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Es ist dieser Tag ein ganz besonderer Gedenktag, den ich immer hochgehalten habe und hoch- t>alten werde, der Tag, an dem die Brigade vor dem hochscligen Kaiser Friedrich exerziert hat. Wir weihen deut Andenken an ihn ein stilles Glas! (Tie Anwesenden trinken.) Füllen Sie die Gläser aufs neue. Es freut mich, gerade heute mitteilen zu können, daß es im fernen Osten zu Friedensabschlüssen gekommen ist, und daß die Truppen zurückgezogen werden können. Es sind mir aus diesem Anlaß von vielen Seiten Anerkennungen und Tanksagungen zu Teil geworden, auch eine vom Kaiser von Rußland persönlich abgesandte Depesche habe ich heute erhalten, sie lautet: „ftftr die Dienste in China sage ich Eurer Majestät meinen herzlichsten Dank. Graf Waldersee hat eiue schwere, undankbare Sache mit Würde und Geschick ge- führt; ich bezeuge meine volle Sympathie." Mit den, heutigen Tage ist der Brigade eine ganz besondere Ehre schpn zu Teil geworden, indem sie zwei Offiziere der französischen Armee in ihrer; Mitte willkommen heißt; es ist dies das erste Mal, ebenso wie deutsche und französische Truppen zum ersten Mal Schulter an Schulter gegen einen gemeinsamen Feind in guter Waffenbrüderschaft und treuer Kameradschaft gekämpft haben. Tie beiden Herren Offiziere und ihre gesamte Armee Hurra! Hurra! Hurra!" Tie Rede des Kaisers berveist, daß die Vorgänge in Ehina, welche Gegensätze zwischen den Mächten und besonders znüschen Teutschland und Rußland auch zeitweilig yervortratcn, keine persönliche Verstunmung zwischen den Herrschern zurückgelassen haben. Tie Kundgebung des Zaren schließt sich an die jüngsten Vorgänge von Metz an, wo Kaiser Wilhelm II. den Geburtstag des Zaren feierte und der russische Botschafter mit seinem Personal an dem Feft in der „lothringischen Hauptstadt der französischen Irredentisten", wie ein chauvinistisches Pariser Blatt sich eiusdrückte, teilnahm. Wie jenes Fest nur einen Beweis hergebrachter Höflichkeit bedeutete, so wird man auch in dem Gruß des Zaren an Kaiser Wilhelm nur ein Zeichen sehen dürfen, daß die Beziehungen zwischen Rußland und dem Deutschen Reich ungetrübt sind, und in Petersburg keine Neigung herrscht, den Traht nach Berlin zu zerreißen. Taß der Kaiser bemüht ist, die Beziehungen Teutsch- lauds zu Frankreich so freundlich zu gestalten, wie es die Verhältnisse gestatten, hat er wiederholt bewiesen, ohne dabei immer das erwünschte Entgegenkommen auf fran- chsischer Seite zu finden. Wir erinnern nur an die Zuriick- iveisung des Ordens pour le merite durch Pasteur. Ter Kaiser hat Jules Simon ausgezeichnet; er hat die fran- zösischen Kadetten begrüßt; er hat manche andere Aufmerksamkeit französischen Staatsmännern und Künstlern er- mefen. Tas hat den französischen Kriegsminister Andre nicht gehindert, noch dieser Tage seiner Sehnsucht nach dem Tage Ausdruck zu geben, wo Frankreich den Sieg erringe und seine frühere Stellung im Völkerreigen wieder einnehme. Ten Sieg wber wen? Tas Hurra des Kaisers galt dem Generalmajor Bonnal und dem Oberstleutnant Galtet und der von ihnen vertretenen französischen Armee. Ter Kaiser hatte deutsch ge- sprvcken; General Bonnal ist ein wohlerzogener Mann; er franfte in seiner Muttersprache warm und verbindlich für die ehrenden Aufmerksamkeiten, die ihm vom Kaiser und den deutschen Offizieren zu teil geworden, und schloß mit den Worten: „Tas deutsche Heer und sein Soldaten- saifer hock), hoch, hoch!" Auch an Tusch und Nationalhymne fehlte es nicht, ob auch die Marseillaise gespielt worden sei, wird nicht berichtet. Es wird gestattet sein, der überschwänglichen Auffassung, als bedeuten diese Höflichkeiten den Beginn einer neuen Aera in den Beziehungen zwischen Teutschland und Frankreich, mit einigem Skeptizismus zu begegnen. Es wäre sicherlich schön, wenn die gute Waffenbrüderschaft in Vhina, die die Franzosen halten mußten, weil der Zar es siv wollte, auch auf Europa einwirken sollte. Aber wir sckrchten, daß diese .Hoffnung eitel ist und die Franzosen allesamt an die Vergeltung für Sedan denken, auch wenn jüe nicht allesamt davon sprechen. General Bonnal hat a.in Tage vor dem Feftmahl davon aesprochen, daß beide ioeere würdig seien, sich mit einander zu messen. Auch tn hatte dabei schwerlich nur Paraden und Manöver im Sinn. Und vielleicht thut man ihm nicht Unrecht, wenn man annimmt, daß er bei dem Hoch auf die deutsche Armee zugleich den Wunsch hegte, sie möge von den Franzosen geschlagen werden. Immerhin, die Freundlichkeit des Kaisers ist um so bemerkenswerter, je weniger sie als Schwäche gedeutet werden kann. Und findet sie jenseits der Vogesen nicht den Widerhall, den man wünschen sollte, so kann sich Teutschland trösten, daß das Unrecht nicht auf seiner Seite ist. * • Am Tonnerstag hat der Kaiser bei dem Diner zu Ehren der jugendlichen Königin von Holland eine minder politische Ansprache gehalten, die aber gleichen freudigen Widerhall über die Grenzen des Reiches hinaus finden wird. Sie lautet: „Richt als Fremde dürfen wir Euere Majestät am heutigen Tage bei uns begrüßen. Schon einmal hatte dieses Haus die Ehre, von Eurer Majestät besucht zu sein, und wiederum ist es uns vergönnt, in denselben Räumen Euere Majestät willkommen zu heißen. Tas erste Mal in zartem Kindesalter, diesmal von der Fülle des Lenzes umgeben, an der Seite des geliebten Gemahls aus kerndeutschem Stamme, grüßen diese Hallen die Urenkelin Luise Henriettes, die Rose aus dem Hause Oranien. Wie sollte auch die Königin der Niederlande auf brandenburgisch-preutziscl)em Boden anders wie ein Glied der Familie des Hauses begrüßt werden, bei den innigen Beziehungen, die Jahrhunderte lang zwischen meinen Vorfahren und den Vorfahren Euerer Majestät geherrscht haben. Ich erfülle daher nur noch einmal die Tankesvflicyt, wenn ich von ganzem Herzen betone, wie viel das Haus Brandenburg-Hohen- zollern dem Hause Oranien Tank schuldet. Die Arbeit für das Volk, das Leben, Streben und Weben mit demselben haben meine Vorfahren in den Niederlanden gelernt. Tas Einsetzen der Person für Glauben und Freiheit und das freudige Leben, Arbeiten und Wirken für die Unterthanen, das sind hervorragende Eigenschaften des .Hauses Oranien, die meine Vorfahren und mein Haus sich von ihm angeeignet haben. Tarum gipfelt heute mein Denken in dem Wunsche, daß der gnädige Gott Euer Majestät Leben und das Eurer Majestät erlauchten Gemahls zum Heile Oraniens und zum .Heile .Hollands, was dasselbe bedeutet, erhalten und beschützen möge, woran ich zugleich das Gelöbnis knüpfe, daß die Liebe und Freundschaft Brandenburg-Preußens für das Hans Oranien und die Niederlande nie aufhören wird, in den Herzen meines Hauses und meiner Unterthanen auch für Eure Majestät fortzuleben. In diesem Sinne trinke ich auf das Wohl Euerer Majestät." Tie Musik spielte hieraus die niederländische Volks- Hymne. Königin Wilhelm in a erwiderte: „Euerer Majestät danke ich für die liebevolle Gastfreundschaft, welche die eben vernommenen Vergangenheit und Gegenwart berührenden freundlichen Worte bestätigt haben. Auch ich wünsche von ganzem Herzen, daß die altbewährten Beziehungen unserer blutsverwandten Häuser stets fortbestehen mögen zum Heil derselben und unserer Völker. Ich bekräftige diesen Wunsch, indem ich mein Glas erhebe auf das Wohl Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin." Tie Musik spielte hierauf die preußische Hymne. • Zum Trinkspruch Kaiser Wilhelms auf die französische Armee wird uns aus Berlin, 30. Mai, geschrieben: Der Trinkspruch hat unter den Mitgliedern der hiesigen französischen Kolonie hohe Ueberraschnug und Freude hervorgerufen. Eine diesen Kreisen nahestehende Persönlichkeit versichert, daß Kaiser Wilhelm durch diese Ehrung die Herzen aller Franzosen im Sturme erobert habe. General Bonnal — er hielt bekanntlich einem Interviewer gegenüber für angemessen, den preußischen Parademarsch mit einer Reminiszenz an Austerlitz in Verbindung zu bringen — sei durch den „Soldatenkaiser- beschämt worden, und wohl kein vornehm denkender Franzose könne ein Gefühl des Mißbehagens über diese — gelinde gesagt — rednerische Entgleisung Bonnals unterdrücken. Kaiser Wilhelm habe sich, als er vor einigen Jahren an der norwegischen Küste dem französischen Kadettenschulschiff „Iphigenie- einen Besuch abstattete und damit den Fuß auf französischen Boden setzte, Anwartschaft aus die volle Sympathie Frankreichs erworben. Das der Armee, die nun einmal der Stolz der Franzosen sei, ofsiziell dargebrachte Kompliment werde den Namen Kaiser 2BiL Helms auch jenseits der Vogesen volkstümlich machen und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nachhaltig und denkbar günstig beeinflußen. . . . Die gleiche Zuversicht spricht aus Den Bemerkungen eines Teiles Der heutigen Abendblätter über den kaiserlichen Trinkspruch. Die „Kreuz-Ztg.- veröffentlicht den ihr soeben übermittelten Privatbrief eines Offizier- aus Ostasien, der da- überaus herzliche Einvernehmen zwischen deutschen und französischen Truppen, Offizieren wie Soldaten, an mehreren Beispielen illustriert, und zu dem Schluffe kommt, daß die einstigen Spaltungen der siebziger Jahre völlig verwischt scheinen. Die „Kreuz-Ztg." selbst meint, die Früchte der gewonnenen Einigkeit dürften erst zu Tage treten, wenn die Soldaten daheim von ihren Eindrücken und sreundschaftlichen Beziehungen im fernen Osten berichten würden. politische Tagesschau. Der gestern gemeldete Tod des Oberpräfidenten Grafen Wilhelm von Bismarck erfolgte nach sechstägigem, qualvollen Leiden infolge einer Bauchfell-Entzündung. Die Beisetzung findet am nächsten Montag statt. Graf Wilhelm war al- der jüngere Sohn de- Fürsten Bismarck am 1. August 1852 zu Frankfurt a. M. geboren, besuchte 1866 bis 1869 das Friedrich-Werder sche Gymnasium in Berlin, studierte in Bonn StaatSwiffenschaften, machte den Krieg gegen Frank- reich im ersten Garde-Dragoner-Regiment und als Ordonnanz- Offizier des Generals v. Manteuffel mit, studierte dann wieder in Berlin, arbeitete bei dem Amtsgericht Wiesbaden, beim Kreisgericht Schlawe und beim Kammergericht Berlin und wurde, nachdem er 1878 die Affefforprüfung bestanden hatte, im Herbst 1879 Hilfsarbeiter bei dem Statthalter v. Manteuffel in den Reichslanden. Bon 1881 bis 1884 wurde Graf Bismarck.in der Reichskanzlei beschäftigt, nm dann Vortragender Rat im preußischen StaatSministerinm, 1885 Landrat in '»Hanau, 1889 Regierungspräsident in Hannover unter Bennigsen und 1895 Oberpräfident in Königsberg zu werden. Schon 1878 wurde er für Mühlhausen i. Th. Mitglied des Reichstages, jedoch nur bis 1881. Für die Legislaturperiode 1882 bis 1885 vertrat er den Wahlkreis Schlawe-Rummelsburg im preußischen Abgeord- netenhause. Er gehörte der deutsch konservativen Partei an. Seit 1896 ist er mit Sibylle v. Arnim vermählt. Der Ehe sind zwei Töchter und ein Sohn entsprossen. Graf Wilhelm Bismarck hat als Politiker keine leitende Rolle gespielt. Als Oberpräsident der Provinz Ostpreußen, wie auch in seinen früheren amtlichen Stellungen hat er sich die Sympathien des Bürgertums nicht zu erwerben verstanden. In Königsberg kamen gerade infolge seines Verhaltens^ in den ersten Jahren mannigfache unerquickliche Konflikte vor. durch die er sich in weiten streifen unbeliebt gemacht hat. Bekannt ist fein schroffes Vorgehen in Sachen der Königsberger Bürger-Ressource, in Sachen des Direktors Dr. Dullo, der als Stadtrat in Königsberg nicht bestätigt wurde. Auch bei der Wahl des verstorbenen Berliner Bürgermeisters Brinkmann hat sich der Einfluß des Grafen Bismarck unliebsam bemerkbar gemacht. — Der Provinz Ostpreußen thäte heute ein Oberpräsident im Geiste Theodors von Schön not. — Der Tod des Grafen Wilhelm giebt uns Veranlassung zu einer kurzen Betrachtung über das Geschlecht derer v. Bismarck. Nach dem „Stammbuch des Fürsten und der Familie v. Bismarck« sind seit dem Jahre 1200 bis zur Gegenwart 480 Stammesgenossen — die eingeheirateten Frauen, 136 an der Zahl, find in dieser Zahl nicht einbegriffen — zu verzeichnen, wovon 270 männlichen und 210 weiblichen Geschlechts sind. Im vergangenen 19. Jahrhundert bestand das Geschlecht aus 249 StammeSgenoffen und zwar 103 männlichen, 105 weiblichen und 41 eingeheirateten Frauen, zur Zeit leben 125 Träger und Trägerinnen — 53 männliche, 45 weibliche, 27 eingeheiratete Frauen (wovon 12 Witwen) — des Namens v. Bismarck, unter denen Fürst und Fürstin Herbert, 9 Grafen und 11 Gräfinnen v. Bismarck hervorzuheben find. Die Seniorin des Geschlechts ist 1815, der Senior (nach Fürst Bismarcks Tode) 1834 geboren, Hierbei interessiert die Mitteilung, daß von der älteren lebenden Generation 1 der diplomatischen Laufbahn, 5 dem Staatsdienst, 20 der Armee (teils aktiv, teils inaktiv), 6 anderen Stellungen, zum teil als Landwirte, angehören, während von der jüngsten Generation nach 20 ihrem Berufe entgegengehen. Die Enthüllung des Bismarck-Denkmals, die der Kaiser für Montag angesetzt hat, könnte aus Anlaß des Todes des Grafen Wilhelm nur durch allerhöchste Bestimmung verschoben werden. Man glaubt jedoch, daß eine Hinausschiebung des Termins nicht stattfinden werde, da die Einladungen an zahlreiche auswärtige Ehrengäste ergangen find. (Wir nennen im lokalen Teil unseres heutigen Blattes die Teilnehmer an der Feierlichkeit von Seiten unserer Universität.) Freilich wird man unter den eingetretenen Verhältnissen auf die Anwesenheit des Fürsten Herbert und der anderen Mitglieder der Familie Bismarck verzichten müssen. Dem Wahlsieg der Liberalen bei der Reichstags-Stichwahl in Greifswald-Grimmen wird von der Presse der Linken symptomatische, über den Wahlkreis hinauSgehende Bedeutung und Tragweite beigemeffen. Man weist darauf hin, daß ein seit achtzehn Jahren in konservativem Besitz befindlicher Wahlkreis mit überwiegend ländlicher Bevölkerung in Pommern, der „preußischen Bendee", der Rechten zu einer Zeit entrissen sei, wo die Frage der Erhöhung der Getreidezölle im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehe. Das ist in der That bemerkenswert. Andererseits darf daran erinnert werden, daß der freisinnige Bauern-Verein „Nordost", Fachblatt nicht bekannt. Ausland daß, ni b-cr Hamburg Das Ende des China-Feldzuges. Ter „ReichB-Anzeiger "bringt folgenden kaiserlichen •Ä" » siA xKi Ufn?,«««» l'ortrgj91'" i fand fL^ in de"^A ¥tt«" L SHnH? vnm v (ue abhängrsenx zwar mit W Zouveranetai sowie mjÄ - Gesetz loil gefetzgeben^ die neue W Paris, Fontaine bn KS !tig sÄÄen hatte. M WWW"“ - Ter erheblich, We den Ausfall zu daten des dr - Wie o‘ Totto zur 3' die Familie, zösischen Aus sdrasung der mehrerer gesa unter staM Wien, e reichischen T< Referenten M nisteriums bet nfld) wie vor i Politik Ceflerr fed) hingen erf tzänzung in t den übrigen 9 - Im A einmal unetqi Vorlage w er sich erhel verabredet, a Gespräche uni rufen. Ter l Tie Alldeutsch nicht hören, bemüht sich t Ter Präsident bricht, da ter verläßt den & bie Ätzung ir Fortsetzung fe 'Jtebner nid)t z los. Tie Ä ihren Gespräche Maten. Tr. S seitens der W mehr, je länc Tribüne nicht sich säst das Nachdem Tr.: Atdeutschen dauere lebhaf A die Hand vauses entge, b>e 3jcnen, galten nicht l dem dem Bü; unter den \!eh: Alldeutschen ^eger vertan wsen vertassei er halte die A Tie Ätzung t ./oelgra jjte/igcn amtl oes montenea melbet der A ^Ziehungen st Belgrad befm ^."lenegrinisl W,’fc Ampo ^Ln.tinj. ÄS tülJeini)or tounidit :sel Marg, &or Zwei 9m®ninieti^^ 9. Swjrtf Prinzen Heinrich alle Kreise der Nation ohne Unterschied der Parteistellnng sich zu innigen Wünschen für daS Glück deS erlauchten Paares vereinigten. Die mit hoher Freude begrüßten Gäste dürfen gewiß sein, in dem Empfang, den ihnen die Bevölkerung Berlins bereiten wird, einen Anhauch der Liebe wiederzufinden, mit welcher das niederländische Volk an seiner jugendlichen Herrscherin hängt. Wir rufen Ihrer Majestät der Königin Wilhelmina und Sr. Kgl. Hoheit dem Prinzen Heinrich ein ehrerbietiges, herzliches „Willkommen- zu." — Auf die telegraphische Meldung der Norddeutschen itu ycvLuucuijujic ^wi)u j«ui, .vic berichtet, dielSeekabelwerke in Nordenham von der glücklich beendeten «tirott «Dampfer Neckar, Dresden und Straßburg, von denen die Legung des ersten in diesen Werken hergestellten neuen deutsch- m ™ nn,„ beiden ersten gleS den Hamburgern, in englischen Kabels Borkam-Vactan durch d-u «ab-ldampf-r Tas „Reuter^che Bureau" brrngt heute dror Meldungen. Tagen aus Teutichland abgehen, wahrend ine StraWurg » yobBie[ali« antwortete der Kaiser mit folgender Danach hot in Queenstown in der Kapkolome die ^tadt- auf der Ausreise nach Japan in den indischen I wache eine der letzten Nächte in den Laufgräben zugebracht Mehren hefindet. Tie in Reichscharter in den chinesischen ^pe,oye gnAlhlinft »»beldamvfer und wird bis auf weiteres im aktiven Dienste verbleiben , Meeren liegenden Lloyddampfer Krefeld und Gera werden P^iels^ mit Reuten Lammen, ?a?di/Auslegung d-s neuen der Personenverkehr nach dem Norden ist eingestellt. Eine Wenfalls zum Rücktransport benutzt, und zwar durste der I tz^^^ngUschen Kabcks Borkum-Bacton glücklich beendigt ist, und Burenabteilung, wie man glaubt, Muitzingers uornmanoo, Feldmarschall Graf Waldersee mit der Gera die Heimreste Norddeutschen Seekabelwerken zu dieser glänzenden Leistung soll sich jenseits Bailey befinden. Vierhundert s.8urcn antreten, falls er es nicht vorzieht, über Amerika zu gehen,! Meinen wärmsten Glückwunsch aus. Ich hoffe, daß das neue Verkehrs- unter den Kommandanten Mears, Ben Viljoen, Spruyts movon in letzter Zeit mehrfach die Rede war. Diesen I mittel, deffen Herstellung und Auslegung ausschließlich deutscher Jntelli- und Breitenbach griffen am 25. Mai südlich von Bethel einen I iampfern unserer großen Gesellschaften werden sich noch I genz und Arbeitsamkeit zu danken ist, dazu beitragen werde, die zwischen Wagenzug Plumers an, wurden aber nach sechsstündigem Tucuman der Hamburg-Südamerikanisch^n Linie und Idem Deutschen Reich und Gr oh brittannie n bestehen en Kampfe zurückgeschlagen; die Engländer hatten sechs Pisa von der Firma Rob. M. Sloman in Hamburg und -ngen Beziehungen besonders cms wk^chastl^em Gebiete zu be» Toto und 2 0 Verwundete, die Buren sechs Tote Und cnblÄ der Tampftr des Oesterrei.chi,ch°Ungarischer1 LloM, b«st^^und !U !^rch^ di?,M Gebiete 30 Verwundete. Plumers Kolonne traf am 24. Mar in Erzherzog Franz Ferdinand, der ebenfalls einen deutschen I „mutigen 9 $ J ' Wilhelm I. R. Standerton ein mit einer Anzahl Burenfamilien und er- Truppentransport führen wird, anschließen. Mit der ersten — Für den fr an z ö s is ch en Gen e r al Bo n n a l hat: beuteten Vorräten. — Liebenbergs 400 Mann starkes Kom- Schjffsgruppe, die sehr rasch bereit sein kann, dürften über Kaiser eine hohe Auszeichnung bestimmt, die mando hat einen britischen Eonvoi, der von Potchefstrom Z000 Mann transportiert werden, die zwei auf der Ausfahrt wahrscheinlich an einem der Paradetage, also kurz vor nach Ventersdorp abging, zweimal angegriffen, wurdenaber begriffenen Dampfer werden etwa 2000 Mann laden können, Rer Heimreise der französischen Herren, bekanntgegeben; zurückgeschlagen. Aus Seite der Buren wurden 14 Mann und die dritte Hauptgruppe wird dann etwa 9000 Mann be- st wird Es wird sogar vermutet, daß sich dies« getötet, 9 verwundet. lr" L ~, r- 1 * - '• ~ Nach allen ihren letzten Erfahrungen sind die Engländer nun im wahren Sinne des Wortes auf den Hund gekommen. Sie wollen jetzt Kriegshunde benutzen. Ein englisches Fachblatt läßt sich aus Südafrika über Versuche mit solchen Tieren melden, daß die Idee gut sei und sich verhältnismäßig leicht verwirklichen lasse, wenn auch der Ersolg dadurch geschmälert werde, daß man mitten im Feldzuge mit einer derartigen Neuerung beginnen müsse. TaS Blatt meint, in Deutschland habe man bereits Versuche mit der Abrichtung von Hunden für Sanitätszwecke (Aufsuchen von Verwundeten usw.) gemachst, und knüpft die Frage daran: „Ist die Verwendung von Hunden wie in Südafrika (für den Sicherheitsdienst) eine ganz neue Erscheinung? Wir hoffen, mehr darüber zu hören. ... Es ist jetzt noch zu früh, über Borpostenhunde zu reden." Also auch in Bezug auf diesen Punkt müssen die Engländer erst durch eigene Erfahrung klug werden. Daß im russischen Heere Vorpostenhunde eine alte Sache sind, daß in Deutschland seit länger als einem Jahrzehnt die Abrichtung von Kriegshunden für Melde-, Sicherheit- und Sanitätsdienst systematisch betrieben wird und daß die andern großen Mächte längst nachgefolgt sind, ist dem englischen ^E r l a ß: Aus den Mir gehaltenen Vortrag bestimme Ich: 1. Das Armee-Oberkommando in Ostasien wird nach der Heimat zurückgeführt und aufgelöst. 2. Tas ostasiatische Expeditionskorps wird auf die Stärke einer gemischten Brigade vermindert; die übrigen Teile sind nach der Heimat zurückzuführen und aufzulösen. 3. Die vorstehend genannte gemischte Brigade, ostasiatischie Besatzungs-Brigade, verbleibt bis auf weiteres zu Besatzungszwecken in China. 4. Ich habe das preußische Kriegsministerium mit den erforderlichen weiteren Maßnahmen beauftragt. Wilhelm. Ter kaiserliche Erlaß ist vom Kaiser in Urville unter- zeichgiet worden. Daraus, daß er erst jetzt veröffentlicht worden ist, dürste hervorgehen, daß der Kaiser den Augenblick der Veröffentlichung dem Reichskanzler anheimgegeben und daß dieser solange damit gezögert hat, bis China in aller Form diejenigen Zugeständnisse gemacht hatte, die als Vorbedingung des Abzuges angesehen werden mußten. In der That ist erst jetzt, am Mittwochs das volle formelle Einvernehmen über alle Punkte erzielt worden. Nach einer Meldung des Kaiserlichen Gesandten in Peking hat ihm der Vizekönig Li-Hung-Tschang ein Edikt des Kaisers von China vom 27. d. Mts. übermittelt, durch das Zahlung von 450 Millionen Taels nebst Zinsen an die Mächte feierlich «USÄÄ ÄSSÄfe STÄFrfWS- KÄS Siwi »TÄSüSiis” «-»'>- “» ”■> ä!» bs T"j**c ImE Verzinsung der nach dem vorgestrigen Kaiserlichen Edikt wurden von einer Abteilung Oarckes äu 6orps eskortiert, an die Mächte zu zahlenden Entschädigung von 450 Millionen Heute abend 8 Uhr fand in der JaSpiS«Gallerte des Neuen Taels auf 4 Prozent festgesetzt wird. — So kann man also PalaiS Tafel statt, an der teilnahmen: Die Allerhöchsten jetzt erst mit voller Berechtigung sagen, daß sich dem Ab- Gäste mit Ihren Gefolgen, daS dienstthuende Hauptquartier, marsch unserer Truppen fein Hindernis mehr entgegenstelle. I die Obersten Hof- die Oberhof- und die Dizeoberhofchargen, Mit den deutschen Truppen dürfte zugleich^ die Mehrzahl kje Kabinettschefs, der Minister deS königlichen Hauses, die der fremdländischen China verlassen und besonders glauben A„lin und Potsdam anwesenden Prinzen und Prinzes- die Engländer ihren Abzug in etma Drei. finnen, der Reichskanzler, der Staatssekretär des HuStofc» atttwen^Ab^ wg ^in der tigen Amts, der Staatssekretär des Reichs.Marineamts unbpurg eine Jrage der Verzinsung der chinesischen Schuld, die die Chi- die direkten Vorgesetzten derjenigen 2'r“^cntei^e' Cj?u tiefen in die Länge zu ziehen versuchten. Tie Erkenntnis, Ehrenwache und Eskorte gestellt hatten. Bei der Tafel saß daß die Mehrzahl der Mächte in dieser Beziehung nicht die Königin der Niederlande zwischen dem Kaiser und der mit sich handeln lasse, und endlickt der dringende Wunsch! Kaiserin. Rechts vom Kaiser folgten Prinzessin Leopold, des .Hofes, so rasch als irgend möglich nach Peking zurück- P^nz Heinrich der Niederlande, Prinzessin Ernst von Sachsen- .nnm-ruanum» haben dann den Abschluß in fast überraschender Altenburg, Prinz Eitel Friedrich, Prinzessin Alice von Groß- Mestsälischen Vereine reiften vorzeitig ab. Der Gesamtver- ^7.brh'n erschien schon vorher das k^nien und Irland usw. Nach Links folgten der Groß- band vertiert an ihnen 30000 Mitglieder und behält noch aUei^norbnungnt”fiir^ bürffcfir*”beV°Jrutoöni treffen I | 10 ü n d) e n, 30. Mai. Der Streit znHchen V« Verlust auggefüjrt werden kann. """mit 9cr*' »o®csmh' X’Bä ObAmkiA« ääÄ Wie bem „Echo bc Paris" aus Marseille gemeldet wird. Baronin von Hardenbroek, der niederländische Gesandte van Forderungen beendigt. -9 6 habe der Marinekommandant Besson den Auftrag erhalten. TaetS van Goudrian, Palastdame Gräfin Keller, der nieder-! stondigei. — r nge von Proviant, Bekleidungsstücken usw.! ländische General Graf du Monceau; links Hofdame ?! Ir ntTn W bofi bas Ber Baronin van Burmania-RengerS, der großherzoglich mecklen- ebi tion AStM bt GlrfU ti/ VUf 6«e ®c’anbte °°" Dcr6en- Wame ®atDnin ®lDet notwendig gehalten wird. wr van Harrveld. Heber die Vorbereitungen, die zum Rücktransport ™ Anläßlich deS Besuches der Königin Wilhelmina und unserer'Truppen getroffen sind, verlautet nunmehr,|be8 Prinzgemahl schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.«: „Wie dessen Vorsitzender, Herr St ein hau er, dem Reichstag an* | abgegangen war, und die Batavia und Sylvia, die inner- gejiht, befonbers in der Provinz P°«mer» s^- Thiitlgl-ü W ^i7^ein gan7n Dampft?, “Ätattia ein entfaltete und nicht wenige Anhänger zählt. Allzukuhn toiD ÜOI1 iooOO Tonnen, das schon bei dem Hintransport die Auffassung der „Natwnal-Ztg. erscheinen, als habe sich Gruppen Verwendung gefunden hat und auf dem, wenn „oben", in den Regierungswolken, der Wind zu Ungunsten recht erinnern, der verstorbene General v. Schwarz- der Konservativen gedreht. Der amtliche Apparat hat dies- ^sf die Ausreise angetreten hatte. Tie Batavia hat auf mal sicherlich nicht mehr und nicht weniger für den Kandi- der Rückreise einen russischen Truppentransport nach Odessa baten der Rechten gearbeitet als bei früheren Wahlen. Ein geführt. In den chinesischen Gewässern befinden sich bereits großer Teil der ländlichen Wähler ist eben der konservativen die Dampfer Palatia und Alesia derselben Linie von denen bie letztere besonders zum Pferdetransport bestimmt ist. Fahne untreu geworden. Norddeutsche Lloyd stellt, wie bereits berichtet, die fördern. Diese letzteren Schiffe dürften Ende^uli auf ber G^rung weiter als bloß auf die Person des Generals er- Takurhede liegen und in der zweiten Hälfte September w rtrecfen Auch der militärische Begleiter des Generals, Deutschland eintreffen. Außerdem werden die regulären Oberstleutnant Galtet, wird in ehrender Weise bedachb Reichspostdampfer in ihren vierzehntägigen Fahrten Ruck- werden. transporte laden, sodaß bis Ende September etwa 18- bis — Auch in diesem Jahre wird der Kaiser eine No r d-> 19000 Mann in Deutschland eingetroffen sein werden. landsreise machen, die sicy an die Kieler Woche (20.. Unser Berliner Mitarbeiter schreibt unterm 30. Mai: 26 ^uni) anschließt Tie umsichiiae Führung des Oberkommandos in China _ ^er bisherige F i n a n z m i n i st e r Dr. v. Miquel durch den Grafen Waldersee durfte eine besondere |.« ^ute mittag vom Kaiser in Abschiedsaudienz em- Ehrung des Feldmarschalls zur Folge haben. Es ver- ■ n n worden. Ter Minister siedelt morgen früh nach lautet, daß der Kaiser seinen Tank in bie Form einer 5'rantiffurt a. M. über. Auszeichnung kleiden will, die dem Feldmarschall bei seiner i Reichstagsersatzwahl in Gr immens Ankunft in der Heimat zuteil werden soll. Welcher Art Greifswald hat, wie vorauszusehen war, zu einem Siege diese Auszeichnung sein wird, darüber sind' natürlich nur Ke§ Don öen Sozialdemokraten unterstützten freisinnigen Vermutungen gestattet. Ta aber Graf Waldersee den höchsten Gothein geführt. Bis zum heutigen Vormittag mürbem Rang auf der militärischen Stufenleiter bereits erreidit für ^cfcu gezählt 9214, für den Landrat v. Behr dagegen hat, auch ben höchsten preußischen Orden schon beicht, Stimmen. Wenn auch noch 40 Bezirke ausstehen, so liegt die Annahme nahe, daß die Verleihung des können diese das Stimmenverhältnis zu Ungunsten des; Fürstentitels in Frage kommt. Tie ^ulitage roerben I Kandidaten wesentlich nicht mehr urnftimmen. darüber Gewißheit bringen. Fürst Löwenstein, der Präsident des deutsck^cu "" Katholikentages, sammelt nach den Zentrumsblättern Unter» ffl£iltrdl£5 Ntlul. schristen für eine Erklärung gegen das Duell. Aus m ,n 5^. L/ hn„ qnprffpn den ihm persönlich nahestehenden Kreisen hat er bisher Berlin, 30. Mai. Der Großherzog von Mecklen-Unterschriften erhalten, darunter 64 von adeligen; burg-Schwerin traf um 4’/4 Uhr auf dem festlich ge- Herren. Die Zahl würde, so bemerkt Fürst Löwenstein, !schmückten Bahuhaf Wildpark ein. Der Kaiser war zum schon jetzt unvergleichlich größer sein, wenn die Off izier e Empfang erschienen. Der Großherzog trug Kürassier-Uniform ohne Gefahr für ihre militärische Stellung frei ihre An-s mit dem Bande des Schwarzen AdlerordenS. Se. Majestät! ficht bekunden könnten. und der Großherzog küßten sich auf die Wange und schritten — Ter Geh. Ober-Regierungsrat und Vortragende Rat bann die Front der von den Gardejägern gestellten Ehren- iin Landwirtschaftlichen Ministerium Frhr. v- Seher r- kompagnic ab »o«mf ein 5Botbeim« Sunttionen z?? U^rsttchnng' d?s kaiserlichen Kommissars fuhren der Kaiser und der Großherzog m offenem Z^t-1 Militärinspekteurs der freiwilligen Krankenpflege spanner nach dem Neuen PalaiS. Königin Wilhelmina Grafen zu Solms-Baruth entbunden worden. Für ihn ist und Prinz Heinrich der Niederlande sind um 5 Uhr ^r Generalleutnant z. T. v. Perthes zum ständigen Ber- 20 Minuten hier eingetroffen. Zum Empfange waren tv tretet des Militärinspekteurs zur Erledigung der taufenden schienen der Kaiser und die Kaiserin mit der Prinzessin Geschäfte in Friebenszeiten, soweit sie nicht grunbsätzlicher Viktoria Luise, Prinz und Prinzessin von Sachsen-Altenburg, Natur sind, ernannt worden. Generalleutnant v. Perthes, die Herzogin von Albany mit Tochter Alice und mit dem der lange Zeit im Generalslabe gewesen ist, war bis zu Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha, die Hofchargen, das seiner am 16. Juni v. I. erfolgten Peiisronierung Komm an- Hauptquartier, die KabinetlschesS, der HauSminister v. Wedel, stur der ^1. Esron m F besuch um Einführung s°wi° die hall-indisch- Gesandtschaft. An, dem Perron war st,, e^mTrT$ a n f d) c "uTu lugegange'n/ da- eine Ehrenkompagnie der Garde,ager mit Fahne ausgepellt. t bem Mangel an Goldkronen begründet ist. Tamit da4 AlS der Zug einlief, spielte die Musik die holländische Papiergeld durch die Einführung nicht vermehrt werde, Nationalhymne. Mit der Königin und dem Prinzen Heinrich sollen 20 Mark-Kaffenscheine in entsprechender Menge eiii- entstieg auch der Kronprinz dem Wagen. Er war den Gästen gezogen werden. v a, bis Charlottenburg entgegengesahren. Nach herzlicher Be- Köln, 30. Mai. In der Vormittagssitzung des Ve i grüßuug und nach der Vorstellung deS Gefolges schritt der b an ds t ag es o er deu t schen Gewer kverein Kaiser mit der Königin Wilhelmina und dem Prinzen Heinrich wurde mit 2« gegen 2N^^Sttmmen bcs chlossen, da^Soztaltsten di- Front der Ehreukompagnie ab, woraus ein Jatabmatfd; q'‘ 30/wat Hier fand der Parteitag der Kompagnie stattfand. Dann erfolgte die Abfahrt nachIber deutsch-sozialen Partei (v. Liebermannscher Idem Neuen Palais. Im ersten Wagen saßen der Kaiser Dichtung) statt. Etwa 100 delegierte nahmen daran teil. - m. i tourbc über die Thätigkeit der Abgeordneten int ' Reichstage und im badischen Landtage, sowie über bie Entwickelung der Einzelverbände Bericht erstattet. Dann beschäftigte man sich mit der Organisation unb nahm einen vom Abg. Raab eingebrachten Lrganisationsplan an. Nach der Mittagspause sprach Abg. Liebermann von Sonnenberg über die nationalen Aufgaben unb Graf Reventlow-Wulfs- hogen über bie sozialen Aufgaben ber Partei. Gotha, 30. Mai. Auf dem Kommers des zehnten Verbandsfestes der Turnerschaften auf deutschen .Hochschulen hielt ber Regent Erbprinz von Hohenlohe-Langenburg eine längere Ansprache, worin er sich scharf gegen vv„ Pessimismus in den höheren Ständen wandte und aufforderte, den Idealen treu zu bleiben. Speyer, 30. Mai. Auf der Delegierten-Versammluns !desGesamtverbandesevangelischerArbeiter- vereine wurde in der Gewerkschafts- und Wohnungsfrage I ein Einverständnis erzielt. Viele Vertreter der ffcheimfch- cr> -.-MC ■' < nh T'pr (Mpirtmtber* Stockholm, 30. Mai. Beide Reichstagskammen» nahmen heute den von der Minderheit des ^e§au^ sckufses gemachsten Vorschlag an, wonach zu N eubau t e .. v .. ,, für das Heer 37698M Kronen bewilligt werden, ch4 wcmiger als 13 Dampfer geck)artert ivurden. Von!warm im deutschen Volke bie Herzen der anmutigen Herrscherin Mehrheit des Ausschusses hatte vorgeschlagen, 1 *M.i Hamburg Amerika-Linie sind dies die 'Jlrlabin, die! entgegenschlagen, ist schon einmal bekundet worden, als bei Kronen zu bewilligen, während die Regierung vier Million Dor einiger Zeit mit Fracht von New ^chrk nad) dem Osten! der Vermählung Ihrer Majestät mit Sr. Kgl. Hoheit dem l verlangte. der d°"-LVS Gießen, 29. Mai 1901. Der Vorsitzende des Grubenvorfiandes Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vorm. Fernie in Gießen: Grünewald, Rechtsanwalt. Kirchliche Nachrichten. Laaugelische Gemeinde. Sonntag dm 2. Juni. Trinitatisfest. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Zugleich Christenlehre für die Neukon firmier t«n der MarkuSgemetnde. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Ktnderktrche für die MattbäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser. In der Johauneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde. Vormitlags 9 nessan stattfand, fiel ein schwerer Ziegelstein aus den Tisch der Ehrengäste, ohne jedoch jemand.zu verletzen Die Untersuchung ergab, daß der Stein von einem 14 jährigen Fleischerlehrling geschleudert war, der 4ich nach einem oberhalb des Bankettsaales gelegenen Raume geschlichen hatte. Der Bursche verweigerte jede Auskunft über den Beweggrund zu der That. — Der „Gaulois" will wissen, daß das Steuererträgnis erheblich hinter den Budgetschätzungen zurückbleibe. Jim den Ausfall zu decken, beabsichtige die Regierung, die Soldaten des dritten Dienstjahres um 2 Monate früher zu entlassen, wodurch 30 Millionen erspart würden. — Wie offiziös gemeldet wird, verpflichtete sich Marokko zur Zahlung von 100000 Franks Entschädigung an die Familie des von den Riffpiraten ermordeten französischen Kaufmanns Pouzet; auch habe Marokko strenge Be firafung der Schuldigen zugesichert und die Freilassung mehrerer gefangen gehaltenen Personen versprochen, welche unter französischem Schutze stehen. Wien, 30. Mai. Der vom Budgetausschuß der österreichischen Delegation debattelos genehmigte Bericht des Referenten Marquis de Bacquehem über den Etat des Ministeriums des Auswärtigen stellt fest, daß der Dreibund nach wie vor die unverrückbare Grundlage der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns bildet und dieses über alle An- fechkungen erhabene Bundesverhältnis seine wertvolle Ergänzung in der Pflege vertrauensvoller Beziehungen zu den übrigen Mächten findet. — Im Abgeordnetenhause haben sich wieder einmal unerquickliche Szenen abgespielt. Bei der Kanal- Vorlage war der Generalredner pro Dr. Lueger. Als er sich erhebt, beginnen die Alldeutschen, die sich, wie verabredet, auf ihren Bänken eingefunden hatten, lebhafte Gespräche untereinander, fangen an zu lachen, schreien und rufen. Der Präsident ermahnt sie wiederholt zur Ruhe. Die Alldeutschen thun aber, als ob sie den Präsidenten gar nicht hören, und setzen ihre Gespräche fort. Dr. Lueger bemüht sich vergeblich, inmitten des Lärms zu sprechen. Ter Präsident giebt wiederholt Glockenzeichen und unterbricht, da feine Ruhe eintritt, schließlich die Sitzung und verläßt den Saal. Nach zehn Minuten nimmt der Präsident die Sitzung wieder auf, erteilt Dr. Lueger das Wort zur Fortsetzung feiner Rede und ermahnt die Alldeutschen, den Redner nicht zu stören. Diese Mahnung bleibt jedoch fruchtlos. Tie Alldeutschen beginnen vielmehr von neuem mit ihren Gesprächen trotz wiederholter Aufforderung des Präsidenten. Dr. Lueger setzt jedoch seine Rede fort. Der Lärm seitens der Alldeutschen dauert fort und fteigert sich immer mehr, je länger Lueger spricht, sodaß der Redner auf der Tribüne nicht verständlich ist. Um ihn herum gruppiert sich fast das ganze Haus, ausgenommen die Alldeutschen. Nachdem Lueger inmitten des fortdauernden Lärms der Alldeutschen geschlossen hat, erklärt der Präsident, er bedauere lebhaft, daß ihm die Geschäftsordnung kein Mittel an die Hand gebe, solchen Verletzungen der Würde des Dauses entgegenzutreten. Der Alldeutsche Berger erklärt, die Szenen, welche die Alldeutschen aufgeführt hätten, galten nicht dem Hause, auch nichit dem Präsidenten, sondern dem Bürgermeister Wiens, der die deutschen Gefühle unter den Lehrern und Angestellten Wiens unterdrücke. Tie Alldeutschen bringen Lueger Verachtung entgegen. Dr. Lueger verlangt das Wort zur Erwiderung. Die Alldeutschen verlassen unter Pfuirufen den Saal. Lueger erklärt, er halte die Alldeutschen für nichtswürdige Landesverräter. Die Sitzung wird um 11 Uhr 4.5 Min. geschlossen. Belgrad, 30. Mai. Wenngleich einmal schon aus hiesigen amtlichen Kreisen die Nachricht von dein Besuche des montenegrinischen Prinzen Mirko dementiert wurde, meldet der gram er „Srbobran", ein zu Montenegro in Beziehungen stehendes Blatt, Mirko werde in einigen Wochen Belgrad besuchen und der Königin Traga einen hohen montenegrinischen Orden in Brillanten und eigene musikalische Kompositionen übergeben. ,r Lettin je, 30. Mai. In diplomatischen Kreisen wird mit Bestimmtheit versichert, daß M oute n eg r o beim Eintritt des freudigen Ereignisses im italienischen Königs? haus zum Königreich proklamiert werden soll unter Zustimmung Rußlands. Newyork, 30. Mai. Nach einer Meldung der „Hera ld" wünscht Deutschland eine Kohlen st ation im Hasen von Juan Griego auf der zu Venezuela gehörenden Insel Margarita zu erwerben. Tie „Vineta" habe dort o-or zwei Monaten Lothungen und Vermesfimgen vorgenommen. 9. tzongreß der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie in. P. Gießen, 31. Mai. Gestern nachmittag fand in Steins Gerten ein Festessen statt, zu dem sich zahlreiche Teilnehmer des Kongresses eingefunden hatten. -tie Kapelle des hiesigen ^>n- svrtterie-Regiments konzertierte. Nach Beendigung des ausgezeichneten Mahles blieben die Herren in gehobener Stimm- itng im schönen Garten noch lange Zett beisammen. Heute morgen um halb 8 Uhr fanden zwei stunden Imng Demonstrationen in der Frauenklinik statt. Um 10 \lhr folgten Vorträge in der Aula der Universität, -irr 'Eortrag des zweiten allgemeinen Themas „Eklampsie" jamb feinen Abschluß. Gegen Mittag trat eine Frühstückspause ein. v .± Um 2 Uhr nahmen die Vortrage und Demonstrationen m der Aula ihren Fortgang. Ilm 5 Uhr unternehmen die Herren einen gemeinsamen Ausflug nach Wetzlar. (Schluß folgt.) In der Univerfitätsaula* befindet sich aus Anlaß des Äynädolvgen-Kongreffes eine A u s st e 11 u n g von Original- Werken zur Geschichte der anatomisck>en,^besonders der geburtshilflich gvnäkologifchen Abbildung. Sie stammt aus der Sammlung von Gustav Klein in München. Die Werke umfassen den Zeitraum vom 14. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts; nach 1800 zum ersten Male erschienene Bücher sind nicht ausgestellt. Die Bilder find in Holz chnitt — einer davon aus dem Anfänge des 16. Jahr hunderts in zwei Farben — und in Kupferstich ausgeführt. Folgende Gruppen lassen sich vom geschichtlich-medizini chen Standpunkte aus bilden: I. Vor Vesalifche Anatomie, in der zweiten Hälfte des 15. und in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis 1543 (.erste Ausgabe des Hauptwerkes von Vesalius». II. Andreas Vesalius mit feinen Kopisten und Schülern (1543—1627). III. Ginlio Easserios Kupfertafeln (1627) und die Anatomen des 17. und 18. Jahrhunderts. Außerdem sind drei gesonderte fleinerc Gruppen aufgestellt worden und zwar: 1. Eine Anzahl von Ausgaben des Werkes „De seeretis mulierum" oder „Von den natürlichen Heimlichkeiten der Weiber", welckses fälsch scheinlich seinen Schüler Heinrich von Sachsen zum Verfasser cheinlich seine Schüler Heinrich von Sachsen zum Verfasser hat. 2. Dreizehn Ausgaben des „Rosengartens" von Eucha rius Rößlin und Kopien der drei Tafeln des Codex latinus Monaeenfis 161, welche den Vorbildern der Rößlin'schen Abbildungen entsprechen. 3. .Hebammenbücher und Lehr bücher der Geburtshilfe von Moschion an bis zum Emde des 18. Jahrhunderts. «•-*». ÄLK. m St.g *>t 'wSnrtu d-« :r Raif ’er mtt folget S'-sS bestimm, tSe alfo tutj n. bekcmntgegebeii . vermutet, tafc sich Person des >He Begleiter des General^ u ehrender Weise bedach! rd der Kaiser eine No rd- : an die Kieler Woche (20. Minister Dr. v. Miquel : in Abschiedsaudienz em- : siedelt morgen früh nach rtzwahl in Grimmen, zusehen war, zu einem Siegt n unterstützten freisinniger : heutigen Bormittag ivurm en Landrat v. Behr dageg: och 40 Bezirke ausstehen -o whältnis zu Ungunstez des tlich nick mehr umsckmen. der Präsident des beutidp den ZenlrumsMttern Unter- g gegen das Dueii. Au» nden Kreisen hat er bisher darunter 64 von adeligen o bemerkt Fürst Löwenstein, r sein, wenn die Offiziere ■iftfje Stellung frei ihre An- iasrat und Vortragende Rat itiiunx 'W- Manual 1891 übertragener des Kaiserlichen Kommissar: freimitligcn Krankenpsleg! tbunden wordem Für ihn e! Berthes zum ständigen « zur Erledigung der IwlseM «S6.S- aStA «• Er» ien begründet ■# * ‘iftÄai* men beschloß qeMssen PÄct Parteilos Partei lp-, n saran tel '9 )äti9^lt p sonne über, en Landtage' M W*S HW che, 'Oberen «t üL'S'ÄS HWs' Iw J».' streit »ent".1 bet W*e et 5ieß sich über unseren Ort ein heftiges Unwetter. Ein Blitz chlug in ein Haus und verursachte am Dache einige Be- chüdigungen. Unser 0-Berichterstatter schreibt uns aus Herchenhain: Donnerstagnachmittag gegen 3 Uhr entlud ich hier ein schweres Gewitter, der Blitz schlug in da- Wohn- -aus des Schuhmachers Nies. Das HauS brannte voll- tänbig nieder. Leider soll der Besitzer nicht versichert sein. In der Gegend nach Bi er stein bemerkte man zur gleichen Zeit ebenfalls am Himmel Feuerschein. Vielleicht dürfte )ort dieselbe Ursache zu Grunde liegen. Ferner meldet man auS Boppard (Rhein): Ein sehr starkes Gewitter suchte >ie Stadt und Umgegend heim. An den Obstbäumen und in den Weinbergen ist großer Schaden angerichtet worden. Das Bahngeleis war einige Stunden lang gesperrt. Das rechtsrheinische Geleis ist teilweise verschüttet. Das Gewitter überraschte die Pensionäre des Klosters der Ursulinerinnen auf einem AuSfluge. Vier junge Mädchen wurden durch Blitzschlag schwer verletzt. — AuS WormS wird berichtet: Ein heftiges Gewitter zog Mittwochnacht zwischen 11 und 12 Uhr über unsere Stadt. Ausgiebiger Regen brachte einige Abkühlung der sommerlichen Temperaiur, die noch gestern abend gegen 8 Uhr etwa 19 Grad im Schatten betragen hatte. Der Blitz soll in Horchheim in eine Scheune geschlagen haben, ohne zu zünden. — Auch in Heppenheim a. d. W. brachte ein schweres Gewitter den ersehnten Regen. Der Blitz schlug in das Wohnhaus des Ph. Th. Müller ein, nahm feinen Weg durch verschiedene Zimmer, ohne jedoch größeren Schaden anzurichten. — Unser te-Korrespondent meldet aus Höchst a. M.: Donnerstag mittag zog über unsere Stadt ein schweres Unwetter. Ein auf dem Main fahrender Fischer wurde vom Blitz getroffen und ins Waffer geschleudert. Arbeiter, die in der Nähe beim Mittagbrod saßen, zogen den Mann, den der Blitzstrahl nicht getötet hatte, aus dem Wasser und brachten ihn ins Spital. — Derselbe Berichterstatter meldet aus Sprend- fingen: Mittwochnacht zwischen 1 und 2 Uhr schlug bei einem furchtbaren Gewitter der Blitz in den Stall des Bäckermeisters Winkel und tötete zwei Kühe, die dritte, in der Mitte stehende blieb am Leben. Ein Brand entstand nicht. — Ein schweres Unwetter hat am Mittwoch in Kurhessen und dem angrenzenden Thüringen getobt und durch wolkenbruchartige Niederschläge, verbunden strichweise mit Hagelschlag, großen Schaden angerichtet. Namentlich in dem Rhön- und Meißner-Gebiet sind die Felder durch Hagel arg mitgenommen worden. In den Orten Alterode, Vockerode und Wölfterode sind eine große Anzahl Fenster eingeschlagen, so stark waren die Schloßen. Gemüse, Getreide rc. hat gelitten. An der Rhönbahn Fulda—Gersfeld hat der wolkenbruchartige Regen an den Feldern und Saaten arge Verwüstungen herbeigeführt. In Leimenwirth in Thüringen wurde ein Mann vom Blitz erschlagen. In Beffe schlug der Blitz in die Kirche, beschädigte Turmuhr und Orgel, zündete aber zum Glück nicht. Mehrfach sind Feuersbrünste durch zündende Blitzschläge entstanden, so in Treisbach, Roth, Sand, Kirchberg. In letzterem Orte schlug der Blitz auch ins Pfarrhaus, zündete aber nicht. — Selbst aus Paris kommt die Meldung, daß Mittwoch nachmittag ein Gewitter dort niederging, das großen Schaden anrichtete, der auf 2 llttill. Francs geschätzt wird. Die Kellerräume zahlreicher Gebäude, darunter des Th6ätre frangais, ferner sämtliche Gärtnereien im 13. Stadtbezirk sind unter Wasser gesetzt. Auch die Gartenbauausstellung im Tuilerienpark hat sehr gelitten. •• Kleine Mitteilungen au» Hessen und den Nachbarstaaten. Der Bürgermeisterei Mainz ist ein Antrag unterbreitet worden, für die Folge die niederste Gehaltsklaffe für die städtischen Beamten, welche 1350 Mk. als Jahresgehalt festsetzt, vollständig zu streichen und für die Folge sämtliche städtische Bedienstete ober Beamten, die der geringsten Kategorie angehören, mit einem AnfangSgehalt von 1450 Mk. per Jahr zu besolden. Dieser Antrag, der dem 5inan8aufl• schusse überwiesen wurde, findet zweifellos Annahme.________ Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vorm. Fernie, Biegen. Aus besonderen Wunsch de« Herrn SiechtSanwalt Grünewald geben wir seine uns gestern übersandte Zuschrift wörtlich wieder: Berichtigung: Die in der heutigen Nummer des .Gießener Anzeiger" enthaltene, aus der „Rheinisch-Westphälischen Zeitung" übernommene Mitteilung, Herr Direktor PaScoe sei seines Amtes enthoben, ist unwahr. Vormittags um 8 Uhr: Die -weite hell. Misst. um 9Ve Uhr: Hochamt mit Predigt, Nachmittags um 2 Uhr: Andacht mit Segern Gottesdienst in -er Synagoge^ Südanlage. Isrsrlüifche Keligiousgemrinde. Samstag den 1. Juni 1901. Vorabend 7« Uhr, morgend 8« Uhr, nachmittags 4 Uhr Schrift« rrkläruug, Sabbathansgang 9« Uhr. Theater, Kunst und Wissenschaft. 8od. Darmstadt, 30. Jpni ^Künstler-Kolonie". Nach einer Mitteilung der Spielleitung stehen im Spielhause besondere Genüsse auf musikalischem Gebiete bevor. Besonders soll auch dem bei Gründung des Unternehmens beabsichtigten Hauptprinzip, neue hervorragende Kompositionen zum erstenmale zu Gehör zu bringen, besonders gehuldigt werden. Am 4. Juni wird ein Richard Strauß-Abend stattfinden an dem der bekannte Künstler das philharmonische Orchester selbst dirigieren «ir8. AIS nächste Novität wird das A-moll Quartett des Stuttgarter Komponisten Aug. Hahn durch die Frankfurter Quartett-Vereinigung von Hegar zur Aufführung gebracht werden. Es wird als durchaus auf dem Boden der Beethoven schen letzten Quartette stehend geschildert.— Gräfin Marie von Erbach-Schönberg war heute bei der Großh. Familie ^^öesu^^^i^Ausstellun^wurd^emeinsan^besichtig^^^^,^^^^, Temperatur der Lahn und der Luft. 31. Mai. Nach Rraumur gemessen mittag« zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 17°, Lust 22°. Neueste Meldungen. W. Berlin, 31. Mai, 2.15 Uhr. (Tel.-Meld. d. „Gieß. Anz.") Durch den Tod des Grafen Wilhelm Bismarck ist tne Einweihung des Denkmals des Fürsten Bismarck bis auf weiteres verschoben worden. Wildpark, 30. Mai. 9!ach der Tafel traten die Majestäten und höchsten Herrschaften auf den Balkon des Neuen Palais nach Mopke zu, wo der von sämtlichen Musik- und Trompeterkorps nebst Spielleuten des Gardekorps ausge- fuhrte große Zapfenstreich stattfand. Zu demselben waren auch die fremden Militär-Attaches, sowie General Bonnal, Oberstleutnant Galtet und die Herren und Damen der Potsdamer Gesellschaft geladen. Tie Musikkorps rückten, geleitet von Trägern mit Magnesiumfackeln vom Wildpark her unter den Klängen des Pork'schen Marsches an und nahmen auf Mopke Aufstellung. Tie Architektur des Schlosses, die Communs, sowie die alten Bäume boten in ihrer vielfarbigen Beleuchtung ein wundervolles Bild. Der Zapfenstreich wurde vom Armee-Musik-Jnspizienten Prof. Roßberg dirigiert. Bon besonders großartiger Wirkung war das niederländische Tantgebet. Um halb 11 Uhr erfolgte der Abmarsch der Mufikkorps. B r o m b e r g, 31. Mai. Beim Rohrschneidcn im Luckower See e r tr a n k e n zwei Arbeiter. Coburg, 31. Mai. Im Bafaltwerk Simmelshausen Telephonischer Kursbericht 8Vi% Beichaanleihe do 8% Aul. Tendenz ruhig. Mai. . 216 20 . 185.50 . 133.10 . 148.00 . 151.50 . 144 80 . 157.00 . 204.00 . 185 50 . 174 80 Frankfurt, den 31 Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgut. Oeeterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . Bochum ...» Harpen er .... . 99.10 . 88.10 . 98 80 . 88.10 . 95.30 . 96.70 43.80 . 25.80 . 26.60 . 83.50 wurden zwei Steinarbeiter und bei Gleichertviesen zwei Arbeiter vom Blitz ersi rgen. Frankfurt, 31. Mai. ^in Blitzstrahl warf in Kaiserslautern sechs Feldarbeiterinnen zur Erde, eine ist tot, die übrigen erlitten Brandwunden. Schweidnitz, 31. Mai. Wegen Tarifstreitigkeiten traten 500 Steinarbeiter des Striegauer Kreises in den Ausstand. Sofia, 30. Mai. Die Sobranje setzt.« die Debatte über die Ministeranklagen fort. Tontschew wies hinsichtlich der Waggonaftaire nach, daß er keinerlei Ordre erteilte, worin von einer bedingungslosen Uebernahme von Waggons die Rede war. Auch Jvantschow leugnet jedeA Verschulden. 8*/i */o Konsole . 8 B/c do 81 /t % Hessen 5 °/q Italien. Rente 4 o/q Griech. Monop. 8 o/o Portugiesen 8 °/o Mexikaner . 4’/i % Chinesen . danke, bitte ich, dasselbe auch auf meinen Nachfolger gütigst übertragen zu wollen. Giessen, den 1. Juni 1901. Hochachtungsvoll Cf. Nauheimer Hochachtungsvoll Oskar Behringer Hotel-Uebernahme. Z Ich beehre mich, meinen werten Freunden und Gästen ergebenst anzuzeigen, dass das von mir seither betriebene W Hotel Grossherzog von Hessen j mit dem Heutigen an Herrn Oskar Behringer käuflich übergegangen ist. Indem ich für das mir entgegengebrachte Wohlwollen bestens Bezugnehmend auf obige Anzeige bringe ich zur gefälligen Kenntnis, dass ich das Hotel Grossherzog von Hessen mit dem Heutigen übernommen habe und unter der gleichen Firma weiterführen werde. — Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, den guten Ruf des Hauses zu wahren und die mich beehrenden Gäste in jeder Weise zufrieden zu stellen. 8886 3878 auageführt von der gelammten Bekanntmachung» 3883 3887 Bcrantwortlich für da» allgemeinen Teil: P. Wtttko; für dm UnzeigeMeU: Han« Beck. — Druck und Verlag ver Vrühl'schen UrnuerfirälZ-Buch- und Ekeindruckerei (Ptetfch Erben) tn Gießen. 1U i et g etliche Offene Stellen Cap Italien Vermietungen verschiedenes Ftelleu-Geliichr Kaufmann, 30 Jahre alt, ev., gut eingesührt, sucht u. b. Ansprüchen Reise post en der LebenSmittel- branche, Spirituosen rc. Offerten unter 3876 an die Exped. d. Bl. Sektion Giesseß D. &. Oe. A. V. Die für Sonnf tag den 2. Ium angesetzte Tour V» fällt biS aus weiteres aus. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Darlehen | von 150 Mk. aufwärts zu koulant. Bedingungen, sowie Hypotheken- Gelder rc. in jeder Höhe. Anfrag, mit adressiertem u. frankiertem Kouvert zur Rückantwort an Ernst Markier, Aürnverg, Aadörunncnstr. 138. Ernestine Hopfner Grüubergerstraße 17. 50000 Backsteine zu kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter H. 3874 an die Exped. d. Bl. ooooooooqoo Kapelle des Ulanen-Regiments ans Hanau unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirektors Urbach. I. Konzert: Anfang 4 Uhr. Eintritt 50 Pfg. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Btadtkaffe vom 1. Juni l. I ab täglich, jedoch nur an den Bormittagen, geöffnet ist. Gießen, den 30. Mai 1901. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Gemeindesteuer-Zettel in den nächsten Tagen den Steuerpflichtigen durch die Schutzmannschaft zugestellt werden. Zu den den Steuerzetteln von Großh. Steuer-Kommissariat beigegebenen Erläuterungen wird weiter bemerkt: Zu I daß durch Beschluß der Stadtverordneten-Bersammlung vom 2. Mat L I. Steuerpflichtige mit einem Einkommen unter 500 Mk. auch zur Gemeindesteuer nicht herangezogen worden sind, daß die Angabe in Absatz 2 daher nicht mehr zutrifft- zu IV daß infolge Zugangs eines besonderen Ausschlags auf das Hrurrdsteuerkapital auf die Grundzahlen von Grundbesitz weitere 9,875 Prozent erhoben werden; zu V daß an örtlichen Kirchensteuern von evangel. Gemeindeangehörigen 20 Prozent, von kathol. Gemeindeangehöttgen 17,207 Prozent Zuschlag zu den Grundzahlen zur Erhebung gelangen. Diejenigen Einwohner, welche öis zum 15. Juni keinen Herneindesteuerzettel erhalten haben, ihren Verhältniffen nach aber annehmen müssen, daß sie steuerpflichtig sind, werden hiermit aufgefordert, hiervon alsbald bei Meldung nachteiliger Folgen auf dem Bürgermeisterei-Büreau — Zimmer Nr. 15 — Anzeige zu erstatten. Gießen, den 30. Mai 1901. 3884 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. i Mecum. Steins Garten. Sonntag den 2. 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