*•**»•"««* * 8niu WS ’M, neu heran ö’äbalö ju t)n WaatiJ 17 SÄ' 6m ^^^Weien. ^tetttteobnUnfl j, 'Wartenanteil ufo. ibtUM iu »muteten' Ss“ Steinflra&e 15 fofort jU bet. Hri) Ma'k>v!atz jg. «Hub, Der 1. April 'Uhr, Eonnennr.Sb. neu beiQmäjutt uns nM Zubehör ibti aud) hübet, ju b- Riegelv'ad 20, H löbliertei Zimmer zu >reuzpk«h 11, al mibl Zimmer, prt, 1 'Babnboifkaije 88. Zimmer mit ,u n. Llnbknvlaß T. ober au* zwei sehr tlp möbl. Simmet bnbohlrcitze 22, HL ibl. Wohn« u. tzchlaj. >n ftut. Lage, zu vmn. der (gjoerition. i große, fein möblierte M-urd Slhlaszimmer, ermieten tfitoHt 21 Part. A/h in üeiW ' PlU leider finge, in lange Jahre eint gAxttbtnxo'xx'b.abtt i.Wahattiftn.,W. m. M.tziyeb.lM le Wohnvvg v°n nern, tn bet Nahe btt lituls per l.Apm, «l. 1 Sie Ht-eb, b Senk jud}' eoenll mit Pension, tit PreiS an W* nnover. ReÄnnftxJL 8<* jädeitneiSlt' ■W«Sv»v EL iW^JinewK nt gejucht । d. SJert mein- R?***-S 31 Zweites Blatt. Mittwoch den 6. Februar 151. Jahrgang 1901 Zlnrts- und Zlnzeigeblntt für den Ureis Gieren Alle Anreigen-Bermittsangsffellen be5 In- und Au4- landes RtbintR Anzeigen Ur den Siebener Aazeiger «Ufleoc** ZLUenprets: lokal 12 Pf., ansrncirls A) Pf. Bezugspreis Wfrtdi«()ri. Mk. 2.28 Monatlich 76 Pfg. mit vrinzcrlohn; tzurch die Abholegellea „erdelzähd. Ml. 1.90 menatltd) 65 Pf-. vti Postbezug Ml. 2.— inrrtelzährt. •Nne CefteUflcU. Annahme von Anzeige» -u der n«6irtttog$ fßr bei folgenden Tag erscheinenden Nummer VA vor«» M) Lhr. Abbestellungen spatttzeaS «Mito Hrfct. Mehener Anzeiger Keneral-^Nnzeiger Krscheiul täglich Bit Ausnahme deS MontagS. Die Gietzener Aismilieuv kälter Werden dem Anzeiger i» Wechsel mit „Heft. Landwirt" u. „Blätter fftr heff. Volkskunde- WKchtt. 4 mal beigelegt. Adresse für Depeschen: Anzeiger Lietzen. Fernsprecher Nr. 51. ttebaftion, Expedition und Druckerei: Schulftratze Nr. 7. Gratisbeilagen: Giesiener Familicndlütler, Der hessische Landwirt, Ktütter für heslische UotKsKnnde. arbeit er der „Post", gegen tfie Kanalvorkage huf. Ironisch meinte der journalistische Organisator der vorigen Kanal- Niederlage, hu einer Verständigung gehörten immer Zwei. Im übrigen: strengste Prüfung der Vorlage. Mit dieser Prüfung ist gewiß auch die Regierung einverstanden, wenn nur nicht die Gefahr dabei wäre, daß die dazu benötigte Zeit, „sehr viel Zeit" die Entscheidung in ungewisse, unberechenbare Fernen hinausschiebt. Politische Tagesschau. Aus Berlin, 4. Febr., wird uns geschrieben: Um Indiskretionen über die im Zolltarifschema enthaltenen Grundlagen zu den HandelsvertragSverhandlungeu m vermeiden, sind die Vorarbeiten im Reichsamt des Innern ordentlich geheimnisvoll betrieben worden. Kein Beamter hat mehr von dieser Materie zu Gesicht bekommen, als da« ihm zur Erledigung übergebene Bruchstück. Die Bearbeitung der Zollsätze, des wichtigsten Teiles der Tarifvorlage, hat sich vermutlich Graf Posadowsky Vorbehalten, da diese Mappen unter strengstem Verschluß bleiben. Die Vorsicht ist begreiflich, denn wenn von diesen Ziffern vorzeitig etwa« bekannt wird, kann sich das Ausland umso eher und umso vollständiger rüsten. Die unendliche Mühe der Rückfragen bei den verschiedenen Erwerbsständen, die nicht geringere der Sichtung des gewaltigen Materials — alles zu dem Zweck, die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Produktion zu heben, wäre zum Teil verloren. Durch diese besondere Art der Vorarbeit nicht zuletzt erklärt sich auch die Verzögerung iu der Fertigstellung des Zolltarifschemas. Augenblicklich befindet eS fich im Reichsschatzamt, und auch dort werden alle Vorkehrungen getroffen worden sein, um zu verhüten, daß der bekannte „Luftzug" ein wichtiges Aktenblatt auf dei Redaktionstisch einer Zeitung weht. Wir lesen in der agrarischen „Dtsch. Tagesztg,": Die „Südd. Tabakztg." hatte kürzlich behauptet, dH der deutsche Tabakbau immer noch rfnltibel I — daß insbesondere der Abg F-rhr. 0. Heyl an fernem Engländer und Buren. Es ist nun auch von nichtamtlicher Seite aus Bloemfontein gemeldet, daß De Wet mit seinen Leuten die Linie Bloemfontein-Thabanchu durchbrochen hat. Zwischen Sannahspost und Thabanchu erfolgte der Durchmarsch. Oberst Marshall, der die Vorhut der Brigade Bruce Hamilton führte, erreichte am 31. Januar gerade Sannahspost, um die Thatsache feststellen zu können. Ec erkundete ferner, daß die Buren ihrem Troß die denkbar größte Beweglichkeit gegeben und ihn auf das allernot- ivendigste beschränkt haben: er besteht nur aus zwei Lastwagen und einer Anzahl Kap-Karren. De Weis Streitmacht befindet sich dem Vernehmen nach südlich von Dewets- dorp. Auch der Südosten des Oranjefreistaates ist von britischen Truppen fast ganz entblößt, wie erinnerlich, find erst jüngst die Besatzungen von Smithfield und Rouxville nach Aliwal North zurückgezogen worden. Die Verfolgung von Norden her scheint aufgegeben zu sein, da General Knox bei Welcome die Fühlung mit De Wet verloren und Bruce Hamilton sie gar nicht hat gewinnen können; von Westen, von der Eisenbahn her ausgesandte Abteilungen dürften, wie Bruce Hamilton, regelmäßig zu spät kommen. Dieser erneute Zug De Wets verspricht also abermals eine interessante Episode des Krieges zu werden. Lord Kitchener hat anscheinend keine Zeit, sich den Vorgängen im Oranjefrristactte mit genügender Aufmerksamkeit zu widmen. Er ist, wie man aus neueren teils amtlichen, teils privaten Meldungen ersieht, in Transvaal selbst stark beschäftigt. Nach einer Reuterdepesche vom 2. ds. aus Pretoria hat er sieben Detachements angesetzt, um im südöstlichen Transvaal zwischen den beiden Bahnlinien einen konzentrischen Angriff durchzuführen. Das Ziel scheint Carolina und Ermelo zu sein, wo bekanntlich größere Burenmassen zusammengezogen sind. Daß Kitchener sich mit einem solchen Plane trägt, hat er durch seine bei Balmoral verunglückte Expedition und durch die Entsendung Smith- Dorriens von Wonderfontein nach Carolina gezeigt. Er meldete damals, daß Smith-Dorrien in Carolina die Buren „zersprengt" habe. D. h. der Gegner hat in altgewohnter Weise die Briten bei ihrem Rückmarsch nach Wondersontern ununterbrochen und offenbar erfolgreich beunruhigt, ^etzt hat er sich zu einem neuen Angriff entschließen müssen Daß aber auch die Gegend westlich von der Eisenbahn Vereeniging-Pretoria um Johannesburg herum nicht in den Händen der Engländer ist, zeigt das von Kitchener recht kleinlaut gemeldete Mißgeschick von Modderfontem. 35 Kilo- meter südwestlich von Krügersdorp, an den östlichen 21115» läufern des Gatsrandes — jenes Höhenzuges, an den sich nach Osten der Witwatersrand anschließt. Dieses Modder- fontein liegt an der Straße Potchefstroom-Johannesburg und ist von der nächsten Bahnstation (an der Linie Klerks- dorp - Johannesburg) 17 Kilometer entfernt. Der dort stehende Posten — seine Stärke verschweigt Kitchener wurde von etwa 1000 Buren vollkommen überrumpelt und gefangen genommen, ehe von Krügersdorp Hilfe herbeikommen konnte. Es ist ein schlechter Trost für die Engländer, daß die gefangenen Offiziere und Mannschaften bereits wieder in Vereeniging eingetroffen sind; das Odium bleibt bestehen, daß hier abermals eine englische Abteilung durch eigene Unachtsamkeit oder durch Versagen der Unterstützungsabteilungen eine Schlappe erlitten hat, deren moralischer Eindruck auf die Buren gewiß bedeutend ist. Eine Depesche Kitcheners aus Pretoria vom 3. Februar meldet: „Unsere Verluste bei Modderfontein betrugen 2 Offiz i e r e tot, 2 verwundet. Es war finstere Nacht, dazu strömte der Regen, als der Posten vom Feinde, der 1400 Mann stark wär, und ein Geschütz mitführte, angegriffen wurde.— Camp- bells Kolonne verwickelte 500 Buren in ein Gefecht und schlug sie mit Verlusten zurück. Auf englischer Seite wurde 1 Offizier g-etötet, 1 schwer verwundet, 18 Mann getötet bezw. verwundet. Frenchs Kolonm befindet sich in der Nähe von Bethel auf dem Marsche nach Osten und treibt den Feind vor sich her, der nur schwachen Widerstand leistet. , . ... ..., Uebriaeus hat wieder einer der britischen Unterführet die Liste der gefallenen Größen vermehrt: General Hunter. Er ist des Kommandos über die Oranje-River- Kolonie enthob en worden, weshalb, entzieht sich leider unserer Kenntnis; möglicherweise ist das Entkommen De Wet^ nach seinem erften Versuch, in die Kapkolonie einzufallen, daran schuld. Sein Nachfolger in Bloemfontein ist General Tucker geworden, dessen Kommando in Pretoria General Clements trotz des Mißgeschickes bei Nooitgedacht übertragen worden ist, während Cumingham Clements Nachfolger in Krügersdorp geworden ist. In der Kap- kolon'ie machen die britischen Operationen auch feine Fortschritte. Am 30. Januar traf De Lisle, von Clauwilliam vorrückend, bei Elizabethfontein am Pakhuispaß mit einer Buren-Abteilung unter Brand zusammen. Er allein toor zu schwach, die Buren zurückzudrängen. Erst als Bethune einen rechten Flügel zu Hilfe schickte, zogen sich die Buren unter dem Schutze der Dunkelheit zurück und nahmen eine neue Stellung ein, von der aus sie durch mörderisches Feuer das Vordringen der Briten verhinderten. Im Osten wird in den Bezirken Oudts- hoorn und Uniondale fortgesetzt gekämpft. Im Thale des Olifantsflufses haben die Buren mehrere Pferde und Wagen im Stich gelassen. Ein Versuch, über den Paß Miormgs- poort zurückzugehen, wurde von den Briten durch Besetzung des Passes vereitelt. Die Buren zogen dann in zwei Teilen ostwärts, von denen sich der eine in den Kongabergen festsetzte, während die Fühlung mit dem andern, 200 Mann starken, den Engländern verloren ging. Zwischen Steyns- burg und Venterstad werden verschiedene Burenkommandos gemeldet. Eins davon ist erst jüngst aus dem Oranie-Frel- staate eingetroffen. „ . . _ Oberst Blake, von dem gemeldet wird, daß er mit 2000 Buren auf portugiesisches Gebiet übergetreten sei, um die dort befindlichen Buren zu befreien, ist eine in Transvaal sehr bekannte Persönlichkeit. Er befehligt das erste irische Freikorps und hat vorher einen Rang in der Armee der Vereinigten Staaten bekleidet. Seine Iren, unter denen auch alle möglichen andern Nationalitäten vertreten siuk^ stehen in dem Rufe, brave Kämpfer zu sein. Alle von den Buren in Komatipoort übergebene M u - nition, die seither in Moveni untergebracht war, ist von den Portugiesenweggeführt und in Leichterschiffen, die in der Bai von Lourenco Marques ankern^ aufgestapelt worden. * * * Ter deutsche Kaufmann Wilhelni Diehl, den die Engländer in Betschuanaland gefangen nahmen, ist, wie man uns schreibt, gebürtig aus Ehringshausen bei Wetzlar und steht am Ausgang der 30er Jahre. Er hat in Bockenheirn bei dem Husarenregiment seiner militärischen Dienstpflicht genügt, und trat darnach wieder in ein Geschäft in Frankfurt a. M. Als Vertreter dieses Geschäfts ging er nach Südafrika und verpflichtete sich auf eine Reihe von Jahren. Seine Braut ließ er bald nachkommen und heiratete dort. Nachdem seine Zeit, für die er sich verpflichtet hatte, um war, gründete er mit feinen Ersparnissen in Kapstadt ein großes Speisewarengeschäft verbunden mit einem Hotel. Sein Geschäft ging glänzend und vergrößerte sich immer mehr. Im Laufe des Transvaalkrieges übernahm er Proviantlieferungen für die englische Armee. Man vermutet, daß Begeisterung für die Buren seine Verhaftung veranlaßte. * , Telegramm des Oieheuer Anzeigers. London, 5. Febr. Wie der „Daily Telegraph" vom 3. ds. aus Kapstadt meldet, glaubt man dort, daß Piet Botha mit 2000 Mann und sieben Geschützen von Smithfield aus in die Kapkolonie ein gedrungen i st — ____________________ - Ter Kamps um die Kanäle. 1. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 4. Februar: , .. , Nicht nur die Tribünen waren heute ini preußischen Abaeordnetenhause sehr gut besetzt aus Anlaß der Wiederkehr der Kanalvorlage, sondern sogar die Hofloge hatte erlauchte und edle Besucher. Wird diesmal der Schluß lauten': „In den Armen liegen sich beide", nämlich die Regierung und die Kanalopposition der Rechten? Der heutige Anfang gab keine große Hoffnung auf eine solche Perspektive. Gleich der Zentrumsabgeordnete Am Zehnhoff, der nach der warmen und überzeugtem Einführungsrede des Ministers v. Thielen das Wort ergriff, erklärte, die Vorlage sei eine entschiedene Verschlechterung derjenigen von 1898, denn sie verbinde Dinge, die nicht zusammengehörten. Was habe die westliche Landwirtschaft von dem Kanal zu erwarten? Und an diese Frage rnüpfte der Referent über die vorige Kanalvorlage eine Reihe von der Regierung noch zu erfüllender Ausgleichsforderungen für den Westen: Kanalisierung der Mosel, der Lippe, ausreichende Bahnverbindungen usw. Also Kom- toenfationen ohne Ende! Dabei glaubt die Regierung mit den erweiterten Kanalprojektin schon das Aeußerste in dieser Richtung gethan zu haben. Schon jetzt sind die Kosten bergehoch. Eine schlimme „Zwickmühle", denn Graf Lim- burg-Stimm, der Führer der Konservativen, hakte seinerseits gerade beim Kostenpunkt ein: So gewaltige Ausgaben für Unternehmungen, die nur einem Teil der Bevölkerung nutzten, dürften nicht von der Allgemeinheit getragen werden. Als nicht maßgebend bezeichnet der Graf die für die Kanäle geltend gemachten militärischen Gründe. Minister v. Thielen hatte darauf hingewiesen, eine her wesentlichsten Bedeutungen der Wasserstraßen liege in der Erhöhung der Wehrkraft des Landes. Eine ominöse Verheißung des Führers der Kanalopposition war, seine Partei werde das Gute behalten. Tas heißt: diejenigen Wasserstraßen, die dem Osten keinen Schaden zufügen können als „Einfallthore für ausländisches Getreide", der Landwirtwirtschaft vielleicht Vorteil bringen, find die Konservativen nicht abgeneigt zu bewilligen. Der Regierung und den Freunden des Mittellandkanals wird wenig damit gedient sein, mit dieser „Zusammenstellung der Speisekarte" nach Äparten Wünschen. Abg. v. Eynern (nl.) that den leitenden Männern einen neuen Schmerz an. Auch er, sonst ein eifriger Verteidiger der Vorlage, verlangte eine Ausdehnung des Wasserstraßennetzes um den Mosel-, den Lippe- unb den Masurischen Kanal. Mit der vom Grafen Limburg $ur Erwägung gestellten Kanalisierung der Elbe sind das «Iso nicht weniger wie vier neue Kanalprojekte! Und im Hintergründe solcher Forderungen steht immer mehr oder minder verhüllt die Ankündigung: Ohne diese Vervollständigung hat die Sache kein rechtes Interesse für uns. Nunmehr hielt es Herr v. Miquel für an der Zeit einzugreifen: Unter allseitiger Spannung begab er fich gemessenen Schrittes zum Rednerpult, um — 0 Wunder — mit einer resoluten Polemik gegen den Wortführer der Konservativen zu beginnen. Graf Limburg habe sich in Widersprüche verwickelt: er wolle grundsätzlich keine Kanäle, und doch halte er z. B. die Lippe-Kanalisierung für nötig. Von Satz zu Satz erwärmte sich der» Minister für die Wasser- ftraßen, was die Linke beifällig vermerkte. Die Zeit der Kanäle war einmal vorbei, aber sie ist wiedergekom- wenJ Auch Dr. v. Miquel scheint sein Herz entdeckt zu haben. Er versicherte mit erhobener Stimme, er sei von der Nützlichkeit dieser Pläne vollkommen überzeugt. Wie könne man an der Rentabilität des Mittellandkanals zweifeln, der die reichsten Provinzen durchquere? Etwas sarkastisch blickte Graf Limburg zur Rednertribüne hinauf, «ls wollte er sagen: „Wann kommt das berühmte Miquel- sche „Aber"? Abermals ein Wunder. Dies „Aber" blieb aus. „Ich würde die Kanalprojekte nicht empfehlen, wenn ich nicht überzeugt wäre, daß sie die preußischen Finanzen in keiner Weise gefährden!" (Hört! Hört?) Beteuernd legte der sparsamste aller Finanzminister die Hand «ufz Herz? Infolge der unglücklichen Akustik des Hauses gingen eine Reihe weiterer Ausführungen Miquels ziemlich wirkungslos vorüber. Zum Schluß kam der Minister auf die aus den Kanalfragen herrührenden Verstimmungen zwischen der Regierung und den Parteien zu sprechen und richtete bewegten, fast natürlichen Tones an die Kopf an Kopf gedrängten Konservativen die Bitte, irgend eine Verständigung mit der Staatsregierung in der Kommission anzustreben. Er gebe sich der Hoffnung hin, daß die Regierung nach erzieltem voUen Einvernehmen den Landtag werde schließen können. Kühles Schweigen auf der Rechten. Die Linke spendete, obwohl sie schwerlich diese optimistische Auffassung teilte, dem „guten Willen" des Ministers Beifall. Nachdem alsdann Herr v. Thielen mit Temperament die Einwendungen des Zentrumsredners und des Grafen Simburg bekämpft hatte, trat Frhr. v. Zedlitz sfreikons.), der frühere Präsident der Seehandlung und fleißige Mit- sches Lanzenreiterregiment (3 Schwadronen), 12 Feldbatterien, 4. Kompanie der Bengalischen Pioniere. Oesterreich Ungarn: Landungsabteilung. Japan: 21. Infanterieregiment, 2 Schwa vronen des 5. Kavallerieregiments, 2 Batterien des 5 Artil lerieregiments, 1 Pionierdetachement. Italien: 1 Bataillon Infanterie, 1 Matrosenabteilung (400 Mann), 3 Kompagnien Bersaglieri, 1 Batterie Artillerie. Frankreich: 3 Ba taillooe Marineinfanterie, 2 fahrende, 2 Gebirgsbatterieen. In Marseille trafen mit der Poft aus China nähere Mitteilungen über die R.gelung der französischen Beute, frage ein. Die noch auf chinesischem Gebiet befindlichen erbeuteten Gegenstände sollen, wie sie sind, zurückerstattet, die bereits versandten — worunter vor allem die auf Veranlassung des Generals Frey in Frankreich eingetroffenen zu verstehen sein werden — in Frankreich öffentlich versteigert und der Erlös von der chinefischerseits zu zahlenden Kriegs entschädigung in Abzug gebracht werden. der Attentäter sind heute morgen durch die Gendarmerie geschlossen nach Gießen abgeführt worden; ein vierter konnte noch nicht festgenommen werden. — Von anderer Seite gehen uns folgende ausführlicheren Mitteilungen zu: In vergangener Tlacht gegen 1 Uhr vernahm man in der Reitgasse ein Hilferufen, durch das dis Bewohner aus dem Schlaf aufgeweckt wurden. Die Herbeigeeilten sahen noch, daß mehrere, mit dicken Prügeln bewaffneten Burschen, im Alter von circa 22 Jahren, auf zwei auf der Straße liegende Männer schlugen; sie ergriffen jedoch alsbalü die Flucht. Von beiden Verletzten, die man als die Nachtwächter Paulus und Krieb erkannte, lag der letztere aus mehreren Kopfwunden blutend besinnungslos auf der Straße, l Paulus ist durch Schläge auf Oberarm, Schultern und D a s ö st e r r e i ch i s ch e P a r l a m e n t ist am Montag ■eröffnet toorben. Ter die auswärtigen Angelegenheiten behandelnde Passus der Thronrede lautet: Unsere Beziehungen zu allen auswärtigen Staaten sind fortdauernd die freundschaftlichsten und tragen wesentlich zur Erhöhung der allgemeinen Friedensgarantien bei..... Unverändert ist die Herzlichkeit, die das enge Verhältnis zu den verbündeten Mächten kennzeichnet. Freudig erinnere ich mich der Beweise der Sympathie, die gelegentlich meines Besuches bei Kaiser Wilhelm auch seitens der Bevölkerung der Hauptstadt Deutschlands so rührend zum Ausdruck gelangte. Tie aufregenden und bedrohlichen Ereignisse in China nötigten die Mächte, zum Schutze des Lebens und der Freiheit ihrer Vertreter und Angehörigen und zur Verteidigung der Kulturinteressen gegen fanatische Scharen einzuschreiten. Tie Thronrede erwähnt sodann hie gemeinsame Aktion der Mächte, deren Bemühen auf die Wiederherstellung geordneter Zustände und auf die Erhaltung der Integrität Chinas gerichtet sei, wodurch ein Rückschlag der dortigen Ereignisse auf den europäischen Frieden glücklicherweise nicht zu befürchten wäre. Des weiteren wird die Notendigkeit einer politisch unbeeinflußten Staatsverwaltung betont; in ruhigeren Zeiten werde eine Abänderung der Geschäftsordnung des Reichsrates ohne Abbruch der Beratungsfreiheit oder der Privilegien zu ermöglichen sein, blos in dem Sinne der allseitig anerkannten Notwendigkeit der Beschleunigung der Arbeiten Sodann geht die Thronrede zur Besprechung der Finanzlage und der bezüglichen Vorlagen über und kündigt besondere Kreditvorlagen betreffend die Beseitigung und Erleichterung einzelner Abgaben an; auch abschließende Maß- nahmen für die Valuta-Regulierung werden erwähnt. Die c < e ^ra9e stände überall im Vordergrund; der Abschluß der meisten Handelsverträge und im Zusammenhänge damit die Revision der Zolltarife bilde eine der ernstesten Aufgaben der Regierung. Größere Mittel bean- die Regierung für die Ausgestaltung der Hochschulen im Sinne der neuesten wissenschaftlichen Fortschritte. Ein Staatsvertrag mit dem Deutschen Reiche über das Urheberrecht wird zu genehmigen fein. a Tabakkultur im Fahre 1900 nicht weniger als 100 Prozent verdient habe. Demgegenüber beweist die „Korr. der deutschen Tabaksbaukommission", die vom Abg. Geheimrat Haas herausgegeben wird, schlagend und überzeugend, daß sich das relativ erhebliche Grundkapital des deutschen Tabakspflanzers im Laufe des letzten Jahrzehnts nur mit etwa 2 Prozent verzinst habe. Bezüglich der Tabakpflanzungen des Abg. Frhr. v. Heyl weist die genannte Korrespondenz nach, daß in den vier Jahren von 1896 bis 1899 sich nicht die geringste Verzinsung des Bodenkapitals ergeben, daß vielmehr die Wirtschaftsführung mit einem thatsächlichen Verluste von 16 Mk. pro Morgen im Jahresdurchschnitte abgeschlossen habe. Im Jahre 1890 habe sich ein Gewinn von neun Mark pro Morgen, d. h. also von 1/22 Prozent des Bodenkapitals ergeben. Für eine benachbarte Landgemeinde hat der Verlust in den vier Jahren von 1896 bis 1899 sogar die Höhe von 27 Mark pro Morgen erreicht. - •* Aus demTheaterburearr wird uns geschrieben: „Flachs- • mann als Ei zieh er-, der augenblicklich an sämtlichen Bühnen mit durchschlagendem Ei folge gegeben wird, geht yier morgen (Mittwoch) zum vierten Male in Szene. 1 Montag nächste Woche findet ein einmaliges Gast- spiel des Herrn Oskar Bohnäe, ersten Helden und Liebhabers des Kölner Stadttheaters, statt. *’ Gießener Zitherklub. Am Sonntag veranstaltete der Gießener Zuheiktub (Wohlthätigkeitsverein) im Cafo Leib einen Maskenball. Der Andrang war groß, die Eintrittskarten waren vollständig ausverkauft. Der spanische Gruppentanz wurde herrlich ausgeführt; Tanzlehrer Jos. Möhl hatte fich durch seine Thätigkeit bei Einstudierung des Tanzes verdient gemacht. Der Ball verlief trotz der zahlreichen Teilnehmer ohne Störung. Die Teilnehmer blieben bis zum frühen Morgen zusammen. 275 Paare nahmen an der Polonaise teil. Wie wir hören, hat der Verein einen ganz bedeutenden Ueberschuß erzielt, von dem auch in diesem Jahre wieder eine Weihnachtsbescherung für hiesige bedürf- ltge Kinder veranstaltet wird. Im Interesse des guten Zweckes wäre es sehr wünschenswert, daß das Publikum den Verein kräftig unterstützt. -o- Wechselfalscher. Wie man hört, soll sich gestern ein ln der Bahnhofstraße wohnender Kaufmann torgen vielfacher Wechselfälschungen selbst denunziert haben, da er nicht mehr in der Lage zu sein behauptet, die von ihm gefälschten, jetzt fälligen Wechsel, die sich im Verkehre befinden, -»nzulösen. ** Unfall. Gestern abend trug sich im Theater ei* kleiner Unfall zu. Während eines Zwischenaktes kam eine junge Dame aus dem Auditorium auf einer kurzen Trepp* zu Fall. Mehrere Herren waren ihr alsbald behilflich, un> der gleichfalls im Theater anwesende Prof. Dr. Sticker nahm sofort eine Untersuchung vor. Er stellte eine erheblich* Beinverletzung fest, deren Heilung mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird. -n. Gasrohrbruch. Von Samstag bis Montag war das Gaswerkspersonal in der Wallthorstraße damit beschäftigt, die beschädigte Stelle der Straßenrohrleitung aufzusuchen, die eine größere Gasen tweichung verursachte. Das Freilegen der noch etwa 30 Zentimeter fest gefrorenen Straßendecke mußte umso behutsamer ausgeführt werden, als der darunter lagernde, fest zusammengefrorene ^Kies beim heftigeren Anpicken Funken sprühte, während die Gasansammlung unter der dicht abschließenden gefrorenen Pflasterdecke sich auf eine größere Straßensläche ausdehnte. Es wurde schon wegen des, namentlich am Sonntag abends und nachts an dieser Arbeitsstelle herrschenden starken Per- onen- und Wagenverkehrs alle angemessene Fürsorge getroffen. Erst gestern mittag wurde, nachdem ein größerer Teil der Leitung freigelegt war, ziemlich entfernt von dev ersten Gas - Austrittsstelle der Rohrbruch ohne weitere Störung gesunden und sofort beseitigt. Ein eigentümliche» Geruch wurde zwar schon mehrere Tage vor der dem Gaswerk gemachten Meldung in dem betreffenden Hause wahrgenommen, man war daselbst jedoch über die Natu» dieses Geruches im Zweifel, wodurch die Meldung sich leider einige Tage verzögerte, während dessen eine größere Gasmenge sich unter der Straßendecke ansammeln konnte. — Es ergeht auf Veranlassung dieses Falles deshalb an alle Beteiligte die Mahnung, nicht allein in allen Fällen einer unzweifelhaften Ausstreuung von Leuchtgas aus schadhafter Stelle, sondern auch in solchen zweifelhaften Fällen, unverzüglich dem Gaswerk Meldung zu machen. Wie bei heftigem Frost, so nicht minder bei eü> tretendem Thauwetter finden Bodenveränderungen statt, die Undichtwerden von Gas- wie auch von Wasserleitungen zur Folge haben können und ist die Direktion des Gas- uni> Wafferwerks besonders dankbar, wenn einschlägig« Wahrnehmungen jederzeit unverzüglich gemacht werden. -n- Kleiulinden, 3. Febr. Hier sind für dieses Jahr schon zwölf Neubauten angemeldet, und daß auch diese nicht lange leer zu stehen brauchen, dafür spricht wohl die That- sache, daß gegenwärtig sich vierzehn Brautpaare hier befinden. ** Großenliuden, 5. Febr. Die vom Kriegerverein ins Werk gefetzte Sammlung für die Buren lieferte 174 Mk., die heute an die Expedition des „Gieß. Anz." abgeliefert wurden. Ein einziger Schenker gab 20 Mk. e. Staufenberg, 4. Febr. Im Laufe dieser Woche geht das v. Rabenausche Hofgut Friedelhausen an Herrn v. Rieh- selb aus Münster i. W. als Pächter über. Der seitherige Pächter Keiser steht in vorgerücktem Lebensalter. -r. Oppenrod, 5. Febr. Der Gesangverein Sängerlust feierte am Sonntagabend bei Gastwirt Weller sein Winterfest, verbunden mit Theater und Gesangsvorträgen. Den Schluß bildete ein gemütliches Tänzchen. Besonders unsere weibliche Jugend hegt den Wunsch, daß der Verein öfter Vergnügungen veranstalte. fo. Ehringshausen (bei Wetzlar), 4. Febr. In unserem Ort wird im Laufe dieses Jahres ein neues Schulhaus mit Lehrsälen und Wohnungen erbaut. Das alte Gerichtr- gebäude, in dem seither ein Schulsaal war, wird voraussichtlich zu Wohnungen eingericht werden. 4- Mendorf a. d. Lda., 4. Febr. Hier mehren sich in jüngster Zeit die Vergehen in erschreckender Weise. Körperverletzungen und freche Diebstähle wechseln in rascher Folge mit einander ab. Auch vor der Ortspolizei wird nicht mehr Halt gemacht. Gestern abend wurde der Nachtwächter Heinrich Krieb auf der Straße von Burschen, die von einer fröhlichen Schlittenfahrt zurückgekehrt waren, überfallen und durch Schlagen und Werfen arg verwundet. Drei Deutsches Reich. Berlin, 4. Febr. Der „Reichsanzeiger" meldet: Auf besonderen Befehl des Kaisers wird die Trauer um die Königin Viktoria vom kgl. Hose im Ganzen 3 Monate, in der ersten Hälfte bis zum 8. März in der tieferen, bis zum 22. April in der weniger tiefen Form getragen. — Die „Times" erfährt, der Kaiser habe die Königin Alexandra von England zum Chef des preuß. I. Gar de-Dragoner-Regiments, dessen Chef bisher die Königin Viktoria war, ernannt. — Die Kohlenkommission des preuß. Abgeordneten« Hauses begann heute ihre Beratungen mit der Frage der Feststellung der Produktion gegenüber dem Bedarf. Referent v. Kessel führt aus, die Kohlenknappheit habe im Herbste 1898 begonnen und sei bis zum Frühjahr 1900 gestiegen, worauf die Kohleninhaber eine große Preissteigerung vor- genommen hätten. Die Produktion sei heute normal, aber dec Konsum fei enorm gestiegen. Die Kommission ersucht schließlich die Regierung um Mitteilung des Zahlenmaterials über die Produktion, Ausfuhr und Einfuhr sowie die fiskalischen Preise von 1897 bis 1900. Breslau, 4. Febr. Wie die „Schles.Ztg." aus Gleiwitz meldet, hat die Handelskammer des Oppelner Bezirks heute einnimmig eine Resolution gefaßt, in der es beifjt: Nachdem neuerdings eine amtliche Erklärung abgegeben wurde, daß das von der Regierung abgegebene Versprechen nach wie vor aufrecht erhalten werde, wonach bei Ausführung der Kanalvorlage die Aufrechterhaltung der gegenwärtig bestehenden Frachtkostenparität für den Schnittpunkt Berlin zwischen Oberschlesien und Rheinland-Westfalen gewährleistet werden solle, läßt die Kammer die im Interesse Oberschlesiens gegen die Vorlage erhobenen Bedenken fallen, wobei sie voraussetzt, daß die entsprechenden Maßnahmen, welche besonders auch auf dem Gebiete der Eisenbahntarife, zur Sicherung der bisherigen Wettbewerbsfähigkeit Ober- schlestenS in den gefährdeten Absatzgebieten notwendig sind, in verbindlicher Form in das Gesetz aufgenommen werden, und daß deren rechtzeitige und dauernde Erfüllung gewährleistet wird. a u J Aus Stadt und Land. Gießen, 5. Februar 1901. Gedenket der hungernden Vögel! •• A. G. De Wet, der Neffe des berühmten Buren- sührers, wird auf Veranlaffung der Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes Hierher nach Gteßen kommen. Er hat seinen Besuch auf die Zeit rom 25.-28. Februar in Aussicht gestellt. De Wet hat kürzlich in Darmstadt, wie wir seinerzeit berichteten, ur b auch in WormS gesprochen, und ganz besonders in WormS war der Andrang fo ac ®cl ä^i Tage dort bleiben mußte, und an M/flM ^nden eine Stunde vor Eröffnung der Versammlung 5“®* polizeilich vor weiterem Andrang geschlossen wurden. <-aS Nähere w,rd noch bekannt gegeben werden. Ausland. Haag, 4. Febr. Die Vermählungsfeierlichkeiten wurden heute durch ein von drei Vereinen gebrachtes Stündchen und eine glänzende Illumination der Stadt eingeleitet. Eine große Menge hörte auf dem Platze vor dem Palais die wohlgelungenen Gesangsvorträge an. Die Königin sprach den Leitern der Aufführung ihren Dank aus. Später machte die Königin in Begleitung ihres Verlobten und ihrer Mutter eine Rundfahrt durch die herrlich geschmückten und beleuchteten Straßen der Stadt. Die Bevölkerung gab überall, wohin die Fahrt führte, ihrer freudigen Stimmung in lebhafter Weise Ausdruck. Paris, 4. Febr. Der Senat beriet baß Kriegs, bubget. Die Angriffe bes Grafen Blois beantwortenb. führt der Kriegsminister ans: Der Mut unb bie Selbstverleugnung des französischen Expeditionskorps sei von allen Nationen anerkannt. Der Minister weist den Vorwurf zurück, er schädige die moralische Einheit des Heeres. Zur Verwirklichung dieser Einheit sei nötig, daß das gleiche Verhältnis aller Gesellschaftsklassen in den niederen wie höheren Dienstgraden vorhanden sei. Einigkeit unb Vertrauen bestand jederzeit unter ben Offizieren in Frankreich. Der Minister hofft sie wieder zum Leben zu erwecken unb Mißtrauen unb Haß verschwinben zu machen. (Lebhafter Beifall links.) Lamarzelle protestiert gegen bie Beschulbigung des Ministers, baß unter den Offizieren Haß bestehe, klagt bagegen den Kriegsminister Andre an, er bringe Zwietracht in die Armee. (Beifall rechts.) Schließlich wird ein bie Erklärungen des Ministers billigender Antrag angenommen. Rom, 4. Febr. Der „Agenzia Stefani" wird aus Asmara gemeldet: Amtliche Nachrichten auß Adiß Abeba bestätigen, daß König Goggiam am 11. Januar geworben unb daß sein Sohn Bezabeh, der sich zurzeit'am Hofe Menel'kS aufhält, ihm in der Herrschaft gefolgt ist. . MB wo der I i(J®er a Oft ftieSW (ijaiietl«? vt unb de getreten derben Bub drinze Grasen hatten g< an de« Erwerbes- sich von d Dir JitHtthat -Men, Sie Slück- oar. Mrs ein breifad Sch.1 stabt i. O tinlafiung mit Tichei scheint enl ruigen Re-scher Ärand-eschi nun mit S iniitelt zu t uchuMiä heil zur A' dufllättn. Iba Dau Mr- m Untersucht getreten, i Verdachtet festgeftellt, durch die Eltern hoj unb AuSsst kürzen, w Sie Frau soll jrtzt e Dar wird, wir unb geben Messen. lche firheu mrter ffl dem linken Tehvemög Aater dass des Vaters quer durchr beschädigte, unes Teilet Kind mit bi 2ehverrnöget Wlich stieß mntr einer voUubitz'. W blrub. .Weygant Miet Wal "nd bann Wien wn ist jetzt nach seiner ? dendarnierie «“ tonnen. $ Ut.des Ver * über Lur Z bei Me- Hon "AnaTei Ä 7 brr j'S* Wh?1" für 7. 6o“ 2“ 8® s > »I NS a«i % ni '■»»i China. Sobald bie Mobilisierung ber beutschen Expedition nach Ostasten ausgesprochen war, erachtete es die Reichs-Tele- graphenverwaltung als ihre nächste Aufgabe, einen besondern und billigen Telegraphendienst für die Mitglieder der Expedition unb beten Angehörige in ber Heimat einzurichten. Die Benutzung bes Telegraphen gegen bie gewöhnliche hohe Wortgebühr ton 5.75 Mk. im deutsch- chinesischen Verkehre wäre nur den B-güterten möglich gewesen. Jeder Offizier, Beamte und Soldat ber nach Ost. asten entsandten deutschen Land- unb Seestreitkräfte hat eine Telegraphennummer erhalten; diese vertritt für ihn im Tele- gtamm die Adresse, sowohl seine eigene in Feindesland, wü auch diejenige der Person, welche die von ihm aufgegebenen Telegramme in der Heimat in Empfang nehmen soll. So dann wurden 100 Nachrichten allgemeinen, den Verhältnisstn des Krieges in China angepaßten Inhalts in einem Schlüssel für Feldtelegramme zusammengestellt. Seit Einrichtung dieses Dienstes bis Ende Januar sind von unfern Kriegern 3700 solcher Schlüffeltelegramme nach Deutschland befördert worden Hierfür sind insgesamt etwa 15 000 Mk. an Gebühren erhoben worden, während die Beförderungsgebühren bei An Wendung der gewöhnlichen Taxe rund 213 000 Mk. betraoen haben würden Jede Schlüsselnachricht enthält in offener Sprache durchschnittlich zehn Worte. Auch von den Erleichterungen für den Telegrammverkehr in offener Sprache ist vielfach Gebrauch gemacht worden. Von den deutschen Truppen sind auß China 210 Telegramme mit 1500 Worten ""ch Deutschland aufgegebm worden, während in umgekehiter R'chtung 820 Telegramme mit 4800 Worten abgegangen find. Da für bie, Telegramme in offener Sprache nur die Halste ber tarifmäßigen Gebühren erhoben toorben ist, fo ist hierburch für bie Gesamtheit bieser Telegrammauflieferer eine oon ruUb 18 000 Mk. erwachsen. In ber Richtung d'ua find "ur Feldtelegramme in offener Sprache, »lcht aber Schlüffeltelegramme zulässig. bie ®arnbifnnne6thcn ^richten des Ostasiat. Lloyd besteht ^'1 v?ri Peking auß folgenden Truppen: ^Äomva^ni? '2 ^"santerie-Brigade (< Bataillone), 1 JagerkompagNie, 2 Schwadronen des Ostasiatiscken Reiter- AW A. Tnb““n8Je8 MarineExpebitionStorvS: ^2" S-ebMa «one^^Marine'^elb' batt-ne unb Sßionierbetaämert. Rnxtanb'- be« 5. Schilhenregiment», 1 Smaie Koiaten mit 3 Mafchinen gewesen. Bereinigte Staaten von Amerika: 9. ->n!an erie »tcgiment mit 10 Kompagnien, 6. Kavallerie-Reqim-nt 1 Batterie des 5 «rtillerieregiments. Großbritannien: Marin-, abteilung (250 Mann mit 12 Psünbern), 7. Bengalisches Infanterieregiment (6 Kompagnieen), 1 Sikh Infanterie. Regiment, 24. Penbschab - Infanterie-Regiment, 26. Bombay-Infanterieregiment (6 Kompagnieen), 16. Bengali- Neben; „ftr.. -A =■£ ?btt Lch St ?ie ®»' 6« ««ftibiX Mttl,'f ‘»Her t'*“« .» z'"*" ->«-» ir S ** ki*« ,..,W 6*f. «'ff- »es gut,, "Wta 1 Jä) Sch» tix «i«, bi n ch, y”3-faWtn, ^"°en^'n,ulösen. ) m Theater ein lenafte» (am eine 'er kurzen Trepp« M behilflich, untz Dr. Stiäer nahm e «ne erhebliche - Wochen in An- bis Montag war ratze damit bi» nrvhrteitnng Ms- eichung verur- ) Zentimeter fest tsamer ansgeführt chmmengefrorene iihte, ivährend die genden gefrorenen "fläche ausdehnle. n Sonntag abends mden starken Per- sene Fürsorge ge- dem ein größerer entfernt von dek ch ohne weitere Lin eigentümliche» ge vor der dem »etressenden Hanse j über die Natur Meldung jich leider ine größere Gas- ( fammeln tonnte. illes deshalb an ht eX\<\w in Mn ng von Leuchtgas a solchen zweisel- >erk Meldung zu )t minder bei ein- derungen statt, die Wasserleitungen zur on des Gas-^ un- wenn einschlägig« ch gemacht werden. für dieses Jad' auch bieft nicht st wohl die Stylt- aare hier befindln. Ariegttventn t Buren Mute i „Gieß. W gab 20 Mk^ ,"dicht W-ch-- an Herrn v.» )er. Der MhE rck Siingerlvlt LstinW» gsvorträgev- Den Besonders unsere bet Verein oster t»hr In unserem Schulhaus £ wir» ** *nA"‘ x.KS ! Nachtwäch er?\7DOn erner L-L-S »; L's-i'-« • ■“ * «ter «« i°I 0«’(l !W®^«4 Tf j. V’" Nücke» erheblich verletzt worden. Die Herbeigeeilten mußten den schwerverletzten Stieb nach seiner Wohnung verbringen, wo der sofort zugezogene Arzt Dr. PulSner außer ca. 1U schweren Kopfwunden feststell-e, daß dem Bedauernswerten der linke Arm zerschlagen worden ist. Die Verletzungen des ■trieb find höchst lebensgefährlich. Paulus, der zum Schutze die Hände über den Kopf gehalten hat, ist an diesen schauerlich zugerichtct worden. Da von der Polizei aus das Fahren mit kleinen Schlitten in den Ortsstraßen untersagt vt und beide Nachtwächter diesem nächtlichen Unfug entgegengetreten sind, haben diese rohen Gesellen aus Rache die beiden Überfällen. Büdingen, 3. Febr. Zur Feier der Verlobung der Prinzessin Thekla zu Äsen bürg-Büdingen mit dem Grafen Manfred von Call alto und San Salvatore hallen gestern abend die Vereine der Stadt einen Fakelzug, an dem auch die Lehrerschaft, sowie die Gymnasiasten und Gewerbeschüler teilnahmen, veranstaltet. Der Zug bewegte sich von der Gymnasiumstraße nach dem Schloß. Nachdem die Fackelträger Ausstellung genommen und dir Gesangverein ..Liederkranz" „bed Sängers Lied gilt deutschen Frauen" gesungen, brachte der 1. Zugführer der Schützengesellschaft die Glück- und Segenswüniche der Bürgerschaft Büdingens dar. Fürst Bruno zu Isenburg Büdingen dankte und brachte ein dreifaches Hsch aus die Stadt Büdingen aus. Sch. Darmstadt, 4. Febr. Die letzten Brände in Michelstadt i. O. gaben der Staatsanwaltschaft immer wieder Ver- anlaffung zu neuen Erhebungen, da die näheren Umstände mit Sicherheit auf Brandstiftung schließen ließen. Nun scheint endlich Licht in die Sache zu kommen, da bei dem wegen Diebstahls verhafteten, vielfach vorbestraften Leo Nebscher dort eine Uhr gefunden wurde, die einem der Brandbeschädigten gehört. Aus diesem Grunde glaubt man nun mit Sicherheit in dem Verhafteten den Brandstifter ermittelt zu haben. Hoffentlich werden die durch den Untersuchungsrichter vorgenommenen Ermittelungen die Angelegenheit zur Beruhigung der aufgeregten und ängstlichen Gemüter aufklären. — In der Anklage gegen die verhaftete Ehefrau Ida Daum in Oberramstadt wegen Mißhandlung ihres Kindes mit tödtlichem Ausgang, ist durch die fortgesetzte Untersuchung der Staatsanwaltschaft eine Wendung eingetreten, indem nun auch der Ehemann Peter Daum wegen Verdachtes der Mitthäterschaft verhaftet wurde. Es ist festgestellt, daß das bedauernswerte Geschöpf, nachdem es durch die fortgesetzte brutale Behandlung der unmenschlichen Eltern hoffnungslos dahin siechte, in gemeinsamer Absicht uud Ausführung der That, vielleicht um sein Leiden abzu- kürzen, von den Rabeneltern mit Gewalt umgebracht wurde. Die Frau hat die Absicht eingestanden und auch der Ehemann soll jetzt ein Geständnis abgelegt haben. Darmstadt, 5. Febr. Wie aus London gemeldet wird, wird der Großherzog morgen London verlassen und gedenkt am Mittwoch nachmittag Hierselbst wieder ein- zutreffen. Klein-Welzheim, 4. Febr. Das jetzt im siebenten Lebensjahre stehende ältere Töchterchen eines hiesigen Landwirtes stürzte vor drei Jahren beim munteren Spiele mit dem linken Auge in einen Holzsplitter und verlor das ganze Sehvermögen dieses Auges. Bor zwei Jahren wiegte der Baler dasselbe Kind auf seinen Armen, wobei eine am Rocke des Vaters steckende Nadel das rechte Auge des Mädchens quer durchriß, und die Linse, sowie den Glaskörper schwer beschädigte. Aerztlicher Kunst gelang indessen die Erhaltung eines Teiles der Sehkraft. Vor sechs Monaten rannte das Kind mit demselben Auge in eine Thürklinke, so daß das Sehvermögen abermals starke Einbuße erlitt. Vorgestern endlich stieß die Kleine mit dem rechten Auge an die scharfe Kante einer Stuhllehne und zerstörte dadurch das Augenlicht vollständig: an beiden Augen ist das bejammernswerte Kind jetzt blind. (Darmst. Ztg.) Heppenheim a. d. W., 4. Febr. Der Lustmörder W e y g a n d von hier, der vor ca. drei Jahren im Eber- stadter Walde an einem Schulmädchen einen Mord verübte und dann in der Kreispflegeanstalt zu Frankenthal inhaftiert wurde, aus welcher Anstalt er flüchtig gegangen ist, ist jetzt dort wieder in Gewahrsam. Weygand trieb sich nach seiner Flucht längere Zeit hier herum, ohne daß es der Gendarmerie gelang, den gefährlichen Flüchtling festnehmen zu können. Nachdem allerlei Vermutungen über den Aufenthalt des Verbrechers auftauchten, stellte es sich heraus, daß W. über Luxemburg nach Frankreich entkommen war, wo er dann bei der Fremdenlegion in Algier angenommen wurde. Von da nahm er an der französischen Expedition in China Teil, mußte aber wegen Krankheit zurückverbracht werden. Nach seiner Genesung überkam ihn jedenfalls Heimweh nach deutschem Boden. Abermals gelang es dem Aben- teurer zu entwischen, er wurde aber in Lothringen aufgegriffen und nach Frankenthal verbracht. fc. Mainz, 4. Febr. Nachdem sich der Ausschuß des Hessischen Landwirtschaftsrats bereits für einen mäßigen Schutzzoll für eingeführtes Obst bis zu 4 Mk. per Doppelzentner ausgesprochen hat, hat sich nunmehr auch der Ausschuß des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinhessen in seiner heutigen Sitzung für bie Einführung eines Zolles auf Frühobst ausgesprochen. J^ derselben Sitzung wurden von dem Oekonomen Schmitt Abänderungsvorschläge zum Feldstrafgesetz gemacht. Die Regierung soll ersucht werden, besonders das Strafmaß des Gesetzes von 1841 dahin abzuändern, daß die Geldstrafen für den Feldfrevel auf das Dreifache erhöht und der Dieb- stahlSbegriff schon bei einer Entwendung im Werte von einer Mark beginne. Ministerialrat Braun erklärte, daß ihn die Revifionsvorschläge im Zeitalter der Sozialpolitik äußerst überrascht hätten. Birher sei der Begriff des Feldfrevels und deffen Auslegung — wie int Strafgesetz die Entwendung von Genußmitteln zum sofortigen Gebrauch — für den Richter eine große Wohlthat gewesen, jetzt aber schon den Diebstahl auf eine Mark Wert festzulegen, werde ihn zum Fürsprecher niemals finden. Zu wundern sei nur, daß ein solcher Vorschlag aus der wohlhabenden Provinz Rheinheffen komme. Der Ausschuß beschloß, das Abänderungsmaterial der Regierung zur Verfügung zu stellen. -k- Mainz, 4. Febr. Für das hier zu gründende physikalisch-therapeutische Sanatorium sind be reits 100 000 Mk. als freiwillige Beiträge aufgebracht, sodaß in aller Kürze mit der Errichtung des Instituts begonnen werden kann. Mainz, 4. Febr. Die Renovationsarbeiten an der ehemaligen Residenz der Kurfürsten von Mainz werden nach den nunmehr gefaßten Beschlüssen mit dem Beginn der diesjährigen Baupcriode in Angriff genommen werden. Die ersten Arbeiten werden an der nach der großen Bleiche und der Rheinstraße zu gelegenen (Et ter feite des Schlosses begannen und von da ab weiter geführt werden. In diesem Teile des Schlosses befinden sich bekanntlich auch die Säle, in denen die städtischen Gemäldesammlungen und zoologischen Sammlungen untergebracht sind und werden dieselben, zuerst die Gemälde in einem anderen Saale des Schlosses, voraussichtlich in den Akademiesaal verbracht werden. Für die Wiederherstellung des Schlosses sind vorerst 900000 Mk. vorgesehen und sollen von dieser Summe alljährlich 75 000 Mk. für die Renovationsarbeiten auf gewendet werden. Ob diese Summen ausreichen werden, wird sich erst während der Ausführung der Renovationsarbeiten ergeben. Kastel, 4. Febr. Die Fahrgäste der Wagenabteilung eines Durchgangswagens vom Schnellzuge Frankfurt- Wiesbaden, der morgens gegen 11 Uhr fällig ist, waren am Freitag in großer Gefahr. Vermutlich durch einen weggeworfenen, brennenden Zigarrenstummel oder Zündholz entstand ein Brand in dem Llbteil, der ihn vollständig mit Rauch füllte. Unter den Reisenden entstand eine Panik, und alles flütchete in das Nebenabteil. Auf der Station Kastel konnte das Feuer gelöscht werden; die Fahrgäste mußten umsteigen. (M. Neuester Anz.) Bingen, 5. Febr. Die Stadt Bingen hat in den letzten drei Jahren große Aufwendungen gemacht und keine Kosten gescheut, um den Verkehr in ihrem H afengebiete neu zu beleben. Das vor der Stadt liegende Rheinufer wurde bis zur Nahemündung mit einem Kostenaufwande von 1 600 000 Mk. neu und zweckmäßig auSgebaut. Der Hafenverkehr hat sich denn auch im abgelausenen Jahre trotz der damals noch unfertigen Zustände befriedigend entwickelt, und zwar nach zuverlässiger Statistik um 38,5 Proz. zugenommen. Im ganzen hat der Verkehr int Hafen zu Bingen im Jahre 1900 eine Zunahme von 25,4 Proz. erfahren. -k- Aus Rheinheffen, 4. Febr. In Niederolm hat bei einem Familienzwist ein Maurermeister seinem 20 jährigen Sohn einen Messerstich in die Lunge versetzt, die den Tod des jungen Mannes zur Folge hatte. Der Maurermeister, der sehr dem Trünke ergeben sein soll, wurde sofort gefänglich eingezogen. — In Bodenheim, wo jüngst in der Stationskasse Unregelmäßigkeiten entdeckt worden find, die die Verhaftung eines Statiovsdiätars zur Folge hatten, ist das gesamte Bahnpersonal durch anderes ersetzt worden. ** Kleine Mitteilungen au8 Hessen und den Nachbarstaaten. Am Samstagabend schloß eine in der Mainstraße in Frank fürt wohnende Familie das dreijährige Töchterchen in das Zimmer ein und verließ die Wohnung auf kurze Zeit. Als die Leute bald darauf zurückkehrten, sanden sie nur noch die halbverkohlte Leiche des Kindes vor. Die Kleine hatte die auf dem Tisch stehende brennende Petroleumlampe herabgeworfen und war der Flamme zu nahe gekommen, die das Kleid des unglücklichen Kindes ergriffen. — Das seither dem Herrn Lautensack gehörige Hotel „Germania" in Bingen ist jetzt zum Preise von 83 000 Mk. an die Wiesbadener Aktienbrauerei verkauft worden.____________________________ Vermischtes. * Ueber die Tragödie eines dänischen Offiziers in Peking, die wir bereits kurz gemeldet haben, werden nun aus Kopenhagen folgende nähere Mitteilungen gemacht: Lindberg, so heißt der Offizier, der feine Frau und dann fich selbst erschoß, nachdem er einen englischen Offizier verwundet hatte, war ein früherer Marineoffizier und guter Freund des Prinzen Georg von Griechenland, des jetzigen GeneralkomwissarS Kretas, der ihm eine sehr gute Stellung in Tientsin verschaffte. Der Prinz wandte sich nämlich an seinen Cousin Zar Nikolaus, der nach seiner Bitte Lindberg eine Anstellung als Sekretär der chinesischen Admiralität in Tientsin verschaffte. Von seiner Umgebung wird Lindberg als ein tüchtiger, energischer Beamter rnd liebenswürdiger Charakter bezeichnet, der sich sowohl unter den Europäern, wie unter den Eingeborenen allgemeiner Be- liebtheit erfreute. Er war mit einer jungen, sehr hübschen Kopenhagenerin verheiratet. Als sie im vorigen Sommer ihre Heimatstadt besuchte, erregte sie durch ihre Eleganz und Schönheit allgemeine Aufrmrk.amkett. Ihr Toilettenaufwand schien jedoch zu den Einnahmen ihres Gatten in feinem rechten Verhältnis zu stehen, ein Umstand, der die Lage des Offiziers nicht gerade leichter gestaltet haben dürfte. Dies in Verbindung mit einem Liebesverhältnis der Frau zu einem verwundeten englischen Offizier mag die traurige, allgemein bedauerte Katastrophe fchließlich herbeigeführt haben. * Eisenbahnunglück. Aus Konstantinopel wird unterm 31. v. M. geschrieben: Der direkte Zug Konstatinopel—Salonik entgleiste am 29. Januar bei der Station Ferre der Orientalischen Eisenbahnen. Von den Reisenden blieben zwei tot, mehrere sind schwer verletzt . Zwölf Wagen wurden zertrümmert, sodaß der Materialschaden bedeutend ist. Die Ursache der Entgleisung soll in mangelhafter Unterhaltung der Bahn liegen, doch ist die Untersuchung noch nicht beendet, und daher deren Ergebnis zunächst abzuwarten.______________________________________ Werichtssaal. W-. Gießen, 5. Febr. Schöffengericht. In der Prioat- klaqesache des Rechtsanwalts Dr. Spohr in Gießen gegen den ver- antwortlichen Redakteur der „Frkf. Ztq." Listow sky wurde heute vormittag das Urteil wie folgt verkündet: Listowsky wird zu einer Geldstrafe von 150 Mark verurteilt Zugleich wird dem Be leidigten die Befugnis zugesprocken, den entscheidenden Teil dieses Urteils binnen vier Wochen, laufend von der Zustellung des Urteils, durch einmaliges Einrücken in den „Gießener Anzeiger' und einem Frankfurter Blatt zu veröffenllichen. Belgrad, 4. Febr. Der wegen Majestälsb-leidigung angcklagte Gendarmerie-Oberst Zinzar Markowitsch wurde in der heutigen Lchlußoerhündlung zu u jähriger Gefängmvstiafe verurteilt, nachdem eine Untersuchung sctneS Geisteszustandes seine vollkommene Zur« chnungbfahia feit ergeben hatte. Sandel und Verkehr. Nolkswirtschaft. Gießen, 5. Februar. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JC 0.80-1.00, Hühnerei, r per ©t 8—0 e), 2 St 00—00 Schweinefleisch per Pfd. 60—70 <3, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 74 Kalbfleisch per Pfd, 60—66 a> , Hamnulfieisch per Pfd. 50—66 <3, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00—6.00 JC, Weißkraut per S'.. 00—00 , Zwiebeln per Ctr. Jit 5.50—0.00, Milch per Liter 18 4. Neueste Meldungen. Wien, 5. Febr. Einem gestern ausgegebenen Eont- munique zufolge unterzog der Zentrumsklub in seiner heutigen Sitzung die parlamentarische Lage einer Besprechung. Er begrüßte die Thronrede sympathisch und sprach die Hoffnung aus, das Haus werde der Aufforderung dev Thronrede Folge leisten und eifrig arbeiten. Allseits wurde betont, daß es die erste Aufgabe des Klubs sei, alles einzusetzen, damit das Haus die Arbeiten aufnehmc, um die in der Thronrede berührten Fragen einer gedeihlichen Lösung entgegenzuführen. — Tie Deutsche Fortschritts- partei besprach die Wahl des Präsidiums und sprach sich einmütig gegen die Wiederwahl des Abg. Dr. v. Fuchs aus. Sie beauftragte den Vorstand, bei den Verhandlungen mit den übrigen Parteien darauf zu dringen, daß entsprechend der Zusammensetzung des Hauses der Präsident aus den Deutschen Parteien gewühlt werde. Paris, 5. Febr. G r a f B l 0 i s, der im Senat heftige Angriffe gegen die französische Armee richtete, erwähnte in seiner Rede auch die absprechendenr Urteile russischer Zeitungen über das französische Heer. Ter Kriegsminister erklärte, er könne nicht für das verantwortlich gemacht werden, was in den Zeitungen gesagt werde. A th e n, 5. Febr. Nach Durchsuchungen des CerigokanalS haben Taucher eine gut erhaltene schöne B r 0 n z e st a t u e in natürlicher Größe hervorgezogen, deren Kopf dem Hermes des Praxiteles sehr ähnlich ist. Von den Tauchern wurden außerdem noch einige gut erhalteneBronze- ftahietten gefunden. London, 5. Febr. Außer der Botschaft „An mein Volk über See" richtete der König eine Botschaft „A tt mein Volk", eine dritte „An die Fürsten und das Volk von Indien". Der König drückt darin seine tiefe Dankbarkeit für die herzlichen Kundgebungen für die verstorbene Königin aus und erklärt, er werde bestrebt sein, seine heiligen Verpflichtungen zu erfüllen. T? 0 n st a n t i n 0 p e l, 5. Febr. Ein bei der Eisenbahn- gesellschast Kassaba angestellter Schmiedegehilfe ist gestern in Smyrna an der Pest erkrankt. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen. „Henneberg-Seide“ — nur echt, wenn direkt von mir bezogen — für Blusen und Roben in schwarz, weiß und farbig, von 95 Pfg. bis 18.65 p. Meter. An jedermann franko und verzollt ins Haus. Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 228 G. Henneberg, Seiden-FabrikanKk. u. k. Holl.) Zürich. Bei Bleichsucht, Blutarmut, wird als»Nähr- und Krästigungsmittel von besonderer»Wirku»g San atogen empfohlen. Von Prof. u. Aerzten glänzend begutachtet. Erhält!, in Apoth.u.Drog. Atteste franco. Bauer & Cie., Berlin S.0.16. Bärsemeachrichtea- Berlin, 4. Februar. 4 o/o Deutsche Grundschuld-Bank 1 n. 2 45 80 M. 4O/o do. 8. 5/6 unk. b. 1904 45 80 „ 8Va % do. 8. 7/8, unk. b. 1906 45 00 „ 4 o/o D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 97.30 M. 31/,0/q do. unk. 1905 89.50 , 4 % PreuBB. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 82 00 „ 4 0/c de. 8. .15-18 unk. b. 1900 82 00 „ 4 O/o do. 8. 19-20, unk. b. 1905 00.00 „ 31/, 0/ do. 8. 13, 14 75.60 „ 8i/9 o/o do. 8. 21, 22, unk. b 1905 75.60 „ -Anl. do Hemsen Ital en. Rente 3’ \j 5 "/. SVjO/q Beiohßanleihe i v , do »l/g r'/g KOTlBOlß . 4 • ü Griech. itonop 3 °/9 Portugiesen 3 0/ Mexikaner , 41/3 5/p Chinesen . Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 5. Februar . 98.45 Kreditaktien .... . 208 8u . 88.55 Diflkonto-Kommandit . . 118 ->0 . 98 10 Darmstädter Bank . . . 132 2 ) . 88.50 Dresdener Bank . . . . 145 40 . 94.30 Berliner Handelsges. . . 148 00 . 96.(0 Oeeterr. btaaisbahn 142 00 42.20 Gotthardbahn . . . . 162 60 . 24.15 Laurahütte .... . 193.00 . 25.40 Bochum ... . 174 00 . 81.60 H.-,n>ener . 165 50 Tendenz fest. Meteorologische Beobachtungen der Ttatiou Gietzeu. 4. Febiuar = Wetter Höchstk Tempera!u am 3.-4 Febr. 4,1* Q Niedrigste „ „ „ «• 1,5 0,4 2,9 732,8 733,0 732 5 9* 7“ 2» 94 92 79 48 4,4 4,5 beleckt bedeckt Sonrurischrin 8. E. SO H *9 x? 852 £ »1 S Die tieftrauernden Hinterbliebenen : 1096 Johann Hess und Kinder. Giessen, den 5. Februar 1901. Fir die uns von allen Seiten entgegengebrachten wohlthuenden Beweise der herzlichen Anteilnahme bei dem schweren ßehicksals- schlage, der uns durch das Hinscheiden unserer innigstgeliebten, unvergesslichen, treuen Gattin und Matter betroffen, für die Pflege der evangelischen Schwestern, sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann sagen innigsten Dank Danksagung Die trauernden Hinterbliebenen. 1103 Reiskirchen, den 5. Februar 1801. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hin- soheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Grossvaters und Urgrossvaters Herrn Kaspar Enders sagen innigen Dank Bekanntmachung, betreffend: Die öffentliche Impfung. Am Freitag den 8. Februar, nachmittags 2 biS 4 Uhr, wird im Jmpflokal (Schulgebäude Nenftadt 61) ein öffentlicher Impftermin abgehalten, in welchem diejenigen Angehörigen von Jrnpf- pflichtigen, welche Aufforderungen erhalten haben, ihre Kinder kostenlos der Impfung unterziehen lassen können. Dieselbe wird an einem Arme mit Kälberlymphe aus dem Landesimpfinstitute vorgenommen. Die Kinder müssen rein gewaschen oder gebadet und mit frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden. An dem darauf folgenden Termin, Freitag den 15. Fe- bruar, um dieselbe Zeit, sind die am 8. Februar geimpften zu der gesetzlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen können ferner Kmder, welche wegen Krankheit bis zum Sommer von der Impfung zurückgestellt werden wollen, dem Jmpfarzte zur Untersuchung vorgezeigt oder diesbezügliche ärztliche Atteste abgegeben werden. Die am Großh. Kreisgesundheilsamte abgegebenen Impf scheine müssen dort wieder abgeholt werden. Gießen, den 5. Februar 1901. 1101 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _____________ I. V.: Wolff.___________________ Kaufmännische Fachschule. Dienstag den 12. er., abends 9 Uhr, beginnt in unserer Schule wieder ein Uulttlichk-Kmsus im Maschinenschreiben für Herren und Montag den 11. er., nachmittags 1 Uhr, ein solcher für Damen. — Anmeldungen werden in dieser Woche an jedem Abend von 9 Uhr an in der Schule — Nordanlage 15 — entgegen genommen. 1105 Gießen, den 4. Februar 1901. Die Tchulkommissiou der kaufm. Fachschule. EmpseiMgen Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: Kalbfleisch 45 pfg. Absolut wasserdichte Stiefelschmiere einmal vorschriftsmäßig aufgetragen macht das Schuhwerk auf lange Zeit vollständig wasserdicht. Dose 60 Pfg. empfiehlt 1102 Otto Schaaf, Seltersweg 39. MMMlm!!! Im Stricken u.Anstricken von Strümpfen empfehle ich mich angelegenilick'!. KtriLgarnesbesteGuMiitell) habe ich stets vorrätig. 86 t BO- Preise billigst. Ernestine Hopfner Grünbergerstrahe 17. Zerbrochene wertvolle Glas« und Porzellan« Gegenstände kittet man mit dem vorzüglichen Glfeubeiukitt. 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