich Weiland ein Eisen stück geworfen, von dem der Kaiser angeblich au der Waage leicht getroffen worden sein soll. Der Kaiser setzte die Fahrt ohne Unterbrechung fort. Der sofort verhaftete Attentäter Weiland ist Epileptiker und giebt verworrene Amworleu. Also die Thal eines unzurechnungsfähigen Kranken, den wohl der „Ruhm- der Breslauer Gemüsefrau nicht hat schlafen lassen. Wie jener Vorfall in BreSlau am 16. November v. IS., giebt auch dieses Attentat zu besonderer Erregung keinen Anlaß. Es ist nicht der ruchlose Mordversuch eines Anarchisten, sondern die That eines einem un- heUbaren Leiden Verfallenen, der in dem Augenblicke des Geschehens vielleicht seiner selbst nicht mächtig war. Dunkle Nacht warS, und der unselige Kranke wußte vielleicht garuicht einmal, daß der Wagen, der da an ihm vorbeirollte, der seines Kaisers war. Vielleicht hatte der Mann kein Obdach, und er wollte nur die Aufmerksamkeit der Nachtwandler auf sich lenken, als er das Eisenstück, das er am Boden fand, in die Hand nahm und von sich warf. Ein Eisenstück ist nicht die Waffe eines Anarchisten. Hätte ein zusammen geballtes Stück Papier vor ihm gelegen, er würde es vielleicht ebenso aufgehoben und von sich geschleudert haben. Auch steht eS noch garuicht fest, daß der Wagen des Kaisers das bewußte Ziel des Wurfes war. Man wird hiernach keineswegs eine Parallele zu ziehen haben zwischen dieser Thal und der Ermordung des unglücklichen re Umberto, des ritterlichen Königs von Italien. Sensationsblätter werden gewiß auch hierin Stoff finden zur Aufregung ihrer Leserschaft. Wir drücken nur unser Bedauern aus über das Vorkommnis, und sind überzeugt, daß sich allenhalben in der Welt lebhafte Kundgebungen des Mitgefühls äußern werden, daß das ehrfurchtgcbieteuoe Haupt des oeutschen Reiches leider nicht unversehrt geblieben ist. Wenn aber auch von einem Anschlag gegen daS teure Leben unseres Kaisers zwar kaum die Rede sein kann, so lehren und doch die neuesten Telegramme, daß der Kaiser eine nicht so ganz unerhebliche Gesichtswunde davongetragen hat, die ihn verhindert, das Zimmer zu verlaffen. Die hervorragende Kunst unseres großen Chirurgen Bergmann wird ja gewiß imstande sein, die Gesundheit deS hohen Patienten bald wieder herzustellen. Der Attentäter wird, wenn eS sich ergeben sollte, daß er ernsthaft nach dem Leben des Kaisers getrachtet hat, die gerechte Strafe erhalten. — Nach der Bremer „Weserzeitung- ist Weiland ein 19jähriger Bummler. DaS Eisenstück war anscheinend ein Thürbeschlag. ♦ * Um ll3/i Uhr erhielten wir folgende Depeschen: Bremen, 7. Marz. (Tel.-Meld. d. „Gieß. Auz.") Rach der „Weserzeituug" wurde der Kaiser von dem gegen ih» geschleuderten Eiseustück auf der Wange unter dem rechten Auge getroffen, kaan aber nicht schwer verletzt sein, da er auf der ganzen Fahrt zum Bahuhofe zu dem neben ihm fitzenden Burger- meister nichts darüber äußerte und erst am Bahnhof von den Herren seines Gefolges auf die bluteude Wange aufmerksam gemacht wurde. Der junge Mensch, der die Thal verübt hatte, geriet unter die Pferde der hinter dem Wagen reitenden Landjäger und wurde sofort von Polizisten ergriffen. Rach dem Stadt- Hause gebracht, fiel er während seiner Vernehmung wiederholt in epileptische Krämpfe, war aber in den Intervallen vernehmungsfähig. Berlin, 7. März. (Tel.-Meld. d. „Gieß. Anz.") Der Kaiser ist heute morgen 8 Uhr hier eingetroffeo. Er wurde am Bahuhofe von der Kaiserin uud dem Reichskanzler empfangen. Sodann empfing der Kaiser im Schloß den Ge- Heimrat Profeffor v. Bergmann, Der Kaiser hat die Teilnahme au der heutigen Befichtiguug des Offizier-Reitinstituts der Potsdamer Kavallerie-Regimenter aufgegeben. Berlin, 7. März, (Tel.-Meld. d. „Gieß. Anz.-) Der Kaiser hat in der rechten GefichtShälfte eine 4 Zentimeter lauge über das rechte Jochbein verlausende Wunde, die bis auf den Knochen dringt. Die Wunde, die die Beschaffenheit einer ge- quetschten hat, blutet heftig uud wurde ohne Naht durch den Verband geschloffen. Der Kaiser hat die Nacht leidlich verbracht, iß frei von Kopfschmerz und b i gutem Allueoreiubefinden. Leuthold. Bergmann. Illing. Der Kaiser gab mit besouderem Bedauern die Reise «ach Königsberg auf. Parlamentarisches aus Hesse». Der Zweiten Kammer sind neuerdings folgende Drucksachen vorgelegt worden: Eine Vorstellung von pensionierten Volksschul- lehrern geht dahin, die Kammer möge als Ausnahmebestimmung zum Pensionsgesetz beschließen: Für die vor dem 1. April 1900 pensionierten hessischen Volksschullehrer und Lehrerinnen wird als Aufbesserung mit Wirkung vom 1. April 1900 unter Beibehaltung ihrer desinitiven Dienstjahre bei Berechnung der Pensionsquoten die durch das Gesetz vom 14. Januar 1901 für aktive Lehrer rc. bewilligte Besoldungsskala nebst 200 Mark Wohnungsvergütung zu Grunde gelegt. Die Abgg. Weidner und Leun fragen: 1. warum wurde die Errichtung einer Güterverladestelle auf Station Schiffenberg bei Gießen, trotzdem diese kammerseitig genehmigt worden ist, noch nicht in Angriff genommen; 2. ob und welche Schritte seitens der Regierung zu erwarten sind, welche die Errichtung dieser ein sehr dringendes Bedürfnis bildenden Güter-Ein- und Ausladestelle hoffen läßt; bejahenden Falles bis zu welcher Zeit. Die Hilfsgerichtsschreiber bei den Amts-Ge- gerichten, der zweiten Staatsanwaltsgehilfen und Gerichtsschreiber-Aspiranten bitten jetzt 1. daß hinsichtlich des Gehalts der Hilfsgerichtsschreiber bei den Amtsgerichten und zweiten Staatsanwalts - Gehilfen eine Gleichstellung mit den Finanz-Subalternbeamten: Hauptsteueramtsassistenten, Steueramtskontrolleuren und Steuer- Einnehmern erfolge; 2. daß im Falle des Ueberganges eines Hilssgerichtsschreibers bei den Amtsgerichten oder eines zweiten Staatsanwaltsgehilfen in eine Stelle als Gerichtsschreiber bei einem Amtsgericht, erster Staats-Anwaltsgehilfe, Oekonom bei den Strafanstalten, Assistent bei dem Erbschaftssteueramt, demselben bei Bemessung des Gehalts seine gesamte Besoldungsdienstzeit wie bei einer ersten Anstellung angerechnet werde. Abg. Köhler-Darmstadt beantragt, wie wir s. Z. bereits kurz erwähnten unter der Hinzufügung, daß Erhebungen darüber bereits angestellt worden sind, die Kammer wolle an die Regierung das Ersuchen richten, eine für das ganze Großherzogtum gütige Milch Verkaufs ordnung baldmöglichst zu erlassen. Bis jetzt sind Milchverkaufsordnungen nur von den größeren Städten und von einzelnen Kreisen erlassen worden. Infolge davon weichen sie in wichtigen Punkten erheblich von einander ab. Je nach der Zeit ihrer Entstehung sind an diese Ordnungen andere Anforderungen gestellt worden. Ein innerer Grund für diese Verschiedenartigkeit ist nicht vorhanden. In dem Gebiet unseres Großherzogtums läßt sich wohl diese für die Volksernährung so h-ochwichtige Angelegenheit einheitlich regeln. Es ist dies auch im Interesse der Produzenten, Verkäufer und Konsumenten durchaus erwünscht. Die Abgg. Brauer und Genossen beantragen unter Bezugnahme auf die Verhandlungen des Landtags und mit Rücksicht auf die Erneuerung unseres Zolltarifgesetzes 1. die Kammer wolle die Regierung ersuchen, im Bundesrate für Aushebung der gemischten Transitlager und Zollkredite einzutreten; 2. diesen Antrag als dringlich zu behandeln. Abg. Dr. Heidenreich beantragt für Unterstützung von Gemeinden in Schulhaus-Bauten den vorgesehenen Betrag von 40000 Mk. auf 60000 Mk. zu erhöhen, ferner, den vorgesehenen Unterstützungsfonds für den Straßenbau in unbemittelten Landesteilen und ®e= meinden von 25 000 Mk. auf 50 000 Mk. zu erhöhen. Politische Tagesschau. Während im hessischen Landtage die Frage zur Sprache gebracht wurde, wie die Erbverhältnisse unseres Großherzoglichen Hauses bei eventuellem Ableben Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs zu regeln sei werden, zerbrachen sich die „Berl. Reuest. Rachr." den Kopf darüber und kamen schließlich zu dem Resultat: die Krone Preußen werde alsdann Erbe unseres Großherzogtums sein. Wir haben keinen Grund, uns über diesen verfrühten Aprilscherz irgendwie aufzuhalten. Wenn, was Gott verhüten möge, unser Großherzogliches Haus im Mannesstamm aussterben sollte, so würde, wie ein Blick in den Gothaischen Hofkalender die Herren auf der Berliner Redaktion belehrt hätte, zunächst der gleichfalls von Philipp dem Großmütigen abstammende lanogräslich,e Zweig der hessischen Familie zur Thronfolge berufen werden; und nach ihm würde auf Grund des bereits 1373 mit dem Landgrafen von Thüringen abgeschlossenen, seitdem mehrfach erneuerten und auf Brandenburg ausgedehnten Erbverbrüderungsvertrages zunächst die sächsische Königsfamilie Albertinischer Linie und also nun die Ernestinische Linie den Thronfolger stellen. Preußisch-brandenburgische Nachfolgerechte sind Träume aus dem Wiegenbette staatsmännischer Weisheit. Das hessischeWahlrecht soll neu geregelt werden. Der Zweiten Kammer ist, wie uns bereits vorgestern ein nach Redaktionsschluß eingetroffenes, leider etwas verstümmeltes Telegramm meldete, eine Regierungsvorlage zugegangen, derzufolge wahlberechtigt sein soll jeder .Hesse, der das 25. Lebensjahr zurückgelegt: hat und drei Jahre seinen Wohnsitz an demselben Orte hat. Darmstadt hat 3, Mainz 3, G i e ß e n 2, Worms 2 und Offenback 2 Abgeordnete zu wählen. Die Oberbürgermeister der drei größte» Städte kommen in die Erste Kammer. Außerdem werde« amtlich gestempelte Stimmzettel und Wahlcouver ts sestgesekt. In die Erste Kammer komme» zu den bisherigen Mitgliedern ein Vertreter der Techstischieu Hochschule zu Darmstaot und höchstens drei Bürgermeister der Städte des Landes mit Städteordnung, die vom Großherzog berufen werden. Die Wahlen zur Zweiten Kammer sind direkt und geheim. Es werden, entsprechend de, Vermehrung der stäotischen Vertreter um je einen für Darnu- stadt, Mainz, Gießen, Worms und Offenbach, fünf Abgeordnete mehr gewählt als bisher, also 55. Stimmberechtigt sind nur diejenigen Hessen, die zu Anfang des Jahres, i« welchem die Wahl stattfindet, ihre Staats - oder Gemeindesteuern bezahlt haben. Tie Wahlen erfolgen auf sechs Jahre und jeder Landtag wird von drei zu drei Jahren wie bisher zur Hälfte erneuert, und zwar scheiden nach den ersten drei Jahren 28, nach den andere« drei Jahren 27 Mitglieder aus. Man wird den hier zum Ausdruck gebrachten Prinzipien nur zustimmen können. Der Ersten Kammer unseres Lander gehörten bisher an: die großjährigen Prinzen, Die Standes- herren, der Senior der Familie Riedesel, der katholische Landesbischof, der evangelische Prälat, der Kanzler der Universität Gießen, 2 Abgeordnete des grundbesitzenden Adels und 12 vom Großherzog auf Lebenszeit ernannte Mitglieder. Neu kommen dazu: drei Oberbürgermeister und ein Vertreter der Darmstädter Hochschule. Weitaus das Wesentlichste ist das direkte und geheime Wahlrecht. Erhalte« wir dieses, was ja kaum zu bezweifeln ist, dann marschiere« wir mit Württemberg an der Spitze der deutschen Staate» und haben vor allem das stimmführende Preußen weit überflügelt. Aus Berlin, 6. März, wird uns geschrieben: Reichskanzler Graf Bülow hat heute eine „gute Presse" in Loudon. Das ließ sich erwarten, daß dort die gestrigen, England wohlwollenden Erklärungen besonders beifällig ausgenommen werden würden. „Daily Telegr." heißt die Besserung in den Beziehungen Großbritanniens zu Deutschland willkommen. Der Ausdruck „Besserung" ist wohl ungenau. In den amtlichen Beziehungen hat sich ie nichts zu bessern brauchen; Anzeichen aber einer Freundschaft zwischen Volk und Volk sind einstweilen spärlich zu bemerken. Nicht ohne Humor ist es, daß die Londoner Blätter auch für England die Forderung „vollkommener Gleichheit" erheben. Der „Daily Telegr." sagt echt englisch und geschäftlich: Anerkennung des berechtigten Eigennutzes. Als ob die Engländer sich jemals über die Nichtberücksichtigung dieses Anspruches von deutscher Seite zu beklage» gehabt hätten! Kühler als sonst hat diesmal die Berliner Presse, ausgenommen die konservativen Zeitungen, die Kanzlerreden ausgenommen. Der agrarische Ton der zweiten Rede verstimmt. Freilich, wenn Graf Bülow die heute von der „Nordd. Allg. Ztg." veranstaltete Sammlung von Preß- Zitaten lieft, dann wird er aus dieser Zusammenstellung einen angenehmeren Eindruck empfangen, als wenn er die politischen Kritiken im Ganzen studiert. Nun hat auch das englische Unterhaus, bem Zuge der Zeit folgend, sich einen Appell an die FauI geleistet. In dem Lande der Freiheit und der Parlaments^ Herrschaft sind Obstruktionsversuche keine neue Erscheinung, und bie Mehrheit hat früher stets die nötige Geduld besessen, sie mit den Mitteln der Geschäftsordnung zu überwinden. Diesmal aber handelte es sich um eine verspätet einsetzcnde Obstruktion : die Irländer hatten den Schluß einer Debatte nicht verhindern können und wollten doch hinterher sich der Abstimmung widersetzen. Der passiven Gewalt, die sie hierzu anwendeten, indem sie die Räumung ihrer Plätze verweigerten, setzte der Sprecher des Hauses aktive Gewalt entgegen, zu deren Ausübung er eine Polizeitruppe ins Haus ries. DiedenkbarwüstestenSzene» spielten sich dabei ab. Einer nach dem andern der sechzehn suspendierten Iren wurde von der Uebermacht unter wüstem Schreien und Brüllen aus dem Hause geschleist. Ein Dutzend Polizisten mußte jeden einzelnen der wild kämpfenden Abgeordneten festhalten, während der Rest der Truppe die nicht suspendierten Mitglieder gewaltsam von ihnen hinausgewiesenen Kameraden zurückhielt. De« Kampf dauerte dreiviertel Stunden, viele bee Mitglieder und Polizisten erhielten dabei Verletzungen. Nach Entfernung der widerspänstigen Iren wurde der Posten angenommen und die Sitzung geschlossen. — Bei der Eröffnung der heutigen Unterhaussitzung war eine ganze Polizeidivision im Hause anwesend, um Ruhestörungen zu verhindern. China. Dem General-Feldmarschall Graf Waldersee wurde eie Antrag Li- Hung-TschangS zur Kenntnis gebracht, wonach von weiteren Expeditionen der Verbündeten Ab stand genommen und die Unterdrückung deS Räuder- unwesenS den chinesischen Truppen übertragen werden soll. Graf Waldersee antwortete entgegen kommend unter ausdrücklicher Wahrung seiner voll n Hand lungssreiheit. Die Einstellung der Expeditionen wurde in Aussicht gestellt unter dem Vorbehalt, daß nicht Akte chinesischer Truppen selbst oder von Boxern oder Räubern neue Abwehrmaßregelu erforderlich machten. Reguläre chinesische Truppen bleiben, außerhalb des von den Verbündeten gehaltenen Gebietes, unbehelligt. Ihre Stärke und Stellungen find aber dem Generalfeldmarschall richtig mitzuteilen. Die Demarkationslinie gegen die Stellungen der Verbündeten darf von den chinesischen Truppen unter keinen Umständen, auch nicht mit Patrouillen, überschritten werden. Wie das „Reuter'sche Bureau" erfährt, hat sich Japan den anderen Mächten, außer Rußland und Frankreich, an geschlossen, die China vor der Unzweckmäß'gkeit besonderer Abmachungen mit einzelnen^ Staaten warnten, hierüber hinaus hat jedoch Japan keinen Schritt gethan. Es ist aber von Japan darauf hingewiesen worden, daß, falls China nach dieser Warnung auf einer derartigen Politik bestehen würde, es sich darauf gefaßt machen müßte, daß die übrigen Mächte Vorteile gleichwertiger Natur für sich verlangen werden. • * • Telegramm des Gießener Anzeiger-. Peking, 6. März. Die Edikte, welche zwischen Juni und August 1900 erlassen worden find, sollen an den Hof gesandt werden, damit dieselben dort auf ihre Echtheit geprüft werden. Der Kaiser hat zweifellos die Absicht, einige derselben für falsch zu erklären, obwohl sie mit Genehmigung der Kaiserin Witwe erlasien sind. Ausland. London, 6. März. Nach einer Depesche ans de Aar halten die britischen Truppen Philippolis und um ringen wieder De Wet, der auch jetzt wieder, wie Deutsches Reich. B e r l i n, 6. März. Aus Bremen wird gemeldet: Der Jcaijer traf, von Bremerhaven kommend, nebst Gefolge um 8 Uhr 14 Min. abends auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein, wo er vom Bundesbevollmächtigten Dr. Pauli und den ^!^"dbr„^Mitär-Behörden empfangen wurde. Nach herz- Ncher Begrüßung der Anwesenden begab sich Se. Majestät Psort mit dem Gefolge und den zum Emp ang Anwesendsn nach den bereitstehenden Wagen und fuhr, von dem zahl- rerch zusammengeströmten Publikum auf das enthusiastischste begrubt, durch die reich illuminierten Straßen nach dem tLr? k L- ' ei\er Einladung des Bremer Senats Folge berstend. Hier wurde der Kaiser von den beiden Bürger. ^rmr-71 tUnb Mitgliedern des Senats begrüßt und wu^d? ^"'ZEmer geleitet, wo das Muer eingenommen ..Der Kaiser wird der „Augsb. Abendzeitung" zufolge nächsten Dienstag z u m G e b u r t s t a g desPrinz- n ach München kommen und an der Fest- Sin n^men‘ Am Mittwoch erfolgt die Rückkehr nach Bud getko m Mission des Reichstages be- nnh s blC ?•at™für Ostafrika und Kamerun SKJ*^te fodann die Beratung der Forderung von zwei Mrogoro" aus^ ber Bahn Tar-es-Salaam- „Neichsanz " weist nochmals darauf hin, daß die Auskunfterteilung der Ostasiatischen Ab- niÄrw.^9or1C? nur Angehörige des Landheeres bezieht, ^nfra9en .^ber den Verbleib von Angehörigen wozu nicht allem die Schiffsbesatzungen, sondern auch die Marme-Jnfanterie und die bei der Marine- ^nsanterie befindliche Feldbatterie sowie die Feldpionier- Feldtelegraphen- und Sanitätsdetachements gehören, von oreser Stelle aus nicht beantwortet werden können — Die Kommission des Reichstags für ba$ Wein- etz ß. die Definition beschlossen: Wein ist das durch alkoholische Gahrung aus dem Safte der Weintrauben hergestellte Getränk. Im preußischen Abgeordnetenhaus sagte bei der Fortsetzung des Kultusetats der Minister den Wünschen ^^be)tserleichterungen für Abiturienten und Einführung besonderer Abitiirientenklassen Beachtung Zu. Bei dem Titel „Universität Königsberg" bittet Krause um Staatsbeihilfe zur Erhaltiing der Palaestra Albertina. Minister Dr. Studt erklärte, er werde thun, was in seinen Kräften stehe. Bei dem Titel „Universität Breslau" wird von mehreren Rednern der Fall Reisser nochmals zurSprache gebracht; ebenso werden verschiedene Uebelstände gerügt und von den Regierungsvertretern entsprechende Berüchichtigunq Zugesagt. Bei dem Titel „Akademie Münster" treten von Heeremann, Weihe, Möller-Duisburg und 5>itze für Errichtung einer Universität in der Provinz Westfalen ein. - lieber die Preise der Panzerplatten für Krregsschrf.se äußert sich der Bericht der Budgetkommiswn folgendermaßen: Mit dem Hinweis darauf, daß jedes Linienschiff für 6 000 000 Mk., jeder große Kreuzer für 4 000 000 Mk dieses Materials (Nickelstahlpanzerplatten) erfordere, wurde vei der Kommissionsberatung ein Artikel des Gnom verlesen und im Anschluß daran aufmerksam gemacht, daß es demnach dem Marineamt der Vereinigten Staaten bereits mi Vorjahre gelungen sei, eine Preisreduktion auf 455,52 Dollar oder 1920 Mk. zu erlangen, während die deutsche Marmeverwaltung 2320 Mk. pro Tonne oder ea. 400 Mk cfhm 7?nn ?chr zahle. Da jeder Jahresetat der Marine «nSLJfcü ^°""eu dieses Materials enthalte, bilde die J0rb in der Betrunkenheit als streitsüchtiger Mensch geschildert wird. Da nach der Vernehmung der Zeugen weitere Be- weisanträge nicht gestellt werden, wird die Beweisaufnahme geschloffen und zur Feststellung der Fragen geschritten. Als erste Hauptfrage wird folgende festgestellt: I. Ist Günther, schuldig, am 11. November 1900 auf der Straße von Friedberg nach Ober-Roßbach allein oder in gemeinschaftlicher Ausführung der That mit dem Mitangeklagten Löbsack mit Gewalt gegen eine Person fremde bewegliche Sachen einem, anderen, nämlich dem Dachdecker Wilhelm Klumm von Wölfersheim, den Geldbetrag von wenigstens 3 Mark, eine Mütze und einen Stock im Werte von 1.20 Mk. bezw. 3 Mk. in der Absicht rechtswidriger Zueignung toeagenommen zu haben? Dieselbe Frage wird bezüglich des Löbsack gestellt. Seitens der Verteidiger wird beantragt, eine Nebenfrage auf Zubilligung mildernder Umstände zu stellen bezüglich beider Angeklagter. Diesem Antrag wird entsprochen uno demgemäß die Nebenfrage gestellt: la. Sind im Falle der Bejahung der Hauptfrage fub I mildernde Umstände zuzubilligen 1) Günther, 2) Löbsack? Nach einer Pause von 30 Minuten wird die Hitzung wieder aufgenommen. Staatsanwalt Koch führt aus, daß der volle Beweis für die Schuld des Angeklagten erbracht fei, wenn auch nicht festgestellt hätte werden können, wieviel Geld ihm von den AngeUagten abgenommen worden ist. Er schildert den ganzen Vorfall an Hand der Zeugenaussagen und des Geständnisses des Löbsack, zu dem Günther den Anstoß gegeben hätte. Er hält den Thatbeftand der §§ 249, 250, 3 und 47 des St.-G.- Bs., also den des gemeinsamen Straßenraubs für erfüllt und bittet deshalb die Geschworenen, die Hauptfrage unter !, zu bejahen, ebenso auch die Nebenfrage bezüglich der mildernden Umstände. Alsdann erhält Rechtsanwalt Hoos das Wort zur Verteidigung des Angeklagten Günther. Bei Schluß der Redaktion dauern die Plaidoyers der Verteidiger fort ______ K. In der Strafsache gegen Leschhorn, Walther und Hahn wegen schwerer Körperverletzung mit tätlichem Erfolg, in der heute nachmittag 4 Uhr Fortsetzung der unterbrochenen Verhandlung anberaumt ist, können wir mitteilen, daß seitens des Gerichtshofes, der bis gestern abend 11 Uhr angestrengt arbeiten mußte, 39 Hauptfragen und 85 Nebenfragen festgelegt wurden, deren Beantwortung heute mittag den Geschworenen obliegt. Tie Fragen umfassen blos 23 beschriebene Bogenseiten, deren Vervielfältigung nur durch Nachtarbeit von der Gerichts- fchreiberei ermöglicht werden konnte, sodaß dieselben erst heute morgen gegen 8 Uhr den Geschworenen, der Staatsanwaltschaft und ben Verteidigern zugestellt werden konnten. Da noch die Plaidoyers des Staatsanwalts und der drei Verteidiger heute mittag ausstehen, ist aller Wahrscheinlichkeit nach zu erwarten, daß das Urteil erst heute abend spät, vielleicht auch erst heute nacht gesprochen wird. — Noch vor Schluß der Redaktion erhalten wir die Nacht- ridjt, daß diese Sache beute nachmittag nicht zii Ende geführt werden kann, sondern auf Samstag morgen 9 Uhr vertagt werden wird, während die am Samstag früh stehende Strafsache wegen Notzucht auf Montag' verlegt werden soll, da die am Montag stehende Sache betreffend Kindesmord wegen Krankheit der Angeklagten ausfällt. Aus Stadt und Land. Gießen, 7. März 1901. ** Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat am 6. d. MtS. dem Hermann Euler, seither Bezirksfeldwebel beim Landwehrbezirk Gießen, und dem Fußgendarmen Weingärtner im Großherzoglichen Gendarmerie Korps da» Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß, mütigen verliehen und die Geometer I. Klaffe Martin Faul zu Dieburg, Adolph Heineck zu Alsfeld, Philipp Hauck zu Michelstadt, Karl Kolb zu Düdelsheim, Wilhelm Sch au- bach zu Wöllstein, Johannes Laubner zu Friedberg und Julius H eineck zu Friedberg zu Katastergeometern ernannt. — Der Revisionsbeamte bei dem ForftvermesiungS' und Taxations-Bureau, Oberförster Karl Kalkhof zu Darmstadt wurde auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. — Ferner wurde der Heinrich Kumpf au» Beerfelden zum SteuerkommissariatS- gehilfen mit Wirkung vom 1. April l. Js. an ernannt. Gegen die Getreidezölle. Inder vom Freisinnigen Verein auf Dienstag den 12. ds. Mts. einberufenen Volksversammlung wird auch Stadtverordneter Krumm daS Wort ergreifen. •* Aus dem Bureau des Stadltheaters wird uns geschrieben: Am Freitag findet eine Aufführung von Wilden- bruchs „Haubenlerche" statt. Es kommt selten vor, daß der Dichter der deutschen Fürsten-Dramen an unserer Bühne zu Wort kommt, denn der große szenische Apparat derselben stellt die höchsten Anforderungen. Um so anerkennenswerter ist eS, daß uns jetzt eins seiner besten bekannten Stücke vermittelt wird. Wildcnbruch wandelt in diesem Stück neue moderne Bahnen, gleich seinem großen Zeitgenossen der „einsamen Menschen" und „Johannisfeuer". Und es ist bekannt, daß ihm die Schilderung des modernen zeitgenössischen Milieus vortrefflich gelungen ist. Die Haubenlerche wird Frl. Kugler repräsentieren. - Irene Triesch-IZastspiel. Um den Besuch der Vorstellung am Montag, den 11., allen Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen, wird der Vorstand des Theatervercins, ebenso wie bei dem Heimat-Gastspiel der Künstlerin im November v. I., den mittleren Teil der Gallerie mit numerierten Sitzplätzen ä Mk. 1.50 versehen lassen. Finanzielles Ergebnis der Buren-Versammlung. Be- züglich des um 25. vor. Mts. statkgehabten Buren-Ver- 1 ammlung in SteinS Garten wird uns mitgeteilt, daß deren finanzielles Ergebnis recht günstig war. Nach Abzug aller Unkosten verblieb ein Ueberschuß von rund Mk. 300, welcher bestimmt ist, zur Hälfte an die Centrale der Bereinigung zur Beendigung des Burenkrieges z. H. des Herrn Pros. Frz. von Defregger-München, und zur Hälfte an -DL Ahaber unk ^schildert weitere SMm£ 'Men. Als 'A ^ntbtr. lBe D°n<Ä !?» '!l°bsack mit ?en einem ’ ate v°n ö Warf, eine bezn>. 3 Mk. genommen zu -obsack gestellt, e Neben frage b» bejüglid) Machen und ^„Nlt der mMnbe zuzu- « Panse von "wen. Ltaats- sur die Schuld sanzen Vorfall tändnisses des den Halle. Er 47 des St.-G.- bs für erfüllt tfrage unter I. glich der milalt hovs das tonttjer. Bei er Verteidiger n, Walther 1 mit tätlichem Fortsetzung der [t, können wir Der bis gestern 39 haupt- : wurden, deren en obliegt. Tie rnseiten, deren der Gerichts- dieselben erst n, der Staats- verden konnten. , und der drei Wahrscheinlich- cst heute abend ochen wird. - wir bie Nachsicht zu Ende morgen 9 llbr Samstag W t*« verlegt '* betressend ,en aussällt. . Marz Ml. erzog h°t am Vezirksfeldwebel Fußgeodaroiell nerie Korps das pS des Groß« -Martin Faul MPY a zckdd-rg md omeiern irmff«* ”"h „f jutwrnft«1’1 ,tnit wurde, d» lirton*flanalf’ au ttnannf. SS [t St«»® w » it Wh« tu *“> «•SÄ * i«f(“ Mt ,etu> Äs &*"*'>* ftZ rill. eS tu tt d°« mar. rtt 300' iou Schwerin waren zugegen. Wetter März ■e ® K Kaiser zum Land rat des Kreises Wetzlar ernannt. Tendenz still. Bei: Magen- Darmleiden | VWDMM SSW. SSW. 76 80 66 4 4 4 beb. Himmtl Sero. Himmel , 98 20 . 88 56 . 97 95 . 88.45 . 94.50 . 96.05 45.00 , 25.60 . 26.05 . 83 20 . 184 10 . 134 20 . 150 90 . 152 50 . 144 80 . 168.00 . 203 50 . 188.50 . .69 75 wird als Nähr. u. Kräftigungsmittel .S Kreditaktien - . Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . 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Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 9 März 1901. Freitag abend 5“ Uhr, Samstag vormittag 8»> Uhr, nach« mittags 4 Uhr, Sabbothausgano 76 Ubr. Nachmittag 5-° Uhr Schrtfterrlärung. WoÄengstteSdienst: morgens 7 Uhr, abends 6 Ubr. Wilhelmstrasse zwei Herrschaftshäuser zu öeitaufen oder zu vermieten. Näheres Markt 15. ^!^ervorrägende^efönderer Wirkung ^analogen embWen. Von Professoren u. Aerzten glänzend begutachtet. ErhMl. m Avo h. u Drogerien Atteste gratis u. franco. Bauer & Cie.. Berlin 5.0.16. Gebr. Nähmaschinen b lligft abzugeben. 0686 Reparaturwerkstätte H. Kitzler, Bahnhofstraße 58 6 7. 7. Meteorologische Beobachtungen der Station Giesierr. Egßiislht PlivMMdkll Lektor Ghawerotz, M. A. Oxford, Bergstraße 15. 05282 Näheres brieflich oder mündlich. Vermischtes. ♦ Berlin, 4. März. In dem Hause Kottbuserdamm 95 wurde am Samstagabend eine Frau Amelong, die schon seit vierzehn Tagen vermißt wurde, als Skelett aufgefunden. Die in ihrem Besitze befindlichen Katzen hatten alle Weich« teile des Körpers abgefressen. • München, 5. März. Der Räuber Kneißl, der sich so lange der Entdeckung zu entstehen vermochte, ist durch eine Weibsperson, die mit zur Gesellschaft gehörte, verraten worden. Heber seine Festnahme bringt der Polizeibericht folgende Mitteilung: Nachdem die aufgebotenen Gendarmen und Schutzmannschaft gestern nachmittag das Bader-Anwesen in Geisenhofen vollständig eingeschlossen hatten, wurde heute morgen gegen 9 Uhr die Beschießung des leeren Anwesens, speziell der Holzverschalung und des Ziegeldaches begonnen. -b ■« Familien-Uachrichien. Gestorben: Wilhelm Groß, Oberkonsistorial-Registrator i. P, in Darmstadt. — Prof. Dr. Wilhelm Kllngelhöffer in Darmstadt. — Ludwig Müller in Usenborn. — Katharina Lang geb. Hahn in Alsfeld^^. Arbeiterbewegung. Frankfurt veOo«' nr> niev»__________________________________ Neueste Meldungen. G— Darmstadt, 7. März. 2 Uhr. (Telephon-Meld, des „Gieß. Anz.") Die Z w e i t e ä a m m c r der Stände setzt« heute die Beratung des Finanzbudgets mit Kapitel 23, Ministerium des Innern, fort und genehmigte daS vom Ausschuß gestrichene Gehalt von 3525 Mark für einen neuen v o r t r a g e n d e n Rat im Ministerium des Innern. Bei Kapitel 30, Provinzialdirektoren und , Kreisämter, genehmigt die Kammer den augeforderten. Betrag von 452 957 Mark, streicht dagegen die von oer Regierung beantragte Gehaltserhöhung der Krcisamts- diener, sowie einen Betrag von 2460 Mark für Miet v - entschädiaung der P r o v in z i al d ir e k t o r e n zu Gießen und Darmstadt. Bei Kapitel 36, Land es - Universität, beantragen die Abgeordneten -»>-: ! ist bl. .-»g'sitzlich. Rrgk'u.g ... a|ll»h '‘jw». bi« aus weiteres nicht zu erwarten. — Die „Rai. Zig- meldet: Die Aeltestea der Kaufmannschaft richteten avi daS preußische Staatsministerium einen Antrag, den amtlich Hundelsvcitretungtn rech.zü.ig K-nutni- vou d-m En werf länbt mit dem Ersuchen, die Schwesterkorpetschasten mochten in gleicher Richtung vorgehen. . ,s. ,. London, 7. März. Die .Morntng Post „7" Genetaistaatsanwalt der Kaplolome, I. iib-tnahm das oberste Richteramt Transvaal. Stuttgart, 7. M-irz. In der gestttgen Sitzung oer Handelskammer wurde der Antrag Ae9^ jt Höhung der Getreidezolle m.t großer Mehrheit -bg-' lehnt, dagegen -ine Resolution angenommen, wonach bw ffit hochung leinessalls 5 Mark üb-rschreU-n und knbWm9,%a^ in den Theatern Gratis Vorstellung en sür die Mitglteder bet Rieger- vereine und Arbeiter statt. Zum Ball 'M TV°nsa°l° des loniglichen Schlosses waren -Mtg- lvv ^nladung-u eraanaen Königin Wilhelmine trug em weißes Kleid und Diamant-nschmuck, Prinz Heinrich trug Adm.ralsunftorm mit niederländischen und m-ckl-nburgtsch-n Orden. Auch d e Königin - Mutter und der Herzogregent von Mecklenburg Frankfurt, den 7. März , 21 o oU 8e/s % Reichfianleihe . «o/c do 8 Konsols . • • 5 l'/- do ... 8*,‘a -/c Hessen . • • 6n/o Italien. Rente . . 40/(l Grieoh. Monop.-Anl. 8 o/c Portugiesen . • gü/» Mexikaner . . . 41/» ®.'o Chinesen . . . ----, B&ohelaoh-Thflrlng. Technikum Rudolstadt I. Höhere Fachschule für: Architekten, Bau-Ingenieure, Feldmesser, Cultur- u. Venneasunge-Teciiniker. 2. Mittlere Fachschule für Hochbau- (Baugewerkschule), Tiefbau- (Elsenb.-, Straeeen- u. Wasserbau-) und Steinmetz-Techniker. 3. Tischlerfachschule. Staate- aufeicht d. J, Fürstliche Minleterinm die Sammelstelle des Alldeutschen Verbandes in Berlin abgeführt zu werden, behufs Uebermittelung nach Transvaal **Revistoa der allgemeinen Bauordnung. Die Delegie tev der Städte Darmstavl, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms hielten im Ratbaus zu Darmstadt wegen Aeußerung etwaiger Wünsche in Bezug auf die bevorstehende Revision der allgemeinen Bauordnung eine eingehende Beratung ab. DaS Resnltat soll der Regierung unterbreitet werden. Bad-Nauheim, 6. März. Der letztjährige Umsatz des hi-sig-n „Spar, und Borschußver-tnSi" v'trng 1'„rschmellcrt- "ihm das link- Handgelenk. 16158768 Mk, 4 Millionen mehr als >m B°r,ahre, der Eine^-nr-e zerimm der l-tzt-n Nackt Reingewinn 26046 Mk. Die G-n°r°lversammlung gtncl|mt8tc junge Burschen bei einem hiesigen Kaufmann Spreng - l die B-rt-tiung der Dwtdende von Proi°°t. » «> " I S 6'Q' en r,e in einem verlassenen B-rgstoll-n. Sri-db-r». 6. März. Aus der Straße M'sch-N D°rhNM stosse^ «°° °° ,.S ^ensdarm-ri- den Stollen betrat, er und dem Schwalhetmer Brunnen kam eS vorgestern folgte aus biSh-? unbekannter Ursache -in- Explosion, durch ^°p°"SchL-r°b Der^den"P^trouillendienst^habende G-n ! °i?-in Wach.meist°r und zwei von t°n Dftb-N g°i°t-t wurd-n. in"Dorh-im°Hils-",u'h°lem ^Alsbald ertöntc^in Dorheim Universstäts Nachrichten. daS Feuersignal, und im Nu war der ganze Ort auf dem» ^er Großherzog hat am 25. Februar den Königlich Preußischen Platze, während die braunen Söhne der Pußta, die Wasser^^ Eisenbahn-Bau- und Betriebs-Inspektor Hans Wegele in Ostroroo zum lnrtne fürditenb nack allen Windrichtungen auseinander ordentlichen Professor der Jngemeur-Wisienschaften an der Technischen Ab-n'wkr'-n ün"Är °di- Schw-rv-7l-tzk^u aus d-m Platz- Hochschu, .u Darm^dt mit Wu.uug «P-ä --°t gelüsten hatten. ! Fakultät Dr. Karl Biedermann, Senior der sächsischen nattonalttberalen Darmstadt, 6.März. Der Großherzog hat die ehemaliges Mitglied des Frankfurter Parlamews, ist heute früh, ' ° d u n g d-s KrmmctprLsidenten H a a S zu d-tt. »°.t l-tzt-r-rn « Iah» (»■ " zu veranstaltenden parlamentarischen Abend angenommen. ^sität habilitiert und wurde 1838 a.-o. Professor. Nach seiner Frank- Gestern nachmittag ist Profestor Dr. Wilhelm Kl 1 nge 1* Iparlamentarischen Thätigkeit, während der er der Erbkaiserpartei Höffer im Alter von 62 Jahren infolge eines Schlaganfalles angehört hatte, ging er nach Leipzig zurück. 1851 wurde er m einen Ulid) °-rschi-d-n. D-r B-rst°rb-n- war laug- Iaht- Lehrer am hiesigen Ludwigs-Georg-Gymnafium und trat vor v 18g3 ^„nahm er die Redaktion der „Deutsch. Allg. Ztg " ,m etwa zwei Jahren in den Ruhestand. Er war eine allgemein«Leipzig, 1865 erhielt er seine Profeffur zurück, 1866 trat er an die Spitze I hocharachtete und beliebte Persönlichkeit, auch bekleidete er „ationalliberalen Partei in Sachsen und von 1870-73 gehörte er seit vielen Jahren das Amt des 2. Vorsitzenden des hiesigen dem Deutschen Reichstag an. Als Gelehrter war er nicht hervorragend, Musikveteius, ebenso war er vereidigteru'-L-setz-r der Großh. .b°nl°°°2 t?. ».tÄÄ Ä Ministerien. Sein Tod wird von allen, welche ihn kannten, ~ . roaten roenig intereffant. Dagegen sind seine „Erinnerungen aus tief bedauert werden. . L bet Paulskirche" durch ihre persönliche Färbung von Wert auch sem qAk »rtrmftnht fi flTMri Tir ÄleiQnbcr Tille, der I populäres Geschichtswerk „1840—1870 trägt den Stempel des Selbst. S •“8"" kanntlich vor einiger Zeit wegen eines von ihm verfaßten = ■ Aufsatzes in einer deutschen Wochenschrift unangenehme Dinge MprickKsaal erlebte, die ihn nach Deutschland zurücktrieben, hielt am Montagabend auf Anregung des Alldeutschen Verbandes im 7. März. Morgen findet vor der hiesigen Straskammer /.S''fct(aal" einen Söo r 11 a g ®“'^^eJu"9M^^aauXlaen^QwSßäTs8reie\™i9^ngbep«ntt.Iet»uaM geschichte von Handel und Industrie und die dementtprechend Verteidigung 22 Zeugen geladen. sich entwickelnde Stimmung Englands zu Deutschlands. Der l Mainz, 6. März. (Strafkammer.) Bekanntlich wurde der! Redner sprach von dem „Niedergang Englands auf allen Schiffer und Handelsmann Jak. Lustenberger in Bmgen von dem Fnnh ToFihnftin Reiinll dortigen Schöffengericht zu 4 Wochen Haft verurteilt, weil er am 17. April Gebieten und fand lebhaften Beifall. , bei dem schicklichen Binger Bootsunglück seine Hilfe verweigerte, trotzdem "Darmstadt, 6. Marz. Der Gr oßh erzog hat Mittwoch I Quf b(£ Hllsegeschrei der Unglücklichen von Schutzleuten zur Hilfe ouf- uachmittag l9,. Uhr den Kaiserlich Russischen Kammerherrn gefordert worden war. Lustenberger legte Revision bei dem Oberlandes-1 und Staatsrat Fürsten 5>wan Kudaschew, zur Entgegen- gertcht in Darmstadt ein und dieses wies die Sache zur nochmaligen nähme seines B-gsaubigun^schteibens all Kais°t Butzbach verbüßt, konnte gestern die Mitteilung entgegen-l^n boffen und wünschen, daß die geplante neue Gesellschaft die vornehmen, daß ihre Bemühungen vereint mit denen des Binger I handene Maffe so verwerten möge, daß den Besitzern von Obligationen Schiffervereins, die Gnade des Landesfürsten zu erwirken, nach einigen Jahren des Wartens der größte Teil ihres Kapitals wieder von Erfolg g-w-s-n find. Hauck wird am 18. März aus ru-ück»st-tt°t °^dm k°nw am IS. Mär, b. g. wirb dem Gefängnis entlasten. Hier herrscht in allen Kreisen stelle der jetzigen Reichsbank-Nebenstelle in Brandenburg a. H. Genuathuung über die dem alten Mann zuteil gewordene ei„e Reichsbankstelle daselbst errichtet. r Limbura a. d. Lahtt, 6. Marz. Fruchtmarlt. Begnadigung. (Durchschnittspreis pro Malter.) Roter Wctzen Mk. 13 45, weißer — Kleine Mttelluugen auS Heffeu und den Nachbarstaaten. Mk. 13.30, Korn Mk. 10 74, Gerste Mk. 8 80, Hafer Der LandratSamtSverwalter Dr. Sartorius wurde vom»Mk. 6 68. Schellfische Kabeljau in la. feinster, blutfrischer Ware fotfcen eingetroffen bei 296 Ab & G. Wallenfels, Markt 21. — ^ernsvreck)-Nr 46. Gut klyültcuks iahrrad billia ui veik. '^abnbofftr 34, TI. /Irrten Stalldünger verkauft t2> billig SUxMttl# Riegelpfad. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 1756 cheute und morgen: KuWeisch 54 Pfg. Kopfsalat, äi, emcfiehlt 0817 Karl Sanfrnan, Babnboffir 11. Ljeveade Lahnhechte und dv Vackfisch. 0816 Ho Simon, Asterweg 1. 5.-6. März 9« 734,8 + 4,2 4,7 7« 733,8 + 2,8 4,6 2« 733,1 + 5,7 4,5 /GLOBUS / PUTZ-X EXTRA Bni»Pdiir*>f TKgiÄE Ulfe-«in ®IwK l >. «K'jii; neueste Kollektion moderner Tapeten nach den Entwürfen von Professor Otto Eckmann ist eingetroffen. 1733 Amick AckMer Tapeten-Spezial-Geschäft Sclilossgase 19. Seblosngagge 19. Frar "MW Zlähmaschtueu- u. Aaürradkandtung. IW A\w -2 7l Wr Reparaturen, lk 1 ^Umänderungen, alle Ersatzteile, W Mr, Glocken, Laternen, WiSÄr Pneumatiks re. M Karl Graf, IlkW Kirchenplatz II, Eingang Schlosagasse. Für KrauwkiSer und sonstige NordeHKües ^nnen aus dem Kreise der Absolventen unserer Anstalt tüchtige Kräfte stets nachgewiesen werden. 1820 Münchener Brauer-Akademie, Dr. Doemens. rm Gießen, den 6. März 1901. 0810 0824 Stein. 1835 Danksagung Familie Pfeiffer. Gießen, den 7. März 1901. 1839 jeglicher Art in wirklich guten Qualitäten assortiert. 1789 echtem Satvatoröier 13 Ludwigsplatz Ludwigsplatz 13 Globus - Putz - Extrakt ^chuymaweraeselle gelucht. O.i0 Aark Müller, Liebigstr 64. Friiz Schulz jnn., Aktiengesellschaft, Leipzig i (j^Ufmädchen per 1. März gesucht. I O6KO Ludwiastr. 20. III. Ludwigstraffe 28, vart. verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Sßntto; für den Nnreigemril Han« Beck. — Druck und Verlag der Brühlschen UniverfftStS-vuch. und Stetndruckerei (Pietsch Erben) in «ieffen. Jnstallalionsgeschäft und Fahrradbandlung. Goldene Medaille Paris 1900. 2 26 100 6 290 30 108 100 60 Wegen Verheiratung meiner Köchin suche zum 15. April ein tüchtiges Mädchen, welches gut totb