8e der An Lohnbuch!. ^Kratze 16, u Fräulein, perfekt J Stelle als Hau«, Urten unter L 0411 ton W Platte«. !N empfiehlt sich m «den in und außer ftirifttlR, Hlrh. U m Nunter, arten er«er Weg, arten sah aus längere Zähre 855 Miet, vrandgaße. Merrtit Marburg *! ghr vorin- v io95 bura ituefl ÄtirfuS tönnen men und Schüler xb ^ch 'm mm« avumUra^t 5, an« dachtungSvoll 858 iph Möhl Hichene» SeVäroSW q O.&Oe. *•’■ 4? roppttstas' ß^llbr abends- ST ** «ersa«»ltM- v 1. Wt'lunM Sfr ff?,.* curtl«”' »Ä’h ,;X j llhr- Ma Acht«! »terstr-S- lOl. )0Mk. otbel Iti Wl« ü1tt Sen. ,WW« ^i^pebttto^ Sffifii Schule Tur: Architekt»' afisssg ESrfit 32 SrKcs Blatt. Donnerstag den 7. Februar 1S1. Jahrgang 1901 GießenerAnzeiger Keneral-An^eiger Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorrn, M) ühr. Abbestellungen spätestens abends vorher. AezugspreiL vierteljährl. Mk. 2J8 monatlich 75 Pf>. mit Bringerlohnr durch die Abholestel« merreljährl. Mk. I.SV monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2.— vierteljährt. ohne Bestellgeld. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und Hi* Landes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzes«« entgegen. Zeilenprets: lokal 12 Pf., auswärts 20 «. Orscheiett täglich mt Ausnahme deS Montags. Die Vießener Aamtttenvlttter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Heff. k-ndwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde" ü»ächÜ. 4 mal beigelegt. Amts- und Zlnzeigeblntt für den Ureis Gieren. Aedattion, Expedition und Druckerei: Schvlprahe Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gietze«. Fernsprecher Nr. 5L Amtlicher Feil. Gießen, den 4. Februar 1901. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien bezw. Lokal» Poltzeibeamteu deS Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden unter Hin. weis auf § 368 pos. 2 des Reichsstrafgesetzbuches, Art. 80 des Feldstrafgesetzes zur Vertilgung der Raupennester an Bäumen, Sträuchern und Hecken unter dem Bemerken öffentlich aufzufordern, daß gegen diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht längstens bis zum 1. April l. I. entsprochen haben werden, auf Grund der genannten Gesetzesstellen %n- Zeige erhoben, sowie daß die Vertilgung auf Kosten der Säumigen angeordnet werden würde. Wir erwarten, daß Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obliegenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der säumigen Baumbesitzer anzuordnende Reinigung alsbald nach Ablauf des Termins anordnen, sodaß die Säuberung bis zum 15. April überall vollständig ausgeführt ist. Außerdem ist gegen die Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach § 368 pos. 2 des Strafgesetzbuches zu erheben. Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern auf Gemeinde- kostev alsbald veranlaffen. Wenn hiernach auch jeder Baumbesitzer selbst zur Vertilgung der Raupennester verpflichtet erscheint und dieselbe gegen ihn erzwungen werden kann, so empfiehlt es sich doch viel mehr, wie eß in manchen Gemeinden üblich ist, daß die Gemeinde die Vertilgung in die Hand nimmt. In den betreffenden Gemeinden, welche diesen Weg eingeschlagen haben, werden taugliche Personen bestellt, welche auf Kosten der Gemeinde und unter Aufsicht des Ortsvorstandes die Säuberung der Bäume vornehmen, wodurch eine bedeutend größere Garantie für eine gründliche Reinigung geboten wird. Wir können Ihnen dieses Verfahren nur empfehlen. Ihrem Berichte, daß in Gemäßheit vorstehender Verfügung die Vertilgung der Raupennester erfolgt ist, sehen wir bis zum 15. April d. I entgegen. v. Bechtolds Bekanntmachung, betreffend die Außerkurssetzung der Vereinsthaler österreichischen Gepräges. Vom 4. Dezember 1900. Unter Bezugnahme auf die nachstehende Bekanntmachung wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung und Umwechslung der mit Wirkung vom 1. Januar 1901 außer Kurs gesetzten VereinSthaler österreichischen Gepräges bis zum 31. März 1901 bei der Großh. Hauptstaatskaffe, den Großh. DiftriktSeinnehmereien und Untererhebstellen stattfinden kann. Darmstadt, am 4. Dezember 1900. Großherzogl. Ministerium der Finanzen. Gnauth. Auf Grund des § 1 des Gesetzes, betreffend die Vereinsthaler österreichischen Gepräges, vom 28. Februar 1892 (ReichS-Gesetzbl. S. 315) hat der BundeSrat die nachfolgenden Bestimmungen getroffen. § 1. Die in Oesterreich bis zum Schluffe des Jahres 1867 geprägten Vereinsthaler und Vereinsdoppelthaler gelten vom 1. Januar 1901 ab nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist von diesem Zeitpunkt ab außer den mit der Einlösung beauftragten Kaffen niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. § 2. Die Thaler der im § 1 dieser Bekanntmachung bezeich- neten Gattung werden bis zum 31. Marz 1901 bei den Reichs- und Landeskaffen zu dem Wertverhältniffe von drei Mark gleich einem Thaler sowohl in Zahlung als auch zur Umwechselung angenommen. § 3. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausche (§ 2) findet auf durchlöcherte und anders als durch den gewöhnlichen Umlauf im Gewichte verringerte, sowie auf verfälschte Münzstücke keine Anwendung. Berlin, den 8. November 1900. Der Reichskanzler. In Vertretung: Freiherr von Thielmann. Gießen, 4. Februar 1901. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Rechner der KreiSkasse, der Gemeinde», Kirchen und Stiftungen im Kreise. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, darnach zu verfahren. Vom 1. Januar 1901 ab wollen Sie womöglich keine Thaler der obigen Art in Zahlung nehmen, die vorhandenen rechtzeitig vor dem 31. März 1901 bei den Reichskaffen oder der Großherzogl. Hauptstaatskasse, den Großh. Bezirkskaffen (Distrikts Em- nehmereien) oder den Untererhebestellen zur Einlösung oder llmwechselung vorlegen. v. Bechtold. Zur Apothekenfrage. Die „Apothekenfrage" ist in den letzten Jahren nicht nur in den Fachzeitungen, sondern auch in einzelnen politischen Tagesblättern und in den Parlamenten lebhaft erörtert worden. Man hat dabei vielerlei Gründe und Vorschläge für eine Neuorganisation des ganzen deutschen Apothekenwesens vorgebracht, und so erscheint es wohl angezeigt, die Angelegenheit in einer das große Publikum einigermaßen aufklärenden Weise zu behandeln. Jedenfalls ist sie unter zwei Gesichtspunkten ins Auge zu fassen, nämlich einmal vom Standpunkte des Apothekers, das anderemal vom Standpunkt aller Arzneibedürftigen aus. Der Apotheker wünscht die Neuregelung, weil er sich bei den heutigen Apothekenpreisen, denen der einzelne Berufsgenosse vollkommen machtlos gegenübersteht, nur sehr notdürftig und mit Ueber- nahme eines unverhältnismäßig grossen Risikos durchschlagen kann, trotzdem aber fortgesetzt unter den Angriffen nicht oder nur sehr mangelhaft orientierter Kreise zu leiden hat; das arzneibedürftige Publikum aber (voran die Krankenkassen) möchte eine Neuorganisation lediglich deshalb, weil es durch eine solche zu billigeren Medikamenten zu kommen hofft. Allgemein wird angenommen, daß einzig und allein durch eine Verbilligung der Apothekenpreise das Ziel erreicht werden kann, und tatsächlich laufen auch alle bis heute gemachten Vorschläge auf eine solche Verbilligung hinaus. Betrachtet man aber diese Vorschläge genauer, so ergiebt sich wohl für den Apotheker, der sich selbständig machen will, eine Besserung insofern, als er keilt so großes persönliches Risiko mehr auf sich zu nehmen braucht, in keinem Falt aber wird für das Publikum auch nur ein kleiner Bruchteil der Erwartungen in Erfüllung gehen können. Ob Staatsapotheke, ob Personalkonzession, ob Freigabe — eine Verbilligung der Medikamente wird in keinem Falle eintreten. Die Staatsapotheke, die merkwürdigerweise besonders von sozialer Seite so sehr herbeigewünscht wird, würde schließlich wohl den Beifall einer Apothekermehrheit finden, aber ebenso sicher, wenn der Staat nicht Geld zulegen will, eine Verteuerung der Medikamente im Gefolge haben. Der Apparat würde ein sehr komplizierter werden, und bei einer derartigen Regelung müßte doch auch für den kleinen Landapotheker, der bisher in bescheidenster Weise ohne Gehilfen und ohne Lehrling bei Tag und Nacht, jahraus jahrein seines verantwortungsvollen Berufes waltet, durch regelmäßige Ablösungen dem Gerechtigkeitssinn jedes billig denkenden Menschen entsprechend besser gesorgt werden als bisher. Die strikte Durchführung der reinen Personal- k o n z e s s i o n, die nur durch Ablösung der bestehenden Realrechte und wohl am besten nach dem von dem Leiter der süddeutschen „Apothekerzeitung", Apotheker Kober, gemachten Vorschlag (Selbstablösung mit Hilfe des Staates) denkbar erscheint, ist im Interesse des Standesnachwuchses vom Standpunkt des unparteiisch urteilenden Apothekers unbedingt als die glücklichste Lösung der Standesfrage anzusehen. Durch Einführung derselben würden die hohen Apothekenpreise auf >€-= schäftsunkosten und Aufwendungen für Haus, Geschäftseinrichtung und Warenlager ohne irgendwelche Berücksichtigung eines Jdealwertes von seinem Gesamtumsatz noch so viel zum Leben übrig bleibt, als er in Anbetracht seiner Ausbildung und seiner Leistungen in bescheidenem Maße erwarten kann. Man hat dem beständigen Drängen, hauptsächlich von Seiten der Krankenkassen, nachgebend, durch geringe Herabsetzungen bei der regelmäßigen Revision der Taxe dem Publikum in den letzten Jahren wohl eine kleine Verbilligung der Arzneien gewährt. Ob man recht daran gethan, möchte fraglich erscheinen. Denn während für den einzelnen Abnehmer die Reduktion kaum bemerkbar war, hat sie doch manchen der Kleinsten unter den Apothekern an die Grenze seiner Existenzfähigkeit gebracht und schon manche Gemeinde, die ihre Apotheke nicht wieder verliert wollte, mußte sich entschließen, durch ein Wartegeld oder durch freie Ueberlassung eines Geschäftshauses mit Wohnung oder auch durch beides zusammen, ihrem Apotheker den weiteren Verbleib am Orte zu ermöglichen. Aber nich4 nur auf dem Lande, sondern sogar in einzelnen Großstädten macht sich bereits eine Reaktion bemerkbar. So entschloß sich z. B. vor noch nicht langer Zeit in Stuttgart ein Apotheker, sein Geschäft vollständig zu schließen, und sein Haus an einen Kaufmann zu veräußern, weil er aus Grund seiner Erfahrung wohl -wußte, daß ein Apotheker bei der ihm von kaufmännischer Seite gebotenen Kaufsumme für sein Anwesen sein Fortkommen niemals finden würde. Aus obigen Auseinandersetzungen sollte zur Genüge hervorgehen, daß alle Bemühungen des Publikums, wesentlich billigere Arzneipreise zu erhalten, vergeblich sein werden und daß es sich bei der bevorstehenden Neuregelung der Apothekenfragen einzig und allein um die Standesinter-- essen der Apotheker handeln kann. Die Studenten in Rußland. Rußland ohne Studentenunruhen ist eine Seltenheit. In dem jungen Volk lebt unklarer Freiheitsdrang, für den die Behörden und namentlich die Polizei kein Verständnis besitzen. Ter Stadtpolizist sieht noch immer in dem Studenten einen der inneren Femde des Vaterlandes. Zwischen Studenten und Polizei herrscht Kriegszustand, der nicht ohne Humor ist. Foppereien der Polizei sind an der Tagesordnung; der Gorodowoi rächt sich, sobald er kann, durch Handgreiflichkeit. Mancher Polizeimann will sich seine Sporen durch Aufdeckung von Verschwörungen usw. verdienen und belästigt ohne Grund. Anderseits sind zwar die Zeiten vorüber, da verdiente Generäle des alten Schlags als Ruheposten die Rektorstellen an Hochschulen erhielten, aber die heutigen Rektoren, wie in der Reget die Professoren, sind gezwungen, mehr die Beamten des Staates, als entgegenkommende Berater und Beschützer der Jugend zu sein. Tie öffentliche Meinung ist den Studenten nicht ungünstig, was aber als gedruckte öffentliche Meinung zu Tage tritt, ist zurückhaltend und häufig mißgünstig. Die „Nowoje Wremja" schrieb u. a. während der Petersburger Studentenkrawälle 1899, es gäbe viel zu viel Studenten in Rußland und viel zu wenig Handwerker. Tie Wünsche der Studenten sind fast kindlich bescheiden: etwas freieres 'Statut, Aenderungen der Prüfungsordnung, ^Abschaffung des Uniformzwanges, hier und da Entfernung eines Professors, bessere Behandlung durch die .Polizei uno dergleichen. Und ein gewisser Korpsgeist fuhrt immer zum Eintreten der anderen für den einen, mag er auch schuldig Politische Tagesschau. Gerichtssaal. flehen, eine Gnade, die sie so oft uns gegenüber geübt haben müssen, ziemlich oft, daß wir uns gewährten Bedingungen angenommen haben bis zu der Stunde, da unsere Feinde zu unseren Füßen um Gnade einen Krieg beginnen unter lauter Anerkennung der Regeln zivilisierter Kriege, daß wir selbst um Pardon gebeten haben, und zwar, wie wir mit Beschämung gestehen habe, rief der Vorsitzende: Das glaubt Ihnen kein Mensch!! (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wollenberg hatte! das Verlängert geäußert, doch endlich als Zeuge vernommen! zu werden. Da rief der Staatsanwalt- Wenn Wollenberg! hier bezeugt, daß er hinausgegangen ist und nicht gerufen! hat, dann lasse ich ihn auf der Stelle verhaften' (Hört,! hört! bei den Sozialdemokraten.) Ist jemals ein solcher! Terrorismus in einem Gerichtssaal dagewesen? (Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Welche Wirkung mußte diese Drohung auf die Geschworenen haben! Ihre Berarungl dauerte vier Minuten, daun kamen sie mit dem „Schuldig" heraus Als der Vorsitzende in einem späteren Prozeß auf gefordert wurde, einen objektiven Prozeßbericht zu verfassen, schrieb er darin, daß die Geschworenen sich durch die — daß wir dann unbarmherzig diese unglücklichen Männer abschlachten sollten, ist eine That nicht allein so grausam, sondern auch so gemein und feige, daß ich jetzt, da ich dies schreibe, mich kaum überzeugen kann, daß sie jemals ein englischer Offizier planen konnte. Ich empfing den Befehl persönlich von einem General höchsten Ranges, der eine der ersten Stellen in Südafrika einuimmt, und der Befehl wurde zweimal wiederholt, damit kein Irrtum stattfinden konnte. Nicht allein diesem, sondern auch allen älteren Offizieren war derselbe Befehl zugegangen. Ich weiß nicht, was sie dazu dachten oder beabsichtigten, aber ich hörte kein Wort des Tadels." „Freemans Journal" veröffentlicht diesen bemerkenswerten Brief angeblich, wie er von dem Offizier geschrieben wurde; ein oder zwei Sätze sind auSgelaffen, die zur Entdeckung der Persönlichkeit deS Briefschreibers führen könnten, deffen Laufbahn in der englischen Armee dadurch voraussichtlich ein rasches Ende bereitet werden würde. Landwirt Hedbertch D« dem In der „Evang.'Luth. Kirchen-Ztg." lesen wir Fol- gendes: Von einem Blutbefehl KitcheuerS wissen die „Times" zu erzählen, die Folgendes schreiben. Die Redaktion von „FreemanS Journal" veröffentlichte mit „dem vollen Gefühle der Verantwortlichkeit ihrer Stellung" einen langen Brief,! der von einem jetzt in Südafrika dienenden Offizier an einen Freund in England geschrieben sein soll. Nachdem der Schreiber, welcher der Redaktion angeblich bekannt tft, den Versuch Kitcheners beschrieben hat. De Wet zwischen den Flüssen Caledon und Oranje zu fangen, fährt er folgendermaßen fort: „ES ist mir sehr entgegen, das Folgende zu schreiben, weil eS den meisten unglaublich erscheinen wird; aber ich darf es nicht unterlaffen, weil ich überzeugt bin, daß der Mann, der eine so teuflische Idee gehabt hat, i sich vor den Folgen derselben zu schützen suchen, und den Vorwurf auf Andere ablenken wird, wenn sein Plan auSge- führt ist. Man wird Soldaten und Offiziere mit Vorwürfen überhäufen; die Ehre des Heeres steht daher auf dem Spiele. Der Vorwurf soll deshalb gerechterweise auf den Urheber des Planes fallen, anstatt auf jene, mit denen ich so manches Jahr gedient habe, deren Freundschaft ich beanspruchen darf, und deren Ehre mir so teuer tote! meine eigene ist. Als Lord Kitchener glaubte, seinen Feind eir.gekreist zu haben, sandte er geheime Befehle an die Truppen, keine Gefangenen zu machen, das heißt soviel als: Dre Buren sollten, wenn sie, unfähig, Widerstand zu leisten, die weiße Flagge als Zeichen der Uebergabe hiffen würden, bis auf den letzten Mann totgeschossen werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 6. Februar 1901. Gedenket der hungernden Vögel! •• Auszeichnung. Das Ritterkreuz erster Klaffe mit der Krone des Großh. Hessischen Verdienst Ordens Philipps des Großmütigen ist dem Ober^Kriegsgerichtsrat Mülberger bei dem General-Kommando des 18. Armeekorps verliehen worden. Ein öffentlicher Vortrag für Kaufleute findet, tote auS dem Anzeigenteil ersichtlich, am Freitagabend 97a Uhr im Cafv Ebel statt. Da das Thema „Sozialpolitische Ausgaben des deutschen Kaufmannstandeö" jeden Kaufmann interessieren dürste, wird wohl ein zahlreicher Besuch zu erwarten sein. ** Schulden und Vermögen im Großherzogtum Heffen. Nach einer offiziellen Zusammenstellung beliefen sich im letzten Jahre die Gesamtschulden der Gemeinden auf 106 627 000 Mk., das Gesamtvermögen auf 259 089 292 Mk. Auf den Kops der Bevölkerung kamen daher durchschnittlich 99.67 Mk. Schulden, vor 10 Jahren waren es nur 65.99 Mk. Die größte Schuldenlast hat Worms mit 350.55 Mk. aus den Kopf der Bevölkerung gegen 216.64 Mk. vor 10 Jahren, dann kommt Mainz mit 299.49 Mk. gegen 270.47 Mk. vor 10 Jahren, Gießen mit 273.80 Mk. gegen 162.86 Mk. Offenbach mit 228.99 Mk. gegen 111.94 Mk., Darmstadt mit 220.64 Mk. gegen 101.35 Mk. vor 10 Jahren. ** Herr Professor Dr. Höhlbaum sendet uns solgende „Erklärung": , „Zu dm Bemerkungen in Nr. 30 des „G. 21", vom 4. Februar, über bte Bedenken, die die Veröff.ntlichung deS Artikels über die „Wiederherstellung der alten Burg in den Gießen in Nr. 27 erregt hat, habe ich für den Vorstand des Oberhefsifchen GefchichtsVereins, den ich als fein Vorsitzender nach außen alUin vertrete, ergänzend zu erklären, daß der Vorstand jener Deloffmt- ltchung völlig fern steht, daß er das dort benutzte amtliche Schriftstück weder besitzt, noch tennt, die Benutzung also weder hat zuiassen noch verbieten können, und daß er der Uebrrzeugung ist, daß eine fo'.che indiskrete V-rwendung eines amtlichen Schriftstücks mit dm Intentionen drS GefchichtsveretnS nicht im Einklang steht." Wir haben hierzu zu bemerken, daß alles dieses von keiner Seite behauptet worden ist. Nach unseren Ausführungen in Nr. 30 unseres Blattes konnte u. E. keineswegs in unserem Lesepublikum der Eindruck entstehen, als ob mit Besitztümern des Oberhesfischen GeschichtvereinS Mißbrauch getrieben worden sei. Die Großh. Bürgermeisterei hat ja I die Angelegenheit bereits öffentlich klar gestellt und kennt den Autor jenes Artikels. *• Herr Professor Dr. Sticker schreibt uns: „Bet der Verunglückten im Theater habe ich weder eine erhebliche Beinverletzung festgestellt, noch gesagt, daß deren Heilung mehrere Wochen in Anspruch nehmen würde." R. Rodheim v. d. H., 4. Febr. Unser Lehrer Göckel, der vor einigen Jahren sein 50jähriges Dienftjubiläum feierte, wurde aus sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner treuen Dienste in den Ruhestand versetzt. Die Stelle ist zur Neubesetzung ausgeschrieben. Es hat sich eine ganze Anzahl Lehrer um diese beworben. Treibereien des sozialdemokratischen Parteiführers HerzseldI von dem Wege, den sie als Recht erkannt hätten, nicht hatten! abbringen lassen. (Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) Tie Prozeßführung hatte es so weit gebracht, bte politischen Leidenschaften der Geschworenen zu erregen, xie Geschworenen hatten nicht mehr den einzelnen Fall vor Augen, sondern die Sozialdemokratie. Sie sprachen das Urteil aus, nicht um einen Schuldigen zu strafen, sondern um die Sozialdemokratie niederzuhalten. (Sehr richtig! bet den Sozialdemokraten.) Der Redner führt schließlich Beschwerde, daß auf Grund landesrechtlicher mecklenburgischer Vorschriften Leute, die Unterstützung bekommen haben, an das Arbeitshaus überwiesen werden. Staatssekretär Dr. N i e b e r d i n g erwidert, daß letztere Frage mit dem Reichsjustizamt nichts zu thun habe, und erklärt weiter, daß er den Arbeitern das Koalitionsrecht nicht habe beschränken wollen, aber die Respektierung der I allgemeinen Grenze auch von den Arbeitern verlangen müsse. In Bezug auf den mecklenburgischen Meineids-! Prozeß halte er es für unangebracht, hier über den Prozeß zu urteilen. Abg. v. Czarlinski wiederholt seine polnischen Be-! sckstverden. । Abg. Bindewald (Antis.) bemerkt gegenüber den! gestrigen Ausführungen von Stadthagen über den S t e r n - l bergproze'ß, daß die Entrüstung sich gegen Stern-! berg hätte richten sollen. Die Gleichberechtigung der Juden I in der Justiz will er diesen nur im prozentualen Verhältnis zu der Bevölkerung zugestanden wissen. Wir haben heute schon mehr an jüdischen Anwälten. Es liegt also! kein Grund dafür vor, daß ein jüdischer Abgeordneter sich darüber beklagt, die Juden werden verkürzt. (Heiterkeit.) Ter Redner geht dann auf den Könitz er Fall ein und wirft den Behörden vor, daß sie nicht gleich entschieden genug vorgegangen seien, und nicht gegen die Juden Untersuchungen angestellt haben, wobei er die antisemitische Verhetzung zu bestreiten versucht. Staatssekretär v. Nieberding verweist ihn auf das Abgeordnetenhaus, wo die preußischen Minister Rede stehen könnten. Hier führe eine Diskussion über den Konitzer Fall nicht zu einer Aufklärung, sondern nur zu weiterer Aufregung im Lande. Ruhiges Blut sei die erste Voraussetzung, um der Sache auf die Spur zu kommen. Abg. Rickert: Ich teile die Ansicht des Staatssekretärs. Es ist bequem, hier Details vorzubringen, wo kein verantwortlicher Minister ihm entgegensteht. (Sehr richtig! links.) Die Antisemiten wollen an der Verhetzung in Könitz nicht schuld sein, haben aber doch ihren ganzen iStab dorthin verlegt. Dr. Böcke! meinte gestern, wenn man den Mord nicht aufdeckte, dann würde man vielleicht im Volke glauben, daß von einflußreicher Seite von oben her, Interessen im Spiele sind, welche die Aufdeckung nicht wollen. Das ist eine unerhörte Verdächtigung, auf die man die Antwort nicht schuldig bleiben wird. Der Redner geht darauf seinerseits auf die Aussagen in den Konitzer Prozessen und insbesondere auf die gegen Boch erhobenen Anschuldigungen näher ein. (Unterbrechungen! und Zwischenrufe rechts.) Diese Unterbrechungen und Zwischenrufe verbitte ich mir; soviel Rücksicht sollten Sie gegen mich beobachten, mich nicht in dieser Weise zu unterbrechen. (Vizepräsident Büesing: Ich habe die Unterbrechung nicht für stark angesehen, daß tch mich ge- müßigt gesehen hätte'/ einzuschreiten; der Redner sollte sich dabei beruhigen, gegen unangemessene Unterbrechungen wird ihn das Präsidium schützen.) (Beifall rechts.) Ter Redner verweist auf die kommende Debatte beim preußischen ^usttzetat. ^orn-Sachsen (Soz.) kritisiert die sächsische Rechtsprechung in Arbeitersachen. Darauf vertagt sich das Haus auf morgen 1 Uhr. — Antrag Bargmann betr. Theaterzensur. wesen ist. c |i 'Prevent Graf Ballestrem : Herr Abgeordneter, Sic - dürfen nicht sagen, daß ein deutscher Gerichtshof das Organ!, der politischen Leidenschaft der Regierung geworden ist. ^zch . muß jeden deutschen Gerichtshof dagegen in Schutz nehmen. , Abg. Herzfeld (fortfahrend): In Mecklenburg hat der Kapitalismus stärker als sonstwo das Herrenrecht. (Sehr richtig! bei beit Sozialdemokraten.) Holst war als Zeuge! dafür vernommen worden, daß in einer tumultuarischen! Versammlung sein Parteigenosse Wollenberg eine aufreizende Aeußerung gethan habe. Deshalb wurde ein Meineids-1 Prozeß gegen ihn eingeleitet, und da die Polizisten auv-1 sagten, daß Holst die betreffende Aeußerung gehört haben müßte, erkannte das Geschworenengericht wegen wisfent- lichen Meineids. Die Geschworenen hätten aus einseitigen I Vertretern des Grundbesitzes und aus Gegnern der Sozial-! demokratie bestanden. Ter Vorsitzende des Gerichtshofes habe den Angeklagten gefragt, ob er Sozialdemokrat wäre! oder einem sozialdemokratischen Vereine angehore. 2lls der! Angeklagte gestutzt habe, fragte der Vorsitzende, ob er taub sei. Später habe derselbe Vorsitzende in einem Preßprozeß zugegeben, daß er die erste Frage gestellt habe, um den | Geschworenen ein Motiv an die Hand zu geben, ob der Mann einen Meineid geschworen haben könne, die zweite Frage, um der Verteidigung eine Handhabe zu bieten, den Angeklagten herauszureden. 'Es handelte sich um einen politischen Tendenzprozeß. Als der Angeklagte erklärte, er könne nicht schwören, etwas gehört zu haben, was er nicht gehört -W. Gießen, 6. Febr. Strafkammer - Sitzung. Der 19jährige, aus S 176 beSSlr G.-B. schon vorbestrafte Maurerlehrllng K«rl Si-auch von Steinbach ist beschuldigt, am 31 Dezember v. I. die Ehefrau des Gastwirts Wilhelm Hammel in Güßen durch Vorlage einer zum Zwecke der Täufchung fälschlich angefertigten Prtvaturkunde, die mit dem Namen der Ehefrau eines hiesigen Bauunternehmers unte, zeichnet war, zur Herausgabe eines nicht unerheblichen Geld brtmges veranlaßt und außerdem bei seiner Vnhastung Namen angegeben zu haben. Der Angeklagte, der in allen Pmiktm I geständig ist, wird wegen Verbrechens der Urkundenfälfchuna in( idealer Konkurrenz mit dem Vergehen deS Betruges In *kne Gefängnisstrafe ooo 2 Monaten und wegen der Angabe deS falschen Namens w eine Haftstrafe von einer Woche verurteltt. — Wegen ihm zur Lest gelegten fahrlässigen Körperverletzung und Sachbeschädigung rott der Georg Schimpf IX. von Nieder-Weisel vom Schöffengericht Bad-Nauheim freigesprochen worden, und »war auf Grund mangelnden Beweises. Gegen dieses Urteil hatte die Großh. St-at-anroaltschast Berufung -in- I gelegt. Es wird dem Angeklagten zum Vorwuh gemacht, dadurch, daß er den erlassenen polizeilichen Vorschriften für Radfahrer wwider nicht «gelrecht ausgewichen fei, den Schmied O.terbein °°n Ober-Rosbach ui»uu|w» -- w . , . I körverltch ziemlich erheblich verletz», auch durch den erfolgten Zusammen- Nun habe ich zu viel Blutvergießen geseyen, umgleicht Uv ifle €fld)en Wen. außer Fassung zu kommen, und wenn bte Absicht, schuldlos gehandelt zu baden und genau den^erlcffs «en Bor^ keinen Pardon 8 . > - QT.JLxffwitta «nh I Gegenteil und Eternit11 unter “sublilfflung mildernder Umstände auf sprochen wäre, als aus betden Setten bte 2!n^ I ®nc ©eibftrafe von 10 Mk. - Der Tagelöhnrr Hetorich Bäcker von Aussichten auf den Sieg gleich waren, so würde tch dte Ehre " b'er fQ$rwgüen Brandstiftung angeklagt. Er soll durch des Leeres nicht kompromittiert halten, wenn ich es auch ^ ^15^8*8 Handeln die Inbrandsetzung eines drm La ! dauer umwürbe, baß das englische Volk zur Barbarei seiner I ^^^rSdms gehörigen sttoh^sens^^ ^in-^Schuld nicht angelsächsischen Vorfahren zurückgehen sollte. Aber daß wir wur^e, dem Anträge der Staat San w° Ns chaftent- 1 ’•• • ~ h'r I «z Euf Freisprechung erkannt. - Dem Kammann Scheel legt die Ar- d'° ebeImati6trn-die|Ä161.i» “ÄÄ/Ä fe d'e frag!? B-träge zur Deckung einer ihm der Firma gegenüber zu lein. So wächst die Lawine. Der Untformzwang hat in Rußland einen praktischen Zweck: der Polizist erkennt leichter seinen „Feind des Vaterlandes". Man wird viel- leidit auch die Studentinnen uniformieren, denn die Erfahrung hat es gelehrt: ihre gestutzten Haare decken verwegene Köpfe. Turch Einschreiten von gruppen wird die Erregung stark gesteigert. Die Kosaken hauen grimmig erfreut mit der Nogaika — der Tartarenpeitsche — em, und die Studenten stechen nach den Pferden. Zweifellos werden Unzufriedenheiten, die wegen Kleinigkeiten ausbrechen, von manchen Hitzköpfen benutzt, um ihre Heilslehren zu verbreiten. Tas geht dann natürlich auch russisch zu. Man ist radikal und gelangt leicht zum nihil. Tie Methoden der Regierung gegenüber solchen Wirren sind nicht immer dieselben. Al'lzugroße Strenge ist nicht behebt: man fürchtet, die Studenten und die Masse in den Stabten, die immer auf Seiten der Studenten ist,, zu reizen. Aber trotz der Abneigung gegen Strenge ist sie gewöhnlich unvermeidbar. Tann folgt auf drakonische Maßregeln die Milde; fast alle werden begnadigt, wieder zum.Besuch der Hochschule zugelassen, und eine Weile herrscht Frieden. I Plötzlich tritt die tiefer liegende Unzufriedenlsett durch irgend einen Zufall wieder in die Erscheinung Man weiß nie, wie weit und wie tief die Erregung geht, und, wie die Studenten trotz aller Verbote ihre geheimen Gesellschaften und Kassen besitzen, so können sie auch planmäßig in die Fußstapfen von Leuten treten, die rücksichtslose Männer und Frauen der That waren. Tas giebt den Studenten und verwandten Kreisen, die nicht an Egyptens Fleischtöpfen sitzen, in Rußland immer etwas Besonderes, das von dem ahnungsvotlen Gemüt des Gorodowm m seine Sprache übersetzt wird. In Kiew gefällt den Studenten ein Professor nicht. Sie randalieren m ihrer Art, und in einer Anwandlung von Besorgnis bittet der Militär-Gouverneur General Drajomirow den Professor, seine Stelle niederzulegen, sonst müsse er ihn — wegen Rilhestörung ausweisen. Zweiter Akt der Operette: Die Studenten senden eine Abordnung zum General, eine I andere zum Professor. Beide Abordnungen erklären feierlich, sie wollen nicht den Teufel durch Beelzebub austreiben. Jetzt muß der Professor bleiben, denn im Bunde mit dem I Militärdrachen kämpfen ehr- und freiheitliebende junge Russen nicht. Dritter Akt: Skandale und Verhaftungen, Parteinahme anderer Hochschulen für Kiew, studentische Flugblätter, Militäraufgebot. Vierter Akt: Die Behörden haben ein klassisches Mittel gefunden, um die jugendlichen . Hitzköpfe zu beruhigen: man steckt über 200 in bunte Rocke, läßt sie Eide schwören und das Kreuz küssen, und alsdann giebt man ihnen Gelegenheit, in der Mandschurei auf Schildwache drei Jahre oder länger über den Wechsel der irdischen Dinge nachzugrübeln. Was dann später aus dem gestrandeten Studenten wird, wenn er sich im Leben sein Brot verdienen will, das ist seine Sache. Ein slawisches Sprichwort sagt: Auf fremden Gräbern weint man nicht. Deutscher Reichstag. Berlin, 5. Febr. Bei der fortgesetzten Beratung des EtatsdesReichs- jitstizamts bedauert „ , ... , Abg. Bargma u n (freis. Vp.>, daß Vorlagen über den Strafvollzug und die bedingte Verurteilung nicht sobald zu erwarten seien, befürwortet die Angliederung ber kaufmännischen Schiedsgerichte an die Gewerbegerichte, die Revision der Majestätsbeleidigungsparagraphen und die Entschädigung unschuldig Verhafteter. Die Entschädigungs- Pflicht würde auch Richter, Staatsanwälte und Polizeibeamte veranlassen, nicht ohne triftige Gründe eine Ber- haftung vornehmen zu lassen. Dabei brauche man Nichts einmal an eine Regreßpflicht der Beamten zu denken. (Beifall links.) r . . -Abg. Herzfeld (Soz.) wirft den Antisemiten vor, daß sie beim K 0 nitz e r M 0 r d die Justiz zu, einseitiger Richtung der Untersuchung gedrängt hätten, bespricht das Verbot des Streikpostenstehens und verbreitet sich dann über Mecklenburgische Justizverhältnisse. Er geht auf den Güstrower Meineidsprozeß gegen den Händler 5)olst ein, der beweise, daß die Justiz das Werkzeug politischer Leidenschaft ge- Universitäts Nachrichten. wird t Prälat Kneipp I Kaufmännische Fachschule. ' Dienstag den U. er., abends 9 Uhr, beginnt in unserer Schule wieder ein 1101 A.&G. Wallenfels Telephon 46 502 tu nur öeflen Huatttäteu. Herz“ „Mein ^Bei^Ern ähr u n g s s tö r u n g e n Empfetünllgen A a 90376 SOlOüO 110 1500 60 12 10 30 1800 60 35 1800 50 1462452 Mk. 367013 , Sorten .... Vortrag auS dem Vorjahre . Summa Nach Abzug der Verwaltungs- kosten .... Steuern .... Abschreibung v.Konto- Corrent- Verlusten .... Rückstellung von . Aus Konto Corrent-Konto sowie Abschreibung vom In« ventar-Konto verbleibt ein verfügbarer Rein- rzvtztM hchn. in sich un ittytn 06621000 SDIL, Aus ben Kopf lich 99.67 Mk. 65.99 Mk. Die .55 Mk. auf ben vor 10 Jahren, 270.47 Mk. vor gen 162.86 Mk. Mk., DamfM Jahren. et uns folgende hat deshalb s. Z den Kathreiner'schen Malz- Tajfce wiederholt empfohlen und sein Bild mit Namenszug gerade diesem Fabrikat als Schutzmarke gegeben, weil er sich überzeugt hatte, dah dieser patentierte Malzkaffee Eigenschaften besitzt, die allen anderen Fabrikaten fehlen Es sind dies hauptsächlich das feine Aroma und der dem Bohnenkaffee ähnliche Geschmack. Kathreiner's Malzkaffee ist gerade darum mit Recht als gesunder Kaffee-Zusatz und vollständiger Kaffee-Ersatz allgemein beliebt. Beim Ein-» kauf nehme man nur die plombiertem Pakete mit dem Bild des Prälaten Kneipp. Bekanntmachung, betreffend: Die öffentliche Impfung. Am Freitag den 8. Februar, nachmittags 2 bis 4 Uhr, wird im Jmpslokal (Schulgebäude Neustadt 61) Vorzüglicher deutscher u. franz Kognak mar 1901. Well ' Raffe mit bet lö Philipps des 1 Ölülberger -korps verliehen findet, wie au» d 9-/, Uhr im ialpolitifche tanbefi" jeden zahlreicher Se- Absolut wasserdichte Stiefelschmiere einmal vorschriftsmäßig aufgetragen macht das Schuhwerk auf lange Zeit vollständig wafferdicht. Dose 50 Pfg. empfiehlt 1102 Otto Schaaf, Seltersweg 39. A 75 Pfg. k 45 Pfg. A 30 und 20 Pfg. h 50 und 6o Pfg. Die Zusammenkunft ist auf d^m Vizinalwrg Albach—Hattenrod, am Eingang des Walde«. Albach. am 3. Febr. 1901. Großh. Bürgermeisterei Albach. Balser. 1077 Hohversteigerung Freitag den 8. d. M., morgens 9Va Uhr an- äugend, kommen in den Waldungen der Gemeinde Albach, rm D strikt Buchwald, nach« trhevde Brennholzsortimente ur Versteigerung: 150 rm Buchen-Scheitholz, Opel’s Ww-Nähr-Metali Kalkphosphathaltiges Nährmittel für knochensohwache Kinder empfiehlt Adler-Progerie. Seltersweg 39 Otto Schaaf. 957 36455 y Familien Nachrichten. Vermählter Alfred Cantor und Emmy Cantor geb. Dielmann in Mamz Gestorben i Rentner Friedrich Bauer in Darmstadt. — Katharina Getrost geb Rettig au« Mörlenbach t D. in Dännstadt. — Luise Nuß» bäum geb Grüdel in Fra, ksurt a M. — Anna Schede! in Kastel. — Amalie Stern geb. Eti M in Ockershausen. wie kommst Du zu so schwanenweisser Wäsche? „Sehr einfach, lieber Schatz, ich habe einen Versuch mit Dr. Thompson’s Seifenpulyer, Schutzmarke ,.Schwan“, gemacht. In Zükunlt e ° j l kein anderes Seifenpulver wieder benutzen . Ueberall käuflich! ein öffentlicher Impftermin abgchalten, in welchem diejenigen Angehörigen von Jmpf- vflichtigen, welche Aufforderungen erhalten haben, ihre Kinder kostenlos der Impfung unterziehen laffen können. Dieselbe wird an einem Arme mit Kälberlymphe aus 1(-m Landesimpfinstitute vorgenommen. Die Kinder müffln rein gewaschen oder gebadet und mit stifcher Leibwäsche zur Impfung gebracht werden. _ _ An dem darauf folgenden Termin, Freitag den lo. bruar, um dieselbe Zett, sind die am 8. Februar geimpften zu der gesetzlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen können ferner Kmder, welche wegen Krankheit bis zum Sommer von der Impfung zurückgesiellt werden wollen, dem Jmpfarzte zur Untersuchung vorgezeigt oder dieLbezügliche ärztliche Atteste abgegeben werden. Die am Großh. Kreisgesundheitsamte abgegebenen Impf- sche ne müssen dort wieder abgeholt werden. Gießen, den 6. Februar 1901. Großherzoglich? Bürgermeisterei Gießen. P I. V.: Wolff. „ Buchen-Knüppel, Wellen Buchen-Reisige, rm Buchen-Stöcke, „ Birken-Schriter, „ Birken-Knüppel, „ Eichen-Knüppel, Wellen Eichen-Reisige, rm Eichen Stöcke, „ Nadel-Knüppel, Wellen Nadel Ri isige, rm Nadel-Stöcke. /^t nicht unb Wt Planen nem General ln ®üöQfri a y, L s°"dern A Wögen. beabWen ^l'ch, wir er 7U M Sätzr ^"lichtest der 18 btt eng. :fl ®“be bereitet A 25, 30 und 35 Pfg., ‘ 40, 50 „ 60 „ - 65 Pfg. h 80 und 100 Pfg. gewinn von . • 4627749 Mk Der für den 12. März einzuberufenden Generalversammlung ", vom 4.Frbmr, Artikels über die den Giehen" In !s Oberhessisten t o-ch au6m aüttn ub jener Wftnb tmllkbt r bet juiefftnirf st, datz tat * nlidnrÄa'Ert» j alles dieses von nnseren Ausführ' u. E. keineswegs tehen, als ob mit lereinS Mißbrauch ernieifterei W eßt unb kennt den un8: Fei der ,t eine erhebliche ß deren Heilung 'S*«" | 1 online deutscher I von Mk. 1.80 an per Fl. Literflasche Mk. 1.80 u. 2.00 ] französischer von Mk. 3.50 an per Fl. 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Mmichls-Kmlus im MaWkoschttibtn für Herren und Moutag den 11. er., nachmittags l Uör tin solcher für Dameu. - Aumeldnuge« we den mdüstr Woche an jedem Abend von 9 Uhr an in der Schule - Noro- avlage 15 - entgegen genommen. nua Gießrn, den 4. Februar 1901. - Die Schulkowmissiou der kausm. Fachschule. 4498179 Mk. 1465672 „ 457988 , 52678 , 409530 „___ 6884047 Mk. der Kinder tErbrcchcn, Durchfall) wird als Nähr- u. KrafUgungs. nutlel von besonderer Wirkung Sanatogen empfohlen. Von Professoren u. Aerzten glänzend begutachtet. Erbältl. in Apotheken u. Drogerien. Atteste gratis u. franco. Bauer & Cie., Setlin S.0.16. Eine langsam welkende Blume dauern d«S Besitzers, der sich an ihrem Duft ober ihrer Schünheit erfreute, hervor, wnv'.el mehr MUleid erregt eine dahinsiechende, einst gesundheilstrotzende Menschenblüte. nicht nur bei ben Angehörigen, nein bei Jebem, brr ein mitsühlenbes Her, für seinen Nächsten besitzt. Wie häufig kann man solche Gestalten haup'sächlich in Babeorten, sehen — unb bas sinb nur bie Angehörigen ber Beffeisitulerten, bie unzähligen Kranken bieser Art bet ärmeren Bevöikernngsklosstn entziehen ihren Anblick mehr ber Oeffenilich- keit Beiben aber wohnt bie gleiche Sehnsucht nach Genesung, nach Wieber- erlanaung ber früheren Kraft inne. Woran leiben nun biefe Bebauerns- roerten? An ber Lungenschwindsucht, bieser unheimlichen Seuche, bie sich mit Vorliebe ben ju?.enblichen Körper zur Wohnstätte wählt unb ost lang fast unbemerkt ihre Wühlarbeit verrichtet, ehe sie ihr wahres Antlitz zu erkennen gibt. Die ärztliche Wissenschaft vermag nach Entbeckung bes Tuberkelbazillus zwar leicht biefe Krankheit zu erkennen, aber wenn sie n^chgewiesen wirb, ist gewöhnlich die vollkommene Heilung schon sehr .r- chwert. Die Tuberkulose ist, rund herausgesagt, am leichresten zu kurieren, wenn man sie verhütet. Da nun Per'onen, bie zur Schwlnbsucht hm. neigen, häufig an Luftröhren- (Bronchial-) Katarrh, Lungenspitzen- Affeklionen, Kehlkopskrankheiten, Asthma, Athemnot, Husten, Heiserkeit, Bluthusten, Brustbeklemmungen rc. laborieren, so sollten sie frühzeitig! gegen derartige B.schwerben etwas thun, unb in solchen Fällen empfiehlt sich die Anwenbung eines Mittels, baS in letzter Zett epochemachenbe Erfolge auszuweisen hat. Ein Ausguß von russischem Knöterich, einer Arzneipflanze par excellence, hat, wie von ärztlichen Capaziläten rühmenb bezeugt wird, unzähligen Leidenden vollkommene Heilung gebracht. W t verfehlen desha b nicht, auf eine Broschüre aufmerksam zu machen, die von Henn Ernst Weidemann in Liebenburg a. H. iverfaßt ist und eingehende Gebrauchsanweisungen und Erläuterungen gibt. Es ist dmch dieselbe Interessenten Gelegenheit geboten, sich über alle einschlLgigen Fragen genau zu imformieren. Das Büchlem wird an Jeden, der es vcr lan9t' Um1 ben^Vatfenten den Bezug dieser Pflanze in wirklich echter Form zu ermöglichen, versendet Herr Ernst Weidemann den Knöterich- Thee in Pack ten A 1 Mark. Jedes Packet trägt eine Schutzmarke mit ben Buchstaben E. W., sobaß sich jeber vor wertlosen Nachahmungen schützen kann, und wolle man jedes Packet ohne den Namen E. Weibe mann zurückweisen. Um im Publikum Vertrauen zu erwecken, haben sich auch Nachahmer gefunben, welche die WeibemannsH* Broschüre tick weise abgebruckt haben (I) unb bannt ihren angeblich russischen Knöterich in ben Hanbei bringen wollen.__________________ Kunst-Ausstellung. ausetellong im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 b-s 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 8 UM ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 rfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. — Ernst Häckel wird, wie auS Jena berichtet wird, zum Beginn des Sommerftm'sters von seiner Forschungsreise aus Java zurückkehren und seine Vorlesungen wieder aufnehmen. — ?luä $>eibelberg wirb geschrieben: Der Honorar-Profeffor ber englischen Philologie und Verfasser | ber geschätzten ^Römischen Geschichte" Dr. Ihne feierte, von Fakultät unb Senat beglückwünsch!, am Samstag seinen 80. Dr. Ihne ist ber Senior ber hiesigen Dozenten. — In München feierte Dr. Joses Wolfsteiner, einer ber ältesten Lehrer der Hygiene m Deutsch lanb, ben 80. Geburtstag - An der Universität Str°ßb»rg ist der Profeffor für neutestamentliche Exegese unb praktische Theologie Dr. Fried Uni^stlu'in'W'i-n D° V>r,u I die SeTtdlunj einet Siebente «ön Zuweiiung °°" M! ist rum 0 Vroftssor der Moral«Theologie an der deutschen an den Beamtenpenslons- und Unterstützungefonbs, und der nach Abzug Univ7rM?in Prag^ - Ä ^Franke und Dr. I. von Tantiöme usw. verbleibende Betrag von 151616 Mk. als Gewinn Pollak sind als Privatdozenten für Chemie an der philosophischen Fakultät vortrag auf das neue Rechnungsjahr vorgeschtagen. ber Universität Men, der Profeffor an der Landes-Oberrealschule in Graz F. Hemmelmeyr v. Augustenfeld alS Privatdozent für organische Chemie an ber t.chn schen Hochschule in Graz unb Dr A. Solowij alsPrwat-l dozent für Geburtshilfe und Gynäkologie an der medizinischen Fakultät der Universität in Lemberg ernannt worden. ärztlich empfohlen die Flasche von Mk. 1.50 an in gut gelagerter Qualität stets vorrätig bei 413 A. & G. 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