Volttische Tagesschau. Waldersee und Voyron. General Voyron ist seitens des Grasen Waldersee nicht nur mit der ausgesuchtesten Freundlichkeit behandelt, sondern auch mit Lob und Anerkennung förmlich überschüttet worden. Kaum hatte der deutsche Oberkommandierende in Algier den Fuß auf französischen Boden gesetzt, als er auch bereits die Gelegenheit wahrnahm, dem General Voyron und dem französischen Expeditionskorps das schmeichelhafteste Zeugnis auszustellen. Wiederholt hat sich dann Graf Waldersee in dem gleichen Sinn geäußert, zuletzt noch zu Berichterstattern Pariser Blätter, wenn wir nicht irren, auch desselben „Matin", der nun die Briefe veröffentlicht, in denen Voyron betont, wie selbständig und unabhängig vom Grafen Waldersee er die französischen Jntereffen gewahrt habe. General Voyron hat sich gleich nach seiner Rückkehr hierfür in seltsamer Weise erkenntlich gezeigt, indem er Pariser Berichterstattern boshafte Bemerkungen über den Grafen Waldersee in die Feder diktierte. Es geschieht nicht zum erstenmale, daß deutsche Freundlichkeiten von französischer Seite derart erwidert werden. Man sollte doch diesseits endlich die entsprechende Lehre ziehen und den Franzosen gegenüber immer eine „würdige Zurückhaltung" beobachten, damit uns unliebsame Erfahrungen erspart bleiben, wie in diesem Fall wiederum. Ein französischer General, der sich bei seinen Landsleuten Ansehen erwerben und vielleicht noch eine größere Rolle spielen will, wird deutsche Anerkennung immer als ein Hindernis für sein Vorwärtskommen betrachten und deshalb leicht dazu verführt werden, auf deutsches Lob mit einer taktlosen Herausforderung zu antworten. Das trifft nicht nur auf französische Offiziere, sondern auf die Franzosen überhaupt zu. Man sollte daher deutscherseits mit Lob und Anerkennung den Franzosen gegenüber recht sparsam und vorsichtig sein. Wenn auch die frühere beständige Spannung in den deutsch-französischen Beziehungen erheblich nachgelassen hat, so beweisen doch Zwischenfälle, wie der hier besprochene, hinlänglich, daß auch das freundlichste Entgegenkommen von deutscher Seite auf französischer Rückfälle in den alten Chauvinismus niemals zu verhindern vermag. Voyron scheint übrigens die rücksichtslose Veröffentlichung der Briefe nicht ohne Waldeck- Rousseaus Mitmissen bewerkstelligt zu haben. Der Ministerpräsident will dadurch den drohenden Interpellationen in der Kammer über die deutsche Führerschaft in China den Stachel abbrechen und eine leichtere Bewilligung der Chinakredite herbeiführen. — Wie verlautet, hat der Jmmediat- vortrag des Reichskanzlers beim Kaiser die Indiskretion des Generals Voyron zum Gegenstand gehabt. Ans Stadt nnd Sand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist.nur unter genau er Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 31. Oktober 1901. »* Das Universitäts-Rektorat teilt uns mit, daß die (uns von sehr geschätzter Seite zugegangene) Nachricht, daß Prof. Leutert aus Königsberg einen Ruf nach hier angenommen habe, unrichtig ist; die Verhandlungen sind noch gar nicht abgeschlossen. •• Kirchliche Persoualnachrichten. Der Großherzog hat den durch die Dekanatssynoden der Dekanate Alsfeld und Mainz für den Rest der laufenden Wahlperiode vollzogenen Wahlen des evangelischen Pfarrers Heinrich Klingenschmidt zu Romrod zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Alsfeld und des evangelischen Pfarrers Peter Grünewald zu Mainz zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Mainz die Bestätigung erteilt. Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Großherzog- lichcn Bürgermeister Georg Büttner zu Mühlheim (Kreis Offenbach) das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Hizen. ihm« h die seit W b. Geflügel rische Zufuhren, ■?x jrven|Nloiti nal-Fabrikpre i(fj auswättr r 4 Mott- - ; u. schöns (itS-m-ttlprch McktgStittoo. a M» Sie hü WMrist ithS*!1“ ia.in bttSwft tt bffl * „ollen, arre Nr. 257 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 1 November 1901 Erscheint täglich nut Ausnahme des Montags. Die Eichener Familien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" vrermal wöchenttich beigelegt. Redaktton, Erpedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprcchanschlujjNr.51. Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeigen au der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. dis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt-^ lungsslellcn des In-und Auslandes nehmen An-- zeigen entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'fchen Uniocrsitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wrttko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. GietzenerAnzeiger M Seneral-Akzeiger ** Kaiserworte. Ob Kaiser Wilhelm II. gesagt hat „Kommen keine Handelsverträge zu stände, so schlage ich alles kurz und klein" — ist bisher offiziös weder bestätigt mich abgeleugnet worden. Die „Boss. Ztg." behauptet, daß von einer solchen Aeußerung, wie sie von einem Mitgliede des Reichstages einem vstpreußischen Blatte mitgeteilt worden ist, in tinzelnen politischen Kreisen schon vor fünf Wochen die Rede war. In einzelnen Blattern, die erfahrungsmäßig gute Beziehungen zu amtlichen Stellen unterhalten, wird die Möglichkeit, in andern sogar die Richtigkeit der Meldung zugegeben. Außerdem wurde, wie wir bereits mitteilten, von der „Rat. Ztg." versichert, der Kaiser lehne es unbedingt ab, auf Äeußerungen, die aus Privatgesprächen mit ihm in die Oeffentlichkeit gebracht werden, irgendwie zurückzukommen, während ein anderes Blatt berichtet, der Kaiser habe es sich „energisch verbeten, auf Aeußerungen, die er in einem unverbindlichen Gespräch, bei einer Nachtischuuterhaltung usw. thut, öffentlich festgelegt zu werden". Ob es nach diesen Auslassungen wahrscheinlich ist, daß die streitigen Worte gefallen oder nicht gefallen sind, mag der unbefangene Zuschauer selbst entscheiden. Wie hat sich die Presse zu Aussprüchen des Kaisers ru verhalten? Diese Frage ist schon bei Kundgebungen, Die dem Wortlaut nach sesfftehen und beglaubigt sind, nicht leicht zu beantworten. Es geht nicht an, sie mit Stillschweigen zu übergehen, wenn sie in das politische Leben eingreifen. Mit Fug ist oft gefordert worden, daß solche Kundgebungen nicht anders als mit ministerieller Gegenzeichnung erlassen werden, damit die Kritik, wenn sie unvermeidlich ist, sich nicht gegen den Träger der Krone, sondern gegen ihren verantwortlichen Ratgeber richte. Es leuchtet ein, daß die Ablenkung mancher Verstimmung auf den Minister nur dem Demarchen und der Monarchie zum Nutzen gereichen kann. Wie aber, wenn die Gegenzeichnung unterblieben ist? Der Gedanke, daß dann eine öffentliche Erörterung der Kundgebung unterbleiben müsse, ist undurchführbar. In einem Staatswesen wie England mag es auf die Privatansichten des Herrschers wenig ankommen, weil dort die Mehrheit des Unterhauses der Politik Ziel und Richtung giebt — und zudem alle Welt weiß, daß Herr Chamberlain den allergrößten Einfluß besitzt. Im Deutschen Reich wird die Politik vom Kaiser bestimmt und in den meisten Einzelheiten jetzt mehr als je zuvor. Darum kann man politische Aeußerungen des Herrschers nicht mit Stlllschweigen übergehen, zumal da der Kaiser gesagt hat: „Was ich mir einmal vorgenommen habe, das führe ich auch durch." Der Einfluß, den der Kaiser auf alle Zweige der Gesetzgebung und Verwaltung ausübt, mitunter auch gegen das Gutachten seiner Minister, ist zu groß, als daß seine markanteren Aeußerungen, auch wenn sie nicht durch die Ministerverantwortlichkeit gedeckt sind, unerwähnt bleiben dürften. Gilt das von schriftlichen Aeußerungen, so nicht anders von mündlichen. Auch solche Worte können von großer politischer Tragweite werden. Wer kann behaupten, daß der Kaiser seine Aussprüche vertraulich behandelt zu zu sehen wünscht? Eine solche Auffassung ist gelegentlich für den Fall, daß er' sich im Kreise seiner Offiziere befinde, geäußert worden. In anderen Fällen kann der Kaiser seine Worte genau in der Absuht, daß sie auf politische Weise wirken, gewählt haben. lieber die Gesinnung des Kaisers wird Graf Bülow längst nicht im Zweifel sein. Je weniger durchsichtig aber die Politik des Reichskanzlers ist, um so größeres Interesse hat die Oeffentlichkeit an der Politik des Kaisers. Das ist begreiflich, weil sein Wille schließlich entschieidet, und well er besondere Vorrechte in der Zollgesetzgebung hat. Gegen den Willen des Monarchen kann auch von übereinstimmenden Mehrheiten des Bundesrats und des Reichstages an den bestehenden Zöllen nichts geändert werden. Unter diesen Umständen haben Aeußerungen des Kaisers über die Handelsverträge eine erhebliche Tragweite. Ist der Monarch in weit höherem Maße als früher der persönliche Leiter der Politik, so sind auch seine politischen Aussprüche von zu großem Belang, als daß sie nicht verzeichnet oder nicht erörtert werden dürften, wenn sie nur in einer Form berichtet werden wie viele andere Aussprüche, die die Geschichtschreibung als wertvolle Beiträge zum Charakterbilde eines Herrschers behandelt hat. Ist der neueste Ausspruch Kaiser Wilhelms zutreffend berichtet, so ist seine Wiedergabe nur natürlich. Und beruhte er nur aus falschen Gerüchten, so wäre ebenso natürlich, daß er in aller Form in Abrede gestellt würde. Die 13. allgemeine Konferenz der deutschen SittüchLettsvereine in Leipzig brachte u. a. zwei Fr au en Versammlung en. In der ersten hielt Sup. Niemann aus Kyritz einen Vortrag über „Fr au en recht und Fr auen d ien st". Er führte in der Hauptsache folgendes aus: Es sei ein Zeichen unserer Zeit, daß man bei jeder Frau, die int öffentlichen Leben stehe, für deren Ruf fürchte. Hieran sei zum Tell dre Frauen-Emanzipation schuld, die in ihrem Eifer oft über das Ziel hinausschieße und thue, als ob die Hausfrau ein .abgethaner Begriff, als ob die Hausfrau nur der Dienst- Ibote des Mannes sei. Andererseits sei man blind gegen -jeden gesunden Fortschritt und übersehe die Notwendigkeit, der Frau Einttitt in das Erwerbsleben zu schaffen. Der 'Mittelweg sei auch hier der beste. Nach einem historischen lleberblick bemerkte der Redner dann weiter: Seien auch 'Mann und Weib vor Gott gleich, so seien sie doch nicht in der Ehe gleichartig, wohl aber gleichwertig. Der Mann dilde das Haupt, das Weib das Herz. Jedes habe besondere 'Rechte und Pflichten. Daß der Wann die größte Verantwortung habe, sei keine Entwertung des weiblichen Geschlechts. Er soll Dein Herr sein, bedeute nicht Zwingherr, sondern Schützer. Die Verhältnisse zwängen die Frauen, sich Berufe zu suchen. Zwar sei auch hier schon viel geschehen, aber noch lange nicht genug. An das Studium der Frau denke er hierbei jedoch nicht. Die Frau könne sich in der Liebesthätigkeit, Kindererziehung, Krankenpflege ein großes Feld schaffen. Haushaltungsschulen seien Mädchen-Gymnasien vorzuziehen. Hierauf sprach Frl. Mellien aus Berlin über das Thema „Frauennot und FrauenHilfe". Sie verbrellete sich über die Liebesthätigkeit in den Frauen- und Kinder-Ge- sungenenanstalten. Die Verhältnisse in diesen Anstalten seien viel zu wenig bekannt und viel gebe es hier noch zu bessern. Sie weise nur darauf hin, daß Sachsen und Mecklenburg die einzigen Staaten seien, die besondere Straf- richtiger Besserungs-Anstalten für jugendliche Verbrecher hätten ,während sonst überall die jugendlichen Gefangenen mit deit älteren Gefangenen zusammengethan werden. Daß hierdurch der schlechte Einfluß der älteren Gefangenen auf das jugendliche Gemüt nicht ausbleibe, liege auf der Hand. Ein großer Fehler sei es auch, daß weibliche Gefangene von Männern bewacht würden, und es sei sehr nötig, daß auch hier Abhilfe geschaffen werde. Zu fordern wäre ferner die Festsetzung der Sttafmündigkeit vom 12. auf das 14. bis 16. Lebensjahr und weiter sei zu fordern, daß es nicht an der erforderlichen Seelsorge wie am Schulunterricht mangele und daß die Kinder in den Gefangenenanstalten in geeigneterer Weise als bisher beschäftigt würden. Auch in der Unterbringung der weiblien Gefangenen biete sich ein großes Feld in der Frauenhilfe. Sei aber immer Liebe, fröhlicher Glaube, frohes Hoffen vorhanden, dann gelinge auch das Werk. Zu gleicher Zeit tagte im großen Saale des Zoologischen Gartens eine Männerversammlung. Hier sprachen Geh. Rat Professor Dr. So hm aus Leipzig über das Thema „Der deutsche Mann und die Sittlichkeit" und Hofprediger a. D Stöcker aus Berlin über das Thema „Waslehren die Skand alprvzesse derGegen- toart?" Sohm führte etwa folgendes aus: Viele sind es, die der Sittlichkeit in der Theorie zu- gethan sind, sobald die Sittlichkeit aber praktisch wird, kehren sie um. Für den deutschen Mann hat die Sitt-, lichkeit eine doppelte Bedeutung: sie ist die größte öffentliche und die größte private Sache des deutschen Mannes. Dem deutschen Volke stehen schwere Aufgaben bevor, seine Zukunft liegt auf dem Wasser. Wird die wirtschaftliche Entwickelung über das Schicksal des deutschen Volkes entscheidend sein? Nein! Die entscheidende Thatsache, von der alles in der ungewissen Zukunft abhängt, ist, ob in den Tiefen unseres Volkes sittliche Kraft genug ist, um solche Aufgaben auf unsere Schultern zu legen. Auf das sittliche Leben, nicht nur der oberen, gebildeten Klassen, sondern der großen, breiten Masse des Volkes kommt es an, darauf, ob im deutschen Volke genügend sittliche Wittensenergie, Pflichtbewußtsein und Pflichterfüllung vorhanden ist. Die Sittlichkeitsfrage ist die größte nationale Frage. Die Sittlichkeit allein macht das Volk stark und unüberwindlich, wie uns das Burenvolk zeigt. Wie steht es mit der Sittlichkeit unseres deutschen Volkes? Neben manchen Lichtseiten sehen wir auch viel Schatten. Ein großer Teil der Sittlichkeitsfrage ist die Wohnungsfrage. Aber niemand will von der Wohnungsfrage etwas wissen. Niemand, ausgenommen einzelne Privatpersonen, nimmt sich der Wohnungsfrage an. In gleichem Maße hängt die soziale Frage mit der Sittlichkeitsfrage zusammen. Das soziale Elend der breiten Masse des Volkes wird erzeugt durch die Unsittlichkeit. Darum, wer etwas für die Sittlichkeit thun will, tnuß in der Sozialpolitik arbeiten. Wer das Emporsteigen der großen niederen Menge hindert, ist schuld an diesem das Herz verhärtenden Elend. Niemand will aber hiervon etwas hören, niemand Witt praktisch arbeiten. Wer der Sittlichkeit dienen will, erkenne seine sozialen Pflichten, er thue seine Schuldigkeit. Die Sittlichkeit ist aber auch die allergrößte Privatsache. Das Wohl und Wehe dieser Welt hängt an erster Stelle am inneren Leben. Die christliche Sittlichkeit, das ist die Kraft des Mannes, des deutschen Volkes. — Hofprediger a. D. Stöcker verglich in seinem Vortrag das deutsche Volk mit Simson und die Unzucht mit der Delila. In den Büchern unserer Richter und in dm Gerichtssälen fände man diese Anschauung bestätigt. Neben den Skandalprozessen, denen die Unzucht zu Grunde liege, gebe es noch viele Skandalprozesse, die sich im Geheimen abspielten. Die Vergehen und Verbrechen gegen die Sittlichkeit seien in Preußen in den Jahren von 1887 bis 1895 um das Doppelte, von 7400 auf 14 700 gestiegen. Aber diese Skandalprozesse seien nur die Blasen auf dem Sumpfe, die Schmutzwellen eines Schmutzteiches, und es sei ein Fehler, nur die Blasen, nicht den Sumpf zu sehen. Der Redner zählte dann die hauptsächlichsten Skandalprozesse der letzten Jahre auf. Sie lehrten uns, daß im Volke etwas faul sei, daß auch das Staatswesen, das viele Dinge gehen lasse, mit Anteil habe an diesen Zuständen. Daß die Schamlosigkeit wieder als solche in Büchern und Bildern, wie auf der Bühne erkannt werde, daß nicht nur der Gipfel dieser Prozesse, sondern die ganze Kette gesehen werde, dazu müsse Staat, Kirche, Gemeinde und jeder einzelne beittagen. Am Dienstag wurde die Hauptversammlung abgehalten. Pfarrer Mätzold-Dresden referierte über den Stand der Sittlichkeitsbewegung in Sachsen. Pfarrer Lic. Dr. Boehmer- Raben hielt einen längeren Vortrag über das Thema „W a s kann geschehen zur Hebung der Sittlichkeit in unserer gebildeten männlichen Jugend?" Der Redner war der Meinung, daß dem junger: gebildeten Manne gelehrt werden müsse, sich selbst zu erziehen, daß Elternhaus, Schule, Kirche und Gesellschaft zur sittlichen Charakterbildung das ihrige beitragen müßten, und daß in Bezug auf Kunst-, Litteratur- und Theatergenuß eine vorsichtige Auswahl getroffen werden müsse. Die zweite öffentliche Frauenversammlung hatte die Ortsgruppe Leipzig des deutsch-evangelischen Frauenbundes veranstaltet. Es sprachen über die Bedeutung des deutsch-evangelischen Frauenbundes Pastor Lic. Weber aus München-Gladbach und Pastor Mätzold aus Dresden. Weber verbreitete sich über Zwecke und Ziele des Bundes. Da gebe es einzelne Ortsgruppen für Krippen Heiner Kinder, deren Mütter tagsüber auf Arbeit gehen, andere Gruppen seien in der Armen- und Waisenpflege thätig. Noch andere nähmen sich der Gebrechlichen an und weiter seien die Mitglieder thätig in Kinderheimen und in der Dienstbotenfrage. Gerade die letztere biete ein weites Feld und vieles gebe es hier noch zu bessern. Ganz besonders müsse gefordert werden, daß die vorhandenen Arbeiterschutzgesetze auch auf die Dienstboten ausgedehnt würden. Der Bund nehme sich der Fabrikarbeiterinnen an, er habe die Heimarbeiterinnen zur Hebung ihrer Lage organisiert und er sei bestrebt, für die Ladnerinnen ein gleiches zu thun, er entfalte reiche Fürsorge für die Wöchnerinnen armer Familien, für die Frauen der Trinker, für gefallene Mädchen, er habe Bahnhofsmissionen eingerichtet und sei nach jeder Richtung hin thätig, wenn es gelte, für die Frauen ein christliches Liebeswerk zu thun. Der Redner schloß mit dem Ersuchen, den Bund durch Erwerbung der Mitgliedschaft und durch thätige Arbeit zu unterstützen. Neneinstellung von Schreibgehilfen. Zur Beschleunigung gehilfen bei den Amtsgerichten Gießen, stülpt. In dieser Ausrüstung verweilte der Mann länger Nidda und Ortenberg bewilligt worden. Da diese stellen qe-t Bitten in einem lichterloh brennenden Holzstoß; er alsbald besetzt werden können, empfiehlt sich für Reflektanten I sich sogar zwischen die petroleumgetränkten, stark daß die Unioersttäts Nachrichten. ungen: Zur Aufnahme als ordentlicher Studierender berechtigt Mittwoch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der endgültiger Beschluß darüber gefaßt wird, ob Bingen das nächstjährige Gauturnfest übernimmt. digt hatten. Alzey, 29. Okt. Ober-Ingelheim, 30. Okt. .... . , o für Feuerlöschwe,cn in Frankfurt war auch ein F e u e r -1 Der jetzigen Fassung desselben entnehmen wir folgende Bestimm tauche r-App arat ausgestellt. Zur Prüfung der Feuer-l> n* c ----- " - v- , Karlsruhe, 29. Okt. Mit Staatsministerialentschließung ist Auf der Ausstellung! der § 40 der Technischen Hochschule abgeändert worden. Vermischtes. • Brandenburg a. H., 29. Okt. Ein Zusammen« toß zwischen Wilddieben und Förstern fand in der Nacht zwischen den bei Brandenburg gelegenen Dörfern Krahn» und Reckahn auf dem Gebiete des dem Major v. Rocho« gehörigen Rittergutes statt. Eine Anzahl mit Büchsen ver« ehener Bauern aus Krahne hatten der Fasanerie des Herr* v. Rochow, die eingezäunt ist, einen nächtlichen Besuch ab« gestattet, und schon eine ganze Anzahl von Fasanen getötet als die durch die Schüsse aufmerksam gewordenen Förster Ulbricht aus Reckahn und Hörtzel aus Krahne, denen sich noch ein Förster aus Plessow anschloß, auf dem Platze erschienen. Einer der Wilddiebe ergriff sofort die Wuchl und verschwand im Dickicht, ohne erkannt zu werden. Zwei andere Wilddiebe setzten sich auf den Anruf der Förster, die Gewehre niederzulegen, zur Wehre unt chlugen auf die Förster an. Diese waren nun ihrerseits zezwungen, Feuer zu geben. Durch die Schüsse wurde der eine Wilddieb, der reiche Bauerngutsbefitzer Robert Brügge« mann aus Krahne am Arm und an der Brust schwer verwundet, während sein bei ihm in Diensten stehender Bruder Otto Brüggemann Verletzungen am Arm und in der Seit« davontrug. An der Stelle der That wurde ein Sack mir 12 Fasanen vorgefunden. * Hagen, 30. Okt- Beim Abbruch eines GewölbebogenZ der Eisenbahnüberführung bei Eckesey stürzte in der Vergangenen Nacht beim zweiten Schuß der größte Teil des Bogens ein. Als die Arbeiter sich anschickten, an dem stehengebliebenen Teil weiterzuarbeiten, stürzte die Stein« mässe plötzlich zusammen und begrub die Arbeiter. Ein italienischer Arbeiter wurde bei den Aufräumungsarbeiten als Leiche hervorgezogen, zwei Arbeiter starben nach der Ankunft tm Krankenhause und zwei andere sind schwer verletzt worden. Auch der Bauunternehmer wurde schwer verletzt. * Eine Examenseltenheit. Am Montag, als dem Termin der ersten juristischen Referendarprüfung beim Kammergericht in Berlin befand sich unter den Rechts« kandidaten ein Rit t er d es Eisern en Kreuzes. Möge der Kandidat, nachdem er vor 30 Jahren siegreich vor dem französischen Feinde standhielt, auch die grimmigen Gegner aus dem Kammergericht und der Universität alänzend über» winden! * Prag, 30. Okt- Auf der Hauptlinie Prag—Eger der Buschtehrader Bahn ist durch eine Dammabrutsch^ ung zwischen den Stationen Sarkau und Michelob eine voraussichtlich zweitägige Verkehrsstörung eingetreten. Der Güterverkehr auf der Strecke ist eingestellt, der Personew verkehr wird an der Rutschstelle mittelst Umsteigens aufc recht erhalten. * Rom, 30. Okt- Wie aus Messina gemeldet wird, richtete gestern eine starke Flutwelle in der Umgebung bedeutenden Schaden an. In Scaletta wurden, wie bisher festgestellt, vier Personen getötet und zehn verletzt. In Guidomandri sind sieben Personen ums Leben gekommen. Von Messina ist Hilfe abgesandt worden. Die Verbindungen mit Reggio sind unterbrochen. Auch aus Tarent werden Ueberschwemmungen gemeldet, besonders bei Palagiano und Massafra, wo mehrere Häuser eingestürzt sind. Man befürchtet, daß auch dort Menschen ums Leben kamen. * Liverpool, 30. Okt- Infolge Auftretens der Pest in Liverpool befinden sich gegenwärtig zehn Personen in Isolierung. Nachforschungen ergaben, daß außer den amtlich bekannt gewordenen Todesfällen an der Pest noch drei bis vier Todesfälle Wit verdächtigen Charakteren vorge-, kommen sind. * Cherbourg, 30. Okt- Der Dampfer „Gras Waldersee" von der Hamburg-Amerika-Linie traf mit zwei Fischern des französischen Fischerschooners „Bretagne" hier ein. Dieselben hatten sich in einem Boote zu weit von dem Schooner entfernt und waren, vom Nebel überrascht, 5 Tage ohne Nahrung, als sie von hem Dampfer aufgenommen wurden. An Bord desselben fanden sie eine vortreffliche Aufnahme, Unter den Passagieren und der Mannschaft des Dampferslwurde eine Sammlung zu ihren Guntzeu OOCL" iHltolUlluc:?, juiuic um- ~ ftubium berechtigenden Schule; das Abgangszeugnis einer anderen deutschen Hochschule, für Pharmazeuten das Zeugnis der bestandene- Avolvekergehitfenprüfung. Bis auf Weiteres wird bte Aufnahme auch gewahrt auf ein Reifezeugnis einer 7 klassigen deutschen Reall schule, wenn außerdem der Nachweis erbracht ist, daß der Be» werber in der Mathematik das Ziel eines humanistischen Gym- nasiilms erreicht bat. Als außerordentliche Studierende könne» solche Bewerber ausgenommen werden, welche eine 6klassige deutsche Realschule oder gleichwertige Schule absolviert haben. JmMaschv nenwefen und der Elektrotechnik tann die Absolvierung einer technischen Mittelschule durch zweijährige erfolgreiche Thättgkett u» vraklischen Berufe ersetzt werden. Bon der Aufnahme als Stu« dierende sind ausgeschlossen: Reichs-, Staats- und Gemeindebeamte: Angehörige einer anderen Bildungsanstalt, diejenigen Personen, du ein' bürgerliches Gewerbe betreiben. Als Hospitanten werden zu« getanen frühere Studierende einer Hochschule nach vollständiger Absolvierung eines Fachstudiums, Personen reiferen Alters, welch» durch ihre Vorbildung die Gewähr bieten, daß sie den Unterricht liicht beeinträchtigen. Wirte auf Anordnung d— —-------------- v-.i— - K ... . « . . , . S-g°- g°l°gt unb später durch wieder dem Verkehr fretgegeben. Dieser Fall, der m unfercr I bcr Revision. Das Reichsgericht könne nicht nachprufen, ob em Stadt sehr großes Aufsehen erregte, scheint nunmehr doch Mitglied eines Vereins sich' der Mitgliedschaft unwürdig gemacht nock nickt seinen Abschluß qefunben zu haben, denn wie man habe. Wenn ein Verein der Ansicht sei, daß es ihm md)t mehr •M wird der betreffende Wirt sich anfangs Naaember wegen m^ch sii, seinem Weinfalschung vor der Strafkammer in Mainz zu oer» Rläaer auch nicht wegen des Inhaltes seiner Aeußerung ausantworten haben. I geschlossen worden, sondern weil er dieselbe in einer Form getban Bmaen, 28. Okt. Von Seiten des Gauausschusses des habe, die ihn der weiteren Mitgliedschaft unwürdig mache. Be- Turncmues Nbeinbcsscn be-iw einer Deputation desselben züglich der Kriegervereine habe das Reicksgencht bereits fruber -turngaucs Jvi)cmt)cncn oezw. einer ^puuiuvu I . ausgeiprochen, dan sie nicht gehindert werden konnten, aus ahn- wurde gestern m Bingen der für das Gau turn fest mi ^chen Anlässen Mitglieder auszuschließen. — Ter Kläger ergriff so- nächsten Jahre vom Turnverein Bingen in Aussicht genom-1 bann selbst bas Wort, betonte, wie schwierig seine Stellung sei und mene Platz einer Besichtigmig unterzogen. Der Platz, der suchte„darzuthun, daß dieselbe vollständig untergraben werde, wenn in Bema auf ©röfcc (9000 Quadratmeters und vorzügliche es zulässig sei, day er von der Gesellschaft außerhalb des gesetzlichen m -<5eoug auf (yuuu yuaöratmeien uno uo^ugucye diszipliniert werde. — Das Reichsgericht erkannte auf Lage der geeignetste ist, befindet sich am Rhein, m der Um» qurü(froeiiung der Revision und erkannte das gegen Herrn gebung des Amtsgerichtes. Der Turnverein Bingen hat fürIWo lff einges chlagene Verfahren als zulässig an. Sandel und Uerliehr. Volkswirtschaft. Märkte. Gießen, 31. Oktober. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochemnarkt kosteten: Butter pr. Pfund 0,90—1,10 Mk., Hühner« eier pr. Stück 0—0 Pf., 2 Stück 13—17 Pf., Käse pr. Stück 5—9 Pft Käsematte 2 Stück 0—0 Pfa., Erbsen pr. Liter 20 Psg., Linsen pei Liter 30 Pfg., Taiiben pr. Paar 0,70—1,00 Mk., Hühner pr. Stüö 1,00—1,20 Mk., Hahnen pr. Stück 0,70—1,40 Mk., Enten pr. Stüö 0,00—0,00 Mk., Gänse pr. Pfd. 48—62 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfuni 66—76 Pfg., Kuh- uni) Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweine, fleisch pr. Pfund 64—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfuni 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. PfunL 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,00—3,50 Mk., Weißkraut pe? Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Mk., Milch pei Liter 18 Pfg. Äevfel per Pfd. 9—14 Pfg., in Körben 12—15 Pfg Trauben 35—50 Pfg., Tomaten per Pfd. 18—20 Pfg. Dauer der Marktzeit von morgens 8 Uhr bis nachmittag! 2 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nidy im Umherziehen feilgeboten werdeii. Limburg a. d. Lah«, 30. Oktober. Fruchtmarkt. (Durch, schniusvreis pro Malter.) Rother Weizen 13,71 Mk^ weiße? Weizen' 13,47 Mk., Korn 10,12 Mk., Gerste 8,90 Mk- Öaftu 7,06 Atk., Erbsen —,— Mk. Berlin, 30. Okt- Der Aufsichtsrat der Allge« meinenElektrizitäts-Gesellschaft schlägt der mv 5. Dezember stattfindenden Generalversammlung eine 12. irozenrige Dividende auf das erstmalig in Gesamtheit teil, lehmende Grundkapital vor. umgehende Meldung und Miteinsendung der Zeugnisse in Ur- brennenden Holzscheite, ohne den geringsten Schaden zu , idhrift oder Abschrift. nehmen. Dabei hatte er Bewegungsfreiheit genug, um von 1 ** Die Kanzleigehilfen bei den Landgerich- dem Strahlrohr des vom Hydranten hergeleiteten Schlauches ' ten des Großherzogtums haben an die Zweite Kammer ausgiebigsten Gebrauch ru machen. Der Apparat hat sonach eine Eingabe gerichtet, worin sie um Abänderung ihrer seine Probe gut bestanden. Besoldungsverhältnisse bitten. Danach wünschen sie, daß Abenheim, 28. Okt. Gestern fand hier die Gau- das Höchstgehalt das Mindestgehalt der Kanzlisten erreicht, v e r b a n d s s.i tz u n g des Rhein-Maingau es der und bereits mit dem 45. Lebensjahre; bei den jüngeren Wind thorstbun de statt. Beim zweiten Punkt Gehilfen soll das Gehalt derart festgesetzt werden, daß der Tagesordnung, Wahl des Vororts, entspann sich eine diese mit dem 30. Lebensjahre mindestens 1700 Mark be- lebhafte Debatte. Dem Vorschlag, Mainz, die Zentrale der ziehen. Auch soll nach einer 15jährigen eindwandfreien Partei, als Vorort zu wählen, trat Kr am c r-Osfenbach Dienstzeit jeder Kanzleigehilfe zum Kanzlisten ernannt wer- entgegen, indem er ausführte, daß Mainz der Arbeit, den. Ein Teil dieser Forderungen erscheint vollauf be-Idie von einem Vorort gefordert werde, noch nicht ge- rechtigt. Ob sie erfüllt werden, wird in erster Linie wachsen sei. Schließlich wurde der ^ermittelungsantrag von der Stellung des Justizministeriums abhängen. Im Manns-Frankfurt es bis zur nächsten Gauverbandssitzallgemeinen dürfte bei der Kammer und der Regierung ung, die im März in Mainz stattfinde, beim alten §u be« wenig Neigung bestehen, zu Gunsten einer Beamtenkategorie lassen, nach längerer Debatte angenommen. Zu --'steine Abänderung der Besoldungsordnung herbeizufthren. gliedern der Agitationskommission wurden Manns und ** Geslügel-Aiusstellung. Gestern und beute tfrämer gewählt. Es wurden noch einige Winke betreffs langten die ersten Transporte von Ausstellungsgeflügel Agitation bei Wahlen usw. gegeben. Es folgten einige Ge- chier an. Die Aussteller aus Württemberg, Baden und sangsvorträge des Kirchepchors, eine Rede über die Schutz- Bayern, sowie aus den Provinzen Brandenburg, Schlesien zollpolilik, eine apologetische, dann ein weiteres Lied, einige und Sachsen waren als die Ersten mit ihrem Federvieh l Toaste, worauf die von etwa 250—300 Männern aus Aben- am Platze. Kreistierarzt Schmidt untersuchte die Tiere, heim und Umgegend besuchte Ver,ainnilung geschloistn wurde, während ein Schutzmann scharfe Kontrolle übte, ob für h Frankfurt, 30. Okt. Zum K. und K. ^esterreichifch- jede Sendung der vvrgeschriebene Sck>ein, aus dem er- Ungarischen Generalkonsul in Frankfurt a. M., oesten sichtlich ist, daß am Orte und im Umkreis von 5 Kilometern Amtsbezirk sich auch auf das Gro ß^) e r z o g tu m erstreckt, in den letzten sechs Wochen keine Geflügelseuche geherrscht, wurde an Stelle des verstorbenen Freiherrn v. Rothschild ^oorhanden ist. Beanstandungen haben bisher nicht statt-!der Privatier Maxinrilian Goldschmidt ernannt, dem gefunden. namens des Reichs die Exequatur erteilt worden ist. — ' ** Vier Jahreszeiten. Wie aus dem Inseraten- Nachdem die Italienische Regierimg an Stelle ihres seit- teil der heutigen Nummer ersichtlich ist, findet vom 1. No-! hörigen Generalkonsuls in Frankfurt a. M. Earl von N e u s - vamber ab in den Bier Jahreszeiten täglich von abends Vill e den Grasen Bernhard Lam b er ten gh i zum Ge- 8 Uhr an Konzert des kroatischen Tamburitza-Damen-En- neral-Konsul für das Großherzogtuin Hef e n, die sembles Lika (8 Damen, 1 Herr) statt. Das Ensemble ver- preußische Provinz Hessen-Nassau, die Hohenzollernsa)en fügt über gute Kräfte. In Gießen konzertiertes zum ersten Lande und die beiden Fürstentümer Lippe mit dem Sitze Mal (Siehe Inserat.) irt Frankfurt a. M. ernannt und damit die Einrichtung '() Schotten, 30. Okt. Dienstag, den 29. und Mitt- eines Berufs-Konsulats verbunden hat, ist der Neuernannte woch, den 30. Oktober fand, vom herrlichsten Wetter be- in seiner erwähnten Eigenschaft für das Großherzogtum aünftigt, die Oberwaldjagd statt. Es wurden 29 Rehe, l.Hesjen anerkannt und zugelassen worden. 6 Hasen und 3 Mchse erlegt. — noch wenige lieber- Fulda, 30. Okt. Beim Ausschachten emes Gartenreste zeigt die einst in unserem Städtchen so blühende l Grundstücks zur Hans Hodes'schen Rotgerberer hier hat man ^Weberei. Sehr anerkennenswert ist aber das Streben einen wertvollen Schatz gehoben. Man sand in einer der noch existierenden Produzenten auf diesem Gebiete, I Tiefe von 30 Zentimetern ein slasa)enformiges rugfetiie^ durch maschinellen Betrieb konkurrenzfähig zu bleiben. Be-I Gefäß mit 280 Stück goldenen, sehr abgegriffenen Mnn- sonders zeichnen sich hierdurch die Appreteure „Gebrüder zen, die im Anfang des 17. Jahrhunderts geprägt find und Weitz" aus, die wieder eine moderne kostbare Trocken- tirch en fürstliche Wappen, sowie lateinifche Anschriften maschine in ihren Dienst stellten, die sie vom Wetter voll- tragen. Mutmaßlich sind diese Münzen wahrend des ständig unabhängig macht. — Auch in diesem Jahre wird 30 jährigen Krieges vergraben worden. Dem Eigentümer das „Lehrerheim" bei Schotten während der drei Winter- ist auf seinen Fund bereits ein Gebot ton 4000 Mark von nwnate Dezember, Januar und Februar vollständig ge- einem Frankfurter Numismatiker gemacht worden. schlossen. fc. Frankfurt a. M., 30. Okt. Frhr. Waldemar von () Ortenb-erg, 30. Okt. Auf unserem sog. „Kalten Gunderode von hier hat sein Gut Lehrbach in Ober- Markt" schnitt im Gedränge ein Zigeunerweib einem Kurz- Mcn an einen Enkel des letzten Kurfürsten von Hessen, den Warenhändler die Geldtasche ab Die Aebm entkam, ob- ' Schaumburg, für 480 000 Mark verkauft, wohl fvfort dw Gendarmerie fich zur Verfolgung anickickte. ' } a - ----- — Aus Anordnung der Polizei mußten sofort die sämt- . . . r , (lichen Zigeuner, wohl an 20 Wagen, den Markt verlassen. . Gouderskircheu b» Laubach, 30. Okt. Ms m der Leipzig, 30. Okt. (Nachdriickverboten.) Ausschluß aus letzten Woche em hiesiger Landwirt mit emem Vragen von I c {n c in Verein. Ein Rechtsstreit, der nicht nur in Hessen einem Markte in Schotten heimkehrte, scheute das Pf erd »Aufsehen erregt bat, fand heute vor dem 4. Zivilsenate des Reichsan einem Abhänge bei Einartshausen und rannte mit dem gerichts seinen Abschluß. In O f f e n b a ch a. M. waren zwischen Fuhrwerks Absi-ng h innrer D. 3* ^auen und der 77jahrige PH. Kroll, wurden vom Wagen gefchleu-1 Medizinairat Dr. K o h l e r, Differenzen entstanden, weil der letztere dert, wobei Letzterer einen schweren Schädelbruch erlitt, der sich nicht bereit fand, die kleinen Geldbeträge, die im Nachlasse lebt feinen Tod herbeisührte. Auch die Frauen erlitten schwere verstorbener Krankenhausinsaffen vorgefunden wurden, mit der m r’, „„„„ I Stadt zu verrechnen, sie vielmehr in anderer Werse zweckentsprechend Verletzungen. verwenden wollte. Aus Anlaß eines besonderen Falles stellte ein Ruppertenrod, 30. Okt. Emen recht gefährlichen Stadtverordneter an Wolff in öffentlicher Stadtoerordnetensitzung Fund machten auf unserem jüngsten Herbstmarkte zwei der eine Anfrage und Wolff beantwortete sie dahin, daß die 1,60 Mk., Sckule nock nickt entwachsene Buben: einen sechsschüssigen, I die der verstorbene K. mit in das Krankenhaus gebracht habe, nicht scharfgeladenen Renolner Statt d.e Waffe tb8ugcbetl v=rr=&t(„orb™ fei;®elb legten sie sie in em Versteck, aus dem sie anderen ^rages I cr nicht wisse, was er davon halten solle. Nun gehörte Wolff einer der Buben, ein 9jähriger Knabe, holte. Dieser machte dem Verein zur Pflege der Geselligkeit und des Spieles an, der sich nun mit einem Altersgenossen ins Feld und stellte dort den Namen „Großes Kolle g" führt und vom Großher-zog das Schießübungen an, indem er vier Schaffe aus bem ^otoer »erL.e,es abfeuerte. Wie leicht hierbei em schweres Unglück hatte ent- I jn weitere Oeffentlichkeit gedrungen war, eine Verdächtigung stehen können, kann man sich denken. Der Revolver wurde des Medizinalrates Dr. Köhler. Unter Bezugnahme aus § 41 der .pon der hiesigen Gendarmerie konfisziert. Vereinssayung stellten 62 Mitglieder den Antrag ans Ausschluß des toetniinkm qh Hfl QinPitnpr Herrn W. aus dem Verein. Ausgeschlossen werden kann ans Grund fener Nleder'Gemundcn, 30. Okt. Die Zigeuner, von ^Estimmung ein Mitglied, das sich derSatzungnicht fügt,diegesellschaft- denen kürzlich von Ruppertenrod aus berichtet wurde, wollten lic^e Ordnung stört oder sich auf sonstige Weise durch sein Betragen auf ihrem oberhessischen Streifzuge auch unserem Orte einen univürdig macht, der Gesellschaft länger anzugehören. Wolff wurde Besuch machen. Um der großen Bande von 15 Wagen rasch darauf mit 82 gegen 6 Stimmen in geheimer Abstimmung aus dem l-dig-u werden, griff man zum Radikalbesb-derungsm.tte- Vereine ^auZef^ffem^ E- streng.e^bann für Zigeuner, der Feuerwehr. Kaum erschallten die Sarnm- Mitgliedschaft zu verurteilen. Zur Begründung führte er an, es lungssignale der Feuerwehr, da ergriffen die Zigeuner auch sei unzulässig gewesen, ihn auszuschließen wegen einer amtlich von fdion das Hasenpanier. Auf dem Wege zwischen Hainbach ihm gethane'n Aeußerung, die der Sachlage durchaus entsprochen 2d Ermenrod machte d.e Z.g°un°rkolonne .... SBalb« und hielt dort Rast wahrend der Nacht. Die vielen Hühner- Tarmstadt Wolff mit seiner Klage ab. ©eaeix dieses Urteil federn, die am anderen Tage den Lagerplatz bedeckten, zeigten, hatte er Revision eingelegt, die heute vor dem Reichsgericht von daß die „vornehmen" Zigeuner auch vornehmen Geschmack I Geh. Justizrat Mecke begründet wurde. .Die Gründe des Berufungs- besaßen, den sie aber schwerl.ch auf rechtliche Weise befrie- Mch^f-wn . I die abzugeben er verpflichtet war. Wenn dies oer Fall sei, so müsse Im Frühjahr wurden einem hiesigen es als sittenwidrig bezeichnet werben, daß der Kläger für diese der Staatsanwaltschaft die Fässer unter I Aeußerung in einer Privatgesellschaft verantwortlich gemacht werde. - - - - — ~ *-- r r-- —- - Der Vertreter des • Neneinstellung von Schreirgehilsm. Zur Beschleunigung sicherheit wurde.am.letzten Freittg.ein Fe^rweh-mann u--^daso Rest^gM 'der Arbeiten zur Herstellung der neuen Grundbücher ist fettens ™ emen imprägnierten ^äug gesteckt ।b[ Auslandes, sowie einer in dem betr. Lande zum des Ministeriums d.e Annahme je e.nes besonnen Schreib- ...... ° " , Friedberg, oiltzbach, . , » dieser Ausrüstuna verweilte der Mann länger! veranstaltet, welche die Summe von 800 Franks ergab, die den Fischern von dem Kapitän übergeben wurde. * New-York, 29. Okt- Mrs. Anna Taylor ist es gelungen, am Donnerstag die Niagarra-Fälle in einem Faß zu durchfahren. Das Faß war aus besonders starkem Holz angefertigt, und durch Stahlbogen haltbarer gemacht, der Loden war schwer gemacht worden, im Innern waren verschiedene Riemen befestigt, an denen sich die kühne Fahrerin halten konnte, und der Kopf war durch verschiedene Kissen geschützt, Luft wurde durch einen Gummischlauch zugeführt. Mrs. Taylor trug ein Badekostüm. Das Faß wurde von einem Kahn an die Fälle herangefahren, und dann losgelassen, worauf es sofort, wie Kork auf dem Wasser springend, die Stromschnellen hinabglitt, bei dem Hauptfall stürzte es mit dem Wasser eine Höhe von 165 Fuß hinab. Eine nach Tausenden zählende Menschenmenge wohnte dem Schauspiel bei. Nach etwa zwei Minuten tauchte das Faß aus dem Strudel wieder auf und wurde ans Land gebracht. Die Insassin war bei Bewußtsein, konnte aber erst nach Minuten wieder sprechen; sie hatte verschiedene Verletzungen am Kopf. * Weibliche Luft sch ifser. Der kühne Aeronaut Santos Dumont hat sich, wie das ja nicht anders zu erwarten war, die Herzen der Pariserinnen im Sturm erobert, da die Pariserin, wie keine andere Frau der Welt, die Sensation liebt, und nur um der Sensation willen haben sich verschiedene Bewohnerinnen des Seine- Babel der schwanken Gondel anvcrtraut. Dieses Wagnis ist allerdings nicht immer glücklich abgelaufen. Madame Blanchard sand den Tod dabei, während Madame Nadar und Sarah Bernhardt — natürlich — mit dem Luftballon Spazierfahrten unternahmen, wie ein anderer Sterblicher mit der Droschke. Allen voran steht jedenfalls Frau Camille Flammarion, welche mit ihrem Manne die Hochzeitsreise im Luftballon machte, was später vom Ingenieur Charbonnel und seiner jungen Frau nachgeahmt wurde. In ganz neuester Zeit erst sind Madame Duque de la Fanconnerie und Madame oc la Vaulx, die Frau des bekannten französischen Luftschiffers, dessen Flug über das Mittelmeer verunglückte, aufgesüegen und haben eine böse Fahrt über das Häusermeer von Paris gemacht. Wie lange wird es dauern, und man wird in Paris besondere Toiletten für weibliche Luftschiffer sehen. * Ein Kronprinz als Freitischbewerber. Aus der Göttinger Studienzeit des Königs von Württemberg erinnert man sich folgenden Vorganges. Als der Prinz einem sehr schwerhörigen Professor der Rechte, bei dem er ein staatsrechtliches Kolleg belegt hatte, einen Antrittsbesuch machte,' und sich hierbei als Prinz Wilhelm von Württemberg vorftellte, erhielt er von dem Professor, der gleichzeitig Vorstand der Freitischinspektion war und nur das Wort Württemberg verstanden hatte, die schleunige Antwort: „Ausländer bekommen hier keine Freitische!" Krieskasten der Redaktion. (vnonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) B. Unser Großherzog weist der Darmstädter Ortsgruppe des Allg. Deutschen Schulvereins zur Erhaltung des Deutschtums im Ausland jedes Jahr 50 Mk. zu. Schon bei der Gründung dieses Vereins im Jahre 1881 hat Großherzog Ludwig IV. dies eingeführt, und unser jetziger Landesherr ließ bei seinem Regierungsantritt aus freien Stücken dem Darmstädter Orlsgrupven-Vorstand kund- thun, daß der genannte Verein auch -weiter auf diesen Jahresbeitrag rechnen dürfe. Kirchliche Uachrichten. Katholische Gemeinde. Donnerstag den 31. Oktober. Nachmittags um 47, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegercheit zur heil. Beicht. Freitag den 1. November. Allerheiligcufcst. Vormittags von 6V. Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Meße; vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. „ um 8 Uhr: Tie zweite heil. Meise. Militärgottcsdienst mit Predigt. „ um 97, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 57, Uhr: Roscnkranzandacht mit Segen. „ um 6 Uhr: Predigt; nach der Predigt rst eine kurze Andacht für die Abgestorbenen. „ um 47, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Samstag den 2. November. Allersccleutag. Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. um 7 Uhr: Heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. „ un 8 Uhr: Seelenamt für alle Verstorbenen der Pfarrei; vor dem Seelenamt Austeilung der heil, ftommunion. Nachmittags um 67, Uhr: Die letzte Rosenkranz-Arrdachl mit Segen. Gottesdienst in der §gnagogeT Züdanlage. Israelitische Religionsgemeinde. Samstag, den 2. November 1901. Vorabend: 4" Uhr. Morgens 9 Uhr. Nachmittags 3 Uhr. Schriftcrklärung. Sabbathausgang: 5" Uhr. Gottesdienst der israelitischen Aeligionsgeseüschast. Sabbatbfeier am 2. November 1901. Freitag abend 4 . Samstag vormittag 830 Predigt. Nachmittags 380. Sabbathausgang 5". Wochengottesdienst: morgens 7 Uhr, abends 4a0 Uhr. Mchkutliche slcbkrficht der Todesfälle in Siehe». 43. Woche. Vom 20. Oktober bis 26. Oktober 1901. Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900 (inft. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 14,05, nach Abzug von 3 Ortsfreinden 8,03%n. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Anrn.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel Gehirnentzündung Geistesstörung 2 1 (1) 1 1 (1) 1* — Herzleiden Gallensteine 1 1 (1) 1 1 (1) — — Tötl. Körperverletzung 1 (1) 1 (1) — — Krampfen 1 -!- 1 — Sumina: 7 (3) 5 (3) 2 — der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Oktober Barouieter aus 0° reduziert :at»,r ust Absolute Feuchtigkeit Relative , Feuchtigkeit Windrichtung jC Wetter Temper der L 30. 224 751,3 + 9,4 7,9 89 NE. Bed. Himmel, 30. 925 752,6 4- 7,7 5,8 73 NE. Bew. Himmel 3L 7“ 755,9 + 2,6 4,0 72 NE. Sonnenschein Höchs e Ten peratur am 29.—. 50. Okt. )V° 0. Niedrigste n 29.-30. „ + 1,4° C. §djif|5iuw, ichten. „R c d Star L i n i c" Antwerpen. Der Postdanrpstr „Friesland" der Red Star Linie, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 29. Oktober wohlbehalten in Nerv- York angekommen. Zu aller Herren Ander wird ihr das Lob als eine Seife ersten Ranges für die c-chönheits- pflege und für den Toilette-Gebrauch. Es sollte daher die besorgte Mutter zum Waschen ihres Lieblings nichts anders kaufen als Doering's Eulen-Seife, weil sie die mildeste ist; es sollte die junge Dame Teint und Harrt mit nichts _ anderem pflegen als Doering's beivährtcr Eulen-Seite, wert sie die Schönheit der Haut und des Teints bewirkt und erhält; es sollte die praktische Hausfrau keine andere Toilette-Seife irr ihrem Familienkreise verwenden wie Doering's Eulen-Selle, denn sie hält doppelt so lange im Gebrauch an als die Füllseifen und wird dadurch thatfächlich billig. Für 40 Pfg. ist sie überall zu haben. 6495 Die richtige Ernährung der Kinder lohnt sich später tausendfach I Keine Mutter sollte dies vergessen! Das beste Frühstück für die Kleinen ist Kathreiners Malzkaffce mit Milch gekocht. Kein Getränk kommt diesem au Wohlbekümmlichtcit gleich. O ÖN £ g w 2 Ci Ä Q £ H e g L2D C-l 5 s CD. g o$t e «ft .2 «j«; o VD g « 2,75 Ou— c» •<-> ALA, w g o, (Ä- g » US «ft £ g rj 03 ,X3 rt WO 2. u w .2^ o ^3 L v Ü CJ "'S 2"° 2—«ft — M 2 ä ää) mä-ü £ w e H ä cj en -■ o .g jq .5 g 2 "2 , u S*2 03 O So - u_ s o g g g ~ 'S1 03 « & 2-» * ~ 5? o - o £ o *2 X a £ g 2 -2 ~ -w O *• g g — g r- E ‘Je? ± ^«ft 03 33 US L'Z« - « 5 s L ä 03^ S ■£- g 2 O S) » fUDtSS -W JÖ g o «ft - g o 03 g -O -- - 0 £ X3 -r- O O C3 03 U " o w 0 <0 <=: o yc g 8 n I» 4) Z « «ft e o o “ K- Z > -2 CJ p — >0 o Q 3= L :2 Q « 03 -K S - ■ e -o _ § » ad Q3 N«ft • jQ c3 >0** © = « S> V -- 2 «» "E-co g 03 O g? Q 'S . 03 . , oa g >2 *• .= — t- r- 2 0 Q — - — »-» w 7— - _ fC O3*T7 0 S _ o K O o g .2 *^7-2 L J3 CX uQ g g • g « 2 Z"2 Q sr >b e> — --O V5 g © .2 tO xO p e o K 4# Ingenieur-Besuch [ und Projekte kostenfrei. Nähr- und Kraitignngs* Mittel für Kinder, Kranke und Reconvalescenten als: Elohelcacao Hafercaoao Eisenpräparate Hämatogen Flelsch-Extract Fleischsaft Puro Leberthran, Kindermehl Malzextract mit und ohne Eisen condensierte Milch Pepsinwein Tokayer u. Südweine u. 8. w. emfiehlt: Victoria-Drogerie Adolf Bieler Marktstrasse 5. 6776 < Emil \ Fischbach Glessen. Backzuthaten 8L in bekannter bester A Qualität jgv ^^billigst.^^ Nene Heringe Neue Rollmöpse Salz-u.Essiggurken Neues Sauerkraut Neue Erbsen Neue Linsen Neue Bohnen Neues Grünkorn empfiehlt billigst Robert Stuhl Neustadt 23. 6732 Feinste Qualitäten Thee In allen Preislagen empfiehlt 6851 Victoria-Drogerie Adolf Bieler, Marktstr. 5. Ae. Rollmöpse per Stück 6 Pfennig empfiehlt 7138 Carl Netri, Marktplatz. Zreisinniger verein. Einladung zur außerordentlichen General-Versammlung am Montag den 4. November, abends 9 Uhr, in der Restauration Feidel, am Kanzleiberg. 7179 Tagesordmg: Die Aa-tverorönetenwatzlen. Um zahlreiches, pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Wertung; tzrieprteslrpirle Zum Vesten armer Veteranen, deren Witwen und Waisen. Zn der Turnhalle am Oswaidsgarien zu Gießen vom 1. bis 10. November täglich Aufführung des großen vaterländischen Festspiels Der deyW-smMe Krieg 1870/71 Dargestellt von etwa 150 Personen (Damen, Kinder und Kameraden der Gießener Militärvereine und Mannschaften des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm) unter Leitung des Herrn Direktor P. Werning aus Berlin. Hläuzeude Ausstattung. Historisch getreue Kostüme und Waffe«. Texte a 25 Pfennig. Programme ä 10 Pfennig werden au den Eingängen verkauft. ♦ 2lm 1., 3. und 10. November abends 7 Uhr, an den übrigen Tagen <)rgluu ViC Vorsnlluugkll » abends 8 Uhr. Außerdem Nachmittagsvorstellungen: Samstag oen 2. und 9. 9tovember, Mittwoch den 6.. November nachmittags 4 Uhr, Sonntag den 3. und 10. November nachmittags 31/, Uhr. 7172 Mhw Mirp 4 3m Vorverkauf: Sperrsitz Mk. 1,50,1. Platz Mk. 1,—, 2. Platz 60 Pfg., llkl PlKgk. Stehplatz 40 Pfg. — An der Kasse: Sperrsitz Mk. 2,—, 1. Platz Mk. 1,25, 2. Platz 75 Pfg., Stehplatz 40 Pfg. Luv Flchttll'rnnrsiossttnarn 4 3m Vorverkauf: Nummerierter Platz 75 Pfg., für erwachseue ylu ÄMerMsMUlPIl. Begleiter Mk. 1,50, Saalplatz 30 Pfg., für erwachsene Be- gleiter 60 Pfg. — An der Kasse: Nummerierter Platz Mk. 1,—, fiir erwachseue Begleiter Mk. 2,—, Saalplatz 40 Pfg., für erwachsene Begleiter 80 Pfg. Für Kriegernmine zu ta sür sie lieionöetö vorflesehenen ÄorslclliWen: Im Vorverkauf: Sperrsitz Mk. 1,—, 1. Platz 60 Pfg., 2. Platz 40 Pfg., Stehplatz 20 Pfg. Au der Kasse: Sperrsitz Mk. 2,—, 1. Platz Mk. 1,25, 2. Platz 75 Pfg., Stehplatz 40 Pfg. Borverkaufsstellen: Kaufmann Aischöach, Seltersweg; Kaufmann Kleinsten», Bahnhofstraße; Kauf- mann Dort, Wallthorstraße; Cigarre,chandlung Scharmann (früher Daniel Heil), Lindenplatz. Borausbestellungeu von Eintrittskarten sind zu richten an Kaufmann Aischöach, Seltersweg. Das Nähere besagen die Plakate. Für die Vorstellung am 1. November sind bereits alle Plätze verkauft und können an der Abendkasse Karten nicht mehr ausgegeben werden. iHMMM empfiehlt in guter Qualität zu billigen Preisen 6671 ugust Kilbinger, Seltersweg. Irische chellte M Kflbtljail empfiehlt 7056 Eberhard Metzger. Honig garantiert reiner, zu Backzwecken, 7069 Kunsthonig auch zu Backzwecken geeignet, per Pfund 50 Pfg., empfiehlt Emil Fischbach. WenbretzelnV bei Bäcker Kroueuberg, 7086 Löwengasse 23.___ 10 Pfeuuige Originalpacket UmoersalMtziilver das beste der Welt empfiehlt Adler-Drogerie | 7117 Seltersweg 39. Vsrteilliilstester kinknus in Kaffee gebrannt, feinste Mischungen »Ml. 1.80, Mk. 1.60, Mk.1.40 per Pfd. 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