Nr. 52 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Samstag 2. März 1901 Redaktion, Expedition und Druckerei - Zchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Eichen. FernsprcchanschlußNr.Kl. Erscheint täglich mit Lnlnahme des Montag«. Die Gießener Kamillen- Mittet werden dem An- Dotger im Wechsel mit „Hess. Handwirt" und „Blätter Mr Hess. Volkskunde" vier« ml wächentlich beigelegt. von ttnieigen m »er nachmittags für den wgcnbtn Tag erichrtnenden Wummer bis vorm 10 Ubr Rddeftrtlungen Ipöteftcn« abend« vorher. Bejugspreis vierteljährl Mk. 2.20, monail. 75 mit Bringerlohn; durch Ma Abholestellen vierleljährl Mk. 1.90, monail. 65 PM. Bei Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgc». Alle Anzeigen BermitllnnOO« pellen de« In- und AuSlandal nehmen Anzeigen für deu »irbrncr Anzeiger entgeaa». Zrctenprriv lokal 18 Pitz., auvwärtv SO Pfg. SietzenerAnzeiger ” General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen Amlücher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche. Die in einem Gehöfte zu Lauter ausgebrochene Maul mtd Klauenseuche ist erloschen und die Gehöftsperre aufgehoben worden. Gießen, den 27. Februar 1901. Großherzogliches Kreis amt Gießen« v. Bechtold. Nachweisung über den Telegrammverkehr bei de« im Kreise Gieße« belegeue« Reichs Telegrapheuaustalteu für das Jahr 1900. Name bet Telegraphenanstalt Telegramme Name der Telegraphenanstalt Telegramme c Z SP CD S g Ein- gegangen K *3 *5 s S5 CO S .S e ö Z» CR tück Avendorf a. d. L. 398 463 Langgöns 153 264 Altenbuseck 82 83 Langsdorf 189 233 Arnsberg 306 415 Lich 1195 1355 Bellersheim 320 274 Lollar 1334 1399 Beltershain 55 23 Londorf 568 644 Beuern (Heffen) 213 104 Lumda 57 32 Gberstadt (Kr. Gießen) 124 160 Mainzlar 88 69 Geilshausen 61 49 Obbornhofen 146 110 Gießen 1 30554 32540 Ovenhausen 66 53 , 2 14513 10478 Reiskirchen 233 222 Großen-Buseck 199 276 Staufenberg 46 50 Großen Linden 316 470 Steinbach (Heffen) 189 283 Granberg (Heffen) 1-363 1553 Steinberg (Kr. Gießen) 179 208 Heuchelheim 300 457 Treis (Heffen) 149 146 Holgüll 67 84 Vlllingen 162 138 Hofheim (Heffen) 115 156 Wieseck (Heffen) 540 528 Hungen 1241 1614 Summe 65609 55063 Keffetbach 89 131 Die Entwickelung unserer Kolonien. I. In einem stattlichen Bande von 286 Quartseiten präsentiert sich die Denkschrift, die dem Reichstage über die Entwickelung der Schutzgebiete während des Jahres 1899- 1900 zugegangen ist. Sie enthält aus jedem Gebiete eingehende Berichte über die verschiedenen Punkte wirtschaftlicher, administrativer und kultureller Natur. Das Bild, das sich darbietet, ist im Ganzen unbedingt nicht als ungünstig zu bezeichnen, doch kann man ebensowenig verkennen, daß die Fortschritte in mehr als einer Hinsicht nur langsam sind, und von der Zukunft noch viel gebracht werden muß, wenn die Hoffnungen, die man hegt, in Gvfüllung gehen sollen. Was die einzelnen Kolonien betrifft, so wird über Togo gesagt, daß das abgelaufene Jahr in Ansehung^ des erzielten Handelsumsatzes hervorragend günstig war.i Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die nicht unbedeutende Produktion, die Grundlage für den gesamten Handel des Schutzgebiets, noch immer fast ausschließlich der von den Eingeborenen betriebenen Landwirtschaft entstammt. Ter Handelsverkehr zwischen den Faktoreien der Küste und den Produzenten vollzieht sich nach wie vor durch Vermittelung von einheimischen Zwischenhändlern, welche die Jnlandsmärkte besuchen und die aus dem Umkreise herbeigebrachten Produkte aufkaufen. Doch macht sich! bei der in geringer Entfernung von der Küste wohnenden Bevölkerung bereits deutlich das Bestreben bemerkbar, ihre Erzeugnisse den Faktoreien direkt zuzuführen. Auch äußert sich das wachsende Verständnis für Wirtschaftlichkeit im Handel in der immer allgemeiner werdenden Sitte, als Zahlungsmittel für die Landesprodukte nur noch Bargeld anstatt der bisher üblichen Tauschwaren anzunehmen. In Kamerun hat nach dem Bericht der Einfuhrhandel einen weiteren Aufschwung genommen. Tie Ausfuhr dagegen hat nur scheinbar zugenommen, indem wegen starker Nachfrage durchschnittlich höhere Preise den Eingeborenen angeboten wurden, quantitativ war die Ausfuhr der vier wichtigsten Artikel, Palmöl, Palmkerne, Gummi und Elfenbein, indessen geringer. Betreffs der beiden erstgenannten Artikel muß leider zvieder die Thatsache konstatiert werden, daß der Eingeborene durch höhere Preise nicht angespornt wird; er arbeitet dann eben weniger. Den Gunimihandel störte der Aufstand im Bulilande, als dem Hauptproduktionsgebiete für Gummi, und der Rückgang der Elfenbeinausfuhr geht Hand in Hand mit dem Verschwinden der Elefanten. Dagegen wuchs Dank rationellem Plantagenbetrieb die Cacaoausfuhr, und die Eben- hvlzausfuhr hat an Umfang zugenommen, nachdem neuerdings die Gewinnung dieser .Holzart stellenweise durch lediglich hierzu engagierte und besonders geeignete Eingeborene betrieben wird^ Unter den Handelsfirmen ist gegen das Vorjahr eine starke Veränderung eingetreten. Die Nordwest-Kamerun-Gesellschaft hat ihre Thätigkeit begonnen und sich neben in Rio del Rey auch in Kamerun selbst einen Handelsplatz dadurch gesichert, daß sie dort die Haupt-Niederlassung mit sämtlichen Nebenfaktoreien der Firma Woermann il Co., der Firma Jantzen u. Thormählen und der Firma Westphal u. Stavenow käuflich erworben hat. Die Firma Woermann u. Co. hat ihren Handelsplatz in Malimba zum Hauptsitz gemacht. Die Zahl der Handelsfirmen hat sich um drei vermehrt. Ueber Ostafrika heißt es, daß der Verkehr mit Tauschwaren von Jahr zu Jahr zurückgeht. Auf sämtlichen Stationen ist der Geldverkehr durchgeführt, nur wenige Stationen bedürfen noch der Tauschwaren zur Beschaffung per Verpflegung und zu Geschenkzwecken bei Expeditionen nach abgelegenen, vom Verkehr unberührten Landstrichen. Die Häuser- und Hüttensteuer lieferte günstige Ergebnisse und rechtfertigte die auf diese Einnahmequelle gesetzten Hoffnungen. Im Rechnungsjahre 1898 haben sich die Gesamteinnahmen auf 401881 Rupien belaufen, im Jahre 1899 sind sie, wie aus der nachstehenden Zusammenstellung ersichtlich ist, auf 477 898 Rupien gestiegen, trotzdem die ländliche Bevölkerung noch unter den Folgen der Dürre, der Heuschreckenplage und der Hungersnot der beiden voraufgegangenen Jahre zu leiden hatte. Die Beitreibung der Steuer ist nirgends auf ernste Schwierigkeiten gestoßen. Von den Küstenbezirken zeigen die bei weitem günstigsten Ergebnisse der Süden (Kilwa und Lindi) und der Bezirk Wilhelmsthal. Im Innern tritt besonders der Bezirk Tabora als eine Kornkammer der Kolonie hervor. Eine wesentliche Steigerung der Steuereinkünfte wird nach dem Bau der Zentralbahn eintreten. In Tabora allein mußten nach einem Berichte des Stationschefs etwa 2000 Zentner Getreide als Steuerleistung zurückgewiesen werden, weil diese Massen in keiner Weise verwendet werden konnten. Und dabei erhebt die Station zurzeit nur den halben Betrag der für eine Hütte festgesetzten Steuer, und dies auch nur von den der Station zunächst wohnenden Stämmen. Die als Steuern eingehenden Naturalien werden, soweit möglich, veräußert. Stationen, die keine Abnehmer finden, verwenden ihr Steuerkorn zur Verpflegung ton Karawanen, Kettengefangenen, Askari :c. Die mit Arbeitsleistungen entrichteten Steuern werden nach ungefährer Schätzung einen Wert von etwa 150 000 Rupien darüellen. Einen befriedigenden Abschluß bietet, auch die am 1. Avril 1899 eingeführte Gewerbesteuer. Der Ertrag derselben war, abzüglich des Anteils der Kommunalkassen, auf 75 000 Rupien für das erste Jahr bemessen, die wirklich eingekommenen Steuern belaufen sich für das Gouvernement auf 99 308 Rupien. Diese Steuer ist zwar nicht derselben Steigerung fähig, wie die Hüttensteuer, dafür ist aber auf regelmäßige Entrichtung in annähernd gleicher Höhe zu rechnen. Dat der Bauer Geld, So hat's die Welt in Hat der Arbeiter Geld, So hat's die Welt zeitgemäß veränderte. So wie die heutige Beratung über diesen Antrag mit einem Zwist zwischen Sozialdemokraten und Antisemiten begann, so endigte sie auch. Es will den Anschein haben, als ollte dieser Zwist noch verhängnisvoll werden. . . Wad) Schluß der Debatte berichtete Abg. Dr. Frenay, als Berichterstatter der Majorität des Ausschusses, über den Ausschußantrag und empfahl den Antrag in der von der Majorität gefaßten Form. Zuerst wurde nun über den Antrag in der Form abgestimmt, wie er 'eingebracht wurde; würbe aber gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt. Hierauf wurde er in der von der Majorität des Ausschusses empfohlenen Form mit 15 gegen 13 Stimmen angenommen. Für die nächste Woche wurde die Beratung des B u d g e t s in Aussicht gestellt. Uolttische Tagesschau. Aus Mombasa in Britisch Ostafrika kam dieser Tage, wie wir bereits kurz meldeten, die Kabelmeldung, daß der englischen Expedition, die gegen die aufständischen Somalis aus- ge^avdt wurde, um unter dem Kommando des Obersten Fernan die Schwarzen für die im vergangenen November erfolgte Ermordung des britischen Kommissars, Mr. Jenner, zu züchtigen, von den Ogaden Somalis am 19. Februar eine empfindliche Schlappe zugefügt worden ist. Am 5. Februar wurde der befestigte Ort Af-Madu ohne ! Liderstand okkupiert und nach einigen Tagen der weitere Vormarsch mit 500 Mann angetreten, der ganze 8 Tage ungestört von statten ging. Am 19. Febr. wurde das Dorf Sanassa erreicht, in besten Nachbarschaft die Expedition Lager ;ezog und im Begriff stand, es durch Anlage einer Zareva Verhau) zu befestigen, als die Somalis in einer Starke von der 2000 Kriegern einen überraschenden Angriff machten. Die Lage der britischen Kolonne war sehr ernst, aber glück cherweise gelang es dem Obersten Fernan, seine eingeborenen Soldaten fest in der Hand zu behalten und den Rückzug auf Af-Madu zu sichern, der unter fortwährenden Ge echten und schweren Verlusten ausgeführt wurde. Oie Ogaden griffen ungeachtet des fürchterlichen englischen Schnellfeuers immer und immer wieder mit zäher Tapferkeit an und verloren weit über 150 Tote, sowie zahlreiche Verwundete. Die britische Expedition hatte im Ganzen siebzehn Tote, darunter den Oberstleutnant Maitland und einige 30 Verwundete, darunter verschiedene weiße Ossi i iere, zn beklagen, während gleichzeitig einige 100 Stück Vieh, die auf dem Marsche erbeutet worden waren, verloren gingen und in die Hand der Somali sielen. Auf diese Weise ist die Strafexpedition voll- tändig mißlungen und Oberst Fernan wird zunächst in Af-Madu Verstärkungen abwarten, bevor er weitere Operationen unternehmen kann. Man ist bei diesem Kriegs zuge wieder einmal mit zu großer Zuversicht und zu geringen Streitkräften ins Feld gerückt und die „Rebellen" profitieren davon. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen am 28. Februar 1901. Anwesend: Bürgermeister Mecum, die Beigeordneten Georgi und Wolff, die Stadtverordneten Brück, Emme- lius, Euler, Faber, Flett, Dr. Fuhr, Hanau, Haubach, Heichelheim, Heyligenstaedt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Schiele, Schmal! und Wallenfels. Entschuldigt Beigeordneter Grüne berg, die Stadtverordneten Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch, Helfrich, Jughardt und Dr. Schäfer. Bürgermeister Mecum bringt nach Eröffnung der Sitzung eine Einladung des Turnvereins Gießen zu deffen am 9. März stattfindenden Winterfest zur Kenntnis der Versammlung. Die Ortskrankenkasse Gießen hat beantragt, den Krankenversicherungszwang auf Handelsgewerbetreibende, Handlungsgehilfen und Lehrlinge auszudehnen. Eine Anfrage bei der Handelskammer, dem Kaufmännischen Verein, dem Detaillistenverein einerseits, und dem Deutsch nationalen Handlungsgehilfen Verein, dem Verband der Handlungsgehilfen von 1858 anderseits hat ergeben, daß diese Vertretungen im Prinzip für den Antrag sind, im Hinblick auf die in Aussicht stehende Novelle zum Krankenversiche- runpSgesetzdeu Entscheid aber noch auszusetzen bitten. Da auch die Ortskasse noch weiteres Material vorzulegen beabsich. tigt, beschließt die Versammlung Absetzen deS Gegenstandes von der Tagesordnung. Die in den preußischen Nachbargemeinden wohnenden Steigerer von Holz aus den Gießener Waldungen haben eS bisher als ihren Jntereffen zuwiderlaufend gesunden daß sie das Holz entweder vor der Abfuhr baar bezahlen, oder einen Bürgen aus Gießen stellen mußten. Eine Anzahl Einwohner aus Dutenhofen haben sich deshalb an die hiesige Bürgermeisterei gewandt mit dem Ersuchen, dieselbe möge auch Burgen aus den preußischen Gemeinden zulassen, sofern ihre Zahlungsfähigkeit durch den Gemeindevorsteher bestätigt wird. Auf Antrag der Finanzkommission wird beschloffen, dem Gesuche Folge zu geben. Um die drei Becken des Kriegerdenkmals vor den Einflüssen des Winterwetters zu schützen, sollen dieselben mit Deckeln versehen werden. Die Kosten im Betrage von 208 Mk. werden bewilligt. In der von der Stadt erworbenen früher Güngerich'- chen Hofraite an der Frankfurter Straße sind umfaffenbere Reparaturen, Herstellung eines GlaSabschluffes rc. nötig, wofür 1500 Mk. bewilligt werden. Der Vergebung deS Str.aßenunterhaltungsma- terialS für 1901/1902 (ChaussierungSsteine, Pflastersteine und Basaltgrus) an die von der Baudeputation vorgeschlagenen Submittenten stimmt die Versammlung zu. — Herr Schmal! weift hierbei auf den Zustand der Rodheimer Straße hin. Der Fußstieg derselben sei dicht besetzt mit ChaussierungS- material, so daß es den zahlreichen Fußgängern und Fuhrwerken kaum möglich sei, durchzukommen. Er bitte den Bürgermeister, seinen Einfluß geltend zu machen, daß diese Mißstände beseitigt würden. Bürgermeister Mecum bemerkt, )aß er an zuständiger Stelle (die Straße steht in Unterhaltung des Kreises bezw. der Provinz) vorstellig werden wolle. Zur intensiveren Reinigung der HauptverkehrS- kraß en hat die Baudeputation die Anschaffung einer Kehrmaschine beantragt. Der Antrag wird zum Beschluß erhoben und die Anschaffungskosten im Betrage von 1050 Mk. bewilligt. Der Betrieb und die Unterhaltung der Maschine kostet jährlich 2500 Mk. Bürgermeister Mecum teilt mit, daß die Anschaffung der Kehrmaschine eine Entlassung von Arbeitern nicht zur Folge haben werde. — Die vom Stadtv. Leib gestellte Anfrage, ob die Reinigung der Bürgersteige von Schnee und Eis nickt von der Stadt ausgeführt werdett könne, beantwortet Bürgermeister Mecum dahin, daß bei ilötzlich eintretendem Schneefall nicht rasch genug die nötige Anzahl Leute zur Verfügung stehe. Die weitere Erklärung des Stadtv. Leib, daß mit der von den Anliegern geübte« EiSentfernung die Bürgersteige beschädigt würden, beantwortet Bürgermeister Mecum dahin, daß die Polizei bereits angegangen worden sei, ihr Augenmerk auf die Art der Eisentfernung zu richten. — Stadtv. Hanau bemerkt, daß er chon früher sich für Anschaffung einer Kehrmaschine ausgesprochen habe, und spricht sich für strenge Handhabung deS die Trottoirreinigung betreffenden Reglements aus. — Stadtv. Löber ist dafür, die Entfernung des Eises von den Trottoirs wie bisher den Anliegern zu überlassen, er empfiehlt aber, ne Entfernung deS EiseS aus den Gossen durch städtische Arbeiter vornehmen zu lassen. — Stadtv. WallenselS bittet ebenfalls, es bei dem jetzigen Brauch zu belaffen, hält aber ein früheres Beginnen der Straßenreinigung während )er Sommermonate für nötig, und zwar aus sanitäre« Gründen. — Die Versammlung beschloß ferner die Anschaffung eines vierten Schlammwagens. Für die Herstellung einer Zufuhr st raße vom Hamm nach dem Elektrizitätswerk werden 4700 Mk. bewilligt. Der Beschluß über die Vergebung der zu 7632 Mk veranschlagten Weißbinderarbeiten im Elektrizitätswerk wird ausgesetzt. Bon den 13 Angeboten beträgt das höchste 9700 Mk., das niedrigste 4610 Mk. Die Baudeputation wird fich zunächst über einen Vorschlag schlüssig zu machen haben, dahingehend, daß Gebote, die über 20% unter den Voranschlag jerabgehen, überhaupt unberücksichtigt bleiben. Der bereits im vorigen Jahre beratene Entwurf einet Polizeiverordnung über die Benutzung der Bürgersteige ist vom Polizeiamt dem Ministerium des Innern vorgelegt worden. Die Verordnung besagt, daß die Bürger- teige für den Fußgängerverkehr frei zu halten sind, das Be- ahren derselben mit Karren, Wagen, Schlitten und Fahrrädern verboten ist. Gestattet ist nur daS lleberfahren zum Zweck des Ein- und Ausfahrens in bezw. aus den Hofraiten, owie das Fahren mit besetzten Kinder- und Krankenwagen; gewerbliche Verrichtungen, das Feilbieten von Gegenständen, das Tragen von Schirmen und Stöcken in einer andere Personen gefährdenden Weise sind verboten, desgleichen der Verkehr mit Metzgerbollen, Bäckerkörben und Gegenständen, die andere Personen zu beschädigen oder zu beschmutzen geeignet sind, außerhalb der Frühstunden von 5—7 Uhr. Für die Anlage einer Rollbahn im Hofe des Gaswerks werden 1485 Mk. bewilligt. Die Rechnung des Gas- und Wasserwerks für 1899/1900 wird, nachdem die Richtigkeit derselben durch die Prüfungskommission bekundet, genehmigt. Der Voranschlag des Gaswerks für 1901/1902 sieht vor an Einnahmen für GaS bei einer Gesamterzeugung vo« von 1 350 000 Kubikmeter Mark 208 559, für CokeS Mk. 72 360, für Theer Mk. 7 701, für Amoniakwaffer Mk. 2012, für Gaseinrichtungen Mk. 39 000, für GaS- meffermiete Mk. 5000. — Unter den Ausgaben sind hervorzuheben: Anschaffung von GaSkohlen Mk. 95 383, von CokeS Mk. 19 658, Arbeitslöhne für die Gaserzeugung Mk. 23 220, Arbeite und Fährlöhne auf Nebenerzeugnisse u. s. w. Mk. 6200, Unterhaltung der Retortenöfen Mk. 2550, der Gebäude 2425 Mk., der Fabrikrohrleitungen Mk. 1200, deS Straßenrohrnetzes Mk. 800, der Betriebswerkzeuge Mk. 1850, Laternenwärterlöhne Mk. 8770, Herstellungen an Straße«- laternen Mk. 1350, Gaseinrichtungen Mk. 30 000, Gehalte Mk. 16 490, Steuern und Abgaben, VersicherungS- rc. Beiträge Mk. 5000, Bureaukosten Mk. 3100, sonstige Unkosten Mk. 1900, Zinsen Mk. 22 850, Amortisation Mk. 30 000, Anschaffungen für daS Magazin Mk. 24 000. Der Betriebsüberschuß wird eingestellt mit Mark 54 600. Stadtv. Hanau befürwortet im Hinblick darauf, daß tat vorigen Jahre der hohen Kohlenpreise wegen die CoakSpreise erhöht wurden, eine Herabsetzung derselben, nachdem die Kohlenpreise wieder gesunken seien. Stadtv. Löber tritt dem Vorschläge bei. — Direktor Bergen bemertt, daß die Einnahmen auS Coaks auf Grund sorgfältiger Berechnungen eingestellt seien, eS taffe fich nicht vorauSsehen, wie hoch im nächsten Jahr die Kohlenpreise seien; übrigens habe es die Stadtverordneten Versammlung in der Hand, die CoakSpreise " 6eNe£ L"18 tot btn di-s-lbt, B-'r-gl eon ^ngerii’, 1 a®f“ffenbete wofür ^Sma. JWhatt er Straßr Chaussierung-, Ier« uud Fuhr. , Er bitte de» en, daß diese cecum bemerkt, teht in Unter, ! werden wolle, -ptverkrhr-- lg einer Sehr- Beschluß erhoben 0 M. bewilligt, »ine tostet fclhr- t mit, daß dir ) von Arbeitern i Stadtv. Leib 'itrgerjlche von geführt werben whin, daß bei nug die nötigt irre TrMrnng tiegern geübte» en, beantwortet zei bereits an- it Art der KiS- bernerlt, daß er ihmaschine auS> Handhabung des ans. — Stadtv. on den Trottoir- : empfiehlt aber, durch städtische . Wallevselt zu belassen, hält sinigung während c aus sanitäre» •r die Anslhaffung ißt Dom fynnm bmillißt. Der . veranschlagten rk wird aut« MNwM, on wird sich zu- ,en haben, dahin- den Voranschlag 'N. it Entwurf einer enntzung der eriumbtfi Innern daß die Sürger- tti sind, da-Setten und Fahr- leberfahren zu» ^denHosraüeu, , Kraulenwagru', 0« SrzwMda, in tiott M»< t»W '. baf>‘ „'Lflt H»s, sestzusetzen; angestellte Ermittelungen hätten ergeben, daß Gießen die niedrigsten Coakspreise habe. Stadtv. Haubach ist auch für Herabsetzung der Coakspreise, falls die Kohlen- prerse herabgehen, empfiehlt aber, damit bis zum nächsten Winter zu warten. — Stadtv. Kirch bestätigt, daß anderwärts die'Coakspreise höher seien als in Gießen. — Bei geordneter Georgi empfiehlt, betreffs Herabsetzung der CoakS preise noch eine abwartende Stellung einzunehmen, zumal nach den inzwischen gemachten Erfahrungen feststehe, daß in den Kreisen der Minderbemittelten sehr wenig CoakS verbraucht werde. — Scadtv. Wallenfels rät ebenfalls von einer alsbaldigen Herabsetzung der Coakspreise ab. — Gas werkdirektor Bergen teilt mit, daß von den Minderbemittelten, denen der Bezug durch Preisherabsetzung erleichtert worden sei, nur ca. 190 Centner entnommen wurden. — Stadtv. Heyligenstaedt erklärt, daß keine Veranlassung vorliege, den Coakspreis herabzusetzen, eher würde er für Ermäßigung des Gaspreises stimmen. — Nachdem noch Direktor Bergen in eingehender Weise dargelegt, wie sich die Produktion des Gaswerks nach Fertigstellung des Elektrizi tätSwerks voraussichtlich gestalten werde, und weiter der Ueber- zeugung Ausdruck gegeben hat, daß beide Werke recht gut neben einander bestehen könnten, wird der Voranschlag genehmigt. Der Voranschlag des Wasserwerkes rechnet mit einer Einnahme an WasserzinS von 110745,25 Mk., aus Wassereinrichtungen von 20000 Mk. — Die Betriebs- und Unterhaltungskosten der Quellfassungs-, Maschinen- und Kessel Anlagen, der Gebäude und Grundstücke in Qkreckborn sind ver- »nschlagt zu 14020 Mk., die Unterhaltung der Zuleitungsstrecken bis zu den Hochbehältern, sowie des Straßenrohrnetzes ufw. zu 4000 Mk., die Unterhaltung und Bedienung der Wafsermeffer zu 1600 Mk., die Waffereinrichtungen zu 15100 Mk., die Gehalte zu 10253 Mk., die allgemeinen Un -osten zu 3900 Mk., an Zinsen sind erforderlich 45500Mk., zur Amortisation 15107 Mk., zu Anschaffungen 24000 Mk. Der Betriebsüberschuß ist einaestellt mit 21000 Mk. Aus Stadt und Kand. Gießen, den 1. März 1901. •• Hessische Landes-Lotterie. Der Plan zur 3. Lotterie, deren erste Ziehung in nächster Woche am 5. März statt- findct, weist bekanntlich eine Reihe von Aenderungen auf. Der Lospreis ist fast unverändert geblieben. Das ganze Los kostet jetzt 168 Mk. Es erfolgt aber die Ausgabe der Lose nicht mehr in Zehnteln und Fünfteln, sondern in Achtel» und Vierteln. Um eine erhebliche Erhöhung des Preises für den nunmehr kleinsten Losabschnitt, das AchtelloS, zu vermeiden, erfolgt die Ausgabe der Lose, entsprechend der nunmehrigen Ausspielung der Lotterie, für 6 Klaffen. Dadurch stellt sich der Preis für das einen größeren Gewinnanteil sichernde AchtelloS auf nur 3 Mk. 50 Pfg. für jede Klaffe, also um nur 20 Pfg. höher als bisher der Preis für ein Zehntellos betrug. Es ist dies um so beachtlicher, als von allen anderen deutschen Staatslotterien zur entsprechenden Lotterie höhere Preise ohne Gewährung größerer Losabschnitte verlangt worden sind. — Der neue Plan bietet auch noch bessere Gewinnaussichten als der bisherige. Während nämlich seither ein den Einsatz um mehr als das Doppelte Übersteigender Gewinn aus jedes 21. Los entfiel, fällt von jetzt ab schon auf jedes 17. Los ein solcher Gewinn. Die neuen Planbestimmungen haben, wie sich auS dem aber« «als gestiegenen LoSabsatz erkennen läßt, Beifall gefunden. -t. Lollar, 28. Febr. Am 1. März begeht Karl Schmidt III. fein 25jähriges Dienstjubiläum als Polizeidiener in unserer Gemeinde. Er hat in dieser Zeit seinen Dienst als Polizeidiener treu erfüllt und erfreut sich allgemeiner Achtung und Beliebtheit. Seit Januar 1901 ist Polizeidiener Schmidt auch 25 Jahre lang Vereinskassierer des Veteranen- und Kriegervereins Ludwig zur Treue Lollar. + Ettingshausen, 28. Febr. Am 25. d. Mts., abends 8 Uhr, hielt der hiesige Konsumverein eine Generalversammlung beim Wirt Keil ab. Der Direktor eröffnete die Versammlung und verlas die Bilanz des Jahres 1900. ES crgab sich nach Abzug der Verwaltungskosten ein Reingewinn von 485 Mk. 84 Pfg., der unter die Mitglieder mit 5 Proz. für gekaufte Waren verteilt wird. Die Rechnung wurde als richtig befunden und der seitherige Vorstand durch Akkla« mation einstimmig wiedergewählt. Die Mitgliederzahl hat sich um 5 vermehrt, sodaß sie sich jetzt auf 53 stellt. — Hier und in der Umgegend herrscht Diphtherie. -k- Aus Rheinhessen, 27. Febr. Dem Eigentümer der „Nonnenaue- bei HeideSheim, dem Oekonomen Krebs, ist jüngsthin ein sehr unangenehmes Erlebnis widerfahren. Er unternahm eine Reise nach Ungarn, um dort im Auftrage des landwirtschaftlichen Vereins Arbeitskräfte zu werben, die durch Vermittelung des genannten Vereins an Landwirte unserer • Gegend vermietet werden sollten. Krebs war eS gelungen, zirka 60 Arbeiter zu verpflichten, mit denen er die Reise nach Deutschland gemein schaftlich machen wollte. Auf dem Bahnhofe in Budapest angekommen, wurde Krebs mit feinen 60 Begleitern ver haftet, und zwar unter der Anschuldigung, Leute durch Kontrakt verpflichtet zu haben, für immer ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Trotzdem Krebs energisch dagegen protestierte und entschieden bestritt, derartige Verträge mit den von ihm engagierten Leuten gemacht zu haben, wurde er verhaftet und erst auf Intervention des deutschen Konsuls den nächsten Tag, nach Hinterlegung einer Kaution, wieder in Freiheit gesetzt. Der Agent, der in früheren Jahren dem landwirtschaftlichen Verein die Arbeitskräfte besorgt hatte und dem durch die Entsendung des Herrn Krebs die Provision entgangen war, hat dem letzteren durch die falsche Denunziation den Schabernak gespielt, der indeß wahrscheinlich noch zu vielen Weiterungen führen wird. M a i n z, 27. Febr. Ein k o m i s ch e r V o r f a l l hat sich in einer der letzten Nächte in einem nahegelegenen, ebenso durch seine vortrefflichen Weine, wie durch die „vielen alten Leute" (dann wird's wohl Badenheim sein) hinlänglich bekannten Orte ereignet. Zwei „Fremde", die nicht oen besten Eindruck machten und von denen man nicht wußte, „weß Nam' und Art und woher die Fahrt", skandalierten in einer Wirtschaft dermaßen, daß der Hüter der Ordnung sich genötigt sah, die Radaubrüder — einer soll, wie später bekannt geworden ist, lange Zeit in einer ob er hessisch en „Sommerfrische" geweilt haben, der andere ist nach seinem Aussehen der beste Bruder auch nicht — in Nummer Sicher zu bringen, wobei ihm noch ein Herr hilfreiche Hand leistete. Der Transport zum Haftlokal ging glatt von statten. Die Vorthiir desselben wurde geöffnet und um die mitternächtige Stunde stand man vor dem Gemache, das zur Aufnahme der beiden „im Namen des Gesetzes" verhafteten Individuen bestimmt war. Der dienstthuende Wächter der Nacht öffnete, den großen Schlüssel aus guten Gründen wieder an sich nehmend. Die Fremden wurden eingethan. Ob nun ein Handgemenge oder sonstige schwierige Manipulationen die Ursache waren, kurz, die mit einem Fallschloß versehene und der Sicherheit halber nur von außen zu öffnende Thür klappte zu und Verhaftete uni) Verhaftende waren alle miteinander im „Kasten". Die Beiden, denen der idyllische Aufenthalt zugedacht, waren an die bekannte Pritsche offenbar gut gewöhnt, denn sie pflegten alsbald der süßen Ruhe, das „Auge des Gesetzes" sowie den Helfer kaltblütig und teilnahmslos dem herben Geschick überlassend. Erst nach mehrstündigem Hangen und Bangen in schwebender Pein wurden die unfreiwilligen Häftlinge, die inzwischen sich laut zu machen versucht hatten, entdeckt und unter Zuhilfenahme eines Schlossers gegen Morgen aus der „Haft" befreit. ♦* Mainz, 27. Febr. (M. N. N.) Zur Errichtung eines Kreyßig-Denkmals sind auf der städtischen Sparkasse die Sammelgelder in Höhe von 9229 Mk. angelegt. Der Verschönerungsverein leistet aus seiner Kasse einen Beitrag von 5000 Mk. und ersuchte die Stadt, cbcu^ alls einen entsprechenden Beitrag zu bewilligen. Die An« jelegenljeit beschäftigte gestern den Finanzausschuß. Bei )ieser Gelegenheit wurde eine Photographie des Brahms Denkmals in Meiningen vorgelegt, nach dessen Muster wahr' cheinlich das Kreyßig-Denkmal zur Ausführung kommen oll. Der Finanzausschuß hat einstimmig beschlossen, einen noch näher zu bestimmenden entsprechenden Beitrag für das Denkmal bei der Stadtverordneten Versammlung zu beantragen. Homburg, 27. Febr. Die Pläne für die Wiedererbauung der Saal bürg haben in der letzten Zeit noch durchgreifende Veränderungen erfahren. Der Kaiser hat einen Aufenthalt in Homburg dazu benutzt, um mit dein Baurat Jacobi wiederholt eingehend zu konferieren. DaS definitive Projekt ist vom Kaiser genehmigt worden. Das Ziel des Neubaues, wie es auf Grund der vorgeschrittenen Forschung fesksteht, ist jetzt, das Prätorium sozusagen als eine Kaserne der zweiten Kohorte der rhaetischen Legion darzustellen. Kleider- und Waffenkammern, Fahnensaal, Zahlmeisterei und Garnison-Andachtsraum sollen richtig zur Geltung kommen. Auch die Canabae, die Legionärskneipe, soll nicht vernachlässigt werden. Dieser Tage führte Ban- rat Jacobi den König von England und die Kronprinzessin von Griechenland durch den Bau und gab die nötigen Erklärungen. Besonderes Interesse erweckte bei den Zuhörern der Umstand, ^>aß der Legionär in der Zahlmeisterei seine eigenen Ersparnisse deponieren mußte, sodaß er bei der Verteidigung des Kastells auch für die eigenen Ersparnisse, die sogenannten „Moneten", kämpfte. Der Kaiser will, daß der Bäu des Prätoriums nicht überstürzt werde, man soll sich Zeit lassen. Hanau, 27. Febr. Tie deutschen Handelskammern, die gegen die Erhöhung der Getreidczölle Stellung genommen haben, sind vielfach angefeindet worden. Demgegenüber bemerkt die hiesige Handelskammer, daß es für sie im Rahmen der ihr zugewiesenen Aufgaben geradezu Pflicht war, gegen höhere Getreidezölle zu protestieren. Sie giebt eine statistische Uebersicht über die Pro duktion und Konsumtion von Getreide in ihrem Bezirke, der die Kreise Hanau-Stadt und Land, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda, .Hünfeld und Gersfeld umfaßt. Das Ergebnis derselben ist, daß die Landwirtschaft des gesamten Bezirks bei weitem nicht im stände ist, den Bedarf der Bevölkerung in diesem Bezirke an Getreide zu decken: vielmehr sind erhebliche Zufuhren von auswärts erforderlich. Jagd und Spack. Worms, 26. Febr. Sicherem Vernehmen nach hat die Sektion Worms des Deutschen und Oesterreichischen Alpen- Vereins die Führung für den gemeinschaftlichen Ausflug der süd westdeutschen Sektionen nach Neu» st a d t - K ö n i g s m ü h l e - K a l m i t -Stollen - Neu stadt, der für Juni d. I. geplant ist, übernommen. An dem gestrigen Winterausflug', den die hiesige Sektion uner- nahm, beteiligten sich 18 Herren. Nachdem man um dreiviertel 11 Uhr vormittags von hier mittelst Bahn in Bensheim angekommen war, wurde sofort der Weg angetreten und zwar über Schönberg-Schönberger Kirche - Schleier- machers-Ruh'-Felsburg, woselbst man um dreiviertel 2 Uhr ankam, trotz der Schwierigkeiten, die der beinahe durchweg einen halben Meter hohe Schnee und die schlecht ausgetretenen Wege entgegensetzten. An dem Mittagessen im Felsberghotel beteiligten sich noch fünf Skyläufer, die von Jugenheim über den Melibokus nach dem Feldberg gekommen waren. Zum Rückweg über Reichenbach nach Bensheim brauchte man zwei Stunden und berechnet sich sonach die Gesamtgehzeit auf fünf Stunden. Eine aanz schöne Leistung, wenn man bedenkt, daß der Weg meist durch hohen Schnee ging. Kunst-Ausstellung. ausstell ung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. liiiunintimuljinujcii Submission. Für die Gr. neuen Kliniken fct Gießen soll die Lieferung von zirka 32000 Ctr. Maschinenkohlen, 600 Ctr. Nußkohlen und 60 rm Tannen- Scheitholz für das Rechnungsjahr 1901/02 auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Bedingungen und der Minifterialerlaß vom 16. Juni 1893 können auf dem Verwal- tungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen von 3 bis S Uhr nachmittags eingesehen »erden. Offerten sind verschloffen, mit entsprechender Aufschrift versehen, biS zum 12 März 1901, Mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Zuschlag er- folgt am 20. März 1901. Gießen, 25. Februar 1901. Gr. Verwaltungs-Direktion der ______neuen Kliwken. (1579 Submission. Für die Gr. neuen Kliniken in Gießen sollen pro 1901/02, vom 1. April bis 31. März, auf dem öffentlichen Sub mtssionswege vergeben werden: a. Die Lieferung von: 1. Backwaren, 2. Fleischwaren, 3. Spezereiwaren und Verbrauchsgegenständen, 4. Kaffee, 5. Butter und Eiern, 6. Milch, 7. Bier, 8. Schreibmaterialien, 9. Maschinenöl und Putzwolle, 10. Bürstenwaren und Scheuertüchern, 11. Seife, 12. Eis, 13. Porzellanwaren, 14. Kornstroh. b. Sonstiges: Das Reinigen des Herdes und der Oefen, die Entleerung der Kehrichtgrube, die Abgabe von Knochen, Gespül, leeren Oel- und Weinfäffern, leeren Mine- ralwafferflaschen und Lumpen. Die Bedingungen können aus dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen, nachmittags von 3—5 Uhr, eingesehen werden. Proben der unter a 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11 und 13 bezeichneten Gegenstände sind nebst den verschlossenen Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Dienstag den 12. März 1901, mittags 12 Uhr, aus dem oben erwähnten Bureau einzureichm. Zuschlag erfolgt am 20. März 1901. Gießen, 25. Februar 1901. Gr. Verwaltungs-Direktton der neuen Kliniken. (1578 Hohversteigerung Dienstag den 5. März d. IS., vormittags Vov 9 Uhr au, soll im Lang. Gönser Gemeindewald „Wehrholz-, Abteilung EberSgönser- loch und Ochsenharb, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 29 Eichenstämme von 5 bis 8 m Länge — 6,5 fm enthaltend, 170 Fichtenstämme von 10 bis 16 m Länge — 33 fm enthaltend, 260 StückFichten-Derbstangen von 10 bis 15 rn Länge — 22 fm enthaltend, 6 rm Eichen-Knüppel, 2,5 m lang, 60 „ Buchen-Scheiter, 141 „ Buchen- und Eichen- Knüppel, 8600 Eichen u. Radel-Wellen, 67 rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist im Ebersgönserloch. Bemerkt wird, daß das Stamm- und Stangenholz von mittags 1 Uhr an zur Versteigerung kommt. Das F chteu- Holz lagert im Ochsenharb bei der schwarzen ©temtaut. Lang-Gönö, 27 Febr. 1901. Gr. BürgermetstereiLang. Göns. Rompf. 1679 Kotzversteigerung. Montag den 4. März, von vormittags 10 Uhr an, kommen in den Waldungen der Gemeinde Climbach, Dists. Buchkopf, nachstehende Holz- Sortimente zur Versteigerung: 15 Eichen-Schnittholzstämme von 4 bis 10 m Länge, 40 bis 51 cm Durchmesser — 13,21 fm, 28 Eichenstämme von 8 bis 10 m Länge, 19 bis 35 cm Durchmesser — 10,91 fm, 36 Radelstämme von 16b!s 22 m Länge, 16 bis 35 cm Durchmesser — 21,91 fm, baruater mehrere Stämme Schnitt- W 60 Nadel-Derbstangen, 200 Nadel-Retsstangen, 15 rm Buchen-Scheit, 10 u Eichen-Scheit, 30 u Buchen-Knüppel, 12 „ Eichen-Knüppel, 1800 Bucheu-Wellen, 1500 Elchen-Wellen, 400 Nadel-Wellen, 82 rm Buchen- und Eicheu- Stöcke. Zusammenkunft ist im Distr. Buchkopf, an der Kreisstraße Beuern—Aller tshausen. Climbach, am 28. Febr. 1901. Gr. Bürgermtisterei Climbach. Stein. 1678 Mobiliar- Versteigerung in dem Kann'schen Hause, Frankfurterstraße 31. Montag den 8. uud Dienstag den 4. März, von nachmittags 2 Uhr an, sollen tue zu dem Nachlaß des Joh. Balth. Kann gehörigen Gegenstände, als: Sophas, Schränke, Weißzeug, ein schöner Schreibsekretär, Tafelklavier rc. meistbietend versteigert roerber. Mit Weißzeug und Küchengeräten wird der Anfang gemacht. 1644 I. A.: Schneider. Hohversteigerung Freitag den 8. März sollen in den Zimmerischen Waldungen zu Winnerod, im Distrikt Burgwald, Eichköpfel und Neuhof, versteigert werden: 341 rm Buchen Scheit, 2 „ Erchen-Scheit, 108 „ Buchen-Prügel, 4 ff Eichen-P ügel, 1,5 „ Radel Prügel, 109 „ Buchen-Stock, 2 „ Eichen-Stock, 456 , Buchen Reiser, 6 „ Eichen-Retser, 6000 Stück Fichten - Bohnenstangen. Zusammenkunft vormittag« */210 Uhr am Eingang der Straße Winnerod — Linden- struth in den Burgwald. Winnerod, 26. Febr. 1901. Sa mes. 1672 Hohversteigerung im Ficher Stadtnmld. Donnerstag, 7. März, vormittags 10 Uhr beginnend , sollen im Licher Stadtwald, Distrikt Unterspeierlingskopf, versteigert werden: 70 rm Buchen-Scheit, 40 „ Btrken-Runbscheit, 160 n Buchen-, Eichen-, Buken- und Nadel- Knüppel, 6000 Buchen-, Eichen-, Birken-, Nabel- und Weichholz. Wellen, 164 rm Buchen-, Eichen«, Birken- und Nadel- Stöcke. Die Zusammenkunft ist am Pflanzgarten in der Schwein- stallheege. Bemerkt wird noch, baß nächstens noch eine Buchen- Brennholzversteigerung imDistr. Zappenau stattfinbet, wo zirka 300 rm Buchen-Scheit- und Knüppelholz zum Ausgebot kommen. Lich, ben 27. Februar 1901. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. 1677 Seltersweg 68 Fritz Nowack Seltersweg 68 Spezial-Geschäft Bettstellen, echt Nusabaum poliert, Waschkommoden, echt Nussbaum poliert, mit Marmorplatte, Siachtschränke, echt Nussbaum poliert, mit Marmorplatte, für Betten und Schlafzimmer-Einrichtungen. Ton Mk. 3S.- an. Kleiderschränke, echt Nussbaum poliert, zweithtirig, von Mk. 60.- an. ’ . 60.-» Lagerte Schlafzimmer-Möbel , » 30*- „ in grösster Auswahl i58s Grösstes Spezial-Geschäft am Platze. Uhr, 1611 Gäste willkommen. Der Vorstand Continental CaoBtchooc & Guttapercha Comp., Hannover. 147 69 sowie 1361 rt // K to Rein. 1675 Den Nageiauf den Kopf Lieh 706 bei Apotheker W. Weber. sowie 1346 iü hoi Köln a- Rh. »-ranew-Nlich ftr tat «Lgnneinm Teil: P. für kn ItqdgenteU: $fln< Brck. llcvmirtiuujcn Gemüse-Conserven MAM ;yi- MlslKWAW MlietMliW tirrfdjifbriics 136 439 Eichen-Scheitholz, Buchen-Knüppelholz, Eichen-Knüppelholz, Nadel-Knüppelholz, Briketts Brennholz ist die Krone aller Kaffeeverbesserungsmittel 58 62 8 37 16 100 4450 1050 12 67 9 Nusskohlen Anthracitkohlen Jeder Radfahrer ist ein Freund dieses Reifens. Erstklassig in Material und Ausführung. Eichen stämme mit 105,32 fm. Nadelstämme m. 40,47 fm Nadel - Derbstangen mit 42,34 fm, Nadel - Reisstangen mit 2,51 fm, rm Buchen-Scheitholz, Zusammenkunft ist an der Strulwiese. Allendorf an der Lumda, den 28. Februar 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf y. d. Lda. Amin her JttaiMrn ;n Gießen Oeffentlicher Vortrag Freitag den 1. März 1901, abends 8J/a im unteren Saale des ßaf6 ßvel. Thema: Bermögeussteuer-Gesetz. Referent: Herr Rechtsanwalt Raab, hier. Hohversteigerung Dienstag den 5. März I« I., vormittags 9 Uhr, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lda , Distrikt Kringelsbach, Seif, Rundcheg und Hormelseck, versteigert: empfiehlt zu billigsten Preisen J. Happel Neustadt 49 und 56. Kleine, ruhige Familie sucht eine Wohnung von 6—6 Zimmern, möglichst mit Veranda oder Garten- anteil, per 1. Juli Die an den ^.udwigSplatz grenzenden Straßen werden bevorzugt. Gefl. Offerten unter A Z 0656 an die Expedition dieses BlatteS. schwedischen Ziminer-Tliilren Folter, Bekleidungen. Be- erhläircn etc. Bet Bedarf erbitten Anfragen. treffen alle praktischen Hausfrauen, die das triebfähigste und seit 27 Jahren bewährte I tahin’s Backpulver LBvUiy .mitdemBäckBrjungen, (D. R. P. A No. 7402) verwenden. Ueberall käuflich. , Meine & Liebig, Hannover. Aelteste Backpulv.-Fabr. Deutschi. kauft man am billi ifien bei Ph. Herrmann Seltersweg 35. J II. 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