N- 2 Zweites Blatt. Donnerstag den 3. Januar 181. Jahrgang 1S01 GießenerAnzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pf. ASeznnspreis viertcljiihrl. Mk. 2.20 monatlich 75 Pjg. mit Bringcrlohn; durch die Abholestellcn öifriclidfjrl. Mk. 1.90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2.— vicrtcljahrl. ohne Bestellgeld. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamilienvtälter werden dem Anzeiger ira Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wöchtl. 4 mal brigelcgt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. 2lnrts- und AnZergedlntt fiw den UveZs Greszen. Redaktion, Expediüon und Druckerei: Zchulstratze Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familiendtätter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische UolKsKunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprecher Nr. 51. Mk. zu übertrage»?: 74 458 Mk. 6000 9000 46 250 Mk. 10 208 „ 18(00 „ schäften wegen der Naturwissenschaften . wegen der reinen Chemie . zusammen 389300 Mk. Zu dieser Anforderung ist nachstehende Erläuterung Die Stadt Gießen will hierzu einen Zuschuß geben von ... so daß noch zu fordern bleiben . Geländeerwerbskosten für später etwa noch zu erbauende Institute (ca. 60000 Qm. L 2 Mk.) . .. . Erwerbung eines neutralen Streifens an der psychiatrischen Klinik Projektierungskosten wegen der Neubauten . . L bewilligen werden. Für dir Technische Hochschule sind die Einnahmerioveranschlagt iU(44 900 Mk. mebr al8 biShei) darunter an Unter» richtsgeld 299000 Mk. (+ 44 900 Mk.) die Ausgaben zu . . . • p • • • 091242 -> (38 425 Mk. mehr als bisher, sodaß ein Zuschuß auS______________ der Staatskasse zu leisten ist von . . . 255 913 Mk. (6475 Mk weniger als bisher). Die Ausgaben verteilen sich aus: a. Persönliche Ausgaben, und zwar Professoren und L-Hrer wegen der mathematischen Wtssrn- besten gedient wird. , „ , AAA Die Baukosten belaufen sich hiernach aus etwa 85 000 Mark Das oben unter *, 3 Gesagte gilt auch hier. JII. Erbauung einer Zentral-Waschanstalt. Die staatliche Waschanstalt, an der Lahn entspricht schon lange nicht mehr den an eine solche zu stellenden Anforderungen. Da sie kaum für die Reinigung der Wäsche einer Klinik ausreicht, mußte sie im Jahre 1890 der medizinischen Klinik zur alleinigen Benützung überlassen werden, die Reinigung der Wäsche des Personals dieser Klinik und diejenige der Wäsche der anderen Kliniken unt Ausnahme der Frauenklinik — ist auf dem Weg der Ausschreibung verschiedenen Unternehmern übertragen. Die genannt werden müßte. Es ist beabsichtigt, das Institut tnt unmittelbaren Anschluß an die medizinische Klinik zu erbauen, da hierdurch sowohl eine nicht unwesentliche Kostenersparnis erzielt, als auch dem Zweck des Instituts am gegeben. I. Neubau einer chirurgischen und einer ophthalmologischen Klinik. 1) Das jetzige, sogenannte Akademische Krankenhaus (ehemals eine Kaserne) enthielt bis zum Jahre 1890 die Räume für die medizinische, für die chirurgische und für die ophthalmologische Klinik. In dem genannten Jahre bezog die medizinische Klinik ihren Neubau und die frei gewordenen Räume wurden unter die beiden zurückbleibenden Kliniken verteilt. Heute ist nicht nur dieser ihnen zur Verfügung stehende sstaum völlig unzureichend, die Lage, innere Einrichtung, Raumverteilung, Licht- und Luft-Verhältnisse sind vielmehr derartig mangelhaft, daß nach dem Stand der heutigen Wissenschaft und Erfahrung die Belassung der beiden genannten Kliniken in dem dermaligen Haus nicht wohl länger verantwortet werden kann. Ueöer- dies würde die in erfreulichem Aufblühen begriffene Bedeutung unserer Heilkunde empfindlichen Abbruch erleiden müssen? wenn zwei wichtigen Zweigen dieser Wissenschaft noch fernerhin diejenige Berücksichtigung vorenthalten werden sollte, die zu beanspruchen sie wohl berechtigt sind. Endlich gebietet — nicht an letzter Stelle — die Fürsorgepflicht des Staates für die Heilung suchenden Kranken die Bereitstellung von Einrichtungen, welche eine hygienischverwerfliche Ueberfüllung der Krankenräume entbehrlich machen und die zurzeit unvermeidbare Abweisung von Kranken nach Möglichkeit ausschließen. Ueber die geplanten Neubauten liegen Planskizzen vor, welche demnächst der Detailbrarbeitung und Veranschlagung zu unterziehen sein werde,»., 2) Die Baukosten werden, sich belaufen: a. für die chirurgische Klinik auf etwa 1012 000 b. für die ophthalmologische Klinik auf etwa 476 000 c. für die Nebenanlagen zu a und b 85 000 Frauen - Klinik läßt ihre Wäsche durch aufgenommene Schwangere in der Anstalt selbst reinigen. Es wird beabsichtigt, in der Nähe der Kliniken eine den Anforderungen der Neuzeit entsprechende Zentralwaschanstalt zu erbauen, welche genügend groß ist, um die Wäsche der medizinischen, der ophthalmologischen und der isychiatrischen Klinik besorgen zu können. Die alte Waschanstalt an der Lahn (Wohnhaus, Waschküche, Gemüse- und Bleichgarten) soll alsdann veräußert werden. Die Baukosten werden sich nach den vorliegenden Projektskizzen auf etwa 81000 Mark belaufen. Das oben unter L, 3 Gesagte gilt auch hier. IV. Erwerbung eines neutralen Gelände- st reise ns an der psychiatrischen Klinik. Bei der Auswahl des Baugeländes für die psychiatrische Klinik war seinerzeit dessen Absonderung von dem Baugebiet städtischer Wohnungen maßgebend. Da sich nun aber die Ausdehnung der Stadt gerade nach Süden hin in unerwarteter Raschheit vollzieht, ist der Schutz der Jrren- klinik durch Ankauf eines neutralen Geländestreisens gegen private Bebauung unabweisbar geworden. Die Kosten dieses Gelände-Erwerbs betragen 5000 Mk. V. Vorsorgliche Erwerbung von Gelände zur späteren Errichtung medizinischer I n st i t u t e. Die zukünftige Neuerrichtung einiger medizinischer Institute wird insofern schon jetzt ins Auge zu fassen sein, als es wünschenswert erscheinen muß, einige derselben thunlichst in der Nähe der errichteten und jetzt zu errichtenden Bauten der medizinischen Fakultät aufzuführen. Die Ausführbarkeit dieser Absicht kann bei der ausgedehnten Privat-Bauthätigkeit im Süden der Stadt nur dadurch gesichert werden, daß ein ausreichender Geländekomplex, welcher zudem eben noch zu mäßigen Preisen feil ist, schon jetzt erworben wird. Es sind hierfür 60 000 Quadratmeter Gelände südöstlich der neuen Kliniken in Aussicht genommen und zum Preis von 2 Mark pro Quadratmeter zu erwerben. VI. Erbauung neuer veterinär medizinischer Institute. 1) Sowohl die zurzeit an der Landesuniversität vorhandenen veterinärmedizinischen Lehrkräfte, als auch die denselben zur Verfügung stehenden Jnstitutsräume (Lehr- räume, Sammlungsräume, Krankenställe re.) sind nicht mehr ausreichend. Die Bedeutung dieses Zweiges der medizinischen Wissenschaft hat gerade in den letzten Jabren einen sehr bemerkenswerten Aufschwung genommen, da an dem erfolgreichen Ausbau dieser Wissenschaft vor allem die Landwirtschaft und die Volksernährung ein wesentliches Interesse haben. Die Frequenz der Studierenden der Veterinärmedizin hat sich demgemäß in letzter Zeit derart gehoben (es sind mehr als hundert Studierende immatrikuliert), daß schon jetzt der diesen für ihr Studium zur Verfügung stehende Raum bei weitem nicht mehr ausreicht und zu befürchten ist, daß d.iese steigende Frequenz, welche andernfalls auch für die Folge mit Sicherheit vorausgesagt werden darf, bei unzureichender Ausbildungsgelegenheit ' sehr bald in ihr Gegenteil umschlagen wird. Es wird daher beabsichtigt, zweckentsprechende und ausreichende Neubauten in der Nähe der alten Institute zu erbauen und letztere alsdann zu veräußern. 2) Die Baukosten werden sich nach der Veranschlagung auf Grund vorliegender Projektskizzen aus etwa 600000 M . belaufen. 3) Das oben unter I. 3 Gesagte gilt auch hier. 4) Die Kosten für den Geländeerwerb sind im einzelnen nachgewiesen und angefordert. . VII. Zuschuß der Stadt Gießen zu den Geländeerwerbskosten klinischer und veterinärmedizinischer Neubauten. Die Stadt Gießen hat ihr berechtigtes Interesse an der r Erbauung der vorgenannten Neubauten zu erkennen gegeben, t indem sie in überaus dankenswerter Weise dem Staat den . Betrag von 200 000 Mk. für den Fall zur Verfügung stellen . will, daß die Stände des Großherzogtums die erforderlichen i Mittel für den Neubau cl der Chirurgischen Klinik, b. der Ophthalmologischen Klinik und c. der veterinärmedizinischen Neubauten Summe 1 573 000 Mk. von welcher Summe der nach Freiwerden des Akademischen Krankenhauses zu erzielende Erlös aus dessen Verkauf mit etwa. . 250 000 „ in Abzug käme, so daß verblieben 1323 000 Mk. 3) Bon diesen Baukosten sollen jetzt nur diejenigen Mittel angefordert werden, welche notwendig sind, um der Baubehörde für die Universitätsneubauten das für die Ausarbeitung und Veranschlagung der Projektskizzen erforderliche Personal zur Verfügung stellen zu können. 4) Die Kosten für den Geländeerwerb sind im einzelnen nachgewiesen und angefordert. *1. Erbauung eines medico-mechanischenJn- st i t u t s t nt An schlußandiemedizinische Klinik. Die Errichtung eines solchen Instituts hat sich mit Rücksicht auf den heutigen Stand der therapeutischen Wissenschaft dringend fühlbar gemacht, die medico-mecha- nische Therapie ist ein Gebiet, ohne dessen Kenntnis die Ausbildung des Arztes in unserer Zeit unvollkommen ist beabsichtigt, das Institut — die medizinische Klinik zu Die Universität Gießen im Staatsbudget. Zu Gunsten der Universität Gießen sind im Vermögensbudget außer der letzthin erwähnten Forderung wegen des Neubaues einer Universitäts-Bibliothek noch weitere Anforderungen gestellt. Wir heben aus denselben folgende hervor: Geländeerwerbskosten für eine neue chirurgische und eine neue ophthalmo- logische Klinik einschl. Nebenanlagen (etwa 61000 Qm. zum Durch- schnittspreis von 5 Mk. für den Quadratmeter) . 305000 Mk. desgl für veterinärmedizinische Neubauten (etwa 22000 Quadratmeter zu durchschnittlich 6,50 Mk. für den Quadratmeter) 144800 „ zusammen 449300 Mk. 200000 „ 249300 Mk. 120000 „ U°bert ag: 74 458 Mk. roeaen brr chemischen Technologie und Elrkt o chrmie 8 400 „ rochen der Physik 15 750 „ wegen der Ettk^otechnik 36 000 „ wegen der Baukunst und Bauwiffenschaften . 33 050 „ wegen der Jngenieurwtssenschaften . . . 33 450 „ wegen der Maschinenwtssei.schäften . . . 51550 „ wegen der allgemein bild nden Fächer . 18 500 , wegen der dar stillenden Künste . . . 8 780 „ wegen der Bibliothek u. s. w 9 600 „ zusammen 269 538 Mk. Beamte und Bedienstete 41610 W. Elcktrische Zemralstation 6 250 „ Dispositionsfonds 9 000 „ Anteil der ordentlichen und festangestellten außerordentlichen Professoren an den eingehenden allgemeinen Studiengeldern . . • 64 869 „ Im übrigen ..... 1410 » . zusammen 412 677 Mk. b. Sachliche Ausgaben (worunter 25165 Mk. wegen der el.klrifchen Zentralstation) . . . 148 565 „ Hauptsumme 56 i 242 Mk. Auch für die Technische Hochschule sind int Vermögensbudget — wie für die Universität — Anforderungen wegen der erforderlich werdenden Neubauten gestellt, und zwav zunächst 25 000 Mk. für Ausstellung und Ausarbeitung eines neuen Spezialprojekts mit zugehörigem speziellen Voranschlag (einschließlich der Kosten, welche für Aufstellung der den Ständen bereits früher vorgelegten Projektskizzen entstanden sind). Wegen her Neubaukosten selbst, die in künftigen Hauptvoranschlägen erst anzufordern wären, ist dann gesagt: In der Vorlage an die Landstände vom 25. Januar 1899 waren vorgesehen: a. für die Erweiterung beB Hauptgebäudes der Technischen Hochschule und ihrer Institut!: . 1132 700 Mk b. für die innere Ausstattung dieser ErweiterungS- bauten 457 200 „ Zu diesen Anforderungen treten nach den vorliegenden Projcktskizzen noch hinzu: o. Ingenieur-Laboratorium und Materialprüfung^- anstatt 589 500 „ d. Bauplatz dieser Anstalten, bestehend in den Kosten für den Neubau eines TheaterdkkorattonS- magazinS 120000 Mk. und eigentliche Geländeerwerbskosten 73 860 „ 193 860 „ e. Hörsaalbau für daS elektrochemisch: Institut, Mehrkosten gegen die ursprüngliche Vorlage (Pos. a) 194 900 „ t Erweiterungsbau des westlichen Flügels, Mehr» kosten gegen Pos. o) 302 000 „ g. Verlegung des Geräteschuppens der städtischen Feuerwehr und Geländecntschädiguna ... 9 525 „ h. Neubau eines Maschinensaalrs 3 für daS elektro- technische Institut , 76 000 „ zusammen 2 955 685 Mk. Außerdem werden noch hinzukommen die Kosten für Erwerbung eines Geländestreifens am elektrotechnischen Jn- ftitut für den Bau des physikalischen Hörsaals, sowie für Erwerbung eines Bauplatzes für den Maschinenfaal UI Don dem Großh. Schloßgarten. Dagegen wird an der Kostet^ summe in Aufrechnung zu bringen fein der voraussichtlich von der Stadt Darmstadt zu leistende Beitrag. Hierzu ist noch erläutert: . t .. Die Vorlage der Ministerien des Innern und der Finanzen, welche den Ständen unterm 25. Januar 1899 gur Beratung und Beschlußfassung unterbreitet worden t|t, stützte sich auf Projektskizzen und generelle Voranschläge, deren Ausführung nach nochmaliger eingehender Prüfung aller zu berücksichtigenden Verhältnisse heute nicht mehr empfohlen werden kann. t . Es wird daher beabsichtigt, den Stauden demnächst eine erneute Vorlage auf Grund eines auszuarbeitenden Tetail- projekts mit Spezialvoranschlägen zugehen zu lassen. Die Ausführung dieser Arbeit soll unter Mitwirkung unb Leitung der Ministerialabteilung für Bauwesen durch Hilfskräfte erfolgen. Zu deren Bezahlung, sowie zur Deckung der durch die früheren Projektierungsarbeiten bereits entstandenen und der weiterhin durch die Neubearbeitung des Projekts etwa noch entstehenden fachlichen Ausgaben ist der nebenstehende Betrag von 25 000 Mk. vorzusehen, welcher etwa einem Prozent der Bausumme entspricht. Aus Stadt und Zand. (Zufchristeu über lokale Vorgänge find uns stets sehr erwünscht und werben auf Wunsch gut honoriert.) Gießen, 2. Januar 1901. •• Die Bevölkerung bes Kreises Gießen beträgt nach neuester Korrektur 81 978 Personen. ** Superintendent Waas. Am 27. v. M. wurde dem Oberkonsistorialrat und Superintendent t. P. Waas zr Darmstadt durch die hiermit beauftragten Herren Kirchen at Dr. Heß von Crumstadt und Dekan Koch von Frann^ Crumbach, eine von den Dekanen der Supermtendentur - Gasmotoren Gerichtssaal 1899 n Stauß, ein k- ein ein ein Sohn, Sohn, Sohn, Leistung in PS 629 229 1. März 1898 Elekromotoren mit Gesamtleistung 300 PS 504 „ Jährliche Motorgasabgabe cbm 920 222,0 345 934,2 ** Das alte Jahrhundert ist dahin, 36 Stunden sind nun seit seinem Scheiden verflossen. Mft dem Wechsel des Jahrhunderts trat ein ebenso unerwarteter als erwünschter Wechsel der Witterung ein. Wie glänzend nahm sich der erste Tag und die erste Nacht in unserer Stadt aus, im Schmuck des schönsten Winterkleides strahlten ihre Straßen und Gebäude. Der Plötzliche Umschlag des Wetters ruft allenthalben Freude hervor. Eis und Schneefall erwecken neue Hoffnungen, vielleicht dem seit langer Zeit entbehrten winterlichen Sport wieder huldigen zu können. Sicherlich haben schon viele nach Schlitten und Schlittschuhen sich gesehnt und dem Händler dieser Dinge blüht vielleicht noch ein ganz gutes Geschäft, vorausgesetzt, daß die Witterung nicht allzu; bald umschlägt. Leider bringt die allgemeine Kohlennot i manchem Sorgen, die hoffentlich bald verscheucht werden. Die Sylvesternacht aber kannte keine Sorgen. Sie war geradezu ideal. Schnee und Eis gehören zu ihr wie Punsch und Pfannkuchen und daß diese in ausgedehntem Maße vertilgt wurden, das weiß wohl jeder von sich selbst. Schon graute der Morgen, als noch immer fröhliche Rufe „Prosit Neujahr!" erschollen. Mit Sang und Klang und mit dem, ach, so unvernünftigen Springenlassen von „Fröschen" rc wurde das neue Jahr, das neue Jahrhundert begrüßt. Möge die besten Wünsche und Hoffnungen, die die Menschenherzen in dieser Nacht hegten, in Erfüllung gehen, Not und Unglück so ferne bleiben als möglich, möge das neue Jahr Verzagten Hoffnung, Unglücklichen neuen Lebensmut gewähren, damit das Jahr 1900 in angenehmer Erinnerung bleibt. lg. Mau schreibt uns aus Großeulinden: Das Gedicht über die Bärenjagd in Nr. 1 Ihres geschätzten Blattes ist recht gelungen, nur weiß man hier nichts von der besungenen Bärenjagd. Vor etwa 14 Tagen will man in hiesiger Gemarkung ein Wildschwein gesehen haben vielleicht ist dies anderwärts für einen Bären gehalten worden. „r“ Rodheim a. Bieber, 31. Dezember. Wie alljährlich, so veranstaltete auch diesmal der hiesige ältere Turnverein am zweiten Weihnachtstage einen gemütlichen Abend. Die theatralischen Aufführungen: „Der Bräutigam ohne Braut", „Studentenstreiche" und „14 Tage auf Nebung" gaben den erneuten Beweis, daß der Verein auch auf diesem Gebiete über tüchtige Kräfte verfügt. Zahlreich waren die Mitglieder des Vereins und Freunde der Turnerei erschienen. i. Vetzberg, 30. Dezember. Vor kurzem hat sich hier ein neuer Gesangverein gebildet unter Leitung unseres Lehrers Heinz. So bestehen in unserem kleinen Dörfchens zwei Gesangvereine, die ihre Uebungen in den Wirtschaften von Reichmann und Becker abhalten. Darmstadt beschlossene, von 369 hessischen Geistlichen und 16 weltlichen Abgeordneten der Landessynode unterschriebene Adresse überreicht, in der sie ihm ihre Dankbarkeit für seine treue Amtsführung und ihre fortdauernde Verehrung bezeugen. Superintendent WaaS nahm die Adreffe innig gerührt entgegen und bat die Ueberreichenden, allen Unterzeichnern der Adreffe seinen herzlichsten Dank auszusprechen. ** Auszeichnung. Dem Bahnwärter Heinrich BackeS zu Großen Linden und dem Weichensteller Ludwig Volk I. in Gießen wurde aus Anlaß ihrer mit dem 1. Januar er folgten Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehren Zeichen verliehen. — Der Großherzog hat zum 1. Januar dem Hauptkassier des Großh. Hoftheaters und der Hofmusik Peter W a m b o l d in Darmstadt den Charakter als „RechnungS rat" verliehen. I Banken anlegten, in Mitleidenschaft gezogen. — Den veränderten Geldverhältnissen entsprechend wird die hiesige S p ar - und Leihkasse vom 1. Januar 1901 an die Einlagen mit 33/4 Prozent verzinsen; fordern, dagegen wird sie von Dar lehen gegen Privatbürgschaft 5 Prozent, von Darlehen gegen Privatbürgschaft und Mrtbürgschaft der Gemeinden 4r Die Baukosten (ausschließlich der Heizungs- und Beleuchtungs- Anlagen, Möblierung, der Tapeten und der Dekorationen, jedoch einschließlich der Treppen-Anlage und Plafonds) sollen 100.—120 000 Mk. nicht ^b^Aeiten. Fassaden sind vornehm künstlerisch, jedoch einfach zu denken. Las Plettzrichter-Amt haben die nachstehenden Herren gütigst über- "ommen: Architekt E. H. Berl psch - Valendar - München, Professor H. ChrtMansen-Da'Mstadt, Baurat I. Gräbner-Dresden, Geb. Ober- ^?^rof.ssor Hoffmann - Darmstadt, König!. Baurat Professor M'ssel-Berlin, Plofssor I. M. Olbrich-Darmstadt, Professor Fr. lützer-Darmstadt, König!. Reg. Bau-Inspektor Hans Schliepmann- Berltn, König!. Baurat Franz Schwecht-n-Berlin, Professor Henry van de V-lde Berlin (Brüssel), Ober Baurat Professor Otto Wagner- Wien, G-h. O^er-Baurat Professor Dr. Wallot - Dresden, sowie Alexander Koch Darmstadt, Herausgeber der „Jnnen-Dekoration" und der „Deutschen Kunst und Dekoration". Gasmotoren und Elektromotoren in Plauen. Einen ganz bedeutenden Rückgang der Gasmotoren und entsprechend steigende Verwendung der Elektromotoren konstatiert das „Journ. für Gasbel. und Wasserversorg." aus dem Vecwaltungsberichte der Gasanstalt in Plauen ür das Geschäftsjahr 1899. Der Verbrauch an Motorgas hat im Be- richtsjahre um 122 007,8 cbm abgenommen. Der Einfluß der Inbetriebnahme des Eleltrizitätswerkes auf die Verwendung der Gasmotoren wird durch folgende Zusammenstellung illustriert: _ _ _ Anzahl Bor Eröffnung des Elekrizitätswerkes (April 1897)........ 169 Estde des Jahres 1899 ..... 55 Den M «-s*, @1011 w* Denselben- M >«■ ** Den 23. D tzeinr'ch, 6* * Den 25. 2) Melm W 6 Denselben- Julie ™ J Denselben. ■ Den 26. Heinrich Karl (M Den 22. Dtz Tochter, August- reinber- Den 23. De Lina Selma Anna. Den 25. Dq geboren den 29. 6> Denselben. - geboren den 15. Df Denselben. - Amalie Marie, gebe Den 26. D-Z- Wilhelm, geboren bi Denselben. 2 Elise Katharine Lim 3. Fellingshausen, 31. Dezember. Unserer Gemeinde G. Ein Prozeß, dessen Ausgang man in einge- war es m diesem ^ahre zum erstenmale vergönnt, das Weih ! weihten Kreisen mit großer Spannung entgegensah, hat, nachtsfest im neuen Kirchlein zu feiern. Unter Leitung wie man schreibt, vor einigen Tagen durch Urteil des Land- des ersten Lehrers Merten wurden schon lange vorher Vor- gerichts in Essen seine endgiltige Erledigung gefunden, bereitungen für diese Feier getroffen. Sollte doch jedes der Es handelte sich um das tragischeEndeeineK wertälteren Schulkinder sein Scherflein dazu beitragen und der vollen Jagdhundes, das mit Rücksicht auf den sich aus Erwachsenen begründete gemischte Chor zum crftcnmal b“ran anknüpfenden Prozeß in Jägerkreisen viel von sich auftreten. Eingeleitet wurde die Weihnachtsfeier durch einen Beacht hat. ^er Sachverhaltist folgender: Am den Cbristbaum versammelte tu diesem H. in' Essen durch die damals zur Sperrung des Bahn- Archsum versammelte. Schon zu dieser Vorfeier war Übergangs, speziell des Bürgersteigs, an dem B.-M.-Bahn- der Pfarrer unserer Fckialgemeinde, Vomel aus Rodheim, zu I Hof vorhandene Kette geschlüpft und von dem gerade durch- uns herübergeettt, um das Weihnachtsevangelium zu ver- fahrenden Zuge überfahren und getötet worden. Der Kläger kündigen. Ein Dritteil aller Anwesenden fand keinen Sitz- versuchte vergeblich von der Eisenbahnverwaltung Ersatz des platz. Es waren sogar aus den benachbarten Gemeinden erstandenen Schadens zu erlangen, und strengte daher viele Neugierige herbeigeeilt. Auch am Weihnachtsfeste trat g^gen den Eisenbahnftskus Klage auf Zahlung eines Be- der gemischte Chor aus und wir werden am Neujahrstaqe tra9e$ von 300 Mk. — des nach seiner, durch die Beweis- nochmals Gelegenheit haben, ihn während des Gottesdienstes bewiesenen Behauptung angemessenen Wertes des zu hören ' " Hundes — an, indem er seine Klage darauf stützte, daß 8 + 31 K- mn. 1 die damals vorhandene Sperrvorrichtung an dem Eisen- L r^^ deS bahnübergang derart mangelhaft und unzulänglich gewesen Direktors P^aScoe von Gießen wurde einer hiesigen hoch sei, daß sie gegen derartige Unglücksfälle nicht den ge- betagten Witwe auch in diesem Jahre die Freude emes an- ringsten Schutz geboten habe; der Eisenbahnfiskus habe aber sehnlichen Neujahrsgeschenks zu Teil. die Verpflichtung, Maßnahmen zu treffen, die ein solches r- Ortenberg, 31. Dezember. Die Geschäftsführung des Unglück unmöglich machen, und sei, da er dies schuldhafter- Dekanats Büdingen wurde von Pfarrer Ellenberger hier, vieise unterlassen, zum Schadenersatz verpflichtet. Der be- der durch die letzte Dekanatssynode zum Stellvertreter des ^agte Eisenbahnfiskus wandte demgegenüber ein, die an Dekans gewählt wurde, am 28. d. Mls. übernommen. Der rm getroffenen Einrichtungen hätten durchaus damals zum Dekan aewäblte Marrer Göbel in Niibin^n den Anforderungen der Betriebsordnung entsprochen, und r- Alsfeld, 31. Dezember. Unsere Stadt ist in dem nun dem Anträge Äso" den^verlangten $U-x nDe gehenden Jahr um einen stattlichen Neubau be- Anspruch zu, indem es ausführte, es sei dem Kläger ent- reichert worden. Der seit Jahren geplante Bau eines Post- schieden darin beizupflichten, daß die vorhanden gewesene gebäudes ist nach langwierigen Verhandlungen zur Aus- Einrichtung völlig unzulänglich, absolut keinen genügenden führung gekommen. Man hat sich bemüht, den Neubau in Z^utz gegen alle derartigen Unfälle geboten habe. Es sei harmonischen Zusammenhang mit den übrigen Hervorraaenden Sö($e bcS Beklagten, Einrichtungen zu treffen, daß ein Gebäuden unseres Kreisstädtchens zu brinaen. Nun ttebt „ Durchkriechen, Unterlaufen u. s. w. nicht möglich sei. Von unter ihnen als ein zum Ganzen gehöriger Teil der volle l-1ienT des Klägers könne keine Rede sein, da Befriedigung in dem mit Verständnis sich Umschauenden her Vorschrift Win, daß Hunde an einer Leine vorruit und uns reiat dak die ffrhn ipt ihrL« werden mußten, nicht exisftere. Die vom Eisenbahn- vorrufi uno uns zeigt, oaß ote Erbauer ihren Zweck voll- ftskus gegen dieses Urteil einaeleate Berutuna wurde am kommen erreicht haben. Die Faraden sind einfach gehalten 23. Oktober vom'Landgericht - in letzte^stanK - Ve7- uud die Giebel hoch, im Innern aber ist der Bau seinen worfen. Danach wird dem Eise n b ah n fi^ ku s wenn Zwecken gemäß mit hohen, lustigen, geräumigen Zimmern Gr solchen Schadensansprüchen für die Zukunft ausweichen ausgestattet. Mit dem 1. Januar wird das Gebäude seinem mill, uuhts anderes übrig bleiben, als überall andere Zweck übergeben, zu gleicher Zeit wird unser Postamt 2 ju ?$r*llf,ern anzubringen, da die heute vorhandenen einem Postamt 1 erhoben. sämtlich ein Durchkriechen rc. zulassen. r- Büdingen, 1. Januar. Der Zusammenbruch der ^^n, 1. Januar. Vom Oberlandesgericht in Darm- Spielhagen-Banken hat auch in unserer Gegend einzelne "eraer^ mer kl-m- Kapitalisten, di- ihr- Erspa-msi- in Pfandbries-n jener|DOn der Strafkammer in Mmnz zu 4 W°chrn^Ge°fa 1900 , „ 662 " „ „ Auch in anderen Orten, z. B. in Pirmasens und Elbing, ist die Zahl der Gasmotoren unter dem Wettbewerb des Elektromotors zurückgegangen, wenn auch nicht in gleich starkem Maße wie in Plauen. In Straßburg 1 E., Stuttgart und anderen Städten haben die Gasmotoren ledenfalls keine Zunahme erfahren. Nachdem nun aber die Gasanstalten, wie aus obigen Zitaten der Gasanstalt Plauen hervorgeht, selbst die Vorzüge des Elektromotors gegenüber dem Gasmotor für das Kleingewerbe unter dem Zwang der Thatsachcn voll und rückhaltlos anerkennen müssen, dürfte der Rückgang der Zahl und Leistung der in bei Kleinindustrie verwendeten Gasmotoren bald ein allgemeiner werden. $ut8’Ä ?"Fä! avi 8f|?,6o am Qr.,^ 47l ^entIid)<8Nenenfe,b «atzmittagtz aus bem Huss bl? dm Wilhelm Aeßen gehörigen Z Flur 27 Nr. 181»/ Nraitecu », toeg lintS, Flur 27 Nr. 181«/ <». Wohnhaue Flur 27 Nr. 181»' ty, drabgarier Flur 27 Nr. 16288/ Hofraile ar “» Wim Dm 18 uis verurteilt worden war, weil er bei dem großen Bootsunglück im April der Aufforderung zur Hilfeleistung nicht nachgekommen war, aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht Mainz ver- Univerjltäts-Nachrichten. - ~ Aus Marburg wird geschrieben: Zu den wissenschaftlichen Vorlesungen für Lehrer und Lehrermmn, die am 9. Januar hier be- amnen, haben sich nicht weniger als 216 Teilnehmer angemeldet, die zum Teck aus Kassel und Frankfurt a. M. kommen. — Aus Zürich wird ge- schri.ben: In der m dizinisch.n Fakultät der hiesigen Hochschule hat sich der praklffche Arzt Dr. Ernst Heuß als Prwatdozent für Hautkrankheiten ^'l'tiert. —.Der 0. Professor für Hygiene an der Universität Genf, Dr. Alfred Vincent, ist von seinem Lehramt zurückgetreten — <^n rQmt2tkbd f?t?Vber ehemalige Chef des sächsischen Sanitäls- korps, Generalarzt Dr. Karl Stecher, im Alter von 61 Jahren gestorben. ra rr n Heidelberg hat den Ruf an die Universiiät Jena als ordentlrcher Professor der Anatomie und Direktor des anatomischen Instituts angenommen. Er wird Nachfolger des Geh. Hofrats Prof. Für- brmger, der die Professur Gegen" aurs m Heidelberg übernimmt. Den 25. Dezember. Dem Packmeister Johannes Stehling eine Tochter, Elfriede Anna Margarethe Elise, geboren den 6. Oktober. Denselben. Dem Packmeister Johannes Noll ein Sohn, Otto Hugo Adam, geboren den 6. November. Denselben. Dem Bahnarbeiter Friedrich Wilhelm Kowalewski eine Tochter, Elli Gertrud, geboren den 13 Dezember. Denselben. Dem Steinbrecher Friedrich Valentin ein Sohn, Friedrich, geboren den 12. September. Denselben. Dem Maschinenwärter Heinrich Deckmann eine Tochter, Elisabeths Luise Karoline Helene, geboren den 23. November. Den 26. Dezember. Dem Hilfsbremser Johannes Honig ein Sohn, Georg Hermann Ernst, geboren den 10 November. Denselben. Eine uneheliche Tochter, Edith Dora Antonie, geboren den 10. November. Lukasgemeinde. Den 23. Dezember. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Brosche! ein Sohn, Heinrich, geboren den 20. Oktober. Den 25. Dezember. Dem Friseur Johann Emil Koch ein Sohn, Wilhelm Georg, geboren den 24. November. * Denselben. Dem Bahnbediensteten Philipp Bohrmann eine Tochter, Julie Johanna Wilhelmine Karoline, geboren den 26. November. Denselben. Dem Schlaffer Konrad Heisen ein Sohn, Albert Karl Marx, geboren den 22 Oktober. Den 26. Dezember. Dem Fabrikarbeiter Ludwig Weber ein Sohn, Friedrich Karl Johannes, geboren den 19 Oktober. Denselben. Dem Knecht Johannes Lather ein Sohn, Johann Friedrich, geboren den 4. November. Dm 27. Dezember. Dem Musikdirigenten Ernst Liese ein Sohn, Heinrich Karl Ernst, geboren den 31. Oktober. Johannesgemeind e. Den 22. Dezember. Dem Oberkellner Curt Bruno Viehweg eine Tochter, Auguste Martha Johanna Margarethe geboren den 17. November. Den 23. Dezember. Dem Schlosser Heinrich Lehrmund eine Tochter, Lina Selma Anna, geboren den 27. Oktober. Den 25. Dezember. Dem Gärtner Fritz Schmitz ein Sohn, Ludwig, geboren den 29. September. Denselben. Dem Schutzmann Heinrich Schnabel eine Tochter, Else, geboren den 15. Oktober. Denselben. Dem Schutzmann Karl Haas eine Tochter, Auguste Amalie Marie, geboren den 17. Oktober. Den 26. Dezember. Dem Privatmann Heinrich Weber ein Sohn, Wilhelm, geboren den 22. November. Denselben. Dem Taglöhner August Rausch eine Tochter, Grethchen Elise Katharine Lina, geboren den 20. September. Denselben. Dem Schutzmann Hermann Schäfer ein Sohn, Karl, geboren den 9. Dezember. Den 27. Dezember. Dem Kaufmann und Wirt Johann Seibel ein Sohn, Emil Thomas, geboren den 19. Oktober. Beerdigte. Markusgemeinde. Den 27. Dezember. Hermann Wmter, Zugführer in Pension, verheiratet, 63 Jahre alt, starb den 25. Dezember. Lukasgemeinde. Den 27. Dezember. Katharina Kann, geborene Roth, Witwe des Maurermeisters Balthasar Kann 80 Jahre alt, starb den 24. D z-mber Familien - Nachrichten. G-vorbenr Rosina Debus, geb. Remelius, in Darmstadt. — in Darmstadt. — Johann Weichsel in Darmstadt. — Gustav Walther in Darmstadt. Berlobtr Käthchen Hartmann mit Gustav Schäfer, Gießen— Alsfeld. — Elisabeths Schepp mit Heinrich Schlosser, Burg-Gemünden- Nieder-Gemünden. — Elise Pabst mit Ernst Schönhals, Haubenmühle— >'eusel. — Therese L'stl mit Ludwig Kappus, Main urg—Offenbach a.M Kandwirtschaft. Borführung -eil Landgestütshengste. Gelegentlich des Vor- lragskurses für praktische Landwlrte, der vom 7. bis 10. Januar in Darmstadt statlfindet. wird u. a. im Anschlüsse an eiy Referat von Landstallmeister von Wlllich-Darmstadt über Hebung der R-ntabilitäi der Pferdezucht eine Vorführung der Landgestütshengste im Großb. Marstall veranstaltet werden am 8. Januar von 12—1 Uhr. Bi? jetzt sind schon über 100 Teilnehmer beim Hessischen LandwirtschaflL- 'flt in Darmstadt zum Vortragskurs angemeldet Arbeiterbewegung. Kopenhagen, 29 Dezember. Die Arbeitgeber der Eisenbranche beschloffen, nach Neujahr im ganzen Lande eine allgemeine Sperre zu er. klären wegen der undurchführbaren Forderungen der Arbeiter. Antwerpen, 30. Dezember. Der Ausstand der Hafenarbeiter dauert an. Die Arbeitgeber und Arbeitneümer bestehen auf ihren Forderungen. Die Arbeitgeber wollen erst dann verhandeln, wenn die Arbeiter ihre neuen Lohnsätze angenommen haben. Die Streikenden erklärten aber einstimmig, erst dann zur Arbeit zurückzukehren, wenn die Arbeitgeber darein willigen, 14 Tage lang die alten Lohnsätze zu zahlen. Gestern abend drangen Streik nde in eine Diamantschleiferei Sie wurdm verhaftet und bei der Untersuchung mehrere wertvolle Diamanten bei ihnen gefunden. Eine Anzahl Streikender diang auf ein englisches Schiff und stahl dort eine Anzahl Gewehre und eine leichte Kanone von 80 Kgr. In der Nähe des Hafens wurde ein Packet gefunden, worin sich 53 Revolver b-fanden. Dieselben rühren von einem Diebstahl her, der in der vorigen Woche in einer Waffensabrik begangen worden war. Die Bürgerwehr ist auch heute zusammenberufen, um die Zugänge zum Hafen für die Streikenden abzu- sperren. Täglich treffen zahlreich englische und deutsche Ersatzmannschasten für die Streikenden em. Das El-N'o macht sich unter den Auvständischen bereits sehr fühlbar. Ball-Seiden-Rßhe Mk. 10.50 und jhöher — 14 Meter! — porto- und zollfrei zugesandtl Muster umgehend; ebenso von schwarzer, weißerund farbiger „Henneberg-Seide" von 85 Psg. bis 18.65 p. Meter. 228 G. Henneberg, Seiden-FabrikanKk.u.k. Hoti.) 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Januar 1901, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Orlsgericht die dem Wilhelm Steinbach in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Rr. 181«/1M — 412 qm Hosraite am kleinen Steinweg links. Flur 27 Nr. 181«/ro — 170 qm Wohnhaus daselbst, Flur 27 Nr. 181«/,«, — 321 qm Grabgarlen daselbst, Flur 27 Nr. 162ktS/„ — 517 qm Hofraite am Brennofen, stößt auf die Wiesen, Flur 27 Nr. 166f«/l9 — 463 qm Hofraite daselbst, Flur 27 Nr. 166f8/10 — 77 qm Grabgarten a. Brennofen, Flur 27 Nr. 166f‘/10 — 861 qm Bauplatz daselbst, Flur 33 Nr. 16 — 606 qm Acker am Altenfeld bei den Gärten, Flur 33 Nr. 17 — 844 qm Acker daselbst, Flur 88 Nr. 35 — 475 qm Acker am Altenfeld auf ein Gäßchen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 4. Dezember 1900. Großh. Ortsgericht Gießen. ________I A.: Vogt. 229 Mtttmih den 30. Januar 1901, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Wilhelm Steinbach in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Nr. 181W/1W — 412 qm Hofraite am kleinen Steinweg links, Flur 27 Nr. 181»/1OO — 170 qm Wohnhaus daselbst, Flur 27 Nr. 181»/IW — 321 qm Grabgarten daselbst, Flur 27 Nr. 162»8/10 — 517 qm Hofraite am Brennofen, stößt auf die Wiesen, Flur 27 Nr. 166f6/19 — 463 qm Hofraite daselbst, Flur 27 Nr. 166f8/IO — 77 qm Grabgarlen a. Brennofen, Flur 27 Nr. l*6fVn - 881 qm Bauplatz daselbst, Flur 38 Nr. 16 — 606 qm Acker am Altenfeld bei den Gärten,. Flur 33 Nr. 17 — 344 qm Acker daselbst, Flur 33 Nr. 35 — 475 qm Acker am Altenfeld auf ein Gäßchen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den-18. Dezember 1900. Großh. Ortsgericht Gießen I. A: Bogt. 230 lNMWMWl Hohmrsteigerung im Gießener Ktadtmlb. Freitag den 4. Januar esvS,vormittagsvV2Uhr beginnend, sollen int Gießener Stadtwald, in den Distrikten Vrauhof und Magnus- Wäldchen, versteigert werden: 180 rm Buchen-Scheitholz. 56 „ Euhen-Scheitholz. 32 „ Buchen-Knüppelholz. 25 „ Eichen-Knüppelholz. 1 ,, Nadel Knüppelholz. 44 „ Vuchen-Stockholz. 24 ,, Eichen-Stockholz. 8 „ Nadel-Stockholz. 1750 Wellen Buchen Reisig. 520 , E chen-Neisig. 50 „ Eschen-Re'.sig. 350 „ Nadel Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der neunten Schneise. Gießen, 29. Dezember 1900. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 155 Donnerstag den 3. Januar, nachmittags t Uhr, werden vom Abbruch Kchloßgassc 9 gegen Barzahlung versteigert: Alte Thürer-, Feuster, Dielen u. Eicheu-Nutz- uud Brennholz. 05416 WMWW Alle 225 Sorten Ztt-« lshufifche: Schellfische, -aöetjau, Seezungen, Aander. Kechte, Weißfische, ZZarverr, Karpfen usw. in stets frischer, sowie in lebender Ware. Bestellungen zu Gesellschafts- essen ufn>. werden prompt ausgeführt Martin Simon, ttsterweg 1. 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