I9B slim Wagner ssen fstr-ß-SS. , u. Ä»0|tWMt w * zu 'm \ Antiken bet affeuhast teilten sei iiiei ijah- eta. ttl -W -S ,jt u. orsil u jcberseits vWT6t gtrita «vwLtrSM mild aWlegen>!M> „M-iliM stels Vorrang. ft dilltsfl. *•* ne MM 17. )V> k„ator »e" irtef» ÄÄur Rt.30 Krßi-8 Blatt. Dienstag den 5. Februar 151. Jahrgang 1901 Wehener Anzeiger Heneral -"Anzeiger Me Vnzeigen-Dermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 BL. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. M) Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Aezugspreir »iertkljährl. Mk. LW monathd) 75 Pt>. mit Vringkrlohnr durch die Abholkstellev vreneljährl. Mk. 1JC monatlich 65 Psß. Bei Postbezug Mk. 2.— vicrtetjährL. ohne Bestellgeld. Erscheint täglich Bit Ausnahme dcS Montags. Die Gießener Mamikie-VtLkter werden dem Anzeiger hn Wechsel mit „Heff. Aandwirt" u. glätter fflr heff. Volkskunde" wdchtl. 4 mal beigelegt. Anrts- rind Anzeigeblcrtt fiw den Ureis Gicszen. Rtbatoos, Expedttton und Druckerei: ich«lstrabe Ur. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Kälter für hessische Dolksbunde.________________ Adresse für Depeschen: Anzeiger Gistz«. Fernsprecher Nr. 5L Eine Meuterei auf St. Helena des Kreises. Bundesrat auf eine *) Vergl. Zentralblatt für Vas Deutsche Reich Rr. 49. solgung zu bringen. Darmstadt, den 10. Dezember 1894. gedrückt. , , , T 2. Jede Privatperson, welche Militärbriestauben h^ten will, muß Mitglied eines Vereins sein, der dem Ver künftighin das gleiche jämmerliche Schauspiel gewähren, wie man es seit Jahren von ihr gewohnt ist. Gegen das französische Vereinsgesetz ver- • 1 ■ '• 'L ’---Sie Ausland schenkt man diesen Symptomen natürlich auf. merksame Beachtung. In Ungarn und in Rußland werden ohne Unterschied, ob sie der Militär-(Marine^)Verwal hing oder Privatpersonen gehören, dient das Kaiserttche Wappen in beistehender Form und Größe. ) Dn Stempel wird auf der Innenseite beider Flügel aus- § 1. Die Vorschriften der Landesgesetze, nach welchen das Recht, Tauben zu halten, beschränkt ist, und nach welchen im Freien betroffene Tauben der freien Zueignung oder der Tötung unterliegen, finden auf Militärbrieftauben keine § 3. Als Militärbrieftauben im Sinne dieses Gesetzes gelten Brieftauben, welche der Militär-(Marine )Derwaltung gehören oder derselben gemäß den von ihr erlaffenen Vorschriften zur Verfügung gestellt, und welche mit dem vorgeschriebenen Stempel versehen sind. Privatpersonen gehörige Militärbrieftauben genießen den Schutz dieses Gesetzes erst dann, wenn in ortsüblicher Weise bekannt gemacht worden ist, daß der Züchter seine Tauben der Militärverwaltung zur Verfügung gestellt hat. band deutscher Brieftaubenliebhaber-Vereine angehörtI bereits Stimmen laut, i°^cr Kr und statutengemäß seine Brieftauben der Militär- die Notwendigkeit cmes Zollkrieges ernstlich erörtern Me fWnrtnA SRprmnhnnn wr ftpHt I Regierungen haben die Folgen einer extrem agrarischen (Manne) Verwaltung zur Verfügung stellt. I überleaen. Eine blühende Export-Industrie Aeder Verein erhält zur Abstempelung der seinen : 6n(b ®runbe gerichtet; aber die brotlos gewordenen Mitgliedern gehörigen Milttarbneftauben einen Stempel, Arbeiter könnten dann doch den Regierenden manches, zu der von dem zuständigen Kriegsministerium (Reichs-1 raten aufgeben. marineamt) beschafft wird und deffen Eigentum bleibt.I Das österreichische Parlament ist wieder zu. 3. Die OrtSpolizeibehördeu erhalten alljährlich im Laufe sammengetreten. Eine so schöne Gelegenheit, sich zu des Dezember durch die vorgesetzten VerwaltungS blamieren, durften gewisse Volksvertreter natürlich nicht behörden - denen daS zuständige Kriegsministerium unbenützt vorüber gehen lassen Schon als der Alters- wssä.säJ ESSSS? liebhaber-Vereine. Die Vereine haben 8um . De- P^c-ria gedacht wurde, hielten die Radikalen deii Zeit-, zember jedes Jahres der Ortspolizeibehörde Listen em- ft =ür geeignet, um eine Demonstration gegen England zureichen, aus welchen für jedes einzelne Mitglied her- inszenieren. Die anständige Presse Oesterreichs ist dar. vorgehen muß: Name, Stand, Wohnung jedes Mit- über entrüstet, und die Regierung hat in einem offiziösen gliedeS, Zahl seiner Militärbrieftauben und Lage des Organ ihr lebhaftes Bedauern über diese Vorkommnisse Taubenschlages. Die Ortspolizeibehörde erläßt hierauf ausgesprochen. Auf die rabiaten Heißsporne des Reichs bis zum 15. Januar des folgenden JahreS die im rats wird das aber kernen Eindruck machen, und dre U«7' 2 ÖC6 Gesetze- vorgeschrLene 4. Di- Orlspolizeibehörden haben die Befolgung der g-^ uu„ setzlichen Vorschriften und dieser Ausführungsvorschristen -ucben ae§ ^tzt die Klerikalen mit der Obstruktion, seitens der Privatpersonen zu überwachen, insbesondere ^tten lange Reden, bringen eine Menge Gegenentwürfe jeden Mißbrauch des Stempels zur strafrechtlichen Ver-' ' - - - ' ’ —" "--------**•«**» Amtlicher Teil. Bekanntmachung. DaS nachstehend abgedruckte ReichSgesetz vom 28. Mai 1894, betr. „Den Schutz der Brieftauben und den Brief tauben verkehr im Kriege", bringen wir nebst den hierzu erlassenen AusführuugSbestimmungen wiederholt zur öffcnt-1 lichev Kenntnis. Gießen, am 1, Februar 1901. Großherzogliches Kreis amt Gießen, L ! v. Bechtold, (Nr. 2182.) Gesetz, betreffend den Schuh der Brieftauben und den Brieftauben-Verkehr im Kriege. Vom 28. Mai 1894. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen rc. verordnen im Namen des Reiches, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrates und des Reichstages, was folgt: Wir benachrichtigen Sie hiermit, daß im Bezirk Nr. 222 meldet man dem Bureau Reuter. Doch handelt es sich der Fleischerei-Berufsgenoffenschast, zu welchem der Kreis dabei nicht um gefangene Buren, sondern um englische Sol- ÜÄKP""«.£,£U's». «es; »K'lK =„i ’”p “XS.ÄSÄÄ3S bis zum 30. September 1902 bestellt worden find. unb einigen der westindischen Soldaten zu einer I. D.: Dr. Wagner. Rauferei, bei der einer der letzteren verletzt und infolge — h f[:iL ins Lazarett geschickt wurde. Während Zeines am Politische Wochenschau. ^en^n^Wohtthätigkeitskonzerts durchzog eine Anzahl Sol- Der Austausch von 3reunbW^ ©töd en g^ebund^n en^R^NeVm^e HI r bewaffn^ ein, und stellen allerlei Abänderungsanträgc. Sie erreichen damit zwar die Verschleppung der Beratungen, wohl aber 's ” ' 1 Darmstadt den lü Derember I8N4 i kaum das Scheitern der Vorlage. Ihr Artittl I ist nut Anwendung. Darmstadt, den 1U. Dezemver einer Mehrheit von 353 gegen 93 Stimmen angenommen Dasselbe gilt von laudeSgesetzlrchen Vorschriften, nach Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz, borden — ein Beweis, daß die Opposition numerisch auf welchen Tauben, die in ein fremdes Taubenhaus übergehen, Finger. Rößler. ^hr schwachen Füßen steht. Auch in der Bevölkerung dem Eigentümer deS letzteren gehören. ---------------------—— “ ' ~T~ scheint der Gesetzentwurf an Sympathieen zu gewinnen. § 2. I Gießen, den 1. Februar 1901. ^lus Südafrika trafen auch in der vergangenen Insoweit auf Grund landesgesetzlicher Bestimmungen Betr.: Die Ernennung der Vertrauensmänner und deren Woche für England nur Hiobsbotschaften ein. Die Buren Sperrzeiten für den Taubenflug bestehen, finden dieselben Stellvertreter der Fleischerei-Berufsgenoffenschaft, setzen die Zerstörung der Minen rm Randgebiet fort, ruw & M Großherzogttche Kreisamt Wettfe«« zusammenhängenden Zeitraum von höchstens je zehn Tagen ou Orotzh. Polizeiamt Gießen und die >uno ote ^e, . _. im Frühjahr unb Herbst umfassen. Sinb länger al- zehn > G„hh. Bürgermeistereien der Saubgemeiubett |------— ^ 1?«« tägige Sperrzeiten emgeführt, so gelten für Militärbriestauben immer nur die ersten zehn Tage. § 4. L ^er Ausrauicy von ^unm^airs^zc^.^^ Stöcken gebundenen Rasiermessern bewastner, etnT cy|in ,{npÄ yrieaes kann durch Kaiserliche Der- den Herrschern von Deutschland und Englano sangl Stadt. Zahlreiche der Bewohner wurden verletzt, ordnung bestimm, werben daß alle gesetzlichen Vorschriften. zwFch^u7enDyn-stiensinü »-rschredene Fr°uen g= welche das Töten und Emfangen fremder Tauben^gestatten,La maiuf)ma( aucj) die Staatsinteressen ganz ersprießlich! § ch e/ Einigern dem Konzertsaal befindliche Kinder für das Reichsgebiet oder einzelne Teile desselben außer sw können Gegensätze mildern, die Beilegung von Kon- 3 - .o^oss^sch-„wte verletzt. 12 Matrosen er- Kraft treten, sowie daß die Verwendung von Tauben zur flikten erleichtern, und sogar em Zusammenarbeiten für mehr oder weniger schwere Verletzungen. Die Leute Beförderung von Nachrichten ohne Genehmigung der Mili- Zwecke des Friedens und des Kulturfortschritts ermog- ^^^ ^ au§ ihren Kasernen aus, und die Versuche der 1«,?..»».««.to. wm*”>”■«* SÄ'» £S"» ””bSt jS XfÄ und beigedrucktem Kaiserlichen Insiegel. I solcher bedenklicher Einfluß auf die Ziele der deutschen s ö 9 ^-^o^^üren Offizieren die halbe Nacht Gegeben Neues PalaiS, den 28. Mai 189 . .leitenden Staatsmänner in den letzten Wochen ausgeübt , . Straßen hin und her gejagt, damit sie (L. 8.) Wilhelm. . . worden, dafür fehlt zurzeit jeder thatsächliche Anhaltspunkt, ^du'ch Matrosen nicht zusammen Graf von Caprivi. !Immerhin ist man in unserem Vaterlande von derartigen Swlieülick stürmten die Soldaten das See- ------ , Besorgnissen nicht ganz frei. Ein freundschaftliches Ver- ^annsheim und schlugen dort Thüren und Fenster kurz R^kiinntmackuna / hältnis zu England wirb ja jeder einsichtige Polrtrker Nicht mannsyerm I ftQÄ'M'tr un9ern konstatiert sehen. Aber eine hochgradige Intimität n folgenden Tage wurde ihnen befohlen, nach dem die Ausführung des Reichsgesetzes vom 28. Mai lo9^Über erscheint vielen als ein Zustand, der für England wden- $ ei. ' gehen. Sie verweigerten jedoch den Ge- den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im falls erheblich vorteilhafter wäre, wie für Deutschland. So\ » .a3m "nfc) lohten, die Häuser in der Stadt in die Kriege betreffend. hoch man auch die diplomatische Kunst des Reichskanzlers ' f sprengen. Die Pioniere und Artillerie wurden Vom 10 Dezember 1894. einschätzt, so ist man doch nicht sicher, daß sre dem I a(a'rmaiert/ unb eitle starke Abteilung von dem Kriegsschiff Die von dem BundeSrat in seiner Sitzung vom 8. No- Raffinement der engltschen Staatsmänner voll^> ßewachfen rourbe getanbet/ und die Straßen wurden die ganze Nacht h cv in, ö(«ntni: blatt für das Deutsche wäre. Mißtrauen ist m der auswartlgen Politik em sehr pbsetzt gehalten. Am nächsten Morgen wurde eine Kom- Nr' 49 J f m ^Dcröffentliditen nachstehenden löblich Ding besonders aber gegenüber unfern stamm- b-A §es Gloucester-Regiments von Teadwood geholt und « 7^' 9 ! ^0. v. Mts. veröstentttchren na^ verwandten Vettern lenses des Kanals! Westindiern befohlen, sofort nach dem Lager zu gehen, Ausführungs-Bestlmmungen zu dem Gesetz vom I)ÖT)ere Getreidezolle hat sich letzt Graf! ' lls man auf sie schießen werde. Ta sie sahen. 28. Mar d. I. (Reichsgesetzblatt S. 463) werden ^ermitUüiOto festgelegt. Nach seinen Erklärungen un preußi-^^ man Erlist mache, formierten sie sich und marschierten zur öffentlichen Kenntnis gebracht. . scheu Abgeordnetenhause, wie nach den Kundgebungen der i narf) bem Lager. Ter ganze Ort ist in Aufregung, und 1. Als Stempel zur Bezeichnung der Militarbrteftaubev, offiziösen „Berliner Korrespondenz steht e» außer ^weiset, fürchtet, daß die Westindier ihre Drohung wahr machen - ...... 1 daß die Reichsregierung der Jnteressenpolitik des.Agrarier- ^inen Ueberfall der Stadt versuchen werden. Vorsichts- tums ganz beträchtliche Konzesftonen machen wrrd. Auch I sind getroffen worden. Das Lager wird von die Württembergische Abgeordnetenkammer hat nut ^exx Judiern bald geräumt werden müssen, da neue K^iegs- einer Dreiviertel-Mehrheit den Antrag angenommen, rm f^^^ ankommen, und 250 Mann Militär nach St. Bundesrat auf eine 61^0^9 5er ®etmt)e. § |inb. Tie westindischen Soldaten sollen zölle hinzuwirken, und der Ministerpräsident v. Schott ist Lager^nahe der Stadt untergebracht werden, bis gern bereit, einem solchen Wunsche zu entsprechen Jm 'n x^sporischiss sie forischafft" WA-» hipfpn Khmhtnmen natürlich auf» cul h Mach' froh. Mit Auster und mit Kaviar Vergnüge dich im Januar, Im kühlen Februario Mach dir mit Lachs das Leben froh, Und drücke sanft im Monat März Gefüllte Kalbsbrust an dein Herz!? mir also morgen mal mit Lachs das Leben Im gegenwärtigen Geschäftsleben spielt die Reklame eine große Rolle und man erlebt manche Ausartung derselben. Um so peinlicher berühren solche Ausartungen, wenn sie sich auf ein Gebiet erstrecken, auf dem die Reklame am allerwenigsten etwas zu suchen hat und deshalb auch immer verpönt gewesen ist. Die Pommersche Hypotheke n- Aktienbank, der im vergangenen Jahre der Charakter als Hof bank der Kaiserin verliehen worden ist, hat in den letzten Monaten ein Reklameheft, geziert mit dem königlich preußischen Wappen, in der ganzen Monarchie verbreitet. Schon diese Verwendung des königlich preußischen Wappens zeugte von Mangel an Takt. Jetzt ist aber die Bank so weit gegangen, die von ihr nach auswärts versendeten Pfandbriefe mit einem rosafarbenen Zettel zu bekleben, der in der linken Ecke die königlich preußische Krone und unter dieser das königlich preußische und das holsteinsche Wappen zeigt und im übrigen die Firma der Pommerschen Hypotheken-Aktienbank mit dem Zusatz „Hofbank Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin" mit der wichtigen Mitteilung enthält, daß die am 1. Januar und 1. Julr fälligen Coupons bereits am 15. Dezember und 15. Juni jeden Jahres eingelöst werden, eine Thatsache, die jedermann als bei jeder Hypothekenbank üblich hinreichend kennt. Die Beklebung der Pfandbriefe mit diesem Zettel kann keinen andern Zweck haben, als das ununterrichtete Publikum in den Glauben atu versetzen, daß der Wert des übersendeten Pfandbriefs durch die aufgedruckte königliche Krone und das königliche Wappen bestätigt werde. Es liegt hierin ein so überaus kaktloser Unfug, daß wir nur hoffen können, es werde ihm möglichst bald und gründlich gesteuert werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 4. Februar 1901. Gedenket der hungernden Vögel! • * Die Hess. Kulturtechuiker wünschen eine anderweitige Festsetzung ihrer GehaltSfkala. Sie bitten, die Kammer wolle den Höchstgehalt der im Staatsbudget 1901/02 vor gesehenen 10 Kulturtechnikerstellen entsprechend demjenigen der Gerichksschreiber, KreiSamtS-Bureauvorsteher rc. erhöhen. Diese Erhöhung würde für das vorliegende Budget eine Mehr- ausgabe von etwa 3000 Mk. verursachen. • * Noch nicht außer Kurs. Betreffs der silbernen Zwanzigpfennigstücke begegnet man häufig der irrigen Anficht, daß dieselben bereits außer Kurs gesetzt seien. Dem gegenüber bemerken wir, daß nach dem Beschlüsse des Reichs tages die Außerkurssetzung dieser Münze lftcht vor dem 1. Januar 1902 erfolgen soll. Die kleinen Geldstücke sind also noch ein Jahr giltig. , * • Arbeitgeber, macht Euch mit den sozialen Verficherungs- gesehen vertraut! Fortwährend tritt die Erscheinung zu Tage, daß sich allenthalben die Arbeitgeber um die Verficherungs gesetzgebung wenig bekümmern, daß sie infolgedeffen sich der gesetzlichen Bestimmung nicht bewußt sind, daß sie deshalb diesen öfters zuwiderhandelu und daher in Strafen genommen werden. Es ist schon mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse ein dringendes Bedürfnis für jeden Arbeitgeber, Verständnis der BersicherungSgesetze und ihrer Wirkungen zu haben. Wie oft liegt eS an der Nachlässigkeit der Arbeitgeber, daß ein Versicherter wegen NichtverwendenS der Marken für eine versicherungspflichtige Beschäftigung des Anspruches auf Rente, Beitragserstattung, Heilverfahren rc. verlustig geht? — Arbeiter ^uud Versicherte! Seid deswegen streng darauf bedacht, daß für die versicherungspflichtige Thätigkeit Marken in die Quittungskarten eingeklebt werden, versichert Luch während der beschäftigungslosen Zeit freiwillig weiter! Arbeitgeber und Versicherte, beachtet den Mahnruf: „Macht Euch mit den Versicherungsgesetzen vertraut!" Hierzu bieten die Winterabende die beste Gelegenheit. Jedoch ist eingehende Kenntnis eines Gesetzes nur durch Lesen eines gemein verständlich geschriebenen Werkes zu erlangen. Als solches ist das vor Kurzem erschienene und in allen Buchhandlungen zu habende Merkchen „Arbeiterfürsorge nach dem ?en rMg W Interossiziek, de, 1 für einen Zett- ieben können, wo chnittage auf de» einzige Unter- inen Dienst hatte, bei seinen Eltern e feiner Mutter, den, ift er Vf» t rhaMe, day feiner Verhaft- jedoch für * .(lden kann, schon m betW Wj mögen war. m ■b verübt odersU . stehen. Sowohl !>»>» ->$ ,L daraus W rl^ 1 ton 8*1 x sich M bie 9ei‘ü?w&»nfS S°»d-« j™ Seit« ch d°^Ä dnr» uirt die V' . Ke- j fartrof6; ver- sk^Ler^int^ des ol^ r-Stz ren. ^^ge dou L'SS •tet? längerer Zeit beim Turnen, indem der von ihm zum Hochsprung benutzte Stab zusammenbrach, als er gerade aus der Höhe des Sprunges war. Der Sturz hatte einen doppelten Bruch des einen Oberarmes zur Folge. Der Vater forderte nun von der Stadt Ersatz der Kurkosten in der Höhe von 291 Mk. Die S'adt fühlt sich aber zur Zahlung nicht verpflichtet, da nach Aussage des Magistrats bezüglich der Ge äte alles geschehen ist, um Unglücksfälle zu verhüten. Da auch nach Ansicht des konsultierten RechtS- anwaltS die Sache für die Stadt nicht aussichtslos ist, soll eine rechtliche Entscheidung herbeigeführt werden. Sollte die Stadt wider Erwarten verurteilt werden, so gedenkt sie den betreffenden Turnlehrer regreßpflichtig zu machen. Auf den Ausgang des Prozesses darf man gespannt sein. ♦ Brüssel, 3. Febr. Dr. Fritz Friedmann, der hier seit einiger Zeit eine kommerziell fwirtschatliche Wochen schrift herauSgiebt, ist von der belgischen Regierung aus- gewiesen worden. Er hat sich nach Paris begeben, wo seine Wochenschrift weiter erscheinen soll. • Die südlichste und nördlichste deutsche Garnison. Seit dem Jahre 1887 tauschen die Offiziere der Lind unser Garnison mit ihren Waffenbrüdern in Memel zum Geburtstage des Kaisers telegraphische Grüße aus. Bei der heurigen Kaiserfeier wurde den nordischen Brüdern folgendes Telegramm übermittelt: 3. Bataillon Ins Regt. v. Doyen, Memel, Sonst b>aust ein Rus dem Sturme gleich Am Äatferiag durch» Deutsche Reich, 6» jauchzt daS Volk, e8 jauchzt das Heer Vom Fel» zum Meer: Hurrah der Kaiser! Doch heut! — Germania trauernd steht, Halbmast deS Landes Flagge weht, Richt Freude tönt, kein Laut der Lust Aus deutscher Brust. Der Kaiser trauert. Vom Bod-nsee zum Ostseestrand Hin ft (l G denken sei gesandt. Es grüßt tn alter btrd'rer Treu' Den Aar der Leu: Hurra der Kaiser? Hurra! von dem Gedicht, da- in den NachmitttagSstunden aus Memel als Antwort eintraf, lauten die beiden letzten Strophen: Wir, die wir uns'reS Kriegsherrn Schwert Stets scharf und wehrhaft sollen hallen, Wir sind nur deutschen RamenS wert, Wenn Deutschlands Schild wir rein erhalten. Dum treu dem Kaiser, treu dem Reich! vom Nord zum Süd k'.ingt e6 zugleich. So laßt unS, Preußen oder Bayern, Beim Hurraruf durch deuischeS Land Den Tag durch das Gelübde feiern, Das uns umschließt mit festem Band: Im Dienst d,S Kaisers nie genug, Treu bis zum letzten Atemzug! Hurra! Die Offiziere deS 3. Bat. RegtS. v. Bayen. Da» OhrfetgeruDueÜ. Dem Schoenlank haut der Katzenstein, Beim Sternenschein, Sinst „eine rein!" Der Bruno Schoenlank aber spricht: „Ich gab sie ihm! Er gab sie nicht!-' Damit nun Alles werde klar Und offenbar Bis auf das Haar, Kommt's rasch, damit es Jeder kennt, Hinein in den „Correspondent". — Dort steht's gedruckt: „Ich war so kühn Und haute ihn! All' sein Bemüh'n, Daß er sich wasche davon rein, Nutzt nichts ihm. Simon Katzenstein l" O armer Bruno Schoenlank hör: Gekränkt bist schwer Du jetzt auf Ehr! Künd' uns des Rätsels Lösung laut Hast Du ihn, hat er Dich gehaut? — UmverMs Nachrichten. — Ein neuer Etuderrtenverei«. A, der Berliner Friedrtch- wilhelms-Univ-rfität ist ein murr Studentenverein „Silingta" mit schwarz-weiß hellblauem Blerzipfel haup sächlich durch Mitglieder deS SchwarzburabundeS gegründet worden, zu dem die Verbindungen Uttmruthi* Erlangen, Burschenschaft Germania-Göttingen, TuiSconia Halle, Nordalbingia-Leipzig, Srdinia Greifswald, Nckaria-Tübingen, Franconia-Marburg, Hermtnouia-München gehören. In der lieber: zeuzung, daß die Stubentenjahre zu den entscheidungsreichsten des Lebens gehören, erwartet der Verein von seinen Mitgliedern nicht blos gewiffenhafte Vorbereitung auf ihren zukünftigen Beruf, sondern auch i-tne Äu4 inanders' tzuog mit den die Zeit bewegenden Fia °- Gesetzlich geschützt! und Khuenheil für immer von Stall und Hof. „Waul- 628 Kaupt-Mederkage bei S. Gan»*, Hess. Del» und Fett-Manufaklur, Akeich. graße 31. Weiter erhältlich bei: H. Badnin und Konrad Jäger. 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