Nr. 283 Drittes Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 1. Dezember 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme beB Montags. Dle «iehener Sanrillen. Blutter werden dem Anzeiger im Wechsel mit bem .Hess. Landwirt* und den .Blättern für hessische Volkskunde* viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Erpedttton und Druckerei: Schukstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Nr. bl. GietzenerAiMiger General-Anzeiger " ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeige» zu der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Dermitt- lungsslellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf, auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'fcheu UniversitätS - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wrttko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Polnische Tagesschau. Die Ernenmmg eme8 Offiziers zum Regierungsrat. In Straßburger Beamtenkreisen wird die kürzlich, erfolgte Ernennung eines ehemaligen Offiziers zum Regierungsrat und seine Einschiebung in die innere Verwaltung des Reichslandes viel besprochen. Der in Betracht kommende Regiermngsrat hat als Offizier im Leibgarde-Husaren-Reai- ment gestanden, und war schon als Sekondeleutnant Ad- jutant, für jeden mit militärischen Verhältnissen Betrauten ein Zeichen, daß er in seinem militärischen Berufe von besonderer Tüchtigkeit gewesen sein muß. Wie die Ranglisten erweisen, beneidete er diese Vertranensstelütng unter den Regimentskommandeuren Oberstleutnant v. Below und Prinz Wilhelm troi’ Preußen, dem jetzigen Kaiser. Als damals im Hause des Prinzen Wilhelm die Masern ausbrachen, ließ (ich der Adjutant nicht abhalten, trotzdem die Wohnung eines Regimentskommandeurs zu betreten, wurde angesteckt, iel in langwierige Krankheit, wurde dienstunfähig, blieb ein paar Jahre a la suite gestellt, und trat, wie die Ranglisten ergeben, irn Jahre 1889 als Premierleutnant zu den Reserveoffizieren des Regiments über; im Jahre 1893 schied er als Rittmeister aus. Der Kaiser hat seinem Adjutanten stets eine freundliche Erinnerung bewahrt, und besondere Huld erwiesen; er hat ihn zum königlichen Kammerherrn ernannt, ihm bei Gelegenheit eines Besucht in Straßburg den Roten Adlerorden versönlich überreicht »sw. Ter dienstunfähig gewordene Offizier trat dann — es mögen jetzt 9 oder 10 Jahre her sein — zur informatori- fcheu Beschäftigung bei der Landesverwaltung von Elsaß- Lothringen ein, hat bei verschiedenen Dienststellen, so bei der Straßburger Kreisdirektion, der Polizc^direktion und dem Bezirksprüsidtum gearbeitet und ist, nachdem er ein Lolloauium vor einer dazu eingesetzten Kommission bestanden, kürzlich zum kaiserlichen Regrerungsrat ernannt worden, also ohne die Rechte studiert, und die vor- gef chriebeuen Staatsprüfungeu bestanden zu haben. In Straßburg verschließt man sich zwar nicht Den ganz bestrnders gearteten Einzelheiten dieses Falles, iält sich aber, Brie wir der „Straßb. Post"' entnehmen, doch -Lir berechtigt, über Verletzung wohlerworbener Rechte, Störung der Avancements-Verhältnisse in der Verwaltung durch „Rvtabelnbegünstigung" zu beschweren. — Anscheinend handelt es sich hier um den Rittmeister a.D.v. Stoeßer. Unioersttäts-Uachrichlrn. Dem kürzlich verstorbenen Bezirkskvnfervatlor für Hessen-Kiassel Dr. Ludwig Bickell in Marburg widmet die „Deutsche Bauztg." einen längeren Nachruf, worin die Eigenart dieses ausgezeichneten Gelehrten kurz gekennzeichnet wird. Nicht mit Unrecht wird er als das Ideal eines Konservators der alten Denkmäler hingestellt, da er mit Leib und Seele seinem im ganzen recht undankbaren Amte ergeben war, und unter großer Uneigennützigkeit und Aüfopsenmg beträchtlicher Mittel für seine Aufgaben und Ziele, sowie für seine Sammlung hessi- sck»er Altertümer eintrat. Er war von einfachem und be- jcheidenem Wesen, nahm aber jeden durch den Ernst seiner Änschauunaeu für sich ein, sobald es sich um die Gegenstände feiner Fürsorge und seines Sammeleifers, besonders also emch um alle Kirc^norgeln, Handelle. Auf dem Geschichts- Lage zu Stuttgart 1893 hielt er eine eindringliche Rede zum Schutze gerade dieser feit langem vernachlässigten Kircheustüae, die ihm durch seine Forschungen zur Geschichte der Musik besonders lieb und wert geworden. Bickell war 1839 in Marburg geboren, trieb zuerst juristische und kameralistische Studien, wandte sich aber als Referendar ganz der Kunst zu und legte den Grund zu einem hessischen Altertumsmuseum zu einer Zeit, da man in Deutschland und besonders seiner engeren Heimat noch wenig Sinn für derartige Besttebungen hatte. Er war Ehrendoktor der Universität Gießen und schrieb über das alte Marburg, hessische Holzbauten, über die Elisabeth- kirche zu Marburg und hessische Bucheinbände. Sern bedeutendstes Werk ist das Inventar oer Bau- und Kunstdenkmäler in Hessen, wovon bisher leider nur der L Band über den Kreis Gelnhausen erschienen ist. Ter Ausschuß der Straßburger Studentenschaft hat sich mit der Frage einer etwaigen Kundgebung gegen die bekannten Aeußerungen des englischen Ministers Chamberlain beschäftigt, aber beschlossen, von einer solchen A b st a n d zu nehmen. Vor allem in der Erwägung, daß der Persönlichkeit eines ausländischen Ministers viel zu viel Ehre angethan würde, wenn jede beliebige Aeußerung, die er in einer Wahlrede — also nicht in amtlicher Eigenschaft, sondern nur als Bewerber um ein Ab- geordnetenmandat — vor einem Vvlkshaufen thun sollte, zum Gegenstände von Kundgebungen gemacht wurde. Die „Straßb. Poft" bemerkt dazu: Dian wird sich dieser Auffassung bereitwillig anschlreßen können. Auf der Zurückweisung oder der Berichtigung bedürftige Aeußerungen, welche ein ausländischer Minister in amtlicher Ägenfchaft vor der Volksverttetung seines Landes oder in einem amtlichen Schriftstücke gegen oder über Deutschland thun sollte, wird unsere Regierung sicherlich die Antwort nicht schuldig bleiben. Bismarcks „kalte Wasserstrahlen" sind noch lebhaft in Erinnerung, und es ist keinerlei Grund zu der Befürchtung vorhanden, daß seine Nachfolger im Augenblicke, da es Not thun sollte, die Spritze weniger energisch handhaben würden, als ihr großes Vorbild. Auf durch die Presse mitgeteilte private Auslassungen jeder Art und Form ist in erster Linie auch die Presse, als die Verkörperung der öffentlichen Meinung, zu antworten berufen, und niemand wird in Abrede stellen wollen, daß sie ihrer Pflicht im weitesten Umfange nachgekommen ist. Der Professor der neueren Geschichte an der Universität und der Marine-Akademie in Krel, Dr. Rvdenb erg, wird sich in kürzester Zeit nach Bonn begeben, um dort aus Wunsch des Kaisers vor dem Kronprinzen einen Vortrag über die englische Revolution und über Oliver Cromwell zu hallen. Theater, Kunst und Wissenschaft. Der Tod vo n Fr au H ans Thom a. Aus Konstanz kommt die Trauerkunde, daß Meister Thomas Frau gestorben ist, Thoma hat ferne Frau sehr oft gemalt und schon aus dieser Thatsache kann man entnehmen, wie nahe sie seinem Herzen stand, aber auch jene Algraphie, wo der Tod, von Amor bedroht, hinter einem jungen Liebespaar steht und schuldbewußt sein Haupt neigt, zeigt auf der zu Grunde liegenden, farbigen Zeichnung andere Gestalten als auf dem Druck und zwar ganz unverkennbar die Bildnisse des jungen Thoma und seiner Frau. In Thomas Gemälden erscheint sie sch-licht bürgerlich wie er selbst. Die Augen blicken voll Herzensgüte und über ihrem ganzen Wesen scheint bei aller Weiblichkeit eine fdjpne, in sich, beruhigte Sicherheit und Festigkeit zu liegen. So begreift, wer Thomas Kunst kennt, daß sie wahrhaft fein Weib, ein Teil seines Wesens war. Die großen Künstler haben im Sinne der Kunst Macht über Leben und Tod, und das Andenken dieser Frau, an deren Bahre jetzt ungezählte Deutsche trauernd mit dem Meister stehen, wird durch Thomas Bilder bis in ferne Zeiten im deutschen Volke lebendig bleiben. — „Die Theater der Welt", jene neue dreisprachige, von Hans Forsten und Dr. I. ©umb inner herausgegebene Bühnen- zeitschrift fähtt fort, ihrer Aufgabe, ein Bindeglied zwischen den Bühnen aller Nationen zu sein, gerecht zu werden. In der soeben erschienenen 4. Nummer reiht sich ein hochinteressanter Artikel über das Theater Royal de la Monnaie in Brüssel an einen Aufsatz über das Deutsche Theater in Berlin. Beide Abhandlungen sind mit etwa 30 Illustrationen versehen und geben so ein umfassendes Bild von den Theatern, die sie beschreiben. Auch ein vortreffliches Porträt von Irene Triesch bringt das Heft. Ferner enthält das fast allzureich illustrierte Blatt noch Mayer-Hellmund, den Komponisten des „Zauberliedes* und Mia Weber vom Berliner Zenttal- theater. Sigrid Arnoldson, die schwedische Nachtigall, erscheint in einem vortrefflichen Bilde und sowohl über sie, als über die Künstler des Deutschen Theaters enthält die 4. Nummer der „Theater der Welt" ausführliche biographische Mitteilungen. Theaterneuigkeiten aus Rom und London schließen das Heft ab. Die „Theater der Welt" sind in jeder Buchhandlung (für 60 Psg. das Heft) zu haben, im Abonnement kostet die Kunstzeitschrift 12 Mk. jährlich. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Steuern wachsen jedes Jahr. Aequiva- lente werden manchem Einwohner dagegen nicht geschaffen, so z. B. müssen die Bewohner „hinter den Bahnhöfen" seit drei Monaten sprungweise von einem Schutthaufen zum anderen ihren Weg nach Hause finden, da für einen Fußpfad durch Verlegung des seitherigen Weges seitens der Bahn noch nicht gesorgt worden ist. Hoffentlich wttd hier bald Abhilfe geschaffen. Einer für Alle! Kchisssnach richten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 27. November. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Schnellpostdanrpser „Kronprinz Wilhelm" vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr mittags wohlbehalten in Newyork angenommen. Bremen, 27. November. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Toppelschrauben-Postdampfer „Seemen". Kapt. R. Niertch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr abends wohlbehalten in Newyorr angekommen. machen Sie, wenn Sie aI6 Zusatz eine Kleinigkeit von der sehr ergiebigen Linde'scheu Essenz nehmen. Ueberall zu haben! Sehr einfach! Frage: Warum erfreut sich Maggi so allgemeiner Beliebcheit? Antwort: Weil es — wenn richtig verwendet — sehr nutzbringend ist und sparen hilft. Plaudereien aus der Kaiserstadt. (Nachdruck verboten.) ArichStagSbotea in Berlin. — Vorn Gründer der Jngendwehr. — Gegen die Englauderei. — Geschmacklosigkeiten. Sie sind wieder da, die Herren M. d- R., von der schSvarzweißeften Rechten wie von der knallloten Linken, .bie kohlschwarze „Mitte" nicht ausgeschlossen. Und sie sehn fast alle so vergnügt aus, als ob die bevorstehende Session eitel Freude unb Wonne brächte! Für eine ganze Reihe ber rastlosen Vertreter des deutschen Volkes dürfte das vielleicht auch gar nicht so unzutreffend sein; denn ihre ^Rastlosigkeit" wird sie häufig genug verhindern, „an» lesend" zu sein. Das schöne Wallotsche Reichshaus mit dem imposanten Sitzungssaal zeigte gll die Jahre her ost verzweifelt große Lücken, während man abends die Inhaber dieser leeren Platze in den verschiedenen Theatern und Vergnügungs-Etablissements der Hauptstadt angetroffen haben will. Da es mitunter eine Lex Heinze glebt, so kann mau sich mit etwas gutem Willen schon vorstellen, daß diesen Besuchern die ernstesten Absichten zu Grunde gelegen baben. Man muß zweifellos Studien machen, wenn man Nachher vernünftige Beschlüsse fassen soll! In diesem Winter nun sind nicht wenige der tapferen Boten mit der ge= lebten Gattin und den Heranwachsenden Töchterlein in SBerltn ein gezogen, und in den soliden Wein-Restaurants, wo Ostelbien seine Stammtische hat, konnte man in den jüngsten Tagen beobachten, wie sich die noch etwas ungelenken und schüchternen Damen nach und nach in die Berliner Atmosphäre eingewöhnten. Sogar Austern essen lernten sie im Handumdrehen von Papa. Noch ein paar Nochen — und die geschickte Hand einer chicken Berliner Schneiderin hat audji das Exterieur tadellos hauptstädtisch tzergerichtet; die Augen starren nicht mehr so unbändig meuAerig in j,edes fremde Gesicht oder jedes strahlende Schaufenster — und als vollendete Großstädterin kehrt Liddy oder Emmy im Frühling auf die heimische Scholle zurück, bewundert und beneidet von den Gespielinnen daheim, zu denen sie womöglich „ick" und „toat" unb „bet" sagt, um ihnen ganz besonders zu imponieren. Nur Mama darf es nicht hören, sonst--! Ob übrigens die Anwesenheit so vieler (Gattinnen einen segensreichen Einfluß auf den Besuch der Reichstagssitzungen ausüben wird, bleibt jedenfalls abzuwarten. Wer wollte es ihnen verdenken, wenn sie zuMchst einmal Studien darüber machen möchten, wo Papa in seiner Eigenschaft als Mitkämpfer ober Gegner Roerens seine Ueberzeugungen gewonnen hat? lieber die Verrohung der Berliner Jugend ist schon manch bitterböses Wort gefallen. Daß auch auf diesem heiklen Gebiete wunderbar Wandel zu schaffen ist, hat der kürzlich verstorbene Gründer der Berliner Jugendwehr, der Hauptmann d. L- Johannes Friedmann, Direktor der Berliner Passage, durch seine Organisation des jungen Berlin nachdrücklich bewiesen. Wenn ihn auch zunächst die alte Liebe zum Soldatentum geleitet hat und er den Waffenübungen der französischen Jugend, die well über unser Turnen hinausgingen, ein Paroli bieten wollte, so hat sich doch seine Schöpfung für den Geist der Berliner Jungen als höchst einflußreich bewiesen. Alles, was zur Jugendwehr gehört, wahrt Ordnung unb Anstand, tritt sicher und doch bescheiden auf, und sieht durchschnittlich frisch und gesund aus. Schade, daß diese Körper und Geist kräftigende Einrichtung sich nicht auch auf die weibliche Jugend überttagen läßt. Dort tfyäte sie fast noch mehr not als bei den Heranwachsenden Herren der Schöpfung. Mit vielen Ehren wurde der überall beliebte Mann am Totensonntag zu Grabe ge- tragen. Möge seine ,Lugendwehr" ihn recht lange überdauern! Weniger angenehm als die Auszüge der Jugendwehr berühren'mich die zumal Sonntags auf unbebauten Plätzen ic. stattfindenden Fußballspiele unserer Jugend. Soviel Hausknechte, wie dabei ausgebildet werden, braucht der „schwarze Walfisch zu Askalon" und ähnliche Dauerwirtschaften schließlich, doch nicht. Graziöser wirkt das gleichfalls nun vollständig eingebürgerte englische Schlagballspiel, allgemein als Lawntennis bekannt. Wo sich in Berlin und Umgegend noch ein Plan dazu eignete, hat man ihn geebnet, mit Drahtwänden umgittert und in Felder geteilt." Das Netz ist sck)nell gespannt und der Muskeln stählende und Grazie lösende Kampf kann beginnen. Weshalb aber unsere deutschen Jünglinge und Mädchen so klettenhaft an den englischen Llus- b rüden bei diesem Spiel hängen, ist geradezu unbegreiflich Man lausche blos fünf Minuten lang an einem solchen Trahtgitter, wie es schwirrt von play und out. Nicht einmal deutsch zählen mögen die Herrschaften — und wenn es doch einmal einer versucht, so belächeln ihn die andern mit jenem heimlichen Mitleid, hinter dem sich eine ganze Fülle von Unkenntnis fremder Sprachen so erfolgreich zu verbergen weiß. Es ist merkwürdig: infolge der Burenunterdrückung sind sie Englandshasser im höchsten Grade geworden; aber ihre Landpartien machen sie in der mail--eoach, wie sie's gestern beim sive o'elock-tea verabredet haben, und wenn der letzte Teilnehmer hereingeftiegen ist, so ist selbstverständlich alles all right! Mr. Chamberlain würde seine Freude haben an so einem „besseren" Berliner Lawntennis-Klub! Und es könnte ihn vielleicht nicht minder belustigen wie die absurde Idee eines Braunschweiger Fabrikanten, Spuck- näpse für Buren freunde mit dem Bildnis des englischen Jobber-Ministers herzustellen. Dergleichen geschmacklose Uebertreibungen schaden uns ebenso wie die überängstlichen Verhinderungen der Aeußerung deutschen Unwillens über englische Unverschämtheiten. Auch deutsche Staatsmänner sind im Ausland mitunter recht verhaßt. Wie würden wir die Idee des findigen Braunschweigers, auf einen der Unfern angewandt, beurteilen ? Ä. R. 7126 (Hießen, Bahnhofstraße 4. Germania Cacao Pfeife der Zukunft Ausverkauf von Z empfiehlt in größter Auswahl 7140 in 7567 1862 Mäntel, Capes, Hüte und Mützen, 6643 7146 Wir empfehlen: empfiehlt 6816 J. Kaan jr 7763 Brüder Schmidt,Seltersweg 83 Grammophone Kompasse Seltersweg 18. 6827 Seltersweg 18. Nur gute und bessere Qualitäten. 7702 in ersten Qualitäten empfiehlt Jos. Seelen, LlldmMch N Singer Singer Singer Singer Singer Nähmaschinen Nähmaschinen Mähmaschinen Mähmaschinen Mähmaschinen Stechbeitel. Hobel. Fellen. Sägen. Sägeblätter. 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Rest.klauten wollen sich an uns oder an das Stadtdauamt wenden, woselbst auch dec Plan und die Be- schreibung über die einzelnen Plätze eingeschen werden können. Gießen, den 14. Juni 1901. 4398 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Au§ der Stiftung der Ludwig Theodor Felsing Eheleute zu Gießen sind die diesjährigen Zinsen und zwar: 171,43 Mk. an zehn in Gießen geborene, würdige Arme und 34,29 Mk. an fünf würdige Witwen zu gleichen Teilen zu vergeben. Anmeldungen hierzu haben bis zum 10. k. Mts. aus dem Bureau der unterzeiö^reten Behörde, Zimmer **)&. 4, zu erfolgen. Gieß en, den 27. November 1901. 7808 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____________________I. V.: Wolff.___________________ Bekanntmachung. Es wird beabsichtigt, auch im laufenden Jahre eine Prämiierung von Dienstboten des Sparkastenbezirks emtreten zu taffen. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben nnd sich über gute Führung durch Zeugniffe ausweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre tonn nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen rverden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushaltes oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeug- niffes der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkaffenbuches bei unserer Kaffe oder der Großh. Bürgermeisterei des Wohnorts bis zmn 1ö. Dezember l. I. zu melde«. Bis zu diesem Termine können sich auch Sparer behufs Gemähruug einer Belohnung melden, welche während eines längeren Zeitraumes regelmäßige Einlagen bei unserer Kaffe gemacht haben. Gießen, am 28. November 1901. 7835 Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen. Wiener. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, o^ß im Monat Dezember l. I. außer an den feststehenden Zahltagen — Mittwochs und Samstags — auch noch Dienstags und Donnerstags Geschäftstage bei unserer Kaffe abgehalten werden. Die Einleger werden im beiderseitigen Interesse ersucht, ihre Einlagebücher vorzulegen und entweder die Zinsen in Empfang zu nehmen oder beischreiben zu lassen. Sollten die Zinsen im Monat Dezember nicht erhoben und auch nicht beigeschrieben werden, so kann dies ohne Verlust auch spÄer geschehen, well am 1. Januar 1902 die nicht erhobenen Zinsen in den Geschäftsbüchern der Kaffe den Einlegern gut geschrieben werden. Gießen, den 29. November 1901. 7834 Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen. Wiener. Bekanntmachung. Im nächsten Jahre soll wieder eine Anzahl armer scrophulöfer Kinder in der Kinderhellanstalt zu Bad- Nauheim behufs Gebrauchs einer Badekur auf Kosten der Sparkasse untergebracht werden. Es ergeht daher an diejenigen Bewohner des Spar- kastenbezirks Gieße«, welche solche kranken Kinder haben, aber nicht in der Lage sind, die Kosten selbst bestrellen zu können, die Aufforderung, sich bei ihrem Pfarramt oder der betr. Bürgermeisterei zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugnis abzugeben, in welchem die Notwendig- kell einer Badekur bescheinigt sein muß. Es können auch solche Kinder berücksichtigt werden, welche bereits auf unsere Kosten eine Badekur durchgemacht haben, falls dies ärztlicher- sells für notwendig gehalten wird. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien werden gebeten, die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung der Mlltellosigkeit der betreffenden Eltern bis zum 15. Dezember l. Js. hierher einzusenden. Spater eirllaufende Meldungen können nur dann berücksichtigt werden, wenn rechtzeitig angemeldete Kmder ausfallen sollten. — Es wird noch bemerkt, daß Kinder unter 3 Jahren, sowie Knaben über 14 und Mädchen über 15 Jahren in die Anstalt nicht ausgenommen werden. Gießen, den 28. November 1901. Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen. __________________Wiener.________________7833 Kunst-Ausstellung. im Turmhause am ^Bran^ ** ist täglich, mit Ausnahme Samstags, von 11 bis 1 Uhr geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags. An Sonn- rnib Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. — Eintritt für Nichtrnttglieder an Werktagen bv Pfg^ an Soun» und Feiertagen 30 Pfg. 7641 Bekanntmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Annerod für das Rechnungsjahr 1902 03 ist vom 2. Dezember 1901 an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht offen gelegt. Annerod, den 29. November 1901. Großherzogüche Bürgermeisterei Annerod. Horn. 7848 Schirmlager Größte Auswahl in Negenschirmen für Herren, Tamcu nnd Kinder in jeder Preislage. Heinrich Sack Lindcnplatz 3. 7823 Bekanntmachung. Der Boranfchlag der Gemeinde Allcndorf an der Lumda für das Fahr 1902,03 liegt vom 2. Dezember L I. an acht Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei offen. 1 Allendorf a. d. Lumda, den 29. November 1901. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. Rein. 7828 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Mainzlar pro 1902/03 liegt vom 2. Dezember l. I. ab acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau offen. Mainzlar, den 29. November 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. ________________________Koch.____________________7838 Gothaer Lebensversicherungsbank. Versicherungsbefiand am 1. Sept- 1901 8011/, Millionen Mark. Bankfonds „ , 2631/, Dividende im Jahre 1901: 29 618 128 Prozent der Jahres-Normal« Prämie — je nack dem Alter der Versicherung. grrtnter: Heinrich Hochreuther 11 Sndanlage 5. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis, daß wir die Vertretung unserer SchlachtliiehiierscherllW ll.Lchlchthofe zMießen .Herrn Simon David in Gießen, Lchillerftratze 23 7801 übertragen haben und bitten alle Interessenten, die Versicherung ihres Schlachtviehes daselbst bewirken zu wollen. Die Direktion dkt Ikutral-Viehvkrßchttunss-Vkreins ;n Kkrlin. Renten- nnd Fkbeus-Vttficheruugs-Austalt zu Darmstadt. Die Auszahlung der Renten für 1901 findet im Dezember an jedem Dienstag und DonnerÄag von 9 bis 12 Uhr und 2 bis 5 Uhr statt. Stammler, Ober-Postsekretär, 04828 Wilhelmstraße 1. In Gießen bei Adolf Bieler, Viktoria-Drogerie; Gustav Walter, Drog.; W. Kilbiuger, Drog. 7819 2Das alle Hatten- und Mäusefallen der Welt nicht konnten, was Haften, Arsenik und sslfosphorpillen nicht vermochten, das leistet in 30 Stunden das probate Hattenmittel .€$ hat geichnappt' . jür Mk. 200.— waren und Vorräte vernichtet das geftäfiigt Ungeziefer das Jahr hindurch oft in einem» einzigen Haufe, es zerfrißt das Holzwerk, ruiniert die wände und onterwüblt die Fußböden. *Es verschleppt ansteckende Krankheiten der Menschen sowohl als auch Seuchen auf weite «Entfernungen hin Unerbittliche Ausrottung der widerlichen Schädlinge bedeutet Ersparung an Hab und Gut und Schutz der Gesundheit. Mühelose und radikale Vertilgung ist nur möglich mit 8s hat geschnappt! Ucberall ja haben ä 50 pfg. und Mk. — in plombierten Hattons. Freiherr v. B. auf Gross-St. schreibt: „3d? konnte mich der Hatten in meinen Stallen nicht erwehren. Hein Mittel verfing. (Die Plage ging soweit, daß mir die Kncd?te anfingen davonzulausen.) Seit ich „Lr hat geschnappt" anwandte, bin ich die Hatten los. * e NB. „Es hat geschnappt" ist nur für Nagetiere tödlich, sonst ganz unschädlich. Lin versuch und man ist überzeugt! 2 •‘SÄ* Magdeburger Lebens-Verficherungs-Gesellschast hat äußerst günstige Einrichtungen zur Versicherung von Personen, welche, ohne birekt krank zu sein, zu gewöhnlichen Be- dingungen keine Aufnahme finden. Bertteter für Hieß n; Generat-Ägenlur H. Artet», Goethestr. 46. Wer aus biUtgÜc Art den Heschmack der Suppen, Saucen, Gemüse :c. kräftigen unb bereu Erbaulichkeit erhöhen will, verwende IzumWürzeH Kröpfen genügen. — Zu haben irr, Fläschchen von 35 Pfg. an bei 7816 Emil Fischbach, Seltersweg. Ebenso empfehlenswert sind Maggi'ö Suppenwürfel KIO.Pfg., sowie Maggi'ö Bouillon-Kapseln a 12 und 16 Pfg. Generalversammlung der allgemeinen SterbeLaste Hießen am Sonntag dem 8. Dezember, nachmittags 4 Uhr, in der Restauration Zum Louys Bierkellcr (Earl Loch). Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Neuwahl des Vorstandes und Auffichtsrates. 3. Erhöhung des Sterbegeldes. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches, pünklliches Erscheinen wird wegen der. Wichtigkell der Tagesordnung ersucht. 7822 Gießen, den 1. Dezember 1901. Der Vorstand. Deutscher Hof, Nellemeg 5. Vom Louutag, dem 1. Dezember ab: ^IfSniEtt Zchlvarzvalder Singvögel 3 Damen. 2 Kirre«. Sonntag von 11 Uhr ab: Frühkonzert. Anfang nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr. Eintritt frei. Auserwähltes Programm. 7820 £ndwig W Souditorei 7678 Konfekt Große Auswahl in Lhokolade und Bonbons. Kietzen — Marktstratze 32 für Wiederverkäufer 8>>ezilllitSt Christbaum- Coufett Anis- uud Buttergebäck Leb- uud Honigkuchen Makronen- uud Chokoladeu- 7720] Hamburger Cigarren, vorzügl. Qualität. Versuch überzeugt, pro Mille 60 Mk. unter Nachnahme exkl. Porto. Richelfeu u. Jnfelmaüu, Hamburg. Korselltn in allen neuesten Fayons. Brüsseler Korsetten Marke P. D. Korsett „Hygiene" Kinderkorsetts empfiehlt Robert Haas Nacht Inhaber €5. Schmidt. 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