Nr. 25» Viertes Blatt. 151. Jahrgang. Sonnrag 3. November 1901 Orscheiut täglich mit Ausnahme des Montags. Die Siebener Familien, blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess, fianbroirt* und den „Blättern sür hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. KernsprkchanschltißNr.bl. GietzenerAnzeiger General'Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeige» xu der für den folgenden rLag erscheinenden Nr. bis vonnittags 10 Uhr. Alle Ameigen-Vermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehinen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Ps* auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Vev» lag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Witt ko; sür den Anzeigenteil: Hans Beck. Neber Italien hinweg. Ein gelegentlicher Mitarbeiter schreibt uns aus Rom: Sobald die Mrttelmeerpolitik eine höhere Welle wirft, wird die^italienische Presse nervös. Die Flottendemonstration Frankreichs gegen die Türkei giebt den Zeitungen der Tiberstadt Veranlassung zu einer herben Kritik und zu der etwas dunklen Drohung, daß Italien nicht ruhig zuschauen werde, wenn Sldnnral Caillard in der Thai die den Darda- danellen vorgelegte Insel Mytilene (Lesbos) besetzen lvürde. Wie die verantwortlichen Politiker, in erster Reihe der Ministerpräsident Zanardelli und der Leiter des Auswärtigen, Prinetti, über den Fall urteilen, ist zur Stunde noch unbekannt. Doch man darf getrost annehmen, daß die französische Regierung sich am wenigsten wegen der Stellungnahme der italienischen in dieser Frage den Kopf zerbrechen wird. Die Mittelmehrpolitik Frankreichs im letzten Jahrzehnt ist ja ständig über Italien hinweg durchgeführt worden, und es handelte sich da wahrlich um bedeutungsvollere Angelegenheiten. Kein Geringerer hat das mit begreiflichem schmerz erkannt und noch in seiner letzten großen Parlamentsrede konstatiert, als Crispi. Während Frankreich seine Einflußsphäre in Nordafrika immer mehr aus- breitet, ist Italien dort, wo es seiner geographischen Lage gemäß eher als Frankreich Heimatsrechte geltend zu machen hätte, völlig ins Hintertreffen geraten. In Marokko ist es aller Freundschaft verlustig gegangen. Die der italienischen Regierung vom verstorbenen Sultan gemachten Zugeständnisse sind seinerzeit aufgeopfert worden in der ein geringes Maß von Selbftbewußtsein oder, wie Crispi sagte, von nationaler Selbstachtung bekundenden Besorgnis, die Ausrüstung des von Marokko bei einer italienischen Werft in Auftrag gegebenen Kreuzers könnte Frankreich mißfallen. Dieser so schonend behandelte Nachbar aber schaffte sich! unter kühler Zurückdrängung Italiens seine „Ellbogenfreiheit" in demselben Mavokw, sowie im Hinterlande von Algier und selbst am Roten Meere. Der Tag ist vielleicht nicht mehr fern, da Frankreich seine Hand auch auf Tripolis legen wird, das es von der Sahara aus bereits zu umklammern beginnt. Und die italienischen Staatsmänner sehen mit verschränkten Armen zu, wie dieses letzte noch nicht aufgeteilte Interessengebiet an der noroafrikanischen Küste dem italienischen Einfluß entzogen zu werden droht. Nein, die Auslandspolitik Italiens — vom Dreibundsvertrag abgesehen — ist so zieibewußt und energisch nicht geführt worden, daß ein Einspruch von dieser Seite bei der französischen Regierung entscheidend ins Gewicht fiele. Das wird sich möglicherweise jetzt bei dem türkisch-französischen Zwischenfall wiederum zeigen. Das bittere Wort Crispis, dessen man noch manchmal wird gedenken müssen, blnbt zutreffend: „Die äußere Politik kennt zwei Arten von Verzichtleistungen, eine förmliche, durch Vertrag oder Abmachung in Kraft gesetzte, und eine stillschweigende, sich von selber ergebende, die durch Fernbleiben besiegelt wird. Leider versteht sich die italienische Diplomatie auf die eine so gut wie auf die andere. Parieihaß und kläglicher persönlicher Ehrgeiz haben vergessen lassen, daß zwei Pflichten der Klugheit die äußere Politik einer großen Nation beherrschen müssen: rechtzeitige Voraussicht und rechtzeitiges Eingreifen." Inzwischen ist die Division Caillard des französischen Geschwaders bereits auf der Höhe von Messina eingetroffen und wird Sonntag oder Montag früh zweifellos in die türkischen Gewässer einlaufen. Man glaubt, daß eine Truppenlandung nicht notwendig sein wird, da der Sultan bis dahin Genugthuung gegeben haben werde. Der Sultan ist sich bewußt, daß Frankreich nach dieser Demonstration, die einer Kriegserklärung gleichkommt, nicht mehr zurück kann. Der zweite Teil des Mittelmeer-Geschwaders, der gleichfalls nach der Levante abdampfen sollte, ist wieder in den Hafen zurückgekehrt, erhielt aber Befehl, sich zur sofortigen Abfahrt bereit zu halten. Es geht das Gerücht, der Sultan habe infolge der Abfahrt des Geschwaders dem französischen auswärtigen Amte mitgeteilt, Frankreich werde binnen 24 Stunden Genugthuung erhalten. Sicher ist, daß der Sultan nach einer langen Unterredung mit dem Kriegsminister und dem Minister des Auswärtigen eine Note an die Großmächte gesandt hat, worin diese ersucht werden, den Franzosen zu verbieten, Saloniki oder Smyrna zu besetzen, da dadurch die Interessen anderer Nationen gefährdet würden. — Der „Matin" schreibt, die auswärtige Presse scheine im allgemeinen die energische Spaltung Frankreichs zu billigen. Nur aus Berlin kommt die Meldung, in dortigen Regierungskreisen sei man überzeugt, Telcasse habe diese Flotten-Demonstration nur angeordnet, um auf eine diesbezügliche Interpellation im Parlament eine befriedigende Antwort geben zu können. Der „Temps" ermahnt die Regierung, in ihrer Energie gegen die Türkei nicht zu erlahmen, damit die Autorität Frankreichs in Konstantinopel wiederhergestellt werde. Oesterreich, Nordamerika und Italien hätten Frankreich in ähnlichen Fällen ein lehrreiches Beispiel gegeben. — Der gesamte Effektivbestand des nach der Levante abgegangenen Geschwaders beträgt 23 126 Mannschaften mit 125 Offizieren, 12 großen, 38 mittleren und 110 kleineren Geschützen. Eine später eingetroffene Meldung aus Konstantinopel oom „Wiener Korr.-Bur." besagt: Aus amtlichen Kreisen wird mitgeteilt, die Angelegenheit Lorando sei geregelt worden; der französisch-ckürkische Konflikt könne als beigclcgt betrachtet werd en. ~ MlMjcho Tagesschau. Tie Greifswalder Studentenschaft hak ihre angekündigte Protest-Kundgebung gegen Chamberlain veranstaltet. Nach mehreren begeistett aufgenommenen Ansprachen von Professoren, darunter Mitkämpfern aus dem Jahre 1870/71 gelangte folgende Protestresolution einstimmig zur Annahme, die wir gestern bereits im Wortlaute Wiedergaben und die wir heute wiederholen wollen: „Dis» Studentenschaft Greifswalds, einmütig versammelt mit ihren Dozenten, weist mit Entrüstung die Beschimpfung zi 'cf, die der englische Minister Chamberlain in seiner Rede zu dlmburgh amJZix Oktober durch den Vergleich der englischen Kriegs, ührung in Südafrika mit der deutschen im Feldzuge 1870/71 gegen. daS deutsche Volk und deutsche Kampfessitte auszusprechen gewagt hat." Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, gewiß! Aber ist unsere Jugend, ist namentlich unsere deutsche Wissenschaft nicht viel zu gut dazu, um einen Chamberlain Mores zu lehren? Muß man sich nicht sagen, daß dieser Protest „verlorene Liebesmüh'" ist, um mit einem Briten von anderem Kaliber zu reden, als der englische Kolonialminister ist, daß Deutschlands hohe Schulen besser die Hand von so schmutziger Wäsche lassen, wie sie z. Z. von Englands Negierung mit so abstoßender Ausdauer gewaschen wird? Doch immerhin, dieser Protest hat etwas Erfrischendes, und bemerkenswert ist vornehmlich der Umstand, daß das offiziöse Depeschen- b u r e a u von der Greifswalder Versammlung Notiz nimmt und dabei die „begeistert aufgenommenen Ansprachen von Professoren" besonders erwähnt. Ist das vielleicht ein Anzeichen dafür, daß man in unseren amtlichen Kreisen die Anmaßungen Chamberlains nicht mehr mit Geduld und Gelassenheit hinnimmt? Nicht die deutsche Wissenschaft, sondern die deutsche Regierung hat die Beleidigungen Chamberlains in der gehörigen Form abzuweisen. In den weitesten Kreisen, ja in der ganzen deutschen Nation, würde es mit Genugthuung begrüßt werden, spräche Graf Bülow im Reichstag bei der ersten sich bietenden Gelegenheit einmal ein deutliches Wort über Chamberlain! Das könnte geschehen, ohne gleich der englischen Negierung oder dem englischen Volk den Fehdehandschuh hinzuwerfen. Hat denn nicht der Reichskanzler im Reichstag den russischen Finanzminister Witte, wegen derpon diesem veranlaßten Preßangriffe lveigcrte sich- das Gelb herauszugeben. Es waren schon mancherlei Streitigkeiten vorauL- gegangen, weshalb auch die Frau die feste Absicht h^gte, heute früh ihren Mann zu verlassen. Sie hatte den Milche lutfcher verständigt, ihre Sachen mitzunehmen, da fie es nicht mehr länger bei dem Manne aushalten könne. Es sind Kinder aus allen drei Ehen vorhanden. Man hörte erst dann von der grausigen That, als ein Kind aus dem )ritten Stock, in dem Ziegler mit seiner Familie wohnte, der Familie, welche die Parterrewohnung inne hat, erzählte, >aß seine Mutter oben im Blute liege, worauf sofort Anzeige erstattet wurde. Die Polizei war bald darauf zur Stelle, auch das Gericht hat den Thatbestand ausgenommen. W. Wetzlar, 1. Nov. Gestern abend wurde der Sohn des Händlers S. Selig mann von hier wegen fahrlässiger Tötung in Untersuchungshaft genommen. Der Händler S. Seligmann und dessen Sohn Adolf besuchten gestern den Markt in Weilmünster. Während eines Handels mit einem Bauer konnte man sich nicht einigen. In der Hitze des Go. echts hat nun der junge Seligmann, der erst vor einiger Zeit aus China zurückgekehrt ist, dem Bauer einen derart kräftigen Stoß gegen den Leib gegeben, daß dieser sofort aus den Rücken fiel und sofort todt gewesen sein soll. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat durch einen unglücklichen Zufall der Stoß einen tötlichen Erfolg gehabt, da nicht anzunehmen ist, daß der Seligmann jun. absichtlich den Mann hat löten wollen. Frankfurt a. M., 1. Nov. In der früheren K a r nt e literkirche an der Alten Mainzergasse, die jetzt als Kgl. Zollamtniederlage dient, sind schon früher Alt er tum s- unde gemacht worden, darunter in letzter Zeit ein künst- erisch ausgeführter Grabstein des Werner Weiß aus dem Jahre 1311. Gestern nun wurde beim Anschluß einer elektrischen Leitung an das unterirdische Haupttabel ein alter Keller blosgelegt, der sich unter dem Seitenschiff der alten Kirche hinzieyt und an das Haus stößt, das um 1510 Heinrich zum Krug den Frauenbrüdern (Karmelitermönchen) zum Geschenk machte. Man entdeckte zwei Kellergerüste von je vier Quadratmeter Größe, die zum größten Teile zuge- schüttet waren. Beim Aufräumen fand man zunächst Reste von Särgen, die aus Tannenholz gefertigt uno schwarz gestrichen gewesen sind. Später entdeckte man auch unversehrte Särge, von denen einer beim Oefsuen die Aschen-- refte einer Leiche enthielt. Es handelte sich ausschließlich um Kindersärge. Aus welchen Jahren die Begräbnisstätte stammt, steht noch nicht fest. — Der auf gestern abend angesagten Versammlung des Organisations-Komitees ging nachmittags eine Zusammenkunft von Ausstellern voraus, an der Generalleutnant z. D. v. Ehap- puis sowie Baron v. Re in ach teilnahmen, wobei die Reklamationen der anwesenden Aussteller geprüft wurden. Unter Beisitz der Delegierten Hülsmann (Freiburg) und M. Sternberg (Frankfurt) wurden die Forderungen geprüft und berichtigt, wobei die meisten Nachforderungen im Sinne der Aussteller erledigt wurden. Mehrere Forderungen waren vorher schon nachgelassen oder reduziert worden, während einige Firmen ihre Sache dem Rechtsanwalt übergeben haben. Ein großer Teil hat allerdings, um allen Weiterungen zu entgehen, bezahlt. Aus dem ganzen Verlaufe der Sache geht hervor, daß die Geschäftsleitung, die sich zur Entschuldigung auf „Irrtümer" ihrer Gewährsmänner beruft, nicht im Sinne des hiesigen Organisationsko m i t eeS gehandelt hat, wodurch sowohl dem Komitee als den Aus- tellern Unannehmlichkeiten verursacht wurden. Erster Staatsanwalt v. Reden wohnte der Versammlung bei. Die übrig gebliebenen Reklamationen schlug das Komitee vor, einem Schiedsgericht zu unterbreiten. • * Kleine Mitteilungen aus Heffen uud den Nachbarstaaten. In Ober-Hörgern wurde bei der Bürgermeisterwahl Wilhelm Holler mit 38 Stimmen neugewählt. W. Alles, ein Sohn des jetzigen Bürgermeisters, erhielt 18 Stimmen. Bürgermeister Alles hatte eine Wiederwahl abgelehnt. — Der Italiener, der, wie wir berichteten, in der vorigen Sonntagnacht auf der Straße bei Freienseen einen Schuß ab- feuerte und dafür gehörig durchgeprügelt wurde, hat so schwere Verletzungen erhalten, daß er, nachdem ein Arzt zugezogen worden war, nach der Klinik in Gießen gebracht werden mußte. Er ist verheiratet und Vater von 3 Kindern. Seitdem verweilt täglich die Gendarmerie in Freienseen, um etwaigen Reibereien rechtzeitig zu begegnen. Vermischtes. ' Berlin, 2. Nov. Die Lagerplätze zweier Firmen stehen in Flammen. Petroleumsfässer explodiren fortwährend. Der Schaden ist noch nicht übersehbar. Elberfeld, 2. Nov. Auf der elektrischen Bahn Elberfeld-Remscheid stürzte bei Gerstan ein Motorwagen einen hohen Abhang hinab und fiel in einen Bach. Der Wagen ist total zertrümmert. Das Personal, sowie 6 Passagiere find lebensgefährlich verletzt. * Plymouth, 2. Nov. Sieben Gefangene des Dest- moorgefangnisses versuchten nachmittags einen Ausbr ach. Es wurde auf fie geschossen, 6 wurden leicht verwundet und wieder eingebracht; einer ist noch in Freiheit. * Paris, 1. Nov. Ein gestern abend vom Eiffelturm abgefeuerter Böllerschuß kündigte an, daß der Termin zur Erlangung des Deutsch-Preises abgelaufen war. Santvs Dumont bleibt also ohne Konkurrenz. * Do ver, 1. Nov- Ein Schleppdampfer ist von hier abgegangen, um dem englischen Kriegsschiff „Repulse", ba3' im Kanal dem Sturme preisgegeben war, Hilfe zu bringen. Das Meer ist so bewegt, daß der Hasen von Folkestone nicht angelausen werden kann. Tie Tampser- Verbindung mit Calais wird über Dover aufrecht erhalten. Telegramme aus Cherburg berichten über großen Schaden, den der Sturm im dortigen Hafen angerichtet hat. Ein Seegelboot scheiterte in der Nähe des Hafens; desgleichen ein ihm zu Hilfe eilender Dampfer. Ein drittel Fahrzeug ging an derselben Stelle unter. * New-Vork,l. Nov. Auf Long Island rannte Fourniers Automobil gegen eine Lokomotive und wurde zertrümmert. Einer der sechs Passagiere des Motorwagens! wurde tätlich verwundet, während Fournier und die die übrigen vier Automobilisten schwerere oder leichtere Verletzungen erlitten. Theater, Kunst und Wssrnschast. — Geheimrat Professor Dr. Paul Ehrlich in Frank- surt a. M. soll, wie wir bereits mitteitlen, von der otabt Frankfurt auf drei Jahre die Zinsen von 500000 Mk. erhalten, die dev kürzlich verstorbene Bankier Theodor Stern für Carcinoin-lKrcbs)- Forschung letztwillig bestimmte. Außer diesem ansehnlichen Legat sind in neuerer Zeit von Privaten noch andere Mittel zu gleichen Zweck«: bereitfle|te^lt worden, jodaß Geheimrat Ehrlich iw. Gamev Krieskasten der Redaktion. Tendenz: still. Höckste Temperatur Niedrigste „ Tapisserie! werde, und daß Kaiser und Reichskanzler beim Abschluß neuer s Souuenstr. 25 Richt minder sicher sei, daß auch während der Reichstagtzberat- ungen ein grundsätzlicher Umschwung der Regierung im Sinne eines Verzichts aus die leiteudeu Motive des gegenwärtigen Entwurfs nicht zu erwarten sei. Ebenso gewiß sei, daß, falls der Tarif durch Festhalten der Agrarier an übermäßigen Forderungen zu Fall gebracht werde, er demnach wiederkommeu 4- 11,9° C. + ,10° C. . 100.40 . 89.40 . 100.30 . 89.55 . 98.10 . 98.80 . 41.70 . 25.60 . 25.75 . 84.00 Reicheanleihe do. Konsole do. . . Hessen 5°/j Italien. Rente . . 4 /o Griech. Monopo 1-Anl. 30/j Portugiesen . . . 3% Mexikaner . . . 4*/a7ü Chinesen . . . früh zwischen 6 und 7 Uhr in dem Tegeler Forste zwischer' dem Polizeileutnant L y d 0 w und dem Stud. pharm. der Medizin Zimmermann statt. Das Duell verlief unblutig Der Grund lag in einem.Wortwechsel. Thorn, 2. Nov. Vier Primaner und ein Sekundaner des Gymnasiums Strasburg, welche im Geheimbünde. 87»% 9% 37.°/° 3% 37r% Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn . Gotthardbahn . . . Laurahiitte . . . . Bochum . . . . * j Harpener . . . . Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Universitäts-Nachrichten. — Der Dekan der medizinischen Fakultät der Berliner Universitär, Prof. W a l d e y e r, wurde, nach einem Newyorker Telegramm vom Präsidenten Roosevelt empfangen/ Später wurde zu Ehren Waldeyers ein E m p f a n g im Ackerbau-Departements veranstaltet. Telephonischer Kursbericht Frankfurt a. M., 2. November. (Anonyme Slrifraaen bleibsn uvbsrückfick»tigt.) Herrn Bürgermeister L e n n, Großen-Linden. Wir haben von • ~...... <■— «■......r_—4.— aus am 31. Okt. bis 1. Nov. „ 31. u „ 1. „ gleicher Zeit stellt G c 0 r von 16 Gemälden aus. ,------ , die Mehrzahl unserer ersten Meister mit bedeutenden Werken, unter anderen Hans Thoma, Alex. Ealame, W. Frrle, Ed. von Gebhardt, Lenbach, F. A. von Kaulbach, Menzel, Schönleber re. Nacht auacpellte R-ch-rch°» ergaitn, bah feine st-ich- °l« die d-, Mhau-rgehilseu Jas. H-smaan auS Neustadt u Badea >dn>- tifiziert wurde. Die bei ihm vorgesundeaen Papiere beluudeu W i e n, 2. Nov. Heute beginnen die Verhandlungen des gesamten Parteitages der österreichischen So. zialdemokraten, zu welchem auch viele Gäste au- Deutschland, darunter Bebel, eingetroffen sind. In bei Vorkonferenz wurde beschlossen, den Punkt betreffend dir 11t a Mit is »Organisation der gesamten Sozialdemorratie von der Tages- I ordnung abzusetzen, dagegen den Punkt betreffend die No. Originaldrahtmeldungen des Giehener Anzeigers. M= ä“r Gewerbeordnung nochmals auf die Tagesordnung “ , ' “ , , t ar n\ setzen. Der Hauptzweck des Parteitages ist die Revision Mainz, 2. Rov. (Telephonmelduug des „Greß. Auz.") Parteiprogramms Der katholische Pfarrer Landmann ist heute früh 3/48-IJrJ Irkutsk, 2. Nov. „Wostokschnoje Obosreye" meldet: wahrend er dre Mesie las, von einem Schlaganfall getroffen! Zg Oktober riß im Baikalsee ein heftiger Sturm drei worden. Er brach zusammen und war sofort todt. Barken von einem Bugsierdampfer los. Zwei derselben Berlin, 2. Rov. In hiesigen Börscnkreiseu wird erwogeu, wurden an Felsen geschleudert, woourch 170 Ar- die Börse au allen Geschäftslagen nachmittags um 2 Uhr zu beiter und Fischer ertranken. Dasselbe Blatt meldet schließen mit Rücksicht auf die herrschende Geschäftsstille. unterm 30. Oktober: 115 Werst von der Station Snon Berlin, 2. Rov. Daß große Los der preußischen der chinesischen Zweigbahn entgleiste ein Personenzug Maffenlotterie fiel auf Rr. 65683. infolge Schneeverwehung Ein Rechender cht getötet, Berlin, 2. Rov. Gelegentlich des Aufenthalts des Schul- äwer Postbeamte und 14 Reisende sind verwrmdet. schiffes „Charlotte" in Jaffa wird Prinz Adalbert einen drei- Peking, 2. M)v. (Reuter.) Die europäischen Aerzte tägigen Ausflug nach Jerusalem unternehmeu. ^^ stand^des Kran l en als er n st. Er leidet seit zwei Tagen Frankfurt a. M., 2. Rov. Der Einbrecher, der dre Lunqenbluten. Es ist möglich, daß dre Verhandlungen Wohnung des Kaufmanns Benarro ausraumte, wovon wir gestern lüeqen 9ber Mandschurei, bie er mit dem russischen berichteten, ist in der Person des Straßenwärters Otto Geibel Gesandten führt, durch die Erkrankung gestört werden. Alle aus Hanau verhaftet worden. anderen chinesischen Beamten sind gegen die Gewährung! Karlsruhe, 2. Rov. Die „Südd. Reichskorresp." erklärt von Zugeständnissen an Rußland und fürchten, daß, wenn gegenüber den Preßstimmen über die Unsicherheit der inneren der Vertrag abgeschlossen würde, auch die anderen Machte, Lage, es sei völlig sicher, daß die Zvll.arifv°rlage dem st«tt sich ‘ SÄÄ & “ Reichstag alsbald nach seinem Zusammentritt zugehen werde. Tur fl$ in an^e &5 Arbeiterbewegung. Brüssel, 1. 2too. Bourlard, Präsident der streikenden Bergarbeiter im Seringbezirk, wurde heute nacht mittelst Dolches von einem Streikbrecher namens Ehavet nach einem Wortwechsel über den Streik erstochen. London, 1.Nov. In Neu-Südwales droht ein großer, 200000 Arbeiter umfassender Ko hl en streik infolge von Differenzen über Lohnfragen. Arbeitgeber sowohl als Arbeiter verfügen über große Geldmittel. anarchistische Wahnideen. London, 2 Nov. Die „Daily Mail" meldet aus Buenos Aires, Argentinien habe Chile ersucht, den Straßenbau im Streit- gebiet der Cordilleren einzustellen Es verlangt eme amtliche Erklärung, daß, da der Straßenbau hinter dem Rucken der argentinischen Regierung ausgeführt sei, einen mnen Rechtsanspruch auf das Streitgebiet bilde. Werde die Erklärung nicht abgegeben, dann verloste der argentinische Gesandte Santiago. ... nai eJ London, 2. Rov. In dem letzten Kampf der Kolonne . befördern, Landrof wurden auf englischer Seite 36 Mann getötet und 16 Die Straf- verwundet. In einem anderen Kampfe fielen 8 Mann und 14 I wurden verwundet. Außerdem starben 10 Mann an Krankheiten. . 134.20 und des Ta-chdeckermeifters Hofmann in Brand. Petro- . 155.001 leum-Fässer explodierten fortwährend. Eine Rettunc . 177.60 ist unmöglich, obwohl die Feuerwehr in voller Thätigkeu - ^0-00 ist. Der Schaden ist noch nicht zu übersehen. London, 2. Nov- Telegramme aus Kopenhagen und Washington bestätigen den Ankauf der spanischen Antillen durch die Union. Paris, 2. Nov- Aus Konstantinopel wird von gestern nachmittag 4.25 Uhr gemeldet: Der Sultan hat der französischen Regierung Vorschläge betreffend eine völlig! Genugthuung über sämtliche Punkte machen lassen. Man betrachtet den Zwischenfall als er« ledigt. Die „Agence nationale", welcher diese Meldung zuging, fügt hinzu: Angesichts der späten Stunde, zu der diese Nachricht ihr zugegangen sei, wäre es unmöglich ge» wesen, eine amtliche Bestätigung französischerseits über die Meldung zu erlangen. etwa über 40000 Mk. Zinsen jährlich verfügen kann. Der Gelehrte wird dadurch in die Lage gesetzt, die bakteriologische Abteilung des von ihm geleiteten königl. Instituts für experimentelle Therapie zu erweitern. Geheimrat Ehrlich war, bevor er nach tfranlyurt a. Ist. übersiedelte, am Berliner Institut für Infektionskrankheiten thang und bekleidete zugleich das Amt eines außerordentlichen pros^ors an der Friedrich-Wilhelm-Universität. Er stand auch der Kontrollstation für Heilsera in Steglitz vor, die nach seinem Fortgänge nach ----------------------- r , Frankfurt a. M. gleichfalls dorthin verlegt wurde. Bei dieser Ge- (ßmfhte ML Ugenheit sei noch erwähnt, daß in Berlin seit längerer Zelt ein so- Schlosser- genanntes Sammeltamitee für Krebs,-rjchung besieht, bas alle zu Frankfurt a. SB., I. Nov. D-r 16 Mw alte jeiner Kenntnis gebrachten Kranlheitsialle nachprttft, -tu- Miaue lehrling Lubwig Schmidt wurde tm v-rg°ng°n°n. Sommer vet Statistik führt, die einschlägige Litteratiir sammelt und altes auf dem hiesigen Telegraphenamt als ^epeschenbote verwend . 6 diese Weise gewonnene Material dazu benutzt, um die tückische jedes erste Telegramm erhielt er einen Botenlohn vonJO Mg., tut Krankheit zu bekämpfen An der Spitze dieses Komitees, welchem jedes weitere 2 Pfg. „Weil ihm der Weg zu weit war. . hat «c u. a. auch der Geh Rat un Kultusministerium Prof. v. Kirchner ungefähr 50 Depeschen, anstatt sie an die Adrestaten 5» beordern, angehört, steht Geheimrat Prof. Dr. v. Leyden. vernichtet. DasBestellgeld ließ er sich aus-ahlen. Die Straf Aus Frankfurt a. M., 1. Nov. schreibt man uns: 3tn I fammer verurteilte ihn ic^t zu o Dloimtcn Gkiongiu^. Kun st-Salon Hermes, ist soeben eine große Soirderaus- - — stelluna eröffnet worden von Gemälden Arnold Bocktins, oe- stehend aus ca. 20 hervorragenden Werken des Meisters. Wir nennen daraus die Eimbernschlacht, das Bachanale, den Kentauern- kampf, Venus nnb Amor, Burg am Meer, Pielä, Magdalena, das Gefilde der Seligen, Dryaden und Francesra da RiNlinl. ^u m'- --les ® erntet, Brüstel, eine Kollektion Bichmartt. Wahrend der abgelaufenen Woche ,var das Geschäft an fast I aßen einschlägigen Märkten nicht zufriedenstellend. Die Umsätze waren durchschnittlich mittelmäßige zu nennen, es blieb an einigen Plätzen aber auch ziemlich Ueberstand. Prima Großvieh wurde wie immer flott umgesetzt, dagegen fanden mittlere und geringere Qualitäten fast gar keine Beachtung. Kälber waren genügend an- gefahren, doch ließ der Umsatz int Verhältnis zu den Vorwochen sehr zu wünschen übrig. Es war sogar teilweise sehr großer Ueberstand zu verzeichnen. Felle Schweine waren llotz des hohen Preises besser beachtet, auch der Umsatz war zufriedenstellend, wahrend Läufer nnb Milchschweine fast gar nicht gehandelt wurden. Getreide. Die Stimmung war anfangs der Woche recht fest, wurde je= ooch bann etwas ruhiger, ba aus Argentinien Regenmelbungen einliefen. Immerhin scheint es festzustehen, baß die Enlle im Norden der argentinischen Republik zum größten Teile verloren ift; un Zentrum und un Süden der Republik dagegen erwartet man eine gute Ernte, sodaß das Ergebnis nicht viel hinter dem des vergangenen Jahres zurückbleiben, dürste. Die Forderungen sind heute Mk. 1 bis Mk. 2 per Tonne billiger, Roggen höher. Gerste unverändert. Hafer sehr fest. Mais fest und höher. Die heutigen Forderungen sind: Redwinter 2 Mk. 125.50—126.50. Kansas 2 Mk. 126—126.50. Südruss. Weizen Mk. 120—127. Laplata-Weizen Dlk. 120—135. Ruff. Roggen Mk. 100. Russische Futtergerste Mk. 98. Nuss. Haser Mk. 119-135. Mixed Mais Mk. 112. Laplata Mais rye terms Mk. 107. cif Rotterdam. b. Mainz, 1. 91ov. In der Konkurssache der Maschinenfabrik I o h. S ch m a h l in Mombach und Mainz sind in den letzten Tagen dou verschiedenen beteiligten Finanzleuten wiederholt Versuche macht worden, eine Sanierung der Verhältnisse herbeizuführen und dadurch den Fortbestand des Unternel)mens zu sichern. Von verschiedenen Interessenten waren ziemlich beträchtliche Summen für bie Fabrik in Aussicht gestellt worden, bie indeß bei genauer Prüfung der Sachlage sich boch nicht als ausreichenb ermieien, um einen lukrativen nnb erfolgreichen Weiterbetrieb des Geschäftes ba- mit bethätigen zu können. Wie die Verhältnisse jetzt liegen, ist roenig Hoffnung mehr vorhanden, daß bie Fabrik erhalten bleibt, was schon mit Rücksicht auf bie große Arbeiterzahl, bie badurch in bet gegenwärtigen allgemeinen Geschäftskrisis brotlos wirb, sehr zu bedauern ist. Seither war die Fabrik teilweise noch im Betrieb zur Ausführung der vorliegenden Bestellungen. Jetzt soll aber der ganze Betriel' eingestellt werden. — Rcichöbauk. Am 8. November wird in Jena eine »an der Reichsbankstelle in Gera abhängige Reichsbank-Nebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. Arlieiterbewtgimg. Dcrviers, 1. Nov. Tie Einigungsversuche zwischen Vertretern der vereinigten Arbeitgeber und Arbeiter der Kamm- gamspinnereien über die Streitfrage zwischen der Vervietois und .......v . . ihren Spinnern sind gescheitert. Der Ausstand dauert Er stand auch der Kontroll-1 n0(fy fort. _ __ __J. H. Fmüw Sonnenstr. 25 Handelsverträge die Forderungen ausgleichender Gerechtigkeit zu I “ Gunsten der Landwirtschaft verwirklicht sehen wollten. empfiehlt den ^Klttgang ganz beionber.» fchoner Stuttgart, 2. 9lvv. Tie Staatsanwaltschaft hat in gezeichneten und angefangenen Arbeiten, W” d°- urteil, das gegen den ..Beobachter- un Ehm-Pr-zeb jsbUYkllkll S gefallt wurde, Revis!an eingelegt. . billigsten Preisen. München, 2. Rov. Gestern abend 7 Uhr feuerte em Uw I ==*=™===*,,,__ . bekannter vom Fuße der Treppe des Odeousaales aus vier ülUvfcVlWtJdteH Revolverschüsse unter das Publikum. Er verletzte . e p aller feinen Bunt- und Goldstickereien, einen Billeteur lebensgefärlich, einen zweiten leicht und (WIM sowie Zeichnung, Monogramms re. werden erschoß sich hierauf selbst. Durch die Volizei im Lauf' der' bestens und billigst ausgeführt. 6771 lei-Prpzeß von der Strafkammer zu Gef Shanghai vom 1. dö. find Yunglu und die anderen Real- Am 28. Okt. August Sei?p, Wagner dahier mit Elise Jäckel tionäre bemüht, den Einfluß der Stellung der Dizekonige tm in Leusel. 29. Emil Ernst Georg Wilhelm Jüngst, Dr phü m I Vangtsethale za untergraben, ^ndcffm verlautet, infolge des Essen a. Ruhr mit Karoline Luise Prinz dahier. 30. PhilippJMobus, . . Widerstandes der Vizekönige gegen das Mandschurei- Gen sind fe'rn^^gewöhnt^WeffeI Amann Abkommen mit Rußland habe die Kaiserm-Witwe beschloffen, — hrbcutenben2Berfen, unter mit Mana Balser dahier, von dem Abschluß des Abkommens abzusehen. Cheschltcßungeu. New-Aork, 2. Nov. Der Bundeskommiffar Foot em- . |roQlte“ mit »W die Ansuesernng Terlindens. Indes ist eine & \ i \ 31 |. .r selbst. 31. Ludwig Becker, Sergeant dahier mit Elisabethe Vogel Berusung an das höchste Gericht sicher. unö hicrselbst. New-Aork, 2. Nov. Das Marineamt verlangt 35 Mtll. Markte. ^lm 19 Okt Dem Schuhmacher Heinrich Aff eine Tochter. Dollars für den Neubau von 4 Schlachtschiffen zu 16000 Gieße«, 2. November. Marktbericht. Auf dem heutigen ISchneider Karl Göbel ein Sohn, Friedrich. Dem Tag- Tonnen, von 4 Panzerfchipen zn 14 500 ^.onnen und von 18 Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Psunb 1,00—1,20 Mk., Hühner- . >tcr ^heiß ein Sohn, Friedrich Wilhelm. 27. Dem Fabrik- Kanonenbooten. eier pr. Stück 0—0 Pf., 2 Stück 15—17Pst, Käse pr.^tucko 8%?f,.• nrbeitcr Heinrich Nachtigall ein Sohn. Dem Sudfruchtehanbler Käsematte 2 Stück 0—0 Pfg., Erbsen pr. Ltter -0 Psg., ~uqen per qrouann Baptist Toseani eine Tochter, Augusta Giusima 551^0^10.1 m e r r|n o Nov Die zweite Lesung des WÄÄWÄS T etüd tStaÄÄf®« ÄuÄÄÄ" tarif g°s°tz'° z und'des Zollt-ris-s ist gestern N°ch7nitt-g 2'00-2,50 Mk., Gänse pr Psd. 48-64 Pfg., Ochsenfteisch pr. Psnnb ein Sohn Wilhelm Joseph'Michel. 28. Dem Landbrief- m ^n Bunbesausschuifen1 begonnen: worden. Man nunml 66-76 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60-64 Pfg., Schweine- l Ludwig Jung ein Sohn, Wilhelm Ludwig Karl. 3L Dem an, daß das Plenum des Bundesrats rn nächster Woche oder fleisch pr. Pfimd 64-80 Psg., Schweinefleisch, gesalzen pr. Psimd ^^osser Heinrich Storck ein Sohn. wahrscheinlich erst in übernächster Woche über die Vorlage 84 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 60—66 Psa., Hammelfleisch pr. Psiind Gestorbene. beschließen wird. Ob verschiedene Einzelstaaten gegen den 50—70 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 2,80—3,40 Alk., WeiMraut per Um 27. Okt. Karl Vetzberger, 61 Jahre alt, berufslos dahier. Entwurf oder nur einzelne Teile desselben stimmen Stück 00-00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50-^00 Mk., Milch per Häaele, 56 Jahre ach Weißbinder dahier. 29. Johann Georg 0 steht noch dahin. Jedenfalls wird der Taris, abge- Liter 18 Psg. Äepfel per Psd. «-15 pg., mJorben 12-15 Psg- E^il Friedrich Lapp, 3 Monate alt Sohn des Dachdeckermeisters weroen, sieyr ) v - einzelner Positionen, doch im großen Trauben 35-50 Pfg., Tomaten per Psd. 18-20 Psg. Jobann Lapp dahier. 30. Wilhelm Schmidt, 12 Jahre alt, Sohn sehen von einer ^eige eing.iner s /j: Tu Tauer der Marktzeit von morgens 8 Uhr bis nachmittags I^s Fuhrmmms Karl Schmidt III. dahier. Karoline Fischer, geb.I und ganzen bte Beratungen be^ ^ndesrats in d e r Ge. 2 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nta)! I a()re alt, Witwe des Güterexpeditionsvorstehers Ludwig Istalt verlas । en, in de I et erngebracht und am im Umherziehen feilgeboten werden. I Fischer dahier. 31. Ludwig Huntemann, 34 Jahre alt, Musik- >26. Juli veröffentlicht worden rst. Huugeu, 1. Nov. Der heutige Allerheiligenmarktlrerleh dahier. Berlin, 2. Nov. Ein Pistolen du ell fand gestern zeigte einen recht lebhaften Besuch. Auf dem Schweinemarckt ent-f-——— — - . wickelte sich ein kaum dagewesenes flottes Geschäft. Der Austtieb betrug über 600 kleinere und größere Ferkel. Der Verkauf ging sehr gut, da viele Käufer erschienen waren. Die Preise hielten sich aus hoher Stufe. Kleinere Ferkel, acht Wochen att, kosteten 32 bis ----------- - , 34 Alk., größere bis zu elf Wochen 44 bis 48 Mk.,^ Einleger 54 bis I JhrerFreundlichen Mitteilung bezüglich unserer Korrespondenz 60 Mk. und mehr das Paar. Schweine, die in Kurze zu schlachten I Büdingen Kenntnis genommen und danken Ihnen bestens bafu' fiub, waren wenig aufgetrieben, dagegen waren schöne Zuchtsauen, sog. Erstlingssaueu am Platze. Diese sanden rasch Abnehmer zu hohen Preisen. Das Hannoveraner Schwein beherrschte den Alarkt, diese Rasse ist infolge ihrer Wüchsigkeit und schönen Formen sehr begehrt. Auch der Krämermarkt mar gut besucht. Dabei wurden jedoch die Hungener Geschäfte nicht wesentlich benachteiligt Das schöne Herbstwetter begünstigte den Markt sehr. November Barometer auf 0° reduziert t der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit '5' i Windstärke 1 Wetter L 220 759,0 + 10,8 3,9 41 NE. 4 Sonnenschein 1. 925 760,3 + 3,1 3,6 62 NE. 1 Sternheller Himmel 2. 7“ 760,7 0,1 3,9 85 N. 1 HellerHimmel Danksagung Läeia Fischer Giessen, den 2. November 1901. Das moderne Russland 7234 der Kasse zu haben. E 7232 2. Marktstr. 9. Wettergasse. Alleinverkauf der berühmten Herz-Schuhe, 7238 7235 habe findet Eintritt 35 Pfg Anfang 4 Uhr. tion Heil Husten nicht sch Zu haben bei 7233 scheu H. Monick. 04478 und die Fouragegeschäft in Kirchhain, Bz. C ::T Cassel. Bekanntmachung Montag den 4. November er., vorm. 11 Uhr, 8. Gambrinns-Bräu. Gute Küche. Heinrich Bernhardt. 7240 und versteigert. 7209 Man 1 Herr! DIANOS 8 Damen! tinen Sv HSE Nftslsutdents werden im verschiedene noch wunt Ziere der den 04440] Schrift!. Arb. in Deutsch und Latein werden angesertigt. Näheres Bahnhofstr. 43, III. uni 04> Blbrcf?6 Slnze Für die herzliche Teilnahme bei dem Verluste lieben Mutter sage innigsten Dank. 'M H schiene nnjcig tciiunl es. au nicht Reche die Ä da si in § bei t Nachfrage der 1 Dienstmädchen, 1 L Versteigerung von Putz- und Modewaren, Dienstag, 5. und Mittwoch, 6. November, Seltersweg 77, II, jedesmal 2 Uhr nachmittags aufangend. 7239 I. A.: Schneider. (auf Grund wiederholter Reisen im russischen Reich), Eintrittskarten für Nlcfatmitglieder sind zu 50 Pfg. abends an zu 350 - 3000 Mk. nebst Kinder. Gießen, den 2. November 1901. Auf Veranlassung des Ortsgewerbevereins Lollar findet Sonntag den 10. November, nachmittags 3 Uhr im Saale „Zur Traube" dahier 1. zum Frühschoppen von 11—1, 2. nachmittags von 4—7, [04482 3. abends von 8—11 Uhr. Zum erstenmal i« Gießen. Betanurmaaiuu^. In der Zeit vom 26. Oktober bis 2. November 1901 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 gold. Ring, 1 silb. Cylinderuhr, 1 Elfenbein- Brosche und 1 Damenschirm, verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 gold. Uhrhaken, 1 Straminstickerei und ein Teil eines Jagdgewehrs. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 2. November 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Wilh. Rudolph, Giessen Seltersweg 91. alte» Regierungsgebäude am Kanzleiberg Quantitäten altes Bauholz Handelsschule des kaufmännischen Damen - Vereins Gießen, am 1. November 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. und bessisc piermi 0 S Montag ZeMsn»zkeM.K7tz-ls.:pp"° Sonntag zum Frühschoppen: IW» Wellfleisch mit Kraut. vatgel unb 11 giwui teinc es kö i ganrn kicher mit d geleite schrift' ändert Lesart Prim Wiesenheu sowie Stroh liefert billigst in Waggonladung nach jeder Bahnstation 7243 J. Stern’s Sohn Wmilm Stadt Lich. Empfehle meine Lokalitäten einem verehrt. Publikum, schönes Kneipzimmer, schöner Saal mit Klavierbenutzung sowie schön gelegene Kegelbahn. 04480 Hochachtungsvoll Karl Rühl. S£ Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenttrake S. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Buchbinder, 1 Hausbursche, 1 Dienstmädchen, 1 Lauffrau, 1 Putzfrau, 1 Büglerin oder Flickerm. WWM Mein Flibriklagcr in Bindfaden, Kordel Und Seilerwaren brinae in empfehlende Erinnerung Louis Lony, Bahnhofstr. 27. [7280 Stöbt. Schlachthaus Freibank. Heute und Montag: GchstBkilch 50 Nlg. Kaibsikisch 40 pfg. (Brust-Caramelleu) von E. Uber matt n, Dresden, find das einzig beste diätet. Genuß- mittel bei Husten und Heiserkeit. Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein Giessen, Dienstag den 5. Nov., abends 8% Uhr präzis, im Hotel Hähern: Zweiter 'Vortrag. Herr Theodor Hermann Lange, Schriftsteller, Posen. Thema: xar (Siebener ^tadttheatev. Sonntag den 3. Rovbr. 1901, Jas MillhaiVchea non Lchäaeberg. Große Posse mit Gesang in 3 Akten (6 Bildern) von W. Mauuftädt, Musik von A. Conradi. Anfang 8 Uhr. Eirde 107, Uhr. diusni 1'pitzen w Lechc Paris leistu weise Verschiedene Porzellanwaren, Schreibmaschine u. Möbel aller Art. 7236 Versteigerung zu 1. findet bestimmt, zu 2. teilweise statt. Boru, Gerichtsvollzieher. Montag, 4. November 1901 abends bei Kamerad Allendörser. 7231)Das Kommando, KRein«ILiiidena Bernhardtshäuser Hof, Sonntag den 3. November: Kutöesehte Tanzmusik von nachmittags 4 Nb- bis morgens 4 Uhr. der christlichen Gemeinschaft (am Lahnthor). Nachmittags 2 Uhr uni 04436 abends 8 Uhr iin Saal von „Lonys Bicrkeller* Jedermann freundlich eingeladen. Pier Wcheiten. Grünberger strafie 47. Sonntag den 3. November: Drei grotze Konzerte des Croat. Tamburitza-Eusembles Liisa des Herrn Stoller, Sekretär der Handelskammer Hanau, über den mm ZMmserltims statt. Zutritt für Jedermann frei. 7219 Für den Ortsgewerbeverein Lollar: Rohrbach. 04455) Bersch, guterh. Winter- kleidungsst. (Damenpaletot, Umh., Herrenuberz.) sehr billig abzug. Süd-Anlage 11. ir, 1 Schreiner, ickerin. Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Spiel plan: 1. King Kotton l Marsch (Sousa). 2. Ouvert. „Girofld Girofla“ (Lecoq). 3. Toreador et Audalouse a. Bal costume (Rubinstein). 4. Fackeltanz (Flotowj. 6. Ouvert. „Der Waffenschmied“ (Lortzmg). 6. Romanze f. Cello (Schreiner). 7. Potpourri a. d. Optt. „Der Zigeunerbaron“ (Strauss). 8. A. M. Nr. 7. 9. Schwedisches Volkslied. 10. Sita-Mazurka (Lincke). 11. Zick-Zack! Potpourri (Sohreiner). Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem schmerzlichen Verluste unseres lieben unvergeßlichen Sohnes, Bruders und Neffen Wilhelm Schmidt sagen wir hiermit unseren tiefgefichllesten Dank. Im Nameu der tieftrauerudeu Hinterbliebeueu Fran Karl Schm dt Wwe. a? chon lchsck Neue Pferdedecke von Gießen nach Heuchelheim verloren. 29te= derbringcr Belohn. MlillerChrist. Knfffllltrn ein junger Foxterrier, MlttlUII.ll Marke 122. Abzug, geg. Belohnung Marburgerstr. 34. Sonntag, 3. November Ueber 200 Instrumente aus den besten Fabriken stets vorrätig. 10jähr. Garantie. Freie Lieferung. Höchster Rabatt, kleinste Raten. 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So lange der Vorrat reicht verkaufe ich hochelegante und dauerhafte tau-Knopf- und Schnür-Süoie in Box half pro Paar Mk. S.^S. Steins harten Sonntag den 3. November: GROSSES KONZERT a1‘«geführt von der Bekanntmachung, Aus der Friedrich Bücking'schen Stiftung sind für das Jahr 1901 an zehn bedürftige und würdige Bewohner Gießens, Familienhäupter oder einzeln stehende Personen, Unterstützungen zu vergeben und zwar zwei mit je 150 Mk. und acht mit je 100 Mk. Bewerbungen haben bis längstens 30. November ds. Js. bei der unterzeichneten Behörde, — Zimmer Nr. 2 — zu geschehen. Gießen, den 31. Oktober 1901. 7226 Großherzogliche ürgermeisterei Gießen. Mecum. Harmoniumsv TnMk Bekanntmachung. Die Stadt Gießen hat aus der von ihr erworbenen Margarethenhütte noch einige Lagerplätze und Lagerräume zu verpacht.n. SRtfLf tauten wollen sich an uns oder an das Stadtbauamt wenden, woselbst auch der Plan und die Be- schreibung über die einzelnen Plätze eingesehen werden können. Gießen, den 14. Juni 1901. 4898 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Berfteigerung Dienstag den 5. d. M., nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Bar- 1. Mehrere wissenschaftliche Werke für Tier-Mediziner, als Franks Anatomie der Haustiere u. Geburtshilfe^ Allgem. Therapie, Pathologische Anatomie u. f. w., 2 tierärztl. Bestecke, 2 Hanteln, Notenständer, diverse Herrenkleider, desgl. wollene u. leinene Wäsche^Jagdgewchr, Munition, Rasiermesser mtt Schleifstein, Portiere, Schläger mit Bandage und andere Sachen. Magdeburger Lebens-Verfichermgs-Gesellschaft gewährtJedermann lebenslängliche Eiseubahu-Unfallverficher- uug zur Prämie von 3 Mk. für 1000 Mk. Versicherungs-Summe. Vertreter für chieß<«: General-Agentm H. Keiev, Goethestr. 46.