#te Bl.,, '»«ke ek, 1814 n. nen Verkauf beit .dem 1668 reg 9. itdM Mühl per sofort gesucht. (läge 88, Part. WSostriü >r später gesucht, iltu» «chulje itPtÜHW» »Mchen irt. Hak, MuSbm 5. übt ium 1 Äprüiä td-M, MicheS se.d- und tzauSarbeit mit - Frau gobnmnt studioigSpIah d _ biiS rchwao jt.r ubm-chennM. ÜSSsl äiTi* erricht ithllde Garn, IhnterürJS^ ftgioa. i • *s»sss iÄ* itt» *£,,«* Nr. 54 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Dienstag 5. März 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags Die Gießener Kamilien- -lätter werden dem Än- yigtr im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätirr für heff Volkskunde" vier- «ul wöchentlich beigelegt. Annahme von Anzeigen »u der nachmlnag» für den folgenden Tag erscheinenden Rümmer bi» oorm 10 Uhr Abbestellungen spätesten» abend» vorher. Redaktion, Expedition und Druckerei- Schulstrahe 7. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Adresse für Depesche«: Anzeiger Eiehen. FernsprcchanschluhNr.Ll. Bezugspreis vieneljährl. Ml - jo, monatl. 75 Pfa, nut Bringerlöhn; durch bw Abholestellen vicrteljährt Ml. 1.90, monatl. 65 Pfg Bei Postbezug viertrljährl Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. Alle Anzeigen-Vermittlung^ stellen bc< In- und AudlandoO nehmen Anzeigen lüt de» Siebener Anzeiger entgegen. Leilenvreid lokal ix Pfa, ouowärtv 10 Pfg. asarasarq Amtlicher Feil. Gießen, den 4. März 1901. ®ctr.: Schutzmaßregeln gegen Hochwasser. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an bad Oroßh. Poltzeiamt Gießen, an die Großh. Bürgermeiftereieu der Landgemeinden nnd an die Gendarmerie des Kreises. Mil Rücksicht auf die bei eintretendem Hochwasser ent ftc^enbe Gefährdung der an den Wasserläufen bestehenden Bauwerke, Brücken usw. empfehlen wir Ihnen, einem Er fingen der Großh. Kultur-Inspektion Gießen entsprechend. Darüber zu wachen, daß Holzstege und Holzbrücken in den Ortschaften und Feldgemarkungen eniweder durch Anker fest gelegt, ober sonstwie gegen Abschwemmen gesichert, oder auch zeitweilig beseitigt werden, sowie daß Treibhölzer, Holzgeräte x., welche fortschwimmen und die unterhalb liegenden Brücken verstopfen können, aus den voraussichtlichen Grenzen des ^n!»ll,a^Cr8 .rechtzeitig beseitigt werden. Die Ortsanwohner felbft sind mit entsprechender Anweisung zu versehen, und anzuhalten, etwa bemerkte schwimmende Gegenstände aus der Hochwasserströmung zu entfernen. v. Bechtold. Zur Frage der Getreidezölle. Aus l andwirtschaftlichen Kreisen ging uns unter Bezugnahme auf die an anderer Stelle unserer heutigen Kummer veröffentlichte Eingabe der Gießener Handelskammer an den Reichstag folgende Zuschrift zu: Die Großherzogliche Handelskammer für Gießen, Alsfeld unb Lauterbach t)at durch ihren Sekretär ein eingehendes Referat bezüglich der Getreidezölle ausarbeiten lassen. Dies ioeift nach dem Protokollauszug ziffermüßig nach, daß von einer Erhöhung der Zölle auf Brotgetreide in Hessen nur etn verhältnismäßig sehr kleiner Prozentsatz der landwirtschaftlichen Betriebe wirklichen Vorteil haben würde, die überwiegende Majorität würde keinen Vorteil, aber Schaden Huben, da sie kein Brotgetreide verkaufen, oder wenn sie verkaufen, entsprechend Brot zukaufen müßten. Das ist wieder die schon so oft widersprochene und richtiggestellte Behauptung der Gegner der Getreidezölle! Dar Herr Sekretär kann nur die bekannten statistischen Zahlen benutzt haben, die alle selbständigen Menschen unter die Landwirte einreihen, wenn sie auch nur einen halben Morgen Kartoffeln oder etwas anderes pflanzen. Ein Betriebsleiter auf einem so winzigen landwirtschaftlichen Betrieb, bei: nicht so viel Getreide erzeugt, als der Betriebsleiter für sich und seine Familie braucht, muß doch offenbar irgend ein anderes.Einkommen aus einem Hauptbetriebe haben, denn sonst müßte er mit seiner Familie verhungern, könnte leine Steuern zahlen, sich und seine Angehörigen nicht Reiben re. In diesen Fällen ist der landwirtschaftliche Betrieb, da er nicht einmal das notwendige Brot erzeugt, nicht Hauptbetrieb, sondern Nebenbetrieb und kann bei der Frage der Getreidezölle gar nicht mitgezählt werden. Alle Landwirte, die ihr Betrieb vollauf beschäftigt, haben Interesse an landwirtschaftlichen Zöllen. Denn sie müssen mit dem Erlös aus ihren landwirtschaftlichen Produkten hohe Zinsen, teure Kohlen, teure Jndustrieprodukte aller Art und hohe Arbeitslöhne bezahlen. Das können sie nur auf die Dauer, wenn ihre Erzeugnisse einen Preis haben, der in einem angemessenen Verhältnis steht zu den .Preisen der Produkte, die sie einzukaufen gezwungen find. Deshalb sind auch unsere kleineren Landwirte, die von dem Erlös ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse leben müssen, ebenso gute Agrarier, wie die größeren Landwirte, Pächter rc. Es ist eine starke Zumutung, daß wir uns mit den durch das Ausland herabgedrückten Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse begnügen sollen, während Handel, bewerbe und Industrie ihre Preise bis dahin fortgesetzt steigern. Der Prochkollauszug der Handelskammer fährt fort: JteDeroem würde die Zollerhöhung nicht dem landwirtschaftlichen Betrieb als solchem, sondern — durch die Steigerung des Geldertrages des Bodens und dadurch des Boden- lediglich dem augenblicklichen Inhaber der ein- ^elnen Betriebe (event. zunächst dem augenblicklichen Pächter ms zum Ablauf der Pachtzeit) zu gute kommen. Herr, dunkel ist der Rede Sinn! Denn was mit Vorstehendem gesagt sein soll, läßt sich nicht kurzweg begreifen, Das kann man vielleicht erraten! Jedenfalls wird ein angemessener Preis für die landwirtschaftlichen Produkte die Produktion steigern, die Kaufkraft ■ der Landwirte heben, iie Landwirte ermutigen im Kampfe gegen die überaus widrigen Verhältnisse. Und das thut not, wenn wir nicht wirklich abhängig werden wollen von der Zufuhr landwirtschaftlicher Produkte durch das Ausland. Wir Landwirte und mit uns alle Einsichtigen können itur bedauern, daß eine Körperschaft wie die Handelskammer atm jeden Preis sich gegen Maßnahmen wendet, die notwendig sind, um ein großes Gewerbe vor der erdrückenden Konkurrenz des Auslandes einigermaßen zu schützen. Mehr crls andere Menschenkinder trifft den Landwirt so schon der Fluch: im Schweiße deines Angesichtes foNst du dein Brot essen! S. * • Hierauf erwidert der Herr Handelskammersekretär Dr. Kehm: In dem auf die Stellung der hiesigen Großh. Handelskammer zu den Getreidezöllen bezüglichen Artikel eines Herrn S. ist u. a. gesagt, daß „ein landwirtschaftlicher Betrieb, der nicht einmal das notwendige Brot erzeugt, nicht Hauptbetrieb, sondern Nebenbetrieb ist und bei der Frage der Getreidezölle gar nicht mitgezählt werden kann." Es scheint fast, als ob Herr S. nicht wisse, daß es zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe giebt, die den Brotkornbau mehr oder weniger ganz beiseite liegen lassen und sich hauptbetrieblich dem Bau anderer Kulturen, wie Gerste, Hafer, Hülsenfrüchte, Hackfrüchte, Gemüse, Handelsgewächse u. s. f. zuwenden. Ueberdem handelt es sich« bei der Frage der Brotgetreidezölle nicht darum, ob ein Betrieb „das notwendige Brot" erzeugt, sondern ob er über sein en Bedarf Brotkorn erzeugt. Letzterer umfaßt nämlich neben dem Bedarf für menschliche Zwecke auch denjenigen für tierische und industrielle Zwecke. Heri: S. wird, wenn er seine Augen den Thatsachen nicht verschließen will, in seiner näheren und weiteren Umgebung sehr viele landwirtschaftliche Betriebe finden, die sich als Hauptbetriebe charakterisieren, deren Inhaber unzweifelhaft zu den „Landwirten" zu rechnen sind und die trotzdem für ihren Bedarf nicht genügend oder wenigstens nicht über ihren Bedarf hinaus Brotkorn erzeugen. Herr S. fährt fort: „Alle Landwirte, die ihr Betrieb vollauf beschäftigt, haben Interesse an landwirtschaftlichen Zöllen." Dies ist unzweifelhaft richtig. Es fragt sich nur, an welchen, d. h. hier, ob sie gerade auch an Brotgetreide zollen ein Interesse haben. Ein solches haben alle diejenigen Betriebe nicht, die nicht über ihren Bedarf hinaus Brotgetreide erzeugen. Um Ziffern zu geben, führen wir an, daß es in Hessen nicht weniger als rund 34 600 Personen giebt, die als hauptberuflich, thätige selbst- ständige Landwirte nur bis zu 2 Hektar landwirtschaftliche Fläche besitzen, ferner rund 21400, die bis.5 Hektar besitzen, 15 000 die bis 10 Hektar besitzen il s. f.! Dabei ist z. B. für den Kreis Lauterbach durch den bekannten Nationalökonomen Prof. Dr. Conrad in Halle a. S. konstatiert, daß die Landwirte dort fast allgemein erst bei 10 Hektar und mehr Besitz Brotgetreide über ihren Bedar erzeugen. Nimmt man für Hessen 10 Hektar Besitz als die Grenze an, von der ab Brotgetreide über den Bedar erzeugt wird, so haben von den hauptberuflich! thätigen, selbständigen Landwirten Hessens nur 17 o/o ein Interesse an einer Erhöhung der Getreidezölle, während 83 o/o teils keines, teils ein entgegengesetztes Interesse haben! Herr S. findet schließlich noch „dunkel", wieso die Zvll- erhöhung nicht dem landwirtschaftlichen Betrieb als solchem, sondern — durch die Steigerung des Geldertrages des Bodens und dadurch des Bodenwerts — lediglich den augenblicklichen Inhabern der einzelnen Betriebe (event. zunächst dem augenblicklichen Pächter bis zum Ablauf der Pachtzeit) zu gute kommen soll. Vielleicht wird dieser dunkle Zusammenhang Heller, wenn wir hinzufügen, daß der gesteigerte Bodenwert dazu führen muß, und führen wird, dem Besitznachsolger (dem Käufer oder bei einer Erbteilung dem Erben, der das Gut bekommt, während die Miterben anderweit abgefunden werden) oder dem neuen Pächter einen entsprechend höheren Gutspreis bezw. Pachtpreis anzusetzen, so daß für diese das Verhältnis des Bode n- obzw. Pachtpreises zum Gelderträge wieder das- lefbe ist, wie es vor der Zollerhöhung war.______________ Politische Tagesschau. Mit allen äußeren Ehren, aber darüber hinaus mit unverkennbaren Zeichen wirklicher Sympathie, ist der neue deutsche Botschafter in Paris Fürst Rado lin bei seinem Antrittsbesuch im Elysee vom Volke während der Ausfahrt, vom Präsidenten der Republik bei dem Empfange bewillkommnet worden. In seiner Ansprache sagte der Fürst folgendes: 1 9 Mein Souverän hat, indem er mir diese hohe Mission anvertraute, mich beauftragt, die guten Beziehungen, die in der glücklichsten Weise zwischen den beiden Ländern bestehen, aufrecht zu erhalten und noch enger zu knüpfen. Ich bitte mir zu glauben, Herr Präsident, daß alle meine Bemühungen auf dieses Ziel gerichtet sein werden und daß ich immer eine lebhafte Befriedigung darin finden werde, eine meinen persönlichen Gefühlen so entsprechende Aufgabe zu erfüllen, indem ich mich zum getreuen und aufrichtigen Dolmetsch der guten Intentionen meines er- hab e n e n Souveräns mache. Präsident Loubet, der vom Minister des Auswärtigen, Delcasse, und von seinem Militär- und Zivilstaat umgeben war, erwiderte auf die Anrede des Bot- chafters: । „Ich nehme mit Vergnügen aus Ihren Händen das Schreiben Seiner Majestät des Deutschen Kaisers in Empfang, durch welches Sie als Botschafter beglaubigt werden. Wenn Sie glücklich sind, feststellen zu können, daß zwischen unseren beiden Ländern gute Beziehungen bestehen, und daß Sie beauftragt sind, diese Ihren persönlichen Gefühlen entsprechend aufrechtzuerhalten und noch enger zu knüpfen, so möchte ich meinerseits Ihnen die Versicherung geben, daß unsere Absichten denen des Kaiser s entsprechen, dessen getreuer und aufrichtiger Dolmetsch Sie sein werden. Seien Sie bei uns willkommen." Fürst v. Radolin stellte hierauf dem Präsidenten die Mitglieder der Botschaft vor, und nach einer kurzen Unterredung des Präsidenten und des Ministers des Auswärtigen mit dem Botschafter wurde dieser mit demselben. Zeremoniell wie bei seiner Ankunft von dem Einführer des diplomatischen Korps Crozier nach dem Botschaftshotek zurückgeleitet. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Ein bekanntes Berliner Blatt meldet: Von einem Berichterstatter, der aus amtlichen Quellen zu schöpfen pflegt, erhalten wir folgende Zuschrift: „Gelegentlich der jetzt beendeten Beratungen der Budgetkommission des Reichstages über den neuen Marine- Etat wird von amtlicher Seite darauf hingewiesen, daß in der nächsten Zeit eine Ve rstärkung der Auslandsflotte über den Rahmen des in Kraft getretenen Flotten- gesetzes hinaus notwendig sein wird." Diese Darstellung ist geeignet, ganz falsche Vorstellungen zu erwecken und Beunruhigung zu schaffen. Der Vorfall trug sich folaendermaßen zu: Auf die Anfrage der Mitglieder der Budgetkommission, ob Gründe hervorgetreten seien, welche auf Abänderung des Flottengesetzes von 1900 hinwirkten, erwiderte der Staatssekretär des Reichsmarineamtes, daß dies nicht der Fall sei, daß er jedoch an seiner am 6. Juni 1900 gegebenen Erklärung betreffend die Auslandsschiffe festhalte. Diese Erklärung lautete nach amtlichem Stenogramm folgendermaßen: „Was den Umfang der von den verbündeten Regierungen geforderten Vermehrungen der Schlachtschiffe anbetrifft, so habe ick bei oer ersten Lesung der Novelle bereits ausgeführt, daß sichere Anhaltspunkte hierfür nicht gegeben werden können. Es wäre ja möglich, wenngleich meiner persönlichen Ueberzeugung nach sehr unwahrscheinlich, daß wir die Vermehrung zu hoch gegriffen haben. Es ist aber ebenso möglich, daß unsere Interessen sich auch hinterher noch derart steigern, daß seinerzeit noch eine stärkere Vermehrung der Auslandsschiffe, als jetzt vorgesehen war, notwendig erscheint. Ihre Kommission hat, wie Abg. Müller-Fulda ausführte, beschlossen, die Vermehrung der Auslandsschiffe aus vorliegendem Gesetzentwurf ganz zu beseitigen. Als Gründe wurden in der Kommission angegeben, die verbündeten Regierungen wollten selbst die Vermehrung erst von 1906 beginnen lassen. Es wurde ausgeführt, die Vermehrung erscheine dann vielleicht nicht mehr so notwendig, man könnte sich vielleicht auf andere Weise helfen. Wie ich bereits ausführte, halte ich es für sehr unzweckmäßig, wenn man infolge dauernder Vermehrung der Auslandsschiffe grundsätzlich auf Materialreserve verzichten wollte, unb schließlich würde ich es nicht für angängig halten, daß man auf Aufklärungsfchifte der Schlachtflotte auch dann noch zurückgreifen könnte, wenn die Formationen der Schlachtflotten erst einmal vollendet seien. Andererseits glaube ich wohl zu der Erwartung berechtigt zu fein, oaß die verbündeten Regierungen der Vertagung dieser Frage zustimmen werden. Es ist in der Budgetkommission nicht die Rede davon gewesen, daß die Entscheidung dieser Frage schon in nächster Zeit herbeigeführt werden sollte." Engländer und Duren. In London ist man wiederum um eine neue schwere Enttäuschung reicher. Man zweifelte dort nicht mehr, daß De^ Wet, der am Südufer des Cranje von Prieska bis Hope- toton und darüber hinaus ostwärts entlang irrte, von den Strapazen erschöpft, fast aller Hilfsmittel beraubt, in dem angeschwollenen Cranje zerquetscht werden würde. Aber der wunderbare Mann hat das Unmögliche abermals möglich gemacht. Dabei kann der Druck, der von Süden, Westen und Osten her auf ihn ausgeübt wurde, nicht einmal sehr stark gewesen sein, denn nach den Truppenaufzählungen der englischen Berichte konnte von einer Umstellung De Weis' kaum die Rede fein. Der Weg nach Süden war ihm keineswegs versperrt, und nur die Verluste an Hilfsmitteln, an Artillerie, Munition, Proviant, Reit- und Zugtieren zwang ihn, in den Freistaat zurückzukehren, um dort seinen Leuten die nötige Erholungspause zu gönnen und seine Ausrüstung zu erneuern. Seine Verluste an Leuten übersteigen die Zahl 200 kaum, und das ist für ihn die Hauptsache. Solange ihm das Menschenmaterial nicht ausgeht, kann er einen Guerillakampf fortsetzen; denn für die Proviantierung orgen schon lange die Engländer, die es bis heute noch nicht gelernt haben, dem Eisenbahndienst eine solche Sicherheit zu geben, daß die Angriffe auf Züge aus wohl vorbereitetem Hinterhalt aufhören. Der Verlust von 80 Mann der Kitchener's Fighting Scouts, des Kuudschafterkorps, das erst jüngst der bekannte Colenbrander gegründet hat, ist für die Engländer recht chmerzhaft. Es ist nicht klar, ob diese 80 Marin des Korps, ms von Westen her mit Le Liste und Bethune gegen Hertzog vorgedrungen ist. De Wet in die Hände gefallen sind oder einer andern Burenabteilung. Man wird weitere Aufklärung darüber abwarten müssen, wie überhaupt die Einzelheiten der (letzten Vorgänge poch sehr per Ergänzung pedürseii. Auch vom südöstlichen Transvaal ist nichts bestimmt^ ä" er- ähren, sodaß sich in London hartnäckig das Gerücht erhalt, Botha habe kapituliert. Es wurde an dieser Stelle schon Ausland den in Kapstadt selbst gezeigt halten, den Erlaß eines Einfuhr auSgewiesencn deutschen Angestellten derTranS — In der Budget-Kommission des Reichs tage« erklärte auf eine Anfrage des übg. v. Kardorff über die von deN Regierungen beim Auftreten der Pest in Süd afrika ergriffenen Maßnahmen Staatssekretär v. Richthofen : Die ersten Pestfälle traten Ende November in King Williams town auf. Der Reichskanzler faßte, nachdem sich Peftfäll anwalt Tr. Güngerich, Verteidiger ist Rechtsanwalt Raab. Der "Angeklagte ist 34 Jahre alt, bisher unbe- traft, Witwer. Der Anklage liegt folgende Begebenheit zu Grunde: In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1900 lM'tändigermaßen in Bernsburg das dem Oekonom Schäfer gehörige Haus in Brand zu stecken versucht. Das Feuer hat weiter keinen Schaden angerichtet und wird, da der Angeklagte zum größten Teil geständig ist, auf die Vorstand des Theatervereins gelangter Mitteilung, vor ihrer Ueberfiedelung nach Berlin noch einmal hier auftreten. Die Künstlerin ist bekanntlich vom Herbst d. I. an unter äußerst glänzenden Bedingungen (22 000 Mk. Zeigend bis 26 000 Mk. für 5 Jahre) an das deutsche Theater engagiert, und wird von da an nur noch schwer als Gast für Gießen gewonnen werden können. Es möge deshalb kein Verehrer wahrer dramatischer Kunst sich am nächsten Montag, den 11. d. M. den Genuß, Irene Triesch spielen zu fitzen, entgehen lassen. Als Gastrolle hat Frl. Triesch die Klara in Hebbels klassischem Drama „Maria Magdalene" gewählt. In dieser Rolle hat sie in ihrem Münchener Engagement und sodann in Frankfurt, sowie auf ihren Gastspielreisen unzählige Triumphe gefeiert. *'Zum Zolltarif. Der Vollversammlung des am 8. und 9. Januar versammelten HandelötageS lag über die Zolltarife ein Vorschlag seines Ausschusses des folgenden Inhalts vor: „Ohne auf die Höhe einzelner deutscher Zollsätze näher einzugehen, hebt der deutsche HandelStag gegenüber den Forderungen einer Erhöhung der Zölle auf Lebensmittel die da- gegen sprechenden schweren Bedenken hervor, die darauf beruhen, daß die weitesten und namentlich die minder bemittelten Kreise der Bevölkerung durch eine Vert-uerung betroffen werden, daß hieraus eine Schwächung der Kaufkraft ür industrielle Erzeugniffe entsteht, daß eine durch jene Vernichtung seines gut versicherten Mobiliars zu erzielen. Mit der dann zu erwartenden Entschädigung wollte Geisel seine L-chulden bezahlen und den Ort verlassen. Ten Geschworenen werden zwer Fragen zur Beantwortung vorgelegt. 1. Hauptfrage: ob vollendete Brandstiftung; 2. Hüfsfrage: ob versuchte Brandstiftung vorliegt. Tie Geschworenen (Obmann ist Oberamtmann Hoffmann) erllären den Angellagten der vollendeten Brandstiftung (Bejahung der 1. Frage) für schuldig. Der Staatsanwalt beantragt eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 5 Jahren und Kosten der Verhandlung. Ter Verteidiger bittet mit Rücksicht auf das Vorleben des Angeklagten um milde Strafe und um Anrechnung der Untersuchungshaft von 3 Monaten. Das Gericht erkennt auf 2 Jahre 8 Monate Zuchthaus unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft, 5 Jahre Ehrverlust und die Kosten. o aal bahn liegen 56 Reklamationen vor. Diese wurden oet England geltend gemacht, das sich grundsätzlich bereit erklärte, die Schäden zu vergüten. Zur Feststellung der Höhe der Schäden ist eine Kommission gebildet worden, bei der ein deutscher Spezialdelegierter thätig sein wird. Au eine Anfrage Bassermanns über die Behandlung der aus der Zerstörung deutschen Eigentums in Südafrika hervorgehenden Schadenersatzansprüche erklärte Richt Hofen, daß das Auswärtige Amt eine große Zahl solcher Zchadrnersatzforderungen annahm, namentlich auch die For derungen der Missionare wegen Zerstörung ihrer Farmen. Es sind die geeigneten Schritte unternommen, den Sach verhalt festzustellen und die Ersatzforderungen zur Geltung zu bringen. Die Kommission erledigte den Etat des Auswärtigen Amtes bis auf den Kolonialetat, und bewilligte die Einnahmen und Ausgaben des Etats für Kiautfchou. Staatssekretär v. Tirpitz erklärte, die sanitären Verhältnisse besserten sich wesentlich und werden noch besser nach der demnächstigen Fertigstellung der Weserleitung. Der Hafen werde in der Hauptsache im Jahre 1903, und vollständig im Jahr 1906 fertig fein. Abbauwürdige Kohle sei vorhanden und die Arbeiten in den Kohlengruben wurden durch die Unruhen nicht wesentlich gestört. Zu einer Aussprache über die auswärtige Politik kam es nicht. Diese behält sich Graf Bülow für die Beratung des Etats im Plenum vor. Cronberg, 3. März. Der König von England ist gestern nach herzlicher Verabschiedung von der Kaiserin Friedrich abgereist. Bei der Abreise des Königs waren auf dem Bahnhofe die Kronprinzessin von Griechenland, die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen und der Hofstaat der Kaiserin Friedrich erschienen. Die Kaiserin Friedrich machte ;eute mittag eine einstündige Spazierfahrt im Schloßpark. Kronprinzessin Sophie von Griechenland ist heute abend 7 Uhr von hier abgereist, sie beabsichtigt die Nacht in Frank- urt bei der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen zu vergingen. Morgen früh 7 Uhr tritt die Kronprinzessin die Heimreise über Basel, Mailand, Brindisi nach Athen an. verböte- ins Auge. (Siehe oben. D., Red.) Schwurgericht. P. G i e ß e n, 4. März. Ten Vorsitz führte Lanogerichtsrat Dr. Schäfer, Beisitzer sind ,bie Landgerichtsräte Müller und Wehner. Protokollant Gerichtsassessor Deibel. Als Geschworene fungieren Konrad Sck)äfer IV. Oekonom in Torheim ; Karl Hadermann, Kaufmann in Butzbach; Johaunes Brückel IV., Landwirt in Pohl-Göns; Wilhelm Nos, Land- tvirt in Düdelsheim; Karl Friedr. Jakob Lauckert, Landwirt in Staden; Karl Hoffmann, Oberamtmann in Hof- Güll; Heinrich Schutt II., Mütter in Muschenheim; Konrad Roth, Landwirt in Liederbach; Friedr. Leonh. Bender, Fabrikant in Gießen; Georg Dechert, Landwirt in Heblos; Christian Jochem; Konrad Schepp VIII., Zur Verhandlung kommt die Anklagesache gegen Peter Geisel aus Fischbach wegen Brandstiftung. Die Anllage vertritt Oberstaats- euerung hervorgerufene Steigung der Arbeitslöhne den Wettbewerb der deutschen mit der ausländischen Gewerbsthätigkeit erschweren wird und daß für den Abschluß von Handelsverträgen auch Länder in Betracht kommen, die guf die AuS- uhr von Lebensmitteln angewiesen sind." Dieser Vorschlag >es Ausschusses des Handelstages veranlaßte die Handels- ammern Gießen, Friedberg und Darmstadt, einen Abänderungsvorschlag zu stellen des Wortlautes: „Ohne auf die Höhe einzelner deutscher Zollsätze näher einzugehen, spricht ich der deutsche HandelStag entschieden gegen die Erhöhung )er Zölle auf Lebensmittel im Generaltarif und für Beibehaltung der heutigen Bertragszollsätze mit den hauptsächlichsten am Import von Lebensrnitteln nach Deutschland interessierten Staaten aus und zwar mit Hinweis auf obigen Antrag." In der Abstimmung wurde dieser Antrag zu Gunsten des Antrags Cassel und Bielefeld zurückg-zogen, der dem Vorschlag des Handelstagsausschusses die Worte an- iügte: „Der deutsche Handelstag spricht sich daher entschieden qrgen jede Erhöhung der Zölle auf Lebensmittel aus." Diesem Aus Stadt und Land. Gießen, den 4. März 1901. ** Persoualveränderungen im Ober-PostdirektionSbezirke Darmstadt. Versetzt sind: der Postmspektor Hoffmann von Darmstadt nach Berlin und der Telegraphenamtskassicrer Krüger von Kiel nach Darmstadt als com. Postinspektor. Angenommen sind zum Postanwärter: der Sergeant Christmann aus Darmstadt in Bingen; zum Pofigehilfen: der Realschüler Reidel in Mainz; zum Telegraphengehilsen: der Realschüler Schrimpf in Darmstadt; zu Postagenten: der Bäckermeister Kloos in Frei Weinheim und der Rentner Vetter in Gensingen. Freiwillig ausgeschieden sind: der Postagent Thorn in Frei Weinheim und die Postgeh'lfin Elisabeth Stein in Darmstadt. Entlassen ist: der Post- agent Scherte! in Gensingen. Gestorben sind: der Post- verwalter a. D. Hottes in Griesheim (Kreis Darmstadt) und der Postassiftent Echinger in König. ** Folgende Hochwafferuachrichten liegen uns heute vor: Die Thäler der Nidda und Nidder sind weit überschwemmt, sodaß besonders das Wiesenthal zwischen Klein- Karben, Dortelweil, Gronau und Niederdorfelden einem See gleicht. — Der Main war am Samstag bei Hanau auf 2.60 Meter gestiegen. Der Wasserstand der Kinzig wird nach -einer Meldung von Gelnhausen auf 3 Meter angegeben. Die Kinzig steigt ebenfalls langsam. Bei Gelnhausen tritt die Kinzig aus ihren Ufern. Es herrschen dort starke Verkehrsstörungen. — Dem Wasserbauamt in Mainz sind am Samstag folgende offizielle WasserstandS-Nachrichten zugekommen: Wimpfen: Der Neckar steigt fortwährend. Heutiger Stand 2.43; Mannheim meldet, daß der Neckar eisfrei fei. Der Rhein ist bei Mainz am Samstag von 2.27 auf 3.10 gestiegen. — Bei Trier ist die Mosel auf 3.67 Meter ge- tiegen und stand am Samstag 0.62 Meter über dem Ufer» 'and. Die Saar ist bei Saarlouis auf 3.70 Meter gelle gen: große Landstrecken find auch dort überschwemmt. — Bei Köln zeigte am Sonntagnachmittag der Rheinpegel 5.40 gegen 4.15 Meter am Samstagnachmittag. *• Stadttheater. Wie wir bereits erwähnten, wird am Dienstag abend zum Benefiz des Herrn di Balthynt das Lustspiel „Hofgunst" gegeben. Frl. Lulu Berger aus Hamburg, wird als Vicky gastieren. Wir lesen in einer uns vorgelegten Rezension: „Hofgunst" ist etn Lustspiel in des Wortes wahrster Bedeutung, das man auch zwei Mat mit Interesse sehen könnte, insbesondere, wenn Vicky, die junge Baiomsse Hohenstttn, so eigenartig dargest^llt wird Die Anmut ihre-Spieles, die Keckheit und Frische, ihre flotten Bewegungen hatten Frl. Berger schon im ersten Akt die vollste Sympathie deS Publikums eingebracht. Äusgeführt, daß dieses Gerücht nach den letzten Meldungen wenig für sich hat; denn danach befand sich Botha mit einer Abteilung nördlich von Middelburg (Transvaal) auf dem Marsche nach dem Hauptquartier Roossenkal. Zu einer Kapitulation könnte nur die nach Süden über Piet Rette' abgedrängte Burenschar unter Lukas Meyer gezwungen worden sein. In Kapstadt sind bisher 5 0 Pestfälle vorgekommen And davon 12 tätlich verlaufen. Außerhalb Kapstadts sind an zwei Stellen mehrere Pestfälle festgestellt. Sydney, 3. Mürz. (Reuter-Meldung.) Ein Krankheitsfall mit tätlichem Ausgang, welcher an Bord eines von Südafrika zur Einschiffung neuer australischer Truppen hier eingetroffenen Dampfers vorgekommen ist, wurde als Peft- fall festgestellt. • * Telegramme des Gießener Anzeigers. London, 4. März. (Reuter-Meldung aus Colesberg vom 1. März.) Steijn und De Wet überschritten mit 15 00 Mann gestern bei Lilienfontein den Oranje- Fluß. In der Nähe zerstörten sie die Brücke von Colesberg unter dem Feuer der Kolonialschützen. Die Schützen standen in guter Deckung und töteten mehrere Buren. Trotz des hohen Standes und der reißenden Strömung des Flusses brachten die Buren acht Wagen über den Strom, mußten aber fünf Wagen und viele Pferde zurück- lassen. — Ein Farmer von Lilienfontain berichtet, Steijn sehe sehr elend aus, das ganze Kommando leide entsetzlichen Hunger. London, 4. März. „Daily Expreß" erfährt aus gut unterrichteter Quelle, Botha sei ein stillschweigender Waffenstillstand gewährt worden, um ihn in den Stand zu setzen, mit Krüger zu verkehren, an welchen er sehr bestimmte Fragen richtete. Krüger habe als letztes Auskunftsmittel unter Berufung auf die Haager Konferenz in Petersburg zu sondieren versucht. Die Antwort fei unbefriedigend gewesen. Kapstadt, 3. März. (Reuter-Meldung.) Die Pest breitet sich immer mehr aus. Gestern und heute sind 11 neue Fälle zur Kenntnis gelangt. Unter den Erkrankten befindet sich eine europäische Frau. Ferner wurden die Leichen von fünf Farbigen gefunden. Brisbane, 3. März. (Reuter-Meldung.) In der Nähe von Brisbane sind zwei Pest fas le vorgekommen. London, 3. März. König Eduard ist abends hier cm- gekommen und begab sich nach Malboroughouse. Paris, 2. März. Der Streit zwischen Döroulsde und den Royalisten hat eine heitere Wendung genommen. Vorgestern hatte der Sekretär des Herzogs von Orleans, Andrö Buffet, DLroulöde in einem Briefe vorgeworfen, daß er Alles und Alle vergesse, nur sich selbst nicht. Daraufhin hat DL rouläde heute zwei Pariser Freunde beauftragt, Buffet zum Zweikampf herauszufordern. Da Buffet ebenso wie De- wulode zur Verbannung verurteilt ist und in Brüssel wohnt, od das Duell in der Schweiz oder in Italien zum AuStrag kommen. Rom, 2. März. Aus Anlaß seines GeburtS- und Krönungstages empfing der Papst heute die Kardinäle und Prälaten. Er sagte, der Güte Gottes sei es zu danken, daß er, durch Alter und Beschwerden geschwächt, nicht unter den Schwierigkeiten zusammenbreche, die von mehreren Seiten mmer mehr der Thätigkeit der Kirche Hinderniffe bereiten. Inverstand, Verleumdung und andere schnöde Mittel würden reichlich gegen die Kirche, die einzig und allein dem Wohl »er Menschheit ihr Streben zuwende, gebraucht. Der Papst irach sich sodann namentlich mißbilligend über die bösen Sekten aus, die einmütig bestrebt seien, die katholischen Ein- richlungen zu bekämpfen, um sie, wenn dies möglich wäre, ;u zerstören. Er fürchte nichts für die Kirche, die stark sei durch die göttlichen Versprechungen und daraus neue Tugenden und neuen Ruhm ziehe. Sodann rühmt der Papst, daß die Katholiken der ganzen Welt einig seien in der Verehrung der Kirche und ihres Oberhauptes. Er bedauere indessen die Verblendung der anderen und denke mit Schmerz daran, was aus den Generationen werden solle, die unter solchen Grundätzen aufwachsen. Der Papst bekräftigt von neuem die un- verjährbaren Rechte des apostolischen Stuhles, deren Hüter er sei. Das gehöre zu seinen heiligen Pflichten. Der Papst erwähnt sodann die letzte Encyclica und führt aus, das beste Mittel, dem Volke zu nützen, fei, für die Eintracht aller Bevölkerungsklaffen zu sorgen. Der Papst gedenkt schließlich rühmend derjenigen, welche sich mit größter Opferwilligkeü der Förderung der christlichen Zivilisation unter den Heiden widmen und spricht sein Bedauern darüber aus, daß das acholische Frankreich, welches sich in dieser Hinsicht so große erbienfte erworben, augenblicklich von so ernsten Gefahren ) I ^gelegt haben, um durch einen eveni. Brand die Ver-, Gesamtresultate, welches die Majorität des HandelStageS China. Aus Peking meldet Reuters Büreau: Die Bevollmäch^- tigten Tsching und Li-Hung-Tschang hielten eine lange Beratung über die neuen Forderungen des russischen Gesandten in Betreff der Mandschurei. Tsching will den Rat der anderen Gesandten erbitten. — In scharfem Gegensatz dazu steht folgende Meldung der Russischen Telegraphen-Agentur: Wir erfahren aus vollkommen glaubwürdiger Quelle, daß der Text einer russischchinesischen Konvention bezüglich der Mandschurei durch die auswärtige Presse absichtlich verstümmelt worden ist, um Mißtrauen gegen Rußland zu erwecken. Namentlich, fällt in die Augen durch seine Unvereinbarkeit der im Auszuge zitierte Artikel betreffend N i u t s ch w a n g. Wenn Rußland mit China einen Spezialvertrag abschließen wollte, so könnte dies nur den einzigen Zweck haben, den Wunsch zu verwirklichen, die Mandschurei an China zur ückzu er statten und die Bedingungen festen stellen, unter denen die Räumung dieser Provinz ermöglicht werden könnte. Die „Universal-Gazette" in Shanghai veröffentlicht folgendes Telegramm aus Niutschwang: 3000 Russen griffen bei Hsingking 10 000 berittene „Räuber" an, letztere eroberten ein russisches Geschütz. Die Russen zogen sich mit einem Verlust von 20 Toten und 30 Verwundeten nach Mukden zurück. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika werden eine weitere Verminderung ihrer Truppen in Peking eintreten lassen und haben an General Chaffee einen bezüglichen Befehl gesandt, in dem ihm zugleich weitgehende Vollmacht zur Auswahl der Truppen gegeben wird, die in Peking bleiben sollen. Gerüchte über die Ermordung zweier Fleischer Kluge und Bergner, die, wie aus Tientsin gemeldet wird, zum Vieh-Einkauf landeinwärts gerefft wären, haben zu Nachforschungen über den Verbleib der Vermißten Anlaß gegeben. Die bisher ergebnislosen Ermittelungen werden fortgesetzt. «&•« ;jä: hofften Brand. \ Staats- ^r- « ftfig ÖA.2 »5 Lble Kosten. März 1901. stdirektmsbezirlt c Vvssivann von henamskassierer L Postinspettor. ■ 0" Sttgeavt ’® Nge^iijtn: ^aPhenMstn: Waginten: der !t Rentner Beller den sind: der die jßoftgtfilfia B ist.- btt N« ind: der Post. DarmftM) und uns Henle vor: b weit über, il zwischen Skin« seiden einem See l bei Hanau auf er Kinzig wird Meter angegeben. Gelnhausen tritt dort starke Ser» Mainz sind am Nachrichten zuge- iityTtnb. Heutiger Neckar eisfrei (ei. on 2.21 auf 3.10 f 3.61 Meter ge» r über dem Ufer« 3.70 Meter ge« 'btrfdjwemmt - tyeinptgtl 5.40 )M wird um BaUhhui bas tu Berger au» $ir lesen in einer les wchsttt Stbtu« könnte, inßbesondett, dgenaiüg dM'M Frische, ibre ffotim [ft t>te vollste SM' geben an den Mitteilung, vor nmal hier aus« n Herbst b. 3- n (220W M- SbeÄ'Theater btötr als Gafi svr löge deshalb ein spielen zn W* M die H» gdalene" gw* Her Engagm nt tn GastsMlresieo fand, stimmten auch die Vertreter der Handelskammern Gießen, Friedberg und Darmstadt zu. •* „Weißbinder und Schlößer" könnte man das Libretto zu einer neuen Operette nennen, die sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag abgespielt hat. Um mitternächtliche Stunde wandelten diese beiden Professionisten, wohl des süßen Branntweins voll und trockenen Tones müde, in der Steinstraße umher. Ein Spalier, das ihnen aus irgend einem Grunde Mißbehagen bereitete, demolierten die kühnen Männer wie weiland der edle spanische Ritter Don Quixote gegen Windmühlen ankämpste. Nach vollbrachter Heldenthat begaben sie sich zum Bahnhof, reisten gen Lollar und thaten dort wieder an einem Spalier ein Gleiches. Jetzt aber kommt der Lollarer hinkende Bote nach. Der Eig ntümer des verwüst-ten Spaliers in Lollar hat gegen die beiden Vandalen Strafantrag gestellt. Der gute Gießener Bürger hat freilich leider davon abgesehen. •• Der Maschinenbanerverein hielt am Samstag abend im Pfälzerhof seine Generalversammlung ab. Der Hauptpunkt der Tagesordnung war das Fahnenweihfest des Vereins, das voraussichtlich im Juni in Steins Saalbau abgehalten werden wird. Die neue Fahne, die ausschließlich Handarbeit fein wird, liefert die hiesige Firma Schulze. X Großenlinden, 3. März. Heute vormittag predigte in der hiesigen Kirche der Missionar Flath über die Mission in China. Er gedachte der gegenwärtigen Wirren in China und wies auf die Not der chinesischen Christen hin. B. Kirchgöns, 4. März. Am SamStag abend wurde unser Ort durch Feuerlärm erschreckt. Es stand eine Scheune in Flammen. Durch schnelles Eingreifen der hiesigen und Pohlgönser Pflichtfeuerwehren konnte das Feuer auf feinen Herd beschränkt werden. Die freiwillige Feuerwehr von Langgöns konnte nach raschem Erscheinen außer Thätig leit bleiben. Die Scheune fiel zusammen. WD. Friedberg, 3. März. Neber den AlkoholiS- muS und dessen Bekämpfung wird Dr. med. Collatz au« Darmstadt am nächsten Sonntagnachmittag im Saalbau hier einen Vortrag halten. Im Anschluß an den hessischen Zweig des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke hat sich auf Anregung des Medizinalrats Dr. Weckerling eine Ortsgruppe Friedberg gebildet, die den Kampf gegen den AlkoholiSmuS aufnehmen will, und schon haben eine Anzahl Männer ohne Unterschied der Konfession und Parteirichtung ihre thatkräftige Beihilfe in Aussicht gestellt. Aufklärend soll zunächst gewirkt werden eben durch den Vortrag des Dr. Collatz, dann durch Verbreitung von Mäßigkeitsschriften. Ferner soll vielleicht in Friedberg eine Kaffeebude errichtet werden. Vor allem aber will die Ortsgruppe die baldige Gründung einer Trinkerheilanstalt für Hessen anbahnen helfen. W. Nidda, 2. März. Der Verein „Krankenpflege" hielt gestern abend im Gasthause „Zur Krone" feine Generalversammlung. Der Präsident, Gerbermeister Stork, begrüßte die Versammlung und gab einen erfreulichen, Hoffnung weckenden Ueberblick Über die Thätigkeit des Verems und der Krankenschwester, Frl. Ufer auS Kleinlinden, deren segensreiche Thätigkeit allseitige Anerkennung findet. Aus der Rechnung ergibt sich eine Einnahme von 977,71 Mk. und eine Ausgabe von 805,72 Mk. DaS Vereinsvermögen beträgt 249,02 Mk., der Wert des Inventars 500 Mk. Es wurde beschlossen, für Bereinsmitglieder das Pflegegeld herabzusetzen, und zwar von 1 Mk. pro Nacht und 80 Pfg. pro Tag, auf 80 Pfg. pro Nacht und 50 Pfg. pro Tag. Arme weiden unentgeltlich verpflegt. Der Milgliederbeitrag beträgt 1 Mk. pro Jahr. Bei der Ergänzungswahl wurden die vier ausscheidenden Mitglieder: Präsident Stork, Vizepräsident PH. Werner, Möbelfabrikank RingShausen und Gastwirt H. Rullmann, wiedergewählt. Auf Aufforderung des PH. Werner wurden die Verdienste des Präsidenten um den Verein durch Erheben von den Sitzen geehrt. "W. Kohden, 2. März. Ein 19jähriger Taugenichts sollte wegen widernatürlicher Unzucht verhaftet werden, ist aber flüchtig gegangen. 0 Gedern, 2. März. Heute entstand hier ein großer Menschenauflauf. Der Grund war die Verhaftung eines Zigeuners, der sich bet einer hier weilenden Zigeunerbande befand. Man glaubte in ihm denjenigen zu finden, der vor etwa einem Jahre einen anderen Zigeuner erschossen hatte. Nach seinem Verhör und nach Aussage der Frau dcS Erschossenen, die sich mit ihrem Kinde bei der Bande befand und die bezeugte, daß der Verhaftete es nicht sei, denn der Mörder sei damals geflüchtet und ihr nie wieder begegnet, wurde der Zigeuner wieder freigelassen. Die Zigeunerplage ist hier übergroß. 8. Darmstadt, 3. März. Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung fand gestern nachmittag die feierliche Beerdigung des Vorstandes des Eisenbahnbetriebs-Inspektion II. Eisenbahndirektor Mülwert statt. Der Präsident der Eisenbahndirekiion Mainz Breitenbach sowie sämtliche Beamte der Direktion waren anwesend, auch Beamte fast aller Stationen der Strecke Mainz — Aschaffenburg waren vertreten. Als Vertreter des hessischen Ministeriums war Ministerialrat Ewald erschienen: Hauptmann der Landwehr Waldecker legte einen Kranz dem liebenswürdigen Kameraden am Grabe nieder, ebenso Stations-Vorsteher Huß im Namen der Beamten und des Personals der Station Darmstadt. — Bei dem heute nachmittag auf dem Exerzierplatz stattgehabten Fußball- Brettspiel um die Meisterschaft des Verbandes süddeutscher Fußball-Vereine gewann Karlsruhe durch sein vorzügliches Spiel mit 16 Goal. — Nachdem schon gestern abend die Hofdamen und der Flügeladjutant von Röder hier ankamen, trafen heute abend 83/t Uhr mit dem fahrplanmäßigen Schnellzuge Ihre Königl. Hoheit der Gr oß- Herzog und die Großherzogin, sowie Prinzeß Elisabeth von Petersburg in bestem Wohlbefinden hier ein, nach« nachdem die hohen Herrschaften in Gotha bei der Groß Herzogin-Mutter noch einen Tag Aufenthalt genommen hatten. Zum Empfang am Bahnhof hatten sich eingefunden die Hof Damen Freifrau von Grancy, Flügeladjutanten Krämer, so wie Oberstallmeister Kammerherr von Riedesel. •• Darmstadt, 2. März. Der erste Präsident der Zweiten Kammer der Stände hat an die Mitglieder der Großh. Ministerien und der Zweiten Kammer sowie andere hervorragende Persönlichkeiten Einladung zu einem parlamentarischen Abend auf Donnerstag, in das Hotel zur Traube ergehen lassen. — Seitens des hessischen Landwirtschaftsrates wird den „N. H. VolkSbl." mitgeteilt, daß das Defizit der landwirtschaftlichen Ausstellung nicht 30 000 Mk. beträgt, sondern, wie genau noch nicht feft- steht, 5000 Mk. nicht übersteigt. Dieser Fehlbetrag ist nur deshalb entstanden, weil der zu erwartete und voranschlagsmäßig eingestellte Staatszuschuß mit 20 000 Mark infolge abschlägiger Entschließung Großherzoglicher Regierung als Einnahme kurz vor dem Eröffnungstermin der Ausstellung weggefallen war. Tatsächlich hat die Ausstellung — von dem Fortfall des StaatSzuschuffeS abgesehen — ein finanziell durchaus günstiges Ergebnis gehabt. fc. Schloß FriedrichShof, 3. März. König Eduard VII. von Großbritannien kommt im Mai wieder hierher und zwar mit Königin Alexandra. DaS englische Herrscherpaar nimmt kurzen Aufenthalt in Homburg v. d. H., besucht die verwandten Höfe in Darmstadt und Berlin (? D. Red.) und begiebt sich dann nach Kopenhagen. •* Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Ohne Uebetbrettl gehtS nicht mehr, deshalb soll, wie man aus Frankfurt a. M. schreibt, die deutsche Ausgabe des „Cabaret" in Wolzogen'schem Stile auch in Frankfurt ins Leben treten. Einige Journalisten und Künstler sind zur Realisierung des Projektes zusammengetreten, und suchen gerade die geeigneten Räumlichkeiten. Klappt das Frankfurter Ueberbrettl und kommt das Komitee zu Geld, so sollen die Neberschüsie soweit als möglich der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller zufließen. Ob bei dem schwach entwickelten künstlerischen Leben Frankfurts diese Uebetbrettl» versuche von Erfolg begleitet sein werden, bleibt abzuwarten, die zimperlichste Empfindlichkeit treibt ja bekanntlich auch am Mainufer ihre Blüten. —In Frankfurt a. M. erschoß der seit kurzem verheiratete Kaufmann Pfahls wegen Famj- lienzwistigkeiten seine Frau und dann sich selbst. — Der Regierungsaffeffor Pape, bisher Hilfsarbeiter in den Eisen babnabteilungen des preuß. Ministeriums der öffentlichen Arbeiten, wurde als Mitglied an die Königl. preußische und Großh. Hessische Eisenbahndirektion in Mainz versetzt. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berlin, 2. März. Heute fand die Sitzung des AufsichtSrats der „Diskonto-Gesellschaft" statt, in der über die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres berichtet wurde. Der Bruttogewinn stellt sich ein« schließlich des auf 660 267,61 Mk. sich belaufenden Vortrages aus der vorjährigen Bilanz auf 19 866 076,78 Mk. gegen 20 650 633,82 Mk. im Vorjahre und der Reingewinn, nach Abzug der Verwaltungskosten usw. auf 15 975 802,07 Mk. gegen 17 050 974,21 Mk. im Vorjahre. Rach Anhörung der Bilanz Revisions-Kommission und vorbehaltlich der speziellen Prüfung erklärte sich der Aussichtsrat mit dem Anträge der GeschästS- mhaber einverstanden, für das Jahr 1900 eine Dividende von 9 Prozent. Bremer», 2. März. In der heutigen Sktzung des AufsichtvratS „Norddeutschen Lloyd" wurde, vorbehaltlich der Genehmigung der auf den 27. März einzuberufenden Generalversammlung,. die Dividende für 1900 auf 8'/, gegen 7>/, Proz. im Vorjahre festgesetzt. Neueste Meldungen. Berlin, 4. März. Die „Berl. MontagSztg." erfährt, der Konkurs der deutschen Grundschuldbank werde in den ersten Tagen dieser Woche angemeldet. Mannheim, 4. März. Aus Liebeskummer hat fch vor dem Hause Mittelstraße Nr. 13 ein lediger, 25 Jahre alter Matrose von Werlau bei St. Goar mittelst Revolvers in die rechte Schläfe geschossen, was seinen baldigen Tod -erbeiführte. Seine Leiche wurde nach dem Friedhof rerbracht. Stuttgart, 4. März. Auf Veranlassung der Reutlinger Handelskammer haben fünf württembergifche Handelskammern an den Reichstag und Bundesrat eine gemeinsame Eingabe gerichtet wegen baldiger Einführung des P o fisch eckverfahren S. Madrid, 4. März. Die Königin-Regentin hat Villaverde empfangen und ihn mit der Bildung eines konservativen Konzentrationsministeriums betraut. — Villaverde begab sich zu Silvela, um mit diesem zu konferieren. ______________ , Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. März Barometer auf (o reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit < •t % p r \ Windstärke Wetter 2. 925 736,1 + 5,8 5,4 79 2 bew. Himmel 3. 725 733.1 + 4,6 5,9 94 SW. 1 W 3 225 735,8 + 8,9 4,9 58 SW. 2 w 3. 9 25 739,3 + 3,8 5,1 85 2 w 4. 725 744,7 + 3,2 5,0 87 sw. 2 # 4, 225, 745,9 1+ 8,1 4,1 52 w. 4 Sonnenschein Höchste Temperatur am 1.—2. März + 8.6° C. Niedrigste , „ „ * + 3.6» Höchste Temperatur am 2.—3. Marz 10 7° C. Niedrigste „ ' „ „ „ 2-8° c- BSrsemtacbrichten. Berlin, 2. März 4% - Deutsche Grandschuld-Bank 1 u. 2 41.60 M. 4% do. 8. 5/6 unk. b. 1904 41.50 , 8‘/a °l do. 8. 7/8, unk. b. 1906 40 20 „ 4o/o D i. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 98 00 » 8«/,% do. unk. 1905 90.00 „ 4 9/o PreußB. Hyp'-A.-Bank 8./8-12 82 00 , 4 % do. 8. 15-18 unk. b. 1900 85.00 „ 4 6/o : Preusa. 8. 19-20, unk. b. 1905 00.00 M. 3V, °/o do. 8. 13, 14 75.00 „ 3 V, % do. 8. 21, 22, unk b. 1905 75.00 w Telepfoomscher Kursbericht. 8 e/o Chinesen . . . . Frankfurt, den 4. März 98.15 88 30 98 10 88.20 94.55 96.20 45.00 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgea. Oesterr. 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Die zur Herstellung von Äktengestellen für das Großh Amtsgericht zu Grünberg nötige Lchreiuerarbeit wird hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung a^f dem Submissionsweg aus- geschrieben. Die Aurführungsbeding« ungen und ArbeitSbeschreibungen liegen in unserem Amtslokai zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum S März 1901, vormittags IO Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzu geben. 1735 Zuschlagsfrist 3 Tage. Gießen, den 2. März 1901. Großh. Hochbauamt Gießen. Neuling. Submission. Für die Gr. psychiatrische Klinik sollen für das Rechnungs« jahr 1901/02 auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden: 1. Lieferung von Backwaren, Fleischwaren, Spezereiwaren, Milch, Butter und Eier, Bier, Eis, Wein, Mineralwasser, Bürstenwaren u. Toilette- gegenstände, Porzellan- u. 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Mts. starb nach langem Leiden im Alter von 22 Jahren “— * **• dvwjl M uavu laugüUl UUIUCU 4 LU zxi LC1 vvu v cukj unser treuer Mitarbeiter I Karl Waldschmidt Buchbinder. 93 dem Dahingeachiedenen ein ehrendes Andenken Brühl’sche Univ.-Druckerei. Giessen, den 4. März 1901. Thekla Pfeiffer ftdflert. 1747 Giessen, den 4. März 1901. 1738 1750 Schlosegase 19. Schiossgasse 19, Altenkirchen Hektar Feld Ahrdt Mudersbach Erda ii langem Leiden sollen am Die Beerdigung findet Montagnachmittag 2 Uhr statt. Aeröesserungsmtltet von Öeffentlicher in Gießen, den 4. März 1901. 1754 versteigert: 1761 1710 Ass ftoniite gfflfH brn 8-Uhr-Fodknschlllß. Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Shltlo; für den Anze,gerne,l: Han« veck — Druck und Berlag der Brüblschrn UntversttStS-Buch. und Ctetndruckeret (Pietsch Lrben) in Gießen. 4 zum Wurzen 612 424 195 34 297 112 782 367 unüöer- troffeues Suppen, 26 160 360 I! 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März 1901, vormittags 9l/,Uhr b ginnend, weiden im «Ateßmer Stadtwald, tu den Distrikten Waldshut und Uuterhag versteigert: 82 Kiefern-Stämme mit 39,08 fm 130 Ftchten-Stämme mit Saucen, Gemüsen rc, verdient, auf jedem Jisch ebenso heimisch zu werden. . --—---------wie I»fcffer und Satz. Zu haben in Fläschchen von xbPsg anbei Emil Fisehbach. Sdterrweg. Montag den 3. März d. I., abends 9 Uhr, in den oberen Saat des Kafe Ebel ganz ergebenst ein. Samstagroittag 2 Uhr im Alter von 171/2 Jahren sanft verschieden ist. Die tieftrauernde Familie Pfeiffer. EicheN'Stämme, 7,46 £m Nadel-Stämme, 40,10 „ Nadel-Derbstangen, 21,10 fm, ferner Brennholz. rm Buchen Scheit, nach den Entwürfen von Professor Otto Eckmann ist eingetroffen. geborene Liebold am Samstag morgen 8 Uhr nach sanft entschlafen ist. Um stille- Beileid bittet Der trauernde Em» Gießen, den 2. März 1901. , Wald, ' Feld, Wald, Feld, Wald, Feld, Wald Todes-Anzeige Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Garten, g schön angelegt,mitmassivem Gartenbaus, in der Lahnstraße ist sof. billig zu verpacken Näh.S^lteroweg 8711 Zur Stellungnahme gegen den geplanten -------------- Ksüsm-ttem eines Teiles der hiekgeu QEirmbahnbfamtrn laden wir die intereffierten Geschüftöleute zu einer Versammlung Kotzversteigerungl Die am 31. Januar l. I». im Gem'indewald Waldgirmes abgehaltene Holzverfteigerung ist nicht genehmigt und toaimen am Donnerstag, 7. März, vormittags IO Uhr, tm Distrikt Hermannsdell, Fichtenpracht und Pfingstweide zur Versteigerung: Ca. 400 Fichtenstämme von 10 bis 24 m Länge und bi» zu 38 cm Durchmesser, z» sammen 158 fm, hierunter befinden sich schwere Stämme mit über l1/, bis zu 21/* fm haltend, — 1353 F chten- stangen 1. bi- 4. Klaffe, — zwei Haufen Fichten Nutz:eifer 1. Klaffe, zu Spalier und Leiterbäumen geeignet. Zusammenkunft am Fichten- pracht an der Markwiese. Waldgirmes, 27. F br. 1901. Der Bürgermeister. Bernhardt. 1752 Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß gestern nachmittag V,4 Uhr mein lieber Sohn Hohversteigerung Donnerstag den 7. März 1901, vormittags 9 Uhr, soll in dem Geilshausener Ge> meindcrvald aus den Distrikte» Junkenzipfen und Elchwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Hohversteigerung in der Grä-.VbkrfirstttnAroslmrs Mittwoch den 6. März, nach Zusammenkunft 11 Uhr oorm. am Jägerpfad — Kreuz- ung mit der Straße L ch- Butzbach werden 2 nicht verbürgte Fichteustämme von 1,26 fm Inhalt abermals ver- Gießener Zither-Club (WohllhätigkeitS-Verein). Unserem Spielerchor, sowie unseren Mitgliedern die traurige Mitteilung, daß unser spielendes Mitglied Hm Karl gestern nachmittag nach langem, schwerem Krankenlager sanft entschlafen ist. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen treuen Freund und eifrigen Anhänger unserer Sache. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Der Vorstand des Gießener Zither-Club. Zusammenkunft bet Stammholz Nr. 1 am E ngang des Walde» Götlshrusen-Beuern. 1748 Geilshausen, 2. März 1901. Gr. Bürgermeisterei Getlsh lufm Wa gner. Iagoverpachtung. Die Feld- und Wald-Jagdeu der Gemeinden Samstag dcu 23. d. Mts., nachmittags $8 V2 Uhr, in der Sänger'schen Karl Waldschmidt im Alter von 22 Jahren verschieden ist. Andreas Waldschmidt. Gießen, den 4. März 1901, 1678 Gastwirtschaft Hierselbst aus 9 Jahre öffentlich verpachte! werden. Die Gemarkung Altenkirch beginnt etwa 1 Kilometer von dem Bahnhof Bischoffen bei im Bau begriffenen Bahnstrecke Herboni—Werdenhausen, die voraussichtlich im laufenden Jahre dem Verkehr übergeben werden wird. Die Gemarkung Erda ist etwa 5 Kilometer vom Bahnhof Bieber bei Gießen entfernt. Die vier Gemarkungen hängen unmittelbar zu sammen und die drei ersten Jagden lasten sich durch Anpachtung zu einem schön arrondierten Jagdbezirk vereinigen. Weitere Auskunft wird aus Verlangen gern erteilt. Hohensolms, l.März 1901. Der Bürgermeister. Huttel. 1737 Todes-Anzeige. Teilnehmenden erwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere liebe Tochter und Schwester Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach dem Sch ffen- dergerweg am Waldeingang. Gießen, 4. März 1901. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 1744 Heinrich jtnkMer Tapeten-Spezial-Geschäft Dienstagabend 8V2 Uhr. Thema: Göttliche Verheißungen. Jeder willkommen. 1763 Friedrich Hütz. Zur Frühjahrssaat empfiehlt oie Untenci imete best uereintqten roten Schien- stedter Sommer-Weizen, per 100 Kilo 20 Mk., per 1000 Kilo 195 Mk. ab Lauterbach. Säcke werden mit 60 Pfg. per Stück berechnet. Dieser Weizen ist bekanntlich äußerst ertragreich, hat straffen tzalm und fällt nicht leicht auSj; er liebt frühe Saat. 1739 Stockhausen bei Lauterbach (Oberheffen), im März 1901. Ireiv. MedesePiche Kutsverwattung. Darlehne! 1746 Hypotheken! Kautionen! 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