Wt, 178 Zweites Blatt. Donnerstag 1. I Julilvvl Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Engländer und Buren. die 5279 Spesen ‘reisen 151. Jahrgang iswahJ ?■ 3813 \f 'Itlstl »e°yK btl*u > Telegramme des Gieheuer AuzeigerS. L o n o-u> n z 31. Juli. Lord Kitchener telegraphiert aus (^cneraI Walter Kitchener operiert nördlich von Ben Viljoen. Das 19. Husarenregiment: . - - . ein Pompvn-Geschütz. Tie 18. Husaren kamen gerade zur rechten Zeit heran, um bei der Wegnahme von 20 Wagen und der Gefangennahme von -Platten lenpfdtten nytniuSi* ! Südafrikanischen Eisenbahngesellschafr, indem er erklärte durch Dre Thatsachen sei erwiesen, daß. die Angestellten Nicht neutral geblieben seien, und jeder von ihnen, der Anspruch auf Entschädigung erhebe, müsse Nachweisen, bad er positive Schritte gethan habe, seine Neutralität zu a>n'f Lon,£ er auf Entschädigung keinen Anspruch. sodann unter Bezugnahme auf österreichische Entschadigungsforderungen mit, diejenigen der Staatsangehörigen Oesterreichs sowie eines jeden anderen Landes, die sich als genügend begründet herausstellten, würden der englischen Regierung in liberaler Weise zur Berück fichtlgung empfohlen werden, sie müßten aber unverzüglich von der Kommission festgestellt werden. CuMrtrtB SO PI,. Ibrtffe für Depefchm», »irriger Gieße«. FernsprechanschlußNe.W«. China. Ein bemerkenswertes Schreiben geht der „Weserzta." von einem in Hongkong lebenden Bremer zu. Dan ad) be- ansTÄ» ■**♦♦<#<»<* tH.cirijW 19G, m^aU. 66 ©d Pechtxzug BierteW< v». 1.00 *u BchrSPM it! 3856 B Gietzener Anzeiger M General-Anzeiger " *9 Aus London wird genieldet: Ein Brief, den die Unteroffiziere der Yeomanry an den König ge- | richtet haben, hat folgenden Wortlaut: „Die unterzeichneten ! Unteroffiziere und Mannschaften von Ew. Majestät Heer wünschen zu Ew. Majestät Kenntnis zu bringen die Mängel in der Art, wie wir unseren Sold erhalten. Wir haben Befehl erhalten, vor Ew. Majestät zu erscheinen, um Medaillen zu erhalten. Wir versichern zwar erneut unsere unerschütterliche Treue zu Euch und erklären mit Stolz, daß wir bereit sind, wieder in den Kampf zu ziehen, wenn es nötig ist, aber wir weigern uns wiederholt, vor Ew. Majestät zu paradieren, um fünf Shilling Silberwert in Gestalt einer Medaille zu empfangen; wir weigern uns, auf einem Festessen uns mit Leckereien und Cham pagner traktieren zu lassen, während unsere Kinder und Frauen darben aus Mangel an Geld, (!) das wir mit Ehren auf dem Schlachtfelde erworben haben für die Ehre von Krone und Reich (!) Wir bitten Ew. Majestät, zu bedenken, daß unter uns alte Diener von Euch und Euerer ' Mutter sind, die lange Dienstjahre hinter sich haben. Wir haben diesen Schritt schweren Herzens gethan, aber luir sind dazu gezwungen durch das Gebot der Selbsterhaltung. Wir wissen, daß unser ein Kriegsgericht wartet, aber totr sind xu diesem Schritt getrieben durch die skandalöse Art, mit ter uns das Kriegsministerium behandelt." (!) . we^Depesche des Generals Kitchener aus Pretoria vom 29 ^$uh besagt: Seit dem Beriete von den verschie- denen Trrrppenkorpern vom 22. Juli wurden 49 Buren teils getötet, teils verwundet. 303 wurden gefangen genommen. 205 Wagen, 2700 Pferde und Vorräte wur^i erbeutet. - General Gilbert Hamilton überraschte Pate gieters Loger rn der Nähe von Wwlmarans und erbeutete alle, dort befindlichen Wagen: 21 Buren wurden getötet — General Bruce Hamilton berichtet, daß er Myburghs Kommando in der Nähe von Danierport überraschte und 24 «klanglose Auseinandergehen der eu^ischen Tru^ohne die ganze Angelegenheit zu einem wirklichen Schluß ge- Ä h??en Man hofft, daß die europäischen Mächte !^5^^?kaatsangehörigen sofort die allerdurchgreifendste '^L^kung zu teil werden lassen, wo Chinesen sich irgend welche Uebergriffe erlauben. Die englische Regierung thut in dieser Weise nichts, infolge dessen geht der englische Linfluß auch mehr und mehr verloren. Die französische «neglerung thut „alles" und wird von der chsinesischeu am meisten gefürchtet. Die deutsche Regierung fängt an auszuwachen, doch könnte im Süden Chinas ein viel festeres Auftreten dem deutschen Hantel nur Gutes bringen. Mit schlaffer Unterstützung durch die Regierung wagt keine Zirma irgend eine größere Unternehmung, deshalb kann der .Handel auch keine Ausdehnung erfahren, wie es im Interesse aller erwünscht wäre. Es darf in Zukunft nicht wieder Vorkommen, daß ein Konsul in Südchina jeden in seinem Bezirke sich ereignenden Fall nach Peking referieren muß an die Gesandtschaft. Der Konsul muß selbst that- kräftig handeln können und in seinem Handeln von der Regierung mit aller Energie unterstützt werden, und es müssen nur solche Männer zu Konsuln genommen werden welche ein solches thatkräftiges Handeln gewährleisten Es herrscht die allgemeine Befürchtung, daß die gutem Folgen des Krieges nur dem Sterben zu Gute kommen werden — und daß wir im Süden namentlich ab Can ton ben alten Schlendrian behalten werden. Tie deutschen Interessen rn Can ton werden seit Mvnaten von einem stell- ! vertretenden Vizekonsul vertreten, während cs wert wäre, J” Danton einen Generalkonsul zu haben, welcher dem deut- sck>en Handel und deutschem Einflüsse Eingang in Kwarig- tung und Klvangsi verschaffen könnte, aber nein - für (Santon ijt ein stellvertretender Vizekonsul genug! Mit einem energischen rührigen Manne als Vertreter der deutschen ^"^rossen im Süden, der die Chinesen und die chinesischen Verhältnisse nimmt, wie sie genommen werden müssen^ rreisen unb Bargeld stafol iener eisern OH Bär«- uiblen ->n ., Mk. V »T- ttich; Zolltarif Notizen. Zus Berlin, 30. Juli, wird uns geschrieben: Mit zedem Tage, da die „Nordd. Mlq. rita" dir -jjciu= , r , . .. ------ -----o— , ir"™';,1»".?, Bä ••f*» ??“■ «ve «*••>» «*«>• jhöhte Zollsätze bilden die Regel, Zollerleickckerungen die Un£ Ma^ den Beamten an Bord zu gehen. % ’s” arrfU^C blr Ersitzende die ÄyWT' b h- »cm neuen Taris- AeU ^.^°b"landisch° «entwarf erstmalig verzeichnete, sind ganz selten. Wer ge- ELI Konsul, Kapitän und Polizeichef folgte. Die glaubt hat, daß nur die Landwirtschaft höhere Zölle fordern ^.spvtv.P» "'^rten sich!, die Papiere des Dampfers aus- Nnd erlangen würde, braucht nur einer, Blick zu werfen in 9£n' ,6eboc TOurüte in ihren Händeii sei. Der Ka- das Verzeichnis der Jndus^ie-Zölle um zu erkennen daß bischer Unterthan Namens Lowe. »uch hier der Wunsch nacht Abwehr der ausländischen Kon- spss,s^^E!^^ UI $erI^J toirb ber Angelegenheit Jnrrenä ausgiebig zur Anerkennung gelangt ist Das heutige Verzug nahertreten. Es muß den Verzeichnis der „Nordd. Allg. Zta" giebt wiederum davon en ®erne9™ßen gezeigt werden, daß sie die deutsche 'Kunde. Da sinden wir z. I Regen^ und Lonnensch?rme ^e^nglL" f° respektieren haben, wie beispielswelje »us Spitzen von 120 Mk. auf 200 Mk. im Zoll erhöht- englische. ______ 200 Mk. auf 600 Mk. Ebenfalls ist Der Präsident der Vereinigten Staaten von Nord-! ^r^^ert auf Manner- und Frauenhüte. Weitere amerika hat die Indianer-Gebiete der Keiowä «h lehr erheblicher Art, betreffen Treib- mantsche und Apaische ter B esie delu na b Haus und Küchengeräte aus Kuvke^^ Nummer zieht, die die Reihe bestimmt, ähnliche Maschinen, elektrische Glüblami^n und in der er seinen Wohnplatz auswählen kann: diese Wahl ietzt 24 m MRbÄ SC ron wo cm jedem.Tag 300 Heim-t toagen, Handfeuerwaffen rrfipn^v -> fi« G.r • '0 ^bn i statten vergeben werden, tu ter Reihenfolge der gezogenen Miouiums, Klaviermechaniken und Klaviatur^n^Neckan?s^P N' Wenigstens 50 ooo xeute sind an Ort und stelle, Kpielwerke. Dabei foU, nie ten Lianen ÜÄ L”" Tie Indianer selbst, die somit die an ter Vorbereitung des TaEs^teilnabme?^ hJlbre§ ^ernembesitztums verlustig gehen, Sterling vielfach Wasser in ten Wein ate^^^üff^ a^r^bu^1n^P I Menes Anwesen und die volle! ^Zollschutz^Forterungen von Interessenten wesentlick? pinnp I erhält, haben im letzten Augenblick noch schränkt haben. Daß irgend eine Branche der 1 versucht, intern sie vor dem Gericht nicht „gehört" worden sei, das läßt dtesin^ Np^h^Ston die Anklage vorbrachten, sie seien in dem behaupten. Staatssekretär Graf P Jadows k v tet Re^ aS Porten ; tee Klage wurde ab- nvch nie wurde ein Zolltarif aÄf fo b^eite?l■unb^aa^^n^t' blL Kongreß allem zuständig sei. Tas Gebiet gebaut. Trotzdem melden sich jd^n ie£Ä 98 und 99 >rad westlicher Länge und, vergnügte. Die Leder- !in b ©Subinbufttle Ä™ dem 34. unb 3d. Grad nördlicher Breite, testiert bereits gegen den neuen Quebrachobolrltel ^udianergebiet angrenzend, und im Süden »ernimmt die „Poss. >jtg" daß die b e irt i „ e> H^ute I und Norden von dem Red River und dem Waschita be rarnspinne'r tzegen ten^^ntatifenthSrf nördliche Hälfte ist ausgefüllt durch bie 600 Ihmert wollen. Mehr Schutz g^gen die eSiL ^hen Waschitabergc mit phantastischen Gra »«n Wollgarn, lautet die Parole Ter alte ^nte^ftenftePte 5>er Ackerboten findet sich das Waschita-! zwischen Spinnern und Webern lebt bei dieser ’9 wahrend der wellige Süden sich Kneter auf. - Die Börse sieht andauernd^ b e SU ^eteelanb eignet, um so mehr, als das Gebiet '^lltarifentwurf geschaffene Situation wenig zuversichtlich bestbewasserte von Oklahoma ist. Tem Waschitathale dft. Mit diesen hohen Zollsätzen hält sie neue HaAetevtÄ %9 „eii Bekanntlich 1; c b^! ^^wwa im Norden 1139 und die Apatschen im Süden Ich ein Exemplur R^7%e?’eTO“tre,■er,’ati0,’ hegt dessen Veröffentlichung in London, wo die Londoner Finanzchronik bereits mit der Drucklegung begonnen hatte, als die offtzielle Bekanntgabe erfolgte. Dem „Berl. Lokal- Anz." zufolge fanden in dieser Angelegenheit bei verschiedenen Journalisten, so bei dem Herausgeber einer parlamentarischen Korrespondenz, Dr. Hamburger, ferner bei dem früheren Geschäftsführer ter jetzt in Liquidation be- sindlichen Schriftsteller-Genossenschaft Dr. Martin Hildebrandt und bei tem hiesigen Korrespondenten eines auswärtigen Blattes Haussuchungen statt, die auch in tem letztgenannten Falle zur Beschlagnahme belastenden Materials geführt haben soll. Der Polizei dürfte die den m - - - - - —.....r— unu Verkauf jenes Exemplars betreffende Korrespondenz in die I 9eTan9en nahm, darunter Myburgh selbst, ter ge- Hände gefallen sein, auch soll sie eine größere Summe! Ehrlich verwundet wurde. Geldes beschlagnahmt haben. Zwischen tem Auswärtigen Amt und ter allerhöchsten Stelle soll ein sehr eifriger Depeschen wechsel in dieser Angelegenheit stattfinten. Soweit das genannte Berliner Sensationsblatt. So tragisch wird die Geschichte also genommen? Wir meinen, es greift wieder eine Geheimniskrämerei und eine Spi- onenriecherei bei uns Platz, die an überwunden geglaubte frühere Zeiten erinnert. Was für die Oeffentlichskeit be^ stimmt ist, sollte überhaupt nicht so streng gehütet tverden. Vslitische Tagesschau. Deutschland hat schon wiederholt die Erfahrung machen müssen, daß seine Flagge dort, wo sich die beute scheu ^Kriegsschiffe selten zeigen, nicht hinreichend respektiert wird. Am fttthsten gebärden sich in dieser Hinsicht Bevölkerung und Behörden der Heinen süd- und mittelamerikanischen Freistaaten. Die Zwischenfälle auf Haiti und in Venezuela dürften noch in Erinnerung sein. Jetzt meldet ter Kapitän des Hamburg-Amerika-Dampfers „Alleghany", daß fein Schiff trotz seiner Proteste im Ko- lumbischen Hafen Cartagena durch die Behörden zwölf Stunden zurückgehalten und untersucht worden sei nach dem von ter Regierung verfolgten Sekretär des Generals Uribe, Namens Abel Murillo. Als Murillo gefunden wurde, ergriff er die deutsche Flagge, wickelte sich darin ein und rief: „Ich bin unter tem Schutz ter deutschen Flagge. Ihr habt kein Recht, mich zu verhaften." Trotzdem wurde e\ "Ä b£ Passagiere berichten, verhaftet und an Land, P^wna wer 0£6,W- Der deutsche Konsul, der kolumbischer tertunft ^Y^etteira aeaen M»n PO ift, befahl dem Kapitän, ten kolumbischen Beamten freie nahm nack 9sckarf^ Hand zu lassen und droht, jeden einzusperren, der Murillo^" b - scharfem Ritt die Mitel^^stande Als der Polizeichef äußerte, er werde nötigerte ^lltorif-1^lvalt gebrauchen, fieß ter Kapitän die deutsche Bekauutmachuus. Die nachstehende Bekanntmachung Großh. Polizeiamts Darmstadt vom 29. Juli 1901 bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 30. Juli 1901. Grvßherzogliches Polizeianrt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Am 25. ds. Mts. wurden in der hiesigen städtischen Anlage am Exerzierplatz, im Gesträuch versteckt, vachverzeich- «eie Gegenstände aufgefunden: 1 Dutzend große silberne Suppenlöffel mit Mongramm H. K. 6 «roße Suppenlöffel am unteren Ende des Stieles mit Verzierung ohne Zeichen. 1 leichter silberner Löffel mit Aufschrift „Hilda*. 1 silberner Löffel mit Aufschrift A. St, geb. 1. 1. 80. , „ „ „ St R. Pate E. B. 1885. 1 _ I» w w , M. E. Ida von Bayer 28. 2. 1863 L. von Bayer als Taufpatin. 1 Dutzend silberne Gabeln, der Stiel gerippt, mit Monogramm P. B. 6 silberne Gabeln, Stiel mit Verzierung, mit Monogramm P. B. 2 kleine stlberne Gäbelchen ohne Zeichen. 1 Dutzend silberne Kaffeelöffel mit Monogramm A. P. B. 6 silberne Kaffeelöffel am Stiel verziert mit Monogramm P. B. 1 Dutzend EiSlöffelchen mit Verzierung und Monogramm P. B. 1 Fffchheber mit Monogramm P. B. 1 • ohne Zeichen. 1 F'schgabel mit weißem Horngriff ohne Zeichen. 1 Sauce-Löffel ohne Zeichen. Diese Gegenstände rühren zweifellos aus einem dahier oder auswärts verübten Diebstähle her und da eine dies- vezügliche Anzeige bei der unterfertigten Behörde bis jetzt mcht erstattet wurde, fordern wir die unbekannten Eigentümer 5! rV”« rechtmäßigen Ansprüche an die Silbersachen valdmöglichst bei uns geltend zu machen, widrigenfalls dieselben als Fundgegenstände angesehen und behandelt werden. Darmstadt, den 29. Juli 1901. Großherzogliches Polizeiamt Darmstadt. I. 83.: gez. Krämer. nämlich chinesisch», könnte Deutschland im Süden Chinas noch ein reiches Feld finden. Wer kann uns zurückhalten? Niemand! England handelt nicht mehr, sondern schläft! Frankreich versucht zu „bluffen" — aber kann uns doch- nicht zurückhalten — also wer sonst? Wenn ich morgen mrt einer Unternehmung kommen sollte im Süden Chinas, dann wird soviel daran gemäkelt und es sind so viele Bedenken dabei, und jedes kleine Bedenken der chinesischen Behörden wird so viel erwogen und berücksichtigt, das; man schon glerck die Lust verliert, Zeit und Geld zu opfern. Wenn da prompt und energisch aufgetreten würde den chinesischen Behörden gegenüber, würde die Unternehmung durchgehen, bald eine andere folgen, und auf diese Weise das Land geöffnet werden. Die größten Freunde Chinas sind die Mächte, tvelche China bekämpft haben, denn die gegenseitige Eifersucht unter ihnen hat China das Leben gerettet. Traurig, aber wahr! Graf Waldersee erklärte in Algier einem Berichterstatter sich sehr befriedigt über die-guten Beziehungen zwischen den deutschen und den französischen Truppen und äußerte die Hoffnung, daß diese Beziehungen dazu 'beitragen könnten, das Verhältnis zwischen den beiden Ländern zu bessern. Er erzählte von 'dem Brande des» Palastes der Kaiserin. Er habe seine Rettung einem französischen Soldaten zu verdanken, der ihn auf die Schulter genommen und durch ein Fenster gehoben habe. Die Sicherheit in China sei jetzt beinahe vollständig. Der Feldmarschall sprach mit großem Lobe von General Voyron, dem er durch Freundschaft sehr verbunden zu sein scheint, wie auch dem General Guillet. Nach den amtlichen Berichten machte Graf Waldersee einen Spaziergang durch die Stadt, wobei er in einem Geschäft vorsprach, um sich eine Rosette der Ehrenlegion zu kaufen. Er erzählte dem Kaufmann, daß er den Orden selbst beim Brande in Peking verloren habe. Als der Marschall bezahlen wollte, weigerte der Kaufmann sich, Geld anzunehmen, und bat ihn, das Band als ein kleines Geschenk entgegenzunehmen. • • • Telegramm deS Gießener Anzeigers. Peking, 31. Juli. Reuter. Ein Edikt des Kaisers über die Reorganisierung des auswärtigen Amts ist hier eingetroffen, welches sowohl was die Fassung wie den Inhalt betrifft, die fremden Gesandten befriedigt, da es den von ihnen als Friedensbedingungen gestellten Forderungen bezüglich dieses Punktes völlig gerecht wird. In der Einleitung zum Edikt wird angekündigt, daß die auswärtigen Angelegenheiten zukünftig als die wichtigsten Staatsgeschäfte angesehen werden sollen. Das auswärtige Amt erhält den Vorrang von sechs Aemtern, die ftüher einen höheren Rang als dieses einnahmen. Das Edikt bestimmt ferner, daß die Gesandten in einer Halle empfangen werden sollen, welche bisher nur die nahen Verwandten des Kaisers betreten durften. Auch über etwaige Feste, welche vom Kaiser für die Gesandten veranstaltet werden sollen, ist näheres festgesetzt. — Ter deutsche Gesandte ift beauftragt, gemeinsam mit den Kommissionen, welche über die verschiedenen zur Unterhandlung stehenden Gegenstände zu beraten hätten, ein Protokoll abzufassen. Die Maßregeln zur Bestrafung der Urheber der Unruhen werden allgemein als ungenügend angesehen. Die Liste der Schuldigen, ivelche ursprünglich 160 Namen enthielt, ist auf 54 herabgesunken, da es in den meisten Fällen unmöglich war, den Schuldbeweis zu liefern. Deutsches Keich. Berlin, 30. Juli. Der Kaiser beförderte sämtliche im Vorjahre in der Gesandtschaft zu Peking eingeschlossen gewesenen Mannschaften zu Unteroffiziere n, auch die inzwischen zur Reserve übergetretenen Mannschaften. — Der Staatssekretär des Innern, Staatsminister Dr. Graf v. P o sa do w s ky-Wehner begab sich am 28. d. M. nachmittags nach Kiel, um am nächsten Morgen das Süd- polarschiff „Gauß" einer Besichtigung zu unterziehen. Bei derselben waren der Leiter der Expedition, Professor Dr. v. Drygalski, mit sämtlichen wissenschaftlichen Teilnehmern sowie der Führer des Schiffs und alle Schiffs- vffiziere, die bereits auf dem „Gauß" wohnen, anwesend. Die Besichtigung erstreckte sich auf die gesamten inneren und äußeren (Änrichtungen des Schiffskörpers sowie die nunmehr größtenteils an Bord befindliche wissenschaftliche Ausrüstung für Tiefseelothungen und Tiefseefischerei sowie für die meteorologischen und magnetischen Beobachtungen. Die geräumige und wohnliche Unterkünft für alle Teilnehmer der Expedition, namentlich auch für die Schiffsmannschaft erregte besondere Befriedigung. — Das am 16. Juni 1898 in Paris abgeschlossene Zusatzübereinkommen zum internationalen Ueber - einkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr vom 14. Oktober 1890 ist am 10. d. M. ratifiziert worden und wird demnach am 10. Oktober in Kraft treten. Den Eisenbahndirektionen wird hiervon mit dem besonderen Auftrage Kenntnis gegeben, dafür zu sorgen, daß, sobald die Veröffentlichung des Znsaßübereinkommens erfolgt fein wird, die durch letzteres abgeänderten Frachtbriefformulare rechtzeitig hergestellt und aufgelegt werden. Außerdem sollen die Eisenbahndirektionen schon jetzt in ausgiebigem Maße durch die Presse und durch Mitteilung an die größeren Versender sowie durch Anschlag an den Güterabfertigungsstellen begannt machen, daß mit dem 10. 'Oktober neue internationale Frachtbriefe zur Einführung gelangen, und die bisherigen, dem Uebereinkommen über den internationalen Frachtverkehr vom Jahre 1890 entsprechenden Formulare nur noch bis zum 9. Oktober 1902 (einfehl.) zugelassen sind. Hierbei ist zum Ausdruck zu bringen, daß der letztgenannte Zeitpunkt unabänderlich ist. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die alldeutschen Blätter und eine Reihe anderer Zeitungen haben es be- mängelt, daß Herr Westerfield deutschaß die Anwesenheit des deutschen Geschwaders in Cadix durchaus keine politische Bedeutung habe. Spanien önne nicht an den Abschluß von Bündniffen denken, welcher Art diese auch sein möchten, da es nicht in der Lage sei, für die Vorteile, die eS erlangen würde, irgendwelche Gegenleistung n bieten. Was gegenwärtig für Spanien bedeutungsvoll sei, ei die Reorganisation von Armee, Flotte und Verwaltung. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist HUt unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anr " gestattet.) L.ü. Eine Reihe von Unglückssälleu, die in den letzten Jahren sich in Universitätsinstituten, insbesondere in chemischen Laboratorien ereignet haben, macht es den Uni. versitäten geradezu zur Pflicht, eine Versicherung ihrer Studierenden gegen Unfall zu schaffen. Wir freuen uns, mitteilen zu können, daß unsere Hochschule mit zu den ersten gehört, an denen dieser Pflicht Rechnung getragen wird. Die mit der Versicherungsgesellschaft „Nordstern" in Berlin gepflogenen Verhandlungen haben nunmehr mit Genehmigung des MinisterlumS zum Abschluß eines Vertrages geführt, der mit Anfang des Wintersemesters 1901/02 wirksam wird. Danach find sämtliche hier Studierende gegen Unfall versichert. Einen Versicherungsbeitrag haben aber nur diejenigen unter ihnen zu entrichten, die ihrem Studium entsprechend besonders gefährdet erscheinen. Aber auch dieser ist ganz geringfügig. 75 Pfennig für das Semester. Das Mehr wird durch die Ueberschüffe der Krankenkasse gedeckt. Alles übrige ergiebt sich aus dem folgenden Anschlag am schwarzen Brett: An die Etrrderrtenfchaft der Ludwig- Universität. In Uebereinstimmung mit Bestrebungen, die auch an anderen Hochschulen hervorgetreten sind, hat der Gesamtsenat der Landes Universität beschloffen, zur Sicherung der Studierenden eine Ber. sicheruvg aller Studierenden gegen Unfälle herbei- zu führ en. Die Landes Universität ist zu diesem Zwecke mit der Versicherungsgesellschaft „9torbftetn* zu Berlin in Verhandlungen einge. treten und hat einen Versicherungsvertrag ausgearbeitet, zu dessen definitiven Abschluß Grvßh. Ministerium des Innern unter dem 25. Juli d. I. seine Genehmigung erteilt hat. Die Versicherungsgesellschaft „Nordstern" zahlt bei Unfällen pro Kopf 5 000 Mark (Fünftausend Mark) für den Fall deS Todes, 15 000 Mark (Fünfzehntausend Mark) für den Fall dauern der Folgen eines Unfalles (Invalidität) zur Erwerbung einer Rente, 3 Mark (Drei Mark) täglich für den Fall vorübergehender Folgen und zwar (im Anschluß an die durch die Krankenkasse gewährte Behänd« lung) vom Ablauf der 8. Woche vom Beginn der ärztlichen Behandlung ab gerechnet, gegen Attest des zuständigen klinischen Professors. Die Versicherung umfaßt alle Studierenden der Landes -Universität. Die Vergütung für Unfälle wird nur dann geleistet, wenn sie sich im Bereich der Universität, und der zu ihr gehörigen Institute ereignet haben, oder bei E x k u r s i o n e n, falls sie unterLeitung eines akademischenLehrers stattfanden. Außerdem sind noch Unfälle eingeschlossen in die Versicherung, b e beim Fechten und Reiten stattfinden, falls dieseUebungen unter Leitung eines akademischen Lehrers abgehalten werden. Für diejenigen Studierenden, die in chemischen, physikalischen rc. Instituten beschäftigt sind, ist hervorzuheben, daß unter die Versicherung fallen: Unfälle, die durch Explosion hervor- gerufen werden, sowie Vergiftungen oderKörperbeschädtg« ungen durch unfteiwillige Aufnahme von Chemikalien, giftig oder schädlich wirkenden Stoffen. Ferner kommt für Mediziner und Veterinärmediziner in Betracht, daß als Unfälle gelten auch Infektionen der Hände und Arme, werm sie nachweislich durch Krankenuntersuchung oder Behandlung oder durch Uebungen an der Leiche entstanden find. In Betracht kommen außerdem Infektionen der Augen, sofern sie durch Anhust-n deS Patienten, oder durch Anspritzen von Eiter oder infektiösem Sekret während der Untersuchung oder Behandlung oder bei Uebungen an der Leiche entstehen. Die Summe, welche die Universität an die Versicherungsgesellschaft für jeden Studierenden zu zahlen hat, ist verschieden hoch, je nach dem Grade der Gefahr deS einzelnen Studiums. Sie ist höher für Mediziuer, Leterinärmediziner und Alle, die chemische Vorlesungen hören. Da ein Teil der Ersparnisse der Krankenkasse für die Bezahlung der Versicherungssumme verwandt werden wird, so ist zunächst in Aussicht genommen für Mediziner, Veterinärmediziner und Alle, welche chemische Vorlesungen hören, ein Beitrag von 0,75 Mk. pro Kopf unb Semester. Die Versicherung für alle übrigen Studierenden wird von den Ueberschüssen der Krankenkasse vollkommen gedeckt. Die Ansprüche der Versicherten gegenüber der Versicherungsgesellschaft werden durch die Landes-Universität vertreten. Eine genauere Instruktion (insbesondere über die unverzügliche Anmeldung eines etwaigen Unfalls) wird den Studierenden noch eingehändlgt werden. Der Vertrag mit der Versicherungsgesellschaft kann auf der Unt- versitätskanzlei eingesehen werden. Gießen, den 30. Juli 1901. Der Rektor der Landesunioerfität. A. Schmidt. *• Zum Absterben der Fische in der Lahn. In unserer Nummer 174 hatten wir einen Bericht der „Wetzl. Nachr.- tviebergegeben, demzufolge seit Sonntag, dem 21. Juli auf hessischem Gebiet abwärts Gießen fast sämtliche in der Lahn befindlichen Fische zu gründe gegangen sein sollten. In dem betr. Artikel des genannten Blattes wurde gesagt, daß das Absterben aus die schlechten Abwäffer der Stadt Gießen oder da« Platzen eines Rohres in einer chemischen Fabrik tn oder bei Gießen zurückzuführen sei. Wir erhalten zu der Sache folgende Klarstellung der hiesigen Bürgermeisterei: »Laut amllicher Feststellung hat ein außergewöhnliches Absterben der Fische in der Lahn innerhalb der Gemarkung Gießen nicht stattgesunden. Die Ursache für ein größeres Absterben von Fischen in der Lahn unterhalb Gießens kann daher nicht in einer von Gießen ausgehenden Verunreinigung des Wassers gesucht werden." ** Hessische Handwerkskammer. Am Montag, den 29. trat der Ausschuß der deutschen Handwerkskammern in Hannover zu seiner 2. Schnng zusammen. Erschienen waren die Vertreter von Berlin, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Hannover und Lübeck. Die Festsetzung der Tagesordnung für den 2. deutschen Handwerkskammertag ergab: 1. Zugehörigkeit der handwerksmäßigen Großbetriebe zum Handwerk. 2. Befähigungsnachweis- 3. Erlaß von Vor-, chriften über die Höchstzahl der Lehrlinge und die Dauer der Lehrzeit. 4. Submissionswesen. 5. Die Konkurrenz der staatlichen und städtischen Gewerbebetriebe mit dem selbständigen Handwerk. 6. Reformvorschläge für die Register-Eintragung von Handwerkern. 7. Verbleib der auf Antrag der Hanowerkskammern gemäß § 103 n G. O. festgesetzten Strafgelder. — Die hessische Handwerkskammer war durch den 2. Vorsitzenden, Rockel und Handwerkskammer- Sekretär Engelbach-Darmstadt vertreten. ** Fahrpreisermäßigungen. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat aus Anlaß eines Spezialfalles entschieden, daß die für Schulfahrten zu gelassenen Fahrpreisermäßigungen unter ben tarifmäßigen Bedingungen auf den Staatsbahnen auch bei Ausflüge« der Jugendabteilungen eines Turnvereins gewährt werde« können. ):( Lich, 30. Juli. Durch eine Versammlung von Geflügelzüchtern ift am 29. Juli ein Verein für Geflügel» und Vogelzucht für Lich und Umgegend ins Leben gerufen worden. Am Tage der Gründung meldeten sich bereits 20 Herren zum Beitritt. Der Jahresbeitrag ist auf 2 Mk. festgesetzt worden. Anmeldungen sind an den 1. Vorsitzenden des Vereins, Bürgermeister Heller zu Lich, ober an dessen Stellvertreter, Pachter Klein zu Hos-Albach, zu richten. Nidda, 30. Juli. Am letzten Sonntag besuchte der hiesige Gewerbeveretn in Stärke von 107 Mann die Saalburg unb kehrte sehr befriedigt von dem Ausfluge heim. Einige Tage vorher hatte Hauptlehrer Höhner hier in Krafts Saalban einen Vortrag Über die Saalburg gehalten. ni. Altenstadt, 30. Juli. Gegen die kürzlich hier ab» gehaltene Gemeinderatswahl wurde Rekurs angemeldet, da die eine der hier bestehenden Parteien der Ansicht ist, es fei auf der Gegenseite mit unzulässigen Mitteln agitiert worden. d. Büdingen, 30. Juli. Nur noch wenige Tage trennen unS von der Festfeier des 300jährigen Bestehens unseres Gymnasiums. Alle Vorbereitungen sind getroffen, um einen glatten und frohen Verlauf des Festes erhoffen zu lassen. Aus die vor einigen Wochen an die staatlichen und städtischen Behörden, an die ehemaligen Schüler und Lehrer und an die Eltern der jetzigen Schüler versandten Einladungen sind bereits zahlreiche Anmeldungen eingelaufen. Für die Festordnung sind folgende Zeiten vorgesehen: Sonntag, 4. August von V24—6 Uhr nachmittags öffentliches Konzert, von 8 Uhr abends an Begrüßung der Gäste, theatralische Aufführungen. Montag, 5. August von >/,ll Uhr vor- mittags akademische Feier in der Turnhalle des Gymnasiums, i/z2 Uhr nachmittags Festeffen, von 4 Uhr nachmittags Volksfest mit Tanz, V29 Uhr Fackelzug, von t/310 Uhr abends Festkommers. Dienstag, 6. August von 7,10 vormittags bis 1 Uhr nachmittags Umzug durch die Stadt, darauf Waldfeft im Tiergarten auf Einladung des Fürsten Bruno zu Isenburg unb Büdingen, von 4—6 Uhr nachmittags Konzert, von 9 Uhr abends Festball. Zum Eintritt bei allen Festlichkeiten berechtigt der Besitz der Festkarte im Preis von 3 und 4 Mk. Der Eintrittspreis für das Volksfest allein oder nur für ein Konzert beträgt 30 Pfennig. 4t! et, der »ti. i/hi*«. ZLA Z-'E •»w; tox ^^»ndlmig ,‘te, 5tu?l(renben 8°nfommen W*WM ®we Ittiautte «NMklduna ^änbigt werben. 1 N bet U tfe . 3n nnfettt N- Nnchr.- 21- Juli auf in btt Lohn lrn- In dm iflt, daß baS Gießen oba abtil tn ober >u bet Soche d: .ichrlAbstrrbm * nicht (tätigt chm tn brr Lch, Ben auSgehenbn» Am Montag, oerkskammern i. Erschienen t, Dortmund, ig der Tages- vertag ergab: betriebe ium i von Bor- Ä Vxt^xxuet i Konkurrenz ebe mit dem für die Re- bleib bet auf ! n G. O. feß- kskammer war Mrkskammer- i)er preußisch- Anlaß eines lsahtten zuge- tarifmäßigen bei Äusslüg« !währt werd« fang non &t> in» Leben fit. mß melbeten ihreSbeittag iß sind an dei eller zu M. zu Hof'Albach, uchte der hiesigi gaalburg und Einige Tage tafte Saalbai tjlii hi« * anaemtlbet, jj °W if- agitiert E „Tagt Kenne« e« W in sind «t** .stes # ? iS» jrtJ ' Sonntag, ftÄ rs5 \i 10 DonntU^ ’S*. bd ' n‘"S »SH . füt das 7 W'* Oestersuud (Schweden), 31. Juli. Durch starken Regen, Neueste Meldungen. Hamburg, 31. Juli. Seit gestern nachmittag wütet in Wandsbeck Großfeuer. Die 50 kleine Wohnungen enthaltende Maaks-Terraffe brennt. Ein Feuerwehrmann wurde schwer verletzt. Molde, 31. Juli. Der Kaiser besuchte daS Admiral, schiff des heute hier eivgetroffenen norwegischen Geschwaders und wohnte einem Ball an Bord des Panzerschiffes „Baden" bei. Der norwegische Admiral und die Kommandanten der norwegischen Schiffe waren mit Einladungen zur kaiserlichen Tafel an Bord der „Hoheuzollern" beehrt worden. Das Wetter ist regnerisch. -w. Budiugeu, 30. Juli. Die hiesige Spar- und Leihkasse verteilt von dem letztjährigen Ueberschuß über 3000 Mk. als Beihilfe zur Bestreitung der Kosten für FortbildungS- und Industrieschulen in den Gemeinden ihres Bezirks. Der geringste Betrag beziffert sich auf 40, der höchste auf 168 Mk. Bad Salzhausen, 30. Juli. Gestern fand hier ein gut besuchtes, fein ausgeführtes Konzert des Kaiser-Kornett- Quartetts der König!. Hofoper in Berlin statt. Das Programm war gut auSgcwählt, und reicher Beifall lohnte die Borträge. Nach dem Konzert wurde ein Ärillantfeuerwerk im Park abgebrannt. — Am 21. Juli wurde hier der erste Gottesdienst' im Parksaal gehalten. Der Gottesdienst war gut besucht; Pfarrer Werner von Nidda hielt die Predigt. — Der Besuch des Bades ist fortgesetzt gut. S. Darmstadt, 30. Juli. Allgemeines Aufsehen erregt das plötzliche Verschwinden eines schon eine ganze Reihe von Jahren hier angestellten verheirateten Schutzmannes H., eines soliden, brauchbaren und beliebten Beamten. Er hatte sich in der vorigen Woche fünf Tage Urlaub geben lassen, nach deren Ablauf er nicht wieder erschienen ist. Inzwischen hat es sich herausgestellt, daß H., der etwa 35 Jahre alt ist und zwei Kinder besitzt, mit der Frau eines Kaufmanns, eines Hausbesitzers in der Pallaswiesenstraße, schpn seit einiger Zeit in nähere Beziehungen getreten war, ganz plötzlich fein Haus verkauft hat und mit der Anzahlung von 2000 Mk. und seiner Geliebten, die gleichfalls etwas Bargeld flüssig gemacht haben soll, eine Reise angetreten hat. Nachforschungen haben ergeben, daß er an dem Ort, nach dem er beurlaubt war, nid)t eingetroffen ist. Man hört noch, daß die Reise über Aachen ging. Frau und Kinder hat der Treulose mittellos zurückgelassen. — Baron Latour (unter diesem Pseudonym reist Fürst Ferdinand von Bulgarien) verweilte auch heute längere Zeit in den Ausstellungsgebäuden. Er nahm im Hauptrestaurant daselbst das Frühstück ein und fuhr nachmittags 5.40 Uhr über Frankfurt a. M. nach Diez an der Lahn. Der Fürst scheint bei seinem Hierherkommen „verschnupft" gewesen zu sein, denn er hat die ihm zur Verfügung gestellte Wohnung im Großh. Residenzschlosse sowie die Hofwagen äbgelehnt, nachdem er erfahren hatte, der Großherzog nachmittags zur Trauerfeier nach Ko- burg abgereist ist. Frankfurt a. M., 30. Juli. Für ihre wackere Hilfe bei dem Fabrikbrande in Griesheim wurde den beteiligten Musketieren gestern vor der Front des hiesigen , . „ .v , . „ . Regiments im Kasern en Hose die Anerkennung des Kaisers I welcher über einen großen Teil der Brandstätte in den ausgesprochen. Feldwebel Denninghoff und Vicefeldwebel Schuch erhielten die silberne Rettungsmedaille am Bande. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Kassel, 30. Juli. Ueber das Vermögen des stellvertretenden Vorsitzenden des AufsichttratS der Trebertrocknungsgesellschatt R Schlegel wurde der Konkurs eröffnet. Zum Konkursverwalter lst Justizrat Schier bestellt worden. Esten (Ruhr), 30. Juli. Die Firma H. Feldmann, Ringofenziegelei ist zusammengebrochen. Der Inhaber, Architekt Feldmann t;at sich gestern abend erhängt. Die Firma hat angeblich Verluste beim Grundstllckshandel erlitten. — «onkurSverfahrea. Das Amtsgericht zu Oberhausen giebt bekannt: Ueber das Vermögen der Eheleute Fabrikbesitzer Gerhard Terlinden und Franziska geb. Winterberg zu Oberhausen wird am 27. Juli, vormittags 12 Uhr 30 Min., das Konkursverfahren eröffnet, da Gläubiger den Antrag gestellt haben und die Zahlungsunfähigkeit der Gemeinschuldner und die Forderungen der Gläubiger glaubhaft gemacht worden sind. Der Rechtsanwalt Dr. Hecking zu Oberhausen wird zum Konkursverwalter ernannt. Es wird ein Gläubigeraus'chuß bestellt und in denselben berufen: 1. Die Konkursmasse der Gerhard Terlinden, Aktiengesellschaft, vertreten durch die beiden Konkursverwalter Rechtsanwäle Dr. Schmits und Dr. Schultz in Duisburg. 2. Die Direktion der Diskonto-Gesellschaft in Berlin. 3. Der Direktor Dr. Endemann als Vertreter der Hannoverschen Bank in Hannover. 4. Die Magdeburger Privat- Bank in Magdeburg. Konkursforderungcn sind bis zum 26. September 1901 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters und eintretenden Falls über die in $ 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Donnerstag, den 22. August 1901, vormittags 11 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 14. November 1901, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 16, Termin anberaumt. Wäldern von Vesterjaemttand niedergegangen ist, wurde das Feuer bedeutend gedämpft. Das verbrannte Gebiet umfaßt 2100 Hektar. 1800 Mann bewachen den Feuerherd. London, 31. Juli. Im Unteihaufe wurde mit 158 gegen 44 Stimmen ein Antrag angenommen, welcher die Ermächtigung zur Aufnahme einer Anleihe von 2 Millionen Pfund mm Zwecke der Bezahlung des auf Großbritannien fallenden Anteils beim Bau des neuen Pacific Kabels enthält. Lulea, 31. Juli. Seit einer Woche wütete in der Gemeinde Jockmock ein Waldbrand, wodurch eine Fläche von 2 Quadratmeilen tm AltracSkwalde zerstört wurden. Der Brand wurde schließlich mit Hilfe des Militärs beschränkt. Pittßburg, 31. Juli. Die Ausschußversammlung der Amalgamiertenstahl - Arbeiter wurde nach langer Beratung auf den 31. (heute) vertagt. Dies wird als Beweis angesehen, daß man mit den Vorschlägen deS Stahltrustes unzufrieden ist. Vreteorologssche^Beobachttmgen der Ltatio Oiesteu Juli 30. 9» 31. 7" 31. 2« 752,5 752,3 749,2 4- 17,8 13,6 4- 15,7 11,7 4- 26,1 11,2 Still NE. NE. er K Wetter Heller Himmel l. bew. Himmel l. beb. Himmel Höchste Temperatur am 29.—30. Juli + 26.10 c. Niedrigste „ „ , , 4- 11.9° C. Telephonischer Kursbericht. ■*/l % Reiche anldhe , . 101 00 8% do . . 91 20 81/b 4/o Konsole . . , . 100 «0 3 % do . ... 91 70 SV»*/' Hessen ... 98.80 5 n/c Italien. Bente . . . 97.15 4 :/q Griech. Mcnop.-AnL 42.50 3 % Portugiesen , . . 25.60 R °/0 Mexikaner .... 25.6'1 4l/| ’/q Chinesen . . 83 30 Frankfurt, den 31. Juli. Kreditaktien.....198.30 Diskonto- Kounnandit . . 171 60 Darmstiidter Bank . . . 121 25 Dresdener Bank .... 127 50 Berliner Hande) agee. . 133 50 Oeeterr Staatsbann . . 135 50 Gotthard bahn .... 152.20 Laurahütte .....177.20 Bochum 16100 Hnrpener .....150.25 Tendenz träge. Wiptschafts-Uebepgabe. Mit dem heutigen Tage trete ich meine seit zirka 20 Jahren mit gutem Erfolg betriebene Gastwirtschaft Germania“ Lollar, den 1. August 1901. Hochachtungsvoll H. Geissler VI Lollar, den 1. August 1901. Hochachtungsvoll Fritz Kremer Auf Verstehendes höflichst Bezug nehmend, erlaube ich mir bekannt zu geben, dass ich die Gastwirtschaft „Germania“ in unveränderter Weise weiterfuhren werde. 5295 Mein eifriges Bestreben wird es sein, durch Verabreichen von nur guten Speisen und Getränken, sowie durch zuvorkommende Bedienung meine werten Gäste zufrieden zu stellen. Mit der Bitte, das meinem Herrn Vorgänger in so reichem Masse geschenkte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen, empfehle ich mein Unternehmen cu recht häufigem Besuch. an Herrn Fl*itz Kremer aus Limburg käuflich ab. Mit meinem herzlichen Dank für die mir bewiesene freundliche Unterstützung meiner werten Freunde und Gäste verbinde ich gleichzeitig die höfliche Bitte, das gleiche Vertrauen auch auf meinen Nachfolger gütigst übertragen zu wollen. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe 2. Vlngebot der «rbettnehmeV: 3Sckloffer, 1 Hausdiener, 1 Putzfrau, 1 Waschfrau, 1 Schreibgehilfe. Nachfrage der Elrbettgeverr 2 Schlaffer, 1 Schweizer, 1 Frau zum WeckauSlragen. Donnerstag, 19. Septenibtt, nachmittag- Sf/s Uhr, soll daS den Ludw. Kreiling II. Ehe« le Uten zuftehende Grundstück Flur 2 Nr. 118=257 qm Hofraithe, Laggärten, in den mittelsten SchieS- gärten, öffentlich meistbietend versteigert werden. [6296 Gießen, 80. Juli 1901. Großh. OrtSgericht Gießen. Gros. lonntretng, IS. September, nachmittags 2'/, Uhr, sollen auf hiesigem OrtSgericht die den Wilh. Schmall III., Adolf Schmoll, Eduard Sckmall, Emii schmoll und Phil. Schmoll zustehenden Liegenschaften hier, jedoch mir die dem SB. Schmall III. zustehende ideelle Hälfte an denselben, öffentlich meistbietend versteigert werden. [5297 Gießen, 80. Juli 1901. Großh. OrtSgericht Gießen. G roS. Kekanntmachung. Doane,Stag de« 1. k. Mts., «achmittagS 3 Uhr, [ollen dahier im Bieker'schen Saale (Reustadt 55) Haus- und Küchengeräte aller Art, 1 Ladeneinrichtung, 17 Bände Brokh. Lexicon, 200'Cy- Huber, 100 Glühkörper (Strümpfchen), sowie eine größere Parthie Schuhwarenu.v.a. zwangSw. gegen bat versteigert werden. [02944 Gießen, 81. Juli 1901. Seipel, Gerichtsvollzieher. Otiii|ifrhluiincn Stabt Schlachthaus. Steifem*. 5303 Heute und morgen: Gchlekükisch 54 pfg. Textors Terrasse. Täglich frische Waffeln frltplion 211. [62l,4 Neves Sauerkraut Neue Gurken Neue Häringe marinierte Häringe em‘S J. M. Schnlhof. 02946] Heule, Donnerstag, infft auf dem Lindenplatz eine große Eimmäi-Gurken per 100 Stück 1 Mark.__________ Patkut-Megessöllger, die besten welche existieren, per Stück 20 Pfg., empfiehlt 5800] I. M. SchlUhof. 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Kenntnis, daß ich mit dem Heutigen die seither von Herrn Jean Baum 58 Bahnhofstraße 58 betriebene W Bäckerei WS übernommen habe. — ES wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch Lieferung nur guter und schmackhafter Ware, wofür meine langjährige Thätigkeit in der Ehr. Faß'schen Bäckerei die beste Garantie bietet, meine Kundschaft zufrieden zu stellen. Mit der Bitte, mein Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen, zeichnet 5283 Hochachtungsvoll L. Müller. Ser Wbestaii-LLN'N MützengeschäfttS nebst Ladeneinrichtung billig sofort zu verkaufen. Näheres in »der Expedition d. Bl. vkrschiedent^ Stroh kaufen * MrLeuSock & Schneider. Technikum Eutin (Ost-Holstein) Maschinenbau. Hoch- und Tiefbau. Techniker-u. Meisterkurse. Spezialkurse zur Verkürzung der Schulzeit. _________Drospecte gratis. [5290 Technikum Strelitz (Mecklenburg) Ingenieur-, Technik.-v~ Meisterkwut Maschinenbau und Elektrotechnik Qesamznt. Hoch- und Tiefbau. Tischlerei. -----Täglicher Eintritt. ----- Kaufmännischer Verein. Wir bitten unsere Mitglieder, die entliehenen Bücher bis IO. August einzultefern, andernfalls losten wlr solche gegen eine Gebühr von 20 Pfg. abholen. Die Bibliothek bleibt im August geschlossen. 5291 Der Vorstaub. Gesangverein GemüthfichKeit. Samstag de» 3. August, abends 9 Uhr: General - Versammlung im Vereinslokal. 6301 Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Vorstands« wähl. 3) Verschiedenes. Der Vorstand. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 geziemend in Kenntnis zu setzen. 5288 Der C. C. der Hassia I A Giessen, den 30. Juli 1901 Anlann« nachmittags 4 Uhr. iilllaiU. abends 8 Uhr. 02954 zu vermieten. 5088 MaMorstraße 18 6074 S^avumftr. 42 Mansarde, zwei -* *«' Zimmer nebst ZnbehSr, zu vermiete«. H. Plank. 6272 Frankfurtertzraße. üTSiennmaöcbcn ober MonatSsrau gesucht. Stevhanftr. SS, yrt. später zu vermieten. 4318 1 süchtiger Schuhmacherqeselle fof. * ges. Karl Müller, Liebigttr. 64 Straßburg i. «ts. 5278 gesucht. H. Wtnther, L/itsUjtt Eichaärten 28. 02962 Verantwortlich für den oUgememen Teil: P. ®ittfo; für den LnzngcnleU: HanS «cd. — Druck nnö Berlag der Brüh l'jchen UnioersrlälL.Buch. und Sleindruckerei (Pietsch Qrrben) in (gießen. itlictiH'llldjc 4852] Einfach möbliertesZimmer zu vermieten. Marktplatz 17. Setr.: Mb Den na bringe ich hie Friedb D Unterfertigter C. C. erfüllt hiermit die traurige Pflicht, seine lieben a. H. a. H. und i. a. 0. B. i. a. C. B. von dem am 29. d. Mts. zu Berlin erfolgten Ableben seines lieben i. a, C. B. Die Beerdigung findet Donnerstag den 1. August, nachmittags 3 Uhr, in Wieseck statt. k N Gri und der klrti hiermit nute uehmigung tz ;e«ber 1899 Die bisher von «£• Kann — Spirituosen - Handlung — inne« gehabten Kontor- «nd Vager« räume Kanzkeiöerg 9 find zu Anfang August zu ver« mieten Näheres in der Expedition d. Bl., vormittags 10—1 Uhr. 8959 5148] Liebigftr. 67, pari., Wohnung per 15. 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Die Annahme von Hypotheken zur Deckung von Forderungen oder zur Sicherheit für einen gewährten oder zu gewährenden Kredit, sowie der Ankauf und Verkauf von Jmmobllten zur Sicherstellung und Einziehung von Forderungen ist auch ohne Genehmigung des Auffichtsrats gestattet. Das Grundkapital beträgt 105,000,000 Mark. Direktoren : Carl Parcus zu Darmstadt; Carl Friedrich Hedderich, Geh. Kommerzienrat zu Darmstadt; Richard Michelet zu Berlin; Iran Andreä, Generalkonsul zu Frankfurt a. M.; Dr. Jacob Rießer, Justizrat zu Berlin; Bernhard Dernburg daselbst. Etelloertretende Direktoren: Adolph Hügel zu Darmstadt; Carl Roger zu Frankfurt a. M.; Hermann Narks zu Berlin; Max Magdeburg zu Berlin; Bankier Richard Lewin zu Berlin; Eduard Schwarzmann, Rentner zu Straßburg i. E.; Paul Rümelin in Berlin; Heinrich Niederhofheim zu Frankfurt a.M.; Jean Andreä jr. zu Darmstadt. Prokuristen: Wilhelm Krönig zu Berlin; Friedrich Hoff zu Berlin; Ludwig Neuz zu Darm« stabt; Edmund Henel zu Frankfurt a. M; Ferdinand Drescher daselbst; I. A. Lemmö daselbst; Louis Sohl zu Darmstadt; Emil Eckel zu Berlin; Paul Busch daselbst; Paul Seller da« selbst; Hermann Lüders daselbst; — Franz Hallbaum und und Franz Kolb, beide zu Hannover, sind als Prokuristen der F liale in Hannovrr bestellt. Aktiengesellschaft. Der Gesellschaftsvertrag in seiner jetzigen Fassung ist am 12. Dezember 1899 festgestellt. Zu Willenserklärungen der Gesellschaft, insbesondere zur Zeichnung der Gesellschastsfirma, bedarf es der Mitwirkung von zwei Mitgliedern des Vorstands oder von einem Mitgliede und einem Prokuristen. Die Zeichnungsberechtigung ber Mitglieder des Vorstands gilt auch für deren Stellvertreter. Der Vorstand kann einzelne seiner Mitglieder zur Vornahme bestimmter Geschäfte ermächtigen. Die Zeichnung der Firma der Gesellschaft soll derart erfolgen, daß zwet Zetchnungs- berechtigte zur Firma der Gesellschaft ihre Namensunterfchrist hinzufügen. Zur Erteilung von Quittungen (auch auf Inkasso- wechseln), zur Ausstellung von Rechnungen, Stück- und Nummern- Verzeichnissen, sowie von Empfangsbescheinigungen über Wert« papirre oder sonstige Gegenstände genügt die Unterschrift zweier vom Vorstande hierzu besonders bevollmächtigter Beamten. Die sämtlichen Zeichnungsberechtigten der Niederlassungen in Darmstadt, Berlin und Frankfurt a. M. sind befugt, für die drei Zweiganftalten ihre Unterschriften rechtsgiltig abzugeben. Sämtliche Mitglieder des Vorstands, sowie die stellvertretenden Mitglieder desselben sind befugt, für die Zweigniederlassung in Hannover ihre Unterschrift rechtsgiltig abzugeben. Ferner sind die Mitglieder des Vorstands, sowie deren Stellvertreter befugt, jeder für sich gemeinschaftlich mit einem Prokuristen der Zweigniederlassung Hannover diese Firma rechtsgiltig zu zeichnen. Die sämtlichen Zeichnungsbercchtiglen der verschiedenen Niederlassungen — mit Ausnahme der speziell für die Filiale in Hannover bestellten Prokuristen — sind befugt, für die Zweig« anstatt in Gießen ihre Unterschriften rechtsgiltig abzuaeben. Gießen, am 17. Juli 1901. 8 ö 5285 ________________Großherzogliches Amtsgericht. Wohnung mit 7 Zimmern zu mieten gesucht. Gefl Offert, unt. 02914 an Expeb. Friedrich Wilhelm Schimmeipf eng approb. Arzt 4975] 4'Zimmerwohnung zu vermieten in ber Schvttstraße. Näheres bei «ehe. Zeit, Steinttraße. Liu i'Mlmsche gesucht, i J. Weisel, Sonnenstraße 6. ö)räfi. Uahrvursch- geiuchr. Em- v» tritt sofort. Keffstcher «stof. Zange Leute sofort gesucht. Ar. Habenicht, Lampenfabrik, Wiesenfir. 4. 02985 Arbeiterin und Lehrmädchen sofort gesucht. M. GeilfuS, Damen-Konfeftio» Neuen-Büue 16. 5293 4835] Schöne 6-Zimmenvohnung, einschließlich 2 Kellern, 2 Kammern unb allem Zubehör, per 1. Oktober oder auch früher zu vermieten. I. P. 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