Nr. 386 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 5. Dezember 1901 Erscheint täglich *nü Ausnahme des Montags. J3te Siebener Familien- nlätfer werden dem Anzeiger im Wechsel mit ^em »Hess. Landwirt' und den „Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei- gelegt. Redaktion, Expedittor und Druckerei: Gchnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr.51. GichenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeige« iu der für den folgenden Tag erfcheinendcn 9tr, bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt- lungsstcllcn des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wlttko: für den Anzeigenteil: HanS Beck. Bom Bnrenkriege Aus H a r r i s m i t h kommt folgende Meldung des „Reuterschen Bureaus": General Dartnell, mit einer Abteilung leichter Reiter, überraschte eine Abteilung bewaffneter Huren, nahm 24 Mann gefangen, unter denen sich der Feldkornet Lyon und der Kapitän Pretorius befanden, und erbeutete 800 Stück Vieh und 150 Pferde. Lyon war der eifrigste Burenführer jenes Bezirks. Wie aus Amsterdamer Burenquellen berichtet wird, haben die Buren beschlossen, nunmehr andere Maßregeln gegen die von ihnen gefangenen Engländer zu treffen. Anstatt diese, wie bisher unter dem Versprechen zu entlassen, daß sie die Waffen gegen die Buren nicht mehr ergreifen, sollen sie nnnmehr auf den Armen tätowiert, und bei Wiederergreifung erschossen werden. Ter nach Brüssel zurückgekehrte Dr. Leyds demen- tre rt formell alle Friedensgerüchte. Tie englische Botschaft verständigte die Pforte vsn einem demnächstigen Transport englischerseits in Odessa gekaufter, für Südafrika bestimmter Pferde durch die Dardanellen. folgende hervorgehoben: 200000 Mk. (voller Bedarf) zur Beschaffung eines Garnisonexerzierplatzes in Fulda; 15000 Mk., erste Rate (zu den Kosten vorläufiger Verhandlungen und Entwurfsbearbeitung) zur Erwerbung und Herrichtung einesTruppenÜbungsplatzes für das achtzehnte Armeekorps. Kosten für Platz und Lagereinrichtungen können noch nicht angegeben werden. (In Betracht kommen bekanntlich nach der Original-Meldung des „Gieß. Anz.", die seitdem in die meisten Blätter übergcgangen ist unter Zitat des „Darmst. Tägl- Anz.", der u n s die Nachricht entnahm, ohne uns zu erwähnen, die Orte R ü d d i n g s h a u s e n im Kreise Gießen und W o r - mertshausen im Kreise Marburg. D- Red.) Die einmaligen Ausgaben des außerordentlichen Etats, die aus der Anleihe gedeckt werden, betragen 23 295 850 Mk., davon 4 728000 Mk. für den Ausbau der Landesbefestigungen. Ferner werden u. a. gefordert: 235 000 Mk. als erste Rate für Grunderwerb und Entwurf zum Neubau eines Garnisonlazaretts und Ersatzbeschaffung eines Exerzierplatzes in Koblenz; 13 000 Mk. als erste Rate für den Entwurf zum Neubau eines Garnisonlazaretts in Darmstadt. Der mutmaßliche Verkaufserlös des alten Lazaretts beträgt 249 500 Mk., welche der Reichskasse zufließen würden; 300000 Mk. voller Bedarf zur Fortsetzung der Versuche mit Selbstfahrern zur Beförderung von Verpflegungsmitteln und Munition. Deutsches Reich. Berlin, 3. Dez- Vor dem Kais er fand heute mittag die Vereidigung des Weih bi schoss von Straßburg. Baron Zorn vou Bulach, statt. Der Kaiser hielt folgenden Ansprache: Mit Befriedigung hat es mich erfüllt, daß zum Werhbischof der altehrwürdigen Diözese Straßburg ein Mann berufen worden ist, der dem Reichs- lande^von Geburt anLehört. Sie, Hochwürdiger Herr, sind ein Sohn des Elsaß und Sproß eines alten elsässischen edlen Geschlechts, das seit der grauen Vorzeit seinem Lande zahlreiche hervorragende Männer gestellt hat. Ihnen ist es nunmehr beschieden, als Weihbischof dem Bischof Ihrer Heimats-Diözese zur Seite zu stehen. Gern habe ich Sie daher in alle mit diesem Amt verbundenen Würden und Berechtigungen eingesetzt, und ich habe es mir nicht versagen können, wie neulich fettens des Bischofs von Metz, so auch von Ihnen das Gelöbnis der Treue persönlich entgegenzunehmen. Die soeben von Ihnen gesprochenen loyalen Versicherungen und Wünsche für mich), und mein Haus sowie Ihre Vergaugenhett im Staats- und Kirchendienst befestigen mich in dem Vertrauen, daß Sie es für Ihre Gewissenspflicht halten werden, Pie Eintracht zu pflegen und in der Diözese Straßburg, soweit es an Ihnen liegt, den Geist der Ehrfurcht gegen mich zu stärken und die Liebe zum deutschen Vaterlande zu mehren. Sie werden damit nur dem Beispiel Ihrer Vorfahren folgen, die zu Zeiten des Heil. Römischen Reiches Deutscher Nation in guten und bösen Zeiten, die Treue zu Kaiser und Reich, gehallen haben. Von Herzen heiße ich Sie, hvchwürdiger Herr, in dem Ihnen, übertragenen Amte willkommen. Möge Ihnen in Ihrem neuen Wirkungskreise Gottes Segen in reichstem Maße beschieden sein. — Das Königin Augusta-Regiment feierte heute den 64. Geburtstag seines Chefs, der Groß her-, zo gi n v o n B a d en. An Stelle des Obersten von Weftern- hagen, der sich mit drei Offizieren zur Beglückwünschung nach Karlsruhe begeben hatte, brachte der Offizier des Stabes beim Regiments-Appell das Hurra auf den Regimentschef aus. Heute abend versammelte sich das Offizier- Korps im Kasino zu einem Festmahl. — Der Kaiser und die Kaiserin sagten sich heute abend bei dem Reichs kanzler und der Gräfin Bülow zum Diner an — Tie Wahlprüfungskommission des Reichstags hat die Wahl des Abg. Sieg (natl.) (3. Marienwerder) mit 16 gegen 7 Stimmen für ungiltig, die Wahl des Abg. Baltz (natl.) für giltig erklärt. — Die Nationalliberalen haben heute beschlossen, in die Kommission zur Vorberatung des Zolltarifs die drei Redner der Fraktion in der Generaldebatte Dr. Paasche, Frhr. Heyl zu Herrnsheim und Dr. Beumer, sowie außerdem den Abg. Sieg zu entsenden. — Zur Bürg er meist er frage teilte der Stadtv. Rosenow gestern in einer Bezirksversammlung mit, daß vor der zweiten Wahl mehrere der Neuen Linken nahestehende Stadtverordnete den Stadtrat Kau f sm an n darüber interpelliert hätten, ob er auch unter allen Umständen an dem Bürgermeistermandat festhalten würde; Kauffmann habe darauf erklärt, er würde sein Mandat unter feinen Umständen freiwillig aufgeben. Hierzu wird jedoch aus dem Rathause mitgeteilt, daß mit Kauffmann mit Rücksicht auf die veränderte Sachlage bisher keinerlei Verhandlungen, auch nicht aus Stadtverordneten- kroisen geschwebt haben, und daß derselbe bisher keinerlei Erklärung abgegeben hat. — Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht einen längeren Auszug aus dein Militäretat für 1902. Der Etat für das preußische Kontingent und die in die preußische Verwaltung übernommenen Kontingente der anderen Bundesstaaten weift im ordentlichen Etat an fortdauernden Ausgaben ein Mehrerfordernis von 8106 726 Mk., an einmaligen Ausgaben ein Mindererfordernis von 17 834 686 Mk. auf. An Einzelheiten sei folgendes erwähnt. Beim Militärkabinett ist bei der steigenden Arbeitslast die Bildung einer neuen dritten Abteilung Bedürfnis geworden. Zur Fortführung der Errichtung von Maschinengewehrabteilungen Sllen im Jahre 1902 weitere 7 Abteilungen gebildet und e Etatsstärke der bestehenden fünf Abteilungen anderweit festgesetzt werden. Außerdem sollen bei der Fußartillerie, deren Aufgaben vielseitiger und schwieriger geworden sind, 10 Kompagnien neu errichtet werden. Infolge. der Einführung des Betriebes mit Zivilhandwerkern bei den Be- klordungsämtern der Garde, des 6. und 7. Armeekorps werden von den für diese etatsmäßigen 832 Oekonomie- handwerkern 826 abgesetzt werden. Durch diese Aender- ungen in der Heeresstärke, die vom 1. Oktober 1902 durchgeführt werden sollen, sowie durch eine geringe Verstärkung des Bezirkskommandos wird die int Gesetz vom 25. März 1899 festgesetzte Friedenspräsenzstärke an Gemeinen, Gefreiten und Obergefreiten, int Laufe des Rechnungsjahres 1903 erreicht. Für das roßärztliche Personal ist eine Gehaltsänderung vorgesehen. Dieselbe erfordert eine Mehrausgabe von 339 039 Mk. Infolge der Anforderungen der modernen Kriegführung wird die Errichtung einer militärtechnischen Hochschule beabsichtigt, die in Charlvttenburg mit dreijährigem Lehrgang für 200 Offiziere eingerichtet werden soll. Für den Entwurf eines Neubaues dieser Hochschule werden 15 000 Mk. gefordert- Die Minderforderungen Bei den einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats erklären sich durch die Erledigung einer großen Reihe von Neubauten durch die Bewilttgungen des Etats für 1901 oder durch niedrigere Beträge vieler in dem neuen Etatentwurf für Bainen geforderten weiteren Raten, endlich durch die infolge der ungünstigeren Finanzlage gebotenen Sparsamkeit. Von den wichtigeren Neuforderungen seien Ausland. Haag, 3. Dez. Die neuerdings umlaufenden Gerüchte, daß sich Königin Wilhelmina in gesegneten Umständen befinde, werden von gutunterrichteten Kreisen für durchaus unbegründet bezeichnet. Vielmehr sei erwiesen, daß das Unwohlsein der Königin auf eine Fehlgeburt zurückzuführen sei. Brüssel, 3. Dez. Der Bischof von Gent Stille- ntan ist vom Papst in den Gras en stand erhoben worden. Paris, 3. Dez. (Kammer.) Der Nationalist Massa- buau führt aus, die Finanzen aller Staaten stünden unter der drückenden Herrschaft der ins Unermeßliche gestiegenen Ausgaben für Armee und Marine, und nach der Haager Konferenz sei der Moment ernstlichen Erwägens gekommen, ob die Mllitärlast nicht durch eine internationale Vereinbarung zu mildern sei. Redner schließt unter dem Beifall der Sozialisten mit der überraschenden Erklärung, daß er das B ü n d n i s mit Deutschland für das einzige Mittel halte, Frankreichs. Finanznot zu heilen. Wien, 3. Dez. Im Abgeordnetenhaus erklären die Ruthenen, Sozialdemokraten und der böhmische Bauernstand, daß sie gegen das Budgetprovisorium stimmen werden. Das Gleiche erklärt Bareuther Namens der Alldeutschen, die der Regierung kein Vertrauen entgegen^ brächten, weil diese nicht durch Gesetz die deutsche Sprache als Staatssprache erklären lasse und den Paragraph 14 nicht beseitige. Petersburg, 3. Dez. Der Aufenthalt des Marquis Ito in Petersburg veranlaßt die hiesigen russischen Blätter, Japan Komplimente zu machen, die Friedensliebe Rußlands zu betonen, und über ein russisch-japanisches Bündnis Betrachtungen anzustellen, die durchweg zu Gunsten eines solchen Bündnisses ausfallen. Konstantinopel, 3. Dez. In Djed dah (am Roten Meere, Hafenstadt für Mekka) hat die dortige, 700 Mann starke türkische Garnison gemeutert. Dieselbe zog sich in die große Moschee zurück, welche sie befestigte. Tie Truppen fordern ihren rückständigen Sold, sowie ihre Heimbeförderung, da seit zehn Atonalen ihre Dienstzeit abgelaufen ist. Ter dortige Gouverneur hat jeden Einfluß verloren. Der Sultan sandte den Scheris von Mekka nach Tjeddah, um den Streit zu schlichten. Die Konsuln daselbst sollen wegen ihrer persönlichen Sicherheit einigermaßen beunruhigt sein, und es ist nicht ausgeschlossen, oaß deshalb ein in der 9!ähe befindliches italienisches Kriegsschiff nach Djeddah beordert wird. New-York, 3. Dez. lieber den Ankauf der dänischen Antillen durch die Vereinigten Staaten wird berichtet, daß der Präsident des General-Ausschusses für Strategie, Admiral Tewey, erklärt hat, der Ankauf der Insel St. Thomas sei aus strategischen Gründen unbedingt notwendig. Man schließt hieraus, daß der Ankauf der Antillen unbedingt zu stände kommen wird. Dom Krieg in ßentral-AmeliKa. Von dem Kommandanten S. M. S. „Stein" ist nachstehendes Telegramm aus Colon eingegangen: „Colon ist seit 30. November wieder in Händen der Regierungspartei, die Rebellen haben die Waffen niedergelegt. Die Amerikaner, Engländer und Franzosen haben einen Teil der Mannschaft zum Schutz ihrer Nationen aus- geschifft. Die deutschen Interessen lind nicht unmittelbar bedroht, die Ruhe ist vorläufig wieder hergestellt. Der „New-York Herald" meldet aus Port of Spain: Aus Laguayra eingetroffene Reisende berichten, der deutsche Gesandte in Venezuela empfehle seiner Regierung, acht Kriegsschiffe in verschiedenen venezolanischen Häsen zu stationieren, um eine Zahlung von Entschadig- ungsforderungen zu erzwingen. Wie dem „New-York Herald" aus Washington gemeldet wird, rechnet man dort nicht damit, daß Deutschland den Versuch machen werde, einen Gebietsteil zu besetzen. Deutschland wird freie Hand gelassen werden, Venezuela zu zwingen, den Forderungen deutscher Staatsangehöriger gerecht zu werden. Seitens der Regierung der Vereinigten Staaten werde nichts dagegen gethan, wenn Deutschland oder irgend ein anderer europäischer Staat eine Flotte nach Venezuelai entsendet, um die Beilegung der schwebenden Fragen zu erzwingen. Schwurgericht P. Gießen, 4. Tcz. Gestern vormittag wurde vom Landgerichts rat Hellwig die Verhandlung um 9 Uhr eröffnet. Angellagt sind der 60 Jahre alle Landwirt Heinrich stlug von Metzlos-Gehag wegen Vergehens nach § 173 d. Str.-G. und dessen 29 Jahre alte Schwiegertochter Witwe Sibylle Klug von Metzlos- Gehag wegen Kindestötung. Die Anklage vertritt Gerichtsassessor Dr. Hetzel. Heinrich Klug wird von Rechtsanwalt W erdig, Sibvlle Klug von Rechtsanwalt Hoos verteidigt. Es sind 8 Zeugen und als medizinischer Sachverständiger Kreisarzt Dr. W e n g l e r geladen. Beide Angeklagte sind in vollem Umfange geständig. Die Witwe Klug giebt zu, ihr am 23. Oktober geborenes uneheliches Kind, dessen Vater ihr Schwiegervater war, gleich nach der Geburt getötet zu haben, indem sie ihm oen Hals zudrückte. Die kleine Leiche wurde von der Mutter im Garten verscharrt. — Der Angeklagte Heinrich Klug erklärt, er habe nicht gewußt, daß der Umgang mit der Ehefrau seines verstorbenen Sohnes strafbar sei. Die Ange- ttagte will ihn auf die Straffälligkeit aufmerksam gemacht haben. Durch die Zeugenvernehmung wird festgestellt, daß die Sibylle Klug häufig anderen Personen gegenüber geklagt habe, ihr Schwiegervater stelle ihr nach. Der Arzt von Freiensteinau bekundet, daß er die Angeklagte Klug untersucht und ihren Zustand festgestellt, ihr auch geraten habe, in die Klinik nach Gießen zu gehen, um dem Gerede der Leute aus dem Wege zu gehen. — Kreisarzt Dr. Wengler bekundet, daß die Leiche des Kindes der Angeklagten, als sie ihm vorlag, bereits so in Verwesung übergegangen war, daß er nicht festzustellen vermochte, ob das Kiyd lebend zur Welt gekommen sei. Doch sei es reif und lebensfähig gewesen und in Verbindung mit den Angaben der Angeklagten müsse er annehmen, es habe gelebt. Damit ist bie Beweisaufnahme erschöpft. Die an die Geschworenen gerichteten Schuldfragen lauten: betreffs des Angeklagten Heinrich Klug wegen Verbrechens aus § 173 d. Str.-G. (Blutschande, betreffs der Witwe Sibylle Klug, ob diese schuldig fei: 1. der gleichen Thctt; 2. der Kindestötung und ob ihr wegen dieses Verbrechens mildernde Umstände zuzubilligen seien. Tor Vertreter der Staatsbehörde, Gerichtsassessor Dr. He tzel, plaidiert für Bejahung der Schuldfragen gegen beide Angeklagte. Es sei ein trauriges Sittenbild, das die Verhandlung entrollt habe. Moralisch fei der Angeklagte Klug sclMd an dem Unglück der Witwe. Dieser Umstand und die Thatsache, daß die Sibylle Klug ihre That gestanden hat, aufrichtige Reue bekundet, und noch nicht vorbestraft ist, veranlassen den Ankläger, mit Wärme dafür einzutreten, daß der immerhin bedauernswerten Person mildernde Umstände zugebilligt werden. Der Verteidiger des Heinrich Klug, Rechtsanwalt Weidig, erklärt, er sei ganz der Ansicht des Staatsanwalts. — Rechtsanwalt H o o s nimmt Veranlassung, dem Vertreter der Staatsbehörde zu danken, daß er ihm seine Aufgabe, die Angettagte Scbylle Klug zu verteidigen, so leicht gemacht habe. Eingehend würdigt er nochmals alle Milderungsgründe, die für feine Klientin sprechen. Nach kurzer Rechtsbelehrung seitens des Vorsitzenden und nach einviertelstündiger Beratung verkündet der Obmann Landwirt C r ö l l von Altenstadt den Spruch der Geschworenen, der dem Antrag des Vertreters der Staatsbehörde gemäß lautet. Gerichtsassessor Dir. Hetzel beantragt, gegen Sibylle Klug wegen der Kindestötung auf die geringste zulässige Strafe von zwei Jahren Gefängnis, wegen des Vergehens aus § 173 d. Str.-G. aber auf 4 Atonake Gefängnis zu erkennen, und als Gesamtstrafe 2 Jahre 2 Monate Gesängnis auszusprechen, woraus sechs Wochen der verbüßte,: Untersuchungshast in Anrechnung zu bringen seien. Geyen den Angeklagten Heinrich Klug beantragt er, eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten zu erkennen, unter Anrechnung von 4 Wochen Unter, suchungshast. Verteidiger Rechtsanwalt Hoos bittet die Strafe gegen Sibylle Klug noch erwaS-heraozusetzen, damit die Mutter ihren drei verwaisten Kinoern btub zurückgegeben werde. Ter Verteidiger, Rechtsanwalt Weidig, hält die gegen feinen Klienten beantragte Strafe für viel zu hoch und sucht in geordneten die Anerkennung seiner S. K. Hoheit ausgedrückt des neuen Bürgermeisters vor. Darauf dankte Bürgermeister Alsdann übergab er Bürgermeister Kunst und Wissenschall. Tunnel des Kaffs ist man bis auf 11 Meter vorgedrungen. X Lauterbach, 3. Dez. Vor Erbauung der Nebenbahn! Lauterbach-Grebenhain wurden bekanntlich alle Gemeinden der in Frage kommenden Gemarkungen, die die Bahn berühren sollte, befragt, ob sie die Bahn resp. einen Bahnhof haben wollten. In einer ziemlich großen Gemeinde kam diese Angelegenheit im Gemeinderat zur Sprache. Man sprach sich dahin aus, daß man keine Bahn wollte. Einer der Ge- .meinderäte sagte: „Mir wonn däi Eiseboh näit, däi mächt ons die Aecker on Wiese kaput, onn aach scheue noch däi Osse (Ochse) dofürl" Was die Bewohner wollten, ist eingetreten. Sie sehen jetzt überhaupt keinen Zug kommen und müssen, wenn sie ihn einmal benutzen wollen, beinahe dreivicrtel ließ, stieß mit dem gleichzeitig in den Hafen einlaufenden Torpedozerstörer „S a lm on" zusammen. „Salmon" ist völlig wrack. Der vorderste Feuerungsraum stand bald unter Wasser. Zwei Heizer werden vermißt, zwei andere sind verletzt. Die „Cambridge", anscheinend unbeschädigt, kehrte zurück und landete die übrige Mannschaft des „«salmon". — I Jakob Grimm in der am 8. diovember 1849 gehaltenen akademischen 2. ! Vorlesung über Schule, Akademie und Universität, Rooert u. Mohl, ite „Politik", Bluntschli, „Allgemeines Staatsrecht", Paul en, „Die ^ezemoer ein einipmuiiyc» vu,uA «orddeut eben Universitäten", schließt die „Norddeutsche" ihre Ausüber die geschlossene Barriere des Bahnüberganges und * aic preußische 'Universitätsverwaltung leat wurde von dem aerade emfahrenden Franksurt-Cronberger öe'n Vorschlagsrecht hohe Bedeutung bei, nicht blos, weil der fach- >■— >-»«>-<-» «*■"»«■, «2 —— ——■ im —— । i— I Regierung danke er, daß sie ihm ihre Bestätigung Nicht a r.mf) versagt habe, ebenso dm Stadtverordneten, daß sie ihm ihr gtlUVl UHU GUlllL Vertrauen geschenkt hätten. Sein Bestreben werde es sem, (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen .Original-Nachrichten Allen gerecht zu werden. Er schloß mit einem Hoch auf ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) I Friedberg. ' Toulon, 3. Dez. Gestern Abend brach in einem dicht bevölkerten Stadtteile eine furchtbare Feuersbrunst «..Gießen, 2. Dez. (G ewerbeaerich t-) Den VoM aus. Mehrere Gebäude sind vollständig zerstört. Es gelang führt Beigeordneter Wofff Als Bttsttzer fungieren Metzgermey^ nur mit großer Mühe die Bewohner zu retten. Eine Frau Schnewenneffter Georg Wilhelm Log von hier klagi als gesetzlicher ist in den Flammen u m g e k o m m e n. An dem Rettungs- ycrtx.cter jeincr minderjährigen Tochter Dina gegen das Putzgeschast ^7CtCi[,3k M -»ch «ne Abteilung russischer Wtarine. ' ' Lien, 3. Dez. Auf der Station Sollenau der ». pang-Bahn fand heute Nacht em Zusammenstoß zweier! ^^rden sei. Anderweitige Arbeit habe sie erst am 11. September Personenzüge statt, wobei drei Personen schwer, 19 leichter gefunden, und es werde deshalb bis zu diesem Zeitpunkt die ver- verletzt und drei Personenwagen zertrümmert wurden. einbarte Monatsvergütung verlangt. Er gebe zu, daß derAchter • B-lgrad, I.Dezbr. ' Der Postinspektor Pvpov.ee lerschoß sich wegen Unregelmäßigkeiten. I a(§ einc dauernde" nicht anzusehen. Ter Vertreter der Beklagten * New-Port, 3. Dez. Bei der Löschung der Fracht beantragte kostenfällige Klageabweisung, weil das Arbettsverbaltnis des Dampfers „Palatia" wurde ein Mann in ein er ordnungsmäßig gelöst worden sei 2)a5 ®end)t Rifte cingenagett gefunden. Er war infolge von Hunger de^ektag.en^ und werft d.e.ftbrge und Durst bewußtlos. Er hatte fünfzehn Tage m der Arbeitsoerhältnis" jeder Arbeitsvertrag anzusehen sei, ^bei dessen Kiste zuaebracht. Der Mann heißt Johann Beck und ist aus «Abschluß die Dauer nicht ganz genau (so und so viel ^age oder ^uhnnpft Monate rc.) vereinbart worden sei, und dap em , solcher Arbelts- -Kapstadt. 3. Dez. In Mosselba.) sind 5 an der Pest erkrankt. Metzgerqesellen Jean Krämer gegen Metzgermeister Carlpartmann • Schiffsunfälle. 9lach einer bei Lloyds emge-1 Hst,. liegen Entschädigung endete mit einem Vergleich. Der'Klager aanaencn Depesche aus Alexandrien kollidierten der hatte Entschädigung verlangt, wett ihm Beklagter' seine Papiere Dampfer des Oesterreichischen Lloyds .Kteopatra" unbbcr Sonffepteä "ml ^ftnggönä^edangt“ilon^bem °Ünternef>mex: Messageriedampfer „Congo" am Quai; der Dampfer „^eo- ^wiq Weimer i>. Waldgirmes 29.36 Mk. Entschädigung wegen patra" sank. — Der Dampfer „Cambridge", der am 2. ^»id- und kündigungsloser Entlassung. Nachdem cuw Anzahl ld. M. abends den Hafen von Harwich (Grffch. Essex) ver-I Zeugen vernommen war, verglichen sich die Parteien. Die mag Stunden zur nächsten Station zu Fuß gehen. Friedberg, 3. Dez. Hellte vormittag fand in feierlicher^ Weise bie Vereidigung des Bürgermeisters Sandmann in Gegenwart der Stadtverordneten und Beigeordneten statt/ Kreisrat Fey warf, nachdem Bürgermeister Steinhäußer den Akt eröffnet hatte, einen Blick in die Vergangenheit. Vieles sei unter der Leitung des seitherigen Bürgermeisters mit Hilfe von Beigeordneten und Gemeinderat erreicht ivorden, ohne daß allzuviel die Mittel der Stadt in Anspruch genommen worden seien. Und wenn er einen Blick in die Gegenwart und Zukunft richte, so möchte er auf das Wort Hinweisen: „Derjenige trifft das Richtige, der das Angenehme mit dem Nützlichen und Schönen zu verbinden weiß." In diesem Sinn solle man ein Gemeinwesen leiten. Sodann übergab er als Zeichen der Anerkennung im Auftrag des Großherzogs Bürgermeister Steinhäußer die Medaille für Kunst mit der Aufschrift „Dem Verdienste". Der Redner be- F r a n k f u r t a. M., 3. Dez. Thilo von Trotha's „H o f - gunst" wurde als sJtoüität für Frankfurt von einem äußerst animierten Sonntagspublitum aufs Lebhafteste applaudiert. Fräulein Sangora gebührt das Verdienst, durch ihre entzückend natürliche Leistung als Vickh den । , Hauptteil zum Erfolg des an sich ziemlich leichten Werkes Gießen, den 4. Dezember 1901. Darmstadt, 3. Dez. Der ehemalige Generalachutant be§ beigetragen zu haben. Eine drastische Figur stellte auch *• Die Großherzogin Viktoria Melitta ist mit ihrer Mutter Großherzogs, von Wernher ist nach längerem Leiden 9?- HerrBayrhammer als Roden auf die Bühne, ebenso wußten der Großherzogin-Witwe von Sachen-Koburg und Gotha und sippb en. . die sonstigen Darsteller ihre Rollen zur besten Geltung Prinzessin Beatrix in Nizza am 3. d. Mts. eingetroffen. b Mainz, 2. Dez. Die wegen des Diebstahls bei zu bringen. - « < " Kunstverein. In der gestrigen Sitzung des Vorstandes dem Hofcat Bürkel hier in Brüssel verhafteten drei Personen Bonn, 2. Dez. Einneu es.^"te'- so des Kunstvereins wurde Bürgermeister Mecum zum Vor- werden nächster Tage hierher ausgeliefert. Nach den bis- nächst errichtet • t? der frühere OberregisseuL sitzenden und Prof. Dr. Sauer zum Konservator des Vereins herigen Feststellungen ist es als sicher anzunehmen, daß tueI f „Theaters' in Sondershausen, Heinrich Loewenfeld, gewählt. Eisenbahndirektor Schoberth, der seit dem Weg- den Brüsseler Sicherheitsorganen m die Hande geratenen übernehmen. Das Theater ist in dem früheren Zirkus- gang des früheren Oberbürgermeisters Gnauth beide Aemter Gauner einer internationalen Verbrecherbande angehören, die ^bäude des Herrn Gravin neu eingerichtet und mit begleitete, wird, wie irßr schon mitteilten, zu Beginn des fn allen größeren Städten schon operiert hat. allem Komfort ausgestattet worden. nächsten Monats nach Mainz übersiedeln. Die Ergänzungs- Worms, 3. Dez. Bei der heutigen Treibjagd m der Siegfried Wagner, lieber ein Konzert deS wähl des Vorstandes findet erst in der Generalversammlung Gemarkung Pfeddersheim wurden 1580 Hasen erlegt. Nach Berliner Richard Wagner-Vereins, in dem Siegfried des Aufsichtsrates zu Darmstadt im März k. I. statt. Dem beendeter Jagd kehrte die auserwählte Jagdgesellschaft hierher Wagner, der Sohn des großen Nibelungen-Wagner, eine Vorstand gehören außerdem noch an: Provinzial-Direktor zurück, wo im Gasthof „Zum Alten Kaiser" das Jagddmcr wesentliche Rolle spielte, liest man /". einem Berliner Geh Rat von Bechthold, Kommerzienrat Heichelheim tattfand. Als Gäste des Majors Fchcn. v. Heyl nahmen Blatte: Aus sememHerzogWrldfangbvt HerrWa^r unb Rentner E. Wa'ssersch.eben. . 'daran Teil der Grvßherzvg, General °. ^banbt ®enCm( ™ und ernen Schlechte Wege. Wir werden mit Rücksicht auf die p. Westerweller, Oberstallmeyter Frhr. v. Riedesel, Oberhof- schwaches Stück, sowohl in der verschiedenen, im gestrigen Blatte erschienenen Klagen über meister Frhr. v. Riedesel, Oberjägermellter van der Hopp, C-rfmdunq wie hinsichtlich des Aufbaues und auch der die schlechte Beschaffenheit mancher Wege pp. von zuständiger der englische Minister Mr. Johnstone, Hauptmann v. Görne, I Q-nftrumratation, die vielfach zu dicht gehalten ist. Das Seite darauf aufmerksam gemacht, daß der Platz vor dem Hauptmann Graf Bredow, Beigeordneter Binder- Dr. Cornelius | Gesangsstück ist auf recht sonderbare, zum Teil unfrei- Bahnhofe in Eigentum und Unterhaltung der Eisenbahn- Fxhr. v. Heyl, Dr. Erwin Frhr. v. Heyl, der Preußische willig komisch wirkende Verse komponiert, die ziemlich steif Verwaltung und die als direkte Fortsetzung städtischer Straßen Gesandte in Darmstadt Prinz Hohenlohe u. a. musikalisch deklamiert sind, während das Orchester in nach Kleinlmden, Wismar, Lollar usw. führenden Kreisstraßen Marburg, 3. Dez. Der erste Zug nach Marburg ist billigem Stimmungsgesäusel sich ergeht. Die frischeste in Eigentum unb Unterhaltung bcs Kreises Gießen stehen, heute Morgen zwischen ben Stationen ® r nftf) aufen unb ^umm« ift bet 5Sa[jer, tntrn b'iwl - Das änbert natürlich nichts an ber Thatsache, daß b,e Lirkenbringhausen entgleist. Samel man bis jetzt in durch Beendung de bekannt n M-l-dre vvm „hrmm^ genannten Straßen unb Wege bringend der Besserung be- Erfahrung bringen konnte, ist di- Entgleisung durch eme si^um See Z^Emponist, s/'gi"b? sich tz°err «agner dürfen. Namentlich ist der kurze Verbindungsweg vom »schadhafte Schiene entstanden. Der Zug von Frankenberg als Dirigent, und das ist in seinen beiden Eigen- Bahnhofsgebäude nach der Bahnhofstraße thatsächlich in einem fam mit einer Verspätung von l1/* Stunden in Marburg .-^ften das Sympathischste an ihm. Daß Herr Wagner unhaltbaren Zustande. Es ist unbedingt nötig, daß die kurze Qtx. Weiteres Unglück soll nicht passiert sein. Lm der engeren Wagnergemeinde aus das Freund- Strecke mit Trottoir oder Asphalt versehen wird. Die ** Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. Ochste ausgenommen werden würde, stand nicht anders „immensen" Kosten ließen sich vielleicht doch noch erschwingen! In der Kinzig bei Hanau ertränkte sich der im dritten \^u erwarten; man überreichte ihm sogar einen Lorbeer- > Aber nirgends wohl herrscht die Ueberzeugung, daß nehmen Jahre bei der 5. Eskadron des Ulanenregiments dienende! txanz. seliaer denn geben sei, mehr vor als bei der Eisenbahn- Ulan Schl e r r e t aus Wiesbaden. Er hatte wegen Trunken-! —————---J Verwaltung. ‘ \W eine Strafe zu gewärtigen. Tie Leiche wurde noch UniverlltätS'UaÜlNÜlteK. K.SÄ' Firma E. Merk tnS*KÄZÄÄS» « tadt. Für Rahmen für Schiebefenster, Fensterläden und ^nr^ Von 1070 WaM^rEiq^stinttMttn etwa 600 ab. — Umnerfüät Straßburg, Professor Michaelis an der preuMen dergleichen nut teilweise herausnechnbaren senkrechten ^en. C. Walchner in Offenbach a. M. Für eine Grubensicher- Bierbrauereibesitzers Nikolaus Seltnes ein schwerer Unglücks- Frage. Nach Citiruna einer Meinungsäußerung Bischeitslampe zur Ermittelung schlagender Wetter. E. Simon fall. Der bei diesem bereits seit 18 Jahren bedienstete gelegMich der Berufung Schweningers uno Anführung von in Darmstadt. Für einen Fensterputzer. F. Trupp in! Knecht Michael Haus stürzte auf bis jetzt unaufgeklärte!Meinungsäußerungen verschiedener Gelehrten, so Meinerl, in.dem ßWuni? L-ckVe^ F." M«1ha I ,9nCb-rja8H.Ieuber Im Manat D-,-mb-r haben ® ^cit: Elchwild, Rehkalber, Dachs, Rebhühner und vom!mnrde von dem gerade einfahrenden Frankfurt-Cronberger hohe Bedeutung bei, nicht blos, weil der fach- 15. an auch weibliches Rehwild. Alles übrige Wild ist $ug 723 stark beschädigt. Das Pferd ist mtt geringen Endige Beirat der Fakultät erfahrungsgemäß von größtem Werte jagdbar. Verletzungen davongetommen, dagegen wurde der Lenker I ist, sondern mehr noch aus dem Gesichtspunkte, daß es sich dabei )( Ilbenstadt, 3. Dez. Der hiesige Bürgermeister Zwier des Fuhrwerks neben den Schienen bewußtlos mit einer um ein richtiges Schutz- und Abwehrnuttel gegENftemdartigeEm- bat beutt seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht, starken Schädelverletzung aufgesunden. Tie Verletzung soll «e aller Art handelt. ^diesem««und-ZL L LI unseligen That .st'unbekannt. sticht leb n.geslyelich diamantene w. Leidhecken, 3. Dcz. Heute morgen fand man einen feierten körperlich wie geistig noch frifÄ bte ®Meu±eIdes Vorschlagsrechts fei. Aber andererseits seit Sonntag vermißten hiesigen Einwohner m der Nähe von Abraham Goldschmidt und Frau ^ettchen, geb.Meye^tein universitätsverwaltung nicht angesonnen werden, auf leu öonmag oermipien giqigci v, > j . Q r. e aur Feier waren anwesend 7 Kinder, 22 Enkel , _ und Initiative au verzichten und sich einfach 'Reichelsheim tot m der^Horloff. Er ist sicher m der Dunkel-4 urenfeI. Herr Goldschmidt steht im 87. und seine !^r Bollstteckerin des^Fakultätswillen/zu machen. Das hieße der heit von dem auf dem Fußdamm hmsuhrenden Fußpfad ab- Gattin im 80. Lebensjahre. — Gestern, am Dienstag, beging Negierung einc unwürdige, mit ihrer staatsrechtlichen Verant- gerutscht und ertrunken. Justizrat Tr. Eduard v. Harnier in Frankfurt a. M. die wortlichkeil unvereinbare Rolle zuzumuten, wofür in Preußen Laubach, 2. Dez. Dieser Tage wurde ein bei dem Bahn- 50. Wiederkehr des Tages, an dem er nach bestandenem kein Platz ist. Durch nichts fönnte ba§ 43orich1095«^ meijc ge- bau beschäftigter Kroate verhaftet. Ursache der Ver- Staatsexame^ in die ZSl der Rechtsanwälte Frankfurts I Zrdetwer^n, al^wenn^von eriisthafker Sette ^eraAige Ueber^ Haftung sollen Verdachtsgründe der Mitwlssenschaft an einem ausgenommen wurde, ^ustrzrat v ■ b.öition die Nahrung der Kronrechte m den Vordergrund treten unb anfangs Oktober erfolgten Raubmorde bei Ockenheim m Lebensjahre steht, hat bereits im letzten Sommer das oOfahr. ^^Estlätsverwaltung die gebieterische Pflicht ergeben, Rheinhessen sein In derselben Sache werden bereits zwei Toktorjubiläum gefeiert. — D H e in b a d). or^tt drei ! .^chend den Worten Bismarcks „dem Streben nach einer ber- jvgeingcncn ]ein. -ü Wochen der 13 Jahre alte Schulttiabe Lorenz Andes, aen Republikanisierung der Staatsaufsicht mtt Enychiedenhett andere E"enbahnarbelter steckbrieflich^„verfolgt. 6n ' 16 wohnhaft, spurlos verschwunden. Der Ber- begegnen unb die Zweifel, welche sich über die Grenzen der bries wurde aiich verhängt über den fluchtig gewordenen au? stst von kleiner Statur, hat dunkelblonde Haare, graue Rechtssphäre bilden wollen, noch im Entstehen zu unterdrücken, ländischen Eisenbahnarbeiter, der vor einigen Wochen in ^uqen un^ ^st bekleidet mit grauem Rock, grauer kurzer Glücklicherweise sind wir noch nicht so weit gekommen und zum 'Sreieniecn einen Revolvers-Huß gegen einen dortigen Burschen st - Schnürschuhen und schwarzen Strümpfen. Tie 6e> mi.nfefte" Wen tenbelt esMl Oiet-m eme 9D°naflr«g. «bfeuerte und leicht verletzte. - In letzter Woche trafen ausß^ten Elter?b-tlen eventuell um Mitteilungen. s Lothringen die letzten 2o italienischen Arbeiter hier ein, um! ^^7—E—-———^7-7»-—,, l Wien, 4. Dez. Die österreichischen Bischöfe haben die Grün- bei hiesigem Bahnbau beschäftigt zu werden. Die Erdarbeiten düng einer katholischen Universität in Salzburg Eben T.e • Brüssel. 3. Dez. Ein Duell zwischen zwei höheren Äeftor bet Universität Bern -n Stelle des de- haben jetzt am J 9 9 9 » .9 9 1 DfH-icren ber belgischen Armee steht bevor. Ein Offizier missionierenden Professors Hilch ist ber Nationalokonom Professor Maurerarbeiten an der Stembachsbrucke eingestellt. 3m | Off r^n^ ber c ift bem Ehrenrat! N Onckem ein" Bru^bes Gießener Historikers, gewählt unterbreitet worben, welcher seine Entscheidung noch nicht ge- worben. . — längeren Ausführungen den Gerichtshof zu veranlasfen, weit tonte, daß damit gleichzeckig dem Gemeinderat und den Bei unter den Antrag des Staatsanwalts herunterzugehen b:: -----C x « V Tas Urteil gegen Sibylle Klug lautete auf 2 Jahvü 1 Mo- werden solle. Nunmehr nahm Kreisrat Fey die Verelbigung nat Gefängnis, unter Anrechnung von 6 Wochen der ver- *Uw 11V€1V11 ------'."1.-2 — /* **"' ” ““2"*' büßten Haft, gegen Heinrich Klug auf 1 Jahr 3 Monat Ge- Steinhäußer für die Auszeichnung und schloß mit einem Hoch fängnisstunter Anrechnung von vier Wochen Untersuchungs- , . Großherzog. """ *“ ------ haft. Bei der Höhe des gegen 5zeinrich Klug ausgesprochenen °u> ° VY , g Landwirtschaft Es starben an: Zusammen: Erwachsene: 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Diphtheritis 1 (1) Gebirnschlagfluß Gehirnentzündung (1) (1) Tendenz: fest. S. Heichelheim. 7930 Berlin, 4. Dez. Wie wir erfahren, wird die im Burgsolms a. Lahn. Hrch. Hollmann & Cie. (2) (2) 2 2 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 Lungenschwindsucht Krebs . 100.90 . 89.45 . 100.75 . 89.50 . 98.10 . 100.20 .. 42.75 . 27.05 . 25.60 . 86.90 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresd n -,r Bank . . Beniner Handelsges. Oesterr. Staatobabn . Gotthardbahn . . , Laurahütte . . . . Bochum . . , , , Harpener . . . , . 204.8Imme 0 e r i i dj ® u6n q') Jn^-r Siaün? am 2 l.Ä wnai^rl-^ Poliiei.' 000 Mark Schulben gegenüberstanbcn, sobatz also da- amtmam v echter als Pomtz-nb-r. Sä fumbVlO lanb- unb mal8 "od> co" ™°000 Mark vorhanben sorstnurlschailliche Unsallversicherungssachen aus der Tagesordnung, "»r. Hauptsächlich beteiligt fmb allster benjemgen Sie. ^"^^ersicherungssache des Jakob Grim von Petterweil werkschasien, welche Zubußen ausgeschrieben haben, die beschäftigte das Gericht in diesem Jahr zum zweitenmal. Mit von Dr. Pfahl nicht bezahlt worden sind, folgende Banken Entscheidung vom 11. Juli 1901 verwarf das Gericht die gegen und Bankfirmen: Die Bergisch-Viärkische Bank in Elberfeld S 7'0 Rente von 60 auf 20 Prozent herabsetzenden Bescheid ein- und bereu Filiale und Kommandite in Bonn und Düsfel- Km,iS,“"9, ‘rroerbäfäfng |«. Deshalb burf mit ca. 1500000 Mark, bie Westdeutsche Bank Bonn Auch d esn al ball. Ä X? quellt, ca. 250 000 Mk, bet Internationale Bergwerksverein Düffel, ^vecks^Herbeiführung^beffere^BLweal^chdeit^in^ber oer?etz^n°lmken I 65°°°° Meberrheinisch/ Bank 200 000 Alk., Hand hatte die Genossenschaft aus Anraten der Aerzte die Marie I ^oms ^ovid Bonn aO 000 .Nk. sowie die Privatfirmen Schnell zu Vadenrod in das medico-mechanische Institut vonl^ültttitz und Gebr. Odendall 500000 Mk. Alle diese Firmen Dr. Lossen m Darmstadt zur Behandlung einzuweiseu beabsichtigt, sind durch Verpfändung der bezeichneten Werte mehr oder Dieser Einweisung leistete die Schnell keine Folge, legte vielmehr I weniger gedeckt. Eine Schuld Dr. Pfahls an den Vorbesitzer Berufung cm, mit der Begründung, sie sei zuhause unabkömmlich, der Gewerkschaft „Gießener Braunstein-Berg- dem vom GeAchl eingeholten Gutachten des Großh. werke vo r m. Fe r nie" von ca. 2 einhalb Mill. Mark StmenMn PrVS M E medleo-mechamsche Behandlung ist vor kurzem durch Vergleich erledigt worden. Die Er- nicht gerechtfertigt sind, wies'das"8encht die Berufung als unbc- Ünungdes Konkurses lst von der Gewerkschaft Bauten- grundet zurück. - B. Oechler IV. zu Sichenhausen erachtete die ^g, der erst die Gewerkschaft Schallmauer gefolgt ist, von der Genossenschaft als Entschädigung für eine Verletzung des I beantragt llwrden. gewährte 30prozentige Rente für zu gering, indem! Mannheim, 3. Dez. Der Schiffsmakler und Spedsteur Emil er behauptet, die X-Beinstellung des linken Beines, die von dem IK au f m a n n ist wegen unredlicher Manipulationen geflüchtet. Unfall hcrrühre, hindere ihn wesentlich bei Ausübung der Arbeit.1 ~QG Gericht erachtete die Sachlage durch das von Dr L. zu G. erngeholte Gutachten nicht für genügend geklärt und beschlos;, ein Obergutachten des Dr. Bötticher einzuholen. — Ehristian M u t h M* ocr’oI9te gegen den bie Rente von 10 Prozent einstellenden Bescheid Berufung, die jedoch als unbcaründet verworfen wurde, weil 1. thalsachlich eine nennenswerte Erwerbsbeschränkung nicht mehr besteht und 2. der Schriftsatz beim Gericht nach Ablauf der Berufungsfrist eingelaufen ist. — Heinrich Hermann zu Brauer- schwend hatte sich auf dem Weg von feiner Arbeitsstätte als Leinweber nach der Wohnuug des Arbeitgebers durch Fall eine Verletzung des rechten Beines zugezogen. Tie Genosfenschaft lehnte den Anspruch ab, weil kein land- oder forstwirtschastlicher Betriebsunfall vorliege. Das Gericht bestätigte den Bescheid. — Dem Heinrich Schäfer VI. zu Hainchen hatte die Genossenschaft die Rente von 10 Prozent entzogen. Das Gericht verurteilte jedoch die Genossenschaft nach Einholung eines Gutachtens durch Dr. med. Haupt°Gieße>i zur Wetterzahlung der Rente. — Louis Appel zu Busenborii bi,og wegen einer tm Februar 1893 erlittenen 23 er- letzu»g des linken Zeigefingers eine 20 prozentige Rente. Auf Grund ^nes Gutachtens Großh. Kreisgesundheitsamts Schotten stellte die Genossenschaft bei dem Schiedsgericht Antrag auf Herabsetzung der Rente auf 10 Prozent. Das Gericht wies jedoch den Antrag nach Anhörung des Kreisarztes Dr. Königer zu G. als unberechtigt zuruck. — Susanne Völker zu Effolderbach will sich im Oktober v. Js. auf dem Nachhauseweg von einem Acker durch Fall eine; Verletzung des Kniees zugezogen haben. Die Genossenschaft lehnte den Rentenanspruch ab, weil ein Betriebsunfall nicht vorliege. Das Gericht setzte die Entscheidung aus, um an Ort und Stelle, ins-! besondere durch Vernchnurng von Zeugen weitere Feststellungen zu machen. — Gelegentlich einer ReMenrevision stellten die Kreisärzte Dr. W. und Dr. N. fest, daß Heinrich Lang zu Hergersdorf nicht mehr erwerbsbeschränkt sei. Die Genossenschaft stellte daher bei dem Gericht Antrag auf Einstellung der Rente, welchem Antrag ^ttsprochen mürbe. — Wegen einer Daumenverletzung bezog Jakob Kröck X. zu Heuchelheim zuerst eine 40prozentige und dann eine „prozentige Rente, welch' letztere am 1. Oktober 1901 von der Genossenschaft eingestellt wurde, da ein im wirtschaftlichen Leben meßbarer Grad von Erwerbsunfähigkeit nicht mehr vorliege. Das I .. - Gericht bestätigte nach Inaugenscheinnahme der verletzten Hand I Aogengeschwur den Bescheid. 9 Nierenentzündung Bekanntmachung. Der Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben unserer Gemeinde für das Jahr 1902/03 nebst Beilagen und Beratungsprotokoll liegt zur Einsicht aller Interessenten acht Tage auf dem Bureau des unterzeichneten ersten Vorstehers offen. Gießen, den 4. Dezember 1901. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. Schutz dcs Pferdes vor Sturz und Kronentritt. De, wichtigste und interessanteste Körperteil des Pferdes ist sein Hu, und ein guter Beschlag sollte die erste Sorge jeden PferdebesitzerL fein. Natürlich sind diejenigen Teile des Hufeisens, die das Am klammern des Hufes auf der glatten Fläche bewirken, die HaupL fache, die Stollen und der Griff. Hierin ließen nun säst alle Neue heilen manches zu wünschen übrig. Ten meisten dieser Mänge/ abzuheben scheint das „Patent Neuß" als durchaus geeignet Zunk Unterschiede gegen die anderen Konstruktionen gestaltet es dtt Schneideflächen seiner Stollen unb Griffe nicht in Form einer" schneide oder einer Spitze, sondern in Gestalt eines H. Das hat bie großen Vorzüge einmal, daß sich die Schärfe, weil auf mehrer, Smien verteilt, viel weniger abnützt, wie bet den anderen. Schließ, lich wird durch die Gestaltung der Schneide in Form eines H ba? Anhastungsvermögen des Hufes noch wesentlich erhöht gegenübeV dem einer einfachen Schneide oder eines Dornes. Die Firma Leorv Hardt u. Eo. in Schöneberg-Berlin ljat die Herstellung der Neuß, scheu «-Stollen und deren Vertrieb übernommen und ist in der Lage, ihr vorzügliches Fabrikat zu einem sehr billigen Preis afr zugeben. Das Anwesen besteht aus zwei gut erhaltenen Wohnhäusern, Stallungen, Scheune, zirka 1800 Qu.-Mtr. großen luftigen Arbeitsräumen, ungefähr 800 Ruthen vorzügliches Acker- und Wiesenland. Turbine, sowie gut erhaltene Dampfmaschine mit Kessel sind vorhanden. Das Anwesen wurde sich zur Anlage einer Holzschnciderei, Seifen-, Kisten- ,.u,.ey obcr Cigarrenfabrik wegen seiner günstigen Lage vorzüglich eignen. Bei annehmbarem Gebot kann der Rufdblo» sofort erfolgen. ' JS (die Brennsteuersätze betreffend) demnach!? wrever anyge* nommen werben. Nach ben angeblich vertraulichen Bespräh» ungen ist anzunehmen, baß bie diesmalige Beratung zu einem für bas heimische Brennereigewerbe günstigen Re- sultat führen wirb. Die Geschäftslage ist kurz bie, baß über Absatz 2 bes Artikels 1 die namentliche Abstimmung noch aussteht, unb baß zu Ariikel 2 unb 3 neue Anträge gestellt werben können. Selbstverstänblich kann ber Artikel 3, nachbem bas Gesetz am 1. Oktober 1901 in Kraft treten sollte, abgeänbert bezw. ergänzt werben- Berlin, 4. Dez- Infolge ber bekannten Angriffe beS Prof. Michaelis auf den Ministerial-Direktor Dr- Alt- Hoff wirb biesem, um ihm eine Genügt huung zu bereiten, von einem Kreise mehrerer Freunde ein Festmahl! gegeben werden. M ad r id, 3. Dez. Anläßlich der Taufe des Sohnes ber Prinzessin von Asturien unb bes Grasen von Easerchi war bie Universität gestern geschlossen. Die Stubenten veranstalteten desya.b lärmende Kunbgebunge« vor bem Palais, unb sangen bie Marseillaise. Malaga, 4. Dez. Die Arbeiten zur Bergung des brauchbaren Materials von bem untergegangenen deutschen Schulschiffe „G n e i s e n a u" haben begonnen. Zwei Geschütze sind bereits nach bem Hafen geschafft; es wirb gehofft, auch bie übrigen zu heben. Ferner, sinb bisher mehrere Anker, barunter ein sehr großer, sowie eine Anzahl Ketten unb Bolzen geborgen. Demnächst wird man an bie Hebung ber Masten gehen. Wien, 4. Dez- Tie rheinische Metallwaren-Fabrik hat als Besitzerin bes Erhartschen Patentes für neue jetzt dort in Versuch stehende Kanonen gegen bie Firma Kru pp in Essen, von ber gleichfalls ein neues Mobell in Wien probiert wirb, bie Patentklage eingebracht. Angeblich handelt es sich um Nachahmung ber Vorhohl-Febern, die eine Erhartsche Erfinbung seien. Washington, 4. Dez. Der Finanzbericht, ber heute bem Kongreß unterbreitet wirb, umfaßt für bieses Jahr die Summe von 899 316 530 Dollar ober 29 721000 Dollar mehr als im Vorjahre. Die Mehrausgaben in biesem Jahre betragen 22 255 516 Dollar. Washington, 4. Dez. Das Repräsentantenhaus und ber Senat nahmen bie Resolutionen an, woburch eine Kommission ernannt wirb, bie prüfen soll, auf welche Weise burch ein äußeres Zeichen bie tiefe Teilnahme bei Nation an bem LragischM Tobe McKinleys bezeugt werben könnte. Hierauf vertagten sich beide Häuser um bas Anbenken McKinleys zu ehren. New-Zor k, 4. Dez. Die Frage betreffend Zulässigkeit ber Auslieferung bes verhafteten Gerhard Terlinden ist gestern von bem höchsten Gerichtshof ber Vereinigten Staaten verhanbelt worben. Terlinbens Verteibiger be* hauptete, baß kein Auslieferungs-Vertrag zwischen Deutschs lanb unb ben Vereinigten Staaten bestehe unb der bezüg/ liche Vertrag mit Preußen, auf Grund dessen bem Anträge auf Auslieferung stattgegeben worben war, nach Wieber< Herstellung bes beutschen Reiches hinfällig geivorden sei, Die Entscheibung über biese Rechtsfrage, welche ein W Haftes Interesse erweckt, wirb im Januar erfolgen. Ne w-York, 4. Dez. Wie verlautet, sinb mit bem Dampfer „Kronprinz Wilhelm" heute 1389 000 Dollars Goll nach Paris, 500 000 nach Deutschlanb, 250000 nach Wien verfrachtet worden. 1 (1) (2) Darmstadt, 3.Dez. Der settene Fall der gualisizierten En t- /uhrung eines Minderjährigen — C ' ' § 235 und 176 Pos. 3 des Strafgesetzbuchs — war ( heutigen nichtöffentlichen Verhandlung des Schwurgerichts den 54jährigen, ledigen, vielfach vorbestraften Händler M S chuste r von Heppenheim a. d. B. Der Angeklagte führt ein. _ , ... umherziehendes Leben und gewinnt feinen Unterhalt durch Handel, lilPIlPllP 5^1 PlHHlTilPtT sowie Schaustellung von Meerschweinchen, weißen kaufen und . Ratten. Daß er auch unredlichen Erwerb nicht verschmäht, be-1 Origirraldrahtineldurrgen des Gießener Anzeigers, weisen 9 Ticbstahlsstrafen, die ihm etwa 9 Jahre Gefängnis und Wiesbaden 4 De, h», Zuchthaus eingetragen haben. Im Fragefalle war fein Opfer ein . , rn ber Reichs- zehniahriger Knabe von Bonsweiher, den er schon vorher bei sich tagserfatzwahl). Von 40 424 Wahlberechtigten übten 27 926 ihr hatte und im Juli d. I. aus der St. Josesanstalt in Dieburg ent- Stimmrecht Ms. Es erhielten: Bartling (uatl.) 5452, Criiger wurde im Sinn der Anllagc ,u {0 ff S /IV vM. S, ft„ I i J eine schärfere Tonart in die Frauen ^in Ä 3 Än'S" “* M Miinchto- 4. Dr, Wegen Feststellnng eines @to6. aufzuerlegen, z. B- sie zur Anfertigung schriftlicher^^Straf- ichlkNahrtsweges auf dem Rhein bis Basel ist zwi- arbeiten anzuhalten, aber ein Züchtigungsrecht staub ihm, Bayern, Elsaß und Baden nunmehr ein Vertrag abge. wie bas Gericht annahm, nid# zu. In feiner Revision schloffen worden, demzufolge der Oberrhein von Straßburg bis betritt ber Angeklagte, Beamter, insbesondere Lehrer zu Sonderheim reguliert werden soll. Die Kosten werden auf unfein, da die genannte Anstalt nicht ausschließlich Lehr- gefähr 13 Mill. Mk geschätzt. S e.Ä.Ä. XÄ'ÄÄ ungsrecht Gebrauch gcmachit ha^en ^Ciue'Altersgre^ Drückern„Peüt Bleu" behauptet, der ab leichte körperlick)c Züchtigungen nicht mehr xu» ?cC , e?t fonnen' ^stser Beratung nicht um lässig feien, finde sich durch 'das Gesetz nicht mehr ge- England zu machende Friedensvorschläge handle. Die Buren- zogen. Das Reichsgericht erkannte auf Verwerfung der gesandten in Europa kämen von Zeit zu Zeit zusammen, um Revision. Darauf, ob der Angeklagte als Lehrer anzu- über die Lage zu beraten. Eine solche Zusammenkunft habe sehen sei, komme es nicht an. Ausreichend feftgestellt auch gestern stattgefunden. Irgend welche Aenderun 1 der Laae sei, daß er als Beamter die chm zur Last gelegren Hand- sei nicht eingetreten. langen begaben habe. Graz, 4. Dez. Eia Schneesturm schleuderte nan'iv'u^zto,^be7vonEd^n^S^ozialisiendbesE^)?o^rdes^ anIbera^'ills^^'b^ W d°m L.chi-ust-i.v seiner G e^i e b t e n beschuldigt wird, wurde durch Selbst- öcr® inö mord des Staats anwalts unterbrochen. Der SelbstnwrdI soll in einem Anfall von Geistesstörung begangen worden sein. Berlin, 4. Dez. Wie der „Lok.-Anz." berichtet, be- ----- merkte das Kaiserpaar dem Weihbisck)vf von Straß- -tl bürg, Frhrn. Zorn von Bulach, nach dem gestrigen Empfange DlMvei llttv Ustnsminswast. gegenüber, daß es chn Ml nächsten Frühjahr in r 'Straßburg miederzusehen hoffe. Auf eine Frage, ob bie Verstimmung in der Diözese, die durch den Abgang des Welhblsck)ofs Dr. Marbach entstanden sein sollte, noch fortbestehen, äußerte der Bischof, daß, nackchem der Papst : gesprochen, sich alle Gemüter beruhigt haben. Der , Bischof bleibt heute noch in Berlin unb vegiebt sich morgen ■ ju kurzem Besuch bes Kardinals Kopp nach Breslau, von , wo er am Freitag bie Rückreise nach Straßburg antreten wird. 1 Donnerstag den 16. Januar 1902, nachmittags 2 Uhr, werden auf hiesigem OrtSgerichr die dem Conrad Karl Loth in Gießen zustehende ideelle Hälfte an a) 1/902 — 94 qm Hofraite in der Brandgasse, b) 1/630 und 632 — 88 qm Hof- raite in der Weidegasse offenllich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. Dezbr. 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. __________Gros._______7924 Versteigerung. Freitag den 6. d. Mts., nachmittags von 2 Uhr an, sollen dahier im Lust'schen Saale — Neuenweg 28 — L 15 Anzüge, 4 Regnlateure, 10 Uhrkettcn, 2. 1 Kastenschrank, 1 Schreibtisch, 2 Vertikows, 1 Sofa, 5 Kleiderschränke, 1 Divan, 1 Trumeaux, 1 Waschkommode u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden. Die Versteigerung der Arnüge, Uhren und Uhrtetten frnbet ganz bestimmt statt. 7918 Seipel, Gerrchtsoollzieher. (f-lllpft’llllUllUll Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute uns morgen: Gchlesfikisch 56 M K-Hstnsch 50 Kfß. 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Ich werde IL lO Katharina Llle MAGGI'3, V uppen. Steinstrasze qs Z, ein Spezerei- und liurzwarengeschäst W Kunden mit Zlaschenbierhandlung m 'de bemüht sein, durch Lieferung Jl \ oeebrte Kundllbait imriebpn m nur guter Waren meine geehrte Kundschaft zufrieden zu stellen, und bitte deshalb bei Bedarf um gütigen Zuspruch. Hochachtungsvoll 1 M i i mit sämtlichen Delikatessen I iWfrorilQ tfit ää illlÄrll HMIl ar» VJ Teleph.66. Bitte um güt. Besuch Geschäfts-Eröffnung. Dem verehrl. Publikum teile hierdurch ergebenst mit, daß ich im Hause Geschw.Aron Korsetlen-Haus Seltersweg 89. Giessen* Seltersweg 89. Wir empfehlen als letzte Neuheit: Frack Korsetts (gerade Form), Reform- und Sport-Korsett» Gurt-Korsetts für Damen mit starkem Leib und Hüften Umstands- und Nähr-KorseU nach ärztlicher Vorschrift Kinder-Korsetts und Geradehalter in allen Formen. 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