uiune 9t r. 101 Zweites Blatt. Mittwoch 1. Mai 1901 WrtrfWMI, e^biric« und B«dt*4: SMItrx* 7. 151. Jahrgang. Mwtabee Xq tr|d)tintnben •mom M »orm 10 Uh, ■»•«•«Kmegtii ipäteNcw« Telegramm deS Gießener Anzeigers. Paris, 29. April. Das Unterbleiben der fravzö- fischen Mitwirkung an den letzten Kämpfen gegen die Streitkräfte des Generals Liu. hatte seinen Grund in de» überraschend schnellen Bormarsch der Deutschen. Diese trafen einen Tag früher im Gelände der vereinbarte« OperationSbafiS ein als angenommen war. Bailland, der später mit seinen Soldaten in Kukuan eintraf, erkannte rück- haltSloS die vorzüglichen Marschleistungen der Deutschen an. Ibrtfft für Depesche»! Anzeiger Stehen. Fenlsprr»ons»liihNr.Al. SefcheiM t,glich mit BetnaN* beS Montag» •te w^Hin ^awHten. MMter exrbea dem An. tm Wechsel mit „Heff. Webt**" und „Blätter De Heß. •etUhinbe* »Mr- »4ch«tlich btigdegt. eine 25 Manu starke Abteilung der britischen Kolonialtruppe 24 Kilometer vou Krooustadt überrascht haben. Die 25 Mann sollen den Buren 8 Stunden Widerstand ge leistet haben, wobei 14 Buren getötet und mehrere verwundet sein sollen (!) Nachdem die Munition dieser fabelhaften Heldenschaar erschöpft gewesen sein soll, soll sich diese Handvoll Kolonialleute von wüstester Tapferkeit den Buren ergeben haben und diese sollen sie entwaffnet und dann wieder frei gesetzt haben. Diese dreiste Lügengeschichte erscheint umso spaßhafter, als gerade in jener Gegend der geniale De Wet wieder sein Quartier aufgeschlage» hat. AuS Pretoria wird gemeldet, daß am 25. April die Bure« einen nach Süden gehende» Lazarettzug mit kranken Soldaten zum Entgleisen gebracht haben, einige der Kranken erlitten Verletzungen. Ein anderer Zug mit Pferden wurde in der Nähe von Springfontein in die Luft gesprengt; eine Anzahl Pferde wurde dabei getötet. Im englischen Unterhause bemerkte Brodrik: Für die Unterbringung der nach Indien geschafften gefangenen Buren sei seilens der indischen Behörden Ahmaduagar gewählt. Cs sei dies ein gesunder Ort, wo britische Truppen viele Jahre stationiert waren, ohne daß sich irgendwelche böse Folgen zeigten. Auch seien Vorkehrungen für Beschaffung geeigneten WafferS und sonstige sanitären Maßnahmen für die Gefangenen getroffen. GietzeimAnzeiger w General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Deutsches Reich. Berlin, 29. April. Der Kaiser wohnte gestern dem Gottesdienst in der Kapelle der Wartburg bei, mit ihm der Großherzvg und das Gefolge. Abends fand auf der Wartburg Tafel statt. — Än hiesiges Sportblatt will wissen, König Eduard von England werde in diesem Jahre zeitiger als onst Homburg besuchen. Man rechne bereits für Pfingsten auf das Eintreffen des englischen Herrschers, der dann bis nach den Ascot-Rennen (18. bis 21. ^juny in dem Taunusbade zu bleiben gedenke. Königin Alexandra begleite ihren Gemahl, doch werde sie den größten Te^ der Zeit in Wiesbaden zubringen, wo ihr Vater, König www MntzMtw loui ;»unt> Myitutzm, Post», lern, Brandenburg und enbmg su Macht der Kaiserin und ihr Einfluß noch immer im Wachsen begriffen seien, sei für die Zukunft Chinas vo» geradezu ausschlaggebender Bedeutung. „Ich habe bisher davon Ab stand gerwmmen, auf diese Frage Mützer einzugehew, weil ich kein Vorurteil schaffen wollte. Die Frage ist auch so heikel, daß es schwer ish sie mit Chinesen zu besprechen- aber durch Unterredungen, die ich mit verschiedenen dem Fortschritt freundlich gesinnten Chinesen und mit einiges hohen Beamten gehabt habe, bin ich zu der Ueber^eugung gekommen, daß die Diplomaten des Westens sich eine gute Gelegenheit haben entgehen lassen, der Sache des Fortschritts in China einen großen Dienst zu erweisen, als sie, Rußland nachgebend, das sich ja immer widersetzt hat, wenn die Frage der Zukunft der Dynastie berührt wurde, es ablehnten, der Frage näherzutreten, welche Rolle die Kaiserin bei dem Vorgehen gegen die Fremden gespielt habe. Ich bin davon überzeugt, daß es über allen Zweifel erhaben ist, daß sie eine leitende Rolle spielte. Als ich noch i« Peking war/ erhielt ich von einem hohen Mandschubeamte» Berichte über das, was bei den Beratungen in dem Palast vorging, bei denen er selbst anwesend war. Als damals die Frage aufgeworfen wurde, ob oie Gesandtschaften angegriffen werden sollten, gab die Kaiserin selbst die Er-, laubnis dazu, während der Kaiser heutig dagegen Einspruch erhob." Zum Schluß sagt der Bericht, daß die Ansicht in China sehr verbreitet sei, daß, wenn es auch für eine« Chinesen und ganz besonders für den Kaiser unmöglich sei, die Kaiserin zu veranlassen, ihre Macht an den Kaisen abzutreten, so doch die Mächte dies unbedingt hätten thu« müssen. Man sei sich in allen chinesischen Kreise» dessen wohl bewußt, daß ganz neue Bahnen beschritte» werden müßten, wenn das Reich vor dem Untergang gerettet werden solle, und ebenso, daß man diese neuen Wege nicht betreten könne, solange die Kaiserin irgend etwak zu sagen habe; die Mächte aber seien die einzigen gewesen, denen es möglich gewesen wäre, sie dazu zu überreden, auf eine Weise zurüc^utreten, die die heiligen lieber« lief erringen der Chinesen nicht verletzt hätte. Im französischen Kriegshafen Toulon fand am 29. die Verteilung der von den französischen Marinetruppe«; bei der chinesischen Expedition gemachten Kriegsbeute an die Mannschaften statt. Man hat etwa 60 000 Fr, an die Mannschaften des ehemaligen 4. Marine-Jnfanlterie- Regiments und 40 000 Fr. an die der 8. verteilt. Der geringste Beuteanteil beträgt für jeden einzelnen 400 bis 500 Fr. Die an mehreren Kämpfen teilgenommen hatten, bekamen bis 1100 Fr. Die größte Beute ist bei der Einnahme von Tientsin gemacht worden, wo es den Truppen gelang, einen beträchtlichen Vorrat an Salz wegzunehmen. Im englischen Unterhause erklärte der Unterstaats-Sekretär des Auswärtigen Cranborne: Aus Tientsin, Weihaiwei und Hongkong würden einzelne britische Truppenkörper jetzt zurückgezogen, eine Verminderung der Garnison in Schanghai wird hingegen zurzeit nicht beabsichtigt. Bezugspreis tnrrtrfldfct Mk 2.20, inonatl. 76 PZg mit Brmgrrlohn; burch lli Abhelttzrllkn viertrljLtztt Mk. 1.90, monatl. 65 Dki Postbezug »xrUliäbri. Mk. 2.00 ohne BesteLge* Wie Hnötigtn-Si-nnttrünM* fltUcn bt« , ratung stimmte Lansdowne der zweiten Lesung der Bill zu. — DaS Unterhaus bestätigte die Resolution, wodurch die Regierung zur Aufnahme einer Anleihe von 60 Millionen Pfund Sterlinge ermächtigt wird. — Der Schatzkanzler Hicks Beach empfing heute eine die gesamten Bergleute Englands vertretende Deputation, welche erklärte, der Kohlenausfuhrzoll schädige den Kohlenhandel und würde von den Arbeitern getragen werden müssen. Hicks Beach erwiderte, er bestreite diese Ansicht und glaube, daß der Zoll den ausländischen Käufern zur Last falle. Die Besitzer der Kohlengruben könnten daher eine Herabsetzung der Arbeitslöhne nicht mit dem Ausfuhrzoll motivieren. Er wiederhole, daß geplant werde, die Kohlen- lieferungsoerträge mit dem Auslande, die vor der Einbringung des Budgets bestanden, für eine gewisse Periode von der Abgabe freizulassen, und zwar eine Monate lang dauernde Periode, während der niemand durch deu Zoll leiden würde. Der Schatzkanzler betonte schließlich, was weiterhin zu geschehen habe, sei von noch größerer Bedeutung und erfordere zweifellos reifliche Erwägung und Erörterung, aber die Deputation solle nicht zu weitgehende Hoffnungen hegen. Wien, 29. April. Nach einem amtlichen Ausweise find im Jahre 1900 zur evangelischen Kirche 5058 Per. sonen übergetreten. Auch der alldeutsche Abg. Kliemann ist aus der katholischen zur evangelischen Kirche übergetreten. — Eine massenhaft besuchte Studenten-Ber. sammlung beschloß heute eine Sympathie. Kundgebung für die russischen Studenten. Die Versammlung nahm einen stürmischen Verlauf. Aus Berlin war namens der dortigen russischen Studenten ein Begrüßungstelegramm eingelaufen. Sofia, 29. April. Gestern fanden in Küstendil Aus- gegen die jüdischen Einwohner statt. Die Teilnehmer an denselben drangen in das BethauS ein und mißhandelten die dort Anwesenden, deren fünf schwer verletzt wurden. Den Ruhestörungen, die den ganzen Tag andauerten, machte das Militär ein Ende. Gegenwärtig herrscht wieder Ordnung. Rewyork, 29. April. AuS Manila wird berichtet: General Alejandrina, der als Nachfolger AguinaldoS genannt worden war, unterwirft sich. — Für morgen find 1,750,000 Dollar Gold zur Verschiffung nach Deutschland bestellt worden. Das Explofions-Uuglück in Griesheim. Der letzte Akt der Griesheimer Jndustrie-Tragödie ging, wie wir bereits telegraphisch meldeten, am Montägmorgen vor sich. Auf dem Griesheimer Friedhöfe, schreibt die „Frkf. Ztg.", der jenseits der Mainzer Landstraße, beschattet von einem kleinen Fichtenwald, abseits vom Lärm des Tages, in Wahrheit eine beschauliche Stätte des Friedens bietet, erfolgte das Begräbnis von zwölf der Toten, die bei der Katastrophe am Donnerstag geblieben find. Die übrigen drei Opfer haben in heimatlicher Erde ihre letzte Ruhestätte gefunden. Im Hofe der Fabrik, unmittelbar an der Stätte des Todes, waren die Särge aufgebahrt, umgeben von den leidtragenden Angehörigen. Der Protestantische Pfarrer Fabricius und der katholische Pfarrer Link vollzogen nach einem Choral der Kapelle des 81. Infanterie-Regiments die Einsegnung; sieben Tote gehörten dem katholischen, fünf dem protestantischen Bekenntnis an. Dann setzte sich der große Trauerzug in Be wegung. Er nahm den Weg über die Hauptstraße und wendete sich daun in die Straße nach dem Eisenbahn Neber- gang am Bahnhof, an dem die Straße zum Friedhof führt. Die Spitze des Zuges bildete die Kapelle der 81er, ihr folgten sämtliche Vereine Griesheims mit zwölf florbehängten Fahnen. Den Särgen voraus schritt die Griesheimer Feuerwehrkapelle, dann der protestantische Geistliche, hierauf der erste schwarzdrapierte Leichenwagen, auf dem vier, reich mit Kränzen und Blumen geschmückte Särge standen. Zahlreiche Leidtragende schloffen sich au. Nun kam der katholische Geistliche, dann wieder ein Wagen mit vier Särgen, Leidtragende und schließlich der letzte Wagen mit drei Särgen. Der Sarg mit der Leiche des zwölften Opfers war bereits früher auf deu Friedhof gebracht worden. Feuerwehrleute vou Griesheim und Frankfurt — die Berufsfeuerwehr hatte eine Ab- orduung gesandt — schritten zu beiden Seiten der Wagen. Nun folgten die übrigen Leidtragenden, au ihrer Spitze der Oberpräfident aus Kaffel, Graf Zedlitz-Trützschler, und der Frankfurter Stadtkommandant, Generalleutnant v. Stülp- uagel, Regierungspräsident Dr. Wentzel aus Wiesbaden, Bürgermeister Dr. Varrentrapp Frankfurt, das Offizierkorps des 81. Infanterie-Regiments, die Mitglieder des AuffichtS- und BerwaltungsratS und die Direktion der Fabrik, das gesamte Personal des Werkes, Bürgermeister und Gemeinderat von Griesheim und sonstige Einwohner des Ortes. Der Zug, der sich um ’/4ll Uhr in Bewegung gesetzt hatte, erreichte den Friedhof gegen V212 Uhr. Arbeiter des Werkes hoben die Särge von den Wagen und trugen sie auf den Zriedhof, auf deffen westlicher Seite sich anschließend an ne Gräberreihe das Massengrab zur Aufnahme der Opfer refindet. Unter Trauermusik und Gesang des Sängerchors senkte man die Särge in die Erde. Schluchzend umstanden die Angehörigen der Verunglückten das große Grab. Biele Verwundete mit ihren Binden und Verbänden erinnerten an )ie Ursache der Maffenbestattung. Grabreden hielten der katholische Pfarrer Link und der evangelische Pfarrer Fabricius, ferner sprachen noch Geheimrat v. Guaita und Direktor Prof. Dr. LepsiuS. Kranzniederlegungen mit kurzen Ansprachen erfolgten bann noch durch den Vorstand der Berufsgenoffenschaft der chemischen Industrie und den Verein zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie, den AufsichtSrat, die Beamtenschaft, die Aufseher der Höchster Farbwerke, den Deutschen Werkmeisterverein, den katholischen Männerverein und evangelischen Männer- und Jünglingsverein, beide in Griesheim, den Griesheimer Gemeinderat ?c. Ferner hatten u. a. Kränze gesandt: die Minister v. Rhein- raben und Brefeld, der Oberpräsident der Provinz Heffen- Naffau, Graf Zedlitz-Trützschler, und Regierungspräsident Dr. Wentzel. Die Zahl der Kranzspenden war überaus groß. Trauermusik und Chorgesang beschlossen den Akt. Wie der „Rheinische Kurier" meldet, ist das unter dem Vorsitze des Regierungspräsidenten Wentzel zur Unterstützung »er Verunglückten in Griesheim hier gebildete Hilfskomitee ;eute nachmittag zu einer Sitzung zusammengetreten und hat dem Ortskomitee eine beträchtliche Summe zu sofortigen Interstützungen überwiesen. Aus Stadt und Land. Siebe», 30. April 1901. •• Der ueue General-Adjutant unseres GrohherzogS. Der Kaiser hat den Obersten v. Wachter, Kommandeur des Füsilier-Regiments v. Gersdorff (Heff.) Nr. 80 (in WieS- laden) zu den Adjutantur-Offizieren Sr. König!. Hoheit des Großherzogs versetzt, und mit Wahrnehmung der Ge- chäfte des General-Adjutanten AllerhöchstdeSselben beauftragt. •* Bo» der Versammlung deS deutschen Flottenvereius waren bekanntlich Huldigungstelegramme an S. M. den Kaiser und S. K. H. den Großherzog gesandt worden. Darauf find folgende Antwort-Depeschen eingetroffen: Deutscher Flotteuvereiu. Berlin, 29. April. Seine Majestät der Kaiser und König haben den Hul- digungSgruß der ersten Landesversammlung des deutschen Flottenvereius im Großherzogtum Hessen huldvollst entgegen genommen und lassen vielmals danken. Auf allerhöchsten Befehl. Der Geheime KabinettSrat von LucanuS. * . • Geheimrat Oncken. Darmstadt, den 29. April, 9.52 Uhr vormittags. S. K. H. der Großherzog lassen für die aufmerksame Begrüßung durch die erste Hessische Landesversammlung des Deutschen Flottenvereins bestens danken und hoffen, daß die patriotischen Bestrebungen des Vereins auch fernerhin in Hessen Verständnis und Anerkennung finden. Kabinettsrat Römheld. ** Die Schulamtskandidaten, die vor Ostern dieses Jahres die drei hessischen Lehrer-Seminare absolvierten, sind bereits zum größten Teile im Dienst, während in früheren Jahren Diele bis zum Herbst, ja bis Weihnachten auf eine Anstellung »arten mußten. Daß kein Ueberfluß an Volksschullehrern herrscht, kann man auch daraus ersehen, daß viele vorgo sehene neue Schulklassen nicht errichtet werden konnten, baß unter anbern z. B. in Wieseck und Heuchelheim der Fall ist. In beiden Orten beträgt die Zahl der Schüler in den unteren Klaffen weit über 100. * * Sommerfahrplane des Gießener Anzeigers. Wie üblich erhalten unsere Abourlenten, sowie die Sunden der Brühl'- schen Druckerei am 1. Mai ein mit Verkehrskarte versehenes, in Umschlag geheftetes Fahrplanheft durch unsere Austräger kostenfrei zugestellt. Postabonnenten, die es zu besitzen wünschen, mögen es durch Postkarte verlange». • • Fahrplan. Der neue Gießener Omnibus-Fahr- plan ist soeben im Berlage von Ernst Balser, hier, erschienen. ♦ ♦ Befitzwechsel. DaS HauS Ecke Wilhelm- und Frank- furterftraße verkauften die Bauunternehmer Birkenstock und Schneider an den Bergwerksdirektor PaScoe. * ♦ Alldeutscher Verband. Die Mitglieder des Verbandes werden auf den am Mittwoch 8% Uhr in Steins Garten stattfinden Vortrag des Pfarrers Kappus aus Mürzuschlag über die Evangelische Bewegung in Oesterreich aufmerksam gemacht. ? Kleinlinde», 29. April. Seit einigen Wochen herrschen hier unter den jüngeren Kindern die Masern. k . Homberg a. d. Ohm, 29. April. Letzten SamStag hätte sehr leicht an der Station Neuhaus der Ohmthalbahn ein Unglück passieren können, wenn nicht rechtzeitig der Zugführer die Gefahr wahrgenommen und daraufhin bald den Zug zum Stehen gebracht hätte. Ein Pferd, das durch seinen Besitzer nicht gehalten werden konnte, kreuzte mit Wagen kurz vor dem Zug die Bahnstrecke und suchte daS Weite. In dem benachbarten Büßfeld, wo es in einem gemütlichen Trab ankam, wurde es von einem Jungen festge- halten und dem nachgeeilten Besitzer übergeben. Wir bringen dieses Vorkommnis, das recht schlimme Folgen hätte haben können, hier deshalb zur Kenntnis, um die maßgebenden Behörden, ehe ein größeres Unglück sich ereignet, auf diese gefährliche Stelle aufmerksam zu machen und zu bewirken, daß die Züge, die von Homberg Herkommen, wenigsten« schon kurz nach Ueberschreiten des großen Viadukts durch Läuten signalisiert werden, damit Fuhrwerke rechtzeitig in großer Entfernung von der Übergangsstelle bei Neuhaus Halt machen können. ES ist eine solche Vorsicht um so mehr geboten, als diese Straßenkreuzung direkt am AuSgang eines Einschnittes sich befindet, der zudem noch in einer Lurve liegt. Darmstadt, 29. April. Der Köuigl. Großbritannische Geschäftsträger hier Alan Johnstone hat am 26. d. M. daS Schreiben des König!. Großbritannischen Staatssekretäre des Aeußern Marquis of Lansdowne, das ihn in gedachter Eigenschaft bei der Großh. Regierung bestätigt, dem Staatsminister Rothe zugestellt. k . Mainz, 29. April. Unter dem Vorsitz des Obcr- rechnungsrevisors Schenk von Darmstadt fand gestern hier die Hauptversammlung des hessischen Finanzbeamten. Vereins statt. Die Verhandlungen umfaßten im Wesent- ichen einige Aenderungen der jetzigen Satzungen, Erstattung des Geschäfts- und Rechenschaftsberichts, Konstituirung eineß wirtschaftlichen Ausschusses und Gründung eines eigenen Ber- landsorganS, zu deffen Schriftleiter StaatSschuldbuchführer Henrich-Darmstadt gewählt wurde. — In den Werkstätten des Römisch-Germanischen CentralmuseumS hier wurde zu StudiumSzwecken für den deutschen Kronprinzen in Bonn in den letzten Wochen eine Nachbildung der im Museum befindlichen Trophäe römischer Waffen hergestellt. Diese Trophäe führt die römische Bewaffnung bi« ins Einzelne, genau nach den Fundgegenständen und den Darstell- ungen bet Grabbenkmäler gearbeitet, vor Augen unb ist nach »er ebenfalls durch zahlreiche Darstellungen verbürgten Art >er römischen Siegeszeichen zusammengestellt. — Beifällig »emerkt, besitzt baS Römisch-Germauische Eentralmuseum, nach >em neuesten Ausweis, etwas über 19 000 Nummern. Zu )en in ber letzten Zeit hergestellten Nachbilbungen, bie er- höhtcS Interesse beanspruchen, gehören aus vorhistorischer Zeit Funbe, bie in Cypern, Egypten, Syrien gemacht worden sind, ferner bie auf galvanoplastischem Wege hergestellten Reprobuktiouen, ber Schliemann'schen Golbfunbe bei Mykene, sowie bie Nachbilbungen ber Goldgegenstände, bie in Fokern Ungarn) aufgesunden wurde». Einem Grab aus ber Wikingerzeit entstammen zwei Lanzen, ein Schwert rc. rc. Im abgelaufenen Jahre hat bie Sammlung einen Zuwachs von 1583 Gegeufiänben erhalten. Bingen, 28. April. Heute fanb hier im Hotel „Pariser Hof" ber Bezirkstag beS Fleischerbezirksvereins beiber Heffeu unb Nassau im beutschen Fleischerverbaube statt. Derselbe war von ca. 5—600 Teilnehmern besucht. Um 11 Uhr vor- mittags eröffnete ber Vorsitzende Karl Marx-Frankfurt bie Versammlung. Zu Punkt 4 berfelben: „Abschaffung bet Verbrauchsabgaben (Fleischsteuer) würbe folgender Antrag einstimmig angenommen: „Der Bezirkstag beS BezirkSver- eins beiber Hessen und Nassau erachtet die Fleisch steuer als zu Ungunften bestehend und bittet den Verband darum, bei den Regierungen vorstellig zu werden, daß diese Steuer ab geschafft wird." Zu Punkt 5: „Besprechung beS Antrages ber Laubwirte, betr. eine staatliche Schlachtversicherung", würbe beschlossen, ben Antrag ber Land- wirte zur Beratung auf ben nächsten BerbandStag zu stellen. Der Beschluß zu Punkt 6: „Der Hanbel nach lebend Gewicht" lautet: „ber Bezirksverein beibet Hessen unb Nassau erachtet bie Forderung bet Agrarier, ben Handel bei Schlacht- vieh obligatorisch nach Lebendgewicht einzuführen, als eine einseitige und ungerechtfertigte und spricht sich gegen jegliche Beschränkung des freien Handels auf den Schlachtviehhöfen aus." ** Frankfurt, 29. April. In der vergangen Nacht wurde in dem seit kurzem neu eingerichteten Uhren- und Goldwaren- geschäft von Max Garmatter, Schäfergasse 44, ein Einbruch verübt. Die Diebe hatten sich allem Anscheine nach schon vor Schluß ber Hausthüre in das Haus eingeschlichen und sich so lange verborgen gehalten, bi« vollständige Ruhe im Haus eingetreten war. Sie sprengten dann die Souterrain- btt j M «ufere fi 'd>e es J b lange,.8 * tofin. !nS ^ibue.stf., ää ft ’««• ’ Sk'SLr LLUS" wJwtn\Ma 'SS*** £■ > Samtig S“ J" *N6* "ch recht,It„g bet >S, «ab dmujhttt balb bto s'«JJfert, bub buch ”, ^ml!- ht«itt Bit et^e an^ suchte das el°' h)0 rö in ehern gt- ’?? einem Jungen festge, vergeben. Wir bringrr me Folgen hätte haben !® die maßgebenden Be- I ereignet, anf diese ge« n und zu bewirken, daß «men, wenigstens schon »iaduktS durch LLuten Jtrte rechtzeitig in großer bei Neubau- Halt wachen )t um fo mehr geboten, am AuSgang eine- 9m> noch in einer ölnroe liegt. ÄöiigL Großbn'tanni^che tone hat am 26. b. M» launischen TtaatSseKetLrS ne, das chn in gedachter ng bestätigt, dem Ttaait. dem Vorsitz des Ober- rrmstadt fand gestern hier chen Finanzbeawten. >n umfaßten im Wesend n Safcungtn, Erstattung htS, Koufiituirung eine» ndung eine- eigenen Ver« r Staat-ichMuchfthrer . - In den WerkstLtte« TeutralmuseumS hin i deutschen Kronprinzen eine Nachbildung der ro Mer Waffen httgeM Stmaffnwig bis mi werden unb btn Durstes t, oor^gen unb ist °ach ttHungtn verbflrgtenltt mengesttlll. - beifällig ischeeentralnluseum,nach 19 W Nnorweru. ö° Uqritn 9®a^S Mem W-S- «E »■SS»ä? , ein * mlung emeu Z . ;m Hotel „Palisu mb hierl® * Mo ü.r w. bei«il1' U#wntjirt >” Ml®“'|bW»«9 be etftlbe«: Ä amerling den brettesten Raum ein. Tas Buch sei wiederholt bestens empfohlen. Spott. — Jetzt, wo der Radler sein Stahlroß wieder für weitere Außflüge in Stand setzt, .sei auf die ,Rad»Rundfahrten in Deutschland. Führer für »ndfahrer, mit Karlen und Illustrationen' iBerlag von Franz Ebhardt L Co., Berlins. 60, Schaperstrrße 6) hingewiesen. Das groß angelegte Werk ist auf dem sehr verständigen Gedanken gegründet, daß der richtige Wanderfahrer, wie ja auch der Tourist es thut, sich ein bestimmtes, abgeschlossenes und nicht zu großes Gebiet auswählen und dieses nach einem gut ausgearbeiteten Plaue beressea sollte. Demgemäß ist das Werk, das sich über ganz Deutschland erstrecken wird, in einzelne Bände zerlegt, welche die beliebtesten Touristen.Gegenden, also u. a. die Mosel, Taunus, Odenwald, Main behandeln. Die öaupttouren find sehr zweckmäßig angelegt und berühren alle sehenswerten Punkte. Als außerordentlich praktisch bewährt sich die Art der Darstellung in geschloffenen .Rundfahrten" mit zahlreichen VerbindungS- und Anschluß« routen, Abstechern und Ausflügen. Denn auf diese Weise wird eine zu« sammmhängende Schilderung ermöglicht, in die sich auch derjenige, Dank der übersichtlichen Anordnung deS Druckes, schnell hineinfindet, der die Fahrt an einem beliebigen Punkte beginnen will oder der überhaupt lieber eigene Touren zusammenstellt. Die vielen Karten, Stadtpläne, Ent- f-rnungs.Tabellen u. s. w. enthalten alle« für den Radler touttsttsch Wissenswerte, während die sorgfältige Angabe der Sehenswürdigkeiten und der geschichtlichen und geographischen Daten dazu anregt, da» Reise- geblet auch in anderer als blos landschaftlicher Beziehung kennen zu lernen. Zahlreiche Illustrationen schmücken die Bändchen, deren Preis bei der guten Ausstattung niedrig ist (durchschnitllich Mk. 1,50). Alle Buch« Handlungen führen die Bücher. Gerichtssaat. Darmstadt, 28. April. Gestern verbandelte die Strafkammer gegen den Lokomotivführer Heinrich Feller aus Nokad und den HtlsS- warter Valentin Nack von Heppenheim wegen fahrlSsftger Körperverletzung, weil F. am 28. Juli v. I. aus der Station Heppenheim den Bahnhosarbetter Schmuttermaier von da übersubr, fodah derselbe fein rechtes Bein verlor. F. hatte da« Hauptgeleise benutzt, um zu dem Wafferblock zu fahren, obwohl dies nach den Bestimmungen verboten war N. hatte die Weiche bierzu gestellt. Aus der Verhandlung ergab sich, daß die Stations-Vorschriften für das Fahrpersonal nicht genau genug sind, so baß F. schon früher ohne weiteres dasselbe Geleis benutzt hatte, ohne daß es gerügt worden wäre. Beide wurden auch nach langer Verhandlung sretgrfprochen, obwohl der Staatsanwalt von ihrer Schuld überzeugt war und die Befirasung beantragt batte. Kandwittschast. Mainz, 29. April. Pferdezucht-Vereinigung. Auf Einladung bedeutender Pferdezüchter unserer Provinz hat hier eine Versammlung von Pferdezüchtern stattgefunden; nach einer eingehenden Beratung wurde eine „Züchtervereinigung zur Retnzucht des rheinisch- belgischen Pferdes" gegründet. Al» Vorsitzender des Vereins wurde Herr Otto Dettweiler in Wintersheim gewählt; den Verhandlungen wohnle das Vorstandsmitglied des LandeSpferdezuchtvereins, Herr Rittmeister a. D. Nägele-Darmstadt, bei. Handel und Verkehr. Uoikswittschast. fo. Frankfurt a. M., 29. April. Dividenden. Akkumulatoren- Werke System Pollak 7 Proz. (t. V. 8 Proz.); Frankfurter Aktiengesell« schäft für Rhein- und Main-Schifffahrt, Frankfurt a. M.: Dividendenvorschlag 5 Proz. (i. V. 5 Proz.). FamilienNachrichtcn. Gestorben r Sanitätsrat Dr. Adolf Jost in Kirtorf. Neueste Meldungen. (Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".) W. Bremen, 30. April, 1 Uhr 45 Min. Die Rettungs station Norderney rettete sieben Personen des deutschen Schiffes „Friede". Elberfeld, 29. April. In der heutigen Sitzung des Militärbefreiungsprozesses wurde gegen die Angeklagten Weyersberg, Eickenscheidt und Stern verhandelt. Alle drei sind seinerzeit von Dr. Schimmel bei der General- Musterung für dienstuntauglich erklärt worden. Die Angeklagten behaupten, durch Zufall zu den Generalmusterungen gekommen zu sein, und mit Baumann nicht in Verbindung gestanden zu haben. Tie Generalärzte erklären auf Be- ragen des Ersten Staatsanwalts, wenn Tr. Schimmel am 21. April zur Generäl-Musterung kommandiert worden sei, könne dies Weyersberg am 24. April, als er sich polizeilich nach Halberstadt abmeldete, durch das Bureaupersonal erfahren haben. Ob ein Vertrauensbruch begangen worden sei, sei schwer zu sagen. Wien, 30. April. (Von einem Privatkorrespondenten). DaS Präsidium und der Ausschuß der Wiener Advokatenkammer legten heute ihre Mandate nieder, weil die Kammer den vom Justizministerium ausgearbeiteten Advokaten- Taris für schädigend und beleidigend erachtete. Unübertroffen rar Heut- und Schönheitspflege Myrrholin-seife sowie als beste Kinderseife ärztlich empfohlen. 3t/a o/o Beloheanlelhe . . 98.50 3 Q/o do . . 88 10 8Vi?/o Konsole .... 98 80 8 o/o do :. . . • 88.10 8V1 % Hessen .... 94.90 5 °/q Italien. Bente . . . 96.00 »o/g Grieoh, Monop.-Anl. 44.90 8 o/o Portugiesen . . . 25.95 B 0/(, Mexikaner .... 26.70 41/, /o Chinesen .... 80.60 rank fort, den 30. April. Kreditaktien ..... 215.30 Diskonto-Kommandit . . 191.00 Darmstadter Bank . . . 184.39 Dresdener Bank .... 149.00 Berliner Handelsges. . . 154.10 Oesterr. Staatsbahn . .147.00 Gotthardbahn .... 160.80 Laurahatte.....212 25 Bochum ...... 198 00 Harpener...... 179 25 ! still. Meteorologische Beobachtungen * der Station Gietzerr. 29. 9*6 744 9 30. 7«r 746,7 30. 2« 747,2 9,3 6.5 11,6 Höchste Temperatur Mtttedrigste „ □=. JO «39 Z s 6,9 79 N.E. 1 stervh. Himmel. 6.2 86 8.8.W. 1 bew. v 7,5 74 W. 2 n • „ 28.-29. „ , 28.-29. , 19 60 C. ü,3« e. Leides Namen Jähren, im von , des il 1901. vom schmerzerfüllt anzeige. Familie 9293 Uhr verschied nach Heute lieber Mann Die Beerdigung findet Donnerstag den 2. Mai, nachmittags Sterbehause, Seltersweg 73, aus statt. DMWMM Manntmachung. Durch Ehevertrag vom 19. April 1901 vor Großh Amtsgericht haben unter Aufhebung des seitherigen Güter rechts der Verwaltung und Rutz« nießung der Ehemannes a) der Bergmann Philipp Görnert III. von Ettingshausen und dessen Ehefrau Anna Görnert, geb. Görnert, b) Ernst Blei von Ettingshausen und besten Ehefrau, Katharina, geb. Schmidt, als Güterrecht ihrer Ehe die allgemeine Gütergemeinschaft der §S 1487 ff. des B. G. B. vereinbart. Eintrag im Güterrechtsregister ist erfolgt. 8285 Laubach, den 20. April 1901. Goßh. Amtsgericht. Vergebung von Master- und ßyausfierungs-Aröett. Die zur teilweisen Verlegung der Zufuhrstraße nach dem K ffelhause der neuen Kliniken notwendigen Pflaster- und ChaussierrrrrgSarbeiten nebstMateriallieferungen werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submistiousweg ausge schrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Ansicht offen, und können letztere, m t Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk ver> sehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen »erden. Angebote sind bis zum 6. Mai d. I., vormittags IO Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen. 29. April 1901. Großh. Hochbauamt Gießen. ________Neuling. 3288 Versteigerung. Donnerstag, 2. Mai a. c, nachmittags von 2 Uhr au, versteigere ich dahier Marktplatz 6: eiue vollständige Laden eiurichtung, bestehend in 4 groß. Wareuschräuken mit GlaSthüreu, 3 Wa° renregaleu, 1 Ware» theke mit Glaskasten u. Schubladen, sowie einer Grkereiurichtuug; ferner beflrre Nippsachen und Glaswareu, Albums, Bierkrüge, Büsten u.v.a. Die Ladeneinrichtung kann eine Stunde vor der Versteigerung angesehen werden. Die Versteigerung findet bestimmt statt, ssoc Gießen, 80. April 1901. Seipel, Gerichtsvollzieher. Hohversteigerung Am Montag dem 6. Mai werdm aus den Distrikten Affelbach 16 und 17, Gemeinde- mald Wißmar, an Ort und Sttlle versteigert: v90 Fichten-Stämme II., III. und IV. Kl. ---- 284,16 fm, 330 Fichten - Stangen I. Kl. ----- 33, fm. Zusammenkunft im Distrikt 16 vormittags 10 Uhr. Bei ungünstiger Witterung indet die Versteigerung bei Wirt Lauz statt. Krofdorf, den 29. April 1901. Der Bürgermeister: Lichtenthaeler. 3284 Mittmch den 1. Mai d. I., nachmittags 2 Uhr, verweigere ich lbtrchstratze 2 dahier (Leib'scheS HauS) gegen Var-ahlnng t Vollst Betten, SofaS. Kommoden, Tische, Stühle, Spiegel, Schränke, Vorhänge mit Gardinen, Regulator, Nachttische, Küchenschränke, große Hänge- und andere Lampen, Wurstfüllmaschine, Hackbrett, Fleischwiege, Hackbeile, Fleischbolle und versch. andere Sachen. Die Versteigerung stnbet bestimmt statt. 8231 Bor«, Gerichtsvollzieher. Mittwoch de« 1. Mai l.A, nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Möbel aller Arten, zwei schwere Zugpferde u. a. m. 3265 Geißler, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Montag den 13. Mai l. I., nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im Pfanolokal, Settersweg II, gegen Barzahlung: 1 Pferd, 1 Partie Eisenbahnschwellen, 1 Kassaschrank, 1 Pia- nino, 1 Schreibsekretär, 1 Hobelbank , Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, 1 Regulateur u. a. m. Gießen, den 29. April 1901. 3275 Mulch, Pfandmeister. KiMWiMn Stadt. Schlachthaus. Freibauk. 3272 Heute und morgen: Hchstüßnsch 50 pfg. Der Verkauf deS Fleisches findet während des ViebmarkteS in der Großschlachtviehhalle statt. Prima Aepfelweirr im Zapf bei 3283 H. Belloff II., Aliltßr. 20. Prima Aepfelwein in Flaschen liefet billigst 01707 Carl Reh, Wagengaffe Weinstube Ludwigsplatz. TLgttch frische Maibowle sowie prima 8296 Aowlenweine per Flasche 50 Pfq. erclGSlaS Gaskocher neuester Konstruktion bedeutende GaSersparnrS garant., Nktrolkmkochn absolut geruchlos. 3299 Letzte Neuheit auf dem Gebiete der Gasbeleuchtung: Gasglühlicht brermer mit 200 Kerzrvstärken. Für Schaufenster, Restaurants rc. unentbehrlich, da mindestens 50% Gasersparnts gegenüber gewöhnlichem Gasglühlicht. Ein solcher Apparat brennt jeden Abend in meinem Schaufenster. Wilh.OrbigNachf. Marktplatz 7. Zur Saat: Arthur Koppel Bochum ii. W.| fabriziert als Spezialität: Feldbahngleise Kippwagen etc. Weichen, Drehscheiben, Neue Patent-Rollenlager ca. 50°/o Zngkrafterspamis Elektrische Lokomotiven. Grosse Lagervorräte Kataloge gratis und franko. Mais Wicken Erbsen Senf 3295 KGeesamen Incarnat rc. rc in bester Qualität billigst. I. M. Schulhof. 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M, Cassel, Marburg, £ 2 Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, J : Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, ! 8 Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Lau- 2 l bach und Londorf ankommenden und abgehen- , den Eisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der g ? Bieberthalbahn zum Preise von 20 Pfg., S S mit Verkehrskarte 25 Pfg., in der Expedition ! X des Giessener Anzeigers vorrätig. — Der ! । Fahrplan kann auch durch die Austräger des - X Giessener Anzeigers bezogen werden. •eeeee ee •• ee •••••»•• Klmkihleil-NklkRs. Auf der Fürstlichen Grube Wölfersheim ist der Verkauf von Braunkohlen-Preßsteinen, soweit der ttcckene Vorrat reicht, eröffnet und eS kosten 100 Stück (— 2 Centner) gegen bar 1 Mark 22 Pfg. und auf Kredit 1 Mark 26 Pfg. Die holzigen Kohlen werden zu 8 Mk. bezw. 8 Mk. 20 Pfg. per Rm. (— 6 Ctr.) abgegeben. Mit dem 1. April hat auf den Fürstlichen Werken eine neue Kreditperiode begonnen und es wird Kredit nur gegen neue Bürg- scheine gewährt. Grube Weckesheim, den 27. 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