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Bülow habe aus Anlaß der uugLustigen Nachrichten, die ihm in letzter Zeit über den Saat en stand und die tS,Itch mit H MontagS. »i NM»*« f •■hien« **rkn dem An. w»****w „Blätter •* TEStuwde" »«t< SM( Wchchmtlich briyktt. vezugrpreir viertrtM^. Mk. 2.20, monakl. 75 P^. nnt Bringerlohn; durch Mt Bbbolefiellen vtertclftdwi, Mk. 1.90, monatl. 65 Ptz. Bet Postbezug viertelßßhtt. Mk. 2.00 ohne Bestell^» ■ü< tln»«igen BennttrluirM« flcfltn kl $n und BulHeMW »»tjttun tinjrigtn für ErnteauSsichten zugegangen find, im Staatsministerium angeregt, alsbald innerhalb der einzelnen Refforts alle ge- eigneten Maßnahmen zu treffen, um angesichts der drohenden Mißstände nach Möglichkeit die staatliche Fürsorge eintreten zu lasten. Diese Botschast klingt recht erfreulich, besonder» in der gegenwärtigen Zeit, in der infolge des langsamen Fortganges der gesetzgeberischen Vorarbeiten für die neuen HaudelS' Verträge und infolge der Zurückhaltung der Ausführung«, bestimmungen zum Fleischbeschaugesetz das Vertrauen auf den Ernst der Regierung eine starke Einbuße erlitten hat. Die Berichte, die dem Reichskanzler nach obiger Note über den ungünstigen Saatenstand zugegangen sind, gehen, wie wir nebenbei bemerken wollen, vom Landesökonomiekollegium und den preußischen LandwirtschastSkammern aus. Der Vorsitzende der ständigen Deputation des Landesökonomiekollegiums hat nämlich soeben dem Reichskanzler und den zuständigen preußischen Staatsministern einen Bericht erstattet, wonach sich der Ausfall, den die preußische Landwirtschaft infolge der schlechten Entwickelung der Saaten erfahren hat, für Weizen überschläglich auf 183*/4 Millionen, für Roggen auf 103 Millionen, für Brotgetreide im Ganzen also auf 286% Millionen be- Mert. Die Eingabe des Vorsitzenden des Landesökonomie kollegiums Grafen v. Schwerin Löwitz an den Reichskanzler und die beteiligten preußischen Minister schließt mit folgenden Worten: Die ganze Lage des GelreidemaikteS und der Umstand, daß ein io ungeheurer Ernteausfall, wie er gegenwärtig in Deutschland dcoor- steht, wegen der immer drohender werdenden ausländischen Konkurrenz fast ohne Einfluß auf die Getretdebewertung in Deutschland geblieben ist, sprechen aber für die Notwendigkeit einer wesentlichen Erhöhung der Getretdezölle so deutlich, daß die Kenntnis dieser Verhältnisse für die köatgltche StaatSregier^ng und deren Stellungnahme zu dem Entwurf eine« neuen Zolltarifs und die in denselben etnzustellenden (3z-- tretdezollsätze nicht ohne Einfluß bleiben kann. Und erlaube mir deshalb namens der ständigen Kommission des LandeSökonomiekollkgiumS an Ew. Exzellenz die Bitte zu richten, dafür genügtest Sorge tragen zu wollen, daß die thatfächltchen Verhältnisse, wie ich sie in Vorstehendem (Ausfall für Brotgetreide 286°/. Millionen) zum Ausdruck gebracht habe, bei den verbündeten Negierungen die gebührende Würdigung finden mögen. Der Mitbegründer des „Nationalvereins" der frühere hervorragende Parlamentarier Frhr. v. Stauffenberg, ist am 2. d. M. auf seinem Schlosse Rißtissen bei Laupheim in Württemberg gestorben. Frhr. v. Stauffenberg war einmal nahe daran, Minister zu werden. Fürst Bismarck interessierte sich für den Eintritt eines angesehenen National« liberalen in die Regierung und ersah dazu Herrn v. Bennigsen. Nach Varzin berufen, stellte Herr v. Bennigsen jedoch die Bedingung, daß Stauffenberg und Forckenbeck ebenfalls Mitglieder des Ministeriums würden. ES kam nichts zustande. Fürst Bismarck äußerte sich späterhin nach seinem Rücktritt über die Angelegenheit folgendermaßen: „Bennigsen sollte auch einmal ins Ministerium. Damals kandidierte auch der Frhr. v. Stauffenberg. Frhr. v. Stauffenberg verdarb es aber, weil er sich im Reichstag gegen einen Paragraphen der Verfassung aussprach. Damals war die Kombination Bennigsen, Stauffenberg und Frockenbeck beabsichtigt. Allerdings waren keine Vakanzen da". . . Der Verstorbene, der einer der bewährtesten Vertreter des liberalen Gedankens aus dem Kreise der Aristokratie war, ist 67 Jahre alt geworden. Mit dem ersten Vierteljahrhundert der Geschichte des deutschen Reichstages wird sein Name unauflöslich verknüpft bleiben, und seine Gestalt verdient als ein Muster eines echten EdelmanneS festgehalten zu werden, der für Freiheit und Fortschritt allezeit ein offenes Auge uud ein warmes Herz hatte. Stauffenberg, der Sproffe eines alten süddeutschen Geschlechtes, verfolgte nach vollendetem Universitätsstudium anfangs die juristische Laufbahn im Staatsdienste, verließ diesen aber 1866 und lebte seitdem auf seinen Gütern und in München. Seit dem genanten Jahre Mitglied des bayerischen Landtages wurde er 1868 in das Zollparlamet entsendet und 1871 zum Reichstagsabgeordneten gewählt, zu dessen hervorragendsten Mitgliedern er, zunächst in der nationalliberalen Partei, gehörte. Als solches wurde er 1876 erster Bicepräsident. Als der Umschwung der inneren Politik in konservative Bahnen erfolgte, legte er 1879 mit Forckenbeck das Präsidium nieder, trat im nächsten Jahre aus der nationalliberalen Partei aus und schloß sich der liberalen Vereinigung, 1884 mit dieser der deutsch-freisinnigen Partei an. Teils aus Kränklichkeit, teils aus Unbehagen Über die Zuspitzung der Gegensätze unter den liberalen Fraktionen zog sich Stauffenberg, der stets deren Zusammenschluß als sein Ideal betrachtete, späterhin von den Arbeiten des Reichstags mehr zurück und schied 1893 ganz aus ihm. Dagegen blieb er im bayerischen Landtage als einer der Führer der vereinigten Linken noch lebhaft thätig, bei jeder Gelegenheit auf dem Plane, wo es galt, nationale und freiheitliche Jntereffen zu verteidigen. In seinem Heimatlande, wie in den Kreisen des gesamten oeutschen Bürgertums wird dem vortrefflichen Manne, dem man wohl noch eine Reihe von Lebensjahren gewünscht hätte, ein dankbares Andenken gewahrt bleiben. Engländer uud Buren. Aus der Nachricht von dem ernsten Gefecht bei Blakfontein am 29. Mai, bei dem die britischen Verluste sich auf 177 beliefen, lveiß man in London nichts Rechtes zu machen, und zrvar schreibt eine Zeitung diese „Unfähigkeit, die wahre Bedeutung eines solchen Ereignisses mit einiger Zuverlässigkeit schätzen zu können", der Unwissenheit über die Lage in Südafrika zu, in der man das Volk halte. Von jetzt ab sei es einfach unmöglich, die Nation so völlig im Dunkeln zu lassen. Der Krieg fei der Krieg der Nation, die für ihü zahle, ihn unterstütze und tief daran interessiert sei, wie er stehe. Es würde lächerlich sein, wenn man nickst in die Lage versetzt werde, nach dem Ereignis von Blakfontein zu beurteilen, ob das Ende näher oder ferner gerückt sei. Die auf der äußerst mageren Depesche Lord Kitcheners aufgebauten Theorien sind natürlich meist äußerst grau und wertlos. Ta der Wunsch Vater des Gedankens ist, so kalkuliert man, daß man sich zu bem Gefecht gratulieren müsse, denn da die Buren nach Kitcheners Telegramm 35 Tote auf dem Gefechtsfeld ließen, müsse ihr Verlust so groß wie der britische gewesen fein, wenn nicht größer. Die auf britischer Seite Gefallenen seien wenigstens nicht zwecklos gefallen. Noch einige solche Gefechte und das Ende würde bedeutend näher gerückt werden. Tenn wenn die Briten beständige Verluste ertragen könnten, vermöchten die Buren das nicht. Diejenigen Zeitungen, die den Buren Verlängerung des Widerstandes bis ins Unendliche zutrauen, sehen sich, in ihrer Annahme gerechtfertigt, andere sehen in dem Gefecht den Beweis für die verzweifelte Lage der Buren. Es wird ziemlich allgemein angenommen, daß das Blakfontein, wo das Gefecht geliefert wurde, dasjenige zwischen Heidelberg und Standerton, an der Natal—Johannesburger Bahn ist. Man hat jedoch nicht gehört, daß General Dixon, der angegriffen wurde, das westliche Transvaal verlassen hat, wo er Mitte Mai unter Babington stand, der selbst zum Kommandeur der Kavallerie bei den Operationen im Südosten ernannt worden ist. Es giebt im Westtransvaal ein Blakfontein, fünfzehn englische Meilen südwestlich von Johannesburg, eins bei Ventersdorp und ein drittes bei Lichtenburg. Man glaubt auch da das bestbekannte Blakfontein nahe bei Bethel und Errnelo liegt, zwischen denen Viljoen und Botha sein sollen, daß, das Gefecht bei einem großen Konzentrationsversuch der Buren fixf) entwickelte. — Bemerkenswert ist eine neue Tepesche Kitcheners, derzufolge es sich heraus- gestellt hat, daß in dem Gefecht noch zwei Offiziere getötet sind. Einer wird vermißt. Es ist nickst unwahrscheinlich daß noch weitere derartige Nachträge folgen. Man wird jetzt die regelmäßigen amtlichen Verlustlisten um so aufmerksamer nachzuprüfen haben. In Kapstadt sind bisher 684 Erkrankungen und 318 Todesfälle an Pest festgestellt. Obendrein herrscht im Ba- sutoland die Rinderpest. Cs sind die strengsten Maßnahmen zur Verhütung einer Einschleppung der Mankheit in die Nachbargebiete getroffen. Die Grenze zwischen Ba- sutoland und dem Oranjestaat ist gesperrt. Tas gestern gemeldete Eintreffen zweier Burenabgesandten, des Generals Smut und De Weis, des Sekretärs Bothas, in Standerton, wo sie von dem niederländischen Konsul seit mehreren Tagen schon erwartet worden waren, erregt einiges Aufsehen. Tie Thatsache frischt wieder die durch Frau Bothas Reise uaxfy Europa veranlaßten Gerüchte über neue Verhandlungen auf. Der niederländische Konsul war vor dem Eintreffen der Buren nach Pretoria zurück- gekehrt, hatte aber einen Vertreter in Standerton zurück- gelassen. Mit Hinsicht auf die Möglichkeit neuer Verhandlungen bemerkt die Mail, das Land würde von Zugeständnissen, wie Botha sie jüngst verlangte, nichts hören wollen, und betrachte selbst das, was die Regierung zu gewähren bereit war, als ganz unbefriedigend. Sache der Regierung sei, den Krieg zu beenden durch die Niederlage der Buren, nickst durch deren Verlockung zu einem zweifelhaften, unbefriedigenden Frieden. Ter Korrespondent des Standard in Brüssel behauptet, daß Präsident Krüger während der letzten Wochen fortgesetzt regelmäßige Berichte von Louis Botha, De W e t und anderen Burenführern erhalten habe. Botha habe in seinem letzten Bericht, der vom 13. April datiert war, geschrieben, daß die Buren Kleidungsstücke und Stiefel sehr notwendig brauchten, es sei aber unmöglich, solche zu beschaffen. De Wets letzter Brief sei vom 15. April datiert. In diesem Brief schreibt er, daß er damit beschäftigt sei, einen neuen Einfall in die Kapkolonie vorzubereiten. Beide Führer sind voll des Lobes über die Buren. Tie Kommission zur Prüfung der Entschädigungsforder- ungen aus Südafrika ausgewiesener Personen ist in London wieder zusammengetreten. Ter österreichisch-ungarische Vertreter Lusaka erklärte namens der fremden Vertreter, die Arbeiten der Kommission schritten nicht schnell vorwärts. Es wären fast 2OOO Ansprüche erhoben. Das per- önliche Erscheinen aller Reklamanten sei absolut unmöglich Er schlage vor, eine Liste der Reklamanten zu unterbreiten, worauf die Ansprüche einzeln angegeben seien unter Hinzufügung der Begründung. Der Vertreter des Kriegsministers erklärte sich einverstanden. Telegramme des Gießener Anzeiger- London, 3. Juni. Gegenüber dem hier verbreiteten Gerüchte, das Kriegsamt habe nicht alle ihm in letzter Zeit vom Kriegsschauplätze in Südafrika zugegangenen Mitteilungen veröffentlicht, erklärt jetzt das Kriegsamt fesh- Geht's abwärts mit England? , ist eine kühne Frage, aber sie drängt sich jedem auf, der die politischen und wirtschaftlichen Vorgänge der letzten Zeit sorgfältig beobachtete. Mehr als anderthalb Jahre lang schon müht sich der Riese ab, der Handvoll Buren Herr zu werden. Landauf, landab wird von der englischen Soldateska alles verwüstet, »aber hier verjagt, erscheint der unermüblidje Feind an einer anderen Stelle. Große Handelsvölker zeichneten sich selten durch eine gute Landarmee aus; der Karthager Hannibal gehört zu den wenigen Ausnahmen. Es liegt lauf der Hand, daß das klägliche Fiasko der englischen Heeresorganisation im Burenkriege nicht geeignet ist, den Respekt vor Englands Macht zu erhöhen. Ja, es sind Mn verschiedenen Orten schon Stimmen laut geworden, frie ebenso an der Leistungsfähigkeit der englischen Kriegsflotte zu zweifeln wagten. Und die Thatsache, daß kein englisches Kriegsschiff im stände war, des herrschenden Sturmes wegen unseren Kaiser aus Vlissingen adzuholen, als er an die Bahre der Königin Viktoria eilen wollte, diese Thatsache läßt bedenkliche Schlüsse zu. Einmal geweckt, begann sich der Zweifel auf andere Gebete zu erstrecken. Der südafrikanische Krieg kostet enormes Geld, gewiß. Aber die Kapitalkraft Englands war doch immer wieder in so üppigen Farben geschildert worden, daß man hätte annehmen müssen, der finanzielle Aderlaß könne dem englischen Wirtschaftskörper gar nichts ichun. In Wirklichkeit gehörte die Art, wie die englische J-tnanzverwaltung die Mittel für den Krieg aufbrachte, -u den wenig rühmlichen Kapiteln der Staatsfinanzkunst Englands. Zuerst war es ein Wirtschaften mit schwebenden Schulden, wobei selbst an Amerikas Finanzkraft apel- liert wurde. Als dann eine große konsolidierte Schuld aufgenvmmen wurde, war der Erfolg nicht übermäßig imponierend. Dabei wurde die Steuerschraube immer schärfer Ungezogen. Sck)ließlich griff man gar in die zollpolitische Requisitenkammer und holte dort mit dem Ausfuhrzoll auf Kohlen ein Instrument hervor, das von der Wissenschaft Und der Praxis schon längst zu dem Gerümpel geworfen worden ist. Noch verblüffendere Vorgänge sind von dem wirtschaftlichen Gebiete zu berichten. In der Herstellung von Eisen und Stahl ist England von den Amerikanern überholt worden, und zwar ganz neuerdings. In so vielen Artikeln war London der Weltmartt gewesen, es hat diese ^Stellung an jüngere Konkurrenten abgeben müssen. Tie überraschendsten Vorgänge brachte auch in dieser Hinsicht Brie jüngste Zeit. Noch vor wenigen Jahren nahm die Lon- fooner Börse eine dominierende Stellung gegenüber der Newdor ker ein. Wollten die Pankees übermütig werden, dann (genügten einige Kabelordres der Londoner Stack Exchange, um die Herren drüben in „ihres nichts durchbohrendem Gefühle" zusammenschrecken zu lassen. Heute haben sich die Vereinigten Staaten in die Rolle des „Weltbankiers" geworfen. Ja, die smarten New-Porker Börsianer haben in den letzten Wochen die Herren in London mit einem Eoub überrascht, daß tagelang an der dortigen Börse Furcht und Zagen herrschte. Und noch mehr. Die Amerikaner kauften mit raschem Entschlüsse den Engländern eine ihrer schönsten Flotten ab. Gleich darauf kam die deutsch Ham- burg-Amerikalinie und kaufte eine andere englische Schifs- fahrtgessellschaft aus. Im ganzen sind in kurzer Zeit vier englische Handelsflotten an das Ausland übergegangen. Natürlich mußte die rasche Aufeinanderfolge solcher Erscheinungen und Ereignisse den Zweifel an der lieber» legenheit der englischen Volkswirtschaft erheblich stärken. Es ist Thatsache, daß den Engländern gefährliche Rivalen jaus dem Weltmärkte in den Teutschen und Amerikanern erwachsen sind, umsomehr, als diese den Vorteil hatten, die gewaltige Fülle der Erfahrungen, die sich England (in jahrzehntelanger Arbeit hatte erringen müssen, sofort benutzen zu können. Auch wird England langsam, aber andauernd aus seiner Stelle als Handelsvermittler von änderen Nattonen verdrängt, da diese ihre eigene Flotte And ihren direkten Verkehr über See immer mehr vergrößern. Bei einer Reihe einfacher Produkte und Massen- fabrikate schwindet die alte Suprematie Englands. Tie .Zunahme der englischen Ausfuhr hat ein langsameres Tempo eingeschlagen. An dieser Wendung der Tinge ist Deutschland mit schuld. Aber die Befriedigung über solche Erfolge darf den Blick nicht trüben. Ter Vorsprung Englands ist noch immer groß. Trotz aller Schiffsverkäufe besitzt England noch über die Hälfte des gesamten Bestandes an Handels- . flotten der Welt. In der Fähigkeit, die beste Ware an den Markt zu bringen, stehl der englische Fabrikant noch an der Spitze. Tie Reserven der englischen Volkswirtschaft und Leistungsfähigkeit werden zu ihrer Zeit schon aufgeboten werden. Schon sind auch in England Anzeichen genug vorhanden, daß man sich anschickt, den Kampf mit >en Rivalen in energischer Weise aufzunehmen. Tas muß lEdtürlitf) ein Ansporn mehr fein. GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen stellend, daß es alle Meldungen, die ihm über die Gefechte der jüngsten Zeit in Südafrika von Kitchener zugegangen seien, auch zur öffentlichen Kenntnis gebracht habe. Brüssel, 3. Juni. „Petit bleu" veröffentlicht eine ihm von der Gesandtschaft Transvaals zugegangene Mitteilung über eine in der Nähe Pretorias stattgehabte Schlacht, worin Beyers und Breiteubach die Engländer schlugen, 600 Gefangene machten und 6 Kanone« erbeuteten. In der Mitteilung der Gesandtschaft heißt es, der 2. Mai ist der Datum des Berichtes, nicht der Schlacht. Die betr. Schlacht muß zwischen dem 25. April und 2 Mai stattgefunden haben. In diesen Tagen muß heftig gekämpft sein. Man hörte deutlich Kanonenschießen in Pretoria, besonders westlich von Pretoria in Zwartruggen, auf dem Wege nach Rustenburg, nach Waterwal und Kalkhöwel, östlich von Pretoria. Der Bericht enthält nur Näheres über den Kampf bei Kalkhöwel. Ueber die dortigen Vorgänge wird berichtet: Kommandant Breitenbach mit 150 Mann wurde von einer großen englischen Truppenabteilung angegriffen und war schon fast befiegt, als General Beyers hinzukam. Die Engländer wurden dann unter den bekannten Umständen geschlagen. Ueber die anderen Kämpfe haben wir noch keine näheren Mitteilungen, wifien nur, daß ein Gefecht bei Zwartruggeu stattfaud, wo die Engländer von den Buren von Waterbery in die Flucht geschlagen wurden. Kapstadt, 3. Ium. Die Stadt Willowmore würde gestern von dem 700 Mann starken Burenkommando unter Scheepers angegriffen. Der Feind wurde schließlich mit einem Verlust von 2 Toten und 3 Verwundeten zurück- geworfen. Ein anderes BurenLommando unter Fouche bedrohte gestern Jamestown. China. Soweit ein Rückblick auf die Chinw-Wirren zu einem provisorisch abschließenden Urteil geführt hat und überhaupt führen kann, geht dieses dahin, daß Rußland am besten abgeschnitten habe. Die Mandschurei ist ohne Zweifel den Russen verfallen, und sie werden nicht säumen, dort den Hausherrn zu spielen, sobald unter das Protokoll der Friedensverhundlungen der Schlußstrich gezogen sein wird. Der staatsmännische Erfolg des Grafen Lambsdorff läßt sich also nicht wegleugnen. Andererseits aber wird die Frage aufgeworfen werden dürfen, ob dieser Erfolg den Kosten und Opfern entspricht. Uiü> hier ist ein glattes „Ja!" nicht am Platze. Rußland mußte wohl oder übel ^uni Schwerte greifen, weil es gleich den übrigen Mächten durch den Boxer-Aufstand überrascht und in seinen Interessen bedroht wurde. Die Mandschurei-Angelegenheit war zwangsweise aktuell geworden und ließ sich auf einem Sonderwege nicht abthun, auch nicht, als an Stelle der kriegerischen die diplomatischen Auseinandersetzungen getreten waren. Auch Rußland muß den Kelch bis zur Neige leeren, um am Ende erreicht zu haben, was ihm ohne Mitwirkung des Schwertes über kurz oder lang zugefallen wäre: die Oberherrschaft — wenn nicht formell, so doch thatsächlich — über die Mandschurei. Tie ganze Asienpolitik Rußlands ist ja auf dem Wege der Verträge von Erfolg zu Erfolg geschritten. In China hätte diese Taktik umsoweniger versagt, als bei dem ebenso einflusi- reichen wie russenfreundlichen Li-Hu n g -Ts chan g die Sache des Zaren in guten Händen war. Genau betrachtet, erscheint also der Erfolg des Grafen Lambsdorff einigermaßen selbstverständlich, aber teuer erkauft. Den Nachweis hervorragender staatsmännischer Befähigung hätte der Nachfolger Murawiews also noch zu erbringen. Es gewinnt allgemach den Anschein, als würde bis zur endgiltigen Regelung der chinesischen Entschödigungs- frage doch noch einige, vielleicht sogar geraume Zeit vergehen. Auf derartige Aussichten deutet auch eine ziemlich dunkele Meldung der Londoner „Daily Mail". Das Blatt teilt mit, sein Pariser Mitarbeiter habe allen Grund zu der Annahme, daß in Berlin zur Zett wichtige diplomatische Entwickelungen diskutiert würden. Die chinesische Entschädigungsfrage, die durchaus noch nicht erledigt sei, gebe Deutschland zweifellos Gelegenheit, durch diplomatische Maklerei „ein wenig zu machen". Die britischen und russischen Vorschläge in der Frage blieben einander diametral entgegengesetzt, und Deutschland werde vielleicht mit einer Ueberraschung aufwarten, wenn es am wenigsten erwartet werde. Ter Rede Sinn ist dunkel, und man wird bei der Bewertung der Meldung sich vergegenwärtigen müssen, daß die „Taily Mail" ein Sensationsblatt erster Güte ist und daß die Nachricht vbenein von dem Pariser Korrespondenten des Blattes stammt. Graf Waldersee l>at am Montag Peking verlassen. Er hat zum Abschied im Kaiserpalast ein Diner gegeben. Ten ersten Toast brachte der Feldmarfchall auf den Kaiser Wilhelm und die Souveräne der verbündeten Mächte aus. Ter Feldmarschall schloß mit dem Wunsche, daß Deutschland in ähnlichen kritischen Lagen stets ebenso diplomatisch vertreten wäre, wie jetzt in Peking. .Hierauf rief Graf Waldersee dem Major v. Förster zu sich und gratulierte ihm ni dessen großer freudiger Ueberraschung zur Verleihung des Ordens pour le merite. In seiner Erwiderungsansprache wies Dr. v. Mumm den Oberkommandierenden als Soldat und als Diplomaten und gedachte auch des tragischen Todes der Generale Pork und Schwarzhoff. Später toastete General v. Bayl auf die verbündeten Generale. General v. Trotha dankte dem Feldmarschall namens des deutschen Expeditionskorps, dessen Ossizierlorps beschloß, den 17. Oktober eines jeden Jahres als Jahrestag der Ankunft Woldersees in Peking zu begehen. Tie Abreise gab auch noch Anlaß zu einer großen Parade der Truppen der verbündeten Mächte. Tie Artillerie feuerte Salut, die Musikkorps spielten. Das ganze diplomatische Korps war zur Verabschiedung vom ^eldmarschall am Bahnhofe anwesend. Waldersee begiebt sich über Taku nach Kobe. Der Vorsteher des Preßbureaus, Oberleutnant v. Rauch, ein Neffe Waldersees, verbleibt noch in Peking, um seinerzeit den Prinzen Tschin nach Berlin zu begleiten, wo dieser das Bedauern des Kaisers von China über die Ermordung des deutschen Gesandten aussprechen soll. Eine Versammlung der verbündeten Generale beschloß, den chinesischen Beamten die Verwaltung her Stadt im Lause des Juni allmählich zu übergeben. Während dieser Woche werden täglich zwei Sonderzüge mit Truppen nach Takii abgehen. Das englische Belutschen-Regiment hat Peking verlassen, um nach Indien zurückzukehren. Auf die viel gerühmte Einigkeit unter den Ange hörigen der verschiedenen Nationen wirft folgende Meldung angesichts des Fortganges des größeren Teiles der Truppen aller Mächte ein recht grelles Licht. Reuter meldet aus Tientsin vom 3. Juni: Ein ernster Zusammenstoß erfolgte gestern abend auf der Straße nach Taku, als einige walisische Füsiliere, die Polizeidienst thaten, einige franzö- ische Soldaten daran hindern wollten, in ein Haus einzubrechen, und dafür mit Bajonnetten und Ziegelsteinen angegriffen wurden. Die Engländer schossen au ihrer Verteidigung in die Luft. Dies brachte eine Anzahl Deutsche herbei, die den Franzosen zur Hilfe eilten, sodaß im ganzen 200 Mann beisammen waren. Schließlich eröffneten fünf der Füsiliere Feuer, töteten einen französischen Soldaten, verwundeten drei andere und verwundeten auch fünf Deutsche. Vier der Füsiliere und ein Japaner wurden leicht verwundet. Durch Ankunft eines deutschen Offiziers mit starker Patrouille wurde der Schießerei ein Ende gemacht. — Nicht ganz übereinstimmend lautet die Wolftsche Meldung: In der letzten Nacht kam es in der etwas berüchtigten Takustraße zu einem Zusammenstoß zwischen englischen Polizeisoldaten und französischen Soldaten. Letztere griffen mit dem Ba- jonnet und Steinwürfen die Engländer an, die darauf Feuer gaben. Tie Engländer erhielten pflichtmäßige Unter st ützung von der deutschen Polizei. Nachdem den Franzosen javanische und, wie es heißt, auch einzelne deutsche Soldaten zu Hilfe kamen, entwickelte sich ein Krawall, wobei angeblich ein Franzose getötet und etwa 10 Soldaten verwundet wurden. Tetatts ehlen noch. Auch die japanische Polizeistation wurde an* gegriffen. Deutsches Reich. Berlin, 3. Juni. Heute unternahm der Kaiser einen Spazierritt und hörte später die Borträge des Chefs des ZivilkabiuetS v. LucauuS und des Staatssekretärs des Reichs« marineamtS v. Ttrpitz. — In Petersburg ist das Gerücht verbreitet, Kaiser Wilhelm würde im August nach Rußland kommen und den großen russischen Manöver« beiwohnen. — Anläßlich der ihm über den Saatenstand in den östlichen Provinzen zugegangenen bedrohlichen Nachrichten ersuchte Ministerpräsident Graf Bülow die Minister des Innern, der Finanzen und der Landwirtschaft, alsbald eine gemeinsame Bereisung der gefährdeten Bezirke vorzunehmen. — Dem Oberbürgermeister von Berlin, Kirschner, ist von der Königin Wilhelmiua von Holland das Groß- Offizierkreuz des Ordens von Orauieu ■ Nassau verliehen worden. — Der „Montagztg." zufolge ist zu erwarten, daß das Fleischbeschangesetz in der vom Reichstage angenommenen Form sich nicht wird durchführen laffen. Im Bundesrate ollen infolge von Eingaben aus den Handelsstädten Bedenken legen die von agrarischer Seite in das Gesetz gebrachten Bor chläge fich geltend machen. — Die preußische Eisenbahnverwaltung geht mit )er Absicht um, für die Invaliden« und Rentenempfänger in ihren Betrieben Jnvalidenheime zu gründen. Varzin, 3. Juni. Unter großer Beteiligung von nah und fern erfolgte heute die Beisetzung des Oberpräfideuten Grafen Wilhelm v. Bismarck. Als Bertreter des Kaisers war Generalleutnant v. Kesiel erschienen. Der Minister deS Innern Frhr. von Hammerstein legte am Sarge einen Kranz im Auftrage des Grafen Bülow nieder. Zwiesel (Niederbayern), 3. Juni. Bei dem gestrigen Begrüßungsabend der bayerischen landwirtschaftlichen Wanderversammlung sprach Prinz Ludwig in ängerer Rede den Wunsch aus, daß die Landwirtschaft wie in früheren Jahrhunderten blühen möge; sie dürfe aber nicht in Gegensatz zu anderen Erwerbsständen treten. Die Landwirte seien heute nicht mehr Gegner neuer Verkehrswege, ie wünschten Anschluß an den Weltverkehr. Neben den Lisenbahnen seien weitere Verkehrswege nötig. Zum Schluß prach der Prinz von den guten nachbarlichen Beziehungen zu Oesterreich, die in Zwiesel besonders zu Tage treten. Landesgrenzen und Reichsgrenzen sollten nicht trennen, sondern wie in alten Zeiten ein freundschaftliches Band sein, das uns mit den Nachbarn vereint. Das Hoch des Prinzen galt dem Orte Zwiesel. München, 3. Juni. Die Regierung erließ eine strenge Verordnung zur Ueberwachung der Dienstbotenvermittlung. (Tine solche Verordnung scheint uns auch in unserem Lande not zu thun. (D. Red.) Aus Stadt und Kand. Gießen, den 4. Juni 1901. LU. Todesfall. Am Sonntag starb der Privatdozent an der medizinischen Fakultät Dr.Hermann Baur im 69.LebenS- ahre. Dr. Baur wurde am 20. März 1832 zu Lindenfels im Odenwald geboren. Er promovierte 1856 und habili> tierte sich hier vornehmlich für die chirurgischen Fächer. •* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten« Versammlung am Donnerstag, dem 6. Juni 1901, nachmittags 4 Uhr. 1. Mitteilungen. 2. Feldbereinigung links der Lahn. 3. Erbauung von Arbeiterwohnungen; hier: Gesuch der Baugenossenschaft des ev. Arbeitervereins zu Gießen um käufliche Ueberlasiung von städtischem Gelände. 4. Gesuch der Gail'schen Dampfziegelei und Thonwarenfabrik um käufliche Ueberlasiung von Gelände des städtischen Hospitals am Erdkauterweg. 5. Ankauf des Semmler'schen Grundstücks im Hamm. 6. Baugesuch des Karl Berger für den Wieseckerweg; hier: Herstellung einer Einftiedigung und Ge- ländeabtretung. 7. Unterkellerung der Veranda am ForfihauS „Hochwart"; hier: Arbeitsvergebung. 8. Steg für Kabelverlegung. 9. Wasierversorgung der Garten am alten Stein- bacherweg und am Nahrungsberg; hier: Gesuch um Wasserpreisermäßigung. 10. Ausbau der Moltkestraße; hier: Beschwerde deS Christian Petri V. 11. Das Betreten der Bahnstrecke innerhalb der Gemarkung seitens städtischer Beamten und Arbeiter. 12. Baugesuch deS G. Becker für die Goethestraße; hier: Dispens. 13. Baugesuch des L. Huhn für die Plockstraße; hier: DiSpenS. 14. Baugesuch deS L. Roth für den Seltersweg; hier: DiSpenS. 15. Baugesuch des Joh. H. Jhring für die Bahnhofstraße; hier: DiSpenS. 16. Baugesuch des Provinzial-Ausschusies der Provinz Ober- ;essen für die Licherstraße; hier: DiSpenS. 17. Die Burean- räume der Provinzialdirektion und deS KreiSamtS Gießen; hier: DiSpenS. 18. Baugesuch des Vorstandes der Großh. Eisenbahnbetriebsinspektion I für den Bahnhof Gießen; hier: DiSpenS. 19. Baugesuch des Johannes Lenz II. für die Frankfurterstraße; hier: DiSpenS. 20. Baugesuch des L. Heyligenstädt für die Liebigstraße; hier: DiSpenS von den Bestimmungen der Lokalpolizeiverordnung vom 26. Februar 1897. 21. Kostendecreturen: a) Einwalzen der Straßen; hier: Rechnung des JohS. Nickel über gelieferten Kleinschlag von Steinen, b) den Ausbau der Hammstraße; hier: Rechnung des M. Abermanu für Aufführung einer Mörtelmauer an der Holzschneiderei von Philipp Karl Euler, c) Teilung verschiedener Klaffen der Volksschulen, d) Ausbau der Liebigstraße, e) Ausbau der Querstraße Q—Q 1 zwischen Liebigstraße und Riegelpfad, f) Fundamentierung, Be- und Ent- Wässerung sowie Beleuchtung der vier errichteten BedürfniS- häuschen an den Thoren, g) Herstellung erhöhter Trottoirs in der Frankfurterstraße, h) Bauliche Erweiterung der Realschule zu Gießen, i) Einrichtung der Niederdruckdampfheizung in der höheren und erweiterten Mädchenschule k) Anlage erhöhter Trottoirs, 1) Ausführung von Weganlagen auf dem Trieb. 22. Gesuch des Karl Stork um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Schloßgasie Nr. 7. 23. Gesuch des Friedrich Kopp um Erlaubnis zum Ausschank von Branntwein über die Straße im Hause Bleichstraße Nr. 30. 24. Gesuch des W. Gerhard um Erlaubnis zur Ausdehnung der Schankwirtschaftskonzession auf ein weiteres Zimmer in dem Hause Bleichstraße Nr. 31. 25. Gesuch des Hermann Hublitz um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Kiegelpfad Nr. 39. 26. Gesuch des Louis Dreher von Marburg um Erlaubnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Bahnhofstraße Nr. 57 zu Gießen. nn. Die von bet hessischen Han dwerks- kämm er eingesetzte Kommission zur Regelung des Lehr- lingswesens im Grosiherzogtum Hessen hat sich in ihrer letzten Sitzung mit der Festsetzung der Bestimmungen über das Halten von Lehrlingen im Gewerbe und deren Höchstzahl beschäftigt und die nachstehenden Normen festgesetzt. Ten einzelnen Vorständen der Innungen, Gewerbevereinen und Fach-Vereinigungen sind sie zur Prüfung und Aeußer- ung mitgeteilt und werden sodann, nachdem sie von der Plenarversammlung genehmigt sind, im ganzen Lande zur Durchführung gebracht werden für Bäcker, Konditoren, Buchbinder, Kartonagearbeiter, Küfer, Holzdreher, Glaser, Schreiner, Wagner, Holzschneider, Friseure, Pflasterer: mit 0—2 Gehilfen bis zu 2 Lehrlingen; Höchstzahl 3 Lehrlinge. Buchdrucker: bis zu 2 Gehilfen 1 Lehrling, auf 3^5 Ge- Hilfen 2 Lehrlinge, auf 6—9 Gehilfen 3 Lehrlinge, auf 10—14 Gehilfen 4 Lehrlinge, auf 15—20 Gehilfen 5 Lehrlinge und auf je weitere 6 Gehilfen 1 Lehrling mehr. Bei der ersten Staffel (1 Lehrling) kann in den letzten zwei Jahren der Lehrzeit ein zweiter Lehrling gehalten toerden. Backofenbauer: Höchstzahl 2 Lehrlinge. Dachdecker: mit 0—2 Gesellen 2 Lehrlinge, auf je drei weitere Gesellen; 1 Lehrling mehr. Höchstzahl 4 Lehrlinge. Feilenhauer, Gürtler, Graveure, Schnittmacher, Spengler, Installateure, Kupferschmiede, Mechaniker, Lackierer, Messerschmiede, Uhrmacher und Lithographen: mit 0 Gesellen bis zu 2 Lehrlinge, auf je 2 Gesellen 1 Lehrling mehr. Höchstzahl 4 Lehrlinge. Maurer, Weißbinder und Maler: mit 0—2 Gesellen 2 Lehrlinge, mit 7 Gesellen 3 Lehrlinge, mit 17 Gesellen 4 Lehrlinge, mit 27 Gesellen 5 Lehrlinge, mit 37 Gesellen 6 Lehrlinge, mit 47 Gesellen 7 Lehrlinge, mit 57 Gesellen 8 Lehrlinge, mit 67 Gesellen 9 Lehrlinge. Höchstzahl 9 Lehrlinge. Metzger mit 0—2 Gesellen 1 Lehrling, mit mehr wie 2 Gesellen 2 Lehrlinge. Sattler, Tapezierer: mit 0—3 Gesellen 1 Lehrling, mit mehr wie 3 Gesellen 2 Lehrlinge. Schlosser: ohne Gesellen 2 Lehrlinge; bis 2 Gesellen 3 Lehrlinge, bis 4 Gesellen 4 Lehrlinge, auf je 3 weitere Gesellen 1 Lehrling mehr. Höchstzahl 8 Lehrlinge. Schmiede: ohne Gesellen 2 Lehrlinge, bis 2 Gesellen 3 Lehrlinge, bis 4 Gesellen 4 Lehrlinge. Höchstzahl 4 Lehrlinge. Schneider mit 0 und auf je 3 Gesellen 1 Lehrling. Höchstzahl 2 Lehrlinge. Schriftsetzer: bis zu 3 Gehilfen 1 Lehrling, auf 4—7 Gehilfen 2 Lehrlinge, auf 8—12 Gehilfen 3 Lehrlinge, auf 13—18 Gehilfen 4 Lehrlinge, auf 19—24 Gehilfen 5 Lehrlinge, auf 25—30 Gehilfen 6 Lehrlinge, und auf je weitere 8 Gehilfen 1 Lehrling mehr. Bei der ersten Staffel (1 Lehrling) kann in den letzten zwei Jahren der Lehrzeit ein zweiter Lehrling gehalten werden. Schuhmacher: mit 0—3 Gesellen 2 Lehrlinge, mit mehr wie 3 Gesellen 3 Lehrlinge. Höchstzahl 3 Lehrlinge. Seiler, Steindrucker Steinmetz, Zimmerer: mit 0—2 Gesellen 2 Lehrlinge, auf je 3 weitere Gesellen 1 Lehrling mehr. Höchst- zahl 6 Lehrlinge. Die Dauer der Lehrzeit für alle Gewerbe soll 3 Jahre mit 4 Wochen Probezeit betragen, Ausnahmen hiervon können gemäß § 130a der Gewerbeordnung von der Handwerkskammer auf Antrag einer Gewerbsgruppe genehmigt tverden. — Für die Handwerker des ganzen Landes dürften diese vorläufig aufgestellten Bestimmungen der Kommission für Regelung des LehrlingH- wesens in Hessen von dem allergrößten Interesse sein. i- Militärkonzert. Das gestern abend tn der Restauration Gemmer (norm. Röhrle'S Bierhalle) veranstaltete Konzert der hiesigen RegimentSmufik erfreute fich trotz der zweifelhaften Witterung eines ganz vorzüglichen Besuches, sodaß eS einigen Nachzüglern schwer hielt, in dem Garten noch eil Plätzchen zu erhalten. -i- Grober Unfug. Vergangene Nacht, kurz nach Beendigung des Konzertes in Röhrle'S Bierhalle, wurden verschiedene auf dem Heimwege begriffene Passanten dadurch belästigt, daß aus einem Hause der Wallthorstraße (in der Nähe der Nordanlage) mit Wasser nach ihnen geschüttet wurde, so daß einer Dame der Hut verdorben und zwei Herren durchnäßt wurden. Es wäre zu wünschen, daß her betreffenden Person, der man übrigens bereits auf der Spur ist, bald das Handwerk gelegt wird, zumal in letzter Zeit dieselben Flegeleien wiederholt dort vorgekommen sein sollen. k- Bezüglich bei Wirtshausbesuches an den Sonntagen tn den Landgemeinden deS Großherzogtums wird demnächst eine juf di- *bl di- ° teste Stg1”0!' rcirV””“ ootfteO-9 ,i“ fanbe« b« » hielten bte 5 ein ME Grund des Pa heute nachwitta hiev an und l« tolonit, um Frieda tzodapp wohnen. Dte^ Comeau, Ment fowle ein dem Großhk zvei Jnstrume Besuch deS Ro Lene gut. ,( vom Hose eini Kavaliere nah Mumlichkeiten bis nach 11 t wird der Vtts Besichtigung d und um 12 D Ullhr zumL MlfSgarten zi schuß) der zwe Herrn von 9 über einige Fr treten. - In Hrüde, Schul V24 Uhr ein F ketten in Flat gelang es nad beschränken un befanden fich k Frankfurt Aeuhofstraße mit seiner Fan Ater von 20, Jahren von U mißlichen $er; Miete für ba darauf tin »a einlösen konnte. Monate für M Ache Sohn, V gehabt hatte, s Alles mag Eh und die Seinig abend hatte ei Msern zu er| nach dem Aber morgen ließ si mit den Frühfl man im Hause "ahm, E. sei' Zwischen mack Gasgeruch ben Matzte, auf bi lassen. De kleinen ßimmei der Söhne, de Die beiden t jüngste Sohn d-I Soji Vorgänge feit nichts bc yttt lagen, w gähnte: Wei! ä r * bet 'M' ms Mahnen bt i?-Ä K'»Ki “«fanbte in «. 'hrem $et ft" »'*'«• Hi ®r. Sai Staats Mch d^chrtz Ports schmiert. Der Wogen roar aber trocken. Der Angeklagtem der in heftiger Weise den Zeugen zu widerlegen sucht, behauptet, „dieser sei wie der Wind." Der nächste Zeuge, Rangierer Wagner, bestätigt in allem die Angaben dcK Weichenstellers Loth, desgleichen der Zeuge Volk. Mit dem Zeugen Wagner verwickelt sich der Angeklagte in lebhaften Disput dariiber, ob dieser gesehen habe, daß er das Rad auf, die Schienen gelegt habe. Darauf wurde der Sachverständige vernommen. Derselbe legt an Hand einer Skizze und des vorhandenen Rades dar, wie dasselbe gelegen hatte, wie es geschoben wurde und durch reinen Zufall immer in der Mitte zwischen den Schienen blieb, und wie es zuletzt sich unter der Lokomotive festgesetzt habe. Die Gefahr, die vorhanden war, sei eine ganz bedeutende gewesen, wie sich sowohl aus dem Eindrücken auf dem Bahn körper als auch aus den auf dem Rad ergebe. Nachdem die Zeugen und Sachverständigen entlassen worden sind, werden die vier Hauptfragen auf Diebstahl, vorsätzlicher Gefährdung eines Eisenbahntransports, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung festgestellt. Der Verteidiger beantragt für die erste Frage eine Nebenfrage auf mildernde Um- tände, bezüglich der zweiten eine Hilfssrage auf Fahrlässigkeit zu stellen. Dem Antrag wird entsprochen. Darauf tritt eine Pause von 10 Minuten ein. DaS Urteil lautet: 5 JahreZuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust, Stellung unter Polizeiaufsicht. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber: keinerlei Verantwortung.) Gießen, 4. Juni 1901. Saal« und Theaterbau. Don dem Bedürfnis eines solchen überzeugt, traten vor 20 Jahren drei damalige Mitglicder des Stadtvorstandes zusammen, um einen AuL« führungsversuch zu machen. Sie ließen, um die leidige Kofienfrage klar zu stellen, nach ihren Intentionen eine Skizze durch Herrn Architekten I. Stein hier ausführen, deren bauliche Kosten sich auf 100 000 Mark belaufen würden. Der Saal sollte größer sein als der des GesellschaitS- vereins, dagegen aller Luxus vorerst vermieden und die dekorative Ausstattung erst nach schon eingetretener Benützung successive ausgeführt werden. Man hoffte von der Stadt einen entsprechenden Bauplatz unter billigen Bedingungen, insbesondere ohne bares Geld, zu erlangen und war entschlossen, in diesem Falle den Bau sofort auszuführen. Man hatte aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Stadtvorstand in seiner damaligen Zusammensetzung lehnte das Gesuch ab und andere Versuche, insbesondere der Ankauf einer Hofraite am Seltersweg, hatten nur nega« tiven Erfolg. Zwei der Unternehmer starben unterdessen, der dritte ist von hier fort und schon lange leidend. Spätere Versuche scheiterten ebenfalls an den vorhandenen Hindernissen. 06 der s. Z. angefertigte Plan noch vorhanden, ist dem Einsender dieser Zeilen unbekannt, jedoch ist dieser noch im Besitze einer Originalskizze (allerdings von Lüenhand) nebst mancherlei Notizen bezüglich der baulichen Ausführung, die er gern zur Verfügung stellt. Kann sich das nunmehrige Komitee für diesen ersten Entwurf, schon der Billigkeit halber, erwärmen, ist es im Besitz eine« Platzes und eines. Bausonds von 25- bis 30 000 Mk dann kann der Bau bis zum Verbrauch dieses Betrages unter aufmerksamer Bauleitung Vermischtes. * Berlin, 3. Juni. Eine 68 Jahre alte Frau warf am Sonntagabend in der Trunkenheit ihre sieben Wochen alte Enkeltochter aus dem Fenster der elterlichen Wohnung tn Abwesenheit der Eltern auf den Hof hinab, wo das Kind sofort tot liegen blieb. Die Frau wurde verhaftet. * Montreux, 3. Juni. Bei einem Ausflug auf den Rocher de Nahe stürzte ein junger Mann, Namens Wenger aus Heidelberg, der in Lausanne in Pension war, ab und war sofort tobt. * Budapest, 2. Juni. Die Gemeinde Zavadka im Komitat Goemoer, bestehend aus 70 Häusern und Nebengebäuden, wurde völlig eingeäschert. Seit drei Jahren wird diese Ortschaft zum dritten Male ein Raub der Flammen. — Ferner ist die Gemeinde Porubka, Komitat Tremsen, fast vollständig niedergebrannt; von den 60 Häusern mit Nebengebäuden, au8 denen die Gemeinde bestand, ist nur ein Haus unversehrt geblieben. Gerichtssaal. Metz, 3. Juni. Oberleutnant Rüger hat nunmehr einGnaden- gesuch an den Kaiser gerichtet, nachdem seine Berurteilung rechtskräftig geworden ist. Schwurgericht. C. Gießen, 4. Juni. Ter Gerichtshof ist heute folgendermaßen besetzt: Präsident Gr. Landgerichtsrat Schmeckendecher, Beisitzer die Gr. Landgerichtsräte Hellwig und Sandmann, Vertreter der Staatsbehörde Gr. Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich, Gerichtsschreiber Gerichts-Assessor Deibel. Unter Anklage steht der Dienstknecht Christian Dörr aus Flensungen weaen Gefährung eines Eisenbahntransports, schwerem Diebstahl im Rückfall und Sachbeschädigung Geladen sind elf Zeugen und ein Sachverständiger. Äer Anklage selbst liegt folgender Sachverhalt zu Grunde. Aenderung eintreten. Nach § 228 des hessischen Polizei« strafgesetzbucheS ist nämlich jetzt in den Landgemeinden der Ausschank geistiger Getränke an Einheimische während des Bor- und Nachmittagsgottesdienstes verboten. Mit Rücksicht auf die angeblichen Schädigungen, die ein großer Teil von Wirten, die an lebhaften Verkehrsstraßen wohnen, durch be- regte Bestimmung erleiden, hat jüngst eine Deputation aus Wirtekreisen bei dem Staatsminister Rothe eine Audienz er wirkt, um wegen der Handhabung dieses Paragraphen 228 vorstellig zu werden. Die Gründe der vorstelligen Wirte fanden bei dem Staatsminister Gehör und die Petenten erhielten die Zusicherung, daß demnächst an die Kreisämter ein Rundschreiben erlassen werde, wonach Uebertretungen auf Grund des Paragraphen 228 nicht mehr zur Anzeige gelangen sollen. Sch. Darmstadt, 3. Juni. Der Großherzog kam heute nachmittag 7.26 Uhr mit dem fahrplanmäßigen Zuge hiev an und fuhr direkt nach der Ausstellung in der Künstler- folonie, um im Spielhause dem Klavier-Abend der Frl. Frieda Hodapp und des Herrn Prof. James Kwast bsizu« wohnen. Die Künstler führten Kompositionen von Mozart, Nomeau, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Saint-Saöns, sowie ein „Älbumblattt“ in Ges-dur von S. K. H dem Großherzog komponiert, teils einzeln, teils an zwei Instrumenten vor und ernteten lebhaften Beifall. Der Besuch des Konzerts war im Verhältnis zu der seitherigen Leere gut. Es hatten sich zahlreiche Herren und Damen vom Hofe eingefunden. In Gesellschaft einiger Damen und Kavaliere nahm der Großherzog alsdann in den Parterre- Räumlichkeiten der Restauration ein Souper und verweilte bis nach 11 Uhr in der Ausstellung. — Morgen vormittag wird der Großherzog der auf dem Exerzierplatz stattfindenden Besichtigung des 1. Jnf.-Leib-Regiments Nr. 115 beiwohnen und um 12 Uhr gemeinsam mit der Großherzogin, die um 11 Uhr zum Besuch der Aliceschule hier eintrifft, wieder nach WolfSgarten zurückreisen. — Der zweite (Gesetzgebungs-Ausschuß) der zweiten Kammer wird unter dem Vorsitz des Abg. Herrn von Brentano zur Beratung und Beschlußfassung über einige Fragen am Freitag nachmittag znsammen- treten. — In dem Hofraum der Färberei Bitter, Inhaber Brüde, Schulstraße hier explodierte heute nachmittag ‘1/24 Uhr ein Faß Benzin und setzte einen Teil der Gebäulich- Setten in Flammen. Der sofort herbeigeeilten Feuerwehr gelang es nach angestrengten Bemühungen den Feuerherd zu beschränken und größeren Schaden zu verhüten. Zum Glück befanden sich keine Personen in der Nähe. Frankfurt a. M., 3. Juni. Im ersten Stock des Hauses Neuhofstraße 15 wohnte der Agent Valentin Ehr mann mit seiner Familie bestehend aus Frau und drei Söhnen im Alter von 20, 18 und 11 Jahren. E., der vor einigen Jahren von Mannheim hierher verzogen war, befand sich in mißlichen Vermögensverhältnissen; er schuldete u. a. die Miete für das erste Vierteljahr dieses Jahres und hatte darauf ein Accept ausgestellt, das er am 31. Mai, nicht einlöfen konnte. Inzwischen war er aber weitere zwei Monate für Miete schuldig geworden. Dazu kam, daß der älteste Sohn, der in einer hiesigen Drogenhandlung Stellung gehabt hatte, seit vier Wochen ohne Beschäftigung war. Das Alles mag Ehrmann zu dem Entschluß gebracht haben, sich und bie ©einigen aus dem Leben zu schaffen. Am gestrigen abenb hatte er, wie aus ben noch auf bem Tisch gefundenen Gläsern zu ersehen war, eine Bowle bereitet, die die Familie nach dem Abendeffen gemeinschaftlich getrunken hatte. Heute morgen ließ sich niemand von der Familie sehen, der Beutel mit den Frühstücksbrödchen war nicht geholt worden, sodaß man im Hause, wo man die Verhältnisse genau kannte, an- nahm, E. sei über nacht mit der Familie auf und davon. Inzwischen machte sich aber in dem Hause ein durchdringender Gasgeruch bemerkbar, was den Besitzer des Hauses veranlaßte, auf die Polizei zu schicken, um die Wohnung öffnen gu lassen. Den Eintretenden bot sich dann in dem einen kleinen Zimmer neben dem Wohnzimmer, dem Schlafzimmer der Söhne, der schreckliche Anblick von fünf Leichen dar. Die beiden erwachsene Söhne lagen in ihren Betten, der jüngste Sohn auf dem Sofa, Frau Ehrmaun saß in einer Ecke des Sofas, Ehrmaun auf einem Stuhl. Heber die Vorgänge selbst ist vorläufig nichts Bestimmtes zu sagen, auch nichts darüber, ob die jungen Leute freiwillig mit in ben Tod gingen. Die Thatsache, daß sie ohne Kleider im Bett lagen, läßt fast auf das Gegenteil schließen, sie sind in gewohnter Weise zur Ruhe gegangen, ohne eine Ahnung davon, was ihnen bevorstand. Man nimmt an, daß E., nachdem der jüngste Sohn auf das Sofa gelegt worden war, den Krahneu der Gasleitung öffnete; vorher hatte er Fenster und Thür geschlossen und das Schlüsselloch der Thür mit Watte verstopft. Eine ältere Tochter Ehrmanns ist in Berlin verheiratet. ♦* Kleine Mitteilungen aal Hessen und den Nachbarstaat«. Der in Bad-Nauheim zum Kurgebranch weilende russische Gesandte in Athen, Onon, ist gestorben. — Sonntag wurde im Wiesengrund im Seemenbach in Büdingen die Leiche der feit vielen Wochen vermißten Fran Wolfschmidt gesunden. Vor ihrem Verschwinden hatte sie geäußert, sie würde ins Wasser gehen. - Montagvormittag erschoß sich in Marburg ein Student. Das Motiv der That ist noch unbekannt. ES herrscht große Aufregung in akademischen Kreisen. A. i, jMftxaL < ®öugtfnA fr«. teefe 10 des ffrpiÄA !-. 20 1fr' bit i=; litt: bu ’fr bo« 6 S d-' fallen V btBat KZ S Olt ffitganlogen auf duf tut »tiltut Ijinmt j, 2s. Schch dt« Hkmw । Wtföaftibetrieb des Louis Dreher Don Mar- wtföaftgbttitb im hause sischen hrndioerks- i zur Regelung des Lehr- Hessen hat sich in ihrer lg der Bestimmungen übti bewerbe und deren höchst ehenden Normen festgesetzt Innungen, Gewerbevereim ? zur Prüfung und Aeußer- bann, nachdem sie von der sind, im ganzen Lande zur iir Bäcker, Konditoren, Huch- Ufer, Holzdreher, Aaser, er, Friseure, Masterer- mit gen: Höchstzahl 3 Lehrlinge, i 1 Lehrling, aus 3-5 A- Gehilseu 3 Lehrlinge, aus mf 1^-20 Gehilfen 5 Lch- Gehilsen 1 Lehrling mehr. tg) fann in ben letzten M ■ Lehrling gehalten werden, ehrlinge. Dachdecker.-mit t ie drei weitere Gesellen , 4 Lehrlinge. Menhauer, vt, Spengler, Installateure, Mrer, Messerschmiede, Uhr- :t 0 Gesellen bs fr2Lehl- -ehrling mehr. SoWJ r und Maler: nnt b-2 A llen 3 Lehrlinge, mit.17 * e ellen ö WW Metten 7 Lehrlinge, miN StB« i w* MW. °»i auf V°i Ä« "*■ ■fing) W '"Sp tw*» K-ßI i'LV'E •ft ’ÄK » ®'e Spott. □ Gießen, 4. Juni. Bei der für die Bundesvereine deS Nordbezirks vom Gau 9 deS Deutschen Radfahrer-BundeS veranstalteten Vereins.Dauerfahrt nach Marburg errangen in der Gruppe der kleinsten Vereine der Radklub „Germania" den ersten Preis, und in der Gruppe der größten Vereine deS Bezirks die „Wanderer", G. R. G., den dritten Preis. Die Abfahrt der beiden Gießener BundeSvereine erfolgte Samstagnacht etwa um 1 Uhr und die zurückgelegte Strecke von hier über Wetzlar—Dillenburg—SimmerSbach— Biedenkopf—Cölbe bis Marburg (Museum) betrügt über 112 Kilometer. — Von den Verhandlungen deS Bezirkstages ist zu erwähnen, daß ein Antrag auf Abtrennung deS Nordbezirks vom Gesamtgau 9 deS Deutschen Radsahrer-BundeS und Bildung eines selbstständigen Gaues 9a mit großer Majorität abgelehnt wurde, und daß der Herbstbezirkstag in diesem Jahre in AIS seid stattfinden soll. Ter. Angeklagte, der zu Anfang dieses Jahres bei dem Kauf mann Sally Stern heim zu Bad-Nauheim als Dienstknecht befchäftigt war, war von diesem am 19. März d. I. entlassen worden, da er selbst auf Befragen zugegeben hatte, daß er dem Schwager seines Dienstherrn, Markus Manasse, ver-- chiedene Gegenstände enttvendet habe. Die Anwesen der beiden, Sternheim und Manasse, liegen direkt neben einander in der NHHe der Main-Weser-Bahn, etwa 600 Meter in der Richtung nach Friedberg zu von der Nauheimer Station entfernt. Nackchem der Angeklagte nach Erhalt seines Lohnes vor dem Sternheimschen Wohnhause ruhestörenden Lärm gemacht, auch in verschiedenen Wirt- chaften Bier und Schnaps getrunken hatte, begab er sich gegen 12 Uhr nack) dem Sternheimschen Lagerschuppen in der Absicht, bort seinem früheren Brotherrn Schaden zuzufügen. Er stiea ein, erbrach bann ein Schloß unb verachte auch, in ben Stall zu gelangen, wahrscheinlich, um den Pferden etwas anzuthun, da ihm das aber nicht gelang, nahm er von einem der im Schuppen stehenden Wagen ein Rad, erbrach die nach der Bahn zu führende Thür und egte das Wagenrad auf das Geleise Frankfurt-Gießen. Als bann der 11.35 Uhr von Frankfurt abgehende Personenzug Nr. 771, der um 12.55 in Bad- Nauheim einzutreffen hat, in der fraglichen Nacht vom 19. auf 20. März d. I. in die Nähe des Sternheimschen Kohlenlagers kam, versuchte der Masckfinensichrer, den Zug noch vor der Stelle, wo das Rad lag, das er sofort bemerkt hatte, zum Stehen zu bringen, was ihm aber nicht ganz gelang. Ta aber bas anfangs hörbare rappelnbe Geräusch nachließ, fuhr er langsam mit dem Zug in die Station ein. Die sofortige Untersuchung ergab, daß sich das Wagenrad tounberbarertoeife unter dem Tender aus der vorderen Bremsrolle und der Verbindungsstange der beiden vom Tender herkommenden Wasserrohre festgesetzt hatte, daß der vordere, nach der Maschine zugekehrte Rand des Rades frei über der Schienenoberkante getragen wurde, weshalb die sonst unvermeidliche Entgleisung des Zuges nicht erfolgte. Als gleich! darauf die Strecke untersucht wurde, lief der Angeschuldigte aus dem Sternheimschien Kohlenlager davon, wurde aber festgenommen und auf feinen Protest unb fein freches Betragen den Stationsbeamten gegenüber hin nach Feststellung feiner Personalien freigelassen. Tie Verteidigung des Angeklagten führt Rechtsanwalt Engisch Nach Auslosung der Geschpiorenenbank und Vereidigung der Geschworenen wird der Angeklagte zur Sache vernommen, alsdann die Zeugen aufgerufen unb einstweilen entlassen, der Sachverständige, Eisenbahnbirektor Schobert, wohnt der Verhandlung bei Nachdem der Vorsitzende bem Angeklagten seine zahlreichen Vorsttafen vorgelesen hatte und ihn fragte, ob diese 12 Vorstrafen richtig stünden, antwortete er, „bas weiß ich nicht so genau". Daraufhin ermahnt ihn der Vorsitzende, der Wahrheit die Ehre zu geben, da ihm sein unverschämtes Leugnen, das er seither an ben Tag gelegt habe, nichts helfen würbe. Den Diebstahl des Sackes Weizenschalen befreitet ber Angeklagte entschieben. Er will benfeiben im Auftrag seines Herrn Sternheim von beffen Schwager geholt und für das bem ersteren gehörige Pferb verfüttert haben. Auch die anderen ihm zur Last gelegten Verbrechen und Vergehen befreitet er in längerer Rede, bei ber er ein großes Erzählertalent unb eine große Phantasie entwickelt, die Sache aber ganz anders barstellt, als in der Voruntersuchung. Nack)» Verhör bes Angeklagten wurde auf Antrag b es Staatsanwalts bas Augenschssins- protokoll verlesen. Alsdann wurden die Zeugen vernommen. Der erste Zeuge Sternheim giebt zunächst eine nähere Erklärung über die Oertlichkeiten ab. Bezüglich der Person sagte er, der Angeklagte sei ja wohl ab und zu ihm gegenüber frech gewesen, habe aber im großen und ganzen immer feine Arbeiten richtig besorgt. Er giebt weiter an, daß ihm ber Angeklagte geftanben habe, er hätte ben Sack mit Weizenschalen seinem Schwager entwenbet. Unter keinen Umständen habe er ihm einen Auftrag gegeben, ohne zu fragen Weizenschalen zu holen. Ter Sack war auch vollständig unterm Häcksel versteckt. Bezüglich des Einbruchs giebt ber Zeuge an, daß ber Einbrecher über das niebrigere Thor eingestiegen fei, bie Schlösser am Stalle abg^esprengt, und dann die Kette am westlichen Thor, das nach dem Bahngeleise zuführt, zersprengt und das Schloß beseitigt habe. Dieses Thor fei wie das andere von innen verschlossen gewesen. Die Ehefrau des Zeugen Sternheim bestätigt die Aussagen ihres Mannes hinsichtlich ber Vorgänge in unb vor ihrer Privatwohnung. Zeuge Graf beftätigt, daß der Angeklagte nicht angetrunken, dagegen sehr aufgebracht und zornig gewesen sei, und auf den Schwiegervater seines Dienstherrn geschimpft und gedroht habe, er wolle ihn massakrieren, wenn er ihn bekäme. Diese Angaben werden durch weitere Zeugen bestätigt. Diesen beftimmten Aussagen gegenüber behauptet ber Angeklagte in brüsker Weise, daß dies gelogen fei. Darüber vom Vorsitzenden belehrt, baß er eine berartige Belei- bigung nicht aussprechen dürfe, bleibt er dabei, daß es bitr Unwahrheit sei. Der Maschinenführer Marheinecke schildert den Vorgang, wie er sich auf bem Bahnkörper zugetragen hatte. Er giebt an, baß es ihm unmöglich gewesen fei, ben Zug vor bem Rab zum Stehen zu bringen, unb baß der Zug, wenn sich das Rad anders, b. h. quer vor die Maschine gelegt hätte, unfehlbar entgleist wäre. Stations- asfistent Wicke erzählt die Vorgänge nach Einlauf bes Zuges in bie Station Bad-Nauheim, insbesondere daß 4 Männer dazu erforderlich waren, um das Rad, das sich zwischen Tender und Lokomotive feftgefeilt hatte, unter der Maschine herauszuziehen, ferner daß sich der Angeklagte ihm gegenüber sehr frech uno ungezogen benommen habe. Auch habe er wiederholt gesagt, „Ihr könnt mir nichts wollen." Ter Weichensteller Loth bekundet, daß sie an dem Sternheim'scheu Lager die Spur gefunden hätten, die bas Rab, das von dort aus auf ben Tamm, gebrückt worben war, zurückgelassen hatte. In diesem Augenblick lief aus dem Sternheim'schen Lager ein Mensch fort, der aber auf den Ruf: „Halt, steh oder ich schieße" stehen blieb. Es war der Angeklagte, ber auf den Vorhalt, warum er bas gethan habe, sagte: „9hm, bas haben wir einmal so gemacht." Aw bie Bemerkung, bas ginge nicht unter zwei bis brei Jahre ab, sagte er, „das macht nichts, ich habe Geld." Als er später nach der Station geführt wurde, sagte er: „Ihr könnt mir ja gar nichts beweisen, Ihr habt ja nichts gesehen." Auf der Station selbst gab er an, er müsse nachts bei Stemheim das Lager bewachen. Wenn er dableiben müsse, verlange er ein anständiges Bett. Als er die Hände zeigen sollte, verbarg er sie. Er hatte Wagenschmiere daran. Er behauptete bann, er habe am Morgen ben Wagen ge- Theater, Kunst und Wissenschaft. Berlin, 3. Juni. Der Bankier Kommerzienrat Mendelssohn- Bartholdy überwies dem Polizeipräsidenten 25 000 Mark zur Begründung einer Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung, aus deren Zinsen Angehörige der Feuerwehr, in erster Linie der Mannschaften, Unterstützung und zinslose Darlehen erhalten sollen. Christtania, 3. Juni, lieber daS Befinden Jbsen'S äußerte sich der behandelnde Arzt auf Befragen, daß die Besserung beständig fortfebreife Handel und Verkehr. Uotkswittschast. Gieße«, 4. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butler per Pfd. Jt 0.90—1.05, Hühnereier per Et. 5—6 4, 2 St. 10-11 Enteneier 2 St. 12—13 Gänse» eiet per St. 10-11 Käse 1 St. 5-8 <$, Käsematte 2 St. 5—8 4, Erbsen per Liter 22 4, Linsen per Liter 34 4, Tauben per Paar M 0.80—1.00, Hühner per St. JH 1.20—1.70, Hahnen per Stück M 1.30—2.00, Enten per St. JC 2.00—2.30, Gänse per Pfd. JC 0.00 bi« 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh« und Rindfleisch per Pfund 60—64 4 Schweinefleisch per Pfd. 64—74 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 «j, Kalbfleisch per Pfd, 60—66 4, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 4, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00—6.50 JL, Weißkraut per St. 30—00 4, Zwiebeln per Ctr. JL 8.00—8.50, Milch per Liter 18 4» Kirschen per Pfd. 40—50 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags. soweit gediehen sein, um ein hypothekarisches Kapital aufnehmen zu können. Auch eine nutzbringende Benützung der, wenn auch unfertigen Räume, wäre ins Auge zu faffen, die gerade wegen ihrer Neuheit rc. rc. gute Einnahme bringen würde. Es ist mit Sicherheit zu erwarten, daß, wenn das Gebäude dem Plane und Kostenvoranschlage entsprechend ausgeführt wird, von Risiko nicht die Rede sein kann, sondern eine gute Rentabilität in Aussicht steht. Ich wünsche dem Unternehmen den besten Erfolg. B. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Höchste Temperatur am 2. biS 3. Juni 24,5o C. Niedrigst« „ , 2. „ 3. „ 12,9° C. Juni Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung «a c N Wetter 3. 9M 749 6 18,3 12,9 82 N.E. 1 Bew. Himmel 4. 72s 750,4 15,4 11,6 89 N.W. 1 Bed. Himmcl 4 2'6 749,8 23.8 10,6 49 S.E. 1 Bew. Himmel Sonnenschein Neueste Meldungen. Berlin, 4. Juni. Das internationale Hauptfahren im Sportpark Friedenau gewann Major Taylor, Arend wurde zweiter, Huber butter. Hamburg, 4. Juni. Der österreichische Konsularbeamte Frhr. Carl Koskek erschoß sich infolge hochgradiger Schwermut im FriedrichSruher Walde. Sachsenflur, 4. Juni. Mühlarzt Geier von Mergentheim besserte das große Mühlrad des hiesigen KunstmüllerS Beck aus, das sich Plötzlich drehte und Geier mit in die Tiefe nahm. Er wurde zwischen den Radschaufeln und Bachboden festgeklemmt und konnte erst frei werden, als drei Schaufeln brachen. Er starb nach 2 Stunden. Aalen, 4. Juni. Der in dem um 10.24 Uhr hier ankommenden Personenzug befindliche Taglöhner Sanier machte sich während der Zug im Gange war, auf dem Trittbrett zu schaffen, wurde herabgeschleudert und etwa 1000 Meter zu Tode geschleift. Holzen (Amt Lörrach), 4. Juni. Ein 24 jähriger Mann wurde hier von seinem eigenen Vater, dem Hirschwirt Bauer, int Streit erschlagen. Reicheuberg, 4. Juni. Der Infanterist Patzelt tötete heute aus Eifersucht durch Schüsse aus seinem Dienstgewehr den Begleiter eines von ihm geliebten jungen Mädchens, dann das Mädchen und schließlich sich selbst. Canea, 3. Juni. Die kretische Kammer beschloß, den Mächten den Wunsch auszusprechen, an Griechenland > angegliedert zu werden und beschloß ferner, eine Kommission zu ernennen, um die administrativen Maßnahmen der Regierung zu kontrollieren. Telephonischer Kursbericht- 31/« % Reiohsanleihe , . 99.40 3 °/g do . . 88.00 8Ve 5/q Konsole .... 99 10 3% do .... 88.15 8Vs 5/j Heeses .... 95.60 5% Italien. Rente . . . 96.90 4°/c Griech. Monop.-Anl. 44.30 3 o/o Portugiesen . . . 26.00 Frank fort, den 4. Juni Kreditaktien.....216 90 Diskonto-Kommandit . . 185.60 Darmstädter Bank . , . 132.00 Dresdener Bank .... 148.20 Berliner Handelsgee. . . 150.00 Oeeterr. Staatabahn . . 143 50 Gotthardbahn .... 158.00 Laurahütte . . . . 203.00 Bochum...... 182 70 Harpener . 176 50 8 o/a Mexikaner . 41/« 7o Chinesen . 26.70 84.90 Tendenz fest. 3979 Die trauernden Hinterbliebenen: (loyal mit 8965 Achön möbliertes Zimmer zu ver- mieten. Wolfstraße 9, pari. co gegen hohen Lohn 8941 3961 8etentwortii($ für -cv efleemetntn Teil: P Bütte; ftr in InjtigenteU: ©cd. »tud uno Beclag fcer Brühl Ich.» an» 6tdn6rndet« (Pietsch »rben) bi Gießen. V llevinirtniuicii S'ti'lleipoicjiidir zum Würzen litrlWrncs ItlictiUlmlje ?iit uevltiiiifcn Offene Stellen der Regiments - Kapelle. 02141 H. Eines. gesucht. Hotel Viktoria. mit folgender Tagesordnung ab: 1. Rechnungsabhör. per sofort gesucht. Nauheimer Dampfwascherei Gesellschaft mit beschr. 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K. 1135 an Wudoks Waffe. Yürnöerg. 3974 Die Beerdigung unseres lieben Sangesbruders Wilhelm Arnold findet Mittwoch den 5. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, statt. Zusammenkunft im Vereinslokal. 3982 p« Vorstand des Kaner'scheil Gesansvereins. Kamillen kurzstielig kauft jedes Quantum W. Kilbinger, 8940] Löwendrogerie. S./6. 1901, abends 9 Uhrr Versammlung im CafS Ebel. 3976 Schreiögehilfe gesucht. Katz, 8980 Rechtsanwalt und Notar. Kngenbrahm. 5C Prima Anthracitkohlen, Juni- und Juli-Lieferung, zu den billigsten Tagespreisen, kleine Nußkohlen, vorzüglicher Herdbrand, zu 1,15 Mark franko Keller, _____ offeriert 3984 Heinrich Hof Machfl., Bahnhofstraße 34 Bekanntmachung. D^r Kreditvereiu Heuchelheim, eingetr. Gen. unbischr. Haftpfl., hält nächsten Samstag, den 8. d. Mts«, abends 9ya Uhr, bei Wirt Ludwig Steinmüller VII. dahier eine G eneralv ers ammlung Gewandter, tüchtige» Wauratjous Kellner solider Junge als HauSbursche sofort gesucht. 8827 Bäcker Deibel. Lieferungs- Verdingung. Die Lieferung von ca. 1510 Centnern Authraeitkohleu, 1380 Centnern gew. Nußkohlen, 700 Centnern melierte Kohlen, 150 Centnern Eierformbriketts, 2460 Centnern HüttevkokS, 25 Centnern Braunkohlen, 25 Naummetern Buchenscheitholz und 79 Raummetern Tauueuscheitholz soll auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Angebote si?ch bis zum 15. d. M., vormittags 11 Uhr, zu welchem Zeitpunkt die Oeffnung derselben .stattfindet, verschlossen unter der Aufschrift „Angebot für Brennmaterialien" bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Die L eferungsbedingungen, sowie das Verzeichnis der beziehenden Institute rc. können auf unserer Schreibstube (Bismarckstraße 16) eingesehen oder gegen Erstattung der Abschreibgebühren bezogen werden. Gießen, den 3. Juni 1901. Großherzogliche akademische Administrations- Kommission. In Vertretung des Kanzlers: Dr. A. Schmidt. 3981 Dillenburg, «ontag den 10. Junir Viehmarkt Kanilhnbliikn kurz gepflückt, kauft die Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. 3949 02104] Zwei Morgen -eirund Grummetgras im Heeg- trauch, sofort zu mähen, zu ver- kaufen. Nah. Bleich'.raße 32, I. Tigsrfinken reizende kl. Sänger, P. 2.50, Pracht- inten, nicdl., bunte Sänger, P. 2.50, olivgrüne Finken, Herr! kl. Sänger, P. 3 JL, Reisfinken in Pracht, muntere Sänger, P jl 2 50, Chineser- inken, P 2 JK,, 5 Paar sortiert Wümirclir Verträge Mittwoch den 5. Jaul, pünktlich 8 Uhr abends Herr Professor Dr« Dieterich 3. Vortrag des Cyklus: Kunst und Leben in Pompeji. Eintrittskarten sind in den hiesigen Buchhandlungen, Studenten- karten bei dem Herrn Universitäts-Hausverwalter zu haben. 8970 Todes-Arrzerge Verwandten und Freunden die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigst geliebten Sohn und Bruder Wilhelm nach kurzem, schwerem Krankenlager im 21. Jrhre gestern mittag 81/* Uhr zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten „ Auni Jflt9 einem tra II SZD: !» ft? W bie ■ÄSmi- kff $ i,e.c wh' Ji’eb 6e™-kn d jätS Npf-hp V Dame wünscht Heirat. glHUji, Nichtanonyme Offert erb. -Neell", AerN«, Aast 14. 3977 Juflallalm sofort gesucht. «g. Appel. Einige gebrauchte, sehr gut erhaltene Fahrräder billig ab- zugeben. 02095 H Nistler, Reparaturwerkstätte, ________Bahnhofstraße 58.________ Ein eleganter Kipper- liegwage« billig zu verkaufen. __Kirch««platz iß, II. cinnge Slever-Kanlucherr zu ver- kaufen. Neustadt 49. 02126 (Cin fast neuer Sommeranzug bill. zu verk. Marktplatz 2, II. Geb. Frl. (Waise), 20 I., durchaus ehrlich u zuverl., z. Zt. bei ält. Dame a. Stütze u. Gesellsch.., i. beff. Hausarb, Nähen u. fein. Handarb. sehr gesch. u. im Kochen schon gut erf., auch kinderlieb, sucht z. 1. Sept, angen Stelle, mögt. bei Familien- aNschl. in beff. Familie. Zeugn zu Diensten. AuSführl. Offerten bitte u. H D 02181 an die Exped. d. Bl. Ein ält., gebild. 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