Nr. 102 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 2. Mai 1901 täglich ’jit M Montags Mt Familien HttNi »erdeo dem An- ** i* B<*kl mit „Heff. •w****" **b „Blätter Ur hiß. Uchttrkunde" vier, »al nBchmtlich beigeiegt. »eigen r6< ben linenben GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Vkjvqrpreir viertel fätztt Mk. 2.20, monatl. 75 W. mit Brmgerlohn; durch iS» Abholestellen vierteljätztt. Mk. 1.90, monatl. 65 'M». Bei Postbezug oirrtclHMt Mk. 2.00 ohne Bestell-.» Wk 8n|tUtn:Btnnitiiee* fttflen bei In- und IIuSImw» nctjuirn «nötigen für bee •tefctMtr Mutiger titMMi 8etlcn»rebe lokal 11 Mi* iuMrM io Ptg. Adresse für Depeschm»l Anzeiger Gieße». Fernsprechanschluß Kt.M. ' Amtlicher Heil. Einladung zur 584. ordentlichen Oeueral Versammlung befl La»deSpferdezucht°BereinS im Großherzogtum Hessen, am Sonntag, dem 12. Mai 1901, nachmittags 3 Uhr, zn Friedberg im „Hotel Trapp". TageSordnnng. 1. Bericht des Vorstandes über die Wirksamkeit des Vereins im Jahre 1900. 2. Vorlage der JahreS-Rechnung nnd Entlastung des Schatzmeisters. 3. Ergänzungswahl im AnSschnß. 4. Revision der Statuten nnd Erwerbung der Rechtsfähigkeit für den Verein. 5. Fohlenimport im Jahre 1901 und Wahl der Mitglieder der Ankaufs Kommissionen. 6. Stutenkörung im Jahre 1901. Referent: Herr Landstallmeister v. Willich. 7. Ueber die Fohlenweide Merlau. Referent: Herr Oekonomierat Leithiger. 8. Antrag der Züchter-Vereinigung: „RheinhesfischeS Stutbuch", betr.: Einfuhr von Sangfohlen und älteren ©inten ans dem Rheinlande unter denselben Vergünstigungen, wie bei der Fohlen«Einfuhr aus Oldenburg und Belgien. Darmstadt, den 1. Mai 1901. Der Präsident: v. Westerweller. Bekanntmachung. Die landw. HauShaltungSschule zu Lindheim beginnt ihren 2. diesjährigen bmonatlichen LehrknrfuS Montag, den 1. Juli. Die Schule hat die Aufgabe, junge Mädchen zur Führung einer wohlgeordneten, einfachen bürgerlichen Haushaltnng vorzubereiten. Gegenstände des Unterrichts sind: Hauswirtschaft und Milchwirtschaft, Gemüsebau, Obst- verwertnng, Gesundheils- und Ernährungslehre, Krankenpflege, Rechnen, Abfaffung von Aufsätzen und Briefen, Buchführung, sowie weibliche Handarbeiten. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und wird der Gesang gepflegt. Die Schule besitzt einen Garten beim Hause, eigene Molkerei und Geflügelhaltung. Die unmittelbare Leitung der Anstalt untersteht einer Vorsteherin (Hausmutter) und einer Assistentin (Jndustrie- lehrerin.) Sowohl diese als die Mädchen wohnen im Anstaltsgebäude. Für Unterricht und Logis sind 20 Mk. pro lkursuS und für Kost und Verpflegung 1 Mk. pro Tag zu entrichten. Außerdem find nur noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. Ausführliche Programme, ans denen das Nähere über die Anmeldungen, die möglichst frühzeitig erbeten werden, zu ersehen ist, find von dem Unterzeichneten, sowie von Herrn Oberamtmann Westernacher zu Lindheim erhältlich. Büdingen, den 15. April 1901. Der Vorsitzende des landw. Bezirksvereins. Jrle, Großh. Kreisrat. Die Memoiren von Albert DreyfuS die heute, am 1. Mai, in allen Weltsprachen erschienen sind, und in denen jener vielgenannte Märtyrer selbst fünf leidensvolle Jahre seines Lebens uns erzählt, enthalten eine Anzahl Partien, die man nicht ohne Mitgefühl lesen wird. Furchtbarer, als die Steinwürfe in Xia Rochelle, ärger als die eisernen Bügel, in die man seine Füße steckte, schmerzte Treysas die Trennung von seiner Familie, die Sorge um .seine Frau, um seine Kinder, der Gedanke an die seelischen Qualen, die seine Gattin erdulden mußte. In allen den Briefen, Aufzeichnungen, Tagebuch-Blättern, die wir zu einem stattlichen Bande vereinigt vor uns erblicken, tritt der Familiensinn des Märtyrers von der Teufelsinsel zutage. Er ist es, der ihn in seinen Leiden aufrecht erhält, er giebt ihm den Mut, sich immer wieder von neuem zu erheben, wenn ihn seine Qual zu Boden zu drücken droht. .... Ich darf nicht sterben, bevor ich die Ehre meiner Kinder wiederhergestellt habe, so klingt es wieder und immer wieder durch die Memoiren. Und eine große Entschlossenheit bemerken wir bei Dreyfus' Gattin, der mutigen Lucie tzadaward. Wir entnehmen dem heute zur Ausgabe gelangten Buche nachfolgende Schilderungen und Briefe von Dreyfus: Während meines Aufenthaltes auf der Insel Re wurde ich jedesmal ausgezogen und untersucht, wenn ich von dem Spaziergang zurückkam, den ich auf dem eingezäunten Platz vor meiner Zrile machen durfte. Dieser Hof war von allen Gebäuden und Höfen, welche zum Gefängnis gehörten, durch eine hohe Mauer streng isoliert; die Thüre, die hinein führte, wurde nur in dienstlicher Angelegenheit geöffnet. Wenn ich spazieren ging, so bildeten alle Wächter der Mauer entlang Spalier. Die Briefe, die ich in dieser Zeit mit meiner Frau wechselte, geben unsere damaligen Empfindungen wieder. Es sollen einige Auszüge daraus angeführt werden: Insel Re, 19. Januar 1895. Donnerstag Nacht hat man mich, aufgeweckt, um mich hierher zu bringen, wo ich erst gestern abend an langte. Ich will Dir nicht von meiner Reise erzählen, um Dir nicht das Herz zu zerreißen; aber das sollst Du wissen, daß ich den berechtigten Empörungsschrei eines Volkes gehört dem gegenüber, den es für einen Verräter, für den Elendesten der Elenden gehalten. Ich weiß nicht, ob ich noch ein Herz in der Brust habe. . . . Willst Du die Güte haben, beim Minister folgende Autorisation, die nur er erteilen kann, einzuholen oders einholen zu lassen: erstens die Bewilligung, daß ich an alle Glieder meiner Familie, Vater, 9)hittcr, Brüder, Schjwester schreiben darf; und zweitens, daß ich in meiner Zelle schreiben und arbeiten darf. . . . Gegenwärtig habe ich weder Papier, noch Feder, noch Tinte! Man übergiebt mir nur das eine Blatt, auf welchem ich schreibe, dann nimmt man mir Feder und Tinte wieder weg. Dann möchte ich Dir noch ans Herz legen, daß Du, bevor Du herkommst^ Dich mit allen nötigen Autorisationen für Deinen Besuch versiehst, daß Du um die Erlaubnis nachsuchst, mich umarmen zu dürfen usw. . . . Insel Re, 21. Januar 1895. Ms man mich kürzlich in La Rochelle verhöhnte, wäre ich am liebsten meinen Wärtern entflohen und hätte mich mit entblößter Brust jenen gegenüber gestellt, die mich zur Zielscheibe ihrer gerechten Entrüstung machten, und hätte zu ihnen gesprochen: „Beschimpft mich nicht, meine Seele, die Ihr ja nicht kennen könnt, ist frei von jedem Makel; wenn Ihr mich aber für schuldig haltet, hier habt Ihr meinen Leib, ich überliefere ihn Euch ohne Bedauern." Vielleicht hätte man dann, wenn ich in den heftigsten Qualen, während der Bitterkeit der körperlichen Marter- mit dem Rus: „Es lebe Frankreich, es lebe die Armee" hingesunken wäre, an meine Unschuld geglaubt. . . . Ich kenne nur zwei glückliche Augenblicke im Tag; sie sind herzlich kurz. Der eine: wenn man mir dieses Blatt bringt, damit ich an Dich schreiben kann, und ich ein paar Momente zubringe, mit Dir zu plaudern; der zweite, wenn man mir Deinen täglichen Brief übergiebt. . . . Ich wage nicht über die Kinder zu sprechen. Wenn ich ihre Photographieen ansehe, wenn ich ihre guten sanften Augen betrachte, steigt mir das Schluchten aus dem Herzen in die Kehle. . . . Insel Re, 23. Januar 1895. Ich erhalte Deine Briefe täglich, doch hat man mir noch keine Zeile von irgend einem andern Familienglied überbracht, und ich selber habe auch die Erlaubnis noch nicht, an sie zu schreiben. Seit Sonnabend schrieb ich, täglich an Dich, hoffentlich bist Du im Besitz meiner sämtlichen Briefe. . . . Wenn ich so denke, was ich vor wenigen Monaten noch war, und es mit meiner heutigen elenden Lage vergleiche, so überkommt mich, ich kann es nicht verhehlen, das Gefühl ttostlosester Schwäche, und ein erbitterter Zorn über die Ungerechttgkeit des Geschickes. Ich bin thatsächlich das Opfer des entsetzlichsten Rechtsirrtums in unserem Jahrhundert. Manchmal sttäubt sich mein Verstand dagegen, es zu glauben, und mir scheint, daß ich der Spielball einer furchtbaren Hallueination sei, und daß alles plötzlich zerstieben werde, ach, aber die Wirklichkeit um- giebt mich von allen Seiten. . . . Alfred. Von meiner Frau: Paris, 24. Januar 1895. Endlich habe ich einen Brief von Dir' Er ist erst heute früh in meine Hände gelangt, ich war außer mir vor Unruhe. Ich habe das Fetzchen Papier mit Thränen benetzt, es war doch etwas, was nach all diesen Tagen der Todesangst von Dir zu mir kam. Und dazu datieren die Nachrichten von. Dir schon vorn 19., dem Tage nach Deiner Ankunft, und ich erhalte sie erst am 24., also fünf Tage später. Was müssen das für hartherzige Menschen sein, die es über s ich bringen, zwei arme Wesen so zu quälen, die sich anbeten, die nichts weiter kennen, als grade, ehrliche Empfindungen, die kein anderes Ziel, keinen anderen Traum haben, als: den Schuldigen zu finden und ihren Namen, den Namen ihrer Kinder, den man ungerechterweise heruntergerissen, zu rehabilitieren . . . P a r i s, 27. Januar 1895. Heute früh erhielt ich Deinen lieben, guten Brief, er hat mir einen frohen Augenblick bereitet. Vergieb mir meine ersten, verzweifelten Briefe, ich war wirklich einen Moment völlig mutlos. Ich hatte keine Nachricht von Dir und war außer mir vor Besorgnis. Doch das ist nun vorbei, die Willenskraft hat die Oberhand gewonnen, ia, bin wieder kampfbereit und stark. Wir müssen alle beide am Leben bleiben, wir müssen Deine Rehabilitierung erlangen, es muß Licht werden. Wir dürfen erst sterben, wenn wir unsere Pflicht gethan, wenn unser Name von diesem Makel rein gewaschen ist. Dann wird das Glück zu uns zurückkehren, ich werde Dich so von ganzem Herzen lieben. Deine Kinder werden in ihrer Dankbarkeit Dich mit solcher Zärtlichkeit umgeben, daß die Erinnerung an Dein Leiden, wenn es auch entsetzlich gewesen, sich verwischen wird. Ich weiß ja schon, daß alle diese Worte Dir das gegenwärtige schreckliche Leid nicht fortnehmen können; oder Tu hast Deine Seelengröße, einen eisernen Willen, ein vollkommen freies Gewissen, und mit diesen Waffen mußt Tu widerstehen, müssen wir alle beide uns halten Rinnen.; Heute morgen unterhielt Pierre sich damit, alle Deine Photographieen zu betrachten, Dein Reiterbild, das Bild von der Reise, von Bourges. Er freute sich darüber, daß er sie dem Schwesterchen zeigen, und ihr aussührlicy alle Beobachtungen, die ihm durch den Kopf fuhren, darlegen konnte. Jeanne hörte ihm andächtig zu. . . Paris, 10. Februar 1895. Ich! habe mich wie ein Kind gefreut, als ich gestern abend die Erlaubnis erhielt, Dich zweimal wöchentlich zu besuchen. Endlich rückt der Augenblick näher, wo ich das unsägliche Glück haben werde, Dich an mein Herz zu drücken, und Dir durch meine Gegenwart neue Kräfte zu verleihen. Es thut mir in der Seele weh, daß Du meine Briefe nicht erhältst, ich habe es nicht einen Tag versäumt, mit Tir zu plaudern. Ich kann mir den Grund zu dieser Härte nicht erklären; unsere Briefe enthalten doch nur, was sich mit der strengsten Rechtlichkeit pereinbaren läßt, den Kummer über eine so unverdiente furchtbare Lage und die Hoffnung auf eine palbige Rehabilitierung. Lucie. Ein weiterer Artikel folgt. Deutscher Reichstag. »erlitt, 30. April. Am BundeSraisttsche btfinben sich die Staatssekretäre Graf Posadowsky und v. Niederding. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Beratung deS Gesetzentwurfs übet die privaten Versicherung- - Unter- nehmu nge». S 121 der KommtssionSfassung hebt die landeSrcchtlichen Vorschriften auf, welche den Abschluß von Feuerverficherungen von vorheriger polizeilicher Genehmigung abhängig machen, sowie dirjenigm Vorschriften, wodurch der mittelbare Abschluß von Feuerversicherungen mit solchen Vertretungen verboten wird, welche sich nicht im Staats« gebiete befinden, und berührt die Verpflichtungen, die nach dem Stand ojn 1901 den Feuerversicherungen der Bundesstaaten obliegen. Die Regierungsvorlage des $ 121 läßt die erwähnten landesrechtlichen Vor- schr»ften unberührt. Ein Antrag Richter zu S 121 will erstens den letzten Satz der Kommissionsfassung aufheben, zweitens einen Zusatz machen, wonach alle für den Betrieb von den Versicherungen zu ent« richtende Abgaben, sowie die Berechtigung zur Auferlegung solcher Abgaben aufgehoben wird. Abg. Gamp (Rp.) giebt dem Abg. Richter zu, daß die biS- berigen Zustände in Preußen vielfach für diejenigen ungünstig seien, welche einer Versicherung beitreten wollen. Dagegen sei die Präsentio- kontrolle aus dem platten Lande sehr günstig. Es sei unrecht, ganz auf die Kontrolle zu verzichten. Staatssekretär Gras PosadowSky schließt sich insofern dem Vorredner an, als an Nein en Orten die Polizei durär genaue Kenntnis der Verhältnisse sehr nützlich gegenüber den Versicherungen wirken könne. In diesem Sinne sei die Präsentivkontrolle eine wertvolle Waffe gegen Brandstiftung. Abg. Spahn (Zentrum) ist für die KommtssionSsaffung. Abg. Richter (srs. Vp.) bestreitet entschieden, daß nach der Fassung deS § 121 die Polizei daS Recht habe, die Giltigkeit des Versicherungsvertrages in Frage zu stellen und auf die Herabsetzung der Versicherungssumme zu dringen. Geheimrat Jecklin erörtert die Vorzüge der landwirtschaftlichen Präsentivkontrolle. Abg. Büsing (ntl.) hält es für einen Irrtum, daß die Präsen- liokontrolle eine Sicherheit gegen Brandstiftung bilde. Seine Partei stimme für die Kowmissionsbefchlüsse. Wünschenswert sei eine einheitliche Regelung der Besteuerung der Versicherungsgesellschaften. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Franken und Richter werden sämtliche Anträge abgelehnt und ■§ 121 in der KommisstonS- fassung angenommen. Abg. Richter (srs. Vp.) beantragt einen S 121a, der die doppelte Besteuerung der Policen beseitigen will, und sührt auS, dieser Antrag berühre nicht das Verhältnis der Landes- zur Reichsgesctzgebung, sondern soll einfach einem allgemein empfundenen Uebelstande abhelfen. Der Antrag wird abgelehnt. Der Rest des Gesetzes, sowie die Resolution der Kommission auf Vorlegung eines Gesetzes über die pnvLtrechtliche Sette des Versicherungswesens wird angenommen. ES folgt die dritte Beratung deS Gesetzentwurfs betreffend daS Urheberrecht in Verbindung mit der dritten Beratung des Gesetzes betreffend daS Verlagsrecht. Eine Anzahl der in der zweiten Lesung abgelehnten Anträge sind wieder eingebracht worden, darunter der Antrag betreffend die AuSdebnung der Schutzfrist auf 50 Jahre. Abg. Müller-Meiningen (fr. Vp.) meint, mit dem litterarischm Urheberrecht könne man zufrieden fein, waS aber die Werke der musikalischen Autoren betreffe, so habe sich der Reichstag Mühe gegeben, ein Gesetz gegen sie zu schaffen. Die Komponisten seien durch dieses Gesetz schlechter gestellt, als bisher. Abg. Oertel (kons.) meint, die Frage der Quellenangabe bei vermischten Zeitungsnachrichten sei wohl etwas ausgebouscht worden, ebenso die Frage der Verlängerung der Schutzfrist, obwohl er entschieden für letzteren eintrete. Die Bevorzugung der mechanischen Instrumente sei höchstens vom wirtschaftlichen Standpunkte zu verstehen, in sich sei sie nicht begründet. Ebenso wenig laffe sich logisch die Ausnahmestellung der Gefangv«reine verantworten. Seine Partei trete für die Verlängerung der Schutzftist ein, werde aber, auch wenn diese Bestimmung falle- doch für das Gesetz stimmen. Abg. Werner (Ref.) spricht seine Freude aus, daß die Schriftsteller, welche bisher ausgebeutet wurden, durch dieses Gesetz geschützt werden. Für die Komponisten thue das Gesetz zu wenig. Abg. Dietz (Soz.) erkennt die nicht unerheblichen Fortschritte der zweiten Lesung an. In der Frage der Schutzfrist sei seine Partei nach wie vor der Ansicht, daß 30 Jahre vollständig genügend seien. Seine Partei habe es auch für chre Pflicht gehalten, den Antrag, betr. Beseitigung des fliegenden Gerichtsstandes auch jetzt wieder einzubringen. In der Spezialdebatte werden S 1 bis 10 debattelos genehmigt. S 11 handelt von der Befugnis der Urheber. Abg. Rintelen (Centr.) beantragt hierzu einen Zusatz, daß die Urheber von Bühnenwerken oder von Werken der Tonkunst ausschließlich die Befugnis der Aufführung behalten, jedoch nur, wenn sich der Urheber auf dem Titelblatt das Recht dazu vorbehalten hat. Abg. Richter (fr. Bp.) beantragt, die $$11 und 27 miteinander zu verbinden. Unter Ablehnung aller Abänderungs-Anträge werden die $$ 11 und 27 in der Kommissionsfaffung angenommen. Weiterberatung morgen; auf der Tagesordnung steht noch die Beratung der Etat-Resolutionen. Schluß der Sitzung um 6V4 Uhr. Vermischter. * Herr v. Eickstedt. Der, wie mitgeteilt, wegen gewerbsmäßigen Glückspiels verhaftete Hans v. Eickstedt stand vor Jahren bei den Leib-Dragonern in Darmstadt und übernahm, nachdem er den Dienst quittiert hatte, das Familieugut Eickstedtwalde bei Pasewalk, das er in wenigen Jahren derart belastete, daß es ihm unmöglich wurde, es weiter zu halten. Ein Beweis für v. SickstedtS wirtschaftliche Tüchtigkeit ist der Umstand, daß er um eines der großen Anwesen einen Zaun schlagen ließ, der ihn fast 100,000 Mk. kostete. Nach Verlust seines Vermögens und Gutes und der Scheidung von seiner Frau machte v. E. dadurch von sich reden, daß er, um einen Druck auf seine früheren Schwieger eitern auszuüben und Geld zu erpressen, in Gemeinschaft mit seinem jüngeren Bruder BobiSlav, der schon wiederholt die Hin- und Rückreise über deu Ozean hatte antreten müffen, seine Kinder, die bet der Mutter in Wiesbaden erzogen wurden, auf offener Straße mit Gewalt zu entführen suchte. Bor sechs bis steben Jahren lebte v. E. bei einer Frau Beggerow in Berlin in der Kanonierstraße mit einer Dame der Halbwelt und bestritt seinen Lebensunterhalt durch Spielen in CafoS, wo ihm feine StandeSgenoffen ängstlich aus dem Wege gingen. * Zum Konitzer Mord. In der Synagoge und dem jüdischen Badehause zu Könitz wurden vergangene Nacht von unbekannten Thätern fiebzehn Fensterscheiben eingeworfen. * „Das ist mir Wurst, das ist mir Pipe.- Gewöhnlich erklärt man diese Redensarten so, daß man in „Wurst- und „Pfeife- typische Bezeichnungen für eine verachtete Kleinigkeit sieht; mau vergleicht Wendungen, wie „das ist Blech, Kohl, Mist, das ist mir Pomade-, für die jene Auffassung zutreffen mag. Aber „Wurst- und „Pfeifekönnen dergleichen verächtliche Dinge nicht bezeichnen, wenigstens nicht in den Kreisen, denen die Redensarten geläufig find. Vielmehr ist die Wurst, wie der Geh. Hofrat Prof. Dr. Otto Behaghel, der Germanist unserer Landes- Universität, in der „Zeitschrift für deutsche Wortforschung" ausführt, ein typisches Beispiel dafür, daß man in einer Sache so oder so verfahren kann: Denn die Wurst kann an der einen wie an der anderen Seite aufgehängt oder angeschnitten werden. Das Charakteristikum der „Pfeife" ist aber, daß man darauf pfeifen kann; also besagt „das ist mir Pipe" nichts anderes als: „Das ist ein Ding, worauf ich pfeife", ein bekannter Ausdruck der Mißachtung. * Paris, 29. April. Ins St. Germain-Spital wurde die zwanzigjährige bildschöne Schlossersgattin Dufour gebracht. Die Aerzte fanden an ihren Armen und Beinen stark entzündete Stellen. Die Patientin klagte über furchtbares Brennen, war aber nicht zu bewegen, die Krankengeschichte zu erzählen. Erst durch ihre Mutter wurde die Wahrheit bekannt. Wegen vermeintlicher Untreue fesselte Dufour seine Gattin bei den Armen und Beinen und injizierte ihr an mehreren Stellen Schwefelsäure. Dann drohte er sie zu erschießen, wenn sie den Spitalärzten nicht Selbstbeschädigung vorlüge. Dufour wurde verhaftet. * Ueber den künftigen „Prinzen von Rom" schreibt mau aus Rom: „Das erste Kind des ita- ljienischen Königspaares soll erst in einigen Wochen geboren werden, aber um den künftigen Weltbürger wird schon jetzt ein wahrer Legendenkreis gewoben. Französische Blätter haben sich in pikanter Weise mit der angeblichen Ammenwahl für den erwarteten KönigSsprößling beschäftigt. Die ganze Geschichte war frei erfunden und entbehrt jeder Unterlage, denn die Königin Elena ist fest entschlossen, ihr Kind selber zu stillen. Au Wiegen stehen dem kommenden KönigSkinde bereits zwej ganz prachtvolle zu Gebote. Die eine hat die Königin Margherita geschenkt, die andere die Stadt Rom. Diese zweite Wiege kostet 40,000 Lire. Sie ist aus eitel Silber, vielfach vergoldet, nach einem prachtvollen Entwurf des Bildhauers Senator Monteverde an. gefertigt. Auch die Namen des künftigen Prinzen — denn ein Prinz muß es unbedingt sein, die Geburt einer Prin zessin würde als Nationalunglück betrachtet werden — stehen bereits fest. * D'er Tabak in Marokko. Bekannt ist die große Borliebe aller Orientalen für das duftende Rauchkraut, von den Ufern des Gelben Meeres bis an den Senegal. Da zwischen liegt aber auch Marokko, und die dortigen Machthaber wußten mit dem Angenehmen auch das Nützliche insofern zu verbinden, als sie den Tabakverkauf zum Staats- Monopol erhoben. Gelangten da aber die Gelehrten deö Sultans Muley Haffan, die allda eine maßgebende Roll' spielen, eines schönen Tages zu der Ueberzeugung, besagter Tabak dürfte denn doch ein sündhaftes Kraut sein, beste Genuß den Gläubigen verboten werden müsse. Die bezügliche Koranstelle lautet nämlich nur allgemein: „Haram, fünb haft ist alles Berauschende" und diese Eigenschaft ist auch dem Nikotin ja keineswegs ganz abzusprechen. Sultan Muley Hassan schloß sich dieser Auslegung jener Koranworte an und erließ das Tabaksverbot. Damit mußte selbstverständlich aber auch das Staatsmonopol fein Ende nehmen. Auch wurden sämtliche Tabakvorräte in den RegierungS- magazinen ins Freie geschafft, reichlich mit Petroleum be gossen und feierlich zu Asche gebrannt. Dabei verbrannte i-in Wert von mehreren Millionen Francs. Es gab nun in Marokko keinen Rauchtabak mehr, denn für den Schnupftabak wurde ein Hinterthilrchen offen gelassen, und eine Prise als „Heilmittel gegen Kopfschmerz und benommene Sinne" statthaft erklärt. Damit waren aber die zahlreich int Lande Marokko lebenden Europäer keineswegs einverstanden, sou« der» wußten e5 durchzusetzen, daß seitens des Sultans die Einfuhr von Tabak und Cigarren „für den Privatgebrauch der Ausländer-wieder gestattet wurde. Für einen im Reiche behördlich verbotenen Artikel konnte es nun auch keine Rubrik imZZolltarif geben, sodaß er einfach abgabenfrei ins Land kam. Der „Privatverbrauch der Ausländer" steigerte sich jedoch von Tag zu Tag, indem die Marrokkaner, die mit der neuen Koranauslegung nicht einverstanden waren, selbst auch wieder tüchtig mit zu rauchen anfingen, sodaß im Lande nun wieder ebensoviel Tabak verbraucht wird, wie früher zur Zeit deS Monopols. Jahresversammlung des hesfischeu Pfarrvereius. -k. Friedberg, 30. April. I. Im Hotel Trapp wurde heute die 11. Jahresversammlung des hessischen Pfarrvereins von dem Vorsitzenden, Pfarrer Schrimpf-Butzbach, durch eine Ansprache über Phil. 3, 12—14 und Gebet bei starker Beteiligung eröffnet. In seinem Jahresbericht geht der Vorsitzende 'besonders ein auf die Thätigkeit des Vorstandes im vergangenen Jahre, gedenkt der sieben verstorbenen Mitglieder, deren Erinnerung durch Erheben von feiten der Versammlung geehrt wurde, erwähnt kurz die glücklich gelöste Totenfestangelegenheit, sowie das zu aller Zufriedenheit zu stände gekommene Gehaltsgesetz, das, wenn auch nicht das gleiche Einkommen wie den mit gleicher Vorbildung ausgerüsteten Staatsbeamten, aber doch ein solches zusichert, das den vorhandenen Bedürfnissen entspricht. Der Schriftleiter des Kirchenblattes, Pfarrer Fr i t s ch - Ruppertsburg, kommt auf all die Fragen zu sprechen, die im .letzten Jahre das Kirchenblatt und durch dasselbe den gesamten ffarrstand beschäftigten. Dem Schriftleiter wird ein- timmig auch für das nächste Jahr dieses Amt übertragen. Die Rechnungsablage erstattet der Vereinsrechner Pfarrer Röschen-Freienseen. Wegen großer einmaliger Ausgaben schließt die Rechnung mit einem kleinen Deficit ab. Auch der Rechner wird weiterhin die Vereinskasse führen. Nach Antrag des Rechners wird eine Kommission vorgeschlagen, die die Rechnungen des Vereins, der Sterbe- und der Hilfskasse nach der technischen Seite hin zu prüfen hat. Ter Schriftleiter macht die Mitteilung, jedem Mitglied foll ein stenographischer Bericht über die letzten Shnodalverhandlungen, in denen die Totenfestangelegen- heit und das Gehaltsgesetz zur Beratung standen, gegen )en Preis von 75 Pfg. eingehändigt werden, wodurch auch zugleich das Defizit könnte gedeckt werden. Daraufhin tehen zwei Anträge von Nebel-Laubach zur Beratung; sie lauten: 1) Tie Hauptversammlung wolle den Vorstand des Pfarrvereins beauftragen, beim Großh. Oberkonfistorium und der Landessynode die Neuregelung des geistlichen Bauwesens erneut in Anregung zu bringen. 2) Ter Vorstand wird beauftragt, beim Großh. Oberkonfistorium und der Landessynode zu beantragen, daß gesetzliche Garantien ge- chaffen werden, welche unwürdigere Präsentatoren die Ausübung dieses Rechtes entzieht, zugleich wird die Erwartung ausgesprochen, daß diejenigen Mitglieder des Pfarrvereins, welche der Landessynode angehären, dieser Angelegenheit ihre Aufmerksamkeit schenken. Beide Anträge werden einstimmig angenommen. Tas .Hauptreferat des Tages hat Pfarrer März-Albig über das Thema: „Sonntagsheiligungin Nheinhesse n". Ter Redner entwirft in anschaulicher Weise das Bild eines rheinischen Sonntags auf dem Lande zur Zeit der Ernte und der Weinlese, erörtert die Schäden, die die vielen Feste in geistlicher, sozialer, wirtschaftlicher und gesundheitlicher Beziehung bringen, kommt auf die vielen Vereine zu sprechen. An den Vortrag, der mit großer Aufmerksamkeit angehört und unter starkem Beifall ausgenommen wurde, schließt sich eine lebhafte Debatte, die zu dem Ergebnis ührt, daß der Antrag angenommen wurde: „Die Versammlung nimmt die Anregung des Referenten dankend an und wünscht, daß der Vortrag im Kirchenblatt erscheint." Zugleich wird eine aus vier Mitgliedern bestehende Kommission erwählt, die die Bearbeitung der Frage energisch betreiben soll. Verschiedene Begrüßungen waren eingelaufen, worunter diejenige des Geh. Kirchenrats T. Tiegel, des treuen Lehrers der meisten Anwesenden, dankbar ausgenommen wurde. Auf heute abend ist eine öffentliche Versammlung im großen oaale des Hotel Trapp vorgesehen, in der unter Mitwirkung des Musikvereins verschiedene Vorträge gehalten werden. Aus Stadt und Land. Gießen, den 1. Mai 1901. • • Personal-Nachrichten. Mit Ermächtigung deS Großherzogs wurden seitens des Ministeriums des Innern mit der Versetzung der Stelle eines Assistenten bei der Großh. Gewerbeinspektion Darmstadt der Betriebsingenieur Dr. Heinrich Müller ans Oppenheim, bei der Großh. Gewerbe Inspektion Offenbach der Maschineningenieur Karl Schwei- ckert aus Alzey und bei der Großh. Gewerbeinspektion Gießen der Betriebsingenieur Dr. Wilhelm Schneider aus Butzbach beauftragt. — Der Großherzog hat den Stationsassistenten bei der Main-Neckar-Eisenbahn Karl Andrea« auf fein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt und ihm die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Hessische Handelshochschule. Von Darmstadt aus geht uns ein größeres Schriftstück zu, das „Begründung und Antrag der wirtschaftlichen Korporation Darmstadts behufs der Errichtung und Angliederung an die Technischen Hochschulen" enthält. Wir begnügen uns damit, die Schlußworte mitzuteilen, die darauf hinaus- lanfen, daß die Großh. Regierung und die Landstände beider Kammern ersucht werden, Schritte einzuleiten, die bewirken, „daß die alsbaldige Errichtung einer Hessischen Handelshochschule, im Anschluß an die Technische 5?ochschule Darmstadts, — als derjenigen höheren Lehranstalt, an welcher die Angliederung am wirkungsvollsten und unter den niedrigsten finanziellen Opfern vollzogen werden kann — beschlossen und ausgeführt werde". § Butzbach, 1. Mai. Heute vormittag verließ das hiesige Bataillon unsere Stadt, um sich zu den großen Uebungen im Griesheimer Lager bei Darmstadt zu begeben. — Gegenwärtig ist man an dem Wiederaufbau eines durch den Brand zerstörten Teils der Küchel'scheu Ockerfabrik beschäftigt. — In dem benachbarten Pohl-GönS wird nächstens mit dem Bau eines Rathauses begonnen, besten Einrichtung schon längst ein dringendss Bedürfnis ist. W. Bad-Nauheim, 30. April. Gestern wurde hier die F r ü h j a h r S v e r s a m m l u u g d e r L e h r e r des Kon ferenzbezirks Friedberg unter dem Vorsitz des Kreisschulinspektors Süß abgehalten. Nach Bekanntmachung der Veränderungen in der Besetzung der Stellen und der Neu errichtung von solchen, sowie der Erledigung einiger dienstlicher Angelegenheiten erhielt Lehrer Fleischhauer von Rödgen das Wort über das Thema: „Jugendbibliothek" zu referieren. In eingehendster Weise verbreitete er sich über deren Zweck, Anforderung und Organisation. In der Diskussion zeigte es sich, daß man mit den Ausführungen einverstanden war. Es wurde noch zur leichteren Orientierung auf diesem Gebiet der Litteratur auf die von einzelnen Vereinen und Firmen herausgegebenen Verzeichnisse guter Jugendschriften hingewiesen. Nunmehr ergriff der Kreis cr^tx Medizinalrat Dr. Matthias, das Wort, um einen längeren Vortrag über Schülererkrankungen zu halten. Um 1 Uhr wurde die Konferenz, die so viel Anregendes und Belehrendes geboten hatte, geschlossen. W. Reichelsheim i. d. W., 30. April. Am letzten Sonntag hielt hier der B i e n e n zü cht e r v e r e i n für Reichelsheim und Umgegend eine Versammlung ab, in der die verschiedenen Komitees ernannt wurden, die bei der Wander-Versammlung des Oberhessischen Bienenzüchtervereins, die bekanntlich am 15. und 16. September d. I. hier stattfindet, thätig sein sollen. W. Staden, 30. April. In einer Sitzung des Orts- und Schulvorstandes, an der von der Kreisschulkommission Friedberg die Herren Kreisrat Geh. Rat Tr. Brade n und Schulinspektor Süß, sowie Baurat Schnitzel teil- nahmen, wurde beschlossen, hier eine zweite Schulte l l e zu errichten. Ein neuer Schulsaal mit Wohnung wird später erbaut werden. Gerichtsstml. Könitz, 30. April. Der Rechtsanwalt und Notar Dr. Karl Willutzki nu8 Flatow wurde von der Strafkammer wegen zahlreicher Unterschlagungen unter Wegfall der gegen ihn berdts erkannten Gefängnisstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Mainz, 30. April. Der 20jährige Arbeiter Eugen Wolff wurde von der Strafkammer wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hat in einer Backsteinfabrik in Herrnsheim bei Worms gelegenttich eines Gespräches über die Kaiserfamikie eine unbesonnene Aeußerung gethan und ist von seinen Arbeitsgenoffen angezeigt worden. Spork. Hundesport. Man bittet uns folgendes zu veröffentlich«: Eine freudige Ueberraschung wurde dem „Verein zur Züchtung reiner Hunderaffen" in Gießen zu Teil, indem sein Mitglied Herr C. R. mit seinem deutschen Kurzhaar-Vorstehhvnd beim Klub Kurzhaar „Derby West" in Niedermendig den ersten Preis (Mk. 50ü), sowie Ehrenpreis des Klubs Kurzhaar errang. Außerdem wurde ihm auch der Züchterpreis im Betrage von Mk. 100 zuerkannt. .. GCmstigerGelegenheitskauffürGardinen ffX V0U Pfingsten bedeutende Preisermässigung auf sämtliche ^ongressstoffe, Vitragen und. Rouleaus. Grosser Posten von 500 Fenster nngepnsste Gardinen in weiss und creme, bedeutend unter seitherigem Preis. Ecke Blockstrasse. Fritz Nowack. Ecke Blockstrasse. T!r™flT"Jr ^^äsche und Braut-Ausstattungen, __ KoSlIichblS äk TumteSWn Kun«, Form, F«brtk-Mart« und Bild gwohOtot < O.R.Pmtont A. L10804 ---- SipboD-fltE&thafl "VgXy* -V. W< WMM- §£/ 5 Jfc-. 5r7 Waschemit Lul’|,s Wasch- .Extract'. Sohle ' .- Tfre^erv - L. Sohle länger über die blendende Wäsche Ihrer Nachbarin, sondern versuchen Sie sofort Dr. Thompson’s Soßenpulver, Marke schwan, Wundern Sie sich niet und alle Freundinnen werden fortan Ihre schwanenweisse Wäsche bewundern. 3047 Hon veHemge es übersll! Continental Caoutchouc & Guttapercha Comp., Hannover. Für Fahrräder und Motorfahrzeuge die beste Bereifung. 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II. a) An die Musik (Schober), b) Die Taubenpost (Seidl), c) Fischer- weise (Schlechte), d) Alinde (Rochlitz) von Fr. Schubert. UI. a) Der Musikant (Eichendorff), b) Heimweh (Mörike), o) Auf ein altes Bild (Mörike), d) Denk es, o Seele (Möricke), e) Fuss- reise (Mörike) von Hugo Wolf. TV. a) Blondels Lied (Seidl), b) Freisinn (Goethe), o) Mit Myrthen und Rosen (Heine), d) Die beiden Grenadiere (Heine) von R. Schumann. 3126 Eintrittskarten zum Preise von 2 Mk. (Sperrsitze 3 Mk.) sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier zu haben. Vereinsmitglieder können gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte eine Sperrsitzkarte erhalten Karten für Studierende zum Preise von 1 Mk. s Rotwein S'Ä U empfiehlt 2507 0 Carl Retter Q Lindenplatz Ecke Wallthorstr. 2943] Ein möbl. Zimms^l verm. Bahnhofstraße 38, im Laden links. Steins Garten (Saalbau) Giessen Hotel-Restaurant und Pension. Besitzer: C. Stein. Grosser und kleiner Saal, separate Zimmer für Festlichkeiten. 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