Nr 28 «rke8 Blatt. Samstag dm 2. Februar 151, Jahrgang 1901 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anseiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Bi. Orsäieint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Isa»ikie«ötLtter werden dem Anzeiger iw Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Aezugspretr vierteljährl. Mk. 2JO monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelle» vierteljährl. Mk. 1.90 monatlich 65 Pfß. Bei Postbezug Mk. 2.— vierteljährl. ohne Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. K) Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Amts- unb Zlnzeigeblcrtt für den Ttveis Gieszeßr. Sedaktiou. Expedition und Druckerei: Ichulstrahe Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger «ietza». Fernsprecher Nr. 5L Amtlicher Teil. Warnung Neuerdings wird wieder in hiesigen und auswärtigen Blättern durch Reklame-Jnferate, die „Wo Linderung, da Besserung", „ohne Besserung keine Heilung", „durch Nacht zum Licht" und ähnlich überschrieben find, der „echte russische Knöterich-Thee (Polygonum aviculare) von Ernst Weidemann in Liebenburg a. H a's fichereS Heilmittel gegen Erkrankungen der Luftwege (Husten, Heiserkeit, Asthma rc.) und besonders gegen Lungen leiden angepriesen. Die Pflanze, aus der dieser Thee besteht, ist der Bogel- knöterich (Polygonum aviculare). Dieser wächst auch hierzulande auf Aeckern, Wiesen und in Gärten in großer Menge und besitzt die ihm zugeschriebeue Heilwirkung nach der Ansicht von Sachverständigen nicht im entferntesten. Der Preis des TheeS ist ein Verhältnis- l äßig hoher. Dieselbe Pflanze wird auch unter dem Namen Homeriana als Heilmittel gegen Lungenschwindsucht angepriesen. Der OrtsgesundheitSrat zu Karlsruhe hat schon wiederholt durch öffentliche Bekanntmachungen auf das Schwindelhafte dieser Anpreisungen aufmerksam gemacht. Gießen, den 30. Januar 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, Hechler. Warnung. Neuerdings werden Prospekte des Kurpfuschers HanS PeterJürgensen in Herisau (Schweiz) (früherinCoblenz) verbreitet, die seine Behandlung von offenen Beinschäden, Krampfadergeschwüren, Hautkrankheiten, LupuS rc. anpreisen. Das angebliche Heilverfahren ist purer Schwindel. Wir sind daher veranlaßt, hiervor zu warnen, dies umsomehr, als Jürgensen, um sein gemeingefährliches Treiben ungestört und unbehelligt von den inländischen Gerichten fortsetzen zu können, vor nicht allzu langer Zeit seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt hat. Zur Charakterisierung des rc. Jürgensen, vor welchem schon seit Jahren durch öffentliche Bekanntmachung der Be Körben gewarnt wird, diene die nachstehende „Warnung" der König!. Polizei-Direktion Coblenz vom 21. März 1898. Gießen, den 30. Januar 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Warnung vor dem gemeiuschädlicheu Treiben deS Kurpfuschers Jürgensen: Der frühere Elementarlehrer HanS Peter Jürgensen, wohnhaft in Coblenz, Adamstraße 10, wegen Beilegung eines ärztlichen Titels und wegen Ausübung der Heilkunde im Umherziehen durch die erste Strafkammer des König!. Land gerichtS zu Coblenz am 15. November 1894 zu einer Geldstrafe von 100 Mk. bezw. 10 Tagen Haft verurteilt, kündigt in einer großen Zahl von Lokalblättern in weitem Umfange sein Heilverfahren gegen offene Beinschäden, Krampfadergeschwüre und Hautkrankheiten (Lupus freßende Flechte) an. Wie die wiederholte Untersuchung ergeben, bestehen seine Mittel in gewöhnlichen Salben (von Blei, Zink Pflastern, Kräutern und Medikamenten, die ohne ärztliche Verordnung jedermann im Handverkauf in der Apotheke zugänglich und allgemein bekannt sind. Diese Mittel läßt er aus der Apo theke von Größer in Trier in großen Mengen unter Postnachnahme zu Beträgen bis 8 Mk. und darüber beziehen. Die Forderungen, welche er für seine im Auflegen von Salben, Pflastern und Einwickelung von Binden bestehende Behandlung stellt, und im Weigerungsfälle rücksichtslos gerichtlich einzutreiben sucht, find unerhört. DaS ganze Verfahren ist nur darauf berechnet, unglückliche Kranke, welche an hartnäckigen, schwer oder garnicht heilbaren Uebeln leiden, durch angebliche günstige Erfolge anzulocken und auszubeuten. Er berechnet z. B. für eine Verordnung in seiner Wohnung 6 Mark, für einen Besuch in hiesiger Stadt 12 Mark, nach auswärts entsprechend höher. Für das Auflegen von Pflastern auf Lupus-Geschwüre hat er — wie die bezüglichen Zeugen- aussagen ergeben — jedesmal 12 Mark genommen. Einem Kranken, welcher wegen LupuS 200 Tage ohne Erfolg von ihm behandelt worden, hat er eine Rechnung von 200 Mark gemacht Vor dem gemeinschädlichen Treiben des rc. Jürgensen wird hiermit öffentlich gewarnt. Coblenz, den 21. März 1898. Der König!. Polizei-Direktor (gei.) von Stedmann. Reichspost und Reichssprache. Herr von Podbielski hat den Bewunderern seiner Schneidigkeit am letzten Freitag eine schmerzliche Ent- äuschung bereitet, und nicht ihnen allein, sondern jedem, der dem Vordringen des Polentums in unserer Ostmark und seinem wachsenden Uebermut mit aller Entschlossenheit gewehrt wissen will. Dreist ist die Reichspost von )en Polen herausgefordert worden, nichts weniger versuchen ie, als der deutschen Reichspost ihre Sprache aufzuzwingen. Ihre Briefe und Pakete tragen polnische Aufschriften mit dem unnützesten Beiwerk, und ferner muten sie der Post zu, die Namen uralter deutscher Städte im polnischen Wörterbuche aufzusuchen. Wir wünschen keinen Kampf mit kleinlichen Mitteln. Die Politik der Nadelstiche ist immer die Politik des Schwachen, das Deutsche Reich aber ist groß und stark. Wir finden es ganz in der Ordnung, daß die Post dem lothringischen Bauern, der kein deutsch versteht, entgegenkommt, und daß sie der mangelhaften deutschen Schrift des dänischen Hofbesitzers in Schleswig, und des wajser- pollakischen Bergarbeiters in Oberschlesien ihre Findigkeit leiht. Wenn jedoch ein ganzes Volk mit System und Methode die Post zu Handlangerdiensten für seine deutschenfeindlichen Bestrebungen mißbrauchen will, so darf die einzige Antwort des Reiches und des Staates nur sein: die deutsche Reichspost kennt für den inneren Verkehr allein die deutsche Reichssprache. Herr v. Podbielski hat diese Antwort nicht gegeben. Er hat im Gegenteil erklärt, daß er der Politik nicht dienen werde, und daß er den postalischen Vorgängen in Posen völlig fern stehe. Ja, er hat gar geglaubt, seine Hände in Unschuld waschen zu müssen, denn er hat weiterhin versichert, er habe es abgelehnt, eine allgemeine Verfügung über die polnischen Postsendungen zu treffen, damit kein Oel ins Feuer geschüttet werde. Seine Rede war alles eher als eine Verteidigung, worin der Hieb die beste Deckung ist.: Es war bisher der Brauch, daß die Staatssekretäre für ihr Ressort die Verantwortung übernehmen, allerdings nicht für die Versehungen eines einzelnen Beamten, aber doch für die Grundsätze, nach denen die Verwaltung geleitet werden soll, und dann für den Geist, der die Bestimmungen ausführt. Von Herrn v. Podbielski durfte man diese Praxis um so eher erwarten, als die große Postarmee vor ihm stramm steht, und man nach seiner ganzen Vergangenheit annehmen muß, ohne seinen Willen falle kein Sperling vom postalischen Dache. Nun aber sagt Herr v. Podbielski, daß er von der Sperrutta der Post für polnische Sendungen erst gehört habe, nachdem die Weisungen der Posener Oberpostdirektion in Kraft getreten seien. Das ist sehr merkwürdig. Doch das nicht allein. Nach dem Parlamentsberichte einer großen Provinzzeitung hat Herr v. Podbielski auch geäußert, er habe keine Verfügung ergehen lassen, „so sehr man auch in ihn gedrungen sei". Der „Reichsanz." bringt diese Auslassung nicht, allein daraus muß noch nicht gefolgert werden, daß sie nicht gefallen sei. Ist sie gefallen, dann fragt es sich, welche Stelle dieses „man" ist. Vielleicht der preußische Minister des Innern, der wenige Tage zuvor im Abgeordnetenhause verkündet hatte, es müsse den Polen klar gemacht werden, daß sie Deutsche seien und Deutsche bleiben, „so lange der preußische Adler seine Schwingen regt?" Zielbewußt, einheitlich und geschlossen soll die Reichsund Staatspolitik sein. Mit diesem Programm ist der Reichskanzler Graf Bülow vor die Oeffentlichkeit getreten. Vielleicht.hat er sich seiner Willensmeinung am Tage der Post- und Polendebatte erinnert. Zwischen Reich und Staat scheint etwas nicht in Ordnung zu sein, und als Konsul wird er nach dem Rechten sehen müssen, damit kein größerer Schaden entstehe. Schwer liegt der Fall zur Zeit noch nicht. Herr von Podbielski hat die Weisungen der Posener Oberpostdirektion zwar nicht ausdrücklich gebilligt, aber , er hat sie auch nicht geradezu verurteilt. Seine Unschlüssigkeit, so peinlwh sie auch berührt, hat das Gute gehabt, daß endgiltig nicht allzuviel verdorben worden ill. Offiziell kann noch immer erklärt werden: Für die deutsche Reichspost giebt es im innern Dienst nur die deutsche Reichssprache. Und es sollte uns auch des Herrn v. Podbielski wegen freuen, wenn es so käme, denn es thut uns in der Seele weh, ihn in dieser Lage zu sehen. Aber wenn die Polen kein Deutsch verstehen? Wäre es so, so hätte die deutsche Volksschule in Posen ihres Amtes schlecht gewartet. Die Volksschule in Posen trägt freilich einen Januskopf: vorn ist sie deutsch, und hinten ist sie polnisch. Nun hat zwar der preußische Unterrichtsminister Dr. Studt angeordnet, daß der Religionsunterricht auf den Mittel- und Oberstufen der Schulen der Stadt Posen in der deutschen Sprache erteilt werde, von einer Erweiterung dieser Vorschrift auf die ganze Provinz hat man jedoch nicht gehört. In den Mängeln der Volksschule liegt der Urquell aller deutschen Verdrießlichkeiten in Posen und Westpreußen. Vor einigen Jahren wurde in Oberschlesien gerichtlich festge- teilt, daß ein Dorfschullehrer trotz Lokal- und KTeisschul- inspektion nie anders als polnisch unterrichtet babe. Wenn das aber am verhältnismäßig grünen Holze oer Wasser- wllakei möglich war, wie mag es dann am dürren in Kujawien, Kassubien, Pommerellen, Pommeranien und den anderen schönen Landschaften der echten Pollakei sein? Man durfte erwarten, daß der Staatsetat für die Landschulen in Posen und Westpreußen in Anbetracht ihrer Bedürftigkeit und in Anbetracht der Thatsache, daß die deutsche Volkschule der erste Träger der deutschen Volkssprache ist, bedeutende Mittel auswerfen werde, allein diese Erwartung ist enttäuscht worden. Anscheinend glaubt Herr v. Miquel, mit dem deutschen Theater, der deutschen Bibliothek und dem deutschen Museum in Posen sei den Kulturaufgaben im Osten genug gethan. Wir wollen keine Politik der Gewalt und Unterdrückung. Lasse man die Polen ihre Sprache und Sitten iflegen, aber andererseits sei unsere Politik frei von jeder Halbheit und Schwäche. Die Sprache der Schule, der Rechtspflege und der Verwaltung muß deutsch sein. Auch die deutsche Reichspost darf im Osten nur die deutsche Reichssprache kennen. Deutscher Reichstag. Berlin, 31. Jan. Das Haus setzt die Beratung des Etats des Reichs- amts des Innern fort. Bei Titel „400000 Mark zur Förderung der Hochseefischerei" empfiehlt Abg. Träger (fr. Vp.) ausgiebigere Unterstützung der Heringsfischerei. Abg. Dr. P ach nicke (fr. 23er.) wünscht Förderung des Genossenschaftswesens unter den kleineren Fischern und Durchführung einer internationalen Vereinbarung betr. Schonzeit. Staatssekretär Graf Posadowsky: Unsere Beihilfe hat die Seefischerei wesentlich gefördert; so ist in der Ostsee die Lachsforellen-Fischerei gehoben rvorden. Ein neuer Fischkuttertyp ist geschaffen. Wir unterstützen gern die Fischerei-Genossenschaften, können aber natürlich nicht für die Erfolge garantieren. Eine weitere Unterstützung der Heringsfischerei soll erwogen werden. Eine Vereinbarung betreffs Schonzeit wird von Deutschland nach.Möglichkeit gefördert. Das Vorhandensein von Mißständen in der Seefischerei, insbesondere die Schädlichkeit der Raubfischerei, erkennen wir an. Internationale Vorbesprechungen hierüber sollen am 1. Mai beginnen. Abg. Hilbck (natl.) tritt für die Unterstützung der Fischerei-Gesellschaft in Emden ein. Der Titel wird hierauf bewilligt. Bei Titel „Herausgabe von Nachrichten für Handel und Industrie" sprechen sich die Abgg. Dr. Müller-Sagan (fr. Vp.), Moller (natl.) und C a h e n s l y (Zentr.) sehr anerkennend über bie^ Mitteilungen aus. Bei Titel „Subventionierungder Dampferlinien nach Afrika" bemerkt Abg. Dr. Oertel (kons.): Die Konservativen stimmten der Subventionierung seinerzeit nur ungern zu. lieber die subventionierten Linien seien scharfe Tadel laut geworden, besonders über die Verzögerung der Güterbeförderung, Vernachlässigung der deutschen Häfen gegenüber den englischen und portugiesischen, Ueberlastung oer Schiffe und schlechte Behandlung des Personals. Redner fuhrt als Gewährsmann den Arzt Prof. Küttner an. Staatssekretär Graf Posadowsky - Nach dem Ausbruch des südafrikanischen Krieges wünschten sehr viele Deutsche Afrika zu verlassen. Sie brauchten dazu die Ostafrikalinie. Dadurch ist eine erhebliche Ueberfüllung der Schiffe und manche andere Unbequemlichkeit entstanden. Gegenüber dem abfälligen Urteil des Professors Küttner haben Hans Meyer und viele englische Schriftsteller der Ostafrikalinie das größte Lob ausgesprochen. Zur Förderung des Absatzes der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und zur Unterstützung wissenschaftlicher und technischer Bestrebungen auf dem Gebiete der Landwirtschaft werden 50 000 Mark gefordert. Abg. Frhr. v. Wangenheim (Bd. d. Lw.) dankt dem Staatssekretär, daß dieser Titel endlich in den Etat des Reichsamts des Innern eingestellt sei. Für den Handel seien 7 Millionen Mark ausgeworfen. Fast alle Landwirte, die in Paris ausgestellt hatten, seien durch Preise und Anerkennungen ausgezeichnet worden. Redner wendet sich dann gegen einige Bemerkungen des Abg. v. Siemens und gegen den Bauernverein „Nordost". M ,■ Präsident Graf Ballestrem bittet den Redner, bei der Sache zu bleiben. , e . , Abg Steinhauer (ft. Der.) bemerkt, daß ^®”uebi' vereine „Nordost" den Bauern nie abgeraten habcn, Vermischtes st dies nicht zuletzt eine Wirkung der Getreidezölle, die um als für den Getreidebau. der 70er Jahre ist der Verbrauch von Kohle um 169 Proz., zersplittert. Im Gegensatz zur Landwirtschaft» weist die Industrie einen geradezu erstaunlichen Aufschwung auf. Seit Ende so verhängnisvoller ist, als infolgedefsen die Viehzüchter zunehmend auf den Ankauf von Kraftfuttermitteln, damit aber auf das Ausland angewiesen find. Die Viehzucht selbst weift keineswegs eine besonderlich günstige Entwickelung auf, trotzdem für fie die Aussichten im Verhältnis weit beffer sind ist deshalb nicht angängig, weil sich erst aus den Vertragsverhandlungen ergeben kann, welcher Zollsatz den Gegengeboten des Auslandes entsprechend erscheint; für einen bestimmten Bertragssatz einzutreten, ist die Zeit dann gekommen, wenn wir uns in Verhandlung mit dem Ausland befinden und absehen können, was dasselbe uns zu gewähren bereit ist. Heute aber gilt es, zu verhindern, daß der bereits reichlich hohe Satz unseres autonomen Tarifs noch weiter in die Höhe getrieben wird. Denn leitender Gefichtspunkt jeder Wirtschaftspolitik, die erfolgreich und segensreich wirken soll, muß sein, daß sie „nicht die Jntereffen einer zufällig politisch einflußreichen Minderheit wahrt, sondern die des gesamten Volkes und der Nation als eines politischen Ganzen." weit über den einheimischen Bedarf hin-auSgewachsen und sucht ihren Absatz von Jahr zu Jahr mehr auf dem Welt markte. Betrug doch sowohl die Mehr ein fuhr von Rohbedürfen. Uebrigens stellen auch unterrichtete Londonerlstoffen für die Industrie als die MehrauSfuhr von Fabri- Blätter ein Bündnis in Abrede. taten im letzten Jahre bereits mehr als je anderthalb- ♦ Eisenbahnunfälle. Kurz vor Niederrad entgleiste am Donnerstag vormittag der Tender de, Maschine des Köln-Frankfurter Schnellzuges. Der Unfall wurde sofort bemerkt und der Zug zum Halten gebracht. Die Passagiere wurden von dem kurz darauf folgenden Personenzuge nach Frankfurt gebracht. — Ferner wird aus Elm vom 31. d. M. gemeldet: Gestern nachmittag ______..........—ii— , - . kurz nach 4 Uhr erfuhr der von Gemünden kommend« Insonderheit liegt die Geflügel- Personenzug 1005 kurz vor dem hiesigen Bahnhof einen So kommt cs, daß auch bie Fleisch- Zusammenstoß mit dem G ü terzu g «E-Man glaubt *) Die deutsche Volkswirtschaft und der Weltmarkt." Heft 1 der „Handelspolitischen Flugschriften^. (Hgg- v. HandelsvertragSverern. Berlin 1901, I. Springer.) zücht schwer darnieder. So kommt es, daß auch die Fleisch- Z u s a m m e n stov nut oem o> u rerzu g ' Versorgung des deutschen Reiches gänzlich unzureichend ist, daß der GuterMg, der in etn anderes ^le s^umgesetzt sowohl am wirklichen Bedarf, wie an den Anforderungen der werden sollte, erheblich ^üae waren mit je zwei Physi°l°gi- g-mess-n. Ein ebenso große«, vielleicht noch viel. ^Msinenbespannt, bie alle beschädigt wurden. Es ent- fach größeres Defizit weist die deutsche Landwirtschaft für , e* c n cin Personenwagen, ein Packwagen und Rohstoffe zu industriellen Zwecken auf. Sie hat sich nity grei Guterwagen, von denen zwei besonders starke Beschä- der allgemeinen wirtschaftlichen Entwickelung zur Speziali- digungen erlitten. Ein Heizer trug einen Unterschenkel- sierung angepaßt und die Produktionen thunlichst auf die-Ihruch davon, acht Reisende und ein Lokomotrv- jeuigen Artikel beschränkt, in denen sie konkurrenzfähig wäre,! führ er erlitten Verletzungen, die sämtlich leichter Art sondern ihr- Kräfte überall gleichzeitig eingesetzt und damit sein sollen. Die Strecke war etwa zwÄf Stunden hindurch ' - - - 1 ä ™ ö ' gesperrt. Der Unfall trug sich bei Schneegestöber zu. * Berlin, 31. Jan. Der Prokurist und Kassierer der in der letzten Zeit mehrfach genannten Bankfirma Kretschmar, Georg Bornheim, hat sich heute in seiner Wohnung ... ... — w.. m». --- erschossen. Die Motive zu dieser That sind wahrschein- der von Eisen um 274 Proz. gestiegen; die Produktion ist Licf> mit den dieser Tage gemeldeten Unterschlagungen in k" -------Verbindung zu bringen. * B e r l i n, 31. Jan. In einem Hotel der Königgrätzer- straße haben gestern der 45 Jahre alte Gutsbesitzer Hei- Hilfe des Großgrundbesitzes zu vernünftigen Meliorationszwecken anzunehmen. Bei Titel „R e i ch s s ch u l k o m m i s s i v n" begründet Abg. ,Dr. M ü l l e r - Sagan (fr. Vp.) eine Resolution, bezweckend, für das Reichsgebiet und soweit es angängig ist, auch für das deutsche Sprachgebiet von Oesterreich-Ungarn und der Schweiz eine möglichst gleichmäßige deutsche Rechtschreibung herbeizuführen.. Staatssekretär Graf Posadowsky: Ter preußische Kultusminister hat die Vorarbeiten abgeschlossen, um das Wörterbuch der Puttkamerschen Orthographie und das zugehörige Regelbuch, das für den Schulgebrauch notwendig ist, jetzt einer erneuten Prüfung zu unterziehen. Aender- ungen werden nur in ganz geringfügigem Maße eintreten, sodaß die nach der alten Puttkamerschen Orthographie gedruckten Bücher in Gebrauch bleiben können. Inzwischen wandte sich die württembergische Regierung an den Reichskanzler mit der Anregung, ob nicht eine einheitliche deutsche Rechtschreibung zwischen den einzelnen deutschen Regierungen vereinbart werden könnte. Der Reichskanzler erklärte sich einverstanden und die Verhandlungen sind eingeleitet. Sie werden sich nur gründen auf das System, das jetzt in den preußischen Schulen angewendet wird, und nicht auf die sogenannte Sprache des Bürgerlichen Gesetzbuches. So werdeii wir den Riß ausfüllen zwischen der Schulorthographie, der amtlichen Orthographie und der Orthographie des bürgerlichen Lebens. In der Thatsache, daß wir dann eine einheitliche deutsche Orthographie haben werden innerhalb der Grenzen Deutschlands, wird das Moment liegen, das besonders allen denjenigen Bevölkerungs- ktassen deutscher Zungen maßgebend sein wird, welche außerhalb der Grenzen Deutschlands wohnen. Ich möchte deshalb bitten, das Resultat der Verhandlungen zwischen den Einzelregierungen abzuwarten. Abg. Eickhoff (frs. Vp.) spricht seine Genugthuung darüber aus, daß die Abiturienten der Real-Gymnasien zum medizinischen Studium zugelassen werden, und weist ferner auf die sonderbaren Schulverhältnisse in Mecklenburg Hin; dort herrschten Zustände, die aller Beschreibung spotteten. Die Reichsschulkommission müßte da einschreiten und sich die Frage vorlegen, ob solche Schulen noch das Recht behalten dürfen, das Einjährig-Freiwillige Zeugnis auszustellen. Staatssekretär Graf Posadowsky erwidert, die Reichsschulkommission habe nicht das Recht, in die innere Verwaltung der Schulen einzudringen; dies sei das Recht der Landesbehörde. Die Abgg. Dr. Oertel (kons.), Beckh-Koburg (fr.Vp.) und Dr. Hasse (nl.) sprechen sich für die Resolution Müller- Sagau aus, unter Aeußerung des Wunsches, daß Oesterreich-Ungarn und die Schjveiz zu den Verhandlungen zu- gezogen werden. Die Resolution wird hierauf gegen die Stimmen des Zentrums angenommen. Bei dem Kapitel „Statistisches Amt" bemängelt Abg. Thiele (Soz.) in ausführlicher Rede die statistischen Tabellen über Arbeiterftagen, besonders die Berichte der Gewerbeinspektoren. Redner geht auf den Fall des Obersteigers Rothe ein. Da der Redner sehr lange bei diesem Falle verweilt, fordert ihn Vizepräsident v. Fr ege wiederholt aus, seine Polemik, die er in Verbindung mit der Erörterung über den Fall gegen den Abg. Dr. Arendt richtet, bei passenderer Gelegenheit wieder aufzunehmen. Abg. Arendt : Der Steiger Rothe soll sich mit unrechtmäßig verschafftem Material der Gewerkschaft ein Haus gebaut haben. Rothe ist 1889 von Mansfeld verzogen, hat aber die Rechnungen über den Hausbau aufbewahrt. Ich habe die Rechnungen im Original hier. Sie entlasten Rothe vollkommmen. Was geht überhaupt die Sache den Reichs- iag an? Thiele möge entweder seine Beschuldigungen zurücknehmen oder den Mut haben, sie außerhalb des Hauses zu wiederholen, damit Rothe die Gerichte in Anspruch nehmen kann. Der Präsident erklärt die Angelegenheit nunmehr für erledigt. Er iuerde eine weitere Debatte darüber nicht Anlassen. Im weiteren Verlauf der Beratung bemerkt Staatssekretär Graf Posadowsky, nachdem er ver- fchiedene Wünsche über statistische Angelegenheiten erörtert: Ich möchte doch wirklich mit der Statistik nicht so weit gehen, daß die eine Hälfte der Menschen nichts anderes thut, als Statistiken für die andere Hälfte aufzustellen. Es folgten persönliche Bemerkungen der Abag. Thiele und Dr. Arendt; ersterer erklärt, Dr. Arendt habe sich rchon oft int Reichstage als „lustiger Augusts" bewährt. Abg. Thiele wird hierauf zur Ordnung gerufen. Beim Kapitel: Normal-Aichungs-Kommission bemerkt Staatssekretär Graf Posadowsky, es werde geplant, Sen Aichungszwang für Bierfässer einzuführen und dem Reichstage in der nächsten Session eine bezügliche Vorlage zu machen. < Die weitere Beratung wird sodann auf morgen vertagt; auf der Tagesordnung steht ferner: Etat des Reichs- fustizamts. Schluß der Sitzung um halb sechs Uhr. Volitische Tagesschau. Von besonderer Seite wird uns geschrieben: Ein deutsch-englisches Bündnis hat schon oft ote politische Diskussion beschäftigt. Der Spuk hielt aber rJ^e Stanb. Am meisten Glauben fanden die Bündnis-Gerüchte im Jahre 1890. Nach dem Abschluß des oeutsch-englischen Kolonial-Abkommens, das in den Kreisen unserer ^olonialfreunde sehr geringe Befriedigung hervor- ittef, obwohl es Helgoland in deutschen Besitz brachte, wurde Wnfier Bündnisvertrag mit England biete vollwichtige Eiltschadigung für die Enttäuschungen. Fürst Bismarck erklärte jebod) seinerzeit einem Besucher, er glaube ganz und gar nicht an ein Bündnis. Er kenne Lord Salisbury als einen Minister, der sehr gut sich zu wahren verstehe, und genau wisse, was er den; englischen Volke zutrauen dürfe. Uebrigens würden auch den Nachfolger des Ministerpräsidenten eventuelle Abmachungen wenig kümmern. Lord Salisbury leitet auch heute 'die «nglische Politik. Selbst wenn sein Rücktritt demnächst zur Thatsache würde, ist es nicht wahrscheinlich, daß die Diplo- maten des Dreibundes gegenwärtig, wo England noch inmitten der Schwierigkeiten des Krieges steckt, auf einen solchen Anschluß Wert legen. Man assoeiiert sich nicht gern jnit jemand, dessen Verhältnisse der Ordnung und Klärung ■ ...=? I Milliarden! 3 ITC inth iTftnh Den Auslandsmarkt durch gesteigerte Kaufkraft der ein- y uui UllV ÄUlw. heimischen landwirtschaftlichen Bevölkerung zu ersetzen, ist tstegeu, i. rseoruar iyui* »kaum angängig, weil es sich bei den Exportindustrieen großen- fipdpnkpf (ipr hnnffftrndfin VOffßH teils um Artikel handelt, für die unser Bauerntum als Ab- UCUeilütH Uül UUUgVlUUÜU VUgül. fa.mQtft garnicht oder wenig in Betracht kommen kann. ♦♦ Personalnachrichten. Ernannt wurden am 28. Januar $ . brauchen wir den Absatz im Ausland, um die unerläß- der Wachtmeister und Militäranwärter Hermann Wagner Mehreinfuhr land« und forstwirtschaftlicher Produkte zum Hilfsgerichtsschreiber bei den Untersuchungsrichtern am I bem Ausland bezahlen zu können. Unseren Erport auf Landgericht der Provinz Starkenburg; der V.zefeldwebel unbL Weltmarkt mit allen Kräften aufrecht zu erhalten und Militäranwärter Johanns Becker zum HilssgerichtSschreiber ^uSzubehnen, ist deshalb di- wichtige Ausgabe, die unsere be, den Untersuchungsrichtern am Landgericht der Pr°vm» H^elspolitik gegenwärtig zu -rsüll-n hat. Oberhessen. Der Gesangcnwarter am Land-szuchthau- " -si-rfür aber ist der Abschluß von Handelsverträgen ™.,n, Tf‘U,9Cinqn hQ" untdä6Iid|. Der grundsätzliche Wert der Capiivi'sche. 90 $)anile,86erlräflt kann nicht bestritten werden. HilsSschafsner Bet der Ma,wN-ckar°E,s°nbahn Adam Gärtner^ aauf ben zz-7.ragSschluß salzenden Jahrfünft ist aus Klein-Hausen zum Schaffner bet dieser Bahn mit Wir- ^r dem vorhergehenden unsere Ausfuhr nach den Ber- kung vom 1. Februar l. I. an. tragSftaaten um 18 Prozent gewachsen, bei gleichgebliebener •• St-nagraphie. Wir verweisen auch an dieser Stelle dagegen haben die NichtverlragSftaa.en unter aus den am 5. d. M. zu eröffnenden AnsängerkursuS des Z^zdrängung unseres ExpartS ihr- Einsuhr nach D.utsch- B°"in« sllr v°r-insacht- deutsche Stenographie um ?2V ^roj;nt gtftcigett. Gegenüber der erhöhten (Einigungssystem Stolze-Schrey). Bedeutung, die der auswärtige Handel heutzutage füt die "k'm5.O,i^tl,8,8«efsai,8i?6 aU«i' a 6 0lra » deutsche Vollswirtschast gewonnen hat, müssen auch di- an Firma Wilhelm Rudolph in Gi-ß-n d,- SOiährige Grün- betci[igtEn n|t,cige unseres Wirtschaftslebens eine ge- dllngsseier ihres Unternehmens. Di- üb-rauS ,ahlr-,chen Berücksichtigung ihrer Jntereffen in der deutschen -glückwünschung°n, mit denen der Ch-s de« HuuftS aus delspolitik verlangen, müffen sich die von auswäriiger diesem Anlaß bedacht wurde, sprech«, sür die große Beliebt- ^uk„rrenz bedrängten ErwerbSzweige zur Mäßigung -,t und^Wertschätzung, die sich die Firma ,n den 50 Jahren r tct z„^politi,chen Forderungen entschließen. ihrer recht ausgedehnten ThäNgkeit zu erringen wußte Särnt Weitaus in erster Reihe steht unter diesen ja die Land, chen Angestellten wurden Sparkaffeoüch-r mit rech, nam Ortschaft. Aus NahrrngS. nnd Genußmittel entfällt der bei hast-n Einlagen llb-rr-,cht. Der Kronbaur sche Quartett- Teil unserer Zollerträge und der Durchschnitts- verein ließ sich die Gelegenheit, seinem Mitbegründer £>ertn L derselben pro Kops der Bevölkerung hat sich sogar Wilh. Rudolph, -in-Ehrung zu -rw-is-n, nicht -ntgch-n und . ^itte'ber 80er Jahre vervielfacht, diese Belastung jetzt brachte ihm gestern abend em wohlgeluvgeneS Ständchen dar. U . in6 unaem-ssene zu steigern, speziell den Getreidezoll " Hochherzige Gabe. Am^D°"n°rStag «^11™ fdmt.r^ m"ikr "u ” ö^n, iftdn« Sarb£tung, gegen di- sich ich- Arbeiter der LomS Sch-rd'schen Z,garr-nsabr,k den I * ü6tj Wirtschaftszweig- wehren müssen. von ihrem verstorbenen Ches testamentarisch sestgesetzten S8e- Die Behauptung daß das Ausland den Zoll trägt, ist trag d-S Lohnes, den sie während der letzten vier Wochen verholt widerlegt, der Getreidezoll ist und bleibt eine verdient hatten, als Geschenk ausbezahlt Die Arbeiter KEeuer der großen Masse der Konsumenten. Dagegen wurden durch diese hochherzige Gabe hochersreut und werden -j;"denen er zu Gute kommt, numerisch sehr ge. gewiß dem Spender ein treues Andenken bewahren. rinafügig Da die Besitzer unter 10 Hektar als Getreide- O B°m höheren Vogelsberg, 30. Jan. Em gesunder si^^r nicht wesentlich in Betracht kommen, so beläuft sich Wintersport tritt jetzt in'sein Recht — eS ist die« baS Sft> bje @umme bec au8 bem Getreidezoll Nutzen ziehenden Land- oder Schneeschuhlaufen. Dieser Sport hat sich feilIroirte auf annähernd 700 000 Köpfe, das ist ein Achtel aller einem Jahrzehnt hier oben eingebürgert. Vor, drei Jahren selbftänhigen Landwirte; einen wirklich erheblichen Nutzen hat die Forstbehörde jedem Forstwart der Großh. Ober- aber höchstens di- Besitzer von mehr als 50 Hektar; örsterei Grebenhain ein Paar Schneeschuhe zur Verfügung „nb 66000 »der etwa 1 pCt.l !-stellt; nun versehen dies- B-amten bei hohem Schnee ihren gm @eg£njQ^ ium Getr-id-bau beschränkt sich die Vieh- Dienst aus „Ski". zücht fast vollständig aus den bäuerlichen Kleinbetrieb. Der ** Darmstadt, 31. Jan. Die erste diesjährige Schluß- ^tsch£ Bauer ist, wie von volkswirtschaftlichen Autoritäten rüfung der Kandidaten der evangelischen Theo- anerkannt wird, bei der bisherigen Zollpolitik sehr schlecht ogie hat am DonnerStagvormiltag in den Amtsräumen d-S „eggekommen, und vielleicht wird der letzte Kamps um die Ob-rkonsistoriumS ihren Anfang genommen. ES Beteiligen @e^eibe,ÖHc weniger zwischen Landwirtschaft und Industrie, ich daran fünf Examinanden, von denen drei aus Starken- gto fischen Bauer und Großgrundbesitzer auSgesochtcn bürg, einer aus Oberheffen und einer aus Rheinhessen find. roer^c^ U cm n Jedenfalls steht der geringe Nutzen, der mit Erfüllung Deutschland und der Weltmarkt. der agrarischen Wünsche für eine kleinere Jntereffentengruppt Man schreibt uns: ! erreicht werden kann, in keinem Verhältnis zu den schweren Unsere Zeit steht im Zeichen deS Verkehrs. Das Netz Gefahren, die für Industrie, Verkehrsgewerbe und Handel, der internationalen Beziehungen verknüpft die nationalen sowie für die große Maffe der Konsumenten mit sich bringt. Wirtschaftsgebiete jährlich enger miteinander, und kein Kultur AuS diesem Grunde hat sich der HandelSvertnigsvereiw) taat kann sich dieser elementaren Entwickelung entziehen, gegen jede Erhöhung deS Generaltarifsatzes für Brotgetreide Hierdurch ist aber auch die Gestaltung der einheimischen erklärt. Den Beitragssatz im voraus bereits genau zu fixieren, Volkswirtschaft nachhaltig beeinflußt worden. Vor allem hat *••• nnÄ pr rnn ich das Verhältnis zwischen Industrie und Landwirtschaft vermaßen verschoben, daß Handel und Gewerbe heute bereits maßgebender Faktor des deutschen Wirtschaftslebens ist, während die Landwirtschaft nicht mehr vermag, wie früher ür die Stadtbevölkerung den erforderlichen Ueberschuß von Nahrungsmitteln zu liefern. Ein volles Drittel der landwirtschaftlichen Anbaufläche ist heute bereits mit Getreide beteilt, eine nennenswerte Zunahme also kaum mehr zu erwarten, und so sind wir infolge deS gestiegenen Bedarfes in andauerndem, zunehmendem Umfange auf die Produktion des Auslandes angewiesen. Die Mehreinfuhr von Brotfrüchten hob sich im Jahresdurchschnitt von zirka 130,000 Tonnen ums Jahr 1860 auf fast 2,000,000 bei Ablauf deS Jahr junbertß. Dabei hat der Anbau von Getreide trotz der an« gGlichen Unrentabilität keineswegs gegen früher abgenommen. Was im Anbau zurückgegangen ist, find vielmehr gerade bie jcnigen landwirtschaftlichen Produkte, deren Anbau am allerersten lohnend und gewinnbringend wäre, wie Hülsenfrüchte, Obst, Rohstoffe für die Industrie und Futterpflanzen. Es der dritte entkommene Räuber ein Gerichtssaal. 1. Gießen gebrachte Kranke kommen. 1 (1) 1 1 (1) im Lebensjahr vom : 2.—15. Jahr 2 (2) der Naturwissenschaft ist das Material, das durch Beobachtungen beschafft wird, unerschöpflich, und je länger die verschiedenen Gebiete der Naturwiffenschaft durchforscht werden, um so reicher werden sie. Aus den unscheinbaren Substanzen werden durch wiffenschaftliche Beobachtungen dre wunderbarsten Schätze erschlaffen. Wie man aus dem Theer die schönsten Farben, die feinsten Wohlgerüche darstrllt, so hat man es verstanden, aus einem so einfachen Naturprodukt wie die Wolle, einen so feinen Torlette. Cream zu erzeugen, wie das durch die komplizierten Mischungen früher nicht möglich war. Dieser Cream, San olin-roilett« Cream Lanolin genannt, ist ein sehr populäres Produkt geworden, von dem keiner sich mehr lossagt, der es einmal gebraucht hat. Auch die neuerdings in den Handel gebrachte Lanolin-Seife mit dem Pf-ilring erfreut sich bereits einer allgemeinen Beliebtheit. Beim Einkauf achte man aus vre Marke „Pfeilring". Das Glück einer Familie zur Folge hatte. . * New-York, 31. Jan. In der Zigarrenfabrrk von Wickes erfolgte eine Kesselexplosion, wobei viele Personen getötet und verletzt wurden. Man berichtet Sriefkasten der Redaktion M. und H. D. Herr D. hat Recht. Universitüts Nachrichten. Wien, 31. Jan. Der Staatsrechtslehrer Hofrat Prof. Dr. Wahlberg ist beute gestorben. beruht auf dem Wohlbefinden der einzelnen Mitglieder. Zur Erhaltung der Gesundheit trägt Kathreiners Malzkaffee viel bei. Für die Kinder ist er ein gesunder Kaffee- Ersatz, für die Erwachsenen ein ausgezeichneter Kaffee-Zusatz. 608 Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießen. 4. Woche vom 20. bis 26. Januar 1901. (Einwohnerzahl: angenommen zu 25 560, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 32,560/00, nach Abzug der 0x12^0-^18.300/«,. Summa: 16 (7) 5 (3) 4 7 (4) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, rote viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankhest auf von auswärts nach fand im April statt. " * Ein Land rat als Raubmörder. In Krdschel (.Rußland) wurde kürzlich im dortigen Pfarrhaufe von drei Männern ein Einbruch ausgeführt, um 12 000 Rubel zu stehlen, die der Pfarrer, für \ bon8-H e °vderth^ "st. der ein. ."letzen, ist ""n großen- als Sb. °?e° kann. > unerlgß- ’ auf d» Huf«» Ä elflncht' MistaA : Ms .f hinaus- Ks Ul L..k iw* tit in Unterbeamter ini Rats-l auf die jene zweite Alternative des § 90b .lnwenduug finde. Ta der Beklagte auch nach diesem im ^zcmdcr v. Js. erlassenen Urteil den streitigen Betrieb fortsetzte, wurde ihm neuerdings durch Vollstreckungsverfügung eine Strafe von 100 Mark für jeden Fall der Zuwiderhandlung angedroht. von 30 Verletzten. * Eine Liebesheirat im Hause Rockefeller. Aus Newyork wird berichtet: In einem auffallenden Gegensatz zu der verschwenderischen Pracht, die eben bei der l Hochzeit Alfred Vanderbilts entfaltet wurde, stand die ein- , fache Feier der Hochzeit im Hause Rockeseller, durch die i die reichste Erbin der Welt die Gattin eines jungen Rechts- > anwalts ohne irgendwie in Betracht kommendes Vermögen i wurde. Miß Alta Rockeseller, die Tochter des bekannten ' Petroleumkönigs, des reichsten Mannes in Amerika, wenn nicht in der ganzen Welt, reichte Mr. Pameelee Prentice die Hand. Das Vermögen des Bräutigams wird auf 40 000 Mark geschätzt, die Braut bekommt von ihrem Vater s ein Erbe von 200 Millionen Mark, mehr als selbst Alfred Vanderbilt im Vermögen hat, sodaß, wie ein amerikanisches Blatt scherzhaft bemerkte, „der Bräutigam seine 40 000 Mark für Cigarettengeld gebrauchen kann." Das ist natürlich für die Newyorker Milliardärkrcise eine ganz ungewohnte Sen- iation. Das Publikum kam bei der Hochzeit auch durchaus nicht auf seine Rechnung, und es war sehr enttäuscht, denn welches Interesse kann es an Millionärshochzeiten noch haben, wenn sie die früheren nicht an Gepränge übertreffen? Aber Rockeseller ist trotz seines ungeheuren Reichtums ein Mann von ruhigem, demokratischem Geschmack, der eine tiefe Abneigung gegen prunkende Zurschaustellung seines Reichtums hegt. Er verabscheut die Öffentlichkeit, fürchtet sie fast, aber er ist so mächtig, daß sogar die gelbe Presse seinen Wunsch nach Abgeschiedenheit achtet. Der einzige Luxus, der bei dieser Hochzeit in seinem Hause zutage trat, war die verschwenderische ^ülle der amerikanischen Rosen, I die Rockeseller besonders liebt. Die Hochzeits-Gesellschaft versammelte sich im Bibliothekzimmer des Hauses und ging in das Festzimmer, wo unter einem Baldachin von Rosen die Trauung vollzogen wurde. Die Braut trug ein elfenbeinfarbenes Atlaskleid mit hoher Taille und Point-lace-Besatz und einen Strauß aus Lilien und weißen Orchideen. Die Brautjungfern hatten hübsche rosa Seidenkleider mit weiß Chiffon gewählt. Statt der 5Me trugen sie Aigretten von rosa Rosen. Der Trauung hatten nur Verwandte und gute Freunde beigewohnt, und zu dem im Salon stattfindenden Empfang waren nur wenige Karten ausgegeben. Von den 150 Gästen gehörten nur wenige zur „smarten" Gesellschaft, aber fast alle zu jener geheimen Coterie von Millionären, deren Ehrgeiz darin besteht, die Vereinigten Staaten in industrielle Königreiche zu teilen, die sie absolut beherrschen. Nach dem Empfang wurde das Frühstück im Eßzimmer serviert. Von den kostbaren Geschenken wurde keine Liste ausgegeben, aber sie sollen bei weitem die von den Vanderbilts erhaltenen Gaben übertreffen. Ein besonders ausfallendes Geschenk ist das Haus, das der Vater der Braut für 460000 Mark gekauft hat und das an das feinige anstoßt. Ein Millionär, dessen Namen die Goldschmiede nicht nennen, hat einen großen goldenen Springbrunnen für Bankettzwecke, der eine schöne goldene ornamentierte Schate von sechs Fuß Durchmesser hat, zum Geschenk gemacht. Das junge Paar wird zuerst nach Tarrytown, dem Landsitz Rocke- fellers, gehen, später nach Eleveland in Ohio, und sich dann nach Europa einschiffen; die Braut, die ohrenleidend ist, will sich in Wien noch einmal in die Behandlung des Ohrenarztes Dr. Müller begeben. Alta Rockeseller ist jetzt 31 Jahre alt, sie widmete sich mit ihrer jüngeren Schwester Edith, die sich vor fünf Jahren verheiratete, sehr eifrig den Werken der Nächstenliebe. Trotz des ruhigen Lebens, das die Schwestern führten, liebten beide sehr den Sport, sind vorzügliche Reiterinnen und können vorzüglich kutschieren. Ihre Bekanntschaft mit Parmelee Prentice stammt aus der Zeit, als sie noch ein Schulmädchen war. Die Verlobung mann «u5 Spielberg bei Neustadt a. d. Toffe und seine > 38 Jahre alte Frau aus bisher unbekannter Ursache S e l bst- mord verübt. Beide tourben vergiftet m ihren Betten «ufaefunden. Heimann hatte der Deutschen Gruno- s ch u l d b a n k eine Hypothek über 100 000 Mark gegeben I und anstatt Barzahlung den Betrag in Aktien erhalten. Infolge der inzwischen eingetretenen Katastrophe, wodurcy i die Papiere 80—90 Prozent ihres Nominalwertes verloren, sollte Heimann als Hauptschuldner 80000 Mark nachzahlen. Da er feine Aussicht hatte, sein Besitztum zu erhalten, beging er mit seiner Frau den Selbstmord. * Könitz, 31 Jan. Eine Anzahl von Personen hat neuerdings Vorladung zu ihrer Vernehmung vor Gericht erhalten. Wie verlautet, soll es sich noch immer darum! handeln, diejenigen jungen Leute zu ermitteln, die am Nachmittage des Mordtages mit dem jungen Ernst Winter zusammen gesehen worden und. weitet» W lefWj 'S isieid) tvnleu.sA Die bei 8*'® . „ft- 6#1t“ •ft**** Es starben an: Zusammen: Erwachsene: Diphtheritis Lungentuberkulose Gehirntuberkulose Darmtuberkulose Herzleiden Schlagfluß Magenkrebs Empyemj Blinddarmentzünd Knochenhautentz. Krämpfen > Lebensschwäche Meratur. — Eine Neue BerkehrSkarte von Westfalen und Hess, n- Nassau (M-ßstab 1:600.000, P.eitz 30 Pfg) t|i jobben im P tio e von C. Schafsnit in DüssUborf erscdie.ten. Die Karte zeichnet sich durch ihre Uebttsicht'icbkeN u-d VollnSndigk it au», Staft olle, bie fleint en Oi tfchaften, alle Bahnen, auch im Bau befindliche, sämtliche Postoerbindungen und giögcre Landstraßen sind aut dr \ Gegem satz zu den französischen — ganz überwiegend vom deutschen Mittelstand konsumiert werden, dem übrigens auch die Produzenten der großen Mehrzahl nach angehören. Hieran schließt sich eine Untersuchung darüber wen I die geplante Steuer am schwersten treffen würde; es ergibt sich, daß dre I Hauptleidtragenden nur die tausende kleiner deutscher Wmzer sein würden, deren Produkte die alkohol. und charakterarmen, aber süurererche Sbiine sind, die den größten Teil des Rohmaterials der deutschen Schaumwem- sabrikation bilden. Auch die weiteren sachlichen Darlegungen über dre Beförderung des Alkoholismus durch die Schaumweinsteuer, dre von dieser Maßregel zu erwartende Vernichtung des hoffnungsvollen deutschen Schaumweinexports, die Geringfügigkeit des überhaupt denkbaren Steuerertrags, die Unmöglichkeit einer wirklich ausreichenden Steuerkontrolle usw. sind von großem Interesse für alle, die sich überhaupt mit öffentlichen Fragen I beschäftigen.__ _______ Familien-Uachrichten. Gestorben: Friedrich Karl Dambeck tn Offenbach a. M. Darmstadt, 30. Jan. Einen weite re» reise in- ■ teressierenden Gerichts-Entscheid veröffentlicht t>ie I; „D. Ztg.". Ein zwischen dem I u st i z r a t S ch ö d l e r und dem G l a s e r m e i st e r F. S ch u l z hier seit einigen Jahren anhängiger Rechtsstreit wegen Eigentumsbeerntrachtig- nng ist durch das Oberlandesgericht zu Gunsten des Klagers entschieden worden. Der Beklagte hatte seit Anfang Mai ' b. I. in den unteren Räumen des zu seiner Hvfraite ge-i hörenden Hinterhauses unmittelbar an der Eigentums-! grenze des Klägers zum Betrieb seines Geschäfts einen Gasmotor aufgestellt, mittels dessen verschiedene Handwerksmaschinen, insbesondere eine Kreissäge und eme I Hobelmaschine zur Verarbeitung und Herrichtung von Hölzern in Bewegung gesetzt wurden. Der Klager suhlte sich durch diesen Maschinenbetrieb im Genuß seines Eigen-! tumsrechtes beschränkt, und machte klagend geltend, daß er durch das während des ganzen Tages verursachte Geräusch in der Benutzung seines Grundstücks in ganz erheblicher und das Maß des Zulässigen weit übersteigender Weise beeinträchtigt, und hierdurch auch bezüglich des Verkaufswertes seines Hauses, sowie des Mietwertes der Wohnungen geschmälert werde. Der Beklagte bestritt die i Erheblichkeit des Geräusches und berief sich auf Ortsüblichkeit, weil angeblich dieser Teil der Saalbaustraße Geschäftsstraße sei, und in ihr fast in jedem Haus und seit längerer Zeit Gewerbe betrieben würden, die gewisse Einwirkungen auf die Nachbarschaft mit sich brächten. Nach I gerichtlichem Augenschein, Sachverständigengutachten und Zeugenvernehmung erkannte die I. Zivilkammer des Land-i gerichts den Beklagten für schuldig, bei seiuem Geschäftsbetrieb Einrichtungen zu treffen, die die Uebertragung von Geräusch und Erschütterungen des Gasmotors, sowie der damit in Verbindung gebrachten Arbeitsmaschinen nach der Hoftaite des Klägers, soweit sie das erträgliche Maß übersteigen, ausschließen, sowie derartige Störungen zu unterlassen und allen hierdurch dem Kläger erwachsenen Schaden zu ersetzen. Der I. Zivilsenat sprach sich in den Entfcheid- I ungsgründen des Berufungsurteils folgendermaßen aus. Der ß 906 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (nach Art. 181 des I Einführungsgesetzes auf das fragliche Rechtsverhältnis anzuwenden) bestimme u. a., daß der Eigentümer eines Grundstücks die Zuführung von Geräusch und Erschütterungen und ähnliche von einem Grundstück ausgehende Ein- I Wirkungen insoweit nicht verbieten kann, als die Einwirkung die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt oder durch eine Benutzung des ! andern Grundstücks herbeigeführt wird, welche nach den örtlichen Verhältnissen bei Grundstücken dieser Lage ge- I wöhnlich ist. Hiermit stimmten auch die seither geltenden Grundsätze des gemeinen Rechts überein, das in ungebührlichem, das Maß des Erträglichen übersteigendem Geräusch eine Eigentumsstörung erblickt. Nach den Ergebnissen der I landgerichtlichen Beweisaufnahme sei die Frage, ob die -I Benutzung des klägerischen Grundstücks durch den Beklagten l! wesentlich beeinträchtigt werde, mit Recht bejaht worden. Das hiermit nicht ganz übereinstimmende Gutachten des sachverständigen Fabrikinspektvrs verliere dadurch an Wert, weil hier die Vermutung naheliege, daß jener vermöge seiner beruflichen Stellung in Bezug auf das Matz der von dem Nachbar eines Gewerbetreibenden zu. ertragenden Belästigungen von anderen, strengeren Anschauungen als ein Privatmann ausgehe. Somit lägen die Voraussetzungen des § 906 in seiner ersten Alternative nicht vor. Gegenüber dem dem Kläger gewährleifteten lichen Schutz sei es gleichgiltig, ob der Beklagte das Geräusch in seinem ordnungsmäßigen Gefchaftsbetrieb erzeuge | und ohne Motor und Maschinen sein Gewerbe in der frag»1 (ichen Art nicht betreiben könne. Auch erscheine irrelevant, ob auch anderwärts in der Stadt außerhalb des Fabrikviertels derartige Mvtvre existterten und Beklagter alles den Ban einer neuen Kirche" gesammelt'hatte.' Der Pfarrer zur Meldung des Geräuschsgethan habe- Ebenso sei im wehrte sich jedcch; er erschoß einen der Eindringlinge Gegensatz zu der Behauptung des ^bklagten gerichts- nnd verwundete den zweiten, während der dritte entkam, bekannt, daß die Saalbaustraße noch nicht den Charak^r Wie sich jetzt herausgestellt hat, war der erschossene Räuber I einer ausschließlich oder vorwiegend dem Be.neb von Ge- »ei fcfiilanbrat, bet verroxnbete der Kreiss-kretar .md, werben oder Fabriken dienenden Straß« «nsenonimen hab«, 3 (2) — 1 3 (1) 2 (1) — 1 —— 1 1 — — 1 1 — 1 (1) 1 (1) — 1 (1) 1 (1) — 1 (1) — — । 1 —— - ~~ 1 CO — — 1 —— 1 1 — 1 ^atfee-G ev/üi Srtr. tzrn solgcr 1SM Ra felb erlo worben. Die iNlb bl’t G Nach hoben toi J° Die Si< ßM>r>, SI »? S»ni 7'slchd ej Js£ 9 gtyW $1! H* JtW m Knbroitt J töt A ®°. Zur Aus das Börse keifen, f tvvrden, flefämnw Würben s den dich deinen ( berufene energifä mitunter ohne Br eine gfu- Errveiteri hinaus - E^ktzgebe doch die i bleiben i Mnreichc bnade, so Station V Es Verbünde xfchüft" Rentei Ä bef! Wnb ba, s* l^en so ’Äui Sens b E b "uch bet L'^esch, Diei Hungen b, Sanattua PiLk Dom 6tf( rechnet, < horloß Wendung schlusseS jttbdngti Gi< Qual. Pieta, englische Längen, solide, starke Ware Qual. Martha, englische Längen, exira schwerer Strumpf zu Ausnahme - Preisen 976 das Paar ®rö6e i bas Paar 160 140 £ 130 105 115 L 95 schwarz 48 £ 60 a 70 75 85 I 95 105 <3 115 L 130 a 140 * idu S q 8 A. Holterhoff Söhne, Giessen, Seltersweg 20. 8 A. & G. Wallenfels Marktplatz 21 Telephon 46 535 Mainz, Acker 3, Telephon 684. 110 8 1 Den Nagei auf den Kopf Vertreter Man verlange ausdrücklich Heller. 974 toJÄ «üvanlage 15 I ist der mittlere Stock, beziehbar * 1 9Tn.il nnh.rlnotfill 111 hPTTTlip 1. 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Er ist dies das bekannte Nkrtmungs- nub SlutmuiMgsmittrl, °» Hubert üllrich’sche Kräuterwein Dieser Kräuterwein ist auü vorzüglichen, l,eilkrLstig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet und stärkt und belebt den Ber- dnuunaboranniSmuS deS Menschen offne ein Abfüffrmitlcl zu sein. Kräuterwein beseitigt DtSrunge» in den Blutgesäsien, reinigt daS Blut von verdorbenen, krankmachenden Stossen und wirkt sSrdernd auf die Neubildung gesunden BlukeS. Durch rechtzeitigen Gebrauch deS Kräuter-WeineS werden Mageniibel meist schon im Keime erstickt. Man sollt- also nicht säumm, seine Anwendung an deren scharsen, ätzenden, Gesundheit zerslörendenMilteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, «ufstohen, Sodbrennen, Blähungen, Ncbel- keit mit Erbrechen, di« bei chronischen ,veralteten) Magenlelden umso heftiger austreten, werden ost nach einigen Mal Trinken beseitigt. 6 fnot-ffnnftttlrt unb deren unangenehme Folgen, wie »<- Kruyiverflllpfung fullimun0, Kolikschmtrzen, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfort- adersystem (Hämorrffoidalltiden) werden durch Kräuterwein rasch und gelind beseitigt. Kräuterwein bel)»bt Nnverdaulichkcit, verleiht dem V-rdauungSsystcin einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. Kageres, bleiches Aussehen, Mut- mangel, ßntkraftung Auslandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit unter nervöser Ab. spannung und GemütffSverstimmung, sowie häufig«» Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen ost solche Kranke langsam dahtn. firäuler: wein gtebt der geschwächten Lebenskraft einen srischen Impuls Kräulcr- wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Eioff- wechsel kräftig au, beschleunigt und verbesiert die Blulbtldung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Lebenslust. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweism dies. Kräüker-Wtin ist zu haben in Flaschen L Mk. 1.25 und 1.75 in den Apotheken von Bad-Nauffein,, Ariedbera, ReichtlSfftint, Echzell, Hungen, Sich, Nocke,«berg, Bugbach, Ufingen, «fienffrim, Rod, heim, Friedrichsdorf, Homburg v. d. H. u. f. w., sowie in ganz Deutschland in den Apotheken. Auch versendet die Firma „Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrahe Nr. 82", 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto- und kislesr-i. 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