Nr. 288 Erscheint täglich MU Ausnahme des Montags. Z«- Giehener Familien- vlaiter werden dem An- »eiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt^ und den Mattern für hessische Volkskunde^ vrermal wöchentüch bet- gelegt. Redaktion, Expedittor und Druckerei: Schul st rage 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprcchansthlußNr.51. Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Samstag 7. Dezember 1901 GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ———EMH«—mb—।liiiimmhi —buw ".EU V ■■■■■— Annahme von Anzeige» zu der für den folgenden Tag erscheinenden Stic, bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen An« -eigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Vev- lag der Brüh l'schen UniversitätS - Druckerei lPietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wlttko: für den Anzeigenteil: HanS Beck. Der vierte Tag der Zosstaris-Deöatte. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 5. Dezember: Müller, der preußische Minister für Handel und Gewerbe, wies gestern in seiner Haltung alle Symptome eures Mannes aus, der sich mit einer Rede trägt, aber nodj oc£> rcdjiea Moments zu wirksamen Vortrag harrt. Die Zeichen haben nicht getrogen — heute spricht Herr Müller, und zwar gleich am Anfang der Debatte. Die Erstlings- rede des Ministers im Reichstag! Am Bundesratstisch und namentlich auch bei den Rationalliberalen, Herrn Möllers früheren Parteigenossen, bringt man diesem Debüt viel Interesse entgegen. Tie konservativen wieder sind ge- spannt, was der Handels Minister, der in seinem bisherigen öffentliü-en Auftreten den Spuren Miquels folgte, derLand- wrrt schäft „befcheeren" werde. Herr Möller verteidigt zunächst den Zolltarifentwurf gegen den Richter'schen Vorwurf , der urteüc, maßgebend sei für ihr? lediglich die pfUchtmäßrge i wundct wurde. daß er Vertagung beantragen werde und daß er morgen weiter zu verhandeln nicht in der Lage sei, so beantrage er jetzt schon die Vertagung. — Das Gericht beschloß demgemäß/ die Verhandlung auszusetzen. — Lindenstruth befindet sich übrigens gegen Kaution auf freiem Fuße. leigenen Ohren gehört, wie jener den Heß einen Spitzbuben l - c c und Hallunken genannt, sie habe auch gemerkt, daß Baumbach I London, 5. Dez. Z" Ehren '»es ^^5lbetrun.ßl Er sei m.-tz heute noch stceeit zu beschmüren empfang beS beutsch-n Botschafters Grasen Waln- -r habe nicht geschunp,t. Baunchach nmcht den Eindruck Metternich seitens des Königs durch b e s 0 n d e r ejemeS etwaD snyplen Menschen, ber aber, ,obald er MS Sprechen Herzlichkeit aus. Der König verbreitete sich über dieponttnt, abzülchweifen sucht und nur ni,t Muhe bei der Sache gegenwärtig bestehenden vortrefflichen Beziehungen zwischen r gehalten werden kann. Auf Befragen erklärt der Angeklagte, England unb Deutschland und drückte die Hoffnung au5,|ct sei kein Gewohnheitstrinker, wenn er auch ab und zu daß sie möglichst freundlich auch in Zukunft bleiben mögen. jSchnapS trinke; er verwahrt sich dagegen, daß er nicht Zu- Graf Metternich übermittelte dem König den Ausdruck der lrechnUngSfähia sei nicht minber »atmen unb sr°unblichen Gesinnung bes l In der Beweisaufnahme wird festg-stcllh dass Bawndach SSsrst: 'Brüssel, 5. Dez. Die Deputiertenkammer nahm den ^Ausnahme von der Regel bildet. Die Zeugen bekunden, daß von der Regierung eingebrachten Gesetzentwurf, welcher jtr in nüchternem Zustande ganz vernünftig sei, aber trunken die Dauer deS Militärdienstes auf 20 M 0 n ate »'Streit, suche und auf die unfläthigste Art schimpfe. für die Fußtruppen und auf 36 Monate für dies Medizinalrat Dr. Haberkorn erklärt, er habe Symp- Kavallerie und die berittene Artillerie festsetzt, an. [fomc an B. wahrgenommen, die bezweifeln ließen, daß er Bern, 5. Dez. Die schweizerisckstn Zeitungen zeigen» normftI fcL Wohl stehe fest, daß er em Schwätzer übec bcm D-r wichtigst- T-ii d°- und erklären, die Festung würde eine beständige Gefahr für K V , etc' ohue spater eine (Erinnerung ba 5 b e• | OpcrationSfelbeS würde wohl die Gemarkimg Rüddingshauseu tie Stabt Safel hüben. sD°4s°nst s-, -r -m g-,st,g regsamer M-nsch und .n V-rbmduna ' 3000 borgen unb ,st erst kürzlich ‘ ~ » um SchnapSgenug erttäre s,ch manches Durch die Feldbereinigung. d,e emm Wien ! Auffällige m fernem Gebähten. Im nuch emen Zu stand N 60 000 Mk. verursachte, ist d-r von>se, er ,m vollen Besch- semer gesti.gen Kräfte Sem Urte,l ' ^izh-r hiüig-n Felde- erheblich gestiegen. In S* daß der Angeklagte n.cht rank sei; eS l, g ^^dingShausen haben die Herren von Nord-ck zur Rab°nan aber d,° Möglich e,t vor, daß not b=m ec^öf c g«.^ Iincn ü6et 500 SDlotgcu Saab. Wermertshausen auf I, mC^r 9crou6‘ Lbe, dag er den yeß g-fchunp t habe ft.iner als Ruddingshausen Boden findet man Staaiswald, auf hessi. habe, als er unter Eid stand, gewicht daß er am fraglichen p Fmherrlich.Rabenaustchen und etwas G-° Tage betrunken gewesei, sei, so s°, chm, zu glauben, uwi so ' b (/9^übbingS^aufen gehörig). Zum Platz, aus mehr, als feststehe, daß er vor dem Niddaer Gericht nüchtern L Baracken zu stohen kommen sollen, ist der quellen- erschien. , . reiche Strich zwischen Wermertshausen und Roßberg in Aus- . D-c. an bte Geschworenen gerichtete Schuldfrage lautet L.^ ^^-n. Schade wäre es, wenn auch das idyllisch- aus Meineid. . Appenborn (ein Pachthof der Frhrn. von Nordeck zur Staatsanwalt Z-mm-rmvnn laßt msolg- des Gut-I üom Erdboden verschwinden müßte. Wer di- achtens des Sachverständigen, der b,c Möglichkeit offen laßt, „„„ Odenhausen nach Appenborn ,,n Frühjahr schon daß der Angeklag e d.e Erinnerung an fene J gewandert ist, emporges-.egen ist zu den Gräbern bei geftoßenen Schimpfwort- verloren habe wegen d eseE' nN-s drhrl.-Rabenan'schen Familie und das friedliche Thalchen Anklage fallen. ES steh- aber feft, daß der J jcincn munnelnden Quellen auf sich hat wirken lassen, wissentlich falsch geschworen hat. Der Ank aget warnt die @inbru($ bcn er bekommen, nicht so Geschworenen, etwa anzunehmen daß es sich UM -me fu vergessen. Wahrend di- Gemeinde Rüdding«. ...... .... den Ausgang des Prozesses nebenfachliche ftiage g°h°ndAt amtlich-rstits noch keine Nachricht von dem Projekte ^Gestern wurden drei Burenlager überfallen. Dab-ei wurden habe. Er beantragt die Schuldfrage so wie fte gestellt ist, Wermertshausen, wie gemeldet, bereits benachrichtigt 250 Buren gefangen, nämlich über 100 südwestlich Bomelo, I zu bejahen. . worden. Das Landratsamt Marburg hat den dortigen 93 in der Nähe von Nylstroom tm Waterbergbisttikt, wo! Der Verteidiger Rechtsanwalt HooS bittet die Ge-I » . npmnrx.f nnrfl S^asboi bei das überfallene Lager zu Beyers Kommando gehörte, undlschworenen, an der Hand deS ärztlichen Gutachtens zu prüfen, , ., . .3 .9 ( i^efer ift vreußifckes Staats- 19 im iiordwestlichen Transvaal, wo Liebenbergs Lager ge- ',b man dem Geständnis des Angeklagten glauben tenn. Unb hä et™ ^e?Lkatausschuß des «erbandes der liberalen «er- genügst^ Zweifel b^ schuld s^nesKllimllm ^-ntum -d^ha^etw^ HO -^g^ , eine Englands hat am 5. d- M. in London nach längerer entstände, mi ßte d eS yU ff s gsch Wenn die Wermertshäuser das fruchtbare Land des ^-chwalm- ,stürmischen Erörterung eine Resolution gefaßt, in der er- f fallen und zu emem Nichtschuldig fuhren. grundes gegen das ihrige eintauschen können, haben sie geklärt wird, baß ber Zeitpunkt gekommen sei, für 93er J Nach erfolgter Rechtsbelehrung ziehen sich die ©e» üer[ocem _ ®c(änbc be§ UebungS* hanblung-n mit ben Buren zun, Abschluß eines fchworenen zur Beratung zurück, woraus beten Obmann » lm Frühjahr von Kriegsminister v. Goßler unb ^renvollen unb bauernben Frrebens Unb baß zu b,esem Rechner H, tz e l - Munzenberg ben auf schuldig erkennenden §ertcn beS pv-uß,scheu Generalstabes, d.e meist m Zwecke em außerordentlicher Kommissar nach! Wahrspruch verkündet. | s r.fi Südafrika gesandt werden solle. Natürlich wird Herr l Der Ankläger beantragt, in Anbetracht der Tbatfacke, I erschienen, besichtigt worden. sChamberlain diese friedlichen Absichten der englischenmem eS mit einem dem Trünke ergebenen Menschen zu Liberalen unberücksichtigt lassen. , ! thnn habe, der durch den Alkoholgenuß heruntergekommen MÄW. Ät ÄWÄÄ ’W ^rch bcn g-l-ist-ten salschcn Eid k-in Schaben, . 8etIitt, 6. $c, Bern Fus.l.er-Bataillon M die dort für ihn und die Familie Elofs gemietete Billa Ientstanden ist, die auf Memeid stehende Mmimalslrafe von Garde-RegimentS z. F. wurde mittels Einbruchs die „Oranje-Lust^ übersiedeln. »einem Fahr Zuchthaus und auf Verlust der bürgerlichen i ^er Schreibstube verwahrte Kompagniekasse, in welcher sich In der Zweiten niederländischen Kammer erklärte aus l Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren zu erfennen, ctn)Q g00 befanden, gestohlen. Als der That verdächtig die Anfrage des Abg. Vankol betreffend die Kouzen-i»sowie die dauernde Eidesunfähigkeit gegen Baumhoch auszu-I ber Unteroffizier Hermann B. vom Füsilier- tr ationslager in Afsrika der Minister des Aeußern «sprechen. — Der Verteidiger bittet, seinem Klienten die erd™ . in qenommen. van Lyiiden, die Regierung könne nur dafür Sorge tragen,«Mene Untersuchungshaft auf die Strafe anzurechnen. I » Schönebera bei Berlin 5 De» Gestern stürzte ^ItMfttonÄen^ÄTS^aK ..?« ^Hhks '-rk-nnt d-n Anträgen bc-- Staats-mva«- ^ in «ÄÄ 13jährig-' Sch'-. Den in de7^Lagerm befStaats^ ^matz Vier Wochen der, Untersuchungshaft kommen dem ^.n an§ bcm Fenster der dritten Etage, und starb angehörigen stehe es, soweit sie nicht Kriegsgefangene seien, I^eA 9^n ®tr°rce Anrechnung. Baumbach etc litt feit langem an Krampfen. .frei, die Lager zu verlassen. Den andern Staaten müsse!erklärt, die Rechtskraft der- Urteils vorerst nicht anzu-i * Görlitz, 5. Dez. Während der Vorstellung der man es überlassen, für ihre Staatsangehörigen zu sorgen, «erkennen. «^Räuber" wurde durch den Fehlschuß eines Statisten Idie niederländische Regierung könne nicht weiter gehen.! e • * «der in der Kouliffe stehende Schauspieler Steiner ge- Stfhumr lorirM P- Gießen, 6. Dezember. troffen, sodaß er blutüberströmt zusammenbrach. ^UjWUlyfUUJl* | Tas Schwurgericht sollte heute die Strafsache gegen bcnI * Paris, 5. Dez. In Annecy ist gestern Abend P. Gießen, 6. Dezember. iSchmiedemeister Lindenstruth von Gießen wegen Meineids!das Theater vollständig ausgebrannt. Die Vorstel- Gestern vormittag wurde gegen den 60 Jahre alten «verhandeln. Bei Bildung der Geschworenenbank lehnte der hing war kaum beendet, als der Ruf Feuer erscholl. Das Siebmacher Paul Baumbach von Crainfeld, zuletzt wohn-1Staatsanwalt sämtliche Gießener Geschworenen, die auSgelost Publikum drängte nach den Ausgängen, wobei mehrere Per- Hast in Michelnau, wegen Meineids verhandelt. wurden, ab. Der Vorsitzende teilte sodann mit, daß außer sonen Verletzungen erlitten. Menschenopfer sind glück- I ® *" SU BWotbu a h r *9 Ä Sen des?' ^den, de»E> sehr u edfv- E"°'dig»ng vor in Slueiil, BS Utl) befindet ,r-Bataillon» 5 Einbruchs » Me, >n ineich^f, derTh°t°er§ , A, vom Ful'liu Sestern stürzt» .e 13i*sffi x etoge, und st ?*JSS ss**- 1* 9®je M* nut- M feu« «ft J«- h-n-k'-- 8 >* ” Mit l=SS** AUi> Walken I^jeniber 19öi.' ■ &n *1 |nn" F r ble Herry I'?Er einstiknmj, M Herren war übei- We Wahlbeteilig^ Mb ab gjebt in b5 Mn- und Komödien. Mwn^des Mimiken I', Meta Men Ml in GießL Wübungsplatz ir ^02 die Kosiv lvurssbeorbeitungjkc Uebungsplatzes aus, sende näheren M. ür das Gelände de i und Wermcrt- i Betracht. Ta 'n 340-400 3h wichtigste Teil - >mg RÄdingshL' und ist erst nnigung, die b . verursachte, h üblich geslieger. orücckzur fci d. Wermcrtsheim 300, R, etwa 700 r efe/ö. Sie gon;>: i umgeben. Aus rolb, auf f)cffi> mb etwas ®e» Zum Platz, aus i, \\t btt iRobbtt^ m Äus-- auch das idyllische i, von Mdeck zur müßte. Wer tue . im Frühjahr schon zu den Wern bei friedliche Mchen ch hat willen lcha, bekommen, ni^i so Gemeinde Wüy-' hl von dem V;^ bereits benachszl hat den io:-" dem Ichasho' ; preußisches M en. Wie man - damit euwerfiaM Land Les SchE nnen, haben |« 9^ rojektierlen Hebung uster v. Goßler un' lstabes, die nieisl r Unwersitäts-Nachrichlen. — Geh. Justizrat Prof. Dr. Heinrich Dernburg in Berlin tonnte das 50jährrae Jubiläum als Universitätslehrer begehen. Anfang Dezember 1851 eröffnete er zu Heidelberg seine akademische Laufbahn. Leit 47 Jahren ist Dernburg Professor und seil 46 Ordinarius. Er lehrte von 1854—62 in Zürich, bann ein Tecennium in Halle, und der Berliner Universität gehört er nun bald 29 Jahre als einer der bedeutendsten Rechtsgelehrten an. Die Glückwünsche der Universität wurden dem Gelehrten durch den Rektor Geh.-Ral Kekulä von Stradonitz und durch den Dekan der Juristen-Jakultär Geh^-Rat Pros. Dr. Friedrich Schollmeyer übermittelt. ^GerichlssLÄ. Berlin, 5. Dez. In dem bekannten Prozesse wegen der ^.goldenen Hand" zwischen der „Köln. Ztg." und dem Berliner Vertreter der „Leipz.. N. Nachr.", Dr. Liman, hat das Kammer- aericht heute die in den beiden ersten Instanzen erfolgte Freisprechung des Dr. Liman endgiltig bestätigt, die über den Ehej- redakteur der „Köln. Ztg." verhängte Geldstrafe dagegen aufrecht erhalten. Bctttheu, 5; Dez. Das Schwurgericht verurteilte Albert Oczipka wegen Mordes an dem ObersörsterLiermann aus Powm, Kreis Lublinitz, zum Tode und seinen Vater Joseph Oczipka wegen Beihilfe zu 15 Jahren Zuchthaus. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 8. Dezember. 2. Advent. Gottesdienst. Iu der Sladtkirche. Vormittags 9'/, Uhr: Repetent Becker. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. G Nachmittags 2'/, Uhr: Kinderkirche für die Markusgcmeinde. Pfarrer Dr. Grein, Abends 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde, wozu noch besonders die konfirmierte Jugeitd eingeladen wird. An- melbung vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Donnerstag den 12. Dezember, abends 8 Uhr, im unteren .Konfirmandensaal (Kirchstraße 9): Bibelstundc. Jac. 3, 18 n. ff. Pfarrer Dr. Grein. Nächsten Sonntag, den 3. Advent, findet im Abendgottesdienst Beichte und i;ciL Abendmahl für die Markusgemeinde statt, wozu noch besonders die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer derGemeinde, Alicestraße 12, erbeten. In der JohauueSkirche. Vormittags 91/, Uhr: Professor U. S.tamm. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heil. Abendmahl für die Johannesgemeinde, wozu rwch besonders die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Atontag den 9. Dezember, abends 8 Uhr, im Konfirmandensaale der Johanneskirche: B i b e l st u n d e. Tert: Psalm 32, Pfarrer Euler. Nächsten Sonntag, den 3. Advent, findet im Abendgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Lukasgemeinde statt, wozu noch besonders die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Am 3. Advent wird nach allen Gottesdiensten eine Kollekte für das „Rauhe Haus" bei Hamburg erhoben roerben. Beim Herannahen des Weihnachtsfestes richten die Pfarrer und Kirchenvorsteher der vier Gemeinden an ihre Ge- itneinbcglieber die herzliche Bitte, ihnen dazu behilflich sein zu wollen, auch den ärmeren Gemeindegliedern eine Weihnachtsfreude 311 bereiten. Gaben an Geld, Naturalien oder Gebrauchsgegenständen für diesen Zweck entgegenzunehmen, sind für jede Gemeinde Pfarrer, Kirchep- vorsteher sowie die Gemeindeschwester bereit. Dagegen werden Anmeldungen zum Empfang einer Bescherung nicht gewünscht. Katholische Gemeinde. SamStag den 7. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 8. Dezember. 2. A d v e n t § s 0 n n t a g. Vormittags von 6V, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. , um 8 Uhr: Tie zweite heil. Messe. „ . um 9V, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Ehristenlehre; darauf Advents-Andacht. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. 8. Darmstadt, 6. Dez. Heute mittag sand in Anwesenheit des Grotzherzogs die feierliche Beisetzung der Leiche des Generaladjutanten st la suite Paul Wernher unter den üblichen militärischen Ehrenbezeugungen statt. Berlin, 6. Dez. Marquis Ito ist gestern abend aus Petersburg hier eingetroffen. Frankfurt a. M., 6. Dez. (Amtlich) Heute vormittag 5 Uhr ist der L.-Zug Nr. 54 bei der En fahrt in den Bahnhof Frankfurt a. M. über den Prellbock und den Ouer- bahnhos in das Empsanqsgeb'äude gefahren. Die Lokomotive steht bis zur halben Tenderlängc im Wartesaal 1. und 2. Klaffe der Südseite. Personen sind bis auf leichte Quetschungen des Lokomotivführers und eines im Wartesaal Anwesenden nicht verletzt. Ter Materialschaden ist erheblich. Die Ursache ist zu schnelle Einfahrt. Ob ein Verschulden vorliegt, muss noch fest- gestellt werden. (Bereits durch Extrablatt heute früh verbreitet. D. Red. d. Gieß. Anz.) Köln, 6. Dez. Der Vertreter der „Köln. Ztg." in Kapstadt teilt seinem Blatte mit, daß die dortige Zensur das Blatt verboten habe. Danzig, 6. Dez. Heute Nacht kurz nach 12 Uhr brach in der Schnürerei und Sattlerei der Schichau'schen Werft Feuer aus, das das zweistöckige Gebäude vollständig zerstörte. Der Schaden ist noch nicht festzustellen. Arbeiterentlaffungen finden nicht statt. Der Betrieb ist nicht gestört. Teplitz, 6. Dez. Ein auf dem Bahuhofspostamt verloren gegangener Postbeutel, der 13000 Kronen enthielt, ist gestern wieder gefunden worden. Paris, 6. Dez. Wie verlautet, wurde die Regierung verständigt, daß der Schah von Persien im nächsten Sommer Europa besuchen und in einem Bade der Vogesen eine Kur gc- brauchen würde. Rom, 6. Dez. Der sozialistische Deputierte Ferry brachte eineu Antrag ein, worin er zur Begründung eines Kreditfonds für die apulische Wafferleitung die königliche Zivilliste um 10 Millionen herabzusehtn verlangt. Berlin, 6. Dez. Staatssekretär Dr. Nieberding ist an einem Bronchialkatarrh erkrankt, befindet sich aber auf dem Wege der Besserung. Berlin, 6. Dez. Voraussichtlich wird heute oder morgen noch eine Plenarsitzung des Bundesrats stattfinden, m der die Vorschläge des Ausschusses zum Etatsgesetz zur Annahme gelangen, da die einzelnen Etats bereits sämtlich dem Reichstage unterbreitet wurden. Der Etat kann vielleicht morgen schon vollständig vorliegrn. Insterburg, 6. Dez. Ms Nachfvlger des Generals v. Alten im Kommando der 2. Division wird neuerdings General v. Lreoerr, der rnrqcre wuDcman von Deutsch-Ostafrika, jetzt Führer der 6. Division in Bran- denburg a. d. Havel genannt. Tie Nachricht, daß General leutnant von Alten Insterburg bereits verlassen habe, ist unriclstig. Eine Entscheidung ist noch nickst getroffen. London, 6. Dez. Zu der Ueberrumpelung mehrerer Buren lager werden noch aus Pretoria, folgende Einzelheiten gemeldet: General Bruce Hamilton überfiel südwestlich von Ermelo ein Burenlager und nahm über 100 Mann gefangen. General-Major Tamklns hatte ebenfalls einen bedeutenden Erfolg am Nilstroom davongetragen. Im Distrikte von Watersberg überraschte er ein Burenlager unter dem Befehl Beyers. 4 Buren wurden getötet, 03 gefangen genommen. Lord Methuen, der im 'Rordwesten Transvaals operiert, überraschte ein Lager beS Feindes bei Liebenburg und nahm 19 Buren gefangen. — Eine große Feuersb rnnst ist heute nacht in der L i v e r- po 0 ler Börse ausgebvochen. Die gesamte Feuerwehr war an Ort und Stelle. Der Schaden ist bedeutend. — „Daily Mail" meldet aus Lissabon: Ein Komplott ist in B r cp- silien entdeckt worden. Tie Behörden haben große Mengen Proviant, Waffen und Munition gefunden, sowie einen vollständigen Organisationsplan. Man hofft, die geplanten Attentate vereitelt zu haben. London, 6. Dez. „Tally Expreß" meldet aus Bombay: Ein großes Boot mit Pilgern, die nach Goa zum Grabe des heiligen Franz 1'avcr, des Apostels der Inder, wallfahren wollten, sank am 4. Dezember fünfzig Hards vom Ufer. 140 Pilger ertranken. > Rom, 6. Dez. Bei Frascati rannte eine Lokomotive auf zwei mit Personen besetzte Wagen auf. Zehn. Fahrgäste wurden verwundet, darunter Professor Mädern aus Bayern. , Wien, 6. Dez. Die Vermählung der Erzherzogin Elisabeth mit dem Prinzen Otto Windischgrätz ist auf den 7. Januar feftgefteüt worden. Hossestlichkeiten werden nicht abgehalten. Die Mutter der Prinzessin, Gräfin Lonyay erscheint bei der Tafel nur als Gast. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Dezember 0 — 5 C-O 2*6 9« 753,8 752,9 752,3 + 1,2 — 4,8 — 3,0 höchste Temperatur am Niedrigste „ „ 72 95 95 4. bis 4. „ 5. T>ez. + 2,2° C. 5. „ — 5,9° C. Windrichtung Windstärke Wetter N. 1 Sonnenschein 1 Stern. Himmel 1 Nebel Telephonischer Kursbericht. 4 /o Oriech. Monopol-Anl. 42.40 Tendenz: schwächer. 205.50 180.00 126.00 127.00 139.30 139.60 164.80 185.00 171.20 163.00 5°/t Portugiesen 3'/o Mexikaner 4*/i7ü Chinesen 24.15 00.00 87.60 100.85 89.65 100.85 89.80 98.10 100.40 31 ii9/a Hessen 3% Italien. Rente Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresd n ,-r Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatobahn . Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . , . , « Harpener , . . . 87i% 3% 3V.% 3% Reichsanleihe do. Konsole do . . Statt. Schlachthaus. Freibank. $eitU uuo luvifleti: Kuhflrisch 50 psg. Hainmlflrisch 50 psg. a i Sämtliche Batibaien in nur besten Qualitäten empfehlen 7745 Gebr. Michel Wallthorstraase 29. Mandeln neue, per Pfund 80 Pfg., jährige, per Pfd. 70 Pfg., 4)afelnutzkerne per Pfd. 70 Pfg., Corinthen per Pfd. 40 Pfg. Dhcc, Kakao, Spirituosen, Bienenhonig, Palmin, Gewürze, Lclc', Essenzen re. empftehll 7931 Otto Schaaf, StHtr»mta 39. 1 neues Wgcs fiupec leicht, ein- und ziveispännig 2 neue leichte Breaks 1 neues 8ig 7906 1 neuer Lchlitten 2 gebr. gute Sülbvcröelke 1 gebrunchtes Huetsu mgtr.tc Ei«- ii. Zweispiimicr Kutschgeschirrc billigst. A. Kilbinger SelterSweg 10. Grosser fllnetrlrter Kntaloc aller Arten Sollnrer Stahl- waren ete. «nsonst n. portofr. Friedrich Wilhelm Engels, NOmen-Gräf- rath b. 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