SSr. 180 «rpr» Blatt. 151. Jahrgang. Danrstag 3. August 1VOL General-Anzeiger '•e*«* MM«*» Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Sieben 6fctaMaK,59RMttai tmfc MGietzenerAnzeiger »^*8rcN 3*t 2.20, mtMti. 76 Pßw mitvrncgerlsbn: dirrchL «bhock zu betrauen. — Stadtv. davontragen. So wenig bisher auch in Großbritannien-1®al1 glaubt, daß man mit dem StadtbauamtSpersonal der persönliche Wille des Herrschers gilt, ist es doch in berIau8t°mme. — Beig. Wolff bemerkt, daß nach Aufstellung, letzten Zeit immer mehr vorgekommen, daß man. dem König! Planes noch manche Straße der Kosten wegen von der Falles gewährte, soweit sich nicht politische Bedenken da-IBebauung anSgeschloffen werden müffe. — Stadtv. Huhn gegen regten. Hat der Monarch nicht viel in Staatssachen I bemerkt dem gegenüber, daß man aber dann in der Lage mitzureden, so kann ihm dafür in Fragen des Zeremoniells s-i, Beschluß über etwaige Baugesuche fassen zu können. — nachgegeben werden Und da man letzt den Imperialismus B-ig. Georgi bemerkt, daß da« Stadtbauamt intenfiver ar. nrit'feweratlr 7^7^'1l-a"tü?,ich"Lmmket'Ä str°nöt7g^- Stadw Löb» -7L? bk ,’± B-baunn'gSplanfslü"S.SWbei' gen Strömung in denselben dürfte von dieser Seite Fein ®f>r8unc9mcn. — Beig. Wolff nimmt das Stadtbauamt in ernstlicher Widerstand gegen den Titel zu befürchten fein, und beruft sich dabei auf Aussagen des früheren Oberda man sich dort mit der Sache abgefünden hat, ja sie bürgermeisterS Gnanth. — DaS Gesuch wird an die Bau- teilweise sogar fördert. I deputation verwiesen. 'Die englische Staatskirche ist die anglikanische, die bekanntlich bis vor wenigen Jahrzehnten große Vorrechte genoß Nebenbei hat sich aber das Inselreich im Laufe der Jahrhunderte zum Hort der Glaubens- und Gewifsens- freiheit gestaltet. Mag die anglikanische Kirche auch« viele Privilegien besitzen, die Bürger sind doch alle vor dem Gesetz gleich, und das Glaubensbekenntnis gewährt niemandem irgend welchen Vorteil, ebensowenig wie ein englischer Staatsbürger wegen feiner Zugehörigkeit zu einer anderen als der Staatskirche eine Zurücksetzung erfahrendarf. Die bürgerliche Gleichstellung der Katholiken und Inden in Großbritannien hat sich im Laufe des 19. Jahr- Hunderts vollzogen. Bei dieser Entwickelung der Ding« zeigt aber die englische Nation ihren eigenartigen Charakter. Die Emauzipationsbesvrebungen fanden nämlich auch da große Hindernisse, aber diese lagen nicht etwa tn religiösem Fanatismus, in der Abneigung der Protestanten gegen die Angehörigen der anderen Konfessionen, sondern wesentlich in der Pietät der Engländer gegen alles Alt-Hergebrachte. In den Emanzipationskämpfen spielte die Eidesform, die nach dem anglikanischen Bekenntnis zu-, geschnitten war, eine große Rolle. Um alle Bürger zu den Staatsämtern zuzulassen, mußte der Bürgereid eine Aenderung erfahren. Es kostete große Mühe, bis beide- Häuser des Parlaments diese abgeänderte Eidesformel gut--! hießen. An den Aeußerlichkeiten des Alten hängt die eng-! lische Nation mehr, als an dessen Wesen; sie wollte ein I wichtiges Vorrecht der anglikanischen Kirche aufgeben,! klammerte sich jedoch an die alte Eidesformel. Auch bei der Frage des englischen Königstitels nimmt! die Form einen breiten Raum ein. Seit den Reformations-! kämpfen galt der englische König als der „Verteidiger des! anglikanischen Glaubens", und bei der Thronbesteigung! mußte er schwören, den Katholizismus zu bekämpfen und I zu verfolgen. Der Staatsmann Oliver Cromwell äußerte! einst, er sei bereit, allen Konfessionen freie Religions-i! Übung zu gewähren, mit alleiniger Ausnahme der katho-! lischen Kirche, die sich, mit einer solchen bescheidenen Stell-! ung niemals begnügen, sondern immer nach der Herr-! schäft streben werde. Diese Ansicht wurde bald zu einem! englischen Gemeingut und sie kam denn auch in dem I Königstitel und dem Eid, den der König zu leisten hatte,! zum Ausdruck. Um das anglikanische Bekenntnis zu I schützen, glaubte man den Katholizismus unerbittlich be= | Kämpfen und verfolgen zu müssen. Diese Verhältnisse haben sich aber im Laufe der Zeit gründlich geändert; kein Mensch denkt jetzt mehr daran, in England den Katholizismus zu verfolgen und doch ist der alte Titel und die alte Eidesformel geblieben. Schon als Königin Viktoria den Thron beffteg, wurde von den! Katholiken angeregt, diese für ihr Religionsbekenntnis beleidigenden Ausdrücke entsprechend abzuändern. Indessen war damals die bürgerliche Emanzipation der Katholiken L in England noch neu, und man hielt es für angemessen, ß die alten Zeremonien nicht zu ändern. Seitdem hat sich aber die Nation an die neuen Zustände gewöhnt, und ' es wird wohl jetzt sogar viele Anglikaner geben, bei denen die alte Formel Anstoß erregt. Andererseits sträuben sich ' nockt viele gegen jede Aenderung, und es mag fein, daß ' deshalb alles beim Alten geblieben wäre, wenn nicht die Frage der Erhöhung der königlichen Zivillifte mit jener ^5 Änderungen der Eidesformel und des Königstitels in Verbindung gebracht worden wäre. Lord Salisbury hatte anfänglich nicht das mindeste Zugeständnis an die Iren machen wollen; als diese aber ihre Zustimmung zu der Erhöhung der königlichen Zivilliste davon abhängig machten, versprach die Regierung, ihre Wünsche zu berücksichtigen, ^zm Unterhlms wird ihr diese Aufgabe nicht allzu schwer gemacht; hie^egen bekundet das Oberhaus wenig Neigung zu den ^machten Vorschlägen und selbst aufgeklärte Lords sich, nicht leicht mit solchen Aenderungen befreun- politisch ganz bedeutungslos find. 'Lber auch nach einer anderen Richtung hin wird eine Aenderilng des englischen Königstitels an'geftrebt. Groß- Hot eirnn großen Kolonialbesitz, der jetzt nach dem Wunsch der Imperialisten, fester mit dem land verbunden werden soll, und sch7n 7m Tttel des schers will man dieses neue System zum ^ufbrnVbring^" In erster Reihe scheint König Ediiard selbst dafür ein leb- We£ Interesse zu hegen, da dies seiner Lönttck^ Stellung sehr zu statten kommen würde. Es toar ein ftar^ Wunsch seiner Mutter, den Titel »iner „Kaiserin von Im Die britische Königskrone. Die Engländer sind, was äußere Formen und Zeremonien betrifft, sehr konservattv. Aus Pietät und alter Gewohnheit haben sie Sitten und Gebräuche aufbewahrt, die schon längst aufgehört haben, irgend welche Bedeutung für das Leben zu haben. Auch im Staatsleben haben sich solche alte und veraltete Formen erhalten, die zu beseitigen sebr schwer fällt. Zur Zeit beschäftigt sich! die politische Welt in Großbritannien mit der Frage des Königs- titels, auf dessen Abänderung von zwei Seiten zugleich gedrungen wird. Äiimua her Ätahioerarhneipn L Das Baugesuch von Bruno Büttner, der an der “ ra K , «Frankfurter Straße ein Fabrikgebäude errichten will, wirb °m.o1- A«ust ISOl.-MMM^,- abgelehnt; beSgl. barjenige von PH. Hofmann (Wetzstein. Anwesend: Bürgermeister Mecum, bie Beigeordneten gaffe). SRrü9'ffmm“h 6/1 di- Stadtverordneten Der Firm- Birkenstock U. Schneider soll di- An. bl-tt, Grüne- läge einer Durchfahrt in dem Neubau an der Frankfurter H°lfrrch, Hnhn, Ing. Straße unter den üblichen Bedingungen gestattet werden. Krhin ^reib- Söber' So°8' Das Gesuch der Mili.Srbehorde nm Erlaubnis zur B-. I Schäfer und Schmall. Nutzung einer weiteren Fläch- des Grundstückes auf bent <8.fH9 m8Tb-TI*.. ^r' Suhr, Dr. Sand für di- Militär . Schwimmanstalt wirb ge- Gafsky, Dr. Gutfleifch, H-ichelh-im, H-ylig-n. nehmigt. H ft °°RiI^^-».^chiel- und Wallenfels. Für die Umgestaltung der Südaulage, für bie 7750 SKL c“m„ bringt den Inhalt eines zur Verfügung standen, wird -in Nachkredit im Betrage von Schreibens zur Kenntnis der Versammlung, in dem ,m An- 750 Mk. bewilligt; ferner 400 Mk. für die Herstellung eine» $1?$ bn ?cteils °°m Wallenfels zur Sprache Kanals durch bie Montanns'fche Befitzung an b-r Grün- gebrachten Uebungen des Tambourkorps des 116. Regiments bergerstraße, und weiter 1575 Mk. für Fortsetzung der au, die Belästigung de» erholungsbedürftigen Publikums Wasserleitung in der Ltcherstraße nach dem Provinzial- hmgewiesen wird. Stadtv. Leib teilt mit, daß di- Spiel- Si-ch-nhan«. U W ’ 1 im Ph'^frphtnwalde übten, was als besonders Die Herrichtung eines Zuganges zu der Löwenstein- mißständig empfunden würde. Bürgermeister Mecum stellt scheu Hofraite von der Marktlanbenstraße ans war f. Z. I Ein SeriAt befl iw 11._______• ?...■, gttttg ssenehniigt tvvrben, daß 1 di^Aktten- L,lt S'l*‘.beK 3 ä betrifft bie in letzter brauere, al» Pächterin der Wirtschaft in dem b-z. Haufe die Üblich auf dem Friedhof- vorg-kommenen Blumen. Hälfte der Kosten übernimmt. Die Brauerei hat dieses An- 8 ■ .velaa '2’“® bi- angestellte Unter, finnen abg-lehnt, di-Versammlung beschließt dagegen Beharren suchung Diebstahl im eigentlichen Smne mcht ergeben habe, aus dem früheren Beschluß. c« habe sich um Verwechselungen gehandelt, über andere Das Fahren der Kehrmaschine, das dem Fuhrmann Wahrnehmungen sei die Untersuchung noch nicht abgeschloffen. Herzberger seinerzeit provisorisch übertragen wurde, soll Da es mcht möglich sei, den ganzen Frredhof zu gleicher dem Genannten nun definitiv übertragen werden. — Auf die 'n*7 iU ^erwachen, fei die Mithilfe des Publikums in der Bemerkung des Stadtv. Löber, daß man das Fahren der aCbC«l7k7^tft7rRdAibrKehrmaschine ebenso wie das derGießfäffer hätte ausschreibeNw Glasermeister Hirz ha^.mit Bezug auf bie in voriger sollen, bemerkt Bürgermstr. Mecum, daß fich im Frühjahr „6e^7LCJ t*®,D^e-?er hiesigen Glasermeister wegen die von Herrn Löber in Aussicht gestellten billigeren Unter- Vergebung städtischer Arbeiten mttgeteilt, daß er die Be- nehmer nicht gemeldet hätten. — Stadto. Kirch erklärt, daß schwerde mcht unterzeichnet habe. bie jetzige Bespannung bet Gießfäfser eine sehr gute fei, im Anregung, den Weg Vergleich znr früheren, und man deshalb nicht sparen sollte, zwischen dem Jnstizgebände und dem Philosophen- wenn beffer gefahren werde. — Stadt. Helfrich bezeichnet walde mtt Bäumen zu bepflanzen, hat die Baudeputation den für das Fahren der Fäffer und der Kehrmaschine fest, beantragt, vorerst davon abzusehen. Die Versammlung stimmt gesetzten Preis als sehr mäßig. Der Vertrag wird ge. dem zu. Inehmigt. r m km Eerlt mit, daß sich das Publikum miß- Der Beitritt der Stadt zum Zentralverein für Handels- Uebig darüber äußere, daß die Schulferien so spät be- geographie nnb Förderung deutscher Interessen im AuSlaube ginnen nnb wünscht, wie bieS in anberen Städten geschähe, Iwirb abgelehnt. Teilung ber Ferien etwa 4 Wochen im Juli und 14 Tage In den BerwaltnngSrat der Spar- und Leih- im Herbst; der späte Eintritt der Ferien führe dazu, daß kässe Gießen werden die Herren Bürgermeister Mecum, einzelne Familien für ihre Kinder vor Beginn ber Ferien Beigeorbneten Georgi und Wolff und Stadtv. Heyliaenstaedt um Urlaub nachsuchen müßten, wenn sie dieselben mit auf und Schwall gewählt. * U H die Reise nehmen wollten; das sei mißständig. Bürgermeister Die Eisenbahndirektionen haben angeordnet, daß an baß nach Mitteünng des Ministerialrats größeren Stationen Räume bereit gestellt werden, um zu Eisenhuth für nächstes Jahr eine anderweitige Regelung der Pestzeiten Erkrankte darin unterbringen zu können. Auf Ferien m Aussicht genommen sei. (Der „Gieß. Anz." hatte Ersuchen der Universitäts-Behörde wird die Cholerabaracke stch m seiner Nr. 107 vom 19. Juli bereits in diesem zur Verfügung gestellt, die Ausstattung derselben übernimmt Sinne ausgesprochen. D. Red.) — Beigeordneter Georgi die Universität. bemerkt, daß Schulvorstand nnd Schuldeputation sich mehrfach Die Unternehmer der Abortgrubenabfuhr haben mit der Frage beschäftigt habe; man habe in Gießen die Schul- um Einfügung eines Zusatzes zu dem Vertrag nachgesucht, serien mit den NniverfitätSferien in Zusammenhang bringen wonach ihnen die Verpflichtung znr Reinigung nur derjenigen wollen; er halte es aber für beffer, wenn die Ferien spätestens Gruben obliegt, die ihnen regelmäßig übertragen wurden. Anfang August beginnen. — Stadtv. Löber hält die Ferien'^ - ~ - 3 • - p. »--- u im Juli für mißständig, weil um diese Zeit die Bäder überfüllt seien. D-as Formular zu den Steuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnortes zu beziehen. Nach Art. 48 des Einkommensteuergesetzes sind auch die Steuerpflichiigen, deren Einkommen weniger als 2600 Mk. beträgt, zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, sobald eine besondere Aufforderung des Vorsitzenden Veranlagungskommission an sie ergeht. Gießen, Grünberg, Hungen, Nidda, den 31. Juli 1901. Die Grotzherzoglichen Steuerkommissariate: Dr. Metzler. Wenzel. Frenz. Korfmann. Grünewald bestätigt die Wahrnehmungen des Vorredners und spricht sich für entschiedenes Einschreiten der Polizei au», deSgl. Stadtv. Jughardt, der auf die öfteren Ruhestörungen auf dem Marktplatze hinweist. — Stadtv. Krumm bemerkt, daß die für den öffentlichen Verkehr erlaffenen Bestimmungen, das Verbot des Zusammenstehens mehrerer Personen auf den Trottoirs nicht befolgt werden, er empfiehlt entschiedenes Einschreiten gegen derartige Uebertretungen. — Bürgermeister Mecum teilt mit, daß bereits mehrere An zeigen erfolgt seien. — Stadtv. Leib bestätigt, daß d,e Schutzleute nicht entschieden genug gegen da» Stehenbleiben einschreiten. — Bürgermeister Mecum stellt entsprechende Maßnahmen in Ausficht. Aas Stadt und Jan-. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden nngemeffen honoriert. § Butzbach, 1. Aug. Sicherem Vernehmen nach hat die Militärverwaltung den Bau von Dienstwohnungen für die verheirateten Unteroffiziere unseres Bataillons be schloffen. — Wie der Handelskammer in Wetzlar unlängst vom Oberpräfidentev der Rheinproviuz mitgeteilt wurde, ist durch ihn der staatsseitige Ausbau der lang ersehnten Neu- bahnliuie Wetzlar—Aßlar—Hohensolms—Gladenbach und Wetzlar—Butzbach bei dem Miutster der öffentlichen Arbeiten warm befürwortet worden. Neu Ulrichstein, 1. August. Der Monatsbericht der Arbeiter-Kolonie für den Juli weist folgende Zahlen auf: Ende Juli befinden sich auf der Kolonie stellen- oder arbeitslos 36 Mann. Dieselben verteilen sich 1. nach der Geburt: au« dem Großherzogtum Heffen 7, Regierungsbezirk Wiesbaden 4, aus der Provinz Berlin 1, Provinz Hannover 1, Provinz Ostpreußen 1, Provinz Posen 1, Provinz Rhein land 5, Provinz Sachsen 2, Provinz Schlesien 2, aus dem Königreich Bayern 4, Königreich Sachseu 1, Herzogtum Braunschweig 1, den thüringschen Staaten 1, aus Algier 1, Oesterreich 2, der Schweiz 2; 2. nach dem Gewerbe: Arbeitet 11, Buchbinder 2, Former 1, Gürtler 1, HauS- bursche 2, Klempner 1, Kesselschmied 1, Kaufmann 2, Litho graph 1, Sägemüller 1, Schlosser 4, Schneider 1, Schreiber 2, Schreiner 1, Schriftsetzer 1, Schuhmacher 1, Tüncher 1, Weber 1, Zimmermann 1. Seit dem Bestehen der Kolonie wurden ausgenommen 3980 und entlasten 3944 Personen, sodaß der Bestand am 1. Juli 36 Personen betrug. Dazu tunen 23, während 27 die Anstalt verließen. Es wurden entlasten: auf eigenen Wunsch 11, aus Arbeitsscheu und schlechtem Betragen 12, wegen Arbeitsunfähigkeit 2, wegen Krankheit 1 und auf Requisition der Behörde 1, zus. 27 Die Kolonie verpflegte au 1209 Tagen und arbeitete an 1082 Tagen. Darmstadt, 2. Aug. Der Großh. Hessische Gesandte, v. Neid Hardt, hat Berlin mit Urlaub verkästen. Bo« der Bergstraße, 1. Ang. Das neueste „Fremden blatt- giebt die Frequenz der Kurorte Jugenheim mit 1560 und Auerbach mit 1322 Personen an. — Bon verschiedenen Seiten wird gemeldet, daß bereits reife Trauben ongetroffen werden. Die Trauben find allenthalben gut entwickelt und im Vergleich mit den Normaljahreu um vierzehn Tage in der Reife voraus. Mau hofft auf einen vorzüg lichen Wein. Vermischtes. ♦ Berlin, 1. Aug. Die Leiche des beim Baden in Grünau ertrunkenen Arztes Schimmelpfeng ist gestern nachmittag nach langem Suchen auf Coepenicker Gebiet in der Dahme gefunden worden. Sie wurde vom Gericht freigegeben und ist inzwischen nach Berlin übergeführt worden. • Elberfeld, 1. Aug. Der Barbier Ziethen, der 1884 wegen Ermordung seiner Frau zum Tode verurteil' und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt wurde, ist im Zuchthaus zu Werden gestorben. Der Fall Ziethen hat seit vielen Jahren die Okffentlichkeit beschäftigt. Eine sehr starke Bewegung hat fich geltend gemacht, um das Wiederaufnahmeverfahren durchzusetzen, da in sehr zahlreichen Kreisen, auch unter vielen Juristen, auf Grund des Ver handlungSergebnisteS und der späteren Selbstbezichtigung eines Lehrlings von Ziethen, die Ueberzeuguug von der Unschuld Ziethens vorhanden war. Egidy, Liebknecht, Lindau u. a haben an der Spitze dieser Bewegung gestanden. Aber alle Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens wurden stets von den Gerichten abgelehut. Heidelberg, 29. Juli. Zu seiner alljährlich wiederkehren- den geschäftlichen Sitzung versammelte sich der Ausschuß der Deutschen Turnerschaft im Bürgerausschußsaale deS Rathauses zu Heidelberg. Aus dem JahreS- und Geschäftsbericht des Vorsitzenden Dr. Goetz und des Geschäftsführers, Stadtschulrat Dr. Rühl-Stettin, geht hervor, daß die Zahl der zur Deutschen Turnerschaft gehörenden Vereine von 6501 auf 6755, die Zahl der Mitglieder von 648 273 auf 671 266, die Zahl der an den Turnübungen Teilnehmenden von 310 374 auf 320 884 gestiegen ist. Die Zahl der Zöglinge beträgt 98 882, die der steuerpflichtigen Mitglieder 563 128 Mann, die der Vorturner 33 635 Mann. Frauenabteilungen bestehen 950 mit 27 010 Mitgliedern. Gaue giebt es 281 in den jetzigen 18 Kreisen. Erfreulich ist eS vor allem auch, daß die Zahl der vereinseignen Turnplätze fich um 71 vermehrt hat — fast tausend Vereine haben eigenen Grund und Boden — und daß die Zahl der vereiuS- cigenen Turnhallen um 52 gewachsen ist. Für den Bau des JahumuseumS in Freyburg (Ueftr.) sind rund 19000 Mk. vorhanden, sodaß hoffentlich im Spätherbst mit dem Bau begonnen werden kann. Das Verhältnis der Deutschen Turnerschaft zu der Mehrzahl der ausländischen Turnerbünde ist durchaus freundlich, wenn auch die Grundsätze und praktischen Ziele der Deutschen Turnerschaft den Anschluß en die Internationale Vereinigung nicht gestatten. Die Kaffe der Deutschen Turnerschaft hat ein Vermögen von rund 43 000 Mk., und die Kasse der Stiftung zur Errichtung deutscher Turnstätten einen Kaffenbestand von 41 000 Mk. Aus der Thätigkeit des TurnauSschuffeS ist besonders zu erwähnen die Aufstellung einer GeschästSauweisnug für den OrtSturnausschuß der Feststädte der künftigen deutschen Turnfeste und einer Ordnung für Einrichtung der Turn- piele und deS Fechtens auf den deutschen Turnfesten. Beihülfen aus der Stiftung zur Errichtung deutscher Turn stätten werden an 20 Vereine im Gesamtbeträge von 7900 Mark verteilt. Der HauShaltplan wird auf 20 500 Mk. in Einnahme und Ausgabe feftgestellt. An den deutschen Reichskanzler soll die Bitte gerichtet werden, den deutschen Turnvereinen in der Ostmark zum Bau von Turnhallen ausgiebige Unterstützung zu gewähren. Das nächste deutsche Turnfest wird am 23. bis 26. Juli 1903 in Nürnberg abgehalten werden und mit Rücksicht darauf der in diesem Jahre fällige deutsche Turntag auf das Jahr 1904 ver schoben. • Dichtung und Wahrheit. „Ehrlich im Handel - Christlich im Wandel!- sagt so schön Terlinden. Nicht weniger schön ist, wie dem „Hann. Kour.- ein Leser auS Staffel schreibt, der folgende, im Vestibül der dortigen Treber« trockung dem Eintretenden vom Treppensteig entgegenleuchtende Spruch, der nach den neuesten Ereiguiffen — etwas deplaziert erscheinen dürfte: „3m Kopfe die Klarheit, Im Munde die Wahrheit, Im Herzen die Treue, Und nimmermehr 3teue!e * Die Demeter des 19. Jahrhunderts ist die in den letzten Tagen verstorbene Miß Eleanor Or- merod wegen ihrer hohen Verdienste um den Acker- und Gartenbau genannt worden, und in der That verdient ihr Name von jedem Landwirt gekannt und in Ehren gehalten zu werden. Ihr ganzes Leben war dem Studium der Pflanzen, Vögel und Insekten gewidmet, und ihre Leistungen auf diesem Gebiet waren so bedeutend, daß die Universität Edinburg ihr als erster Frau den Grad eines Ehrendoktors verlieh. Ter dainaligc Dekan begleitete die Verleihung mit folgenden Worten: „Die hervorragende Stellung, die Miß Ormerod in der wissenschaftlichen Welt einnimmt, ist das Ergebnis geduldigen Studiums und unermüdlicher Beobachtung. Ihre Untersuchungen sind hauptsächlich auf die Entdeckung von Methoden zur Verhütung der Verwüstungen solcher Insekten gerichtet aewesen, die dem Garten, dem Feld und dem Wald Schaden^zufügen. Ihre Arbeiten sind von solche:: Erfolgen gekrönt gewesen, daß sie das Recht darauf hat, als eine Schützerin des Ackerbaues und der Früchte dieser Erde verehrt zu werden — eine wohlthätige Demeter des 19. Jahrhunderts." Eine der nützlichsten von Miß Ormerod geleisteten Arbeiten war ihre Beschreibung der Lebensgeschichte der Rinderbremse, deren Erforschung sie sich mit einer begeisterten Energie hingab, indem sie auch auf das Genaueste die großen Leiden der Tiere und die schweren Verluste ihrer Eigentümer, wie sie in allen Teilen der zivilisierten Welt vorkommen, studierte. Ihren Bemühungen ist es zü danken, daß jetzt jeder Viehbesitzer in irgend einem Lande ein vorzüglicl)es Mittel kennt, seine Rinder von den Maden dieses Insekts zu befreien, oder überhaupt vorbeugend vor ihnen zu schützen. Auch ähnlich^ Feinde der Pferde, der Schafe und Hirsche wurden von Miß Ormerod erforscht. * Paris, 31. Jul:. Der Sohn des Dichter« Alphonse Daudet, LSon Daudet, der nach manchen Wandlungen nunmehr unter die Antisemiten gegangen ist, hatte sich durch einen Artikel deS Chefredakteurs der sozialpolitischen „Petite Rspublique- beleidigt gefühlt, in dem Görault- Richard nur die Urteile wiedergab, die der Antisemit Drumont ehedem über Alphonse Daudet und deffen Familie gefällt hatte. Statt nun Drumont deshalb zur Verantwortung zu ziehen, ließ Löon Daudet den Chefredakteur der „Petile Rspublique" fordern. Das Duell fand am Dienstagnachmittag im Beisein von Zuschauern im Velodröme des Prinzenparkes auf Degen statt und endete mit einer leichten Verletzung Daudets am rechten Handgelenke. * Ein gegen Zola beabsichtigtes Attentat? Wie dec „Matin" erzählt, fand der Polizist, der die Rue de Bruxelles in Paris bewacht, am 31. Juli abends gegen 11 Uhr vor dem Hause deS Dichters Emile Zola unter der Thür eine Bombe, in Gestalt einer 10 Zentimeter langen Blechbüchse. Er trug den Gegenstand mit großer Vorsicht nach der nächsten Polizeistation, wo fich ergab, daß die Büchse mit verkleinerter Holzkohle, sowie 14 geladenen Lefaucheux- Patronen gefüllt war. Wie es scheint, waren die Uebel- thäter beim Niederlegen der Bombe von Vorübergehenden überrascht worden, denn die Zündschnur war noch nicht angebrannt. Nach Anficht des PolizeikommissarS hätte die Bombe übrigens nur wenig Unheil anrichten können. Zudem befindet sich Zola gegenwärtig in seinem Landhaus in Medan. Das „Siöcle- will wiffen, daß die Bombe auch bereits gebrauchte Gewehrkugeln enthielt und schließt daraus, daß es sich um einen schlechten Scherz handele, den fich Leute machten, die etwa bei einem Umzuge in der Nachbarschaft alte Schießmunition beiseite schaffen wollten. • Der Schiller-Stein am Vierwaldstätter See ist auf Anordnung des Regierungsrates von Uri durch Pros. Dr. Heim untersucht worden. Da nach dem Befund der Stein stark zerklüftet ist und ohne Dazuthun allmählig dem Verfalle entgegengehen würde, beschloß der Regierungsrat, den Regierungen von' Schwyz, Ob- und Nidwalden hiervon Kenntnis zu geben mit dem Anträge, eine Konsolidierung des Monumentes auf gemeinsame Kosten vorzunehmen. Die Kosten sind auf 2500 Francs veranschlagt. ♦ Ein fideles Gefängnis ist das Staatsgefängnis in Szegedtn, wo sich die an ritterlichen Bffairen beteiligt gewesene elegante Welt Ungarns wider Willen Rendezvous giebt. Im August wird dortselbst eine besonders illufire Gesellschaft Sommeraufenthalt nehmen. Es find dies 21 Herren, die durch das Wohlwollen des Justizministers zu gleicher Zeit in Szegedin unfreiwillige Abkühlung finden werden. Unter den wegen DuellvergehenS ins Staats, gefängnis beordrrttn Herren befinden fich: ein Bürgermeister, ein städtischer Oberfiskal, ein Unterrichter, ein Gerichtsnotar, mehrere Journalisten und Advokaten, ein Buchhalter und mehrere UniverfitätShörer. Demnächst wird die Gesellschaft auch einen intcreffanten Zuwachs erhalten, und zwar in der Gestalt eines gleichfalls wegen DuellvergehenS verurteilten Gefängnisdirektors. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft A«S einet Znsammenstevnns der GeschäftSresnltate von 29 dintschen Fener-DerfichernngS-Gesellschaften «m 3<^rc 1900 geht hervor, daß nicht weniger als 13 Gesellschaften einen Prämren- Derlust erlitten haben, wenn von der Netto Jahresprämien-Einnahme bic Berwaltungskosten, Leistungen für gemeinnützige Zwecke, Kursverlust und Abschreibungen, sowie die Netto-Entschädigungen, die Provisionen, Steuern un- die durch größeren Geschäftsumfang erfxrderlich gewordene Erhöhung der Prämien-Reserven abgesetzt sind. Es betrifft dies folgende Gesellschaften: Bayr. Hypoth.- und Wechselbank mit Mk. 246 229, Hamburg-Bremer...... * 249 687, Deutsche Feuervers.-Ges. in B-rlin „ „ 2 090, Gladbacher Feuervers.-Ges. . . * , 40 583, Westdeutsche F -D.-Bank in Effen „ „ 42 454, Nordd F D -Ges. in Hamburg . „ , 875 464, Transatt. „ „ „ * * ■ 237 752, Hanseat. „ „ , „ ■ n 46 921, Aachen Leipz. F. D - Grs. in Aachen „ „ 78 655, Feuer Affek. Komp, von 1877 in Hamburg .... . . „ , 177 881, F.-D.-Ges. Rheinland in Neuß . „ „ 483, Südd. F B.-Bank in München . „ „ 612 751, Bad. F L.-Bank in Karlsruhe . , „ 271 034. Diese Zahlen st Üen den eigentlichen Nettoverlust der betteffenden Gesellschaften nicht dar. Derselbe ergiebt sich erst nach Abzug der sonstigen den Gesellschaften zu Gebote st-henden Einnahmen, wie sie fich aus Nebenleistungen der Versicherten, aus Zinsen vorhandener Kapitalien, auS Mieten u. s. w. ergeben. Monatliche Uebrrficht der TodesWe in Gießen. Juni 1901. Kinder Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswSrl« na» Gieße« gebrachte Kranke kommen. Eß starben au: Zusammen: Erwachsene: ttn vom 1 (1) 1. Lebensjahr: 2.—15.3*611 Dipbth-ritt« — — 1 (1) Keuchhusten 1 — 1 Wocyer fieber 1 (1) 1 (D — — Lungenschwindsucht 2 2 — — anderer Tuberkulose 3 (3) 3 (3) — —— Lungenentzündung 3 (1) 3 (1) — — Schlagflutz 3 3 — — Darmkatarrh 2 — 2 — KrcbS 5 (4) 5 (4) — — Verunglückung 3 (2) 2 (1) — 1 (1) Selbstmord 1 1 —— — ar.berrn Krankheiten 14 (7) 7 (5) 3 4 (2) Summa: 39 (19) 27 (15) 6 6 (4) Schisssnachrichten. norddeutscher Lloyd. Vertteten in Gießen durch Agent Earl Loo«. Bremen, 31. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben Postdampfer Barbarossa, Kapt. F. Mentz, vom Nord« deutschen Lloyd in Bremen, ist heute 6 Uhr morgenS wohlbehalten m Newyork angekommen. steht an Leistlings* fähjgkeit keinem anderen Fabrikate Wo. 5 M. 175.—, No. 7 M, 225.— nach, oooooooo Katalog und Vorführung durch die Brühl’sche Druckerei, Giessen, Schulstrasse 7. Die Blickensderfer Schreibmaschine Gascokes. Infolge Stadtverordneten-Befchluffe« vom 20. Juni b. I. tritt eine Preisermäßigung unserer Gascokes ein und wurden die Preise btrfelben bi« auf weitere« festgesetzt wie folgt: Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stück-Cokes..........L20 Mk. Nutz-CokeS in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofeuschachte paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer al« durchschnittliche Korngröße be« Anthractt, gangbarste Sorte.......1,30 Mk. Größe Nr. 58, kleiner al« durchschnittliche 4 Korngröße de« Anthractt.....1,35 Mk. In Wagenladungen von mindestens 36 Rentnern: StückcokeS . . . . 1,15 W. Nutzestes Nr. 1 . 1,26 „ Nutzestes Nr. S . 1,30 „ Ziel gleichzeitiger Hntrrayrne von mindestens 200 Rentnern: Ttückcokes .... 1,10 Mk. NntzcokeS Nr. L - 1,20 „ Nutzestes Nr. 2 . . 1,25 „ Für Cokerabnehmer, welche 2 und mehr Doppelwaggons beziehen, ermäßigt fich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Ctr. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für deu Ceutuer berechnet. NB. Sofern das Verbringen der EokeS auf die bett. Lagerplätze (Keller, Stall rc) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht die« ohne besondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf v"" über 5 Ceutuer Coke« statt; dagegen bleibt bei folgenden hiesigen Firmen der Kleinverkauf unserer Gaseokes von 1 bis 5 Ceutuer bestehen, nämlich bei den Herren: Job. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Löwengaffe 11 und Bahnhofstraße 33, Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstratze 2, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Ga«- coke« samt Anfuhr wie da« Gaswerk und verabfolgen die» selben auch in Mengen unter 5 Centnern. Gießen, dm 21. Juni 1901. 4388 Städtische« Gas- und Waffenverk Gießen. I. V.: Edm. Wetter. Bekanntmachung. Die Versicherung der Maschinen und deS sonstigen Mobiliars deS städtischen GlektrizitatS- Werke- im ungefähren Werte von 350000 Mk. gegen Feuer und Explosion jeder Art soll auf die Dauer von 10 Jahren vergeben werden. Die Zahlung der Verfickerungs-Prämie erfolgt im Voraus auf die ganze Dau-r bet Versicherung. Die Zusammenstellung der Versicherungsgegenstände Liegt auf unserem Sekretariate, Zimmer Nr. 15, offen. Offerten und Vcr sicherungsdedingungen sind bis zum 15. August, vormittags 11 Uhr, verschlossen mit der Aufschrift „Mobiliarversiherung des städtischen Elektrizitätswerkes- bei uns einzurcichen. Gießen, den 31. Jult 1901. 5321 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________Mecum.________________ Bekanntmachung. Samstag den 8. August, vormittags 11 Uhr, werden im alten RegieruugSgebäude am Kanzlei« berg verschiedene Quantitäten alteS, unr zu Brennholz geetgueteS, tauueueS und eichenes Holz versteigert. Gießen, am 31. Juli 1901. 5319 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. SamStag den 8. August, vormittags 11 Uhr, werden am Thurmhaus auf dem Brand 127 lfd. Meter für städtische Zwecke unbrauchbar gewordene Haufschläuche öffentlich meistbietend versteigert. Gießm, den 30. Juli 1901. 6320 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Konkursverfahren. | Hebet das Vermögen des, Zirnrnermeifters Heinrich Geist- kerS VII. und dessen Ehefrau Elisa geb. Rau zu Staufenberg wird heMe am 31. Juli 1901, mittags 12% Uhr, dar Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Karl LooS zu Gießm wird zum Konkurs vermalter ernannt. Konkursforderungen find bis -um 580. August 1901 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung de» ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Mittwoch den 588. August 1901, vor- mittags IO Uhr, — vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 18, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig find, wird aufgegeben, nichts an den Ge- meinfchuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Be- friedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 580. August 1901 Anzeige zu machen. Großh. Amtsgericht zu Gießen, gez. Keller. Veröffentlicht: 5310 Fauldraty, Hilfsgerichtsschreiber. Srmstas den 17. August 1901, nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem OrtSgericht die vor dem Namen deS Wilh. Steinback und bezw. seiner Ehefrau stehenden Liegensckaften 27/181«/ito — 412 qm Hofraite am Heinen Steinweg links. 27/l81«/ioo — 170 qm Wohn- hauS daselbst, 27/18166/iO) — 321 qm Grab- garten daselbst, 27/162a8/1B — 517 qm Hofraite am Brennofen, stößt auf die Wiesen, 27/166f*/io — 361 qm Bauplatz am Brennofen, 27/166f6/19 — 463 qm Hofraite daselbst, 27/i66f8/10 — 77 qm Grabgarten daselbst, 38/161/jO — 222 qm 1 am Allen- Grabgarten \ feld bei 88/17 — 844 qm ( den Acker, 1 (Bärten, 88/35 — 475 qm Acker im Altenfeld auf ein Gäßchen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4. Juli 1601. Großh. Ortsgericht Gießen GroS. 4722 Empfehlungen Prima neue 6254 holl. Mlhttillge frisch eingetroffen bei Ghr. Wallenfels 17 Marktplatz 17 amKriegerdeukmal Telephon262 Neues Sauerkraut Neue Gurken Neue Häringe marinierte Häringe empfiehlt I. M. Schnlhof. Textors Terrasse. 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Hierdurch meinen Freunden und Bekannten, sowie einer vtrehrl. Nachbarschaft die Mitteilung, daß ich die in dem käuflich erworbenen Hause 13 Afterweg 12 seither betriebene Wirtschaft 5242 Ium sächsischen Kos vom DieuStag dem 80. Juli ab selbst übernommen habe. Ich werde meine Gäste stets durch ein gutes Olas Bier, pa. Weine, Theisen und aufmerksame Bedienung zufrieden stellen. Hochachtungsvoll Wilhelm Hofmann. Mein Ofschast Ederstraste 4 gebt unverändert weiter. Tuch Wer wirklich gute, gediegene Anzug- und Kaletotstoffe tragen will, versuche meine Lenneper Fabrikate. Wer diese Stosse einmal gekauft hat, kommt stets darauf zurück. Herr Rentner H. M. in Berlin sckreibt: Ich ziehe Lenneper Ware vor, weil dieselbe notorisch länger hält, als andere Fabrikate usw. 2996 Aehnlicke Anerkennungen laufen fortwährend ein. Wüster franko ohne Kaufzwang. Gustav Puppert, Lennep. Streng reell christliche Zltrma, gegründet 1877. {Back-Pulver BantlleZucker Pudding-Pulver 4 10 Pfg. 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