Politische Tagesschm. Zur Zusammenkunft des italienischen Mi nisterpräsidenten Zanardelli mit dem deutschen Reichskanzler wird von den heutigen Abendblättern zweierlei übereinstimmend hervorgehoben: Daß die Be gegnung von deutscher Seite nicht vorbereitet war, und bafr die längere, nach der „National Ztg." nahezu ein stün dige Unterredung einen sehr befriedigenden Verlauf nahm. Dem „Berl. Tagebl." zufolge war der Charakter der Musterungen ZanardeUi's durchaus bun - desfreundlich. Das will nicht allzuviel besagen. Es ist noch gar nicht lange her, daß sich der italienische Staatsmann einem Vertreter der Presse gegenüber sehr wenig dreibundfreundlich äußerte, was im In- wie im Auslande höchlich befremdete, und die kühle Erklärung, in der „Nordd. Allg. Ztg." zur Folge hatte, der Dreibund vertrag lege Italien durchaus keine militärischen Verpflicht ungen in Friedenszeiten auf. Späterhin ließ der italienisckje Ministerpräsident die Wiedergabe seiner Worte äls ungenau bezeichnen. Weder diese nachträgliche Selbsttor re klar noch die befriedigend verlaufene Aussprache mit dem Grafen Bülow werden vermutlich Zanardelli hindern, bei nächster Gelegenheit, also bei der Fahrt der italienischen Flotte nach Toulon, wieder sein franzosenfreundliches Herz zu entdecken und der Republik Komplimente zu widmen. Kommt Herr Zanardelli nach Berlin, dann wird man wohl von ihm auch hier eine überschäumend herzliche Rede erwarten können. Wie es gerade sich trifft. Im September, so heißt es, ist ein Besuch des Königs von Italien am Berliner Hofe zu erwarten, der gewiß nicht ohne politische Bedeutung sein wird. Wie verlautet, wird sich im Gefolge des Monarchen der Ministerpräsident Zanardelli befinden. Dagegen ist es noch ungewiß, ob die Königin Helene ihren Gemahl nach Berlin begleiten wird. Spaßhaft ist es übrigens, wenn einzelne Blätter fortfahren zu behaupten, daß die Begegnung der beiden Staatsmänner beiderseits durck)aus zufällig gewesen sei. Wie dann doch der Zufall wunderbar programmmäßig gespielt hat! Am Dienstag nachmittag um drei Uhr traf Zanardelli von Rom aus in Verona ein; er hatte die Reise nach seiner Villa am Gardasee zufällig aus denselben Tag verlegt wie Graf Bülow seine Reise nach Venedig. Zufällig stieg Zanardelli in Verona aus, um zwei Stunden Aufenthalt zu nehmen. Zufällig traf um vier Uhr auch Graf Bülow ein, wovon Zanardelli zufällig Kenntnis erhielt, so daß sie sich dann begrüßen und mit einander plaudern konnten — vielleicht über daS- Wetter und das jüngste Erdbeben.... Parlamentarisches aus Hessev. Ter Zweiten Kammer ist eine Regierungsvorlage, betreffend die Kapitel „Oberlandesgerichtsräte rc." und „Gerichts schreib er bei den Amtsgerichten rc." der Besoldungsordnung vom 9. Juni 1898 zugegangen. Danach sollen der Besoldungsordnung folgende Bemerkungen zugefügt werden: I. a) Der Gehalt eines Oberlandesgerichtsrats oder Landgerichtsdirektors, der sich geringer bemißt, als der Gehalt, den er im Falle des Verbleibs auf einer der unter 5 bezeichneten Stellen (Landrichter, Amtsrichter, Staatsanwälte rc.) innerhalb der für diese Stellen vorgesehenen acht Besoldungsstufen beziehen würde, erhöht sich um den Betrag des Unterschieds. Diese Gehaltszulage ist pensionsfähig; sie wird bis zw dem Zeitpunkte gewährt, in welchem sich der Unterschied durch das Einrücken in eine höhere Gehaltsstufe ausgleicht. Tie Aufrückungsfristen werden durch die Gehaltszulage nicht berührt, b) Ein Oberlandesgerichtsrat oder Landgerichtsdirektor, dessen Gehalt sich geringer bemißt, als der Gehalt eines nach ihm zum Oberlandesgerrchtsrat oder Landaerichtsdirektor ernannten Beamten wird dem anderen Beamten im Gehalt sowie in Ansehung der Aufrückungsfristen gleichgestellt. Diese Bestimmung findet keine Anwendung, wenn der andere Beamte vor seiner Ernennung; zum Lberlandesgerichtsrat oder Landgerichtsdirektor einen: Gehalt von mehr als 6000 Mk. bezogen hat. II. Daß entsprechende Bemerkungen wie unter I. auch zu C. b. 6 der Besoldungsordnunlg vom 9. Juni 1898 in Ansehung der an dieser Stelle (Gerichtsschreiber bei den Amtsgerichten ic.) sowie der unter Nr. 10 (Hilfsgerichtsschreiber bei den Amtsgerichten ic.) bezeichneten Beamten zugefügt werden. III.Daß die Bemerkungen unter I. und IL mit Rückwirkung vom 1. April 1900 in Kraft treten. Abg. Erk fraat, warum das Betreten des bisher stets benutzten Fußpfades neben dem Bahnkörper an der Station R a n st a d t verboten worden ist, und ob die Regierung nicht gesonnen ist, Schritte zu thun, um diesen allgemein schwer empfundenen Mißstand wieder zu beseitigen? , „ r . Abgg. Köhler-Darmstadt, Dr. Gutflei,ch. Säusel, Tr. Heidenreich, Morneweg, Graf v. Oriola, Reinhart und^ckw' seid beantragen, unter Kapitel 59 a. Vittoria-Melrta-Vereln, Hessischer Zentralverein zur e;«,u= Wohnungen, einen Staatsbeitrag von 6 00 0 Mk. emzu stellen und den Antrag für dringlich zu erklären. Zenner- u. Polftmr- m (Mi KaytMgiHr. Ztzrv luchl. DillgM dackernieitzer 2007 MM >f dauernde Aikit. libil vrück, Melfawk. WMl Sägewerk gesucht. 2538 _ Georg echubtSer, Lchking Stulkenniniffen in ein laufmännischcS Testasl Einjährigbereldtiate be> Vergütung erfolgt Dom Eintritts. Offerten be» unter Chiffre C 2421 an - d Bl. gelang, zu laflen. 6 MMchtt, ix Familie vom Lande, jo< ist. «Ächmmädchen flef. 25 Mk. pro Mon. bei freier Offerten an ®. MJh ring Heinrich, Franks. a.M. en für leichte bauiarbeit uchl. Bahnbofttr 84, l. | Ein Laufmädchen für stunden ded Tages sucht Poftsekretar MtotÜ), Ladwiaftrage 86. Weiter mit a Zeugnffsen sucht per ’Dunfl- MereS ba oh meine irechstimw® bis 9 und von iUbMg * nur von 8 bis 9 w - 1 L wohne vom vorkonnnenden 2580 •ff»«*.- «ST peasio» ter v «,l>eüen p 2^’ 'HA Nr. 81 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 5. April 11)01 BMoftie«, Expedition und rchulpratze 7. Erscheint täglich mit BuSna^ne deS Montags •m Gießener Kamillen* Witter werden dem An. seiger im Wechsel mit,Hefs. Aandwitt" und „Blätter heff. Volkskunde" eiet» •et wöchentlich beigelegt. een «nietgea E rr nachmittags für den Igtnbctt Tag erfchetnenden »mmec bi6 sonn 10 Uhr aebcictlnngen spStestra» ebaM vorher. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen I MiIIIUIIII ■HIIHII II Adresse für Tipekche«: Anzeiger Gießen. sterufpvec1)ont>11>'g 9k. M. vezugspreir vtertrliöbtt. Ml. 2.20, tnonatl. 75 Psg mit Bringerlohn i öurd) b»e Abholrftellen uu'ctetjäbd Mk. 1.90, monotl. 65 Plg 58a Postbezug vterteljühtt. Ml. 2.00 ohne ^eiifllgfft title Änje(qen:®e-nnttilung*. stellen oev 3n> und »luClanH» nehmen Äiiz, iqen lür bex Eiestener Anzeige» entgrat*. fietleiiDiet ■ Iota. 12 ptT-, auswärts 80 Psg fast 12 000 000 Taels (je 6 Mk.). Die Haupteinfuhrarlikel bilden Opium und Baurmvollwaren, die Hauptausfuhrartikel schwarzer Thee, Zucker, Papier, Tabak und Grastuch. Fast alle Staaten sind in Amoy durch Berufskonsuln vertreten. Chiua. Japan ist des trockenen Tones satt. Es hat dem „New-Yorker Herald" zufolge der chinesischen Regierung schwarz auf tveiß zugesichert, daß es die Ratifikation des Mandschurei-Vertrags nicht zu- lassen werde, selbst auf die (Gefahr bin. dadurch in einen Krieg mit Rußland verwickelt zu werden. Ter Glaube an einen bevorstehenden Waffengang mit den Russen ist im „ostasiatischen England" so eingewurzelt, daß der Präsident des Oberhauses in Tokio, ein leibhaftiger Prinz, ■ offen aussprach- Japan könne bei diesem Kriege auf die wohlwollende Neutralität Englands und Deutschlands rechnen. Bei letzterem trifft das Wort „wohlwollend" schwerlich zu; offiziell bleibt die mandschurische Frage der deutschen Regierung gleichgiltig. Uebri- gens macht es praktisch nichts aus, ob der Mandschurei- Vertrag von China unterzeichnet wird oder nicht. Rußland giebt diese Einflußsphäre unter keinen Umständen wieder frei. Das weiß man auch in Tokio sehr wohl. Die Vertragsfrage ist den Japanern eben nur der äußere Anlaß, den Streit zum Austrage zu bringen, zu dem es vom Tage der Beendigung des Krieges mit China an eifrig rüstete. Ter Kampfpreis wird Korea sein. Die Halbinsel reklamiert Japan für sich und glaubt sie besitzen zu müssen, ehe dw sibirische Bahn fertig gestellt ist, die den Russen unschatz- bare strategische Vorteile bringen würde. Der Augenbttcr lockt in der Thal zum Handeln, umsomehr, als die verfügbaren See- und Landstreitkräfte Japans denen Ruß? lands an Zahl überlegen sind. Der „lachende Dritte" wäre dann wieder das glückliche China. Der Berichterstatter der Times in Peking telegraphiert unter dem 29. März über ein Interview, das er mit Li- Hung-Tschang hatte. Li-Hung-Tschang gab zu, daß seine Politik auf der Politik begründet sei, daß R u ß l a n d Karfreitag. Das ernste Geheimnis der Karfreitagsgeschichte wird menschlicher Verstand nie völlig ergründen können. Aber zu dem menschlichen Herzen spricht sie mit ergreifender Gewalt und erschüttert unser ganzes Wesen bis in seine Tiefen. Tenn das wissen wir, wenn wir den Mann mit der Dornenkrone am Kreuze erblicken: hier leidet nicht ein Mensch wie wir; ihn trifft auch nicht wie andere ein verschuldetes oder unverschuldetes Unglück. Sein Tod in Schmach und Schmerzen ist ein Opfer, ein Opfer gebracht nicht für irgend einen guten Zweck oderfür irgend einen beschränkten Kreis von Menschen. Tie ganze Welt geht dieser Opfertod an. Die Liebe, die sich selber für uns in den Tod gegeben hat, sie hat uns das Leben geschenkt. Liebe, die sich hingiebt bis in den Tod, ist allein stark genug, uns aus dem Tode zum Leben zu helfen. Vom Karfreitag singt der Dichter: „Auf der Stadt ruht hehr und groß Des Karfreitags Sabbatstille. In der Kirche dunkler Schoß Drängt sich dicht der Beter Fülle, Seinen heitern Sonnenschein Barg der Himmel tief in Trauer, Und der Wehmut heil'ge Schauer Ziehen in die Herzen ein." Der Trauer und dem Schmerz ist dieser Tag gewidmet. Tiele Trauer hat ihren Ausdruck gefunden in zahllosen Legenden, die sich an den Todestag des Erlösers knüpfen, und denen das Wort Chamisfos gilt: „Es war von unfern Vätern mit Treue uns vermacht Die Sage, wie die Väter sie ihnen überbracht. Wir werden unfern Kindern vererben sie aufs neu: Es wechseln die Geschlechter, die Sage bleibt sich treu." Kar deutet auf die über den Kreuzestod des Heilandes erhobenen Klagen und die Trauer der Christen an diesem Tage bin. Schon im vierten Jahrhundert findet sich die Feier des Karfreitags. Die für ihn geltenden Fastgebote waren nach und nach sehr streng. Er wurde der größte Bußtag, ja, man dehnte das. Fasten auf 40 Stunden aus, »nährend welcher Zeit man weder Brot noch Wasser zu sich nehmen durfte. Diese Strenge hielt jedoch nur einige Jahrhunderte an. Im späteren Mittelalter nahm seine Feier ab und jetzt verrichten die Katholiken an ihm ihre Geschäfte, nur bei den Protestanten wird er noch heute feierlichen Ernstes begangen. Der Karfreitag ist übrigens der Begründer der zetzt vielgenannten Passionsspiele, die man vis zu Anfang dieses Jahrhunderts namentlich in den süddeutschen Gebirgsgegenden allgemein pflegte. Die Napoleonischen Kriege mit ihrer allgemeinen Verheerung hatten die Lust zu Schaustellungen und den Sinn für Romantik weg- geweht, sodaß erst die neuere Zeit wieder dazu gekommen ist, diese Volksspiele neu anzuregen. Die Anfänge stammen aus der frühesten christlichen Zeit. Sie bestanden darin, daß inan die erschütternde Leidensgeschichte unseres Heilandes lebendig darstellte, was auf Herz und Gemüt einen solchen Eindruck machte, daß die Zuschauer in Scharen herbeiström- tcn. Tenn es wurde damit einem Bedürfnis entsprochen, dem Verlangen, sich in weltbewegende Ereignisse durch direkte Anschauung zu vertiefen. Es ist selbstverständlich, daß diese Volksspiele nicht vom Standpunkt der Kunst aus beurteilt werden dürfen, da für das geschulte Raffinement der einfache natürliche Sinn kein Verständnis haben kann. In seinem Kreise wirkte das Passionsspiel ebenso ergreifend, wie die größte Tragödie in der verfeinerten Gelehrtenstadt. die einzige Macht sei, die China zu fürchten habe. Rußland habe seinerzeit China wegen der Mandschurei mit ihm zu verhandeln angeboten. China konnte nicht ablehnen, da es zu Beginn der Unruhen durch seine Beamten ins Unrecht gesetzt wurde, indem dieselben die russischen Stteitkräfte angriffen. Beim Fortschreiten der Unterhandlungen wurde Rußlands Ton gebieterischer. China würde vorgezogen haben, daß die mandschurische Frage durch das Konzert der Mächte behandelt würde, aber Ruß? land lehnte eine dahingehende Anregung entschieden ab. Als China vorschlug, daß wenigstens die Bedingungen des Abkommens den befreundeten Mächten mitgeteilt würden, untersagte dies Rußland, indem es jegliche Mitteilung über schwebende Verhandlungen für eine Verletzung des diplomatischen Brauches erklärte. Li-Hung-Tschang leugnete nicht die Existenz freundschaftlicher Abmachungen zwischen China und Rußland, erklärte aber, sie gingen nur China und Rußland an. Warum wendeten sich die Mächte, wenn sie Informationen wünschten, nicht nach Petersburg statt nach Peking. China sei bereit, Jnforma- ttonen zu geben, wage aber nicht Rußland herauszufordern. Entweder fürchteten die Mächte Rußland, wie könnten sie dann davon überrascht sein, daß auch China Rußland fürchte oder die Mächte betrachteten die Frage als eine Angelegenheit untergeordneter Bedeutung. Wie könnte in diesem Falle (Tbina auf ihre Unterstützung rechnen? Er gebe zu, daß das Abkommen noch nicht unterzeichnet sei, er sei aber überzeugt, daß China dasselbe unterzeichnen müsse und unterzeichnen werde. Ms China die Unterzeichnung verzögerte, wurde die Sprache Rußlands ganz offen eine drohende. Jetzt drohe Rußland geradezu mit Annektierung der Mandschurei, als es an die Zusicherungen erinnert wurde, die es den Mächten in dem Sinne gab, daß es keine territorialen Vorteile suche, erklärte Rußland, es sei fest entschlossen, die Zusicherungen, welche nur bedingungsweise gegeben seien, zurückzuziehen. Tem Reuterschen Bureau wird aus Peking vom 1. April telegraphiert: Tie Generale einigten sich dahin, daß die Forts von Takn und Schau ghaikwan sowie Dient s i n zum mindesten gebranchsunfähig zu machen seien, das Nordfort an der Einfahrt in den Fluß bei Takn aber gänzlich zerstört werden müsse, da es den niedrigen Wasserstand an der Barre verursache. Der Vorschlag wurde von den fremden Kaufleuten mit großer Genugthuung aufgenommen, da er, wenn er zur Ausführng gelangt, den Fluß wieder bis Tientsin schiffbar macht. Generalfeldmarschall Graf W a l d e r s e e meldet aus Peking: Von Tientsin ist ein Detachement von dreieinhalb Kompagnien und je ein Zug Reiter und reitender Artillerie unter Führung des Oberstleutnants Petzel (Kommandeur des 5. Ostasiatischen Infanterie-Regiments, bekanntlich bisher beim Stabe des 116. Jnf.-Regts. in Gießen. D. Red.) in die Gegend des Tsilihai (Sees nordöstlich von Tientsin) abgerückt, wo neuerdings Räuberbanden gemeldet wurden. Das Detachement hat am Tsilihai eine Räuberbande von 1000 Mann mit Geschützen vorgefunden und in südlicher Richtung verfolgt, während berittene Detachements von Tientsin und Tongku einzugreifen suchen. Auf Wunsch der chinesischen ROrtsbehörden ist ferner eine Kompagnie von Tientsin nach Hwangtsun und Lintingkou (29 und 17 Kilometer südöstlich Pantihsin) verlegt worden, um die Bevölkerung vor Räubern zu schützen. Ein merkwürdiges Vorkommnis wird aus Petersburg gemeldet. Dort soll der chinesische Gesandte einen Unfall erlitten haben. Er soll sich gelegentlich seines letzten Besuchs im Finanzministerium Verletzungen am Kopfe, am Arme und anderen Stellen des Körpers zugezogen haben? Einer Blätermeldung zufolge erlitt der Gesandte beim Aussteigen aus seiner Equipage einen Schlaganfall, der wahrscheinlich mit dem Eintreffen einer schlimmen Nachricht mt§ seiner Heimat zusammenhing. Eine dortige Bank, bei der der Gesandte sein ganzes Vermögen deponiert hatte, sei vollständig ausge- plündert worden. Der Gesandte hat sein ganzes Vermögen bis auf ein Haus verloren. Sobald es sein Zustand erlaubt, soll der Kranke ins Ausland gebracht werden. Tie Insel Kulan gfeu, die, wie wir gestern meldeten, eine internationale Niederlassung in der Art von Shanghai werden soll, ist ein etwa zwei Quadratkilometer großes, buchtenreiches, hügeliges Eiland der Stadt Amoy gegenüber gelegen und von ihr nur durch einen etwa einen Kilometer breiten Meeresarm, den eigentlichen Hafen von Amoy, getrennt. Schon heute befinden sich hier die Gebäude des deutschen und des englischen Konsulats, ein Telegraphenamt, eine Semaphorstation und ein Observatorium, auf dem in Ermangelung einer Zeitballsignalstation täglich um 12 Uhr mittlerer Ortszeit ein Kanonenschuß abgefeuert wird, um den im Hafen liegenden Schiffen die Regulierung ihrer Chronometer zu ermöglichen. Der Vertragshafen Amoy, chinesisch Hiamum, liegt in der Provinz Fokien auf einer 15 Kilometer langen und 11 Kilometer breiten, von 400 000 Menschen bewohnten Insel. Die Rhede von Amoy ist gut geschützt und bietet Raum genug zm Aufnahme aller Flotten der Welt. Durch seine Lage in der viel befahrenen Formosaftraße hat Amoy auch einen hohen strategischen Wert, und gerade dieser Umstand legt der jetzigen Anlage einer internationalen Niederlassung besondere Wichtigkeit bei. Der Gesamthandel betrug schon im Jahre 1889 Rechte der Meistbegünstigung zur Erhaltung des Exports DeS wetteren wurde darauf hingewtefen, Deutsches Reich. Berlin, 3. April. Der Kaiser begab sich heute vormittag nach dem Atelier des Professors Uphues, um das Modell und die architektonischen Grundrisse für das vor dem Generalstabsgebäude geplante Moltkedenkmal zu besichtigen. Heute mittag empfing der Kaiser den Unterstaatssekretär des landwirtschaftlichen Ministeriums, Geh. Rat Sterneberg, Oberlandforstmeifter Donner und demnächst den Gouverneur des Kiautschougebietes Truppe vor dem Antritt seiner Stellung, sowie den aus Ostasien zurück- gekehrten Kapitän Lans. Tie beiden letzten waren auch zur Frühstückstafel bei den Majestäten geladen. — Ueber die Annahme der Feldmarschallwürde Bei den Bediensteten der Main-Neckar-Bahn bestehen lebhafte Befürchtungen hinsichtlich der Sicherung ihrer Zukunft sowohl unter der jetzigen Leitung dieses Verkehrs- Instituts, als auch für den Fall der Uebernahme desselben in. die Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft. Es handelt sich hier besonders um einen Zeichengehilfen und dreizehn Expeditionsgehilfen. Abg. N o a ck fragt nun an: In welcher Weise gedenkt die Regierung die Zukunft der Gehilfen zu sichern; könnte hier ebenfalls eine Anstellung auf Hessische Rechnung erfolgen, wodurch eine jährliche Mehrausgabe von etiva 2400 Mk. erfordert würde, oder wird die Regierung Fürsorge treffen, daß bei Uebergang der Main-Neckar-Bahn in die Preußisch^Hessische Betriebsgemeinschaft die Zukunft der genannten Gehilfen sicher gestellt werde? Für den Fall, daß dieser Uebergang in den nächsten Jahren nicht erfolgt, wird die Regierung alsdann selbständig mit der Anstellung weiterer Beamten vorgehen? Einem Bericht des Ersten Ausschusses zufolge über dre Regierungsvorlage betreffend Kreditübertragungen in das Rechnungswesen der Etatsjahre 1900/01 bezw. 1901/02 beantragt dieser: die Kammer wolle die Zustimmung dazu erteilen, daß Kredite, soweit sie nicht noch in der Finanzperiode 1897/1900 zur Verrechnung kommen, in das Rechnungswesen der Etatsjahre 1900/01 bezw. 1901/02 übertragen werden dürfen. Abg. Schönberger und Genossen beantragen, dre Kammer wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, noch im Laufe des gegenwärtigen Landtages ein Gesetz vorzulegen über den Durchbau der Nebenbahn Reichelshei m — F ü r t h und daß zu diesem Zwecke zugleich in dem Gesetz dahin Bestimmung getroffen wird, die zur Geländestellung an fraglicher Strecke erforderliche Geldsumme von dem Staate vorgeschossen und später von den interessierten Gemeinden eingezogen wird. Ein Bericht des Zweiten Ausschusses über den Antrag der Abgg. Ulrich und Genossen, betreffend die Neuregu- lienutg der öffentlich^echtlichen Dienstverhältnisse der Staatsbeamten betreffend spricht sich dahin aus, die Kammer wolle, da die Regierung jich z. Z. mit der Ausarbeitung eines die Dienstverhältnisse der Staatsbeamten betreffenden Gesetzentwurfs beschäftigt, den Antrag zunächst sür e r l e d i g t erklären. Ulrich und Genossen wünschen, daß j eher Staatsbeamte durch Verfügung der obersten Staatsverwaltung zu jeder Zeit in den Ruhestand versetzt werden kann. , r , I o Aus dem höheren Vogelsberg, 3. April. Wie man nach Florenz. (Es heißt, der König habe zwischen dem aus ziemlich sicherer Quelle erfährt, so find die AuSfichten Vatikan und der französischen Regierung in Sachen der die Erbauung der Bahn Grebenhain—Gedern mit Kongregationen zu vermitteln gesucht.) bcm Projekt über Völzberg, Bermuthshain, VolkartShaiu ufrv. Wien, 3 April. Der Sunbtagäabgecrbnete unb La in nicht günstig und unsere Regierung wie die Bürgermeister Algn(n: in81ieb(ant> betEisenbnhn.Berwaltuug scheinen an dem Projekt über betg in .tun, Protestantismus u b 11 getr 11 11. L,nrtniAnn4ihnln sesthalten zu wollen. — $8 ist der all- c* S4 v jr gemeine Wunsch, daß die Quellen, soweit entbehrlich, an (£v1I5 gfUUH U1W UNlö. die Stadt Frankfurt a. M. verkauft werden, wie dies Dazu bemerkt die „Germania": 1 ©iefccn, 4. April 1901. in der Gegend von Frischborn, Birstein, Salz, Radmühl usw. „Wir wissen nicht, ob der Gedanke, die Kaiserin als! q}«.**!*»»* -rvr nn bat dem auch früher geschehen ist. Die Besitzer der Quellen bekommen „Heilige Elisabeth" und ihren Gemahl als den ,,ge QrtninHA Vrenüffcken schönes Geld, das nötige Wasser bleibt und die betreffenden strengen Landgrafen" darzustellen, in protestanthchen Vorstand der ^erkehrSkontrolle H der Königlich^ Preußischen Feinden erhalten ko stenfreie Wasserleitungen usw. WaS Kreisen als glücklich empfunocn wird. In katholischen I und Großherzoglich Hessischen Elsenbahudirektron Main», | mehr? dürfte es keineswegs der Fall sein." Eisenbahnsekretär Johann Georg Rettig aus Anlaß ferner »m man nog meyrr «. _nh,T Ä — Am 1. April ist der wissenschaftliche Senat Versetzung in den Ruhestand den Charakter als „Rech- Darmstadt, 3. April. Eme Deputatwn der Handel . bei der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das nungSrat" verliehen. kammer unter Führung des 2. Vorsitzenden Geh. Rat militärische Bildungswesen errichtet und seine .. Lehrvertrage. Im Anschluß an unsere gestrige Notiz Dr. LouiS Merck wurde heute in einer einstündigen Andrere- irhn ff t irfwrt t. - . L »itb uns mitgeteilt,’ bafc bie vorgejchriebenen Lehrverträge vom Staatsminister Rothe empfangen, nm demselben Mitglieder d^Ort- baS Bedenken der L- .l-kammer gegenüber den von er Mitgliedern bestehende S<-nat dürfte namentlich bei' den gewerbevereinS unentgeltlich in der Gewerbeschule — Zwecken Kammer gefaßten Besch sie er Zo f Fragen, welck>e die Gesundheitspflege im s*^re betreffen, in Ästerweg 25 — zu erhallen find. frage auszusprechen In dieser Ansprache wurde besonder- Aktion treten, er soll l^auptsäckilich Mitwirken bei Erforsch- •• Das Hotel Großherzog von Heffeu ist verkauft hervorgehoben, daß die Vertretung von Handel und ung und Bekämpfung der KrantlMten im Hecn:e, man wird worden und wird am 1. Mai schon von seinem neuen Besitzer, In du str.ie in der Zweiten Kammer durchaus un. sein Gutachten emzrehen in schwierigen Jnvaliditäts- unbLerr Kemmerick aus Ruhrort, übernommen. Der seit- genügend sei, und daß deren wiikltche Juteresien bet den m, itärgerichtlichen Fragen sowie bei Fragen der Militär- ^ Kemmerich aus mgron,' als ein letztwöchigen Verhandlungen thatsächlich keinen Ausdruck ge- ÄÄ ^«maltnng desIfanden haben. /Handel °nd.Industrie feien darauf ange- man glaubt, daß hierbei die Hilfe des Senats von größtem I Hotels erhalten bleiben, und mit seiner bewährten Kraft auch! wiesen, durch günstige, langfristige H^^vertrage Mit dem Vorteck jein wird. Die Sammlungen der Akademie sollen! in Zukunft für den guten Ruf des Hotels thätig fein. Rechte der Meistbegünstigung zur Erhaltung des Exports enveitert fortgesetzt werden, und auch hierin meint man der I *• Unfall. Heute morgen halb 12 Uhr wurde der «geschützt zu sein. Desweiteren wurde daraus hingewtefen, Mitwirkung des Senats nicht entbehren zu können, wie beif Wagen des Maurermeisters Winn am „Feldschlößchen- vonfdaß der in der Donnerstag Sitzung von Ministerialrat Braun x t c M । -e- Beuern, 3. März. Am ersten Oslerfeiertag nach- Toulon, 3. Aprck. Den unter dem Oberbefehl desIm(ttQg KnJct jn Kirche hier eine Aufführung vow deren Ossiz°e"e°'b-reits bie SinYctbung Schwalms Oratorium .Der Jüngling zu Naiu- st-^ " - - - -------- 1 Das Orchester, rote auch die Solosänger find ausschließlich aus einheimischen Kräften gewonnen. Den Chor stellt der hiesige evangelische Kirchengesangverein unter Leitung seine- Dirigenten, Lehrer Musch. Die Gemeiudegesänge werden vom hiesigen Posaunenchor begleitet, der auch die Feier be- ginnt und schließt. Am Au-gang aus der Kirche wird zur Deckung der Unkosten eine freiwillige Sammlung erhoben. Im übrigen ist der Eintritt frei. 4- Bermuthshain, 3. April. Zum Bahnbau der Strecke Lauterbach—Grebenhain ist eine große Anzahl Arbeiter wieder eingetroffen, um an den beiden letzten Losen nach Grebenhain zu die Arbeiten auszuführen, die schon bis zum 1. April fertiggestellt sein sollten. Nachträglich ist noch eine Frist bis zum 1. Juni bewilligt worden. Mit dem Oberba«, (Legen der Schienen u. s. w.) der einer Firma in Köln übergeben worden ist, wird ebenfalls demnächst begonnen werden, denn diese Arbeit muß bi- 1. Oktober fertiggestellt sein. Die Bahn wird am 1. Oktober dem Betrieb übergeben; dann werden wir endlich eine Bahn bis teilweise in unseren der Aufstellung bes Stubienplanes für bie StübierenbenIder Bieberthalbahn erfaßt und vollständig zer* der Kaiser-Wilhelms-Akabemie. Es sind also große und trümmert. Das Pferd wurde zirka 30 Meter weit ge- schöne Aufgaben namentlich im Interesse der Gesun dhert schleift und hat einige Verletzungen davongetragen, eS des g a n z e n H e e r e s, die dem Senat gestellt sind. Der in die Veterinäranstalt gebracht. Der Kutscherist Vorsitzende des Senats ist. selbitverftandlich der Generalarzt | unoerle6t. Die Ursache soll das Scheuwerden de- Pferdes der 'Armee, zu Mrtgliedern können auch nrchtaktrve f . Den Lokomotivführer trifft keine Schuld, dann 'eine MagV von 6M ML^Jm kann der »'»riegervereine «ine grenznachbarliche Zufammenkunst Senat durch Heranziehung außeretatsmäßiger Mitglieder ber Krtegerverewe Württembergs, Bayerns, Babens unb noch erweitert werden. Hessens findet am 21. April in Darmstadt statt. — Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht eine Bekannt- *# Steuer Eotziehung. In einer hessischen Stadt hat sich machung des Ministers der Medizinal-Angelegenheiten, be-i herausgestellt, daß eine Firma seit Jahren einen enormen treffend die kreisärztliche Prüfung vom 30. März. Nutzen erzielte, ohne daß die drei Geschäftsinhaber auch nur — Die Lage bes A r b ei ts m ar k t es bleibt u geschätzt gewesen wären, bezw., wie gesetzlich vor- °^Echen Arbeitsnachweisen deklariert hätten. An Strafe unb Nach. Eden 7° dm Defraudanten sage unb schreibe Jahre^die^Zahl''Är^Beschäftigtes^n^n^anteTlaneri *• Die (29.) Hessische Konferenz des Deutschen evangelische» noch um 5 Proz. zunahm, ist sie diesmal gar um 1,3 Proz. Schulvereins wird am Mittwoch nach Ostern, den 10. April, zurückgegangen; ber Arbeitsmarkt bebt hervor, baß die Lage in Frankfurt a. M. (im „Hotel du Nord") abgehalten werden der Arbeiter in der Metall- und Maschinen- und um zehn Uhr vormittags beginnen. Den Gegenstand Industrie eine geradezu kritische Erscheinung ijt. ber Verhandlung bildet das Thema: „Was kann von einer Oldenburg 3 April. Ter Groß Herzog ist,n ach^ obligatorischen Fortbildungsschule für das christliche Volks- dem er stch zur Behandlung semes Herzlttdens drei Mo- Men erwartet werden und wie muß dieselbe beschaffen fein, XK.« U ll v U t U l l Ur U II» I .i« CYY\ \ Weimar, 3. April. Wie man der „Dorfztg." schreibt,«(Frankfurt a. M.) wird die Erbgroßherzogin-Witwe voraussichtlich ** Für Touristen und Radfahrer. Der lunge Lenz, der zu dauerndem Aufenthalt nicht wieder hierher zurückkehren, uns in diesen Tagen freundlich entgegenlächelt, belebt nun Mit größter Bestimmtheit wird behauptet, daß sie in Rom die Wander- und Radellust. Wir sehneu unS hinaus aus im Begriff stebe, eine zweite nicht fürstliche Ehe her städtischen dumpfen Enge nach der frischen, neu sich einzugehen, und dann ihren Wohnsttz dort behalten wolle, schmückenden Natur da draußen in Wald und Feld. Zahl. g-nußreiche Touren lassen sich in der, engeren und wei- unternimmt n!i?de7NnzesU°IZ^umburg-Lff-pe unb ‘»en Umgebung Gießens unternehmen. Für d-" Touristen dem Leibarzt Dr. Spielhagen längere Spazierfahrten. — | aber tote für ^adfahrer empfiehlt es> sich, nicht ^onloS Kaifer Wilhelm wird, wenn er den Kronprinz nach!htnauSzueilen. Mit einer Karte in der Hand kommt bester Bonn zum Universitätsstudium begleiten sollte, aus der Rück- fort man über Land. Für jeden Oberheffen von Wert ist reise von dort anfangs Mai seine Mutter auf einen Tag die „Spezialkarte von Oberhessen, Vogelsberg, besuchen. Westerwald, Taunus und Lahnthal, neueste Tou- Kobur g, 3. April. Die Gemahlin des Regierungs- risten- und Radfahrkarte, Maßstab 1:200 000.“ (Verlag Verwesers, Erbprinzessin von Hohenlohe- oon @miI Roth in Gießen Preis 1 Mk.^l. Sie hat zum 9 enbur g,ist von einer Toch t er en tbun den wor- ^j^elpunkte Butzbach und umfaßt daS Gebiet, das sich aus- unftrer G r o ß h e'r k° gl n V e c t^Ä^Ti Ä iReb ) d-hnt zwischen Siegen und Kirchhain als uärdlichen Fulda Eisenach, 3. April. Kaiser Wilhelm kommt am und Burgsinn als östlichen, Mainz und Seligenstadt als süd- 24. d. Mts. zur Auerhahnjagd auf die Wartburg, lichen, und St. Goar und EmS al» westlichen Greuzorten. — Mir finden auf der Karte eine genaue Wegezeichnung und orientieren uns mit Leichtigkeit. Dem Touristen wird diese Karte gute Dienste leisten und jeder Radfahrer wird mit ihr Kopenhagen, 3. April. Der Hof hat Nachsicht er-! fahren." — Eine zweite, im Verlage von Emil Roth halten, daß die Reise des en glischen Königs nach erschienene Karte stellt die Umgegend von Marburg Kopenhagen und Berlin vorläufig aufgegeben lMunb die angrenzenden Gebiete dar (Preis 50 Pfg.). «u-stattung ist ungefähr dieselbe^ nur daß.HU. Paris, 3. April. Durch ärztliche Untersuchungen bes £** markanter h-rvortreten. Sie umfaßt die Gegend Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau sind Ge-!zwischen Laasphe undHerSfeld, Frankenberg und Altenbuseck, schwüre in der Kehle festgestellt worden. UebrigenS vecmiffen wir auf dieser Karte die neue Bahn , ... , - > - , — Marineminister Lanessan hat angeordnet, daß mit Niedergemünden — Homberg—Schweinsberg—Kirchhain, die äußerte sich der Kaiser nach t^r „Deutschen Tagesztg. dem Bau von 20 Unterseebooten, die auf Cher- wir auf der zuerst genannten größeren Karte bereit» ver- ber der Mittagstafel einer Gardehrigade am 29. Mai 1900 bourg, Rochefort und Toulon zu verteilen sind, begonnen „jchnet finden. Ivie folgt: I wird. ~ — „Der Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen, bet Feldmarschall Graf Blumenthal und der Feldmarschall Admirals Birilew hier eingetroffenen Graf Waldersee haben mich in den ersten Tagen des Panzerschiffen, L o Monats gebeten, die Abzeichen des Feldmarschalls am »ur Teilnahme an den hier bevorstehenden Festlichkeiten anzulegen. Ich habe Dem entsprochen und trage sie heute genommen haben, sind formelle Instruktionen zugegangen, zum ersten Male vor der Front. Ich habe es nur lange während des Aufenthalts des i t a l i e n i s ch e n G e s ch w a - überlegt; nack) alter preußischer Ueberlieserung soll Feld- Hers den hiesigen Hasen zu verlassen. Die Abfahrt marschall nur Der sein, der eine Schlacht gewonnen oder der Schiffe wird wahrscheinlich heute abend erfolgen. eine Festung ersten Ranges eingenommen hat. Das ist Madrid, 3. April. In Barcelona dauert die bedenk- mir nicht vergönnt gewesen, aber ich kann für mich liche Erregung fort. Aus Furcht vor den Volksmassen hat vindizieren, ^aß ich in den zwölf Jahren nach besten ein Nonnenkloster ein Mädchen, das sechs Jahre Kräften an der Armee gearbeitet habe, und ich denke, gegen den WillenderMutterklausuriert war, daß es mir gelungen ist, sie auf der Höhe ihrer Aufgabe gestern entlassen. Ein P r i e st e r wurde auf offener Straße zu erhalten. In wenigen Jahren hoffe ich auch zur See durch die Menge ge st einigt und mißhandelt. In stark genug zu sein, um dem deutschen Namen überall Alicante mußte der Jesuitenpater Sola, der eine antiliberale in der Welt Achtung zu erringen." Predigt gehalten hatte, flüchtend die Stadt verlassen. Wäh- — Für das neuerbaute Blindenheim in König3drenb der Predigt entstand zwischen Liberalen und Klerikalen w u st e r h a u s e n bei Berlin hat Kaiser Wilhelm das her Kirche eine furchtbare Keilerei. Der Jufiizminister Protektorat übernommen und auch den Bauplatz geschenkt, verhandelte mit dem Nuntius, um zu bewirken, daß die Im Verwaltungsgebäude des Blindenheims sollen die I Kongregationen, gegen die sich der Haß des Volkes richtet, Bildnisse des Kaiserpaares zur Aufstellung gelangen, wor- stch nicht an den Karwoch-Prozessionen beteiligen, damit über ein Berliner Lokalblatt berichtet: j0 Unordnungen verhütet werden. „Tie Herstellung der Bildwerke ist von dem Kaiser Rom, 3. April. König Leopold von Belgien in Glasmosaik befohlen worden, das allen EinflüssenI ^m gestern, wie man aus vatikanisck)en Kreisen erfährt, in.-------------- -- -------- der Witterung trotzt und unvergänglich ist. Ter Kaiser, a([er Heimlichkeit unter dem Namen eines Graf Koburg oberen Vogelsberg haben, dessen Figur 1,80 Meter hoch ist als Ritter in reich-!hier an, besuchte den Papst und reifte abends wieder! C ~ ” *“ gestickter Kleidung dargestellt; den altertüm-' - — ' * c «■- lichen Helm trägt er auf dem Haupte, in der einen Hand hält er das entblößte Schwert, in ber anberen als Patron bes Blinbenheims dessen Modell. Tie Kaiserin zeigt Tracht und Gewandung der Heiligen Elisabeth; in ihren Händen prangen Rosen, in welche das vor den Augen des gestrengen O^emahls zu verbergende Brot, das sie den Armen zutragen wollte, durch ein holdes Wunder verwandelt worden ist." gtflnbti W wM iw«' Slf’ff bcphueli» n rs-- L-S- '* ‘ "ril ane fit dieselbe nnter ö wissenhafteste prift trägen sei, ®ad nl(* allein W handel, auch die Fragen Dieser alles gestatt' geben, dah ft av die Interessen aHti IM 31 heute Somiitafl de Rohr art HeideSl erfaßt überfahren ordentliche Kreist der Sreisausgaben Leravlasfung, da i Leise vermehre nahezu 100000 Ein Antrag W Mi' biblivthelen av llnterstühnng, den Fall, daß ein; von volkSbibliothet sein soll, anS dem Mittel zu bewillig fc. Sirlenan, Snnstlederfabr im Betrieb. Besch so heißt'S auch hie jvgtndlichen Arbei' litt Tagelvhn von matt sich aus gew sich dieser Jndust können ca. 120 SUI der biiSjtytigtn Gr. «ächs junger Arbeit " klktne M« Dn an bm schuldige Ttatim and Fälschung der llksührt. - Nach Bingen steht er Verkehrs mit Rüi Ueberfahrlen ist ft augeordnet und e dienstes für Öen § , , ‘ 3, ?'«»« v-hmg Nmrat. De, » suchen. • Bon der Segenb t 2;®'“®®'«albe Dies .Ie v. ®n A Wh bttottU; Der Anfft ^bkret bäte ?kb S1,l°tia. S1" « 9t licht» t JIe Don k- ’w LWltb(t ALhe Iah Ri 32; Universttäts Nachrichten. c. Frankfurt, den 4. April. 81/i % Beiohaanleihe . . 8 o/D do . . Tendenz rege. Bekanntmachung X Dr. Kübel 2074 am 98.10 88 50 98 05 88.40 94 55 95.80 44.60 25.40 25.40 81.40 . 227.70 . 185 00 . 184 70 . 147 60 . 152 20 . 149.00 . 165.70 . 213 40 . 197 50 . 181 80 Kreditaktien . . Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatebahn Gotthardbahn . . Laorahätte . . . Bochum . . . . Harpener . . . . 1.-2. Der Postdampfer „Southwark" der „Red Star Stnie' in Antwerpen, ist laut Telegramm am 2. April wohlbehalten in New-York angekommen. Mittel zu bewilligen. fc. Birkenau, 3. April. Seit 1. April ist die hiesige Kunstlederfabrik der Firma Cornelius Heyl in Worms im Betrieb. Beschäftigt find ca. 40 Mädchen. Wie überall, so heißt'S auch hier: Aller Anfang ist schwer. Trotzdem den jugendlichen Arbeiterinnen nach 4—6wöchentlicher Lehrzeit ein Tagelohn von 2,00—2,50 Mk. in Aussicht steht, kann man sich aus gewisien Vorurteilen nicht recht entschließen, fich dieser Jndustriebranche zu widmen. In der Fabrik können ca. 120 Mädchen beschäftigt werden. Man hofft, mit der diesjährigen Entlassung aus der Schule den nötigen Zu- wachs junger Arbeiterinnen zu erhalten. Meine Mitteilungen auS Hessen und den Nachbarstaaten, i Der an dem Kaffendefekt in der Stationskasse zu Vilbel schuldige Station- Assistent Fiege wurde wegen Unterschlagung und Fälschung der Bücher verhaftet und nach Gießen über- oeführt. — Nach einem Bericht der Handelskammer zu Bingen steht endlich eine Verbefferung des Rheintrajekt- verkehrS mit RüdeSheim bevor. Sine Vermehrung der Ueberfahrlen ist für den Ofierverkehr vom 4. bis 10. April angeordnet und eine befriedigende Einrichtung des Trajekt- dienstes für den Sommerfahrplan zugesichert worden. versuchte Nachweis eines Notstandes der Landwirtschaft, begründet durch die etwas über 2 Millionen pro Jahr betragende Erhöhung der landw. Realschulden als nicht erbracht ange- I sehen werden könne. Diese Erhöhung könnte ebensowohl ihre Er- ; klärung finden in dex Verwendung der aufgenommenen L Gelder für Meliorationen und sonstige Verbesserungen und Erweiterungen der landwirtschaftlichen Betriebe, wie auch in bezahlten und gelöschten Hypotheken. Es könne kein Grund!' gefunden werden, warum nicht die Landwirtschaft, die durch I einen intensiven Betrieb thatsächlich neuer Betriebsmittel be- dürftig geworden sei, sich in einer andern Lage befinde, wie die geldbedürftige Industrie, deren Realverschuldung doch pro Jahr über 20 Mill, betragen solle. AuS der Antwort des Ministers ging hervor, daß die Staatsregierung auch der Deputation der Handelskammer gegenüber nicht in der Lage ist, eine bindende Erklärung abzugeben, ebensowenig wie eine solche den Unterzeichnern deS Antrags Haas und Genoffen erteilt werden könnte, daß sie es aber als ihre Pflicht anerkenne, dem Gesamtinteresse aller BerufSklassen gerecht zu werden, und daß, sobald die Vorlage deS Zolltarifs seitens des Reichs an sie erfolge, sie dieselbe unter Würdigung aller Derhältniffe auf das ge- wiffenhafteste prüfen werde. Der Abschluß von Handelsverträgen sei, was nicht unbeachtet gelaffen werden möge, nicht allein von Handel, Industrie und Landwirtschaft abhängig, auch die Fragen der großen' Politik seien dabei zu erwägen. Diese« alles gestatte der Regierung nur die Zusicherung zu geben, daß sie auf das aufrichtigste bemüht bleiben werde, die Interessen aller Stände nach besten Kräften zu wahren. Mainz, 3. April. Auf der Station Budenheim wurde! heute Vormittag der 71 Jahre alte Magazinarbeiter Franz Rohr aus Heidesheim von dem Köln-Frankfurter Schnellzug erfaßt überfahre» und getötet. — Heute tagte hier der ordentliche Kreistag des Kreises Mainz. Die Festsetzung der Kreisausgaben gab zu verschiedenen Auseinandersetzungen Veranlaffung, da sich die Ausgaben in so rapider Weise vermehren, daß sie diesmal 554 766 Mk. oder nahezu 100000 Mk. mehr betragen wie im Vorjahre. Ein Antrag des Ministeriums auf die Errichtung von BolkS- bibliotheken auf demLande fand keine materielle Unterstützung, doch wurde der Vorsitzende beauftragt, für den Fall, daß einzelne Gemeinden sich für die Errichtung von BolkSbibliotheken interessieren würden, derselbe berechtigt fein soll, auS dem Reservefonds ihm geeignet erscheinende In der JohanneSttrche. Vormittags 9»/, Uhr: Pfarrer Euter. In der JohanneSttrche. Vormittags 97« Uhr: Pfarrer Dr. Nauman». Beichte und heil. Abendmahl für die LukaS- und JohanneSgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 6 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Euler. Nach sämtlichen Gottesdiensten wird eine Kollekte für die christ- lichm Anstalten in Jerusalem erhobm werden. ab, wodurch dieser schwer verletzt wurde. Der Thäter ist verhaftet. DaS Motiv ist Eifersucht. Bühl, 3. April. Gestern Abend wurde hier der Schreinermeister Karl Konrad, ein verheirateter Mann von etwa 60 Jahren, wegen Sittlichkeitsvergehen, begangen an unerwachsenen Kindern, verhaftet. Eine große Anzahl von Kindern wurden bereits verhört. Der Verhaftete soll seine verbrecherischen Thaten schon längere Zeit betreiben, l worüber die Untersuchung Klarheit schaffen wird. Ulm, 4. April. Das Kindermädchen Christine Schmid, das durch eine fallende Petroleumlampe schwer verbrannt wurde, ist vorgestern im Spital seinen Brandwunden erlegen. — Das hier garnisonierende preußische Fußartilleriebataillon Nr. 13 wird ans 1. Oktober in ein IRegiment mit 2 Bataillonen umgewandelt. Der Stab und daS 1. Bataillon werden hier, das 2. Bataillon in Breisach garnisonieren. DaS letztere wird auS je einer Kompagnie des 3., 7., 9. und 10. Fußartillerieregiments gebildet. London, 4. April. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Naauwpoort vom 3. ds: Dem Vernehmen nach überraschte eliue englische Abteilung ein Burenlager bei Sanddrift. Die Buren flohen, 300 Pferde, sowie Waffen und andere« Kriegsmaterial zurückloffend. t. Osterfeiertag M 7. April. I« der Etadtkirche. Vormittags 97i Uhr: Pfarrer Schlosser. . , Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MatthauS- und MarkuS- gemeinde gemeinsam. Pfarrer Schlosser. in Nachmittags 2 Uhr: Beichte zu der mit der Konstrmation ki drr Markus- und MUitärgemeinde oerbundenm^^ AbmdumhlSMer. Abends 6 Uhr: Liturgischer Gottesdienst. Pfarrer Dr. Grein. Kirchliche Nachrichten. Evangelische »emeindr. Karfreitag den 5. April. Gottesdienst. In der Stadttirche. Vormittags 97. Uhr: Pfarrassistent KrauS. Beichte und heil. Abendmahl für die Ma"hä^-imdMarku8- gemeinde. Anmeldung vorher bei de« Pfarrer jeder GEindenb^n. Vormittags 11V» Uhr: Kinderkirche für die Matthäus- und MarkuSgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. Abends 6 Uhr: Steh« JohanneSkirche. April + 17.50 „ + 3.10 C. Kandel und Verkehr. Uolkswittsthast. »• Postalisches. Die britische Kolonie Süd-Rhodesia und da« britische Schrchgebtet Betschuanaland sind dem Weltpostverein ber- getreten. Der Briefverkehr mit diesen Gebieten regelt sich fortan nach den Bestimmungen deS Bereinsdiensteö. ko. Ätanffurt, 3. April. Auf dem hiesigen Viebmarkt wur-. den heute 2018 Kälber angefahren und bis auf daS letzte Stück verkauft. Limburg a. d. Lahn, 3. April. Frucht markt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen 14.08 M., Werßer Merzen 00.00 Mk., Korn 10.90 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer, 6.81 Mk., Erbsen 00 00 Mk., Katroffeln 00 00 Mk. Meteorologische Beobachtungen der Station Giesteu. __ Neueste Meldungen. Berlin, 4. AprU. Vor der Kaserne des^Königin Augusta- Regiments gab abends der obdachlose Schloffer Sachs zwei Schüsse auf seinen Vetter, deu Füfilier Sachs, I« der JohamreSttrche. Vormittags 9 Seligenfiabt alt füb« oefilichen Grenzorlen, e Wegezeichnung nnb Touristen wirb diese adfahrer wird mit ihr läge von Emil Roch ib von Marburg bar (Preis 50 Pfg). , nut baß hier die je umfaßt bie Gegenb nberg unb Altenbuseck. Ratte bie neue Mn 6etg-Si*in, bie Ratte bereits ver- l Osirchintag nach. ■ 'Lus^chrnng W in9 - ager sinb auSschl'eßlich Den Chor stellt ber n unter Leitung seines emeinbegesäuge werben | ber auch bie Fein b ' S ber Sirche wird M t Sarnnilunfl erhoben. | 1M* d'r Stt-F- -ES •■AS* so find die^7«it hatn, S”', .’uie blt :te Wti üb« Ä bet .giatiofiet flal np>a°Ä' den 0 tn der o°l, (cöbet6 en ln BtW b- ° d S,sK <«•** Alice-Schule. Meginn: Montag den tö.Aprit. Anmeldun-en bei Oberlehrerin L. Moes er, Gartenstr. 30. 2604 Der Vorstand. Institut von Dr. Kübel. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für das Maturitäts-, Fähnrichs- und Einjährig - Freiwilligen - Examen, für Vorprüfungen des Finanz- und Geometerf&chs und andere Schul-Examina. Für junge Leute, welche tags über verhindert sind, ist eine Abendschule eingerichtet, in welcher sie sich in verschiedenen Abteilungen für Examina oder den kaufmännischen Beruf ausbilden können. Beginn des Sommer-Semesters am 15. April. Prospekte durch den Vorsteher: April Barometer auf Oo reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative , Feuchtigkeit G 2 *6 ■c s s Windstärke Wetter 3. 4. 4. 924 7“ 2» 749,1 743,2 740,7 + H,4 + 11,9 4- 16,0 9,3 9,1 9,4 76 89 69 SW. SW. w. 4 4 6 Bed. Himmel Regen Bew. Himmel Gießen, den 4. April 1901. 2609 Beste Sichtbarkeit der Schrift Underwood Yost und -Mtns-Merftcherungs- Zktien-GeMchaft /3*' Berlin W. 8. MauerLrnire 37/41. Berlin W. 8, Mauerstraße 37/41. Anfall- u. Atlers-Aerf. Unfall- u. 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Gottschick, veöst Kinder«. la Schellfische, ßabkiau, Kechte, «Lander, Seezungen, SletuSutt, Natzungen, junge Kahne», Knien, No»tels, Noukarden, Kapanne«, Nuterhahnrn, N»terhenne« empfiehlt 01258 C. G. Kleinhenn vahnhofstr. SV. Telephon 66. Das älteste Geschäft obiger Branche am hiesigen Platze. Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über die zur Unter Haltung der städtischen Gebäude, Straßen u. s. w. im Rechnung-- jahr 1900/01 ausgeführten Arbeiten und Lieferungen sind bet Meidung der Richtberück- sichtigung bis längstens den 1* Mai d. I in doppelter Ausfertigungan uns einzureichen. Gießen, 8. April 1901. Dar Stadtbauamt. Schmandt. 2594 2602s Kleines LogtS zu ver- mieten. Schützenstraße 4». Brennholz- Versteigerung. Förstl. Lolmßfche OLerstrßrrri Kohevsoims. Dienstag den 9. April 1901, vormittags 9 Uhr. Zusammenkunft am Fürstlichen Distrikt Ebersteiu: Buchen: 8 rm Knüppel, 500 Stammwellen. Kiefern: 19 rm Knüppel, 450 Wellen. 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B. zu einer Geldstrafe von Sechzig Mark, die im Un-inbringlichkeitsfalle mit sechs Tagen Gefängnis zu verbüßen ist, sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens, einschließlich der bem Prioat- kläger erwachsenen notwendigen Auslagen verurteilt. Zugleich wird dem Beleidigten Heinrich Meyer I. von Großen-Buseck die Befugnis zugesprochen, dieses Urteil nich Rechtskraft mit Frist von einer Woche, laufend von der Zustellung einer Abschrift, durch einmaliges Einrücken in dem „Gießener Anzeiger" auf Kosten des Verurteilten zu veröffentlichen. D e Richtigkeit btr Abschrift der Urtetlsformel wird be glaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. Gießen, den 23. März 1901. LS. Orth, 2601 GerichtSschreiber des Großh. Amtsgerichts. Wird hiermit veröffentlicht: Gießen, den 3. April 1901. Dr. Gutfleisch & Fr. Engisch, Rech» anwäite. R-ise-Utrsicheruuq, im weitesten Umfange. Teereise-Berftchernn,. auf Wunsch mit Einschluß des überseeischen Landaufenthaltes z- r.. rjL „ (Weltpollce). 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