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Diejenigen Mitglieder des hohen Reichstags, die im Frühjahr ein so stürmisches Verlangen darnach! äußerten, unbedingt noch während dieses Sommers mit dem Zolltarifentwurf beschäftigt zu werden, sind dem Reichskanzler im stillen meist recht dankbar, daß er den wiederholten Interpellationen Stand gehalten hat und sich dagegen verwahrte, die Verbündeten Negierungen zur Eile zu drängen. Was wären das für parlamentarische Verhandlungen geworden, wenn in den Tagen voll tropischer Mut der Reichstag dies Pensum noch zu erledigen gehabt hätte! Tie Feder würde sich, gesträubt haben, die Leere im Ätzungssaal zu schildern, und vielleicht hätten just die eifrigsten Rufer nach! Arbeit durch, Abwesenheit geglänzt. Wir erinnern uns nicht, daß in früheren Jahren so häufig und so lebhaft aus dem Reichstag heraus das Verlangen nach Beschäftigung an die Regierung gestellt wurde. Es mag da doch ein klein wenig Kokettieren mit dem Fleiß, im Spiel sein, in dem beunruhigenden Bewußtsein, daß es dem Ansehen bei den Wählern geschadet habe, wenn immer wieder die Parlamentsberichte nur von etlichen Tntzend erschienenen Volksvertretern sprachen und eine Beschlußunfähigkeit nach, der anderen konstatierten. Ta war es ein ganz glücklichjer Gedanke, rücksichtslos gegen sich selbst, den Zolltarifentwurf zu fordern und so seines Fleißes ftch M rühmen, was nach. Lessing jeder thun darf. Die Illusion von der neu ertvachten Arbeitsfteudigkeit unserer Parlamentarier, dieser fromme Wahn, der sich argloser Gemüter bemächtigte, wurde gar bald zerstört durch eine pikante Enthüllung. Tie Regierung ließ nämlich! die mehr oder minder maßgebenden Volksvertreter vertraulich! sondieren, ob denn wirklich so großer Wert gelegt werde au- parlamentarische Verhandlungen während der heißen Jahreszeit? Tie verblüffende, mit seltener Einmütigkeit erteilte Antwort lautete: „Nein!"; im Gegenteil, man einigte sich sehr rasch darüber, was von dem noch vorhandenen Beratungsstoff vorläufig beiseite geschoben werden konnte, und das war garnichch unbeträchtlich So erfreuen sich, denn die Parlamentarier der Ferien, obendrein mit der angenehmen Aussicht, daß ihnen der Bundesrat zum Herbst die langersehnten, unzählige Ma! in Anregung gebrachten Diäten bescheren wird. Wenigstens behauptete heute ein Berliner Blatt, daß Graf Bülow „persönlich! nicht abgeneigt ist, seinen Einfluß in diesem Sinne geltend zu machen". Es kommt darauf an, ob der Bundesrat nicht etliche Bedingungen an die Gewährung von Tiäten knüpfen wird, die vielleicht der Gabe den Reiz nehmen. Preist man die Tagegelder als ein Mittel zur Erzielung dauernder Beschlußfähigkeit, so wird man wenig dagegen einwenden können, daß die Regierung, wenn sie sich auf Tiäten einläßt, diese Wirkung einigermaßen g e- s i ch e r t tzu sehen wünscht. Erwartungen verbinden zu nichts, und die Abschaffung der Tiäten, falls sie ihren Zweck verfehlten, würde den Reichstag, abgesehen von der kleinen Minderheit der grundsätzlichen Tiäten-Gegner, in gewaltigen Zorn bringen. Man hat nun gesagt, die Kontrolle über die Anwesenheit des Tiäten-Empfängers sei verletzend. Aber es kommt auch! hier auf die Art und Weise der Ausführung an. Für den „Steuerzahler", den man sonst so gern ins Feld führt, wäre es kaum ipinder verletzend, würden die immerhin erheblichen Tiätengelder sozusagen zum Fenster herausgeworfen, auch solche Erwählte des Volkes damit beglückt, die da nach wie vor „Wichtigeres zu thun" hätten, als ihr Mandat auszuüben. Diese Frage also werden sich die Bundesregierungen reiflich überlegen müssen. Tiesmal haben die Regierungen wenig von den Ferien. Bis zum Herbst soll eine ungewöhnlich! schwere „Ferienaufgabe", der Zolltarif mit allem, was damit zusammen- hängt, für den Bundesrat spruchreif sein; unter diesen Umständen giebt es spärliche Feiertage in den amtlichen Bureaus. Es ist ferner zu erwägen, wie die Ausgaben im Reichshausha.lt und im Landeshaushalt, nach dem gegenseitigen Gelöbnis auf der Berliner Ministerkonferenz, so sparsam wie möglich bemessen werden können. Und daß es noch an weiterem Arbeitsstofs nicht fehle, dafür sorgen die von Berlin aus in reichlicher Anzahl versandten Aus- führungsbestimmungen zu den Schöpfungen der neueren Gesetzgebung. Die Mehrheit der preußischen Minister und der Staatssekretäre des Reiches haben zwar ihren Urlaub angetreten, aber sie werden ton den dringlichen Akten erreicht — beim Militär und bei der Regierung ist alles Dringlich". Graf Bülow begiebt sich erst, nachdem der Kaiser seine Nordlandreise angetreten hat, zu einer kurzen Erholung nach Flottbeck in Holstein. Die neuernannten Minister in Preußen können auch nicht feiern; sie müssen sich mit ihrem Ressort näher vertraut machen, wenn sie beim Wiederbeginn der parlamentarischen Kampagne wohl gerüstet sein wollen. Tie Diplomaten haben seit Jahren keine rechte Ruhezeit mehr. Für sie ist alle Hände voll zu thun. Wohin man blickt auf dem weiten Erdenrund, überall ist etwas nn Gange, oder es bereitet sick etwas vor. Daß in China die Drnge einen so schleppenden Verlauf nehmen, obwohl fast jeder Tag die Kunde von einem neuen „Einvernehmen", einer neuen „Verständigung" bringt; daß England nicht loskommt von Südafrika — das wird manchem als eine wenig kurzweilige Politik erscheinen. Aber diese Festlegung hat das Gute, daß speziell Rußland und England, diese am meisten Unternehmungseifrigen, vorläufig derart in Anspruch genommen sind, um das nicht unternehmen zu können, was den europäischen Frieden in den Grundfesten erschüttern würde: den Entscheidungskrieg um die Vorherrschaft in Asien. Einmal muß dieser alte Streit zum Austrag gebracht werden. Richtige politische Sommerferien, ungestörte Muße haben in diesem Jahre nur die Parlamentarier. Daß diese Ferien „wohlverdient" wären, wird man vom Reichstag, abgesehen von dem kleinen Kreise der Pslichtgetreuen, nicht behaupten können. Die 45tägige Giltigkeit der Rückfahrkarten. Mit der Anordnung der 45tägigen Giltigkeit der Rückfahrkarten hat der Minister v. Thielen nicht nur bei dem reiselustigen Publikum der preußisch-hessischjen Eisenbahn- gemeinschast, sondern in allen deutschen Eisenbahnverwaltungen einen großen Erfolg errungen. Allenthalben sieht man sich genötigt, dcls preußische Beispiel nachzuahmen. Aus Sachsen, Bayern und Baden lagen bereits in den letzten Tagen entsprechend Meldungen vor. Heute kommt nun aus Württemberg folgende Nachricht: Stuttgart, 3. Juli. Wie der „Staatsanz." erfährt, hat die Württembergische Eisenbahnverwaltung die an sie ergangenen Anfragen der preußischen Eisenbahn- Tirektionen wegen Ausdehnung der Giltigkeitsdauer der Rückfahrkarten in dem betreffenden Verkehr auf 45 Tage zustimmend beantwortet. Staatsrat v. Balz ist zu der in München stattfindenden Besprechung der außer- preußischen Eisenbahn-Verwaltungen in dieser Angelegenheit abgereist. In der Münchener Konferenz der Vertreter der badischen,. württembergischen und bayerischen Eisenbahnverwaltungen wurde beschlossen, bei ihren Regierungen baldmöglichste Einführung der 45tägigen Rückfahrtkarten im preußisch-süddeutschen Wechselverkehr, im süddeutschen Wechselverkehr und im internen Verkehr der süddeutschen Einzelstaaten zu beantragen. Daß dem Antrag entsprochen wird, ist nicht zu bezweifeln, und die volle Ausführung ist dann binnen wenigen Tagen zu erwarten. Für Bayern wird dem ' Prknzregenten der entsprechende Antrag zur Sanktionierung sofort unterbreitet. Das betreffende Aktenstück ist wahrscheinlich, bereits auf dem Wege. Wenn die Sanktionierung durch den Prinzregenten vollzogen ist, so erfolgt die Einführung umgehend. In Straßburg verlautet, für die von altdeutschen nach elsaß-lothringischen Stationen gelösten Rückfahrkarten soll bereits von heute (4. Juli) ab 45tägige Giltigkeitsdauer eingeführt werden. Ueber die Frage, ob diese Bestimmung für Rückfahrkarten Platzgreifen soll, die von reichsländischen und altdeutschen Stationen gelöst werden, soll eine heute in Baden-Baden stattfindende Eisenbahn- Konferenz entscheiden. Aus Karlsruhe schreibt man: Tie 45tägigen Rückfahrkarten gelten auch für den Verkehr zwischen den badischen Stationen und solchen der Main-Neckarbahn sowie den sächsischen Staatseisenbahnen. Beim Verkehr mit den preußisch-hessischen Staatsbahnen durch Elsaß und die Pfalz verbleibt es bei der seitherigen Giltigkeitsdauer. Die Main-Neckarbahn macht bekannt, daß auch auf ihren Strecken sämtliche ab 4. Juli gelösten Rückfahrkarten 45 Tage Giltigkeit haben. Ebenso haben alle direkten Rückfahrkarten von Stationen der M.-N.-Bahn nach preuß.- hess. Stationen und umgekehrt 45 Tage Giltigkeit. Die alten Karten mit ihrem ominösen „gütig 3 Tage" werden erst ausgebraucht; die neuen Karten zeigen dann die neue Giltigkeitsdauer. Tie Generaldirektion der i ä ch s i s ch e n Staatseisenbahnen giebt zugleich namens der mitbeteiligten Verwaltungen bekannt, daß vom 4. Juli ab die im Binnenverkehr der sächsischen Staatsbahnen und der mitverwalteten übrigen Bahnen, ferner die Elbschiffahrtstrecken, sowie die im Verkehre mit Stationen der preußisch-hessischen Staatsbahn gelösten gewöhnlichen Rückfahrkarten 45tägige Giltigkeit haben. Ter „Reichsanzeiger" meldet: Ab 4. Juli wird auch für den Verkehr der R eichs e i s e n b a h n e n mit den preußischen Staatseisenbahnen die Geltungsdauer der Rückfahrkarten auf .45 Tage verlängert. Und die mecklenburgische Generaleisenbahn-Tirektion zeigt an, daß die gewöhnlichen Rückfahrkarten nach: den Stationen der preußi- chen Staatsbahn, der oldenburgischen Staatsbahn, der Lübeck-Büchener und der Eutin-Lübecker Eisenbahn fortan 45 tägige Giltigkeit haben. Ueber Einzelheiten der Thielenjchen Maßregel bestehen aber noch immer manche Zweifel. Die „Schles. Ztg." schreibt, )ie Nachricht, daß durch Einführung der 45 tägigen Giltigkeit sämtlicher Rückfahrkarten die sofortige Aufhebung der ausliegenden Sommerkarten bedingt werde, sei, wie die -Äsenbahndirektion mitteilt, nickst zutreffend: alle Sommerkarten behielten in diesem Jahre noch ihre Giltigkeit. Aus der Mitteilung des „Reichsanz." war dies nicht zu entnehmen, und die Handelskammer zu Halberstadt hat deshalb betreffs des Harzverkehrs an den Minister dey öffentlichen Arbeiten eine Eingabe gerichtet, in der es heißt: Ter „Reichsanzeiger" begleitete leider die erfreuliche Nachricht mit dem Bemerken, daß die bisher üblichen Rückfahrkarten mit kürzerer Giltigkeit und niedrigeren Preisen nach dem Harz, Thüringen re. „baldthunlichst" aufgehoben, auch! „Sommerkarten" nickst mehr ausgegeben werden sollen. Sollten in der That die in den Sommer- kartcn, Sonntagskarten u. s. w. gelegenen Vorteile als der Preis angesehen werden, mit welchem die 45 tägige Giltigkeit der Rückfahrkarten zu bezahlen ist, so würde unsere Gegend sich durch? die Neuerung geschädigt fühlen. Ter Harzverkehr, soweit er sich auf Passanten erstreckt, insbesondere des Sonntags, würde sicherlich eine erhebliche Einbuße erleiden und damit unsere Gegend, insbesondere aber die Gastwirtschaft, in ihren Einnahmen geschädigt werden. Auch derjenige Teil des Publikums, dem es nur bei den bestehenden niedrigeren Preisen möglich! ist, sich neue Arbeitskraft und Erholung im Harz zu verschaffen, würde die Neuerung bitter beklagend — Wir bitten daher Euere Exzellenz auf das Wärmste, die Beseitigung jener Vergünstigung keineswegs „balb- thunlichst", sondern überhaupt nicht eintreten zu lassen. Nach, der „Wes.-Ztg." sollen die 10 Tage gütigen festen Rundreisekarten weniMens diesen Sommer in Gebrauch bleiben. Politische Tagesschau. Für den thatsächlich an manchen Universitäten hervor- getretenen Mißstand, daß die jährlichen Preisaufgaben der Fakultäten nicht mehr die erwünschte Berücksichtigung durch die Studierenden finden, daß es bald an Bearbeitungen völlig fehlt, bald die eingereichten für nicht preiswürdig befunden werden mußten, macht ein lesenswerter Aussatz, im „Recht", von Geheimrat Crönert in Halle, wesentlich zwei Gründe geltend, die alle Beachtung, mindestens Prüfung in denjenigen Kreisen verdienen, die es zunächst angeht. Ob nicht die Preisfragen zuweilen unglücklich gestellt waren? Wenigstens ohne natürliche Anziehungskraft zu besitzen und zu selten im Anschluß an lebendige Streit- oder Zeitfragen, deren es für jede Fakultät genug gibt? Ferner, ob nicht überhaupt an die Bearbeitungen zu hohe Ansprüche gestellt waren im Einzelfalle, natürlich dies nicht im Sinne der beliebten Ueberbürdungsmeierei, sondern einer zu verhütenden Vermengung der Anforderungen an eine Doktordissertation mit denen für Preisarbeiten? Lauter Fragen, die, wie die „Köln. Ztg." wohl richtig meint, gewiß ernster Erwägung wert erscheinen, wenn man der unliebsamen Beobachtung auf den Grund gehen möchte, daß trotz der so gestiegenen Zahl der Studierenden an allen unseren Hochschulen der Wettbewerb um die Preisaufgabe nicht nur nicht steigt, sondern — immer mit Ausnahmen — sogar bedenklich nachläßt. Das muß doch seine besonderen Gründe haben, ohne daß man ein Recht hätte, ohne weiteres der studierenden Jugend darum einen Tadel auf's Kerbholz zu setzen. Dann aber, wie bescheiden nehmen sich heutzutage die schon sehr bejahrten Geldpreise aus. 180 Mk. au unserer Landesunioersilät Gießen, und in Preußen 150 Mk. lohnen den Sieger für seine Mühe und Arbeit, seine Ausdauer und nebenbei doch auch für seine Auslagen. Daß hier eine Erhöhung und Aufbesserung am Platze wäre, läßt sich kaum verkennen. Borgeschlagen werden 300 Mk. als Preis. Hier ist ein Gegenstand zur Besprechung und Prüfung gestellt worden, der dies allerdings in nicht geringem Grade verdient. Vielleicht wäre die glücklichste Lösung nicht allein in erhöhten Geldpreisen, sondern in ihrer Verbindung mit anderen Vorteilen zu suchen, die den Preisarbeiten z. B. in Staatsprüfungen einzmäumen wären. ES ist ein kleines Stimmungssymptom, daß die „Nordd. Allg. Ztg." einem Pariser Blatt, dem offiziösen „Temps, eine Zurechtweisung erteilt. Der „Temps" habe, so schreibt die „Nordd. Allg. Ztg."; „mit Genugthuung" behauptet, der König von Italien habe eine Einladung deS deutschen Kaisers zu den Danziger Manövern ab gelehnt. Es sei aber überhaupt nicht der König von Italien, sondern der Herzog von Aosta zu den Manövern eingeladea worden, der mit Erlaubnis des Königs die Einladung angenommen habe. — Daß von maßgebender Seile dies Dementi, und mehr noch: mit der sarkastischen Bemerkung über die „Ge- nugthuung" des „Temps", veranlaßt worden ist, läßt eine gewisse Verstimmung zwischen Berlin und Paris erkennen, Verstimmung anscheinend darüber, daß die mancherlei Aufmerksamkeiten der letzten Zeit, u. a. gegenüber dem General Bonnel, den Automobilfahrern, nicht die Aufuahme gefunden haben, die man hätte erwarten sollen, zumal von einer Nation, die sich so gerne der Höflichkeit und Liebenswürdigkeit rühmt. Gewisse französische Kundgebungen der etzten Tage waren aber alles andere als taktvoll. Engländer und Buren. Tie „Daily Mail" meldet aus Kapstadt, im eng li- ch e n L ö h n u n g s d e p a r t e m e n t herrsche die größte Unordnung. Tie Truppen seien teilweise seit Monaten ohne Sold. Sofort beeilt sich nun der Berichterstatter des „Daily Telegraph" aus Middelburg (Transvaal) zu melden, daß die Buren im südöstlichen Transvaal Mangel an Nahrungsmitteln litten, daher erklärten sich auch die fast allnächtlichen Versuche kleinerer Abteilungen, in die Städte zu dringen, um dort Lebensmittel für die Kommandos aufzutreiben. „Ter Feind" versuche noch immer, die Eisenbahn von Süden nach Norden M überschreiten, besonders westwärts von Middelburg und zwar bis Witbauk hin. System für Moskau", schreibt die „Nowoje Moskau, 3. Juli. chat sich durch ein neues Denkmal verschönert, — in Moskau giebt es noch kein Denkmal für Alexander III., Oderberq-Bretzlau fortxufetifn. und feierte Mitte Mai dieses Jahres sein 50 jähriges Dienst- jubiläum., rettet hat, fehlt, auch Alexanders II., der die Einigung Deutschlands und die Zertrümmerung Frankreichs zugelassen hat. Die Errichtung eines Denkmals des Gründers des Deutschen Reiches im Herzen Rußlands soll uns aber nicht den Gedanken eingeben, daß die deutsche Kolonie, in Moskau so mächtig ist. Sobald die Kolonie russisch geworden sein wird, wird der eiserne Kanzler sich über seinen Standort wundern: allein unter einem Volke, gegen das er sein Leben lang gearbeitet hat. Und dieses Volk wird (?) L o l la r, 3. Juli. Wie schon früher an dieser Stelle auf Grund amtlicher Erhebungen über die Würdigkeit und bemerkt wurde, feiert der hiesige Turn - und Gesang- Unterstützungsbedürftigkeit die betreffenden Unterstützungen verein am 7. und 8. Juli sein 40jähriges Stiftungsfest, bisher in Reichelsheim stationiert. (Lehrer Gremm hat über 20 Jahre segensreich in unserer Gemeinde gewirkt zahlte. Hierbei entfielen nach Maßgabe der zur Verfügung bei welcher Gelegenheit dem Verein eine von Frauen und "lohenden Fonds auf Seher 100 Mark. Letzterer lehnte die Jungfrauen gestiftete Fahnensch'leife überreicht wird. Der Unterstützung ab und gad als Schadloshaltung für die Verein wird an diesem Tage zwei seiner Gründer in seiner Erziehungskosten seines Sohnes 6000 Mk. an. Das Un- Mitte begrüßen können. berechtigte eines solchen Verlangens, welches von der Ma- () Melbach, 3. Juli. Zum Nachfolger unseres ersten! Beide Schiffe erlitten Beschädig- Medizin an die hiesige Hochschule erhalten. •* Der hier zum Tode verurteilte Raubmörder Eimer Gerichtssaal. t. Darmstadt» 3. Juli. Kriegsgericht. Der Gardist Otto Fleischmann aus München in der 4. Komp, des Jnf.-Regt. 116 hat sich wegen wiederholten wissentlichen Meineids zu verantworten. Am 20. Februar 1900 hatte er am Amtsgericht zu Darmstadt in Sachen eines gewrfsen Gerlach gegen dessen Dienstherrn wegen Mißhandlung geschworen, daß er Augenzeuge gewesen sei und den Vorgang eingehend geschildert, ohne daß er davon etwas gesehen hatte, oder sehen konnte. Diese Aussagen hat er in einer späteren Verhandlung am gleichen Gericht und am 4. Januar 1901 am Amtsgericht zu Gießen wiederholt. Es handelte sich um eine Privatklage des Gerlach gegen den Prinzipal seines Sohnes, der angeblich wegen Mißhandlungen aus der Lehre entlaufen war Bei der dritten Vernehmung gab F. erst zu, daß er vorher falsche Aussagen gemacht und bte von anderen gehörten Angaben einfach behauptet und beschworen habe. Der Angeklagte ist heute in vollem Um- fange geständrg und giebt als Entschuldigungsgrund „Verwirrung* an. Dre Anklagebehorde hatte 3 Jahre Zuchthaus und Ausstoßung aus dem Heere sowie dauernde Eidesunfähigkeit beantragt. Sein Verteidiger plädierte für fahrlässigen Meineid, der Gerichtshof ließ noch einmal Milde walten und verurteilte den Angeklagten zu 14 Monaten Gefängnis unter Sport. Kassa (Ungarn), 3. Juli. Der MUitäraltachö bei der deutschen Gesandtschaft in Bukarest, Heuptrnann Clear, der infolge einer Wckte auf dem gleichen Pferde einen Ritt von Bukarest nach Berlin ausführt, ist heute hier eingetroffen. Der Reiter und das Pferd befinden sich in bester Verfassung. Clear gedenkt morgen den Weg über Viljoen, Botha und die meisten der unbedeutenderen Kommandanten befänden sich jetzt südlich von Middelburg m her Nähe von Witbank. , , . Aus Kapstadt meldet Reuter: Ter Burenkommandant Fouche, der in die Eingeborenen-Reservate eingefallen wa , befinde sich auf dem Rückzüge in der Richtung aus oie Drakensberge. Die englischen Truppen verfolgen ihn, da er' aber verhältnismäßig offenes Land vor sich habe, wie gleich mit weiser Vorsicht hinzugefügt wird, ist seine Gefangennahme nicht wahrscheinlich. Aus Teadwoodcamp auf St. Helena vom «. Marz liegt der Brief eines gefangenen Buren vor, worin es heißt: „Am 7. Februar abends, als nur äeltgenossen un Gespräche waren, hörten wir einen Gewehrschuß. Darauf wurde uns mitgeteilt, daß einer der Unserigen erschossen sei, es war der 19jährige Sohn des Predigers Goddefroy: er starb unmittelbar darnach. In seinem Zelte, an dessen Eingang er getroffen war, brannte Licht. Wir beschlossen, in der Sache Schritte zu thun; einige Rechtsgelehrte wurden zu einer Beratung zusammenberufen und dann zwei Briefe abgeschickt, der eine an den Gouverneur der Insel, der andere an Oberst Evans, Kommandeur der Truppen China. In Paris wurde am Mittwoch ein Gelbbuch! über die chinesischen Angelegenheiten veröffentlicht. Es enthält 150 Schriftstücke, die vom 18. Oktober 1900 bis zum 18. Juni 1901 Sehen, die meisten sind Depeschen, die zwischen dem Minister des Auswärtigen Delcasse und dem französischen Gesandten in Peking, Pichon, ausgetauscht worden sind In einer Depesche vom 19. November 1900 lenkt Delcasse tue Aufmerksamkeit Pichons auf Meldungen einiger Zeitungen auf die Plünderung und Zerstörung der k a i s e r l i ch e n G r ä b e r seitens der französischen Truppen Pichon antwortet hierauf am 25. November, daß die kaiser- licksen Gräber weder geöffnet noch, geplündert worden seien Tie französischen Truppen hätten sie besetzt, um sie zu beschützen und gleichzeitig sollte dadurch eine Pression auf den yvf .ausgeübt werden. Am 18. Januar meldet Pichon, oast er sich im Einverständnis mit dem französischen General bemühe, die Folgen der Besetzung des Landes durch die fremden gruppen möglichst abzuschwächen und die Bevölkerung zu schützen. Die ergriffenen Maßregeln seien von den chinesischen Einwohnern anerkannt worden und Li Hung-Lichang habe wiederholt im Namen der chinesischen Bevölkerung feinen Tank ausgesprochen. Tie Chinesen hatten Nicht nur \n Peking, sondern im ganzen Petschili Unster der französischen Behörden ge- stellt zu lverden xie letzten Schriftstücke sind eine Depesche PrchoM' vom la. JilNi 1901 und einer Antwort-Tevesche Telcasses vom 18 Juni In der ersten daß to das ganze diplomatische Korps mit dem Bons- Ausland. London, 3p Juli. Unterhaus. Yerburgh wünscht zu wissen, ob es etwa absichtliche Politik der Admiralität sei, bie Flotte in einem Stande zu erhalten, der es ihr unmögliche mache, einem möglichen Zusammengehen Frankreichs ünd Rußlands die Spitze zu bieten. Rußland, das thatsächlich jetzt die Dardanellen beherrsche, habe im Schwarzen Meere eine Flotte von ungefähr 10 Schlachtschiffen, Frankreich habe ungefähr 14 Schlachtschiffe in Toulon, England habe aber nur 10 Schlachtschiffe im Mittelmeer. Ter Parlamentssekretär der Admiralität Arnold Forster erwidert, es werde beabsichtigt, wenn die Zahl der Schlacht- schlffe in der Heimat durch, den Hinzutritt neuer Schlacht- schiffe erhöht sein werde, die Mittelmeerflotte zu verstärken; ferner werde beabsichtigt, die Zahl der Torpedobootzerstörer zu vermehren. Tie Admiralität beabsichtige, um mc Einheit der Aktion zwischen Kanal- und Mittelmeerflotte herbeizuführen, beide Flotten wieder zusammen manövrieren zu lassen. Tiefe Maßregel werde jenen Einklang hervorbringen, der für die Vorbereitung zum Kriege von durchaus erheblicher Bedeutung sei. Vermischtes. .ter Feier wohnten bei Regierungspräsident v. Puttkumer * ~ als Vertreter der Staatsregierung, Vertreter der Behörden s Y ?.e ie Festrede, worauf der zweite Bürgermeister Nürnberg ö°r, aus anderen ^tubten we Todesfälle Namens der Stadt das Denkmal übernahm und ein Hoch 9clnekoet auf den Kaiser ausbrachte, das begeistert ausgenommen wurde. Bei dem Festmahle, das sich an die Feier anschloß, wurden Huldigungstelegramme an den Kaiser und die Kaiserin Friedrich abgesandt. () M e l b a ch, 3. Juli. Zum Nachfolger unseres ersten rineverwaltung zürückgewiesen wurde, liegt auf der Hand. Lehrers Gremm wurde in der vorigen Woche der Schul- Seher erhielt dann noch auf Verwendung der Behörde Verwalter G ö n n e r aus Kaicben ernannt. Der letztere war von der unter Aufsicht des Staatssekretärs des Reichsmarineamts stehenden Marinestiftung „Frauengabe" eine Unterstützung von 150 Mark übermittelt, welchje er annahm. Sor au, 3. Juli. Heute wurde hier das vom Bildhauer Wefing-Berlin geschaffene Zweikaiser-Denkmal, Wilhelm I. und Friedrich III. darstellend, feierlich! enthüllt. auf St. Helena, lautend: Da wir starke Gründe hätten, an- zunehrnen, daß das Totschießen Goddefroys Mord sei, so ersuchten wir 1., daß die Angelegenheit vor einen Richter mit Jury zu bringen sei, 2., daß dann drei von uns Delegierte bei der Verhandlung zugegen sein möchten, und 3., daß diese Delegierten Zeugen vorführen dürften. Oberst Evans antwortete, daß die drei Delegierten zur Voruntersuchung zugelassen würden; wir wählten Wolmarans, den Kapitän Weiß und Rechtsanwalt Glaeser. Ter Gouverneur hatte mitgeteilt, daß der Vorfall unter militärischer Autorität stehe, da das Lager dem Kriegsgesetz unterworfen sei. Der Kapitän Weiß wies darauf hin, daß ein ganz gleicher Fall im Lager von Grevenpoint vor dem Magistrat zu Kapstadt verhandelt worden sei. Tie Schildwache Nr. 5, die den Schuß abgegeben hatte, sagte aus, mehrere Male wären Steine nach ihr geworfen worden, beim vierten Male hätte sie nach vergeblichem Anrufen geschossen. Ten Delegierten wurde nicht gestattet, Fragen an den Mann zu richten, ebenso durften sie die Zeugen nicht fragen und den Namen des Thäters nicht erfahren. Mehrere als Zeugen vernommene Soldaten klagten darüber, daß die Buren mit Steinen würfen. Die Delegierten berichten, daß die Fragen der Offiziere an die Zeugen sehr parteiisch und schonend gestellt wurden, man konnte erkennen, daß die Sache auf nichts hinauslausen würde. Vor der zweiten Sitzung wurde dem Zensor mitgeteilt, daß die Art der Untersuchung nicht geeignet sei, die Wahrheit zu erkennen. Die Gegenwart der Delegierten wäre nutzlos, wir wollten die Zeugen-Aussagen schriftlich einreichen. Dieses wurde verweigert. Unsere Zeugenvernehmungen ergaben folgendes: In der Nacht rufen sich die 16 Schildwachen jede halbe Stunde zu: ,-Alles in Ordnung". Wenn nun eine Wache schläft, so erfährt das Anrufen eine Unterbrechung und die beiden Nebenmänner suchen den Schlafenden durch Werfen mit Steinen zu wecken; wir hörten oft einen so erschreckt Geweckten auf die Buren schimpfen. Es wurde gesehen, wie Schildwackien Steine aufsuchten und nach ihren Schilderhäusern brachten. Goddefroy war unmittelbar von einer Vereinigung nach seinem Zelte gegangen; fünf Minuten später war er erschossen. Tie Wache Nr. 5 hatte auch bei dem ersten Verhöre anders ausgesagt, nämlich er habe geschossen, weil Goddefroy durch den Zaun kroch In der Nachbarschaft hatte auch niemand einen Aufruf gehört. Wir schickten das ganze Material an Oberst Evans mit der Bitte, es nach Kapstadt zu befördern. Wir baten, auch den Befehl zum Schießen auf uns aufzuheben: darauf erklärte er, ein solcher Befehl fei überhaupt nicht gegeben. Wir wissen nicht, was aus allen diesen Dingen geworden ist. Eine Mitteilung ist uns nicht gemacht worden." In der letzten Sitzung der Kommission zur Prüfung der Entschädigungsforderungen der aus Südafrika ausgewiesenen Personen machte Lord Roberts seine Aussagen; bei der Erörterung der Anschläge gegen sein Leben in Johannesburg und Pretoria sagte Lord Roberts, die Anstifter der Anschläge seien deportiert worden. Die Beamten und Angestellten der Niederländisch-Südafrikanischen Eisenbahn seien den Engländern sehr feindlich gesinnt. Viele von ihnen seien deportiert worden. Jede Rücksicht sei diesen Leuten erwiesen worden. Er (Roberts) habe persönlich die große Mehrheit der Fülle von Deportation untersucht, mit Ausnahme der Mitglieder des Eisenbahnpersonals, deren Geschick '-er Verwaltung der britischen Eisenbahn überantwortet worden sei. Er habe keine Deportation genehmigt, ohne sich zu überzeugen, daß genügend Gründe Vorlagen. In Erwiderung auf eine Anfrage des österreichisch-ungarischen Vertreters erwiderte Lord Roberts, hinsichtlich der Nationalität sei kein Unterschied gemacht worden. Stiftern für die Zahlung der 6ntf Seezolle gekehrt seien, UNi vom ü" 1 c», Thrift1/! 2) des zur Verfügung-stehenden Er g hjnzu, datz zu werden, für falsch. (Val. im L Blatt „Kolonialpost) 3) des Ertrages derE-alz,teuer. ff Regierungen zu j— Ter Generalrat der Arb er terpa r te r rrch^te ec in diesem Uuterpfanbe, T teilaenommen, eine heute eine Kundgebung an das belgische Volk, gelten habe, die an der.^Einverständnis unter allen es heißt, das Volk werde sich! ^as gleiche Wahlrecht er- ernfte Garantie sehe, dre^ das . L aufrechterhalten oben Zugleich! werden alle sozialistischen Verbände deA Mächten, die in E.hma >;nter ss h - '^legramm des Landes aufgefordert, bei Wiederzusammentritt der Kammer werde. Tas Gelbbuch, enthalt T betreffend die von überall Versammlungen und Kundgebungen zu veranstalten. Gesandten Pichon vom 23. F A iVraae der Fest- Tie Kundgebung schließt mit der Ankündigung, die Ar- dem englischen Gesandten ausg Jnimoneil Pichon er- beiterparteien würden, wenn die gesetzlichen sriedlichen stellung der Entschädigungen Hi durch Verträge ge- Mittel fehlschlügen, vor einer Revolution Nicht zuruerklärte, die Stellung .der: Mmronen^?nu^uer Grundsatz schrecken. , .. regelt. Deshalb sei ^ser Hmsich möchten gemäß Madrid, 3. Juli. General Weyler bereitet eine Kredit- aufzuftellen; die beteiligten Gesa l )f öerfXen9 Der forderung von zwölf Millionen Pesetas vor zum Ankauf den bisher von ihnen befolgten Reg . dieser von Schnellfeuer-Kanonen und besucht demnächst die Fest- deutsche Gesandte habe bemerkt seme -yaitung i auf ben Balearen und an der Mste Nordafrikas- Frage enffpredje der des franzosisty n. , die Vor- Moskau, 3. Juli. „Moskau", schreibt die „Nowoje Ter französische ^A°^^^^in/?Balmlinie von Hai- Wremja", „hat sich durch ein neues Denkmal verschönert, — läge über den Bau und Betrieiner ^forbeX Ton ein Den k ma l Bi s m a r ck s, 27 Pud schwer. Es ist wahr, phong nach Yuennan, s^tvie eme Ncutstrag.f g in Moskau giebt es noch fein Denkmal für AlexanderIII., 80 Millionen für bte ^?bbition rtach ^ym - Gogol, Aksakow und viele andere. Es ist auch wahr, daß Am 23. Juni verließ derDampfer „Gera m in Berlin noch ein Denkmal Alexanders, der Preußen ge- ^eldmarschiall Grasen ^raldersee, p ~ii 5 « « toHp+ Fmt Fofitt yrfpmrtHprä TT typr die Einiannm 4 liche Men der Le M lei! ist so schvtW $ übersehen W, öl lirM &W ft mitibtnfM gw strophe bei der 2i Zndufirie-A.-A, filantllftfril F. lkonkurS geraten. Im Jahre 1896 mit Liner gehörte deut? riet der Prioalitt G krach in solche Bnzev seine Frau und Toch nach eine Mitteilung sich noch nicht übersä Aus Berlin, allmählich zur Ben gründet stch ans die Mägange begriffen l fern, und auch in geltend? So lesen Herabsetzungen einer! Publikums, die bisher mit größerem Lerlufi Spekulation wird bal Mißmut über das z können, wenn man fic ung des Börsengesetze sind. Auch wenn dii Ninderungen wenig Wb 3. 3i WHe der M der Stiftungen durch den ein 3" b äs “ die 81 mit baiM {ür(tell( ( gle e® ab. wachst"' flöL £), fift* W-ll-«»" Ä Bet Stetteo lei * m alten *3 »«fötale Wttete« tant ®le6en, W inal'RHMmitz W -chattet.) ^müßige Lehrer r Professor Dr. r der Setermär« i»e * W*’ W “* E ' bi^totaL rO i„i®mnbet8 , W UM «6», r® M «bet wirb Wen Feind unde zu ver- .n^e Zu ver-- w Gostau ter Kommission on Neusee- wmig gegen faotbtr Emer »fion eingelegt. S Vermüllen, mi Revision an ie Gründe, auf bttannt. Doch Vor Mei bis ug btrübtt, ob (teil zur Voll« fein. des siadti- ch-ule des Gym- daß den Aus- genüber stehen, gens sind noch usgabetitel int egengelvichj an n „Gieß. Anz." ille gelegentlich an öiefer Aelle mb Gefaug- s (StiftungSfeft, on Frauen und icht wird. Ter -linder in seiner r unseres ersten röche der Ähul- Ter letztere war rer Gremm hat .emeinde gewirkt ) jähriges Dien,t- > 6d d-r d-°M mb d«s Md »- gen b.nW<« °d-> i-Aork kamen tn 'infolge der 196 Todesfälle Angaben " w SÄ# Der Gardist Otto -&SE Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft, zu Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes und Aberkennung der bürgerlichen Ehren- rechte A^Jahre.^ Sachen der Jagdscheine hat das Kam. mergericht eine eigenartige Entscheidung getroffen. Em Säget aus -toefi- falen wurde von einem Gendarmen aufgefordert, fernen Jagdschein vorzu- zeiaen. Dieses Verlangen lehnte der Jäger rundweg ab und wurde nun vom Schöffengericht zu 10 Mk. Geldstrafe verurteflt. Die Strafkammer bestätigte das Urteil, aber der Nimrod ging bis zum Kammergericht in Berlin. Dieses hob das Urteil auf, weil das jetzt Mige Gesetz lediglich verlangt, daß man bei Ausübung der Jagd fernen Jagdschem Bet sich führe. Von der Verpflichtung, ihn vorzuzeig.n, steht nichts tm Gesetz. — Die Konsequenz dieser Entscheidung ist die daß der Gendarm nur fragen N K Io» «WS ®e9C'n8dMie,em3!f3u” "İ- '«bg-biN-°- N-I.nlpitz-. W gm aefSbrltcher Körperverletzung war am 18. März von der Strafkammer in Koöurg der Kutscher E. unter Annahme mildernder UmNande zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Am 2. Dezember o. IS fuhr E. zwei Personen rach Ohrdruff zurück. Er war etwas angetrunken und schlug das Pferd, fodaß es in Galopp Seine beiden Fahrgäste machten ihm deshalb Vorhalten, reizten ihn aber dadurch nur zu anzüglichen Redensarten. Der Fahrgast O. packte schlietz. lich den vor ihm auf dem Kutscherplatze fitzenden E. und zog ihn rückwärts über die Bocklehne, um ihn zu schlagen. Da E. die Hände, mit denen er die Zügel halten mußte, nicht frei hatte, so schnappte er, wie es im Urteile heißt, mit den Zähnen noch oben und btß dem O. di« Nasenspitze ab. Auf der redjtin Seite ist dte Nase wieder ver. wachsen, auf der linken aber fehlt ein Stück, wodurch eine dauernde Entstellung des O. eingetreten ist. Das Urteil erklärte die von E. gewählte Art der Verteidigung für nicht geboten; E. hätte umsomehr diese Abwehr vermeiden können, weil er gewußt habe, daß noch eine dritte Person auf dem Wagen sich befand, die sicherlich eine erhebliche Mißhandlung des Angeklagten verhindert haben würde. Auf die Re« Vision d-S Angeklagten hob daß Reichsgericht d»S Ihtetl auf und oen w^s die Sache an dte Strafkammer zurück. Uuzutnffend sei dte Ausführung, daß der Angeklagte darauf habe rechnen können, der andere Fahrgast werde jedenfalls eine erheblich« Mißhandlung des Angeklagten verhindern. Damit sei der Begriff der Notwehr verkannt, denn niemand brauche zu warten, bi» er mißhandelt werde oder gar erheblich verletzt, ehe er sich verteidigen dürfe. Endlich sei auch rechts, irrtümlich die Frage, ob der Angtk agie etwa au« Furcht oder Schrecken die Grenze der Notwehr überschritten habe, von der Strafkammer nicht erörtert worden Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. - Die Folgen des Leipziger Bankkraches treten immer deullicher zutage. Die sächsische Bank sowie die Neichsbank sind sicherlich mit bedeutenden Summen beteiligt. Auch wird gemeldet, daß die sächsische Landeslotterie größere Beträge aus der Masse zu fordern hat. Ferner ist der Weimarische Staat beteiligt, wie sich daraus ergrebt, daß er einen Bankbevollmächtigen, den Finanzrat Humius in den Gläubigerausschuß entsendet. Ueber den Umfang des Verlustes ist noch nichts näheres bekannt. Es dürfte sich um die vorläufige Anlegung von Ueberschüsstn handeln. Indirekt ist auch das Vermögen der Stadt Leipzig durch den Zusammenbruch der Leipziger Bank mit betroffen worden; die Stiftung eines Menschenfreundes verliert nicht weniger als 500 000 Mk. in Aktien der verkrachten Bank, eine andere Stiftung den Betrag von 60 000 Mk.; dazu kommen bann noch mehrere kleine Beträge. Ferner bedeutet der Wegfall der Dividenden der Aktionäre und der Tantiemen der Direktoren und Aufsichtsratsmitglieder der Bank für die Stadt einen Steuerausfall, der auf Millionen geschätzt wird. Hierbei sei bemerkt, daß sich fast sämtliche Aktien der Leipziger Bank in Leipziger Händen befinden, sie sind zum Teil Familienbesitz seit Gründung der Bank. Und diese» Vertrauen ist so schmählich hintergangen worden. Ferner ist, soweit sich bis jetzt übersehen läßt, eine große Anzahl von Einwohnern der Städte Markneukirchen, Pausa sowie größere Firmen in Auerbach durch den Krach in Mitleidenschaft gezogen. Unmittelbar im Zusammenhänge mit der Katastrophe bei der Leipziger Bank sind dte Leipziger Thonwaren- Jndustrie.A.'G, deren Aktienkapital 200 000 Mk. beträgt, und die Flanellfabrik F. G. Lehmann in Böhringen bei Roßwein in Konkurs geraten. Das letztere Unternehmen wmde als Aktiengesellschaft im Jahre 1896 mit einem Kapital von 750 000 Mk. gegründet. Direktor Exner gehörte dem' Aufsichtsrate des Unternehmens an. In Koburg geriet der Privatier Greiner über die Verluste bei dem Leipziger Bankkrach in solche Verzweifelung, daß er sich erschoß, nachdem er zuvor feine Frau und Tochter durch Schüffe schwer verletzt hatte. Endlich sei noch eine Mitteilung erwähnt, wonach der genaue Status der Leipziger sich noch nicht übersehen läßt. Aus Berlin, 3. Juli wird uns geschrieben: Die Börse kommt allmählich zur Beruhigung. Aber die Mißstimmung ist geblieben; sie gründet sich auf die Beobachtung, daß das Börsengeschäft in beständigem Rückgänge begriffen ist. „Das Privatkapital hält sich vollständig feen, und auch in Finanzkreisen macht sich die größte Reserviertheit geltend." So lesen wir in einem Börsenbericht von heute, und die Kursherabsetzungen einer Reihe von Werten beweisen, daß die Nachzügler des Publikums, die bisher sich nicht zum Verkauf entschließen konnten, selbst mit größerem Verlust sich nunmehr von der Börse zurückziehe'n. Die Spekulation wird bald unter sich sein. Trotzdem würde die Börse den Mißmut über das Fehlen der „zweiten Hände" noch eher überwinden können, wenn man sich nicht sagte, daß die Hoffnungen auf eine Milderung des Börsengesetzes nach den Krachs der letzten Wochen sehr verringert sind. Auch wenn die Regierung wollte, wird im Reichstag für solche Abänderungen wenig Sttmmung vorhanden sein. Leipzig, 3. Juli. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten teilte der Rat der Stadt Leipzig über die Frage der Gefährdung der Stiftungen durch den Zusammenbruch der Leipziger Bank folgendes mit: Der Besitz der Stadt'Aktien der Leipziger Bank besteht nominell aus Mk. 520 000, der Stiftung eines Menschenfreundes, und Mk. 86 750, der Theobald-Petschke-Stiftung. Unter städtischer Verwaltung stehen die Rhodestiftung mit nominal Mk. 45 OCO und der Theaterorchesterfonds mit Mk. 22 000. Das Gesamtintereffe ist hiernach Mk. 698 750. Als Kaution hinterlegt seien von Bauunternehmern Mk. 58 000 in Aktien und Mk. 5549 in Rechnungsbüchern. Hypothekarisch fichergestellt sei die Forderung der Stadtgemeinde auf den Neubau der Leipziger Bank mit Mk. 1 162 500. Die Stadtverordneten beschlossen, dem Anttage des Rates beizutreten, demzufolge die Einlagegebührm auf die Leipziger Bank von den städtischen Kaffen mit 30 Proz. bis zur Höhe von Mk. 1000 beliehen werden sollen. Der zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellte Gesamtbetrag beziffert sich auf Mk. 1 000 000. Petersburg, 3. Juli. Dte mit dem Finanzministerium in Verbindung stehende „Handels- und Industrie-Zeitung" ve öffentlicht eine Erklärung deS neuerdings in die Verwaltung der „Internationalen Handelsbank" eingetretenen Prästdenten der „Poltawa Agrarbank" Chruleff. Letzterer ist aus Anlaß des lebhaften Protestes der Minorität auf der letzten Generalverfammlung der Jnternat'onalen Handelsbank am 27. April d. I. nach feiner Wahl zum Vorsitzenden deS Derwaltungsrates vom Finanzminister beauftragt worden, ihm genau Über die Lage der Bank zu berichten. Dieser Bericht stellt fest, daß die Bank bei industriellen Unternehmungen durch gewährte Kredite und Aktienbesitz stark interessiert ist, daß die Liquidierung zwar angesichts der jetzigen KrifiS ziemlich zeitraubend sein würde, aber der bei der endgilttgen Regelung entstehende Verlust keinesfalls den Betrag der Spezialreserve von etwa 3'/, Millionen übersteigen könne, so daß daS ganze Grund- und Reserve-Kapital von zusammen 36 Millionen vollständig intakt bleibe. Die Verwaltung beabsichtige, alle zweifelhaften Posten bei der nächsten Bilanz gesondert zu buchen und sie der Sprttalreserve zu entnehmen. und SÜI 39. E. Piersons Verlag. 75 Pfg. Deutsche Kunst und Dekoration. 4. Jahrg. Heft 10. Darmstadt, Alex. Koch, ä Heft 2,50 Mk. S i m p l i c i s s i m u s. 6. Jahrg. Nr. 13 u. 14. München, Albert Langen. Vierteljährlich 1.80 Mk. Tolstoi, Leo, Der Sinn deS Lebend. Einzig bevollmächtigte Ueberfetzung von Wladifmir Czumikow. 5. bis 7. Tausend. (92 S.) München, Albert Langen. 75 Pfg. _ Annaljen des Deutschen Reichs für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft. StaatSwissmschaftl. Zeitschrift und Materialien- fammlung. 24. Jahrgang. Nr. 6. München, I. Schweitzer. Halb- t 292. Zur guten Stunde Nr. 23. Für alle Welt ' 22. Deutscher Soldatenhort Nr. 28. Heft 25. Moderne Kunst Heft Ueberall Heft 38. Zukunft Nr. Platen, M., Die neue Heilmethode. Heft 21/22. (S. 1633 bis 1792.) Berlin, Bong & Co. ä Heft 50 Pfg. Die Gesellschaft. 17. Jahrg. 2. Juniheft. Dresden, Literarische Neuerscheinungen. K i s s t n g e n und Umgebungen. 12. Ausl., neu bearbeitet von Frhrn v. Lochner-Heußlein. (IV, 93 S. mit zwei Karten.) Berlin, Albert Goldschmidt. 1 Mk. Leipzig und Umgebung. Prakt. Führer von Th. Stromer. (IV, 43 S.) Edda. 60 Pfg. Wiesb aden und Umgebung. 6. Aufl. (IV, 79 S. mit zwei Karten.) Edda. 1 Mk. Dannheißer, Dr. Ernst, Die Entwicklungsgeschichte der französ. Sitter atur (616 1901). Mit einer Zeittafel. (216 S.) Zwei« brücken, Fritz Lehmann. Schiller, Geh. Oberschulrat Prof. Dr. Herrn., Aufsätze über die Schulreform 1900. 1. Heft. Die Berechtigungsfrage. Wiesbaden, Otto Nemnich. 1,20 Mk. Schneider, E., Führer durch das Lahnthal, seine Nebenthäler und Koblenz. (209 S. mit etner Karte, Stadtplänen und Abbildungen.) Marburg, N. G. Elwert'sche Verlagsduchh. Geb. 2 Mk. W o e r l, Leo, Die Hebung des Fremdenverkehrs in Stadt und Land. Anhaltspunkte, Winke und Anregungen für Stadtverwaltungen usw. Zweite oerb illustr. Aufl. (44 S. mit einer Eisenbahkarte.) Leipzig, Woerls Reifebücheroerlag. 1 Mk. Jugend Nr. 27. Deutsches Protestantenblatt Nr. 26. Nord jährlich 8 Mk. B a d - E m 6 und das Lahnthal. Prakt. Führer für Badegäste und Touristen. 10. Aufl. (IV, 75 S. mit zwei Kartenbeilagen.) Berlin, Albert Goldschmidt. Kart. 1 Mk. Bad.Nauheim und prakt. Umgebungen. Prakt. Handbuch für Kurgäste und Touristen. (IV, 62 S. mit Plan.) Edda Kart. 1 Mk. Mode und Hau8. Illustr. Universaldlatt für die Familie. 17. Jahrg. Nr. 13. Ausgabe mit Kolorit. Berlin^., Steglitzerstr. 11. Vierteljvhrlich 1,25 Mk. m n JllustrierteWäschezeitung. 11. Jahrgang. Nr. 8. Ebda. Vierteljährlich 60 Pfg. , _ Neues SZalonalbum (für Klavier). 2. Heft. (48 S.) Folio. Köln, P. I. Tanger. 1 Mk.__________________________ Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Grüningerr, 2. Juli. Gestern feierte bekanntlich unser Lehrer Eckel das Fest der 25jährigen Dienstthätigkeit. Leider ick von unserem Stadtrat übersehen worden, daß dieses Jahr auch ein Jubiläumsjahr für unseren diensteifrigen Flurschützen Hofmann ist, welcher seinen Dienst mit Aufopferung Tag und Nacht zum Schutz unserer Felder versteht. Auch hier wäre doch ein Geschenk am Platze gewesen, zumal die ganze Gemeinde Landwirtschaft treibt. — Auch unser Polizeidimer Marstaller versteht seinen Dimst schon mehr als 25 J^hre. Auch ihm ist noch.kein Geschenk zu Teil geworden. Die Geldaufwendung kommt aus dem Geldbeutel der Gemeinde. Mögen diese Worte dazu dienen, daS Vergessme nachzuholen. „Gleiches Recht für Alle!" M brer<* ftruerrablenbe Landwirte. Neueste Meldungen. Paffet 4. Juli. (Te'ephon-Meldung deS „Gieß. Anz.") Ueber das Vermögen der Aftiengesellschaft für Trebertrocknung wurde der Konkurs eröffnet. Kassel, 3. Juli. In der heutigen, spät abends beendeten Sitzung des Gläubigerausschusses der Leipziger Bank und des Vorstandes f)tote Aussichtsrates der Aktiengesellschaft für Trebertrocknung wurde eine Entscheidung noch nicht getroffen. G o t h a, 4. Juli. Superintendent Müller in Grasen- toena wurde wegen Verluste an der Leipziger Bank irrsinnig und mußte in eine Heilanstalt gebracht werden. Paris, 4. Juli. Tas Unionssyndikat veranstaltete gestern abend in der Arbeiterbörse eine Versammlung. Die Polizei ließ die im Saale ausgehängten roten Fahnen sowie eine Tafel mit der Inschrift: „Krieg dem Kriege!" entfernen. Es kam infolgedessen zu einer Schlägerei, bei der die Fensterscheiben und Bänke im Saale zertrümmert wurden. Die Polizisten wurden von den Arbeitern mit Holzstücken beworfen. Tie Versammlung nahm schließlich eine Tagesordnung an, in der gegen das Vorgehen der Polizei Einspruch erhoben und ihrer Absicht, den Krieg zu bekämpfen, Ausdruck gegeben wird, allen Arbeitern ihre Sympathie versichert, da alle Menschen, gleichviel ob sie Chinesen, Madagassen oder Buren sind, Brüder seien und die Arbeiter aüffordert, im Falle einer Kriegserklärung sich allgemein zu weigern, die Waffen zu ergreifen. — In einer anderen Versammlung, wo der Gemeinderat Gre- baural Rechenschaft über sein Mandat ablegte, kam es ebenfalls zu heftigen Zusammenstößen, wobei zahlreiche Personen verletzt wurden. , Madrid, 3. Juli. Kammer. Silvela tadelt die Hindernisse, die in Valencia von der Bevölkerung der Abhaltung der Jubeljahrfeier entgegengesetzt wurden. Ibanez antwortet, die Liberalen hätten den Prozessionen Achtung entgegengebracht, solange sie einen rein religiösen Charakter trugen; die Klerikalen seien aber Gegner der Freiheit. Im weiteren Verlaufe der Sitzung veranlaßte die Angelegenheit der Jubeljahrfeier lebhafte Zwischenfälle zwischen den Republikanern und Karlisten, die sich gegenseitig insultierten. Ter Präsident konnte nur mit Mühe die Ruhe wiederherstellen. Konstantinopel, 4. Juli. Der kürzlich ausgebrochene Brand im Schjlafgemach des Sultans bedeutete em Attentat auf den Sultan. Eine Sklavin gestand, bestochen zu seien, um ein großes Feuer anzulegen. N e w - Y o r k, 3. Juli. Trotzdem in verschiedenen Gegenden Gewitter niedergegangen sind, hält die Hitze an. Tie Kirche der heiligen Agnes in Brooklyn wurde durch Blitzschlag zerstört. Ter Bau der Kirche kostete 250 000 Dollars. Man schätzt, daß in Groß-New-Y-ork seit dem 28. Juni 517 Todesfälle infolge der Hitze vorgekommen sind. Telephonischer Kursbericht. 8*/jQ/o Reiohsan leihe . . 100.95 8 o/o do . . 99.70 8Vi 3/o Konsole . . , . 100 95 B o/£ do e . . . 90.05 8V2 % Hessen .... 97.00 5 % Italien. Bente . . . 97.15 4f/o Griech. Monop.-Anl. 44.20 8% Portugiesen , . . 26.10 8 o/o Mexikaner . , . . 26.70 4«/r Chinesen .... 83.20 Tendenz Kreditaktien..... 202 30 Diskonto-Kommandit . . 177.20 Darmstadter Bank . . . 128.60 Dresdener Bank .... 133.00 Berliner Handelsgee. . . 138 30 Oesterr. Staatsbalm . . 138.00 Gotthardbahn .... 155.50 Laurahütte.....186.00 Bochum ...... 168 50 Harpener ...... 16000 schwach, »tetrorologische Beobachtungen der Station Gießers._________ Juli Barometer auf Oo reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit 1 ai 3* 11 Windrichtung Windstärke Wetter 3. 4. 4. 9« 7« 2« H R 743,4 745,1 746,1 dchste T ledrigfie + 14,2 + 15,4 4- 23,3 emperat n 11,1 11,0 9,2 ur am w 93 85 43 2.-3 n Still E. NE. Juli * 1 2 + 16.6 + 12.6 Reaen Sonnenschein n o C. C. Bekanntmachung» Freitag den 5. Juli er., vormittags 11 Uhr, werden im alten Regieruugsgebäude am Karrrlei- berg verschiedene Quantitäten altes, nur zu Brennholz geeignetes tauueueS und eichenes Holz versteigert. Gießen, am 3. Juli 1901. 4705 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Schellfische Kabeljau in la. feinster, blulftischer Ware soeben eingetroffen bei 296 A.ÄG.WaBlenfels. Markt 21. — Fernsprech°Nr. 46. Ptttie Kisten 4698 Mein Geschäft befindet sich von heute ab in dem von mir käuflich erworbenen Hause Seltersweg 58. Fr. Leo Nachfl., C. Herber Kolonialwaren-, Wein-, Cigarren- u. Fahrrad- Versteigerung. Freitag den 5. Juli, nachmittags 2 Uhr, ver- steigere ich Neustadt 55 (im Bieker scheu Saal): 1 kompl. Bett, 1 Divan, eine Partie Stühle, 2 Sofas mit 4 Sesseln, 1 Aktenfchravk, 1 Sekretär und verschiedene andere Gegenstände. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 4690 Taxator Schneider. Hroße Ersparnis im Kausyatt mit zum Würzen der Suppen, Saucen, Gemüse, Salate u.f.n).,ebenfo Maggis Gemüse- und «raftsuppcrr und Maggis Bouillon ■ Kapseln. Soeben wieder eingetroffen bei Wwe. M. I. Rühl, SelterSweg. Achtung! Achtung! Erste Hand-Schnellsohlerei in Gietzen, Wolkengasse 11. Bei Verwendung von nur prima Leder garantiere ick für solide HandaU^it, keine Maschinenarbeit. 02676 Kerreu-SWen 1,80 Wk., Kerren-Mütze 0,60 Wk. Famen- Sohlen 1,30 Wk., Aamen-Aösätze 0,50 Wk., für Kinder ölMgfl. 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Mäusburg- 5 HsriflSnil KatZ Mäusburg 5 Manufaktur-, Seiden-, Modewaren und Damen-Konfektion._________________4702 5L-r •< ■ M.A £» ; iE vcr.nlwgrUich für iea tlyemnm tril: BUtU| Mr I* Initigtntdl: H«ms *«f. >n» Zenttal-Komitee di Kreuz in Berlin bii ■ Jahre zu mach Vereins innerhalb I zsm wir d Merken wir, daß ' genehmigten Verlos' gegeben werden bi Sewinnsten verweni Gießen, den Großhe Lozii „Die Male 1875 in einer 8t von Napolen I. etfi angewenbete Phrase Tyrannei gehörte." Unrecht mit dieser he Die Napoleone red Motten, ohne auch zu wachen, sie benii^ Zeit, wo in DeuP Fragen im Vorderg bei den schönen Wc Wahrheit breiten, gemeinsam 1 auf Charakt NM auf den Gro I Weden wie Winds i aiI^er'/ sagt housto I 2 rW Belesn | auch manche, altert «mttnbto Serie I 3«6r6 Hr m «enbt 9nübmje S* Wogt ®'NNtn liegen L,'°S°r innert” b! Dtz kann. Tie n-nt? HöpfenV?tlMi Wege. u Ntei Seradk \SlniE unb -^Mehrt , weilen, top„Nlen i'elleich t !“1 nicf)t ?* Iu?k c'n