■ L25 für die V, (% Ltr.stzi. 0.75 für die 7, U. Esmm W Uch srry-Art ch Tokayer-Art ♦ Portwein-Art. f ein, nahrhaft und btfömmlitb. .slsl« deuApsMni. Ar-gw- brnngen, telfnka ^slsuiak- ten« uib AckiLaitt-rsihLftu. ve?*Ä verschied.8rtfiele DorrStifl 6ei 358 dreiner llttitt, GHHrrfrafr S. ‘ns'kdlri§enMn j 3chreiner. ' flana in allw M«rKl <9 M«> „„J, 5- Spinner- S- Mn. 1;P.'lk«'Solo,tJr,OTb'r!''Wr- t. TmT'<Äw") ■ü,e Müh.e i- fon Aecher 8ohwi«mld» ']? I hr. iokrzte« ,Herren finden Sie in jL, Qualitäten bei 258 *ontaw Nachfl, . ■ Gebrüder Imheuser, ■lesgen, Marktplatz 9-io, Gummi-Waren r Art, Prelil. gilt. ll. (rk. Ad. Arne, Minnhiln, Roieng*rtenetr. V r von ifiei H ck OOOMk.Belobnnng wjrnM, der beim ®tbwÄ eines ,33 ;rüM»dtSo-ueZM fit von ftinroi Sruchleiden Wl» p-t- srheiit lvir-. Mn bllie l>or mmdaiveriigen Kchad^ len. Sus Anirage Breschure und ftanko durch dEar. ^uttsche Pureau «cüktft rg (&)> Holland M. »,01 Jqnb Dsvyeivvrro. _ Mich tawenftopit»-) 1 ®!t ** KÄ- . °-sS nach. M 5 Zweites Blatt. Sonntag den 6. Januar 151. Jahrgang 1901 Ave Anzeigen-Dermittlungsstellen des In- und Aus- tandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pf. Mezno.spreis vierteljöftil. Ml. 2.20 monatlich 75 Pjg. mit Bringerlohn; durch die?lbholestcllrn viertrljährl. Mk. 1.90 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2.— nierleljähri. ohne Bestellgeld. -r/cheint läglich ■6t Ausnahme deS Montag-. Dir Gießener Aamikienökälter »erden dem Anzeiger Mn Wechsel mit „Hess. Anrdwirt" ». „Blätter für heff. Volkskunde- «kdchü. 4 mal beigelrgt. Gießener Anzeiger General-Hinzeiger Abnahme von Anzeigen zu der nachmittags für tat folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. M) Wc. Abbestellungen spätestens abends vorher. Amts- unb Anzelgeblatt für den Kreis Gießen. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblütter, Der hessische Kandvnrt, Kälter für hessische Volkskunde.________________ Rtbaftto», Expedition und Druckerei: Zchulftrab« Nr. 7. Bekanntmachung. In der Zeit vom 29. Dezember 1900 bis 5. Januar 1901 fi»d in hiesiger Stadt gefunden worden: 1 Boa; verloren worden: 1 Täschchen mit Inhalt und 1 Geldstück (10 Mk.). Der Empfangsberechtigte der Boa wird aufgefordert, seinen Anspruch alsbald geltend zu machen. Gießen, den 5. Januar 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Engländer und Buren. Wir erhielten heute früh folgende Telegramme: Loudon, 5. Januar, 9.45. Im Oranje-Freistaat ist alles ruhig. Die Buren, die sich in der Kapkolonie befinden, haben eine Bewegung nach Nordwesten begonnen. In Lorenzo-MarqueS zirkuliert das Gerücht, daß Kommandant Botha einen großen Sieg über die Engländer errungen, viele Gefangene gemacht und mehrere Geschütze erbeutet hat. London, 5. Januar, 9 Uhr 45 Min. Nach einer amtlichen Statistik betragen die englischen Verluste an Toten, Verwundeten und Gefangenen seit Beginn des Krieges 51,637 Mann. Also wieder ein neuer schöner Erfolg der Buren, der allerdings noch der Bestätigung und ausführlicher Berichte bedarf. Ein Kapstädter Privattelegramm meldet: Hier ist eine Panik ausgebrochen auf die Meldung, die englischen Garden seien geschlagen und zögen sich nach der Meeresküste auf Port Elisabeth zurück. Die Aufständischen stehen vor Beanfort West, Cradock und ®raa> fteiuet und fordern deren Uebergabe. Die Buren halten die Hälfte der Kapkolonie bis südlich über den 32. Breitengrad besetzt. Ihre Stellungen erstrecken sich von der Nordkette des KarooplateauS entlang von den Roggeveldt bergen im Westen über die Nienweveldtberge und die Sneeuw- berge bis zu den Stormbergen im Osten. Sie beherrschen alle Bahnlinien nach Kapstadt, Port Elisabeth und East Loudon. Durch die Kommandos bei De Aar ist Kimberley völlig isoliert und selbst die Drahtverbindung mit dem englischen Hauptquartier abgeschnitten. Kitchener versuchte zu spät, über Cradock drahtlich die sofortige Absendung aller freiwilligen Streitkräfte nach Norden zu verfügen. — Darnach halten also die Buren den Gebirgszug, der die Kapkolonie von West nach Ost durchzieht, besetzt. Alle Eisenbahnen sind jetzt in ihren Händen, und wie unter diesen Umständen das englische Heer in Pretoria noch mit dem nötigen Proviant und mit Munition versorgt werden kann, wird selbst Herr Kitchener nicht wissen, der einen neuen Sieg BothaS schwer verschmerzen wird. Die Hilflosigkeit d er englischen Streitkräfte gegenüber! den kühnen Verteidigern ihres Vaterlandes geht aus der weiteren Kapstädter Meldung hervor, daß von den Kriegsschiffen eine Anzahl Mannschaften gelandet wurde, um die Zahl der für die Ortsverteidigung bestimmten Truppen zu vermehren und andere Truppen für die Dienste im Norden der Kolonie freizumachen, und daß auch einige Geschütze gelandet wurden, die, wie man glaubt, landeinwärts gesandt «erden sollen. Ein Londoner Telegramm lautet: Nach Telegrammen aus Kapstadt steht der Feind nur noch 4 Tage- märsche von Kapstadt. „Daily Telegraph- berichtet, daß tausend Mann berittener Infanterie aus Kimberley nach dem Süden gesandt worden sind. Infolge der andauernden Regengüsse der letzten Wochen find die Weideplätze im Oranje-Freistaat und der Kap-Kolonie mit hohem Gras bewachsen, wodurch die Bewegungen der Buren bedeutend erleichtert werden. Die Bevölkerung der Kap-Kolonie unterstützt die Buren, indem sie dieselben mit Lebensmitteln und Pferden reichlich versorgt. Ueber das in Pretoria gegründete Friedenskomitee der Buren wird gemeldet: Es waren Vertreter von jedem Distrikt Transvaals anwesend. Die Versammlung faßte eine Resolution zu Gunsten einer schleunigen Beendigung des Krieges. Lord Kitchener wohnte den Versammlungen bei und hielt eine Ansprache, in der er ausführte, daß die gegenwärtige Kriegführung thöricht sei, daGroß tritarrnien niemals die Wiederherstellung der Vurenregiernng gestatten werde. Chamberlains Er klärungen zeigten, daß Großbritannien nicht die Buren zu unterdrücken wünsche, es habe vielmehr eine fortschreitende, aufgeklärte Regierung vorgezeichnet, an der die Buren einen hervorragenden Anteil haben sollten, und die fie und ihre Kinder aller Rechte, alter Gesetze und Gewohnheiten versichern solle. Die Buren hätten tapfer gefochten, aber da sie überwältigt seien (?), sei es für sie keine Unehre, sich zu ergeben. Er hoffe, das Komitee werde den fechtenden Buren die Wahrheit wiffen laffen. Als Gegenleistung für den englischen Schutz erwarte er Beistand auch von Seiten der Buren. — Seit dieser Versammlung haben die englischen Truppen den Befehl erhalten, keine Farmen mehr zu verbrennen, es sei denn, daß sie von dem Feinde als Schlupf winkel benutzt seien. Daß dieses von Kitchener kommandierte angebliche „Buren-Komitee- den gewünschten Erfolg erzielen sollte, ist eine sehr sonderbare Auffassung, die nur die Verlegenheit des Lords beweist. Was Buren unter englischem „militärischem Schutz- zu erwarten haben, das zeigt die Lage, in der sich die gefangenen Burenfrauen befinden. Wie wir der „D. Wochenschrift in den Niederlanden- entnehmen, schreibt ein Herr P. von der Welt in Kapstadt, der am 22. November das Lager der gefangenen Burenfrauen in Port Elisabeth besucht hat, unter anderem folgendes: „Ich konnte meine Thränen nicht zurückhalten, als ich mich plötzlich von einer Schar halb verhungerter nur mit den Nötigsten bekleideter Frauen umringt sah. Hatte man doch einen Teil der armen Geschöpfe nicht einmal Zeit gelaffen, fich anzu- kleiden, als die Soldateska ihnen ihr Heim über dem Kopfe anzündete. Viele hochschwangere Frauen laufen barfuß, da sie keine Strümpfe besitzen, und auch keine Wolle, um solche zu stricken. In diesem Zustande schlafen die armen Frauen in den kalten Nächten auf Brettern von Whisky- oder Zwiebackkisten in dünnen Zelten, denn Betten sind nicht vorhanden. Viele liegen aber auch auf dem vom Regen durchweichten Boden. Am besten find die Frauen daran, die Unterkunft in den leeren Ställen gefunden haben; dort ist es wenigstens ttodcn. Mildthätige Damen in Kapstadt helfen ja nach Kräften, aber fie sind nicht imstande, für die Tausende unglücklicher Geschlechts genosfinnen zu sorgen, die täglich neuen Zuzug erhalten. AuS Zürich wird gemeldet: Eine Sammlung für die Burenwitwen und Waisen hat innerhalb zweier Wochen 47000 FrkS. ergeben. Davon wurden in Zürich und Basel allein je 26000 und 21000 FrkS. aufgebracht. ♦ ♦ ♦ Telegramme deS Gießener Anzeigers. London, 5. Januar. „Daily Mail- glaubt, daß nach Beendigung des südafrikanischen Krieges in Betreff der Bezahlung der verbrauchten Kriegsvorräte große Schwierigkeiten entstehen werden. Sämtliche englischen Offiziere und Mannschaften sind berechtigt, Quittungen für er haltene Pferde oder Lebensmittel auszustellen. Es find bereits bedeutende Mißbräuche dabei entdeckt worden, seitdem Spekulanten die in dieser Weise ausgestellten Empfangsscheine maffenhaft aufgekauft, vielfach sogar gefälscht haben. Kapstadt, 5. Januar. Die russischen Kommandanten Petrowk und Duplooj sind während eines Gefechtes bet Utrecht an der Natalgrenze am 27. Dezember getötet worden.____________________________________________________ China. Seitdem die Grundzüge des russisch-chinesischen Abkommens über die Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung in der Provinz Fengtien in der Mandschurei durch die Times veröffentlicht worden sind, ergeht sich ein Teil der englischen Presse in recht scharfen Ausfällen gegen Rußland. Die Times selbst geht sogar soweit, diese Vereinbarung als eine Verletzung des deutschenglischen Abkomm enS vom 16. Oktober vorigen Jahres, dem doch Rußland zugestimmt habe, zu kennzeichnen und zu behaupten, daß der im Artikel 3 dieses Abkommens vorgesehene Fall eingetreten sei, wonach England und Deutschland sich Vorbehalten haben, über etwaige Schritte zur Sicherung ihrer eigenen Interessen in China sich vorher zu verständigen. Dem gegenüber teilt die „Köln. Ztg.- mit, daß das deutsch-englische China-Abkommen fich auf die Mandschurei gar nicht bezieht. Auf Wunsch der englischen Regierung sollte dies zuerst im Artikel 1 offen ausgesprochen werden; es wurde aber schließlich von ihr vorgezogen, keinerlei äußerliche Grenzlinien für den Umfang der Giltigkeit deS Abkommens feftzulegen, sondern vielmehr einfach zu sagen, daß die gegenseitige Verständigung für alles chinesische Gebiet zu gelten habe, wo England und Deutschland einen „Einfluß auSüben können". Daß zn dieser Einflußsphäre zu der Zeit, als diese Verhandlungen zwischen den beiden Kabinetten schwebten, die Mandschurei nicht gehörte, darüber herrschte vollstes Einverständnis. Andernfalls, so meint dar genannte Blatt, würde Deutschland garnicht in der Lage ge- wesen sein, dem Oktober-Abkommen zuzustimmen. Die wahrlich nicht von der Allgemeinheit geteilte Ansicht des Kölnischen Blattes ist, daß wir dieser neuen russischen Langfingerei mit absoluter Wurstigkeit zuschauen können. — Auch der Pariser „Temps- bringt einen Aufsehen erregenden Artikel über den zwischen China und Rußland abgeschloffenen Vertrag bezüglich der Mandschurei. DaS Blatt sagt, die Errichtung eines Postens in der Mandschurei stehe im offenen Widerspruch mit der Basis der Politik, zu der die Mächte sich dem chinesischen Reiche gegenüber gegenseitig verpflichtet haben. Diese Basis bestehe in der Selbstlosigkeit ihrer Politik, nicht der Aufteilung des chinesischen Reiches. Dieses Vorgehen Rußlands zwinge die Mächte zu der Notwendigkeit, sich gegen Rußland zu verbinden. Mit dem betr. Protektorat habe Rußland sich einige Vorteile gesichert und England und Deutschland müßten Mittel und Wege ausfindig machen, den russisch-chinesischen Vertrag rückgängig zu machen. Hierzu gebe eS zwei Wege: Entweder erkennen die Mächte die vollendete Thatsache deS russisch chinesischen Vertrages an und beteiligen sich ihrerseits an der Aufteilung Chinas, oder England und Deutschland legen die Grundlagen einer gemeinsamen Aktion der Mächte in China fest, um Rußland zu zwingen, den abgeschlossenen Vertrag rückgängig zu machen. Angesichts dieser beiden Hypothesen sei es unmöglich, sich dem Ernst der Lage zu entziehen und die weittragenden Folgen, die dieser Vertrag nach sich ziehen werde, zu übersehen. — Wir meinen,. daS französische Blatt hat so Unrecht nicht, wenn es auch in seinen Forderungen weit über daS gewiesene Ziel hinausschießt. • Der Zar sandte dem Papste eine herzliche NeujahrS- gratulationsdepesche, in der er auch seine Genugthuung darüber ausspricht, daß russische Truppen den in der Mongolei mit zahlreichen Christen von Borern belagerten apostolischen Vikar befreien konnten. Eine amtliche Meldung deS Generalleutnants v. gefiel auS Tientsin bestätigt jetzt leider, daß beim Sa lut schieß en um die Jahreswende im Peitaugfort von der 2. Batterie schwerer Feldhaubitzen und der 3. Pionier-Kompagnie sechS Mann getötet und fünfzehn verwundet worden find. Telegramme des Gießener Anzeigers. Washington, 5. Januar. Der Gesandte Conger hat der amerikanischen Regierung angezeigt, daß eine Verständigung zwischen den Gesandten in Peking absolut unmöglich ist, soweit es sich um die zu verlangende Entschädigung handelt. Infolgedessen hat die amerikanische Regierung direkt Unterhandlungen mit den beteiligten Mächten angeknüpft, um eine Lösung der Frage herbeizuführen. Washington, 5 Januar. Die amerikanische Regierung beabsichtigt, von Rußland Aufklärung über die Besetzung der Mandschurei zu verlangen. Die Regierung will ebenfalls die Initiative zu einer gemeinsamen Verständigung zwischen den Mächten zwecks Herabsetzung der von China geforderten Geldentschädigung ergreifen._________ Politische Tagesschau. Die „Köln. Ztg." schreibt: „Beim Untergang des deutschen Dampfers „Hsuischang" in den Yangtse-Katarakten oberhalb Jtschang ist abermals ein deutscher Kapitän mit seinem Schiffe gestorben: Kapitän Fröhli Frey tag, der sich weigerte, das Schiff zu verlassen. Bei aller Anerkennung solcher Berufstreue bis in den Tod möchten wir aber hier doch dagegen Verwahrung einlegen, daß die Ehre einem Kapitän gebiete, sich nicht von seinem sinkenden Schiffe zu trennen, sondern mit ihm unterzugehen, auch wenn er sich retten kann. Ehre und Pflicht gebieten ihm nur, alles zu thun, was er zur Rettung seines Schiffes thun kann, und nicht eher von BorS zu gehen, als bis er die Sicherheit erlangt hat, daß siH keine Menschen mehr auf dem Schiffe befinden. Dann noch zu bleiben und sich ohne Zwang und Nutzen dem sicheren Tode auszusetzen, dafür giebt es keinen verständigen Grund, und wir möchten auch nicht, daß solch ein Tod als besonders nachahmungswürdig hingestellt würde, weil man sonst zu einem Gewohnheitsgefetz kommen könnte, das kurzweg als barbarisch bezeichnet werden müßte. Wir sagen das Vorstehende nicht mit Hinblick auf den Kapitän Freytag, über dessen Tod noch nicht unbedingt sichere Nachrichten vorliegen, sondern ganz im allgemeinen, weck wir uns vor der Gefahr befinden, daß ehrenvolle Tapfer- keitzur nutzlosen Selb st Vernichtung Diese Zeilen sind offenbar mit in Erinnerung an das &noc Kind kann nur mittels eines Schlauches mit flüssigen Speise» ernährt werden. ko. Offenbach, 4. Januar. Im Ostbahnhof wollte gestern abend gegen 7 Uhr ein Arbeiter noch auf den bereit- im Kehren begnffenen Zug der Rodgau-Bahn springen, geriet dabei unter die Räder und wurde totgefahren. Mainz, 4. Janu rr. Trotz des schon vor einigen Tag«» eingetretenen starken Frostwktters und der schon vor mehrere» Wochen erfolgten Sladlverordnetenbeschlüsse ist h er die Abgabe von Kohlen an städtische Arbeiter und Minderbemittelte zum Selbstkostenpreis immer noch nicht erfolgt, da sich wegen der Verteilung immer wieder neue Schwierigkeiten ergeben haben sollen. Dieses langweilige Tempo in der Behandlung einer Sache, die in Anbetracht des angebrochenen strengen Winters nicht die kleinste Verzögerung ertragen dürfte, wird in einem Teil der hiesigen Presse mit Recht gerügt und mit der Anfrage glossiert, ob die Kohlen erst für den nächsten Winter bestimmt seien. FC. Mainz, 4. Januar. Im hiesigen Güterbahn- Hofe wurde beim Rangieren dem 40 Jahre alten Rangier- obmann Joh. Vogler aus Hechtsheim die rechte Hand abgefahren. FC. Frankfurt a. M., 4. Januar. In Vilbel brannten gestern Scheuer und Lagerräume des Besitzers des Haffia- Mineralbrunnens, Fritz Hinkel, vollständig nieder. — In Hellstein bei Gelnhausen brannte die Scheuer des Müllers Lohrey nieder. Sin Metzgerbursche namens Horst wurde als Brandstifter verhaftet. — In Dietesheim bei Offenbach äscherte ein größeres Feuer mehrere Scheuer» und Stallungen ein. FC. Frankfurt a. M., 4. Januar. In dem benachbarten Fechenheim erhängte sich das 20 Jahre alte Dienstmädchen Marie Weiß, gebürtig aus Ruppertshütte bei Aschaffenburg, an einem Lampenhaken aus Gram darüber, daß es von seinem Bräutigam im Stich gelassen war. Das Mädchen sah seiner Entbindung entgegen. FC. Höchst a. M., 4. Januar. Schwere Brandwunden hat der Sylvesterunfug hier einem jungen Manne eingetragen. Derselbe hatte in einer Wirtschaft gerade einen „Froschangezündet, als ein Schutzmann eintrat. Den brennende» Frosch in die Hosentasche stecken, war eins bei unserem grog- seligen Jünglinge. Jetzt liegt er schwer krank an den dadurch erlittenen Brandwunden darnieder. FC. Hanau, 4. Januar. Der 50 Jahre alte Taglöhner Jakob Schmidt aus Neuenschmitten ist gestern nacht in einer offenen Halle, wo er Nachtquartier bezogen hatte, erfroren. Neben dem Toten stand eine leere Schnapsflasche. — Unter den Pferden der 2. Schwadron des hiesigen 6. Ulanenregiments ist die Brustseuche ausgebrochen. ** Meine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaates. Tine französische Champagner-Firma will in Mainz eine Niederlassung errichten. Das KreiSamt hat die Handelskammer aus Grund der im Großherzogtum bestehenden Bestimmung, wonach Niederlassungen ausländischer Aktiengesellschaften der Genehmigung der Regierung bedürfen, um Mitteilung ersucht, ob diesbezügliche Bedenken entgegenstehen. Die Kammer hat das verneint. — Der Bäckermeister Hrch. Völzing in Groß-Felda schreibt uns, daß die in Nr. 2 des „Gieß. Anz." aus Groß Felda uns zugegangene Nachricht von einer Wette den Tatsachen nicht entsvricht. r>es Kapitäns Kretschmann geschrieben worden, der als Kommandant des „Gncisenau" unter Ablehnung jedes Rettungsversuchs mit seinem Schiff unterging. Auch wrr möchten, bei aller Anerkennung dieses heroisch-stoischen Verhaltens, es nicht nur als zulässig, sondern sogar als richtig bezeichnen, daß der Kapitän eines untergehenden Kriegsschiffes, nachdem alle Maßregeln zur Rettung der Mannschaft und der Offiziere von ihm getroffen sind, das Wrack verläßt und mit seinem Leben dem Kaiser und dem Vaterland einen erfahrenen See-Offizier zu erhalten sucht. Bekanntlich war nach der niederschmetternden Niederlage von Cannä der römische Senat der Ansicht, daß der geschlagene, aber überlebende Konsul für seinen Patriotismus Dank verdiene. Deutsches Reich. Berlin, 4. Januar. Man schreibt aus Hamburg: Der Kaiserbesuch im Deutschen Schauspielhaus ist herrlich verlaufen. Das Theater war seit Tagen ausver- kaust, für einzelne Plätze wurden bis zu 100 Mk. bezahlt. Das Publikum war in festlicher, erwartungsvoller Stimmung. Pünktlich um sieben Uhr kam der Kaiser und das Gefolge, empfangen von den Direktoren v. Berger und Koehne und den Herren des Aufsichtsrats. Ter Monarch, in Admirals-Uniform, jugendfrisch und heiter aussehend, wie selten zuvor, nahm in der Prosceniumsloge des ersten Rangs mit dem Oberbürgermeister Platz. Die Aufführung von „Jugend von heute" erregte die ganze Teilnahme des Kaisers, der bei allen Pointen der Dichtung mit ansteckend wirkender Herzhaftigkeit lachte. Der Kaiser wohnte der langen Aufführung bis zum Schluß bei und gab sein Wohlgefallen wiederholt deutlich zu erkennen. — Um Mitternacht ging der Kaiser an Bord der Pacht „Viktoria Luise". Heute vormittag begab sich der Kaiser kurz nach 10 Uhr auf Deck. Die Musik spielte den Präsentiermarsch und Heil Dir im Siegerkranz. Generaldirektor Ballin geleitete den Kaiser an den Wagen, der einige Minuten vor halb elf Uhr am Dammthorbahnhof anlangte. Hier waren beide Bürgermeister, Senator Burchard und der Gesandte Graf Wolff- Metternich anwesend, von denen sich der Kaiser durch Händedruck verabschiedete. Während der Fahrt hielten der Reichskanzler Graf Bülow, der Chef des Zivilkabinetts von Lukanus und der Chef des Marinekabinetts v. Senden- Bibran dem Kaiser Vortrag. Um 3.45 Uhr traf der Kaiser rm Neuen Palais bei Potsdam ein. — Die „Hamb. Börsenh." meldet: Die Rhedereifirma F. Laeiß ihat der Werft von Joh. Tecklenborg-Geestemünde einen neuen Fünfmaster in Auftrag gegeben, der folgende Dimensionen erhalten wird: 400 Fuß englisch, in der Wasserlinie 53 einen halben Fuß breit, 33 Fuß 7 einen halben Zoll tief. Das neue Schiff wird eine Tragfähigkeit von 8200 Tonnen haben. Kaiser Wilhelm antwortete auf ine Mitteilung von dem beschlossenen Neubau folgendes: Mit lebhafter Freude hat mich Ihre Meldung erfüllt. Ich ersehe daraus, daß Sie, Ihrer Charaktereigenschaft entsprechend, mit Zuversicht in die Zukunft blickend in Crgebenheit gegen Gott, der Ihnen eine so schwere Prüfung auferlegte, rastlos weiter streben. Ich gratuliere zu dem Entschluß, der Ihre Rhederei und auch Deutschland betr. der Segelschiffe wiederum in die vorderste Linie gebracht hat. Gott schütze Sie und Ihr Schiff. Zur braunschweigischen Thronfolgefrage schreiben die „Braunschw. Neuest. Nachr." in ihrem Neu- sahrsartikel: In der Thronfolgefrage bliebs beim alten, und des Provisoriums Ende ist immer noch ein schöner Traum. Zwar glaubte ein großer Teil der deutschen Presse, daß die am 10. Juli v. I. erfolgte Vermählung des Prinzen Max von Baden mit der Prinzessin Marie Luise von Hannover eine Versöhnung zwischen dem Welfenhause und dem Hause Hohenzollern herbeiführen und der Friede zwischen dem Herzog von Cumberland und Kaiser Wilhelm II. unter Verzicht auf Hannover alsbald geschlossen würde; doch dieser fromme Glaube, den die „Eingeweihten" nie besaßen, erwies sich als irrig. Es wurde auch nicht ein Jota • an den bisherigen Beziehungen geändert und fast scheint es gar, als ob der Draht, der von der Spree nach dem Traunsee führt, in der letzten Zeit wieder defekter denn sonst geworden ist; man will wissen, daß Herzog Ernst August neuerdings abermals zum Verzichtleisten bewogen und'Se. königl. Hoheit wiederholt sehr deutlich abgewinkt hat. Wir sehen ein Ende unserer Thronfolgeangelegenheit leider noch nicht in Sicht. — Ueber Kirchenbaugelder und Spielhagenbankenkrach hatte das „Kl. Hofjournal" neulich berichtet, die ober st en Behörden Preu ßens hätten dem Oberhofmeister Frhr. v. Mirbach auf Anfrage erklärt, die Pfandbriefe der Preußischen Hypotheken-Aktienbank seien so gut und sicher wie die deutsche Reichsanleihe. Jetzt er- flärt das „Kl. Journ.", diese Angabe sei in dieser Form nicht richtig. „Es sollte vielmehr der absolute Zeitraum zu den Hypotheken-Pfandbriefen dadurch erklärt werden, daß dieselben allgemein und gern vielfach auch von hohen Staatsbeamten gekauft worden sind, und daß man auch in den Vorständen der Vereine, in denen ebenfalls viele höhere Beamte sich befinden, an der Sicherheit der Pfandbriefe niemals Zweifel hegte." — Wie das „B. T." von gut unterrichteter Seite hört, wird die preußische Regierung dem Landtage unmittelbar nach seinem Zusammentritt die neue Kanal-Vorlage zugehen lassen und sie im Abgeordnetenhause auf das nachdrücklichste vertreten. Die erste Beratung der Vorlage soll nach Erledigung der ersten Lesung des Staatshaushalts-Etats noch im Laufe dieses Monats erfolgen. Was die Frage der Revision des Zollt ar ifes und der Erneuerung der Handelsverträge betrifft, so steht die Regierung auf dem Standpunkte, däß sie dem Wunsche der Reichstagsmehrheit auf Erhöhung der Getreidezölle nachgeben wird, jedoch werde sich diese Erhöhung in engeren Grenzen halten, als sie der Bund iter Landwirte wünscht. Für einige Artikel, und zwar gerade die Kornzölle scheint die Regierung Maximal- und Minimat-Zollsätze zu planen. Die Regierung sei fest entschlossen, nach Ablauf der bestehenden Handelsverträge neue zu schließen. — Eine neue größere Bestellung auf Gewehre des Modells 98 hat da« Kriegsministerium der Mauserschen Fabrik in Oberndorf Übertragen. Die erste Rate ist kurz vor Weihnachten abgeliefert worden. Mit der Erledigung des neuen Auftrages wird die Fabrik bei einem Stamm von etwa 1000 Arbeitern bis Oktober d. Js. beschäftigt fein. An der Herstellung der neuen Waffen arbeiten außerdem noch die königlichen Gewehrfabriken in Spandau, Erfurt unt» Danzig, indcs auch nur mit beschränk en Betrieben. Die neuen, zu diesem Gewehr passenden Seitengewehre werden in der Gewehrfabrik zu Erfurt sowie in einigen Privat sabnken hergestellt. Halle a. d. S., 4. Januar. Gegen einen Gesetzentwurf betreffend das Verlagsrecht erheben die Mitglieder des Lehr körper- der Universität Hall«Wittenberg in einer Petition an den Reichstag einige Bedenken. Zunächst macht ote Petition geltend, daß der Gesetzentwurf im Grundsätze die freie Uebertragbarteit des Verlagsrechtes vor schlägt und die vertragsmäßige Ausschließung der Uebertrag^ barfeit im Konkurse des Verlegers der Wirkung beraubt. Es wird unter anderem hervorgehoben, daß das Verhältnis zwischen Verleger und Verfasser ein persönliches Vertrauensverhältnis sei, und daß es garnicht gleichgültig erscheine, in wessen Verlag ein Werk herausgegeben werde, da schon der Name des Verlegers unter Umständen geeignet fein könne, Vorurteile gegen daS Werk zu erwecken. Die Petition empfiehlt daher, eine Bestimmung in den Entwurf aufzunehmen, nach oer die Nichtübertragbarkeit des Verlagsrechtes über das einzelne Werk durch Rechtsgeschäft als die gesetzliche Regel, bie Uebertragbarteit aber als die zu vereinbarende Ausnahme aufgestellt wird. Leipzig, 4. Januar. In den „Leipz. N. N.- erläßt Dr. Lum an die Erklärung, daß er gegen die „Köln. Ztg.-, da diese sich andauernd weigere, gegen ihn gerichtlich vorzugehen, nunmehr die Beleidigungsklage anftrengen werde. Zugleich weist er daraufhin, daß es sich um einen Bericht aus der zweiten Hälfte des Jahres 1899 handelt, der, wie eine vorliegende eidesstattliche Erklärung eines vertrauenswürdigen Gewährsmanns besagt, ein gedrucktes Heft bildet, an dessen Spitze sich da- Wappen der „DebeerS Company- befindet. Der Bericht habe die Form der gewöhnlichen englischen Amtsblätter und enthalte die bereits der Oeffentlichkeit übergebenen Zahlen. Er trage die Unterschrift „Lionel Philipps" und befand fich im Gouvernements- gebäude zu Pretoria, als er eingesehen wurde. Der Herr, der ihn in Gewahrsam hatte, sei Gouvernementsbeamter Sluyter. Ausland. London, 4. Januar. Der Staatssekretär des Krieges gab gestern zu Ehren von Lord Roberts ein Diner, an dem der Prinz von Wales, der Herzog von Cambridge, der Herzog von Connaught, Lord Wolseley, der Kolonialminister Chamberlain und andere hervorragende Persönlichkeiten teilnahmen. Rom, 4. Januar. In Hofkreisen verlautet, daß Prinz Georg, Gouverneur «von Kreta, sich mit der Prinzessin Xenia von Montenegro (geb. am 10. April 1881) vermählen werde. Der „Fanfulla" fügt hinzu, der Prinz werde nach der Hochzeit den Titel „königliche Hoheit" annehmen. — Der „Corriere di napoli" bringt die Nachricht, daß England geneigt sei, Italien als Entschädigung fürCassala die Insel Sokrata gegenüber dem Kap Guardafui ab- Antreten. Wien, 4. Januar. So große Veränderungen des politischen Besitzstandes sind in Oesterreich schon lange nicht verzeichnet tvorbejL *&er gestrige Tag brachte vor allem eine NiederlaM des Klerikalismus. Der Führer der österreichischen Sozialdemokraten kommt in Wien in eine aussichtsreiche Stichwahl, ein christlichsozialer Landesausschußbeisitzer ist gegen den Sozialisten Pernerstorfer unterlegen, ein zweiter kommt in einen bereits jetzt verlorenen Stichkampf mit einem Schönerianer, und ein dritter hat bei den in wenigen Tagen stattfindenden Wahlen für die Städtebezirke alle Aussicht durchzufallen. Das Salzburger Mandat ging verloren, das oberfteirische wurde mit elf Stimmen behauptet. Konstantinopel, 4. Januar. In Stiplie (Vilayet Konoeoo) kam es zu einem blutigen Konflikt zwischen bulgarischen Einwohnern und türkischen Gendarmen und Truppen. Die Türken hatten mehrereTote. Eine Anzahl Verhaftungen wurde vorgenommen. Truppenverstärkungen wurden nach Stiplie gesandt. Der Vali, der Gendarmeriekommandant und andere Beamte sind aus Ueskueb in Stiplie eingetroffen. Aus Stadt und Kand. Gießen, 5. Januar 1901. •* Ueber die au unsere Leser und Kunden verteUteu Kalender und Neujahrskarten schreibt der „Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer-: Die Brühl'sche UniverfitätS'Buchdruckerei in Gießen sandte einen Wandkalender und Glückwunsch, die in vortrefflicher Weise nach Vorbildern alter Meister hergestellt find. Dr. Jessen, Direktor der Bibliothek des Berliner Kunstgewerbe-MuseurnS, schreibt: Ich muß Ihnen umgehend meinen Dank sagen für die außerordentlich ansprechenden Drucksachen, die Sie unserer Bibliothek freundlichst geschickt haben. ES ist bis zu den einfachsten Aufgaben so viel ernster, gesunder Geschmack, daß ich schon darum viel Freude gehabt habe. UeberdieS aber find auch die Zeichnungen von echtem Künstlerwert. •* Versetzungen. Der Garn.-Verw.-Jnsp. Scheibe! wurde von Lahr nach Butzbach, der Jntend.-Rat und Vorstand der Jntend. der Großh. Hess. (25.) Div. Kieser zu der KorpS-Jntend. des 7. Armeekorps, der Jntend.-Rat und Vorstand der Jntend. der Verkehrstruppen Nord ho ff als Vorstand zu der Jntend. der Großh. Hess. (25.) Division versetzt. AnS dem Theaterbnrean. Am Sonntag geht Dr. Karl Töpfers vieraktiges Lustspiel „Des Königs Befehl" oder „Der alte Fritz in seinem Privatleben" in Szene. — Die Erstaufführung der Novität „Flachsmann als Erzieher" findet am 9. d. MtS. statt. ]:( Kleiu Linden, 4. Januar. DaS 7jährige Töchterchen eines hiesigen Gastwirts siel am Neujahrstage auf einer Treppe so unglücklich, daß eS fich erheblich verletzte. Das Vermischtes. ♦ Die Konitzer Beruhigungsversuche werden be- harrlich fortgesetzt, d.h. es kommen von Zeit zu Zeit Mitteilungen aus Könitz, aus denen das Publikum die Ueberzeugung gewinnen soll, daß man den Mördern des Gymnasiasten Winter auf der Spur sei und daß somit daS Verbrechen noch seine Sühne finden werde. So wünschenswert dies nun auch fein würde, so haben wir doch, wie wir wiederholen, die Hoffnung auf einen solchen AuSgang der Sache längst aufgegeben. Neuerdings wird aus Kom'tz der „Presse" mitgeteilt, „Zunächst kommt ein in Thorn dienender Soldat in Betracht, )cr Fleischer von Beruf ist und eine Braut in Könitz hatte» mit der Winter nachweislich verkehrt haben soll. Die Einzelheiten, welche den Verdacht so sehr verstärkt haben, können noch nicht veröffentlicht werden, so viel fei aber gesagt, daß die in Betracht kommenden Personen unmittelbar nach der Mordthat aus Könitz verschwanden. Die Verdächtigen find bisher weder vernommen worden, noch wissen sie etwas davon, daß sie observiert werden, weil in diesem Falle fich schwerlich die Beweise zur Ueberführung finden lassen würden. Fest steht jedenfalls so viel, daß die Behörde für jeden Fingerzeig dankbar ist, gleichgiltig, ob Juden oder Christen verdächtig erscheinen." — Soweit der Konitzer Bericht, der jetzt durch die Zeitungen geht. Jeder denkende Mensch wird sich nun sagen, daß die Verdächtigen, die hiernach nicht wissen sollen, und auch nicht wissen dürfen, daß sie überwacht werden», durch solche Berichte doch erst mit aller Gewalt aufmerksam gemacht und zur Vorsicht gemahnt werden! Wozu also die Veröffentlichung solcher Mitteilungen? Man muß annehmen, daß sie nicht viel zu bedeuten haben. Erst vor ein paar Wochen war man ja den Mördern so schön auf der Spur — von dieser damaligen Spur verlautet aber jetzt plötzlich gar nichts mehr! * Bon ein em Weintrinker ersten Ranges schreibt man der „Dtsch. Weinztg.": „In Forst a. d. Haardt starb dieser Tage ein gediegener Winzer im 88. Lebensjahre; gesund und fleißig von Jugend auf, arbeitete er von seinem 16. Jahre an mit gutem Humor im Felde, aber er lebte entsprechend gut und trank viel Wein. Früher wurden 3 Liter beim 80. Geburtstage auf den Tag festgestellt, und er selbst sagte: „Ich will ehrlich fein, aber 4 Liter Wein im Durch- schnitt waren es doch sicher." Interessant ist nun das Quantum, das er in 72 Jahren getrunken hat. ES kamen ausS Jahr 1440 Liter, gleich !>/, Fuder, also 105 Fuder auf 72 Jahre. Forster Wein, schlechten trank er nicht, wollen wir auf 800 Mark rechnen, wären an Wein verbraucht 80000 Mark. ES ist ja im Preise hochgegriffen, aber im Quantum eher mehr wie weniger vertilgt worden. * München, 3. Januar. Die „Allg. Ztg." erzähle «««$ etlH W ‘Lttbeti»"'"1 I* II ch-1- «od pH? 81! tW SftÜ Ruit" 9'’., ?/( SM« LZxS WPrömoiionSV Tas Proinotionslvch lcibung der Doktorwürde An Zeit Whl r-nn-er Wen Erörterungen gern Standpunkte aus beurteil bucker für Nationalokono Mionalökonom Professor w daß mancherlei aus brauchliche unserem Pro, 8anze der Institution sa lommen aus der ge|d)td Men ist der Charaktc einer Abstempelung des! Weisung aus die nützliche praktischen Leben erhalt, heutzutage erworben wir der Banken und der Akt' Fortkommen zu sichern, rade so denkt das Mitte scheu Grades. Aber gec Zeit hat der moderne S erhebliche Änderungen mehr ist an die Aelle Befähigungsnachweise sü «rten bie staatliche Qrc treten - für ben staat bien/l für bie kirchliche ärztlichen Praxis, für t für manche andere Berns Eng der Wissenscha ruses ist das Bedürsnis t weisen entstanden, die w leinen Bereich gezogen lr Anstellungen verlangt we M in dieser Beziehung oü mangels einer Staa vromovrerten für die 1 Atzet bieten die Stac 8'4'« &isch ei \ I 1 0 Ö i 1 ö ».Beta«« ÄS' •"*>*.* Kaiserliche ----_ i l vllhn (h“ berruz in tgefahr/^'awitt ÄSnttafclB ’W«l 1 "«• INtt nn* . i««s "■ en' titU T ber ne« »4°, bie i# 2’'ffl8« & ■ ftFÄ folgeuden Fall von Mädchenhandel. Im Frühjahr 1900 erließ eine in einer Pension in der Fürstenstiahe wohnende Dame Zeitungsanzeigen, worin ein gebildetes Mädchen als Stütze der Hausfrau ins Ausland gesucht wurde. Unter mehreren Bewerberinnen fand daS Gesuch einer sehr hübschen jungen Münchener Dame bei der „Gutsbesitzerin aus Kairo- beisällige Aufnahme. Dem jungen Mädchen wurden die glänzendsten Versprechungen gemacht. Trotz aller Warn- nngen eines hiesigen erfahrenen Beamten, der den wahren Sachverhalt ahnen mochte, konnte daS Mädchen den Der führerischen Versprechungen nicht widerstehen, und reiste nach Kairo ab. Bor einigen Tagen tzaf an den betreffenden Beamten, der bisher ohne jede Nachricht geblieben war, eine Karte ein, in der daS Mädchen in den flehentlichsten Worten um Hilfe ersucht, da es in ein öffentliches Haus bei Kairo gebracht worden fei. Der betreffende Herr wandte sich sofort an die Münchener Polizeidirektion und an das deutsche Konsulat in Kairo, so daß zu hoffen ist, daß die Arme in absehbarer Zeit den Gaunerhänden entrissen wird. Der Fall mahnt wiederum zur größten Vorsicht bet Annahme von Stellen inS Ausland. Holfeld. 391 0 Eberhard Metzger Seltersweg 70. Telephon 65. Bekanntmachung. Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Tele- graphenlinie von Gießen nach Großen-Linden liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Gießen aus. Darmstadt, 2. Januar 1901. Kaiserliche Ober-Postdirektion. « BÄ“««« ÄE* e Sfyuer des Müller- ' 7« horst wurde Jn Dietesheim bei mehrere Scheuer« \ 3“ tot benachbarten * alte Dienstmädchen Ahütte bei Äschasten. Sram darüber, datz er >en war. DaS Mädchen Schwere Srandwnnden agen Manne eingetragen. gerade einen.Frosch" «trat. Den brennende« c eins bei unserem grog- ver krau! an den dadurch 50 Jahre alte Taglöhner lten ist gestern nacht m iQrtier bezogen hatte, kleine leere Schnapsflasche. Schwadron des hiesigen rnche ansgebrvchen. sm und dm Äachbachuüen. ia will in Mainz em eiSamt hat die Handels- jerzogtnm bestehenden Be- aufilänbifdier -ttiengefe5- tiing bedürfen, um Mit- öedenken entgegensichrr. Der Mämnch« Hrch. )t unS, daß dir in Nr. 2 i uns zugegangene Nach- itn nicht entivriwt. __ UmMßmm WichL Eingetr. Genoffenfch. m. unbeschr. Haftpfl. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß wir nom 1. Januar 1901 ab alle Einlagen bei unserer Kaffe nit 4 Prozent verzinsen. Die Zinsen auf Darlehm werden vom 1. Januar 1901 ab auf 43/i Prozent erhöht. Wieseck, den 29. Dezember 1900. Der Vorsitzende des Anffichtsrates: 385 Dorfeld. lrs. )n8eiti«8«wdwi* um btt llet-V°g-A 91 iai $n* ‘ jtitrt btt« °°° MV» ir wiederholen, die Ml SH KW 7" ft»*’0/'. , zB W Austern frisch eingetroffen. 411 denkende M K Men btt werden, b,e I11.'arbeit-« « >-«' 5 tf taote” 6 'fes&jsä* o I Die - • Paris, 4. Januar. Aus Laurient wird die Verhaftung des Priesters HavaS, Vorsitzender des katho fischen Klubs, gemeldet: Der Grund für diese, großes Auflehen erregende Verhaftung ist noch unbekannt. Man spricht von einem Skandal, der weite Kreise umfaßt. DasPromotionswesenunserer Universitäten. Tas Promotionswesen unserer Universitäten, die Verleihung der Doktorwürde durch die Fakultäten ist in der letzten Zeit wohl immer von der negativen Seite, durch die Kritik von Ausartungen, zum Gegenstände der öffentlichen Erörterungen gemacht worden. Von einem anderen Standpunkte aus beurteilt es im neuesten Hefte der „Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik "der Göttinger Nationalökonom Professor Dr. Gustav Cohn. Auch er giebt zu, daß mancherlei aus alter Zeit überkommenes Mißbräuchliche unserem Promotionswesen anhaftet. Aber das Ganze der Institution fällt damit noch nicht dahin. Üeber- tommen aus der geschichtlichen Entwickelung der Universitäten ist der Charakter des akademischen Grades als einer Abstempelung des Studierten, der mit ihm eine An- iveisung auf die nützliche Verwertung seiner Kenntnisse im praktischen Leben erhält. Der Titel eines „Dr. juris", der heutzutage erworben wird, um beispielsweise in der Welt der Banken und der Aktiengesellschaften seinem Inhaber ein Fortkommen zu sichern, ist keineswegs modern gedacht: gerade so denkt das Mittelalter über den Wert des akademischen Grades. Aber gegenüber dem Zustande der alten Zeit hat der moderne Staat und sein Prüfungswesen sehr erhebliche Aenderungen herbeigeführt. Je länger, desto mehr ist an die Stelle der akademischen Grade als der Befähigungsnachweise für die Ausübung studierter Berufs- erten die staatliche Organisation des Examenswesens getreten — für den staatlichen Gerichts- und Verwaltungsdienst, für die kirchlichen Aemter, für die Ausübung der ärztlichen Praxis, für den Lehrerberuf. Nicht so steht es für manche andere Berufsarten. Jnfolg e der neueren Entwickelung der Wissenschaften, des Studiums und des Berufes ist das Bedürfnis nach öffentlichen Befähigungsnachweisen entstanden, die vom Staat deshalb noch nicht in seinen Bereich gezogen wurden, weil sie für nichtstaatliche Anstellungen verlangt werden. Als hervorragendes Beispiel ist in dieser Beziehung die chemische Technik zu nennen, die mangels einer Staatsprüfung durch das Diplom des Promovierten für die Praxis sich ausweist. Ein anderes Beispiel bieten die Staats- und Wirtschafts-Wissenschaften. Ihr Studium hat sich für die Zwecke des preußischen Staatsdienstes bisher sehr wenig geltend zu machen gewußt; desto mehr für Jnteressen-Verbände, für Handels-, Gewerbe-, Landwirtschaftskammern, für Bank- und Versicherungs- mstitute, für die Journalistik u. s. w. Ein staatlich geregelter und abgeschlossener Studiengang ist dafür bis jetzt in Preußen um so weniger vorhanden gewesen, als der Staatsdienst selbst ein Bedürfnis für feine eigenen Zwecke nicht anerkannt hat. Daher mußte sich das Bedürfnis in anderen Formen Befriedigung schaffen. Und das ist in ähnlicher Weise wie bei den Chemikern durch den 'freien Studiengang unserer Fakultäten geschehen. Das Doktordiplom ist der Befähigungsnachweis für die Laufbahn eines studierten Beamten der oben bezeichneten Jnteressenver- bände u. s. w. geworden. Für solche Zwecke wird sich die Promotion wahrscheinlich nicht nur behaupten, sondern auch noch weiter entwickeln. Neben den Promotionen dieser Art bleiben noch die übrig, die von der Höhe der akademischen Wissenschaft und ihres Betriebes als der eigentliche Kern des Promotionswesens bezeichnet zu werden pflegt: es sind die wissenschaftlichen Arbeiten, die keinen anderen Zweck verfolgen, als den Gang der akademischen Studien in einem bestimmten Fache durch eine selbständige Forschung abzuschließen und den Stempel der wissenschaftlichen Selbstständigkeit in dem Doktordiplom zu erhalten. Diese Gruppe der Promotionen wird für alle Zeit Bedeutung und Rang behaupten. In demselben Grade, in dem sie sich ausdehnt, wird der fiskalische Charakter der Doktorpromotion aus den deutschen Fakultäten verschwinden, um der Form der Prüfungsgebühren Platz zu machen, die dem heutigen Staate angemessen ist und aus die Dauer vor der Welt sich sehen lassen kann. Universitäts-Nachrichten. — An der Universität München find die Privatdozenten Dr. Giesen- hagen (Botanik), F. Voit und R. May (innere Medizin) zu a.-o. Pro- fefforen ernannt worden. — Aus Jena wird geschrieben: Der a.-o. Professor Dr. Max Berworn, Assistent am physiologischen Institut, wurde nach Göttingen als o. Professor der Physiologie und Direktor des dortigen physiologischen 'Instituts berufen. — Die Privatdozenten an der philosophischen Fakultät der Universität Jena Dr. Mentz und Dr. Kentgen, der Nationalökonom Dr. Anton und der Kunsthistoriker Dr. Weber wurden zu a-o. Profefforen ernannt. — Das Prädikat Professor wurde verliehen: Dem Privatdozenten in der medizinischen Fakultät der Uni- verfität zu Göttingen Dr. H Boruttau und dem Privatdozenten in der medizinischen Fakultät der Universität zu Kiel Dr. Kirchhoff, ferner dem Privatdozenten in der philosophischen Fakultät der Universität zu Marburg Dr. A. Brauer, deut Privatdozenten in der philosophischen Fakultät zu Kiel Dr. Wilhelm Benecke und den Privatdozenten in der philosophischen Fakultät der Universität zu Breslau Dr. F. Rosen und Dr. L Milch. — Aus Breslau wird gemeldet: Zum Direktor des Zoologischen Gartens wurde unter 41 Bewerbern einstimmig der Inspektor des naturwiflenschaftlichen MuseumS in Braunschweig Grabowsky ge> wählt. — Im laufenden Wintersemester befinden sich sieben Damen in Unioersitätsstellungen der deutschen Schweiz. An der Universität Bern wirkt Frl. Dr. Anna Tumarkin als Privatdozent der Geschichte der neueren Philosophie, insbesondere der Aesthetik, ferner Frl. Dr. Siglinde Stier als Assistenzarzt der Psychiatrischen Klinik, Frl. Rachel Zipkin als 2. Assistent des Anatomischen Instituts, Frl. Elise Scheidegger als Assistent am Tellurischen Observatorium und Frl. Elise Stettler als Kustos der Stadtbibliothek. — An der Universität Zürich fungieren Frl. Dr. Kworostansky als 4. Assistent der geburtshilflich gynäkologischen Klinik und Poliklinik und Frl. Dr. Fitschen als 2. Assistenzarzt der Psychiatrischen Klinik. — Als Kuriosum sei erMhnt, daß die rheologische Fakultät der Universität Zürich, in der durchweg die freisinnige Richtung traditionell herrscht, 10 Profefforen und Dozenten, dagegen nur U Studenten zählt. Gisenöahn-Ieitung. Petersburg, 4. Januar. Der Verkehrsminister hat auf Vorschlag der Direktion der Staatseisenbahn genehmigt, daß Frauen als Vor stfehertnnen von Eisenbahnstationen zuzulaffen sind. Arbeiterbewegung. Arttwerpen, 5. Jenuar. Trotzdem sämtliche Dockarbeiter gestern die Arbeit wieder ausgenommen' haben, fand vorher noch zwischen dm fremden Ersatzarbeitern und den Antwerpener Dockern ein heftiger Zusammmstoß statt, wobei die fremden Arbeiter arg mißhandelt wurden. Sie verließen meist eiligst dieDocks und mußten unter polizetl'cher Bedeckung zum Bahnhofe gebracht werden. Die Bürgerwehr ist noch immer unter Waffen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Metzen, 5. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butler per Pfd. 0.70—1.00, Hühnereier per St. 8—10 2 St. 00-00 4, Enteneier 2 St. 00—16 4, Gänse' eiet per St. 00-00 4, Käse 1 St 5—8 4, Käsematte 2 St. 5—8 4« Erbsen per L ter 22 4, Linsen per Liter 34 4, Tauben per Paar Jt 0.60-0 90, Hühner per St. Jt 0 90—1 30, Hahnen per Stück JL 0.65 — 1.00, Enten per St. JC 2.vO—2 20, Gänse per Psd. Jt 0.54 bis 11 65, Ochsenfleisch per Pfd. 68 — 74 4, Kuh« und Rindfl i'ch per Pfund 60—64 4 Schweinefleisch per Psd 60—70 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 74 4, Kalifle,sch per Pfd, 60—64 4, Hammelfleisch per Pfd. 50—60 4, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00-5 50 Jt, Weißkraut per St. O«1—00 4, Zwiebeln per Clr JC 5.50—0 00, Milch per Liter 18 4. , ObrrWslye zirbkögabtll für die Frauen Traasosals. Weiter gingen ein: Frl B Mk. 5 A. H. Mk. 1, A. S. Mk. 5, R. Mk. 2, Turnverein Wieseck Mk. 15.05, W. Mk. 5. — ^o.m cn Mk. 68.55. _______________D!e Expedtio» -es Gießener Anzeigers. Neueste Meldungen. Köln, a. Rh., 5. Januar. (Telephon-Meld. b. Gieß- An;.) Heute morgen gegen 11 Uhr brach in einem Materialwarengeschäft Feuer aus, welches sich im Nu über das ganze Haus verbreitete unb den Einwohnern den Ausweg versperrte. T-ie Frau des Geschäftsinhabers und ein zwölfjähriges Kind verbrannten. Zwei weitere Kinder des Inhabers wurden ins Hospital geschafft. Eine Frau aus: der ersten Etage erlitt den Erstickungstod. Eine andere Frau versuchte ein krank zu Bett liegendes Kind aus der dritten Etage zu retten, kam aber mit demselben nur bis zur 1. Etage; wo fte bewußtlos zu Boden fiel uniN beide verbrannten. Bis jetzt hat die Katastrophe fünf Menschenleben gefordert. Lübeck, 5. Januar. 5. Januar. Eishindernisse halber; ist der Schleppschiffahrts-Betrieb auf dem Elbe-Trave- Kanal gestern eingestellt worden. Kiel, 5. Januar. Der Nordostsee-Kanal hat Treibeis, die Segelschiffahrt ist geschlossen. Auf der Eider ist wegen starken Eisdrucks die Schiffahrt vollständig eingestellt. In der Kieler Föhrde und auf der Schlei ist die Segelschiffahrt sehr erschwert. London, 5. Januar. Lord Roberts hat gestern morgen sein Amt als Oberbefehlshaber der englischen Armee angetreten. New-N0rk, 5. Januar. Eine heftige Influenza- Epidemie ist hier ausgebrochen. An Bord des Kreuzers Alabama sind der Kapitän und 155 Mann daran erkrankt. Die Epidemie greift weiter um sich. Berlin, 5. Januar. Wie das „B. T." von gut unterrichteter Seite hört, soll Berlin seinen eigenen Ober-, Präsidenten bekommen, und zwar wird schon im nächsten Staatshaushalt die betreffende Stelle enthalten sein. Börsennachrichten« Berlin, 4. Januar. 4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 53 90 M. 4O/o do. 8. 5/4 unk. b. 1904 53.90 „ 3'/«°/o do. 8. 7/8, unk. b. 1906 51.00 » 4 0/0 D. , Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 96.80 » S'/,°/o do. unk. 1905 89.30 » 4°/o Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 83 50 , 4O/o do. 8. 15-18 unk. b. 1900 83.50 1L 4 8/o de. 8. 19-20, unk. b. 1905 83.50 „ 3«/, do. 8. 13, 14 78.00 » 5V1% do. 8. 21, 22, unk b. 1905 78.00 , Telephonischer Kursbericht« Frankfurt, den 5. Januar. 8anuar ö.f. von vormittags 10 Uhr an werden in der Wohnung der Witwe Johannes Ltroh, Haus Nr. 120 in Wißmar 2 Kühe, 3 Stück Jungvieh, 2 Schweine (Läufer), Korn und Haferstroh, Dickwurz, Kartoffeln, 1 Häckselmaschine, 1 Fegmühle, sowieAckergeräte freiwillig versteigert. 394 Wißmar, 3. Januar 1901. Pansch Ortsgerichtsoorsteher. Hohversteigerung Das im Beuerner Gemeinde- wald für dieses Jahr zur Fällung kommende Bau- nud Werkholz, als: ca. 70 fm Eichen- und 150 fm Nadel- Stammholz, sowie ca. 200 fm Nadel - Derbstangen, darunter Grubenholz, soll submittiert werden, und können Liebhaber ihre Offerten bis zum LI. d. Mts., nachmittags L Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei etnfenden, woselbst deren Eröffnung und Vergebung um 2 Uhr stattfindet. Beuern, den 4. Jan. 1901. Gr. Bürgermeisterei Bemrv. Otto. 393 WWWÄ Statt. Schlachthaus. Freibank. Heute und Montag: Ochskifleisch 56 pfg. Schweinefleisch 45 psg. Vorzüglicher deutscher u. franz. Kognak ärztlich empfohlen die Flasche von Mk. 1.50 an in gut gelagerter Qualität stets vorrätig bei 413 1 & G. Wallenfels, Weinbau d lang Telephon46. Markt21. Fir Hotels n. Restaurants Vorzugspreise. — Prompter Versand nach auswärts. Tanz- und Fechtschule Ton 377 Emil Orth. Giessen. Frankfurt ». M. Montag den 21. Januar er. beginnt ein neuer Tanzunterrichts-Kursus und bitte gefl. Anmeldungen Bahnbofstr.31, II , gelangen zu lassen. In diesem Kursus werden unter Garantie der Erlernung folgende Tänze in kürzester Zeit gelehrt: Sechsschritt-Schleif- walzer, Polka. Rheinländer, Polka-Mazurka, Esmeralda, Pas de Quatre, Washington Post, Tyrolienne, Menuetwalzer, Kaiser-Polka, Contre (Fran^aise), Quadrille ä la cour, Gavotte der Kaiserin und Menuet de la Reine. Privatfltnnden zu jeder Zeit in und äusser dem Hause. Vollste Garantie der unbedingten Erlernung jeden Tanzes. Täglich frische Kreppet» aus nur reiner Lau-butter her- gestellt. 402 Carl Spanier, st»* Mazzen eingetroffen. 407 J« UL Schulhof. Gänsefett abzugeben. 406 Cafe Ebel. Du verkaufen Sehr gut erhaltene >cotio Zivil- it. Militär kkider feilweise nock gar nicht getragen, ab» zageben. Wo? sagt die Exv. d. Bl. In der Nähe des BahnhofeS Hungen ist eine Hofraitr, für Geschäfts- und Fabrikbetrieb vorzüglich geeignet, zu verkaufe«. Dgerten unter Nr. 037 an die Cxp:dition dieses Bla'teS erbeten. 05878] Eine ChatseuyaVe und eine Gurteuhütte wegzugsh. zu verkaufen. Ludwigstratze 4. Giessen, Langsdorf und Zell, den 4. Januar 1901. Die Beerdigung findet Montag den 7. Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Grünbergerstrasse 52, aus statt. 412 Die tieftrauernden Hinterbliebenen: V. Gonter, Regimenisschneider, Otto Gonter, Philipp Schmidt, Margarethe Schmidt, Peter Gonter. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst geliebte Gattin, Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Elise Gonter, geb. Schmidt im noch nicht vollendeten 35. Lebensjahre nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden heute nacht 11% ühr zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Todes-Anzeige Gestern abend entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit unser liebeS Söhnchen Heinrich im Alter von 5 Monaten. Die trauernden Hinterbliebenen: Hch. Henkel und Fran. Gießen, den 5. Januar 1901. 414 Die Beerdigung findet Sonntag den 6. Januar, vormittags 9Ve Uhr, vom Sterbehause, Wallthorstraße 27, au3 statt. Gießen, den 5. Januar 1901. 062 ? Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei drm Hinscheidrn unseres lieben Vaters, Bruders, Schwagers und Onkels grtttt Ludwig Lind sagt innigen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hch. Herzberger. Afcdetmscher Gesangverein. Montag den 7. Januar 1901, abends 8 Uhr; Beginn der Proben für „Faust“ von Schumann 379 Der Vorstand. jlnnf Gesuche 100 Ckulntt Stroh z.kaufen aes Jndertbal.Großmüble Hasensclle Marder, Iltisse, Otter und Füchse, kauft zu hohen Preisen IKretzschmar,”“'* nächst der alten Etadtkirche. 390] Von kapitalkräftigem, tüchtigem Kaufmann wird ein nachweisbar rentables, mittleres Fabrikoder Engrosgeschäft i« kaufen gesucht; eventl. Beteiligung nicht auSgescblofien. Aus'übrlicke Offerten erbeten an Rudolf Moss«, Frankfurt (U M. unter F B P 998. ZU vermieten 061] Geraum, m Wafferleit. verseh. Part.-Wohnung nebst Zubeh. ev. a. Gartenant. p. März ob. April z. vrm. Näb. MaröurgerSr. 10, II. 389] Schöne 4-Zimrnerwohn. im mittl Stock, mit Mansardenzimm., in ges., freier Lage per 1. April zu verm Liebiastraste 83. 383] 5 Zimmer, mittl. Stock, Neubau, schöne freie Lage, sofort zu vermieten. Christian Pfeiffer, Schiffenberoerw , u. Steins Garten I 380] 4 Zimmerwohnung (part.) mit Zubehör per 1. 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Januar abenbS 8<, Uhr: Monats - Ansammlung bei Karnerab König, Stabt Eaffel- Giestener ^tadttheatee. Sonntag ben 6. Januar 1901: Jrn Abonnement! Des Königs AefeHl ober: Per alte Aritz i« feinem ^rivatleve«. Lustspiel in vier Akten von Dr. Karl Töpfer. Anfang 8 Uhr. Enbe 10»/« Uhr. In Vorbereitung: Atachsmamr als ßrzteßer. Sonntag, 6. Ja«. 1901t 1.dikSj.Ztkjiousaus-us DünSderg - «leiderg. Abfahrt Bieber 10^, Warmfrühstück DünSberghauS 12Ubr, Mittageffen Gleiberg 24/2 Uhr. 410 Verantwortlich für ben attgemetnen Teil: P. Witrko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. — Druck nnb Verlag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. ** to*”we" z-alßkatzt nr. «Ä« L-Z 2(t Ei« SieM M Dr. Km 1. Januar M Stbtn jettete» I ■ durch ein besonderes < tzitwickelung der Bank mit dem staunenerregen Wirtschaftslebens verm übertriebenen Lorstellui lächeln, wonach man w Mtel für die Emerbui iah, immerhin blerbt ei Mwickelung nicht au|| aefahrverhütenden Grui entbehrt, und ein gei M Gründe genug, tve fchen Reiches an erster Um den Wendepm Vankgesetzes und seine tu der deutschen Aeldll zu können, wird man j' muffen. Zwar waren in denen sieben deutsö durch die deutsche Mül unb der Münzeinheit tvaren aus dem Gebie Papiergeld unb Banln -m Jahre 1873 Waren Wertzeichen im Reich heißgeliebten, zersetzte Vtufenen tifyimerigle waren noch bas fieinfi Umstand, daß sich unh Men, die, von kleinst, mge in großen Menge Wien und einen stiin bildeten. Tas ehedem ruf allen Gebieten, mo MM beißen, mit i «orlteaendes bezogen Mnzelstaaten noch 331 J e bas notwendiqe -s nun gefd ÄSJffl ^sens freilich nii Erworbenen Rechte sei«, Ämit kr< ”eit konnte, und es ®*tie AktbrßiiiMlm u ? i? bekannten !m°nen 5 &«'.?• Wl'&Än" MM UW L,k" l«ben/