! dem 5888 ft: ierte *r;2/ (Brucfaii 1 Johannes. Eintritt 40 pfg, I 5302 Junten abrntt ffltt m! WWa m unter Ütr. 02155 ton d BI tlrBFl Mcbiftiaunfl geflei d)t. SHUKrSr. 18, TMF iw \»\o* ^u4t. ;tott Kahl, ^ranttuTtertrafe HM- I, Sonnenstrabe i Ursche aeiudjt.S«. . KeMtt Kef. ! langen - ühren finven Lrb^ n & Cie., ßampen- berflerweg M. *JW*' rSfeJg: tze". leitcriii ben sofort gesA n-Büue^ c M Ar. H-drpichi, lte(enftr.4. üASü vdn MvEpai »tevWftvWjKt lucht. 585'. dmptatz 1l, UL lgeM.i.JM»' sinken bei W® • 8e|d)äftiflung be MontaMS , ilädchen ffieiltwrenfieltbä! >9 «ff* 2f-‘ e Sypeb. b. : jMe unb t) autoärtS, fern« Btld.ee tortl >» iW®.!*!!' auf M** geübt, in , lerlangl' 3“ “ ' kelterW« Er. 179 Erstes Blatt. isi. Jahrgang Frettag 2. August 1901 OHWll »** etzt wurde, und es klang von vornherein stark verdächtig, daß verschiedene Soldaten mit Revolvern und Flinten auf den nur mit Hose und Hemd bekleideten Präsidenten zu Bekanntmachung. Bett«: Feldbereinigung in der Gemarkung Garbenteich. Den nachstehenden Beschluß der VollzugSkommisfion bringe ich hiermit zur Kenntnis der Beteiligten. Friedberg, den 27. Juli 1901. Der Großh. FeldbereinigungSkomrniffLv: Sandmann. Der Lehrermangel in Preußen. Ans Berlin, 31. Juli, wird uns geschrieben: - TtI^i letzten Session des preußischen Landtags, geäußerte Anschauung, daß der Lehrermangel in ben' meisten Provinzen und Regierungsbezirken Preußens eine vorübergehende Erscheinung sei, ist kaum mehr haltbar Es ift um diese Sache nach wie vor ungünstig bestellt und es wird anscheinend so bleiben trotz der Einrichtung: von Seminar-Doppelkursen und der Neugründungen von Lehrerbildungsanstalten. Was nützen all' diese wohlgemeinten Maßregeln, wenn es an Kandidaten für den Lehrberuf fehlt? Diese zu gewinnen, giebt es eben nur das Mittel einer Besserung der Lehrerbesoldungsverhältnisse. Ein diese Materie regelndes Gesetz ist zwar erst vor toenigen Jahren erlassen worden. Es mangelt deshalb über keineswegs der Unvollkommenheiten. Das Grundgehalt beispielsweise beträgt im Durchschnitt 900 oder 1000 Mark. Von diesen Summen erhalten aber die jungen Lehrer in den ersten vier Jahren ihrer Dienstzeit nur* ein Fünftel ausgezahlt, also 720 oder 600 Mark. Daß damit ein junger Mann bei der heutigen Höhe der Lebensmittelpreise nicht auskommen kann, liegt auf der Hand. Er ist auf Nebenverdienst angewiesen. Kann es aber unter solchen Umständen den Eltern verdacht werden, wenn sie Abstand nehmen, die immerhin beträchtlichen Kosten auf die Ausbildung ihres Sohnes zum Lehrberuf zu verwenden? Da bieten andere Berufe immer noch bessere Aussichten. Daß die Gehaltsbezüge der VolksschuHehrer späterhin in bestimmten Zeiträumen steigen, macht die geringe Entlohnung beim Eintritt ins Amt nicht viel tröstlicher. Also, die sämtlichen Geldquellen müssen schon etwas reichlicher fließen. Ebenso steht die Besoldung der Seminarlehrer noch keineswegs im rechten Verhältnis zu ihrer schwierigen und aufreibenden Thätigkeit, und es macht sich bereits, ein Mangel an Kandidaten auch für diesen Zweig des Lehrberufs bemerkbar. Das klassische Land der Schulen hat begründeten Anlaß, darauf zu achten, daß es dieses Rusts, nicht verlustig gehe. Politische Tagesschau. General Wey ler scheint das Heft der spanischen Regierung in Händen zu haben. Von ben Mitgliedern des, Kabinetts Sagasta ist er, der Leiter des Kriegsamts, am thätigsten. Das Volk freilich hat von dieser Thätigkeit nichts- . weniger als Vorteil, denn sie läuft auf die Steigerung der Ausgaben für militärische Ztoecke hinaus. So wurde kürzlich eine neue Sommeruniform für die Armee eingeführt. Im Herbst will der Kriegsminister 12 Millionen Pesetas fordern zum Ankauf von Schnellfeuergeschützen, und daß seine Inspektionsreise nach Südspanien und Nvrd- afrifa die Nachsuchung eines weiteren Kredits für Befestigungs-Zwecke zur Folge haben wird, ist mit Sicherheit anzunehmen. Der Finanzminister hat solchen Forderungen gegenüber einen schweren Stand, vom Kabinettschef zu schweigen, dem die Inangriffnahme wirtschaftlicher und sozialer Reformen derart unmöglich gemacht wird. Aber Weyler ist offenbar eine Persönlichkeit, die der Ministerpräsident, er sei nun liberal oder konservativ, nicht ohne: weiteres „über Bord gehen" lassen kann. Denn der „Henker von Cuba" hat nicht allein am Hofe einen starken Rückhalts es kann ihm auch, so sonderbar es klingen mag, eine gewisse Volkstümlichkeit nicht abgesprochen werden. Amtlicher Gießen, 31. Juli 1901. ® e t r.: Die regelmäßigen Ergänzungswahlen des Ge- ! meinderats. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Oroflh. Bürgermeistereien deS Kreises. ' Nach Art. 12 der Landgemeindeordnung vom 15. Juni 1874 haben im laufenden Jahre die regelmäßigen Ergänz- nngswahlen des Gemeinderats stattzufinden. Indem wir Sie wegen Beobachtung der für diese Wahlen bestehenden Bestimmungen im allgemeinen auf unser ausführliches Ausschreiben vom 5. Juni 1883 (Anz. Nr. 131) und auf unser Amtsblatt Nr. 3 vom 8. Juni 1885 Hinweisen, heben wir besonders hervor, daß auf Grund des Gesetzes vom 15. Mai 1885 (Reg.-Blatt S. 95) nicht mehr die Zuziehung zur Einkommensteuer, sondern die Heranziehung zur Kommunal- frcuer Voraussetzung der Stimmfähigkeit ist. Die in der Wahlanleitung Anlage A angegebene Abteilung B der Stimmberechtigten fällt weg, die Stimmberechtigten sind vor der Wahl zur Bemerkung der Steuerrestanten nur dem Gemeinde-Einnehmer mitzuteilen. Sie wollen die Vorarbeiten zur Wahl alsbald be- grnnen und dieselben so fördern, daß die Wahlen selbst spätestens im September vorgenommen werden können. Bevor Sie die Wahlen abhalten, wollen Sie jedoch zur Prüfling der Richtigkeit des bis daleingehaltenen Verfahrens die erwachsenen Akten unter BePigung einer Bestandsliste B>e3 Ge meinderats an uns einsenden, und erwarten wir vrese Vorlage bis zum 30. August d. I. Wir bemerken noch, daß aus der Bestandliste ersichtlich fein muß, welche Mitglieder dem höchstbesteuerten Drittel angehörten. Die Erforderlichen Formu lasrien zur Wählerliste, Protokoll und Anlagen werden Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. diejenigen bon Ihnen, in deren Gemeinden nach Abhaltung der Gemeinderatswahlen die regelmäßige Er- gänzungswahl des Bürgermeisters und Beigeordneten erforderlich ist, wird seinerzeit noch besondere Verfügung ergehen. v. Bechtold. GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giehen Bt)ng$prtU tnertdiW Mk. 2.20, monall. 75 Pß» mit Brn.'gerlohn; durch 2 Abholeftellen mtrteljäW, Mk. 1.90, monatl. 65 Bri Postbezug viertcljitzich. Mk :oO ohne Bestell^A. Büt «nzetaen-BtrmittlunM», stellen bei tzn- unb ttufl«n£ag nebmen 3nötigen für bce •«ebener »Inzci.itr tntgefM. ßeUenurtiv total 11 Wch, »uZwärlk M Vfg. Die Vollzugskommission beschließt: „Die Brachgrundstücke in dem in diesem Herbste zur Ueberweisung gelangenden Felde (östlich der Kreisstraßen Watzenborn—Garbenteich und Garbenteich—Dorf-Gill), insoweit diese Grundstücke nicht ausgestellt sind, müffen bis spätestens Ende August l. I. umgeackert sein. Dagegen hat die Umackerung der Stoppeläcker bis zu Mitte September l. I. zu erfolgen. Hat die Umackerung bis zu dem angegebenen Termin «icht oder nicht ordnungsgemäß stattgesunden, so erfolgt dieselbe auf Kosten der Säumigen.- Polizei-Verordnung für de« Kreis Gieße«. Auf Grund des § 366 Pos. 10 des Reichsstrafgesetzes und der Artikel 103 und 109 des Polizeistrafgesetzes wird hiermit unter Zustimmung des KretSauSschuffeS mit Ge nehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 22. De zember 1899 zu Nr. M. d. I. 37296 verordnet wie folgt: § 1. Der Gebrauch von Schleifen zum Transport landwirt- schaftlicher Geräte (Pflüge, Eggen rc.) und anderen Gegenständen auf den chaujfierten Straßen und Wegen ist verboten. § 2. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehende Bestimmung unterliegen den in § 366 Pos. 10 des Reichsstrasgesetzes bezw. Art. 103 und 109 des Polizeistrafgesetzes angedrohten Strafen. § 3. Gegenwärtige Vorschriften treten mit dem 1. Januar 1902 in Kraft. Gießen, den 30. Dezember 1899. Großherzogliches Kreis amt Gießen. v. Bechtold. Ausland (*) Friedberg, 31. Juli. Am Dienstagvormittag findet tatt. Am Montagabend wird im Saalbau eine Borfeier und fuhr um 5 Uhr 40 Min. mit dem Schnellzug nach gefunden hatte und Frau R. noch in bcnu Kreise ihrer all befriedigend und glatt vollzogen, so daß die Hoffnung: auf einen noch früheren Abschluß berechtigt sei. Dagegen, habe die Verlegung der Fortbildungsschule auf die Tagesstunden viele Klagen aus allen Kreisen der Industrie, des Handels und Gewerbes veranlaßt. Bei der Aus- Main,. 31. Juli. , . demokratische Stadtverordnete Ferdinand Harig hat der Stadt seine reichhaltige Bibliothek vermacht. — Nach dem soeben erschienenen Geschäftsbericht der hiesigen Ortskrankenkasse hat diese im abgelaufenen Geschäftsjahr besonders durch die in den ersten vier Monaten herrschende Influenza und die immer mehr um sich greifende Arbeitslosigkeit einen bedeutenden Mehraufwand an Krankengeld zu verzeichnen. Da- Genesungsheim in Langenbrombach hat einen Zuschuß von 14 449 Mk. erfordert, die Lungenleidenden bilden in der Anstalt 60 Prozent der Behandelten. Bei einer Mitgliederzahl von 16 609 Personen hat die OrtSkrankenkasie eine Gesamt- einvahme von 858 435 Mk. und eine Gesamtausgabe von 814 510 Mk. Das Vermögen der Kaffe beträgt inkl. des gerufen. Es sei ein Fehler, daß man unterlassen habe, die Handelskammern vor der Ausführung dieses Gesetzes zu befragen. Weitere Klagen habe die allzu hohe Be- 9e= steuern n g der kaufmännischen Angestellten in Frankfurt. Der Fürst bestieg im LudwigSbahnhof seinen bulgarischen Salonwagen, der darauf in den Zug der Main- Neckar-Bahn einrangiert wurde. Der Fürst sah bann einige Zeit zum Fenster heraus auf bie vor dem Wagen angesammelte Menge, die sich lautlos verhielt. Der Wagen siand unter der Aufsicht eines Ingenieurs, der weißen Uniformrock mit Achselstücken trug, ähnlich wie sie die Polizei-Revier- kommissare haben. In auswärtigen Blättern wird der Besuch deS Fürsten hier in Verbindung zu bringen gesucht mit einer angeblich geplanten Verlobung mit der Prinzessin nommen. Die Husaren hatten hierzu Pferde gestellt. — Fünf wenig bemittelte Leute spielten bei der hessischen LandeS- lotterie zusammen ein Viertel los, das in der letzten Klaffe mit einem Treffer von 500 Mk. herauskam. Als die Leute jedoch ihren Gewinn erheben wollten, stellte es sich heraus, daß das Los bloS bis zur 4. Klaffe bezahlt worden war. DaS übrige Geld hatte der Kassier jener Gesellschaft unterschlagen. — Ludwig Webel zu Züschen hat in seinem Kalksteinbruch einen Münzenfund gemacht, der für Sammler dadurch intereffant ist, da sich darin sehr wertvolle Münzen aus dem 11.—14. Jahrhundert befinden, z. B. 1 Mainzer aus dem 12. Jahrhundert, 1 Böhmer aus dem 11. Jahrhundert, 8 Mülhäuser aus dem 12. Jahrhundert, 14 Waldeck- Korbacher aus dem 13. Jahrhundert, 226 von Heffen unter Heinrich III. Kurator Wilhelm aus dem 14. Jahrhundert. aber nach der Melodie des Trinkliedes: „Krambambuli, das ist der Titel des Tranks, der sich an uns bewährt." Ein „Aeltester" eiferte hauptsächlich gegen die Taufe, die weder Giltigkeit noch Nützlichkeit habe. Dann sprach« ein Herr Canon, der angeblich soeben von seiner Reise aus Amerika eingetroffen war. Er freute sich, daß die Mormonensache Xenia von Montenegro. Dem gegenüber stellen die „Hess. VolklSbl." fest, daß Prinzessin Xenia, die mehrere Monate hier zum Besuch weilte, bereits vor einigen Wochen mit dem Prinzen und der Prinzessin Franz Josef von Battenberg von hier abgereist ist. Mainz, 31. Juli. Sämtliche hiesigen Militärärzte, soweit sie dienstlich nicht verhindert waren, haben dieser Tage einen Ritt durch das Manövergelände in Rheiuheffen unter» schlößen versucht, aber die Schußwaffen versagt hatten, so daß also Präsident Steijn seine Freiheit oder gar je ui Leben nur diesem seltsamen Versagen zu danken gehabt Es hat daher die Behauptung alle Wahrscheinlichkeit ■für sich, daß die interessanten Nebenumstände, mit denen die Annahme der Stadt Reitz und die „beinahe Gefangennahme Steijns" vom britischen Hauptquartier und von den englischen Kriegskorrcspondeten ausgeschmuckt jourde, ebenso wie die Reitz-Botha-Briefe ganz und gar in das Reich der Sage gehören. In der Kapkolonio hat eine Burenabteilung unter Fouche ober Myburgh am 27. Juli einen Angriff auf das Konzentrationslager bei Aliwal North gemacht, der jedoch abgewiesen wurde. Lategan, dessen Lager Oberst Lukin am 21. überfiel, befand sich bei Tweenfontein, in der Nähe von Middelburg (Kapkolonie). Lategans Kommando wird auf 150 und die Zahl der berittenen Kapschützen, die das Lager angriffen, auf 90 angegeben. Die letzteren eirtdeckten das Lager, indem sie der Spur einer Karre folgten, die fünf Buren bei Bethesda erbeutet hatten. Bei dem Angriff auf das Lager wurde heftig geschossen, aber die Verluste waren gering. Die Buren besetzten eine Stellung auf einem Höhenrücken. Ein Leutnant mit 12 Mann wurde ihnen in die Flanke geschickt, doch fand er sich plötzlich auf 200 Meter 40 Buren gegenüber, die einen seiner Leute töteten und vier verwundeten. Der Offizier hielt eine Stunde lang aus, bis die Geschütze ihn verstärkten und die Buren „versagten". Zehn Gefangene wurden gemacht. Die erbeuteten 105 Pferde sind meist in ausgezeichneter Verfassung. Was die soziale Gesetzgebung betreffe, so habe sich Treysa, 31. Juli. Zwei den befferfituierten fänden die Einführung des Neunuhrladenschlusses über angehörige Personen, die bereits vorbestrafte, gescyreoenr heute v vinzialkonfer «us zahlreich den Gesang l unser W, Bibelwortes e näd)ft bie erfd bic Gchre freu, «us, wie das1 wie es bec leruntzen und J* e r hätten j Hellen; abei namentlich ii Artikel ersch Opposition v ratender ?dGn M c «bzuschi Habch gab Örteren Erej lchen Landest auch der den XoT ;* bettoi «4 ihnen ( von jhren C 6 sodann Hofmann ""d sich L hatte. 2pj.ro Huu fei, elrr ,ei€tI i *4? ff Sä ästige xher, rcthj j N «"em S tu war er der gefürchtetste Gegner. Auf Beschluß der Regier- garten besichtigte gestern nachmittag das Refidenzschloß ung wird das Leichenbegängnis auf Staatskosten stattfinden. -- - — •- * — - Petersburg, 31. Juli. Die offiziöse „Handels- und Jndustrie-Ztg." äußert sich in der Besprechung des neuen deutschen Zolltarifgesetz-Entwurfs dahin, der neue Doppeltarif werde zweifellos für Deutschland eine u n - gemeine Erschwerung der Festsetzung irgendwelcher Vertragsbeziehungen zu denjenigen Ländern ergeben, für welche die Ausfuhr der betreffenden Waren nach Deutschland besonders wichtig ist. New-Po rk, 31. Juli. Der in Zürich verhaftete Anarchist Galliotti reiste seinerzeit mit Bresci von hier ab in der angeblichen Absicht, den Zaren zu ermorden. San Juan (Columbien), 31. Juli. Der frühere Präident des Kongresses Range! Garberas hat sich mit 5000 Manu an der Grenze von Columbia gegen General Castro erhoben. Die Lage ist kritisch. Däe Aufständischen 'teheu bei San Antonis de Tachira an der Grenze von Columbien. Die venezolanische Regierung hat 10 000 Mann abgesandt. Es werden weitere Unruhen befürchtet, da im Lande Unzufriedenheit gegen Castro herrscht. Die konstitutionellen Garantien sind aufgehoben, und man befürchtet Deutsches Reich- Berlin, 31. Juli. Aus Molde wird gemeldet: Am Montag arbeitete der Kais er an Bord und machte am Abend einen Spaziergang an Land. Arn Dienstag nahm Seine Majestät den Vortrag der drei Vertreter entgegen. An der Abendtafel nahm auch der Kaiserliche Gesandte, in Stockholm, Graf Leyden, teil, der zum Vortrag nach Molde befohlen tvar. Es ist kühl und windig. An Bord alles wohl. — Die „Deutsche Ztg." hatte die Richtigkeit der von der „Nordd. Allg. Ztg." -kürzlich veröffentlichten Feststellungen zu der Beschwerde der Firma M. Schrappe u. Co- über die von brasilianischen Polizeibeamten vorgenommene Haussuchung angezweifelt und durch Vorlegung der Privatbriefe eines Beteiligten nachzuweisen gesucht, daß nicht, wie ine „Nordd. Allg. Ztg " behauptet, die Firmeninhaber selbst eine Schadenersatzforderung von 48 Contos Reis (48 000 Mark) angemeldet hat, sondern die Bezifferung der Geschädigten zusimhenden Entschädigung vom kaiserlichen Konsul in Joinville-,erfolgte. Die „Nordd. Allg. Ztg." konstatiert demgegenüber, daß ihre Angaben auf dem vom kaiserlichen Konsul in Joinville am 18. April vorigen Jahres mit Schrappe aufgenommenen und von ihm unterzeichneten Protokoll beruhen, und zitiert den Wortlaut der in Betracht kommenden Stelle des Protokolls, worin Schrappe den ihm an Maschinen und Geschäftsutensilien zugefügten Schaden auf 6 Contos Reis und den Schaden der durch Entwendung von Silberzeug, Wäsche und bergt auf 2 Contos Reis taxiert. Schrappe sagte weiter aus, viel bedeutender sei der Nachteil, der ihm durch die Störung seines Geschäftsbetriebes und der Untergrabung seines guten Rufes zugefügt wurde. Solle er das in Geld veranschlagen, könne er dies nicht unter 40 Contos Schadenanspruch! bezeichnen. — Gegenüber einer Meldung der „Köln. Volksztg.", wonach vom Äouvernement in Kamerun die Entfaltung einer größeren Truppenmacht im deutschen Adama beabsichtigt sein soll, um dem Einfluß des auf englischem Gebiet wohnenden Emirs von Yola entgegenzuwirken, 1 teilt die „Nordd. Allg. Ztg." fest, daß nach den neuesten Nachrichten des Gouverneurs von Kamerun der Stationschef in Yoko beauftragt wurde, um den Streitigkeiten im Sultanat Tibati ein Ende zu machen, den dem Emir von Yola genehmen Jerima Abo als Sultan einzusetzen. Es handelt sich also nicht um ein feindliches Vorgehen gegen den Emir, sondern im Gegenteil um eine Neuordnung der Verhältnisse im Sultanat Tibati int Einvernehmen mit dem Emir, der als geistliches Oberhaupt im muhamedänischen Sultanate im deutschen Adama anzusehen ist. — Zur Mensur- und Duell frage bringt das Juliheft der Hochschulnachrichten einen längeren Artikel, der mit den folgenden Sätzen schließt: \ Der als Präsident der deutschen Katholikentage bekannte Fürst zu Löwenstein macht gegenwärtig den katholischen Adel und den sonstigen ultramontanen Heerbann mit den Alten Herren der katholischen Korporaftonen an der Spitze gegen das Duell mobil. Sein diesbezüglicher Aufruf soll bis dahin von ganzen 441 Herren, darunter 103 Angehörigen der Aristokratie, 88 Juristen, 68 Aerzten, 46 Professoren und Oberlehrern unterzeichnet worden sein. Man kann zwar mit dem Fürsten gut der Ansicht i fein, daß das Duell in vielen Fällen unrecht und unvernünftig ist, und daß durch wirksamere Gesetze zum Schutze der Ehre und zur strengeren Bestrafung von Beleidigungen und Ehrenkränkungen vieles gebessert werden könnte', aber dennoch stehen solche Anläufe zu sehr im Zeichen des sich in alles einmischenden und überall im Trüben fischenden Ultramontanismus, als daß sie Aussicht auf Erfolg hätten. Sie greifen zur Täuschung der weiteren Öffentlichkeit wohl offenkundige Mißstände 4 geschickt an, zielen aber auf ganz andere Erfolge ab. Solchem Gegner nicht durch eigenes Verschulden oder durch frivolen Mißbrauch hochgehaltener Bräuche in die Hand zu arbeiten, ist somit Ehrenpflicht aller derjenigen, die sich im engeren oder weiteren Kreise zu Hütern derselben berufen fühlen oder thatsächlich berufen sind. — Der heute zu einer außerordentlichen Sitzung versammelte Ausschuß des Handelsvertragsvereins beschloß einstimmig, einen Ausruf zu erlassen und zum Kampf gegen den die wirtschaftliche und politische Machtstellung unseres Vaterlandes und die Lebensinteressen weitester Kreise bedrohenden Zolltarif aufzufordern. — Die Mormonen, die bekannte amerikanische Sekte, machen gegenwärtig wieder in der Reichshauptftadt Propaganda. Sie sind sehr rührig in der Agitation und rühmen sich, in Deutschland und der Schweiz bereits Tausende von Anhängern zu haben. In Berlin halten sie jeden Sonntag um 10 Uhr „Sonntagsschule", um 2 Uhr Versammlung und jeden Freitag „Bibelklasse", wobei das „Buch Mormon" besprochen wird. Arn Sonntag stellte sich ein „Apostel" den Berlinern vor, Lyrnan aus Utah. Die beiden Versammlungen, die er abhielt, waren sehr stark besucht. Die Abendversammlung verlies echt amerikanisch. Ausfallend war die Zahl der jungen Männer, die an der Spitze der Versammlung saßen. Tas Schönste kam zuletzt, als die Mormonen und ihre Freunde ein sehr sentimentales Lied anstimmten. Der kürzlich erschienene Jahresbericht der hiesigen Han- delskammer beleuchtet in einem Vorwort das wirtschaftliche Bild des Handelskammerkreises, das im Gegensatz zu vielen Berichten anderer Schwesterkammern aus vorwiegend industriellen Kreisen ein erfteuliches sei. Den Hauptgrund dafür sieht der Bericht darin, daß der Kammer-Bezirk wenig Großindustrie, dagegen eine größere Zahl kleiner und mittlerer Industrien und einen stark entwickelten Handel habe, dessen Interessen eng mit der Landwirtschaft verknüpft seien, die auf das Erntejahr 1900 als auf ein günstiges zurückblicken dürfe. Uebereinstimmend aber ......t , klagten alle Branchen des Bezirks über den absoluten Sämtliche Münzen sind echt Silber und gut erhalten. Mangel an geschulten und tüchtigen Arbeitern. Eine Mainz, 31. Juli. Der kürzlich verstorbene frühere weitere allgemeine Klage richtet sich gegen die enorme Erhöhung der Kohlenpreise. Die Einlegung eines Nachmit tagsschnellzugs 4.20 Uhr ab Frankfurt sei als Fortschritt zu begrüßen, doch fehle noch der entsprechende Gegenzug mit 3. Klasse vormittags gegen 6 Uhr ab Kassel. Auch zur Abstellung der vielfachen Mängel aus den Bahnhöfen Friedberg und Bad-Nauheim sei noch nichts geschehen. Durch die Einflihrung der Homburger Bahn aber sei eine weitere Verschlechterung der Zustände zu erwarten. Ebenso ließen die Anschlüsse der Personenzüge Schotten-Mdda in der Richtung Friedberg-Frankfurt noch viel zu wünschen übrig. Bezüglich des Postverkehrs seien der Handelskammer lebhafte Klagen über unzulängliche Paketbesörderung zwischen Nidda und Schotten und ungenügende Bestellung in Rup- SÄ' SS WtW 5i9 532 BH.“- 3u «aä« bet’ den Interessenten in den meisten Fällen keine Verbesserung, Frau Oberleutnant Richter herrscht vielfach die «nsich, sondern eine starke Verteuerung gebracht. Ferner fehlten daß sie die Diebstähle der Brillantringe zu der Zett verübt immer noch die schon wiederholt angestrebten Fernsprech- habe, zu welcher sie bereits von ihrem Manne getrennt war Verbindungen mit Bayern und Magdeburg. Weitere unfo bafc eg aus Not gethav habe. Diese Annahme ist dringende Wünsche lägen vor für Verbindung mit dem ^doch dem „Mainz. Tgbl.- zufolge unrichtig. Die Diebstähle Ruhrrevier, mit Sachsen und den Nordseehäfen. Auch über ftnb ücrübt roorbcn alg das bekannte Duell noch nicht statt- den mangelhaften Zustand mancher Landstraßen sowie die ' - - • — ' *• l<-— ungenügende Verbindung mit abseits an der Bahn liegen den kleinen Orten seien viele Beschwerden Laut geworden, riarniiie wcurere. — . auch, daß Verwickelungen mit Columbia eintreten könnten Aus dm Jahresbericht der Friedberger Handelskammer. i. Friedberg, 31. Juli. , z . führung dieses Gesetzes müsse den einzelnen Branchen und in Deuftchland so sehr wachse, namentlich in Dresden'und den lokalen Verhältnissen möglichst Rechnung getragen wer-- Berlin. Wir würden uns gewiß freuen, wenn wir Paulus den. Die Unterstützung der kaufmännischen Fortbildungsoder Petrus hören könnten meinte er — aber ich sage schulen durch die Regierung sei dankbar anzuerkennen. Ein« Ihnen, hier im Saale ist ein Mann, der dieselbe Macht hat große Zahl von Beschwerden habe die Konkurrenz her- wie Petrus und Paulus! Dieser Mann wurde sodann vor- vorgerufen, die dem freien Handel eines Gewerbes durch gestellt: der Apostel F. A. Lyman. Er sprach lange und in Strafanstalten gefertigte Fabrikate entstehe. Di« noch langweiliger. Kammer beabsichtige, beim Ministerium vorstellig zu wer- Memel, 31. Juli. Nach amtlicher Feststellung wurden den, daß die Herstellung besserer Artikel in Strafanstalten bei der Stichwahl im Wahlkreise Memel-Heydekrug am unterbleibe. Allgemein wurde auch der Wunsch laut, daß 27 ds im Ganzen 15961 Stimmen abgegeben. Hiervon eine Verbilligun g und Vereinfachung der Kranken-, Jn- erhielt Gutsbesitzer M at schult in Mitzken, Kreis Memel validitäts- und Alters- sowie llnsallversicherungskassew (konservativ und Lithauer) 9123 Stimmen, Rendant Braun- durch Zusammenlegung in eine Kasse erfolgen möge. Die Königsberg (Sozialist) 6838 Stimmen. Ersterer ist somit Einführung des Gesetzes betr. die Besteuerung des gewählt. Gewerbebetriebs im Umherziehen sei nach dem Erachten ber 3 ' ■■■■ ........ । ........- — Kammer übereilt und habe große Unzufriedenheit hervor- äi @il» S» ui iN1*' ÄOOO M ibtt. - ftlb au® bl® sich vorhn d rwr M oon einer gtaatianwai hat nunmehr MvgeueS aas der Um, -emWelS Maon war anzuzeigen. richtet. Lor all Ort und Sliudgänger vormittag roi plare eines nnb stammtet die FußarliL 6anbt abtyt- gefährlichen ß Behörde die ai Aohnung za vrrstchnen F im m Bocke Ostrnthal ua Linquartinm richtet, doch Laugen beste! der Quartki Zahlmeisters, Slücklicherwei wodurch der benagt blitb. Dienstzeit Halle Tchrrad, baS auf den Nam "Jahr Kopenhagen, 31. Juli. Aus Reikiavik wird ,i_ „ v « v «, w » w. ___,...................- meldet: Die von Tr. Gudmundsson entworfene R e f o r m H^sen besonders ' 'gegenüber den niedrigen" Sätzen" in der isländischen Verfassn.ig, wonach ein Isländer Preußen verursacht. Dringend zu befürworten sei auch als besonderer Minister für Island in Kopenhagen seinen cine gründliche Reform der gänzlich veralteten hessü- ständigen Wohnsitz haben soll, ist heute im Unterhause j(^cn Gewerbesteuer, die den modernen Entwicklungen des Althing in zweiter Lesung angenommen worden. in feiner Weise Rechnung trage. Paris, 31. Juli. Der „Temps" glaubt zu wissen, daß^ ——— . > > .......... ■,■■ ■ , es Deleasse gelungen sei, mit der marokkanischen «w Gesandtschaft ein freundschaftliches Abkommen zur bei- SflUvI UlLU berfeitigen Befriedigung abzuschließen, das geeignet ist (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist zum Besten beider Länder die völlige Herstellung der Ruhe our unter genauer Quellenangabe: „«Ufc gestattet.) !.n der Nachbarschaft der ftanzösischen Besitzungen im «. ein Selbstmordversuch ist gestern abend von einem m Studenten in einem Lokal verübt worden. Er wurde nach nanSr «olle n b 7kg, f ü^g eta" weil der alten Klinik geschafft. Sein Zustand soll nicht nnbedenk. der Ministerrat feine Steuerreformpläne nicht billigt. Wie lrch fein. es heißt, will auch der Unterstaatssekretär des Aeußeren •• Der Gießener Zitherklnb wird am Samstag Abend De Martino seinen Posten aufgeben. 8 Uhr fein neu gegründetes Vereinslokal im „Pfälzer Hof- Neapel, 31. Juli. Das um 6 Uhr abends über das (Schanzenstraße) einweihen. Besinden Crispis ausgegebene Bulletin lautet: Die (*) Friedberg, 31. Juli. Am DienSlagvormittag findet nervöse Erschöpfimg und Herzschwäche nahmen sichtlich zu. b^ Einweihung des neuen Gymnasiums (Augustinerfchule) ®Er ÄK statt, «m aBontagabenb tyitb im Saalbau eine Vorfeier feiner Xfcb bS °bg°halten, bei der durch Schüler de, Gymnasiums Iphigenie Gerücht verbreitet, daß Szilagyi durch Selbstmord ge- auf Tauris zur Aufführung gelangt. Am Dienstag wird endet habe. Die Aerzte der Rettungsgesellschaft konstatier- an der seitherigen alten Augustinerschule ein Festzug auf* ten wohl das Vorhandensein einer kleinen blutunter- gestellt, der sich durch die Schulstraße, Usagaffe, Kaiserstraße laufenen Wunde an der Stirn, aber keine äußerlichen An- und Ludwigstraße bewegt, wo das im Burgstil errichtete zeichen eines gewaltsamen Todes, doch waren schon Leichen neue Gyrnnnfiurn steht. Hier 'findet im Turnsaal der Ein* flecken vorhanden Von unterrichteter Seite werden die Ge- weihungSakt statt, an den sich ein Rundgang durch das neue suchte über den Selbstmord demenker und der Tod mit @cbäubc (d)Iie6t. Später ist Festessen im Hotel Trapp. — Schlagfluß erklärt. Die Gerüchte wollen aber doch nicht _ Q - p r y ' '' h verstummen. Szilagyi, der im Ministerium Wekerle Justiz- Laufe des September finden au der Obstbaufchule Minister und später Präsident des Abgeordnetenhauses ge mehrere ObstverwertungS?yxfe statt, zwei für Frauen vom wesen war, ist der Schöpfer der kirchenpolitischen Gesetze. 2. bis 4. und vorn 9. bis 11. September und einer für Als energischster Vertreter des Jntransigenten-Liberalis- Männer vom 23. bis 28. September. mus, als glänzender Redner und schlagfertiger Debatter Darmstadt, 31. Juli. Fürst Ferdinand von Bul- ** Sch-ttet.) b von ehitÄ :t vurde nach >lcht unbedenk- ei en U £ lettoS"-» netbeg h^t3 Wen £' ?r| ÄS &•» zu^bßes fcM ’Mtaj M,«d $\Nt Hof- 'tmittaft sind« lgustinerschule) eine Vorfeier ®? »Iphigenie d'ekStag wird : Nr Mf' '- ^aiserstrahr istil enichtrte iaal bei Ein» ach bas neue tel Trapp. — istbauschnle : Frauen vom inb einer für b von Bul- Refidenzschloß chnellzug nach oH°f /einen ifl btt Main* bm Mtzt atzen angefam. : Wagen stand ien Unifoimrvck Polizei'Revier- tnitb der Be- zen gesucht «it der Prinzesfin ber stellen die i, die mehrere einigen Wochen j Josef von WärSqle, so« A dieser Tage iuheffen unter, be tzrM. - Wen Lander in der letzt» iSkam. W bi( , stellte es fich bezahlt worden ener Gesellschaft en hat in W t für Sammlet •twoüt Wnze" B 1 Mainz» dem U. J^ eit,U Waldeck, .n M«* 4. Jahrhunderi. ÄS« bilden m der» °>8St ' fJTw* i «°*„5 v« deov 1 AtS^ RittergutSbefitzerin Frau v. Wilcke und ihr ständiger Begleiter und Freund, der Kaufmann Schimmelmann, werden sich demnächst wegen Betrugs zu verantworten haben. Frau v. Wilcke, die ein überschuldete» Rittergut in Schlesien besaß, vertauschte es im Februar d. I. gegen ein HauS in Berlin, wobei das Gut mit 504,000 Mk. bewertet wurde. Um das Geschäft zum Abschluß bringen zu können, bedurfte Frau v. Wilcke einer Barsumme von 7000 Mk. Um fich dies Geld zu verschaffen, griff fie zu einem gewagten Mittel. Sie ließ anzeigeu, daß eine Dame von hohem Adel für ihr Rittergut einen kautionSfähigeu Inspektor verlange. Ein Herr St. au» Treysa ließ fich bethören und nahm die Stellung an. Lr hat seine 10,000 Mk. verloren. Während er bald gewahr wurde, daß das Gut vollständig abgewirtschaftet war, vergnügten fich die beiden Angeklagten auf Reisen in der Schweiz und am Rhein. Als ihre Mittel zu Ende gingen, versuchten fie durch Annahme eines neuen Inspektors Ersatz zu schaffen. Auf dem Bahnhöfe in Erfurt wurden fie verhaftet. — Meine Mittelluugen tn» Hessen und den Nachbarstaaten. DaS dem SreiSveterinärarzt Dr. Eise in Lauterbach ge hörige Wohnhaus in der RockelSgaffe ging für den Preis von 20 000 Mk. an den Brauerei-Jnspektor Trapp käuflich über. — Am 30. Juli morgens sprang ein Bürger in Als feld aus dem Fenster HeS dritten Stockwerks, nachdem er fich vorher die Pulsader durchschnitten hatte. — Kürzlich ging eine Mitteilung durch die Preffe, daß auf dem Feldberg von Knaben einer Volksschule in Mainz ein Paket mit einer KindeSleiche aufgefundeu worden wäre. Die durch die Staatsanwaltschaft in Wiesbaden angestellte Untersuchung hat nunmehr ergeben, daß daS Paket ein in Fäulnis übergegangenes großes Stück Fleisch enthielt. — Ein Landwirt aus der Umgebung von Mainz fand in der Nähe des Feld herrnhügels auf dem großen Sande zwei Granaten. Der Mann war vorsichtig genug, seinen Fund der Scheibenwache anzuzeigen. Telephonisch wurde die Behörde davon unterrichtet. Don dieser entsandte Sachverständige begaben fich an Ort und Stelle und stellten fest, daß die beiden Granaten Blindgänger seien, d. h. noch nicht explodiert waren. Gestern vormittag wurden die Fundstücke entladen. Es waren Exemplare eines alten, nicht mehr gebräuchlichen GranatsyftemS und stammten aus der Zeit der fiebenziger Jahre, in der die Fußartillerie noch ihre Schießübungen auf dem großen Sande abhielt. Dem betreffenden Landwirte, der die beiden gefährlichen Geschoffe gefunden hat, wird seitens der Militärbehörde die auf das Auffinden solcher Blindgänger ausgesetzte Belohnung zuteil werden. — Einen guten Fang hat am verflossenen Freitag die Gendarmerie in Langen gemacht. Ein In Bockenheim dienender Husar gab fich nämlich in Offenthal und Langen als Quartiermacher aus und sagte Einquartierung an. In Offenthal hatten sich die Leute gerichtet, doch das Militär blieb aus. In der „Srone“ in Langen bestellte er für die Offiziere ein leckeres Mahl. Auch der Quartiermacher zechte selbstverständlich auf Kosten des Zahlmeisters, der die Sache am anderen Tage regeln sollte. Glücklicherweise kam der Schwindel alsbald an den Tag, wodurch der Inhaber der „Krone- vor größerem Schaden bewahrt blieb. Der Mensch, der übrigens nur noch 50 Tage Dienstzeit hatte, wurde am Freitag abgesührt, er hatte fich bereit» seit Montag von seinem Truppenteil entfernt. Das Fahrrad, das er zu seiner Rundreise benützte, hatte er sich auf den Namen seines Rittmeisters zu verschaffen gewußt. Jahreskoufereriz der evangelischen Geistlichen Oberhessens. D. Gießen, 1. August. Heute vormittag fand in Steins Saalbau tue 19. Provinzialkonferenz der Geistlichen Oberhessens statt. Die überaus zahlreich besuchte Versammlung wurde eingeleitet durch den Gesang der 1. Strophe des Chorals „Ein feste Burg ist unser Gott", worauf Dekan Strack nach Verlesung eines Bibelwortes ein kurzes Gebet sprach Nach ihm ergriff Prälat Habicht das Wort zu einer Ansprache, in der er zunächst die erschienenen Geistlichen herzlich begrüßte und aiu^ die Gäste freundlichst willkommen hieß. Sodann führte er aus, wie das Ende dieses Jahres nicht so friedlich gewesen fei, wie es begonnen habe. Eine Maßregel des Großh. Oberkonsistoriums habe viel Widerstand gesunden. Die Erläuterungen und Auseinandersetzungen des Präsidenten Buchner hätten ja dazu gedient, alles in das richtige Licht zu stellen; aber schmerzlich sei es besonders für ihn, daß namentlich in auswärtigen Blättern manche, selbst gehässige Artikel erschienen seien, die ihn gewissermaßen für die Opposition verantwortlich machten, obwohl er in hervorragender Weise gar nicht hervoraetreten sei. Er habe es indessen nicht für anständig gehalten, nach einer anderen Seite abzuschieben, was man ihm aufgebürdet habe. Prälat 5>abicht gab sodann einen Rückblick auf die bemerkenswerteren Ereignisse und Bewegungen innerhalb der hessi- fdyeit Landeskirche während des letzten Jahres und gedachte auch der schmerzlich>en Verluste, von denen die Kirche durch den Tod mehrerer ihrer Diener im letzten Jahre betroffen worden sei. Er forderte die Anwesenden auf, ihnen ein freundliches Andenken zu wahren und sich von ihren Sitzen zu erheben, was geschah. Sodann erteilte er das Wort den Architekten Hofmann-Herborn, der das Referat übernommen und sich das Thema „Ratschläge für den Bau und die Wiederherstellung von Kirchen" gewählt hatte. .Der Referent betonte, ehe er zum eigentlichen Gegenstand seiner Ausführungen überging, daß es ihm darum zu Ihiln sei, einzelne Grundlinien klar zu legen. Was er bieten »volle, seien Erfahrungen „aus der Praxis für die Praxis". Er wolle zunächst sprechen über die Erhaltung der Kirchen, um dann zur Wiederherstellungsfrage und zu den Kirchenneubauten überzugehen. Tie .Kirche der Gegenwart wolle eine würdige Versammlungs- stätte der Gemeinde sein. Schon das bedingte, abgesehen davon, daß sie ein Baudenkmal sei, ihre würdige und geordnete Instandhaltung. Jede Kirche müßte deshalb mindestens einmal im Jahre in allen ihren Teilen gründlich untersucht werden, damit die vorhandenen Mängel sachgemäß beseitigt werden könnten. — Redner geht sodann zur Wiederherstellungsfrage über. Man höre ost, daß der einstige Wert der Kirchen als Denkmäler durch Eintreten Don Baufälligkeit herabgemindert oder gar geschwunden sei. Zu diesen Denkmälern seien vor allem die Dorfkirchen zu rechnen. Ta sei es nötig, zur rechten Zeit einzugreifen, Dicht sofort durch Neubauten, sondern durch Umbau. Bei einem solchen Umbau habe die Gemeinde die Pflicht, die in der Bauart verkörperte Ueberlieferung, die baugeschichtlichen Urkunden früherer Zeit zu achten und zu wahren. Und auch der mitwirkende Baumeister müsse sein eigenes Interesse hintansetzen und ein reiches Maß von Anpassung/ vermögen und Selbstbeschränkung in sich vereinigen. Be stimmte Regeln ließen sich für Umbauten nicht aufstellen. Vielmehr sei von Fall zu Fall zu erwägen, wie verfahren werden müsse. — Redner legt eine Anzahl von Plänen für solche Umbauten, die er zum Teil danach ausgeführt hat, vor. Er zeigt daran, wie er vorgegangen sei, um den Charakter des ursprünglichen Baus zu ivahren, und geht sodann zu dem 3. Punkt seines Vortrages, dem Neubau von Kirchen, über. Aus dem Gesagten gehe schon hervor, daß man der Frage von Neubauten nur in dringenden Fällen näher treten dürfe. Für eine Neuausführung empfehle sich folgender Geschäftsgang: 1) Wahl eines Bau achverständigen, 2) Wahl der Baustelle und Aufstellung eines gestimmten Bauprogramms, 3) Ausarbeitung der Pläne, 4) Bauausführung selbst unter strenger Berücksichtigung aller örtlichen Verhältnisse. Bei dem 2. Punkt sollte man weniger auf symmetrische Grundgestaltung, als auf eine vorteilhafte Lage sehen Bei der Ausarbeitung des Programms empfehle es sich, zunächst einen Dorentwurf aufzustellen, der eine sichere Basis bilde. Besonders empfehlenswert sei es, Hand in Hand mit dem Bauherrn zu gehen, und sich nicht blos nach der eigenen architektonischen Meinung zu rechten. Ter Architekt müsse mit vollem Ver- tändnis die Wünsche des Bauherrn zu verkörpern suchen. Deshalb sei es eine Härte, bestimmte Anordnungen (z. B. das Eisenacher Kirchenregulativ) auf jede Aufgabe zu übertragen. • Man sollte alle Anschauungen zu ihrem Rechte kommen lassen und Erfahrungen sammeln, im einzelnen Fall aber nur nach den örtlichen Verhältnissen handeln. Bei der Wahl des Baumaterials müsse man schon aus wirtschaftlichen Gründen dem heimischen Material den Vorzug geben, aber auch aus künstlerischen Gründen. Und gerade Oberhessen sei überaus reich an geeigneten Baumaterialien. Reicher Beifall lohnte den Redner. Prälat Habicht sprach ihm den Dank der Versammlung aus. An den Vortrag chloß sich eine lebhafte Debatte, nach der sich die Teilnehmer an der Konferenz zu einem Festessen in Steins Saalbau vereinigten. Vermischter. * Mußbach, 31. Juli. Gestern abend gegen 9 Uhr brach, wie die „Pfälz. Rundsch." meldet, in dein Anwesen des Manufakturwarenhändler Etnil Stein hier ein B r a n d aus, der sich mit rasender Schnelligkeit über die Anwesen der Winzer Hiller-, Bucyert und Kurz, die alle reich- lich mit Heu und Stroh gefüllt waren, verbreitete. Auch die Synagoge wurde von den Flammen erfaßt und bis auf die Umfassungsmauern eingeäschert. Diesem Großfeuer ielen also 5 Gebäude zum Opfer, und 3 Nachbarhäuser wurden schwer beschädigt. Die Neustadter und Gimmel- dinger Feuerwehren wurden um Hilfe angerufen. Bei den Rettungsarbeiten fiel ein Feuerwehrmann, Namens Bayer, aus Neustadt vom Dache der Süddeutschen Metallwaren- abrik herab und zog sich lebensgefährliche Verletzungen am Kopfe zu- Eine spätere Meldung besagt: es brannten im ganzen zehn Wohnhäuser und eine Scheune, sowie die Synagoge ab. Vier Feuerwehrleute sind verunglückt. * Straßburg, 31. Juli. Wie zuverlässig verlautet, traf gestern ein Kriegsgericht aus Straßburg auf Schloß Oberweiler ein, um den Baron Stietencron, welcher als Landwehroffizier dem Kriegsgericht des 15. Armeekorps untersteht, zu vernehmen. Stietencron soll ein umfassendes Geständnis abgelegt haben. Er wird zur Wiederher- 'tellung seines Armes in einem Zimmer seines Schlosses, dessen Zugänge von Polizisten überwacht sind, interniert. * Rom, 31. Juli. Ein leichter Erdstoß wurde heute früh 11 einhalb Uhr hier sowie in Velletri, Cassino und Roccadipapa verspürt; stärker wurde der Erdstoß gleichzeitig in Avezzano wahrgenommen. Schaden ist nicht entstanden. In Rom wurde nachmittags 1 einhalb Uhr nochmals eine leichtere Erderschütterung gespürt. (Bat)ern). Es ist dies der Gauner, der am 25. Oktober vorigen Jahres hier im Gasthaus „Zum Dom", dem Dienstmädchen M. Sch. 15 Mark und einen Ring stahl. Bei seiner Verhaftung trug er, außer gefälschten Papieren, eine Menge Schlüssel, Dietriche, ein Stemmeisen, Talglickfler und andere Diebswerkzeuge bei sich. Man hat es zweifellos mit einem gefährlichen Burschen zu thun, wofür auch, seine erheblichen bisherigen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen sprechen. Der Angeklagte leugnet mit größter Frechheit und will dem Gericht ein Märchen von dem Reisenden, „den er nur auffuchen wollte", erzählen. T-a er sich im wiederholtes Rückfall befindet, erhält er 4 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. „S t e r n b e r g a f f a i r en ." Im weiteren Verlaufe der Aburteilungen im sogenannten Kölner Sternbergprozetz verurteilte das Gericht den 36 jährigen verheirateten Lagerarbeiter Candre aus Luxemburg tvegen Vornahme scheußlicher Sittlichkeitsverbrechen mit einem 12 jährigen Mädchen zu 18 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Der Unmensch war dem Kinde nachgegangen, hatte es nach einem einsamen Platze geschleppt und dort mit Dotstechen bedroht, wenn^ es ihm nicht zu Willen sei. — Mit der A a ch e n e r Sternbergaffaire steht, nrie aus Aachen berichtet wird, in Zusammenhang eine Strafsache, die vor der dortigen Strafkammer ihre Erledigung fand. Der 77jährige, nicht vorbestrafte Rentner und frühere Konditor W. Flecken hatte sich mit der aus der Sternbergaffaire bekannten Sophia Odekerken sowie noch drei anderen Schulkindern vergangen. Mit Rücksicht auf seine bisherige Unbescholtenheit und sein hohes Alter verurteilte ihn das Gericht zu sieben Monaten Gefängnis. Universitäts-Nachrichten. Die Stenographie an den Handelshochschulen in Deutschland. An der neugegründeten Handelshochschule in Köln ist auch der Unterricht in der Stenographie eingeführt worden und zwar grundsätzlich nach den beiden Systemen von Gabelsberger und Sdolze-Schrey. Die Handelshochschulen in Leipzig und Aachen erteilen stenographischen Unterricht nur nach Gabelsberger. Meratur, Wissenschaft und Kunst. Santos-Dumonts dritter Aufstieg, den er am Montag nachmittag unternahm, ist mißglückt. Der Motor eines Ballons hatte sich nach wenigen Minuten so heiß gelaufen, daß Santos-Dumont den Versuch, den Eiffelturm zu umsegeln und den Deutsch-Preis von 100 000 Franks zu gewinnen, aufgab. Auch mit dem Ballon schien nicht alles in Ordnung zu sein, er rollte wie ein Schiff auf See. Trotz Auswerfens von Ballast wollte er nicht steigen, sodaß das Schleppseil sich in den Giebelverzierungen des Totalisators der Rennbahn von Longchamps verfing und das Luftschiff mehrere Minuten lang in einen Fesselballon verwandelt war. Die ganze Fahrt dauerte nur 15 Minuten. Uebrigens gehorchte der Ballon dem Steuer vortrefflich. Auf dem Eiffelturm war eine große Gesell- schaslt, darunter viele Amerikaner, versammelt, die um das erwartete Vergnügen betrogen wurde. Arbeiterbewegung. Krefeld, 31. Juli. Den Arbeitern der hiesigen Sammetfabriken ist erklärt, daß die Arbeitszeit um die Hälslte verkürzt werden müsse, wenn der Ausstand der Sammetscherer noch einige Tage andauere. Die „Krefelder Ztg." fügt hinzu, wenn der Ausstand länger anhalte, sei die Schließung sämtlicher Sammetfabriken unvermeidlich». Paris, 31. Juli. Wie die Blätter melden, haben in Rvmilly (Departement Eure) ausständige Glasarbeiter den Direktor ihrer Fabrik aus dem Bureau geschleppt und von ihm unter der Drohung, ihn in einen glühenden Schmelzofen zu werfen, die Zusage einer Lohn-, erhöhung erzwungen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Beerfelden, 30. Juli. Ein großer Pferde-, Fohlen- und Zuchtvieh markt, der erste in seiner Art, wurde gestern hier abgehalten. Die zugetriebenen Tiere boten in Bezug auf Zahl und Schönheit Nennenswertes. Sehr zahlreich erfolgten Prämiierungen von Pferden, Rindvieh, Schweinen und auch Ziegen; annähernd 1000 Mark gelangten insgesamt zur Verteilung. Dieser Markt soll künftig in ähnlicher Weise jährlich einmal stattfinden. Ferner besteht hier die Ansicht, um die Krämermärkte zu heben, diese jedesmal mit einem Viehmarkt zu verbinden. Kassel, 31. Juli. Heute fand in dem Konkurse über das Vermögen des Aufsichtsrats de^Trebertrocknungsgesell- schaft, die Gläubigerversammlung statt. Nach dem Bericht des Konkursverwalters, Rechtsanwalts Weis, ist die Sachlage noch nicht geklärt. Angemeldet ist seitens der Treber - trocknungsgesellschaft eine Forderung von 50 Millionen Mk. Der Gläubigerausschuß und der Konkursverwalter wurden bestätigt. Zum Konkurs der Kasseler Trebertrocknungsgesell- schaft. Ter Aktienbesitz des Vorstandes der Aktien-Gesell- schast für Trebertrocknung ist folgender: Direktor Schmidt 134, die Aufsichtsräte Hermann Sumpf-Kassel 278, Arnold Sumpf-Greifswald 278, Schulze-Dellwig-Sölde 133, Otto- Dortmund 139, Richard Schlegel-Cuxhaven 44 Stück', zusammen 1000 Stück gleich nominal 1 Million Mark. Nürnberg, 31. Juli. Wie dem „Fränk. Kur." aus unterrichteten Kreisen mitgeteilt wird, werden T-arlegungen, welche von der Direktion und dem Auffichtsrat der Schuckert-Gesellschaft zur Aufklärung ihrer Aktionäre veröffentlicht werden, in der allernächsten Zeit ausgegeben werden. Insolvenz. Tie Holzdestillatwnsges. Kaßza, ein Tochterunternehmen der Kasseler Trebergesellschaft, Hai den Konkurs angemeldet. Die Gesellschaft umfaßt drei Anlagen, nämlich in Putna und Moldawitza (Bukowina) und Jllava (Trencsiner Komitat). Die Gesellschaft machte, wie sich unsere Leser erinnern werden, anfangs dieses Jahres viel von sich reden, und zwar im Zusammenhang mit einem Prozeß wegen eines .Holzlieferungsvertrages mit dem Baron Popper in Budapest. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft Kaßza ging laut Beschluß der letzten Generalversammlung der Trebergesellschaft für 714 000 Mk. neue Treberaktien an das Kasseler Unternehmen über. Srieskasten der Redaktion. An die Etammlischbrüder vom „Wiener Hof*. Vor Jahresfrist und länget* stritt man fich, ob daS 20. Jahrhundert mit dem Jahre 1900 oder mit dem Jahre 1901 beginne. Die da meinten, e» beginne mit 1900, die rechneten ein ganze» Jahr Noll. Nun gut, so rechnen wir der Abwechselung halber auch einmal nur einen Monat Null, nämlich den Januar. Folglich war der letzte Monat diese» Jahre» der Februar, der heutige Tag also der erste Tag be» siebenten Monat», also der 1. Juli. Wenn Sie ander» rechnen, dann können wir Ihnen nur versichern, daß wir für gewöhnlich da» auch thun. Neueste Meldungen. Berlin, 1. Aug. Jrn Neuen königlichen Opernhause ereignete sich bei der Vorstellung des dort gastierende» Tsianon-Theaters ein Unfall. Die Primadonna Toreno brach ohnmächtig zusammen während des Duetts des Marquis und der Marquise mitten im Gesänge. Die Sängerin erholte sich bald wieder. London, 31. Juli. Der ..Time»- wird auS Buenos- Aires von gestern gemeldet: Der Wert der Einfuhr im ersten Halbjahr 1901 zeigt eine Zunahme von 18 000, der Wert der Ausfuhr eine Zunahme von 730 000 Pfund gegenüber dem ersten Halbjahr 1900. Pittsbnrg, 31. Juli. Die heutige Versammlung deS Ausschußes der Amalgamiertenstahl - Arbeiter vertagte sich nachmittags um 6 Uhr auf morgen. Soweit bekannt geworden, ist die Lage unverändert. Cadix, 31. Juli. An dem Bankett, daS der Prinz Heinrich den Behörden von Cadix veranstaltete, nahmen der Militärgouvernenr von Cadix, der Präfekt, der Hafen- tommanbant und der Bürgermeister teil. Der Generalkapttän konnte Unwohlseins halber nicht erscheinen. Prinz Heinrich brachte einen Trinkspruch auf die Vertreter der Behörde» aus, welche für die ihnen erwiesene Aufmerksamkeit dankten. Nach dem Bankett wohnten die Eiugeladenen einigen SchiffS- manövern bei. Ney-York, 31. Juli. (Reuter.) Der Generalkonsul vo» Venezuela erklärt, er habe gestern von dem venezuelanischen Minister des Aeußern ein Telegramm erhalten, welches besage, alle» ginge gut, daS Land sei ruhig. Gerichtsfaal. Wetzlar, 31. Juli. Die Strafkammer beschäftigte sich heute mit einer Anklage wegen Diebstahls gegen den dreißig jährigen Schneider Georg Laibacher von Kotzenaurach Couverts mit $irma billigst vrühllche Untoerfttäts-Drutferei. ÖJleine Mansardenwohnung zu vermieten Wolfftraße 10. 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