Nr. 330 Drittes Blatt. 151« Jahrgang. Dienstag 1. Oktober 1901 Erscheint täglich • * W GletzenerAnzelger vrermal wöchentlich Lei- NM , MM Redaktion, (Spedition ** General-Anzeiger unv Druckerei: ■S»' Amts- und Anzekgeblatt für den Kreis Giehen FernsprcchanschlußNr.LI. t7 I Kr Annahme von Anzeigen zu der für den folgendem Tag erscheinenden Nr»! bis vormittags 10 Uhr.' Alle Anzeigen-Verrnitt- lungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf, auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Dev- lag der Brüh l'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wtttko; für den Anzeigenteil: Hans Beck, Von Veranstaltungen für die Teilnehmer des Kongresses ist hervorzuheben eine Aufführung von Aeschhlus Orestie im Stadttheater mit freiem Eintritt, und zu Schluß der Tagung ein Ausflug nach der neuerdings so viel genannten Hohkönigsburg. Der Preis der Mitgliedskarte ist 10 Mk. Wegen Wohnungen wende man sich: an den Verkehrsverein Straßburg, Bahnhofsplatz 8, der auf Wunsch und gegen Einsendung des Rückportos Zimmer in Hotels (zu ca. 3 Mk.) oder in Privatquartieren fest bestellt und die Adressen der Besteller mitteilt. Am 1. Oktober wird das Bureau der Versammlung in der Universität eröffnet, bis dahin stellt der Verkehrsverein warten aus. Auskunft erteilt das Präsidium, Professor A. Schwartz, Straßburg, Kochstaden 6, und Direktor Francke, Straßburg, Schloßplatz 1. Spielplan der vrrrimgteu Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 1. Oktober*): „Martha" oder „Der Markt zu Richmond". Mittwoch den 2. Oktober, abends 6 Uhr: „Die Meistersinger von Nürnberg". Donnerstag den 3. Oktober: „Marie" oder „Die Regimentstochter". Freitag den 4. Oktober: „Der fliegende Holländer". Samstag ben 5. Oktober: „Carmen". Sonntag den 6. Oktober: Zum erstenmale: „Die drei Pintos". Hierauf: „Phan- tasieen im Bremer Ratskeller". Montag den 7. Oktober: „Der Troubadour". Schauspielhaus. Dienstag den 1. Oktober'): „Die Zwillingsschwester". Mittwoch den 2. Oktober: „Maria Stuart. Donnerstag den 3. Oktober, abends halb 8 Uhr: „Das Glück". Freitag den 4. Oktober: „Tie Zwillingsschwester''. S-mstag den 5. Oktober: Zum erstenmale: „Fee Caprice". Sonntag den 6. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr: „Die Räuber". Abends 7 Uhr: „Fee Laprice". Montag den 7. Oktober: „Fee Caprice". *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. ,• UniverfiMs-Uachrichten. — Die Funktion eines Assistenten am pharmakologischen Institut der tierärztlichen Hochschule in München wurde dem Tierarzt Armin Feser übertragen. — Der Ordinarius für systematische Theologie an der Universität Erlangen, Lio. theol. L. Jhmels, ist von der theologischen Fakultät der Rostocker Universität zum Doktor der Theologie honoris causa ernannt worden. — Der außerordentliche Professor für Mineralogie, Tr. 5k. Buß, ist zum ordentlichen Professor für Mineralogie und Geologie an der Akademie 'Diu» ft er ernannt worden. Der Gelehrte ilt Direktor der mineralogischen und paläontologischen Saminlungen am natlirhistorischen Museum der Akademie. — An der Universität Breslau wurde int verflossenen Studienjahre an 92 Personen die Doktorwürde erteilt. In der medizinischen Fakultät proinovirten 38, in der philosophischen 53, darunter 21 (Üjemifer, wovon 1 Dame. — Man berichtet aus St. Petersburg: Die feierliche Einweihung des neuen physikalischen Instituts der hiesigen Universität sand den 21. ds. statt. — Zum Direktor des Museums der schönen Künste in Budapest wird der Regierungskommistar der Bandes-Bildergalerie E. v. Kammerer ernannt werden. — -ras m Paris domizilierende Centralkomitce des Inte r n a t tonalen Studenten Verbunds hat beschlossen, den nächsten Kongreß in B u d a p e st abzuhalten. Derselbe wird im September 1903 stattfinden. — Die Universität Odessa beschloß, eine Abordnung zur Virchow-Feier nach Berlin zu senden. Als Vertreter des KonseUs der Universität wird der Rektor Schwedow "nd als Vertreter der medizinischen Fakultät der Dekan dieser ^akilliat 48. 48. Podwyssozki nach Berlin reisen. — Jn St6na habllttterte sich Dr. A. Andruci für Chirilrgie, Dr. E. Modigliano für Kinderheilkunde. In Stockholm wurde Dr. I. E. Johannsen ztun Professor der Physiologie ernannt. In ^unn habilitierte fich Dr. R. Calvini für Chirurgie. m _ o — Ter bisherige außerordentliche Professor Dr. Veo von Savigny zu Göttingen ist Lum ordentlichen Professorin der juristischen Fakultät der Universität zu M a r b il r g eritamik worden. c . ... Die Immatrikulationen der Studierenden für das bevorstehende Wintersemester (15. Oktober bis 15, März) finden an der Universität Marburg an folgenden Tagen statt: Theologen am 15., 21., 25., 31. Oktober, Juristen am 16., 22., 28. Oktober und am 1. November, Mediziner am 17., 23., 29. Oktober und 4. November, Philosophen am 18., 24., 30. Oktober und 5. November. Außerdem haben sich die an den vorstehenden Tagen Eingetragenen zur end giftigen Immatrikulation am Samstag den 9. November, vormittags 11 Uhr, in der Universitätsaula einzig sinden. Korrgretz für innere Mission. ' Eisenach, 27. September. Ter 31. Kongreß für die deutsche innere Mission wurde gestern geschlossen. In der Schlußsitzung hielt Prof. Dr. Kinzel aus Friedenau bei Berlin den Schlußvortrag über: „Die Freiheit der Kunst". Ter Inhalt der Arbeit läßt sich kurz durch Anführung der Thesen wiedergeben. Sie lauten: 1. Die Kunst muß frei sein, frei von äußern Einflüssen, wie von der Herrschaft niederer Begierden und Leidenschaften. 2. Ter Künstter muß eine sittliche Persönlichkeit sein. 3. Diese setzt sich selbst Maß und Schranken ihres Schaffens einerseits durch, Aesthettk, andererseits aber auch durch die Ethik. 4. Wer diese nicht selbst findet, muß seine Kunst für sich behalten oder erwarten, daß ihm Schranken von den Hütern des öffentlichen Wohles gesetzt werden. 5. Öffentliche Kritik und Obrigkeit sind dazu verpflichtet, Ausschreitungen einer vermeintlichen Kunst aus Rücksicht auf die Sittlichkeit zurückzuweisen. 6. Wir brauchen deshalb eine gut vorbereitete und geübte Zensurbehörde, und als Berufungsinstanz ein Kollegium von ernsten, angesehenen und in jeder Hinsicht zur Beurteilung der sittlichen Wirkung von Kunsttverken befähigten Männern, deren Entscheidung endgiltig ist. 7. Von einer solchen Instanz darf man sich nicht nur eine heilsame Wirkung auf die öffentliche Sittlichkeit, sondern auch auf die Kunstinstitute, Ausstellungen und nicht am wenigsten auf die Künstler versprechen. — An den Vorttag schloß sich eine lebhafte Debatte, an der Generalsuperintendent DX Reinhard-Posen, Pastor M a hli n g -Hamburg und Hofprediger a. D. Stöcker-Berlin teilnahmen. Das Ergebnis derselben ist kurz folgendes: Die Freiheit der Kunst ist vielfach zu einer Zügellosigkeit ausgeartet. Die Sittlichkeitsbewegung hat die wahre Kunst nicht treffen wollen und and) nicht getroffen. Sie hat sich nur gewendet gegen die sittliche Verführung unserer Jugend, gegen die unter dem Deckmantel dec Kunst sich versteckende Spekulation auf die Lüste der Menschen. Tre Freiheit der Kunst hat kein Recht, wenn sie die Sittlichkeit untergräbt. Gegen die Auswüchse der Kunst aber hilft keine Zensur und kein oberster litterarischer Gerichtshof. Hier hilft nur ein Ausruf an das Volksgewissen und die Beibringung der Ueoerzeugung, daß nüö itt det christlich- sittlichen Weltanschauung die wahre Kunst lebt. Täe Studenten von Halle, die „Sodoms Ende" auspfiffen, waren eine ausgezeichnete Zensurbehörde. Nach langer Debatte gelangte ein Antrag zur Annahme, der besagt, daß der Kongreß den Thesen des Referenten 1—5 zustimmt, und daran erinnert, daß die Aufgaben der inneren Mission darin bestehen, das Gewissen des Volkes zu wecken, und zu stärken, urtd der breiten Masse zur Erkenntnis zu bringen, daß das wahre Heil aller Berufe und Stände nur in Christo zu finden ist. — Als Orte der nächsten Tagung sind Stuttgart, Leipzig, Bielefeld und Braunschweig vorgesehen. — Im Anschluß an den Kongreß für innere Mission hielt Hofprediger a. D. Stöcker im „Tivoli" die kirchlich- soziale Spezialkon ferenz ab. Auf der Tagesordnung stund u. a. ein Vortrag Stöckers über: „Die freie kirchlich-soziale Konferenz in ihrer Bedeutung für die Re- formationskirche." Redner gab in demselben das Programm, das sich die 1897 in Kassel gegründete Konferenz gestellt hat. Die Konferenz ist eine evangelisch^kirchliche, nicht eine politische Vereinigung. Sie möchte ein Sammel- Keuillttou. punkt werden für evangelische Christen verschiedener voli- tischer Richtung, für Männer und Frauen, die im Geiste unserer Reformation wünschen und arbeiten, daß das Evangelium die bewegende Kraft unseres Volkslebens bleibe und immer mehr werde. Politische Tagesschau. Auch ein „Kampf Aller gegen Alle". Es sind hauptsächlich drei Beobachtungen, die man an den Verhandlungen des Sozialdemokratischen Parteitags machen kann: die Vergröberung des „Tones", das Anwachsen des Antisemitismus, die Strenge des Vorsitzenden. Wenn nach dem bekannten Wotte der Ton die Musik macht, so ist es eine betäubende Musik mit Pauken, Trompeten, Posaunen und Becken, die da in Lübeck aufgesühtt wird, eine Häufung der schrillsten Dissonanzen, alles im Fottissimo. Schärfer, rücksichtsloser, als sich die Genoßen gegenseitig behandeln, können auch die erbittersten politischen Gegner nicht auf einander losschlagen! Von verhältnismäßig zahmen Ausdrücken an, wie „litterarische Raufbolde", bis zu Kennzeichnungen wie „niederträchtigste, gemeinste Motive", „ordinäre Kampfesweise", „infamste Mittel" u. s. w. ist in schier verschwenderischer Fülle Gebrauch gemacht worden. Auf diesem Boden spielte sich in Wahrheit der „Kampf Aller gegen Alle" ab, sodaß man sich fragen muß, wer wohl von den Wottführern nicht zu Denjenigen gehören mag, die einen „wilden Grimm im Busen tragen?" Frau Klara Zetkin meinte freilich, „die Leidenschaftlichkeit ist ja unsere Stärke" — aber wenn hat man gehört, daß sich die Stärke in der Zersplitterung offenbart ? Die Leidenschaftlichkeit tobt sich nach innen aus, und dann hört sie auf, eine „Stärke" zu fein. Wohl den besten Witz, der denn auch stürmische Heiterkeit hervorrief, hat auf dem Patteitage Abg. Stadthagen geliefert, als er sich über den persönlichen Ton der sozialdemokratischen Presse beschwerte. Stadthagen, der mit Keulen um sich Schlagende, in seinen Gefühlen verletzt durch die Ktttik Anderer — es ist in der That ein Bild von herzerfrischender Komik. Aehnlich ergötzlich war, daß fast all- gttnölü just Diejenigen, die für eine Verfeinerung des Tones eine Lanze brachen, durch Anwendung ausgesuchter Kraftworte überzeugend den Beweis lieferten, daß mit Höflichkeit und Delikatesse gar nicht weiter zu kommen sei. Dem Einen und Anderen fiel dabei doch gelegentlich ein, er spotte seiner selbst, dann half er sich mit Einfügungen wie z. B. „Wenn es parlamentarisch wäre" ober „Ich will ein gehässiges Wort vermeiden" — um bann in einem Atem bie mißbilligte Grobheit hervorzuschleubern. Ter Bericht verzeichnet an vielen solchen Stellen Heiterkeit unb stürmischen Beifall. Der Teil ber Zuhörer, bet sich nicht getroffen fühlte, gab sich bem Frohgenuß hin, bett immer ber Dritte empfinbet, wenn Zwei sich streiten. Noch bemerkbarer als schon auf früheren Parteitagen machten sich bie antisemitischen Regungen verschiedener Theilnehmer. So warf ber Abg. Fischer-Berlin ber Genossin Rosa Luxemburg — bie Frauen werben auf biefen Parteitagen überhaupt nicht mit Sammethanbschuhen angefaßt — eine „wahre Kunst, zu fälschen unb unterschieben" vor unb bezeichnet ihre „Kunst ber Dialektik unb Rabulistik^ als ein „Erbteil ihrer Rasse". Dem Abg. Heine- Berlin, ber ziemlich burchsichtige Anspielungen, in Form an- ttsemitischer Citate, machte auf „Leute, bie als Gäste kommen, unb uns ins Haus spucken", würbe aus ber Versammlung zugerufen, er, Heine, sei ja selbst Antisemit, worauf Heine cnüiberte, es sei ber Versammlung . bekannt, baß er als Student Antisemit gewesen. Frau Zetkin erklärte späterhin: „Rosa Luremburg unb Parvus sind bei uns nicht als Russen und Juden, sondern als Patteigenosien"; trotzdem hat man die Empfindung, daß ber Antisemitismus in ber Sozialbemo- kratie bereits eine gewisse Rolle spielt. Das ist ein Moment, bas unter Umftänben noch zu ganz anberen Differenzen führen kann, als bie Meinungsverschiebenheiten zwischen ben „Gemäßigten" unb ben „Zielbewußten". Abg. Singer ist als Vorsitzender von verblüffenber Strenge, er forbert unbebingte Jolgeleistung unb wirb sehr kategorisch, so sich Jemanb aufzulehnen versucht. Das ist aus bem Grunbe oerblüffenb, weil bekanntermaßen gcrabc Abg. Singer im Reichstag selten eine Unterbrechung ober Rüge bes Präsibenten ohne Wiberspruch hinnimmt und sich bagegen verwahrt hat, baß man in ber Schule sei. Präsident Roosevelt scheint besser zu sein als sein Ruf. Ursprünglich hieß ös, er hege nichts weniger als Sympathie für Deutschlanb. Nun überbringt ber Draht eine Melbung, ber zufolge ber Nachfolger MacKinley's dem Deutsch-Amerkaner Prof. Münster - berg schwarz auf weiß bie Versicherung gegeben hat, baß wenige Dinge ihm so am Herzen liegen, als bas Bestehen ber wärmsten Freun bschaft zwischen ben Vereinigten Staaten unb Deutschland Nun, bei ben Verhanblungen über ben Abschluß eines Gegenseitigkeitsvertrags mit Deutschland wirb Roosevelt Gelegenheit haben, biese Empfindungen in bie That umzusetzen. Es kann bie Verhanblungen nur erleichtern, wenn auf beiben Seiten bie Bereitwilligkeit, entgegenzukommen, vorhanden ist. Daß Deutsch- (anb zu Konzessionen geneigt ist, hat Amerika unter bem jetzt bestehenben Meistbegünstigungsverhältnis hinreichenb erfahren. Noch eine zweite bemerkenswette Melbung aus New- Pork liegt vor. Darnach hat bie amerikanische Regierung den Verkauf von Pferben unb Mauleseln für ben Gebrauch ber britischen Truppen in Sübafrika verboten. Der neue Präsibent giebt baburch zu erkennen, baß er aufrichtig bestrebt ist, bem Burenkrieg gegenüber volle Neutralität zu beobachten. Man hatte angenommen, Roosevelt, in dessen Adern holländisches Blut fließt, werde geneigt sein, einem Ersuchen des Präsidenten Krüger um Intervention zu willfahren. Doch das liegt nicht in Roosevelts Absicht, wie er jüngst verkünden ließ. Wenn die Engländer aber daraus folgerten, Roosevelt werde ihrer Sache Wohlwollen zuwenden, so haben sie sich getäuscht. Alle diese Kundgebungen Roosevelts sind geeignet, sein politisches Charakterbild in einem erfreulichen Licht erscheinen zu lassen — bis auf weiteres wenigstens. Amerika ist das Land der Ueberraschungen, und bei einem Temperament wie Roosevelt soll man nichts verschwören. Theater, Kunst und Wissenschaft. Mainz, 27. Sept. Eine ausländische Novität, Henrick Christ i e r n s o n s Lustspiel: „Dolly", in der deutschen Uebersetzuna von E. Jonas, sand hier gestern freundliche Aufnahme. Originell ist die darin durchgefuhrte Idee gerade nicht, aber man kann dem Stück eine gewisse eigenartige Gefälligkeit nicht absprechen. Ter Gegensatz frömmelnder Askese oder Verneinung jeder Daseinsfreude einerseits und natürlicher Heiterkeit oder berechtigten Lebensgenusies ist von Dichtern schon inannigfach illustriert worden, bleibt aber immer noch, in neuer anmütenber Form, ein dankbares Thema. Die Aufführung war gut. _ Die Sektion Darmstadt des Odenwaldklubs rotrb bte Einweihung des von ihr erbauten Felsbergturmes, da dessen Fertigstellung früher als erwartet wurde erfolgt ist, statt am 20. Oktober, wie ursprünglich geplant, bereits am 6. Oktober vornehmen. Hamburg meldet man: Richard Skowronneks neuestes Schauspiel „Tas schwa.rze Schäflein" hatte bei der Erstaufführung im Thaliatheater zu Hamburg rauschenden Erfolg. Das Trwna, in Ofsizierskreisen spielend, fesselt vornehmlich durch reizvolle Vlilieuschilderüngen und behandelt die Geschichte einer Offiziersgattin, die durch Klatschsucht ihrer Umgebung in den Verdacht des Ehebruchs gerät. Das Stuck schließt mit einem Duell unb einem Selbstmord. Das Publikum folgte der spannenden Handlung bis zum Schluß mit größtem Interesse. Autor und Darsteller mürben nach allen Aktschlüssen wiederholt stürmisch gerufen. Straßburg t E, 29. Sept. Tiie 46. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner soll vom 1. bis 4. Oktober in den Räumen der Kaiser Wilhelm-Universität tagen. sind für die Beratungen in den einzelnen Settionen eine ganze Fülle von Vorträgen angesagt, die in letzter Zeit noch weiteren Zuwachs erhielten. Am 30. September, vorntittags 10 Uhr soll sich der Gymnasialverein versammeln. Am Abend Begrüßungsabend der Gäste in Bäckehieseb Am 1. Oktober werden die Beratungen im Lichthofe des Kollegiengebäudes eröffnet. Während der Tagung hält am 3. Oktober die deutsche morgenländische Gesellschaft ihre Generalversammlung ab. Aus Stadt und Land. Rachrichte« von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden augcmeffen honoriert. Gießen, {30. September 1901. **§ Zur Haftpflicht. Der Hessische Bauernbund hat unlängst mit einer Versicherungsgesellschaft einen Vertrag auf Haftpflicht abgeschlossen, wonach alle Mitglieder, die bis 125 Morgen Grundbesitz haben, für den Einheitssatz von 3.75 Mk. gegen alle durch die neurechtlichen Haftpflichtbestimmungen erwachsenden persönlichen ^Schäden versichert werden. ** Regelung der Gefangen enarbeit. Die oberste Verwaltungsbehörde hat angeordnet, daß der Ar- beitSbetrieb in den Gefangenenanstalten wie folgt zur Ausführung gelangt: In der ZeNenstrafanstalt zu Butzbach: Rohr- und Kokosmatten, sowie Korbwaren aller Art, Erzeugnisse der Schreinerei, Thür- und Vorhängeschlösser. In dem Landeszuchthaus Marienschloß: Alle Erzeugnisse der Schreinerei, Thür- und Vorhängeschlösser. In dem Gefängnisse zu Darmstadt: Bürftenwaren, Korbwaren, Bam- Lusmöbel, Strohdecken, Stuhlsitze aus Rohr und Weiden. In dem Gefängnisse zu Mainz: Weißzeug, insbesondere Handtücher, Trockentücher usw. ** Die Zeitungsgelder werden, wie mitgeteilt, neuerdings von der Post eingezogen, wenn Zeitungen schon bezogen oder schriftlich bei der Postanstalt oder auch mündlich durch die Briefträger bestellt werden. Der Briefträger präsentiert zu diesem Ende in der zweiten Hälfte des letzten Monats im Quartal eine Quittung über den Betrag für die neue Bezugszeit, sowie über die etwa zu entrichtenden Bestellgelder. Bei diesem Verfahren war bisher die Quittung der Aufstellung über die bestellten Zeitungen angehestet. Sie wurde abgetrennt und dem Bezieher überlassen. Bei dieser Einrichtung verblieb dem Bezieher keinerlei Nachweis über die Zeitungen im Einzelnen, wofür der Betrag entrichtet war. Um diesem Uebelstand abzuhelfen, hat das Reichspostamt soeben Formulare eingeführt, bei denen eine zweimalige Aufstellung der Rechnung über die einzelnen Beträge vorgesehen ist. Das neue Formular besteht aus einein einmal gefalteten Blatte. Zwischen beide Hälften wird Pauspapier gelegt und die Aufstellung durchgeschrieben. Das Original mit der Quittung des Briefträgers erhält der Besteller; die Kopie geht zum Amt Zwecktz Bestellung der Zeitungen beim Verleger zurück. Die Neuerung ist bereits tu Kraft getreten. ** Bad-Nauheim, 26. Sept. Die Zahl der Badegäste betrug bis zum 26. September 19 580. An Bädern wurden bis zu diesem Tage 287 573 verabreicht. b Mainz, 27. Sept. Die am verflossenen Mittwoch zu (Ende gegangene deutsche Gartenbau-Ausstellung, die sich in den letzten Tagen noch eines sehr lebhaften Besuches zu erfreuen hatte, schließt mit einem Defizit von 10000 bis 15000 Mark ab. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Langd wurden bei der staügehabten Gemeinderatswahl K. Gerhard und Ludwig Henk mit 51 bezw. 45 Stimmen wiedergewählt. Neu wurde O. Konthaler mit 31 Stintmen gewählt. — In Bad-Nauheim wurde ein in einem Hotel bediensteter Mann, der verdächtig ist, sich an schulpflichtigen Kindern vergangen zu haben, verhaftet. — Postassistent Bach am Kaiser!. Postamt in Butzbach ist mit dem 1. Oktober nach Bocholt versetzt worden. — In Hoch-Weisel ist eine Telegraphen-Anstalt mit Fernsprechbetrieb eröffnet und dieselbe dem Bürgermeister Wörner übertragen worden. Vermischtes. * Ein steuerfiskalisches Kuriosum wird der „Voss. Ztg." aus Bromberg mitgeteilt: Für die dottigen städtischen Schmuckplätze hat man als Ziergewächs u. a. eine Nikotinpflanze verwendet, deren Blätter denen des gewöhnlichen Tabaks ähnlich sehen und die auch zur Familie der Tabakatten gehött, aber zweifellos noch nie, zu Zigarren oder Knaster verarbeitet, das Herz eines Rächers erfreut hat. Die Pflanzen wuchsen lustig und ahnungslos zur Freude Aller empor, als einem Besucher die Sache sehr verdächtig vorkam. Sei es, daß er ein Spaßvogel war, sei es, daß er fiskalischer als der Fiskus sein wollte, jedenfalls machte er die Bromberger Steuerbehörde auf den „Tabak" aufmerksam, an dessen Versteuerung die städtische Gartenverwaltung wohl nicht gedacht hätte. Die Steuerbehörde fand, daß die Gattenverwaltung in der Thal diesen unverzeihlichen Fehler gemacht hatte, sah sich die „Tabakpflanzen" an und ließ sie durch Beamte auszählen — sehr genau, denn nicht die kleinste wurde vergessen. Die Stadt Bromberg soll nun wegen Tabaksteuerhinterziehung in Strafe genommen werden. Man glaubt, daß bei der gettchtlichen Entscheidung darüber, ob es sich wirklich um Tabak handelt oder nicht, die Anfettigung von Probezigarren aus der Nikotinpflanze beantragt werden wird, die im Schlußverhandlungstermin von Sachverständigen geraucht werden dürften, und ist nicht minder auf den Ausgang der ganzen Angelegenheit, als auf die „Wirkung" gespannt, die diese Zigarren auf die unglücklichen Raucher ausüben werden. (Wenn nur nicht die „Voss. Ztg." einem Spaßvogel zum Opfer gefallen ist.) * Ein Ehedrama in Lie gnitz. Bereits seit dem 12. Juni d. I. ist per Steueraufseher Emanuel Lux in Begleitung seines 17 jährigen Sohnes Albinus Lux spurlos verschwunden. Ter Fall erregte damals um so mehr Aufsehen, als Lux sich in durchaus angenehmer und sorgenfreier Lebensstellung befand und auch sonst ein plausibler Grund für die Flucht nicht vorhanden schien. Erst jetzt ist durch einen Steckbrief, den der Erste Staatsanwalt am hiesigen Landgericht gegen Vater und Sohn wegen versuchten Mords und Anstiftung hierzu erlassen hat, Licht in das Dunkel gekommen. Hiernach liegt der Flucht ein Ehedrama be- trübendster Art zn Grunde. Amtliche Ermittelungen haben bis jetzt folgendes ergeben: An einem Abende war es zwischen den beiden Ehegatten zu einem ernsteren Zerwürfnis gekommen, in dessen Verlauf Frau Lux das Wohnzimmer verlassen hatte. Ter genannte Sohn bewaffnete sich inzwischen mit einer Axt und wartete so hinter der Stubenthür die Rückkehr der Mutter ad. Als diese das Zimmer wieder betrat, hieb der Sohn mit wuchtigen Axtschlägen auf die Mutter ein und brachte ihr mit der Schneide drei Hiebe auf den Kopf oberhalb» der Stirn bei^ Ein Töchterchen der Luxschen Eheleute war Zeugin der Unthat gewesen. Frau Lux be- sindet sich heut noch in ärztlicher Behandlung. Es erregt vielfach berechtigte Verwunderung, daß die Behörden erst jetzt, nachdem Vater und Sohu einen so großen Borsprung gewonnen haben, diesem Verbrechen näher getreten fink Nack^ den Aussagen der Frau Lux soll ihr Eheleben schon läng stgetrübt gewesen sein. Ihr Mann sei ihrer überdrüssig! geworden, nachdem sie jhm in 20 jähriger Ehe 16 Kinder geschenkt habe, von denen noch acht am Leben und vier kleinere bei ihr seien. Die Frau wird gegenwärtig von der Steuerbehörde unterstützt, weil sie sich in den ärmlichsten Verhältuisseu besindet. Landwirtschaft. — Obst-, Gemüse- und Kartoffelmarkt vom 12. bis 14. Oktober. Bor einigen Tagen fand unter Vorsitz des NenMcrs H. F e h r e r in D a r in st a d t eine Sitzung statt, der auch Vertreter der größeren Fachvereine und die Obstbautechniker der Provinz Starkenburg beiwohntem Es wurde die Anregung lebhaft unterstützt, an Stelle des bisher meist üblichen Verkaufs nach Proben beit Markt mit größeren Obstmengen zu beschicken. Die Vertreter der Fachvereine und die Obstbautechniker versprachen, in diesem Sinne zu wirken. Wie in früheren Jahren soll der Markt im Restaurant „Zur Stadt Pfungstadt" abgehalten werden und mit einer Prämiirung und Verlosung verbunden sein. Um die Einliefernng größerer Cbfhnengen zWi direkten Verkauf zu erleichtern, hat das Komitee beschlossen, den Bezug billiger Körbe zu vermitteln und eine Anleitung über zweckmäßige Vepackung von Obstsendungen zu verbreiten. Anmeldeformulare sind von dem Sekretär F. SRötb» Darmstadt'Roßdörserstraße 65 zu beziehen. Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Markte. Grünbera, 28. September. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 16.40 bis 00.00 Mk., Korn 14.50 bis 00.00 Mk., Gerste 13.00 bis 00.00 Mk., Hafer 13.00 bis 00,00 Mk., Erbsen 16.00 dis 00.00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wickern 00.00 Mk., Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. — Der diesjährige Frankfurter Obstmarkt findet am 8. Oktober in der Staothalle, Klostergaffe 14, statt. Wie in den Vorjahren läßt die Marktordnung ausschließlich in Deutschland gezogenes Obst usw. zu und zwar: sortiertes Tafelobst, gepflücktes Wirtschaftsobst, gewöhnliches Wirtschafts- und Mostobst, gedörrte und eingekochte Obstfrüchte, Obstweine, Obstbranntweine, Obst- liqueure, Mus, Marmelade, Gel6e usw., ferner gedörrte und eingekochte Gemüse, sowie Verpackungsmaterial. Der Verkauf geschieht nach Proben. Die Proben von sortiertem Tafelobst und gepflücktem Wirtschaftsobst dürfen bis 5 Kar. brutto, diejenigen von gewöhnlichem Wirtfchaftsobst bis 25 Kgr. betragen. Oost- und Gemüseprodukte sinS mit Ausnahme der flüssigen, die in Flaschen zu liefern, sind, in Originalpackung auszustellen. Jeder Probe ist ein Begleitschein beizugeben, der folgende Angaben enthält: Name der Sorte^ Preis pr. Kgr. bezw. pr. 100 Kgr. ab nächster Bahnstation, das zur Verfügung stehende Quantum, den Namen des Verkäufers, die ungefähre Lieferzeit. Die Proben sind am Tag vor Abhaltung des Marktes franko Marktlokal (Stadthalle) zu liefern oder an das- Obstmatttkomitee, Gneisenaustraße 15, einzusenden. Alle Verkäufe auf dem Obstmarkt finden durch vom Obstmarktkomitee unentgelt- lich ausgefertigte Schlußscheine statt. Begleitscheine sind vom Obst- marktkomitce erhältlich, das auch jede weiter gewünschte Auskunft erteilt. Es findet in oiesem Jahre nur der eine Obstmarkt statt- Zum Schluß sei noch darauf aufmettsain gemacht, daß das Komitee (Zentralstelle für Obstoerwertung) anch sonst vor und nach dem Markt- den An- und Verkauf von allen Sotten Obst vermittelt. Submission Für die Gr. neuen Universitäts-Kliniken in Gießen soll die Lieferung nachbenannter Verzehrungs-Gegenstände auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden: 20 Centner Aepfel, 600 „ gute Speisekartoffeln, 15 „ sog. gelbe Mäus- chenkattoffeln, 10 „ untererdige gelbe Kohlrabi, 2 „ obererdige Kohlrabi, 10 „ Zwiebeln, 2 „ Rotherüben, 2 „ Meerrettig, 10 „ Gelberüben, 35 „ Weißkraut, 150 Stück Rotkraut, 400 ,, Wirsing mit Wurzeln, 200 „ Lauch, 350 „ Sellerie. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungs- Jbüreau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3—6 Uhr eingesehen werden. Offerten unter Beischluß von Musterproben sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Samstag den 19. Oktober, mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Büreau einzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 24. Oktober 1901. Gießen, den 23. Sept. 1901. ©r. Verwaltungs-Direktton der ________neuen Kliniken. 6363 Submission Für die psychiatrische Klinik soll die Lieferung von 5 Ett. guten Taseläpfeln 300 „ Kartoffeln 10 „ Weißkraut auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen auf dem Verwaltungsbureau nachmittags von 3 bis 5 Uhr offen. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Montag den 14. Oktober, vormitt. 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau einzureichen. Der Zuschlag erfolgt bis zum 21. Oktober 1901. Gießen, den 26. Sept. 1901. Großherzogliche Direktion der psychiatrischen Klinik. Sommer. 6439 Vergebung. Für das Großh. Provinzial- Arresthaus dahier soll die Lieferung von ca. 12000 Kilo abgetrockneter guter Speisekartoffelu im Verdingungswege vergeben werden. Versiegelte Angebote und Proben sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin LMWi>kil5.Ml>berl901 vormittags 10 Uhr, auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft dahier — Justizgebäude, Zimmer Nr. 43 — niederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu oem Mi- nisterialerlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, enthaltenen allgemeinen und von dem Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreibgebuhren bezogen werden können. Ter Zuschlag bleibt 3 Tage vorbehalten. Gießen, 16. September 1901. Der Großh. Oberstaatsanwalt. ______Dr. Güngerich. 6240 Mobiliar- Versteigerung. Dienstag, 1. Oktober d. I. nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause Südanlage 23, III Umzugs halber nachverzeichnele Mob.-Gegenstände gegen Barzahlung versteigert: 1 Buffet, 1^ Ausziehtisch, 1 ovaler Tisch, Stühle, 1 Kronleuchter, eiue Brandkiste,! vollst. Bctt.Ueber- Borhänge, 1 Kücheujchrank mit Glasaufsatz, 1 Anrichte, sowie Haus- und Küchengeräte jeder Art. 6469 I. V.: Schneider. Heinrich Hochreuther Gießen, Südanlage 5 Kerrerakagerttur der Aranüfurter Hrausport-, Stnfaff- und Htaa- Serficherurrgs-Kütten-Heselkschaft empfiehlt sich zum Abschluß von: 2 Nilfall-, Haftpflicht-, Transport-, Glas-, Einbrnchdirbliahl-, _________Pferde- und Wagkg-Nerflchernagka._________ Gothaer Lebensversicherungsbank. Versicherungsbestand am 1. Sept. 1901 801?/, Millionen Mark. Bankfonds „ „ 263V, Dividende im Jahre 1901: 29 bis 128 Prozent der Jahres-Normal- Prämie — je nach dem Alter der Versicherung. Ktttreter: Heinrich Hochreuther 11______________________Sndanlage 5.____________ Bitte um Unterstützung der durch den großen Braud iu Rodheim vor der Höhe schwer Geschädigten. Tartsende von Menschen aus der näheren nnb ferneren Umgebung besuchen in diesen Tagen unseren Marktflecken, um das noch rauchende Trümmerfeld zu besichtigen, in welches die Feuersbrunst, die yier in der Nacht vom 13. auf den 14. d. M. wütete, 11 Wohnhäuser, 11 Scheuern, zahlreiche Stallungen und leider auch untere schöne zweite Kirche gewandelt hat. Gewiß empfinden die Fremden, die sich nach dem Schicksal der 11 obdachlosen Familien erkundigen, vor allem mit den an Geld und Gut Armen unter den schwer Betroffenen herzliches Mitleid. Aber auch diejenigen, welche nur durch die Zeitung einen Einblick in die furchtbare Tragweite unseres Branounglucks gewonnen haben, werden den Unglücklichen ihre Teilnahme nicht versagen. Wahres Mitleid drängt zur helfenden That. Tie Unterzeichneten hoffen daher keine Fehlbitte zu thun, wenn sie biejeniqen, welchen die Hebung der Nächstenliebe eine Quelle edelster Freude ist, aufforbem, durch lleberfenbung milber Gaben für bie Abgebrannten an uns bem burch bie Nähe bes Winters boppelt fühlbar gemachten Notstanbe steuern zu helfen. Robheim vor ber Höhe (bei Homburg v. b. H.), ben 20. September 1901. Lic. Dr. Dieckmann, Pfarrer. 6442 Holl, Bürgermeister. Das Darmstädter Pädagogium Darmstabt, Nieberramstäbterstraße 28, bereitet in Real- unb Gymnasialabteilungen zum Einjährigen-, Primaner- unb Abi- turieuteu-Eramcn, sowie zum Eintritt in mittlere unb obere Klassen höherer Lehranstalten vor. — Beginn bes Wintersemesters: 7. Oktober. 6140 M. Elias. Lieferung von 250 Htr. Koks — frei hier an Ott — soll vergeben werden. Verschlossene Angebote mit genauer Preisnotierung und Angabe, ob Gasoder Hüttenkoks, sind zu richten bis zum 10. Oktober an den Vorstand des evangelischen Marienftifts ________________________in Lich.__6425 ___ in jeder beliebigen Schriftart und Karto* Uttlliflllclt fone, sowie mit Zirkeln aller studentischen VI» Vereinigungen, liefert ZU mäßigen preisen vrühl'sche UniverfitSts-vruckerei, Schulstrahe 7 Kaufmännische Fachschule. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß daK Winter-Semester unserer Schule Dienstag den 1. Oktober a. c. beginnt. Gleichzeitig wird auch in diesem Winter wieder ein Damen-Kursus abgehalten. Anmeldungen zum Besuche der Schule und des Damen- Kursus können vom 25. September an täglich von 12—1 Uhr nachmittags bei unserer Schulleitung — Schillerstraße 5 — sowie am 29. und 30. September, abends von 9—10 Uhr, in der Schule — Nordanlage 15 — erfolgen. Die Eröffnung der Fachschule ist auf Dienstag den 1. Oktober, abends 81/, Uhr, des Damen-Kursus' auf Samstag den 5. Oktober, nachmittags 2 Uhr, festgesetzt und wollen sich die Angemeldeten an diesen Tagen pünktlich in der Schule einfinden, um Stundenplan, Satzungen und andere Mitteilungen entgegen zu nehmen. Das Schulgeld beträgt: 1. Für einfache Buchführung, Korrespondenz, Rechnen, Wechsellehre und Handelsgeographie zusammen 15 Mk. 2. Für doppelte Buchführung ....... 10 „ 3. Für Französisch und Englisch, je ..... 15 NB.: Wer Korrespondenz, Wechsellehre oder Rechnen in Klasse 1 besucht, hat für doppelte Buchführung nur 5 Mk. zu zahlen. 4. Für Damen-Kursus (einfache Buchführung, Rechnen, Schönschreiben, Korrespondenz und Wechsellehre) 20 ' ,r 5. Für Schönschreiben .....3 „ 6. Für Stenographie ..... 5 „ 7. Für Maschinenschreiben ........ 10 „ Schüler, deren Prinzipäle oder Väter nicht Mitglieder des Kaufmännischen Vereins sind, zahlen für pos. 1, 2, 3 und 6 das doppelte Schulgeld. Auf Ansuchen können durch die Schulkommission ganze oder halbe Freistellen bewilligt werden. Der Besuch der kaufmännischen Fachschule befreit vom Besuch der obligatorischen Fortbildungsschule. Wir ersuchen nun die Herren Prinzipäle und Geschäftsführer, unsere Schule zu unterstützen, indem sie ihr Gehilfcn- Personal darauf aufmerksam machen, sie zum regelmäßigen Besuche der belegten Unterrichtsstunden anhalten und^ihnen die nötige Zeit — namentlich auch zum Besuche des Tagesunterrichts — gütigst gewähren. 6407 Die SdjnlhommifOöii itr häuf«. Fachschule. Emil Horst, Giessen Cementwaren- und Kunststein-Fabrik Ltebigstrasaa 43/45 und An den Bahnhöfen. Kaeehe Lieferung in gediegener Anafüh- rnng eu billigen Preisen. 1M •M'H'fH i« IritrtiftH, fhttei. Irinti. if*-