Nr. 55 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Mittwoch 6. März 1901 Redaktion, Expedition und Druckerei- Schulstrahe 7. Erscheint täglich mit UuSnahme deS MontagS. Die Gießener Zamilien- Plätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätier fir Hess. Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Uanahme von «nielgen Eber nachmtUag« für ben [genben Tag erfcfceinenben immer bi» Bonn 10 Uhr Abbestellungen fpüteflenl ebenbl vorher. GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger v '**' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezugrpreir vicrteljädrl. Ml. 2.20, monatl. 75 Pfy. mit Bringe lohn: durch Die Abholestkllcn vierte'.jät)rl Mk. 1.90, monatl. 65 Pfg Bei Postbezug vicrteljäbrl Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. «Ne «nzeiaen-vrrminlung». steNen be» In- unb Ausland»« nrhinen rin zeigen für den Siebener Anzeiger entgegen. Setlenprei#. total 12 auvwürrS 20 Pfg. Adresie für Depeschen: Anzeiger Siehrn. FernsprcchanIchlußAr.51. Nutzland setzt seinen Willen durch. Ungeheure Heiterkeit wird in der Diplomatie die allen Ernstes durch die russische Telegraphenagentur in die Welt gesetzte Erklärung erregen, daß Rußland verleumdet worden ist. Man hat den Text einer russisch-chinesischen Vereinbarung über die Mandschurei in der auswärtigen Presse absichtlich verstümmelt, um Mißtrauen gegen Rußland zu erwecken. Das gute, ehrliche, selbstlose Rußland! Es will nichts für sich ergattern bei den Chinesen, sondern sogar die Mandschurei, wo es sich schon recht häuslich eingerichtet hatte, an China zurückerstatten. Diese Zurückerstattung hindert nicht, daß Rußland sich jede ihm nützlich erscheinende wirtschaftliche Berechtigung, Bau von Eisenbahnen, Bergwerksbetrieb usw. ausbedingt, und nach Erfüllung der Forderungen die Provinz, militärisch, räumt. Aber nicht nur von der Mandschurei ist in dem russisch-chinesischen Abkommen die Rede, sondern von einer Bevorzugung Rußlands auch in solchen chinesischen Gebieten, die andere Mächte, Deutschland, Englano, Japan, Als ihre Interessensphären betrachten. Rußland will überall mit an der Tafel sitzen, an der Spitze der Tafel. Mit der Erlangung des wirtschaftlichen Uebergewichts in der Mandschurei begnügt es sich nicht. Das ist es, was den Mächten nicht paßt. Dre Behauptung, der Text des russisch-chinesischen Vertragsentwurfs sei absichtlich verstümmelt wiedergegeben worden, erscheint so grotesk, daß man auf die Vermutung tommen könnte, chinesische Diplomaten hätten ihren russischen Kollegen mit dieser kühnen Erklärung ausgeholfen. Ob es richtig ist, daß die chinesische Regierung Japan die Abmachungen im Entwurf unterbreitet bat, wodurch sie zur Kenntnis der Mächte kamen, bleibe oapingeftelü; jedenfalls haben die auswärtigen Kabinette, hat insbesondere Deutschland, nicht auf Grund vager Gerüche, sondern auf Grund sicherer Thatsachen, Protest bei der chinesischen Regierung erhoben. Frankreich ist, aus begreiflichen Rücksichten, dem Protest nicht beigetreten. Trotzdem außer dem Dreibund, England und Japan sogar die Vereinigten Staaten, die selbst gerne Sonderverhandlungen mit China pflegen, die chinesische Re- gierung vor dem Pakt mit Rußland gewarnt haben, wird ieser, nach einer Pekinger Meldung, dennoch, und zwar unverkürzt, von China unterzeichnet werden. Es erhellt daraus am besten, wie wenig von der russischen „Erklärung" ju halten ist. Was werden nun die Mächte tfjun? Können sie die Niederlage ruhig hinnehmen? Die „Waffenbrüderschaft" bekommt einen argen Knacks. Vorläufig hält man sich an China. Japan verlangt bereits gleichwertige Vorteile, wie die Rußland gewährten, und was Japan recht ist, wird den «ruberen Mächten billig erscheinen. Also das Bild ist wieder einmal vollständig verändert. Rußlands Eigenmächtigkeit wirft all die schönen Programme von der „offenen Thür", von den gemeinsam geltend zu machenden, mit vereinter Kraft durchzusetzenden Forderungen usw. über den Haufen. Statt eines Friedensvertrages werden wahrscheinlich eine Reihe von Separatabkommen zwischen China und den Mächten geschlossen werden. Naturgemäß hat unter solchen Umständen derjenige die meisten Chancen, der sich dazu hält. Japan thut dies, die Vereinigten Staaten sind auch bisher in dieser Beziehung nicht müßig gewesen, England vergißt ganz gewiß seinen Vorteil nicht, und wenn Deutschland an feinen Prinzipien festhält, und diesen Separat-Handel verschmäht, so ist das zwar charaktervoll, — aber es bleibt für den Bescheidenen in der Regel nichts übrig. Die chinesische Regierung wird sich nur mit denen abzufinden suchen, die ihr hart zusetzen. Sie sagt sich wohl, daß sie auf diese Weife immer noch billiger davonkommt, namentlich was das bare Geld anbetrifft, als wenn sie die ursprünglichen Gesamtforderungen der Mächte einzulösen hätte. Politische Tagesschau. Das arbeiterfreundlichste Ministerium, das die dritte französische Republik je gehabt, hat fortgesetzt mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die den sozialen Frieden des Landes zu gefähren drohen. Die Amtsthätigkeit deS ordengeschmückten Handelsmin'sters Millerand scheint die Siegeszuversicht der gewerkschaftlichen Organisationen erheblich gesteigert zu haben, und die verschiedenen Niederlagen einzelner Arbeiterkategorien in den wirtschaftlichen Kämpfen der letzten Zeit haben eine entmutigende Wirkung auf andere, zu Ausständen entschlossene Bereinigungen nicht ausznüben vermocht. Zu dem Streik der Bergarbeiter in Mvntceau leS-Mines hat sich jetzt die Niederlegung der Arbeit imHafen vonMarseille gesellt, einem der wichtigsten Stapelplätze für den überseeischen Handels- und Schifffahrtsverkehr Frankreichs. Hier ist es bereits zu Gewalt!hätigkeiten gekommen. Eine Gruppe von Seeleuten, die dem Matrosen- und Heizer-Syndikat angehören, durchzog in Marseille mit Fahnen die am Hafen liegenden Straßen und versuchte, die Mannschaften der im Hafen liegenden Schiffe zu bewegen, sich dem Ausstande an zuschließen, wobei es wiederholt zu Störungen der Ruhe und Ordnung kam. Eine Gruppe von 200 Ausständigen warf mehrere Lastwagen um, auf denen sich Waren befanden, die aus einem von Tunis kommenden Schiffe ausgeladen worden waren. Gen barmen zerstreuten die Ausständigen und verhafteten einen von ihnen. AIS man die von den Ausständigen umgewor- lenen Rollwagen mit Gemüseladungen aus Tunis wieder neu beladen wollte, verursachten 2000 Ausständige Ruhestörungen. Die Polizei mußre die Wagen begleiten, die mehrere Male von den Ausständigen angehalten wurden, die den Pferden in die Zügel sielen, sich quer vor dieselben in den Weg legten und die Rollkutscher mit Steinen warfen. Mehrer- Personen wurden verletzt. Eine Anzahl von Verhaftungen wurden vorgenvmmen. — Die Regierung hat bereits einigen Kreuzern des Mitt.lm ergeschwaderS Befehl erteilt, sich bereit zu halten, um den Postdienst mit Algerien zu sichern, falls durch den Marseiller Ausstand der Postdienst unterbrochen werden sollte. Mitte dieses Monats will, wie die Soziale Praxis rnit- teilt, der Ausschuß der Gesellschaft für soziale Reform in Berlin eine Sitzung abhalten, in der außer geschäftlichen Angelegenheiten und Stellungnahme zu Vorschlägen der Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeitsschutz vor allem zwei wichtige Punkte, auf welche, die Gesellschaft ihre Thätigkeit zunächst richten will, besprochen werden sollen. Es sind dies die Errichtung eines Reichsarbeitsamtes, wozu Referate !vom ftüheren preußischen Handelsminister Frhm. v. Berlepsch und Reichstagsabg. Dr. Pachnicke erstattet werden, und die Verleihung der Korporationsrechte an die Arbeiterberufsvereine und ihre Befreiung von den Vorschriften der Gesetze über das Recht der politischen Vereine. Die Referate hierüber haben Reichstagsabg. Basser- mann und Arbeiter)efretär Giesberts übernommen. Wie die Soz. Praxis weiter berichtet, ist die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft, sowohl was Einzelpersonen wie Vereine betrifft, ständig im Wachsen. Unter den Mitgliedern, die sich auf 102 Orte verteilen, seien besonders stark vertreten Staats- und Gemeindebeamte, Parlamentarier, Fabrikanten, Kaufleute, Professoren und 'Dozenten, Schriftsteller und Journalisten, Aerzte, Rechtsanwälte und Geistliche. Vereine seien bis jetzt insgesamt 56 der Gesellschaft beigetreten, und zwar neben einigen Arbeitgeber-, politischen und Bildungsvereinen vorwiegend die großen, nach vielen Tausenden zählenden nichtsozialdemokratischen Arbeiterverbände aller Richtungen, die christlichen Organisationen, der Zentralrat der Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine mit einer Anzahl von Gewerkvereinen, der Volksverein für das katho- lische Deutschland nebst vielen katholischen Arbeitervereinen, der Gesamtverband der evangelischen Arbeitervereine mit mehreren Ortsvereinen, ferner die Eisenbahnerverbände in Bayern, Baden und Westdeutschland, der deutsch-nationale Handlungsgehilfenverband, die freie kirchlich-soziale Konferenz, endlich mehrere Stadtverwaltungen. In einer Reihe größerer Städte: Leipzig, Dresden, Breslau, Hamburg, Köln, München, Frankfurt a. M. usw. werde die Gründung von Zweigvereinen der Gesellschaft für soziale Reform borbereitet Zur Zeit hat die Gesellschaft auf die Mitgliedschaft der Frauen verzichten müssen. Nachdem die konstituierende Versammlung am 6. Januar d. I. beschlossen hatte, diese Frage in den Statuten offen zu lassen, ist vom Berliner Polizeipräsidium der Bescheid ergangen, daß die Gesellschaft unter ben § 8 des preußischen Vereinsgesetzes falle, der die Frauen von der Teilnahme an politischen Vereinen ausschließt. Ihre Aufnahme wäre danach eine offene Verletzung eines Gesetzes gewesen, das, so veraltet und schädlich seine Bestimmungen auch sein möchten, gegenwärtig zu Recht bestehe. Zu einem solchen Bruch habe sich! der Vorstand nicht entschließen können, und infolgedessen habe an die 18 Frauen und 4 Frauenvereine, die sich bis Mitte Januar gemeldet hatten, eine entsprechende Mitteilung ergehen müssen. In welcher Weise in der Zeitschrift die Frauenbewegung hierzu Stellung genommen worden ist, haben wir bereits mitgeteilt. Vorläufig erbittet die Soz. Praxis die mittelbare Unterstützung der Frauen und ihrer Vereine für die Bestrebungen der Gesellschaft für soziale Reform durch ihre eifrige und erfolgreiche Thätigkeit für das Wohl des Arbeiterstandes, dem sie auch durch ihren Beitritt zu der Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiter schütz zu dienen vermöchten. Engländer und Buren. In der deutschen Reichshauptstadt haben kurz nacheinander zwei große Volksversammlungen stattgefunden, in denen zu Gunsten der bedrohten Buren-Republiken Beschlüsse gefaßt wurden, die den gesetzgebenden Körperschaften übermittelt werden sollen. So edelmütig ein derartiges Vorgehen ist, praktisch bleibt es zwecklos. Denn es steht ja völlig außer Zweifel, daß die deutsche Regierung von ihrem Standpunkte nicht abgeht. Die unvermindert rücksichtslose Behandlung deutscher Reichsangehöriger durch die Briten in Südafrika, fordert u. E. weit mehr die öffentliche Kritik heraus. Selbst die „Köln. Ztg.", der doch Animosität gegen die Engländer sicher nicht nachgesagt werden darf, bringt jetzt einen Fall zur Sprache, wo ein Deutscher ins Gefängnis geworfen und bann nach Ceylon geschafft würbe, trotzbem ber beutsche Konsul in Natal durch amtlich es Schreiben bestätigte, daß jener Landsmann durch einen erzwungenen Dienst Wbie Buren die Neutralität nicht verletzte. Die „Köln. ' meint selbst, ber Fall erscheine ber befonberen Beachtung an zuftänbiger Stelle wert. Das Hemd sitzt uns wahrlich näher als der Rock, und ein nachdrückliches Eintreten ber öffentlichen Meinung für bie von ben Englänb^m ge- schäbigten unb terrorisierten beutschen Landsleute kann nur* angethan sein, ben Vorstellungen unb Forberringen bc5 beut* chen Auswärtigen Amtes einen achtunggebietenden Hintergrund zu schaffen. Gestern meldete uns ein Telegramm, wo und wie De W e t den Oranje überschritten hat. (Bgl. die Reutermeldung aus Colesberg in unserer gestrigen Nummer.) Es muh danach angenommen werden, daß die Engländer ihm de« Uebergang nur schwach verwehrten, daß sie ihm sogar Zeit ließen, einen Teil seines Trains hinüberzubringen. Wahrscheinlich war die Besatzung des Punktes nur ganz schwach. Vielleicht waren es die 80 Mann von Kitcheners Fighting Scouts, die nach Kitcheners Meldung von den Buren gefangen genommen wurden. Diese neueste Leistung stellt De Wets militärische Befähigung abermals in das glänzendste Licht. Trotz bewaffneten Widerstandes, trotz ber bebrohlichen Nähe ber Eisenbahn, auf ber schleunigst Verstärkung für ben Gegner hätte herbeigeschafft werben können, trotz bes hohen Wasferstanbes unb ber reißenben Strömung, enblich trotz ber Ermattung seiner Leute, bie kaum noch etwas zu brechen unb zu beißen gehabt zu haben scheinen, hat er nicht nur sein Kommanbo, fonbern auch bie Mehrzahl seiner Wagen burch ben Fluß gebracht. Aber freilich, diese Leistung kann nicht darüber Hinwegtäuschen, daß die ganze Operation De Wets ein Schlag ins Wasser gewesen rst, ja ihn sogar empsindlich geschädigt hat. Er ist fast all et Hilfsmittel beraubt und erschöpft zurückgekehrt und wird geraumer Zeit bedürfen, ehe er wieder aktionsfährg rst. Amtlich wird aus Pretoria vom 4. d. M. gemeldet: D e Wet rückte auf Phillipolis (im Oranje-Freistaat) vor, wurde aber von britischen Truppen überholt und marschiert jetzt auf Fauresmith. Babington erbeutete eine Kanone, ein Pompomgefchütz, das bei Landfontein vergraben war. 33 Buren mit 50 Pferden wurden im Seacowsfluß gefangen. General Dartnell erbeutete ein Hotchkißgefchütz in ber Nähe von Piertretief, wo mehr als 50 Buren mit ihrem Kommandanten sich ergaben. Die Nachricht des „Daily Expreß", Präsident Krüger habe als letztes Zufluchtsmittel versucht, in Petersburg unter Berufung auf die Haager Konferenz zu sondieren, aber eine unbefriedigende Antwort erhalten, ist vollkommen erfunden. Im englischen Unterhause erklärte ber Kanzle» bes Schatzamts Hicks-Beach in Vertretung Chamberlains, die Frage, ob für den direkten Verlust, ben Transvaal erwiesenermaßen infolge bes Einfalls Jamesons erlitten habe, bie britische Regierung ober bie Kolonialregierung jetzt als Nachfolger Transvaals von ber sübafrikanischen Gesellschaft Ersatz verlangen könne, sei eine Frage, worüber bie Regierung bie Ansicht ber richterlichen Beamten einhole. Sobalb biese sich ausgesprochen hätten, werbe bie Regierung bie ganze Angelegenheit in Erwägung ziehen. Hicks-Beach sagte schließlich, er sei sehr froh, baß er Aussicht habe, Gelb zu erhalten, bas er nicht erwartet. — Dewar fragte an, ob Agenten ber Buren in ganz Belgi en eifrig Rekruten anwerben unb bie Regierung beabsichtige, bei Belgien freunbliche Vorstellungen zu erheben. Balfour ertoiberte, bie Regierung habe keine Mitteilung über solche Anwerbungen. China. Wie ber „Pall Mall Gazette" aus Peking ben 2. b8. gemeldet wird, wird der Kaiser Ende März zurückkehren. Die Leibwache des Kaisers versammelt sich bereits in ©in» ganfu. — Die Gesandten haben die Todesstrafe für 12weiterehoheBeamte verlangt sowie die Bestrafung von 90 Mandarinen in der Provinz. — Das befriebt* gende Fortschreiten der Verhandlungen hat bie Ernennung eines Ausschusses zur lieber* wachung ber Ausführung ber weniger wichtrgen Artikel des Friedensvertrages gestattet; nur der Artikel, betreffend die Revision der Handelsverträge verhindert den schleunigen Abschluß der Verhandlunaen. Die verschiedenen Regierungen vereinbaren bereits ben Charakter der Indemnität. । Die „Times" meldet aus Peking vom 3. März: Die Mächte, die an China gleichartige Vorstellungen gegen Verhandlungen mit irgend einer einzelnen Macht gerichtet haben, sind: England, Japan, Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Italien unb bie Vereint g- t e n Staaten. Gleichwohl besteht aller Grunb anzunehmen, baß China bas Abkommen mit Rußlanb unverkürzt unterzeichnen wirb, da ihm Rußland dasselbe in aller Form als unwiderruflich bezeichnete. Li-Hung-Tschang hat keiner Macht den Wortlaut der Uebereinhnrft mitgeteilt; auch ist keine Macht in der Lage gewesen, China irgendwelchen materiellen Beistand zu versprechen, wenn es die Unterschrift verweigerte. In der ftanzöfischen Deputierten kammer richtete Destoumelles an die Regierung eine Anfrage wegen ber Angelegenheiten in China unb bekannte sich als Anhänger ber Solidarität zwischen den Mächten; aber Frankreich dürfe sich nicht Handlungen anschließen, die es als Irrtümer ansehen würde; es wäre richtig, die chinesische Regierung zu beruhigen, bie von guten Absichten beseelt zu sein scheine. Frankreich sollte sich nicht zu neuen militärische« Expebitionen hinreißen lassen. (Beifall.) Ter Minister bes Auswärtigen, Delcassee, erwidert, das von oer Kammer angenommene Programm fei das ber Regi^ung gewesen, bie nicht aufgehört habe, sich bamach zu ricksten , bie französischen Truppen müßten einzig und allem tä Telegramm des Gießener Anzeiger-. Shanghai, 4. März. 6 vor Anker liegende Dampfer gehen heute qb, nachdem die Häfen im Norden wieder .eisfrei sind. Die Häfen waren in diesem Jahre bei weitem nicht so lange gesperrt, als in früheren Jahren. China bleiben, um Garantien für die Zukunft zu erlangen. Man frage, ob eine große Expedition gegen China vorbereitet werde. Eine solche Expedition würde eine vorherige Verständigung voraussetzen. Es sei aber keine derartige Expedition geplant worden. Freilich könne die Regierung nicht erklären, daß sie eine solche Expedition nicht unternehmen werde. Sie könne nur versichern, daß sie ohne ernste Gründe, welche die Kammer erist- zu beurteilen haben werde, sich nicht daran beteiligen werde. (Beifall.) China habe ein Interesse daran, Genugthuung zu leisten, um die Räumung seines Gebietes seitens'der fremden Truppen zu beschleunigen. Frankreich habe in loyaler Weise an der Wiederherstellung der Ordnung in China mitgearbeitet und habe kein anderes Ziel verfolgt, als dafür Sorge zu tragen, daß die end- giltige Regelung der Angelegenheit nicht seinen Interessen zuwiderlaufe. Telcassee schließt mit den Worten, die Kammer könne über die von der Regierung in China gefolgte Politik beruhigt sein, eine Politik, die Frankreich neue Ehren einkragen werde. (Beifall.) Damit ist der Zwischenfall erledigt. Deutsches Reich. Berlin, 4. März. Aus Wilhelmshafen wird gemeldet : Nach Ankunft auf dem Linienschiffe „Kaiser Wilhelm II." schritt der Kaiser die Front der Ehrenkompagnie ab und begrüßte die Offiziere und Mannschaften. Der Kaiser verweilte bis W/a Uhr an Bord des Schiffes und begab fich dann mit dem Prinzen Heinrich nach dem Exerzierschuppen, wo die Rekrutenvereidigung stattfand. In den Straßen, die der Kaiser pasfierte, bildeten Marinetruppen Spalier, die bei der Vorüberfahrt des Kaisers Hurrahruse auSbrachten. Bei der Vereidigung amtierten die Marineoberpfarrer Goedel und Wiesemanu. Nach der Vereidigung hielt der Kaiser eine Ansprache an die Mannschaften, worauf Kontre- admiral Frantzius das Kaiserhoch ausbrachte. Der Kaiser nahm sodann persönliche Meldungen entgegen. Nach der Rekrutenvereidigung begab sich der Kaiser zur Werft und besichtigte im Geschützlagerhaus die erbeuteten Chinageschütze. Er ließ sich hierauf in der Maschinenbauwerkstatt vom Maschinenbaudirektor Aßmann die Maschine des Linienschiffes Wittelsbach, die Baumeister Reitz in Betrieb setzte, in allen Gangarten vorführen. Sodann wurden die Kessel der Wittelsbach und die Panzerung dieses Neubaues besichtigt. Der Kaiser war von Prinz Heinrich und Admiral Tirpitz begleitet. Nach der Besichtigung auf der Werft wurde im Marinekasino daS Frühstück eingenommen, wozu die Admirale und Adjutanten, sowie die Offiziere der vereidigten Truppenteile, die Marineoberpfarrer Goedel und Wiesemann und die zur Ausbildung der Marineteile kommandierten Offiziere der Armee geladen waren. Die Tafelmusik stellte daS Mufikkorps der zweiten Matrosendivision. Nach dem Frühstück nahm der Kaiser auf dem Torpedobootplatz die Parade über die 800 Mann starken Stammkompagnien des 3. Seebataillons ab, die am 7. ds. mit dem Dampfer „Andalusia" die Reise nach Tsingtau antreten werden. Se. Majestät hielt an die Truppen eine Ansprache, erinnerte sie an die Waffenthaten der Kameraden in China, ermahnte sie zur Nachahmung, und sprach die Hoffnung aus, daß sie als deutsche Soldaten opfermutig ihre Pflicht thun würden, wie es die deutschen Truppen in Ostasien gethan hätten. Nachdem Hauptmann Mauwe sodann das Hoch auf den Kaiser ausgebracht hatte, begab sich der Kaiser an Bord deS „Kaiser Wilhelm II." Heute um Mitternacht trat er die Reise nach Helgoland an und begiebt sich morgen nachmittag von dort nach Bremerhafen. — Der Kaiser nahm gestern die Meldung des aus China zurückgekehrten Generalmajors v. Höpfner entgegen. — Den Abendblättern zufolge ging dem Bundes rat ein Entwurf von Bestimmungen, betreffend die Zulassung von Ausnahmen auf Grund des § 105 e Abs. 1 der Gewerbeordnung (gewerbliche Sonntagsruhe), zu. — Es heißt, daß in diesen Tagen die Ernennung des Generalmajors v. Liebert zum Generalleutnant erfolgen und er dann eine Division erhalten werde, v. Liebert ist bereits seit dem 20. Juli 1897g Generalmajor, und Osfi ziere, die daS Generalmajorspatent von demselben Datum haben, sollen bereits eine Division kommandieren. Liebert ist am 6. August 1866 Offizier geworden, und hat als Oberst, zu welcher Charge er am 14. Mai 1894 aufrückte, daS 12. Infanterie-Regiment in Frankfurt a. d. O. kommandiert. Cs hieß damals, daß Li Hung-Tschang ihn als Ober- Instruktor für China engagieren wollte, in der letzten Minute zerschlug sich aber dieses Engagement mit dem chinesischen Bizekönig. — Die Ausschmückungskommission des Reichs tag es hat als künstlerische Beiräte zu ihren Beratungen den w m°r &ct Museen, Geheimrat Schöne, den Direktor . k 0"algallerie, v. Oettinger, den Maler Grafen Harrach und d-n Baurat H-Yden zuqezogen. Sie bat beschlossen, im T e tQt4Jaa? nur da« Mittelfeld der Decke auSmaleu zu »^^kb?tübeLnr11 bem Maler Schuster-Woldau, München, ® « «°n ®i6mQr. . März 1901. it Landtagslandlungen der he Nachricht zu: .er. Außer den ied des großen ufen; von den ng werben bie ~2)3weite abt erhalten je ), Worms und jer einen). ES irr Abstimmung besteht der Land- ie Wahlpflicht ist ) alle diejenigen, - und Gemeinde- auf sechs Jahre ahre scheiden 28, tt stattgehabtea us Nr. 34646. L 5000 M. JjJ _2N000M. aus Nr. 2958, Nr. 569, 6668, auf Nr. 13 M 27496, 33080, i 19190, 2112* 44421. (Ohne rr« w-.-Ä . DiedraM liegt die übrigen ■SS •Ä«’» mg«1 “J* @ I n«ht ' tt werde« Meu hal60fliiner8 lautet: Sonntag den 10. März, vormittags: Empfang der Vertreter der unmittelbaren Städte rechts des Rheines und der größeren pfälzischen Städte und feierliche Ueberreichung einer Adresse, sowie der Urkunden dieser Städte über lokale Ehrungen an den Prinzregenten unter Führung der Stadt München. Nachmittag-: Huldigung der Schulkinder vor Sr. Hoheit im Thronsaale der kgl. Residenz. 11. März, abends: Glockengeläute, Serenade auf dem Max Josef Platz durch die vereinigten Militär Musikkorps. Dienstag den 12. März: morgens 7 Uhr: Glockengeläute, Morgenmufik vom Rathaus balkon. Im Laufe des Bormittags: Festgottesdienst. Nach mittags 12Uhr: Feierliche Grundsteinlegung zum Prinz- Regent Luitpold-Denkmal auf der oberen Terrasse vor dem Nationalmuseum. Nachmittags 3 Uhr: Festmahl im alten Rathaussaal. Abends: Illumination, die von dem Prinz- Regenten auf einer Rundfahrt durch die Stadt besichtigt wird. — Die Universitäten Würzburg und Erlangen haben Festakte bereits in diesen Tagen veranstaltet. — Die in Berlin wohnenden Bayern beabsichtigen, am 11. März sich zu einem gemeinsamen Essen im „Kaiserhof" zu vereinigen. Im An schkuß hieran findet dort ein Kommers des Bayern-Vereins in dem „Deutschen Hause" statt. § Langgöns, 5. März. Gestern abend fand eine 23er sammlung der Ortsgruppe des Hessischen Bauernbundes, die 150 Mitglieder zählt, im Saale des Gastwirts Brücke! statt. Bürgermeister Rompf wurde als erster Vorsitzender einstimmig wieder gewählt, und als Stellvertreter der Sparkaffenrechner Johs. Wagner. In den Vorstand wurden ferner die Herren Johs. Müller 23. und Landwirt Wilh. Weil einstimmig gewählt. Rechner wurde wieder Herr Johannes C. Rompf. Im Laufe des abends gedachte man auch der Buren. ES wurde eine Resolution angenommen, in der die Kammer gebeten wird, dahin zu wirken, daß dem sog. Faselgesetz eine Bestimmung eingefügt werde, derzufolge außer den seitherigen Zuchtrichtungen der Vogelsberger unb Simmenthaler Rasse auch die NiederungSraffe für die Ge meinden zulässig fei. □ Geilshausen, 4. März. Der Gesangverein „Jugend mut“, im Jahre 1876 von dem Lehrer Ziegler gegründet, feiert am 14. und 15. Juli sein 25jähriges Fahnen- jubiläum. Es werden hierzu etwa 25 Brudervereine von dem festgebenden Verein eingeladen, sodaß eS ein lebendiges, in gesanglicher Hinsicht anregendes Fest zu werden verspricht, um so mehr, als der Gesang auf unsrer Rabenau sich steter Pflege erfreut, und man wetteifert, mit dem gegebenen Stimmenmateriale möglichst viel zu erreichen. Auch werden unsere Nachbarvereine zu Londorf und Bernsfeld ähnliche Festlichkeiten veranstalten, wodurch unfern Sängern in diesem Sommer Gelegenheit zu „löblichem Thun" wohl reichlich gegeben ist. Bleicheubach, 4. März. Ein dummer Junge warf einem zwölfjährigen Mädchen eine Katze ins Gesicht. DaS Tier krallte sich fest unb brachte dem Kind am Auge und an der Nase erhebliche Verletzungen bei. —k— Mainz, 4. März. Babnamtlicherseits wird uns mitgeteilt, das; heute früh die voroere Achse der Lokomotive deS nm 3 Uhr 25 Min. nachts in Boppard fahrplanmäßig eintreffcnden Personenzuges durch abgestürzte Felsmassen zwischen Spai und Boppard zum Entgleisen gebracht worden ist, wodurch das betreffende Geleise gesperrt worden sei und der Personenzug eine anderthalbstündige Verspätung erhalten habe. Beschädigungen am Geleise und Betriebsmitteln seien unbedeutend, Reisende und Bahn- bedienste nicht verletzt. Nach Hinwegräumen der abgestürzten Felsstücke wurde der zunächst eingleisig geführte Betrieb bereits am Vormittag wieder auf beiden Geleisen ausgenommen. fc. Marburg, 4. März. Eine hiesige junge Frau nahm vor einigen Tagen ein ihr von einer Freundin empfohlenes Mittel gegen Bandwurm in doppelter Dosis ein. Das Mittel verfehlte seinen Zweck nicht. Die Frau verfiel jedoch in Starrkrampf und gab gestern mittag, obwohl verschiedene Aerzte um sie bemüht waren, ihren Geist auf. Weilburg, 3. März. Die Lahn hat eine Höhe erreicht, wie seit 1882 nicht mehr. Auf der Bahnstrecke Stockhausen- Löhnberg gleicht bie ganze Gegend einem See. •• Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der seit 11 Tagen vermißte Schreiner unb Spezereihändler Becker in Mainz würbe im Abort seines Hauses erhängt gefunben. — Fulba wird demnächst auch einen Sternberg Prozeß bekommen. Ein Dortiger, bisher hoch- angesehener, reichbegüterter, verheirateter Fabrikleiter unb Großgrundbesitzer, welcher am 18. v. M. unter dem Verdacht schwerer SitilichkeitSvergehen (aus § 175 des Strafgesetz- vuchS), welche er auf einem nahegelegenen Gute begangen haben soll, verhaftet wurde, ist trotz eines hohen KautionS angeboteS bisher nicht aus der Untersuchungshaft entlaßen worden. Kandel und Verkehr. Uolkswirtschast. fc. Dividenden. Die „Bank für Süddeutschland" in Darmstadt verteilt für das abgelaufene Geschäftsjahr 6 Prozent Dividende gegen 5>/, Prozent im Vorjahre. — Die „Volksbank" zahlt wie im Vorjahre 61 a Prozent Dividende. — Die „Deutsche Effekten- und Wechselbank" in Frankfurt a. M. reduziert ihre vorjährige Dividende von 7 Prozent auf 4 Prozent. Esten a. d. R., 4. März. Kohlenmarkt. Die Behinderung des Absatzes ist durch Wiederaufnahme der Schiffahrt beseitigt, die Marktlage ist unverändert. Gießen, 5. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JC 0.80—0.90, Hühnereier per St. 6—7 <4, 2 St. 00-00 <4, Enteneier 2 St. 00—16 <4, Gänse- eiet per St. 00—00 Käse 1 St. 5—8 «5, Käsematte 2 St. 5—8 , Erbsen per Liter 22 , Linsen per Liter 34 4, Tauben per Paar JC 0.80—1.00, Hühner per St. JC 1.00—1.50, Hahnen per Stück JC 1.00—1.80, Enten per St. JC 2.00—2.20, Gänse per Pfd. 0.00 bi« 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 <4, Kuh« und Rindfleisch per Pfund 60—64 <4 Schweinefleisch per Pfd. 64—74 g, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 <4, Kalbfleisch per Pfd, 60—66 «4, Hammelfleisch per Pfd. 50—66 <4, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-6.50 Jt, Weißkraut per St. 00—00 <4, Zwiebeln per Ctr. JC 6.00—6.50, Milch per Liter 18 «4. Kirchliche Nachrichten. «v asgelisch e Gemeinde. Mittwoch den 6. März, abends 6 Uhr: 3. PassionSandacht. Pfarrer Schlosser. Neueste Meldungen. Berlin, 5. März. Der neue Zolltarifentw urf im Reichsschatzamte ist fertiggestellt, und wirb dem Vernehmen nach sofort den verbünbeien Regierungen mitgeteilt. Es wirb angenommen, baß bie Vorlage in kürzerer Zeit an den Bundesrat gelangte. Es ist nicht wahrscheinlich, baß der Entwurf in jetzigem Stadium veröffentlicht wird. London, 5. März. Das Unterhaus nahm den Nach traqs Etat zum Marinevoranschlag mit 246 gegen 69 Stimmen an. Madrid, 5. März. BillaverdaS Bemühungen, das Kabinet zu bilden, find erfolglos geblieben. Washington, 4. März. Mc. Kinley weist in seiner Botschaft anläßlich seines Amtsantritts zunächst auf die Notwendigkeit hin, Die auswärtigen Märkte noch mehr zu erweitern durch ausgedehntere kommerzielle Beziehungen, und tritt für den Abschluß von Reciprocitätsverträgen im liberalen Sinne ein. Es sei sein heißester Wunsch, daß bie zukünftigen Zwistigkeiten Amerikas mit anderen Mächten durch einen friedlichen schiedsgerichtlichen Spruch ohne Die Schrecken des Krieges geschlichtet werden. Den Anteil, den Amerika an den Vorgängen in China genommen, sei mit dem wahren Geiste der amerikanischen Lebensführung im Einklänge gewesen. Brüffrl, 4. März. Vom Eongo zurückgekehrte Passagiere des heute eingetroffenen Dampfers „Leopoldville" berichten, wie der „Patriote" meldet, von Unruhen, die in den Distrikten Alle und Sanga ausgebrochen sind. Washington, 4. März. Heute fand die feierliche Amtseinführung Mc. Kinleys statt. Den Hauptteil des Festes bildete eine große Prozession von Veteranen un > Truppen, worunter sich auch ein Eingeborenenkontingent v n Pretoria befand. Die großen Missen der längs der Fest straße angesammelten Zuschauer begrüßten den Zug mit lauten Jubelrufen. Bärsennacbrichten. Berlin, 4. März 4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 39.70 M. 4 0 Bochum . . . . . 191 50 Harpener......171 40 iz fest. Meteorologische Beobachtungen der Stativ« Giehen. März 4. 9« 5. 7« 5. 2« 32t O 3 L« E J* W 747,5 748,1 745,4 + 0,5 + 3,5 4- 5,8 4,3 5,4 6,6 90 92 96 Wetter Mondschein bed. sHimmel Regen Höchste Temperatur am 3.-4. März + 9.3» C. Niedrigste „ „ „ „ + 0.5° C. 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Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Grünberg, 4. März 1901. Großh. Oberförstersi Grünberg. Schober. 1769 Hohversieigerung Montag den LI. d. Mts. werben aus bm Distrikten Breiteloh, Bausche!, Großer Seng, Kälberstall, Neuhossheege, Sengkcpf und Zeuaichen versteigert: 1766 Etämme: 42 Kiefem — 18,65 cbm, 19 Eichen = 13,82 141 Fichten = 40,25 M und 48 Fichten-Derbstangen. Zusammenkunft vormiltog« 10 Uhr auf der Kreisstrare Beltershain—Göbelnrod in d r Nähe von Beltershain. Nur das Holz in dem Distrikt Breiteloh wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Gießen, 4. März 1901. Großh. Oberförstersi Wiefeck. Weigand. Wöbek und Wetten anerkaunt billige BezugSquesie Klnopl Ejukichtarlzn- für 901 Zimmer unb Küche. Einzelne Möbel in grotzer Auswahl. Möbelmagaziu Aug. Oßmann 89 Seltersweg 89. zfeltersideg 20 tfeltersuteg 20 giessen. CO grosse AusiDafil in Taillen■ und Rockfutter ^ftossluster, Taillenstäben Armblättern, zfchutgborden Rakenleisten. 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