Sir. 8Ä Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 7. April 1901 Erscheint löglich mit Abnahme deS Montag-. Me Gießener Lamtlien« Mittel »erben btm 8m IßtGer hr Wechsel mit ^Heff. wmbwirt" und „Blätter Pfcr tzeß Volkskunde" vier» ■Ml »Wöchentlich beigelegt. ■ emeNee »*n «nittfea Bk« ne**ittoge für btn *i*w Ta| rrfietncnbrn **«r M eernt 10 Uhr »♦»«t«ttu*grn Ipäteftce« ■MuM »erber. BAnfHaa, Expedition und Bchulftratze 7. GichenerAnzeiger General-Anzeiger 87 Bejngsprets vierteljLßtt. Mk. 2.20, monatl. 75 Pia. nut Brmgerlohn; durch w Abholeflellen Vierteljahrs. Ml. 1.90, monatl. 65 WG. Bei Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestell^» «Ne L«»etaeu-vermttUu»G» pellen »et In- ex6 »uMeiw® nehmen Anzeigen für bw flHefcener «nzelger crUjteea. AetlrnprrtS total 1> Rk aueeflrt» 80 Psg- Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen FL-L Bei dss. IS. gekört: Bekanntmachung. Betr.: Faselschau zu Grünberg. der Faselschau zu G r ü n b e r g am 28. März wurden folgende Fasel von der Kör - Komission verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt; entlaufen ist: 1 Hühnerhund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 5. April 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Telegramme deS Gießener Anzeiger-. L o n d o n, 5. April. Das Reutersche Bureau meldet aus Tientsin von gestern: General Gaselee ist am 3 d. M. an Bord des Kreuzers „Isis" hier eingetroffen und begab sich heute nach Peking. Washington, 5. April. Die in China unter dem Befehle Chaffees stehenden amerikanischen Streitkräfte, mit Ausnahme der Gesandtschaftswache, werden zu der am 30 Mai in Taku erfolgenden Einschiffung bereit gehalten. Gießen, den 4. April 1901. Grvßherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Amtlicher Feil. Bekanntmachung, Betr.: Schafräude. Die über die Schafherde der Gemeinde Daubringen verhängte Sperre wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 4. April 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Deutsches Reich. Berlin, 5. April. Das Kaiserpaar mit Umgeb- Bekanntmachung. In der Zeit vom 30. März bis 5. April l. I. wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Schirmständer und 1 Kuchenbrett; Telegramme deS Gietzeaer Anzeiger-. Dundee, 5. April. Die Generale Durtnell und El- ^^wü^zu^flichen^ |xng,~fotoie ’trie 'jilngfte Schwester der Kaiserin, Prinzessin China. Zum Kapitel der grausamen Kriegführung und der Ausschreitungen deutscher Soldaten in China wurde ein sogenannter Hunnenbrief besprochen, der ton einem Unteroffizier, einem ehemaligen Einjährig- Freiwilligen, geschrieben sein und unter Anführung entsetzlicher Einzelheiten in ruhiger, gebildeter Weise bestätigen soll, was auch andere sogenannte Hunnenbriefe behauptet haben. Nach diesem Briefe sollen die deutschen Kommandobehörden scharf eingegriffen haben, um Ausschreitungen zu begegnen; die Ausschreitungen wären aus den Gewohnheiten des Krieges zu erklären. In dem Briefe, der durchaus den Eindruck nicht übertreibender, nüchterner Urteilsfähigkeit machen soll, werde behauptet, daß schon viele Kameraden kriegsrechtlich erschossen worden seien. Der Brief ist nach Zeitungs-Angaben am 6. Januar in Peking geschrieben. Für die Beurteilung des Wertes auch dieses Briefes genügt die That- sache, daß laut eines Berichts des Kommandos des Ost- asiatischen Expeditionskorps vom 28. Januar bis dahin überhaupt noch kein Todesurteil über emen Angehörigen des deutschen Expeditionskorps gefällt worden ist. r . Nach einer Meldung der „Daily Mail" vom gestrigen Tage aus Shanghai hat die niederländische Regierung eine Forderung in Höhe von 100 000 Pfund Sterling eingereicht als Entschädigung für die Entsendung niederländischer Kriegsschiffe von Indien nach China. Ter „Standard" meldet vom 2. d. Mts. aus Shanghai: Auf Einladung Luchuanlins stattete General Tungfühsiang einen geheimen Besuch in Singanfu ab; in einer Audienz bei der Kaiserin soll er derselben geraten haben, nicht nach Peking zurückzukehreu, solange die Truppen der Verbündeten Die Stadt besetzt halten. In gewissen einflußreichen politischen Kreisen Englands wird die bevorstehende Reise Delcasses nach Petersburg insofern sympathisch begrüßt, als man guten Grund zur Annahme zu haben glaubt, daß dieselbe den Zweck verfolge, in Petersburg in friedlichem und versöhnlichem Sinne bezüglich der in China schwebenden Fragen zu wirken. Es tritt jetzt täglich mehr hervor, daß es in England eine starke Partei giebt, die eine Annäherung an Frankreich und damit auch an Rußland, sowie einen Ausgleich aller Differenzen zwischen England und dem Zweibunde zu fördern beabsichtige. Engländer und Buren. Ter Berichterstatter des „Matin" hatte in Utrecht mit Krüger eine Unterredung über den Stand der Dinge in «Südafrika. Krüger betonte, daß Botha nicht eingewilligt habe, die Vorschläge Kitcheners anzuhören, und daß weitere Folgerungen über etwaige Zugeständnisse Bothas in keiner Weise daraus gezogen werden könnten. Botha habe nur zugehört. Jedenfalls habe Botha sich kein zweideutiges Wort entschlüpfen lassen über die Frage der Unabhängigkeit. Diese stellte Krüger als Vorbedingung des Friedens hin, wofür die Buren anderseits zu großen Zugeständnissen und Opfern an England bereit sein würden. Der Einfall der Buren in die Kapkolonie habe be- ?weckt, sich mit neuen Lebensmitteln und Pferden zu ver- eheu und die englisck)en Streitkräfte zu zersplittern. Beides ei gelungen. Im übrigen würden die Buren, so versicherte Krüger, w e i t erkämp fen, da sie den Krieg mit ihren einzelnen wohlberittenen und wohl ausgerüsteten Abteilungen noch auf unbegrenzte Zeit aushalten könnten. Der Friedensunterhändler Meyer de Koch wurde, wie R. B. heute meldet, am 12. Februar in Belfast Von den Buren wegen Hochverrats zum Tode ver- urteilt und erschossen. Reuters Berichterstatter in St. Helena berichtet in einem vorn 9. März datierten Brief die folgenden Einzelheiten über die bort gefangen gehaltenen SBuren. Alle Wochen bringt ein Dampfer große Mengen von Schlack)- vieh, von dem acht bis zehn Stück täglich für die gefangenen Buren und die Garnison geschlachtet werden. In der ersten Woche des März hat man begonnen, einige der Gefan- Senen beim Löschen der Dampfer und besonders eim Ausladen des Schlachtviehs mithelfen zu lassen, da der Arbeitermangel sich sehr fühlbar macht. Zwei oder drei der Kriegsgefangenen sind gestorben; einer starb eines plötzlichen Todes, er wurde eines Tages tot im Lager gefunden, ^m Hospital sind wenig Patienten, und die dort befindlichen leiden nur an vorübergehenden Krankheiten. Die Gesundheit von Cron- ies Frau hat manches zu wünschen übrig gelaßen, es ging ihr aber, als der Brief abging, wieder besser. Sie war infolge der Besorgnis um das Befinden ihrer in Transvaal zurückgebliebenen Verwandten sehr bekümmert, und das hatte' ihren Geisteszustand etwas beeinflußt. Einige Todesfälle in ihrer Familie hatten den Zustand vorübergehend verschlimmert. Cronje selbst geht es gut, er ist aber um den Zustand seiner Frau besorgt. Der starke Biegen, der Anfang März fiel, that dem Lande sehr wohl, da der Mangel an Wasser in Deadwood sich schpn sehr fühlbar mackste; man hatte schon mehrere neue Röhren legen müssen, um überhaupt das notwendige Was,er zu erlangen. Die Gefangenen thun, was sie können^ um ihr Bestes aus ihrer Sage zu machen. Einige haben sich Laden eingerichtet, in denen sie selbstgesertigte Limonade und dergleichen f e i l b i e t e n und natürlich guten Absatz finden. Sie haben unter anberm auch ein Restauran t aufgemacht. Ferner haben sie einen dramatischen Ver e i n gegründet, dessen von Zeit zu Zeit statt finden de Unterhaltungen stets „ausverkauft" sind. Einmal wurde &u einer dieser Vorstellungen sogar der Gouverneur eingeladen, der aber infolge eines Unwohlseins nicht erscheinen konnte. Er ist inzwischen zur Wiederherstellung seiner Gesundheit auf Erlaub nach England gefahren. Feodora, und die Prinzen Friedrich Heinrich in Joachim Albrecht wohnten gestern abend dem Gottesdienst in der Dom-Jnterimskirche bei. — Tie Zeitung „Post" schreibt: Gegenüber der irre- ührenden Verbreitung angeblicher Aeußer- ungen des Kaisers über Gegenstände der inneren Politik erfahren ävir zuverlässig, daß Se. Majestät bei feinem einzigen der Empfänge parlamentarischer Abordnungen wie auch in keiner sonstigen Audienz in letzter Zeit die Kanalfrage oder die Frage des Zolltarifs irgendwie berührt hat. Alle Berichte über derartige, wie gesagt, gar nicht gefallene Musterungen beruhen auf müßiger Kombination oder auf Repor- tergefchwätz. „Hofkreise" sind damit nicht in Verbindung, zu bringen. Tie Empfänge der verschiedenen Präsidien haben übrigens auch ohne Beteiligung von Personen des' Allerhöchsten Hofstaates stattgefunden. — Ter Kaiser drückte dem Sultan seine Bewunderung für dessen mutige Haltung beim Erdbeben während der Zeremonie anläßlich des Kurban-Bairamfestes aus. „ . r . — Die Leibgendarmen des Kaisers iverben jetzt auch mit Lanzen ausgebildet und foNen in Zukunft mit dieser Waffe versehen, den Monarchen zu Pferde begleiten, wenn er ausreitet. - — Wie berichtet wird, erregt es einigermaßen Befremden, daß nichts davon bekannt wurde, ob der Qar zur Feier des Alexanderregiments e i ne Glückwunschdepesche gesandt hat. Anscheinend ist das nicht geschehen, da andernfalls das Telegramm wohl veröffentlicht worden wäre. — Im „Reichsanzeiger" bringt der Kriegsminister erneut zur Kenntnis, daß es Unteroffizieren und Mannschaften diensllich verboten ist, sich auf Veranlassung von Zivilpersonen mit dem Vertrieb v o w. Druckwerken und Maaren innerhalb von Truppenteilen oder Behörden, seien dies ihre eigenen oder frembe, zu befassen. — Der preuß. „Staatsanzeiger" veröffentlicht einen gemeinsamen Erlast der Minister des Handels, des ^nnenv des Kultus und der Landwirtschaft vom 19. Marz an den Oberpräsidenten betreffend die zunächst zu ergreifenden Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnungswesen s. Bezugnehmend auf den gleichzeitigen Erlaß an die Regierungspräsidenten werden empfohlen Errichtung von Zentralstellen nach dem Muster des rheinischen Vereins« zur Förderung des Arbeiterwohnungswesens, billige Dor- lehne an gemeinnützige Bauvereine auch aus Provinz- fonds, und zwar über die mündelsichere Grenze hinaus, Ausarbeitung von Provinzial-Polizeiverordnungen für Unterbringung der Arbeiter landwirtschaftlicher und gewerblicher Betriebe, sowie des Bergbaues und des Baubetriebes. Der Erlaß an die Regierungspräsidenten betont die Notwendigkeit der Verbesserung des Wohnungswesens schon vor den in Vorbereitung befindlichen Aenderungen der Gesetzgebung und verlangt unter anderem Einwirkung auf die Gemeinden zur Herstellung von Wohnungen für die Arbeiter ihrer Betriebe, empfiehlt verschiedenartige gemeindliche Unterstützung der Baugenossenschaften und Bau- tereine, Ausbildung des kommunalen Verkehrswesens und-. Einleitung zweckmäßiger kommunaler Bodenpolitik. — Die „Vereinigung zur Aufklärung des" Konitzer Mordes" hat beschlossen, gleich nach Osteru eine Petition an den Reichstag abzusenden. ^yn der Petition wird der Reichskanzler ersucht, feststellen zu lassen, an wem die Schuld liegt, daß der unter den ausfälligsten Begleitumständen am 11. Marz 1900 verübte grauenvolle Mord an dem Gymnasiasten Ernst Winter noch feine Sühne durch Bestrafung der Mörder und Mithelfer gefunden hat, und zur Begründung tmrfr fotgenbe^geJagL finb bie Körperteile der zerstückelten Leiche des Gmunasiasteu Ernst Winter undim^anuar des Jahres die Kleider des Ermordeten an verschiedenen Stellen der Stadt und der nächsten Umgegend gefunden worden. Diese Thatsache beweist daß eine größere Anzahl von Einwohnern von Komtz um den Mord wissen müssen Die naturgemäße Erregung in der Bevölkerung; unserer Gegend ist wenn auch Irlich Ruhe ein^e- treten ist, eher gewachsen als geschwunden. Man ist allgemein davon überzeugt und durch die Äußerungen des Herrn Justizministers im preußischen Abgeordnetrn- bause noch darin bestärkt worden, day verhängnisvolle Fehler im Anfänge der Untersuchung gemacht worden sind. Man befürchtet, daß es jetzt in der Absicht der Behörden liegt, das Verfahren einzustellen, wahrend große Kreise der Bevölkerung, nicht zum Wenigsten die Gebildeten, meinen, daß sich im Lause der Zeit ausreichendes Material angehäuft habe, um gegen bestimmte Personen wegen Beteiligung an dem Morde selbst und gegen andere wegen Beihilfe die Anklage erheben zu tonnen. Da aber Schritte, die angesehene Personen aus hiesiger Gegend bei hohen Staatsbeamten im ©inne der obigen Bitte gethan haben, erfolglos geblieben fino> so setzen die Unterzeichneten ihre Hoffnung auf veir deutschen Reichstag." , Essen, 4. April. In der Krupp'schen Fabriv haben größere Arbeiterentlassungen funden. Die Kündigung mehrerer tausend Mannsteht falls nicht baldigst größer- Bestellungen emtr-ft-n. nahmen ihm 100 Wagen und etwa 1000 Stück Vieh ab. Der Feind stürzte arg bedrängt ein Pompongeschütz von einem Abhang herab. Zahlreiche Buren begeben sich an die Grenze des Zululandes. ~ m , London, 5. April. Kitchener meldet aus Pretoria vom 5. ds.: Plumer besetzte ungehindert Pietpotgietersamt in der Oranjefluß-Kolonie. Ord.-Nr. [| eiacntümer ______»as-l Namen Wohnort Raffe Alter Farbe Kbrperbeschaffenhett Gesundhelts- und Nährzustand 1. r. 8. 4 6. €. 7. 9. 9. August Theiß Carl Reil Friedrich Frey Heinrich Lein Carl Gemmer Georg Bett Georg Krauß III. Christian Frank Heinrich Pfaff Stockhausen Grünberg Harbach Klein Eichen Oberohmen Londorf Wetterfeld Gründ erg Weitershain Vogelsberger Vogelsberger Simmenthaler Kreuzzucht Simmenthaler Neinzucht Simmenthaler Reinzucht Simmenthaler Reinzucht Simmenthaler Kreuzzucht Simmenthaler Reinzucht Simmenthaler Kreuzzucht 17 Monate 16 Monate 15 Monate 17 Monate 15 Monate 18 Monate 16 Monate 17 Monate 17 Monate rot rot Falbscheck Hellfalbscheck Rotscheck Falbscheck Hellfalb Falbscheck Hellsalb ziemlich gut gut ziemlich gut gut gut «ut ziemlich gut ziemlich gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut Meteorc + T kreiskrankenhause zu Seligenstadt übergeführt. Ein b + 4- 9» 1« 2« 9a 7« 2?5 hl l " MV 751,7 719,5 749,8 753,9 748,1 den Reichsbehörden gegen die von einzelnen oberrheinischen Städten beabsichtigte Einführung derFäealien in den Rhein vorstellig zu werden. Bei einer Abendunterhaltung im Reichsgesundheitsamt betonte der Reichskanzler der Abordnung gegenüber, daß die Verhandlungen hierüber im Bundesrat einen derartig erfreulichen Fortgang genommen hätten, daß bald Maßnahmen getroffen würden, die den Wünschen der betr. Städte gerecht würden. Gerade der Umstand, daß von den Reichsbehörden diese Ingelegenheit in die Hand genommen worden sei, werde dazu beitragen, den Reichsgedanken besonder- in Süddeutschland zu stärken, denn die Für- orge des Reiches für die gesundheitlichen Verhältnisse werde immer weiter >ie Ueberzeugung verbreiten, daß da, wo die Einzelstaaten in einer be- timmten Frage zu einer Einigung nicht gelangten, das Reich al» oberster Schiedsrichter wohlthätig eingreife. Rödelheim, 5. April. Aus dem um 11 Uhr nacht- die Station durchfahrenden Schnellzug Homburg-Frankfurt sprang zestern der hier wohnende noch ledige Fabrikarbeiter Happe >erauS, geriet aber unter die Räder und wurde sofort getötet. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und de» Rnchtnrstaate». Ein bedauerlicher Jagdunfall ereignete-sich am Mittwoch in Hainhausen. Im dortigen Waldjagdreviere schoß ein Jäger nach einem sich in einen Wellenhaufen flüchtenden kleinen Hasen, traf aber einen augenscheinlich angetrunkenen >andwerkSburschen, den der unglückliche Schütze nicht beobachtet hatte. Der Schuß zerschmetterte dem Schlafenden den Luken Unterarm und einzelne Schrotkörner durchdrangen die inke Wange. Der Schwerverletzte wurde alsbald nach dem r Leipzig, 4. April. Ter erste Str eikin der Orts<- ^kran ke n la sse ist perfekt. 154 von 270 Aerzten erklären öffentlich, baß sie von morgen ab die Tätigkeit für die Ortskrankenkasse einstellen. Mädchen, das sich am Mittwoch zu Fuß nach Nieder- Wöllstadt begab, um von dort nach Gießen zu fahren, genaß unterwegs auf der Chaussee eines Knäbleins. MW «ftgt-otderAkk «achst-st-erAi Lihrttu-er i Büci I 6ineibtr, 1 Mein Höchst- ra Möngste Höchste T-l Riedki-ste Gleichzeitig beorderte er die Mannschaften an die Pumpen. Das Feuer nahm seinen AuSgang neben dem Maschinenraum; eS brannten unter anderen die für die Dampfheizung be timmten Vorrichtungen. Wie es heißt, brach das Feuer fleichzeitig an zwei Stelleu aus. Man nimmt als Ursache te furchtbare Erschütterung des PanzerkolosieS durch den Grundstoß an. Starker Rauch drang aus den Räumen und erschwerte die Löscharbeit. Zwei Stunden hindurch ergossen ich mächtige Wasiermassen in den gefährdeten Raum und öschten die Glut. Da sich keine weiteren Abteilungen füllten, o war Dank einer trefflichen Leitung und fast Übermensch- icher Anstrengung die Feuers- und WasserSgefahr beseitigt. Prinz Heinrich sprach der Mannschaft für die bewiesene Ausdauer und Entschlossenheit seine wärmste Anerkennung aus." * Zur Konitzer Affaire. Der Arbeiter MaSloff aus Könitz hat neuerdings ein „Geständnis" über seine Wahrnehmungen in der Winterschen Sache abgelegt. Er hat ver chiedene Angaben gemacht gegenüber Beamten, die ihn nach Sraudenz zur Verbüßung seiner Zuchthausstrafe transportierten. Ju der Hauptsache widerrief MaSloff seine an Ge- richtsstelle gemachten Angaben, daß er an dem Mordtage, und zwar gegen Mitternacht, jüdische Männer mit Paketen beladen aus dem Lewyschen Hause auf den Mönchssee zu habe gehen sehen. Derartige Beobachtungen will MaSloff nach seinen neuen Aussagen bei seinem Fleischdiebstahl im Hofe deS Lewy überhaupt nicht gemacht haben. Dagegen behauptet MaSloff, er habe an jenem Sonntagnachmittag, au dem Winter ermordet wurde, beobachtet, daß mehrere jüdische Männer sich in das Lewysche Haus begaben. Die ganze Schuld, daß er einen Falscheid geleistet, führt MaSloff auf seine Schwiegermutter, die. mitbestrafte Gesindevermieterin Frau Roß, zurück. Diese habe ihm das Märchen in den Kops gesetzt, daß Juden die Leichenteile deS ermordeten Winter um Mitternacht zum Mönchssee geschafft hätten. * Heidelberg, 5. April. Ein in Frankfurt a. M. stationierter Schaffner der Main Neckar-Bahn, Höckendorf, stürzte gestern abend beim Revidieren der Billete vom Zuge , wurde so schwer verletzt, daß er dem hiesigen städtischen i Krankenhause überwiesen werden mußte. Gießen, den 6. April 1901. *♦ Finanzmirrister Gnauth weilte von Montagabend bis Mittwochnachmittag in unserer Stadt. Nachdem er mit dem Bürgermeister und dem Beigeordneten Wolff private Unterredungen gepflogen hatte, besichtigte er das Elektrizitätswerk, den Friedhof und das alte Rathaus, die Fundstätte der Urkunde aus dem Jahre 1483, die Stiftung einer Messe betreffend. ** OnmibuS Verkehr. Bei schönem Wetter verkehren an den Feiertagen die Wagen der OmnibuS-Gesellschaft von 3—41/2 Uhr nachmittags nach und 6—7*/, Uhr abends von dem Schiffenbergerwald und zwar alle 20 Minuten. •• Gemälde Ausstellung. In der Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand findet kommende Woche wieder ein größerer Wechsel der Gemälde statt, weshalb wir nochmals auf die gegenwärtige reichhaltige Ausstellung Hinweisen vollen. Die Ausstellung ist am 1. und 2. Feiertage von 41 bis 3 Uhr mittags ununterbrochen geöffnet, von Dienstag an bleibt sie vier Tage geschloffen. Den neu eingetretenen Mitgliedern deS Kunstvereins sei mitgeteilt, daß ihnen auf die Beitrittserklärung hin von Seiten des Vorstandes keine besondere Zuschrift mehr zugeht und sie schon jetzt mit ihren Familien zum freien Besuche der Ausstellungen berechtigt find. *♦ CirkuS Otto Mark giebt am zweiten Ostertag seine Eröffnungsvorstellungen nachmittag 4 Uhr und abend 8 Uhr. (Näheres fiehe aus dem Inserat.) *• Am 1. Osterfeiertage findet kein Promenaden- kouzert statt. •* Lahnkanalisation Der Zentrumsantrag auf Vor arbeiten für die Lahnkanalisation ist, laut „Wetzl. Nachr.", vom Abgeordneten CaheuSly bei der Kanalgesetzkommission des Abgeordnetenhauses zurückgezogen und durch einen weiter- gehenden Antrag ersetzt worden. Dieser fordert direkt die Herstellung eines leistungsfähigen Wasserweges im Flußlauf der Lahn durch deren Kanalisation von Der Einmündung in den Rheinstrom aufwärts bis zur Landesgrenze über Wetzlar hinaus. Am Montag hat Herr EahenSly in der Sitzung her Limburger Handelskammer erklärt, die Stimmung für eine Lahnkanalisation fei nicht ungünstig, da das Zentrum dafür einzutreteu gedenke. Die Handelskammer beschloß, in der nächsten Zeit eine Versammlung aller Interessenten nach Limburg einzuberufen. W- Bad-Nauheim, 5. April. Die Fassung der im vorigen Jahr erbohrten neuen Quelle Nr. 14 schreitet ebenso wie der Neubau des daneben zu errichtenden Badehauses so rasch fort, daß die Arbeiten bis zur Eröffnung der Saison wohl beendigt sein dürften. W. Büdingen, 5. April. Mit Bezug auf das in Aus Acht stehende neue Gemeindesteuer Gesetz beschloß der Kreis- ansschuß unseres Kreises, daß von den 114000 Mk. betragenden Beiträgen der 74 Kreisgemeinden zur SreiSkaffe einstweilen 51400 Mk. zu erheben feien, damit die Kreiskaffe zederzett ihren Verbindlichk iten nachkommen könne. Die genaue Festsetzung der Beiträge erfolgt später. . Darmstadt, 5. April. Das freisprechende Urteil der Strafkammer des Landgerichts in der Strafsache gegen Dr. Lang und Apotheker Kriebel ist, da die Staatsanwaltschaft Revision nicht eingelegt hat, rechtskräftig geworden. Nunmehr wird das Gericht noch den Verfall der von Schuhmacher geleisteten Kaution zu Gunsten der Staais- kaffe zu beschließen haben. — Rechtsanwalt Justizrat Sch öd le r hat sich infolge seiner Krankheit gezwungen gesehen, die Anwaltschaft aufzugeben und das Notariat nieder- zulegen. Worms, 6. April. Vor einiger Zeit haben die Städte Worms, Germersheim und Speier eine Abordnung nach Berlin entsandt, um bei 4. b. 5 5. I 6 Arbeiterbewegung. -k- Mainz, 5. April. Eine Lohnbewegung ist in der Schuh- abrik Rosenbusch u. Cie. hier im Gang. Die Firma beabsichtigt, bei einem Teil chrer Arbeiter einen neuen Taris einzuführen, wodurch, wie die Arbeiter behaupten, ihr Verdienst um nahezu ein Drittel geschmälert werden würde. Es ist eine allgemeine Schuhmacher Versammlung eingerufen, nach der unter Umständen die Arbeiter in Außstand treten werden. London, 4. April. Die Löhne der Grubenarbeiter in Stört« humberland sind um 138/4 Prozent herabgesetzt worden. Rach Meldungen aus Middlesborough sollen auch die Löhne der Hochofen-Arbeiter im Cleveland-Eisendistrikt für die nächsten drei Monate um 21 pCt. reduziert werden. Gla-gow, 4. April. Der AuSfiand der Bergarbeiter im Kohlengebtet von Lanarkshire droht für bett schottischen Eisenhandel unheilvoll zu werden. In den meisten Stahlbezirken wurden gestern abend die Eisenhochöfen niedergedämpft. Mehrere große Stahlfabriken stellen ebenfalls den Betrieb ein. Marseille, 4. April. Gegenüber der von nationalistischen Blättern verbreiteten Meldung, daß die Ausständigen vom Ausland unterstützt würden, erklärt der Obmann des Streikkomitees, die Ausständigen hätten von deutschen Hafenarbeitern bisher 1000 Frs., von den englischen und norwegischen 635 Frs. erhalten. Morttcearr les Mines, 4. April. Die arbeitswilligen Bergarbeiter sind unaufhörlich feindseligen Angriffen seitens der Ausständigen ausgesetzt. Etwä 100 Ausständige schleuderten Steine gegen einen Wagen, in welchem sich ein bei der Arbeit verunglückter Bergmann befand. Rur mit Mühe konnte der Kutscher des Wagens vor weiteren Thätltchkeiten geschützt werden. Genua, 4. April. Der auf einer hiesigen Schiffswerft ausgebrochene Streik ist infolge eines Uebereinkommens der Arbeiter mit der Direktion beendet. Kandwirtfchast. Budapest, 4. April. Amtlicher Saatenstandsbericht. Die Wintersaaten überwinterten zumeist genügend gut, obwohl Schneefälle und Fröste zu Ende des vorigen Monats einigen Schaden anrichteten. Der Anbau der Saaten schritt gut fort infolge des günstigen Wetters in der Mitte des Monats März. Neueste Meldungen. Karlsruhe, 5. April. In einem hiesigen öffentlichen Abort erschoß sich gestern früh der 35 Jahre alte frühere Wirt Widenhöfer. —Verhaftet wurden zwei Kassierinnen und eine Ladnerin eines größeren Konfektionsgeschäftes, sowie eine ihrer Verwandten, Die in dem Verdachte stehen für mehrere tausend Mark Waren ihrem Dienstherrn gestohlen zu haben. Aden, 5. April. Der Herzog und die Herzogin von Cornwall und York find heute früh an Bord des „Ophir" wohlbehalten hier eingetroffen. l . Poften • CM—“ • , 8tf« I« ? w wnetr gelaben ’ biln § Ausland. London, 5. April. Der Bericht der Pwrlaments- rommission für die Prüfung der Vorlage betreffend die Zivilliste des Königs schlägt vor, die Zivilliste auf jährlich 470000 Pfund Sterling festzusetzen, einschließlich 110000 Pfund für die Privatschatulle des Königs; für den Herzog vonCorwall und V 0 r k sollen außerdem 20 000 Pfund Sterling, für die Herzogin 10 000 Pfund bewilligt werden. — In einem Telegramm der „Times" aus Wellington (Neuseeland) heißt es: Nachdem Frankreich eine Marinestation für den Stillen Ozean errichtet und die Zahl der dort stationierten Kriegsschiffe innerhalb weniger Wochen auf fünf erhöht hat, ist es jetzt dabei, die Landbef'estigungen zu verstärken. Dieses Vorgehen wird hier als eine Beorobung der britischen Interessen im südlichen Teil des Stillen Ozeans betrachtet. Toulon, 5. April. Das russische Geschwader unter Admiral Birilew hat Toulon verlassen. Rom, 5. April. Aus Anlaß eines von mehreren! Blättern erwähnten Gerüchtes, der König der Belgier habe in Rom den Papst in striktem Inkognito besucht, «ohne dem Könige einen Besuch abzustatten, veröffentlicht die „Agenzia Stefani" heute ein Telegramm aus Florenz, worin es heißt, der König der Belgiern habe seit seiner Ankunft Florenz nicht verlassen und habe nur «einige Ausflüge in der Umgebung der Stadt gemacht. Konstantinopel, 4. April. Heute wurde der Pforte und der griechischen Gesandtschaft der Schiedsspruch der sechs Botschafter betreffend die Konsularkonven- ition zwischen der Türkei und Griechenland notifiziert. Der Schiedsspruch hält, wie verlautet, die Privilegien und Immunitäten, welche die griechischen Unterthanen in der Türkei vor dem Kriege genossen, gemäß Artikel 3 des griechisch - türkischen Friedens-Präliminar-Vertrages ungeschmälert aufrecht. New-York, 4. April. Der kubanische Zoll auf Baumwollzeuge ist derart geändert worden, daß bic Amerikaner besser den Deutschen, Engländern und Spaniern Konkurrenz machen können. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gießen, 6. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. 1.00—1.20, Hühnereier per St. 6—0 2 St. 00-00 Enteneier 2 St. 00—16 4, Gänse, eier per St. 00—00 Käse 1 6t. 5—8 , Kasematte 2 St. 5—8 , Erbsen per Liter 22 4, Linsen per Liter 34 $, Tauben per Paar JfC 1.00—1.20, Hühner per St. M 1.50—2.20, Hahnen per Stück M 1.30-2,00, Enten per St. JC 2.00—2 30, Gänse per Pfd. 0.00 bis 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 £, Kuh« und Rindfleisch per Pfund 60—64 ej Schweinefleisch per Pfd. 64—74 Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd, 60—66 a>, Hammelfleisch per Pfd. 50—66 L, Kartoffeln per 100 Kilo 6.50—7,50 Jt, Weißkraut per St. 00—00 , Zwiebeln per Ctr. M 6.50—7.50, Milch per Liter 18 4. ke. Arankfurt a. M., 5. April. Dividenden. Aceumulatoren- werke System Pollack-Frankfurt a. M. 7pCt. (t. V. 8pCt.) Wasser« leitungs« und Unfall-Versicherungs-Gesellschaft „Neptun" Frankfurt a. M. 20pCt. (wie im Vorjahre), Gasapparat- und Gußwerk-Mainz 5'/,pCt. to btt Atch I. Donnrttta« in dm zum Revier ( markungen TreiS, $ gefällte Holz versteig, im Distrikt Buchwall oui den Distrikten S von 27 bis 50 cm ir 20 cm m. Dm. mit ' lzu Deichseln und l Achen 6; Knüppel rn Eichen 22; Stöcke rn MedttseMuh, tzr 6 Stück von 24 bti Buchen 26, Eichen 11 blöckr rm: Elchen «rotzmVvstS. ' Störfenn; Nadel 23. twttnBufteh K, v-h unter 2 unb 3 «Gemarkung B /uooaber werden gebet! XMl »•b, ytmattuyg' Achen 2 Stück von 3 Hien 45 Stück mit Sichen 6, Nadel Adel M; Stöcke rm »'Markung VN-, «m. Dm. mit 0,61 Kuppel rm: Buche äs Steinl ", Sebrannteeiche 18 mit 4, ,»' A-Alben 18, i 2 10 Nt'ier rm; «nnw 7/10< n» Freihe: Uermischtes. * Bonn, 5. April. In einer Gastwirtschaft Remagens erschoß heute der Sohn eines Papierfabrikanten aus München-Gladbach sich und feine Geliebte. ♦ Bonn, 4. April. Ein Rechtsanwalt aus Mannleim, der sich hier bei Verwandten zum Besuch aufhielt, ollte heute auf Ersuchen des Mannheimer UntersuchungS. üchterS wegen Unterschlagung festgenommen werden, stn Kriminalkommissar und ein Kriminalbeamter begaben sich n die Wohnung der Verwandten des Rechtsanwalts. Bei Vorzeigung des Haftbefehls bat der Rechtsanwalt, von seinen Verwandten Abschied nehmen zu dürfen, und begab sich in ein Nebenzimmer. Die Beamten hörten kurze Zeit darauf n dem Zimmer einen Schuß fallen, worauf sie mit Gewalt dort eindrangen. Der zu Verhaftende saß auf dem Rand eines Bettes und gab einen zweiten Schuß ab, der haar- charf an der Wange des Kriminalkommissars »orbeipfiff. Es entstand hierauf ein Ringkampf; den Beamten gelang es nach großem Widerstand, dem sehr starken und kräftigen Mann den Revolver wegzunehmen. Der Verhaftete wurde dann ins Gefängnis eingeliefert. * Zu d'em Unfall des Panzerschiffes „Kaiser Friedlich III." wird aus Kiel im Anschluß an die bis- ;erigen Mitteilungen geschrieben: „Von zwei verderbenbringenden Elementen bedroht, schwebte das imposante Admi ralschiff des Prinzen Heinrich von Preußen, der „Kaiser Friedrich III.", in sehr crnfter Gefahr. Die Aussagen >cr vor wenigen Stunden hier eingetroffenen Mannschaften iringen Einzelheiten über den Vorgang, der für die Kalt- üütigkeit unb Entschlossenheit deS Prinz-Admirals und seiner Offiziere und für Die gute Disziplin der Bemannung ein neuer Beweis ist. „Kaiser Friedrich III." stieß zuerst mit dem Vorderteil, kurze Zeit darauf noch heftiger mit dem . Hinterschiff auf. Die Untersuchung ergab arge Beschädigungen; Ünf Abteilungen füllten sich mit Wasser. Noch war der Umfang der Havarie nicht festgestellt, da ertönte der Schreckensruf: „Feuer im Schiff!" Prinz Heinrich, der mutig und gefaßt die Maßregeln zur Bekämpfung der wppelten Gefahr leitete, gab zunächst den Befehl zum Klarmachen aller Boote an Bord des „Kaiser Friedrich in." unb des in der Nähe befindlichen „Kaiser Wilhelm II." • Paris, 4. April. Das bei dem Angriff auf den Professor Deschanel von der russischen Studentin Vera Gelo durch einen Schuß verwundete Fräulein Zelmine ist heute abend gestorben. • Madrid, 5. April. Der nach der Grenze von Frankreich fahrende Expreßzng ist heute zwischen den Stationen AtaquineS und Palacios, 170 Kilometer von Madrid, entgleist. Der Zugführer sowie der Kondukteur deS Schlafwagens wurden getötet und der Heizer, zwei Gensdarmen und ein Reifender verletzt. * Lemberg, 5. April. In der hiesigen evangelischen Kirche stürzte heute Pastor Dr. Emil Grafl, als er den Kelch ergriff, um die Kommunion zu erteilen, bewußtlos zu Boden, wodurch eine allgemeine Panik entstand. Ein anwesender Arzt konstatierte Tod durch Herzschlag. Grafl, li^bth ®cmc^n^crat war, erfreute sich allgemeiner Be- * Petersburg, 4. April. Heute früh 2»/. Uhr fanb in Erivan (Kaukasus) ein starkes eine Minute dauerndes Erdbeben statt. * Der „Kleinbürger" Karpowitsch, der wegen Ermordung des russischen Unterrichtsministers Bogoliepow von der Petersburger Gerichtskammer zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden ist, hat, bis kurze Zeit vor dem Attentat in Deutschland gelebt. Er wohnte in Charlottenburg, war in den Kreisen seiner in Berlin- lebenden Landsleute, besonders der Studierenden wohlbekannt und galt als ein ruhiger und leidenschaftsloser Mann, dem niemand die Blutthat zugetraut hätte. Als er feinen Freunden anküvdigte, daß er eine Reife in die Heimat antreten wolle, ließ nichts in feinen Aeußerungen auf Den verhängnisvollen Plan schließen, den er gefaßt hatte. Er fuhr von Charlottenburg nach Petersburg und schon wenige Tage später brachte er dem Minister Boaoliepow die tätlichen Verletzungen bei. Meratur, Wissenschaft und Kunst. Cuxhaven, 4. April. Jntereffante Versuche auf dem Gebiet der Funkentelegraphie fanden heute zwischen dem Schnelldampfer .Deutschland" der Hamburg-Amerika-Linie und dem Lotsenwachchause öezw. der Kugelbake in Cuxhaven statt. Die beiden letzteren Stationen waren mit Geber- und Empfänger-Apparaten nach Profeffor Braun und Siemens u. HalSke ausgerüstet. Die Versuche gingen glatt von ftatten. — August Strindbergs „Ostern" wurde in Stockholm bei von Akt zu Akt steigender Stimmung aufgeführt. Als Leonore, die zarte, visionäre Frauengestalt, hat die Braut des Dichters, die junae Schau- pielerin Harrier Doffe, einen künstlerischen Triumph gefeiert. (In Frank- urt wurde, wie wirs. Z. ausführlich meldeten, die seltsam schöne Dichtung von Publikum und Kritik verständnislos abgalehnt. D. Red.) enfianMericht. Die i, obwohl Echm'Me und chaden mrichtetrn. Dn günstigen Detters in der ItairW Lus de« heutigen a w-w ». •W«* tüsmcke 2 6t. 5-M. 4 i, W™ P" J® 2.20, Hahnen per 6M Gänse per Psd.^t 0.00 bis und Rindfleisch P-r PMd lf Schweinefleisch, fielen, Hammelfleisch 60 X Weißkaut per Ei. Mch per Liter 18 4- enden Sceumulatsren- (t 8. SM E« Neptun'Frankfurt a.^- und Gußwerk-A--nj ta W 6411? al?«* ?&Ä* Srubenarb ^ ag-sTSS-’s K- ^Z ,m Ä Jf® es j- vl»i -E ?>"te s-L; Mi 60, 10 «-Ä ' Ww. iteti ft»« »«, b »4" ? ‘"'M ei ®«lW,ä. 8< * a®ßemehitr L5'--Hr M Statte bautrubtg 1U V,MaUt«4e Ä. Er tto^nit :n Miller in Bnlin «enben wohlbekannt iSloser Mann, btm l?» seinen Fmnden 'luiat nntreten wolle, en verhüngSnisvollen W von Charlotten- Tage später brachte M Lerleßongr» beu che aus dem TM der Schnelldampser.Deutsch-, senwachthause dezw. der en Stationen waren mit >r Staun und Siemens tt von Hatten. in Stockholm bei wn Als Leonore, die Me, chters, die jume ßch-u- mph gefeiert ßn Jranli die seltsam fchbne Dichtung nt. D. Red.) 3r 1»,^ W Krank fort, den 6. April. do 8°/. Bilanz-Konto am 31. Dezember 1900 Passiva. Aktiva. 1889.87 13839 Per Vermögen am 31. Dezember 1900 26985|48 Gewinn und Verlust-Konto am 31. Dezember 1900 Htwlrrne Haben Aerlrrste Soll Wetter April 166« 54 26649 |77 | 3.-4. April deS Geschäftsjahres 1900 Bnx 01285 4- 1.0» C. 8 Neustadt 8 Stück Pappel-Stämme mit 10 2638 26 18 1 5 46 6850 59 Neuenweg 15. 2663 >»/, o/o Beiohaanleihe Sero. Himmel Sonnenschein Seb. Himmel 4128 9017 90 224 2458.60 1669.54 11417 10178 579 15 1588 1200 4,2 4,5 4,0 4,8 4,0 6,0 vM 26477 172 16 11389 1105 908 8217 7175 172 feuchte« Voder», Böschungen und Dämme, dauernd Bleich, rase«, Tiergärten und Parks, Schattenlage, Teppichrasen, 749,0 751,7 749,5 749,8 752,9 748,1 Feldbahngleise Kipp wagen etc. Weichen, Dreh cheiben, Neue Patent-Rollenlager ca. 50% Zugkrafterspamia Elektrische Lokomotiven. Grosse Lagervorräte Kataloge gratis und franko. Arthur Koppel Bochum i. 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April Niedrigste' , , „ , Die Zahl der Genoffen betrug zu Anfang Es schieden auS Dio Zahl der Genoffen Ende 1900 Die Bilanz liegt während der folgenden 8 Tage Meteorologische Beobachtungen der Stativ» Gieße«. Per Konto-Korrent-Konto Darlehen der Siadt Gießen 12000.— 188 in dem Büreau des Bankhauses Aron Keichek- Der Großh. Kreisbauinspektor: Stahl. 2649 Hast du Eil. fahre Weil Weil-Räder, Modell 1901, Ä"ÄS LI^Hohoersteigerung drhärteite vorrätig. Alle vorkommenden separat««» schnelli ‘ -r- -> ■ «nh billigst Zahrrad- a. MhmattM-chllndiung, Kfparatnnüirhfliitte H. Fitzler, Bahnhofstrasse 58. Holzversteigermng in der Areiherrlichen Höersörsterei Ilaöenan. I. Donnerstag den 1L April l. I. soll das in diesem Jahre in den zum Revier Großen-Buseck gehörenden Waldparzellen der Gemarkungen Treis, Beuern, Großen-Buseck, Reiskirchen und Bersrod ThymothegraS, englisches Raygras. 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Steig- iiebhaber werden gebeten, sich dasselbe vorher anzusehen. — 4. Nach- mittags 8 Nhr, nach Zusammenkunft im Distrikt Hoher- wald, Gemarkung Reiskirchen, au3 Distrikt Hoherwald Stämme: empfiehlt als letzte Neuheit An Kaffa-Konto „ Konto-Korrent-Konto „ Futter-Konto , Immobilen-Konto . „ Mobilien-Konto , Pferde-Konto . , Betriebs-Konto. BekanntMachung. Die Mitglieh/r des Konsumvereins (E. G. m unb. H ) zu Große« Buseck werden zu einer General-Versammlung gefüllte Holz versteigert werden und zwar: 1. Nach Zusammenkunft I im Distrikt Buchwald in der Gemarkung Beuern, vormittags 10 Uhr, I 8 NeUStaUl 8 Zusammenkunft am ersten Tage im Distrikt Kirschbaum, am zweiten Tage im Distrikt Dörfelrberg. Großen-Buseck, fi.April 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. 2667 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteustratze 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Schlaffer, 1 Schmied, 1 Mechaniker. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Lauffrau, 1 Putzfrau, 1 Waschfrau. 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I., nach Zusammenkunft im L. raranti» Distrikt Steinberg, Gemarkung Keffelbach, vormittags 10 Uhr, qu8 Reparatur. Uaranue. den Distrikten Steinberg, Abteilg. 2, 4, 5, 6, 7, 11a, 18a, 14, 15 und -------------------------------------- 17, Gebrannteeiche 18 und 19, DietrichSwald 14, Rinnwege 7, 10, 11 und 13, Alterbrunnen 16. Stämme: Eicken 15 Stück von 12 bis £)QHUvvlI€lu€vUnU 35 cm m. Dm. mit 4,34 fm; Derbstangen: Fickten 31 Stück mit 1,67 *** • ' fm; Scheiter rm: Buchen 204 1. Kl., 16 2. Kl., Birken 22 i. Kl, Das an der Kreisstrafte 2 2. Kl, Eicken 18, Nadel 4 2 Kl.; Knüppel rm: Buchen 88 1. Kl., Gieße«—Grüttberg, zwi- 3 2. Kl, Birken io 1. Kl, 2 2. Kl, Eichen 26, Nadel 71, Aspen 21 der Gansenbura und der 2. Kl.; Re.ser rm: Buchen 420, Eichen 156, Birken 32, Nadel 870:1nacbKrosien-Buseck Stöcke rm: Buchen 50 1. Kl., 10 2. Kl., E-chen 28, Birken 2, Nabe! x 169. DaS zerstreut fitzenbe Holz auS ben Distrikten Steinberg, Äbtlg. I sowie zwischen okr Abzweigung 2, 4, 5 11a und 17, Gebrannteeiche 18 und 19, DietrichSwald 14, «nach Saasen und Grünberg Id* Rinnwege 7, 10, 11 unb 13, Alterbrunnen 16 wird nickt vorgezeigt I gerndeStaM»' NNd BreuN- unb kommt im Distrikt Steinberg 15 beim Feuer zum Ausgebot. unb Jloa-. Steigliebhaber werben gebeten, sich dasselbe vorher anzusehen. Londorf, den 4. April 1901. I 18 Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Schwörer. . 98.15 Kreditaktien . . . . 222.50 . 88 50 DiBkonto-Kommandit . . 185 70 . 98 cy Darmstadter Bank . . . 134.70 . 88 50 Dresdener Bank . . . . 148 00 . 94.75 Berliner Handelßgee. . . 153 00 . 96.10 Ooeterr. Staatsbahn . . 149 10 44.45 Gotthard bahn . . . . 166.00 . 5025. Laurahütto . . . . . 214 00 . 25.40 Bochum .... . . 200 50 . 8140 Harpen er ... , . 181 00 Tendenz fest. UfrlWfttf? (linipfrhlnimcii -rr. 2668 01260 Watzenborn, dm 5. April 1901. 2657 stelle frei Die Beerdigung findet am Ostersonntag, nachmittag 3 Uhr, in Watzenborn statt. 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