wm Nr. 335 Erstes Blatt. 151. Jahrgang Sonntag 6. Oktober 1901 GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr. 2. 5. Oktober 1901 Der Frostnachtspanner. der Einer Gemeindevertretung auf Grund des Art. 78 der Kreisordnung des der inwieweit haben. nachstehende Polizei-Verordnung für die Gemeinde Rutters Hausen erlassen. ig zu erteilen, daß er wünsche, die ippen aufgelöst und die Ausführung :e bewährten Künstler übertragen Begas!) Die Beschlüsse der Kunst- den Magistrat nicht, so lange dieser er halte cs für zweckmäßiger, mit S Gegenstand noch zu warten. (Bei- chließt hierauf einstimmig die 23er» nheit, worauf der Schluß der Sitzung Und in übermütiger Karnevalslaune muß der drollige Spaß gespielt werden. Bei uns schlug man wohl ein zu langsames Tempo ein. Menschen und Dinge wollen hier so durcheinandergewirbelt sein, daß der Zuschauer keinen Moment zur Besinnung kommt und es möglichst übersieht, daß in dem Ganzen kaum ein Fünkchen Vernunft liegt. Im Einzelnen aber sahen wir recht hübsche Leistungen. Vor allem ist dem frisch-fröhlichen Spiele des anmutigen Frl. Hohenfels der Erfolg, den „Die Dame von Maxim" auch bei uns erzielte, zu danken. Frl. H. trieb die bisweilen sehr pikanten Scherze der süßen Vcslie Crcvette nicht auf die Spitze, sie zeigten eine überraschende Ungezwungenheit und Natürlichkeit. Ja, es Wohnzimmer geleitet und sich dann, da inzwischen die Wohnung dieses Dr. Petypon verschlossen wurde, in unverständlicher Unschuld in seinem Schlafzimmer zur Ruhe gebettet. Als die Herren Doktoren Petypon und Montgicourt die excentrische „Dame von Maxim" eine Zeitlang sich selbst überlassen müssen, wird sie von Petypons hagestolzem Onkel, einem General und Afrikakrieger, auf weicher Lagerstatt überrascht. Onkel General hält nun Crevette für die Frau seines Neffen und veranlaßt sie, ihm mit ihrem vermeintlichen Gatten auf sein Schloß in der Touraine zu folgen, um dort bei einer großen Festlichkeit die Honneurs des Hauses zu machen. Wie die satanisch nette Tingeltangeleuse, Polizei-Verordnung. Tie polizeiliche Beaufsichtigung der Spinnstuben in Gemeinde Ruttershausen betreffend. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums Innern vom 24. September 1901 wird auf Antrag Kelrainttmachung. Großh. Ministerium des Innern hat der „Providentia", Frankfurter Versicherungsgesellschaft in Frankfurt a. M., die Erlaubnis zuin Geschäftsbetrieb der Diebstahl-, Einbruch- und Haftpflicht-Versicherung im Großherzogtum Hessen unter den üblichen Bedingungen erteilt. Gießen, den 3. Oktober 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Kreisblatt für de» Kreis Eichen Eichener Anzeiger. der gefährlichsten Feinde unserer Obstbäume, der Frostnachtspanner, schickt sich wieder an, seine Brut an unsere Obstbäume zu bringen und dadurch jetzt schon die nächstjährige Ernte zu beeinträchtigen. Deshalb ist es notwendig, daß alle Obstzüchter Hand in Hand gehen und Klebgürtel baldigst anbringen zu lassen. Mitte November dieses Jahres sehen wir Ihren Berichten über den Vollzug unserer Anordnung mit der Aeußerung darüber entgegen, die Baumbesitzer Ihrer Aufforderung entsprochen r ihrem blöden Liebhaber, dem herzog- «eimlich, wie das Dirnchen in Gang, hnet war. Dabei blieb sie immer >de Nuance war Crevette, bis zu den Nur ihre Knixe im zweiten Akte aziös, und darum ganz besonders für irliche Anmut Lebensbedingung ist, h. Jedenfalls aber ist Frl. H. eine Routine und besten äußeren Dritteln, derben wir uns freuen. var als Ehemann in tausend AengsteN lange nicht so frei wie als Beckers, so freudig bei der Sache, auch in ) Mienenspiel oft outriert. Vorzüg- mseyer als General, ein derb ver- on echtem Schrot und Korn. Auch gene Frau, die an Geister glaubt, "östlicher Bierruhe „auf die ganze Ge- >erren Ger lach, Zoder, Sandor, r, Herr Georgi, der den herzog- ßem Geschick darstellte, ferner die Rollen beftiedigten, durchaus. Im iff leider nicht immer alles ohne Das Publikum jedoch war in seiner en, denn es lachte, lachte und lachte. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Eichener Zomllien. blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dein „Hess. Landwirt' und den »Blättern sür hessische Volkskunde" vrennal wöchentlich bei» gelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige» zu der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. bis vormtttags 10 Uhr. Alle Anzcigen-Vermitt- lungsstellen Les In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf, auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unioersitäts - Druckerei (Pietsch ©Iben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wrttko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. „ re von Maxim" wohl an die 200 Mal zur Aufführung gekommen. Den 20. Teil davon erlebt unsere Bühne vielleicht auch. P.W. — Frankfurter Schauspielhaus. Man schreibt uns: Wie bisher festgestcllt wurde, wird Frau Agnes S o r m a am Dienstag den 8. Okrober ihr Gastspiel als „Gniditta" in Fuldas „Zwillingsschwester" eröffnen, Donnerstag, 10. Okt. als „Nora", Freitag, 11. Olt. als „Marikke" in „Johannisfeucr" und Samstag, 13. Oki. als „Rautendelein" in der „Versunkenen Glocke" fortsctzen. Montaq, 14. Okt. verabschiedet sich Frau Agnes Sorma als „Christine" in „Liebelei" und als „Beatrice" in „Jephtas Tochter" vom hiesigen Publikum. Alle Gastvorstellungen finden arrßer Abonnenrent und bei großen Eintrittspreisen statt. B e t r.: Lehrerkonferenzen. Gießen, 1. Oktober 1901. Die Großh. Kreisschulkommission Gießen an die Schulvorstände und Bürgermeistereien des Kreises. Im Herbste dieses Jahres sollen folgende Konferenzen stattfinden: 1. Für den Bezirk Grün berg: Montag den 14. Oktober d. I., vorm. 10 Uhr, im Hotel zum Hirsch in Grünberg. 2. Für den Bezirk Gießen : Dienstag den 15. Oktober d. I., vorm. 10 einviertel Uhr, im Cafe Ebel zu Gießen. 3. Für den Bezirk Lich-Hungen: Mittwoch den 16. Oktober d. I., vorm. 10 Uhr, in der Traube zu Hungen. Tie Herren Referenten iverden gebeten, ihre Referate bereit zu halten. — An die Konferenzen schließt sich ein einfaches Mittagessen an. — Sie wollen die Lehrer Ihrer Gemeinden entsprechend bedeuten. v. Bechtold. Gießen, den 2. Oktober 1901. Betr.: Die Versicherung von Mobilien in Feuervcrsicherungs- anstalten. Das Grosrheyogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verfügung vom 12. v. Mts. — Amtsblatt ohne Nr. — noch im Rückstände sind, werden an umgehende Erledigung erinnert. v. Bechtold. Gießen, 3. Oktober 1901. Betr.: Anlegung des Grundbuches; hier: die Eintragung der unbesteuerbaren Objekte in die Kataster und Grundbücher. Tas Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verftigung vorn 4. September d. Js. (Gießener Anzeiger- Nr. 210) noch im Rückstände sind, werden an die umgehende Erlcdigrmg derselben erinnert. v. Bechtold. . ist übrigens bereit, die Märchen- hen Wünschen umzuarbeiten, int auf eine Anfrage folgendes ge- «eputation stellte in ihrer Sitzung am on Anfang an einen architektonischen ilatzes vor dem Friedrichshain be- cchen nur als dekoratives Element Deputation ist aber auch mit mir ße Brunncnanlage naiver und ein- nmß. Prof. Wiedemann (von dem errührt) will in diesem Sinne mit- 3eistungsfähigkeit Wiedemanns glaube ; Gewünschte, wenn auch mit viel ich erreicht werden wird." hört, es sei eine Aenderung der Anregungen des Kaisers und es sei htswegs nur für den Fall in Aus- Laß in sachlicher Beziehung eine >.cht und deshalb die polizeiliche Bau- cde._________________________________________ he Tagesschau. ttgiinge auf der „Gazelle" unkontrollierbare Nachrichten ver- sozialisrische Volksblatt in Halle fol- 1 Richtigkeit ihm angeblich verbürgt gemein strengen Dienst, den Kapitän t>er den an Bord befindlichen Manu- *unde raubte, wurden die Mann- Auch die Beköstigung soll nicht den chen haben. Vor etwa 10 Wochen Mannschaft dadurch rum Ausdruck, andere Geschützteile über Bord ae- r Kapitän Nsiortzens in seiner Kajüte fenes Schreiben fand, in welchem den Dienst weniger streng zu ge- ürde er in See geworfen werden. • Kajüte gekommen ist, konnte nicht ie Posten, denen die strenge Be- zur Kajüte anvertraut war, ver- unft zu geben. Es wurden sofort in Untersuchiungshast genommen, n, die fast ausnahmslos ausgedient Entlassung zur Reserve standen, r worden, acht sitzen noch in Haft, is jetzt zu keinerlei greifbarem Er- tesatzung der „Gazelle" besteht aus § 1. Spinnstuben dürfen nur bis zu der festgesetzten Polizeistunde stattfinden. Wer über diese Stunde hinaus eine Spinnstube hält oder an einer solchen teilnimmt, wird mit Geldstrafe bis zrl 30 Mark bestraft. § 2. Gegenwärtige Polizei-Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung vorläufig auf zwei Jahre in Kraft. Gießen, den 3. Oktober 1901. .Großherzogliches Kreisamt Gießen. .v Bechtold. Delmnntmachung. Auf der Z u ch t st a t i o n des Gießener Gefiügelzuchtvereins auf der Hardt bei Gießen sind etwa 60 Stück Hähne und Hühner der reinen Raste der Nebhuhnfarbige« Italiener und schwarzen Minorka von vorigem und diesem Jahre abzugeben. Man beliebe sich an den Vorsitzenden des Geflügclzuchivereins, Herrn August Schwan, Seliersweg hier, zu wenden. Gießen, den 3. Oktober 1901. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. v. Bechtold. Gießen, 2. Oktober 1901. Betr.: Bekämpfung der Obstbaumschädlinge. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir ernpfehlen Ihnen, dafür Sorge zu tragen, daß brS Mitte November sämtliche Obstbäume in Ihren Gemarkungen gehörig abgekratzt und mit Kalkmilch (gelöschtem Kalk, der mit viel Wasser verrührt ist) bestrichen werden. Entsprechende öffentliche Aufforderung wolle erlassen werden. Heber den Erfolg und über das bezüglich der der Gemeinde gehörigen Bäume veranlaßte wollen Sie sodann zum 1. Dezember berichten. v. Bechtold. Gießen, 2. Oktober 1901. Betreffend: Vertilgung des Frostnachtspanners. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweis auf den im Abdruck nachstehenden, aus dem Monatsblatt des Oberhessischen Obstbauvereins vom Oktober 1891 entnommenen Artikel beauftragen wir Sie, die Baumbesitzer Ihrer Gemeinden alsbald zur Anlegung von Klebgürteln an den Obstbäumen öffentlich aufzufordern, sowie an den Gemeindebäumen auf Kosten der Gemeinde o 10111 seither t > M WU‘/,«h wald D* S J m von Mten statt. " teilzunehmen. >rstand. ch im «leidet nd außer dem *13,111. 1 u. Tutenhojen it Ä Itt- lält Belohnung, i in der istpeo. 6598 d tft zugäaupl. lhorsiraßr 15. rcl.hMth.re >er WtAbe. an Hürntierg. Iul gegen bar i padjten. Aus- bung erbitte an dieses Blattes höhere Schule nben gute, Me ufj.tjam. Off, t die 6rp. D \W Art lieh die itil Mick« Erben) lolitrMti 1. 80 M- an. nieten # »0* Men- Ho»"- ’ianos. Fabriken itferung- Geschäfts Verlegung. Einem geehrten hiesigen und meiner werten Kundschaft die von heute Kürschnerei und Mützenfabrik von Bahnhofstraße 49 auswärtigen Publikum, sowie ergebene Mitteilung, daß ich an meine in den Laden des Herrn Wirsig, Selters weg IO verlegt habe. — Durch jahrelange Erfahrung in diesem Fach hoffe ich, meine werte Kundschaft in jeder Weise zuftieden zu stellen und bitte, das mir seither bewiesene Vertrauen auch fernerhin bewahren zu wollen. Hochachtungsvoll 6610 Gießen, den 5. Oktober iooi Witwe ElisaL und Kir Gießen, den 3. Oktober 190 Darrksaguri Mr die vielen Beweise herzlich^ dem uns so schwer betroffenen Verlust geliebten Gatten und Vaters, sowie Blumenspenden, insbesondere für die des Herrn Pfarrer Dr. Nauma» Dank Bekanntmach Auf dem gestern abgehaltenen Vieh (oseS Ferkel aufgefunden worden. Der Eigentümer wird aufgefordett, 'hier alsbald geltend zu machen. Gießen, den 3. Oktober 1901. Großherzogliches Polizeiam Hechler. Freiwillige < zur Anschaffung des S „ßMWS Umgang mit als Aufmerksamkeit für den Rett abgeordneten Köhler, Langsdorf genommen im Aquarium Gießen. Mehrere geistig beschränkte aus Stadt und BÖ- Nur 4 Tage i« Gießen aus dem £ Cirkos Al Freitag deu 4. Oktober, aber Große Gala-Eröffnungs mit höchst interessantem Programm. Bes ist die Gowby-Truppe, darunter Texas-Jack, iReiter der Welt. — Preise der Plätze: <1,50 Mk., 1. Platz 1 Mk., 2. Platz 60 £ Kinder unter 10 Jahren zahlen aus allen Samstag den 5. Oktober, ab Grosse 5port-Vor — 2 verhüten, daß das Weibchen seine Eier an die Knospen der I Obstbäume legen kann. 'Dieses Weibchen, das noch in der I Erde als Puppe ruht, kommt nämlich von Anfang Oktober bis Mitte November aus der Erde. Es ist ein Schmetterling, welcher nur mit Flügelstummeln versehen ist, also nicht fliegen kann, dafür aber sehr kräftige, lange Beine besitzt, mit deren Hilfe er den Stamm erklimmen und zu den Knospen gelangen kann. Das Männchen dagegen, welches braune Flügel besitzt, kann fliegen und sucht das Weibchen während des Marsches am Stamme entlang auf. Gelangt das Weibchen dann in die Baumkrone, so legt es an die Knospen seine Eier ab, und zwar nicht weniger als etwa 250 Stück. Aus diesen schlüpfen im Frühjahr die kleinen grünen Spannranpen, welche mit der Entwickelung der Blüten wachsen, sich zwischen einige Blätter und Blüten einspinnen, um von da aus die Entblätterung der Bäume durchzuführen. Als der bekannte Pfarrer Christ diese Lebensgeschichte kennen gelernt hatte, reihte er an die vielen Verdienste, die er sich um den Obstbau Oberhessens schon erworben hatte, noch das eine Mittel zur Bekämpfung dieses Feindes. Er hat zuerst auf Birkenrinde Theer gestrichen und diese Rinde dann um den Stamm gebunden. In der neueren Zeit wurden erst die Klebgürtel in Anwendung gebracht, welche, in der richtigen Weise und zur richtigen Zeit angewendet, das Erklettern des Baumes durch das Weibchen unmöglich machen. Im Kreise Gießen war dies Anlegen der Klebgürtel überall da mit gutem Erfolg begleitet, wo es richtig durchgeführt wurde, und wv die Bäume trotzdem von der Raupe entblättert wurden, waren eben Fehler gemacht worden. Wenn man den Gürtel anlcgt, nachdem der Fvosh- nachtspanner oben am Baume ist, oder wenn man den Leim eintrocknen läßt, oder wenn man fingerdicke Lücken zwischen Stamm und Ring läßt, dann darf man nicht der Methode, sondern muß seiner eigenen Gleichgiltigkeit die Schuld bei- messen. Deshalb wolle man beim Anlegen der Leimringe, denen wir recht große Verbreitung wünschen, folgendes beachten: 1. Die Ringe müssen anfangs Oktober angelegt werden. 2. Das Papier muß sehr gut geleimt sein. Am besten verwendet man sogenanntes Pergamentpapier. 3. Das Papier muß mindestens 10 Zentimeter breit sein. 4. Der Papierring muß um den ganzen Stamm gelegt und mit einer Kordel unten und einer oben gebunden fein. 5. Zwischen dem Papierring und dem Stamm dürfen keine Lücken sein, da sonst das Weibchen unten durchkriecht. Etwa vorhandene Lücken werden mit Lehm, Werg rc. aus- gestopft. 6. Bevor man den Papierstreifen anlegt, muß an der betreffenden Stelle die Rinde glatt gemacht werden. 7. Der Leim wird mit einem Pinsel auf das Papier, niemals aber auf den Stamm selbst aufgestrichen. 8. Es ist notwendig, daß man die Ringe alle 10 Tage von neuem anstreicht. Im übrigen sei bemertt, daß die Geschäftsstelle des Oberhessischen Obstbauvereins in Friedberg gerne bereit ist, gutes, geschnittenes Papier und beliebige Mengen Leim zu vermitteln. Alles Nähere durch Austtagzettel. Hochachtungsvoll KckrmlNtMlichlMg. AlttttiW- M Wichts-Bmiü Herborn. Anläßlich der Feier des 650- . jährigen Jubiläums der Stadt j Herborn veranstaltet der Verein . in der Zeit vom 29. September cbU 6. November 1901 in den iRäumen des Rathauses eine Ausstellung historisch denkwürdiger Gegenstände. Dieselbe umfaßt ca. 4000 Num- t mern (fünf altertümlich eingerich- [tete Stuben und eine Küche, deren Bewohner in entsprechender Volkstracht), welche einen Einblick in Herborns und der Umgegend Vergangenheit bis zur Jetztzeit ge° ^währen, besonders betreffs seiner Industrie, der Zünfte imb seiner Bedeutung als einzige Universität in Nassau. Die Ausstellung ist täglich von morgens 10—12 Uhr und nachmittags von 2 Uhr bis zum Eintritt derDunkelheit, an Sonntagen -"bis 10 Uhr abends geöffnet. Eintrittspreise: Karten zum einmaligen Eintritt 30 Pfennig, Schüler zahlen bei klassenweisem Besuch 10 Vfg. Vom 30. September ab werden außerdem Dauerkarten zu 1,50 Mk. ausgegeben, . welche nur für die Person des Lösenden Gilttgkeit haben. Denkmünzen in Silber zu 5,60 Mk. und in Goldlegierung zu 1,60 Mk., beides in Etui, sind in der Ausstellung zu haben. Herborn, im Septbr. 1901. «467 Der Vorstand. Stadt. Heut Schnm Wein Fr Prim " H; Großh. Obstbau- und landw. Wintcrschule Friedberg. Das Winter-Semester der landw. Abteilung beginnt Montag den 4. November. Anmeldungen sind schriftlich oder mündlich an unterfertigte Direktion zu richten, von welcher auch Statuten, sowie Wohnungsausweise und Schülerfahrscheine zu erhalten sind. Großh. Direktion der Obstbau- und landwirtschaftlichen Winterschule. Dr. v. Peter. Das Darmstädler Pädagogium Darmstadt, Niederramstädtersttaße 28, bereitet in Real- und Gymnasialabteilungen zum Einjährigen-, Primaner- und Abi- tnrienten-Examcn, sowie zum Eintritt in mittlere und obere Klassen höherer Lehranstalten vor. — Beginn des Wintersemesters: 7. Oktober. 6140 KL Elias» Pri Speise- e' ZwasbeBn 50 Kilo mit Sack Mk. 8.50 ab Friedberg versenden Gebrüder Oppenheimer, Friedberg (Hessen). Telephon 34. 6595 03890] Nachdem die Weinlese soweit beendigt ist, treffe ich am Samstag dem 5. Oktober zum Weintrauben in der Schulstraße ein. v. 1. Nov. z. verm. Wetzsteinstr.42. Nah. G. Kraft, Grünbergerstr. 15. Neuhergerichtete Mansardenwohnung, 4 Zimmer m. Zub., zu vermieten. Emil Lotz, Kirchenplatz 9. Villa 8 Zimmer, Bad und Küche, schöner, großer Garten in ruhiger, feiner Lage zu vermieten oder zu verkaufen, eventl. mit 1 Bauplatz. Näheres bei Karl KleeS, Süb- anlage 18. 6418 gqumr. vöyo4 Renting, Weißvindermeister. Maurer u. Handlanger sucht Maurermstr. Stumpf, Liebigstr.75. Fahrbursche kräftig, solid für mein Biergeschäst sofort gesucht. Emil Schmall 6586]______________Hess. Hof. Hausbursche gesucht.__Th. Brück. 03961) Junge Leute sofort gesucht. Fr. Habeuicht, Lampenfabrik, Wiesenstr. 4. Bekanntmachung. Für das Hospital werden 45 Malter Speisekartoffeln benötigt, deren Lieferung auf dem Submissionsweg vergeben werden soll. Offerten mit Preisangabe und Proben sind bis zum 7. d. Mts., mittags 12 Uhr, in dem Hospitale,' Seltersweg 11, niederzulegen. Gießen, den 2. Oktober 1901. Die Arrnen-Deputation der Stadt Gießen. Wolff. 6579 BrkarmtmaMuns- In das hiesige Genossenschaftsregister wurde heute eingetragen: Aus dem Vorstand der Spar- und Darlehnskasse Langsdorf E. G. m. u. H. sind ausgeschieden Philipp Köhler VI., Direktor, und Karl Köhler, Stellvertreter, uni) wurden an deren Stelle gewählt als Direktor Adam Noch II. und Wilhelm Schiel II. als Stellvertreter. Lich, den 2. Oktober 1901. 6594 _______________Großherzogliches Amtsgericht.______________e Hanshalinngsschule. Mittwoch den 23. Oktober l. I., vormitt. 10 Uhr, beginnt im Schulhause in der Neustadt ein achtwöchentlicher Kursus der Haushaltungsschule. Die Schülerinnen werben in weiblichen Handarbeiten, besonders aber im Kochen und in der Führung eines einfachen Haushaltes unterrichtet. Diejenigen, welche den Kursus besuchen wollen, können sich bei Herrn Lehrer Schaaf melden. Gießen, den 1. Oktober 1901. ^577 Meeum, Bürgermeister. Fu h r, Oberlehrer. GetmbkWe Gießen. Das Wintersemester der unter Oberaufsicht Großherzogt. Centralstelle für die Gewerbe stehenden Gewerbeschule — mit Fachunterricht für Maurer, Zimmerer, Steinmetzen, Schlosser, Schreiner, Glaser, Maler re. — beginnt mu 14. Oktober d. Js. und schließt Ende März des k. I. Nähere Auskunft über Programm und Lehrplan durch die Schulleitung. Anmeldungen haben schriftlich zu geschehen und sind Zeugnisse über die Vorbildung beizufügen. Gießen, am 2. Oktober 1901. 6592 Der Aufsichtsrat: Die Schulleitung: L. H e p l i g e n st a e d t.Traber., Neuester vervollständigter Plakat-Fahrplan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Glessen, Frankfurt a.M, Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn zum Preise von 20 Pfg., mit Verkehrskarte 25 Pfg., in der Expedition des Giessener Anzeigers vorrätig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des Giessener Anzeigers bezogen werden. Höchster Rabatt, kleinste Raten Pianos und Harmoniums zu vermieten monatliche Mietpreise 2-12 Mk. • Bei späterem Ankauf gemieteter Instrumente Gutschrift der bezahlten Miete nach festen Bedingungen. Gespielte Pianos zu allen Preisen von 50 Mk. an. Reparatur-Werkstätte, Aufpolieren von Pianos, Klavierstimmen. Wilh. Rudolph, Giessen Seltersweg 91.