n. «•«•äSF 8 Ihn antft U« Drittes Blatt. ^t,'tf>em Wohn- und Sterbehaus lag im heutigen Osten, Große Frankfurter Straße 57, in der heute em andres Geschlecht haust, das von seinem großen Vorgänger wahr,chetnllch nicht einmal den Namen kennt! . . . Airch die siebente deutsche Geweihausstellung im Borsig'schen Palais an der Wilhelmstraße — auch eine Kronen-Ausstellung — lockt manchen, der sonst Ausstellungen aus dem Wege geht, an, vorausgesetzt, daß ihm ein Jägerherz von nicht allzu sonntäglicher Beschaffenheit im Busen schlägt. Ueber 1300 Geweihe von Rothirschen, Damhirschen, Elchen, Gemsen und Rehen, sind in ganz vortrefflicher Weise gruppiert, und legen Zeugnis davon ab, daß auch im verflossenen Jahre die alte germanische Jagdlust noch lebendig war; denn alle diese Trophäen stammen aus nur vorjährigen Jagden deutscher Waidmänner. Hervorragend ist die Strecke des Kaisers und der Könige von Sachsen und Württemberg; auch der Fürst von Pleß, des Kaisers Oberst-Jägermeister, brilliert mit einer Kollektion von Rothirschgeweihen, der ein mächtiger Zwanzigender nicht fehlt. Vom Grafen Lehndorff prangt der Kopf eines Wisent oder Auerochsen, den er in einem polnischen Forstrevier erlegt hat, auf der Tafel. Andere bekannte Schützen sind mit bescheideneren Trophäen^ vertreten. „Was die großen Herren alles für Böcke schießen. kalauert ein lustiges Berliner Blut-neben mir. „Un denn dhun sich ooch noch damit dicke! Nich zu glauben , -raber sieht er aus wie ein waschechter„Kreuzzeitungs -Abonnent, dessen erste Lektüre — nach dem Kurszettel natürlich die Kampfartikel gegen „die schnodderige" Linke bilden. „Spaß muß sind", die alte Berliner Devise! Eine Ausstellung, die ich eigentlich erwartet hatte, aber von der bis jetzt kein Sterbenswörtchen verlautet, hätte sich in der Erinnerung an den 100. Todestag (2. Februar) des großen Kupferstechers Daniel Chodowiecki mit dessen nach vielen Hunderten zählenden Bildern und Bildchen befassen müssen. Wenn auch Chodowiecki ein geborener Danziger und der Abstammung nach offenbar Pole, war, so “WÖSÄ...... »>. £■fÄ«y den Buren der Geist von Majuba wieder erwachte und «einer Söhne befindeich^chs K, ihn9 alslmld nach Lady- Funken sprühte. Als im Frühzahr 1900 das Trekken der pomt. P s »eraal in der westlichen Armee, bei betr Buren in das Buschveldt überhand nahm und die Sorge imith z m ) g^ndantsckiaft unterlag er dem mit chrei des Burenvolkes? I um Hab und Gut gar manchen etr£lt£r ihm ateidiÄe^tig VanbibTercnbcn S-emita, ber als der ältere Neben biesen beiden Generalen ist es namentlich dem Helden- van. eis . ^Entschlossenen Cronje arbeitet fern rästdenten Steijn zu verdanken, wenn der Wider- fälligen ^ouverr uno urun , ) , i klarem Blick dir vor feinem Todeistand in einheitlicher Weise organisiert wurde »^rent. ®ef)itn „ nichteinen Augenblick über die Buren seinen Botha den Oberbefehl stbernahm, fiel de Wet t aaenben Wea im Zweifel. Diese Schnelligkeit viubm gerade nicht vermeyrr yar. - neu w ^unuivu LuGc 9u, die englischen TMipenkorper die zum Besetzen den ^LWs in Verbindung mit seiner unermüdlichen ^Südafrika der Krieg; vor Jahresfrist zitterte England des ungeheuren G^ieteirvielzuSerm^war^ so^ iI)n zum Muster eines Reitergene- vor den Folgen des aus so schnöden Motiven herausbe- zu beunruhigen. Mit aalglatter Gewanbtyeit ifr er oen w» ö i « e Kampfgenossen den Beinamen „Conwovi- lchworenen Croberungszuges. Der Fluch, der vom Urbeginn zahllosen Fallen ^^^Slander entgangen, und ) s als, d s gegeben haben. Seine ftöhliche >zagd nut dm Golde hängt, schien in Erfüllung gehen zu sollen. Viel- Hat er die Ueberacht, die M erdru^en schien. andas Wild selbst zum Jager wurde Ilcicht hat der greisen Königin Viktoria und ihren der Nase heimmgefuhrt. Es st gtz) Engländer fast zur Strecke brachte, hat in b Frhr eürenmerien Rataebern mebr wie einmal Alberichs laus den Berichten des englischen Kriegsamt z Ir« fmim spine^nleichen ^fur Stunde ist die Thätig- kL-L°7Lg-n ^n^don Lh7-7'g°g-Nt was „Chris, °nz° Chris" wie ihnJeta: Cggen nennen, MS^kaum^se.ne^^ I ^Gab sein Gold mir Macht ohne Maß, ui der kurzen Zeit seiner -^hatigkeit all r wund et Kabelmonopol triumphiert wieder emmal über den Wissens ^Selbst^der'v°?nichis znriick1chr'eck/nde^Obe^?gisseu^^des worden«'"eit sechs Monaten ist er von^allen darst der W-l^ Präsidenten Steijn ist es in der VaM° der kleinen Burenschar drohte die Legende von der Mmacht Mtllt ° nen Patron en sind rhm bereit s weg ge yu) . b b'ic Kaphollander aus ihrer von Albions zu zerschellen. Doch das eiserne Wllrselspiel nahm nommen worden und seine Fluchtlinie ist f-stzwei 1”“^“nuSL,unb"58equ,emU(f)feit diktierten Ruhe ausgeschreckt, einen anderen Verlauf, als alle Völker des Kontinents ma.so groß als die Lange des ^^u^o ' Be- und der sei t fast einem Jahrhundert bestehende .wirtschaft- gehofft hatten. Jouberts Abneigung gegen aggressives Vor- Die unaehemre^eMngsfahigk^ Ue «e und b > ] Gegensatz zwischen angelsächsischen und MDSNS M8MSZ MSWßW SMWWSMWSMWS vernichtet! zahllose Burenfarmen in lodernden Flammen zum stellvertretenden Kommandariten ernannt wur^e. Er \ tion ausgeht. nufaeaanaen balbverhunaerte Frauen wurden ge- war wie tausend andere als gewöhnlicher Soldat zu Beginn .. schändet,'Kinder und Greise Lißh and e lt, tvehr- der Feindseligkeiten unter die Wafsen«getreten l«ne Polltlsche Tagessch au. Kreuudschaftsvertrag mit lebhaftem Beifall auf» Genommen. Dieser Freundschaftsvertrag hat nach der „Allg. Mar.-Korr." folgenden Wortlaut: In Erkenntnis der Gemeinsamkeit der hohen Ziele, denen gleicherweise die Bestrebungen der Lega Navale Jtaliana, rvie die des Deutschen Flcitenvereins gewidmet sind, und auf Grund des Schutz, und Trutzbünd-. «iss es, das die Völker Italiens und Deutschlands verknüpft, sind die Präsidenten der Lega Navale Jtaliana und des Deutschen Flottenvereins übereingekommen, die Gemeinsamkeit ihrer Ziele und Bestrebungen auch durch offenkundige gemeinsame Arbeit darzuthun. Das 19. Jahrhundert hat die Völker Europas vor die neue Aufgabe der Ueberseepolitik großen Stils gestellt, zu welcher die Industrie- und Handelsentwicklung aller stauten mit elementarer Gewalt hindrängt. Die «rfullung dieser Aufgabe hat den Besitz starker Kriegsund Handelsflotten zur notwendigen Voraussetzung. Aus dieser Erkenntnis heraus ist in Italien wie ganz besonders in Deutschland eine gewaltige Bewegung für die Vergrößerung der beiderseitigen Kriegsflotten mit staunenswerter Schnelligkeit emporgewachsen und hat als Träger dieses nationalen Willens die beiden großen Flottenliguen geschaffen. Und wie die durch Staatsverträge besiegelte Allian'z der beiden Völker eine der wertvollsten Bürgschaften für dre Erhaltung des Friedens bildet, so soll der zwischen der Lega Navale Jtaliana und dem Deutschen Flottenverein geschlossene Freundschaftsvertrag als vornehmstes Ziel anstreben, daß die beiderseitigen Rüstungen zur See durch einen ihren stetig wachsenden Uebersee-Jn- teressen angemessenen Ausbau sich zu einer immer machtvolleren Friedensbürgschaft gestalten. Die Bethätigung ihrer gemeinsamen Arbeit erblicken dre beiden Flottenliguen vor allem in einem regen Gedanken- und Meinungsaustausch, in der Auswechselung der herausgegebenen Veröffentlichungen und in der Beschickung der Hauptversammlungen durch Delegierte. , Nie Hauptaufgabe beider Vereine beruht in einer zcelbewußten Aufllärung der öffentlichen Meinung darüber, daß die weltwirtschaftlich bedingte Ueberseepolitik berdec alliierten Nationen gleiche Ziele in wirtschaftlicher wre in politischer Hinsicht aufgerichtet hat. Santa Margherita Ligure, 24. 11. 1900. Der Präsident der Lega Navale Jtaliana: gez. Conte E. di Falicon. Der Präsident des Deutschen Flottenvereins: gez. Wilhelm Fürstzu Wied. Orrichtssaal. 33r o m b ct g 31. Jan. Im vorigen Frühjahr gab der Konrtzer Mord hier zu dem Gerücht die Veranlassung, der hiesige jüdische Kaufmann Auerbach habe einen Milchjungen in seinem Keller abschlachten wollen. Der Redakteur Sedlatzek von dem Berliner „Gen.-Anz." hörte davon und brachte in der Nummer vom 20. Mai v. I. eine „Oeffenlliche Anfrage nach Bromberg", in der es hieß: „Zärtlich besorgt um die Ruhe der guten Bürger scheint die Vromberger Polizei zu sein. Man erzählt sich dort folgendes: Nicht allzu lange vor den Ostertagen hörte der Verkäufer eines in jüdischen Händen befindlichen Geschäfts einen markerschütternden Schrei, der aus dem Keller des Hauses kam. Er und einige gerade anwesende Knaben begaben sich nach dem Keller und sanden ihn verschlossen. Der Verkäufer sprengte die Thür und nun trat den Eindringenden der Geschäftsinhaber mit einem heftig weinenden Knaben entgegen. Die Polizei wurde benachrichtigt und der Jude festgenommen". Sedlatzek fuhr dann fort: Es sei merkwürdig, daß die Bromberger Polizei sich bemüht habe, die Angelegenheit geheim zu halten, damit die Einwohner nicht beunruhigt würden; es solle den Polizeibeamten befohlen worden sein, über die Sache zu schweigen. Er — Sedlatzek — frage daher die Bromberger Polizeiverwaltung öffentlich an, ob der geschilderte Vorfall sich thatsächlich abgespielt habe, und ob und weshalb sie das Schweigegebot erlassen habe. Die Polizeiverwaltung antwortete mit einem Strafantrag wegen Beleidigung durch die Presse, da ihre Unparteilichkeit, Gewissenhaftigkeit und Pflichterfüllung durch den Artikel in Zweifel gezogen werde. Der Fall kam vor der hiesigen Strafkammer zur Verhandlung. Sedlatzek bestritt, daß er die Polizei habe beleidigen wollen und beantragte die Vertagung, um Zeugen laden zu können, die bekunden würden, daß er alle Veranlassung gehabt hätte, das Gerücht (das übrigens, wie der Angeklagte hervorhob, eine völlig müßige Erfindung ist) / in der erwähnten Weise zu besprechen. Der Gerichtshof lehnte indessen alle Anträge ab und verurteilte den Angeklagten zu einem Monat Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte drei Monate beantragt. • München, 31. Jan. Der Gemeine Adolf Atrauns- eder der 5. Komp, des 16. Jnf.-Regts., Soldat seit Herbst des Jahres 1894, war am 11. Mai 1895 durch Urteil des Untergerichts wegen Unterschlagung in die 2. Klasse des Soldatenstandes versetzt worden. Seit dieser Zeit gefiel es ihm nicht mehr beim Militär. Am 2. Mai 1895 ließ er sich seine Zivilkleider herausgeben, um sie angeblich nach Hause zu schicken. Darauf verließ er die Kaserne, Neidete sich auf freiem Felde um, ließ die Uniform liegen und suchte auf dem kürzesten Wege die Schweiz zu erreichen. Schlechtes Wetter und hohe Berge hielten ihn indes länger, als ihm wünschenswert gewesen, auf österreichischem Boden auf. Er verlor den Weg, geriet ins Zillerthal und wurde unweit der Berliner Hütte von einem Schneesturm überrascht. Da er bei seiner Abreise weder einen „Baedeker" noch genügend Mundvorrat mitgenommen hatte und also fürchten mußte, in der unbekannten Gegend Hungers zu sterben, brach er in das genannte Schutzhaus ein. Dort fand er Nahrungsmittel in Fülle und lebte so in beschauliche» Einsamkeit bis zum Mai 1896. In diesem Monat erhielt er einen Besuch von der Gendarmerie, die ihn nach Bozen brachte. Vom dortigen Schwurgericht wurde Alraunsede» wegen schweren Diebstahls zu 5 Jahren schweren Kerker verurteilt, von welcher Strafe er 3 Jahre 6 Monate in Einzelhaft in Graz verbüßte. Nach dieser Zeit sollte Al- raunseder per Schub zu seinem Regimente nach Passau zurückgehen, ging aber unterwegs durch, verübte einen Diebc, stahl und kam wiederum auf 4 Wochen in den Arrest. Als er bereits drei Wochen dieser Strafhaft verbüßt hatte, brach er aus, flüchtete in die Gegend von Simbach und trat bei einem Bauer in Arbeit. Auch hier war seines Bleiben» nicht lange. Um besser durchzukommen, unterschlug er einen» Arbeiter dessen Zeugnisse, stahl dem Bauer aus besser» Schlafzimmer Kleider und Mantel und lief davon. In der Nähe von Rosenheim wurde er darauf aufgegriffen unb trotz seiner falschen Papiere an einer Tätowierung am linken Unterarm erkannt. Alraunseder wurde wegen Fahnenflucht, Preisgabe von aerarischen Gegenständen und wegen Unterschlagung und Diebstahl zu 1 Jahr 1 Monat.Gefängnis verurteilt und neuerlich in die zweite Klasse des Soldatenstandes versetzt. Sanatogen Kräfttgungs-u.Auffrischunosmittel besonders für dieMerve«. Als Nährmittel bei allen Erfchöpfungszuständerr von Professoren und Aerzten glänzend begutachtet. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Herarestellt von Bauer & Cie., Bern n 8.0.16. Mttefie gratil und franco. Ungeachtet gewaltigen Wettbewerbs behauptet die 'Bliekensderfer ihren wohlbegründeten Ruf als einfachste, darum zuverlässigste, dabei dauerhafteste und handlichste tfc/reibmasefiine. Preis der No. 5: Mk. 160,—, der No. 7: Mk. 225,—. Ausführliche illustrierte Kataloge und Anerkennung5- schreiben durch die JBrühl’ßche Druckerei, Giessen, Schulstrasse 7. 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