Rr. 131 Zweites Blatt 151« Jahrgang Freitag 7. Juni 1901 VoMIsche Tagesschau. rswej 71 (Offene Stellen W Gesucht H fr SlllMe für $uni-9uli 5 unterzuordnen. _ . „— ----- Kundgebung vor, die das zollpolitische Programm des Reichskanzlers erkennen läßt. Tie „Berl. N. Nachr.", die vielfache zu offiziösen 9ä)ten benutzt werden, schreiben: „Seit dem Rücktritt des Ministers v. Miquel sind die Doppeltarifbestrebungen in den maßgebenden Kreisen in den Hintergrund getreten, man verspricht sich davon, wie wir hören, nicht mehr die Vorteile, die man früher durch den Doppeltarif zu erreichen glaubte. Im Gegenteil dazu ist die Neigung zum Einheitstarif sehr stark gewachsen, und es steht zu erwarten, daß auch die Regierungen der größeren deutschen Bundesstaaten dieselbe Stellung einnehmen werden. Eine solche Stellungnahme schließt natürlich nicht aus, daß die Reichsregierung in irgend einer Form eine Erklärung ab- giebt, beim Abschluß von Handelsverträgen nicht unter einen Prozentsatz der Lebensmittelzölle zu gehen, falls ein Nachlaß der Lebensmittelzölle beim Abschluß von Handelsverträgen in Zukunft noch irgend welche Andeutung haben sollte." bei ihrer ersten Salve 50 Engländer fielen. Der Haupt- kämpf entbrannte um die zwei Geschütze der 9!ächhut, deren Pferde von den verteidigenden Deomen und einem Kanonier niedergeschossen wurden, um die Buren zu verhindern, die Kanonen abzufahren. Für fünf Minuten waren die Geschütze in den Händen der Buren, wurden dann aber durch einen Bajonnettangrifi unter starken Verlusten wieder- aelvonnen. Man hebt hervr, daß zwischen der ersten und der zweiten Meldung über den Kampf an Lord Mchcnev über vier Tage verliefen, die zweite ging also wohl erst ein, nachdem die Abteilung des Obersten Dixon die verheißene Verstärkung erhalten hatte. Die letzte ostafrikanischß Post brachste, einem Pariser Telegramm der „Voss. Ztg." zufolge, -die Meldung, oaß Deutschland in H o d e i d a, dem türkischen Hafen am Roten Meere, Handwerker und Arbeiter anwerbe zur Errichtung der Kvhlenmagazine und sonsttgen Baulichkeiten auf der am Eingang des Roten Meeres gelegenen Insel Kumah. Diese Kunde muß in weitesten Kreisen überraschen. Im vorigen Herbst verlautete allerdings gerüchtweise, daß Deutschland mit der Türkei wegen des Erwerbs einer Insel in diesem Gewässer verhandele. Von einem Abschluß der Verhandlungen ist jedoch nichts bekannt geworden, geschweige denn von der Art des Abschlusses. Das Telegramm der „Boss. Ztg." spricht davon, die Insel fei Deutschland „vermietet oder überlassen" worden. Eine amtliche Klarstellung dieser Angelegenheit ist unumgänglich Es kann natürlich nicht ausbleiben, daß nunmehr auch Rußland seine Absicht, eine Kohlenstatton am Roten Meere zu erlverben, alsbald verwirklichen wird. Die Bedeutung solchen Besitzes liegt hauptsächlich darin, daß die Kriegsschiffe nicht mehr gezwungen sind, in den englischen Häfen Kohlen einzunehmen, zu „bunkern". Tas hat schon in Friedenszeiten manche Mißhelligkeit im Gefolge gehabt und könnte bei kriegerischen Verwickelungen verhängnisvoll iverdcn. Man schreibt uns: Die Angelegenheit der internationalen Zuck er- konferenz Hit den Verlauf genommen, wie er von allen Sachkennern vorausgesehen wurde. Es ist eben zu schwer, viele Köpfe unter einen Hut zu bringen. Entsprechend dem System, das Herr v. Witte ntr Belebung der gesamten russischen Industrie eingeführt hat, hat Rußland an der Begünstigung seiner heimischen Zuckerindusttie unbedingt festhalten zu wollen erklärt. Auch bei Frankreich ist nie der ernsthafte Wille vorhanden gewesen, seiner Zuckerindusttie die versteckten Prämien soweit zu entziehen, daß die Hauptausfuhrländer für Zucker, Deutschland und Oesterreich-Ungarn, sich mit den ftanzösischen Zugeständnissen hätten einverstanden erkläreü können. Was England b-ctrifft, so hat es wohl seine Bereitwilligkeit zu erkennen e zvllpolitischen Besprechungen wurden üßE bfnr Borsitz des Reichskanzlers Grafen v. Bülow am »ittwoch beendigt. Bor Schluß der Konferenz sprach der Reichskanzler den erschienenen Chefs der zuständigen Verwaltungen von Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, M»den und Hessen für ihre wertvolle Unterstützung und Mitwirkung seinen aufrichttgsten Tank aus. Im Sinne des ersten großen Kanzlers seien alle Teilnehmer an der Konferenz bestrebt gewesen, in enger Fühlung und den Blick nur auf das Ganze gerichtet, das Wohl der Gesamtheit zu fordern. Diese gemeinsame Wirksamkeit werde nicyt nur der bedeutungsvollen Tarifvorlage zu gute kommen, sondern dem Deutschen Reich, das begründet sei auf dem gegenseittgen Vertrauen unter den Bundesstaaten, auf der regen Mitwirkung der Bundesstaaten an den Reichs- gesckstiften, auf der Achtung vor den Pflichten wie vor den Rechten der einzelnen Bundesglieder. Hierauf nahm der bayerische Staatsminister Freiherr v. Riedel das Wort, um dem Reichskanzler den Tank der Versammlung auszusprechen für die ausgezeichnete Leitung der Verhandlungen und insbesondere für die bundesfreundliche Gesinnung seiner Schlußrede. Die Bundesglieder würden ihrerseits bestrebt bleiben, die einzelstaatlichen Interessen stets dem allgemeinen Interesse des Reichs unterzuordnen. Jedenfalls liegt heute eine Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 6. Juni. Auf dem zu Ehren der in Süd- aftika thätig gewesenen Zivilärtte abgehaltenen Festmahle sagte Brodrick, er glaube, der Krieg habe gezeigt, oaß die britischen Truppen nicht schlechter ausgebildet seien, als die Truppen der Feftlandsmächte. Ebenso batten die in China gemachten Erfahrungen gezeigt, daß die Ausländer noch viel von den Engländern lernen könnten. Der Mieg in Südafrika werde weiter mit Nachdruck und Menschlichkeit fortgeführt. Tie Regierung sei entschlossen, nichts ungethan zu lassen, was für einen ehrenvollen Frieden Gewähr, biete. Washington, 6. Juni. Reuter-Meldung. Auf Anfragen von Verwandten solcher Amerikaner, welche auf Seite der Buren gefochten haben und in englische Gefangenschaft geraten sind, teilte der amerikanische Generalkonsul in Kapstadt dem Staatssekretär Hay mit, daß dieselben sich in Simonstown, Durban, St. Helena und Ceylon befänden, und daß gut für sie gesorgt werde. Ihre Lage sei gegenwärtig eine viel bessere, als die der englischen Sol- oaten. China und kein Ende. Es scheint, daß Graf Waldersee noch nicht sobald in die angenehme und ersehnte Situatton kommen wird, von Ostasien endgiltig Abschied zu nehmen. Just jetzt, da der Feldmarschall von Taku in See gegangen ist, jagt ein Zwischenfall den anderen. Ter Krawall in der Takusttaße hat nach einer neuen Meldung keinerlei politische Bedeutung; deswegen also brauchte Graf Waldersee seine Abreise nicht länger zu verschieben. Aber gleichzeitig mit dieser Beruhigungs-Meldung trifft eine neue Hiobspost ein: in der „verbotenen Stadt" Pekings ist eine große Feuersbrunst ausgebrochen. Ob sie auf Anstiftung oder auf Fahrlässigkeit beruht, darüber ist vorläufig nichts ermittelt^ Tie erstere Annahme dürfte aber wohl die wahrscheinliche sein. Ter Kaiser von China hatte die Absicht geäußert — diesmal in mehr ernsthaft zu nehmender Form, als bei früheren Gelegenheiten — nach Pettna zurückzukehren. Es mag gewissen Elementen in Peking, die vielleicht nicht in den unteren Schichten der Bevölkerung zu suchen find, sondern höher hinauf, die Rückkehr des Kaisers und seines Hofes mehr störend als willkommen fein und den Gedanken angeregt haben, durch weitere Verwüstung der ohnehin durch Plünderungen und Zerstörungen arg mitgenommenen Hauptstadt den Bogdochan gründlich und auf längere Zeit hinaus von der Wiederkehr abzuschrecken. Es giebt zweifellos noch eine starke Kriegspartei in China, eine große Gruppe! von Personen aus allen Ständen, die aufs äußerste unzufrieden sind mit der Unterwerfung Chinas; mit dest Kriegskostenentschädigung u. s. w., und die daher alleH Interesse daran haben, daß die Wirren nicht aufhören, um auf diese Weise den verhaßten Fremden den Aufenthalt im Lande so unleidlich als möglich zu machen. Wenn erst der größte Teil der Truppen aus China zurückgezogen. ist, dann muß damit gerechnet werden, das Joch der Fremden abzuschütteln. Auf ein Volk wie die Chinesen wirkt der Schreck nicht lange, den die Strafexpeditionen und Exekuttonen einflößen sollten. Graf Waldersee sieht vielleicht China eher wieder, als er denkt, und mit ihm mancher andere, der den Augenblick segnet, da er an Bord gehen und dem unheilvollen Lande den Rücken kehren kann. Aus! dem ganzen Verlauf der China-Campagne, aus der langen Reihe von Zwisttgkeiten, die unter den „verbündeten" Mächten herrschten, werden die Chinesen kaum entmutigende Lehren entnommen haben. Tas ist die ernste Gefahr, und das Mißtrauen, daß nunmehr die Verhältnisse „geklärt^ seien, wächst mit jeder neuen Unglücksmeldung aus dent fernen Osten. Die Feuersbrunst im westlichen Teil der von Amerikanern und Japanern bewachten Verbotenen Stadt entstand nach offiziöser Meldung vermutlich durch Blitzschlag während eines über Peking niedergegangenen schweren Gewitters. Trotz starken Regens griff das Feuer um sich und zerstörte viele Gebäude, darunter die Wu-Ying-Halle, in der sich Archive und die kaiserliche Bibliothek befanden.' Unversehrt blieben die große Mittelhalle, die Ahnentempel und die kaiserlichen Privatgemächer. Menschenleben sind anscheinend nicht zu beklagen. Die sttengen Absperrungs- maßnahmen wurden durch die Notwendigkeit begründet, plünderndes Gesindel fernzuhalten. Dem Begräbnis der bei dem Zusammenstöße in Tientsin getöteten französisch«en Soldaten wohnten der Generalfeldmarschall Graf von Waldersee und zahlreiche deutsche Abordnungen bei. Es sind sttenge Maßregeln getroffen worden, um weitere Reibungen zwischen den verschiedenen Kon- ttngents-Truppen zu vermeiden. General Gaselee betrachtet den Vorfall lediglich als einen infolge Trunkenheit ent- gegeben, an neuen Verhandlungen in Brüssel teilzunehmen, aber eS hat sich keinesfalls auf eine differentielle Behandlung der Zuckerausfuhr einlassen wollen. Wenn die bel- Sie Regierung es unter diesen Umständen unbelassen die Einladungen an die an der ftüheren Zucker- erenz beteiligten Länder abzusenden, so hat sie damit nur den Verhältnissen Rechnung getragen, die sich aus den Vorbesprechungen ergeben haben, und welche ein posittves Ergebnis det Konferenz nicht erwarten lassen. Das System für die Vergütungen für die Zuckerausfuhr wird daher vorläufig noch bestehen bleiben. Es wäre verkehrt, wollte Deutschland mit der Aufhebung der Zuckerprämien vorangehen; es wäre doch mindestens sehr zweifelhaft, ob dieses Beispiel, irgend welchen Einfluß auf die übrigen Zuckerländer ausüben würde. Die Folge einer solchen Maßnahme könnte nur sein, daß die deutsche Zuckerindurstte, die unbedingt auf die Ausfuhr ihrer Erzeugnisse angewiesen sein wird, so erfreulich auch der innere Verbrauch von Jahr zu Jahr steigt, in eine schlechte Lage im Vergleich mit den Jndusttien der anderen Länder geriete. Man kann bedauern, daß es nach den jahrelangen Bemühungen nicht gelungen ist, das volkswirtschaftlich ungerechtfertigte Prämiensystem allgemein abzuschaffen, aber man wird der deutschen Zuckerindurstte nicht zumuten dürfen, daß sie allein als Osterlamm dienen soll. ,978 juxt Mlmg, Bübanlw. 8686] AllNgN KvuS«scht gts. Ar, Keimtugs, Seltersm li. irititoMii WW ,sott gesucht. Frau Neiderin, LudlvigSraße 22. _ 3984] buche jum 1. Jul' ein SWS W* soldie mit guten M** ich melden bei .. . Frau Anna Schirmer, " Wrburgerftahe^__ W, Mus UW md »Och—Utch bäykgt ■ n Kgl p6r feen eri*Hnt»btn MHK- ie Utr WM8ttftenl GietzeimAnMger W M — _ flefi. n bei in- unb ®u General-Anzeiger w -eseStc v enlwärtl 80 ®|g. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Elchen 2LLI Artrettt. e- M an KMf ______ 3974 Per L Oktober von rnbiaeu tttendbts^immtNvL -grumteten gesucht. *en unter 9lt. 3986 an bie Petition biejeS 8Iatteb, Oyt] b« 8m.« Wohnung lum Dttober außerhalb her Stabt ge< Hl-Offerten unter 5h. 02147 an ie Expedition b. Bl. IW »tttt Jmtt zwei schön * möblierte Ammer gesucht, lngrbote mit möglichst -men Angaben netter 4001 « Vie Erpebttton b. BL Pandenen Streit, nric er in jeder Garnisonstadt leicht vor- tomme; er störe nicht die zwischen den englischen und französischen Behörden bestehenden herzlichen Beziehungen. • * Telegramm deS Gießener Anzeigers. Shanghai, 6. Juni. Tie „North China Daily News" meldet: Durch ein kaiserliches Dekret ist die Abhaltung von besonderen Prüfungen für die Besetzung der Aemter bei der geplanten Regierungsreform angeordnet. Die Kandidaten sollen teils aus t>er Pekinger Beamtenschaft gewählt, teils von den Vizekönigen und Gouverneuren der Provinzen ernannt werden. Auch werde durch ein Dekret die Abschaffung der jährlichen Tributsendungen an den Hof, ausgenommen Thee und Arzeneien, verfügt._____________ Deutsches Reich. Berlin, 5. Juni. Ter Kaiser empfing gestern die Mutter und die Gemahlin des in Peking ermordeten Gesandten v. Ketteler. Zur Frühstückstafel war Direktor Ballin vom Norddeutschen Lloyd geladen. Heute empfing der Kaiser den Gesandschaftsdolmetscher Cordes. — Nachdem mit Genehmigung des Kaisers die Feier der Enthüllung des Nationaldenkmals für den Fürsten Bismarck auf den 16. Juni er., mittags 12 Uhr, festgesetzt worden ist, machst das Zentralkomitee bekannt, daß die für den 3. Juni er. ausgegebenen Karten Giltigkeit behalten, und daß am Tage der Feier die Plätze spätestens bis 11.45 Uhr zu besetzen sind. — Während der Dauer der Kaisermanöver, die zwischen dem 1. und 17. Armeekorps vom 17. bis 19. September zwischen Danzig und Dirschau stattfinden, wird der Kmser an Bord seiner Yacht „Hohenzollern" Wohnung nehmen, die zu diesem Besuche bei der Kaiserlichen Werft in Danzig vor Anker geht. Das kaiserliche Gefolge und die fürstlichen Gäste werden dagegen in Hotels und Privatlogis untergebracht werden, so wird u. a. Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschsweig, beim kommandierenden General v. Lentze wohnen. Am 7. September findet bei Königsberg Parade des 1. Armeekorps und am 16. September bei Danzig Parade des 17. Armeekorps statt. — '^ent Bundesrat ist der Entwurf einer Verordnung über die T a g e g e l d e r, die Fuhrkoshen und die Umzugskosten der,Reichsbeamten zugegangen. Danach sollen die Reichsbeamten bei Dienstreisen folgende Tagegelder erhalten .-Die Chefs der obersten Reichjsbehörden 35 Mk; die Direktoren 28 Mk.; die Vortragenden Räte 22 Mk.; die Mitglieder der übrigen ReichDbehörden 12 Mk.; die Subalternen der übrigen Reichsbehörden und die Unterbeamten 4 Mk. — Tie Verordnung ist im übrigen durchweg dem Vorgänge des preußischen Gesetzes vom 21. Juni 1897 gefolgt und soll bereits am 1. Juli 1901 in Kraft treten. — Tie „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Nachdem die Pforte für Waren kretischer Herkunft bei der Einfuhr in die Türkei bisher die Beibringung eines Ursprungszeugnisses gefordert hat, die von einer Konsularbchörbe. der vier kretensisch^n Schutzmächte beglaubigt sein mußten, ordnete sie jetzt an, daß für diese Waren zukünftig auch die von den Kaiserlichen Konsularbehörden in Kreta beglaubigten Ursprungszeugnisse von den türkischen Zollbehörden zugelassen werden sollen. — Ter Gesetzentwurf über die Reform des Urheberrechts ist vom Bundesrat nicht sofort bestätigt, sondern vielmehr an die einzelnen Regierungen zur nochmaligen Aeußerung überwiesen worden. — Wie die „Augsb. Abendztg." meldet, lautet § 6 des in der letzten Sitzung des Bundesrats angenommenen Entwurfes der neuen Prüfungsordnung für Aerzte, der über die Zulassung zur ärztlichen Staatsprüfung handelt: „Ter Meldung ist beizufügen das Zeugnis der R e i f e von einem deutschen Gymnasium oder von einem deutschen Realgymnasium. Tas Zeugnis der Reife von einem humanistischen Gymnasium ober von einem Realgymnasium außerhalb des Deutschen Reichs darf nur ausnahmsweise als genügend erachtet werden." Danach ist die weitergehende Bestimmung, daß auch die Oberrealschul-Abiturienten, wenn sie sich! einer Nachprüfung im Lateinischen unterzögen, zum Studium der Medizin berechtigt sein sollten, zu deren Ungunsten wieder aufgehoben worden. — Zur Verbesserung des Postanweisungsverkehrs macht Tr. Neubecker in der „Deutschen Ju- ristenztg." einen beachtenstverten Vorschlag. Die Reichspost ist dem Wunsche des Absenders, vom Empfänger eine Quittung zu erhalten, insoweit entgegengekommen, als sie dem Postanweisungsformular eine Postkarte zur Rückantwort beifügt, falls der Absender, der auch das Porto dafür zu tragen hat, dies verlangt. Aber die Ausfüllung der Antwort mit der Empfangsbestätigung (Quittung) steht in dem freien Ermessen des Empfängers, und so wird der Absender doch in den meisten Fällen ohne die ihm zu Recht zustehende Quittung bleiben. Tr. Neubecker macht nun folgenden Verbesserungsvorschlag: Man übergebe die Quitt- nngskarte dem Empfänger nicht zum beliebigen Gebrauch, sondern die Postanstalt lasse das Geld nur gegen zwei Quittungen auszahlen; eine auf der Postanweisung für die Post und die zweite auf der Rückkarte für den Absender, dem das Postamt die Quittung zusendet. Danach wäre das Reckst des Absenders auf eine Quittung sichergestellt, ohne den Empfänger oder die Post zu stark zu belästigen. Lübeck, 5. Juni. Tie Tagung der deutschen Kolon i a l ge s e l l scha f t wurde heute abend im Beisein von 200 Vertretern eröffnet. Admiral Knhne, Vorsitzender der Abteilung Lübeck, begrüßte die Gäste. Herzog Johann Albreckst von Mecklenburg dankte und brachte ein Hoch auf dre Mteilung aus. 1 Ausland. Brüssel, 5. Juni. (Senat.) Im Laufe der Verhandlung über das Budget des Aeußern beantragt Flechet me ^trecchung des Gesandtenpostens beim Vatikan. Van Noch er hont benicrtt, die Katholiken würden niemals aufhören, gegen die in Bezug auf den Papst geschaffene Lage Einspruch zu erheben. Unter großer .Heiterkeit erklärt Te- coster: Mobilisieren wir die Flotte, überziehen wir Italien mit Krieg, die frühere Macht des Papstes wieder herzustellen. Abbe Keesen erklärt, die Wiederherstellung der Weltmacht des Papstes werde durch die Vorsehung bewerkstelligt, wenn man den Papst 50mal aus Rom verbanne, werde er 50mal triumphierend dorthin zurück- lehren. Rom, 5. Juni. Heute sand im Quirinal die standesamtliche Eintragung der Geburt der Prinzessin Jo- landaMargheritaMilenaElisabettaRomana Maria statt. — Ter Papst empfängt seit zwei Tagen keinen Fremden, da er augenblicklich an einer Schrift, wie man glaubt, an einer Dichtung arbeitet. Er erfreut sich des besten Wohlbefindens. Wien, 5. Juni. Der Großherzog von Sachsen- Weimar ist heute zum Besuche der Familie des Herzogs von Cumberland nach Gmunden gereist. Tiefer Besuch wird mit einem Verlobungsgerücht in Zusammenhang gebracht. Aus Stadt und Land. «eben, 6. Juni 1901. ** Das Großh. hessische Regierungsblatt Nr. 37, herauS- gegeben am 4. Juni, enthält die Bekanntmachung, die Ausführung des Gesetzes über den Verkehr mit Wein, weinhaltigen und weinähnlichen Getränken vom 24. Mai 1901 betreffend. •* Den Mitgliedern der Zweiten hessischen Kammer wird bekanntlich die freie Fahrt auf den hessischen Staatsbahnen zwischen ihren Wohnorten und der Landeshauptstadt, die auf die Dauer der Sitzungsperioden gefordert war, vom preuß i sch en Eisenbahnmimster verweigert. Warum, so fragt jetzt ein Mainzer Korrespondent der „Franks. Ztg." mit vollem Recht, hat unsere Zweite Kammer im Jahre 1896 bei der Beratung des Staatsvertrages sich dieses Recht nicht ausbe- dungcu? Schwerlich hätte Herr v. Thielen den Vertrag an einem solchen Vorbehalte scheitern lasten, schon deshalb nicht, um uns damals nicht erkennen zu lassen, was wir nun freilich längst wissen, nämlich, daß die sogenannte preußisch-hessische Eisenbahngemeinschaft die preußische Herrschaft auf den hessi- chen Bahnen bedeutet. In Zusammenhang hiermit wird vielleicht zweckmäßig daran erinnert, daß in Preußen zwar auch nicht die Mitglieder des Abgeordnetenhauses, da sie Reisekosten und Diäten beziehen, aber doch die Mitglieder >es Herrenhauses während der Sitzungsperioden freie Eifeu- mhnfahrt zwischen ihren Wohnorten und Berlin genießen. Soweit uns bekannt ist, ist diese Vergünstigung weder in der ireußischen Verfaffung noch in einem Gesetze verbrieft, allein le besteht. Für unsere Zweite Kammer wäre es da wohl am Platze, diesen Zustand einmal nach seiner Wirkung aus ms hessische Jntereffe an der Finanzgemeinschast recht gründ- ich zu untersuchen. Und geschähe es auch nur mit dem Er- olge, daß in Berlin das, was dort den preußischen Herren als recht gilt, vielleicht doch den hessischen Herren — wir meinen den Mitgliedern der Ersten Kammer — als billig etngeräumt wird. ** Zur Wahlreform. Im „Mainzer Journal" erscheinen eingehende Betrachtungen zur hessischen Wahlreform, die wohl den ZentrumSabg. Molthan zum Verfaster haben. Die Artikel empfehlen die Annahme des von der Regierung dem Landtage vorgelegten Gesetzentwurfs, weil darin das direkte Wahlverfahren gewährt wird. „Allerdings", so heißt es be- merkenSwerterweise weiter, „erachten wir es als dringend notwendig, als Korrelat des Wahlrechtes auch die Wahlpflicht eivzuführen." Da auch bei den Nationalliberalen ür die Wahlpflicht Stimmung ist, rückt diese Bedingung in >en Vordergrund, der mau einen erheblichen Wert nicht ab- prechen wird. * * Das Fronleichnamsfest, daS Fest Corporis Christi, >ringt heute der katholischen Bevölkerung einen in der schönen Sommerzeit recht willkommenen Feiertag. * e Das 1. Abonnements-Konzert der hiesigen Regiments- apelle findet Donnerstag, 13. Juni, in Steins Garten statt. Als Solist hat Musikdirektor Krauße den Doppel-Piston- virtuosen Kuhl aus Erfurt gewonnen und steht also ein doppelter musikalischer Genuß bevor. ♦ * Ein großes Gartenfest veranstaltet auf der „LiebigS- öhe" am Sonntag, 9. Juni, der Gemischte Chor des Evang. Arbeitervereins. Die Festlichkeit beginnt nachmittags 3 Uhr und besteht aus Konzert, Gesaugsvorträgen, Jugeudspieleu und Tanz. (Bgl. Inserat.) ** Ein Riesen-Kornhalm von 2.53 Meter Länge, wurde uns heute morgen auf der Redaktion vorgezeigt. Der Riese chaute mit etwa 6 Haupteslängen aus der Armee seiner r eldgenoffen in der Heuchelheimer Gemarkung hervor. △ Crainfeld, 5. Juni. Der Eisenbahnbau-Unternehmer Ernst Sohre in Grebenhain hat dieser Tage plötzlich zirka 40 Arbeiter entlassen. Nun gehen diese (nur aus ändische) Arbeiter ganz mittellos ohne Geld und Brot hier erum und können trotz Anfrage an anderen Plätzen keine Arbeit bekommen. + Hartmauushain, 5. Juni. Der 60 Jahre alte Landwirt Johannes Groh III. in Bermuthshain erlitt bei einem Wohnhause auf ebener Erde einen Beinbruch, als er im Begriff war au einer Wafferpumpe zu arbeiten. W. Nidda, 5. Juni. Die gestern stattgehabte Beerdigung des gestorbenen Dekans, Kirchenrats und 1. Pfarrers n Nidda, Johannes Hosmeyer gab einen Beweis für die ungewöhnliche Liebe und Verehrung, die dieser im Leben genoffen. ES beteiligten sich Geistliche, Lehrer, Vertreter der Behörde, besonders die Gemeinde in solchem Maße, daß die geräumige Kirche nicht alle fassen konnte. Die Zahl der ostbaren Kränze war schier endlos. Bei der Leichenfeier in »er Kirche hielt Dekanats-Stellvertreter, Pfarrer Fischer- Eichelsdorf, Liturgie und Leichenrede. Der gemischte Chor trug unter Leitung des 2. Pfarrers Werner daS Abt'sche „Ueber den Sternen" vor. Prälat Dr. Habicht sprach als Vertreter der obersten Kirchenbehörde. Am Grabe widmete der 2. Pfarrer Werner namens der Kirchengemeinde seinem Amtsbrudcr einen warmen Nachruf; der Männergesangverein trug das Lied „Wie sie so sanft ruh'n" vor. Die Einsegnung hielt Assistent Herrmann. Kränze legten nieder Vertreter der Stadt, der Gewerbeschule, der Sparkaffe, der Gesangvereine, der Konfirmanden und der Schüler. Am Leichenzug, dergleichen hier noch nicht gesehen wurde, nahmen die Vereine sowie die maffenhast gekommenen Vertreter der Behörden. Geistlichkeit, der Lehrer und besonders der Gemeinde teil. Die Feuerwehr hielt die Ordnung ausrecht, und deren Kapelle spielte im Zug und am Friedhof. Der Entschlafene hat 48 Jahre im Dienst der Kirche und 36 Jahre in Nidda gewirkt, außerdem war er auch Mitglied der Kreisschul- kommisfion. Ä Aus dem Vogelsberg, 5. Juni. Zu Beginn dieses Frühlings befanden sich die Bienen in einer solch schlechten Lage, daß aus Jmkerkreisen vielfach die Meinung kam. Schwärme seien wohl in diesem Jahre überhaupt nicht zu erwarten. Diese Befürchtung ist nicht eingetroffen; auf verschiedenen Ständen hat es schon Schwärme zu Ende Mai gegeben, ebenso wurden uns solche dieser Tage gemeldet. Daneben zeigen starke Völker ziemlich großen Honigvorrat» Die überaus heiße Witterung begünstigt sehr die Honigernte. Allerdings bleibt als Hauptmißstand der Imkerei der Mangel an starken Völkern. Der sehr strenge Winter hat zu viele Bienenvölker vernichtet und zu viel erhalten gebliebene an Volkszahl geschwächt, sodaß der jetzige Honigvorrat der Blüten nicht voll ausgenützt werden kann. § Wenings, 5. Juni. Tief in unserem Volkscharakter steckt noch der Aberglaube. So ist hier dec Glaube verbreitet, daß durch ein Storchnest eine Hofraite vor dem Blitzschläge gesichert sei. Hier ist nun dieser Tage ein Storchenpaar mit seinen Jungen auf dem Neste vom Blitze er. schlagen worden. Hoffentlich hellt diese Thatsache manchen von dem Aberglauben. Uebrigens giebt es auch noch andere abergläubische Dinge, die „blitzficher" machen sollen. So der Besitz eines Donnerkeiles (Meteorsteines), eines SpahneS an» dem Holze eines vom Blitze getroffenen Baumes, eines „Christklöppels", das ist ein während des WeihuachtSgeläuttS verbrannter Stock u. v. a. Darmstadt, 5. Juni. Heute nachmittag fand im RathauS- saale in Gegenwart der Protektorin, der Großherzogin, die Generalversammlung des Vereins Hessisches Lehrerinnenheim statt. Die Präsidentin des Vereins, Frau Lilli Wolfs kehl, sprach zunächst der Großherzogin ür das Allerhöchste Erscheinen ihren Dank ans und begrüßte darauf die übrigen Erschienenen. Im verfloffenen Jahre sei — so berichtet daS „Darmst. Tagebl." — nichts besonderes vorgekommeu. An Stelle der wegen Krankheit am Erscheinen verhinderten Kassiererin, Fräulein Wider, erstattete Fräulein Müller die Rechnungsablage für das abgelaufene Jahr. Die Einnahmen beliefen sich auf 12 697,99 Mk., wovon auf >as Lehrerinnevheim 2972,39 Mk. für Haushaltung ent- allen, die Ausgaben auf 12 223,61 Mk., wovon auf das !ehrerinnenheim 4440,47 Mk. kommen, und zwar für zwei Angestellte 683 Mk., Steuern 90,93 Mk., Verwaltungskosten 98,10 Mk., Haushaltung 2890 Mk., WafferziuS 48,32 Mk., Steinkohlen 449,86 Mk., Unterhaltung für das Gebäude 100 Mk., desgleichen für den Garten 80 Mk., mithin bleibt ein Kaffevorrat von 474,38 Mk. Das Lehrertnnenheim war tändig von 2 Lehrerinnen bewohnt, 2 weitere find ange- meldet. Vom 1. Juli 1900 ab war es von 34 Paffanten an 201 Verpflegungstagen besucht; darunter befanden sich auch solche aus dem Ausland (England und Amerika). Der Voranschlag für den Zeitraum vom 1. Januar 1901 bis 30. März 1902 bilanziert in Einnahme und Ausgabe für den Gesamtverein mit 6500 Mk., für daS Lchrerinnenheim mit 5025,66 Mk. Die Rechnungsablage, die geprüft worden ift, fand keine Beanstandung, der Voranschlag wurde geneh- mißt. Oberbürgermeister Morneweg äußerte sich darauf über den Plan der Vergrößerung des Heims, die wohl un- abweislich sei, da jetzt schon Gesuche um Aufnahmen abge« wiesen werden müßten. Vielleicht könne, nach einem vorauf- egangenen Beschluß der Generalversammlung, schon im Früh- ahre n. Js. mit dem Bau begonnen werden. Oberregie' rungsrat Weber ist dagegen der Ansicht, daß eS geratener ei, das jetzige Grundstück für einen entsprechenden Preis zu veräußern und mit wenigen Mitteln ein neues größeres HanS, )aS zweckmäßiger als das jetzige sei, vielleicht außerhalb der Stadt zu erbauen. Nichts sei teurer als Um- und Anbanen. Die Präsidentin, Frau L. WolfSkehl, sprach darauf der Großherzogin unterthänigsten Dank für das dem Verein >urch die Allerhöchste Gegenwart von neuem bewiesene Interesse aus und dankte auch den Vorstandsmitgliedern für die Unterstützung, die sie dem Verein auch in dem verflossenen Jahre hätten zu Teil werden lassen. Frl. Reh, Lehrerin an )er Viktoriaschule, sprach der Präsidentin des Vereins, Frau !. WolfSkehl, in warmen Worten für ihre Mühewaltung und ijre frische und erfolgreiche Leitung des Vereins Dank aus, und knüpfte daran die Bitte an die verehrte Präsidentin, dem Vereine auch fernerhin dasselbe lebendige Jntereffe zu be« wahren wie bisher. Frankfurt, 5. Juni. Wie den „Frkf. N. N." mitgeteilt wird, hat der Kaiser das von Herrn Dauth eingereichte Gnadengesuch, worüber wir seinerzeit berichteten, genehmigt und die Post hat die von ihr mit Beschlag belegten Sachen gestern zurückgegeben. Die hohe Strafe von 20 900 Mk. vurde aus 200 Mk. herabgesetzt. Hierdurch ist eine Ange« egenheit aus der Welt geschafft, die seinerzeit großen Staub anfwirbelte. (D. der Inhaber einer Privatpost, wurde feiner* zeit wegen Postdefraudation gepfändet. (D. Red.)__________ Vermischtes. * Berlin, 5. Juni. Vom gestrigen Tage sind ein Selbstmord und drei Selbstmordversuche zu verzeichnen. In einem Hotel in der Friedrichstraße erschoß sich eine etwa 30 Jahre alte Frau, die sich als Direktorin A. aus Hamburg in das Fremdenbuch eingezeichnet hatte. — Das Dienstmädchen Marie R. sprang an der Potsdamer Brücke in den Landwehrkanal. Sie wurde mit dem Rettungsball sofort wieder herausgezogen. Als Grund für ihren Selbstmordversuch gab .sie an, daß sie bei ihrem Dienst zu schwere Arbeit hätte. — In der Wohnung seiner früheren Verlobten, der Näherin Margarethe B. in der Pankstraße, versuchte der 22 Jahre alt Schriftsetzer Otto S. nach einem vergeblichen Versuch, daS am Tage von dem Mädchen gelöste Verhältnis wieder anzuknüpfen, sich durch einen Revolverschuß in die Brust zu töten. Der Schwerverletzte wurde nach der Charite gebracht. — Der Buchdruckereibesitzer Reinhold D. wurde heute nacht in seiner Druckerei von der herbeigerufenen * Sr M 3* tongteH1 fit«'”' zwanglos- A allen 2* * gilt ff Wire aus ol< rittet wurden Personen scheu ♦ Berlri Nord wurde beiter Kluth v Hose ging, du gewaltigen «r inngeren Toch sie alsbald d< man noch l jedoch W Tas jüngste, letzt. Nach > wurde jedoch ' 8reS wurde in der Fleischergesek „Heute mu Mittags dem einem Messer Mörder ift vei * Brest Gesellschaft in straft saß, sti meine Existenz ihn durch einet Schüsse wurdet der andere an ergriffen und i Hans Melde, worden ist. * Bresli er zur Füllui der italienische vergiftet. *DomB aus Myslowitz scheu Gebiete Auhrwer/ Dom sowie bie $jei *EineM vormittag bette '1W w Äjcha auch an der Theresia h auf, übergab d die Thüre wie begab sich ein ahnenden nng Ter Stich gjm noch um Hilfe verließ sofort ourgcrstraße - geseh bersch Anwese Hintergebäude 'W heraus. ?ahn durch \ händigte Poljz verschiede große Anzahl: ""deine Anzct W Haibach u ^oltzeimann § Spur des Mör genannten V Sä' ?■ November h(W Person ^nehmen fam ^rnommen s ff? lvdann jr Mui des i.J/ stark • er te»™:, ««b 36 , 1 w« “ * ‘‘"ä Ki-KiL '«3S?5- teÄ; Wlebt Ä*0««. ^«g! 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OM worden er Voranschlag wurde geveh- mrweg äußerte fich darauf ng deS heitüS, die wohl w besuche um Aufnahmen adze- scht könne, nach einem voraus- lversamnilung, schon im Feh eaonnen werden, OverM er Ansicht, daß eS gerat»n iinen entsprechenden Prei-!' ein ein neues N .sei, vielleicht außnhalb [eurer als M und SnbM SVÖ “U rt von neuem bewlefene-' en Dorfiandsmitgl.edern ft 2 . aued in em v«W» leretn auq '» , flB rrrZL- «ff 91 91.“ rnitgtleilt von $trL,ten genehm^ erzeit berrchteten, ü mit ®eW?öDon 20 900 9^ >ohe Stta e (jne M L hierdurch ;elbst^r,dv e birSSk'‘^ :qu, ^.Uchvet hat"- l"°s mit M ; Ä««‘ ! *% bei M ,aL röohnE f Pantstt^ LtzS-xS fegtet Ackere'»» Feuerwehr durch Leuchtgas betäubt vorgefunden und nach erfolgreichen Wiederbelebungsversuchen in das Krankenhaus am Urban überführt Schlechter Geschäftsgang und die ihm drohende Räumungsklage sind die Veranlassung zu dem Selbstmordversuche. — Die sechsjährige taubstumme und schwachsinnige Tochter des im 4. Stock des Hauses Tilsiterstraße 11 wohnenden Tischlers Josef Pozybylski stürzte aus dem Fenster des Klosets, auf dem sie sich beim Spielen ein- geschlofsen hatte, auf den Hof hinab und starb auf der Stelle. * B e r l i n, 5. Juni. Der internationale Feuerwehrkongreß hielt nachmittags 5 Uhr in der Feuerschutzausstellung eine kurze geschäftliche Sitzung, woran sich eine zwanglose Begrüßung und Zusammenkunft der Mitglieder schloß. Sehr zahlreiche Mitglieder mit Damen waren aus ollen Teilen Deutschlands und des Auslandes erschienen. * Ein „Sternberg-Prozeß" in Herne. In dem westfälischen Städtchen Herne ist man einer Sternberg- Affaire auf die Spur gekommen. Bon dem Untersuchungs richter wurden bereits über 20 Personen vernommen; mehrere Personen scheinen der schweren Kuppelei schuldig zu sein. * Berlinchen, 4. Juni. Durch einen grauenvollen M o r b wurde unsere Einwohnerschaft erschreckt. Ter Arbeiter Kluth versuchte, während seine Frau nach dem Kirck Hofe ging, die übrigen Familienglieder zu ermorden. Mit gewaltigen Axthieben tötete er den 12jährigen Sohn, der jüngeren Tochter brachte er so schwere ^Verletzungen bei, daß sie alsbald darauf verstarb. 2ie alte v^chwiegermntter sand man noch lebend mit zertrümmerter Schädeldecke vor, jedoch fehlt jede .Hoffnung aus Erhaltung ihres Lebens. Tas jüngste, zweijährige Kind ist gleichfalls tätlich verletzt. Nach der That sprang der Unmensch in den See, wurde jedoch von Fischern gerettet. • Breslau, 5. Juni. Eine furchtbare Blutthat wurde in der galizischen Grenzstadt Chrzanow verübt. Der Fleischergeselle Palka, der in der Früh geäußert hatte: „Heute muß ich einen Juden totmachen," stieß Mittags dem Fleischermeister Balisch und dessen Frau mit einem Messer ins Herz. Beide waren sofort tot. Der Mörder ist verhaftet. * Breslau, 4. Juni. Als gestern abend eine kleine Gesellschaft in dem Paschke'schen Restaurant in der Taschen- straße saß, stürzte ein Mann mit dem Rufe: „Sie haben meine Existenz vernichtet!" auf den Wirt und verwundete ihn durch einen Schuß durch die Backen. Durch zwei weitere Schüsse wurden zwei Gäste verwundet, einer am Unterschenkel, der andere am Unterleib. Der Thäter entfloh, wurde aber ergriffen und verhaftet. Es ist der wohnungslose Journalist HanS Melde, der kürzlich aus der Irrenanstalt entlassen worden ist. * Breslau, 4. Juni. Durch ArsenwasserstVffgas, das er zur Füllung von Kinberluftballons bereitete, wurde der italienische Handelsmann Zaggi und sechs Personen vergiftet. Drei sind tot, eine hoffnungslos erkrankt. * V o m Blitz erschlagen. Die „Schles. Ztg." meldet ans Myslowitz, daß auf dem benachbarten russisch-polni-- schen Gebiete ein von fünf Personen und Kutscher besetztes Fuhrwerk vom Blitz getroffen fei, die sechs Personen sowie die Pferde wurden erschlagen. *EineMordthat in Aschaffenburg. Mittwoch vormittag bettelte ein Handwerksburfche die Würzburgerstraße in Aschaffenburg ab. Im Anwesen Nr. 12 schellte er auch an der Wohnung der Forstassessorswitwe Frau Theresia Heßler. Die Dame machte selbst die Thüv auf, übergab dem Bettelnden ein Almosen und wollte sodann die Thüre wieder absperren. Jedoch der Handwerksburschje begab sich ein Stück in ten Gang und versetzte der nichts- nhnenden unglücklichen Frau einen Stich mit einem Dolch Der Stich ging direkt ins Herz, die Verletzte konnte nur noch um Hilfe rufen, worauf sie verschied. Ter Mörder verlieh sofort das Haus und begab sich auf die Würzburgerstrahe — hier wurde er noch mit einem Dolche in der Hand gesehen — bog dann in das Baumeister Schnei- dersche Anwesen ein, kroch über Gartenzäune und kleinere Hintergebäude hinweg und kam so an der Stadelmann- strahe heraus. Von da ab ging er über die Miltenberger Bahn durch die Kornäcker. Die von dem Vorfälle verständigte Polizei setzte die Verfolgung zu Fuß und zu Rad nach verschiedenen Richtungen fort. Hierbei half ihr eine große Anzahl Zivilpersonen, auch ein Hauptmann zu Pferde und eine Anzahl Jäger eilten dem Mörder in der Richtung nach Haibach nach Vor 1 Uhr gestern mittag fanden sodann Polizeimann Staab sowie Pflasterer Popp von Dieburg die Spur des Mörders im Gailbacher Walde und zwar in der sogenannten Wagnerschen Hecke. Mit Beihilfe einiger Gailbacher Bauern wurde die Hecke durchstreift, worauf dep Mörder entdeckt wurde; er sprang nun, den Dolch in der Hand haltend, den dortigen Berg hinauf, hinter rhrn die Verfolger. Erschöpft fiel plötzlich, der Mordbube zusammen, sodaß er nun festgenommen und ins Aschaffenburger Gefängnis eingeliefert werden konnte. Der Mörder heißt Andreas No weck, ist lediger Arbeiter, geboren am 20. November 1880, aus Posen. Er scheint eine sehr ver- üuegene Person zu sein, was man aus seinem Aussehen entnehmen kann. Auf dem rechten Arm hat der Mörder das sogenannte Anarchistenwahrzeichen eintätowiert. Zur Sache vernommen, soll der Mörder alles eingestanden und zu- aegeben haben, daß er den Mord nur deswegen verübte, um sodann in der Wohnung stehlen zu können. — Tie Ermordete war eine sehr wohlttzätige Frau, die besonders den Bettlern regelmäßig Gaben zu verabreichen pflegte. Gestern mittag fand die Konfrontation des Mörders mit feinem Opfer in der Leichenhalle statt. * Straßburg, 5. Juni. Em ans Dortmund gebürtiger Reservist, der beim 2. Bataillon des 99. Infanterie- Regiments in Zaberu eine größere Hebung ableistete, wurde bei der Rückkehr vom Exerzieren von einem Hitz sch lag getroffen und starb kurze Zeit darauf. Eine Anzahl Soldaten des Regiments soll infolge der bei der Exerzierübung herrschenden Hitze erkrankt sein. . * Antwerpen, 5. Juni. Ein Feuer brach in den Rollniederlassungen im ersten Stockwerk des Flügels aus, in dem die Wollballen lagerten und verbreitete sich schnellstens im zweiten Stockwerk, wo Jute, und nach dem Keller, wo Schweineschmalz lagerte. DaS in der Niederlage befindliche Zollamt geriet ebenfalls in Brand, doch konnten die Papiere und Kassenschränke gerettet werden. Der größte Teil der Waren gehört einer Antwerpener Firma. Das Feuer war abends um 8 Uhr auf seinen Herd beschränkt. Don den vier Flügeln deS Gebäudes sind drei zerstört. Ein Teil der verbrannten Waren ist unversichert. Bei den Löschungsarbeiten ind acht Feuerwehileute und Pioniere leicht verwundet. Die )öhe des Schadens ist bisher unschätzbar. • Mailand, 5. Mai. Der dramatische Dichter Marco Praga, Verfaffer der auch in Deutschland aufgeführten „Ehrbare Mädchen" hat Adolfo Re Riccardi, der durch die Einführung französischer Sittenstücke in Italien bekannt geworden ist, zum Duell gefordert. Praga ist Borsitzender »eS Schriftstellerverbandes, der gleichfalls ausländische Dramen ür J'alicn erwirbt und infolgedessen mit Re Riccardi kou- urrieit. Dieser Dramenhandel gab Beranlassung zu einer heftigen Polemik in der Theater-Revue Arte drammatica, und die Folge war die Herausforderung zum Zweikampf. PragaS Duellzeugen find der Dramatiker Giannino Antona Traversi und Prof. Vittoria Ferrari. ' Ins brück, 5. Juni. Im Spital wurden bei einem zugereisten Italiener die Blattern konstatiert und ein weiterer leichter Fall bei einer ebenfalls zugereisten Person, die in Privatbehandlung stand. * Petersburg, 4. Juni. Auf der Jaroslaver Eisenbahn in Rybinsk explodierte gestern der Kessel einet Lokomotive. Drei Passanten wurden getötet, bet Maschinist schwer verletzt. Neueste Meldungen. Berlin, 6. Juni. Der Generaldirektor der Hamburg- Amerika-Linie, Baltin, erklärte einem Mitarbeiter des „Lok.- Anz.", der Ankauf der Leyland-Tampfer-Linie burd) die Morgan-Gesellschast beeinflusse die deutsche Schiffahrt keineswegs. Er habe Grund, anzunehmcn, daß zwischen Morgan und der Hamburger Gesellschaft ein freundschaftliches Zusammenwirken Platz greifen werde. Die Bel^aupt- ung, Morgan verhandle über den Ankauf der Hamburg- Amerika-Linie, sei völlig aus der Luft gegriffen. — Der „Bors.-Cour." erfährt von informierter Seite, in dem Befinden des Generalobersten v. Hahnke fei in den letzten Tagen eine wesentliche Verschlechterung eingetreten. Die Kräfte nahmen bedeutend ab, sodaß der Zustand einigermaßen besorgniserregend ist. - Wie in der Vorwoche, be- chäftigte sich auch gestern die wissenschaf Kickse Teputa Hon des Kultusministeriums unter Vorsitz des Geh. Rats v. Althosf unter Zuziehung einer Anzahl der berühmtesten deutschen Psvchiatcr in mehrstündiger Sitzung mit der Frage der Zurechnungssähigkeit des Bremer Epileptikers Weiland. — In einem hiesigen Postamte saßte ein Mann bei dem Kaufe einer Briefmarke durch das geöffnete Schalterfenster in die Geldlasette und raubte einen Hundert markschein, wurde aber von Postbeamten noch auf der Straße eingeholt und festgenommen. — Der Verlagsbuch. Händler Wilhelm Hertz, in dessen Berlage u. a. die Werke Eurtius', der beiden Grimms, Paul Heyses und Oottfrieb AniverMs-Uachrichten. — An der Charlottenburger Tkchntfchen Hochschule finden die ersten Promotionen zum Doktoringenieur statt. Meratur, Wissenschaft und Kunst. — »unft unv Kirche. Man schreibt auS Heppenheim: „Der hiesige katholische Geistliche verlas am Sonntag vor acht Tagen zunächst einen Zeitungkabschnitt über daS Vorgehen deS Oderbürger- metsterS Morneweg bezüglich der Bilder am Eingänge zur Ausstellung der Künstlerkolonte, und untersagte alsdann von der Kanzel herab seinen Gemeindegliedern den Besuch der Ausstellung." ES wird abzuwartm sein, wie fich die kirchliche Ober« behörde zu diesem eigenmächtigen Verbote jeueS Geistlichen stellen wird. Wir setzen ja ohne weiteres voraus, daß auch daS seinen Geistlichen aufs höchste verehrende Mitglied der Heppenheimer katholischen Gemeinde diese- wunderliche Veto gegen ein unter dem Protektorat unseres Landesherrn stehendes Unternehmen in seiner Totalität nicht brachten wird. Religion und Kunst haben nichts miteinander zu thun, und eine derartig« Einmischung eines Geistlichen in Dinge, die ihn um so weniger etwa« angehen, als er sie, wie dieses Verbot unwiderleglich zeigt, nicht versteht, wird ein selbständig denkender Mensch abzulehnev wissen. Wir wiederholen, daß jene Bilder u. E einen hervorragenden künstlerischen Wert nicht besitzen, immerhin abar sind ste Werke ernster Kunst, und die Sitten müßen sehr locker sein, die Einbildungskraft muß sehr brutal sein, die in der Kunst Unsiltltchkeiten wittert. Wir zweifeln nicht daran, daß jener Geistliche von maßgebender Stelle aufgckordert werden wird, dieses seine Gemeinde irreführende Verbot «uizubeben. Arbeiterbewegung. Mainz, 5. Juni. Die jüngste Lohnbewegung der Bäckergehilfen, wodurch es ebnen gelang, bessere Bedingungen zu erhallen, wird jetzt von den Bäckermeistern mit Erhöhung der Brodpretse be- antwonet. Die gewährte Ausbefferung der Gehilfen wird also vom Publikum bezahlt. ko. Mainz, 5. Juni. Der A u s st a n d in der S ü d b e u t s ch e n Waggonfabrik in Kelsterbach ist beendet. Don beiden Seiten hat man etwas nachgegeben. Di« Lohnkürzung beträgt gegen die früheren Lohnsätze nur noch 3 bis 5 Prozent. Die Abmachungen find stets für ein ganzes Jahr bindend und müssen ein Vierteljahr vor Ablauf eines Jahres gtkündigt werden. Sonst gelten sie für ein weiteres Jahr. . Lonvsn, 5. Juni. Die Bergarbeiter von Northumberlank lehnten mit überwältigender Mehrheit den Vorschlag ab, wonach bie Parlamentsmitglieder Burt und Fenwick ersucht wcrden solltcn, von dem Unterbaus die Vornahme einer Untersuchung über die Rätlichkeit der Einführung des achtstündigen Arbeitstages für Roit- humberland und Durham zu verlangen. Es wurde eine aus zahlreichen Bergler tm bestehende Abordnung gewählt, die fich nach London begeben soll, um dort ihren Einfluß gegen die dritte Lesung der Achtstundenvorlage geltend zu machm. Glasgow, 5. Juni. Lord James Brreford bat als Schiedsrichter in den Lohnstreitigkeften der schottischen Kohlenindustrte entschieden, daß die Löhne der Minenarbetter um sechs Pence pro Tag herabzusetzen seien. Die Grubenbefitzer hatten eine Herabsetzung des Lohnes um einen Schilltna vro T»a vorae'chlaoen. Gerichtssaal. Darmstadt, 4. Juni. Da« Schwurgericht verurteilt heute einen Zigeuner, den Schirmfl'cker und Mufikrr Bern aus Lyon, wegen Straßenraubes zu drei Jahrm Gefängnis. Er hatte bet Brandau im Odenwald auf der Landstraße einer ihm begegnenden alten Haufierertn gewaltsam das Geld, 5,50 Mk., aus der Tasche genommen. Trotzdem ihm von den Geschworenen mildernde Umstände bewilligt waren, glaubte doch der Gerichtshof, eine empfindliche Strafe eintreten Uff en zu sollen, namentlich um angefichts der in erster Linie durch die Zigeunerplage beförderten Unficherheit im Odenwald ein Excmpel zu statuieren. Mainz, 5. Juni. Schwurgericht. Unter Ausschluß der Oeffentttchkett wurde gestern gegen die Witwe des Küfers Johann Friedrich Bacher geborene Bender aus Eibingen, zuletzt in Bingen wohnhaft wegen Mordes verhandelt. Die Angeklagte soll in der Nacht vom 29. Februar ihr zwei Tage alteS Kind stranguliert haben. Die G.'schworenen verneinten die Frage des Mordes und btjahten die der fahrlässigen Tödtung. DaS Gericht erkannte auf 9 Monate Gefängnis. Paris, 5. Juni. DaS Zuchlpolizetgericht verurteilte den Fürsten Bariatinsky, Adjutanten deSZaren, infolge der Klag« des Wechselagenten MargartteS wegen Hinterziehung gepfändeter Ju- wrlen in contumaciam zu einmonatigem Gefängnis, 500 F-a"ks G-ldbuße, sowie RückerstMtuna von 5000 Franks. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. - Pommersche Hypotheken «ktien-Bank. Die Direktion der Pommerschen Hypolvek«ndank veröffmtlicht im „D. Oek. eine Aufstellung, die auf Grund der sta-Uichen R.otfionstaxen die Gesamtdeckung mit 179,26 Mill. Mark beziffert, hiervon aber 8,31 Mill. Mk. kürzt für die mit mehr wie 100 Proz. belieh-nen Hypotheken. Doll, gedeckt seien danach 170,95 Mill. Mk., denen als Obltgationen-.Umlauf jetzt noch 175,77 Mill. Mk. gegenüberstehen. (Ende 1900 189,53 Mill. Mark einschließlich 7,70 Mill. Mk. lombardierten Obligationrn). Die Direktion sei mit diesen Taxen nicht einverstanden, sondern erachte dir Verhältniffe als weseniltch günstiger. Aber selbst jme ungünstige Taxe ergebe 97'/« Proz. als inneren Wert der Obligattonen, und da hierzu auch Ansprüche an d»S andere Vermögen der Bank kommen, so könne wohl behauptet werden, daß di.- Obligationen der Bank vollwertig Mea' Simbttrg /o Griech. Konop.-Anl. 44.10 8 o/o Portugiesen . . . 26.00 3 0/r Mexikaner .... 26.50 41/1 c/o Chinesen .... 84.15 Ten de r Kursbericht. Frankfurt, den 6. Juni. Kreditaktien.....215.60 Diskonto-Kommandit . . 184.20 Darmstädter Bank . . . 181.70 Dresdener Bank . . . . 145 60 Berliner Handelßgeo. . . 148.70 Oeeterr. StaatebaJia . .243 25 Gotthardbahn .... 157.80 Laurahütte . . . . 193.60 Bochum......178.20 Harpener ...... 174.50 mz still. Silan? vom Rechnungsjahr 1900 des Laadwirtsch. Konsum-Wereins zu KarKenteich Eingctr. Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Aktiva: L Passiva: JL Kaffenbefiand 219.64 Inventar u. Einkauf 4244.86 Ausstände 1489.36 MobUienwert 108.22 Vorhandene Emballage 20.19 Summa 6u82.27 An Kreditorm 3606.75 Stammanlcil 590.— Rescrvefonos 789.80 Betriebsrücklage 567.98 Reingewinn 588.24 Summa 6082.27 Mitglieder stand Ende 1899 ..... 101 Ausgetreten im Jahr 1900 . . 4 Zugcgangen im Jahr 1900 - 10________6 Bleibt Mitglieder stand Ende 1900 .. . 107 Für den Vorstand: 4044 I. Briegel, Direktor.Hä). Wehrum, Rendant. Die ordentliche Geueralversaviullung des Spar- nab Nmschaß-Nkreins Mieugesellschafy ;u Grsßen-Linbtn findet statt: Montag den L4. Juni l. I., nachmittags 3 Uhr, auf dem Gemeindehause dahier. Tagesordnung: 1) Vorlage der Rechnung pro 1900. 2) Verwendung des Reingewinns. 3) Wahl des Vorstand^ und Bestimmung über deffen Besoldung. 4) Ergänzungswahl de» Aufstchtsrats. 5) Ueberttagung von Aktien. 6) Abänderung der Statuten nach dem bürgerlichen Gesetzbuch. Großen-Linden, den 4. Juni 1901. 4041 Der Vorstand. Heute vormittag wurde zu Marburg unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter in ihrem 84. Lebensjahre von langem Leiden durch den Tod erlöst. Giessen, den 5. Juni 1901. 4680 Professor Dr. Hans Strahl. Agnes Strahl, geb. Bersch. Richard Strahl. Frau Dr. Mathilde Strahl geb. Metz Danksagung meinem schweren Verluste Allen i Dank. , den i 1901. 4088 die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes, für die liebevolle Pflege der Schwestern und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann, sowie für die Teilnahme des Bauerschen Gesangvereins, und für die vielen Blumenspenden sagt herzlichen Dank I Familie Arnold. Vergebung von Kteirrhaueraröeiterr. Die zur Abdeckung einer Stützmauer beim Kesselhaus der neuen Kliniken zu Gießen nötigen Platten aus Basaltlava werden hiermit auf dem Sub- misfionswege ausgeschrieben. Die bezüglichen Unterlagen liegen auf unserem Amtslokal -ur Einsicht offen. Angebote find bis zum Mittwoch den 12. d. Mts., vorm. 10 Uhr, postfrei an uns abzu- geben. Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, den 6. Juni 1901. Großh. Hochbauamt Gießen. Stabt. Schlachthaus. 4036 Wreikaak. so 62 tieute und morgen: OWstM 40 M Zchioeiirrstkisch 30 M K-hsteisch 30 M In Lteuerschen etc. fertigt »erufu«gsschriften, Erklärungen , sowie Eingaben aller Art, auch erteilt eingehende Auskunft 4024 Ed. Rotte, KnplmsM 2. Bit verkaufen Wmtiutt Hund, weiß, gelb gefleckt, Prachtexemplar, 3U oerT. Krankfurterftr. 86. 9ÜÜ dwtutt «ornpreßstroh zu verkauf-m. 02172 Oekonom Kitz. Kauf Gesuche Mkycr's Koilvttsatw«s-Fttiko«, 5. Aust, zu kaufen gesucht von Ricker'schk Anio.-Kuchhaiidl. Südanlage. 4040 KofhUNd, äußerst wachsam, zu kaufen gesucht. Näb. in der Exped. 02165 Saug- u. Hebe- Pumpe für Handbetrieb für Tiefe bis zu 50 Meter zu kaufen gesucht. Offerten unter Nr. 02164 an die Expedition. Uermiet naget 4039] Mansardenwohnung, 4 Zimmer u.Zubeh., per l.Slug.juöcr» mieten. Louis Lony. Bahnhofstr. 27. 4032] In schöner freier Lage, Parterrestock, 8 Zimmer, inkl. Bad mit Zubehör und Gärtchen auf 1. Juli, eventl später zu vermieten. Näheres: K. Klee-, Südanlage 18. Eine schöne Wohnung zu ver- miet. H. Lindenstrutb, Tiefenweg 17. 4031] Schöne Wohnung mit Zubehör, im 2. Stock,per 1. Juli oder später,, vermieten. 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Darstellendes Personal: Herren (Solo): Fred Carlo, Bariton-Partien, vom Karl Schultze-Theater in Hamburg. Karl Endtresser, Tenor-Buffo, vom Wilhelmtheater in Magdeburg. Bichard Jäger, 1. Operetten-Tenor, vom königl. Landestheater in Prag, als Gast. Hans Kosswitz, 1. Gesangs- u Charakterkomiker vom Karl Schultze-Theater in Hamburg. Fritz Klsery, Tenor-Partien, vom Stadttheater in Budapest. Max Linke, 1. Gesangs- und Charakter- komiker, vomWilhelmtheater in Magdeburg Emil Nothmann, 1. Komiker (reeng.). Albert Schmidt, Liebhaber u. Bonvivant, vom Stadttheater in Libau. Herren (Chor): Rob. Baumann. Fritz Gemeyer. Carl Greve. Paul Henning. Hans Lau. Gottfried Mackenstein. Robert Ohlmeyer. Heinr. Reichmann. Emil ObaL Leo Tänzlet. Ludw Terzki. Emil Tritschler. Damen (Solo): Lotte Beyer, Soubretten-Partien, vom Karl Schultze-Theater in Hamburg. Mathilde Durand, 1. Soubrette, vorn Bellevue-Theater in Stettin. Cäcilie Eckersberg, 1. komische singend» Alte, vom Stadttheater in 8t. Gallon. Marie Genell, 1. komische singende Alte vorn Neuen Theater in Braunschweig. Adelheid Lamberti, Mazzo-Sopran, vom Stadttheater in Elberfeld. Lilli Nordeck, 1. Gesangs-Partien (Sopran^ vorn Stadttheater in Libau. Emma Opel, I. Operettensfingerin, vorn Stadttheater in Stettin. Marie Pen^e, 1. Operettensängerin, vorn Wilhelmtheater in Magdeburg. Laura Scholz, 1. muntere u singende Liebhaberin, vorn kgl. Landestheater in Prag. Lola Tischer, 1. Soubrette, vorn Stadttheater in Libau. Damen (Chor): Gertrud Backhusen. Elli Glöckner. Hedy Gobsch. Ella Halm. Emma Hintzpeter. Lista Osten. Hansi Oberhofer. Anna Lass. Ida Walden. Franziska Schulz. Emma Tritschler. Gertrud Wagwitz. Nora Weiden. Cilli Waldersee. Alles Weitere besagen die Tageszettel und die Annoncen,» 4037 Die Direktion. 02175] Laufmädchen oder Frau baldigst gesucht. Ludwigstr. 35, II. 02176] Einälteres, zuverlässiges, brave» Mädchen zur Führung eines kleinen Haushalts zu einem einzelnen Herrn bis 1. Juli gesucht. 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