t Steigerung eltoei träge, bis erheben g-gen oUt* in Land Wen Orden Jen. 8jUhr o. 1772 Vereins. & 112. Krischt •loreB itit N* t. iuaebe-1 8,,nefl Saufen. Km, ud)t- o" —— BK5* v . M- S'f* K5 >4 ^(bö^Ven an, , Wt l‘*«n M- reis'- en. r ßlüik 6 M , 6 , , 8 , S)oieTlM2ü 2SO ' 240 / , 1.^ inb , 040 Dose 35 P'g. , unb 60 P'» iar m- Nr. 56 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 7. März 1601 Redaktion, Expedition und Druckerei- Zchulstrabe 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Die Gießener Kamillen- Blätter werden dem An. riger im Wechsel mit „Hess, anbroirt" und „Blätier f6r Hess. Volkskunde" vier- »al wöchentlich beigelegt. Namahmr een enietgtn M der nachmittags für den Mgcnben Zag erlchrtnrnden wummer bis norm 10 Uhr Abbestellungen fpäteften» abends vorher. GietzeimAnzeiger General-Anzeiger v Amis- und Anzetzeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis vicraijähri. Ml 2 20, monail. 75 Pfa, mit Vringerlohn: durch bu Abholestellen viertcljährl Mk. 1.90, monail. Gö Pfg Bei Postbezug vicrtrljährt. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld rille einzriocn Bkrmikllungt. Peden bcö In- und Audlandrt nehmen Anzeigen lür den Giebrner Anzeiger entgegen. Lrilenorciv. total 18 Dfcv auswärts 80 Pfg. Adresse für Depesche»: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. BMHÄSSSiasai Amtlicher Heil. Gießen, den 4. März 1901. Letr.: DaS Hallen der hessischen Feuerwehrzeitunq. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Groffh. Bürgermeistereien deS KreiseS. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Zahlung der fälligen Abonnementsbeiträge im Rückstände find, wollen diese behufs Vermeidung von Weiterungen baldigst an die Expedition der Feuerwehrzeitung einsenden. Bei dieser Gelegenheit verfehlen wir nicht, alle anderen noch nicht im Befitze der hessischen Feuerwehrzeitung befindlichen Gemeinden wiederholt auf die Verfügung Großh. Ministeriums d. I. vom 8. Oktober 1897 (Kreisblatt Nr. 6 von 1899) hinzuweisen und Ihnen nochmals die Anschaffung dieser Zeitung anzuraten. v. Bechtold. Gießen, 1. März 1901. Betr.: Die Ausführung deS Gesetzes vom 10. September 1878 über den Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Das Großherzoqliche Kreisamt Gießen Au die Groffh. Bürgermeistereien der Laub- gemeinden des Kreises. Bei der Prüfung der für das Jahr 1900 ausgestellten Ueberwachungsbogen obigen Betreffs hat fich wieder eine Reihe von Anständen ergeben. Wir verweisen für die Zu hm ft auf das Amtsblatt ohne Nummer vom 3. April 1900 -ur pünklichen Nachachtung. v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Den Erlaß einer Polizeiverordnung über die Benutzung der Bürgersteige in der Stadt Gießen. Nachstehende Polizeiverordnung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnisnahme mit dem Anfügen, daß die Schutz Mannschaft angewiesen ist, deren Befolg streng zu Überwachen. Gießen, den 4. März 1901. Großher Mögliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Polizei-Verordnung. Auf Grund des Art. 56 der Städtcordnung wird nach Anhörung der Stadtverordnetenversammlung mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 31. Januar 1901 zu No. M. d. I. 605 für die Provinzial» Hauptstadt Gießen verordnet, wie folgt: § 1. Die Bürgersteige sollen für den Fußgängerverkehr freigehalteu werden. § 2. Es ist deshalb verboten, auf den Bürgersteigen Wagen jeder Art, Karren, Schlitten und Fahrräder zu fahren. Ausgenommen von diesem Verbot ist das Fahren mit durch Menschen fortbewegten Kranken- oder Kinderwagen, sofern darin Kranke oder Kinder gefahren werden; solche Wagen dürfen jedoch nicht nebeneinander gefahren oder aufgestellt werden. § 3. Das Ueberfahren der Bürgersteige zwecks Ein« und Ausfahrt zu und von Hofraiten und Grundstücken ist gestattet, sofern dies im Schritt auf dem kürzesten Wege und ohne Aufenihalt geschieht. § 4. Es ist verboten, den Verkehr durch ungerechtfertigtes Stehenbletben, durch gewerbliche Verrichtungen, durch Feilbieten von Gegenständen, durch das Tragen von Stöcken oder Schirmen in einer andere Personen gefährdenden Weise zu hindern. § 5. ES ist verboten, außerhalb der Frühftunden von 5 bis 7 Uhr Gegenstände, die durch Form, Größe oder Beschaffenheit geeignet sind, die Vorübergehenden zu beschädigen, zu belästigen oder zu beschmutzen (wie Metzgerbollen, Bäcker- und Marktkörbe, Kaminfegerutensilien, landwirtschaftliche Geräte u. dgl.) auf den Bürgersteigen der von der Ost-, Süd-, West- und Nordanlage eingeschlossenen inneren Stadt zu befördern. § 6. Unter Bezeichnung „Bürgersteig" find in dieser Verordnung allgemein die Fußwege bis zur Goffe begriffen, ohne Unterschied, ob dieselben erhöht und gepflastert sind oder nicht. § 7. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimm- nugen werden nach § 306 pos. 10 deS Reichsstrafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu 60 Mk. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. Gießen, den 2. März 1901. Großher-ogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. ES wird hiermit das Folgende zur Kenntnis der Mannschaften des Beurlaubtenstandes gebracht: 1. In diesem Jahre erfolgt die Aushändigung der Kriegsbeorderungen und Paßnotizen in der Zeit vom IO* bis 25 März, und zwar für die Stadt Gießen durch Ordonnanzen, für die übrigen Ortschaften durch Vermittelung der Ortsbehörden. 2. Die bis jetzt noch nicht zur dienstlichen Kenntnis gebrachten WohuuugSveräuderuugeu — auch die- jenigen innerhalb der Stadt Gießen — sind sofort dem BezirkSfcldwebel zu melden. 3. Die Mannschaften des Beurlaubtenstandes der Reserve, Ersatzreserve, Landwehr I und Landwehr II, welche in Gießen ihren Wohnsitz haben, beauftragen — falls sie selbst nicht zu Hause sein können — einen erwacksinen Anverwandten, den Hauswirt oder einen zuverlässigen Mitbewohner mit der Empfangnahme der KurgS- beorderungen, bezw. der Paßnotizen. 4. Jeder Manu — ausgenommen die als unabkömmlich Bezeichneten, die im Bahndienst befindlichen und vom Waffendienst zurückgestelltev und die ungeübten Ersatzreservisten — der bis zum 25. März abeudS keine Kriegsbeorderuug oder Paffnotiz er« halten hat, meldet dies sofort schriftlich oder mündlich dem Bezirksfeldwebel. 5. Die vom 1. April ab nicht mehr gütigen alten roten Kriegsbeorderungen und die weißen Paßnotizen sind am 1. April durch die Mannschaften selbst zu der» uichteu, die neuen gelbeu KriegSbeorderungen, bezw. die neuen weißen Paßnotizen sind einzukleben, und zwar nach dem Muster, welches für Gießen jede der austragenden Ordonnanzen in Händen hat, für die übrigen Ortschaften dem betreffenden Bürgermeister vom Hauptmeldeamt Gießen übersandt wird. Gießen, den 15. Februar 1901. Großherzogliches Bezirkskommando Gießen. Detring. Soldatenmitzhandlungen. Bei der Beratung des Militäretats im Reichstage sind mannigfache Soldatenmißhandlungen zur Sprache gebracht worden. Wir brauchen kaum zu erwähnen, daß wir unsere Militärverwaltung und unser Offizierkorps hoch bewerten, daß wir aber gerade deshalb um so weniger Grund haben, mit der Klarlegung der noch vorhandenen Mißstände zurückzuhalten. Vor wenigen Monaten wurde ein Strafprozeß bei dem Kriegsgericht der 11. Division in Breslau gegen einen Unteroffizier des ersten (Leib-)Mrassier-Regiments in Breslau verhandelt. Der Delinquent hatte längere Zeit hindurch einen ihm unterstellten Soldaten auf das Schwerste mißhandelt, ihn mehrfach so geohrfeigt, daß Blut floß, un8 ihn unter anderem an die Pferdekrippe gebunden und Heu kauen lassen. Der zur Verzweiflung getriebene Soldat machte schließlich einen Selbstmordversuch, und nur dadurch ist die Sache zur „dienstliche n" Kenntnis der höheren Vorgesetzten gelangt. Der Unteroffizier ist mit fünf Monaten Gefängnis bestraft worden, und in den Urteilsgründen soll gesagt worden sein, daß er falschen Pflichteifer angewendet habe. Ist diese Art der Begründung wirklich erfolgt, so ist sie allerdings auf das Schärfste Westdenz-Arief. (Ortginalbericht deS „Gieß. Anz") Nachdruck verboten. „Die versunkene Glocke" als Oper. — Hermoine von Preuschen- Telmanu im Kuustverein. Dem großen Publikum ist der Name Heinrich Zoellner so gut wie unbekannt. Der „Opernführer" von Lackowitz, das Tex'buch der Texte, weiß nichts von ihm, und selbst ein so gediegenes Werk wie Mbie deutsche Musik im 19. Jahrhundert" von Dr. Max Graf, ist über ihn zur Tagesordnung fortgeschritten. ES dauert also noch immer sehr lange, bis die Leben- den zu Wort gelangen. Allerdings, einen kleinen Kreis von Sachkundigen ist Zoellner als ein sehr ernst zu nehmender Künstler bekannt. Und wir sind sogar der Meinung, daß man das Kapitel „Romantik in der deutschen Oper" fürderhin von rechtSwegeu nicht schreiben kann, ohne Notiz genommen zu haben von jenem köstlichen Sichversenken in das geheimnisvolle Leben der Bergwelt, zu welchem es den „Meister Glockengießer" drängt in dem Satz: „Es rauscht so fremd mb voll. Der Tannen dunkle Arme regen sich so rätselhaft." Das ist die Poesie des deutschen Waldes, wie sie zu allererst in Eichendorffs Lyrik allseitigen Ausdruck fand, und allmählich auch die Musiker mit ähnlichen Gefühlen erfüllte. Haydn, Mozart beschreiben noch Natur, — Weber, Wagner, Schumann, Zoellner laffen das nachtönen, was, Natur in ihnen gewirkt. Wohl kann man sagen: Ohne „Siegfried" keine „Der sunkene Glocke" als Musikdrama die Stimme des Wald- vögleins, das Sichbefinnen auf Vater und Mutter, wie es in d m Rautendelein Satz sich anzeigt: „Aber manchmal fühl' ich ein Brennen! möchte so gerne Vater und Mutter kennen" leiten sofort auf das große Vorbild hin Aber man muß nicht versäumen, hinzuzufügen, daß vom Apparat deS Wagner scheu MusikdramaS doch noch niemals ein so schöner, einheitlicher und zielbewußter Gebrauch gemacht worden ist als in liefet musikalischen Nachdichtung der „Versunkenen Glocke", bei welcher Schönheit und Wahrheit einen harmonischen Bund eingegangen sind. Nichts macht sich auf Kosten der inneren und äußeren Wahrheit der Hauptmann'schen Dichtung bemerkbar. Während man sonst immer genötigt war, peinlich zu unterscheiden zwischen dem, was der Dichter gegeben und dem was der Musiker sich für seine speziellen Bedürfnisse und Neigungen herausgesucht hatte, so daß man in einer „Oper" die zu Grunde liegende Dichtung nur selten in ihrem Charakter wieder erkannte — das eklatanteste Beispiel ist in der Gounodschen „Faust" — wird man von Zoellner gezwungen, fich in den Gefühlskreis Hauptmanns einspinnen zu laffen. ES ist ganz unmöglich, daß wir uns durch die Musik von der Grundstimmung der Dichtung entfernen laffen. Im Orchester wie in den Vokalfiimmen offenbart sie ihr innerstes Leben. Sonst würde auch wohl Hauptmann schwerlich seine Genehmigung zu einem Werk gegeben haben, daS seiner eigenen Ideenwelt fremd gegenüber stände. Die Cxtase deS „Meister Heinrich", die auch der Schau spieler, welcher sich am Goethe'schen „Faust" erprobt, nicht zu überbieten vermag, wird in der Orchestersprache, ohne daß diese allzu sehr über eine mittlere Temperatur hinausdringt, ihrer egoistischen Kaltherzigkeit entkleidet und in blühendes Leben umgesetzt. Zwischen der Musik und dem Text besteht kein künstliches Anpassungsverhältnis, beide gehen ineinander auf. Darauf beruht des Werkes Reiz, dem bei uns ein fein- iühliger Dirigent, eine umsichtige Regie und ein an großen künstlerischen Aufgaben erstarktes Sängerpersonal zum Erfolg verhalfen. Im „Darmstädter Kuustverein" stehen sämtliche Räume im Augenblicke unter dem Zeichen „Hermione von Preu sch en" (Berlin-Gruncwald). Die Zeit ihres Pariser Aufenthalts hat die Künstlerin dazu benützt, sich von der Pariser Preffe, die in jüngster Zeit gegen deutsche Kunst sehr entgegenkommend ist, eine Menge Liebenswürdigkeiten sagen zu laffen. DaS soll auf die Deutschen entsprechend reflektieren! UnS wäre es übrigens total gleichgiltig, ob „GauloiS", „Figaro" oder „La Fronde" die Preuschen anerkennt, wenn wir nicht selbst in ihr und an ihr hervorragende künstlerische Qualitäten entdecken könnten. Aber warum muß sie diese unter Geröll und Gestrüpp begraben? Warum dominiert der Eigensinn, die Schrulle Über Energie und Selbstdisziplin von Jahr zu Jahr mehr? Die übersprudelnde Phantasie, der Reichtum an Farbensinn setzt einen solchen Fonds von Können voraus, daß man nur immer von neuem bedauern muß, daß gerade die großen Vorwürfe mit symbolischer Tendenz ästhetisch unbefriedigend ausgefallen find. Dem „AsraSl", der „Sphinx" und der „Regina Vitae" sind wir hier schon ein mal begegnet — es liegt kein Grund vor, daß Frau von Preuschen un- diese, mehr in der Idee als in der Ausführung interessanten Kompositionen abermals vor- sührt. Uns geben sie keine neue Seite ihres Könnens, und ihr schaffen sie keinen neuen Verehrerkreis. Solchen erwirbt sie sich vorzugsweise durch ihre Blumenstücke und jene halb aus Stillleben, halb aus Landschaft gewobenen Phantasien, die zum Träumen einladen und zwar zu jenen orgiastischen Träumen unter römischer Sonne. In keiner deutschen Mondscheinnacht, in tropischer MittagSschwüle find die Bilder-Phantafien der Hermione von Preuschen erstanden. Wenn sie neb n ihren Gemälden auch noch ihre dichte- rischen Produktionen auslegt, so wiffen wir, daß sie auch von dieser Seite aus erfaßt sein will. Und sie hat eigentlich Recht: denn Novellen wie sie in „Tollkraut", in „Dunkelkammer" und Lieder wie sie in „Vom Mondberg" stehen, roerf?n Streiflichter auf ihre Malereien und rücken und in diesen manches näher, was wir sonst schlechterdings nicht zu goutieren vermöchten. Es giebt unter den Lebenden vielleicht keine Malerin, die mit so origineller Kraft ausgestcutet an ihren Beruf ging, und wohl auch keine, die so schlecht Haus damit zu halten wußte, die ihr unendlich reiches Können nur nach der extravageanten, nicht nach der idealen Seite hin gesteigert hat. „Helfe dir Gott aus deinem Traum!" Wir haben kein anderes Schlußwort als diesen Stoßseufzer aus der „©er. sunkenen Glocke." Dr* zu tadeln; denn von falschem Pflichteifer kann hier schlechter- dinqs keine Rede sein, und es wäre vielmehr angezeigt gewesen, dem Verurteilten in den Urteilsgründen die ganze Roheit und Gemeinheit seiner Handlungsweise nochmals zu Gemüte zu führen. Allein noch weit mehr wird die Kritik herausgefordert durch das Urteil selbst, und zwar deshalb, weil neben der mäßigen Freiheitsstrafe nicht auch auf Degradation erkannt worden ist — wenigstens ist hiervon nichts bekannt geworden. Es sei ausdrücklich bemerkt, daß nach den Bestimmungen des Militär-Strafgesetzbuches (§ 40) diese Degradation zulässig war. Also der betreffende Unteroffizier bleibt Unteroffizier trotz seiner groben Vergehungen und ist in der Lage, nach Absitzung der fünf Monate seine Mißhandlungen an neuen Opfern fortzusetzen. Nach unserer Ansicht ist ein Mann, der seine große Gewalt über die Untergebenen fortgesetzt in so brutaler Weise mißbraucht, ungeeignet, noch je eine autoritative Stellung zu bekleiden, und es ist Pflicht unserer Militärverwaltung, für endgiltige Entfernung dieser Leute aus Kommissionsverhandlungen. Mg. S ch ä d l e r (Zentr.) erklärt: Entgegen den früheren Gepflogenheiten hält der jetzige Reichskanzler daran fest, ... .. , v v v daß die auswärtige Politik für uns nicht gerade ein Buch den südafrikanischen Wirren. Ich habe auch in kann nur zu wünschen sein, auch hinsichtlich der Lage in China, ganz abgesehen von der nicht beneidenswerten Gtellung des Grasen Waldersee. Es wurde darauf hinge wiesen, von welch großer Bedeutung die Kaiserreife nach Deutscher Reichstag. Berlin, 5. März. Am Bundesratstisch befinden sich Reichskanzler Graf Bülow, Staatssekretär v. Richihofen und Kriegsminister v. Goßler. Das Haus und die Tribünen sind gut besucht. Auf der Tages-Ordnung steht der Etat des Reichsamts des Auswärtigen, Titel „Staatssekretär". Hierzu liegt ein Antrag des Abg. Münchf-Ferber vor, betreffend die Er- vichtung deutscher HandelskammÄn im Ausland. Abg. Prinz Arenberg (Zentr.) berichtet über die ilten sein; die inzwischen stattgehabten Verschiebungen Veränderungen auf wirtschaftlichem Gebiete müssen Hicbtigt werden. DaS aber möchte ich mit aller ^ni- politische Bedeutung! (Bewegung.) Was unser Ver-! Grunde, weil noch keine Beschlußfassung des Bundesraßö — M - - - w ---------- ,hältnis zu Rußland angeht, bin ich davon durch-!über die Zolltarifvorlage vorliegt und einer solchen vor- Linationen. Eine Besserung der Verhältnisse zu England drungen, daß es eine der vornehmsten Aufgaben unserer zugreifen, nicht meiner Auffassung entlprechend sem dürfte. ««■»• rn wünschen sein, auch hinsichtlich der 9n,ie in! Politik ist, zu Rußland die f r e u n d n a ch b a r l i ch st e n Die neuen Handelsverträge können nicht einfach tzine Abschrrft Beziehungen zu pflegen. (Bravo! rechts.) Ich bin der alten sein; die inzwischen stattgehabten ^Verschiebung davon durchdrungen, daß die deutschen und die russischer! und r. Interessen in den meisten Punkten Seite an Seite gehen | berücksiä>tigt werden solchen Stellungen Sorge zu tragen. . Doch damit sind die höchst bedenklichen Seiten des Falles noch nicht^rschöpft. Wir fragen weiter, wie es möglich war, daßi keiner der Vorgesetzten des Unteroffiziers von! den langeüZeit hindurch geübten Mißhandlungen .Kenntnis hatte. Denn die Angelegenheit ist, wie oben bemerkt, nur dadurch zur Aburteilung gelangt, daß das unglückliche Opfer durch einen Selbstrnord sich seinem Peiniger entziehen wollte. Die Möglichkeit liegt allerdings vor, daß alle die Mißhandlungen den Augen der Vorgesetzten verborgen blieben, allein es muß verlangt werden, daß auch hierüKr eine besondere Feststellung erfolgt. Ergiebt diese aber, daß den Vorgesetzten einer oder der andere der Fälle bekannt war, so müssen auch sie zur Verantwortung wegen ihres Nichteinschreitens gezogen werden. Doch man wird vielleicht einwenden, daß es Sache des Mißhandelten gewesen wäre, von seinem Beschwerderecht Gebrauch zu machen. Damit aber sind wir gerade bei dem wundesten Punkt unserer militärischen Einrichtungen angelangt. Wer sich über einen Vorgesetzten beschwert, hat einmal zu gewärtigen, daß er selbst bestraft wird, wenn die Beschwerde nicht für begründet befunden wird. Aber selbst wenn fie als begründet anerkannt wird, hat er zu befürchten, Haß der bestrafte Vorgesetzte ihn die eigene Bestrafung durch die schärfste Handhabung der Dienstvorschriften entgelten läßt. Die große Disziplinargewalt, die schon dem Unteroffizier gegenüber dem Gemeinen bei- gclegt ist, giebt ihm hierzu unzählige Mittel an die Hand. Wir erinnern nur an die dauernde Kontrolle des Putzzustandes von Kleidung, Waffen und Pferd. Hier sind, die Quälereien, die verübt werden können, fast unbegrenzt; und da der Soldat immer zunächst zu gehorchen hat, und ihm die Möglichkeit genommen ist, sofort den höheren Vorgesetzten anzurufen, so ist in unzähligen Fällen eine Feststellung harter und ungerechter Behandlung, da sie erst nachträglich erfolgen könnte, so gut wie ausgeschlossen. Fragen wir nun noch nach den Mitteln der Abhilfe, so ist schon früher einmal der Vorschlag gemacht worden, das Beschwerderecht in eine Beschwerdepflicht umzuwandeln und also zu bestimmen, daß jeder Soldat, der glaubt, eine gesetzwidrige Behandlung zu erfahren, verpflichtet sein soll, Anzeige zu erstatten. Wir meinen, eine solche Bestimmung würde wohl zu weit gehen und vielleicht zu ungezählten, ungerechtfertigten Angebereien führen, und dasselbe gilt, wenn man eine derartige Verpflichtung den nichtbeteiligten Untergebenen auferlegen wollte. Was man aber in erster Linie fordern muß, ist die Erleichterung des Beschwerderechts für die Mißhandelten. Eine Bestrafung des Beschwerdeführers darf nicht schon dann eintreten — wie es jetzt der Fall —, wenn die Beschwerden als unbegründet erachtet werden oder die formalen Vorschriften bei Anbringung derselben nicht genau innegehalten sind, sondern nur dann, wenn dem Beschwerdeführer selbst der gute Glaube gefehlt hat. Auch muß gestattet sein, daß in dem bestimmten Falle schwerer körperlicher Mißhandlung die Anrufung des höheren Vorgesetzten sofort erfolgen darf. Ferner müssen die Soldaten und Unteroffiziere über Beschwerderecht und über das Verbot der Mißhandlungen und Beleidigungen öfter und genauer instruiert wer- den, als das jetzt geschieht. England gewesen sei. Es scheint daher die Frage berechtigt, und daß es keine Punkte giebt, wo bei gegenseitigem gute» welche Bedeutung hatte diese Reise und ihre lange Dauer, Willen die deutschen und russischen Interessen sich yi und welche Folgen knüpfen sich daran? Haben sich dadurch durchkreuzen brauchen. Beide Reiche sind durch keine» unsere Beziehungen zu England verändert? Bezüglich der einzigen unüberbrückbaren Gegensatz getrennt, aber auch vielfachen Angriffe der Presse gegen den König von Eng- m dieser Richtung verlangen wir volle Gleichheit. Deutschs land trciae ich ohne mich zum Verteidiger desselben auf- land ift nicht mehr auf das Ausland angewiesen, als das werfen zu wollen (Aha k), ob der Thronwechsel für uns Ausland auf reä)t$ unb Hnf§X n>eb« eine politische Bedeutung hat? Ob er Einfluß hat auf die m politischer noch,'.n wirtschaftlicher Beziehung. Was de» von uns proklamierte Neutralität? Gewiß, die Pietät in Artikel in der russischen „Han de ls- UN d^)N du st ri- allen Ehren, aber was hat die Verleihung des höchsten Zertung" betrifft fo werde ich auf die Liebenswürdig preußischen Ordens an den Höchstkommandierenden des ketten selbstverständlich nicht reagieren, teils weil ich daran l'naliscben leeres damit au tbun? Angesichts dieser über-! festhalte, daß es sich im allgemeinen empfiehlt, Mciir- freundlichen Politik England gegenüber fürchtet man, dies ungsverschiedenheiten Zwischen befre^^ttn Regierungc» könnte uns auf dem Kontinent Feinde machen. Deshalb auf diplomatischem, nicht aber auf. publizistischem. Wege mnrfitp irh hip St-raae aufwerfen' Wie ft eh en mir AU den! auszutragen, teils weil ich es Mir zur Ehre rechne, wenn SÄ ÄS ä £.‘'?m„5r,£“a ssssro. “ durch.Anwandlungen von Familienpolitik und plötzliche Kurs- . Unabhänaiakeit des eigenen '-'andes (Bravo' rechts) schwankungen Den Weg ^ ^brechtigkeit, Treue Wahr- ^nn^man^ u^ns^zumuteE eigenen^Landes. Hastigkeit dürfen auch Staatsmänner nicht außer schied der Kritik einer fremden Macht wer es auch sei, zu lassen. Auf diesen Grundsätzen wünschen.wir unsere Pvsitr (L der Krtt^e.ne^sremden Macht, wertes wandeln zu sehen, dann wird sie segensreich sein. (B f sallentum. Unsere auswärtige Politik wird heute wie früher im Zentrum.) ~fA z«nnc \ weder durch Liebe noch Haß, weder durch dynastische'Rück- Grcrf S to l b e r g - W e r n i gerade bons.) er- noch verwandtschaftliche Beziehungen bestimmt, fon- klart: Meme Fragen^cken sich- im wesentttchen wit den n ^^n lediglich durch ruhiges und nüchternes Erwägen der meinev Vorredners, ^zch frage an Wie sind' Zurznt unse^ Staatsinteressen. Man kennt den Kaiser sehr wenig, wen» Beziehungen zu d^ andern Landern, insbesondere zu Eng-glaubt, daß für seine Haltung andere Motive maß^ land und welche Bedeutung ist dem Artikel der „Handels- ^nd seien, als gewissenhafte Fürsorge für die Wohlfahrt unb co . ta. des Reiches und man würde mich sehr falsch taxieren, wenn z~.4V'?retC^ay^r ^Up°[b * Bassermann( nl.) bemerkt, die Grundlage der Darüber durfte nur das Empfinden des-Kaisers^eutscheidem Hege wohl darm, daß man immer vermute. Daß das englische Königshaus und das englische Volk den Wir tänun bei unseren Abmachungen mit England zu kiir». Besuch Mit warmer Dankbarkeit ausnahmen, und dieser ^de des Reichskanzlers habe den Nebel zerstreut, daß Dankbarkeit auch offen lich lebhaften Ausdruck gaben, war England feste Abmachungen getroffen seien, deren doch erklärlich, begreiflich und war ganz in der Ordnung gegen Rußland gerichtet sei. Die Natwnallibcrale» Wenn über so che re,n menschliche ^npflndungen hinaus begrüßen es, daß sich unsere auswärtige Politik nur vo« 6« diesem Anlaß in England der Wunsch hervorgetreten butschen Interessen leiten läßt, ohne sich von Stimmungen ist, friedliche und freundschgftliche Beziehungen zu Teutfch- beeinflussen Au lassen land zu pflegen, so liegt politisch kein Grund vor, das Übel ^lbg Richte r (frs. Vp.) kommt auf die Ordens-Ver- m nehmen, (velterkeit.), A^ wir konn^r ^a nur leihung an Cecil Rhodes und unser Verhältnis zu Ruß- daß es Deutschland und England beschieden sem möge, ^b unb ^lirft dem Reichskanzler vor, daß feine I letzten programmatischen Erklärungen das Interesse ander I elbstvers^ndlich ist die volle und ganze Gleichberechtigung ^fx^chterhaltung der internationalen wirtschaftlichen B»- zwischen dem deutschen und dem englischen Volkedie .^^n nicht genug wahrgenommen hätten. conditw sme qua non des ZKwmengehens und Zusam- Abg. Liebermann üon Sonnenberg (christ.-soz.) zwischen beiden. Das ^ch ^chon ^ äwe^ behauptet, Deutschland habe seine Neutralität gegenüber ^"^en-gesagt, rUttK I den Buren nicht gewahrt, welchen die Bewunderung de» Verhalttiis zu England hat sich gar b^andert,fett' M^lt zu teil werde, während die Engländer noch dem dem ich an dieser Stelle erklärte, daß wir ^rn bereit ^i,ichte der Weltgeschichte entgegengehen. Heil und Sieg feien, auf der Basis der gegenseitigen Rucksichttiahme und b^ s^uren unb 5en Engländern niederdeutsche Hiebe! absoluter Parität mtt (Äigland m Frieden,, Freundschaft Reichskanzler Graf Bülow führt aus: Gegenüber dem und Eintracht zu leben. Wenn also derKaiser durch f Richter kann ich nur lviederholen, die Regierung Anwesenheit und sem Auftreten in England dw -Lahn . erfter Linie die Pflicht, die gesamten wirtschaft- frei gemacht hat für die Fo^lsetzuug eines solch nornialen I ^^n Interessen des Landes in Betracht zu ziehen; je und guten Verhältnisses zwischen England und^Deutsflland, /h fi^ dies !hut, um so besser wird ihre Wirtschaftspolitik >o ist das für beide Lander nur nützlich, Ästehen l fd)ärfeJr die Jntere sen-Gegensätze in Deutschland zwischen Deutschland und geroorben finb - und sie sind sehr scharf geworden - um aber auch viele und notwendige Berührungspunkte. Beide » h <'. bi Regierung die Pflicht fick über den Lar- Länder sind auf gute Nachbarschaft angewiesen und kem\\Q °* lanb bS inS 9Ua^ politischer Grunb ist vorhanden, warum wir die Beziehungen b^u ^tten nno oas Ganze ms Ange i ja||en uno am 'aLt '"so W w° Äe Ägen, S°°n'nenfchein'wilff'L hühnrrf? hnnpn imifrfipn Emaland und'Deutsch- bleibt sür eine verständige Regierung nur übrig, gemeinsam 1 n’ii»der Volksvertretung, mit ihrer Hilfe und Unterstützung neben L ta bafi<^ifflaünX ei«c möglichst richttge unb gerechte Diagonale zu fuhren, ! Rückwirkuna auL^iben werbe auf bie^beutsch-etsalflchen B^-! lowie bie verschiebenen Interessen abzuwägen unb die rotbcr- ^naen ^DÄe ErwM^naen habm sich nicht erfüllt und str^t^den Interessen thnnlichst auszugleichcn. Recht nur auch dies ist nüÜkch ftr dZ Verhältnis zwischen den beiden das Zustandekommen eiches verständigen Zolltarifs und guw> Ländern und nützlich für die allgemeine Ruhe. Der Abg. Handelsverträge, sondern auch unsere ganze wirtschaftluhe- Schädler hat weiter angedeutet oder glaube ich expressis Zukunft hpngt von einem solch vertrauensvollen I verbis gesagt, der Besuch des Kaisers in England stünde Unrken zwischen deii^verbundeten Regierungen und diesem im Widerspruch mit unserer neutralen Haltung gegenüber hohen Hause ab. ^aß die Landwirtschaft das Michtigstzc 1 - ■ - ~ ö J ,IGewerbe, von dem die Selbständigkeit des Landes nach mit sieben Siegeln sein soll. Wir haben schpn eingehende her letzten Zeit die Parallelen gelesen zwischen dem Besuch außen und feine innere Wirtschaft abhangen, ein öoUe» Erörterungen über die auswärtige Politik im Dezember des Kaisers in England und dem Nichtempfang des Anrecht auf seine Pflege und Forderung von feiten der gepflogen. Inzwischen ist jedoch manches hinzugekommen, Präsidenten Krüger. (Sehr richtig!) Diese Parallelen Negierung hat, davon bin ich allerdings burchbrungen. was geeignet ist, Unsicherheit unb Mißstimmung herbei sind nicht zutreffenb, benn die projektierte Reise des Prä- (Bravo, rechts.) Ich halte eme Erhohuiig der Zollsätze zuführen.^ohne daß man gerade in den Schlachtruf der- sidenten nach Berlin verfolgte in ausgesprochener Weise I für Weizen unb Roggen für unerläßlich. Dieser Erhöhung jenigen einzustimmen braucht, welche von einer Vertiefung den Zweck, uns in einer ungewöhnlichen Form zur Ein- ist eine Grenze gesetzt burch Rücksichtnahme auf die LeifL- der Kluft zwischen Nation unb Kaiser reben und auch dem Mischung in die südafrikanischen Wirren zu nötigen,langen und Exportsahigkett unferer Jnouftrie, und anderei- Reichskanzler die Freundschaft gekündigt haben. In den während der Besuch des Kaisers in England mit dem süd- seits durch Wahrung gunfttger Lebensbedlngunaen für de» Dezembererörterungen wurde ausgeführt, daß die verbün- afrikanischen Krieg nichts zu thun hatte. Ich bestreite auf deutschen Arbeiter. (Murren bei uen L>ozialbemokrate». deken Regierungen im Interesse Deutschlands den Buren das Allerentschiedenste, daß der Kaiser irgendwie dem Rufe: „Also doch! ) ^wiß.Ene Henen.^ie Regierung nicht helfen fönnen. Nun kamen aber Momente hinzu,!Wohl des Landes zuwidergehandelt hätte, indem er Auf- denkt uicht weniger an das Wohl der deutschen Arbeiter welche die im Dezember dargeleqte Haltung der Regierung merksamkeiten entgegennahm und erwiderte. Was die Ver-»als Sie! (Beifall rechts und im Zentrum. Zischen bei de» iu erschüttern »geeignet sind: vorerst die Reise des leihung des Schwarzen Adlerordens an Lord Sozialdemokraten. Lärm.) Wenn die eine Halste prosperier Kaisers nach England und der lange dauernde Aufent-1R o b e r t s betrifft, hat der Abg. Schädler selbst ein- und die andere leidet so muß schließlich bas Ganze lewe», halt daselbst. Niemand im deutschen Volk wird dem Kaiser! geräumt, daß es lediglich Sache dts Königs von Preußen! Für den deutschen Arbeiter ist es nicht wichtiger, baß die die Anerkennung versagen, daß er mitten aus der Jubi ist, zu bestimmen, ob unb wem er einen preußischen Orben! Lebensmittelpreise bas uwongste Niveau erreichen, sonber» läumsfeier an bas Sterbelager der Großmutter geeilt ist,! verleihen will. Es handelt sich um ein verfassungsmäßiges daß sich alle Stände in solcher Entwickelung befinden, oafj c Ä’ä at das Recht gehen •e des eigenen n des eigenen nne feindliche sfe, auch z^ Ulch in dieser verden. Aber fein und >ravo! rechts.) ne den Unteres auch sei, zu , sondern Sta eutewie früher Mstische MS- bestimmt, jon- ' Erwägen bet r wenig, wenn Motive maß. die Wohlfahrt äxieren, wenn t zu haben als cefunnere, gute Mächten, die i wollen, abee wirtschaftliche» che das deutsche rhöhe äußerstes Grundlage der immer vermute, mgland zu kurz et zerstteut, daß t seien, deren iatwnalliberale» Politik nur w jn Stimmungen ie Mens-Ser- iltuis zu 'M5 30t, daß ferne Mtefie an der ctfchaftlichen w alten. >erg (christ.-soz.) alität gegenüber jewunderung de, aländer noch dem Heil und vieg wtjche Mb-! ■ tyigiwbit w ' bie Mi-"-« mten wirE t » «ÄifS n' *7 n Arbelte» rfe;” ALS ®etI um ei”'“"# < k siiide^ «Sjoldtie. nationalliberalen Partei bleiben möge. Durch Erheben von Politische Tagesschau. Bei Bleichsucht, Blutarmut ängstigen. „ , r . Abg. Dr. Hasse (alldeutsch) sagt, der Reichskanzler fei der Frage aus dem Wege gegangen, ob wir England gegen- über unsere Neutralität gewahrt haben. Pflicht der ReichS- tzagsabgeordneten sei,'der Stimmung des Volkes rückhaltlos Ausdruck zu geben, und zwar der Alltagsstimmung, nicht derjenigen, wie sie der Kaiser auf Jagden und bei Denk- malsenthüllungen zu sehen hckommt. Unsere Empfindungen sind nicht darum die schlechtesten, weil sie wirklich deutsch sind. , ' Abg. Dr. Oertel (kons.): Wir können auch heute noch nicht verstehen, weshalb der Präsident Krüger nicht empfangen wurde. Redner kommt dann auf die Frage der Waffen Lieferungen an England. Das auswärtige Amt trete für die Ehre der Deutschen im Auslande nicht mit der nötigen Entschiedenheit ein. Die Firma Gehrmann in Manila habe hevte noch nicht ihre Forderungen durchgesetzt, welche sie -egen die spanische Regierung hat. Unsere Beziehungen zu Rußland würden durch die zu große Intimität mit England ungünstig beeinflußt. Unser auswärtiges Amt müsse sich nach Bismarcks Wort richten: „Wir laufen nie- «and nach" jeniqen, für die sich einzelne wohlhabende Personen intcr schritte gcthan. essieren. Ich glaube nicht, daß es angezeigt ist, bie1*"*1"4 hnfe <3prr Gründung von Handelskammern zu erzwingen. Abg. Frese (frs. Vgg.) erklärt sich ebenfalls gegen die Handelskammern im Auslände. Rach einer wiederholten Auseinandersetzung zwischen dem Staatssekretär v. Richthofen und den Abgg. Speck, Münch-Ferber und Frese wird die Resolution Münch-Ferber der Budgetkommission überwiesen und nach halb sieben Uhr die weitere Beratung auf Mittwoch 1 Uhr vertagt. Interessen l tragen würde. Unser neuer . Maßgebende sein. (Beifall rechts und im Zentrum.) Abg. Graf Klinckow ström (kons.) bemerkt, wir -rauchen unsere Landwirtschaft nicht zu gunsten der russischen arlfzugeben und brauchen uns vor Rußland nicht zu betreffend die Errichtung von deutschen lernm er n im Auslande. Landwirtschaft lH Aus Oberheffen, März. ?" Schreckt auch bis jetzt die Höhe des Pflegegeldes (360 aJiart ^ugettr Heiserkeit, Bluthusten rc. gulQmmenttifft und dann für tue an ‘ ~ ,,JLX “ x---^"i d esen Nebeln Leidmden die verhängnisvollsten Folgen haben kann. Wie I gesagt, kehrt man in der Behandlung dieser Epidemie immer mehr ,u . I natürlichen Arzneimitteln zurück und unter diesen ist wohl der russische 1 Knöterichthee obenanzustellen. Wer seine Heilerfolge bei allen den genannten Krankheiten gesehen, war erstaunt. Ein Abguß desselben tft nicht nur ein Heil-, sondern ein Vorbeugunqsmiitel gegen die ernstesten Kr ’ c 23 Vvril den Buchstaben E. W., sodaß sich jeder vor wertlosen Nachahmungen Ist in dem deutsch-amerikanischen Abkommen vom Juli vorn- am 23. März. Am spatesten, namUly auf Den io. »pry fj^en kann, und wolle man jedes Packet ohne den Namen E. Weidegen Jahres der Zuckerzoll mit Gegenstand der Abmachung fällt der Ostersonntag 1905. Auch 1910 kehrt dieser jpäte mann zurückweisen. Um im Publikum Vertrauen zu erwecken, haben gewesen, oder ist Amerika nach wie vor berechtigt, den Termin noch einmal wieder. Der weiteste Abstand von sich auch Nachahmer gefunden, welche die Weidemann'sche Broschüre teil- tzuschlagszoll von 3,44 Pfg. pro Pud zu erheben? In der Ostern zu Ostern beträgt 55 Wochen. Er tritt ein in den weise abgedruckt haben (!) und damit ihren angeblich russischen Knöteruh «nerikanischen Union will man von. langfristigen Tarif-Ver- Lvkrcn® 1904/05, 1907/08, 1910/11, 1913/14, 1915/16,>!^?en Handel bringen wollen. ——— trügen nichts wissen; ohne sie läßt sich auch die Zoll- Lgiß/lO, 1921/22, 1923/24 und 1929/30. Der kürzeste B-AM Ma ^M ü n ch - F^'r b e r (nl.) begründet eine Resolution Abstand von Ostern zu Ostern tft öO Wochen. Bis 1930 ” als^Näh^ undsiEgungsnntttloon besonderer.W^rku^ to^tteffenb bie Errichtung von deutschen Han bels kommt er sechsmal vor: 1906/07, 1909/10, 1912/13,1916/17, empfohlen. Von>Prof.u.Aerztenglänzendbegutacht^, vetreffeno Die ^rricyrung uun v H / -v I 1919/20 und 1922/23. I Erhältl.in Apoth.u.Drog. Atteste franco. LauerLQs., Berlin S.0.1L. Das neue Weingesetz geht einer anscheinend ziemlich statt- lich Anzahl von ReichstagSabgeordnetcn noch nicht weit genug in dem Bestreben, der Weinpantscherei einen Riegel oorzuschieben. Der RegieruugSentwurf soll dahin umgestaltet werden, daß alle Zusätze, mit Ausnahme einer wässerigen Zuckerlösung, unter das gesetzliche Verbot fallen. DaS sind allerdings sehr radikale Maßregeln, die jedenfalls in den Kreisen der Äeinproduzenten lebhaften Widerspruch finden, ™ Ärl ' ^üc 'bie cvmIet «ar das ver- werden, möglicherweise auch seitens der Regierung, die genug aoffeneD^r «ned ber ^^6«. Auch die Einwinterung der Völk« gethan zu haben glaubt mit den vorgeschlagenen Bestimmungen. vielerorts mangelhaft und überdies brachten die Völker im Spatjahr Entsprechend der geplanten Verschärfung soll die Keller- von den Keltereien den Most in die Zellen, wodurch eine schlechte Ueber» fontrolle beib,galten »erben. Auch hiergegen treffen aub °'n.»ungm ML7er"m,"»fr°gksE den deutschen Weingegenden fortgesetzt Proteste em. Heute ^en wnnt^ raffle manches Volk hmweg. Di- Bestände haben sich wird von einem solchen des Fränkischen WemhandlerverbandeS stark gelichtet, ja sie sind zum Teil in manchen Orten nahezu ausgestorbe». berichtet, der die Kellerkontrolle als überflüssig und ent- Da heißt es nun alle Sorgfalt gebrauchen, daß, was jetzt noch auf dem mürdmend ber-icknet Damm ist, auch erhalten bleibt. Die Anfänger der Imkerei haben wohl d genv vez.icv e . -----ein mitunter teueres Lehrjahr durchmachen müßen, sollen aber den Mnt Staatssekretär v. R i ch t h o f e n: Es ist zweifellos, daß große Mengen Kriegsmaterial, Pulver usw., aber auch Konserven mit diesen Schiffen nach England gingen. Es hat aber nicht ein einziger Staat ein Ausfuhrverbot für Kriegsmaterial aus Anlaß der südafrikanischen Wirren ergehen lassen; der Effekt eines deutschen Verbotes wäre nur gewesen, daß die Lieferungen an andere Staaten gefallen wären. Für unsere Arbeiter wäre eine ßolche Maßregel von aroßem Nachteile gewesen; wir haben «ns deshalb dem Borbilde der anderen Staaten an- ßeschlossen, kein Ausfuhrverbot zu erlassen. Mangelhafte Wahrnehmung der deutschen Interessen im Auslände kann dhres Absatzes nach dem Auslände muß die s 9 ImeLan (?§ sollte uns zur Würdiaunq der russischen Ver-I teilen stark besucht. Landtags-Abgeordneter Justizrat schützt werden. Der Zweck der Tarifreform wirb J hältniffe eine Statistik der Ausfuhrhäfen gegeben werden. Schm eel eröffnete bie Beratuna mit einer herzliche» Und der ^^eorbnete Richter wirb rng - Staatssekretär v. Richthofen: Unser Konsularperso- Begrüßung, und giebt als Grund der Niederlegung seines tzah ich nicht zu solchen ^"delspolitischen Thaten ) das beste der Welt Wir legen den Hauptaccent auf Mandates als Mitglied der Zweiten Kammer der Stände Kreißen lassen werde, deren Kosten schließlich das. Land I nal ^fX^c^Xä^feit^irbleer^ Für die Han- seinen geschwächten Gesundheitszustaiid an. Er sei schon tragen wurde. nUser neuer Zolltarif wird nur von deutschei h ' siegt ein staatliches Bedürfnis nicht vor. Merk- seit längerer Zeit leidend und bie Thätigkeit in der Kammer ff e^teJ ^eln. ^ ^o^ a^en ^aftor^ ^e^^nung ^g^amm^ lle^ e^^MtaMl^^^eDur^nl5^m^^^^ if) Don Merzten geradezu untersagt worben.. Zuv . Zolltarif wird nur^von beutschen wu^oig ^on Kaufleuten geleitet sind, sonbern bie- Ausgestaltung bes Organisationsstatuts habe er geeignete 17 . r-... I Schlitt^ nrthnn. — Graf Oriola giebt bem Wunsche Ausdruck, daß Herr Schrneel noch lange Führer der hessischem schuß besteht für die nächsten vier Jahre aus den Herren Frhr. Hehl zu Herrnsheim, Dr. Stephan-Worms, Rechtsanwalt Görz-Mainz und Rechtsanwalt Ealman-Alzey für Rheinhessen; Graf Oriola, Justizrat Jöckel und Rechtsanwalt Windecker für O b e r h e s s e n: Justizrat Schrneel, Mer, Rechtsanwalt Osann II, Justizrat Weber, Rentner Jordis für Starkenburg. — Eine engere organisatorische Verschmelzung mit Hessen-Nassau ist für später ein wünschenswertes Ziel, vorläufig aber würde der Parteisekretär im Großherzogtum mehr als genug zu thun finden. Graf Oriola sprach schließlich die Hoffnung aus, daß nut Anstellung des Parteisekretärs eine gute Organisation durchs geführt werden könne, und ein thatkräftiges» national- liberales Parteileben im Großherzogtum sich entwickele. Sttflht Htlh »rantfurt a. M., 4. März. Die hiesige Firma Lazard, ^.UV Aiuvr Uliv Speyb, Ellissen hat von der Stadt Frankfurt a. M. 15 Millionen, Gießen, den 6 März 1901. Mark3>/»prozentigerAnleihe, rückzahlbar durch Auslosung zu pariwne^ " Rkchtsauwalt. Jn osf.n.licher Sitzung beb Grnßh. —-/—-/• u - -- ' ' -• ,. . .a Landgerichts wurde am Montag Herr Ludwig Leun aus|werden. — &eul)fl)eu in obnugend !d^er°Pro!ünz"Oberhesien eidlich in Pflichten genommen. Djtz bÖSC iDflUCDZa! Auftreten"vor 'zchn' Wenl'?e” “te^anen anderer Länder. Die unfreundliche Behänd- Kinder und Jugendliche aufgenommen gewiß ein Vielt)er schließlich gelangte tung unserer Schiffe seitens der Engländer ist ^a wieder spachender Anfang. Der größere Teil stammt aus Darm^- »u der Ueb!rzeugung, daß ,hr am besten auf hygienisch-diätetischem gut gemacht worden. Es ist zugegeben, daß unsere ^ot und Umgebung, da sich die in der Nähe wohnendenIbeizukommen sei. Die bösartige Grippe, so nannte man früher die Konsuln nicht immer sehr freundlich be- Angehörigen am leichtesten davon überzeugen können, wie Influenza, äußert sich in nervöser, gastrischer und katarrhalischer Form handelt werden, aber es muß auch in Betracht Otogen t bie Mtalt eingerichtet ist und von den beiden Vor- und ist in letzterer am gefährlichsten, weil s^a gewöhnlich mit den Er- (anb bie Waffen getragen hat. 7nb außerdem 60 Mark für Kleidung' jährlich) noch manche russischen Presse hat auch in den Streifen Mißfallen erregt, es doch — abgesehen von höheren Gesichtspunkteni — viel dir in Geschäftsverbindung mit Rußlano stehen. Die russische billiger ist, wenn ein Epileptischer durch 2* biS fahrigen Regierung hat trotz des bestehenden 5zanoelsvertrages 401 Aufenthalt in der Anstalt wahrscheinlich Besserung, vielleicht Lrozent seiner Tarifpositionen erhöht und damit bemkogar Genesung findet und dann ein brauchbares Glied der baitschen Export schweren Schaden zugefügt. menschlichen Gesellschaft wird, als ihn zu Hause anstatt des Abg. Graf Kauitz( kons.) geht ausführlich auf die zweijährigen Pflegegeldes, nun zeitlebens verpflegen und vntwickelung der imssischen Handelsbilanz seit dem für all' den Schaden aufkommen zu müffen, den der Aermste fchlusse des russischen Handelsvertrags von 1894 ein. Ich . . . bedauernswerten Zustand sicherlich oft genug an- «ürde wünschen, daß Rußland in Zukunft den deutschen ' Getreidemarkt noch in größerem Umfange versorgt, als I - - - - - heute. (Zustimmung rechts.) In bem kleinen Zollkriege, ■ . den Rußland jetzt mit Amerika führt, wird es Sieger bleiben, auf den richtigen Termin. ''''Hilden Buchstaben e. SB., sodaß'sich jeder vor Ist in dem deutsch-amerikanischen Abkommen vom Juli vori-l am 23. März. Am spatesten, vämlich • r r’Jxf ! schützen kann, und wolle man jedes Packet ohi den Sitzen drückt die Versammlung ihre volle Zustimmung zu diesen Worten aus. — Es fand nun die .ftonstituierung des Landesansschusfes statt. — Der gefchäftsführende Aus- oNeu! Neu! E Das beste bei «rkült- .E ung, Huste«, Heiserkeit, tn Kitzeln im Halse rc. rc. o und zur Erfrischnug sind I Pascoes Ißrustpastillen | i Schachtel 86 Pf«. cd zu haben in Apatheke« 2 und Drogerie« oder direkt < bei A. F. H. 1 MMHeim (Ruhr). HU Bekanntmachung. Die Lieferung des Schwarz- und Weißbrodes, der Brödchen und de» Mehles für das Bürgerhospital und die Stadtarmen im Rechnungsjahr 1901/1902 soll vergeben werden. Offerten find bis zum 9. März d. IS. ünzureichen. Die Lieferungsbedingungen liegen auf dem Armenamte — Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 2 — offen. Gießen, den 5. März 1901. 1784 Die Armen-Devutation der Stadt Gießen. I. V.: Wolff. Samstag bta 9. März Ml, nachmittags 2 Vs Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die zu» Nachlaß deS Johan« Balt- tzascr San» von Gießen gehörigen Immobilien, als: flur 25 Nr. 166i/10 — 189 qm Grabgarten an der Frank- flirterftraße links, Mur 25 Nr. 168 /„ — 899 qm Hofraite daselbst, V«r 25 Nr. 167a«/ie — 2863 qm Grabgarten am Seltersberg links der Chauffee «btzerteilungshalber meistbietend »ersteigert werden. Herr Wilhelm Plank II., Bahnhofstraße hier, ist bereit, das Anwesen auf Wunsch vorzuzeigen. Gießen, den 23. Februar 1901. Die Grben. 1572 Noauklstag brn7.il ärit90t nachmittags 3 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht die zur Konkursmaffe der Rnbe« Salomon Eheleute in Wetzlar gehörige ideelle Hälfte von 19/92, 93 und 94 der Gemarkung Gießen, zusammen gemeßen 8150 qm Acker vor dem GänSwinkel am Mittelweg, öffentlich meistbietend frei- willig versteigert werden. Lageplan liegt für Interessenten auf Großh. Ortsgericht Gießen offen, auch giebt Kommissionär Abraham Jacob in Gießen auf Wunsch nähere Auskunft. ! Gießen, den 19. Februar 1901. I Großh. OrtSgericht Gießen. «ros. 1471 Gebote auf die diesjährige Loherute der Gemeinden Dornholzhausen —180, Ebersgöns — 150, Groß-Rechtenbach — 120, Hochelheim — 51, K(ein-Rechtenbach — 60, Lützel- linbrn — 15, Münchholzhausen — 120, Niederkleen — 110, Oberkleen — 270, Reiskirchen = 60, Vollnkirchen = 120, Volpertshausen — 65 Zentner find verschlossen und mit enft sprechender Aufschrift versehen bii zum 16, d. Mts., vormittags 10 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung erfolgt, hierher cinzureichen. 1798 Verkaufsbedingungen, Karte über Lage pp. der Schläge könnm hier eingesehen werden. Gr.-Recktenbach, 4. März 1901. (Kreis Wetzlar) Das Bürgermeisteramt. Frische Schellfische rc. eingetroffen. 655 •*Tn 3. W Scholas OeffZnUiche Vergebung. Für Großh. Landgericht der Provinz Oberheffen und die Staatsanwaltschaft bei diesem Gericht soll die Lieferung der für 1901/02 erforderlichen Lchreibmaterialieu und bie Fertigung der Buchbinder- arbeiten im Angebotswege öffentlich vergeben werden und können verschlossene Angebote und Muster der Materialien bis zum Eröffnungstermin: Freitag, 22. März l.JS., vormittags IV/a Uhr, auf der Gerichtsschreiberet Großh. Landgerichts (Justiz- gebäude, Zimmer Nr. 33) niedergelegt werden. Die Vergebung erfolgt unter b?n in Anlage A zu bem Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, bett, bas Verbingungs- wefen, enthaltenen allgemeinen und ben bahier aufgestellten befonbereft Bedingungen, welche mte auch bet Tarif für Buch- binbtrarbeiten auf bet Gerichts- fchreiberei zur Ewficht offen liegen bezw. erhältlich sind. Der Zuschlag bleibt 7 Tage vorbehalten. 1791 Gießen, 4. März 1901. Der Gr. Landgerichts-Sekretär. Einpfellluilgell ? ? Warum steröen oft im blühendsten Alter! Weil sie es leider ver- Klllvkl säumen, recktjeitio die . gegen ^«üeu, Ltihek« NÜllkll im Kehlkops, Heiserkeit, Keuch», Stock- «ud Uädl^tU^rampstzuste«, Athem- ~ uot, Asthma, jungen tonnw^f iktdeu 496 MlUUntl bewährte Jßleib's Mßma-Aonöons 12% Alliumsaft, 88% Raffinade, zu gebrauchen.in Beuteln ä 30 Pfg und in Schachteln a 1 Mk- Emil Fischbach, Drogerie August Noll, Drogerie. ognac deutscher von Mk. 1.80 an per Fi. Literflasche Mk. 1.80 u. 2.00 französischer von Mk. 3.50 an per Fi. Carl Retter Linbenplatz, Ecke Wallthorstr. Ausgezeichnet für klare Stimme. Heu eröffnet! 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Ire Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten 58 63 50 47 54 [150] 24 42 850 63 962 93 38(^3 444 516 19 619 24 26 65 747 812 46 48 66 [300] 85 538 693 704 52 69 406 50 508 28 36 11017 59 84 92 112 33 86 91 739 58 937 50 51 527 73 97 664 737 827 71 51 48 52 59 68 63 40 44 55 737 66 78 99 876 900 11 39 88 321 40 421 36 94 584 606 9 66 86 94 712 120 40 74 234 39 56 78 95 317 52 88 94 76 974 39122 62 80 87 259 301 72 401 73 97 951 Marken: Rheingold“ Kaisermarke* Carte Blanche 216 36 42 735 86 93 und Schwedischkiee 45 Pfennig per ! ffund. Sackwelse bedeutend billiger. M. Daniele Wwe. Klee-Saatgesch^sl, Eitorf a. d. Sieg, Nähmaschinen Assetn-Wertreter: Job. Fr. Schaaf, renommiertestes Nähmaschinen- u. Fahrradgeschäft in Gießen. 44 Wetzsteinstratze 44. Aeparatnren prompt «. öUttg. ßttkiles-WttkSmiUk, sowie Garantie - Zahnbürsten in großer Auswahl billigst bei H. Tichy, 758 Settersweg 43, Kcke derHoetyefir. WokomuttvZiehkl? 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Mechanische Musikwerke Violinen Zithern. § Franz Eyserbeck Bahnhofstrasse 61,1. 79 [150] 901 25 46 54 2028 [150] 91 140 55 258 70 310 59 78 99 415 18 33 46 72 574 628 80 760 817 48 90 99 904 27 58 [500] 3027 29 40 55 86 134 40 110000] 92 200 23 30 51 58 68 72 86 — " ------ 96 [200] 98 512 51 608 64 714 40 42 818 50 86 901 372 79 413 22 39 572 97 670 80 [200] 87 740 48 66 18 42 64 70 Agitator übertrifft Salvator Aoifafnr ÜU$ $er Münchener Augustiner-Brauerei । IglimUl ist -aS anerkannt beate Münchener Bier. Champagne < SöH|Rih 54 56 816 41 58 63 73 986 3 3047 52 80 [250] 131 209 35 [1501 319 92 94 401 56 522 720 59 67 83 942 3 4040 [150] 48 153 " ~ 96 425 68 89 535 38 601 25 29 38 40 44 46 [30 000] 57 83 801 [200] 12 18 31 61 901 14 42 3 5016 79 157 69 99 246 80 357 [250] 465 66 519 671 19 94 815 79 82 93 920 36001 3 151 272 ....... 77 1150] 9011 34 63 88 105 16 203 78 914 28 77 86 10005 11 [150] 14 23 39 59 209 51 308 604 6 11 12 49 749 881 903 63 ~ Apselriilllk neue, Aprikosen Birnen Brünetten Kirschen Pflaumen, ealiforu., Pflaumen, Catharina, Zwetscheu, türk., Gewischtes Obst in verschiedenen Qualitäten 829 36 76 913 40 1 2044 65 [150] 98 103 266 301 22 49 409 20 85 504 12 34 70 629 818 900 16 26 1 3020 75 141 78 [250] 238 52 87 306 [250] 424 65 597 632 83 85 781 91 96 99 856 64 915 [200] 57 14051 [150] 87 178 234 [250] 55 70 318 87 422 50 521 22 24 600 10 17 [250] 54 70 707 77 823 26 30 48 66 82 83 [5000] 90 92 [200] 991 15049 50 61 66 75 115 16 56 64 87 99 253 89 95 96 333 45 82 408 13 501 26 34 42 82 84 629 96 763 79 95 830 [150] 50 56 86 904 .51 72 82 16010 16 46 120 34 40 53 58 63 215 46 68 86 326 91 406 19 51 61 64 83 540 96 628 67 79 84 713 62 64 70 866 91 901 47 61 86 17024 187 225 96 325 28 49 74 81 82 428 60 63 98 529 605 [200] 24 29 68 91 710 30 34 75 868 88 934 46 57 82 [150] 18009 [150] 19 36 111 36 40 70 207 20 84 88 315 17 32 41 89 463 68 578 90 637 44 703 [150] 42 819 29 76 927 38 68 75 19039 71 81 128 [150] 49 82 94 97 228 79 333 75 503 [150] 11 15 41 61 636 41 92 704 8 17 31 37 45 75 90 [200] 93 875 20008 147 266 301 9 18 23 37 48 70 [150] 401 56 526 34 630 60 1 84 88 723 53 97 804 26 42 43 83 911 40 [150 [ 53 58 71 21009 37 84 98 115 23 [200] 62 81 99 216 [200] 61 362 81 96 99 489 557 625 756 896 924 31 22064 87 114 42 61 73 258 87 316 43 61 81 464 620 27 61 83 733 59 94 861 951 97 23045 50 73 130 63 69 87 220 322 26 53 94 431 77 522 67 72 97 631 732 42 46 855 942 24057 60 89 140 48 98 247 63 71 301 15 35 45 95 99 459 585 94 [500] 619 24 738 66 816 74 901 [1000] 919 25165 67 [250] 69 [500] 92 224 48 51 68 74 94 356 93 95 454 533 42 87 608 13 26 718 42 44 [200] 48 844 914 2 6011 [200] 96 130 32 209 34 36 48 411 48 82 514 27 76 628 95 749 60 62 801 47 983 2 7048 4!) [2501 60 84 151 65 81 244 74 301 2 31 65 68 81 89 422 40 68 96 [250] 509 630 37 44 57 61 709 52 856 98 986 2 8004 66 85 90 125 41 42 [1501 72 218 25 67 81 308 26 40 76 449 503 22 624 726 51 51 996 2 9029 42 Prima Gasglühkörper Cylinder und Stifte billigst bei 1089 A. <*. Wallenfels. 40016 24 45 67 90 220 54 379 80 86 408 16 32 40 512 90 636 44 757 816 64 917 41020 58 [150] 114 19 60 253 358 407 578 79 84 613 22 72 [150] 726 49 51 68 87 892 904 25 53 91 42109 20 35 271 98 [150] 341 491 565 663 709 12 826 51 [300] 70 902 12 48 43041 66 99 161 255 62 [150] 63 80 84 [150] 392 409 549 50 75 620 29 40 77 86 700 25 45 75 94 98 [1501 821 28 74 952 44011 25 69 122 25 33 [150] 67 202 35 53 392 427 [200] 67 68 531 47 50 [250] 84 98 601 24 45 64 740 76 95 805 34 70 909 20 42 55 67 76 Hotel-Restaurant Kaiserhof empfiehlt seine schön eingerichteten Lokalitäten. alle Sorten Kohlen zu den billigsten Preisen, ebenso Briketts, Klötze und Brennholz. 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