Nr. 207 Zweites Blatt Mittwoch 4 September 1901 rU« eulwirtl 80 Wg. 3o»*Whi «atz Kein Verfilzen! Feuilleton. »husfer1 |ehet8fl,erfc 151. Jahrgang matie demgemäß für einen Vorzug, und dieses Vorzugs darf sich seit fast 7 einhalb Jahren Fürst Philipp Eulenburg rühmen. Es ist bisher von keiner Seite angezweifelt worden, daß der Fürst in demselben Maße diplomatische Fähigkeiten besitzt, wie er sich des kaiserlichen Vertrauens erfreut. Fürst Eulenburg zählt bekanntlich zu den ständigen Begleitern des Kaisers auf der Nordlandreise, und er wird ®d Postbezug bierteW* «t. 1.00 otzae BeSSt «U ÄeHn: 5891 rsweg 71. Wß gtltfln 61. tfkr-W 01. SaudeMge ichränke. ßtttzckll. " Waage»- Hartes«^ 8eit«t Sotireib. ® Kw! Eine sehr drollige Anziehungskraft besitzt das Haus Behrens in seinem Ueber-Geschnas-Panorama, um dessen Herrichtung sich Friseur Hans Kraft aus der „Tokumentenstadt" ern riesiges Verdienst erworben hat. In dieser Galerie improvisierter plastischer Gemälde genießt man den Anblick des „Kurhauses und Parks in Wiesbaden", macht einen Ausflug nach der „Teufelsinsel", erbaut sich an dem Glanz der deutschen Kriegsflotte, gewinnt einen Ueberblick über die Ueber-Dokuments-Aus- stellung — und wird zugleich — denn der Hersteller macht kein Geheimnis aus seinen Atelierkünsten — amüsiert durch die Belehrung, daß die bunten Bilder hinter den Gucklöchern sich aus ‘ einer Zusammensetzung aller Arten von Abfällen ergeben wie Zigarrenspitzen, Schuheinlagen, Karbolwatte, Fliegenpapier, Lockenwickel, altem Bügelersen, kaputen Regenschirmgestellen usw. Anf dem „Ueber-Ueberbrettl" ist auch schon tüchtig gearbeitet worden. Man hat die richtigen Kräfte dafür ausfindig zu machen gewußt.. Der „Clou" ist eine feschle Chansonettensängerin Madame Gil Blas, die wt Winter auch schon zur Erheiterung eines Herrenabends der Kasinogesellschaft beigetragen hat, natürlich rst „he/- generis masculinr! Was thu' ich in den Alpen?" Auf einer Tour von Meirinqen über die große Scheidegg nach dem Faulhoru fand je- manb beim Abstieg nach dem Grindelwald tn der ersten Erfrischungs- hütte Alpenrose in dem dort aufliegenden Touristenbuche nachfolgende Verse: . Was thu' ich in den Alpen, warum so wett hmaus? Was mir die Alpen bieten, hab' alles ich zu Haus: Im „Wetlerhoru" erblick ich flugs meine eigne Frau, Und meine älteste Tochter, das ist die „Blümlisau", Das „Finsteraarhorn" aber die alte Tante ist, Die sich an eis'ger Kälte mit jedem Gletscher mißt. Das „^chreckhorn" in den Wolken, wo die Lawine kracht, Das ist die Schwiegermutter, die ich ins Laus gebracht. Das „Faulhorn" bin ich selber, das weiß ich nur zu gut. Seitdem auf meiner Nase das „Alpenglühen" richt. Was thu' ich in den Alpen, warum so weit hinaus-? Was mir die Alpen bieten, hab alles ich zu Haus! ihre tragikomischen Einfälle auf einer Papierrolle nieder, die gewöhnlich nicht zu litterarischen Zwecken benutzt zu werden pflegt! Tie tollsten Purzelbäume schlägt der Ueberdokuments- geist jedenfalls in dem „Hause der Flach heit", von dem es im Katalog heißt: „Für das Ausmaß der Höhe war ausmaßgebend, daß diejenigen, denen es schon einmal gelungen war, durch die Thür zu gelangen, sich innen frei aufrichten konnten. In famoser, treffsicherer Manier sind verschiedene Originalgemälde und Studien durch Herausholen dominierender Farbenflecken, event. auch Umbildung des Gegenstandes ins Drastische verkehrt worden. Tie Wanderung durch diesen kleinen Raum ist hauptsächlich dann unterhaltend, wenn man die Bilder im „Haus für Flächenkunst" sozusagen auswendig kennt. Einzelne Nummern kamen ja der Parodie auf halbem Wege ent- S, so z. B. jene hingekleckste, an der Ballustrade ide, dem Beschauer die Rückenansicht präsentierende Same. Pei andren Kompositionen wie etwa bei Hölschers „lesender Frau", dem „Sonnenaufgang" von Kaltmorgen und dem „Herbstbild" von Eugen Bracht ist der Mutwille absichtlich und nicht ohne Grazie hineingetragen worden. Bei Siebelist's „Frauen vom F e l d e h e i m k e h r e n d" hat sich das auf dem Schubkarren fortgeschaffte Grummet in einen betrunkenen Hausvater verwandelt. Daß Behrens und Christiansen aus eigenem Antrieb gutwillig hergehalten haben, kann man sich denken. Aus dem „Temperabild" in des ersteren Musikzimmer ist der „Alpdruck" geworden. Ueber einem Christiansenentwurf, der dessen große Halle in der „Villa in Rosen" schmückt, und der nun hier gleichfalls die Harlekinstracht angezogen hat, stehen die Worte:. „Gemeinheit und Rohheit führen den Genius zum Stumpfsinn". Tas „Haus Christiansen" ist im „Ueberdokument" auch dasjenige, welches das komische Abbild eines Interieurs zeigt; natürlich das des blauen Schlafzimmers mit dem Sternenhimmel. Von der Decke herabhangende Blumenscherben, in welchem vertrocknete Birnen die elektrischen Drähte andeuten, versinnbildlichen die Beleuchtungskörper. keit dieser j ^eibmaschiiit 44K unterscheidet ftch seine Amtsführung von derjenigen der anderen Vertreter Deutschlands, in fremden Staaten insofern, daß sie ungewöhnlich oft nicht vom Botschafter selbst, son- dern von einem Stellvertreter versehen wird. Es mag die Behauptung übertrieben sein, Fürst Eulenburg l)abe yur... epya k^ei Monate im Jahre die Legatiionsgeschäste persönlich geführt. Fest steht, daß der Fürst viele Wochen hindurch der Kaiserstadt an der Donau fern geblieben ist, und das der Zeit, als der politische Horizont über dem Balkan nichts.weniger als ungetrübt war. Auch jetzt wieder, wo die orientalische Frage in den Vordergrund tritt, weilt Fürft Eulenburg in Bad Gastein, wohin er sich kurz nach der Rückkehr von der Nordlandsreise begab. In einem Teil der deutschen und der österreichischen Presse sind die häufigen Unterbrechungen der Thätigkeit des Wiener Botschafters scharf kritisiert worden, anscheinend nicht in ausreichender Würdigung des Umstandes, daß Fürst Eulenburg an einem mit steigender Heftigkeit auftretenden rheumatischen Leiden laboriert. Tie Muße des Fürsten ist in der That eine unfreiwillige, wie aus genauer Kenntnis der Tinge versichert werden kann. Ihm persönlich einen Vorwurf zu machen, liegt durchaus kein Grund vor. Nicht unbereck)tigt ist dagegen der Hinweis, daß die häufige Führung der Legationsgeschäfte durch einen Botschaftssekretär, zumal in politisch bewegterer Zeit, geeignet sein möchte, den Wiener Botschaftsposten als minder diffizil und minder hervorragend erscheinen zu lassen. Auch Fürst Eulenburg hat ohne Zweifel dieser Erwägung schon Raum gegeben, und wenn er um Enthebung von seinem Posten bisher nicht ersuchte, so nahm er wohl Abstand auf Grund der ärztlichen Versicherung, daß die Wiederherstellung seiner Gesundheit eine Frage kurzer Zeit sei. Mau dürste ferner kaum feht- gehen in der Annahme, der Kaiser wünsche den Fürsten Eulenburg, solange als irgend möglich, auf dem WienerPosten zu belassen. Denn Her Vertraute Kaiser Wilhelms genießt auch am Wiener Hofe hohes persönliches Ansehen. Uebrigens? wird beabsichtigt, die Wiener Botschafterfrage im Reichstag zur Sprache zu "bringen. ■mit Extrazug aus dem badischen Bahnhof nach Berlin auch häufig der Auszeichnung gewürdigt, in den „Jagd- Hbgereift Ueber die Abreise selbst erfährt die „Franks, gründen" seiner märkischen Besitzung Liebenberg den Kaiser W* folgende Einzelheiten: Große Hotelomnibusse brachten zu Gast zu haben. Nimmt Fürst Eulenburg derart eine das gesamte Personal der Sühnemission mit Hunderten von Ausnahmestellung unter den deutschen Diplomaten ein, so GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Dr. M. Darmstadt, 2. Sept. Hinunter mit dir Zeitungsmensch „Tu rniserabliger, gelber, „Tie Witze, die zu machen sind, „Tie machen wir all selber!" Diese Worte stehen auf einem großen Plakat, das einen Zchießbudenstand anzeigt. Die Schützenziele bilden grotesk ftntalte Pappfiguren, die hie und da eine flüchtige Ähnlichkeit mit einem auswärtigen Kunstkritiker aufweisen, doch iß man in diesen satirischen Anspielungen sparsam und Hrmlos zu Werke gegangen. Weit energischer setzt die Selbstverspottung ein: in Äein Panoptikum des Hauses Habich. Als „Begas Bessungen" hat sich Ludwig Habich, der als „Prinz Mun" an der Eröffnungsfeier teilnahm, selbst persifliert; Christiansens zarte, schmächtige Figur ist als Spiri- luspräparat zu schauen. „Behrens" thront über dem --Ganzen gleichsam als indisches Götzenbild mit dem Losungs- IMt „Tie 3eit ist da!" P a t r i z H u b e r erscheint mit dem 'Nein amen „der Kurvenstitz", Paul Bürk Hat in An- Gepäckstücken zum badischen Bahnhof. Im Fürstenzimmer warteten Generalmajor Höpfner in großer Uniform, die Brust mit Orden bedeckt, und Major Lütt Witz. Auch hatte sich der deutsche Konsul in Basel Eißwald ein gesund en. Der Bahnhof war durch Polizei abgesperrt. Im Fürstenzimmer fand eine Begrüßung zwischen Prinz Tschun und dem neuen Gesandten in Berlin, Jin Tschang, einerseits und den deutschen Offizieren anderseits statt. Der Extrazug führte außer den üblichen Sicheryeitswagen zwei kaiserliche Salonwagen mit den Hohenzollernwappen, dann einen Restaurationswagen und zwei gewöhnliche Wagen erster und zweiter Klasse. Vor der Abreise hatte der bisherige Gesandte in Berlin, der, wie wir berichtet haben, sich nach Basel begeben hatte, mit seinem Nachfolger und dem Prinzen Tschun eine lange Konferenz. Für die Unmöglichkeit des geforderten Kotau wurde auch hervorgehoben, daß ein Gesandter, der sich vor dem Souverän eines europäischen Kulturstaates zu Boden geworfen, dem diplomatischen Korps nicht mehr als ein Gleichgestellter erscheinen könne und folglich als diplomatischer Vertreter unmöglich geworden sei. Daß die Schwierigkeiten gelöst sein müssen, geht auch daraus hervor, daß man die noch in Genua verbliebenen Gepäckstücke nach dem Badischen Bahnhof, also nach der deutschen Station hat überführen lassen. Der Aufenthalt der Sühnemission in Mrlin soll zwei Wochen dauern. Die Mission ist von folgenden S t a a t e n ein geladen werden: Italien, England, Belgien, Vereinigte Staaten von Amerika und Japan. Alle diese Einladungen sind angenommen roorben. Die erste Einladung kam von den Vereinigten Staaten. Neben dem Prinzen Tschun und dem Generalleutnant Jin Tschang, dem neuen Gesandten für Berlin, sind die hervorragendsten Personen der Gesandtschaft folgende: Tschang-Jin-Mau, Direktor der nördlichen Bahnen und Minen und Hauptaktionär der Kaiping-Minen, Sir Liang-Tschentung, der erste Sekretär, Dr. Mark, Leibarzt von Li-Hung-Tschang, weiter 6 Sekretäre, 12 Attaches, 6 Offiziere der Leibgarde des Prinzen und der Dienerschaft. Zur Mission gehört ferner Ingenieur Brasser, technischer Sekretär der clsinesischen Marine-Verwaltung, und Generalmajor Richter, sowie der Reisemarschall Leutnant Rauch. Der Letzgenannte wird die Reise nicht bis nach Berlin mitmachen. Zu den Pretzangrtffen aus den Botschafter Fürsten Eulenburg. Es wird uns aus Berlin von besonderer Seite geschrieben : Der Wiener Botschafterpvstzen gehört zu den politisch wichtigsten und höchstdotierten unter den deutschen Auslandsvertretungen. Ihn zu bekleiden, "gilt in der Diplo- Amtlicher Fell. Gießen, 30. August 1901. Setr.: Definitorialprüfung der Schulamts-Aspiranten und -Aspirantinnen im Herbst 1901. Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen an die Schulvorstände deS Kreises. Wir ei'npfehlen Ihnen, die in Ihrer Gemeinde wohnenden Schulamts-Aspiranten und -Aspirantinnen zu benachrichtigen, daß die nächste Disinitorialprüfung Montag, 4. November 1901, vormittags 8 Uhr, in Darmstadt (in der Aula ieS Ludwig-Georgs-Gymnasiums, Karlsstraße Nr. 2) beginnt unb daß die an Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, zu richtenden und mit Stempelmarken im Betrag von Mk. 1.50 zu versehenden Gesuche nebst Anlagen (Seminarzeugnis, bezm. Zeugnis der ersten Prüfung, Zeichnung und Probeschrift) bis spätestens zum 5. Oktober i>3. Js. bei uns einzureichen sind. Später einlaufende Gesuche finden keine ^Berücksichtigung. Alle diejerügeu Prüflinge, welche nicht ausdrücklich vou der Prüfung zurückgewiefeu oder dvrch besondere Zuschrift auf einen späteren Termin zu derselben eiuberufeu werden, haben ßch zu der obeubemerkten Zeit in Darmstadt zur Prüfung eiuzustelleu. v. Bechtold. "pietung auf das verunglückte Examen ein „A-B-C-Bnch" •»W kf Htii 'n die Hand bekommen, Bosselt fheht als schlichter Maurer &Von Olbrich erblickt man nur die auf einem Parade- " zur Schau gestellten „Hände": „das sind die Hände, *7 IHe den „Platanenhain" pflanzten . . . usw." Daneben ein rbrtöCtt 'J6ür Glacehandschuhe, weil man Olbrich selten ohne diese [dvj ,, /11 rllickt. rMUltwP1 Um in diese Männergesellschaft auch ein weibliches ™ Element hineinzubekommen, hat man die Gestalt Friederike edttlE &ei Herl» 'Lenrpners bemüht,^die in Deutschland in allen hurnor- / Liebenden Kreisen nachgerade eine gewisse Popularität ergingen haben dürfte. Tie gute, korpulente Alte schreibt eine Der Deutsche Verein für öf f entliehe Gesunb- näckig gezeigt; man spricht von einem Verkaufs^eis ton hat berechnet, daß der Arbeitswert für die bis jetzt in Angriff genommene, aber^ liegen getaffene^ Strecke des vor allem ankommt, in Parlamentskreisen ist die Stimmung einer solchen Schöpfung keineswegs günstig. Hat sich doch selbst die „Kreuzztg." dahin ausgesprochen, daß der Gedanke auf konservativer Seite vorläufig wenig Zustimmung findet. Ter Grund dieser kühlen Haltung ist insbesondere die Finanzlage des Reiches. Seit Monaten liest man in offiziösen Darlegungen, wie wenig befriedigend die Entwicklung der Finanzverhälttiisft des Reiches ist, und daß die äußerste Sparsamkeit geboten sei. Eine Kolonialarmee mag „wünsck-enswert" erscheinen, aber _ in Zeiten, wo es heißt, sich nach der Decke strecken, dars eben nur das absolut Notwendige in Betracht kommen. Zur Genüge bekannt ist auch, daß die Ansichten über die Zweckmäßigkeit einer Kolonialarmee unter hohen Militärs ziemlich weit auseinandergehen. Der preußische Kriegsminister v. Goßler gilt keineswegs als ein Enthusiast für dies Projekt, das in der Oeffentlichkeit zuerst von Herrn v. Witz- mann, in der „Deutschen Kolonialztg.", in Anregung gebracht wurde. Das „Militärwochenblatt" nahm von vornherein zu den Vorschlägen eine ziemlich kritische Stellung ein. Unter allen diesen Umständen wäre es doch wohl besser, zunächst einmal abzuwarten, bis das Urteil der Sachverständigen sich geklärt hat, und bis die Zeiten günstigere geworden sind. Eine neue Reichssteuer durfte ohnehin kaum zu umgehen sein, obschon einstweilen noch sorglich der Schleier über die Vorbereitungen hierfür gedeckt wird. Für Steuerpläne ist schon an sich niemand empfänglich im Reichstag. Eine Steuervorlage aber, die mit der Kolonialarmee im Hintergründe auf dem Schauplatz erschiene, wäre mit Sicherheit als verloren zu betrachten. Der nächste Reichshaushaltsetat wird einer äußerst scharfen Prüfung ausgesetzt sein, und alles das wird gestrichen werden, dessen Dringlichkeit nicht überzeugend nachgewiesen ist. Sa vernahmen wir jüngst von einem nicht zur „Opposition" zählenden Abgeordneten, unter Hinweis darauf, daß auch das ausschlaggebende Zentrum weniger in der „Gebelaune" sei, als je. Deutsches Wich. Berlin, 2. Sept. Der Kaiser begab sich heute früh, von Wildpark hierher und fuhr vom Tempelhofer Feld zu Wagen nach Buckow, wo er zu Pferde stieg. Er hielt sodann die an Stelle der Herbstparade stattfindende große Gefechtsübung mit fast allen Truppenteilen des Gardekorps und dem Infanterieregiment Nr. 8 in der Gegend von Buckow-Groß-Ziethen ab. Das Hauptquartier, sowie die fremdländischen Offiziere waren anwesend. Bei Bnckoiv- entspann sich ein längeres Artilleriegefecht, wobei auch Maschinengewehre thätig waren, eine Kavallerieattacke auf die Infanterie folgte. Nach der Kritik nahm der Kaiser bei Groß-Ziethen einen zweimaligen Vorbeimarsch aller beteiligten Truppenteile ab und verließ um 2% Uhr das Uebungsfeld. — Die Thätigkeit des Bundesrats hat wieder begonnen, indem der Ausschuß für Handel und Verkehr eine" Sitzung abhielt. — Prinz Ludwig von Bayern richtete an den in Breslau tagenden deutsch-österreichisch-ungarischen Binnen- schiffahrts-Verbandstag ein herzliches Schreiben, roorm er sein persönliches Fernbleiben als Protektor des Verbands- tages entschuldigt. — Die Beisetzung des Prinzen Hermann von Sachsen-Weimar findet am Mittwochnachnuttag um 3% Uhr statt. Der Beerdigung wird ein Trauerakt im Weimar-Palais vorausgehen. Die Leiche trifft aus Berchtesgaden heute nacht ein. Zugleich kommen die Prinzen Wilhelm und Emst und die Prinzessin Olga an. w ® Die Republik Chile hak nach einem kurzen Interregnum nun endgiltig ein Oberhaupt erhalten. Die Ernennung Riescos zum Präsidenten von Chile ist ton dem Nationalkongreß für gütig erklärt worden. Sein Amt erstreckt sich verfassungsmäßig auf fünf Jahre; der Antritt erfolgt am 18. September. In Riesco ist hoffend lieh der Mann gefunden, der die Interessen Chües den. tetigen Anfeindungen der Nachbarrepubliken Argentinien, und Bolivia gegenüber zu wahren und zu schützen ver- teht. Erst im vorigen Jahre haben bekanntlich geheime Manipulationen zwischen Argenttnien und Bolivia große Beunruhigungen in Chile hervorgerufen und militärische Rüstungen veranlaßt. Indessen lassen die innerpolittschen Mißstände in Argentinien selber eine ernstere Gefahr für die Republik Chile wohl kaum befürchten. Engländer und Bure«. Das , Echo de Paris" behauptet, Dr. L e Y d s habe vor kurzem thatsächlich bei Delcässe Schritte unternommen, um eine Zusammenkunft des Zaren mit dem Pra- identen Krüger zu ermöglichen. Delcasse habe aber den Einwand erhoben, daß die Anwesenheit Krugers zu burenfreundlichen Kundgebungen Anlaß geben könne, deren. Charakter mit den für den Zaren geplanten Festtichketten nicht im Einklang stehen würde. Dr. Leyds habe übrigens durch den Sekretär van den Houven in derselben Ange- eaenheit auch bei Lcunsdorff Schritte unternommen. Noch immer will sich eine nachhaltige Wirkung der Proklamation Kitcheners, die bekanntlich als Zett- unkt für die endgiltige Unterwerfung der noch kämpfenden Buren den 15. September feUetzt, nicht zeigen. Im Gegenteil ist der Thatendrang der noch auf dem Kriegspfade weilenden Buren nicht nur in der Kapkolonie, sondern auch in den eigentlichen Burenstaaten unverändert. Neuerdings scheint auch B e y e r s Kom m an do, von dem man lange nichts gehört hat-es hieß Beyers selbst se. schwer^, wundet - wieder in Thätigkeit getreten zu ftin Be^rS hat den Geländcabschnitt westlich der El,enbahn Pretoria, s Petersburg zur Verteidigung überwiesen erhalten und sein Standguartier in den Water bergen aufgeschlagen, von wo . er seine Vorstöße östlich gegen die Eisenbahn und südlich gegen die Magaliesberge zu unternehmen pflegt. Tev Eisenbahnüberfall, der nach Kitck-eners Meldung am 31. August von den Buren ausgeführt worden ist, hat m diesem Geländeabschnitt stattgefunden, und man darf deshalb, obwohl Kitchener das Kommando Nicht nennt, annehmen, daß Beyers der Urheber desselben ift 'WC Heber* fall geschah zwischen den Stationen Waterval und Hamans- kraal, deren erste 21 Kilometer nördlich ton Pretoria liegt. — Eine zweite Schlappe haben die Briten am 28. August bei Yaskraal erlitten. In den amtlick)en Meldungen war darüber freilich nichts zu lesen, aber die Verlustliste verzeichnet, daß an dem genannten. Tage der yaskraal, einem vorläufig nicht näher zu bestimmenden Orte, 4 Reguläre getötet und 12 verwundet worden sind. • Telegramme des Gießener Anzeigers. Kapstadt, 2. Sept. (Reuter-Meldung.) Es heißt, die Kommandos Hertzogs und Latgens seien in den Oranje-Staat zurückgetrieben. Die O st-Transvaal- Bahn sei vom Feinde in der Nähe von Alkmaar, etwa ut der Mitte zwischen Middelburg und Komati-Poort, zer- tött und dann ein Eisenbahnzug von den Buren angegriffen worden. Der Zug sei den Angreifern aber entkommen. — Aus der Kapkolonie verlautet noch, die Bureii seien aus dem Distrikt von Barkly East durch den Barkly Paß in die Nähe von Elliot und Cala gezogen, wo 'ich Eingeborenen-Reservate befinden. — Es heißt ferner, es sei nunmehr beschlossen worden, alle Familienangehörigen von Buren, die woch im Felde ständen, an die Küste zu deportieren, wo Flüchtlingslager errichtet werden sollten. Wenn diese Maßnahme durchgeführt werden würde, so werde die Eisenbahn wahrscheinlich im stände sein, genügend Nahrungsmittel herbeizuschaffen, um ganz Johannesburg zu verproviantieren, wie das auch vor dem Kriege der Fall war. Es würde somit alle Wahrscheinlichkeit dafür vorhanden fein, daß normale Verhältnisse in bet Stadt wiederkehren würden. Kapstadt, 2. Sept. Beim Empfange der Abordnung der Uitlanders sagte Milner auf deren Ansprache, er werde für kein Ziel ausdauernder arbeiten, als fitr dasjenige, den Transvaalflüchtlingen, so schnell es die Umstände gestatteten, die Heimkehr zu ermöglichen, und werde fortfahren, alles in seinen Kräften stehende zu tun, h u dies Ziel zu erreichen. ' . Loudon, 3. Sept. Der letzte Burenkommandant in Johannesburg, Dr. Krause, der seinerzeit Johannesburg Roberts übergab und nachdem er den Treueid geschworen hatte, seit vier Monaten in London lebte, ist gestern abend in einem hiesigen Hotel unter dem Verdacht der Spionage verhaftet worden. Sein Gepäck wurde beschlagnahmt. Er wird heute früh vor dem Bewstreet-Polizei- gericht erscheinen. Wifiet*«**!* ! .411 !olgi Die „Kreuzzeitung" bespricht in einem Leitartikel die Freizügigkeit. Sie ist der Ansicht, daß der Zug nach der Stadt eine gemeingefährliche Erscheinung sei, und spricht sich deshalb dagegen aus. Sie schreibt: „Wer auch nur flüchtig die Bewegung der Bevölkerung während der letzten Jahrzehnte verfolgt hat, weiß, welchen unheilvollen Einfluß die nationale tote die internationale Freizügigkeit auf sie geübt hat. Die nationale Freizügigkeit entvölkerte das platte Land, raubte vielen Tausenden die Bodenständigkeit und fiihrte zu Anhäufungen der Bevölkerung in verhältnismäßig wenigen großen Mittelpunkten. Dieser Zug in die Stadt war und ist eine gemeinschädliche Erscheinung, die in ih^r stanzen Tragweite noch nicht empfunden wird, ja noch nicht zu übersehen ist. Für Deutschland ist diese Frage noch nicht aktuell. Außerdem Ijat die Regierung im Verwaltungswege Vorsorge getroffen, daß die fremden Zuwanderer auf .Zeit sich nicht endgiltig niederlassen, sondern immer als Es erhellt daraus, daß der Ackerbau zum wett Über- Fremde betrachtet werden und unter einer gewissen Aus- wiegendsten Teil in Weizenbau mit 56,6% (= 7,8% in l sicht bleiben. Aber auch in Deutschland hat die inter- Deutschland) besteht, daneben steht die Futtererzeugung, nationale Freizügigkeit schon manche Unzutraglichkeiten nämlich das Heu, und unter „Anderen Früchten" hauptsächlich hervorgerufen und gewisse Mißstmide gezeitigt. Es handel Futterrüben und Raps. Roggen wird o gut wie gar- sich hier um ernt azralpolrtrsche Angelegenhe . WÜI man nicht gebaut, da er in Anskalien keinen Markt hat; das- dr- natwnaleu.Kratt-juTte jelbe tft nut Kartoffeln der Fall; rn Australien ist■ du; Kar- Jun'g t>e§ platt en ßanbeS unb bie 3u- löffel wie bei den Nordamerikanern bet weitem nicht - me ber Großstädte sind so bedenkliche Er- nahrungsmittel, wie in Nord- und Mitteleuropa. Dahin- nun gen, daß man nicht zögern darf, um sie zu gegen haben Zuckerpflanzen mit 1,3%, und Mais mit 0,6% «beseitigen, selbst die Frei züg igkeit an zu tasten, der Ackerfläche fast die gleiche Anteilsgröße wie bei uns in! Ist man dahin gekommen, die inneren Wanderungen so Deutschland. zu lenken, wie sie den Interessen des Staates und der Wie in allen jungen Ländern ist auch in Australien der Gesamtheit enffprechen, dann wird man leichter auch die Ackerbau sehr ertensiv. Das ist ersichtlich aus den ge- internationale Wanderung, bte fremde Zuwanbming, der ringen Durchschnittsergebniss-n, wie sie der LanbwirtschaWche ^'WeEgen Regelungen hingegen wer- Sachverskmdige ur Au,kal.en.n emem Bericht an das Aus- »«'were, t interwttionaU Freizügigkeit wärlige Amt mttteilt. Darnach betrug m Australien , bedenklich um sich greift und die ganze wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in ungesunde und gefahrvolle Bahnen drängen muß, wenn es nicht rechtzeitig gelingen sollte, die Arbeiterwanderungen zu regeln und die Bodenständigkeit wieder zu kräftigen." (for w, X d« w ««genau. INach dem Berichte des Landwirtschaftlichen Sachverständigen für Australien.) Den Hauptzweig des austtalischen Landwirtschaftsbettiebes bildet die Viehzucht; indesien hat auch der Ackerbau in den letzten 20 Jahren einen wesentlichen Aufschwung erfahren, wenngleich seine Erzeugnisse auf dem Weltmärkte noch durch- Qus keine Rolle spielen. Allerdings ist die Anbaufläche mit nur 0,54% der Gesamtfläche i. I. 1899 äußerst gering; dem v vv u* v v_______ stehen z. B. in Europa 32%, m Deutschland fa|t■ 6.°%keitgtoflege wird seine diesjährige 26. Jahresver- gegenüber. Aber im Verhältnis zur Volkszahl hat Austra-1 mmrnlung in den Tagen vom 18. bis 21. September in iien in feiner Anbaufläche mit 0,56 ha in 1871 und 0,92 ha Estock abhalten. Die Verhandlungsgegenstände werden in 1899 auf 1 Einwohner Europa überflügelt; Deutschland sein: Die örtlichen Gesundheits-Kommissionen in ihrer bei feinem intensiven Anbau weist 1899 nur 0,5 ha auf beutung für Staat und Gemeinde, sowie für die amtliche leben Einwohner auf. Die landwirtschaftliche Bevölkerung Thätigkeit der Medizinalbeamten (Geh. Medizinalrat T^r. steht dagegen mit 475 000 ----- 10—11% der Gesanttbevölke- Rapinund-Mniden und Privatdozent Dr. ^strow), Hy- rung geg°nüb°r D-utschlanb mit nmb 18 Millionen-- 35«/0 ier Gesamtbevölkerung sehr zuruck. Itraler ^eiinnas- und Lüftungsanlagen für Wohnhäuser und Die Gesamtflüche des Erbteils betragt 797,8 Millionen Gebäude im letzten Jahrzehnt (Ingenieur Os- Hektar; davon waren 1871 nur 1 090 000 Hektar, 1899 ixchder-Düsseldorf; die Bedeutung der hygienisch wichtigen schon 4 210 000 Hektar bebaut; immerhin ein sehr ge- Metalle (Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zinn und Zink) ringer Teil. im Haushalt und in den Nahrungsgewerben (Prof. Dr. Was die angebauten Feldfrüchte betrifft, so sind sieIK. B. Lehmann-Würzburg; Straßenbefesttgungsrnaterialien .zumeist dieselben wie bei uns, im übrigen uns wenigstens dem I und Ausführungsarten sowie ihr ^iufttiß auf die @€^«0* gtamen nach mehr oder weniger bekannt. Nur wenige sind lheit (Stadtbaurat Genzmer-Halle und Privatdozent Dr. Ty. Australien eigentümlich. Ihre Zunahme ist im Laufe der, Wetzl-Berlin). _______ Zeit immer gleichmäßig vor sich gegangen, wie das für die „iirde »%erci qlbre^-s. seit konscrv dökt 1 ßoten, 5«^ Mark zur Subventionierung von Weg- und H"^len- bauten, welche Summen von der Versammlung, genehmigt werden. Für die Zeitschrift des Jahres 1902 ist eine neue Karte der Adamellogruppe, für 1903 eine Karte der Dolomiten in zwei Blättern im MaUtabe 1:100 OOOvtogeiehen. In den wissenschaftlichen Beirat wurde Prof. Dr. Schönbach -Graz, in den Weg- und Hüttenbau- AusschußDr. Nase-Wien und Tr. Ro sch Nick-Laibach, ferner als Ersatzmänner Dr. LorenEien und Seifert- Nürnberg gewählt. Die vom Zentral-Ausschusse in Verbindung mit der Führer-Kommission , aufgestellte Ordnung für das Führerwesen wurde einstimmig angenommen, ebenso der von der Sektion Freiburg befürwortete und vom Zentral-Ausschuß empfohlene Antrag, der Frage des Unke r r i ch t s von Bergführern im S k i l a u f näher zu treten um möglichst rasche Hilfe bei Unglückssällen in den Alpen herbeizufiihren. Ter Zentralausschuß übernahm es, aus Antrag der Sektion Bozen, sich mit dieser Frage eingehend zu beschäftigen. Als Ort der nächstjährigen Generalverfammlung wurde einstimmig Wiesbaden gewählt, und für 1903 Bozen in Vormerkung genommen. Schließlich! sprach Justzizrat Schuster- München dem Zentrctt-Ausschusse den Tank ber Versammlung aus. Bei schönstem Wetter und reicher Illumination spielte sich gegen Abend in den Kuranlagen ein äußerst gelungenes alpines Volksfest ab.____________________ Der gegenwärtige Umfang des Ackerbaues in Australien. W/iederaufnahme des Panamakanal-Projekt s? Die amerikanische Kommission, welche mit dem Studium der projektierten Nicaraguakanallinie und mit dem des von den Franzosen iiotgedrungen im Stich gelassenen Panamakanals beauftragt war, hat ihre Arbeit vollendet und auch schon Bericht darüber erstattet. Letztere wird aber dem Kongreß erst im Dezember bei seinem Wiederzusammentritt unterbreitet. Während dieser Zeit hofft man in Amerika von der französisck)en Gesellschaft, welche die Geschäfte des verkrachten Panama-Unternehmens führt, av f. .. - „ ,. . . , günstigere Verkaufsbedingungen zu erlangen. I^se An- Tie Ettrage sind demnach noch recht gering und fogar na^me sich auf die Ueberzeugung, die sranzöfische im letzten Jahrzent mehrfach gefallen, was vielleicht in etwas I Gesellscliast werde einsehen, daß, falls Amerika sich für der größeren Aufmerksamkeit, die man neuerdings dem I den Bau des Nicaraguakanals entschiede, sie selbst kein Futterbau zuwendet, zur Last fällt, jedenfalls aber zum I Mittel mehr auf treib en könne, um das Panamaprojekt auv- Hanptteil einem Umstande, den der australische Fanner nicht zuführen. Alles Geld, das bisher in dieses Unteimehmen m der Hand hat: der großen Dürre der letzten Jahre. gesteckt ist, wäre dann vollständig verloren wahrend ei MirrArgpwPTtt mit deii Vereinigten Staaten die unMck- lichen Panama-Aktionäre wenigstens zu einem "einen Teile ytTult|(t)E Tügesslylm. wieder in den Besitz ihres Geldes setzen konnte. Bisher Zu dem Projekt einer Kolonialarmee schreibtlhat sich jjedoch die ftanzöfische Gesellschaft sehr Hartman uns aus Berlin, 2. September: näckig gezeigt; man spricht von einem Verkaufspreis von Mit dem Plan einer Kolonialarmee wird es nun doch 150 Millionen Dollars; aber ein solcher Preis scheint für «Ernst, denn Bayern soll von der Reichsregierung zu einer Iden Kongreß indiskutabel zu sein, denn die Kommysion M e i n u n g s a u tz e r u n g über die Gründung einer Kolo- hat berechnet, daß ber Arbeitswert für die bis jetzt tn 'nial-Armee aufgefordert worden sein. Wie immer die l Angriff genommene, uvyv» ^>»11-.... ------ - — Aeußerungen der Bundesregierungen aussallen mögen, — Panamakanals sich auf 33 Millionen Dollars beläuft, wäh- Denn selbstver)ländlich ist eine solche Anftage nicht nur renb bie Fertigstellung noch ungefähr 142 Millionen' 41,20 Tabak 0,016 Roh- 1 zucker J ] 0,007 11.32 10,53 Frankfurt, den 8. September |i/i o/D Belduanleßie . do *% ■ Anl Tendenz ruhig. 2 S Wetter September A K s am 1.-2. Oktober Höchste Temperatur Niedrigste „ ii u 5929 und Auf Aswakds Garten Couverts mit Zirma vrühNche UuiDerfUüts-örudereL 100.80 91 20 100 70 91.20 98.60 99.10 48.45 28 90 26.80 84.15 91 97 45 liefert billigst 926 <725 926 1 1 2 W. fcNE. Sternh.Himm. Nebel Bew. Himm. S-® 5$ oj eo ZK o — -«■ f •s . 198 0 . 17450 . 120 80 . 1X8 40 . 185.93 . 183 2 J . 154 50 . 184.75 . 166 00 . 156 00 W + 17,1° 0. 4- 2,8 C. Gehalt jährlich. ** Verbot anstößiger Lieber. 18. Armeekorps, zu dem bekanntlich gehört, hat sämtlichen Mannschaften in den Kasernen, auf dem Marsche tößige Lieder zu singen. b. Lang-Gous, 2. September. trhrung brachten. Die Eltern der Mädchen waren aber damit nicht einverstanden, ersuchten vielmehr um die Festnahme ihrer Töchter. Gestern abend wurde denn auch das eine der Mädchen im Oswaldsgarten verhaftet. — Ferner wurde ein Mädchen wegen Obdachlosigkeit aufgegriffen. •• Erledigte Stellen im Bezirk des 18. Armeekorps. Attendorn, Magistrat, Polizeidiener für den Nachtwachtdienst, 900—1300 Mk. Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß. Frank- ftirt a M. Direktion der Main-Neckarbahn in Darmstadt, Anwärter für eine preußische Stelle des Zugbegleitungsdienstes, 900—1800 Mk. Gehalt und der tarifmäßige Wohnungsgeldzuschuß. — Im Bezirk der Großh. Hessischen (25.) Division. Lauterbach, Großh. General-Staatsanwaltschaft Darmstadt, Gefangenenwärter am Haftlokal Lauterbach, 1000—1200 Mk. Gießen, am 31. August 1901. Großherzogliches Amtsgericht. eiern kann. k. Friedberg, 1. September. Schon wochenlang vordem Sedantage rüstete sich die Jugend.zu dem Fest. Täglich übten die kleinen Trommler und Pfeifer ihre Weisen ein. Schon am Vorabend des Festes durchzogen die kleinen Spielleute unter dem Schutze fackeltragender Feuerwehrleute die Stadt zum Zapfenstreich und am frühen Morgen des 1. September weckten sie, von Böllerschüßen wirksam unterstützt, die Bewohner Friedbergs. Um 2 Uhr mittags bewegte sich dann ein bunter, aus Groß und Klein zusammengesetzter Festzug mit wehenden Fahnen und Fähnlein nach der „Seewiese", zum ersten Male zusammen mit der Jugend des eingemeindeten Fauerbachs. Dori wurde mancherlei veranstaltet. Mit Begeisterung stimmte alles in das von Gymnasiallehrer Johann Lampas ausgebrachte Hoch auf das Vaterland ein. Völlig befriedigt zog man am Abend wieder nach der Stand. Laugkdorf, 1. Sept. Bei der gestrigen Gemeinderatswahl wurden gewählt: Ehr. Bausch III., Heinr. Wenzel V., Adam Schmidt III., Konr. Schäfer II. \ Herbstein, 1. Sept. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich hier heute morgen gegen 6 Uhr. Der Käsehändler und Fuhrmann Eurich von Ilbeshausen fuhr etwa 10 ausländische Arbeiter, die an dem Bahnbau hier beschäftigt waren, nach der Bahnstation Lauterbach. Beim Ausgang unseres Orts, an einer sehr abschüssigen Stelle, sollte einer der Arbeiter bremsen, der jedoch die Bremse, statt sie zuzudrehen, aufdrehte. Der Wagen kam in's Rollen. Das Pferd rannte über das Sttaßen-Banket an einer über ein Stockwerk tiefen Stelle hinunter. Das Pferd sttirzte. Es hatte das Reis zersprengt und soll das Genick gebrochen haben, so daß es kurz darnach verendete. Der Wagen war stark beschädigt. Auch der Fuhrmann hat arge Verletzungen erlitten, ferner hat ein Arbeiter einen Armbruch davongetragen. Er mußte nach Lauterbach in's Krankenhaus gebracht werden. △ Grebenhain, 2. Sept. In großer Lebensgefahr schwebte der Landwirt Heinrich Baumbach II. von Bermuthshain. Er kam mit seinem Fuhrwerk aus dem Felde, um nachhause zu fahren. Oberhalb Bermuthshain kam ein Radfahrer hinter ihm her, der stark klingelte, wodurch das Pferd, ein junges Tier, scheu wurde, sodaß es der Fuhrmann nur mit größter Mühe halten konnte. Baumbach war schon bis gegen die Deichsel gerutscht und kann von Glück sagen, daß er nicht unter die Räder kam. Später kam der betreffende Radfahrer, ein Arbeiter, mit noch drei Kollegen zu ihm und machte ihm noch Vorwürfe, weil er nicht ausge- wichen sei. Baumbach hat wegen Hausfriedensbruch Strafantrag gestellt. Ostenbach a. M., 3. September. Auf der am 1. September hier stattgehabten Landeskonferenz der Sozialdemokraten wurde beschlosien, daß für die sozialistische Partei keine Ursache mehr bestehe, sich an den Bürgermeisterin! d Beigeordnetenwahlen in Hessen nicht zu beteiligen, vorausgesetzt, daß prinzipienfeste Männer als Kandidaten aufgestellt werden könnten. Wo nur gegnerische Kandidaten in Frage tarnen, sei demjenigen die Stimme zuzuwenden, der den Parieiprinzipien am nächsten stände resp. in gewißen Fragen Konzessionen mache. ko. Mainz. 2. Sept. Der Magazinier Gottlieb Reinhardt, der sich am letzten Donnerstag in selbstmörderischer Absicht tn den Kopf schoß, ist im Spital gestorben. — Cafetier Siegmund dagegen, der sich, ebenfalls in selbstmörderischer Absicht, in der Nacht vom 30. zum 31. August mit einem Rasiermesser am Halse schnitt, dürfte in zirka 14 Tagen als geheilt aus dem Spital entlassen werden. Krofdorf, 2. Septbr. Die durch den Tod des Pfarrers Geibel erledigte Pfarrstelle wird wahrscheinlich erst am 1. 2lpril 1902 wieder besetzt werden. Den Gottesdienst halten abwechseld die Geistlichen von Wißmar und Rodheim a. d. B. fo Frankfurt a. M., 2. Sept. Der 30 Jahre alte Buchhalter der Architektenfirma Beck u. Grünewald, Wendland, ist nach Unterschlagung von 50 000 Mk., die er für die Firma bei verschiedenen Bankgeschäften sollte eintragen lassen, durchgebrannt. Wendland, der Sohn einer Witwe, die eine renommierte Aepfelweinwirischaft in der Alte Gasse besitzt, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er hat sich eine „Dame" aus einer Animierkneipe mitgenommen. dgerl, ■) Es heißt, seien in den ransvaal- mf, etwa in Bwrf, zer- ben ftwru reifem i/tfr , notz, 'tot \t toxxfy den gezogen, w heißt ferner, Fainilien- Zelde ständen, lager erricht« chgeftihrt wtl- M im stände sen, um gam auch vor beut Sahrscheinlick. Wisse in her r Abordnunz n Ansprache ten, ati fä es die vgiichen, Md i stehende P mtlmdant in Johannesburg iieib geschoren t gestern abend 6 t b er Sri* wurde beschiog >wstreet-Poltp 81/| E/o Konsole . 8 0/c do 8Vi ’/c Heesee 5 ä/g Italien. Rente 40/0 Grieoh. Monop. 8 0/0 Portugiesen 8 o/G Mexikaner . 41/, l/0 Chinesen . Bekanntmachung. Mittwoch den 4. September, vormittags 11 Uhr, werden im alten Regieruugsgcbände am Kanzleiberg verschiedene Quantitäten altes, nur zu Brennholz geeignetes, tannenes 2. 3. 3. 'den Artz Meteorologische Beobachtungen her Station (Bitten Der Kommandeur des auch die hessische Division verboten, auf der Straße, und in Wirtschaften an- Heute wurde der Käsefabrikant Konr. Frey IV. beerdigt. Frey errichtete dahier eine schöne Molkerei, die für die Landwirte große Vorteile hat. Er war auch Mitbegründer des Gesangvereins „Froh- inn", der in zwei Jahren sein bOjähriges Jubiläum ‘t tat, J* «k FW zu Üme, ber£ ^^chkeiien Übrigens Ne» w Umchenden 4m Äegen, SWbe Mdern outfi Neundchyz ch man langt ! schwer vn. 'em. Beyey hn Pretoria- lten und sein von ito l und südlich M. Ter >ung am 31. ist, hat in M darf des- t nennt, an- ‘ 2er Uebti. unb Hamms- tretoria liegt, iten am 28. tlichen Meld- iber die Per- n Tage bei restünmendeu wrden sind. Bochum, 2. Sept. Hier und in der Umgebung tritt die Ruhr in schwerer Form auf. Die Krankenhäuser sind überfüllt. Caracas, 2. Sept. (Reutermeldung.) Die Denkschrift der Regierung wird hier als caeaa belli angesehen und hat große Erregung verursacht. London, 3. Sept. Nach einer Depesche aus G u a y a- quil in Ecuador hat der bisherige Präsident Alsa re ent» prechend der Verfassung vom 31. August um Mitternacht sie Präsidentschaft an seinen Nachfolger General Plaza ab» getreten. Im ganzen Lande herrscht Ruhe- London, 3. Sept. Der Deutschs Kronprinz trat nach der Rückkehr aus Orford die Rückreise nach Deutschland über Port Victoria an. — Der Herzog und die Herzogin von Connaught, welche incognito nach dem Kontinent reiften, sind gestern abend von Charingcroß-Station abgereift. Lissabon, 3. Sept. Die portugiesische Flottendivision, die vor Lages lag, kehrte nach Lissabon zurück. Bei dem Abschiedslunch an Bord des englischen Admiralschiffes brachte König Carlos in warmen Worten einen Trinkspruch auf die Weiterentwickelung und Wohlfahrt der britischen Marine aus. Der britische Admiral sprach seinen Dank aus. Als die königliche Pacht mit dem König Lages verließ, salutierte sie die Schiffe mit 22 Kanonenschüßen und hißte die englische Flagge. Valparaiso, 3. Sept. (Reutermeldung.) Ter Vizepräsident und Minister des Innern, Zanariu, demissionierte. Ten Posten übernahm der frühere Minister des Aeußeren, Ismail Tedernal. Ausland. Wien, 2. Sept. Ter Kaiser empfing gestern nachmittag die gestern abend hier eingetroffene Abordnung des preußischen Kaiser Franz-Garde-Grenadier- Regiments Nr. 2, bestehend aus Oberst v. Raven, Leutnant v. Lavallade und Unteroffizier Adam, in besonderer ^ludienz. Der deutsche Militärattachee v. Bülow stellte die Abordnung dem Kaiser vor. Dieselbe trug zuerst die Sommer- uniform des deutschen Expeditionskorps in Ostasien und legte nach deren Besichtigung durch den Kaiser die Winteruniform an. Nach dreivierielstündiger Audienz entließ der Kaiser die Mordnung in huldvollster Weise. Abends sand in Schön- brunn eine Hoftafel statt, zu welcher Oberst v. Raven, Leutnant v. Lavallade und Militärattachee v. Bülow zugezogen waren. — Das rumänische Künigspaar reiste heute abend nach mehrstündigem Aufenthalt ab, der König nach Ragatz, die Königin nach Sigmaringen, ohne hier mit den offiziellen Persönlichkeiten in Berührung getreten zu sein. Die Königin legte einen Kranz mit einem längeren Gedicht „Eine Handvoll Edelweiß" auf den Sarg der Kaiserin Elisabeth nieder. Budapest, 2. Sept. Der „Magyar Orszag" meldet aus Bukarest die Verhaftung eines russischen Spions. Dieser soll mit zahlreichen angesehenen Rumänen verkehrt haben und wichtige militärische Geheimnisse für Rußland mit» geführt haben. Das Blatt meldet auch, daß Rumänien die Grenzwache längs des Pmth verdoppelt habe und drei Regimenter bereit halte, was auf bevorstehende Mobilisierung schließen laße. Paris, 2. Sept. Der Minister des Auswärtigen, D e l- cassö, hatte heute vormittag eine lange Unterredung mit dem Botschafter in Konstantinopel, Constans. Bonbon, 2. September. Der deutsche Kronprinz ist zum Besuch des Herzogs und der Herzogin von Marlborough in Bilenheim eingetroffen. — Der 3 4. Jahreskongreß der Trades-Unions wurde heute vormittag in Swansea eröffnet. Mehr als vierhundert Delegierte, die über eine Million organisierte Arbeiter vertreten, nehmen an dem Kongreß teil. Helfingör, 2. Sept. Die russische Kaiseryacht „Standart" ist um 2 Uhr mittags hier eingetroffen. Das russische Kaiserpaar landete in einer Schaluppe und wurde vom König und der gesamten königl. Familie empfangen, welche mit Sonderzug von Fredensborg herübergekommen war. Helfingör ist reich geschmückt. — Als das Kaiserpaar an Land kam, wurde es von dem König von Dänemark, dem Kronprinzen und dem König von Griechenland, die die russische Uniform trugen, bewillkommnet. Darauf begrüßte das Kaiserpaar in herzlicher Weise die übrigen Mitglieder der dänischen Königsfamilie, sodann schritt der russische Kaiser, begleitet von den männlichen Mitgliedern des Königshauses, unter den Klängen der russischen Nationalhymne die Front der Ehrenkompagnie ab. Später bestiegen die Herrschaften den Sonder- zug, der um 2.15 Uhr nach Fredensborg abging, und wurden bei der Abfahrt von einer zahlreich versammelten Menschenmenge begeistert begrüßt. Kopenhagen, 3. Sept. Das Zarenpaar ist hier an» gekommen und von der Königsfamilie begleitet nach Fredensborg gefahren. Petersburg, 3. Sept. Da Litschingfang, ein Adoptivsohn Lihungtschangs, den Posten eines Gesandten in Petersburg abgelehnt hat, wurde Lofengluh, bisher Gesandter in London, zum Gesandten in Petersburg ernannt. Jßutingfang, bisher Gesandter in Washington, wird an dessen Stelle in London treten. San Sebastian, 2. Sept. Das deutsche Schulschiff „Stein" hat heute vormittag den hiesigen Hafen verlassen und ist nach Paßages abgegangen. Konstantinopel, 1. Sept. Der Botschaftsrat Bapst konferierte heute längere Zeit mit dem russischen Botschafter Einowiew wegen des schwebenden türkisch-französischen Konfliktes. Aus Kreisen, die der Pforte nahestehen, verlautet, die Türkei habe mit den beiden Interessenten Tubini und Lorando direkte Verhandlungen geknüpft Ferner wird gemeldet, daß die Pforte ein ihren Standpunkt vertretendes Circular an ihre ausländischen Missionen richtete. New-Pork, 2. Sept. Das Schiff „Iowa" ist von Aca- pilco nach Panama abgegangen, um die amerikanischen Interessen zu schützen. Buenos AyreS, 2. Sept. Der Senat hat für den Fall, iaö der Präsident und der Vizepräsident zurücktreten, den General Mitre zum Präsidenten designiert. Bekanntmachung. In das hiesige Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des Spar- und Vorschußvereins Lollar, e. G. m. u. H., eingetragen: Gerhard Schwalm ist infolge Ablebens aus dem Vorstande ausgeschieden und an seine Stelle Karl Schwalm, Wagnermeister zu Lollar, in den Vorstand gewählt. Dr. Haupt verreist. Vertreter: Herr Dr. Ploeh. 5937 (Telephon.Meldungev des „Gießener Anzeigers''.) W. Ottweiler, 3. Sept- (Tel.-Meld, des „Gieß. Anz.".) Gestern abenb fiel in einem benachbarten Ort in einer Ringofenziegelei eine Lehmwand ein und bearub zwei Arbeiter. Einer war sofort tot, der andere wurde schwer W Malaga, 3. Sept- EinheftiaerBrand wütet hier seit gestern vormittag im deutschen Konsulat richtete beträchtlichen Schaden an. Eine eiserne Kiste mrt amtlichen Schriftstücken wurde gerettet. Ter Brand fit vermutlich durch eine brennende Zigarre entstanden, die em Arbeiter in dem Salon wegwarf, der zur Feier der Ver- sich he^ P p-lh°!°- SM de 0tö$e ® KÄ j Sri«* n. Kreditaktien . . Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelndes. Oesterr. Staatsbaha Gotthardbaha . . Laurahtttte . . . Bochum ...» Harpen er .... M Blondin Aus Stadt Md Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original «Nachrichten ist nttt unter genauer Ouellenangabe: „öiefk Roj.* gestattet.) Gießen, 3. September 1902. *• Friedrich Diehls t. Der Direktor des Verbandes hessischer Vorschuß- und Kreditvereine Schulze-Delitzscher Richtung, Friedrich Diehls, ist am 31. Slugust in Laßet im Alter von Z8 Jahren gestorben. Die Revision der Gießener (Scw erbe bank, die ihm oblag, gab ihm wiederholt Gelegenheit, sich höchst befriedigend über den Stand der Bank unb die Geschäftsführung zu äußern. *• Verhaftungen. Zwei Mädchen aus Siegen hatten sich während des Aufenthaltes der Kunsttruppe Blondin-Maus derartig in die Künste verliebt, daß sie beschloßen, der Truppe nach Gießen zu folgen, und ihren Entschluß auch zur Austeilung der Belohnunaeu hergericktet ist, die die deutsche Regierung für die an den Rettungsarbeiten der Mannschaft der „Gneisenau" Beteiligten bestimmte. Bekanntmachung. Als Wieger für die Lastwaage am Neustädter Thor ist der Schaffner i. P. Konrad Kau-s verpflichtet worden. Gießen, den 2. September 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolfs. 5931 Heute, Dienstag: Zwei große Vorstellungen Nachmittags 4 Uhr und abends 8’/i Uhr. Nachmittags: Hratts-Zräsent-IorMung. Abends: Erstes Feuerwerk auf dem hohen Seil. Preise wie bekannt. 5942 Ernst Maus, Direktor. eichenes Holz versteigert. Gießen, den 2. September 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 6930 — Zum Polizeidirektor von Potsdam ernannt wurde der bisherige Landrät des Kreises Ostpriegnitz Graf Albrecht-Percy von Bernstorfs in Kyritz. Graf Acrnstorff ist seit dem Jahre 1893 Mitglied des Abgeordnetenhauses als Vertreter der beiden Kreise Prignitz unb gekört der konservativen Partei an. Im Jahre 1858 in vonbon geboren, ist er ber Sohn bes vormaligen preußischen Ministers unb späteren Gesandten in London. Er wurde 1885 Regierungsaßeßor, 1888 Landrat; im Heere bekleidet er den Rang eines Rittmeisters d. R. des 1. Garde-Dragoner- Regiments. — Durch diese Ernennung ist, sein Landtags- manbat im ersten Potsdamer Wahlkreis erloschen. — Der Kaiser verlieh an Offiziere und Unterpersonal ber Brandenburg-Division 41 Ordensau szeich- nungen unb Belobigungen für Verbienste auf ber China- cxpedition. 750,2 + 8,6 7,5 750,9 + 5,5 6,5 748,7 + 17,0 6,4 Todes-Anzeige ( Herr Dr vormals Oberlehrer an der Oberrealschule zu Düren (Rheinland) Giessen, den 2. September 1901. Dienstmädchen für kl. Haushalt gesucht. Wiesenstraße 1, 11.' Gießen, den 3. September 1901. »935 Heuchelheim, den 3. September 1901. Die Beerdigung findet Mittwoch den 4. September, nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehause, Giessenerstrasse 2, aus statt. 5934 03449 WLMttdeit» per sofort gesucht. 5928 Danksagung tiefgefühlten Dank 5936 Agathe Körner Giessen, deu 3. September 1901. F^l.Wohnung a. einz.Pers. p. 1.0h. vV zu penn. Grünbergerstr. 33. Weher-, Wmr- ® C/2 schöne 3-Zim.-Wohn. p. 1. Oft. penn. Hammstraße 11. 5899 Lindenplatz 7, schöne 3—4-Zim.-Wohmmg 311 vermieten. Südanlage 7. Brrantivortlich für den allgemeinen Teil: I. B.: itnctiu*rud)c Strllriidbrliidh' B er in i ei n n gen WWWW zum Wurzen Ruhm-, Limburger KM-, Kräuter- Für die herzliche Teilnahme an dem Hinscheiden unserer teueren Entschlafenen sagt zugleich im Namen der Hinterbliebenen Tagfahrt ji gegen findet sta 5 Uhr nach kurzem Leiden im 77. Lebensjahre ist. Teilnahme bitten Die traaernden Hinterbliebenen. Montag früh um sanft entschlafen Um stille Philipp Mandler. Gießen, den 3. September 1901. Die Beerdigung findet Mittwoch den 4. September, nachmittags 2 Uhr, von der Reehmühle aus statt. 5926 Die üeberführung der Leiche nach Diez a. d. Lahn findet Donnerstag den 5. September, vormittags 10 V2 Uhr, vom Sterbehause, Ludwigsplatz 5, und die Beerdigung in Diez nachmittags 2*/z Uhr vom Bahnhofe aus statt. 5933 ß)leine Mansarden-Wohn., 3 Z., vV Küche, per 1. Oktober an ruh. Leute zu verm. Grünbergerstr. 4. Die sparsame Hausfrau Derwendet der Supcu, Saucen, Gemüse, Salate u. s w. 5872 Wenige Tropfen genügen. Soeben wieder eingetroffen bei Adolf Leuhardt, Frankfurterstr. Heute nachmittag 5 Uhr verschied nach langem, schweren Leiden mein unvergesslicher Gatte, unser inniggeliebter Sohn, Bruder, Onkel und Schwager Die trauernden Hinterbliebenen. Bieber, Frankenbach, Vetzberg, den 2. September 1901. inu Gemcindehar uniter dem Ach Er "Wendungen a schriftlich nbjufflf gnöfie — nii'ndest Friedberg Der Groß 5907] Am Brandplatz neben der «aserne find zwei klein- mii ie 8 M 6 /VlWvlIgtmmer alsbaldr IBei Zahnschmerz 5: nimm nur „Kropp’s Zahnwatte*1 co <200/o Cirvacrolwattc) k Fl. 50 Pfg. Ang. Noll, Drog. z. rot. Kreuz. Otto Schaaf, Adler-Drogerie Ph. SchwagerWwe., Drog. Todes-Anzeige Statt besonderer Anzeige. Todes-Anzeige. Gestern vormittag 28/< Uhr verschied unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Amlll Aisabethe Soßscld Wm. geb. Niebcrgall was wir teilnehmenden Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme hierdurch tiefbetrübt mitteilen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: im 43. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Else Spanier, geb. Scheuern. Konr. Meinr. Spanier, Reallehrer i. P. KamemöettsKronen- IrrWücks-Kcise Fromage de Brie empfehlen in frischer feinster Ware tu billigsten Preisen 4543 1 & G. Wallenfels »1 Markt 21. Telephon 46. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Brandgasse 7, aus statt. Ibert Spanier Dre Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Grünbergerstraße 15, aus statt. Vorzügliche Süßrahm-Tafelbutter 3nuges Mädchen sucht Stelle in kleinem Haushalt. Näheres Frau Tränkuer, Maigasse 12. 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JM08 Äf dew EtirrtM W lifl ^1/ cs'isyy: Verwandtest und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, dass unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater und Urgrossvater Herr Ludwig Volkmaiin II C*unae3 Mädchen sucht möb- liertes Zimmer möglichst mit voller Pension. Gefl. Offerten unter Nr. 03439 an die Geschäsls- ftcUe des Gieß. Anz. erbeten. 5. 9. 1901, abcuds 9 Uhr: Bersanimlung ______im Caf6 Ebel. 5925 - Thürlexleehee feilte Familien - Wohnung, ^2/ 2. Stock, 4 Zimmer mit Zubehör, per 1. Oktober, sowie eine kleine Familienwohnung zu ver- inietcn. [5939] Asterweg 6. Buchhalter f seine Stellung zu wechseln. Offerten unter 03446 an Oie Expedition d. Bl. GoldenbergMarcus. (Kin Schuhmacher - Geselle für 'S/ dauernd sofort gesucht. 03443 Heinrich Bebler, Heuchelheiin. Hausbursche für em Flaschenbiergeschäft gesucht. 5940 Ludwigstraße 55. 2 Zimmer mit Zrrbehör zu ver- mieteu. Dammstraße 42. Kchön möbliertes Zimmer zu *** vermieten. 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