1901 Dienstaqden 5. Februar Zlints- «nd Anzeigeblatt fiw den "Kreis Gießen Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde.__ 151. Jahrgang Adresse für Depeschen: Anzeiger Lietzen. Fernsprecher Nr. 51. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulprahe Hr. 7. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags fftt kn folgenden Tag erscheinenden Nummer bis norm. W Uhr, Abbestellungen spätestens abends vorher. Aczug,preis v»rlrljährl. SDH. 2.00 monatlich 75 Psg. Kit Bringerlotzn; tznrch die Abholcstellrn »ierteljährl. Mk. 1.90 monatlich 6b Psg. Bei Postbezug Mk. 2.— virrlcljährt. ohne Bcflellgtw. Nv 30 Awettes Blatt China. Die Blätter melden aus Peking vom 31. Januar: Die Gesandten beschlossen, die erste Zusammenkunft mit de« chinesischen Bevollmächtigten aus den 5. Februar festzusetzen. Die Gesandten würden die Bestrafung der schuldige« Beamten verlangen. Eine Blättermeldung aus Peking vom 31. Januar besagt: Li Huug Tschaug erhielt ein kaiserliches Schreiben, worin er beschuldigt wird, die Hinrichtung der Beamte« in Paotingsu durch die Verbündeten veranlaßt zu hmven. Li-Hung-Tschang riet den Beamten, widerstandslos Nch oen Verbündeten zu ergeben. Nekina- Feldmarschall Graf Walderfee meldet ans Peking. Eonnaught. Der Kaiser, der einen Schimmel ritt, trug die scharlachrote Uniform eines englischen Feldmarschalls. In Gruppen, meistens zu dreien, folgten die anderen Fürstlichkeiten zu Pferde, an ihrer Spitze die Könige von Portugal und Griechenland. Erzherzog Franz Ferdinand in der Uniform eines ungarischen Generals ritt mit dem Großsürsten-Thronsolger und dem Kronprinzen von Schweden und Norwegen. Der deutsche Kronprinz mit den Kronprinzen von Rumänien und Griechenland und der Erbgroßherzog von Baden mit dem Prinzen Arnul von Bayern und dem Herzog Albrecht von Württemberg. Die berittene Abordnung der Offiziere des preußischen 1. Garde-Dragoner-Regiments, dessen Chef die verstorbene Königin war, sowie des preußischen Husaren-Regtments Fürst Blücher von Wählstatt folgten unmittelbar vor den königlichen Wagen. Im ersten Wagen befand sich die Königen Alexandra mit ihren drei Töchtern, im.zweiten d^r»Konig der Belgier mit drei Töchtern der verstorbenen Königin. Zahlreiche weitere königliche Wagen folgten, sämtlich geschlossen. Den Schluß des Zuges bildeten Unteroffiziere frfteiwt ltgNch «rit Ausnahme M Montags. Die Gießener S«»1kienölätter erden dem Anzeiger ivi Wechsel mit „Hess. H«ndwrrt" u. „Blätter yfc beff. Volkskunde" —chU.4 mal beigelegt. kritteln, die sich vielleicht auch politisch als notwendige, Herausstellen können, als den Kritikern heute einleuchten will. Daß im allgemeinen ein gutes Verhältnis zwischen Deutschland und England bei der geographischen und politischen Lage des Reichs zu den wichtigsten Aufgabe» deutscher Staatskunst gehören muß, hat Fürst Bismarck ost genug gesagt und bewiesen. Ob aber nicht in der nächste« Zukunft ein > solches Einvernehmen durch politische Ereignisse besonders wünschenswert gemacht wird, steht dahin. Noch ind die Fragen, die sich aus den chinesischen Wirren ergeben, keineswegs gelöst. Wie bisher schon manche Quertreibereien die Einigkeit der Mächte gefährdeten und einzelne Vorschläge anscheinend eine Spitze gerade gegen Deutschland hatten, so ist es nicht ausgeschlossen, daß sich bald neue Ueberraschungen ergeben, die ein festes Zusammenhalten Deutschlands und Englands erfordern. Tritt dieser Fall ein, so werden auch die Gruppen, die heute nicht verstehen wollen, daß der Kaiser so lange in England weilte, erkennen, daß sein Verhalten derart war, wie e$ einer weit ausblickenden Politik entsprach. Hat sein Aufi- enthalt in England das herzliche Verhältnis zu seine«, königlichen Oheim bestätigt, und die Sympathien dcS britischen Volkes für Deutschland vermehrt, so können wr» nur hoffen, daß dieses Einvernehmen auch der deutschie« Politik in den Welthändeln zu gute komme, deren Erledigung vielleicht noch auf größere Hindernisse stößt, als es in den jüngsten Tagen den Anschein hatte. • * London, 4. Febr. (Tel.* des „Gieß. Anz.«) Bei den gestrigen Trauerfeierlichkelten find etwa 100 Personen zu Schaden gekommen und den Krankenhäusern zugeführt worden. Die meisten erlitten Ohnmachtsanfälle ober geringfügige Verletzungen. In zwei Fällen find Personen durch Huf schlag schwer verletzt. Engländer und Buren. Wir erhielten heute vormittag folgende telephonische Nachrichten: London, 4. Febr. Lord K i t ch e n e r meldet vom 2. ds. ohne Angabe des Aufgabeortes der Depesche: Der Posten in Modderfontein am Gratfrand, südwestlich von Krügersdorp, wurde von 1000 Buren angegriffen. Von Krügersdorp wurde eine Entsatztruppe entsandt, die jedoch den Fall des Postens nicht verhindern konnte. Einzelheiten fehlen. , . „ Bethulie, 4. Febr. Am Samstag stießen in dev Nähe des Ortes 2 Eisenbahnzüge zus am men. Ei» Offizier und drei Mann wurden getötet, mehrere Personen verletzt. _ , , . Sonst wird noch folgendes gemeldet: Die Vorhut des Obersten Marshall traf am 31. v. M. zwischen SannaS Post und Thabanchu auf die Streitmacht De Wets, die mit zwei Lastwagen und einer Anzahl Kap-Karren nur dem Marsche nach Süden begriffen war. Sieben britische Truppenabteilungen führen zur Zeit eine kombiniert» Bewegung aus, um das östliche Transvaal von den Buren zu , säubern"; sie rücken von verschiedenen Punkten an der der Linie Johannesburg—Pretoria und an der ^elagoa- Bai-Eisenbahn vor und sollen aus einem Punkte zusammen- treffen. In der Nähe von Koffysontein stieß eine Abteilung britischer berittener Infanterie auf Buren und griff jw unter dem Schutze von Artilleriefeuer an. 17 Buren fielen, eine Anzahl wurde verwundet, drei wilden gefangen genommen. Etwa 2000 Buren unter dem Befehl des Obersten Blake befinden sich auf portugiesischem Gebiet, tme man: annimmt zu dem Zwecke, die auf diesem Gebiete befindliche» SBuren su*befreien. Die Portugiesen haben beschloss-», die auf portugiesischem Gebiete anwesenden Suren, bie sich weigern, sich den Engländern zu ergeben, ucicb Madeira zu senden. — Etwa hundert $erjone» findnach Meldungen aus Lourenco Marques in verschiedene Krankenhäuser ausgenommen worden; der größte Teil derselben leidet an Erschöpfung. “ m^bet aus Pretoria vom 31. Januar: Der frühere Präsident Pre- torius kehrte dorthin nach seinem Besuche bei General Botha zurück Die Friedensmission ist vollständig gescheitert, da Botha erklärte, sein Vorgehen sei unnutz und ihm verbat, auf denselben Gegenstand nochmals zurück- zukommen. Berlin, 2. Februar. In der englischen Kapelle im Monbijoupark wurde heute mittag für die Königin von England ein feierlicher Trauergottesdienst abgehalten. Die Kapelle war schwarz dekoriert; die Feier bestand in Gesang und einer Ansprache. Die geladene Trauerversammlung wurde von Herren der englischen Botschaft und Kammerherren des Hofes empfangen. In der Hofloge erschienen die Prinzen August Wilhelm und Oskar, die Prinzessin Heinrich, Prinz Friedrich Leovold m Gemahlin, die Söhne des Prinzen Albrecht und die sonst hier und in Potsdam anwesenden Fürstlichkeiten, die Ober- hofineisterin Gräfin Brockdorf, Oberhofmeister Freiherr von Mirbach, die Damen und Herren der Umgebung der Majestäten, die Herren des Hauptquartiers des Kaisers, die drei Kabinettschefs u. a. Die vorderen Schiffreihen füllten der Reichskanzler Graf von Bülow, sämtliche Botschafter mit ihren Damen, das diplomatische Korps, die Attachees, die Mitglieder des Bundesrats, die hier anwesenden Minister, die Staatssekretäre, die Generale und andere Personen von Rang, darunter Professor Adolf -von Menzel. Weiter zurück saßen Offizierdeputationen der Regimenter des Gardekorps. An die Trauerfeier schloß sich ein zwerter Gottesdienst für die Mitglieder der hiesigen englischen Wir lesen in der freisinnigen „Voss. Ztg": Der deutsche Kaiser ist gestern auf brrtifchem Boden vielfach Gegenstand warmer, sympathischer Kundgebungen gewesen. Allenthalben hat die Bevölkerung des Jnselreiches keinen Zweifel gelassen, rote hoch sie dem Herrscher die Anwesenheit am Krankenbette und ber der Bestattung der Königin Viktoria anrechnet. Wenn es in Deutschland Blätter giebt, die an dem menschlich natürlichen Verhalten des Kaisers Anstoß nehmen, so ist es ebenso leicht wie leichtfertig, in unklarer Gefühlsseligkeit gegenüber den Buren ober auch aus Gehässigkeit gegenüber England die Entschließungen des Monarchen zu be- und Mannschaften der deutschen Regimenter der Königin ' Viktoria und dann Leibgardisten. In den Straßen, die der Zug passierte, trugen die Häuser Trauerschmuck; alle La- ' ternen waren mit Lorbeerkränzen oder Blumen geschmückt. Einen tiefen Eindruck machte die außerordentliche Stille ber zahllosen Zuschauer beim Passieren des Zuges, der um 1 Uhr 15 Min. am Paddington-Bahnhof eintraf. Von hier aus ging der Eisenbahnzug mit der Leiche um 1 Uhr 40 Min. nach Windsor ab. Als der Zug bereits im Begriff war, sich vom Bahnhof in Bewegung zu setzen, wollten die Pferde, die vor der Lafette angespannt waren, und , die lange Zeit im Winde und der Kälte vor dem Bahnhof gestanden hatten, durchaus nicht anziehen. Der König war durch diesen Zwischenfall sehr peinlich berührt, der Herzog von Norfolk wußte licht, was er thun sollte. Da traten Matrosen vor und boten ihre Dienste an. Die Pferde wurden schnell abgespannt und die Matrosen zogen dann die Lafette bis nach der Kathedrale von St. Georg in Windsor. Inmitten der schönen Kapelle von St. Georg hatte sich das Königshaus und die Aristokratie von England versammelt, alle Minister, viele Peers, Mitglieder des Unterhauses, und die Gattinnen derselben, die hervorragendsten Persönlichkeiten aus allen Gesellschaftskreisen. Die Geistlichkeit empfing den Sarg an der Thür der Kirche und geleitete ihn durch das Mittelschiff bis zum Altar, gegenüber dem ein Katafalk errichtet war, auf dem der Sarg inmitten von Blumen aufgestellt wurde. Der Gottesdienst war derjenige der Kirche von England, zu deren Liturgie Hymnen von Tschaikowsky, Gounod und Spohr traten. Der Bischof von Winchester und der Dechant von Windsor hielten den Gottesdienst ab, der Erzbischof von Canterbury erteilte ben Segen. Hierauf folgte ein tiefes Schweigen, unterbrochen von leisem Schluchzen. Alsdann stand ber Herold auf, rief mit lauter feierlicher Stimme die Titel der Heimgegangenen Königin aus. Beethoven's Trauermarsch au der Orgel vorgetragen, schloß den Gottesdienst. Nachdem alles beendet war, begaben sich die königlichen und fürstlichen Herrschaften nach, Schloß Windsor. Die Leiche der Königin Viktoria wird bis Montag m der neben der St. Georgs-Kapelle gelegenen Albert-Gei- dächtnis-Kapelle verbleiben und alsdann zur Beisetzung nach Frogmore gebracht werden. Der Deutsche Kaiser erwiderte auf ein Berleids- und Glückwunschtelegramm, daß der Ehren-Oberst der Royal-Dragoons, General Rüssel im Namen des Regiments an den Kaiser gerichtet hatte, er danke dem General, wie: dem braven Regiment ber Royal Dragoons. Das Mitgefühl seines Regiments sei ihm ein Trost in seiner Trauer. Das Regiment werde gewiß seine Genugthuung darüber teilen, daß sein Chef vom König zum Feldmarschall in dem Heere Sr. Majestät ernannt jporben sei. Er danke allen nochmals und herzlich, Windsor, 3. Februar. Der König, die Königin, Kaiser Wilhelm, Kronprinz Friedrich Wilhelm, der Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha, sowie alle Mitglieder des englischen Königshauses wohnten heute dem Gottesdienste in der Kapelle von St. Georg bei. Die Trauerfeierlichkeite« in England. ii. London, 3. Februar. Bald nachdem der Sarg mit der Leiche der Königin auf frie Lafette gestellt war, gab der Herzog von Norfolk dem Earl Roberts ein Zeichen, worauf dieser den dem Sarge voraufmarschierenden Truppen den Befehl zum Abmarsch gab. Langsam zogen die vielen Tausende Soldaten, die um Sen linken Arm Trauerflor trugen, dahin, beständig verstärkt durch neue Abteilungen, die in den angrenzenden Straßen anfgefteUt waren und sich beim Herannahen des Zuges anschlossen. Es war ein buntes Bild aller Waffengattungen, das vorüberzog; man sah Abteilungen von Kolonialtruppen und der indischen Armee, von Matrosen und Marinesoldaten. Als erste hinter dem Militär ritt die glänzende chtcruppe der fremden Militär-Attachees; ihr folgte der Haupt- aeneralstab der Armee, an der Spitze Earl Roberts, in der Rechten den Feldmarschallstab und geschmückt mit dem Bande des Hosenbandordens. Den nun herannahenden Hauptteil des Trauerzuges führte der Herzog von Norfolk $fu Pferde; in dichter Gruppe schlossen sich ihm die Hof- tvürdenträger, die Träger der berühmtesten Namen Englands, an. Achtzehn Offiziere ber Armee unb einige Marineoffiziere, die Adjutanten der verstorbenen Königin waren, schritten zur Seite "ber einfachen Lafette, auf ber die sterbliche Hülle ber Heimgegangenen Herrscherin ruhte. Unmittelbar bavor gingen zu Fuß der Lordkammerherr und Lordsteward mit ihren Amtsstäben in der Hand; dann kam die von acht Pferden gezogene Lafette, auf welcher der Sarg stand. Auf ben Pf erb en saßen Postillone in goldgestickten Livreen, königliche Stallknechte schritten neben den Pferden einher. Der Sarg war mit einem schweren seidenen weißen Bahrtuch bedeckt, an dessen Ecken königliche Wappen in Gold und Silber gestickt waren. Zur Seite des Leichenwagens schritt eine Gruppe von Offizieren, hinter ihm trug ein durch seine Größe auffallender Sergeant der Leibgarde die königliche Standarte. Mit kleinem Abstande kamen nunmehr die hohen Leidtragenden, an der Spitze König Eduard, ihm zur Rechten" Kais er Wilhelm, zu seiner Linken der Herzog von KchenerAnzeiger AAAr AA* A i AA A AA A AV* Me Anzeigen-Dermittlungsllellen des In- und AuS- l 1 II r I II I ■ ^Vri II J Lz I I I M I tandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger V V V V -V entgegen. Zeilcnpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pf. WW 160 eS, 6 Zimmer mit Za- platz u. allen Bequem« ' l. Avni zu vermieten. eties.KliceSr.N. p( in u£ gefnW; MI.« sfces Schul- und eonE rci Läden, sowie eint rchuuus (3. fpretynb eingtriebtd, Mer ju vermine«. Watzel I Mmerwohnung mit mden- und Mdten« .ständig neu bergmchtet, lanttil perl. April oder ermieten. , {Reit, Westaniage. >vll.4-Mmerwovn« 1. April zuvenmeteo. Mbeimertlratze bv^ lteedlveg 71 ist die m, 6 eoll. 6 Zimmer >rn 1. M M m venMen. tfWÄg iu8 7 Zminiem, Lade* unmrt 1Ci v BanlgeM- tzr.a, Pastillen Plombe, Salze, ^elms-Felsea. a beivährlesMitut Heiserieff, T egerS rc.) —St— Die Steinkohlen- Bezugs- Grell schäft Gießen hielt am 31. v. M. ihre statutenmäßige ordentliche Generalversammlung ab, die sich eines besseren Besuchs wie früher zu erfreuen hatte. Aus dem Bericht entnehmen wir, daß die Gesellschaft wie alle Kohlenhändler unter der im vergangenen Sommer herr- chenden Kohlennot und Preissteigerung zu leiden hatte. Der Vorsikende gab an der Hand des vorhandenen Materials oer Versammlung bekannt, daß es nicht möglich gewesen sei, die von den Mitgliedern gewünschten Qualitäten und Quantitäten Kohlen anzukaufen, wodurch sich die Lieferungen auch bis in den Spätherbst verzögert und mehrfach Beschwerden hervorgerufen hätten. Die Mitglieder - zahl betrug am Abschluß des Geschäftsjahres 742 gegen 625 im Vorjahre. Aus dem Rechenschaftsbericht ging hervor, )aß die Gesellschaft im Jahre 1899/00 ca. 66 000 Zentner Kohlen bezogen und an die Mitglieder geliefert hat, und daß sich oer Preis für die Nußkohlen 1 und 2 auf Mark 1.16 pro Zentner berechnet. Bei der Ersatzwahl des Vorlandes wurden wieder erwählt die Herren Bräutigam und Noll und an Stelle eines ausgeschiedenen Mitglieds wurde Herr Richter gewählt. Der § 17 der Statuten wurde dahin abaeändert, daß künftighin die Verwaltungs- 1'osten nach den bezogenen Quanten mit 3 Pfg. pro Zentne» berechnet werden, wodurch sich diese gegen früher ent* prechend verringern. ** Ein Preisausschreiben zum Zweck de» Verdeutschung des Fremdwortes Automobil. Der Allgemeine Schnauferl-Klub (Vorsitzender Hoflieferant Gustav Braunbeck, Stuttgart, Sekretariat München), eine gesellige Vereinigung deutscher Automobilisten, erläßt im Interesse der bisher vergeblich gebliebenen Versuche, die W.orte: „Automobil, Automobilist, Autonwbilismus, automobilfahren" aus der deutschen Sprache auszumerzen, ein Preisausschreiben. Ter Klub setzt drei Preise in Höhe von 100, 50 und 30 Mark aus. Die bisher bisweilen gebrauchten Verdeutschungen: Kraftwagen, Motorwagen, Selbiter, Selbstfahrer u. a. m. vermochten keinen allgemeinen Anklang zu finden. Die verschiedeben dem Volksmund entsprungenen Bezeichnungen tragen alle mundartliche Färbung und können daher ebenfalls nicht in Betracht kommen. Die Worte: Velociped, Velocipedist, velocipedfahren sind verschwunden, als das Fahrrad in Gebrauch kam, von dem sich die Worte: Radfahrer (Radler), radfahren (radeln) ableiteten; eine ebenso glückliche deutsche Bezeichnung sollte für das neueste Gefährt, das Automobil, gefunden werden. Lösungen der Preisaufgabe mit kurzen Begründungen sind bis längstens 20. Februar an den Vorsitzenden des Allgem. Schnauferl-Klub, Gustav Braunbeck, kgl. Hoflieferant, Stuttgart, einzureichen, und zwar in geschlossenem Umschlag mit .Kennwort und Bezeichnung „für den Preisbewerb"; vom 4 o/o Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 Teiepitonischer Kursbericht Frankfurt, den 4. Februar. 209 20 8Vt % Reichsanleihe do 3% 1064 Grofihenogliches Amtsaericht. auf der MuS- rrgeholt unb ihr it sich auf dem dar. ES wurde Stelle zu finden, rößten Sorgfalt Arbeiten »erden 45.50 M. 45.50 „ 45 00 , 97.80 M. 89.50 , 81 00 , 81 00 » 00.00 „ 75 50 „ 75.50 w 3*/,% 4°/o 4% 4 0/0 3«/, o/, 8V» o/o . 97.60 . 88.40 . 97.50 . 88.05 . 94.35 . 95.90 42 20 . 24.40 . 97.50 . 81.20 Tendenz Hyp--A.-Bank 8. 8-12 8. 15-18 unk. b. 1900 8. 19-20, unk. b. 1905 8. 13, 14 8. 21, 22, unk. b. 1905 Kreditaktien • . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oesterr. btaatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . . Harpener . . fest. staben dabei interessiert. Der Widerspruch ist darum VON dieser Seite am heftigsten. Ein ziemlich seichter Nidda-Arm ließt nämlich durch das Städtchen. Unmittelbar an diesem iegen eine Reihe von Wohnhäusern. Auch ist man hier des tart salpeterhaltigen, harten Brunnen Wassers wegen ge zwungen, einen Teil des KochwasserS der Nidda zu entnehmen. Den Erklärungen der Fachleute, nach denen ja die Klärung so sein soll, daß von einer Verunreinigung deS NiddawasserS auch nicht im entferntesten die Rede sein könnte, regegnen die Leute mit dem größten Mißtrauen, seitdem sie die Zustände kennen, die durch Einführung der geklärten Ab- wäsier von Bad-Nauheim in die Ufa zwischen diesem Bad und Friedberg herrschen. Jammerschade wäre es auch, wenn die weithin bekannten vorzüglichen Nidda-Hechte in Zukunft von den Tischen verschwinden müßten. Man will bekanntlich ja die Beobachtung gemacht haben, daß die Fische nach der Leitung geklärter Abwäsier in kleine Flüsse terben. -k- Mainz, 3. Febr. Vor einiger Zeit wurde in der Privatwohnung deS Inhabers der hiesigen Eisengroßhandlung Otto Zickwolff am Hellen Sonntagnachmittag ein frecher Einbruchsdiebstahl verübt und neben verschiedenen Juwelen, baarem Geld Coupons im Werte von annähernd 1000 Mk. gestohlen. Obwohl der Diebstahl Anhalt dafür bot, daß der Dieb in einer mit den örtlichen Lokalitäten genau vertrauten Persönlichkeit zu suchen, blieben alle polizei- ichen Recherchen resultatlos. Bor Kurzem wupden nun die gestohlenen Coupons bei einem Berliner Bankier zur Er Hebung des Betrags vorgezeigt. Auf die Frage deS Bankiers nach dem Namen des Inhabers der Coupons nannte dieser den Namen eines Offiziers, in deffen Auftrag er die Einlösung der Coupons betätigen solle. Während der Bankier die Zinsenscheine prüfte, was einige Zeit beanspruchte, wurde dem Ueberbringer die Zeit zu lange und er verschwand mit dem Bemerken, in der Nachbarschaft noch eine Kommission besorgen zu wollen, kehrte aber nicht wieder und ließ die Coupons im Besitz des Bankiers. Dieses Vorgehen läßt darauf schließen, daß der Vorzeiger der ZinSscheine, der ent» weder der Dieb selbst oder ein Mitwisser deS Diebstahls ist, durch die Verzögeiung, die die Einlösung erfahren, stutzig geworden ist und daher das Weite gesucht hat. Dem Bestohlenen ist bereits von Berlin der Betrag für die entwendeten Coupons übermittelt worden. - Samstag M Wgehilfev, Bit «Schönen Aus- "rch, daß sie m aunes abtifftn. Nähe Patron,!» ge gebracht. - it langer Hm ftfattt habhaft . 178.80 . 131.10 . 145.50 . 148.30 . 142 40 . 159 80 . 193.50 . 174 20 . 168 50 Meteorologische Beobachtungen der Station Giesteu. Spitlfta irr arrnntgtra Irrnkfurttr StiStttzrittt. Opernhaus. DienStag, 5. Febr : .Die Jüdin", 6lea|at: §err Pierro de Moyer e Petitionen aus Gießen bhtet, c zu belasten'und lern DeklarationS- von L. Möser, ürifit ba9 Gesetz . — Dbtrjt a. D. itn Mänbaiw - .axbutg Wn Hetze- 'M das je, Frist ftr lb- mg deS Werkes, icd LerlagSrech s, ikurseS des Ler- Bekanntmachung. In das hiesige Handelsregister wurde heute eingetragen die Firma „Kaiser'» Kaffeeaeschäft, H. Kaiser & Cie. zu Dülken", mit Zweigniederlassung Gießen, und al» persönlich haftende Gesellschafter: Kaufmann Heinrich Kaiser -u Dülken und Kaufmann Jacob Tummer zu Viersen; offene Handelsgesellschaft. Die Gesellschaft hat am 8. Februar 1900 begonnen. Gießen, am 1. Februar 1901. Vereins. I hls. Heuchelheim, 3. Febr. Der Gesangverein „Ger- , man ia“ hielt am Samstag abend beim Gastwirt F. Krei- । ling „Zum Treppchen- fein Winterfest ab. Es verlief programmmäßig mit Konzert, Theater und GesangSvorträgen, , unter Leitung des Dirigenten Lehrers Wolfschmidt. Die j theatralischen Aufführungen ernteten reichen Beifall. Die । Kapelle der Gebr. Heß aus Grüningen, die schon seit 28 , Jahren in der genannten Wirtschaft spielt, ließ ihre luftigen Weisen ertönen, und so verliefen die Stunden sehr schnell. Den Glanzpunkt des Abends bildeten einige lebende Bilder, , hie unter Anleitung des Gastwirts Lauer aus Gießen unter Abbrennen von Feuerwerk bei allen Anwesenden die größte Bewunderung hervorriefen. -Hw. Beuern, 4. Febr. Der hiesige Gesangverein „Polyhymnia-, veranstaltet einen Sängerball, verbunden mit TheaterauffÜbrungen am 10. Februar, abends 7 Uhr im Wagner'schen Saale. ?? GroßenLiuden, 4. Febr. Am Samstagabend hielt der Turnverein sein Winterfest ab, das sich wieder eines sehr starken B-sucheS zu erfreuen hatte. Was dem ersten Stück „Papa Wachtel-, das recht gut zur Darstellung gebracht wurde, an Humor fehlte, das ersetzte in überreichem Maße die mit Dampf und Schwungrad betriebene „Sing- maschine-. Ein bewegliches Bild zeigte in sehr gewandt ausgeführten Verwandlungen den „Turner auf der Bauernhochzeit-. Nachdem noch einige Pyramiden unter bengalischer Beleuchtung schön gelungen waren, wurde rasch die Bühne abgebrochen. Zum Schluß wurden Stabübungen vorgeführt, znm Teil nach dem Takte der Musik. Alsdann wurde zu dem Tanz übergegangen, der die Teilnehmer noch lange zu- sammenhielt. -g. Friedberg, 1. Febr. Die Entlassungsprüfung der Schulamtskandidaten findet in dem hiesigen Schullehrerseminar vom 11. bis 14. Februar statt. An die Prüfungsarbeiten schließt sich am 15. Februaar eine Schluß-- feier an. 4- Grunberg, 3. Febr. Am Freitag fand im hiesigen Stadtwalde die erste diesjährige Holzversteigerung statt, bei der verhältnismäßig hohe Preise erzielt wurden. Für vier Raummeter Buchen-Scheitholz wurden 32 bis 36 Mk. bezahlt. Buchen-Prügel kosteten 4 bis 6 Mk. der Raummeter; Nadelscheiter wurden durchschnittlich mit 4 bis 6 Mk. per Raummeter bezahlt. — Auf Veranlassung des hiesigen Gewerbevereins hielt heute der Vertreter des Allgemeinen deutschen VerficherungSvereinS zu Stuttgat, Inspektor Nassau aus Frankfurt a. M., einen Vortrag über Haftpflicht und Haftpflichtversicherung. fc. Sroßkarbeu, 3. Febr. Ein hiesiger Schreinergeselle namens Fenzel erhielt vom Arzt gegen Magenschmerzen Morphium verschrieben, und zwar sollte er zehn Tropfen täglich nehmen. Fenzel trank jedoch das ganze Fläschchen aus und verschied an den Folgen. -t Vilbel, 4. Febr. Durch kreisamtliche Verfügung wurde für den Biktoria-Melita-Sprudel ein provisorischer Schutzbezirk angeordnet. Diese Maßnahme wurde von den hiesigen Einwohnern mit allgemeiner Genugthuung ausgenommen. Rach Lage der Verhältnisse kann das Unternehmen nur unter staatlichem Schutz gedeihen. So dürfte auch das Bad Vilbel dadurch, daß bisher der Großherzog und die Großherzogin gestatteten, daß die Heilquelle ihren Namen trage, ferner durch die Förderung seitens des Ministeriums und des Kreisamts Friedberg bald blühen und gedeihen. -Wn- Büdingen, 2. Febr. Heute verhandelte der Kreis» auSschuß über die Beschwerden der Gemeinden Geis Nidda, Dauernheim, Staden und Niederflorstadt gegen die beabfich- tigte Leitung der geklärten Abwässer von Bad Salzhausen in den Salzgraben und von da in die Nidda. Der Vertreter von Geis Nidda erklärte sich mit der beab fichtigten Anlage einverstanden, nachdem ihm mitgeteilt worden Frankfurt a. M., 2. Febr. In der reformierten Kirche and vormittags eine Totenfeier für die Königin Viktoria nach englischem Ritus statt. Es waren zugegen die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden, der Generalität, die Söhne des Prinzen Friedrich Sari von Hessen, Kammerherr v. Bothmer als Vertreter der Landqräfin von Heffen, der Oberkonfistorialpräsioent Ernst aus W'esbaben un^ d-e Konsuln Üln ^tUtDtotn lt* bah keiner Wx* R W tytn _ W gegen die W’ge erstattet, "d Laternen» BSrsennachrichten. Berlin, 2. Februar. Stadttheater in Köln, als Gast Mittwoch, 6. Febr.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. »Der Freischütz". Donn.rstag, 7. Febr., Preuss. do. do. do. do. Ditz- md Kremhoh-Dkr-kigerms der Fürst!. Solms-Braunfels'schen Obersörfterei Hungen in den Distrikten Herrngarte« und DietrichSver- bei Villingen. Es sollen versteigert werden Samstag den 9. Februar, von vormittags 10 Uhr an: 1 FtchtwNamm (Schnittholz), 8,2 m lang, 87 cm Durchmesser — 0,88 fm, 800 Sichten-Stange* = 15 fm (Sparren, Baumstangen, Bohnenstangen), 22 Stück Bnchen-Langwied für Wagner, 8 rm Burhen»Scheitholz, 2 rm Buchen-Stoekholz, 122 „ Buchen-Slammprügel, 335 „ Buchen-Stammreistg, 17 - Eichen-Stammprügel, 30 , Eichen-Stammreifig. Die Zusammenkunft ist am Weg von Villingen nach Ulfa. Lungen, den 4. Kedrnar 1901. 1068 fürstliche Oberförsterei. Lesehalle Verein. Montag bett 11. Aeörvar er., aöenbs 8*/2 Mr: MiWrdn-NkchMlmi, in der Lesehalle. Fages-Hrdnnng: Geschäftsbericht, Rechnungsablage, Vorstandswahl, Satzungsänderung, Verschiedene». Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Für Nichlmitglied:r ist die Lesehalle am Montag dem 11. d. Mts., von 8 Uhr abends an, geschloffen. Stehen, den 4. Februar 1901. 1065 Der Vorftan». ein zweiter verschlossener Umschlag, der dasselbe Kennwort trägt, und den Namen des Einsenders enthält, ist beizufügen. Die preisgekrönten Arbeiten gehen in das Eigen turn des Allgemeinen Schnaufer! Klub über; diesen steht auch das Recht zu, ohne Namensnennung der übrigen Einsendungen öffentlich Erwähnung zu thun. Auf Ersuchen haben sich nachstehende Herren bereit erklärt, das Preisgericht zu bilden: Generalmajor z. D. Becker, Berlin, stellvertr. Bors, des Deutschen Automobil-Verbandes, Geh. Hofrat Dr. Otto Behaghel, Professor der Universität Gießen, Dr. Moritz Heyne, Professor der Universität Göttingen, Hauptmann a. D. Küb el, Berlin, Geh. Oberbaurat Sarrazin, Vorsitzender des Deutschen Sprach- Hh. Mainz, 3. Febr. Am Donnerstag hatten sich die in die verschiedenen AuSschüffe gewählten Mitglieder der Hess. Handwerkskammer sowie einige Mitglieder deS Vorstandes zu einer Besprechung zusammengefunden, in der man sich in großen Zügen über die von den einzelnen AuS schüssen zunächst zu erledigenden Aufgaben unterhielt. Es ist mit Freude zu konstatieren, daß alle Herren sich deS Ernstes ihrer Aufgabe bewußt sind und mit vollem Eifer an sie Herangehen, daß sie namentlich aber auch über die Grundlage, die für eine ersprießliche Thätigkeit der Ausschüsse sowohl wie auch der Kammer selbst, unbedingt erforderlich ist, vollständig gleicher Ansicht sind. So wurde das Vorgehen der Zentralstelle bezüglich der Gesellenprüfungen einer berechtigten Kritik unterzogen. Abgesehen davon, daß die alte Wahrheit, daS beffere ist der Feind des guten, auch hier Geltung haben muß, betonte man, daß die Regelung deS Lehrlingswesens und damit auch die Abnahme der Gesellenprüfungen doch in etwas tieferer Weise erfolgen müffe, wie eS seither den Gewerbevereinen möglich war. Ins besondere aber war man sich darüber vollständig klar, daß es für das hessische Handwerk ein großes Unglück wäre, wenn auf diesem Gebiete die Anordnungen zweier Faktoren, der Kammer und der Zentralstelle maßgebend sein sollen. Es war deshalb die Ansicht sämtlicher anwesenden Herren, daß die Handwerkskammer ihr ganzes Gewicht geltend machen müffe, daß die ihr für das Lehrlingswesen gesetzlich zuge- wiesenen Aufgaben und Rechte ungeschmälert erhalten bleiben. Man erwartet von der Einsicht der Regierung, daß sie ungeachtet aller an sie von anderer Seite herantretenden Forderungen, die Rechte der Handwerkskammer voll un) ganz wahren werde. fc. Worms, 3. Febr. Zum Anschluß an daS im Bau begriffene Elektrizitätswerk sind bereits ca. 250 Grundstücke angemeldet worden, sodaß der finanzielle Erfolg des Unternehmens gesichert erscheint. Der Schlußtermin für die Anmeldungen wurde auf Mitte Februar festgesetzt. Höchste Temperatur am 1—2. Febr. 1,1® C. Niedrigste „ „ o ,, , -Me C. n Höchste Temperatur am 2—3. Februar 1 31 C. Niedrigste „ „ „ . -4,2° C. 31/1 % Konsols . . . 8 0/c do ... 3!/g Vo Hessen . . . 5 % Italien. Rente . . 40/0 Griech. Monop.-Anl. 8 u/0 Portugiesen . . g o/c Mexikaner . . . 4Vt % Chinesen . . . Vro«'»«au ’s»«»« Jv (fielt S Hl. Ä ^spricht, wird die |Iob" bei iljtet 9«nben ütfofa '/""'«greifen $e fol Sanbe’g S-I-te» lt geht am Bei Erkältungen, jÄÄÄ’SÄ lüsend: Apotheker Albrechts Aepfelfäure-Paftiilen ä Schachtel 80 Pfg. Hauptdepot: Hirsch- u. Universität»-Apotheke^ Depot: Gustav Gerhard. war, daß der Ort der Anlage verlegt werden soll. Die übrigen Gemeinden wurden abschläg'g beschieden, sie werden sich aber bei dem Urteil nicht beruhigen. Am meisten ist Bezugs -6 c- ? ihre statuten- b, hie sich eines otte. Aus dem schäft wie alle Sommer Herr» iu leiden hatte. k vorhandenen t es nicht möM en, wodurch M bft »etjögert wib »„S'Ä liefert M Md »suis »■-äs ^ender.W ? eiue it Munch im nen ^L aut»* ein «Ä von reist rn Achten Sä*s S *sf Die >< U de- Kirchliche Nachrichten, «tzan-elifche Gemeinde. Montag den 4. Februar, abends 8 Ubr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskircke. Text: Av »Gesck 20 17—88. Pfarrer Euler Bekanntmachung, betreffend: Die Gtiftunae» der Fra« HofgerichtSrat hon Krug und ihres Gohnes deS HofgerichtSrats Dr. Karl von Krug. Die diesjährtgeu Zinsen aus den rubr. Stiftungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mk. vergeben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 20. Februar er. schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Zimmer Nr. 2, vorzubringen. Gießen, de« 1. Februar 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 1074 4 0/0 do. 8. 5/6 unk. b. 1904 31/e °/ ■ do. 8. 7/8, unk. b. 1906 4 0/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 do. unk. 1905 „Der fliegende Holländer". Freitag, 8. Febr : Geschloffen. Samvtag: 9. Febr., 61 i Uhr: Gastspiel des Herrn Ernst Kraus vom Königlichen Opernhause in Berlin. „Siegfried". Siegfried: Herr Ernst Krau- als Gast. Sonntdg, 10. Febr., 81/, Uhr: „Sneewittchen und die sieben Zwerge"; abends: „Der Barbier von Sevilla", hierauf: Tanzbilder. Montag, 11. Febr., 6V3 Uhr: Zweite- und letzleS Gast- piel des Herrn Ernst Kraus vom Königlichen Opernhause in Berlin. „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Tannhäuser: Herr Ernst Kraus als Gast. Dienstag, 12. Febr.: „Rigoletto". Schauspielhaus. Dienstag, 5. Febr.: „Flachsmann als Erzieher." Mittwoch, 6. Febr: „Schule der Ehemänner"; vorher: „Frau Königin". Donnerstag, 7. Fcbr: Borstellung bei kleinen Preisen. „Flachsmann als Erzieher". Freitag, 8. Febr, >,7 Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen. „Götz von Berlichingen". Samstag, 9 Febr.: Zu Wilhelm Jordans 82. Geburtstag. „Durch'» Ohr"; hierauf: „Par- tuffe". Sonntag, 10. Febr., 3*, Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen. „Rosenmontag"; abends: „Flachsmann als Erzieher". Montag, 11. Febr.: Zum ersten Male „Lysander's Mädchen". Historische-Lustspiel in 1 Akt von I. V. Widmann; hierauf: „Cyprienne". ♦) Wenn nicht anders bemerkt, Anfang 7 Uhr. Spar- und Leihkaste Gießen» Ausfchutzfitzung Dienstag den 5. l. Mts., nachmittags »'/r Uhr, im Sitzungszimmer Großh. Bürgermeisterei dahier. Gießen, den 4. Februar 1901. Direktion der Spar- und Leihkaffe Gießen. I. V.: Dornseiff. 1088 Bekanntmachung, betreffend: Die Stiftung des GemeiuderatsmitgliedS Friedrich Lony sen. Die diesjährigen Zinsen aus der rubr. Stiftung sollen an 8 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mk. vergeben werden. Lewe, bangen um dieselben find bi» zum 20. Februar 1901 schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Zimmer Nr. 2, vorznbringen. Gießen, den 1. Februar 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 1073 Februar Barometer auf Oo reduziert ! r £ der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wtndrichtunf Windstärke Detter 2. «25 || 741,2 — 43 3,1 95 »VAX. — Vrwöckl 3. 1« 740,8 2,6 3,6 96 E. 2 bedeckt 3. 2" 739,5 1,2 3,5 68 E. 2 bedeckt 3. 9>5 737 9 10 39 92 Still. — leicht Schncef. 4. 4. 7« 2« | 734,4 733,2 02 + 34 4,5 4.9 96 83,0 8E. 1 ' bedeckt w Sämtliche Aufträge Löberstraese 5. Löberstrasse 5. Werkstatt kunstgewerblicher Schmiede- and Treibarbeiten in allen Stilarten aach eingesandten oder eigenen Entwürfen. Gitter, Veranden, eiserne Treppen Heizkörper-Einfassungen SchaufensterFapaden Firmenschilder Lampen, Laternen, Kronleuchter Thür- und Möbelbeschläge Ornamente und Luxus-Artikel werde» in Eisen wie Messing, Kupfer end Aluminiumbronze in künstlerischer Form sauber und stilgerecht ausgeführt. 1071 Karl Wigandt Giessen 1M Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie sür die trostreichen Worte de» Herrn Pfarrer Euler bet dem uns betroffene« schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Belieft 1082 und Sohn. Ettingshausen. Snbmissions-Holzverkauf. In de» Waldungen der Gemeinde Ettingshausen Distrikt Hard, Riedstein, Teich, Böchers^Köpfel, Rothenberg und Gabriels zimmerplatz, lagert folgendes Holz zum Verkauf: 27 Stück Fichten Schnittholz-Slämme, 28 bis 42 cm Durchm bis 22 m Länge — 36,20 Fm. 729 Stück Fichten Bauholz-Stämme, 11 bis 28 cm Durchm bis 24 m Länge = 870,27 Fm. 289 Stück Kiefern Bauholz-Stämme, 16 bi» 30 cm Durchm. bis 22 m Länge 148,17 Fm. 650 Stück Küfern Grubenholz-Stämme, 11 bi» 26 cm Durchm. bis 20 m Länge — 117 41 Fm. 23 Stück Kiefern Grubenholz.Stangen, 10 bi» 12 cm Durchm. bi» 9 m Länge — 1,37 Fm. Das Eichen-Holz ist ungefähr 7 Stück Eichen Schnittholz-Stämme, 80 bi» 45 em Durchm. bi» 12 m Länge — 4,70 Fm. 80 Stück Eichen Bauholz-Slämme, 16 bi» 80 cm Durchm. bis 13 m Länge — 16,00 Fm. 60 Stück Eichen Giubenholz-Stämme, 14 bis 22 cm Durchm bis 13 m Länge = 16,00 Fm. Es kann auf oben genanntes Fichtenholz im ganzen, und auch in zwei Abteilungen geboten werden. Abteilung I. Am Teich — 7,67 Fm. Schnittholz und 54,59 Fm. Bauholz. Abteilung I. Am Riedstein von Rr. 1 bis 178 — 20,43 Fm Schnittholz und 91,62 Fm. Bauholz. Abteilung II. Am Riedstein von Rr. 179 bis 616 — 8,10 Fm. Schnittholz und 224,06 Fm. Bauholz. Die Herren Kaufttebhaber können auf Verlangen bis vor dem Termin der Eröffnung da» Holz an Ort und Stelle einsehen. Der Vorzeiger ist Forstwart Keil zu Ettingshausen. Die Gebote müssen nach Sortimenten getrennt und können aus einzelne Abteilungen abgegeben werden. Es können auch Lieb Haber auf sämtliches Holz einreichen. E» behält sich aber der Ortsvorstand vor, die Gebote so auszusuchen, wie es ihnen zur Erzielung der höchst Gcsamteinnahme und der größtmö r- liehen Sicherheit für Eingang des Kaufpreises am günstigsten erscheint. Der Kaufpreis ist alsbald nach dem Zuschlag durch eine genügende Bürgschaft oder durch Wertpapiere sicher zu stellen und bi» Martini l. I zu bezahlen. Die Gebote sind sch'iftlich, mit passender Aufschrift versehen, bis zum 14. Februar, mittags 12 Uhr, auf dem Bürgermeister-Bureau einzureichen. Die Eröffnung derselben findet am 14. Februar nachmittags 2 Uhr auf dem Rathaus statt, wozu die Interessenten eingeladen sind. Die Erteilung des Zuschlags kann bis 10 Tage nach der Eröffnung hmauögeschoben werden. Ettingshausen, 2. Februar 1901. gohversteigerung im vikßknkr Stabtwolb. Montag den 11. Febr. 1VO t, vormittags v'/, Uhr ^ginnend, sollen im CB nei - tabtroalb, in den Distrikten Oberhag und Uoterhag oersteigert werden: 134 rm E chen-Scheitbolz, 78 „ Nadel-Scheitholz, 36 „ Eichen-Knüppelholz, 80 u Nadel Knüppelholz, 59 „ Eichen-Stockbolz, 114 , Nadel-Stockholz, 2070 Wellen E chen-Reifig, 3000 „ Radel Reisig. Die Zusammenkunft ist auf w alten Steinbacherweg an oer 2. Schneise. Gießen, 4. Februar 1901. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 1075 Hohversteigerung Freitag den 8. d. M., morgeus 91/, Uhr an- angend, kommen in den Waldungen der Gemeinde Albach. im D strikt Buchwald, nach ieherde Brennholzsortiment-! ur Versteigerung: 150 rm Buchen-Scheitholz, 110 „ Buchrn-Knüppel, 1500 Wellen Buchen-Reisige, 60 rm Buchen-Stöcke, 12 w Birken-Schciter, 10 „ Birken-Knüppel, 80 „ Eichen-Koüppel, 1800 Wellen Eichen- Reisige, 60 rm Eichen Stöcke, 35 „ Radel-Knüppel, 1800 Wellen Rddel Reisige, 60 rm Radel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist auf )tm Vizinalweg Albach—Hattenrod, am Eingang des Waldes. Albach, am 3. Febr. 1901. Großh. Bürgermeisterei Albach. ________Balser. 1077 Brennholz- Versteigerung in der EWMttförsterkiAr»sbukg Mittwoch den 13. Februar, nach Zusammenkunft um 10 Uhr am Steinbruch auf der Straße Ltch—Butzbach, werden aus den Distrikten Hard., Lauterbachswäldchen, Seife, Colnhäuserkopf und Nordeck versteigert: Scheiter rm: 93 Buchen, 2 Eichen, Prügel rm: 18 Buchen, 83 Elchen, 9 Nadel, Stöcke rm: 14 Buchen, 60 Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen 1070 Beigeordneter Keil. Nutzholz-Verkauf in der Aürstlich Solmstschen Köerförsterei