Nr. 288 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Samstag 7. Dezember 1901 Erscheint täglich mü Ausnahme des Montags. Die Giehener Familien, blätter werden demAn- aeigci im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt' und den „Blättern für hessische Volkskunde' vrermal wöchentlich bei- gelegl. Redaktwn, Expedition und Dnickerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gictzcu. ßrernfprtrf)anfd)luB91r.51. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeige» zu der für den folgenden; Tag erscheinenden Nr. Ins vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Verinitt- luugsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal I2Ps^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l sichen Unioersitäts - SD ruderet1 (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Aer Vries des Kommandanten Isouchö. Mau schreibt aus Loudon unter dem 4. Dezember: „Bekanntlich lassen sich die Engländer so leicht leine Gelegenheit entgehen, um den Buren alle möglichen Schänd- thaten auzuhängen, und sie an Hand derselben zu un- zivilifierlcn Barbaren und kaltblütigen Mördern zu stempeln. So bot sich auch wieder in letzter Woche ein hochwillkommener Anlaß, als von Kapstadt aus eine Depesche des kommandierenden Generals an den südlichen Verbindungslinien in London eintraf, welche besagte, paß Kommandant Fauche einen Bries an den Kommandeur des 1. Eonnaught Jägerregiments gesandt habe, des Inhalts, er habe zwei Soldaten dieser Truppe gefangen genommen und erschießen lassen. Die Londoner Jingopresse erhob sofort das übliche Wutgeheul über diesen neuen Beweis der mörderischen Ausschreitung der Burghers und Kaprebellen, und obwohl irgendwelche Einzelheiten über die Erschießung der beiden englischen kriegsgefangenen gänzlich fehlten, glaubte man doch berechtigt zu sein, die weitgehendsten Konsequenzen zu Uuguusleu der Buren aus dieser kurzen und unklaren offiziellen Meldung zu ziehen. Heute nun kommt der kalte Wasserstrahl, welcher die lächerliche Entstellungswut der Herren Jingos in grimmigster Weise abzukühlen bestimmt ist, in Gestalt einer weiteren sich mit diesem Falle beschäftigenden Depesche des Generals in Kapstadt, und zwar meldet dieser Offizier recht kleinlaut, er habe von dem Kommandeur des Connaughtregiments einen neuen Bericht erhalten, worin es heiße, daß der Brief des Kommandanten Fouche nicht besage, die beiden betreffenden Soldaten seien erst gefangen genommen, und dann „kalten Blutes" erschossen worden, — sondern sie wären einfach in einem Zusammenstöße mit der Foucheschen Truppe im ehrlichen Kampfe gefallen, und sodann von den Buren beerdigt worden. Run natürlich ist die Blamage in Kapstadt, auf dem Londoner Kriegsamt und in der wüsten Jingopresse sehr groß und der Verdruß über dieses unwillkommene Dementi desgleichen. Der Kriegsminifter Mr- Brodrick veröffentlicht gleichzeitig seine Kabeldepesche, welche er dem in Kapstadt kommandierenden General mit Bezug auf dieses ärgerliche Mißverständnis gesandt-hat, und zwar ersucht er darin den General, dem Oberster, des Connaughtregiments eine energische Warnung und einen scharfen Tadel &u übermitteln und ihn darauf aufmerksam zu machen, daß er in Zukunft sich in seinen Rapporten einer größeren Sorgfalt zu befleißigen habe. Beschuldigungen der Buren in Bezug auf ungehöriges Verhalten im Felde müßten unter allen Umstanden vermieden werden, falls sie mcht im vollsten Umfange und in substantiellster Weise begründet und erwiesen werden könnten. Natürlich hat Herr Brodrick hiermit den einzigen Schritt gethan, der ihm offenstand und den er zu thun hatte, und hoffentlich werden die Herren Jingos und ihre sensationshungrige und verlogene Presse sich diesen Vorfall endlich einmal als Warnung dienen lassen, und wenigstens abwarten, bis südafrikanische Meldungen ihre volle offizielle Bestätigung und, was noch viel wichtiger ist, wirkliche Beweise für ihre Einzelheiten finden. Uebrigens verlautet jetzt an Hand vorliegender Pri- batmeldungen von Südafrika, daß Generalkommandant Louis Botha in letzter Zeit die gefangenen englischen Offiziere und Soldaten nicht mehr laufen läßt, sondern sie, wie nach dem erfolgreichen Gefechte mit der Kolonne des Obersten Benson bei Braakenlaagte, mit sich führt und in Gewahrsam hält, um für jeden Fall Geiseln zur Hand zu haben. Louis Botha soll ferner dem Lord Kitchener die Mitteilung gemacht haben, daß er diese Geiseln Mann für Mann erschießen lassen wird, und zwar für jeden Buren oder Afrikander, der von den Engländern ourch Kriegs- oder Standgericht zum Tode durch den Strang oder die Kugel verurteilt wird. Der britische Generalissimus hat bis heute noch keine Meldung über diesen Entschluß Louis Bothas nach London gelangen lassen, rcspetüive das Kriegsamt hat noch nichts darüber veröffentlicht, aber auffällig ist es immerhin, daß in der letzten Zeit Kitchener fortwährend selbst die in der Kapkolonie gefällten Todesurteile -in lebenslängliche Zuchthausstrafe oder Verbannung umgewandelt hat. Man will es vielleicht auf englischer Seite vermeiden, zuzugestehen, daß man gezwungen ist, sich auf diese Weise mit den Buren in ein Kompromiß einzulassen, um das Leben der den Buren noch fortwährend in die Hände fallenden britischen Offiziere und Mannschaften zu sichern. Volilijche Cagesschau. Der angebliche ßhezwist im niederländischen Königshause. Aus Amsterdam wird einer Zeitungskorrespondenz geschrieben: Die abenteuerlichsten und unglaublichsten Gerüchte über das eheliche Verhältnis zwischen der Königin Wilhelmina und dem Prinzen Heinrich der Niederlande machen immer noch, nun bereits seit etwa drei Wochen, die Runde und unterliegen, wie das in der Natur der Sache liegt, dem bekannten Vergrößerungs- und Uebertreibungsprozeß. Die bei vorkommender Gelegenheit in sehr drastischer Weise in die Erscheinung tretende Stimmung der unteren Volksklassen ist dafür der deutlichste Beweis. Wenn in einem der kleineren Theater das Bild des Prinzen erscheint, wird gezischt, gepfiffen und geschrieen, und vor einigen Tagen wurde im sogenannten Jordaan, dem Mittelpunkt des Amsterdamer Proletariats, eine Puppe, die den Prinzen vorstellen sollte, durch den Kot geschleift. Wiewohl die Gerüchte über große Schulden des Prinzen, die der Volksmund bereits zu mehreren Millionen anschwellen ließ, jeder Begründung entbehren, da er thatsächlich in sehr geordneten Verhältnissen lebt, läßt sich, das Volk den Glauben nicht nehmen, daß die Weigerung der Königin, die Spielschulden des Gemahls zu bezahlen, die Ursache des angeblichen ehelichen Zerwürfnisses sei. Es soll übrigens nicht in Abrede gestellt werden, daß das Zusammentreffen verschiedener Umstände der Ansicht, daß die gegenseitige Harmonie der beiden Ehegatten etwas zu wünschen übrig lasse, eine gewiße Unterlage gegeben hat, indem z. B. der Prinz einen Tag nach der Erkrankung der Königin, die, wie jetzt feststeht, auf eine Frühgeburt zurückzuführen ist, thatsächlich einer großen Jagdpartie in der Nähe von Haarlem beiwohnte, während an demselben Tage aus der Residenz eine Krankenpflegerin telegraphisch entboten werden mußte. In gewissen aristokratischen Kreisen, in denen man die Verheiratung der Königin mit einem deutschen Prinzen von jeher mit neidischen Augen angesehen hat, werden diese Gerüchte eifrig und mit einer gewissen Schadenfreude ausgenommen und verbreitet. Noch viel tollere Sachen teilte das offiziöse französische Telegraphen-Bureau, die „Agence Hcwas" mit. Danach soll Königin Wilhelmina von ihrem Gatten infolge einer geringfügigen Auseinandersetzung geschlagen worden sein. Der Vorgang habe sich in Gegenwart mehrerer Personen beim Frühstück abgespielt und hatte zwei Duelle des Prinzgeniahls mit holländischen Kavalieren zur Folge gehabt. Jetzt veröffentlicht die „Agence HavaS" wieder eine Amsterdamer Depesche, wonach der Verkehr der Königin mit ihrem Gatten feit Samstag wieder hergeftellt sei und die Gerüchte von einer Ehescheidung in den Bereich der Phantasie zu verweisen seien. Ob in diesen Gerüchten auch nur ein Körnchen Wahrheit steckt, dafür können wir natürlich keine Verantwortung übernehmen. Das Ganze sieht gar zu sehr nach boshaftem Klatsch aus, der ja z. Z. in einem uns weit näher liegenden Falle gleichfalls seine übelduftenden „Rosen" treibt. Sitzung der Stadtverordneten. 5. Dezember 1901. Anwesend: Bürgermeister Mecum, die Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Flett, Dr. Fuhr, Dr. Gut- fleisch, Hanau, Haubach, Heichelheim, Heyligen- staedt, Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Löber, Loos, Petri, Dr. Schäfer, Schmall und Wallenfels. Entschuldigt: die Stadtverordneten Faber und Grünewald. Vor Beginn der Beratungen nahm Beigeordneter Grüne- berg das Wort, um der Versammlung für die ihm anläßlich seines 60jährigen Dienstjubiläums dargebrachten Glückwünsche zu danken. BürgermeisterMecum berichtet sodann, daß der Fahrplan der Bieberthalbahn den Wünschen der Versammlung entsprechend geändert worden sei. Das Baugesuch von August Scheppelmann, der an seinem Neubau am Großen Steinweg einen Giebel über die zulässige Gebäudehöhe hinaus anbringen will, wird nicht befürwortet. Das von Joh. H. Jhring eingereichte Baugesuch für die Bahnhofstraße wurde' zurückgezogen. Der für Genehmigung des Gesuches der Eisenbahnbetriebs-Inspektion uni Errichtung eines Anbaues bei der Umladehalle am Bahnhof erforderliche Dispens wird befürwortet. — Stadtv. Hanau bemerkt, daß voraussichtlich am 1. Mai n. Js. die Bahn Londorf—Lollar eröffnet werde; die hierbei in Frage kommende Errichtung einer H a lieft eile im Norden der Stadt habe im hessischen Landtage den Abg. Leun veranlaßt zu erklären, daß das hessische Mitglied in der Eisenbahndirektion schuld sei, daß die Frage noch nicht gelöst sei. Dieser Erklärung sei nicht widersprochen worden. Er frage daher an, wie cs mit der Angelegenheit stehe. — Bürgermeister Mecum teilt mit, daß nach ihm gewordenen Mit- teUungen die Eisenbahndirektion Frankfurt gewillt sei, dem Anträge auf Errichtung einer Haltestelle zu entsprechen, eine diesbezügliche Erklärung bezw. die Verarbeitungen würden demnächst hier einlaufen. Die Direktion stelle zur Bedingung die Uebernahme der Anlagekosten und eines Teils der Betriebskosten auf die Stadt; erstere würden sich auf etwa 52 000 Mk. belaufen, während der Anteil der Stadt an den Betriebskosten etwa 6000 bis 7000 Mk. pro Jahr betragen würde. Es sei geplant, die Arbeiterzüge der Londorf—Lollarer Bahn in Gießen einfahren zu lassen, so daß in Lollar nicht umgestiegen zu erregte. Bald entdeckte sie aber ihr schauspielerisches Talent, das sie schnell nach Berlin führte, wo sie dem Lessing- theater und darauf dem deutschen Theater anaehörte. Seit diesem Sommer ist sie an das Berliner Residenztheater übergesiedelt, wo vorzugsweise die französische Komödie jetzt gepflegt wird, für die sie längst als eine der besten Darstellerinnen gegolten hat. Am Residenztheater bietet sich ihr nun ausreichende Gelegenheit, ihr besonderes Talent zu entfalten, das sie durch rastlosen Fleiß unterstützt, und dem ihre edle Schönheit von selbst zu Hilfe kommt. Die Feuersnot von Richard Strauß hat bei ihrer Erstaufführung in der Frankfurter Oper unter persönlicher Leitung des Komponisten, wie tpir bereits kurz mitteilten, einen grandiosen Erfolg errungen. Sowohl die Darsteller, von denen in erster Linie Fräulein Schweizer und Herr Brinkmann Hervorragendes leisteten, wie auch das Orchester und Richard Strauß selbst wurden stürmisch gefeiert, und sichtlich hat das Werk, wenn es auch von vielen nicht vollständig erfaßt und verstanden wurde, tiefen Eindruck gemacht. Die Eigenart des Komponisten, die im Verein mit seinem eminenten musikalischen Charakterisierungsvermögen verblüfft, und zur Bewunderung hinriß, hätte auch kaum in künstlerischerer Weise wiedergegeben werden können als durch das Opernhaus-Orchester, das sich seiner ungeheuren Aufgabe vollkommen gewachsen zeigte. Angenehm überrascht waren wohl die Gegner der musikalischen Sezession, die bet dem Führer desselben Melodik und Harmonie, sowie polyphone Chorsätze antrafen; das hatte man sicher nicht vermutet. Kann man sich and} nicht mit der Gesamtheit des Straußschen Schaffens heute schon einverstanden erklären, so kann man . sich doch nicht der Thatsache erwehren — und diese wird auch durch die Frankfurter Premiere bekräftigt, — daß neulich wieder auf musikalisch-dramatischem Gebiet eine Persönlichkeit mit scharf ausgeprägtem Charakter und hoher künstlerischer Intelligenz erschienen ist. Ob die Spuren eines machtvollen Talents, wie es Meister Richard war, zu einer Neubelebung des Tondramas führen, — diese Fraae kann heute trotz der blendenden Genialitätsprobe rtoch nicht beantwortet werden: aber mit freudiger Genugthuung kann man die Unterbrechung der musikalischen Sterilität begrüßen. Heidelberg, 4. Dez. 112 Professoren und Do - Renten ver Universität, an der Spitze der Prorektor Prof. Dr. Adolf Hausrath, erlassen eine Protest-Erklärung gegen die von Baurat Schäfer in Karlsruhe geplante Wiederherstellung des .Heidelberger Schlosses. Diese Wiederherstellung würde das Bild vernichten, das in solcher Schönheit nur einmal in der Welt vorhanden sei. (Hoffentlich hat dieser imposante Protest den beabsichtigten Erfolg. Es besteht auch für uns kein Zweifel, daß durch einen Wiederaufbau der einzelnen Ruinenteile des herrlichen Heidelberger Schlosses die wundervolle Romantik völlig zerstört werden würde. Renovierungen sind stets sehr heikel und glücken in den seltensten Fällen. Das wissen wir Gießener am besten! Sie verursachen zudem einen sehr hohen unverzinslichen Geldaufwand, und andere, praktische Ange werden infolge der hierfür verbrauchten Mittel in den Hintergrund gedrängt. Rein künstlerisch genommen aber empfiehlt sich in den weitaus meisten Fällen nur die Ausrechterhaltung des Bestehenden, und nur sehr selten eine volle Restaurierung. D. Red. des „Gieß. Anz.") Professor Joseph M. Olbrich in Darmstadt schreibt zur beabsichtigten Wiederherstellung, daß er dagegen sei, weil „uns jener Zeiten Geist entschwunden ist, dem dieser Bau seine Entstehung verdankt. Unser Herz ist zu kält, unser Gefühl zu arm, um in jenem Geist die Trümmer äu fassen. ES würde doch, nur eine Kar r ifatur". Aehn- lich urteilen unsere besten deutschen Künstler und Architekten. Maria Aeisenyofer (Gastspiel im Gießener Theaterverein als „Francillon" am Dienstag, den 10. Dezember.) Szenische Darstellungen und einzelne Bühnengestalten bieten dem bildenden Künstler, dem Bildhauer wie dem Maler, in vielen Fällen nachhaltige Anregung; Theater und bildende Kunst stehen in Wechselwirkung mit einander. Selbstverständlich ist nicht alles gut und schön, was über die weltbedeutenden Bretter geht. Nichtige Darbietungen werden aber am bildenden Künstler wirkungslos Darüber- geben, während bedeutende, an großen Ideen, echt menschlichen Zügen und edlen Formen reiche ihn begeiftern und sein ©djaffen beleben. Mit Bezug auf das Formal^Schöne muß man freilich zugeben, daß vielen Darstellungen auf der Bühne zu sehr Pose innewohnt, als daß dieselben auf den bildenden Künstler Eindruck machen könnten. Der ist nur vorhanden, wo ein großes Talent, ein in seiner Rolle völlig ausgehendes Genie hinzutritt, das alle Stellungen und Bewegungen zum charakteristischen Ausdruck des inneren seelischen Lebens stempelt. Eine solche Künstlerin von Gottes Gnaden, welche großes Talent mit großer Schönheit verbindet, ist Maria Reise n h o f e r. In den verschiedensten Rollenfächern hat sie schon ihre Meisterschaft bewährt, aber am meisten glänzt sie in der Darstellung solcher Frauengestalten, in deren Seelenleben Eifersucht, verletzter Stolz, Rachedurst und verwandte Leidenschaften die ausschlaggebende Rolle spielen. Maria Reisenhofer gilt als eine Meisterin in der Verkörperung französischer Frauentypen, und in einer solchen Rolle wird sie deshalb auch hier am Dienstag, den 10. Dezember, auftreten. In Graz geboren, wurde sie zuerst in Wien Ballett- eleviu. Dieser ihr ursprüngliche Beruf erklärt es, daß sie bei den ersten Aufführungen von Sudermanns „Johannes" als Salome in der Tanzepisode große Sensation bet Obmann den Spruch derselben. 2i° Froge. ob die des■ — Sriefe«He Bon diesem Moment cm habe der Angeklagte den End Tötung mit Ueb erleg ung ausgeführt worden sei, v er- : Die eigenartige geistige und körperliche Ent- hat sei es nötig, auf die ganze Ent- die Beurteilung der T Handlung bewußt gewesen sei. "’wwös w SELSMWH Worte t. , Die vom Beigeordneten Wolff vorgetragene Rechnung der Armenkasse für 1900/1901 verzeichnet an Einnahmen 82046.50, tmu« tk gliche Tu 2 als Au5 gaben gegenübersteht. An Kapitalzinsen gingen der Kasse zu Mark 10 782.83, an Zuschuß aus anderen Kassen (Stadtunter Berufung auf die Amtsverschwiegenheu. Bei dem Urteil ging der Gerichtshof davon aus, daß dem Angeklagten seine bisher straffreie Führung, auch sein Geständnis anzurechnen seien. In strafverschär,ender Hinsicht komme in Betracht, daß die Lhat hart an Mord grenze und er als Student der Rechte sich der Tragweite seiner ** Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Branddirektor Hofschornsteinfegermeister Wilhelm Tropp zu Biebrich a. Rh. das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** D e r Vor st and des Hessischen Landesver- eins vom Roten Kreuz teilt mit, daß auf Ersuchen des Deutschen Zentralkomitees vom Roten Kreuz die Annahme von Gaben für die Hilfsthätigkeit in Ostasien mit dem Ende dieses Jahres geschlossen wird. Er ersucht deshalb setzen sich zusammen aus Mk. 4837.80 für Gehalte und! Pensionen, Mk. 1165.99 für sonstige Personalausgaben, M. 1214.85 für Unterhaltung der Gebäude und Grundstücke, Mk. 30 063.88 für Geldunterstützungen, Mk. 15892.33 für ärztliche Behandlung und Arzneien, Mk. 10945.38 Kosten! des städtischen Hospitals, Mk. 2063.20 für Verpflegung von! Epileptischen und Idioten, Mk. 5334.21 für Unterbringung armer Kinder in Familien, Mk. 4005.15 für Fürsorge für verwahrloste und taubstumme Kinder — Die Rechnung wird nicht beanstandet. — Der Voranschlag der Armenkasse für 1902/1903 sieht einen Ausgleich an Einnahmen und Ausgaben vor mit 83 500 Mr.. — $or Schluß der öffentlichen Versammlung teilt Bürgermeister Mecum einiges aus den Detriebsergebnissen des Elektrizitätswerkes mit. Danach ergab der Stromverbrauch im Monat September Mk. 2695, int Oktober bejaht. ' „ „ stände wird verneint. schluß ohne, die That selbst aber mit Ueberlegung aus- geführt haben sollte. Das fei aber logisch, denn wiederholt sei es vorgekommen, daß ein Unzurechnungsfähiger seine im unzurechnungsfähigen Zustande beschlossene That mit großem Raffinement zur Durchführung gebracht habe. Das beweise durchaus nicht seine Zurechnungsfähigkeit. Er schließe daher, daß der Angeklagte wohl mir Ueber legung, aber ohne Vorsatz gehandelt habe. Es entspann sich dann eine längere Auseinandersetzung zwischen dem Vorsitzenden und dem Sachverständigen, da Ersterer die Ansicht vertrat, daß jeder Thäter bei Fassung des Vorsatzes von allerlei Erregungen und Gemüts- Hesehen) stimmt die Versammlung zu. Mehrere Bewohner der Westanlage haben sich darüber- Beschwert, daß dem noch offenen Teile des Schoorgrabens zwischen den Häusern von Architekt Mayer und Kaufmann Metzger üble Gerüche entsteigen infolge des sich bort an-> sammclnden Unraths; sie bitten um Ueberwölbung des Schoorgrabens. Bürgermeister Mecum bemerkt, daß nach Bericht des Stadtbauamts 'die Beschwerde imbegründet sei. Tie Stoffe, welche üble Gerüche erzeugen könnten, würden rechtzeitig entfernt; die Ueberwölbung würde die Reinigung er- schweren und ca. 1800 ffllt. foften. Sie llultll, .... ..... «... ------- - sich mit dem Vorschläge emer fcharfercn Kontrolle hinfichtlichl bedienen müssen, um einschlafen zu können. Zu der!w an g er,: der Einleitung schädlicher Stoffe in den Schoorgraben em- - - ----- - ’L- .verstanden. — Stadtv. Heichelheim empfiehlt, diese Kontrolle auf alle Stadtteile auszudehnen. — Stadtv. Löb erführt Klage über den Zustand des Edergrabens. Bürgernieister ist. Es wird in diesem Sinne beschlossen. Auf Antrag der Finanzdeputation beschließt die Versammlung, es bezüglich der Wochentage, an denen eine Beschäftigung von Handlungsgehilfen und Lehrlingen bis 10 Uhr abends gestattet ist, bei dem unterm 29. November v- I. gefaßten Beschlüsse auch für das «ommendc Jahr zu belassen. Es sollen danach freigegeben werden: 6 Tage vor Ostern^ 1 Tag vor Himmelfahrt, 4 Tage vor Pfingsten, 14 Tage vor Weihnachten und 1 Tag vor Neujahr. Die Gesuche von Emil Mißler (Brandgasse 7), Kon- .ti , . rad Ruth (Klinikstr. 24) und Fritz Bürger (Brand- baß sich daraus eine gasse 8) um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb werden befür-I struieren lasse werden brauche. Er hoffe, in einer der nächsten Sitzungen | offizielle Auskunft geben zu können. Das Gesuch der Firma Baer u. Wetterhahn um Erlaubnis zur (Erbauung eines Lagerhauses am Bahnhof soll unter der Bedingung befürwortet werden, daß die Umfassungs-1 wände bis auf 2»/, Meter Höhe in zweisteinstarkem Mauerwerk ausgeführt werden. Zur Anbringung von Schutzgittern an etwa 500 Bäumen auf dem neuen Friedhof, an der Frankfurter Ltraße und Liebigstraße werden 350 Mk. bewilligt. Stadtverord. Fuhr spricht sich für Anlage einer Baumreihe entlang dem Eisenbahndamm an der Westanlagc, zwischen dem Wagehäuschen und dem Geilfus'schen Lagerhaus aus. Bürgermeister Mecum teilt mit, daß beabsichtigt sei, nicht nur die Baumreihe anzulegen, sondern den Bahndamm ebenfalls zu bepflanzen; die Verhandlungen mit der Eiscnbahndirektion seien im Gange. Der Anlage erhöhter Trottoirs auf der rechten Seite der H o s m a n n st r a ß e (von der Frankfurter Straße aus Aus Atadt und Kund. Nachrichten von nllgememem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 6. Dezember 1901. fei, da der Graben kein Gcfäll habe. Die zur Ableitung des Grabens m die Lahn erforderliche Genehmigung der oberen Flußbaubchörde sei noch nicht erteilt, man hoffe sie aber im .nächsten Monat zu erhalten und dann in erster Linie die .nötigen Arbeiten in Angriff nehmen zu können. Ter Eingabe mehrerer Einwohner der Stephanstraße |VVV.C , , , tum Ueberwölbung des- Klingelbachs kann nicht I zogen, und es sei nickst zu leugnen, daß gerade tm Falle istattgegeben werden, weil der Graben wahrscheinlich imK^ Angeklagten die Grenzlinieu sehr verwischt seien, tfür nächsten Jahre verlegt wird. — Stadtv. Schwall weist sbie Beurteilung der Th— 2” " '"g, auf die Tierquälereien hin, die wegen der schlechten Zu-1 Wickelung des Angeklagten zurückzugreifen. Es zeige sich, fuhrwege nach dem Neubau der Universitätsbibliothek ver-I * * ' r * • **• ■«»**»* Übt werden. — Bürgermeister Mecum erklärt, das Univer> sitäts-Bauamt um Abhilfe ersuchen zu wollen. Der Schularzt Dr. König er hat über die sanitäreni Verhältnisse an den städtischen Schulanstalten ähnlich seinem Vorgänger eingehend Bericht erstattet. Die Schuldeputation empfiehlt, den Bericht ebenfalls drucken zu lassen und beantragt den entsprechenden Credit. Stadtv. Dr. Fuhr ist gegen die Drucklegung, eine auszugsweise Mitteilung an die Versammlung werde genügen. Bürgermeister Mecum erklärt, daß gedruckte Berichte Wert für die Allgemeinheit hatten. — Stadtv. Dr. Schäfer ist für Aussetzung eines Beschlusses, um das Urteil des Stadtv. Dr. Gaffky zu hören. — Stadtv. Schwall hält nicht viel von dem Austausch derartiger Vtitteilungen, die Eirknlation unter den Mitgliedern des Kollegiums würde genügen. Der Antrag des Schulvorstandes wird ab gelehnt. .... Mit dem Verkauf von zwei alten Bedürfnis- Häuschen an die Stadt Lick) zum Preise von 100 Mk. • erklärt sich die Versammlung, nachdem Stadtv. H an au für Aufstellung eines solchen am Wege nach dem Philosophenwalde gesprochen, einverstanden. Da der neue Friedhof voraussichtlich erft im ^uh n I eröffnet werden kann, haben sich Schwierigkeiten wegen Beschaffung von Erbbegräbnissen ergeben. Der Anregung des Bürgermeisters, Erbbegräbnisse an dem alten, bisher wieder zu Reihengräbern in Benutzung genommenen Gräberfeld anzulegen, ist die Baudeputation beigetreten,; ■ Mir traaen noch aus dem Bericht über die Vorgänge rekapituliere: Die eigenartige .geistige und torperucye Nit- weiten ^erb^nÜ^astE das sehr interessante Gut- Wickelung des Angeklagten feine eigentümlichen Zwangs- 8 KrJ Dr Binswanger Vorstellungen, der jähe Wechfel femer Stimmung, die pa- deren Direktor Binswanger ist, sechs Wochen untergebracht alles seien Zuge, welche bei der ^E^ng der qat SSff ÄMSflÄS*« “SStt» -SÄÄtt U. Uj. Umiana von 58 Etm und zeigte eine fast vier- schweren Ent chluffe einen bestimmenden Einfluß gehabt Xe Fonn Ter^Lrkopf war wL'entwickelt. Die habe. Dagegen erscheine die That selbst Mg«b°-^Ueb-r. Sckadclbildung war die eines Hydrocephalen (Wasserkopfes), legung ausgcsuhrt, und es könne als em fcheinbarer Dieser krankhafte Zustand habe sich jedoch nach dem dritten! Gegenfatz bezeichnet werden, daß der ckngv.klagie den Ent- Oebensjahre gebessert, und er könne keinesfalls etwa attein*rtfnip h,p aber mit Ueberlegung aus- .dazu herangezogen werden, um den Angeklagten für geistig dadur chbenachteiligt zu halten, um so weniger, als geistig^ hochbedeutende Männer, wie z. B. Helmholtz, auch in ihrer Jugend einen Wasserlopf besessen hätten, lieber das Benehmen des Angeklagten in der Klinik sagte der Sachverständige aus, daß Fischer deprimiert und ttaurig, aber nicht geistesabwesend gewesen ist. Er habe sich stets als vollkommen zurechnungsfähig bezeichnet und über Vorgefchichte lund Ausführung der Thal ganz dieselben Anaaben gemacht wie in der gegenwärtigen Verhandlung. Ueber seinen Zustand im Augenblick der That habe er keine Rechenschaft! Fassung des Vorsatzes von aneriei ^regungtn unu ^mu^ abgelegt, aber zugestanden, daß er vorher wenig geschlafen,! bewegungen heimgesucht werde, ^e daß er deswegen viel geraucht und viel getrunken habe. Er habe weiter! weniger verantworltich erscheine. Der Angeklagte Jet cm» lbestritten, ein Feigling zu sein, und sich starker Schlaf-1 fach von Eifersucht geplagt worden. — Professor Bins- mittel bedienen müssen, um einschlafen zu können. Zu der!w an ger: Ter Entfailuß dev Angeklagten fei nicht im ! psychologischen Seite seines Gutachtens übergehend, be- Affekt gefaßt worden, Indern das Produkt wochenlanger merkte der Sack-verständige, daß ihm in seiner nahezu! krankhafter Grubelewn. Dem Angeklagten habe die gesctz- Sn spr mrnhpM fpm ßlpmT( F'abe- 5)16 ^r Ableitung de^l können die völlige geisftge Gesundheit noch die abso-I Eisenach an, indem er noch andeutete, day der Angeklagte ftute Geistesumnachtung des Angeliagten zu konstatieren, nicht nur von mütterlicher sondern auch von b ater» iionbern darum, einen Zustand ,estzirstellen, der ans dem kicher Seite erblich belaftet fei. Nähere Angaben tirenaaebieie zwi'chcn beiden weit ausemanderliegenden I über den Zuftand des Vaters zu machen, verweigerte der Gebieten liege. Für die Urteilsfindung auf diesem Ge-! Sachverständige trotz der Aufforderung des Vorsitzenden I biete seien der Wissenschaft noch sehr enge Grenzen ge- m daß er von einer chronisch epileptischen Mutter abftammc und gesundheitlich dadurch benachteiligt sei, daß^ er an Rachitis gelitten habe. Der Nachweis einer erb-i lichen Belastung erscheine damit schon geführt, er werde aber noch erheblich verstärkt durch die geistige Entwicklung, und Veranlagung des Angeklagten, die ihn prädisponiert erscheinen lasse für alles das, was im Laufe der Verhand- ! lung zur Sprache gekommen sei. Zunächst sei eine verlangsamte körperliche und geistige Entwicklung zu konstatieren. Der Angeklagte habe sich jedoch dadurch in feiner Ausbildung nicht derartig beeinträchtigen lassen, daß er als geistig minderwertig anzusehen sei. Dagegen wurde seine Eharakterbildung absonderlich beeinflußt durch den körper- licken Fehler, den ihm Mitschüler und Lehrer immer wieder vorhielten und der ihn schließlich scheu und menschenfeind- Ilich machte und zu einem unsozialen Eharakter stempelte. Dazu seien die Erregungen des Pubertätsalters gekommen, in welcher Zeit er die Erfahrung machte, au$ ba31 ckcheigvereine^ die bei' ihnen noch liegenden oder bei weibliche Geschlecht ihm ^^^^neigung ihnen lns dahin noch eingehenden Geldbeträge an den »Damit sei em günstiger Boden für bic Aufnahme ber I /, $ SckMtzmeifters, Ministeriatbuchhalters ! Philosophie in der Art Nietzsches und Lchopenhauers 9^1 q |n Darmstadt, Bleichstraße 38) einzusenden. Tie »schaffen gewesen, die ihm den eingegangenen Gelder, soweit solche nicht an das Scutfdje deren Lehren für einen so Mngen Menschen 36^^1^1166 zur Abführung gekommen srnd, werden bei Es sei keineswegs erwiesen, daß Mischer diese ^m Vorstände zurückbehalten, um davon insbesondere et- _______________________ . . -t" Lt h°ä die nL BA°duug-brrgad°. ge.uäß den Bestimmungen ifie hat jedoch beantragt, Erbbegräbnisse hier nur an Fa- zu entschuldigen seien, zeige, büß man es auch rn dieser ** Frachtbriefe. Wir machen wiederholt darauf Milien abzugeben, in bauen ein Todesfall vorgekommen Beziehung mit einem nicht normalen Eharakter zu thun - „ksam daß die älteren, bis zum 1. Januar 1901 - "• * 1 habe. Erst in Berlin sei etwas »°n ed eren Regungen bes ausmerk,-^ ^-/U-^ieNormul-r- im deutsch-» Angeklagten zu bemerken gewesen, alv er sich ^^1^1 r6:fenßaßnDerteAr nur noch bis zum 31. Dezember 1901 auf das Studium der Rechte warf unk^seine dürfen, und daß ab Schulden mit Hilfe gesundheit^adll^aus! l- Januar 1902 nur solche Frachtbriefe verwendet werden bezahlen gesucht habe, ^zn diese Zell falle auch feine auf neuen Muster der Eisenbahnverkehrs-, säUige, das. gewöhnlich« Maß wer «IgendeLreb s- ^„ung vom 1 Januar 190o' entsprechen.^ leidenschaft für die ermordete Martha llmberg. allen I ** Versammlung deutscher Brauer. Nach dem diesen Dingen habe sich der Angeklagte stets als excessiver l^^ Bundesrate dem Reichstage vorgelegten Zolltarif Mensch erwiesen, der in allem maßk)s geivesen sei, in nölIe aUt Gerste, Malz und Hopsen ganz wesent- der Liebe wie im Haß. Vom psychologischen Standpunkte au--> I e r ß ö b t werden Dem deutschen Brauergewerbe würde müsse dieser Zustand an»^^ roerb^ ^rte o,b t m^bern ^lchmng auf gebürdet werden. Wie daß sich daraus eine bestimmte geistige Erkrankung kon-! e^aI)renf ^at ^solge dessen der Ausschuß des deut- """'.eren lasse. . ! schen Brauerbundes beschlossen, auf den 11. Dezember eine L , ?achvers^d-ge legt k»da»n emen^um^angreichen Versammlung sämtlicher Besitzer und Vertreter Aufsatz des Angellagten vor, den dieser in oer ^r en 14.pUtr^er Brauereien nach Berlin einzuberufen, um gegen kaffe für 1900/1901 verzeichnet cm anstalt auf Veranlassung des Sachverständigen über dieItc Belastuiig Verwahrung einzulegen. denen die gleiche Summe als Aus-»Genesis seines Gemütszustandes vor der That niedergeschrie-l ---Ettingshausen 5 Dez- Gesteni wurde durch An Kapitalzinsen gingen der Kasse ben hat. Es heißt barm u. a.: Er, Fischer, sei m tsschelle^ unsere Bür germei sterwal) l zum zwei- m. 20413.91, an StistungenLlk. .12SS.4S. - Die Ausgaben sein Herz sei vo lstandtg von dem B'lde Mädchens anberaumt. t^t^ --------- ,.. . erfüllt gewesen, so daß nichts anderes mehr barm 4°°.eu. i >u beanspruchen, und der bittere Gedanke, daß sie!Der 42 Jahre alte Gärtner Georg Wolf Zahlbacher | Ach vielleicht nur aus Mitleid noch halte, mürbe ge-peg m Marn5 ^0^6 Wttoo^ad)mvttad ^r^er teiger. milb'rt durch den Gebanken, daß ich ja von Natur aus» ung im Pfandhaus e bei. Bei die, er Gelegenheit wurdeer nnbrrtr hTeffeiiern konnte " plötzlich unwohl, und ehe er sich aus dem überfüllten Lokale Dies zeige, so führte der Sachverständige weiter aus,! hinausbegeben konnte, stürzte er, vom Schlage getroffen, daß der Angeklagte an der fixen M»ee feiner Mißgestclltung! tot zusammen. [ noch pamalK jeftgehälte» Acwe unb tzatz j " " Mk. 5490, im November 6728 Mk- Ein Philosoph wegen Mordes auf der Anklagebank. Gotha, 3. Dezember 1901. Das Urteil gegen beit Studenten Fischer in Gotha lautete, wie wir bereits mftteilten, auf zehn Jahre Zuchthaus und ze.hn Jahre Ehrverlust. beinähe einftünbigci Beratung du Geschworenen vEindet Vermischtes. • lieber eine doppelte Hinrichtung wird aus Tilsit folgendes berichtet: Zunächst wurde der Tapezierer- gehilfe Förmer, der, wie wir meldeten, durch Urteil des Schwurgerichts Tilsit vom 3. Juli 1901 wegen Mordes und schweren Raubes, begangen am 20. April 1901 zu Tilsit an dem alten, ehrwürdigen Arzt Dr. Heidenreich zum Tode verurteilt war, in Begleitung von zwei Gefangenenaufsehern zur Richtstätte geführt. Der jugendliche Mörder war geständig und äußerst kaltblütig; erzeigte keine Spur von Reue. Auf die von deiii ersten Staatsanwalt an chn gerichtete Frage, ob er mit deni Angeklagten Förmer identisch sei und ob er die ihm gezeigte Unterschrift des Kaisers unter; dem Todesurteil, wonach dieser von dem ihm gesetzlich zustehenden Begnadigungsrecht keinen Gebrauch machen wolle, als richtig anerkenne, antwortete er mit einem ausdrucksvollen „Jawohl." Nunmehr übergab der Staatsanwalt dem Scharfrichter den Delinquenten mit dein Ersuchen, ihn vom Leben zum Tode hinüberzuführen. Mit den Worten: „Mit Gott für König und Vaterland" legte sich der Verurteilte selbst auf die Richtbank. Kaum war sein Kopf zurechtgelegt, da fauste auch schon das Beil des Scharftichters herab, und das Verbrechen war gesühnt. Tie Leiche wurde in den bereitstehenden Sarg verpackt und zum Friedhöfe gefahren. Darauf betrat die Eigcn- käthnerwittwe Emma Braun, die durch Urteil des Schwurgerichts Tilsit vom 7. Mai 1901 wegen Giftmordes, begangen im Jahre 1898 zu Masseiten an ihrem Ehemann Hermann Braun, zum Tode verurteilt war, die Nichtstätte. Die Frau war an Leib und Seele gebrochen. Sie beteuerte ihre Unschuld, weinte bitterlich und bat um ein Wiederaufnahmeverfahren. Ihrem Wunsche konnte natürlich nicht mehr entsprochen werden. Während die Gehilfen des Scharfrichters sie auf das Schaffst legten, sträubte sie sich heftig. Doch es half nichts. Im nächsten Momment war auch sie hinge- richtet. Nach einem kurzen Gebet verließen die anwesenden Gerichtsbeamten und die sonstigen Zuschauer, denen der Zutritt gestattet war, die Richtstätte. * Chemnitz, 5. Dez. Bei dem Neubau des Polizeiarresthauses brach heute Nachmittag über dem dritten Stock aus noch unbekannten Gründen die Kappe des Stampfbetongewölbes zusammen und durchschlug die übrigen Geschosse bis in den Keller. Sechs Arbeiter wurden mit in die Tiefe gerissen und verschüttet. Drei sind tot, einer schwer, zwei leicht verletzt. * Zittau, 5. Dez. Der hiesige amerikanische Vizekonsul hat bei der Gesandtschaft in Berlin Beschwerde führen müssen, da er hier irrtümlich verhaftet worden war, weil man chn mit einem gewissen Dr. M., hinter dem die Staatsanwaltschaft einen Steckbrief erlassen, verwechselt hat. Er war in seiner Wohnung festgenommen worden und der Beamte hatte den ausdrücklichen Befehl, bei etwaigem Widerstande oder bei einem Flucht- oder Selbstmordversuche Gewalt anzuwenden. Seine Brieftasche wurde ihm that- sächlich mit Gewalt abgenommen, da er sie festgehalten und sie dem daran zerrenden Polizisten erst überlassen hatte, als dieser die Hergabe im Namen des Gesetzes forderte. Auf dem Amtsgerichte wurde er bis zum Mittag und innerhalb dieser Zeit eine Stunde in einer kalten Zelle unter mehrfachem Verschluß festgehalten und dann ohne ein Wort der Entschuldigung enttassen. Viiwersitöts-Uachrichten. — Eine P r o f e s s u r für die Redekunst. Die Berufung eines 'Lektors der Rhetorik soll für^die Berliner Unioer s i t ä t in Aussicht genommen sein. Schon vor längerer Zeit war in akademischen Kreisen der Plan erwogen worden, einen Lehrer der Vorlragskunst zu berufen, die ja für die Mehrzahl akademischer Berufsarten eine Notwendigkeit ist. Ter Theologe wird als Kanzelredner, der Jurist als Richter oder Rechtsanwalt, der Philologe und Mediziner als Lehrer oder Professor die Ersorder- nifse seiner Stellung bei Weitem besser erfüllen, iveitn er über ein geivihes Maß guter rednerischer Ausbildung verfügt. Tiefe Ausbildung hatten schon früher unsere älteren Universitätslehrer in Aussicht genommen, doch scheiterte die Errichtung dieses Lehramts daran, daß keine geeignete Persönl.chkeit zu fmden >var. Ter Versuch mit einem Redekünstler, der vor den betreffenden Kreisen einen Vortrag über das dramatische „R" hielt, erwies sich als verfehlt. Jetzt ist eine bekannte künstlerische Kraft für die neu zu schaßende Stellung in Aussicht genommen worden, kein Schauspieler, sundern ein ausgezeichneter Rezitator und Gedächtniskünstler, der die Prosa soivohl wie gebundene Rede oralorisch meisterhaft beherrscht. Wenn sich die Beriijung dieses Herrn, der ein wissenschaftlich gebildeter Germanist ist, verwirklichen sollte, was noch in der Schwebe ist, dürfte seine akademische Rednerjchule sicher ein viel besuchtes Kolleg bilden. Freiburg i. B., 5. Dez. 60 Professoren sandten eine Z u- st i m m u n g s - E r k l ä r u n g an Al o m m s e n. Nur erprobte Charakterfestigkeit und wissenschaftliche Unbestechlichkeit des Forschers, so heißt es darin, dürsten bei Berufung der Universitätslehrer den Ausschlag geben. Brüssel, 5. Dez. Nach einem der „Resorme" aus Löwen zugegangenen Telegramm geben sich die dortigen Studenten aus Wut über den ihnen kürzlich in Lüttich und Gemdloux bereiteten Empfang seit etwa acht -lagen fortdauernden Ordnungs- st ö r il n g e n hin. In der letzten stacht griffen sie mehrere Lokale an, zerbrachen die Fenster, stießen die Thüren ein, hoben die Fensterläden aus und beleidigten vorübergehende Leute. Die Polizei- beamten sahen sich genötigt, von der Waffe Gebrauch zu machen. Zwei Beamte ivurden verwundet. Die Studenten überfielen auch den Sohn des Theaterdirektors Beriat-Jxelles, dessen Zustand sehr bedenklich ist. 11 Verhaftungen wurden vorgenommen. Gerichtssaal. — lieber das Duell Oettinger-Breit iu Leipzig, dem der erstere zum Opfer fiel und wegen dessen der Dr. jur. Breit, wie wir gestern bereits mitteilten, zu 3 Wochen Gefängnis und 3'/, Jahren Festungshaft verurteilt worden ist, wurde ,n der Ge- richtsverhaiidluna folgendes Nähere eriviesen: Die Forderung ! autele aus Pistolen bei dreimaligem Kugel wechsel und auf 15 Schritt Entfernung. Am 16. August, ‘/so Uhr früh, hat das Duell stallgefunben. Die Sekundanten haben die Distanz mit einer Schnur abgemessen und die Pistolen sind vor dem Antritt und bei jedesmaligem Kugelwechsel ausgelost worden. Zwischen „1, 2, 31" mußte geschossen werden. Die ersten beiden Schüßen waren fast gleichzeitig abgegeben worden, beim dritten Schuß brach Oettinger zusammen. Dr. Breits Sekundant, Dr. F., hatte diesem vor dem Duell geraten, er mochte sich erst einschießen, da er zwei Jahre lang keine Waffe in der Hand gehabt habe. Er hatte ohnedies tätlich getroffen, denn nachdem er den Kampfplatz verlassen, erfuhr er um 8 Uhr früh den Tod feines Gegners. Tie Sektion de? Leichnam?, die der Gerichtsarzt Dr. Thümmler am selben Tage vornahm, ergab als Todesursache innere Verblutung, da die beiden Lungen verletzt waren, ebenso die Wirbelsäule und das Rückenmark. Oettinger muß, den rechten Arm erhoben, eben im Anschlag begriffen gewesen sein. Tas Projektil ist durch dic Brusthöhle gegangen und dann zwischen der 6. und 7. Rippe hindurch nach dem Rücken bis in die Wirbelsäule und hat hier das Rückenmark verletzt uiid zerrißen. Ter Gelotete ist von kräftiger Muskulatur und in gutem Ernährungszustand gewesen. Taß das blutige Duell nicht verhindert worden ist, dazu sei noch Folgend^ mitgeteilt: Dr. Breits Seeundant, Dr. rned. F., juchte am 13. August den (SarteUträger Oettingers, cand. meb. G., auf und beide hatten von den Gegnern Vollmacht zum Verhandeln. Es fam jibcr zunächst nicht zu einem Resultat. Nach dem vom ti. C. (Semoren- Eonvent) eingesetzten Ehrengericht wurde zunächst die Forderung genehmigt. Äm 15. August icdoch, kurz vor dem zweiten Zusammentritt des Ehrengerichts, juchte cand. meb. K. den Dr. F. auf mit dem Bedeuten, daß dieser von G. am vorhergehenden Tag mißverstanden worden sei, und jo kam es im Auftrag eines jeden der beiden Gegner zu einem nochmaligen Verhandeln zwischen G. und Dr. F. 'Ulan einigte sich in folgender Verabredung: Dr. Breit erklärt, daß er mit dem ersten Schreiben, das auf Veranlassung des jtud. K. abgesaßt worden war, Oettinger nicht Hal beleidigen wollen. Hierauf widerruft Ccttinger sämtliche Briefe, die er an Dr. Breit geschrieben. Darnach leistet Dr. Breit Abbitte wegen seines Verhaltens in Plauen (Hieb mit der Reitpeitsche) und darauf thut Oettinger Abbitte. Tie beiden Herren überbrachten dem Ehrengericht in letzter Minute noch diesen Vergleich. Leider aber half derselbe nichts, das Ehrengericht bestand auf dem Duell, und es wurde dies in der Verhandlung seitens der Staatsanwaltschaft sowohl als auch seitens der Verteidigung tief beklagt. Landwiilschast. Kassel, 5. Dez. Zur Frage der Ko rnhäuser, die bekanntlich mit Hilse von Staatsmitteln in verschiedenen Gegenden errichtet worden sind, liegt eine bemerkenswerte Aeußerung von hier vor. In einem Berichl über die letzte Generalversammlung der hessischen Bezirks-Genossenschaftsbank wird mügeteilt, daß die Menge des durch die Kornhäuser verwerteten Getreides gegen das Vorjahr eine Steigerung von 3,5 aus 6,7 Prozent der gesamten aus dem Regierungsbezirk Kassel zum Verkauf kommenden Getreidemengen erfahren habe. „Dieses Resultat berechtige bezüglich der Bedeutung der Kornhäuser zu den besten Hoffnungen." Hierzu niachl das „Amtsblatt der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel" aber folgende Bemerkungen: Obige Ansicht können wir nicht teilen, im Gegenteil halten wir es für eine lief beschämende Thaljache, daß nach drei Jahren erst 6,7 Prozent der gesamten Verkaufsmenge sich beteiligen an einem Vorgehen, das von der Landwirtschaft dringend gefordert wurde, zu bemt Regierung und Volksvertretung, nur diesem heftigen Drangen nad>= gebend, die Gelder bewilligten I Die Vorteile hinsichtlich der Preis- beeinslussung durch die Komhäuser will freilich ein Jeder und' namentlich der größere Landwirt genießen, aber selbst mit S>anbi anlegen, auch einmal ein nur geringes Opfer bringen, dazu finden sich nur sehr, sehr Wenige bereit. Ja, wenn der kleine Landwirt, nicht eingetreten wäre, hätten wir sogar die uns vom SDhrnftec, gebotene Hand nicht einmal ergreifen können. Wie ganz anders, steht Handel und Industrie auf dem Kampfplatz! Festgejchlosjen: und einig, stets auch zu großen Opfern für gemeinsame Ziele er- bötig!" Dabei ist für-ben Bezirk Kassel bie Anlegung noch weiterer Komhäuser mit staatlicher Beihilfe beabsichtigt, so in Fulba und Marburg. in jeder beliebigen Schriftart und Kcrton. l/IiinUntll forte, föwic mit Zirkeln aller studentische» »P*>*»**V«» Vereinigungen, liefert zu mäßigen preise» vrühl'sche UniverfitSts-VruSerei, Schulstratze Z Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Kinder und Erben des Kommerzienrats Georg Karl Gail sind für bas Jahr 1902 an drei bedürftige dahier wohnende Familien oder alleinstehende Personen Unterstützungen von je 300 Mark zu vergeben. Bewerbungen haben bis zum 20. l. Mt§. bei dem Armenamt zu erfolgen. Gießen, am 4. Dezember 1901. 7963 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________I. B.: Wolff__________________ Bekanntmachung. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember d. I. entweder schriftlich oder mündlich in Selbstperson bei der unterzeichneten Stelle anzeigen. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgaben dauert sonst auch im folgenden Jahre und zwar so lange fort, als diese Anzeige versäumt wird. Gießen, den 3. Dezember 1901. 7933 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __________________I. V.: Wolff.__________________ Bekanntmachung. Es wird beabsichtigt, auch im laufenden Jahre eine Prämiierung von Dienstboten des Sparkassenbezirks eintreten zu lassen. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre kann nur bann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstausttitt durch Einberufung zum Mllttär, durch Auflösung des Haushaltes oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkaffenbuches bei unserer Kaffe oder der Großh. Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 15. Dezember l. I. zu melden. Bis zu diesem Termine können sich auch Sparer behufs Gewährung einer Belohnung melden, welche während eines längeren Zeitraumes regelmäßige Einlagen bei unserer Kaffe gemacht haben. Gießen, am 28. November 1901. 7835 Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener. Kunst-Ausstellung. im Turmhause am Bran^ I w ist täglich, mit Ausnahme Samstags, von 11 bis 1 Uhr geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags. An Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. — Eintritt für Nichlmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonn- und Feiertagen 30 Pfg. ml Bekanntmachung. In das hiesige Handelsregister, Abt. A, wurde heute unter Nr. 131 eingetragen die Firma: „Carl Fr. Leib" zu Ntainzlar und als deren Inhaber: Carl Friedrich Leib Wftwe, Lina, geb. Krailing, daselbst. Gießen, den 5. Dezember 1901. 7965 Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Harbach für das Jahr 1902/03 liegt vom 9. Dezember 1901 an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Harbach, den 5. Dezember 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Harbach. Münch. 7966 Sonnttto^crein für junge Wchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saal der Kleinkinderschule. Die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen. Um 4 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Erzählung. Gute, unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Wir laden zur Teilnahme freundlichst ein. Der Vorstand des Sonnlagsvereins: 7652 Dr. Naumann, Pfarrer. Hietzener Kisverein, e.A Diejenigen unserer Mitglieder, welche die Quittungen beim Rundgang des Dieners nicht in Empfang genommen haben, können dieselben bis zum 10. d. Mts. bei unserem Vorstandsmitgliede Herrn H. Hochreuther, Südanlage 5, vormitt, von 9 bis 1 und nachmittags von 3 bis 7 Uhr abholen. Wer seine Quittung bis dahin nicht eingelöst, gilt als ausgetreten. Daselbst werden auch Neuanmeldungen entgegengenommen und Beikarten abgegeben. Jahresbeitrag 2 Mk. Eintrittsgeld 1 Mk. Gießen, den 1. Dezember 1901. 7913 Der Vorstand: Jean Kirch. Punsch-Essenz von Bissermann & Herrschet, Mannheim, garantiert rein, nur aus Arae, Kam od.Portwein bereitet Niederlage bei Aug. Noll II,, €. Herber, Emil Bender. 7968 ist der beste Kaffee-Zusatz! Krebs Fett erhall dieSchuhe und' iTiachfsiewasserdichl Des Echten Franck Schutzmarke: FRANCK C d* g jeder Art, sowie vollständige MW Musftflttiingrn empfiehlt in bester Ausführung billigst 7201 M. Kann, SSSg? 8irjei;lij. 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CS wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in Z ISO der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Fordermrgen auf Freitag den S. Januar 1902, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin an beraumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige 'Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, -nichts an den Gemeinschuldner ,zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 24. Dezember 1901 Anzeige do. do. ZZ8 Kaffee (mit und ohne Zucker geröstet): No. 1 " ' do. do. do. do. schmeckt Last ßrnoffcn ca. wie fraoz. Kognak u. fließt mit'/. 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