Wir. 128 Zweites Blatt 181. Jahrgang Dienstag 4. Im« 1901 8011 Sn? ^^nlogiz SÄ' Wto\ ofoit gesucht. Sg. Apptl. I Hk Mn ♦eineeben L ie Uhr Adreflk für Depeicho», Anzeiger Steden. FrrnsprechantchlußNe.GL. China. Die 2. Division des 1. Geschwaders, bestehend aus S. M. Linienschiffen „Kurfürst Friedrich Wilhelm-, „Brandenburg-, „Weißenburg" und „Wörth", und S. M. kl. Kreuzer „Hela" — Chef Kontreadmiral Geißler — hat am 1. Juni von Wusung aus die Heimreise angetreten und läuft zunächst Singapore an. Nach Newyorker Meldungen wird in diplomatischen Kreisen Pekings die Ernennung des Generals Bryou zum Oberbefehlshaber der verbündeten Streitkräfte nach der Abreise WalderseeS erwartet. Das Rote Kreuz hat an freiwilligen Geldspenden für die Hilfeleistung in China 1135754 Mk. eingenommen, davon 60000 Mk. durch das deutsche Hilfskomitee für Ostasien. Verausgabt wurden etwas über 800000 Mk. Das Lazarett in Iangtsun ist jetzt aufgelöst worden. DaS Personal ist ans der Rückkehr begriffen. Die gesamten SanitätSeinricht- ungen bleiben in Peking zur Verfügung des deutschen Ge- sandschaftShauseS. Die bedingungslose Annahme der Forderung der Mächte auf Zahlung einer Entschädigung von 450 Millionen TaelS durch die Chinesen hat unter den Gesandten in Peking große Befriedigung hervorgerufen. Es bleiben thatsächlich nur noch einige Fragen von geringer Bedeutung übrig, um die Verhandlungen vollständig zu Ende zu führen. Man erwartet indessen, daß doch noch gewiffe Verzögerungen ein« treten können, mit Rücksicht auf die Räumung des Landes. Einige fremde Vertreter können nicht verstehen, wie China für die pünktliche Zahlung der Entschädigung zur Zufriedenheit der Mächte Garantie leisten kann, wie es in der gemeinsamen Note verlangt wird. Die Mehrzahl der Gesandten ist für Erhebung zehnprozentiger Seczölle und für Entnahme von fünf Millionen Taöls aus dem Fonds der Likin Abgaben. Hierdurch würden nach Zahlung der Zinsen für die bereits vorhandene auswärtige Schuld ctroa 23 Millionen Taöls übrig bleiben. Die fremden Vertreter würden hiermit einverstanden sein, wenn China die Likin-Abgaben für ausländische Waren abschaffen würde. — Londoner Blätter melden aus Peking: Die Gesandten sprachen sich dahin aus, daß die Entschädigungsfrage erst geregelt werden müffe, bevor sie mit der chinesischen Behörde über irgend welche HandelSintereffen und diese betreffende Abmachungen beraten könnten, da, wie sie voraus« sehen, die letzteren eine eingehende Prüfung erfordern. — Li-Hung-Tschang veröffentlicht in den unruhigen Distrikten der mittleren Provinzen Befehle zur Unterdrückung aller Unruhen im dem Zeiträume von zwei Monaten und zur strengen Bestrafung aller Schnldigen. Der Vizekönig bezieht sich in seinen Befehlen auf die letzte Depesche des Feld- marschallS Grafen v. Waldersee, in der dieser betonte, wie wichtig eS sei, daß die Chinesen selbst schnell und energisch vorgehen. — „Reuter- telegraphiert aus Washington: Die Unterhandlungen der Gesandten in Peking, betreffend die Art und Weise, die Anleihe zn garantieren, dürften sich sehr schwierig gestalten. Den Vereinigten Staaten wird von Rußland und Frankreich nahegelegt, die Garantie international und gemeinsam zu machen, waS aber die Vereinigten Staaten entschieden ablehnen, indem sie die verfaffungSmäßigen Be schränkungen der Exekutive hervorheben. - Ferner wird über London aus Peking gemeldet: Die chinesischen Gou- verneure beraten mit den europäischen Verwaltungsorganen wegen der Uebergabe der Verwaltung Pekings. Sie drücken den Wunsch aus, fremde Soldaten als Polizeitruppe hier zu behalten, bis die chinesischen Truppen in die Stadt einrücken. Nach einer Depesche von der französischen Mission in der Westmongolei wird dort ein Angriff als nahe bevorstehend befürchtet. Prinz Tuan und einer seiner Verwandten, einer der ersten unter den mongolischen Prinzen, ständen an der Spitze des Aufstandes. Der französische Konsul in Schanghai habe der Mission zu Verteidigungszwecken durch Vermittelung des BizeköniaS von Kansu 2000 TaelS übersandt. 02101] tzücht. SSM« dauernd es- M Krrr, Üinbenplatz 9. ■b JetHHen- Nttle« «Nrten bt* An, eM „Blätter W* Hl- •NWunbt" tier« ** «»chiiiNtch btiykflt. Ausland. Loudon, 2. Juni. Das „Reuter'sche Bureau- meldet aus Standerton vom 1. ds. MtS.: General Tobias Smut und Dewet, der Sekretär Louis Bothas, sind heute früh hier eingetroffen. Ueber ihre Mission verlautet nichts. Madrid, 1. Juni. Ein Telegramm des „Jmparcial- auS Barcelona meldet: Der Generalkapitän und die Behörden erhielten eine Mitteilung aus dem Auslande über die Entdeckung eines anarchistischen Anschlages gegen den König und die Königin-Regentin. Die Mitteilung besagt, daß die Verschworenen nach Barcelona und dann nach Madrid reisen würden. Coruuua, 1. Juni. Bei einem Zusammenstöße der Gensdarmerie mit den Ausständigen am 31. Mai sind zwei Personen getötet worden; von den Verwundeten sind bisher zwei Personen gestorben. Wie eS heißt, soll die Regierung, die mit der Haltung des Präfekten unzufrieden ist, beabsichtigen, ihn abzusetzen. Einige Vorsitzende von Arbeitervereinen wurden in Haft genommen. Mehrere Häuser von Arbeitern find mit Trauertuch bedeckt, das die Inschrift trägt: „Den gestrigen Märtyrern-. Aerzte find den ganzen Tag beschäftigt, die Verwundeten, deren genaue Zahl noch nicht bekannt ist, zu pflegen. Rom, 2. Juni. Aus Anlaß der Geburt der Prinzessin wehen von den öffentlichen und sehr vielen privaten Gebäuden Fahnen. Die Glocke auf dem Kapitol läutete. Von den Forts wurden Salven abgegeben. In der Depu- tierkenkammer machten der Ministerpräsident Zanardelli und der Präsident der Deputiertenkammer dem. Hause von der Geburt der Prinzessin Mitteilung. Beide Ansprachen wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Die Kammer beschloß einstimmig, dem König und der Königin ihre Glückwünsche darzubringen und zum Zeichen der Freude die Sitzung aufzuheben. Am Abend sand eine große Kundgebung des Volkes statt. Der Zug bewegte sich von Porta del popolo nach dem Kapitol, um den Bürgermeister zu bitten, dem König und der Königin die Gefühle der Stadt Rom aus Anlaß des freudigen Ereignisses auszudrücken. In allen Straßen hatten viele Gebäude, darunter auch die Botschaftsund Gesandtschaftspalais, geflaggt und illuminiert. Aus den Provinzen werden ebenfalls lebhafte Kundgebungen der Freude aus dem gleichen Anlaß gemeldet. Ein Amnestie-Erlaß ist ergangen für Vergehen auf dem Gebiete der Presse, für Duellvergehen, für Strafen aus Anlaß von Desertionen auf Handelsschiffen und für Verbrechen aus Anlaß der aufrührerischen Bewegung im Jahre 1898, ausgenommen der Fälle von Mord. Endlich bezieht sich die Amnestie auf eine große Reihe von Uebertretungen auf straf- und zivilrechtlichem Gebiete. — Heute morgen vor 8 Uhr erschien ein Kapuziner- vater, der Kaplan des Hospitals della Consolazione ist im Vorzimmer des Papstes und schrie wie besessen: „Der Papst ist tot! Er wurde vergiftet!- DaS Gefolge des Papstes ersuchte ihn, ins Hospital zurückzugehen, er weigerte sich aber und schrie: „Die Kapuzinerbrüder halten mich für den Papst und vergiften mich auch!- Zwei päpstliche GenS- darmen in Zivil brachten den Irrsinnigen ins Hospital zurück. Wien, 1. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm bei namentlicher Abstimmung das Wafferstraßengesetz in dritter Lesung mit 198 gegen 46 Stimmen an. Petersburg, 2. Juni. Laut Nachrichten authentischer Herkunft ist' die älteste Tochter des Zarenpaares am Typhus erkrankt ist. DaS erstgeborene Kind der Ehe des Kaisers Nikolaus und der Kaiserin Alexandra ist Großfürstin Olga, die am 3. November ihr fünftes Jahr vollendet hat. Bekannt ist, daß die junge Prinzessin im zartesten Alter die Eltern auf der ersten gemeinsamen Reise über BreSlau und Paris nach Darmstadt begleitet hatte. Aus Stadt und Land. Gießen, den 3. Juni 1901. GV. Gießener Bolksbad. Im Mai wurden verabreicht 9800 Bäder gegen 6978 im April 1901 und 7895 tm Deutsches Reich. 23er 1in, 2. Juni Nach bet Parade in Potsdam fand bei dem Kaiserpaar im Muschelsaal des Stadtschlosses eine Frühstückstafel statt, an der die hohen Gäste mit ihrem Gefolge, die Prinzen und Prinzessinnen, die fremden Offrzrere, die Kommandeure, welche in der Parade gestanden hatten, teil- nahmen. Nach dem Essen begab sich das Kaiserpaar und seine Gäste nach dem Neuen Palais, wo die letzten Vorbereitungen für die Wreise getroffen wurden. Um 4.45 Uhr gelangte das zahlreiche Gefolge der Königin auf der Wild- lortftation an und nahm in dem bereitstehenden Sonder- AUge Platz. Aus der nächsten Umgebung des Karserpaares landen sich einige Samen und Herren u. a. Oberhofmerster Frhr. v. Mirbach General Graf Hülsen-Haeseler ein. Prinz And Prinzessin Friedrich Leopold, der erstere in Husaren- iinifornt, die Prinzessin in lichtblauer Toilette, Prinz und Prinzessin Ernst von Sachfen-Altenburg, Prinzessin Alice teon Großbritannien und die Mitglieder der holländischen Gesellschaft betraten den Bahnsteig. Punkt 5 Uhr erschien der Kaiser in der Uniform der Leib-Garde-Husaren mit der Mtersweq 4 Kinde. «nut ahuoeben < um «ortln LUhmt HM &**"*' SÄöiÄ ‘ Hüasmstei« & Loslrr, tu " Kietbadev.___ ine Vier-bisSechs- Zimmtt'WohMng OMchmr Sagt, x 1. Dhobei zu mitten gt» * Offerten mit Preisen, abe unter 8875 an die hp. i. Blattes erbeten. Kaiserin, die ein lila Kostüm trug, und dem Kronprinzen. Wenige Augenblicke später rollten die Equipagen der niederländischen Herrschaften aus den Gartenwegen des Neuen Palais. Königin Wilhelrnina in weißer Robe mit gleichfarbigem Umbang und Hütchen saß neben der Herzogin von Albany; oer Prinzgemahl, der die Uniform der Garoe- jäger trug, neben dem jugendlichen Herzog von Albany, Tie hohen Herrschaften wurden von dem spärlichen Publikum, das sich eingefunden hatte, achtungsvoll begrüßt. Der Abschied auf dem Bahnhof war kurz aber herzlich; der Kaiser küßte der Königin wiederholt die Hand. Bis der Zug seinen Blicken entfchiwunden war, stand der Kaiser salutierend auf dem Perron. Tas nächste Reiseziel des jungen Paares ist Rabensteinfels. — Ter Kaiser verlieh der Königin vonHolland den Luisenorden mit der Jahreszahl 1813/14 und dem Prinzen Heinrich derNiede rlande den Schiwarzen Adler-Orden, Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg erhielt das Großkreuz zum Roten Adler-Orden. — Aus Varzin wird gemeldet: Tie Leiche des Grafen Wilhelm Bismarck ist im Billardzimmer des Varziner Schlosses aufgebahrt worden. Je zwei Beamte der Herrschaft halten abwechselnd bei ihr die Leichenwache. Von Mitgliedern der fürstlichen Familie traf noch Graf Rantzau gestern dort ein. Frau Gräfin Rantzau, die Schwester des Verstorbenen ist ebenso wie die Fürsttn Bismarck durch ihren Gesundheitszustand am Erscheinen verhindert. Beileidstelegramme haben von fürstlichen Persönlichkeiten bisher der Kaiser, der Prinzregent von Braunschweig, der Landgraf von Hessen und die Großherzogin Wilhelmine von Mecklenburg gesandt. Tie Königsberger Studentenschaft beabsichtigt, sich durch größere Abordnungen an den Beisetzungsfeierlichkeiten zu beteiligen. Das Telegramm des Kaisers an die Gräfin Bismarck lautet: „Ich bin tief erschüttert durch Ihre mir soeben zu- gehende Trauerkunde und eile. Ihnen meine aufrichtigste Teilnahme auszusprechen. Ten Verewigten im besten Mannesalter aus segensreicher Wirksamkeit, wenige Tage vor der Feier seines großen Vaters aus diesem Leben, entrissen zu sehen, betrübt mich sehr. Seine Tüchtigkeit, seine echte preußische Gesinnung, sein vornehmer Cha- rafter sichern dem Entschlafenen bei mir ein treues und dankbares Gedächtnis. Wilhelm." — Ter Kaiser hat genehmigt, daß in der Erteilung von Erlaubnisscheinen für den Besuch französischer Offiziere in den Reichslanden unter den notwendigen Kautelen Erleichterungen eintreten. — Zu der am 4. d. Mts. in Berlin zusammentretenden zollpolitischen Konferenz wird besttmterrichteter Seite mitgeteilt, daß bei dieser Konferenz auch die Frage des Doppeltarifs für die Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte zur eingehenden Besprechung gelangen wird. — Generalmajor Bonn al und sein militärischer Begleiter, Oberstleutnant Galtet, verließen heute mittag Berlin, um von Bonn aus eine Rheintour zu unternehmen und dann in ihre Heimat zurückzukehren. Gestern hat sich der Kaiser in überaus liebenswürdiger Weise von ihnen verabschiedet und ihnen unter herzlichem Händedruck eine glückliche Reise gewünscht. — Mit Genehmigung des Kaisers ist die infolge des Ablebens des Oberpräsidenten Grafen Wilhelm v. Bismarck verschobene Feier für die Enthüllung des Bismarck- Denkmals auf Sonntag den 16. Juni um 12 Uhr festgesetzt worden. _ — Die „Berl. N. Nachr." melden: Was den Ver- trauensbruch, bezüglich der Veröffentlichung des K a i s e r t o a st s vom 29. Mai, anbelangt, so erfahren wir authentisch, daß die Einleitung einer Untersuchung befohlen und bereits im Gange ift — Aus Hannover wird den „Berl. Neuest. Nachr." beachtet, daß Lord Roberts, der englische Feldmarschall, als Gast des Kaisers an den diesjährigen großen Ma- növern zwischen dem 1. und 17. Armeekorps bei Marienburg und Danzig teilnehmen werde. Lord Roberts habe diesen Besuch der deutschen Manöver bereits öffentlich bekannt gegeben; in seiner Begleitung werden sich noch zwei andere höhere englische Offiziere befinden. In den „Berl. Reuest. Nachr." heißt es weiter: Es ist nicht das erste Mal, daß Roberts an den deutschen Herbstübungen teilnimmt. Nach seinen Erfolgen in Asien in den Jahren 1879 und 1880 kehrte Lord Roberts im Frühjahre 1881 nach England zurück und nahm im September jenes Jahres an den Manövern bei Hannover teil. — Dieser Tage feierte der Generalmajor z. D. von Kl üb er sein 50jähriges Militär-Tienstjubiläum. 1857 wurde er zur Bundestagsgesandtschaft in Frankfurt a. M. kommandiert und trat dann mit Otto v. Bismarck zur Gesandtschaft in Petersburg über. Er wurde 1873 Major, 1879 unter Beförderung zum Oberstleutnant Kommandeur des westfälischen Dragoner-Regiments Nr. 7, 1880 in gleicher Eigenschaft zum 1. Großh. Hessischen Dragoner-Regiment (Garde-Tragoner-Regiment) Nr. 23, 1883 zum Obersten befördert, wurde er 1885 zur Disposition gestellt und erhielt 1890 den Charakter als Generalmajor. — Ter „Reichsanz." veröffentlicht das Gesetz betr. die Handelsbeziehungen zum britischen Reiche und das Gesetz zur Abänderung des Gesetzes betr. das Flaggenrecht der Kauffahrteischiffe, beide vom 29. Mai. — Ter Minister der öffentlichen Arbeiten hat folgenden Erlaß an die preuß. Eisenbahndirektionen gerichtet: „In einem zu meiner Kenntnis gekommenen Fcckle fit MW SSW 3503] SchttinerMr flefuit. Louis Stil, Srünöergerßraße. MM Mn in Vmnel» dauernde Be- ldWung bei einem Mindestlohn >on 25 Mark bei btstünW llrbeilszeit. Schriftlich oder tnünb ich zu melden im 58ti Ar-eitsrra-vttt AeverbehlmS irr vremem 'Eir, junger HauSbms^, SÄ» irved. d. Bl- —-------- ZMI ptt lofort Bezugspreis viertritiH. Mk. 2.20, munatt. 75 Pta. mitBrmgrrlvhn: 'M Abholestellen Ditrtdjdr* Mk. 1.90, monall. 65» #ta Sri Postbezug öiertdli#* Mk. 2.00 ohne vestestgo» ■fit Mngeieen CfnntttH*»* | unb nehmen Anzeigen für bw • wfcener Anzeiger intuMI getlowrete lokal 11 fta# •uiwdrte 10 Ps>. ist bei der Ausführung der durch den Etat für 1899 für einige Bearntenklassen genehmigten Besold ungsaufq besserung einem Rangiermeister mit Rücksicht auf chlechte Tienstführung diejenige Gehaltsaufbesserung berußt worden, die auf ihn infolge anderweiter Festsetzung >er Gehaltssätze in den Altersstufen der Rangiermeister entfiel. Ties Verfahren ist unrichtig. Ta durch den Etat für 1899 die Gehaltsstufensätze für eine Reihe von Beamten- klussen anderweit festgesetzt worden sind, so mußten die Beamten in jedem Fall nach Maßgabe ihres Besoldungs- dienftulters in die neuen Gehaltsstufensätze übergeführt werden. Hierdurch wird die Befugnis der Behörden, aus disziplinären Gründen die mit dem Eintritt in eine höhere Altersstufe verbundene Gehaltsaufbesserung vorzuenthalten nicht berührt. Soweit im Einzelfalle von vorstehenden Grundsätzen abgewichen ist, bleibt das Gehalt der beteiligten Beamten anderweit zu regeln. Tanach vorbehaltene Gehaltsbeträge sind nachzuzahlen. GiehenerAnzeiger w General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen 324 Bäder gegen 268 im April 1901 und 284 im Mai hatte es sich in der Stehbierhalle in der Neustadt verteilt: Abend wieder entlasten werden konnte. (!) Frecher Diebstahl. Ein er» vor ffurirm 2 \ grvjje LZUYI von Tageskarten gelost gewesener Landstreicher au- Garbenteich wnrde nm Sams,ag Vergünstig'"^, sich di- NÄaindch'iten^?°ch"b7 Mai 1900, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag l wiederum wegen Zechprellerei und Mundraubs verhaftet. Er kträchtlich gesteigert. Es ist eine unbestrittene und auch uichi ■ 2*2'** °co ar'"ir k . Sowohl1 des öfteren d gar ost äußerte Vater hätten $ in der That so, strafe zuziehen Familie enthob und seiner Mui den kann. Aus gangen, da er mit dem Gesä die That ein u die Schuld an geklagten liegt Nachdem i bildet und die der Angeklagte Zeugen vorgeru der Angeklagte das dieser schi hat sich erhäng sliitung mit Z rrärtig wieder Jahren fonfi seine Mutter, mi den Haushalt. ( da feine Mutier zu nennen. Er n' aber nur a hältmsse. Tie die Aussagen ihm für die fr >n den letzten- leben geführt, schworenen hin geistigen Fähig innen völlig noi er lhue. Er trir daltnisse, und n ortige Streiche, die ^chuldstaaei aui vorsätzliche1 tragt eine Nebc sichern Antra, Ilaatsanivalt T Aechtsausführu "ui die Zache suchtet die Fa lumrert fc^e - 'Cl,le That ledi. Cln'fle Zeit in 1 Zuchthaus" Feier hatten sich eine stattliche Anzahl Lehr- und PrüfungS- ^ ^ MU unuMen meister, wie auch Freunde der Sache, sowie Vertreter bcr|^ - - -ga - unter,cyerden, Großh. Zentralstelle und der Handwerkskammer eingefunden und besichtigten zunächst die umfangreiche und vielseitige Ausstellung der Lehrlingsarbeiten. Alsdann ergriff der Prä« fident des Ortsgewerbevereins, Kommerzienrat Heyligen- staedt, das Wort, begrüßte die zahlreich Erschienenen, ins- besondere bewillkommnete er die Vertreter der Großherzogl. Zentralstelle für die Gewerbe und der Großh. Handwerkskammer, sprach seinen Dank aus für die Arbeit der Prüfungskommission und der Prüfungsmeister und richtete schließlich markige und treffende Worte an die Prüflinge unter der Devise: „Billig ist die LehrlingS-Lehre, teuer oft die Meister- Lehre". Hierauf sprach der Vorsitzende der PrüfungS-Kom Mission die 65 Prüflinge zu ordentlichen Gesellen und gab ihnen verschiedene Verhaltungsmaßregeln mit auf ihren künftigen Lebensweg. Nachdem noch Gewerberat Reuter- Darm-1 stabt namens der Großh. Zentralstelle und Stadtrat Petri II. namens der Großh. Handwerkskammer den Dank und Glückwunsch übermittelt, sowie der Prüfling Hoß den Dank namens seiner Mitprüflinge abgestattet hatte, schloß die würdige Feier der 2. Gesellenprüfung in Gießen. Möchten die „ ™ ütullvt vtai vvuxaivtltu wohlwollenden Bestimmungen des Handwerkergesetzes, deren Arbeiten in der Grünbergerstraße fahren die Wagen bis Gentleman, dem man seine Geistesgestörtheit nicht anmerkte. Pflege der OrtSgewerbeverein sich angelegen sein läßt, immer auf weiteres nur bis zum Ludwigsplatz. — Der Musketier Schmidt von dem 88. Jnf.-Regiment mehr Eingang in den beteiligten Kreisen finden. I ** Eine Feldbriefpost nach China geht von machte gestern in Kostheim einen Selbstmordversuchs *• Laut Verfügung des Ministeriums wird den innaen ”er^n wieder am nächsten Freitag, 7. Juni. Die Truppen Ter Soldat sprang von der Brücke in den Main, er wurde Volksschullehrern ihre einiäbriae Militärdienst»-, t erreicht diese Feldbriefpost etwa Mitte Juli, soweit die aber von einem Flößer, der sofort mit einem Nachen auf wie den übrigen (Staatsbeamten annprerfm t sm,/hemnA länger noch dort anzutreffen sind. Diese Post be- den mit den Wellen Kämpfenden zufuhr, gerettet. - Zwei feiner Militärvflickt vor htm Mhr?np9n Ordert nur Briefe und Postkarten, aber keine Postaii- Soldaten aus Kastel, die den Feldzug in China mitmachten, Lnt r bcm ber Slcm/dprüfuug ge. Weisungen. Sch^ußzeit für Berlin ist Freitag früh 10 Uhr. sind nach einer Mitteilung an die dortige Bürgermeisterei . .0 * OCI£ wird letztere ein Jahr voraus datiert, dient er E. Annerod, 2. Juni. Am Samstagnachmittag 2 Uhr dort gestorben. — Ein junger Mann, der gestern auf die V-ü I nar^ t)eftanbener Staatsprüfung, so wird ihm seine brannten hier den Landwirten Ph. Schäfer und Will). Petersaue schwamm- sank, als er wieder ans Ufer schwimmen Militärzeit als Dienfijahr angerechnet. Diese gerechte Be- Scheldt gehörige Scheunen nieder. Tas Feuer soll durch wollte, unter und ertrank. stimmung wird allgemein in Lehrerkreisen mit Freuden IUnvoxficfjtigfeit kleiner Kinder entstanden sein. -k- Mainz, 2. Juni. In zwei Kompagnien des hier ~ ‘ - । a- S t^e i n b erg, 2. Juni. Heute abend halb 7 Uhr aarnisonierenden 117. Infanterieregiments sind „ „ " iHon nieder. Der Wirt kürzlich mehrere Fälle von Genickstarre aufgetreten., K. Philipp „Zur Stadt Gießen" nahm ihn in Besitz und hält! Tie erkrankten Mannschaften wurden sofort dislociert und ...» y Idie Räume, in denen sie sich befunden hatten, desinfiziert. Butzbach, 1. Juni. Gestern abend trafen 25 hessisch-«Seit gestern ist kein neuer Erkrankungsfall mehr vorge- Heute vormittag kommen. Es waren bereits Vorkehrungen getroffen, daß - . - --- rt-~- > E" "en das ganze Regiment in ein ,D. Z." find für"ca. 30 000 Mk. Abonnementskarten unb 1"ie ?uf verantwortungsvolles Amt hingewiesen hatte, eine dementsprechend große Zahl von TaaeSkarten QeIöft PTb(T dre Geschworenen ausgelo)t, Ter Gerichtshof war worden unb mit ber neLhS sT I ^gendermaßen besetzt. .Präsident Gr. Landgerichtsrat L-ctimeckenbecher, Beisitzer Gr. Landgerichtsrat Pratonus und Amtsgerichtsrat Schmidt, Vertreter der Staatsbehörde Gr. Schwimmbad 4450 Männer, darunter 826 zu 10 Pf., Partie Zigarren entwendet. und erstklassiger Restauration jedem anderen Aufenthalte h 878 Frauen, „ 291 „ 10 „ I (!) Irrsinnig. Ein Dienstmädchen aus Marburg, das vorziehen und oftmals trifft sich dann dort eine nach Tausen- Wannenbäder 1. Klaffe 307 Männer, 116 Frauen, hier seit acht Tagen in Stellung war, mußte am Samstag den zählende Zuhörermenge, unter der stets die ersten Kreise " 2. „ 962 „ 713 „ mittag wegen Geisteskrankheit der psychiatrischen Klinik zu- unserer Stadt vertreten sind, zu Konzertgenuß und Unter- Dampf- und Heißluftbäder, sowie Maffage zusammen geführt werden. Das Mädchen hatte sich die fixe Idee in Haltung zusammen. Die Eingangspforte hat seit einigen 179 Männer, 10 Frauen, Brausebäder zusammen 2185. den Kopf gesetzt, daß sie zwei Jahre fitzen müsse, und wollte Tagen auch das noch fehlende Belum erhalten und stellt sich Die Personenwage wurde von 240 Personen benützt, das daher absolut im Gefängnis ausgenommen fein. damit als abgeschloffenes Ganze bar. Bab von 22 Personen besichtigt. ** Pharmazeutischer Kursus. An einem teils Sch. Darmstadt, 2. Juni. Im Jagdschloß Wolfs-, *♦ OrtSgewerbeverein. Sonntag fanb bie feierliche theoretischen, teils praktischen Kursus über die Prüf- garten sind zur Aufnahme des russischen Kaiser-, Ueberreichung ber Gesellenbriefe an die 65 Prüflinge ungsmethoden der Arzneimittel, die die vrerte paares im verflossenen Jahre bedeutende bauliche Aender- in ber Turnhalle ber höheren Mädchenschule statt. Ru dieser A^abe des neu er,chtenenen deutschen Arzneibuches vor- ungen und Einrichtungen getroffen worden, da der Raum ~ • - - • - ' - > ichrerbt, und die srch zum Tetl wesentlich von denen der zwar sehr gemütlich, aber docy beschränkt war. Die Groß- .^".^""7 nahmen 24 Apotheker herzogliche Familie ist am Samstag schon dahin überge- Teil. Er fand am Freitag, 31. Mai und Samstag, 1.. Juni, siedelt. Tie Vorbereitungen zum Empfang sind in dem auf Anregung der oberhessischen Apotheker statt und wurde dem russischen Herrscherpaar so lieb gewordenen idyllischen int chemischen Laboratorium hier vom Privatdo^enten Tr. Plätzchen soweit getroffen. — Ter Besuch ist nach Eintreffen Eid mann abgehalten. Ten Teilnehmern wurde in sehr des erwarteten freudigen Ereignisses vorgesehen, sobald ^anschaulicher Weise der Zweck, die Bedeutung und die Aus- die Verhältnisse die Reise gestatten. — Heute nack)t zwischen fuhrung der Untersuchungsmethoden erklärt und vorge- 12 und 1 Uhr gerieten die von Mannheim zugereisten Maurer führt. Es dürfte wohl jeder Zuhörer nach der einen oder Ad. Trautmann von Weiher i. O. und Wilh. Weber anderen Seite für seine praktische Thätigkeit Anregung ge- von Lmmmstroth in der Obcrgasse in Streit, und ersterer Wonnen und Nutzen gezogen haben, was schon daraus zu stach den Weber auf dem Platze nieder. W. hat zahlreick)« schließen ist, daß mehrfach der Wunsch geäußert wurde, es Stiche am ganzen Körper, von denen zwei im Unterleib möchten öfters ähnliche 5lurse abgehalten werden. die Tärme zerschnitten. W. wurde sofort ins Krankenhaus ** Theologische Konferenz. Am nächsten verbracht; an seinem Aufkommen wird gezweifelt. T. Tonnerstag findet, wie wir bereits mitteilten, hier in flüchtete, wurde aber vor seiner Abreise nach Mannheim Steins Garten von halb elf Uhr an die herkömmliche theo- durch die Kriminalpolizei am Main-Neckar-Bahnhos ver- logische Konferenz statt. Ein Referat wird erstattet werden haftet. von Prof. D. Holtzmann in Gießen über „Die jüdische Mainz, 1. Juni. Gestern wurde in einem Hotel ein Schriftgelehrsamkeit zur Zeit Jesu." Darauf wird Lie. Fremder verhaftet, der in hiesigen Fabriken, bei Sardemann, Pfarrer am Tiakonissenhaus zu Wehl- Champagnerfabrikanten und in Weinhandlungen für über Heiden bei Kassel einen Vortrag halten über das Thema 20000 Mk. an Maschinen, Champagner und Weinen in Auf- „Welche Aufgaben erwachsen der Kirche aus der Gemein- trag gegeben hatte. Schließlich, stellte es sich heraus, daß schaftsbewegung." An den Vortrag wird sich, auf Grund man es nzit einem Irrsinnigen zu thun hatte, der wahr- von Thesen eine Diskussion anschließen. scheinlich einer Irrenanstalt entsprungen war. In Kleidung ** Gieße n er Omnibus-Gesellschaft. Durch die und Umgangsform zeigte der Fremde den vollendeten grüßt. — Die Annahme, daß nur wenig Lehrer als Ein-I . a- Steinberg, 2. Juni, lährig-Freiwillige bienen, trifft nicht zu. In Bauern Ä'r„SteJnbe^ S-nUg'-n un Frühj-h?- nahezu brei «ietiel der T«? tVÄÄn« “berrit “ Dienstpflicht als Einjährig-Freiwillige, währenb nur ungefähr , 1. MWV„W Sckwaku^b^nt^sömtuÄb«^^ ^bderbayern unb hyer?f ch^ Archäologen hier ein. Heule oormtttagI tumnu-n. crs waren oereirs XMrreyrungen lick ist es in hörten sie bie von Prof. AutheS unb Ministerialrat Soldan bet weiteren Erkrankungen das ganze Regiment in ein n(9 c” ln Sachsen. In Hessen haben sich bis jetzt leiber I aebaltenen Vorträae- ben Nackmittaa beoaben sie stck nnf I nnbere^ Kasernement verlegt werben solle. ^.»?Entge Lehrer bereit erklärt, von bem Vorzugsrecht, al8 oen Schrenzer um bie bort bestnblicken römischen unb vor! Gernsheim, 2. Juni. Der Direktor der G e r n s- Emiährig-Freiwillige zu bienen, Gebrauch zu mache". 3n n fSl Aen «ntaaen ^u bc^tiaen W hinter Zuckerfabrik Jean Roth hat noch Bayern unb Sachsen ist ber günstige Stanb hauptsächlich ber 9 1 im h vor Abschlag der Untersuchung den Staub von den Füßen lebhaften Agitation ber Lehrervereine zu verbauken - - Ium b. I«. werben es geschüttelt und eine kleine Wasserpartie gemacht. Es ist außerbem bie jungen Lehrer bei Absolvierung ihrer ®'fehftJ 1C n in I sogar schon eine Meldung von seinem Eintreffen aus zeit nach versckiebenen Seiten ben Dienst der evangelischen Lanbeskirche eingetreten ist, in- Amerika in Gernsheim eingetroffen. Kennzeichnend für Kessen bie Verhältnisse » bcm cr am 151 Juni 1851 in Mittel-Seemen als Pfarrvikar die Frechheit des rühmlichst bekannten Malzdirektors Roth hefl Pnnhefl ? 96 o Een, wurde fettend orbiniert unb in sein Amt eingewiesen würbe. Einen bed1!1 der Umstand, daß er gegen eine Zeitung, die die Nack)- bieser »nnerenenheFt ,?*,8 «rnannt.bie itt fonberen Beweis bes Vertrauens seiner Amtsbrüber erhielt richt von der gegen ihn eingeleiteten Untersuchung brachte, dieser Elugelegenheit eine Thätigkeit entwickeln soll, bie bem Röschen, inbem er im Februar 1888 zum Stellvertreter beS PlIage erheben ließ, bie Wohl letzt rasch beendet sein toirb- ?n^hen des LehrerstanbeS nur förberlich fein kann. Taub. Dekans beS Dekanats ®rünberg gewählt würbe als WeckerL Frankfurt a. M., 2. Juni. Wie man hört, beging stmnmenlehrer Mink aus Bensheim würbe mit bem Vorsitz er z ^t bie Geschäfte be^ 7r,s^n .^tegsgerichtsassessor Hörtsch beshalb Selbstmorb, weil betraut, außerbem gehören noch bie Herren Backes unbP^^inL merb n b reit/ Kennung zmn ^iegsgerichtsrat die Huff aus Darrnstabt dazu. Die Obmänner ber öeiirf«^o- • h * raT- .]?0^irc'tun.2cn >ur eine Bestätigung versagt worben war. Enbltch am 28. Mai war L-hrerv-r-m- in den ©täbten mit cinem S-minar ^rieb- 8°--r b-S 50,ähng-n Dl-ustiubiläumS ,hr-S verehrten dicsc vollzogen worben. Aber noch ehe sie in bie Hänbe berg. Ben,beim ai)ed7 tDnen nl« ; ®cift',d,en . 9ctr°ffen- Als Tag ber Feier würbe Montag, tzörtschs gelangt war, schütz er sich am 29. Mai eine Kugel aezoaen werben ' 8 *°Ucn a 8 Vertrauensmänner zu- 17. Ium, Aussicht genommen. in den Kopf. Er wrrb als seelenguter Mensch geschildert. Katholische Wünsche Wir lesen in her z. Obbornhofen, 2. Juni. Nachdem auf die durch ber für einen Richer zu „weich" war. Stärkend^ Vrnninb "enkalen Beziehen des neuen Schulhauses hier leerstehende alte " Kleine Mitteiluugm au, Hessen und den Nachbarstaaten, r'linntlich in nnffrl - "Die Katholiken machen be- Sch ul Hof raite bei erster Versteigerung ein Gebot von Das Rittergut Frauenborn bei Herleshausen, eine Be- »,ttsk-rnn^'!!.,! «?^_^oßherzogtum 291/2 Prozent ber Be- 6000 Mk. eingelegt worden war, welches Gebot wohl dem sitzung beß Lanbgrafen von Hessen-Philippsthal, ist infolge hn« CI«>U^ nrf Utrer68 also bie Zweite Kammer, toenn Giern einberat zu niedrig schien, war bas Ergebnis einer eines Blitzschlages teilweise abgebrannt. — Der RegierungS- bas katholische Element entsprechenb vertreten sein sollte, nochimal^gen Versteigerung gestern 5500 Mk. unb Baurat Coulmaun, seither Vorstand ber Betriebs, unter ihren >0 Mitgliebern 15 Katholiken zählen. Dies ist -r-Söder, 31. Mm. Am 11. Juni feiert Lehrer Loos inspektion 2 in Frankfurt a M ist infolae seiner Er- nun thatsächlich annähernb ber Fall, inbem 14 Abgeorbnete h^r sein 6 0 iahriaes Iub iläu m. Zur Feier dcs Tages Innung zum Grosikierzoolick hessischen riberhanrnt 1 nh hnr katholisch sinb. Infolge ber sattsam bekannten Wahlkre s- ^ird em Festgottesöienst veranstaltet, ber um lyalb 12 Uhr Oberbaurat unb vor- einteilung gehört hiervon iedock nur bie Hälfte hpm ffpntrnm 6e9innt Ein Festessen findet um 1 Uhr statt. Anmeldungen ^genben Rat irn Hessischen Ministerium ber Finanzen tn an, toäbrenb9 4 f®raf Oriola Dr Centrum Beteiligung an der Feier nehmen Pfarrer Werner Darrnstabt aufl bem ^reu6if^^en ©taatabienft außgcf^^ieben. nnh 9V ücfjrer an. Em älterer, burch Frankfurt reisender Oberamtsrichter demokratisch m 0 Grebenhain, 2. Juni. Ende ber verflossenen benutzte bort in ber Anlage am Opernhaus in voriger Nacht « 6 ch ^"kfleisch-Gießen) freisinnig sind. Woche gingen infolge der mehreren Gewitter mitunter eine Bank zum AuSruhen unb schlief ein. Als er erwachte, nn»fi31 Evangelischen rmd 14 Katholiken zählt bas starke 5?agelschläge hier sowie in den Gemarkunaen Craiu- machte cr bie Entdeckung, baß ihm inzwischen bie golbene %aruf,,"och 1 Menoniten (Möllinger), 1 Freireligiösen fel.d, Vaitshain ustv. nieder; |ie richteten vielfach Schaden, Uhr mit Kette, Ringe unb bas Portemonna e mit etwa 500 Ulrich unb 3 Konfessionslose (ben Nationalliberalen Koch besonders an Getreide und in ben Gärten am Leiber sind R?ark gestohlen worden waren. - Das Orphenm-Theater" und bie Sozialbemokraten Bertholb unb Cramer). Das töteJe "eute nicht versichert, obwohl tedes Fruhiahr von\{ ^r9nffurt a in cine lübische Element fehlt aänilidb Mäae da« im s,Ifeiten der Behörden, landwirtschaftlichen Vereinen usw. die uranifuri a. a-c. ist in eine Vesellschaft mit beschränkter lich zur Annahme aefanäenbe neue^Wablocfest mit s,?nem Versicherungen sehr empfohlen werden. Als Grund hierfür H^ung umgewandelt worben. Direktor Bruck behält bie direkten Wahlrecht unb eintt -r C niufs erwähnt werden, daß viele Landwirte einen gewissen Leitung des Unternehmens. — Durch Maiblumen vergiftet zur Folae haben baü nni?r ^nrfprp?tQpeHn♦r^aVArJ1? ^£>r ber ^ageIr)erfi^^erung befommen haben, info^gepat sich in WormS ein dreijähriges Kind. Das Kind 8 b unser wackeres Zentrum sich verdoppelt, der Versicherung bei Gegenseitigkeits-Gesellschaften, wo die spielte mit einem Maiblumenstrauß unb biß habet bte nn? hpm J Ö; /Daß^etten^eimei ffy $or3elIaiigeMäft mitunter in ^)age^rei^^eu Sauren bas doppelte hdlumentöpfe ab. Aertliche Hilfe konnte bad arme Wesen für das Burschenhaus ber Burschenschaft Alemannia, ge^ sich ja ^unsere Lirndwir te^schützen," ü^idem ^s ie^ sich^bei^ Aktien-1 (5in Veteran von 1870/71 Herr Karl^Goebel aus Rödgen S r *“■ “5 WÄiÄ LL'"-» "•»-"»*" ** Konzerte. ®ie aeftern i* h Hildebrand bat sich vorgestern ebenfalls er han gt. Neu-Ulrichstein befanden sich Ende Mai 39 Manu stellen« Konzerte be £a n a uerUIa ne ^ frP.upnr^Ä Sci k bcm ^obc °es Letzteren soll ein erhebliches ^sizitresp. arbeitslos. sehr guten BesuckeS " be‘bc e,nc8 in .bjr fasse vorhanden gewesen sein, das auf Diebstahl ---- ' °°/°Uch_,MMdirL ®ulTn?«nttcerÄneXe W SchMUrgtilcht. mehrerer Stücke für ben reichen NpiknU ° I Ä (!) Unfall. Am Sam?laamittaa fi,i .in r v. v L Darmstadt, I. Juni. Dl-Ausstellung der Künstler- C. Gießen, 3. Juni, an« Großeubuscck von einem N-ubau am K Dt»n!C ^frcu.‘ kortgesetz« der regen und ausdauern- ! HE- morgen um 9 Uhr eröffnete Landgcrichtsrat trug anscheinend innere V^rlebunaen bmn? 9 Unb T-'lnahme der Publikums und unserer Stadt hat mit Schmeckenbecher bte erste Setzung der zweiten Schwurge- Mann"wurde'in d e ^Klinik aebrach?^mo^-^?.l> *$cr ’u,n9c ein gut Teil Fremdenverkehr mehr erhalten. Nach d-r ft'^ver.ode. Nachdem er die Geschworenen begrüßt und iS e ".r.L. Ä.wo cr "d°ch um selben „D. Z.» find für ca. 30 000 Mk. Abonn-m-nlskarten L"c auf chr verantloortungsvolles Amt hlngewiesen hatte, fess**1 >&•...* ?'%« »/" '•««« ■Ät-fet t*«iÄg tÄÄ Na, PrrdL »SAÄrr m Empfa " Tk überg^ sMs-L s<«s e nieder K ^sterer «•»Sft rt .’." cincm 5»tel ein INS« $«btifen, bei Demhandlungen für über pSer und Weinen in Auf- stch heraus, doß ZU thun hatte, der wahr- ^x tvar. In Kleidung (fremde den vollendeten -Sgestortheit nicht anmerkte. 'N dein 88. Jnf.-Regiment l ^elbstmordverfu^ ae in den Main, er wurde ort mit einem Aachen aus n Mhr, gerettet. - Zwei w;ug in Chiita mitmaHen, die dortige Bürgermeisterei Wann, der gestern aus die wieder ans Ufer schwimmen zwei Kompagnien des hier nterieregiments sind enickstarre aufgetreten, urden sofort dislociert und esunden hatten, desinfiziert. clrantungsfaU mehr vorge- orkehrungen getroffen, daß s ganze Regiment in ein arbeit [olle. Der, Direktor der.Gern s- Zean Noth hat noch den Ltaud von den Wen ifferpartie gemacht. Es ist on feinem Eintreffen aus troffen. Kennzeichnend für kannten Mchdirektors Roih eine Leitung, die die NA eiteten Untersuchung brachte, fetzt rasch beendet sm wi^ ^uni. Wie man hört, beging sch deshalb Selbstmord, M g zum KriegsgeMsrat d •. Endlich noch ehe sie in die Hack §am29.MaiemeAet Unguter Mensch *Wl bete'®» teWd“*' bei 'Nm-MWtha f 2 ™£)tt W«* 16 Sftoib bei W 111 m ß i»fol8e I1'”? ®’ Ä &ir air«f mtb * e[W,uw ti ffitiiftttta® b“ rijebm. ®TÄS* Ort i« er «»* schlief ech. <. goldeni $otie«o»«”eh6”‘ tieHtt’ - D»i Mt uijtiitlc ee0e|e^afl”i M bi Direktor Su g^i teij^W8 «« babti « »Ä “ " J’arwe * SÄ--S Oberstaatsanwalt Tr. Güngerich, Gerüchtsschreiber Gerichts - asfessor Deibel. Unter Anklage stand der Maurer Johannes Philipp Dietrich von Klein-Karben wegen Brandstiftung aus § 308 St.-G.-B. Der der Anklage zu Grunde liegende Sachverhalt ist kurz folgender: 2bn Morgen des 28. März d I. gegen halb neun Uhr brannte in der Gemarkung Klein- Karben direkt beim Ausgang dieses Ortes an der Straße Groß-Karben-Dortelweil ein Strohhaufen ab, der dem Pacl>ter Philipp Menget von Groß-Karben gehörte. Der Verdacht, denselben angesteckt zu haben, lenkte sich sofort auf den Joh. Phil. Dietrich einmal da dieser kurz vorher in der Nähe des Strohhaufens gesehen worden war, dann dann aber auch deshalb, weil er ein arbeitsscheuer Mensch ist und einige Tage vorher in der Wirtschaft von Bech geäußert halte, binnen 48 Stunden passiere etwas, er werde etwas anstellen. Bei der sofort vorgenommenen Festnahme gestand er die That denn auch ein, bedauerte aber nur, daß der zweite, größere Strohhaufen, der nur wenige Meter von dem abgebrannten saß, nicht auch mitverbrannt war. Er glaubte, er habe dem Pachter einen Gefallen gethan, da dieser versichert sei und hei dem nassen Wetter nun sich nicht die Mühe des Nachhausefahrens zu nehmen brauche. In Wirklichkeit war der Pachter zu der Zeit nicht mehr versichert und erlitt, da ihm ca. 400 Zentner Haserstroh verbrannten, einen Schaden von mindestens 600 Mk. Tie That selbst vollführte der Angeklagte dadurch daß er ein gewöhnliches Streichholz entzündete und es an den Strohhaufen hielt, zum Glück an der Seite, von der der Wind kam, der die Flammen von dem anderen Haufen abtrieb. Als der Haufen in Flammen stand, ging der Angeklagte querfeldein nach Groß^Karben und benack)jrichtigte dort das eine Mchenmädchen des Pachters Philipp Menge! von dem Brand des Strohhartfens bei Klein-Karben, worauf er nach Hause ging, wo er festgenommen wurde. Tie Verhandlung selbst entrollt ein düsteres Familienbild. Sowohl Vater wie Großvater des Angeklagten hatten des öfteren das Zuchthaus bezw. Gefängnis geziert und gar oft äußerte dieser sich dahin, sein Großvater und sein Vater hätten Brot gehabt, er bekäme auch Es scheint auch in der That so, als habe er sich nur eine längere Freiheitsstrafe zuziehen wollen, um der Sorge für seine zahlreiche Familie enthoben zu sein, zumal seine Ehe durch sein und seiner Mutter Verschulden keine glückliche genannt werden kann. Aus Rach hat er die That jedenfalls nicht begangen, da er niemals auch in der geringsten Weise etwas mit dem Geschädigten gehabt hat. Er selbst gesteht auch die That ein und giebt nur seinem traurigen Familienleben die Schuld an seinem Unglück. Die Verteidigung des An- geNagten liegt in den .Händen des Rechtsanwalts Raab. Nachdem die Geschworenenbank durch Auslosung gebildet und die Geschworenen selbst beeidigt waren, wurde der Angeklagte zur Person vernommen, alsdann die sech Zeugen vorgerufen und vorläufig entlassen. Alsdann wurde der Angeklagte zur Sach vernommen. Tas Familienleben, das dieser jchildert, ist kein erquicklichs. Sein Großpater hat sich erhängt, sein Vater wurde zweimal wegen Brandstiftung mit Zuchthaus bestraft, sein Bruder, der gegenwärtig wieder im Zuchthaus sitzt, wurde in diesem mit 28 Jahren konfirmiert, seine Frau lebt getrennt von ihm, seine Mutter, mit der er auf gespanntem Fuß steht, führt ihm den Haushalt. Er will die That aus Zorn gethan haben, da feine Mutter seinen Kindern untersagt habe, ibn Vater zu nennen. Er giebt zu, daß er Schnaps trinke, das thue er aber nur aus Zorn über seine traurigen Familienverhältnisse. Tie Zeugen bestätigen im großen und ganzen die Aussagen des Angeklagten. Ter Bürgermeister stellt ihm für die früheren Jahre ein ganz gutes Zeugnis aus, in den letzten Jahren aber hätte er ein rechtes Säuferleben geführt. Auf eine diesbezügliche Frage eines Geschworenen hin giebt der Bürgermeister Auskunft über die geistigen Fähigkeiten des Angeklagten. Er hält ihn für einen völlig normalen Menschen, der sehr wohl wisse, was er thue. Er trinke eben aus Gram über seine Familienverhältnisse, und wenn er betrunken sei, mache er dann derartige Streiche. Nacht Schluß der Beweisaufnahme werden die Schuldfragen festgestellt. Gerichtsseitig wurde die Frage auf vorsätzliche Branostiftung gestellt, der Verteidiger beantragt eine Nebenfrage auf mildernde Umstände zu stellen, welchem Antrag entsprochen wird. Alsdann erhält Ober- staatsanwalt Tr. Güngerich das Wort. Nach einer kurzen Rechtsausführung bezügl. des § 308 St.-G.-B.s geht er aus die Sgche selbst ein. Er schildert den Sachverhalt, beleuchtet die Familienverhältnisse des Angeklagten und resümiert seine Ausführungen dahin, daß der Angeklagte seine That lediglich aus Frivolität gethan habe, und auf einige Zeit in „geordnete Verhältnisse", „ins Trockene", d. h. ins Zuchthaus zu kommen, und hierdurch der Arbeit zu entgehen. Er weist die Möglichkeit zurück, daß der Anbeklagte ein ' geistig unnormaler Mensch fei. Bezüglich der Frage auf Zubilligung mildernder Umstände führt er aus, daß solche seiner Ansicht nach hier nicht vorlägen, in Anbetracht der Frivolität, mit der die That begangen worden sei. Er bittet daher, die Hauptfrage zu bejahen, die Nebenfrage zu verneinen. Der Ver leidiger, Rechtsanwalt Raab führt aus, daß das Bild, das sich ihm aus seinem Verkehr mit dem Angeklagten dargeboten habe, ihn überzeugt habe, daß von Frivolität bei oer That nicht gesprochen werden könne. Lediglich die traurigen Familienverhältnisse hätten ihn zu der That veranlaßt. Er nimmt auch Bezug auf § 310 St.-G.-Bs., nach dem der Angeklagte eigentlich freizusprechen sei. Wenn dieser aber schuldig sei, dann müssen ihm mildernde Umstände zugebilligt werden. Oberstaatsanwalt Güngerich wendet sich gegen die Ausführungen des Verteidigers hin sichtlich der Anwendung der 4? 310 und 51 St.-G.-Bs., indem er nachzuweifen sucht, daß deren Voraussetzungen absolut nicht gegeben seien. Mildernde Umstände dürften angesichts oer Frivolität ^er That, des großen entstandenen Schadens nicht zugebilligt werden. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Hoos, wendet sich gegen die Ausführungen des Oberstaatsanwalts hinsichtlich der ebent. Anwendung der 310 unltM 51 St.-G.-Bs. An die Plaidoyers schließt sich die Rechtsbelehrung der Geschworenen durch den Vorsitzenden an über die §§ 308, 310, 51 St.-G.-Bs. Um 11 Uhr ziehen sich die Geschworenen zur Beratung zurück. Nach einer Beratung von 20 Minuten verkündet der Obmann der Geschworenen, Schuhmacher Heß von Friedberg, den Spruch dahin, daß die erste Frage bezüglich der vorsätzlichen Brandstiftung bejaht, die zweite hinsichtlich der Zubilligung mildernder Umstände verneint fei. Ta kleine Unrichtigkeiten in der Niederschrift der Antworten vorgekommen waren, mußten sich die Geschworenen noch zweimal zur Verbesserung zurüctziehen. Nachdem hierauf dem vorgeführten Angeklagten der Wahrspruch der Geschworenen ver- gelesen woroen war, erhielt Oberstaatsanwalt Tr. Güngerich zur Strafzumessung das Wort. Er beantragt vier Jahre Zuchthaus, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von fünf Jahren und Verurteilung des Angeklagten in die Kosten des Verfahrens. Rechtsanwalt Raab bittet, Milde walten zu lassen und die seit dem 28 März 1901 erlittene Untersuchungshaft dem Angeklagten aufzurechnen. Um 11 Uhr 45 Mm. verkündet der Präsident das Urteil. *£er Angeklagte wird verurteilt wegen Verbrechens der Brandstiftung im Sinne des § 308 St.-G.-Bs. zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren und in die Kosten des Verfahrens. — Tie erlittene Untersuchungshaft wurde mit zwei Monaten aufgerechnet. Tern Angeklagten werden auf die Dauer von fünf Jahren die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. Ter Angeklagte nimmt die Strafe an, wie auch seitens der Staatsanwaltschaft die Rechtskraft des Urteils anerkannt wurde. Vermischtes. * Berlin, 2. Juni. Grstern Abend spät entdeckten auf einem Müllhaufen am Güterbahnhof WilmerSdorf-Friedenau bei Berlin Arbeiter Reste einer zerstückelten Leiche. Es werde vermutet, daß in Berlin ein Mord verübt und die Leichenteile dort in einen Müllkasten geworfen worden feien. Vandel und Verkehr. Volkswirtschaft. ko. Frankfurt u. 3. Juni. (Ortg.'Telegr. des „Gießen. Anz.") Fruchtm arktpre»se. Weizen Mk. 17.75 btS Mk. 18, Kurhesstfcher Mk. 18, La Plata Mk. 17,50-17.75, Hansa Mk. 17.50 bis 17.75, Roggen (hiesiger) Mk. 15—15 25, Gerste (Wetterarier) Mk. 16.50, Pfälzer Mk. 17.50-17.75, Hafer Mk. 15.00-00 00, Mat« Mk. 11.75, Weizenmehl 0 Mk 25.50 btS Mk. 26, 2. Qual. Mk. 23 50 bis Mk. 24, 3 Qua'. Mk. 21-23 Roggenmeht 0 Mk. 22 50-23.50, 01 Mk. 21.-23, Malzttete Mk. 9.75-10, Welzenkleie Mk. 9.75 bis Mk. 10, Roggenklcte Mk. 10—10,50. Alles per 100 Kg. ab hier. FC. Frankfurta. Ml, 3.Juni. (Telegr. Orig.-Bericht des 21/). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkauf standen 447 Ochsen, darunter 138 aus Oesterreich, 39 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 338 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 299 Kälber, 202 Schafe und Hämmel, 1089 Schweine, 1 Ziege, 2 Ziegen-, 9 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 63-65 Mk., 2. Qual. 57—59 Mk., 3. Qual. 53-56 Mk.; Bullen 1. Qual. 53-55 Mk., 2. Qual. 49-50 Mk.; Kühe 1. Qual. 58-60M!., 2. Qual. 53-54Mk., 3.Qual. 41-43Mk., 4.Qual. 30-32 Mk., 5. Qual. 28—29 Mk. Bezahlt wurden für 1 Pfd. Schlachtgewicht Kälber 1. Qual. 78—80 Pfg., Lebendgewicht 46-49 Pfg., 2. Qual. 71—74 Pfg, Lebendgewicht 42—44 Pfg., 3. Qual. 68 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg.; Schafe l.Qual. Schlgw. 64 Pfg., 2. Qual. 57—59 Pfg.; Schweine 1. Qual. 60 Pfg., Lebendgewicht 47 Pfg., 2. Qual. 59 Pfg., Lebendgewicht 46 Pfg., 3. Qual. 48—50 Pfg, Lebendgewicht 00 Pfg. Geschäft: Hornvieh flau, Ueberstand bedeutend, Kleinvieh gut, Markt geräumt. Ärmste Meldungen. Karlsruhe, 3. Juni. Die chemische Industrie-Berufs- genossenschast hat den Hinterbliebenen derjenigen versicherungspflichtigen Personen, die bei dem Unglück der chemischen Fabrik in Griesheim „Elektron" verschieden find, die Vorbescheide für die Entschädigung zugehen lasten. DaS Sterbegeld für die Verunglückten beläuft sich auf 1908 Mk. Die Rente für 11 Witwen beträgt 2479 Mk. und für Kinder 6472 Mk. im Jahre. In den Krankenhäusern von Frankfurt a. M. und Höchst befinden fich über 60 Personen, die bei dem Unglück Verletzungen davon getragen haben. Zwiesel, 3. Juni. Zur 37. Wanderversammlung bayrischer Landwirte traf heute nachmittag Prinz Ludwig in Begleitung des Regierungspräsidenten von Niederbayern, Meixner, des österreichisch ungarischen Gesandten, Grafen Zichy, und des badischen Gesandten, Frhrn. v. Bod- mann, hier ein. Der Prinz besuchte nachmittags die mit der Wanderversammlung verbundene landwirtschaftliche Ausstellung. Später findet Begrüßungsabend statt. London, 3. Juni. Der Korrespondent der „Times" tele* graphiert aus Hongkong vom 1. Juni, er habe gehört, daß die Franzosen im Juli Hainan zu annektieren beabsichtigen. — Im Truppenlager von Sharndiffe brach eine Meuterei aus. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen den Aufrührern und der Wache, welche den Befehl hatte, die Ordnung wiederherzustellen. Die meuternden Soldaten gaben auf die Wache mehrere scharfe SchÜste ab und widersetzten fich dann mit aufgepflanztem Bajonett ihrer Verhaftung. Zwei Mann von der Wache erlitten durch Bajonettstiche erhebliche Verwundungen. Zehn Dublin-FÜfilicre wurden verhaftet, Rom, 3. Juni. Der König verlieh persönlich Zanardelli den Anunciatenorden und teilte ihm ferner mit, daß er zu Rittern des Anunciatenordens die Minister ViSconto Venosta und San Marzano ernennen würde. Karlsbad, 3. Juni. Ein arges Unwetter wütete gestern nachmittag in Karlsbad. Don den Bergen strömten Wassermengen herab, rissen die Straßen auf, Überfluteten die Läden und entwurzelten Hunderte von Bäumen in den umliegenden Wäldern. Ein starkes Gewitter zwang die Feuerwehr, in Aktion zu treten. Menschen sind nicht verunglückt. Abends hatte die Stadt ihr gewöhnliches Aussehen. Athen, 3. Juni. Die gesamte Presse nimmt die Nachricht von dem Anträge der christlichen Deputierten betr. Einverleibung Kretas in Griechenland mit Enthusiasmus auf. Nach den hier aus Kreta eingetroffenen Nachrichten fanden auf der Insel Volkskundgebungen in diesem Sinne statt. Telephonischer Kursbericht- 8*/i % Beichsanleihe . . 99 25 8 o/g do . . 88.00 8>/i */o Konsolfl . • . . 98 90 8 % do .... 81.10 8Vi % Heesen .... 95.50 5 % Italien. Rente . . . 96.85 4