Mein. faßen >. Feblllllk: er in I. lereitigung zum M t-Msgküf au eines bichen ^- M it 0418 an tue Eio. 1134 Leib w4W«M Utzr. U( ie, lullt., mm .erie- ifwtt stOd! ir, mit flup 6W ,t zu kaufen gesu-ht. M-SelS, Mi. uit. W*1" nter GbifaJL-— -KDmrt S ßW^L^- 'fuM fi lin (ni'llI(re 8oninaKtten uni« ritt. WZLlinO näheren mfarr- bald'gV “n w 1 Seriba i» erbet^r_— »tdrvale 8 W'- f Äl’t» Nr 33 CHrftc» Blatt. Freitag den K- Februar 151. Jahrgang 1901 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Anrts- und Zlnzeigeblntt füt? den Ttveis Gieszen Alle Anzeigen-Vcrmittlungsstellen des In- und An«- landes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Ä, grschetut täglich mir AuSnahm' bei Montags. Sie Vießener A-»ilie»VlLtter werden dem Anzeiger tm Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wLchtl. 4 mal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für >tn folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. 2St|ugsprti» viertcljährl. Mk. M8 monaili^ 75 Pfg. mit Brmgerloh»; durch die Abholestele» »ioneljährl. Mk. 1.96 monatlich 65 Pfg. Bei Posibezug Mk. 2.— vierteljährl. ohne Bestellgeld. Redaktion, Expeditton und Druckerei: rchulftrahe Nr. 7. Grütisbeilagen: Gießener FainilienbiäUer, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische AolKe-Knude. —ma—amu uh. i innnwMm—— Adresse für Depeschen: Anzeiger »ietz«. Fernsprecher Nr. 5L (Morgen) 25 Ar pro E-: a. Morgen. pro dere Kreisarzt, Dr. Koeniger, b. Klinik c. d. f. g- 9. 10. Gegenwärtig , da insbeson- 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Professor Professor Professor Professor Dr. Poppert, Dr. Riegel, Dr. Sommer, Dr. Steinbrügge, Dr. Vossius, Stuttgart: L«hr: Mannheim: Darmstadt: St aßburg i. 4 Mk. 29 „ 127 „ 251 „ 60 „ Dr. Boetticher, prakt. Arzt Dr. Haupt, prakt. Arzt Dr. Zinser. im Obstbau. Honorar für Hessen 30 Mk-, für Nichthessm 50 Mk. 164 Mark 158 . 201 „ 227 „ 176 „ 250 „ ihm zugedachte Rolle des Hungerkünstlers zu spielen zielt er aus dem Tabakbau keine auskömmliche Rente, dann ° . , . ., , r . i. ... ______wrtfipnnnTt DIE per H ktar 1895: 1896: 1897: 1898: 1899: 996 Mk. 971 „ 873 „ 749 „ 940 „ Lehrer fiel. e. Kursus für die Kandidaten des Prediger-Seminars und Freunde des Obstbaues aus Friedberg und Umgebung. Dauer vom 1. Mai bis Ende August. Vorträge Freitag von 5-7 abendS; Hebungen im Obstbau Samstag vormittag und Montag nachmittag. Honorar tut Hoffen 10 Mk., für Ntchttzrfim 15 ML Obstverwertungskurse für Frauen. Erster Kursus vom 2.-4. September. Zweiter Kursus vom 9. bis 11. September. „ r o = «d* Honorar 3 Mk. für Teilnehmerinnen aus Hkffrn, sonst 5 Mk. Obstoerwertungskursus für Männer vom 23. dis geschickt werden, sind honorarfret. Kursus für Obstweinproduzenten. Vom 15. bis 20 April. Er umfaßt die Bereitung der Obstweine. Gärungschemie einschl. Reinbefen. Obstwelnkrankberten. Uebungen im Laboratorium. Vorträge von 10—12. Uebungen von 2—5 Uhr. Honorar für Hessen 10 Mk, für Nichthessen 15 Mk. Repetitionskursus für Baum- und Straßenwärter. Dauer vom 22.—27. April. Für Baum- und Straßenwä'.ter, welche schon einen Kursus tm Obstbau besucht oder längere Praxis hab n. 10 Teilnehmer au« Oberhessen erhalten vom Oberhess. Obstbauoerein eine Reisevergütung von 10 Mk. und können nach bestandener Schlutz- prüfung den Titel „Vereinsbaumwart deS Oberhess. Obstbauvereins" erhalten. „ ± t _ Für berufSmäßifle Baum- und Straßenwärter ist der Kursus honorarfret. Für Private und Nichlhesfen beträgt daS Honorar 10 Mk Obstbaukursus für Geistliche, Lehrer und sonstige Freunde des Obstbaues. Dauer 14 Tage. Erster Teil vom 22.-27. April. Zweiter Teil im Sommer nach Neber eiukunft mit den Teilnehmern. Honorar für Hessen 10 Mk., sür Nichthessen 15 Mk.; hessische Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Gemäß § 8 deS Reichegesetzes vom 30. Juni 1900 betreffend die Abänderung der Unfallversicherungsgesetze wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß bei der am 31. Januar 1901 stattgehabten ersten Spruchsitzung des Schiedsgerichts aus der Zahl der am Sitze des Schiedsgerichts wohnenden approbierten Aerzte als Sachverständige Prof.ssor ... 1. Assistenzarzt an der chirurg. Universitäts gewählt worden sind die Herren: Kreisarzt, Medizinalrat Dr. Haberkorn, Die Lehrfächer sind: 1. Agrikultur-Chemie, Bodenkunde und I zu beskreiten sein iirirb. Hiernach betrugen die ProduL- Düngerlchre. 2. Botanik (Morphologie, A. atomte und Physto. tionskosten einschließlich der Bodenverzinsung, aber abzug- logte d«S Obstbaumes). 3. Zoologie (die tierischen Schä^l-nge ^ch der damaligen Flächensteuer, in den südwestdeutscheu und Nützlinge des Obstbaumes). 4. Obstbau und Obst-.^auvtvroduktionsgebieten des Tabaks für den Erhebungsverwertung. 5 Wutschiitslehre. 6. Buchführung. 7. Deutsche 11 • f Sprache. 8. Rechnen. 9. Zeichnen. 10 Uebungen im chemt« d 9utwiaSbafen- scheu und botanisch-physiologischen Laboratorium. 11. Uebungen I ß 2. Auherordeutlicher Lehrgang. Kursus für Baum- unD Straßenwärter. Beginn am 18. März. oder Dauer 10 Wochen, und zwar 7 Wochen im Frühjahre, sind 2 Wochen im Sommer, 1 Woche int Herbste. Die Teilnehmer müssen ein Alter von mindestens 16 Jahren haben. Theoretischer Unterricht von 10—12, Uebungen im Obstbau und prakischen Arbeiten von 7—10 und 2—6 Uhr täglich. Honorar 20 Mk. für Private und Ntchth fiert; Schüler aus Hessen, welche sich zu berufsmäßigen Baumwärtern ausbllden und von Landwirtschaftlichen BeztrkSvereinen, Gemeinden rc Hektar stellen. L, .. Gegen diesen Betrag bleiben nun dte m den letzten Jahren erzielten Bruttoerlöse ganz erheblich zuruck. Für jene südwestdeutschen Gebiete ergab sich nach steueramtlichen Ermittelungen im Jahrzehnt 1890/99 ein durchschnittlicher Bruttoertrag von 910 Mk. pro Hektar, sodaß ein Verlust; gegenüber den Erzeugungskosten von 90 Mk. verblieb. Noch unerfreulicher gestaltet sich das Bild der Rentabilität für die letzten fünf Jahre, denn es betrugen die Bruttoerlose Differenz gegen Unkosten im Durchschnitt 196 Mk. natürlich weit höhere Ziffern einzusetzen die beim Tabakbau ausschlaggebende menschliche Ar- beitskraft wesentlich im Preise gestiegen ist. Unter jenen 196 Mk. Unkosten entfielen etwa die Hälfte — 98 Mk. — auf Arbeitslöhne, und sicherlich ist seit 1875 eine Erhöhung, der ländlichen Arbeitslöhne um 33 eindrittel Prozent erfolgt. Wo damals Sommerlöhne für männliche Arbeiter von 1.70—2 Mk. pro Tag gezahlt wurden, sind heute Taglöhne von 2.50—3 Mk. üblich, und ähnlich wuchs die Bezahlung der Frauen- und Kinderarbeit. Hierdurch allein erhöhen sich die Unkosten schon um 33 Mk. pro Morgen. Aus den gleichen oder ähnlichen (firünben wuchsen aber auch die Kosten der Gespann und Viehhaltung, damit der Wert des Gespanntages und der Düngung, der Wert der Gebäude, und rücktvirkend hiervon der Nutzungswert bezw. der Mietswert der Schuppenräume und weiter auch vielfach die Grundstückswerte. In letzterer Beziehung hat insbesondere die lebhafte industrielle und städtische Entwicklung- die Nachfrage nach Land und damit auch dessen Preis merk lieft gesteigert. Endlich gesellt sich noch ein empfindliches Steigen staatlicher, insbesondere aber kommunaler Reale- steuern und -Abgaben hinzu. Auch hier heißt es mäßig schätzen, wenn man die solcher Gestalt verursachte Erhöhung der Produktionskosten auf etwa 20 Mk. pro Morgen veranschlagt, wodurch sich insgesamt die Produktionskosten inN. Bodenrente auf 250 Mk. pro Morgen, gleich 100 Mk. pro Gießen, den 4. Februar 1901. Schiedsgericht für Arbeiterversicherung. Dr. Heinrichs. Scherf. Bekanntmachung. Betr.: Die veterinärpolizeiliche Ueberwachung der Vieh« und Pferdemärkte. Im Hinblick auf die am 12., 13. und 26. dieses, sowie am 5., 6., 19. und 20. de» folgenden Monats stattfindenden Biehmärkte bringen wir die von uns unterm 28. März 1900 (Gießener Anz. Nr. 78) getroffenen Anordnungen wiederholt zur Kenntnis der Beteiligten. Gießen, den 5. Februar 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. § 1. Alles zu den Viehmärkten in Gießen aufgetriebene Alauenvieh (Rindvieh und Schweine) wird beim Markteingang kreisveterinärärztlich untersucht und nur zugelassen, wenn es seuchenfrei befunden worden ist. § 2. Die Gastställe und Ställe von Viehhändlern in Gießen, Heuchelheim und Wieseck werden der veteriuärärztlichen Aufsicht unterstellt. § Vieh, welches an den Markttagen und an den vier vorhergehenden Tagen in den Bezirk der Gemarkungen Gießen, Wieseck und Heuchelheim eingebracht und daselbst eingestellt wird, muß an dem ersten Standort mindestens 7 Tage lang verbleiben, und darf ihn innerhalb der nächsten 14 Tage nach Ablauf der siebentägigen Quarantäne nur verlassen, wenn es nach dem Zeugnis des Großh. KreisvetermärarzteS keine seuchenverdächtigen Erscheinungen gezeigt hat. Von dieser Quarantänepflicht ist das Vieh nur dann befreit, wenn es auf den Markt gebracht, und der tierärztlichen Unter- suchunq daselbst unterworfen wird. Alle Tiere, die vom vierten Tage vor dem Markt bis zum letzten Marttag ein gestellt werden, sind sofort vom Eigentümer oder Begleiter der Tiere der Ortspolizeibehörde und von dieser dem Großh. Kreisveterinäramt anzumelden; in gleicher Weise ist der Besitzer des StallcS zur Anmeldung verpflichtet und verantwortlich. DaS Handeln auf Straßen und Plätzen der Stadt Gießen, der Orte Wieseck und Heuchelheim ist verboten. § 5. Vieh aus Gemarkungen, in welchen die Seuche herrscht, darf nicht ausgetrieben werden und wird nicht zugelaffen. § 0 Zuwiderhandlungen werden auf Grund deS § 328 beß Reichsstrafgesetzbuchs und § 66 Abs. 4 deS Reichsvlehseuchen- gesetzeS bestrafe__________________________ zehMlig für Obstbau au der Großherrogl. ObstbWschule uud jaudwirtschastlicheu Miuterschule ja Friedberg 1901. 1. Ordentlicher Lehrgang. Dauer vom 18. Marz bis 28. September. Im Juni find Fenen. . b . Die aufzunehmenden Schüler müssen ein Alter von mindestens 1« Jahren haben. Die rechnerische Bedeutung dieser Ziffern wird nun dadurch etwas gemildert, daß, wie betont, die Erzengungs- 98 ' (S^htpmber- l kosten schon die Bodenrente einschließen, insofern laßt 10 röp für (Seifen 15 Mk für Ntchthessen lsich von einem Verlust im eigentlichen ©inne Nicht sprechen, ääta* d-y-* es: s ssss-jts durch unterfertigte Direktion zu erhalten. au§ ihnen zu entnehmen, daß sich das relativ erhebliche Großherzogliche Direktion Grundkapital des Tabakpflanzers im Laufe des letzten Jahr- ber Obstbauschule und Landwirtschaftlichen Winterschule. zehntes nur* mit etwa 2 Prozent verzinst hat, eine Ber- Dr. v. Peter. zinsung, die angesichts der häufig vorhandenen hohen — Verschuldung begreiflicherweise ganz unflermgenb ifi, uno Zur Rentabilität des heimischen Tabakbaus. ^ie ^ientabilitätsberechnur!g könnte nun der Die Korrespondenz der deutschen Tabak- 6 werden, thatsächlich würde die Tabakkultur b au-Ko mm ission, herausgegeben und redigiert vom t enb üon selbständigen Kleinbauern und deren Fa- Vorsitzenden der Kommission, Geh. Regierungsrat Haas, ubenviegeno v s blieben, infolge dessen gelangten die schreibt in ihrer Nr. 1: . hoben für fremde Lohnarbeit angesetzten Betrage in Wirk- Die Jahrzehnte lang ungünstige Lage des heimischen M l nichtzur Auszahlung. Tas heißt indetz bchauplen, Tabakbaues hat in jüngster Zeit Bestrebungen und Kund-1 Ar angestellte Arbeiter das verbürgte Recht auf. gedungen gezeitigt, die auf eine Erhöhung dev Zollschutze^ daß * Löhne hat, dem selbständigen Arbeiter hin- bei der kommenden Neuregelung des Zolltarifes^hinzielew au* _ insbesondere bcm ländlichen Kleinbesitzer - ledrg- Gegen diese erst im Entstehen begriffene Entwickelung hat gege f . firf) durchzuhungern zusteht. Eine ge- alsbald die Händlerpresse einen krafttgen Sturmlauf er- Uch irtschastliche und sozialpolitische Auffassung must öffnet. Man versuchte jene Bestrebungen gleich damit. tot u obne Broeifel dem kleinbäuerlichen Landwirt, der zu schlagen, baß man bie <8e^aut)t^ma f^re Jcin nicht unbedeutendes Risiko trägt, und neben der me- des Tabakbaues sei eine so glanzende, daß dieser emes mn cyr bic geistige Thätigkeit der Leitung smneK erhöhten Zollschutzes gar nicht bedürfe. Alleri voranbemüht ^a^lch^ ,nindesten den Anspruch auf gleich sich die „Sudd. Tabakzeitiing" mit Stoßer Fixigkeit, ein i Belohnung seiner Arbeit, wie einem bezahlten, in- z°deut°nd°n T°b°kpfl°nzer, Herrn Frhr. - veyl nach, hohl »Tagelöhner gewähren. An sich zurechnen, daß er an feiner Tabakkulmr die stalNicy n . bereditiat den Wert der Arbeitsleisttingen Kleinigkeit von angeblich 100 Prozent irn ^afjre 1. v - roa e veranschlagen, wodurch sich das Bild dient habe. nnb mit den Verhält- der Rentabilität entsprechend ungünstiger gestalten wurde MchEM-W WLMZMM Sette ausüben und^bei der ernsten^Bedeutung der Sache giebt er ihn eben auf ober toenbe , uh erscheint es indes geboten, noch einmal auf diese Polemik herangewachfene Öeneratton, bem ^nb“nf6nr^ie ^bna^nic zurückzukommen und die thatsächliche Rentabilität des Tabak- schaftlichen Gewerbe überhaupt den . em 1; 6ö2 Hw baus durch einige Ziffern zu beleuchten ^u^ge9artge^ fet be§ Tab»“ von 22 076 hn m Jahre 1896, m hierbei von den Ermittelungen der Tabakenquete in den rm Jahre^1898 auf 14 786\ b)a TTt^tHche Wa^^ung. 70er Jahren, eine Grundlage, deren Richtigkeit schwerlich I diefer Richtung hin doch erne recht y vi v v i vi iivij v* 4 * | UvlUlllvllllU|lU^ I •* * ** *'q | I *’ v v r * Iv v H vA i*U' Ivytliyvllvil V V ’ I •»» z» «» , . tz U " ’ Buchführung beruhenden Angaben verweisen dann auch Arbeiter bedeute, daß die schwere Arbeit deu Genuß von Bier bet der Zensur bleiben. Er w r^e °lw zunäcktt ^ue Fabel in das Gebiet freiester Erfindung. Seit 1896 I rechtfertige, daß der Kaffee das Bier nicht er-etze. Infolge h-rvor^gan,en ,us ein» Pet.tt'ön des G?-7h-bund?s^ d1-7?i»!Ü 1? im Jlt haben sich I vessea waren 2400 Arbeiter bereit, die Arbeit niederzulegen, pfet war durch die Erregung bei Schriftsteller über grobe Mißgriffe .r s?"Skchten und Ertrage ebenio ungünstig, wie sonst doch wurde der drohende Streik dadurch vermieoen, daß äe"lur1; Diese E>r gung ist berechtigt, wenn so tt.ssri ltchr Stücke allenthalben, gestaltet. ES betrugen die Erzeugungskosten Borsiq selbst mit den Arb-itern in Verbandlunaen ru treten wie Tolstot's „Macht der Finsternis" und Björnsons „lieber pro Morgen (25 Ztr. und zwar ohne Anrechnung eines „„e'°> 1 «•CnJf. a x• «i. ? ?? *.0 zu treten unfere ftr.ft-, zweiter Teck, verboten werden. Da« geringschätzige Bodenzinses: versprach wenn sie sogleich die Arbeit wieder au nehmen urteil des Abgeordneten Stockmann über dm Goetbebund war durch- Bodenzinses: Prod 'kt onS- kosten 234 Mk. 196 „ 222 „ 206 ,, ErkSs 265 Mk. HO „ 181 , 228 „ 1896: 1897: 1898: 1899: Durchschnitt Mensch wird die Behauptung, daß der Kaffee das Bier nicht ersetzen könne, für stichhaltig ansehen. Ist es doch allgemein bekannt und anerkannt, daß der Genuß von Alkohol bei größeren Anstrengungen wohl für den Augenblick-Anregend wirkt, daß aber schließlich die Schlaffheit nur um so größer wird. Jeder, der als Soldat ein Manöver oder nur etliche größere Märsche mitgemacht hat, wird dies am eigenen Leibe erfahren Haden. Es ist also sicher, daß die Arbeitskraft durch den Genuß von Bier und Schnaps keineswegs gefördert wird, schließt: Wahre Dir das Paradies Deiner wissenschaftlichen Unschuld I und knüpft daran mit starker Stimme kritisierende Ausführungen. (Rufe rechts: Lauteri) Nein, meine Herren, diese Gesinnung ist nicht lauter! (Große Heiterkeit.) Kunst und Litteratur sollen der herrschenden Klaffe dienen, das ist Ihr (nach rechts und zum Zentrum) Ideal; wer Zensur will, zeigt, wie schwach er ist. Herr Roeren hat Verschiedenes angeführt, ich bedauere, davon nicht vieles zu kennen (Große Heiterkeit); ich habe eine Balletvorstellung des königlichen Opernhauses nicht besucht, aber ein Freund sagte mir: Eine Dame von Ballet, eine Hofdame, oder eine Dame, die ins Bad steigt, kannst Du nicht unterscheiden! Es kommt immer darauf an, mit welchen Hintergedanken man etwas ansieht. Lassen Sie doch diese Phantasien zu Hause, wenn Sie hingehen! (Große Heiterkeit.) Die Art Sittlichkeit, die blos nach außen hin rot wird, brauchen wir nicht zu schützen, diese Sittlichkeit macht es verständlich, daß die „Macht der Finsternis" von der Polizei verboten wurde. Eine ganz besondere Moral wird den Arbeitern gegenüber geübt. Eine Unmenge Zensurverbote lasse sich beinahe nur aus dem Gedanken heraus erklären, daß unter dm Zensoren ein verkappter Sozialdemokrat sitzt, dem es darauf ankommt, noch mehr Arbeiter »ns sozialdemokratische Lager zu treiben. Ein Arbetter- nottzkalendir ist verboten worden, weil er in sittlicher und religiöser Beziehung Anstoß erregen könnte und einer solchen Behörde sollen wir glauben, daß sie fähig ist, zu ermassen, was wahre Sittlichkeit »st? Die Aufführung von religiösen Stücken wie die „H-tligen drei Könige" u. A. wurde verboten, weil diese Stücke in polnischer Sprache gcschrieben waren. (Bewegung.) In diesem Kampfe um die Freiheit tft einer der kleineren Punkte die Beseitigung der Zensur. Stimmen Sie dafür, daß der Allmacht der Polizei ein Ende gemacht werde durch die Beseitigung der kulturwtdrigen Zensur. Nicht von heute auf morgen wird daS geschehen, ober einst wird kommen der Tag! (Beifall bet den Sozialdemokraten.) würden. Dies geschah und — die Verfügung der Betriebs- au« unger,chlfertigt; dieser Bund war die notwendige R akiton gegen Zeitung wurde zurückgenommen, die Arbeiter dürfen während ^^'deinze-Best-ebungen. Zw iselhaft ist es mir aber, ob die der Arbeitszeit Bier trinken wi- lunnr ™etcrienfur auf bem von dem Antragsteller angegebenen negative,: s!? . « • . o-regelt werd.« darf. Es feb't dem Anträge an Position Dor- _ Drefen Ausgang muß man bedauern. Kem verständiger sch äaen. Nehmen wir en, der Antrag Borgmann ist Ges tz, der ** " ~*“*x v.e c ' • Polizei braucht das Manuskript nicht mehr eingeretcht zu weiden, sie wohnt der Generalprobe nicht mehr bei. Nun schickt ste einen Leutnant ins Packelt, bei Leutnant sitzt da die Situat'vn wird oben bedenklich, der Leutnant unten wird unruhig (Heiterkeit), er fürchtet das Schlimmste. Was soll er tbun? Wird oben wirklich gegen den Paragraphen 184 des Snafgesetzvuches pesündtgt, so wird er von sciüer vorgesetzten Beiö de wegen verspäteten Einschreitens getadelt; er wird also vorbeugend wirken wollen, s tzt den Helm auf, betritt die Bühne und sagt: Nun hörtS aber auf! (Heiterkeit.) Dann wäre der Skandal fertig. Ja, wenn alle Theater geneigt wären, der ho^en, hehren --------1» — —— —»Huwviy» yvjvivK.* ivnv, । un& edlen Kunst zu dienen, dann brauchten wir keine Zensur. Da dagegen liegt immer die Gefahr vor, daß unter einem Miß I ??6 ®bc,r n d>tJ)cr Fall ist, werden wir positive Besttmmunacn für e— - * *- - ■ ’ — - ' die Zensur treffen müssen. Ich beantrage deshalb Kommissionsbc- ratung Die heutige Zensur ist nicht verbtsserungsfähig; ich möchte, daß positive Maßregeln zur Regelung dieser Sache in einer Kommission geprüft werden. Darauf wird die Beratung vertagt. Nächste Sitzung: Donnerstag 1 Uhr (Etat). G rofnn -f- Verlust — + 31 Mk. + 31 „ - 41 , + 22 „ Aus Stadt und Land. Gießen, 7. Februar 1901. Gedenket der hungernden Vögel! Theater-Vereiu. Die erste der Zugabe Vorstellungen wird Milwoch den 13. d. M. stattfinden. Als Gast tritt Frl. Agnes Hammer auf, die im vorigen Winter ein außerordentlich beliebtes Mitglied unseres Stadttheaters war und jetzt am Fürst!. Theater in Gera engagiert ist. E» wird kaum nötig sein, unseren Theaterbesuchern die Rollen ms Gedächtnis zurückzurufen, in denen Frl. Hammer ste vergangenes Jahr entzückte. Wir nennen nur einige: die Klara Spohr in der „Ewige Liebe", Emilie Galotti, die Klara in der „Jugend von heute", die Luise in „Kabale und Liebe", den jungen Goethe in „Königsleutnant", die Estrella in „daS Leben ein Traum", die Madame Sans Gene, die Elli in „Satisfaktion" und schließlich daS Rautendelein in der „Versunkenen Glocke". Ihre Gastrolle wird der Vittorin» in dem reizenden Lustspiel „Renaissance" fein, dessen Wiedergabe Frl. Hammer zu ihren besten Leistungen zu zählen glaubt. Da ein starker Besuch dieser Vorstellung zu erwarten steht, so wird mit dem Billettverkauf schon heute i begonnen werden. Auf ein großes Bild Frl. Hammers im Deutscher Reichstag. Berlin, 6. Februar. iühiffFiPM Uhr g-sffa-,. Währ-ad b-r ^".r,mTL»'.» I» Vorbedingungen ein so fabelhaft hoher Gewinn, wie an-1übrigen Zert, auch abends nach 6 Uhr bleibt die KaMme geschloffen. Thealerzensiu m«t den B.nimmongen der Reichtzgeweideordnung un- geblich 100 Prozent seitens der Frhr. v. Heyl'schen Verwalt- , . diese Verordnung erhob ein großer Teil Der Ar ! oeruSg ich sei. Materiell dagegen sei der Antrag Bargmann durchaus ung erzielt worden wäre. Die uns nach dieser Richtung! weiter Widerspruch. Der „Vorwäcks" behauptete, daß der! ank^i swerk, aber freilich nu in Bezug auf die w« ki'ch künstlenschen zugänglich gewordenen auf musterqiltiqer, gewissenhafter Erlaß einen Eingriff in die persönlichen Angelegenheiten bei | Vorstellungen gemäß S 33 brr Gewerbeordnung Für die Sing'p el- „Die Juden insbesondere haben gegenüber neuen Fällen in der „Blutbeschuldigung" noch eine Pflicht, an die sie hier gemahnt seien. Fast ausnahmslos liegt die Thatsache eines Mordes,' bezw. Totschlags, ober doch einer Körperverletzung zu Grunde: Tisza-Eszlar, Korfu, Lauten, Polna, Könitz usw. Wenn nun in irgend einem Lande von 100 Einwohnern 5 Juden sind, dürfen nach der Kriminalstatistik von 100 Delikten einer bestimmten Art etwa 5 von Juden begangen sein, ohne daß man dies Delikt als ein den Juden eigentümliches bezeichnen dürfte. Der Statistiker wirb sogar erwarten, daß bei jedem häufig begangenen Delikt eiste entsprechende Anzahl von Juden als Thäter sich herausstellt. — 9hm ist es nicht nur begreiflich, sondern angesichts des gegenwärtigen Standes der Forschung auch durchaus gerechtfertigt, daß, wenn von einem „jüdischen Ritualmord" oder „jüdischen Blutmord" die Rede ist, die Juden einen solchen einfach bestreiten. Aber es ist nicht wohlgethan, wenn von jüdischer Seite oft von vornherein auch die Möglichkeit bestritten wird, daß der Mord oder Totschlag, welcher zu der gerade zur Diskussion stehenden „Blutbeschuldigung" den Anlaß gegeben hat, von einem Juden begangen sei. Auch hier zeigt sich die Wahrheit des Wortes, daß, wer zu viel beweisen will, nichts beweist." .- der der Arbeitszeit ist verboten. 2. Während der Arbeitstage wird am vor Bet 'Odin wegen Beeidigung de« Re.chtztageS. mitt-g -°n 8H, bis 9 Uhr wid am nachmittag »n °>/. bis 4 uh- wann«|mann auf «ukh.bang «®'n Vögel'. Stab*1 L6 \ ®6^l„ bie W x'»sr iTess äs» $ kl".; Schaufenster des Uhl'scheu Ateliers in der Frankfurterstraße fei auch an dieser Stelle aufmerksam gemacht. ~ *♦ Frühlingsbote. Heute brachte uns ein Jüngling einen Schmetterling, Der ihn in einem Hause der Steinstraße umschwärmt hatte. Es ist seit Olims Zeilen üblich, oerartige »Frühgeburten" den Redakuons Museen zuzuführen, leider aber dehnt sich diese Sitte nicht auch auf sonstige „Erstlinge" aus. Nach den ersten Hasen, Hühnern, Fasanen rc. sehnen wir uns immer vergeblich, höchstens überrascht uns hier und da ein Wohlwollender mit einer fetten „Ente". **FürStotterer. Wir machen auch an dieser Stelle auf den in dem Hause Bahnhofstraße Nr. 2 II. stattfindenden Kursus der Sprachheilanstalt Villa Ruth aus Laufenburg (Schweiz) aufmerksam. r- Nidda, 4. Febr. Äm Sonntag wurde im Gasthaus „Zur Traube" hier die Generalversammlung deö hiesigen PferdeversicherungS-Vereins abgehalten. Es wurden im Jahre 1900 20 Pferde mit 7654 Mk. vergütet. Die Mitgliederzahl betrug 394 mit 705 versicherten Pferden im Werte von 392 760 Mk. Das verzinsliche Kapitalvermögen betrug Ende 1900 9781 Mk. 88 Pfg. Als Jahresprämie pro 1901 wurden 2 Prozent festgesetzt. — Im Juni soll hier das Gau turnfe st des Gaues Hessen stattfinden. 46 Vereine gehören dazu. Die Feftzeit wird genau bestimmt werden an dem Gauturntag in Gießen Ende dieses Monats. Die einzelnen Ausschüsse sind bereits gebildet und haben die Vorarbeiten begonnen. Einen schönen Festplatz hat Nidda zu bieten. Darmstadt, 6. Febr. Nach einer vom Großh. Polizeiamt veranlaßten Zusammenstellung über den Fremdenverkehr in hiesiger Stadt im Jahre 1900 haben im ganzen in Gasthäusern, Logierwirtschaften und Herbergen 47 875 Personen mit 96 668 Logiertagen übernachtet. Rechnet man hinzu noch die Zahl der im Jahre 1900 erfolgten Zuzüge (dauernde Niederlassungen in hiesiger Stadt) mit 13 593 und Wegzüge mit 11 855, so ergiebt sich für 1900 ein Gesamtwechsel von 74 323 Personen. *S- Darmstadt, 6. Febr. Gesunden Appetit entwickelte gestern nachmittag in einer hiesigen Wirtschaft ein Kutscher von hier, indem er infolge einer Wette innerhalb erner Stunde drei Pfund gehacktes Fleisch mit entsprechendem Brot verschlang und dazu eine Flasche Bier uui) einen Schoppen Grog zum Hinunterspülen verbrauchte: in 50 Minuten war die Wette gewonnen. Abenheim, 5. Febr. Em kaum glaublicher Vorgang wird von hier gemeldet: Kürzlich kam ein Landwirt in eine hiesige Wirtschaft und steckte einem anderen Gaste eine lebende Ratte in die Rocktasche. Der Betreffende merkte erst an der Schwere der Tasche, daß ihm eiwaS hineingeschoben worden und sah zu seinem Schrecken den Schwanz der Ratte daraus hängen. Nach einem Disput holte der Obenbezeichnete die Ratte wieder hervor und biß ihr vor den Augen der Gäste den Kopf ab, so daß jenen Übel wurde und einige sich erbrechen mußten. Als der Unmensch das Tier gegen Zahlung von 2 Mk. ganz zerbeißen wollte, wies ihm der Wirt die Thür. Man kann sich denken, daß man über den Vcrüber einer so viehmäßigen Rohheit sehr entrüstet ist. fc. Nassau a d Lahn, 5. Febr. Gräfin Kielmanns- rgge, geb. Gräfin Kielmannsegge, die letzte Enkelin des Freiherrn vom Stein, Besitzerin der Standesherrschaft Cappenberg in Westfalen und der Güter Nassau, Mülheim a. d. Möhne und Scheda a. d. Ruhr, ist in Cappenberg, dem Geburtsort Gottfrieds von Cappenberg, des Heiligen der Wetterau, im Alter von 68 Jahren gestorben. Sie hinterläßt keine Nachkommen. Der gesamte Besitz der Verstorbenen geht in die Hände des Grafen v. d. Groeben, 1. Sekretärs und Legationsrats bei der deutschen Botschaft in Madrid, über. Meratur, Wissenschaft und Kunst. — AuS Darmstadt schreibt man: Hofschauspieler Löhr hat mit Der Hoftbkaterdtreklion einen neuen längertn Vertrag abgeschlossen. — Das Modell zu dem für Darmstadt projektierten Goethe-Denk mat na» dem Entwurf des Bildhauers Habich und de« Regi run s «umnsterS Zell r ist im Saale der Kun "balle auWVUt. Arbeiterbewegung. Marburg, ö. Febr. Die der Innung angrdörenden Schneider- gehülien vielten gestern Abend eine Versammlung ab. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete d e Besprechung über die Ausstellung eines mehr den Zritoerhältniffen Rechnung tragenden Lohnlartfö @8 wurde beschloss«!), einen solchen auszuarbettcn unb den Jnnungs- metstein oorzuleam Man betonte besonders, dafür zu sorgen, baß auf gütlich.m Wege -ine Einigung erzi-lt würde. Gerichtssanl. dikbrig, 5« Febr. Im Reichsgerichtsgebäude fand- gestern eine »ifeung befl Kaiserlichen Disziplinarhofes statt. Den Vorsitz 'ührte RetchSgrrichtSpräsident Wirkt. Geh. Rat Tr. von Oe^lschlSger. Besitzer waren Generalmajor nnd Direktor im preußischen Krtegs- mtnisterium von Einem, genannt von Rothmaler, Direktor tm Reichs amt des Innern Wermuth, Senatsprästdent b im Reichsger-cht Dr. Bingner, Unt-rstaatssekretär Freiherr von Seckendorf und bie Reichs- gerichtsräte Förtsch ur.d Plarck. Dir Staatsanwaltschaft vertrat Geh. Legattonsrat Dr. Kriege. Zu verantworten hatte sich der frühere <5$Debtent im Auswärtigen Awte Tss, der gegen eine Entscheidung der Kaiserlichen Disziplinärkammer zu Potsdam Berufung eingelegt hatte. Tb. bat im Assessorexamen zweimal Schiffbruch gelitten. Er hat tm Auswärtigen Amte Stellung gesunden und is bald zum Expedienten cebr;»d)t. Im Laufe der Zeit tat er ein Gehalt bezogen, wie es ein Richter erster Instanz nicht bekommt. Bei 1b Jahre währender Dienstzeit bat er nicht weniger als 2'/,Iah-e wegen Krankheit gesehi. und nahezu 1000 Mark Kralck«nu>iterslutzungcn bezogen. Nachdem er sich tm Anfänge aut geführt hatte, ließ er in seinen Arbeiten allmählich nach. Der Referent der dritten Abteilung, der er angehörte, bezeichnete ihn als einen störrischen unb eigensinnigen Menschen. Da Th. mit seinem Vorgesetzten unzusrleben war, so trat er ohne Urlaub eine Reise nach bem Harz an, angeblich, um seine angegriffene Gesunbhett zu kräftigen. Nachträglich würbe ihm der Urlaub genehmigt und auch mehrmals verlängert. Dann ging er mit seiner F au plötzlich nach Brasilien, ohne irgendwelche G.nehmigunz vom Auswärtigen Amte zu haben. Der Zweck, ben Th hiermit verfolgte, war, wie man annimmt, der, tm äußeren Dienste in Brasilien verwendet zu werden. Schließlich wurde Tb. von seiner vorgesetzten Behörde bedeutet, daß er spätestens am 31. Mai 1898 wieder in Berlin einireffen müsse. Bereits vorher war ihm mitgeleilt worden, daß ihm kein weiterer Utlaub bewilligt werden könnte, sondern daß ihm sonst nichts weiter übrig bleibe, als (ein EntlasfungSgesuch einzureichen. Auch dieser Aufforderung leistet- Th. keine Folge. Auf einen telegraphischen Befehl, zurückzukehrcn, wenn es sein Gesundheitszustand erlaube, reagierte Th. nicht. Er fohlte sich vielmehr als den kranken, geistig gebrochenen Mann auf. Durch Untersuchung seitens deutscher Aerzte stellte es sich jedoch heraus, daß von einer Unzurechnungsfähigkeit Th.'s keine Rede sein könne. Das auswärtige Amt verhängte nun über T. die G.haltssperre und leitete das Zwangspenstonsveifahren ein. Die Dtsziplinarkammer zu Potsdam erkannte wegen dieser Vorgänge gegen Th. auf Dienstentlassung , indessen auf Belassung der Häufte der Pension für die Dauer von zwei Jahren. Auf Grund eingehender El örterungen bestätigte der Kais-rliche DiSziplinarbof das Urteil der Diszipttnarkammer Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Äietzen, 6. Februar 1901. _ _. Durch bie bebeutenbe Volk-zunahme unserer Stadt leiden unsere ftabtifeben Schulen an Ueberfüllung. Es mußten vorläufi; mehrere Klaffen in Notlokalen untergebracht werden. Die Stadt Verwaltung war deshalb auch genötigt, die Erbauung eines neuen SchulhauseS ins Auge zu fasfin. Von Wichtigkeit ist die Wahl dm3 geeignete Bauplatzes. Bekanntlich steht die Mädchenschule im westlichen, die Knabenschule im nördlichen Stadtteil. Ein Blick auf den Plan der Stadt Gießen belehrt uns, daß die Ausdehnung von Westen nach Osten größer ist als von Norden nach Süden. Die Kinder des östlichen unb nordöstlichen Stadtteils haben deshalb auch einen sehr weiten Weg zur Schule Der E nfinder dieses ist der Au sicht, daß das neue Schulhaus in den östlichen Stabteil gehört, unb erlaubt sich auf bie Wiesenstraße als geeignet aufmerksam zu macken. Das nötige Gelände ist dort jedenfalls nicht schwer zu beschaffin, sodann fehlt eö.nicht an der ruhigen Umgebung unb guter — Laut Ausschreibens bcs Ministeriums vom 25. Januar werden vom 1. April d. I. an die Gehalte der Volksschulluxd) dieses AuSichieiben dem L hie stand ein langersehnte^ R cht zuteil werden läßt. Ja, die oberste Swulbehö de bat euch jetzt wieder aezdgt lst du ch Ar nähme deS Witwen- unb WaifeugesitzeS, sowie deS Beso du"asge"tz >j bcicitfl ein großer 5ort1d)rttt zu verzeichn,v. D esc jüngste V sügung aber ist nach unserem Ermessen ein Fo tschrtt'. E ist te^aib anzun.hmen. tatz öte oberste ^chulbehö de auch In Zulu ft d m h isifch.n fiebte stand auf dem Wege nach N^b"er S ibstäudigkett rach Mögfchk.'t entgegen, kommen wird. Das Bano d-^Lnbe unb d.s g.geMettigen Verttamn« wirb babu ch zum Stile ter Lchme immer mehr ges.stigt we b.n. -k- Handel und Verkehr. Uolksmirlssfiist. Die Stadt Bonn will eine Anleihe von 6 Millionen Mark ausnthmen. D-r ca ze Betrag 'oll indessen nicht auf einmal ausgenommen weiben, fondein, entspnchend dem j welligen Bedürfnis, in Tettanlkihen. — Allgemeiner Deutscher » rficherungS-Verein in Gtutt- gart. Vom 1 Januar bis 31. Dezemdee 1900 wurden 77 347 mue Versicherungen abgefchloss-n unb 16 010 Schadensälle reguliert. V-m letzteren entfallen auf bie Haftpslichtverficherung 4650 Fölle rotgen Köiperoeclttzung und 3 550 wegen Sachbeschädigung; auf die Unfallversicherung 7032 Fälle, von denen 74 den sofortigen Tod unb 50 eine gänzl che oder teilweise Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. V- n b.n Mitgliedern der Kapitalv er sichernng für den Todesfall find nn gl.ichcn Zettraume 778 gtllorbtn. Am 1. Januar 1901 waren 385 800 Policen über 2 590 129 versicherte Personen in Kraft. Limburg a. d. Lahn, 6. Februar. Fruchtmarkt. Durch» schnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.35 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.55 Mk., Gerste 8.65 Mk., Hafer, 6.38 Mk., Erbsen 00 00 Mk., Kartoffeln 00 00 Mk. Eisenbahn Zeitung. Eisenbahntarif. Vom 20. v. M. ab sind bk Arlik.l Holzkohlen, auch gimahlen unb pulverisiert, Holzkohlen briketis unverpackt im Gütervrrkrhr der Eisenbahnbirektionen Mainz, Frankfurt, Saarbiücken ber Main-Nrckar-Bahn mit Boyern in der, Rohstefftaris aufgrnommen worden. Die Frachifätze dieses AuSnahmeta'isS kommen i doch nur bei Leitung der Sendungen übrr Aschrffenburg in Betracht. Schisssnnchrichten. norddeutscher Lloyd. Vertreten in Gießen durch Agent Carl Loos. Bremen, 1. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Dresden, Kapt. A. Koenemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr morgens wohlbehalten in New-Iork angekommen A« @ @ © TAFELKARTEN © ® ® BALL- UND TISCHKARTEN C HOCHZEITSTAFELKARTEN REIZENDE NEUE MUSTER IN EINFACHER UND GLÄNZENDER o o o o o AUSFÜHRUNG o o o o o BRÜHL’SCHE UNIV.-BUCH- UND STEINDRUCKEREI, GIESSEN, SCHULSTRASSE 7. Unübertroffen zur Haut- u. Schönheitspflege. $Myrrholin-Seife Als beste Kinderseife ärztlich empfohlen. •Stoffe, Sammle,Velvetsft/eibet | Blusen, Besatz liefern wir dlrrkl an privat». Man verl. Muster unserer großen Auswahl. 8 Keuisen, Krefeld. Bekanntmachung, betreffend: Die öffentliche Impfung. Am Freitag den 8. Februar , nachmittags 2 bis 4 Uhr, wird im Jmpflokal (Schulgebäude Neustadt 61) ein öffentlicher Impftermin abgehalten, in welchem diejenigen Angehörigen von Jmpf- vflichtigen, welche Aufforderungen erhalten Haden, ihre Kinder kostenlos ber Impfung unterziehen lassen können. Dieselbe wird an einem Arme mit Kälberlymphe aus dem Landerimpfinstilute vorgenommen. Die Kinder müssen rein gewaschen ober gebadet und mit frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden. An bem darauf folgenden Termin, Freitag den 15. Februar, um dieselbe Zeit, sind die am 8. Februar geimpften zu der gesttzlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen können ferner Ämber, welche wegen Krankheit bis zim Sommer von der Impfung zurückgestellt werden wollen, bem Jmpsarzte zur Untersuchung vorgezeigt oder diesbezügliche ärztliche Atteste abgegeben werden. Die am Großh. Kteisgesundheitsamte abgegebenen Impf scheine müssen dort wieder abgeholt werden. Gießen, den 5. Februar 1901. 1101 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________I. B.: Wolff. ___________ Bekanntmachung. Die Rechnung der Armenkaffe und btt Plocktschen Stiftung iür 1899/1900 liegt zu Jedermanns Einsicht acht Tage lang uaf dsm Armenamt offen. Gießen, den 2. Februar 1901. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Wolff. 1U8 Bekanntmachung, Der Voranschlag der Gemeinde LaugSdorf füc das Jahr 190g 2 und Beltersbainer Wald 8 der Forstwartei ReinhardShain versteigert: Stämme: 302 Fickten mit 70 fm, 7 Kiefern mit 3 km: Derbstangenr 659 Fickten mit 48 fm. Zusammenkunft vormittags VzlO Uhr im Distrikt Ocksensiall am Geilshüuser Wasenplatz bei Stamm Nr. 489. Nur daS Holz im Distrikt Ochsenstall 1b wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Grünberg, 4 Februar 1901. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. 1143 Brennholz- Versteigerung in der Griig.VbttsilffmiAruslmrg Mittwoch den 13. Fe« bruar, nach Zusammenkunft um 10 Uhr am Steinbruch auf der Straße Lich—Butzbach, werden aus den Distrikten Hrrd, Lauterbachrwäldchen, Seife, Colnhäuserkops und Nordeck verfteigect: Scheiter rm: 93 Buchen, 2 Eichen, Prügel rar: 18 Buchen, 83 Eichen, 9 Nadel, Stöcke rm: 14 Buchen, 50 Eichen, 6 Nadel, 1069 Astreiser rm: 195 Buchen, 120 Eichen, 50 Nadel, Stammreiser rm: 10 Buch«», 255 Eichen, 74 Nadel (Bohnenstangen). (ihnpfchhumcii Tischweine! Besonders empfehlenswert: Rhein- und Moselweine. Laubenheimer p. Fl. o. Gl. 60 Pfg. Graacher „ „ „ „ 70 „ Oppenheimer „ „ „ „ 75 „ Zeltinger B „ „ „ 90 B Niersteiner „ „ „ „100 n Rüdesheimer „ „ „ „ 120 „ Rotweine 163 deutsche und italienische von 60 Pfennig an per Flasche, ff. Kordkaur itt all. prmlag. auf dem Leuz'scheu Felseukeller. Tages Ordnung: Besprechung der Regierungsvorlage, das Faselwesen betreffend. Auch N'chtmit^lirder sind willkommen. 1146 Heute frisch eingetroffen: 287 ZckMcde, Cablia«, Seezungen, Zander. Eberhard Metzger. 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