sind sie gewiß keineswegs, in ihren Adern fließt ein großer Prozentsatz syrischen Bluts, das Schuld ist au der charakteristischen jüdischen Nase, die man bei den rein semitischen Beduinen nicht antrifft. Trotz dieser Blutmischung aber sind sie eine so ausgeprägte, unverkennbar eigentümliche Rasse, wie keine andere in Europa. Aus ihrer Mitte sind ausgezeichnete Musiker, der geniale Dichter Heine, der trotz allen moralischen Augenverdrehens auch ein rührend liebenswürdiger Mensch war, hervorgegangen, aber stets hat man ihnen vorgehalten, daß sie keine Befähigung für Bildhauerei, Malerei und Baukunst hätten. In der That weisen die Blüteperioden der bildenden Kunst keinen jüdischen Namen auf. Wie erklärt sich das? „Durch StammeseigentümlichLeiten. . . denn Malerei und Plastik standen ihnen so gut offen wie die Musik, aber sie griffen dennoch nicht dazu, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß das mosaische Gesetz die Bildnerei untersagte, und daß die Plastik also durch die Religion befruchtet wurde, wie bei den Heiden", antwortet Andree. Aber wenn etwas zu berücksichtigen ist, warum thut man's denn nicht? Ein religiöses Verbot hindert die Juden an der bildnerischen Darstellung; beweist das aber, daß sie überhaupt nicht begabt dazu sind? Nein, so wenig wie ein Verbot des Gartenraubs beweist, daß die Jungens keinen Appetit nach Aepfeln haben. Und wirklich sehen wir denn auch, daß jüdische Künstler, die jenes Verbot nicht mehr schreckt, ganz außerordentliches als Maler oder Bildhauer hervorbringen, so Begas, Liebermann, Bartholdi und viele andere. Ganz ähnlich war es einst den Deutschen ergangen. Wie der Grieche in seinen Wäldern, Grotten, Bergen und Thülern den Eindruck des Lebens empfing, wie ihm der Himmel zum wolkensammelnden Zeus, das Meer mit seinen tosenden Wellen zum Poseidon, der Mond zur Artemis, „die ahnungsvolle Wirkung der irrenden Mondstrahlen in Waldeinsamkeit, das Schlüpfende der Mondbeleuchtung, das Säuseln, Rascheln, Hallen und Wiederhallen im Walde zum Bilde der schlanken, leichtfüßigen Jägerin wurde" (Vischer), so ähnlich hatte auch der Germane einst die Natur mit Göttern, Riesen, Zwergen und Alben beseelt. Als aber das Christentum mit seiner Lehre von der Nichtigkeit alles Irdischen das Heidentum immer mehr zurückdrängte, da wagte sich nur noch selten ein Poet mit die Natur verinnerlichenden Gedichten hervor. In unseren beiden Nationalepen ist die Natur überaus dürftig behandelt. Erst der Pantheismus Goethes brach vollends die Fesseln, die sich um die germanische Phantasie so drückend gelegt hatten. — Tie Araber glauben, daß von der Seele eines Abgebildeten ein Stück in das Bild übergehe. Tccher wohl rührt es, daß sie in der Darstellung von Menschen nichts geleistet haben, und nicht etwa von mangelhafter Begabung her. Tie japanische Architektur erscheint nach übereinstimmenden Berichten im Vergleich zur europäischen sehr dürftig, selbst ihre größten Tempel machen keinen erhebenden Eindruck: besonders deshalb, weil sie nicht einmal entfernt so hoch sind wie unsere mittleren Kirchen. Allein Japan wird so shäufig von Erdbeben heimgesucht, daß es wohl begreiflich ist, wenn seine Architekten nicht durch Aufführung gewaltiger Gebäude die Lebensgefahr noch vergrößern. Es wäre demnach gänzlich verkehrt, aus dem Mangel imponierender Bauten in Japan auf eine geringe Begabung der japanischen Architekten zu schließen. Was lehren uns nun solche Erscheinungen? Offenbar dies, daß zwei völlig heterogene Rassen, wie z. B. die germanische und die jüdische, in ihrer künstlerischen Anlage nicht wesentlich von einander abzuweichen brauchen, falls die kulturellen Bedingungen die Bodenbeschaffenheit ihres Landes u. s. f. für beide gleich sind. Dasselbe zeigt auch ein Blick auf niedrig stehende Völkerschaften. Die Eskimos, Feuerländer, Buschmänner, Weddas liefern bei gleicher Kultur und grundverschiedener Rasse zum Verwechseln ähnliche zeichnerische und Dekorationsstücke. Wenn. Ernst Grosse dieses Rätsel durchs die Bemerkung zu lösen sucht, die künstlerische Gleichiörmigkeit jener Rassen beruhe mehr auf dem, w-s ihre Kunst entbehrt, als auf dem, was sie besitzt, so ist damit ungefähr ebensoviel erklärt, als wenn jemand von zwei Leuten, die je tausend Mark besitzen, sagen wollte, ihre Vermögensverhältnisse seien insofern gleich, als keiner von ihnen Millionär sei. Tas hieße aber einen positiven Thatbestaud zu Gunsten eines negativen, gänzlich in der Luft schwebenden, vernachlässigen. Von welchem Wert das ist, lernen junge Juristen schon im ersten Semester. Grosse meint dann, der bei allen niederen Rassen gleiche Truck der Armut, derselbe beschränkte Kreis der Erfahrungen, die Unsicherheit des Lebens bewirke, daß keine von ihnen ihre künstlerische Eigenart charakteristisch ausdrücken könne. Ties ist aber eine unbeweisbare Annahme, die sich außerdem im Hinblick auf höhere Rassen von selbst erledigt. Während mehrere Rassen unter den nämlichen sozialen und sonstigen Bedingungen häufig ähnliches hervorbringen, zeigen eng mit einander verwandte, derselben Hauptrasse angehörige Völker oft ganz merkwürdige Unterschiede. Bei den Westmongolen z. B. hat man keine Spur von Pflanzen- und Tierdarstellung gefunden, die doch bekanntermaßen bei den Chinesen und Japanern in höchster eingefüh.t werde in und aufgeklärt werde über die wichtigsten sozialen Probleme der Gegenwart. Wer hat den Mangel einer solchen gerade in den Jugendjahren versäumten Aufklärung in späteren Jahren nicht empfunden! Doch hat ein solcher Unterricht auch eine stark bedenkliche Seite. Für einen auch nur einigermaßen vertieften Unterricht in der Nationalökonomie ist ein gründliches Studium unbedingtes Erfordernis. Und das läßt sich nicht ohne weiteres nebenbei betreiben. Wohl erst eine neue Lehrer-Generation, die von Anfang an die sozialpolitischen Probleme zum Gegenstände ihres Studiums macht, könnte den neuen Ansprüchen genügen. Sozialpolitik mit ein paar Schlagworten abzuthun, wäre den Schülern gegenüber Frevel. Die Hauptschwierigkeit, die sich der Ausführung der Studtschen Verordnungen entgegenstellt, liegt in der Sprödigkeit des neuen Unterrichtsgegenfiandes selbst. Welchem von den vielen sozialpolitischen Gelehrten soll der Lehrer folgen? Die soziale Wissenschaft weist feste Punkte, auf denen man fußen könnte, doch nur wenige auf, und ihre verschiedenen Vertreter kommen je nach den von ihrer Parteistellung bedingten Voraussetzungen, von denen sie ausgehen, zu grundverschiedenen Resultaten. Ein einheitlicher Lehrprogramm aber, gewissermaßen eine staatlich approbierte Sozialpolitik läßt sich schwer ausstellen. Kann man bei jedem Lehrer den rechten Takt voraussetzen, daß er eine rein objektive Darstellung der wichtigsten sozialen Vorwürfe seinen Schülern zuteil werden läßt? Wird seine eigene politische Ueberzeugung nicht stets allzusehr in den Vordergrund treten? Uud hat es nicht an sich auch etwas Bedenkliches, einen Sekundaner zum Adepten der Sozialwissenschaft zu machen? Vielleicht empfiehlt es sich, auf der Obersekunda einen Kursus in der Sozialpolitik vorerst probeweise cinzurichten. Jedenfalls wäre es erfreulich, wenn sich diese Bedenken irgendwie beseitigen ließen. ________________________________________ Politische Tagesschau. Die Eisenbahnreform vom 4. Juli 1901 steht heute in der gesamten Derkehrswelt auf der Tagesordnung. Die Rückfahrkarten mit 45tägiger Dauer für alle Entfernungen ohne Unterschied behalten natürlich alle bisherigen Retourbillet« Vergünstigungen: Schnellzugsberechtigung, 25 Prozent Rabatt vom PersonenzugSpretse oder in der HI. Klaffe 35,7 Proz., in der II. 32,5 Proz. vom Schnellzugspreise, 25 Kilogramm Freigepäck und das alte Recht zu je einmaliger Fahrtunterbrechung auf der Hin- und der Rückreise. Die kilometrischen Fahrpreissätze inßPreußen und Heffen Erstes Blatt Samstag 6. Juli 1901 J8en :5 a 4102 ce: ätzet. hi 151* Jahrgang Adresse für Depeschsni Anzeiger Siehe«. Fernsprechanschluß Nr.Gk unfc Wfeji »«Mr iriSate 4686 ÖÄsSfce« «mW« bo* An. *** «M „Blätter Ar tzch. E^Nttrmbe" »kr« «Ä bnykflt. »M 1 tt»ei| wm. 16 Uhr lK****He*4<* spätestens Bekanntmachung. Mit Allerhöchster Ermächtigung Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs hat Großh. Ministerium des Innern dem Zentral-Komitee des preußischen Landesvereins vom Roten Kreuz in Berlin die Erlaubnis erteilt, die Lose der in diesem Jahre zu veranstaltenden 12. Geldlotterie des genannten Vereins innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben. Indem wir dies zur öffentlichen Kenntnis bringen, bemerken wir, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten VerlosungSplau 400 000 Lose, ä 3,30 Mk., aus- gegeben werden dürfen und 575000 Mk. zum Ankauf von Gewinnsteu verwendet werden müssen. Gießen, den 2. Juli 1901. Großherzogliches Kreis amt Gießen. v. Bechtold. 'r ^hon ützn, Sozialpolitik in der Schule. «Die soziale Frage", so meinte Heinrich v. Treitschke 1875 in einer Vorlesung über den Sozialismus, „ist eine von Napolen I. erfundene und später auch von Napoleon III. angewendete Phrase, die zum Klappern der demokratischen Tyrannei gehörte." Er hatte damals wohl nicht so ganz Unrecht mit dieser heute recht scherzhaft klingenden Bemerkung. Die Napoleons redeten in ihrem Laude von ihr in schönen Worten, ohne auch nur deu geringsten Versuch einer Klärung zu machen, sie benutzten sie als tönendes Schlagwort zu einer Zeit, wo in Deutschland noch ausschließlich die nationalen Fragen im Vordergründe standen. Aber es ist in Frankreich bei den schönen Worten geblieben bis auf den heutigen Tag, jetzt erst geht mau dort endlich daran, soziale Fürsorgegesetze nach dem Muster der schon durch eine lauge Reihe von Jahren bewährten deutschen Einrichtungen zu schaffen. In Deutschland hat man sich, seit die nationalpolitischen Fragen durch den großen Krieg zum Abschluß gekommen, mit ernstem Eifer auf den Ausbau des wirtschaftlichen Systems geworfen. Die Aera Wilhelms II. ist in eminentem Sinne sozial zu nennen. Nach einer Verordnung des preußischen Kultusministers, die in den Erläuterungen enthalten ist, die deu neuen Lehrplänen beigegeben sind, soll neuerdings der sozialen Frage auch in dem Geschichtsunterricht der höheren Schulen ein breiterer Raum gewährt werden. Der Leiter des preußischen Schulwesens stellt darin folgende Grundsätze auf: Der Unterricht in den unteren Klassen hat die Aufgabe, die großen Heldengestalten der nähern und der ferner« Vergangenheit dem Herzen und der Phantasie des Knaben nahe zu bringen, feinen Gedankenkreis damit zu erfüllen und neben dem, was die biblischen Geschichten bieten, den ersten Grund für die geschichtliche Auffassung und Betrachtung zu legen. In den folgenden Klassen bis Untersekunda muß neben der Darstellung der äußeren Vorgänge auch die Klarlegung der inneren Verhältnisse einen bretteren Raum eiunehmen. Dabet kommt eS auch darauf an, daS Verständnis für den pragma^ tischen Zusammenhang der Ereignisse und für etn höheres Walten in der Geschichte, sowie die Fähigkeit zum Begreifen der Gegenwart aus der Vergangenheit zu entwickeln. Namentlich wird den Schülern Anleitung zu geben sein, daß sie solche Erscheinungen des geistigen und wirtschaftlichen Lebens, die von wesentlichem Einfluß auf die Volks- entwtckelung gewesen sind, genügend würdigen lernen. Besonders sicherer Takt und große Umsicht in der Auswahl und Behandlung des einschlägigen Stoffes erheischt die für die obern Klassen geforderte Belehrung über wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen tn Ihrem Verhältnis zur Gegenwart. Der von ethischem und geschichtlichem Geist getragene Unterricht hat hierbei einerseits auf die Berechtigung mancher sozialen Forderungen der Jetztzeit einzugehen, andererseits aber die Verderblichkeit aller gewaltsamen Versuche der Aenderung sozialer Ordnungen darzulegen. Je sachlicher er die geschichtliche Entwickelung des Verhältnisses der Stände untereinander und der Lage der arbeitenden Klassen insbesondere b-bandelt, und den stetigen Fortschritt zuitz Bessern unter Vermeidung' jeder Tendenz nachweist, umso eher wird es bei dem gesunden Sinn unserer Jugend gelingen, sie zu klarem nno ruhigem Urteil über bas Verhängnisvolle unberechtigter sozialer Bestrebungen der Gegenwart zu befähigen. Diese wirtschaftlichen Bestrebungen werden sich überall da in den Gang der Geschichte einflechten lasten, wo die Lösung sozialer Aufgaben und wirtschaftlicher Probleme versucht worden ist. Wo die Geschichte der letzten Jahrhunderte Anlaß bietet, die sozialpolitischen Maßnahmen der europäischen Kulturstaaten vor Augen zu führen, ist der Uebergang zur Darstellung der Verdienste unseres Herrscherhauses um die Förderung deS Volks- wohles bis in die neueste Zett hinein von selbst ergeben- Die Auslassungen des preußischen Kultusministers haben zweifellos einen gesunden Kern. Es ist durchaus wünschens- wert, daß unsere Heranwachsende Jugend nach Möglichkeit Sezugrprei« »ürt«e Ciganenfabrik ge» wr mit flutet hand- W. Gegen freie HUB Rontoneinigung werden. Schriftliche et 4848 an die Crped. efuti. Ö2178 ötffjfAtt Sof. aut guten AugMn ausmädtvm Lud Sintntt gesucht von Wasserschiebtn, lelmfratie 25. -es rauimädSen 5 Die,stark 8, ü Für die Ausbesserung der Steinsohle des Stadt ganz bracht, daß ffon drüben her ein steter, und zwar e$i starker Truck auf die europäischen Märkte ausgeübt wird. Während hier die Tendenz unverkennbar nach! oben gerichtet ift, bewirkt es die rasche Folge flauer Marktmeldungen vow drüben, daß wir jetzt im Juli auf den europäischen Märkten Preise notiert sehen, die in schreiendem Widerspruch! zu dem Verhältnis zwischen festländischem Vorrat und festländischem Bedarf stehen. Berlin notierte am 1. Juli 166 M. rohres an seinem Hause am Seltersweg wird nicht be fürwortet. Ter Steinhauer Fr. Hewel beabsichtigt, Teile seines Neubaues an der Grünbergerstraße in Holzfachwerk auszuführen; das Gesuch wird befürwortet; desgl. das Gesuch) der Firma TribusLS und heim, deren Anbau an ein Lagerhaus in der Westanlage ebenfalls in Holzkonstruktion ausgeführt werden soll. Zur Herrichtung des Erbbegräbnisses des früheren Bürgermeisters Reiber wird auf Grund der s. Z. von der Stadt übernommenen Verpflichtung Genehmigung erteilt. Tas Gesuch des Kaufmanns Eberh. Metzger um Be freiung von der Verpflichtung zur Anbringung eines Kandel- ungen ergiebt sich, um es kurz zusammenzusassen: erstens,I" ■ ------ —■■■ --- ' daß Rassen von verschiedener körperlicher und damit ver-i Atzung oer Ktaotorroroneten. bundener künstlerischer Anlage vorhanden sind; zweitens, y ö daß manche Zweige einer Rasse Blüten treiben können,! Greßen am 4. Juli 1901. die andern versagt sind, obwohl diese ihre Nahrung aus! Anwesend Bürgermeister Mecum, die Beigeordn. Georgi demselben Boden empfangen, wie jene; drittens, daß äußere! und Grüneberg, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Einflüsse, wie Bodenbeschajfenheit, kulturelle und soziale Euler, Faber, Flett, Tr. Fuhr, Grünewald, Hanau, Heichel- Lage einer Rasse oft nachdrücklicher, als deren Eigentum- heim, Helfrich., Heyligenstaedt, Huhn, Jughardt, Keller, lichkeiten die künstlerische Entwickelung bestimmen. Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Schiele, Es ist noch nicht sehr lange her, daß Virchow meinte,!Schmoll. die Betonung der Stammesverschiedenheit bedeute den Ver- Entschuldigt: Beigeordneter Wolff, die Stadtverordneten tust des gesunden Menschenverstandes. Nach Chamberlain Tr. Gaffky, Dr. Gutfleisck, Haubach, Kirch und Wallenfels, unterfcheiden sich die Menschenrassen so deutlich wie die! Einem Herkommen gemäß beschließt die Versammlung, Hunderassen, und Grosse geht sogar so weit, zu behaupten, in der Zeit vom 1. August bis 12. September Ferien zu die Unterschiede in ihrer Begabung seien „eine Thatsache, I halten. die vor aller Untersuchung feststeht; denn sie folgt un- Dem Architekten L. Seuling soll gestattet werden, mittelbar aus dem Dasein verschiedener Rassen." — ein hölzernes Vorgartengitter an seinem Hause am Großen Virchow blickt durch eine allzu liberal geschliffene Brille, Steinweg bis auf weiteres zu belassen. Chamberlain giebt sich eine krampfhafte Mühe, sein Dogma * " ‘ ~ - -- - — für alle Fälle zu beweisen und Grosse behauptet eine! Art prästabilierter Rassenharmonie, wonach jede einzelne Rasse ihre künstlerischen Empfindungen aus sich selbst erzeugt, eine nach eignen inneren Gesetzen sich entfaltende Monade ist. Jede Monade führt ein Tasein für sich, die eine ist reich, die andere arm an Empfindungen. Aber alle Arten der Empfindung sind in jeder Rassenmonade vorhanden, woraus sich die Harmonie aller ergiebt. Jede dieser Anschauungen birgt ein Stück Wahrheit. Ihre einseitigen Schriftgelehrten und Pharisäer aber können wenn sie an die Lösung des Problems „Kunst und Rasse" herantreten, immer nur finden, wvs sie vorher hinein versteckt haben. kommen wird, das ist eine <------ w w - gehen der Sommerkarten trifft im Grunde nur wenige. Denn nur etwa 0.5 Proz. aller Fahrten fallen auf Sommerkarten, blos 0.1 Proz. auf feste Rundreisekarten, ebenfalls 0.5 Proz. auf zusammengestellte Rundreisehefte, 3 Proz. auf Zeitkarten, 33.6 Proz. auf Rückfahrkarten und 62.3 Proz. auf einfache Fahrkarten. DaS geht aus einer amtlichen Aufstellung hervor, die vor einigen Jahren gemacht worden ist. Nach der Statistik von 1899 belief sich die Zahl aller Fahrten oder beförderten Reisenden auf rund 554 Millionen, wovon 82 Millionen auf gewöhnliche Rückfahrkarten kamen, blos 0.67 Millionen aber auf Sommerkarten, 1.3 auf Souder- züge, 10.6 aber auf SonntagSkarten. Die Zahl der wirklich verkauften Billets — denn auf Rückfahrbillet rechnet die Statistik zwei Fahrten, ebenso auf Sommer-, Sonder- und Sonntagskarten — ist viel geringer und läßt sich auf 282 Millionen berechnen, wovon 222 Mill, einfache Fahrkarten sind, 41 Mill, gewöhnliche RetourbilletS, 528 Mill. SonntagSkarten (hin und zurück, zum einfachen Fahrpreis gewöhnlich), 0.658 Mill. Sonderzugskarten (ebenfalls der einfache Fahrpreis als Regel), nur 0.335 Mill. Sommer-1 karten und der Rest Arbeiter-, Zeit- und Schülerkarten. Die 41 Mill. Rückfahrkarten-Jnhaber kamen mit den bisherigen Fristen (3 bis 8, höchstens 10 Tage) aus; doch wird! ihnen eine Fristverlängerung natürlich in jedem Falle lieb sein, da nun die fürchterliche Hetze und Eile, in der sie jetzt oft ihre Geschäfte erledigen mußten, dieser kategorische Imperativ der Hetzpeitsche, der viele so ost gepeinigt hat, künftig ______------------, , wegfällt und man in Muße beliebig lange wegbleiben kann, für Weizen, also etwa 2 M. unter dem zwanzigjährigen Dafür wird man der Eisenbahn dankbar sein. Wie viele DurMchnitt des ^ertxner^artte§.,unbU2 9)2 für Koggen, Ä.‘'ä,s4r -i. »*» rasa ä'ämjs «m» Positives aus der Statistik. Die Zahl kann erheblich, sie L $ glättete. Ties um so weniger, als die Amerikaner vor kann aber auch unbedeutend fein. Wer langer wegbleiben ^^n anderen sich veranlaßt fühlen müßten, in ihrem wollte, nahm bisher ein kombiniertes Fahrscheinheft (oder eigensten Interesse den deutschen Preis nicht ohne Not zu Sommerkarle), wenn er mindestens 300 Kilometer weit weg- drücken. Tenn bei unverhältnismäßig gedrückten Preisen ist fuhr. Die Gesamtzahl der verkauften Fahrscheinhefte betrug es leichter denkbar, daß Reichstag und Regierung über die 1899 aber 477,694, was sehr wenig ist, wenn auch die Reise Erhöhung der Kornzölle, und Berlin und Petersburg über —H, - - ■ den Handelsvertrag auf Grundlage desselben sich, verstän- Blüte steht. Tie Deutschen sind das musikalischste Volk ballen. Ebensowenig kann die übereilte Ablieferung des der Erde, sie haben Tondichter von unvergleichlicher Größe in Amerika ausgedroschenen Getreides an die großen Markte und in unvergleichlicher Menge; die ihnen blutsverwandten wirtschaftlichen Zwvngsgrunden erklärt werden. Es muß Engländer sind gerade auf musikalischem Gebiete verhält- eine Ursache vorhanden sein, die sich' aus ganz besonders nismäßig sehr arm. Fragt man mich, wie sich diese That- spekulativen Bestrebungen heraus ergeben hat. Im Lande fache aufklären lasse, so mutz ich antworten: Ich weiß es des Stahltrusts ist eben jedwede wirtschaftliche Bewegung nicht. Andere werdens wohl auch nicht wissen. unter dem Gesichtspunkte von Riesenspekulationen zu be- Aus allen diesen und zahlreichen ähnlichen Beobacht- trachten.___________________________________________________ Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist NU, unter genauer Quellenangabe: An»." gestattet.) ** Tas Regierungsblatt veröffentlicht in Nr. 46 die Bekanntmachung, die Errichtung der Weinbaudomänenverwaltung zu Mainz betreffend. ** Reisezauber. Die Zeiten, in denen der Glaube an Zauberei allgemein verbreitet war, sind längst vorüber. v>>m Geheimen geht zwar wohl noch mancher und manche zur „weisen Frau", um sich die Karten schlagen oder aus dem Kaffeesatz weissagen zu lassen. Aber wahr haben will'sf keiner, der s thut. Und nur einen Zauber giebt es, von dem man sich gern und willig gefangen nehmen läßt, das ist der Reisezauber. Ter findige Oskar Blumenthal ! durchschnittlich 1145 Kilometer lang war, während auf jede gewöhnliche Reise nur 23.55 Kilometer kommen. Wenn man die amtlichen Meldungen recht v-rstand s°llin nicht nut die Sommerlatten und festen RuudreisemlletS nächstens eingehen, sondern wohl auch blc le6tgen^ntolu6 rückfabrkarten-, d. h. Karten aus mehr denn hundert Pro- oin/orlen nach Berlin und sechs »"deren Stiidlen mit einem Gutschein und der Verpflichtung, tu diesen Städten ein Sommerbillet zu lösen. Diese Anschlußrückfahrkartenhaben dieselben Vergünstigungen wie gewöhnliche RetourbilletS, aber eine GiltigkeilSdauer von fünfundvierzig Tagen Ein Teil derjenigen, bie eme Rundreise machen und nicht auf demselben Wege zurücklehren wollen, wird manchmal wehmütig seiner Sommertarten gedenken, die das fünsund- vierzigtägige Retourbillet nicht voll ersetzen kann. Dann gewähre man fortan auch den zusammengefiellten tW^in« heften 25 Kilogramm Freigepäck, wie sie es in Schweden, Not- wegen (25 Kilogramm) und Dänemark (hier nur 20 Mogr.) genießen, und setze womöglich das Minimum von 600 S o- meler auf 300 herab, wie in Frankreich, ober auf 400 K lometer, wie in Italien und Holland, ober auf 350 Kilometer, wie in Dänemark. In der Schweiz Ist das Minimum sogar 200, in Belgiens innerem Verkehr 250 Kilometer. Da nur 477 000 Fahrscheinhefte im Jahre verkauft werden, istein finanzielles Risiko so gut wie nicht vorhanden, und die Gepäck- wagen fahren durchschnittlich ja zu 97 Prozent ganz leer, so daß ihre Ausnutzung nur 3 Prozent beträgt. c>st es denn nicht eine mit Händen zu greifende Un- fein CTQe , Mt nu ? fti cbaM>t ß?le vei ringgrabens zwischen der Senckenbergstrasie und dem Wallthor ward unter Bewilligung ber^j • ^WgungMmmesu entnehmenden Kosten Genehmigung "m Gesuckj der «1ftien werden, wenn bie Gesuchs!tzellerm g-, versteht .Hälfte der auf 200 Mk. veranschlagten versteht Tie Bauleitung bei Errichtung Es Bezrrrsfchu Hauses soll nach. Fertigstellung des Elektrizitätswerksd Techniker Nolde übertragen, demnach^ von der Anstzellung eines besonderen Technikers abgesehen werden. Für Erhaltung alter st ä d t i s ch e r R e ch n u n gen des 16. und 17. Jahrhunderts werden bie Kosten rrn betrage von 50—60 Mk. bewilligt, desgl. bie-Kosten pur Erdtr a n s - port nach der Sübanlage im Betrage von 349 Mr. Gegen bas Gesuch bes Lederhändlers Ohler um Ueberschreibung der von ihm bisher ^geübten ^ag, im Bezirk 7 bes Stadtwaldes auf Karl Buberus hat bie Versammlung nichts einzuwenden. Tem Pächter eines Teils des ehemaligen ^^ena - schen Grundstückes wirb basur, baß er da^> Grunds t-ück vor Ablauf ber Pachtzeit räumen muß, eine Vergütung von 10 Mk. bewilligt. r Auf bus Gesuch von H. W i n n unb H. Carle um käufliche Ueberlassung stäbtischen Gelänbes am Wetzlarer! Weg beschließt bie Versammlung, zunächst brei neben bent Germanenhause.liegenbe Bauplätze von je roO Quabratmeterl einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen. Für bie Ergänzung unb Erneuerung von Geraten im Schlachthaus werben 1200 Mk. bewilligt. Tie von ber Schlachthuusbeputation früher beantragte Errichtung einer Anlage zur Verwertung tierischer Abfälle unb ganzer Tierkörper ist nicht zur Ausführung gekommen, )a nach eingezogenen Erkundigungen eine solche Anlage ich nicht bewährt. Inzwischen hat ber Kreisausschuß ber Errichtung einer Sammelwasenmeisterei in der Nähe von Lichs zugestimmt, deren Kosten zur Hälfte vom Staat aufgebracht werden. Ter Beschluß wurde ausgesetzt, bis die Stadt Gießen Beschluß über ihre Beteiligung gefaßt hat. Tie Versammlung beschließt dem Antrag der Depch tation gemäß Anschluß an die Kreis-Sammelwasenmeisterei, ofern ihr für Abholung der Kadaver nicht höhere Ge-- bühren als den übrigen Orten des Kreises angerechnet werden. . , m Tas Gefuch des Ver eins für Sch lachtvieh-Ver- icherung um Erlaubnis zur Aufstellung eines Viehtransportwagens in ber Halle des Schlachthofes wird genehmigt. r „ , Das Gesuch der Co m en i us g es e l lscha st um Beitritt ber Stabt als Mitglied wird mit Hinweis daraus, daß die Stabt Gießen im Besitz einer Volkslesehalle ist, abgelehnt, desgl. das wiederholt gestellte Gesuch um Gewährung eines Beitrags zur Errichtung eines deutschen: Schriftstellerheims in Jena. Ter Vorstand der Ortskrankenkasse hatte vor einiger Zeit beantragt, die Zwangsversicherung auf Hausgewerbetreibende, Handlungs-Gehilfen (und Gehilfinnen) und Lehrlinge auszudehnen. Es wurde seinerzeit beschlossen, vorerst davon abzusehen, da eine Novelle zum Kranken- Versicherungsgesetz in Ausficht steht. Inzwischen eingezogene Erkundigungen ,in den größeren Städten des Landes- laben ergeben, daß in einigen derselben die Kranken- Versicherungspflicht in der von der Ortskrankenkasse beantragten Weise ausgedehnt ist. Tie Gießener Handelskammer hat sich mit Rücksicht auf die zu erwartende Novelle zum Krankenversicherungsgesetz und darauf, daß den Handlungsgehilfen gefetzlicb Anspruch auf Fortbezug des Gehalts aus die Dauer von sechs Wochen zusteht, vorläufig gegen die Zwangsversicherung ber Handlungs-Gehilfen ausgesprochen. Aehnlich lautet das Gutachten des Tetaillisten-Vereins, während die Vorstände des Kaufmännischen Vereins, sowie der Ortsgruppen der verschiedenen Gehilfenverbände sich rückhaltlos für Eintritt der .Handlungs-Gehilfen und -Gehilfinnen in die Ortskrankenkasse erklären. Tie Finanzdeputation hat empfohlen, mit Rücksicht auf die Novelle zum Krankenversicherungsgesetz bie Sache vorläufig auf sich beruhen zu lassen. Die Versammlung beschloß jedoch! Annahme des von der Ortskrankenkasse gestellten Antrags, nachdem die Stabtv. Heichelheim und Schmall den Standpunkt der Handelskammer vertreten, die Stabtv. Haunau, Heiligenstädt, Grünewald und Krumm im Sinne des Antrags ber Ortskrankenkasse gesprochen hatten. Tie Mißstände unb Verkehrsstörungen, bie sich beim Auf- und Abtrieb bes Viehes in ber Umgebung ber Viehmarkt- plätze gelegentlich der nur. einen Tag buuernben Märkte (der nächste sindet am 6. Angnft statt) ergeben, haben zn einer Eingabe veranlaßt, in d.r eine Teilung des Marktes auf 2 Tage (6. unb 7. August) in der Art empfohlen wirb, daß am ersten Tage nur Rindvieh, am zweiten Tage Schweine aufgetrieben werden können, sofern nicht auf andere Weise den aus dem Antrieb beider Tiergattungen an einem Tage sich ergebenden Mißständen abgeholsen werden kann. Tas Großh. Ministerium hat darauf die Ausdehnung des aus den 6. August angesetzten Marktes auf dem 7. August genehmigt. Tie Verhandlung über den Erlaß einer Vieh- marktordnung wurde von der Tagesordnung abgesetzt, da noch einige Fragen an das Kreisamt der Erledigung harren. Ter Verpachtung des Steinbruchs im Hangel- st e i n auf die Dauer von 6 Jahren zum Jahrespachtpreise von 150 Mark wird zugestimmt. KO "ii- ’C&Jf ? Mgen J ’ö 1(l1 Schone' tleinMli . 9 W jet P S 5 oft s»! ■ii M । . x m| Kes Sw- zn dn« nm $«ge Ans »es- Kon allo In deine' Wälich der, der tauben, hnaus zu ntpRpn men|c TäÄ de- kann, damit sre - unb in stohl'cher' ** Jntere« Hasen stehen « muw«tgeMn j)ie Mietskontraite unterschreiben W denn aus dieses Eheleuten gemiete! haftbar. Neuere N Frau ausgestellt, werden. Bei dem kemin (1. Julff fprechmden Brief formell Machte! beiden gekündigt einzelne gekündi die Mmbigung . mit einer filage ** Vorsicht reisesaison steht vo srau pflegt vor d Woll- und Pelzfaä gefräßigen Wen dürfte die Thätigki reich geübt werden schwärm hatten al Mottenschaden, m höchstem Grade le gleich, ob es sich handelt. Man M man fich vor in einen mit Naj Ltreichhoh Hineinzs genügte, das Napl Cchraniinhalt der ** Frisches Ballgemeine 2 glich ist, als sei. Andererseits m weniger allgemein Dgt, denn fast füi ®otgenfrüE)ftütt d Sossenbrot noch K »11» drn Anschein, d'esim Soll einen M tft es nicht j wutb, wem ms । ® tst nämtch gen, cs genügend N-ns. Ein M Ä«n in niedi Ach M drisch,n S »uen durch Kl°n|t die Kehle man U MS »ft e In fei'.» ys.L'4 sre'i:™ äüSM"-b",rff'S„s Die BK-gung am Weltmarkt für Getreide verdient gerade jetzt volle Aufmerksamkeit. Nachi allen bis jetzt vorliegenden Nachrichten hat man mit einer ungewöhnlich großen Ungleichheit in den Ernteergebnissen zu rechnen. Tie Vereinigten Staaten haben ohne Zweifel eine besonders gute Ernte zu verzeichnen. Dagegen lauten die Berichte aus Frankreichs, aus dem nordöstlichen Deutschland, vom Asow, Don unb Dnjepr nach wie vor dahin, daß die Erträgnisse des Mers um ein Viertel bis ein Drittel hinter denen einer mittleren Ernte Zurückbleiben. Frankreich, wird also erhebliche Mengen vom Auslande hinzukaufen müssen, und die ostelbische, wie die südöstliche russische Kornkammer wird erheblich weniger an den großen Markt bringen können, als es in der Regel zu geschehen pflegt. Unter diesen UmMiiden sollte man meinen, baß es im Interesse der Nordamerikaner läge, mit ihrem Ueberschuß nach Möglichkeit zurückzuhalten, damit ein höherer Preis sich halten lasse, wovon sie am ersten und nm meisten zu profitieren, vermöchten. Statt dessen wird drüben der Ausdrusch nach Möglichkeit beschleunigt, und es wird Getreide in solchen Mengen in den Verkehr ge- eive für die verschiedenen Fahrkartensorten find folgende (in Pfennigen): Uebergew. iv. in. il „ Kl.si- i tlnfad)e Fahr. juflt 2 4b? fitten Schnellzüge - 4.67 6.67 | Freigepäck 25 Kgr. für 10 Kg. pro Klm.: 0,5 Pfg. Rückfahr- 1 karten J (auch für f Schnell- ) — 3 4.5 züge) An- t schlutz Rück« 1 25 Kg. 0.5 Pfg. fahr karten ^geftUUe)" — 3.28 4.67 kein Freigepäck. 0.5 „ 45tägtge Sommer- .„ OK . karten etwa 3.22 4.9 meist 25 Kg. frei 0.5 w (nicht ganz einheitlich^.e ^ n „entuell noch Uebergewicht pro KUometer: n. EU. Klaffe für 10 Kg. 05 0.5 über 10-20 , 1.0 1.0 „ 20-30 , 15 1.5 „ 30-40 „ 2.0 20 „ 40-50 , 2.5 2.5 „ 50-60 w 3 3 A. s. w. Man sieht daraus, daß z. B. ein Rundreiseheft mit Landwirtschaft. Nach einem gewiß sehr beredten Einen Zufall,- ant- h bahnamt bearbeiteten Ueberfichtskarte der Eisenbahnett Deutschlands (6 Blatt, Maßstab: 1 ; 1 000C00, Preis: unaufgezogen Mk. 9), sowie des Verzeichnisses der deutschen Eisenbahnen und ihrer Stationen. Dieses Kartenwerk giebt die zuverlässigste und genaueste Darstellung des deutschen Eisenbahnnetzes und entspricht mit seinem, den gesamten mitteleuropäischen Verkehr zu Wasser und zu Lande behandelnden Inhalt nicht nur weitgehenden Anforderungen des Eisenbahn-Fachmannes, sondern in gleich hohem Grade den Bedürfnissen der handeltreibenden Welt. Die Karte hat sich daher als ein für jeden Geschäftsmann und Spediteur schwer entbehrliches Hilfsmittel in immer weiteren Kreisen eingebürgert. Die Karte ist dadurch noch besonders wichtig, daß die preußischen Direktionsbezirke und die Ende 1896 geschaffene Kömgl. Preuh. Großh. Hess. Eisenbahndirektion in Mainz durch kolorierte Linien übeisichtlich dargestellt sind. Bei einer bezeichneten Fläche 'voni 126 : 157 Zentimeter bietet die Karte eine sorgfältige topographische Darstellung nicht nur Deutschlands, sondern auch des benachbarten Auslandes, und zwar in einer Ausdehnung von Carlskrona (Schweden) bis zur Süvspitze von Istrien und von London bis über Warschau hinaus. Die Gradeinteilung ist nach dem Meridian von Greenwich erfolgt. Es kommen zur Darstellung sämtliche Städte sowie alle für den Zweck der Karte wichtigen Orte, die Namen der Gebirge und größeren Höhenzüge, Plateaus, Berge, Thäler und Pässe, das Flußnetz in blauer Farbe, darunter gesondert gezeichnet: schiffbare Flüsse, Kanäle, Moore; in politischer Beziehung: die Reichs-, Landes», Provinz-, Bezirks- und Kreisgrenzen, darunter die deutsche Grenze farbig, die Städte in fünf Größenabstufungen: über 100 000, zwischen 50—100 000, zwischen 10—25 000 und unter 10 000 Einwohnern unter Zugrundelegung der Ergebnisse der neuesten Volks- zählungen, die wichtigsten Dörfer in besonderer Signatur, und die politische Bedeutung der Orte in besonderer Schristform. Der Hauptzweck der Karte wird erreicht durch eine bis in die letzten Einzelheiten vollständige und genaue Aufzeichnung sämtlicher Eisenbahnlinien und Stationen, der hauptsächlichsten Chausseen und Landstraßen unter verstärkter Darstellung derjenigen, auf welchen Personenposten verkehren, und aller von den Hafenorten ausgehenden Dampferlinien. Ein bedeutender Vorzug der Karte ist ferner die genaue Unterscheidung der verschiedenen Bahnarten; und zwar sind die deutschen Eisenbahnen in drei Farben dargestellt. trockener fei als frisches, aber auch dieses ist ein Irrtum. Wenn nämlich altes Brot für kurze Zeit einer hohen Temperatur unterworfen wird, so wird es ganz genau so weich wie frisches, trotzdem bei der Erwärmung einige Feuchtigkeit verloren gehen muß. Diese Thatsache kann nur durch die Annahme erklärt werden, daß das Wasser in frischem Brote als solches vorhanden, in altem Brode aber in eine chemische Verbindung übergegangen ist. Auch die angeblich: schwere Verdaulichkeit mancher anderer Speisen, z. B. der verschiedenen Sorten von Klößen, beruht aus ihrer mangelhaften Verarbeitung im Munde. Der „grand old man" der Engländer, Gladstone, hat es oft als ein körperliches. Lebensprinzip ausgesprochen, daß er jeden Bissen lange kauen müsse, und wer kann wissen, um wie viele Iahreer sein Leben durch diesen Grundsatz verlängert hat? § 5>och-Weisel, 4. Juli. Tie hiesigen Spar- und Tarlehnskasse, G. m. u. H., setzte im abgelaufenen Rechnungsjahre 218 278.67 Mk. um; der Reingewinn beziffert sich auf 1109.75 Mk. Tie Aktiven betrugen 206 461.94 Mk. Ter Verwaltungsbericht läßt ein sehr günstiges GesckMs- ergebnis erkennen. Wetzlar, 4. Juli. In der letzten Handelskammerfttz- ung ist Beschwerde geführt worden, daß der am 1. Juni in Kraft getretene Ausnahmetarif einmal die Minettefrachten aus Lothringen-Luxemburg nach Rheinland-Westfalen um Mk. 1.20 pro Tonne herabsetzt, und gleichzeitig den Hochöfen der genannten Gegenden, sowie des Saarreviers eine Ermäßigung der Koksfrachten aus Rheinland-Westfalen um Mk 0.50 bringt, nachdem schon durch den Taris vom 11. Mai 1893 Ermäßigungen von Mk. 1.50 nur Mk. 0.70 pro Tonne gewährt worden waren. Dadurch sei jetzt der i Frachtvorsprung des sogenannten Notstandsgebietes an der 2ahn, Till und Seig fast völlig beseitigt. Tie Eisenbahndirektion Köln wird den Industriellen des letztgenannten Bezirks einen Fragebogen zustellen, um zu ermitteln, wie die verminderte Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den lrnks- rbeinischen Werken auszugleichen ist. Vermischtes. Bremen, 4. Juli. Ter Begründer der egyptischen Tabaks-Zigarettenfabrik, Leopold Engelhard in Kairo, hat den Erfolg seines „weißen Rößls" nicht zum wenigsten dem Umstand zu verdanken, daff er diese Thatsache auf- gegriffen hat. Ueberall wo dieses Stück in Szene gegaiigen ist, hat jene Szene besonders gezündet, in der der^be,chei- bene Privatgelehrte Hinzelmann seinem reichen freunde! die Wunder des Reisezaubers enthüllt: „. . . Uno bann treibt's mich hinauf in bic Berge, in den Musternden Wald hinein! Und wenn ich dann so durch den uulen Morgen gehe und das Auge so offen wird für all dav Schöne, — da fang ich an, ihn zu fühlen, den Rerfezauber. Und alles was noch vor kurzem mir so wichtig erschienen ist, und mich so gedrückt hat, es kommt mir auf einmal so kleinwinzig vor, von da oben! Wie vergessen und ver- sck ollen ist alles, was da unten liegt. Ich kann mich nicht mehr besinnen, welchen Wochentag wir haben, und^welches Tatum — und wenn mich einer fragen sollte: „Ja, sind Sie denn der Herr Doktor Walther hinzelmann, den ich zu Sause oft so grämlich gesehen habe. . .?" ich glaube wahrhaftig, ich würde ihm antworten: „Sie müssen sich irren . . ., das ist ein viel älterer Bruder von mir . . ." und das macht alles der Reisezauber. Mußt es nur versuchen!" Ten guten Rat, den Hinzelmann seinem Freunde hier giebt, den geben sich in diesen Tagen gar viele selber: Hinaus aus der Stadt. Hinein in die weite, lacho-ide Welt, in die grünen Wälder, auf die blauen Berge, an die wogende See zur reinen, unverfälschten Natur, um dort alle Sorgen und Mühen zu vergessen, sich selbst zu leben, auszurasten und irische Kräfte und neuen Mut zu sammeln. Es steckt eben in jedem Menschen ein Stück faustischen Trängens, das der unsterbliche Meister Wolfgang so köstlich zum Ausdruck bringt, wenn er seinen Helden den Mond apostrophieren läßt: „O könnt' ich doch auf Bergeshöh'n nio tUiffonsberfer * Me EZig- Schreibmaschine VIC tHiavlasvvqvi mit auswechselbarem Typenrad Schreibmaschine X (Alphabete (fir 12 Sprachen) und Nr.5M. 175-, Nr.7M.22S.- zarbroll-Einrichtung. Katalog bezw. Vorführung durch die VrW'sche Druckerei, Gießen, Schulstrahe Nr. 7. Für 859 (794) Molkereigenossenschaften mit 74 394 (63 846) Mitgliedern wird eine Gesamtemlieferung von Mich in Höhe von 1039 (942) Millionen Liter angegeben. Im Widerspruchs hiermit zeigt sch em kleiner Rückgang der verkauften Milchmengen - 30,8 gegen 3r,8 Mill- Liter — sowie der butter mengen — 32,6 gegen 33,5 ML Kilogramm. Der Rückgang erklärt sich aus der Unterlassung von diesbezüglichen Angaben seitens einer größeren Zahl von Genossenschaften. Endlich enthält das Jahrbuchs statlstifche Angaben über 186 sonstige landwirtschaftliche Genossenschaften, welche den verschiedenartigsten Zwecken dienen, und die bunte Mannigfaltigkeit der Genossenschastsbestrebungen treffend m ziffermäßiger Beleuchtung illustrieren. Ein näheres Eingehen auf diese Ergebnisse verbietet der Mangel an Raum. Im ganzen genommen, beweist auch der neue Jahrgang be^ Jahrbuches das stille, W, rastlose Vorwärtsstreben he« ländlichen Genossenschastsbewegung und insbesondere hre Erstreckung auf immer weitere Ausgaben und höhere Ziele. Hippodrom -Variete. Frankfurt am Main. Tel. S54S. Angenehmes und sehenswertestes Sommer- Vergiiugungs-Itokal. Täglich abends 8 Uhr große internationale Vorstellung. Von Montag, den 1. Juli ab: Neues Programm. Jede Nummer ein Schlager, «n Soeben ist das Jahrbuchs des Allgemeinen Verbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften für das Jahr 1900 erschienen. Dasselbe bringt rn seinem ersten und zweiten Teil den schon früher bespvochenen Jahresbericht des Anwalts für die Zeit vom 1. Juli 1899 bis 30. Juni 1900, sowie den Verhandlungsbericht vom 16. Ber- ernstag zu Halle a. S., während der umfangreiche dritte Teil detaillierte statistische Mitteilungen über die 1899 er Geschäftsergebnisse von 6144 zum Allgemeinen Verbände gehörenden Genossenschaften enthält. Liejelben legen ein ziffernmäßiges Zeugnis von den inneren Fortschritten des 'ändlichen Genossenschaftswesens ab, welche mit Jem er äußeren Ausbreitung sich gepaart finden. Den untergrunb des gesamten ländlichen Genossenschaftswesens bilden nach wie vor. die Spar- und Darlehnskassen, da von den insgesamt 1644 berichtenden Genossenschaften 4077 zu dieser Gruppe gehörten. Diese 40/7 Kaffen Mten 290367 Mitglieder, verfügten über em gesamte.- Betriebskapital von 290,9 Millionen Mark (238,2 Millionen Mark im Vor- iahr), wovon 14,2 Millionen Mark (11,9 Millionen Mark) eigenes Kapital waren. Tie Gesamtsumme der im ^ahre 1899 gewährten Kredite betrug 143,3 .(120,1) Millionen Mk. unb zwar wiederum hiervon 83,5 Millionen Äkark in laufender Rechnung, 58,8 Millionen Mark als Darlehen aus feste Zeit gewährt. Pro Mitglied stellte sich der gewahr te Kredit auf 506 (479) Mark — gewiß eine recht dankenswerte Leistung, wenn man erwägt, daß die ganz überwiegende Mehrheit der Genossen klein- und mittel-bäuerlicken bezw. -gewerblichen Kreisen angehört. Erwähnt ser endlch, bafj die Darlehnskassen in gesteigertem Umfang sich dem Bezüge von landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln zuwenden, es wurden nach Ausweis der Statistik für 9 Millionen Mark gegen 5,3 Millionen Mark im Jahre 1898 Bedarfsartikel eitens der Kassen bezogen. Bei 1055 (1019) Bezugs genoss en schäft en Mit 83 472 (78 284) Mitgliedern ist insgesamt em gemeinschaftlicher Warenbezug von 24 (19,7) Millionen Mark nachgewiesen, d. h. durchschnittlich für 415 (395) Mark pro Genosse. Tie Ziffern lassen zugleich eine beträchtliche Erstarkung der Kapitalskraft der Genossenschaftenl erkennenDas gesamte Betriebskapital steigerte sich auf 11,7 (9,9) Millionen Mark unb machte damit 53 (49) Prozent des Einkaufswertes bet In deinem Hellen Lichte geh'n, Um Bergeshöhlen mit Geistern schweben, Auf Wiesen in deinem Dämmer weben, Von allen Wissensqualen entladen In deinem Thau gesund mich baden!" Glücklich der, der es kann, dem seine Verhältnisse es erlauben, hinaus zu ziehen und das beste Heilmittel zu genießen, das menschlichen Schwächen und Leiden 60^1)6^ c .„.U4, v Ul Ist- Glücklich der, der ferne Einder mit hinauswchmen erschoß sich gestern'aus unbekannten Gründen, kann, damit sie Höhenluft atmen, Walde^dust ernsaugen, m 4. Juli. Ter Advokat Asano ermordete und in fröhlicher Sorglosigkeit sich tummeln und erquicken. Geliebte Giuseppina Chiara aus Eifersucht auf offener ** Interessante Wo h n u n g s-Ku n d i g u n g s- Mörder wurde verhaftet. klagen stehen in Aussicht. Nach dem Inkrafttreten des *e‘ufter ohne Streichholz hineinzuleuchten, denn ein herabfallender Funke * Tausendfrank-Noten alS „MUfter ohne genügte, das Naphthalin zu entflammen unb somit den Wert . Der Briefsichter deS Hauptpostamtes von Bukarest Schrantinhalt der Verbrennung preiszugeben. fand unter den Kreuzbaudsendungen, die in den Briefkasten ** Frisches und altes Brot. Es gilt als eine deS Postamtes geworfen worden waren, einen losen Bries- ganz allgemeine Wahrheit, daß frisches Brot weniger be- umschlag mit der Bezeichnung „Muster ohne Wert-, an ein körnrnli.chj ist, als altes Brot, weil es schwerer verdaulich Geschäftshaus in Turn-Magurele gerichtet. Da dieser Um- sei. Andererseits wird der Geschmack an frischem Brot nicht sMgg weit über den postmäßigen Satz, nämlich mit mehr weniger allgemein gegenüber dem von altem Brote bevor- » 2e{ M gewacht war, so fiel das dem Briesfichter aus, zugt, benn fast für jebermann ift es em ^guugen, zum & cah deshalb nach dem Inhalte, erstaunte aber nicht Morgenfruhstiick bas Wechbrod ober zum Abendessen das uuo er 1 y m -ü X. . . h . entdeckte Roggenbrot noch! warm auf seinem Tisch- zu finden. Es hat wenig, als er 35 000 Franken m Banknoten darin entdeck e. also den Anschein, als ob der Gaumen dem Menschen in Gr trug semen Fund zu dem Postvorsteher, der mit Hilfe diesem Fall einen gesundheitschädlichen Rat erteilte, und eines auf dem Umschlag der Noten befindlichen Avdruckes oeS bock) ist es nicht so, benn wir sinb lebiglich selbst baran Geschäftsstempels einer Bukarester Bank fefistellen konnte, fchulb, wenn uns frisches Brot Beschwerden verursacht, daß der Absender dieser merkwürdigen „Muster ohne Wert«- Es ist nämlich- genau ebenso bekömmlich wie altes, Sendung ein zugereister Engländer war, der auf diesem wenn es genügend gekaut wirb, aber daran fehlt es eben . g ungewöhnlichen Wege eine Geschästsschuld abtragen meistens. Ein Stück alten Brots zerteilt fufy unter beul « ° Zähnen in mehr ober weniger harte Teile, die fast un-1 möglich zu verschlucken sein würden, wenn sie nicht zuvor beim Kauen durch den Speichel aufgeweicht würden, da JCeijOX/IHvI-illMl-* sie sonst die Kehle zu stark reizen. In diesem Fall sieht —Deutsche Alpeu. Eeflee Tettr Bayerisches Hochland, man sich! also dazu gezwungen, das Brot vor dem Ver-1AlgSu, Vorarlberg; Tirol: Brennerbahn, Ohthaler-, Stubaler-um» schlucken ordnungsgemäß in seinem Munde zu behandeln Ortlergruppe, Bozm, Schlern und Rosengarten, Meran, Brenta-uvo unb für die Verdauung vorzubereiten. Genügendes Kauen Adamelloarvppe; BergamaSker Alpen, ^"dafee. Siebente Ausiagk. führt nämlich- bereits zu einer teilweisen Zersetzung des Mit 25 Karten, 4 V^en und 14 Panoramen. ( y Jnb Brotes und bringt es so in einen für die Verbauung I r. 5 Mx. Es ist für dm Referentm jederzeit ein geeigneten Zustand. Allem aus diesem Grunde schsemf alt^l bfe Neuauflage eine» Meyer'schen Reisehandbuches be- Brot verdaulicher zu sein, als frisches. Letzteres nämlich llk rp„chm «u können. Pflegt doch ein Vergleich mit der jemetls vorher- weick), teigig ober zähe, deshalb fühlt man weniger die fRob gegangenen Auflage die liebevolle Sorgfalt in der Verwertung deS Wendigkeit, es im Munde gründlich- aufzuweichen, und foliufttömenDen Materials immer wieder zu erweisen. So finden wir entgeht es der vorbereitenden Zersetzung durch das im auch in dem vorliegenden Bande eine so gründliche Neubearbeitung Speichel enthaltene Ptyalin, das die Eigenschaft besitzt, I deS beliebten Buches, daß wir nur iedem Besucher deS oargestEÜ«" Stärkemehl aufzulöseu unb in Malzzucker zu verwandeln. Gebietes raten können, fich ohne- FriMs Brvt^wird' mit „anberen Arten ^Wunflen", W unb ba§ Schlingen erklärt viele der aus uiangelhaster I forok auch durch einen Plan des gesamten Kurbezirks Verbauung herruhrenben Uebelfeiten. Es mag sich- also Meran. Was wir an den Meyrr'schen Alpenführern im allge- jeder Einsichtige darüber belehren lassen, daß er ganz 1^1 mctoen ^nd an dem vorliegenden im besondern schätzen, das find die fein Brot in frischem Zustande genießen kann, wenn er 1 reichlich beigegebenen Panoramen, welche die Oeientierung ungemein dabei nur die vernünftige Vorsicht gründlichen Kauens be- erleichtern. Dabet find dieselben in der Regel von mühelos erreich- obachtet. Eigentümlich- ist die Thatsache, daß sich der Mensch baren Punkten aus aufgenommen, sodaß man nicht gerade sport«. diese Lehre von den Tieren abnehmen könnte. Wenn man mäßiger Bergst^ger zu fein braucht, um sie benutzen zu können. Zu einem Hunde ein Stück Fleisch giebt, so schlingt er es einsochff-n hinunter, weil es sich m dem für die Verdauung geeigneten ^ben ist die den Schutzhütten der Alpenvereine zugewmdete Zustande befindet, ohne erst viel von den Zahnen bearbeitet Aufmerksamkeit, welche in denselben nicht nur Zielpunkte, sondern zu werben. Erhält der Hund aber ein Stück Brot, so bauertivornehmlich auch Ausgangspunkte für weitere Ausflüge erblickt. es eine ganze Weile, ehe er es hrnnnterschlingt. Man I Im Verlage des Kgl. Hofbuchdruckers Max Pasch in Berläl 8w., glaubt ferner ganz allgemein, daß altes Brot überhaupt > Ritterstrahe 60 erschien soeben eine neue Ausgabe der im Rerchs-Elsen- find folgende (in 0.5 Pfg. 25 Kg. - 3 4.5 0.5 kein Freigepäck. 0.5 meist 25 Kg. frei mit Rundreiseheft ein z. B. Tie Verhandlung über den Erlaß einer Vieh ung harren. Für die Ausbesserung der Steinsohle des Stadteinfache Fahr- kartm Uebergew. für 10 Kg. pro Rim.: 0,5 Pfg. über n n für die verschiedenen Fahrkartensorten Pfennigen): Hilfen ausgesprochen. Aehnlich lautet das Gutachten des Detaillisten-Vereins, während die Vorstände des Kaufmännischen Vereins, sowie der Ortsgruppen der verschiedenen Gehilfenverbände sich rückhaltlos für Eintritt der Handlungs-Gehilfen und -Gehilfinnen in die Ortskrankenkasse erklären. Tie Finanzdeputation hat empfohlen, mit Rücksicht auf die Novelle zum Krankenversicherungsgesetz die Sache vorläufig aus sich beruhen zu lassen. Die Versammlung beschloß jedoch! Annahme des von der Ortskrankenkasse gestellten Antrags, nachdem die Stadtv. Hei- Fret- gepäck 25 Kgr. fahrkartea (zusammen- gestellte) — 3.28 4.67 45tägtge Sommerkarten etwa 3.22 4.9 (nicht ganz IV. in. IL Klaffe 2 4 6 - 4.67 6.67 für 10 Kg. 10-20 „ 20-30 , 30-40 „ 40-50 , 50-60 „ Der Verpachtung des Steinbruchs im Hangel- Tem Architekten L. Seuling soll gestattet werden,auf die -rauer von 6 Jahren zum Jahrespachtpreise. - ~ • - • 1 -ö - - ' von 150 Mart wird zugestimmt. I wer^en.^ ^^ch des Vereins für Schl ach tvieh-Ver- Perfonen- züge Schnellzüge Rückfahrkarten (auch für Schnellzüge) Anschluß Rück chelheim und Schwall den Standpunkt der Handelskammer vertreten, die Stadtv. Haunau, Heiligenstädt, Grünewald und Krumm im Sinne des Antrags der Ortskrankenkasse gesprochen hatten. Tie Mißstände und Verkehrsstörungen, die sich beim Auf- und Abtrieb des Viehes in der Umgebung der Viehmarktplätze gelegentlich der nur. einen Tag dauernden Märkte (der nächste findet am 6. August statt) ergeben, haben zu einer Eingabe veranlaßt, in d.r eine Teilung des Marktes auf 2 Tage (6. und 7. August) in der Art empfohlen wird, daß am ersten Tage nur Rindvieh, am zweiten Tage Schweine aufgetrieben werden können, sofern nicht auf n. 0.5 1.0 1.5 20 25 3 Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist «ur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.) ** Das Regierungsblatt veröffentlicht in Nr. 46- I die Bekanntmachung, die Errichtung der Weinbaudomänen-' Verwaltung zu Mainz betreffend. ** Reise zauber. Tie Zeiten, in denen der Glaube an Zauberei allgemein verbreitet war, sind längst vorüber. I Jm Geheimen geht zwar wohl noch mancher und manche 13ur "2t,e.tJeri Frau", um sich die Karten schlagen oder aus dem Kaffeesatz weissagen zu lassen. Aber wahr haben will'A I keiner, der's thut. Und nur einen Zauber giebt es, von dem man sich gern und willig gefangen nehmen läßt, sdas ist der Reisezauber. Ter find.ige Oskar Blumenthal A. s. w. Man sieht daraus, daß SommerbtUet z° lösen. Diese dieselben Bergünstignngcn wie gewöhnliche Rewurvi eine machen und nicht auf demselben Wege znrScklehren wehmütig seiner Sommerlarten gedenken, di« daS fünsuno vierzigtägig- R-tonrbill-t nicht voll ersetzen kann. Dann ge währe man fortan auch den zusammengeflellte» Mch-m hefte» 25 Kilogramm Freigepäck wie fi- « « wegen (25 Kilogramm) und Dänemark (hier nur 20 Kilog . genießen, nnd setze womöglich da» Mmimum von 600 K ° meler auf 300 herab, wie in Frankreich, ober auf 400 S lo meter, wie in Italien und Holland, °d-r °uf 350 Mometer wie in Dänemark. In d-r Schweiz «st da» Minimum sogar 200, in Belgien» innerem Verkehr 2ö0 Kl 0inet-r. Da 477 000 Fahrscheinhefte im Jahre verkauft werden, ist finanzielle» Risiko so gut wie nicht vorhanden, und die Gepäck wage» fahren durchschnittlich ja zu 97 Prozent ganz leer, so daß ihre Ausnutzung nur 3 Prozent beträgt. -pst e» denn nicht eine mit Händen zn greifende Un gercchtigkeit, wenn man für einen Rundreifekilometer ohne Freigepäck und bei mindestens 600 Kilometer Fahrstrecken 3.28 Pfg. pro Kilometer bezahlt, dagegen für einen Wo- meter der Rückfahrkarte, mit 25 Kilogramm Freigepäck schon bei den kürzesten Distanzen blo» 3 Pfennige? Nein, da» g-ht nicht. StaalSeinrichtungen dürfen nicht ohne Sinn fein. Die Bewegung am Weltmarkt jur Getreide verdient gerade jetzt volle Aufmerksamkeit. Nach allen bis jetzt vorliegenden Nachrichten hat manI Mit einer ungewohn- lickii nronen Ungleichheit xn den Ernteergeb- n i s s e n zu rechnen. Tie Vereinigten Staaten haben ohne Zweifel eine besonders gute Ernte zu verzeichnen. Dagegen lauten die Berichte aus Frankreich!, aus dem nordöstlichen Teutschland vom Asow, Ton und Dnjepr nach tote vor ivv^vuit . bafiin, daß die Erträgnisse des Ackers um ein Viertel bis Tas Gesuch des Vereins für Sch l a ch t v re H-Ver- ein Drittel hinter benen einer mittleren Ernte zuruck- cherung um Erlaubnis zur Aufstellung eine» Vxeh- bleiben. Frankreichs wird also erhebliche Mengen vom Aus- transportwageus in der Halle des Schlachthofes wird ge- lande hinzukaufen müssen, und die ostelbische, wie die sud- nehmigt. , „ r , ,, ™ . östliche russische Kornkammer wird erheblich weniger an den Tas Gesuch der C o m e n x u s g e s e l l s ch a s t um Vex- aroßen Markt bringen können, als es in der Regel zu tritt der Stadt als Mitglied wird mit.Hinweis daraus, daß. geschehen oflegt Unter diesen UmMnden sollte man meinen, die Stadt Gießen im Besitz einer Volkslesehalle ist, ab- daß es im Interesse der Nordamerikaner läge, mit ihrem gelehnt, desgl. das wiederholt gestellte Gesuch um Ge- Ueberschuß nach)! Möglichkeit zurückzuhalten, damit ein Währung eines Beitrags zur Errichtung eines deutschem höherer Preis sich halten lasse, wovon sie am ersten und Schriftstellerheims in Jena. am meisten zu profitieren. vermöchten. Statt dessen wird Ter V o r st a u d d e r O r t s k r an k e n k a s s e hatte vor drüben der Ausdrusch nach Möglichkeit beschleunigt, und einiger Zeit beantragt, die Zwangsversicherung auf Hauses wird Getreide in solche Mengen in den Verkehr ge- gewerbetreibende, Handlungs-Gehilfen (und Gehilfinnen) bracht daßhon drüben her ein steter, und zwar eM starker stnd Lehrlinge auszudehnen. Es wurde seinerzeit beschlossen,. Druck'auf die europäischen Märkte ausgeübt wird. Während vorerst davon abzusehen, da eine Novelle zum Krankeu- hier die Tendenz unverkennbar nach! oben gerichtet ist, Versicherungsgesetz in Aussicht steht. Inzwischen einge- bewirkt es die rasche Folge flauer Marktmeldungeu vou zogene Erkundigungen, in den größeren Städten devOandes^ drüben, daß wir jetzt im Juli auf den europäischen Märkten habeii ergeben, daß in einigen derselben die Kranken- Preise notiert sehen, die in schreiendem Widerspruch, zu Versicherungspflicht in der von der Ortskrankenkasse be- dem Verhältnis zwischen festländischem Vorrat und fest- antragten Weise ausgedchut ist. Tie Gießener Handelsländischem Bedarf stehen. Berlin notierte am 1. Juli 166 M. hämmer hat sich mit Rücksicht auf dxe zu erlvartends für Weizen, also etwa 2 M. unter dem zwanzigjährigen Novelle zum Krankenversicherungsgesetz und darauf, daß Durchschnitt des Berliner Marktes, und 142 M. für Roggen, den Handlungsgehilfen gesetzlich Anspruch auf Fortbezug der im Durchschnitt von 1879 bis 1899 etwa 150 ein halb im des Gehalts auf die Tauer von sechs Wochen zusteht, vor- Turchschnitt notierte. Mau forscht nach! den Ursachen dieses läufig gegen die Zwangsversicherilug der Handlungs-Ge- Einflusses der Nordamerikaner auf den europäisch-fest-x^vm ^a ländischen Markt und findet wieder einmal keinen Schlüssel des Rätsels. Ties um so weniger, als die Amerikaner vor allen anderen sich veranlaßt fühlen müßten, in ihrem einheitlich). ... Ku diesen Sätzen eventuell noch Uebergewicht pro Kilometer: durchschnittlich 1145 Silom-t-r lang roat' ®ä^enb Q“f ! Wattthor "wir^ unter'Bewilligung " 1200 ^LLirn^rstanib Jonen -Um-nden Kosten Genehmigung rücffabrfarten“ b b. Karten an« mehr denn hundert Pro- Herrichtung eines Z^angv «Wirtschaft soll stattgegeben LL°nach BnUn und s-ch» SttiR-n nn. -'nem ^ftuh^en^owenM^n^^ her Gutschein und der Verpflichtung. ^rten feaben I Hälfte ber auf 200 Mk. u I = Sommerbillet zu lösen. Diese Anfchlußrückfh Tie Bauleitung bei ^^tung eines Z Hauses 'soll nach- Fertigstellung des Elektrizitat^^^^ Techniker Nolde übertragen, demnach! von de 1. » eines besonderen Technikers abgesehen werden- Für Erhaltung alter stad11scher Rechnu 9 16 und 17. Jahrhunderts werden die Kosten rm Betrag von 50—60 Mk. bewilligt, d^sgl. die-Kosten Pir C r d t r a n s port nach der Südanlage im Betrage von 349 Mk. K Gegen das Gesuch des Lederhandlers Ohler um Ueberschreibung der von ihm bisher ausgeubten I gtz im Bezirk 7 des Stadtwaldes auf Karl Buderus hat die Versammlung nichts einzuwenden. mnk^nau- Tem Pächter eines Teils des.ehemaligen ^enau, f^en Grutzidstückes wird dafür, daß er das yxrunD^ Mck vor Ablauf der Pachtzeit räumen muß, eine Vergütung Au^das^GefM von tz. Winn und tz. Carle um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes am Wetzlarer! Weg beschließt die Versammlung, zunächst drei neben dem Ge7manenhause.liegende Bauplätze von je /50 Quadratmeter einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen. Für die Ergänzung und Erneuerung von Geraten im Schlachthaus werden 1200 Mk. bewilligt. Tie von der Schlachthausdeputation früher beantragte I Errichtung einer Anlage zur Verwertung tierischer Abfalle und ganzer Tierkörper ist nicht zur Ausführung gekommen, da nach eingezogenen Erkundigungen eine solche Mlage sich, nicht bewährt. Inzwischen hat der Kreisausschuß der Errichtung einer Sa m m elwasen meister ei m der Nähe von Lich! zugestimmt, deren Kosten zur Halste vom Staat aufgebracht werden. Ter Beschluß wurde ausgesetzt,, bis die Stadt Gießen Beschluß über ihre Beteiligung gefaßt hat Die Versammlung beschließt dem Antrag der Deputation gemäß Anschluß, an die Kreis-Sammelwasenmeifterei, sofern ihr für Abholung der Kadaver nicht höhere Gebühren als den übrigen Orten des Kreises angerechnet 21 Kg. aufgegebenem Gepäck schon 4.78 Pfg. Pro Kilometer in. Klaffe kostet, eine einfache Fahrkarte mit 25 Kg. Freigepäck nur 4.67 Pfg. im Schnell- und 4 Pfg. im Personenzug, eine Rückfahrkarte mit 25 Kg. Freigewicht bloS 3 Pfg.! Ob die neue Vergünstigung der Giltigkeitsverlängerung einer wirklich sehr ansehnlichen Zahl von Reisenden zugute kommen wird, daS ist eine andere Frage. DaS künftige Eingehen der Sommerkarten trifft im Grunde nur wenige. Denn nur etwa 0.5 Proz. aller Fahrten fallen auf Sommerkarten, blos 0.1 Proz. auf feste Rundreisekarten, ebenfalls 0.5 Proz. auf zusammengesteöte Rundreisehefte, 3 Proz. auf Zeitkarten, 33.6 Proz. auf Rückfahrkarten und 62.3 Proz. auf einfache Fahrkarten. DaS geht auS einer amtlichen Aufstellung hervor, die vor einigen Jahren gemacht worden ist. Nach der Statistik von 1899 belief sich die Zahl aller Fahrten oder beförderten Reisenden auf rund 554 Millionen, wovon 82 Millionen auf gewöhnliche Rückfahrkarten kamen, bloS 0.67 Millionen aber auf Sommerkarten, 1.3 auf Sonderzüge, 10.6 aber auf SonntagSkarten. Die Zahl der wirklich verkauften BilletS — denn auf Rückfahrbillet rechnet die Statistik zwei Fahrten, ebenso auf Sommer-, Sonder- und Sonntagskarten — ist viel geringer und läßt sich auf 282 Millionen berechnen, wovon 222 Mill, einfache Fahrkarten sind, 41 Mill, gewöhnliche Retourbillets, 528 Mill. SonntagSkarten (hin und zurück, zum einfachen Fahrpreis gewöhnlich), 0.658 Mill. Sonderzugskarten (ebenfalls der einfache Fahrpreis als Regel), nur 0.335 Mill. Sommer- karten und der Rest Arbeiter-, Zeit- und Schülerkarten. Die 41 Mill. Rückfahrkarten-Jnhaber kamen mit den bisherigen Fristen (3 bis 8, höchstens 10 Tage) aus; doch wird ihnen eine Fristverlängerung natürlich in jedem Falle lieb sein, da nun die fürchterliche Hetze und Eile, in der sie jetzt oft ihre Geschäfte erledigen mußten, dieser kategorische Im- perativ der Hetzpeitsche, der viele so oft gepeinigt hat, künftig wegfällt und man in Muße beliebig lange wegbleiben kann. Dafür wird man der Eisenbahn dankbar sein. Wie viele von den 222 Mill. Inhabern einfacher Fahrkarten eine Reise machten, bei der sie länger als drei bis acht Tage wegblieben, dann aber wieder zurückkehrten, darüber wissen wir nichts Positives aus der Statistik. Die Zahl kann erheblich, sie kann aber auch unbedeutend sein. Wer länger wegbleiben uiivvvvii |iw. wollte, nahm bisher ein kombiniertes Fahrscheinheft (oder I eigensten Interesse den deutschen Preis nicht ohne Not zu! Sommerkarte), wenn er mindestens 300 Kilometer weit weg- decken. Denn bei unverhältnismäßig gedrückten Preisen ist fuhr. Die Gesamtzahl der verkauften Fahrscheinhefte betrug es leichter denkbar, daß Reichstag und Regierung über die 1899 aber 477,694, was sehr wenig ist, wenn auch die Reise Erhöhung der Kornzölle, und Berlin und Petersburg über —— ho« Handelsvertrag auf Grundlage desselben sich' verstän- qar.'ifp ffpüt Tie Teutleben finb1 bas muiifalifcfifte Volk! digen. Ebensowenig kann die übereilte Ablieferung de^I der Erde, sie haben Tondichter von unvergleichlicher Größe in Amerika ausgedroschenen (^treides an die großen Märkte und in unvergleichlicher Menge; die ihnen blutsverwandten wirtfchaftliichen Zwangsgrunden erklart^werden. Es wuß Engländer sind gerade auf musikalischem Gebiete verhält- eine Ursache vorhanden sein, die sich' aus ganz besonders nismäßig sehr arm. Fragt man mich, wie sich diese That- spekulativen Bestrebungen heraus ergeben hat. -jm Lande fache aufklären lasse, so muß ich antworten: Jch> weiß es des Stahltrusts ist eben jedwede wirtichaftliche Bewegung nicht. Andere werdens wohl auch nicht wissen. unter dem Gesichtspunkte von Riesenspekulationen zu be- Aus allen diesen und zahlreichen ähnlichen Beobacht-!trachten. ungen ergießt sich, um es kurz zusammenzufassen: erstens, ~ -------- < . daß Rassen von verschiedener körperlicher und damit ver-I Sitzung oer Smsiversroneten. bunbener künstlerischer Anlage vorhanden finb; zweitens,! er m daß manche Zweige einer Rasse Blüten treiben können,I Gießen am 4. Juli 1901. die andern versagt sind, obwohl diese ihre Nahrung aus Anwesend Bürgermeister Mecum, die Beigeordn. Georgi . Meile den aus dem Antrieb beider Tieraattunaen demselben Boden empfangen, wie jene; drittens, daß äußere und Grüneberg, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Weste d nl aus dem Antt ev veibe^ Einflüsse, wie Bodeubefchajfenheit, kulturelle und soziale Euler, Faber, Flett, Tr. Fuhr, Grünewald, Hanau, Heichel- ™^einent Tage sich ergeb^ wer- Loge einer Rasse oft nachdrücklicher, als deren Eigentüm- heim, Helfrich', Heyligenstaedt, Huhn, Jughardt, Keller, Minium Ml: teaufbie Weiten die künstlerische Entwickelung bestimmen. Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Tr. Schäfer, Schiele, ?eynung des aus den b. Augufl angejetzten Marktes auf dem Es ist noch nicht sehr lange her, daß Virchow meinte,! Schmall. 1 ^9Ust geneymigr. . die Betonung der Stammesverschiedenheit bedeute den Ber- Enstchuldigt: Beigeordneter Wolff, die Stadtverordneten w Cr laß ein er Viehlust des gesunden Menschenverstandes. Nach Chamberlain Tr. Gaffky, Tr. Gutfleisch, Haubach, Kirch und Wallenfels^^^^^rdnung wurde von der_^ßbvordnung obge- unterscheiden sich die Menschenrassen so deutlich wie diel Einem Herkommen gemäß beschließt die Versammlung,Ida noch emige Fragen an das Kreisamt der Erledig- Hunderassen, und Grosse geht sogar so weit, zu behaupten,! in der Zeit vom 1. August bis 12. September Ferien zu!"" nr'Pt1 die Unterschiede in ihrer Begabung seien „eine Thatsache, I halten, die vor aller Untersuchung feststeht; denn sie folgt und r mittelbar aus dem Dasein verschiedener Rassen." —! ein hölzernes Vorgartengitter an seinem Hause am Großen! Virchow blickt durch eine allzu liberal geschliffene Brille,!Steinweg bis auf weiteres zu belassen. Chaniberlain giebt sich eine krampfhafte Mühe, sein Dogma Tas Gesuch des Kaufmanns Eberh. Metzger um Be-! für alle Fälle zu beweisen und Grosse behauptet eine freiung von der Verpflichtung zur Anbringung eines Kandel- Art präslabilierter Rassenharmonie, wonach jede einzelne rohres an seinem Hause am Seltersweg wird nicht be- Rasse ihre künstlerischen Empfindungen aus sich selbst er-l fürwortet. zeugt, eine nach eignen inneren Gesetzen sich entfaltende Ter Steinhauer Fr. Hewel beabsichtigt, Teile seines Monade ist. Jede Monade führt ein Dasein für sich, die Neubaues an der Grünbergerstraße in Holzfachwerk aus- eine ist reich, die andere arm an Empfindungen. Aber zuführen; das Gesuch wird befürwortet; desgl. alle Arten der Empfindung sind in jeder Rassenmonade das Gesuch, der Firma TribusLSundheim, deren vorhanden, woraus sich die tzannonie aller ergiebt. Anbau an ein Lagerhaus in der Westanlage ebenfalls in Jede dieser Anschauungen birgt ein Stück Wahrheit.! Holzkonstruktion ausgeführt werden soll. Ihre einseitigen L>chrlftgelehrten und Pharisäer aber können Zur Herrickjtung des Erbbegräbnisses des früheren wenn sie an die ^osung de» Problems „Kunst und Rasse" Bürgermeisters Reiber wird auf Grund der s. Z. von herantreten, immer nur finden, was sie vorher hinein «der Stadt übernommenen Verpflichtung Genehmigung er- oersteckt haben. I ^stt. 9 AI. Kliffe 05 1.0 15 2.0 2.5 3 ^äten int brnau- ? Grund- kWtung JJe um ^chlarev eben dem öratnteter. Ä dem IJt” vermahlte« )Ull9un3 ‘aegeien N 'schulens dem llhellung Zendes betrage rans- er um \ ÄUtzd», Hai bie ‘eantiaote et Abfalle lekommen, X Anlage ’M der 1 m der ialste vom ausgesetzt ?n9 gefaßt der Depu- nmeiftmi, öhere Ge- ngerechnek ieh-Ver- mes Vieh- - wird ge- t um Bei- arauf, daß e ist, ab- i um Ge- deutschen e hatte vor auf Haus- rfilfinnett) »Massen, Krantrn- en einge- des Landes : Kranken- enkasse be- c handels- erwartende arms, daß ; Fortbezug usteht, vor- adlungs-Ge- itacbten des des Käufer oerfchie- intritt der irtslranken- iMen, mit ^rungsgesch n. Die Ver- i der Orts- Stadtv. hei- ^delskammer Grünewald slrankenkafsL ich beim Auf- r Viehmarkt- nden Märkte m, haben P des Marktes !fohlen wird, vciten Tage - nicht aus ergattungen .halfen wer- v die Aus- ltes aus den. n Hanges respachtpms« ter Lieh' )ttung abge- der Erledig' .A1 in A- äb en der @1* •*Ä /A-S es wollte. Reise-Lilteratur jede Nummer ein Schlager, an er- ge- trockener sei als frisches, aber auch dieses ist ein Irrtum.! Wenn nämlich altes Brot für kurze Zeit einer hohen Temperatur unterworfen wird, so wird es ganz genau so । weich wie frisches, trotzdem bei der Erwärmung einige Feucht tigkeit verloren gehen muß. Diese Thatsache kann nur durch die Annahme erklärt werden, daß das Wasser in frischem Brote als solches vorhanden, in altem Brode aber in eine chemische Verbindung übergegangen ist. Auch die angeblich» schwere Verdaulichkeit mancher anderer Speisen, z. B. der verschiedenen Sorten von Klößen, beruht auf ihrer mangelhaften Verarbeitung im Munde. Der „graut» old man" der Engländer, Gladstone, hat es oft als ein körperliches. Lebensprinzip ausgesprochen, daß er jeden Bissen lange kauen müsse, und wer kann wissen, um wie viele Jahre er sein Leben durch diesen Grundsatz verlängert hat? 8 5>och-Weisel, 4. Juli. Tie hiesigen Spar- und Tarlehnskasse, G. m. u. H., setzte im abgelaufenen Rechnungsjahre 218 278.67 Mk. um; der Reingewinn beziffert sich auf 1109.75 Mk. Tie Aktiven betrugen 206 461.94 Mk. Ter Verwaltungsbericht läßt ein sehr günstiges GesckMs- Katalog b«zw. Vorführung durch die yrW'sche Druckerei, Giehen, Zchulstrahe Nr. 1 In deinem Thau gesund mich baden!" Glücklich der, der es kann, dem seine Verhältnisse lauben, hinaus zu ziehen und das beste Heilmittel zu nießen, das menschlichen Schwächen und Leiden beschieden ist. Glücklich der, der seine Kinder mit hinausnehmen kann, damit sie .Höhenluft atmen, Waldesduft einsaugen, und in fröhlicher Sorglosigkeit sich tummeln und erquicken. ** Interessante Wohnungs-Kündigungsklagen stehen in Aussicht. Nack)» dem Inkrafttreten, des neuen Bürgerlichen Gesetzbuchs hat eine Anzahl Hausbesitzer die Mietskontrakte nachträglich auch von den Ehefrauen unterschreiben lassen, um „für alle Fälle" sicher zu sein, denn auf diese Weise gilt die Wohnung als von den Eheleuten gemietet, mithin ist der Mann und die Frau haftbar. Neuere Mietskontrakte sind gleich auf Mann und Frau ausgestellt, und müßten von beiden unterschrieb en werden. Bei dem jetzigen Steigerungs- resp. Kündigungstermin (1. Juli) haben nun viele Hausbesitzer den entsprechenden Brief einfache an den Mann gesandt, obgleich, formell betrachtet, Mann und Frau Mieter sind, also beiden gekündigt werden mutzte. Tiefes Versehen haben einzelne gekündigte Mieter sich zu nutze gemacht und die Kündigung nicht anerkannt. Tie Wirte wollen nun Itfo * Me cht^e Schreibmaschine VIC mit auswechselbarem Tqpenrab Zchreibmaschmc (Alphabete für 12 Sprachen) und Nr. 5 in. 175.- nr.7m.225.- Zarbroll-Einrichtung. von Milch in Höhe von 1039 (942) Millionen Liter angegeben. Im Widerspruch» hiermit zeigt sich em kleiner Rückgang der verkauften Milchmengen — 30,8 gegen 3/,8 Mill- §iter — sowie der Buttermengen — 32,6 gegen 33,o Mill. Kilogramm. Ter Rückgang erklärt sich aus der Unterlassung von diesbezüglichen Angaben seitens emer größeren Zahl von Genossenschaften. , ... Endlich enthält das Jahrbuchs statistische Angaben über 186 sonstige landwirtschaftliche Genossenschaften, welche den verschiedenartigsten Zwecken dienen, und die bunte Mannigfaltigkeit der Genossenschaftsbestrebungen treffend m zuser- mäßiger Beleuchtung illustrieren. Ein näheres Eingehen auf diese Ergebnisse verbietet der Mangel an Raum. ganzen genommen, beweist aM der neue Jahrgang b Jahrbuches das stille, doch» rastlose Vorwartsstieben dev ländlichen Genossenschaftsbewegung und rnsbesondere ihre Erstreckung auf immer weitere Aufgaben und höhere Zieu bahnamt bearbeiteten Ueberfichtskarte der Eisenbahnen Deutschlands (6 Blatt, Maßstab: 1 : 1 000 000, Preis: unaufgezogen Mk. 9), sowie des Verzeichnisses der deutschen Eisenbahnen und ihrer Stationen. Dieses Kartenwerk gtebt die zuverlässigste und genaueste Darstellung des deutschen Eisenbahnnetzes und entspricht mit seinem, den gesamten mitteleuropäischen Verkehr zu Waffer und zu Lande behandelnden Inhalt nicht nur weitgehenden Anforderungen des Eisenbahn-Fachmannes, sondern in gleich hohem Grade den Bedllrfnisien der handeltreibenden Welt. Die Karte hat sich daher als ein für jeden Geschäftsmann und Spediteur schwer entbehrliches Hilfsmittel in immer weiteren Kreisen eingebürgert. Die Karte ist dadurch noch besonders wichtig, daß dre preußischen Direkttonsbezirke und die Ende 1896 geschaffene Kömgl. Preuh. Großh. Hess. Eisenbahndirektion in Mainz durch kolorierte Linien übersichtlich dargestellt sind. Bei einer bezeichneten Fläche von 126 : 157 Zentimeter bietet die Karte eine sorgfältige topographische Darstellung nicht nur Deutschlands, sondern auch des benachbarten Auslandes und zwar in einer Ausdehnung von Earlskrona (Schweden) bis zur Südsprtze von Istrien und von London bis über Warschau hinaus. Dre Gradeinteilung ist nach dem Meridian von Greenwich erfolgt. Es kommen zur Darstellung sämtliche Städte sowie alle für den Zweck der Karte wicht,gen Orte, die Namen der Gebirge und größeren Höhenzüge, Plateaus, Berge, Thäler und Päffe, das Flußnetz in blauer Farbe, darunter gesondert ge- ! zeichnet: schiffbare Flüsse, Kanäle, Moore; in politischer Beziehung: die Reichs-, Landes», Provinz-, Bezirks- und Kreisgrenzen, darunter die deutsche Grenze farbig, die Städte in fünf Größenabstufungen: über 100 000, zwischen 50—100 000, zwischen 10-25 000 und unter 10 000 Einwohnern unter Zugrundelegung der Ergebnisse der neuesten Volkszählungen, die wichtigsten Dörfer in besonderer Signatur, und dre politische Bedeutung der Orte in besonderer Schriftsorm. Der Hauptzweck der Karte wird erreicht durch eine bis in die letzten Einzelheiten vollständige und genaue Aufzeichnung sämtlicher Eisenbahnlinien und Stationen, der hauptsächlichsten Chausseen und Landstraßen unter verstärkter Darstellung derjenigen, auf welchen Personenposten verkehren, und aller von den Hafenorten ausgehenden Dampferlinien. Ein bedeutender Vorzug der j Karte ist ferner die genaue Unterscheidung der verschiedenen Bahnarten; — Deutsche Alpen. Eefier Teil: Bayerisches Hochland, AlaLu, Vorarlberg; Tirol: Brmnerbahn, Otzthaler-, Stubaler-und Ortlergruppe, Bozm, Schlern und Rosengartm, Meran, Brenta- und Adamelloarvppe; Brrgamasker Alpen, Gardasee. Siebente Auflage. Mit 25 Karten, 4 Plänen und 14 Panoramen. (MeyerS Reise- bücher. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) Gebunden 5 Mk. Es ist für den Referenten jederzeit ein Vergnügen, die Neuauflage eines Meyer'schen Reisehandbuches besprechen zu können. Pflegt doch ein Vergleich mit der jemeils vorher- aegangenen Auflage die liebevolle Sorgfalt in der Verwertung deS »uströmenben Materials immer wieder zu erweisen. So finden wir auch in dem vorliegenden Bande eine so gründliche Neubearbeitung deS beliebten Buches, daß wir nur jedem Besucher deS dargestellten Gebietes raten könne», sich feiner Führung anzuvertrauen. Der ohnehin schon reiche Kartenapparat wurde noch vermehrt durch die Karten I — — n TU TU vom Kaisergebirge, von Hohenschwangau mit Umgebung, vomWalchen- J« ATI Q § JT T V K K ** - - von Meran. Was wir an den Meyer'schen Alpenführern im allgemeinen und an dem vorliegenden im besondern schätzen, das sind die so reichlich beigegebenen Panoramen, welche die Orientierung ungemein erleichtern. Dabei sind dieselben in der Regel von mühelos erreichbaren Punkten aus ausgenommen, sodaß man nicht gerade sportsmäßiger Bergsteiger zu sein braucht, um sie benutzen zu können. Zu den bisherigen find neu hinzugekommen baS Panorama von Schlern, das vom Herzogttand und das von Urfeld am Walchensee. Nicht minder zu loben ist die den Schutzhütten der Alpenvereine zugewendete Aufmerksamkeit, welche in denselben nicht nur Zielpunkte, sondern vornehmlich auch Ausgangspunkte für weitere Ausflüge erblickt. Im Verlage des Kgl. Hofbuchdruckers Max Pasch m ®etltn SW., Ritterstrahe 50 erschien soeben eine neue Ausgabe der im ReichS-Eisen- m- Angenehmes und sehenswertestes Sommer* Vergnügungs-Lokal» Täglich abends 8 Uhr große internationale Vorstellung. Von Montag, den 1. Julr ab: hat den Erfolg seines „weißen Rößls" nicht zum wenigsten dem Umstand zu verdanken, daß er diese Thatsache aufgegriffen Hut. Ueberall wo dieses Stück in Szene gegailgen ifi, hat jene Szene besonders gezündet, in der der bejcher- dene Privatgelehrte Hinzelmann seinem reichen Freunde die Wunder des Reisezaubers enthüllt: . - Und dann treibt's mich hinauf in die Berge, in den flufternden Wald hinein! Und wenn ich dann so durch den stillen Morgen gehe und das Auge so offen wird für all das Schöne, — da fang ich an, ihn zu fühlen, den Reifezaubier. Und alles, was noch vor kurzem mir so wichtig erschienen ist und mich so gedrückt hat, es kommt nur aus einmal so kleinwinzig vor, von da oben! Wie vergessen und ver- sck ollen ist alles, was da unten liegt. Ich kann mich nicht mehr besinnen, welchen Wochentag wir haben, und welches Datum — und wenn mich einer fragen sollte: „Ja, sind Sie denn der Herr Doktor Walther Hinzelmann, den ich zu .Hause oft so grämlich gesehen habe. . .?" ich glaube wahrhaftig, ich würde ihm antworten: „Sie müssen sich irren . . ., das ist ein viel älterer Bruder von mir . . ." und das macht alles der Reisezauber. Mußt es nur versuchen!" Ten guten Rat, den Hinzelmann seinem Freunde hier giebt, den geben sich in diesen Tagen gar viele selber: Hinaus aus der Stadt. Hinein in die weite, lachende Welt, in die grünen Wälder, auf die blauen Berge, an die wogende See zur reinen, unverfälschten Natur, um dort alle Sorgen und Mühen zu vergessen, sich selbst zu leben, auszurasten und irische Kräfte und neuen Mut zu sammeln. Es steckt eben in jedem Menschen ein Stuck faustischen Trängens, das der unsterbliche Meister Wolfgang so köstlich zum Ausdruck bringt, wenn er seinen Helden den Mond apostrophieren läßt: „O könnt' ich doch auf Bergeshöh'n In deinem Hellen Lichte geh'n, Um Bergeshöhlen mit Geistern schweben, Auf Wiesen in deinem Dämmer weben, Von allen Wissensqualen entladen mit einer Klage reagieren. ** Vorsicht beim „Einmotten"! Tie Hauptreisesaison steht vor der Thür, und die vorsorgliche Hausfrau pflegt vor der Abreise in die Sommerfrische alle Woll- und Pelzsachen auf eine oder andere Art vor den gefräßigen Motten zu schützen. Gerade in diesem Jahre dürfte die Thätigkeit des „Einmottens" besonders umfangreich geübt werden, da wir selten einen so starken Mottenschwarm hatten als Heuer. Alle unsere Mittel gegen Mottenschaden, meist starkriechende Stoffe, sind aber in höchstem Grade leicht brennbar, also feuergefährlich, ganz gleich, ob es sich um Kampfer, Naphthalin oder Kienöl handelt. Man verfahre also mit der nötigen Vorsicht, wenn man sich vor Schaden hüten will. Vor allem hüte man sich, in einen mit Naphthalin präparierten Schrank mit einem Streichholz hineinzuleuchten, denn ein herabfallender Funke genügte, das Naphthalin zu entflammen und somit den Schrankinhalt der Verbrennung preiszugeben. ** Frisches und altes Brot. Es gilt als eine ganz allgemeine Wahrheit, daß frisches Brot weniger be- kömmli-chj ist, als altes Brot, weil es schwerer verdaulich sei. Andererseits wird der Geschmack an frischem Brot nicht weniger allgemein gegenüber dem von altem Brote bevorzugt, denn fast für jedermann ist es ein Vergnügen, zum Morgenfrühstück das Weißbrod oder zum Abendessen das Roggenbrot noch; warm auf seinem Tisch zu finden. Es hat also den Anschein, als ob der Gaumen dem Menschen in diesem Fall einen gesundheitschädlichen Rat erteilte, und doch ist es nicht so, denn wir sind lediglich selbst daran schuld, wenn uns frrsches Brot Beschwerden verursacht. Es ist nämliche genau ebenso bekömmlich wie altes, wenn es genügend gekaut wird, aber daran fehlt es eben meistens. Ein Stück alten Brots zerteilt sich) unter den Zähnen in mehr oder weniger harte Teile, die fast unmöglich- zu verschlucken sein würden, wenn sie nicht zuvor beim Kauen durch den Speichel ausgeweicht würden, da sie sonst die Kehle zu stark reizen. In diesem Fall sieht man sich! also dazu gezwungen, das Brot vor dem Verschlucken ordnungsgemäß in seinem Munde zu behandeln und für die Verdauung vorzubereiten. Genügendes Kauen führt nämlich! bereits zu einer teilweisen Zersetzung des Brotes und bringt es so in einen für die Verdauung geeigneten Zustand. Allein aus diesem Grunde scheint altes" Brot verdaulicher zu sein, als frisches. Letzteres nämlich ist weich-, teigig oder zähe, deshalb fühlt man weniger die Nch- wendigkeit, es im Munde gründlich, aufzuweichen, und so entgeht es der vorbereitenden Zersetzung durch das im Speichel enthaltene Ptyalin, das die Eigenschaft besitzt, Stärkemehl aufzulöfen und in Malzzucker zu verwandeln. Frisches Brot wird mit anderen Worten „verschlungen", und das Schlingen erklärt viele der aus mangelhafter Verdauung herrührenden Uebelkeiten. Es mag sich, also jeder Einsichtige darüber belehren lassen, daß er ganz wohl sein Brot in frischem Zustande genießen kann, wenn er dabei nur die vernünftige Vorsicht gründlichen Kauens beobachtet. Eigentümlich, ist die Thatsache, daß sich der Mensch diese Lehre von den Tieren abnehmen könnte. Wenn man einem Hunde ein Stück Fleisch giebt, so schlingt er es einfach hinunter, weil es sich in dem für die Verdauung geeigneten Zustande befindet, ohne erst viel von den Zähnen bearbeitet zu werden. Erhält der Hund aber ein Stück Brot, so dauert es eine ganze Weile, ehe er es hinunterschlingt. Man glaubt ferner ganz allgemein, daß altes Brot überhaupt Hippodrom -Variete Frankfurt am Main. Tel. 2545. ergebnis erkennen. Wetzlar, 4. Juli. In der letzten Handelskammerfttz- ung ist Beschwerde geführt worden, daß der am 1. Juni in Kraft getretene Ausnahmetarif einmal die Minetteftachten aus Lothringen-Luxemburg nach Rheinland-Westfalen um Mk. 1.20 pro Tonne herabsetzt, und gleichzeitig den Hochöfen der genannten Gegenden, sowie des Saarreviers eine Ermäßigung der Koksfrachten aus Rheinland-Westfalen um Mk. 0.50 bringt, nachdem sckwn durch den Tarif vom 1. Mai 1893 Ermäßigungen von Mk. 1.50 nur Mk. 0.70 pro Tonne gewährt worden waren. Dadurch sei jetzt der ........ ... , ..... „ Frachtvorsprung des sogenannten Notstandsgebietes an der und zwar sind dre deutschen Eisenbahnen m drei Farben dargestellt. Lahn, Till und Seig fast völlig beseitigt. Tie Eisenbahn- - direktion Köln wird den Industriellen des letztgenannten Bezirks einen Fragebogen zustellen, um zu ermitteln, wie die verminderte Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den links- Soeben ist das Jahrbuchs des Allgemeinen Verbandes rheinischen Werken auszugleichen ist deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften für das " Jahr 1900 erschienen. Tasselbe bringt in seinem ersten yirttttjnjtlS. und zweiten Teil den schon früher besprochenen Zähres- Bremen, 4. Juli. Ter Begründer der egyptischen bericht des Anwalts für die Zeit vom 1. löyy t Tabaks-Zigarettenfabrik, Leopold Engelhard in Kairo, 30. Juni 1900 sowie^den Verhandlungsb^M vom 16. V - erschoß sich gestern aus unbekannten Gründen. einstag zu Halle a. S., .wahrend der 1 LaL Rom, 4. Juli. Ter Advokat Asano ermordete Teil detaillierte statistische Mitteilungen über die 189 seine Geliebte Giuseppina Chiara aus Eifersucht auf offener Geschäftsergebnisse von 6144 Such Allgemeinen ^rban Straße. Der Mörder wurde verhaftet. gehörenden Genossenschaften enthalb TiesEen legen ein * Der kleine Klaus und die Wunder. In ziffernmäßiges Zeugms von den queren Fortschritt^^^ -m-r Schule in der Näh- von Nyborg sprach ein £e^ter «enoJienWhtoefen^ neulich über die Wunder. Nach °w°m gewiß sehr beredten hußer-^Ausbrerwn^^^ bilden nach Vortrage wendet er sich an einen der Schüler, namens Klaus. ® * bje gn r, un b Darleynskassen, da von »Sage mal, lieber Klaus, wenn nun ein Mann von insaesamt 1644 berichtenden Genossenschaften 4077 51t einem hohen Turme herabstürzt-, ohne Schaden zu nehmen, biefet Gruppe gehörten. Tiese 4077 Kassen zählten 290 367 was würdest Du dal heißen?" - »Einen Zufall," aut- Mitglieder, verfügten über ein gesamtes Betrieb^kaprtal wartete Klaus. — „Ja, aber," wiederholte der Lehrer, „toenn 6£m 290,9 Millionen Mark (238,2 Miltronen Mark rm Borer nun noch einmal h-rabstürzte, ohne zu Schaden zu kommen, jahr), wovon 14,2 Millionen Mark 11,9 Mrllwnen Mary was würdest Du das nennen?" — »Daß er vom Glück be- eigenes Kapital waren Tre Ge «tl“ Millimwn Mk günstig« fei “ - D-m Lehrer war es aber noch nicht ÄSfS; er fragte noch einmal: .Nehmen wir an, Klaus, daß er und zwar^^erum ) Darlehen auf zum dritten Male abstürzte, was wäre man dann genötigt oer ^währt. Pro Mitglied stellte sichi der gewährte zu sagen, was dies wäre?" — Klaus war sofort mit bet ^re^t QUf 506 (479) Mark — gewiß eine recht dankenswerte Antwort zur Hand: „DaS ist die Hebung, Herr Lehrer!" Leistung, roenn man erwägt, daß die ganz überwiegende — Daun fragte der Lehrer nicht weiter. Mehrheit der Genossen klein- und mittel-bäuerlich'en bezw. • Heiraten als — Verdauungsmittel. Die -gewerblick;en Kreisen angehört. Erwähnt sei ^dlm>, mb jung- Geschäftsleute u. s. w. - die am m-«st-n an DhSP-pfi- !*«««. j R-zugsgenossenschaften mit leiden, weil sie immer allein essen. Sie lesen gewöhnlich gZ 472 (78 284) Mitgliedern ist insgesamt ein gememschaft- während ihrer schlecht zubereiteten Mahlzeiten, was schädlich lirfj,er Warenbezug von 24 (19,7) Millionen Mark nackM- ist, oder sie lesen bald nach der Mahlzeit, was noch schäd- wiesen, d. h. durchschnittlich für 415 (395) Mark pro Genosse, licher ist. Und um gut zu verdauen, muß man heiraten." Die Ziffern lassen zugleich eine beträchtliche ^flarkun§1 der • Tausendfrank- Noten als „Muster ohne Kapitalskraft der Genossenschaften ^eunen Das gesaint Wert". Der Briefsichter deS Hauptpostamtes von Bukarest Betriebskapital fanb unter den Kr-uzbands-nduug-n, di- in den Bri-skast-n und machte damtt o3 (49) Prozent des Emkaufswertes des Postamtes geworfen worden waren, einen losen Briest gk'g (794) Molkereigenossenschaften mit umschlag mit der Bezeichnung „Muster ohne Wert", au ein » (63 846) Mitgliedern wird eine Gesamteinlieferung Geschäftshaus in Turn-Magurele gerichtet. Da dieser Um- • ----- inon °1tpr nlir,p# schlag weit über den postmäßigen Satz, nämlich mit mehr als 2 Lei frei gemacht war, so fiel das dem Briesfichter aus, und er sah deshalb nach dem Inhalte, erstaunte aber nicht wenig, als er 35 000 Franken in Banknoten darin entdeckte. Er trug seinen Fund zu dem Postvorsteher, der mit Hilfe eines auf dem Umschlag der Noten befindlichen Abdruckes des Geschäftsstempels einer Bukarester Bank feststellen konnte, daß der Absender dieser merkwürdigen „Muster ohne Wert"- Seudung ein zugereister Engländer war, der aus diesem etwas ungewöhnlichen Wege eine Geschäftsschuld abtragen i( ►-sfit! Sä', DjeGriindunc 8S?& Z-tz- er einl-M I , . At Es handelt I Entwickelung M 3» WmL fiel Äch « Fahrzeuge vor, w jvetft! Tie Ostsee! Wumgehalt, und Segler dient der Eigentliche ^eeschr nur 200, darunter Würde nicht SM Leebadern zur Bel des ostdeutschen Rl Die Berordnn fremde Fahrzeuge, geschlossen sind, i| Königsbergs und Wenden Jndu>tr weisen würde, seh Grunde liegt wohl Mder, denn der' -lande delanntlich Hasen von Rostor! veraltete Legler, Wendung finden. fieeftäbtoi Gtyfa. üch Flensburg ge tiger Rheder, der Lat br 'r