Nr. 52 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Samstag 2. März 1901 Redaktion, Expedition und •rndrrrt Schnlftratze 7. Erscheint täglich mit Nu-uahme des Montags. Die Gießener Familien- Blätter werden dein 'An- yigrr im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätier fflr Hess Volkskunde" vier« »al wöchentlich br,gelegt, «»»ahme von ttnieiftn IM der na4mitt«g8 für den fclgenben Tag rrfchelnenden Rümmer b,s norm 10 Uhr Tddeftellnngen fpäteßen» efctnb» vorher MetzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezugspreis oierteljährl. Ml. 2.20, monatl. 75 Pfy. mit Drmgerlohn; durch tm Abholrstellen viertrlsährl. Mk. 1.90, monatl. 65 Bci Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld «de «nretaen-Bermirilun«»> stellen deS In- und BuSlandod nehmen Anzeigen für bce Vlehrnrr Anzeiger entgegen. ZritenprriS total 12 auöwärtt» 20 Pfg. Adreste sllr Depesche»; Anzeiger Gießen. Fernsprrchanschluß Nr. H. Amtlicher Feil. Bekanntmachung. Der landwirtschaftliche BezirkSverein will auch in diesem Jahre den gemeinschaftlichen Bezug von Saatkartosfel» auS fremde» Gegende» übernehmen. Es ist insbesondere beadfich. tigt, bte bcroäortcn Sorten: Professor Wohltmann, Professor Märker, Richters Imperator und Si lesia zu beziehen, aber auch, im Falle größerer Bestellungen, andere Sorten mitzubeschaffen. Bis jetzt sind angeboten Professor Wohltmann zu 4 Mk, Professor Märker zu 2 50 Mk, Richters Imperator zu 2.50 Mk. und Silefia zu 4 Mk. i Gentner. Es wird darauf Bedacht genommen werden, nur gesunde, gute Ware zu kaufen und die Lieferung bei frost freiem Wetter Ende März, spätestens erste Aprilwoche zu sichern: Die Bedingungen des Bezugs sind: 1. Bestellungen sind bis spätestens 10. März bei dem Unterzeichneten zu machen; 2. Bei Bestellungen von BereinSmitgliedern werden die Kosten des Eisenbahntransportes bis Gießen oder der nächsten Eisenbahnstation beS Be pellungSorteS bis zum Belauf einer Bestellung von 40 Mk. auf die BereinSkasie übernommen. Bei größeren Bestellungen haben die BereinSmitglieder die Transportkosten insoweit zu übernehmen, als die Bestellung den Betrag von 40 Mk. übersteigt; 3. Bestellungen von Landwirten, die nicht Mitglieder des Vereins find, werden ebenfalls übernommen; dieselben haben aber die Transportkosten zu vergüten. 4. Die Zahlung erfolgt bei Empfang; für Säcke ist 30 Pfg. pro Stück zu vergüten. Ich ersuche die Herren Bürgermeister, Vorstehendes als bald ortsüblich bekannt zu machen, die Bestellungen entgegen zunehmen, und bis spätestens 10. März an mich ein zusenden. Gießen, den 27. Februar 1901. Der Direktor des landwirtschaftlichen Bezirksvereins, v. Bechtold. Bekanntmachung. Der Ortsvorstand von Alsfeld beabsichtigt, mit dem am 29. Juli ds. IS. zu Alsfeld statlfindenden sogenannten »Prämienmarkte- eine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden. Großh. Ministerium deS Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Be dingung erteilt, daß nicht mehr als 10 000 Lose, zu 50 Pfg daS Stück, ausgegeben werden dürfen, und mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses auS dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Ober- Hessen gestattet worden. Gießen, den 27. Februar 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Deutscher Reichstag. Berlin, 28. Febr. Das Haus setzt die Beratung des Militär-Etats fort. Bei Titel „Militär-Justiz-Verwaltung" bemerkt Abg. Beckh-Coburg, daß die aus dem preußischen Mi- kitärgerichtswesen übernommene Figur des Gerichtsherrn dem Verfahren einen antiquarischen Anstrich gebe. Tie Befugnisse des Gerichtsherrn widersprechen den modernen Rechtsanschauungen. Die militärischen Interessen würden gegenüber den juristischen bevorzugt. Ungeheuerlich sei es, daß die Befugnisse des obersten Kriegsherrn der Bestätigung und der Strafmilderung auf den Gerichtsherrn übertragen werden können. Die Militärgerichts-Ordnung bedürfe dringend der Oeffentlichkeit. Es sei noch nicht festgestellt, vb im Mörchinger Fall die Oeffentlichkeit ausgeschlossen war oder nicht. Kriegsminister v. Goßler führt aus, er habe nicht geglaubt, daß die Militärstrafgerichtsordnung, nachdem sie erst ein Jahr besteht, schon einer so scharfen Kritik unterzogen werden würde. Die Beratungen der Reichstagskommission waren so eingehend, daß Zweifel eigentlich nicht bestehen könnten. Die Disziplin verlangt, daß auch im gerichtlichen Verfahren das Ansehen des Vorgesetzten gewahrt bleibt. In Bayern ging man früher noch viel weiter. Im Mörchinger Fall war die Oeffentlichkeit nicht ausgeschlossen, sondern nur bei einzelnen Vernehmungen. Im übrigen ist sowohl von dem Gerichtsherrn wie auch von dem Angeklagten Revision angemeldet. D?r Titel wird hieraus bewilligt. Bei dem Titel „Höhere Truppenbefehlshaber" wünscht Abg. Haußmann - Böblingen (Vp.) Abänderung der Dienstzeit für die Kavallerie. Das würde auch der Landwirtschaft nützen. Bei Kapitel „Geldverpflegung der Truppen" beantragt die Kommission einige Abstriche, ferner liegt eine Resolution des Abg. Grafen Carm er (kons.) vor, daß eine Prämie von 1000 Mark, welche die Unteroffiziere nach zuverlässiger Dienstzeit erhalten, im Falle des Wetterdienstes in Staatspapieren angelegt und dienstlich verwaltet werden solle. Abg. Paasche (nl.) empfiehlt eine Resolution bezüglich der (Ähöhung der Gehälter der Korps-Roßärzte und wünscht eine bessere Vorbildung derselben. Abg. M.üller-Sagan (frf. Vp.) beantragt, daß die Ober-Roßärzte in die Resolution mit eingefügt werben. Die Resolution wird in dieser Fassung angenommen. Abg. Jacobskötter (kons.) wünscht eine Abschaffung der Oekonomiehandwerker, welche ohne Waffe dienen. Die Heeresverwaltung habe versprochen, zu versuchen, ob man sie entbehren könne. Die umfangreichen Vorbereitungen bei der Chinaexpedition seien aber wieder nicht an die Zivilhandwerker vergeben worden. Kriegsminister v. Goßler führt aus, in der Budgetkommission des Reichstags sei dieser Gegenstand eingehend erörtert worden. Der Vorwurf des Vorredners sei unberechtigt, weil die Zahl der Oekonomiehandwerker beständig im Abnehmen begriffen sei. Die Einberufung der Oekonomiehandwerker vor der Expedition erfolgte, weil wir in einer Notlage waren. Es besteht bei diesen Mannschaften dieselbe Verpflichtung zu Uebungen, wie bei denen mit der Waffe. Die vom Vorredner gegebene Charakteristik der Bekleidungsämter müsse er zurückweisen; der Abgeordnete hätte zu seinen Vorwürfen gegen die Kammerverwaltung keine Veranlassung. Abg. Jacobskötter (kons.) meint, die Verhandlungen in der Budgetkommission könnten ihn nicht abhalten, diesen Gegenstand hier öffentlich zu behandeln im Interesse seines Standes und seiner Wähler. Hierauf begründet Graf Gartner (kons.) seine Resolution, deren Abstimmung ausgesetzt wird. Abg. Wurm (Soz.) erhebt Widerspruch- daß die Wirte in Plauen, welche ihre Lokale zu Generalversammlungen der Konsumvereine hergegeben hätten, von der Militärverwaltung boykottiert worden seien. Zu Kapitel „Naturalverpflegung" liegt eine Resolution der Kommission vor: 1) Die Normalsätze für die Vergütung der Naturaloerpflegung dem heutigen Stande der Naturalienpreise einer Revision zu unterziehen. 2) Hierbei diejenigen Gegenden zu berücksichtigen, wo außergewöhnlich häufig Naturalverpflegungen zu verabreichen seien. Abg. Müller-Sagan (frf. Vp.) erinnert an die im Vorjahr gefaßte Resolution, den Mannschaften möglichst einmal während ihrer Dienstzeit freie Fahrt in die Heimat zu gewähren. Kriegsminister v. Goßler teilt mit, der Reichskanzler habe bereits angeregt, die Kilometergelder von 1,5 auf 1 Pfg. herabzusetzen. Der Bundesrat müsse noch die nötigen Beschlüsse fassen. Abg. Dietrich Hahn (Bd. d. Ldw.) wünscht möglichste Ausdehnung des Ernte-Urlaubs. Abg. N i ßler (kons.) klagt, daß die bayerischen Soldaten in den Reichslanden fast gar keinen Urlaub erhalten. Der Kriegsminister erwidert, die bayerische Brigade in Metz sei eine vorzügliche Truppe und solle möglichst bei den Urlaubs-Erteilungen berücksichtigt werden. Abg. Hasse (nl.) befürwortet die Resolution. Abg. Graf Oriola (nl.) hält die Resolution für zu weitgehend. Abg. Gröber (Ztr.) tritt besonders für den zweiten Teil der Resolution ein. Die Resolution wird hierauf angenommen. Bei Kapitel 28 beantragt die Budgetkommission eine Resolution, betreffend die Gehaltsaufbesserung der Militär- Apotheker, sowie Aenderung ihrer Ausbildung. Abg. Graf Oriola (nl.) befiirwortet die Resolution und weist darauf hin, daß die Vorbildung der Apotheker ihrer Stellung in der Armee durchaus nicht entspreche. Abg. Hermes (frf. Vp.) schließt sich dem Redner an und betont, die jetzigen Zustände seien unhaltbar; es sei angebracht, die Apotheker den einjährig-freiwilligen Aerzten gleichzustellen. Die Resolution wird angenommen. Hierauf wird die Beratung auf morgen vertagt; auf der Tagesordnung steht außerdem der Etat der Zölle und Verbrauchssteuern. Schluß der Sitzung um 5 Uhr 15 Min. Politische Tagesschau. Zu den Legenden, mit denen in Deutschland die Abneigung gegen England genährt wird, gehört eine oft wiederholte Erzählung von einer Besudelung des Bildes des deutschen Kaisers, das er den Offizieren des Regiments Royal Tragoons geschenkt hatte, zur Zeit des Telegramms an den Präsidenten Krüger. Die „National- Ztg." veröffentlicht nunmehr darüber das folgende amtliche Schriftstück: Ich habe die Korrespondenz gelesen, die Sie mir gezeigt haben und die den Offizieren der Royal Dragoons ein Benehmen zuschreibt, das dieselben, wenn sie die Behauptungen gesehen hätten, wohl sicher unter ihrer Würde gehalten hätten, zu dementieren. Ls handelt sich um die angebliche Besudelung des Bildnisses des deutschen Kaisers, das Seine Majestät als Inhaber des Regiments so liebenswürdig war, dem Regiment zu verehren. Da der Kommandeur des Regiments augenblicklich in Südafrika ist, übernehme ich es als früherer zweit- kommandierender Offizier des Regiments, die in dem Briefe enthaltenen Behauptungen aufs bestimmteste als unwahr zurückzuweisen. Es ist kein Körnchen Wahrheit darin, und ich darf wohl hinzufügen, daß, wer auch nur die geringste persönliche Bekanntschaft mit den Offizieren des Regiments hat, niemals denselben ein solche» Benehmen zutrauen würde. I. E. Lindley, Oberstleutnant, früher Major der Royal Dragoons. 18. Februar 1901. Die Richtigkeit obiger Uebersetzung bezeugt: Zürich, bei 21. Februar 1901. I. C. Milligan, britischer Vizekonsul. Man schreibt uns aus Jndustriekreisen: Die Nachricht, daß das Roheisensyndikat eine Ermäßigung der Preise ablehnt, muß Verwunderung erregen. Es ist doch kein Geheimnis, daß auf der einen Seite der Verbrauch von Roheisen in fast alle* darauf angewiesenen Industriezweigen beträchtlich zurück- gegangen ist, und daß auf der anderen Seite noch große Bestände von Roheisen aus den Zeiten des Glanzes bei Abnahme harren. Die enorm gesteigerten Roheisen-Preise stehen in feinem Verhältnis mehr zu der gegenwärtige« Wirtschaftskonjunktur. Ueberall macht sich das Bestrebe« geltend, durch Preisherabsetzungen mit den gefüllten Lagen aufzuräumen und zu neuen Bestellungen zu animieren. Daß das Roheisensyndikat diesen Weg nicht beschreiten will, wurde von der Berliner Börse ungünstig aufgefaßt, zumcck das Zustandekommen der riesigen Vereinigung amerikanischer Stahlwerke die Besorgnis erregt, daß der lang gefürchtete Konkurrent nunmehr ernstlich im Anrücken begriffen ist. Aus dem Reichstage schreibt unser parlameu- torischer Mitarbeiter unterm 28. Februar: Die Bewilligung des Gehalts des preußischen StriegS» ministers hat die Debatte über den Militäretat abflauen lassen. Heute herrschte im Reichstag eine bei weitem freundlichere und ruhigere Stimmung, als gestern. Nur einmal gab es einen ziemlich wuchtigen und zugleich überraschenden Zusammenstoß. Es ereignete sich das Ungewöhnliche, daß ein Mitglied der Konservativen gegen be« Kriegsminister Front machte, und zwar der Abg. Jacobskötter. Er führte scharfen Tones Beschwerde darüber, daß die Militärverwaltung, trotz der auch aus dem Reichstag laut gewordenen Wünsche, noch so viel Oekonomiehandwerker beschäftige und bei der China-Expedition die Zivilhandwerker nicht berücksichtigt habe. Krieg sm inifter v. Goßler erwiderte ebenso scharfen Tones, er bedauere den Angriff. Die Zivilhandwerker würden so weit als möglich von der Militärverwaltung beschäftigt. Abg. Jacobskötter, seines Zeichens Schneidermeister in Erfurt, ergriff nochmals das Wort, und bestand, unter mehrfachem Beifall rechts, auf feiner Meinung. Zu der vom Reichstag angenommenen Resolution wegen Ordnung und Aufbesserung der Bezüge der Militär-Apotheker hielt Abg. Dr. Hermes (frf. Vp.), auf Grund persönlicher Erfahrungen, einen humorvollen und mit dankbarer Heiterkeit aufgenommenen Vortrag. Aus der übrigen Diskussion erwähnenswert sink kritische Aeußerungen des Abg. Beckh (frf. Vp.) gegen den „schwerfälligen Apparat" des neuen Militärstrafverfahrens. Herr v. Goßler ersuchte, doch erst weitere Erfahrungen abzuwarten— und die Befürwortung des Abg. Hauß mann- Böblingen (D. Vp.), die Dienstzeit für die Kavallerie her- abzusetzen. Kenner der Verhältnisse hielten auch hier bad dritte Dienstjahr für entbehrlich. Die Frage sei im Auge zu behalten. Aus den nunmehr vollständig vorliegenden vorläufigen Mitteilungen über die Bevölkerung des Deutschen Reiches nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 ist festzustellen, daß die Bevölkere ugßzuuahme io den einzelnen deutschen Staaten in den letzten sünf Jahren überaus verschieden gewesen ist. Im ganzen Reich hat eine Zunahme um 7,78 v. H. seit der Zählung vom 2. Dezember 1895 stattgefunden, während sich von 1890 bis 1895 die Einwohnerzahl nur um 5,70 v. H. vermehrt hatte. Don den Einzelstaaten zeigen die Hansestädte die stärkste Volksvermehrung; diese betrug in Lübeck 16,14 (von 1890 bis 1895 nur 8 94) v. H., in Bremen 14,41 (8,84) und in Hamburg 12,72 (9,49) v. H. Hamburg, das in der vorletzten Zählungsperiode die stärkste Bevölkerungszunahme gehabt hatte, hat sich also in der letzten Periode von den beiden anderen Hansestädten in der Intensität der Zunahme überflügeln lasten. Rach den Hansestädten folgt das Königreich Sachsen mit einer Zunahme um 10,88 v. H., während von 1890 bis 1895 dort nur eine Zunahme um 8 v. H. stattgefunden hatte. An nächster Stelle steht daun gleich Preußen mit einer Zunahme von 8,19 v. H. gegen 6,31 in der voraufgegangenen Periode, in der Braunschweig, Anhalt und beide Reuß eine stärkere Vermehrung gehabt hatten als Preußen. Einzelne preußische Provinzen weise« bei der letzten Volkszählung eine ganz enorme Zunahme aus- Es sei nur darauf hingewiesen, daß das Rheinland mr 12,79 v. H. eine stärkere Zunahme hat als Hamburg, uuo daß die Vermehrung in Westfalen mit 18,01 v. H. un^erc^ dasteht. Absolut hat die Bevölkerung des RhetnlandeS sich nm fast 300000 Personen mehr vermehrt, als die von ganz Bayern, die von Westfalen um 130000 Personen mehr als die des Königreichs Sachsen. Dicht hinter Preußen folgt in der Stärke der Bevölkerungszunahme Baden mit 8,18 v. H., hier war die Zunahme mehr als einmal so groß, wie in der Zeit von 1890 bis 1895 (4,08 v. H.). Dann kommen Hessen mit 7,83 (1890—1895 4,68), Anhalt mit 7,75 (7,78), Sachsen-Altenburg mit 7,74 (5,35), Sachsen-Meiningen mit 7,13 (4,53), Braunschweig mit 6,92 (7,46), Sachsew Weimar mit 6,72 (3,92), Oldenburg mit 6,62 (5,27), Bayern mit 6,13 (3,62), Sachsen-Koburg-Gotha mit 5,99 (4,90), Reuß j. L mit 5,19 (9,73), Elsaß Lothringen 4,66 (2,35), Schaumburg-Lippe mit 4,63 (5,26), Schwarzburg Rudolstadt mit 4,48 (3,18), Württemberg 4,07 (2,18), Schwarzburg- Sondershausen 3,34 (3,63), Lippe 3,25 (4,76), Mecklenburg- Schwerin 1,74 (3,21), Reuß ältere Linie 1,21 (7,49), Mecklenburg Strelitz 1,07 (3,61) und Waldeck 0,25 (0,87) v. H. Auffallend ist der starke Rückgang in der Volks- Vermehrung in den beiden Mecklenburg und Reuß. In Mecklenburg-Strelitz betrug die Zunahme noch nicht ein Drittel der von 1890 bis 1895, in Reuß ä. L. noch nicht ein Sechstel. Waldeck steht in beiden Zählungsperioden untenau. Telegram» deS Giehener Anzeigers. London, 1. März. Rach Meldungen der Blätter aus Pretoria machte General Smith Da ns en öftlicb von Amsterdam 80 Gefangene, erbeutete eine große Menge Lieh, 60 Pferde und 40 Wagen. Auch General French machte 50 Gefangene und erbeutete Bieh und Wagen. Engländer und Bure«. Mehrere Londoner Blätter meldeten gestern abend, Louis Botha habe sich Lord Kitchener gestern (Donnerstag) vormittag kurz vor 10 Uhr formell ergeben. Nach einer Meldung- des „Reuterschen Bureaus" hat aber die britische Regierung keine Nachricht bezüglich der Ueber- gabe erhalten. Wie dem „Standard" aus Pretoria vom 26. ds. gemeldet wird, hat Louis Botha die Dela- aoabai-Bahn mit einem kleinen Burenkommando überschritten und steht jetzt nördlich von Middelburg (Transvaal). Wahrscheinlich ist er auf dem Marsche nach Viljoens Hauptquartier und dem Sitze.der Burenregierung m der Nähe von Roossenkal. — Das würde nichts anderes bedeuten, als daß Botha weit im Rücken von Frenchs -Operationsabteilungen steht und jeder Gefahr entrann e n ist. — Aus Kapstadt meldet Reuters Bureau vom 28. Februar: „Die -Operationen und die Convois des Generals French werden durch anhaltende Regengüsse verzögert. Täglich werden Buren gefangen genommen oder strecken die Waffen. Der vor French befindliche Feind hat sich in kleine Abteilungen aufgelöst. Es hat den Anschein, als ist man zurzeit auf dem Kriegsschauplätze englischerseits ganz besonders bemüht, Rosen in die Welt hinauszustreuen, wo Disteln wachsen, um die optimistische Stimmung in England immer aufs neue anzufachen. Wir glauben zurzeit noch nicht an die Botha- Gerüchte. Auch die Aufzählung der von French erbeuteten Dinge machte den Eindruck, daß er sie den Buren alle abgejagt hätte. Dem ist aber nicht so. Nach einer Meldung aus Standerton sind die durch French erbeuteten Geschütze vielmehr von den Buren vergraben gewesen und von Schützen aüfgefunden worden, als man sich bemühte, die englischen Transportkolonnen über eineir angeschwollenen Fluß zu zu schaffen. Ebenso ist auch eine große Menge Munition ausgegraben worden. Zum Ueberfluß ist jetzt auch kein Zweifel mehr, daß die südwärts getriebenen Burenscharen nur einen Teil der ganzen Masse ausmachen. Von D e W e t, den die Briten recht hübsch den „fliegenden Holländer" getauft haben, haben in den letzten Tagen keine Nachrichten vorgelegen. Er schien wie vom Erdboden verschwunden. Heute liegen zwei Meldungen vor. Reuter telegraphiert aus d e Au r vom 27. Februar: Nach den letzten Mitteilungen lagerten De Wet und Steijn mit dem Gros des eigenen und des H e r tz o g schen Kommandos am Südufer des Oranje und warten eine Gelegenheit ab, den Fluß zu überschreiten, der jetzt unpassierbar ist. — Dasselbe Bureau meldet-aus Kapstadt vom 28. v. M.: De Wet hat die Drift nördlich von Hopetown unpassierbar gefunden und sich südwärts gewandt. Detachierte Abteilungen haben die Bahnlinie überschritten und nähern sich, scharf verfolgt, Petrus Ville. Ein späteres Telegramm meldet. De Wet sei im Anmarsch auf Philipsto wn. Präsident Steijn sei bei De Wet. Ebenso seien Hertzog und Brand zu ihm gestoßen. öo dürfte denn doch De Wets ursprünglicher P l a n , nach dem Süden der Kapkolonie vorzudringen, geglückt sein, und die Vorgänge in dem Oranjeknie zwischen Hopetown und Prieska nur als eine Episode erscheinen, die zwar viel Zeit, viel Kraft und viel Material gekostet, den Lauf der Dinge aber nicht wesent- tich gehemmt hat. In englischen Blättern findet sich die Vermutung, daß die Buren, die jüngst bei Richmond, T30 Kilometer westlich von Middelburg (Kapkolonie), erschienen sind, zu De Mets Leuten gehören. Das scheint nach der obigen Reutermeldung sehr wahrscheinlich. Richmond liegt 160 Kilometer südlich von Petrusville; das sind jür Burenreiter drei starke Tagemärsche, für welche die inzwischen verstrichene Zeit kaum ausreicht. Inzwischen Keilt sich heraus, daß auch der Verlust De Mets an Leuten in Anbetracht der verzweifelten Lage nur gering ist. Die „Daily Mail" erfährt aus de Aar vom 27. Februar, es seien am 26. Febr. viel mehr Gefangene gemacht worden als am Tage vorher, darunter zwei Kommandanten, und die Zahl der Gefangenen belaufe sich nunmehr aus 200. ■Vtan tycit auf englischer Seite mit der Zerstreuungstaktik oer Buren schon die unangenehmsten Ueberraschungen er- St; nicht das erste Mal, daß De Mets zer- Steilung im Rücken der Engländer alsbald als geschlossene Masse auftaucht. .y_ ^ü!Ächen Bureau wird aus Cradock vom 36 v^M. gemeldet: Wie aus Middelburg verlautet, haben Bu"n, letzten Freitag die Station Roode- Ijoogtt an der Larne Rosmead Graasireinet in Brand gefte-kN es entspann sich -'n l>estiges Gefecht die Buren wurden znruckgetneben An derselben Linie bat später bei Iakpoort noch ein Gefecht stattgefunden. China. Die amerikanischeDiplomatie hat sich während des ganzen Verlaufes der China-Wirren bekanntlich nicht mit Ruhm bedeckt. Tie aus Washington kommenden Noten brachten wiederholt Disharmonie in das „Konzert", indem sie mehr oder weniger die Geschäfte der Chinesen besorgten. Oder die Noten rannten offene Thüren ein. Das letztere darf im Grunde auch von dem neuesten Schritt der Vereinigten Staaten gesagt werden, durch den sie eine Verständigung unter den Mächten darüber herbeiführen wollen, daß nur so viel Grund und Boden in China angeeignet werden darf, als die Mächte zur Sicherung ihrer Gesandtschaften brauchen. Deutscherseits wird dieser Vorschlag unterstützt, wie von gut unterrichteter Seite mitgeteilt wird. Und mit nicht geringerer Wahrscheinlichkeit darf gesagt werden, daß auch die anderen Mächte auf diesem Standpunkte stehen. Denn der Grundsatz, von der Annektierung größerer Gebietsteile in China abzusehen, ist ja bereits im deutsch-englischen China-Abkommen, von dem sämtliche Mächte zustimmend Kenntnis nahmen, festgelegt. Rußland nimmt allerdings durch sein Protektorat über die Mandschurei eine Sonderstellung ein. Aber diese kollidiert mit dem deutsch-englischen Abkommen in keiner Weise, wie beim Abschluß des russisch-chinesischen Spezialvertrags ausdrücklich konstatiert wurde. Die Mächte werden sich nach ihren Erfahrungen hüten, mehr vom Reich der Mitte sich anzueignen, als sie bereits besitzen, oder als zum ausreichenden Schutz der Gesandtschaften erforderlich ist. „Je weniger'China, desto Lesser!" — zu dieser Erkenntnis dürsten die Staatsmänner allgemach gelangt sein. Das in der Meldung der „Times" enthaltene russisch-chinesische Abkommen enthält noch solgenoe Bestimmungen: China verpflichtet-sich, keine Truppen an irgend welchem Orte zu halten, wo die Eisenbahn nicht fertig gebaut oder der Bau nicht begonnen ist. Die höheren Beamten, die an den jüngsten Unruhen die Schuld tragen, sollen degradiert werden. Rußland wird dieselben namhaft machen. Rußland wird bestimmen, welche Waffen die Polizeitruppen zu führen haben, die Artillerie ausgeschlossen. Kein Angehöriger eines anderen Landes kann eine offizielle Stellung in der Mandschurei bekleiden. In der Mandschurei, Mongolei und dem chinesischen Turkestan dürfen keine Bahnen, Minen oder andere Konzessionen an Angehörige anderer Mächte erteilt werden. Auch darf China selbst keine Eisenbahn dort bauen. In der Umgebung von Niutschwang darf fein Landgebiet an Ausländer verpachtet werden. Die „Agenzia Stefani" erklärt es für vollkommen unbegründet, daß die italienische Regierung damit umgehe, von dem Gebiet an der Nimrodbai Besitz zu ergreifen. Die Uebernähme der Peking-Sch anhaikwan- Eisenbahn durch die englischen Behörden ist beendet worden; die Werkstätten in Tongschau wurden in besserem Zustande vorgefunden, als erwartet -tvar. Graf Waldersee meldet: Die Uebergabe der Bahn an die englische Armee- Leitung ist ohne Schwierigkeiten beendigt worden. * * * U-Üegra»»W deS «ttehener Anzeigers. London, 28. Febr. Einer Depesche der „Taliy News" au§ Singanfu zufolge, istYnhsien am 22. ds. in Lautschau hin gerichtet worden. Deutsches Reich. Berlin, 28. Febr. Heute morgen unternahm der Kaiser den gewohnten Spaziergang im Tiergarten, hörte im Aus wärt,gen Amte den Vortrag des Reichskanzlers Grafen o. Bülow und empfing im königlichen Schloß den Kriegs. Minister von Goßler und den Chef des MilitärkabinetS v. Hahnke zum Vortrag. — Der „Münch. Allgem. Ztg." wird aus Berlin ge> meldet, der Abschied des Kaisers von der Kaiserin Friedrich sei absichtlich kurz gewesen, um über jede Erlegung hinwegzutäuschen. Nach dem Kaffee begab fich der Kaiser zusammen mit König Eduard in die Gemächer der Kaiserin Friedrich, wo sie etwa zehn Minuten verweilten Irgend welche Aufregung der Kranken hat hierbei nicht stattgefunden. — Der Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin wird am 9. April, dem Tage einer Großjährigkeit, die Regierung übernehmen. Er rerläßt die Universität Bonn, die er seit etwa einem Jahre besucht, in den nächsten Tagen. — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde der Beschluß des Reichstages zu dem Entwürfe eines Gesetzes wegen Versorgung der Teilnehmer an der oft« asiatischen Expedition und ihrer Hinterbliebenen zur Kenntnis genommen. Die Beschlüffe des Reichstages zu einer Petition wegen gesetzlicher Regelung der Faßaiche und Einführung einer periodischen Nachaiche wurden dem Reichskanzler und die Beschlüsse deS Reichstags zu einer Petition, betreffend die Einführung einer Reichs Kom Mission zur Prüfung der sanitären Verhältnisse der mehreren Staaten gemeinsamen Ströme, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Ebenso wurden den zuständigen Ausschüssen überwiesen die Vorlagen, betreffend a) die Be stellung des Schiffsvermeffungsamts als RevifionSbehörde für die Aichung der Binnenschiffe im Bereiche der mecklenburgischen Wafferstraßen der Elbe, Stör und Havel nebst zugehörigen Seen und Schiffahrtskanälen; b) Ergänzungen zu dem Gesetzentwurf wegen Feststellung des Reichshaushalts Etats für das Rechnungsjahr 1901 uud zu dem Reichs Haushalts Etat; c) der Entwurf eines Gesetzes wegen Der« sorgung der Kriegsinvaliden, sowie der Kriegs« h int erblichenen des Reichsheeres, der kaiserlichen Marine und der kaiserlichen Schutztrupp en. — Der Vorlage, betreffend die weitere Prägung von Denk münzen und dem Ausschußantrag zu dem Entwürfe eines Unfallversicherungsgesetzes für Beamte und für Personen des SoldatenstandeS wurde die Zustimmung erteilt. nsam-m Hand-l' D - murecht zum Ausdruck zu bringen, wird mit Zustimmung filmt. Organisation will durchaus nicht den Handel ausschalten, licher Psarrer die Aufführung um 6 Nhr (Nicht --st 7'/, Uhr) sondern >m Gegenteil unter allen Umständen IN Friede und beginnen, und zu ihren Gunsten die übrigen AbendgotteS Freundschaft und vollster Wahrung der beidersetttgeu In- dienste ausfallen. teresien Vorgehen. •• TuS dem Theaterbnrean. Nach langer Pause findet fa Gelnhausen, 28. Febr. Der Wollwareuhäudler Herr am nächsten Sonntag mal wieder eine Kindervorstel-Iaus Kleinsteinheim und der Knecht Kämmerer von hier lnng statt, und zwar wird das dreiaktige Kindermärchen gerieten beim Kartenspiel aneinander, wobei Kämmerer dem «Die Geschichte vom Rosen-Julerl, das gern Herr einen Stich in den Kopf versetzte. Herr ist an der Königin wollte sein" gegeben. Abends 8 Uhr geht dieIVerwundung gestorben. Kämmerer wurde verhaftet. gleit, 4let ffi?"fnh' betr. Fest- eWI. (Neu für deutscher fö' Flotten- ' ^wsevdung M die Mit? ??^ugeu efrwt. » »11Nn ?el W S N Hilfs. Der ,,Mrzt der Bescherung für 'kouvaleszenlen lt nicht unter« die seinen auszusprechen. l° ging de« "l der Bestiin. denen der im i lassen. Mwinng nchm Kyllmann die zölle an. i: Schon mehren, daß infolge lt penfionifrtev >ie nach diesem angnnsiM bi« r ohne Lrsolg. nechien Gleich- ichStag zur Der« vhlwollende An- ler seine warm ) ist ti aufrecht i Offiziere, von Kräfte in den lhrten, geopfert zestellt find, als min gezwungen , beitragen, daß iagS oben bat« gung findet, beschäftigte sich Der politische j London zurück- mit bet Lron- folge bit Surg che Stadtlirche. am SamStag Nvn boxt mit wieder usschuß mH« i als erste Rate forderten Sredit mmen der Abgg. ton des Hauses Cranborne er- na bet Wal« er«, mit den dastsviertels in , 7 dasM em ;er;u wäre notig, Verwaltung^ rt Sari habe an LatischeA ie Uebcrraschung n jedoch erklärt. &A IN lhrenj'.^ Ä ®wi |iaSia gcl°"E V 1 etiH“, A«!1 send ®n^r 8» hje ■ 1 ' rusammenhalten kann. J — Die „Birschewija Wjedomosti" wirft einen Rückblick aus die deut sch.russischen Beziehungen und stellt dabei fest, daß der zur Zeit bestehende Handelsvertrag ein sehr dankbarer Boden fiir die Entwickelung und Aufrechterhaltung guter nachbarlicher Beziehung geworden sei. In dem Artikel wird weiter ausgeführt, die Gefahr eines .Krieges mit zwei Fronten sei für Deutschland durch den deutsch-russischen Handelsvertrag für absehbare Zeit geschwunden, ebenso die Möglichkeit eines deutsch-russischen Krieges. Die absurde Doktrin, daß industrielle und fom« merzielle Beziehungen in den politischen Beziehungen der Mächte keine Rolle spielen, daß man daher einander wirtschaftlich ruinieren und dabei freundschaftlich^ Beziehungen beibehalten könne, sei nicht russischen Ursprungs. W a s h i n g t o n, 28. Febr. Ter Senat hat das Amende-1 ment des Senators Spooner zu der Heeres Vorlage angenommen, durch das die Philippinen dem Präsidenten u n t e r st e l l t werden. Die Mitglieder der republikanischen Partei stimmten allgemein für dieses Amendement, während die Demokraten opponierten. Ein Zusatzantrag, der die zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba bestehenden Beziehungen endgiltig regelt und die gegenüber Kuba zu beobachtende Verwaltungspolitik festsetzt, wurde ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen. Gegen 1 Uhr früh wurde die ganze Heeresvorlage vom Senate genehmigt. New-Dort, 28. Febr. Der Verfassungskonvent von Kuba weigert sich, den Vereinigten Staaten von Amerika die Errichtung von Kohlen stationen zu gestatten. lasse und die öffentlichen Sparkassen an Stelle des zurückgetretenen Abg. Schmeel der Abg. Reinhardt gewählt. In den vierten Ausschuß wird an Stelle oes verstorbenem Abg. Brunner Abg. P i t t h a n gewählt. Die Vorstellung des katholischen Meßners Martin Frey in Wimpfen „Entschädigung für seine Dienstleistungen" wird dem Ausschußantrag entsprechend abgelehnt. Die Vorstellung des Hauptsteuer-Assistenten Friedrich Kammer in Worms, seine Wiederanstellung betreffend, wird für erledigt erklärt. Ebenso wird die Vorstellung des Vorstandes des Verkehrs^ Vereins zu Darmstadt, den Bahnhof der Main-Reckarbaym ^betreffend für erledigt erklärt. Die Vorstellung der * genwärter der Main-Neckarbahn die Regulierung ihre« >Gehaltsverhältnisse betreffend, verursacht eine Genossen haben einen modifizierten Getreidezoll-Antrag eingebracht. In Abänderung des Satzes 1 des Antrags des Abg. Köhler, die Stellung der Großh. Regierung im Bun , . .- deSrat bezüglich der Getreidezölle betreffend (vgl. unsere |JL9 • Ur 42 »»V19 b. M.) w-,ch-r Satz 'Ui C ffnCpH toQPHn ^hf1 Sckönber^r Staatspapiere bestanden hätten. Gegenüber diesem Zurück- k"«s°r^,ür '^bkpk-°üng*«°7-st eben den L,'°b^n°ch nicht genau Wt ba noch -in- griiß.r- bei der gesetzlichen Festlegung der Minimalsätze der Jahren stehender Hausierer mit Streichhölzern hat autonomen Zolltarifs einzutreten. - Abg. Dr. Frenay heute nacht im Main ertrankt Der Mann war früher und Genoffen stellen folgenden dringlichen Antrag: die Schullehrer. — Das 7jährige Töchterchen einer ange- Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, sehenen Famckie wurde m der Zbißelstraße im Flurdes den Bevollmächtigten Heffens im Bundesrate dahin anzu Hauses ferner ^"^""er bewußtlos unden. Es war weisen, daß derselbe für eine mäßige Erhöhung der von einem feingekleweten Herrn m bestialischer Weise ver° landwirtschaftlichen Schutzzölle insoweit stimmt, als gewaltigt worden, und liegt jetzt schwer krank darnieder, dies mit den berechtigten Interessen der Industrie Der Mlffethattr ist noch nicht ermittelt. Entgegen anders . -ntitefrt -in lärmender Wort. Igroß- O»-r-ii-npoff- „Unfert Don Juans- in Szene. I - »leine Mitieilmige» an« Helen und den «achb-rff-eien. wlck el /wischen ta t Ä unb in ^utf^n. Dt- Für kommend- Woche Di.nSIag .st da- B-n-si, sür Der Osl-nb achee Malier-chn-.ber b-r sich am Ich... D-ul ch^n werfen den Tschechen geheime Cbftruft.on »or, |trrn bi B althyni aogefetzt; bers-lb- gi-bt Thilo oon Tro Sonntag ohne Urlaub zu habe», von ,-in-m T-upp-meck die Tsckicchen antworten: „Ihr brachtet die Obstruktion beliebtes vieraktiges Lustspiel „Hofgunst". I entfernt hatte, hat sich m seinem HcimaiSorte Reich., ins Haus, Präsident verspricht, die Anftage des Abg. ** Die Sterbekaffe für Mitglieder des Heff. Laudesgewerbe- bach i. O. eischoffen. DaS M-tiv der Thal waren Zw'P'g Kaiser in der nächsten Sitzung zu beantworten. Nach Wieder- ^„iuS hat auch im abgelaufenen Jahre ein reiches Ergebnis leiten mit seiner Familie. — Unterhalb der Camper Faht.' Aufnahme der öffentlichen Sitzung ruft Abg. Wolf^ „Wenn . ^eben dem Zuwachs an Mitgliedern (140) ist der wurde bei Bingen eine seh> staik in Verwesung über- nochmals eine so harmlose Juterpellation der Z.eulschen ^„vefondS am Ende des Jahres auf 10 000 Mk. gest'egen. gegangene männliche Leiche geländrt. Allem Anscheine nach beanstandet wird, so werden die Alldeutschen ^bjtruktion l barQn|cin# sämtliche Mitglieder deS Landes- ist es die Leiche deS 20 Jahre alten etud. med., der bei 28 ^ebr Als der uNt errichts - gewerbevereinS, nicht nur die Gewerbetreibenden, der Kaffe dem Binger Bowsunglück im ^prd 1900 ettrunten tft. - m iBister BogolepoF gesteA nachmittag in skinem beitreten können und Anmeldungen jederzeit bei den OrtS- Das Saalburg.Restaurationsgebaude wird, nachdem DienstAimmer BUtstelle/ emjding, schoß der Kleinbürger Zechnern der Kaffe oder direkt bei der Verwaltung m Darm- bereits eine Erweiterung erfahren, jetzt noch wehr vergrößert Peter ^aprpowit sch aus Gomel mit einem R e stadt erfolgen können. Die geringen Beiträge, für zwei werden Die Stadtverordneten von Homburg haben ta- volver auf den Minister und verwundete ihn Todesfälle werden zusammen 1,60 Mk. erhoben, ermöglichen für 20,000 Mk. bewilligt. Die Ausführung wird unenl- am Halse. Gomel liegt nur einige Stunden von K^ew ent-1-jedem, der Kaffe beizutreten. DaS Sterbegeld mit 500 Mk. gcltlich nach Plänen unter Leitung ocs Baurats Joc .-vi femt. Die Annahme scheint nicht unberechtigt, daß der I bejm ablet)Cn eines Mitgliedes an die Witwe > Dolgen. _______________________________ SESfew raft1SÄÄÄr " "" " unaen in Rußland verlaufen können, und wie allmählich stellen kann, sollte niemand zögern, von der für den Hand- P. Gieyen, 28. Febr. (Landwirtschaftliches, aus unbedeutenden Kleinigkeiten sich die Lawine bedrohlich werkerstand geschaffenen Einrichtung sobald als möglich Ge->Arbeiterschiedsgericht.) Tie Sitzung wird gegen au - 'brauch zu machen. 9 Uhr durch den Vorsitzenden, Polizeramtmann Hechler, ** Falsche Meldung. Die .Frkf. Ztg." meldet „aus eröfffnet. Vertreter der BerufsgcnossensckM Darmstadt ist 97 c,ehT 1 Reg.-Assessor Dr. Langrock. - Heinrich B o m ni er s - ^ W^ir Zuverlässig vernehmen, hat das Mini, heim aus Bettenhausen (Kreis Gießen) erlitt Vorjahren sterium die ^hessischen Handelskammern ersucht, einen Unfall beim Strohschneiden. Es wurde ihm eine StellungzudenGetretdezöllenzunehmen. Rente von 2d Prozent bewilligt. Die Folgen dieses Unfa.ls Nach unseren Erkundigungen ist der hiesigen Handels- Haben sich aber allmählich gebessert. Es wird ihm Dabei' fammer kein derartiges Ersuchen zugegangrn. leine Entschädigung von nur 15 Prozent zuerkannt. ^oh.. Hauses hat Abg. w Zehnhof beantragt, die Plane und ,^orfen?weil ein Unfall nicht nachgewiesen werden konnte, Kostenanschläge für die Kanalisierung der Lahn an- öielme^r aI(e Anzeichen vorhanden waren, die auf Existenz fertigen zu laffen. . eines Briiches hindeuten, und letzterer nur infolge Hinein- Friedberg, 28. Febr. Nachdem die Bürgermeisterei Fried- tretens in ein Loch zum Vorschein kam. — Wilhelmine berg es unterlassen hat, bei dem Provinzialausschuß in Schmidt aus Massenheim (Kreis Friedberg) soll zur Be- Gießen rechtzeüiq zu beantragen, daß die Enteignung obachtung der Folgen eines Unfalls (Bruch des Nasenbeins) «forb-rlich ist, muß voraussichtlich bas ganze V-rfahr-,sie ihn 7p°t-r"°l^ zwm Jahre von Neuem begonnen werden. Die Straßenverlegung wird l 6 amrag g^ Bekanntlich hat die Anmeld dadurch eine unliebsame Verzögerung erfahren. ung einc§ Unfalls (§ 74) nad) zwei Jahren keine Giltigkeit (Oberheff. Anz.) met)r Der Entschädigunasantrag der Christiane H i n ck e l S Darmstadt 28. Febr. Die Stadtverordneten- aus Büdesheim (Kreis Friedberg) wird vertagt, weil noch ein Versammlung bewilligte heute Mk. 16 000 für Errich- Gutachten eines ^te* einge^o^t roerben soll. - Peter tung eines neuen 6. Polizeireviers, mit einem Komiffär, Henn in g aus .Haingrundau «^«1«) «cktt »et ' Wach.m-ift-r, 4 Schutzl-nt-n re. mit brm schWgZngsantrag^wurb- v-rw°rf^'ba Sch l a ga n i al l e die Regierung emer baldigen Regulierung des Landes- » gnfät(eu gerechnet werden, «er- Polizeigesetzes näher tritt. In der gleichen Sitzung ^fen wurden auch die Berufungen von Katharine Fink wurde die Aufhebung der Beiträge zur Witwenanstalt ber au§ pichen (Kreis Friedberg), Jacob Brück aus Heuchelstädtischen Beamten beschloßen. I heim und Heinr. D e u ch t e r aus Freien-Steinau (Lauter- I k Mainz, 28. Febr. Das steuerbare Vermögen bach), weil das Gericht Entschädigungsansprüche aU nicht her Rewobner der Stadt Mainz beträgt nach der nunmehr gerechtfertigt fantk gemeinsam statt. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der nrch- in ffinflnna aebrackt werden" kann und bafl ^ustan d e-I lautender Nachrichten können wir bestimmt mitteilen, ba^ lieben Stauung and) ein hTd)lid)e8 ^96601 00*^6^ ^Q^, unö Mi entlang gevracyr weroen rann uno oas -Oulianoe I , .ft h tminnel ernstlich mit Rücktritts- wird dringend gebeten, es recktzeMg — spätestens eine Woche vor der kommen ber neuen Handelsverträge ermöglicht. — 3rinanämmtfter ßr. o. -W1 que 1 ernp 11 tp mu inua 1 rn 1 s zuständigen Pfarrer zu bestellen. Abg. Noack beantragt, bie Kammer wolle beschließen, dielgebanken trägt, unb hier Wohnung nehmen wirb. ------- Regierung zu ersuchen, alsbalb die Pläne für einen Neubau! Frankfurt a. Df- 28. Febr. Die Laub wirte ber Katholische Gemeinde. (SlrnfeberiDalidien Lanbesbaugewerkschule ausar hiesigen Gegenb suchen durch gemeinsames Vorgehen eine SamStag dcn 2 Marz b-it-a z° laff.?ünd m d-m Haupworanschlag 19°,/ok"- ®rhohung b-r Milchpr-is- h-rb-izusühr-rn Da di- «rchmiüagS um 4^Uhr °n° °b°nb- um 8 Ubr: WW -a« «osten für diesen Neubau vorzusehen. Produktionsgebiete hier m einander übergreiftn, wie wohl r - -- --------------- »» Die Aufführung der Johauuespasfion von H. Schütz nirgends anderwärts, kann Frankfurt ober eine ber benach- ist von unserm Darmstäbter Kirchenmusikmeister, Profeffor barten Stäbte nicht allem vorgehen. Alle seitherigen Be- BormittagS von e>/, Uhr an: Gelegenheü z. Arnold Mendelssohn, ganz den Absichten be» Komponisten ftrebungen nach bieser Richtung sinb immer gescheitert unb | , um 7 Ubr entsprechenb, als GemeindegotteSdieust angeorbnet mußten scheitern, weil bet einseitiger Erhöhung be« Milch- worben? indem Ehoralgesang der Gemeinde das Werk er- Preises nur m emer Stadt bei der günstigen Verkehrs- um öffnet unb schließt, unb auch an paffenbcn Stellen bie Hmd- gelegenhctt sofort von allen Seiten Milch angeboten tDUibe, kWimttafl§ um 2yt Uhr: Chriüenlehre: darauf Fastenandacht, lung unterbrichtd Joh. Seb. Bach hat bekanntlich die Cho sodaß eine Milchschwemme eintrat, bie natürlich in kürzester Mittwoch abend um 6 Ubr ist Fastenandacht. Ee seinen Passionen selbst einverleibt, unb biete im Unter- Frist bie Preise warf unb zwar in der Regel noch unter den EMesdienfi in der Synagoge, Südanlage, schied von den übrigen Chorsätzen a capella gesungenen vorherigen Staub herunlerdrück.e. Namentlich um Darm-1 Lhoräle gehören mit zu ben Höhepunkten seiner Passionen, stabt hat man, ber „Dt'chen. Tagesztg/' zufolge, nach bieier DaS b-d-ul-I zw-is-llaS musikalilch -in-n Fortschritt. Ebenso Richtung böse Erfahrungengcmachtt SuS den Fehlern hat ff (der ist es aber, dasi damit der Anfang gemacht worden ist, I man aber gelernt und schlügt anbete Wege -in. Unter der I ^ehbotbaudanna Ubr. di- musikalisch- Darstellung der Passion des Herrn dem G°. b-wührten Führung oon N-h-imrat HaaS-Darmstadt ist meindegott-Sdi-nst zu entziehen und sie zu besonderen Konzert, man im B-grtff-, für jebe der ,n Betracht kommenden Stüdte UkUeste WlUltHnett. niiRiihrnnnpn mprhen in Tnffm ift p« lebhaft ru Frankfurt, Darmfiabt, Hanau, Wiesbaden, Mainz, Mann- bearüßen ^daß durck die Auffübruna der musikalisch einfacheren heim und Ludwigshafen besondere Verkaufs-Syndikate in Darmstadt, 1. März. (Telephon-Meld. b. „G. A") begrüßen, baß burch b'e «ufführung von eingetragenen Genossenschaften >nter einheitlicher Zu Beginn der heutigen Kammer-Sitzunb wurde in «chutz jchen Patronen oe“ | ”, r,nh s den Sonderausjchuß zur Vorberatung der Regierungsvorlage über die Gesetzentwürfe betreffend die Errichtung einer hessischen Pfandprüsungs-Ordnung, die Landeskredit- Kirchliche Nachrichten. /o Preusa. Hyp'-A.-Bank 8./8-12 82 60 , 4 6/g do. 8. 15-18 unk. b. 1900 88.00 „ 4V| Pfew. 8. 19.20, nk. b. 1905 00.00 M. 9'/,«/. do. 8.18, 14 75 00 , »i/, % do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 75.00 » Telephoeescher Kursbericht. 8’/i°/a Reichßanleihe . . 98 00 3 % do . . 88 60 31/1 */o Konsolfl .... 9600 3»/o do .... 88 26 8V1 % Hessen . ... 94 60 5n/ Italien. Rente . . . 96.25 4 ö/q Griech Monop.-Anl. 44.80 3 0/0 Portugiesen . . . 26.10 8°/(. Mexikaner «... 28.10 43/t % Chinesen .... 83.20 Frankfurt, den 1. Mi«. Kreditaktien.....212 OC Diskonto- Ko mmaadit . 11*6 00 Darmstädter Bank . . . 184 70 Dresdener Bank ... 151.10 Berliner Handelages. . . 152.20 Oesterr. titaatobahn . . 148 90 Gotthardbahn . . . . 169 70 Laurahätte .....294 50 Bochum...... 189 00 Hnrpener .... . 168.60 fest. Meteorologische Beobachtungen brr Station (ßi*fjc’n. Höchste Temperatur am 27.-28. Febr. 8 2P C. Niedrigste „ , , , — 3,4' C. Februar- ; März Bitiomeirr auf 00 reduziert Trmperatui der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Fruchtigkeit Windrichtuus Windstärke Wetter 28. 9« 737,5 3,5 5,7 97 _ 2 Regen 1. 7« 737 0 2,9 5,2 91 w. 2 1. 2« 736,0 8,1 6,1 75 W. 2 dew. Hlwme! 0696 Harnmstraste 11. 1556 Grok-herroglichp- Amt«aerickt. 16P0 billig zu verkaufen. 0704 Liebigstraße 64 1969 schäft Gießens. 1656 kann Mottkevratze 25. Zum Wccktragen wird jemand gesucht. 1638 Bon Sonvtaa au aröffuet. 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