«bitten. a. 1117 B5 8'tnmer, woIHtr 17, “wSS ^Bnichftr, 12, 'Hitnertoobnunä 7- pn i.%pnl Zimmer, mit -LL? FääT «°bl Zimmer zu Httfltaljt 8«, ÄeTdimrätt liefen. ftfe Sabnbofßr, Mier mii Pcus »dmvlatz t m zum i. April dwipstr. 18, pn. Ul. M gut sofort zu der». !s 3>ttmn zu ver- ibnbottir. 26, IIL m in verkehr-' reiterLage.m ange Jahre eine itrieben wirb, aber WiateiflnJof. M Krpeb. (888 Äw hes ikommen ben beß. Slänbeit termitfelunq von beutfdien Leben-- ii >@.feWten (tt H. J Z 0625 -ie'e- BlWtrs. iou yt\ucduell" mit dem Zentrumsmann Dr. Bachem, der dieser Frage, di- mit dem Etat nichts z» than yat>- ■ebattion, Txpedition und Druckerei Scholftrahe 7. Abreffe für Dl-pesch«: Anzeiger Siehe«. FernsprechanichlußNr.Gl. gesetzt. Abg. Kunert (Soz.): Das Duell ist gestern damit verteidigt worden, daß die verletzte Ehre des Offiziers nur durch den Zweikampf wieder hergestellt werden kann. Damit ist die Ungesetzlichkeit des Duells nicht aus der Welt geschafft; vom moralischen Standpunkt aus ist es zu verwerfen und unhaltbar. Oertel hat gestern gegen die Aus- ein brauchbares Ei legt, und nicht blos ein Minder nach dem Vorbilde der Rosalie Lübeck. (Große Heiterkeit.) Abg. Glebocki (Pole) bestreitet gegenüber den Ausführungen des Abg. Sieg, daß die Schuld für den Hader auf Seiten der Polen liege; provozierend wirken überall die Deutschen. Der Hakatistenverein habe nur die Gegen- Aus Berlin, 27. Februar, wird uns geschrieben: In der Budgetkowmisfio« des Reichstags ist heute bei der Beratung des MarineetatS überraschender Weise von de« CentrumSabgeordneten Speck Aufklärung über unsere j-tzig-n Beziehungen zu England gewünscht w°rd-m schweigen. Den Polen galt es, eine politische Agitation für den Zusammenschluß des Polentums zu finden. Es ist auch ein sittliches Moment, wenn ein Staat seine Existenz aufrecht zu erhalten sucht. Der polnischen Agitation werden sich schließlich die subversiven Elemente bemächtigen, bereu die Polen hier nicht Herr sind. Wie kam es, daß einer der schärfsten Bekämpfer der preußischen Regierring zum Erzbischof von Posen ernannt wurde? Wir möchten lieber diese tüchtigen chevaleresken Herren auf unserer Seite lehen, aber wir müssen den Kampf weiter führen und wir danken - ■ C!-r— "----. (Leb- Deutscher Reichstag. Berlin, 27. Febr. Die zweite Lesung des Militäretats wird fort- Btjugspreis Vierteljahr!. Mk. 2.20, monatl. 75 Psg. mitBrmgerlohn; burch die Abholestcllen virrtkljährl. Mk. 1.90, monatl. 65 Psg. Btt Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld «flt HniclacivBermttthmeB« stellen bei In- und tiu6ta»Ml nehmen Anzeigen für ba •iebener Bnzciqer cntgegat. getlcnpretS lokal 12 Wt* auctoärtö 80 Pfst. sätze verschärft. Präsident Graf Ballestrem: Nachdem einmal die Debatte sich auf den nationalen Kampf in Posen in einer Weise konzentriert hat, die ich nicht hindern konnte, kann ich auch jetzt niemandem untersagen, auf diese Frage einzugehen. Die Frage steht jedoch in einem sehr losen 3^|t)erauö üt.L iUl|iutuuB — - v - . ,. „ sammenhang mit dem Militäretat. Wir können imfere trat unter steigender Unruhe des Hauzes er(uchte alsdann Arbeit nur fördern, wenn die Herren, die zu dieser Frage < \ noie D Glebocki den Landsleuten im Osten ouraj " --- eine schier endlose Rede vor Augen zu fuhren, welch . Abg. Fürst Bismarck: Durch das Sozialistengesetz nichtige" Rolle die Polen im Reichstag spielen. Er riVf sRprrpnnnn bpi> Manöver hat auch die Partei der Sozialdemokraten Mandate vev-l Hochtals ben Sohn des Altreichskanzlers aus den -plan. Verlegung der Manöver, U . o c^^a war nur bcr , STs fcphprtinfe die Mahnung des Präsidenten, dre die richtige hinzustellen. Er erinnerte an die ,/großeu Fehler" des Altreichskanzlers in der inneren Politik und weckte dadurch ein Beifallsgemurmel im Zentruni und auf der Linken. „Tie Stärke der Polen", rief Herr v. Jadzewski pathetisch aus, „liegt in ihren ewigen Rechten! Übrigen gestand er die welthistorische Bedeutung ted ersten Kanzlers zu. Voller Spannung lauschten die Kopf au Kopf sich drängenden Tribünenbesucher diesen dre Ermnei> ung an eine große Zeit weckenden Klängen. Abg. sreg 3 Westpreußen (nL) liefe später die Wutrage nnetac ausleben, indem er aus genauer Kenntnis der Verhältnisse heraus der Darstellung des Herrn v. Jadzewskientgegeu- yeiuuy Utv ■’ _____,= Prinrfifp nl^hantt Lrscheint täglich mit Ausnahme beS Montags. Die Gießener Lamilien- hlätter werben btm Än- iriger im Wechsel mit „Hess. Kanbwirl" unb „Blätter für heff. BolkSkunbe" viermal wöchentlich beigelegt. Annahme von Anzeigen zu bcr nachmittags für ben folgenden Tag erscheinenden Rümmer bis norm 10 Uhr Abbestellungen spätesten« abends vorher. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen tion gegen das Polentnrn verschuldet. In seiner Ansprache an die Posener hat er die polnische Geistlichkeit und den polnischen Adel in Gegensatz gebracht. Zu dem friedliebenden polnischen Mittelstände dagegen müsse man eine Phalanx bilden. Das war ein Angriff. (Widerspruch rechts.) Bismarck hat große Fehler begangen in seiner innreren Politik gegen die Katholiken, Sozialdemokraten und die Polen. Wir müssen gegen die Nadelstiche der jetzigen Regierung Protest einlegen. Wir werden uns weiter ver- u„™„. , ..... ........ ** führungcn Bebels Bemerkungen gemacht, wie fie fid) tcm f0 lange wir auf diesem Standpunkte Men, ift es uns Hafter Dei,an recyis bif. ■..............■ Einmischung der Militärverwaltung in ^E^r ui Streitig ! ber deutschen Nationalität erinnert zu haben. feiten der dortigen Hafenarbeiter mit ihren Unter- p 11 Schlußwort des Referenten Grafen von nehmern, was ein Vertreter der nut Lu 0 0 n ro;rb bas Gehalt für den Kriegsminister" bewilligt, g'tSS pwÄ®ÄtaBüS fnnft und BesLftigu'ng der Gestellungspflichtigen wird t-mberg bereits geschehe. angenommen. General v. Dieb ahn erwidert, dafe, rn drefer Be> parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm Spaßmacher aus Kalau erlauben würde. (Präsident Grafl Balle st rem bezeichnet diesen Ausdruck als der Ordnung des Hauses nicht entsprechend.) Herrn Oertel widmet die „Freis. Ztg." heute 20 Zeilen der Widerlegung, während der „Vorwärts" über ihn hinweggegangen ist und ihn als das behandelt hat, was er ist, als: quantite negligeable. Präsident Graf Ballestrem: Auch diese Aeußerung einem Kollegen gegenüber ist unpassend und mit der Ordnung des Hauses nicht vereinbar, und da das zum zweiten Male geschieht, rufe ich den Abg. Kunert zur Ordnung. Abg. Kunert geht zu dem Kapitel der Soldatenmißhandlungen über. Ein Soldat des Leib-Grena- dier-Regiments König Friedrich wurde wegen einer kleinen! zjehung in Preußen nichts versäumt werde. . - Verspätung so mißhandelt, daß er dienstunfähig wurde und Apg. Sieg (nl.) verteidigt die preußische Polenpolttrk. »bvruar ^ieasminister v Goßler hatte heute üls Bursche weitere Verwendung fand Die Einleitung Abg. Beb el (Soz.) erinnert daran daß die Ausnahme- | Parquet ein privates eines Strafverfahrens gegen den Uebelthater wurde nicht gesetzgebung des Fürsten Bismarck in jeder Beziehung Schiff- vor^ Beginn d tz g unre» 4. 1 Bachem, der beliebt; erst nach anderthalb Jahren gelang es der Energie ^uch ^litten habe. So werde es auch mit m.en yStebebuell ^l de^ Zentrumsmann^ v ^mühte des Vaters, die Einleitung der Untersuchung gegev1 den Polenpolitik gehen. Es sei ja erfreulich, daß die Militär- hm Sestern fo y ^in ^egSminister etwas einleuchtend betreffenden Unteroffizier durchzusetzen. Der Unteroffizier, Verwaltung jetzt versichere, daß die Armee nicht m deni sich^genschem ), d n Kr g Denn General der inzwischen zum Sergeanten avannert war, wurde zu Dienst der Unternehmer gestellt werden dürfe Sie solle zu mach^i w ^fschüttelnd anf^die Bundesratsestrade fünf Wochen Gefängnis verurteilt. Der Vater: verfolgte die bfl= nur in einer allgemeinen Verordnung auch zum Auv v- Goßlttk^h wpfsch tt uo^ ^stweilen die gewohnte Sache aber weiter, indem er eine Penswn für den Miß- bringen. Im Gegensatz zu Kunert bin der Ansicht, .Zurück. Wies G aas 4. hl ber Garberobe handelten zu erwirken suchte. Ern ärztliches Attest be- b^ im Laufe der Jahre die 3^1 ber ^^^^anb^ungen fcüte bemerkt werden, deren Eigner stätigte ihm auch, daß die neuralgischen Schmerzen in urd at,öenommen hat. Hierzu hat wesentlich der Umstand bei- eme stattlich A zayt bcr Frattionsvorstände drahtsächlichem Zusammenhang mit den Mißhandlu^en stehen getragen, daß die Mißhandlungen hier Jahr für ^ahr ohne Zw f g f 1 0 Die geschätzten Kol- müssen, die Erwerbsfähigkeit nnndestens uw- em Drittel ver- «0„ ^s zur Sprache gebracht worden sind. (Sehr richtigrch nach Berlin woroen waren h^te freilich ein mindert ist. Das Gesuch um Pension wurde aber zweimal ben Soz.) Wenn die Soldaten nicht nach beendeter legen " einleiten müssen, als der abgeschlaaen, weil die Militärärzte^diesenZulammenhang Militärdienftzeit aufs Land zurückkehren^, somußdasdeine Mrer Oevat e 0 e 11 reichlich einstündigem nicht finden konnten. Es läge in der Billigkeit, ja in ber Urfad)e h^en. Wenn die Herren da drüben ihre Plane Abg^ Kunert mir ^«n^ Mengung der (öoV Klugheit, solchen Bitten nachzugeben, da doch solche geringen ein neues Kontraktbruchgesetz gegen die ländlichen ^rag über .,oh vlung u 0 Langeweile auf Beträge bei einem Etat von zweieinhalb Milliarden keine U ^iter ausführen, dann können sie darauf rechnen, l>ab §nt die Helle Kommandostimme Rolle spielen. Heute wird inde:: Bert. Korresp " em schließlich noch i)er le^e Su^t)u[)e Dieb ahn, der die Behauptung Kriegsgenchtsur eil veröffentlicht betreffend den Unter- ^hr richtig! bei den Soz.) Ich bin der Ansicht, dW des Generaueutnan s ^^nmißhandlnngen hätten sich osfizier Strohwisch; es ist einem Zufalle zuzuschreiben, daß! b-^ ^binettsordre von 1897 die Notwendigkeit des Duetts , unzutreffend bezeichnete, weckte neues Leben, nicht ans Furcht vor den Vorgesetzten eine üon I prtngi|jielt anerkennt. Wenn wir sehen, daß eine solche ^rmch t, als^unz alsdann Abg. Werner eiben in dieser Sache geschworen wurden. Das Sensatio- ^fassung an der entscheidenden Stelle über dasDuell . ^n Wunschzettel Tas Interesse konzentrierte sich nette dieser Vorkommniste hegt darin, daß Vertuschungs- ^rrscht, bann hat der Reichstag alte Ursache bei. jeder emen lang W ^^1. Attreichskanzlers, Abg. Fürst versuche vorgenommen werden. (Sehr richtig! bei den Gelegenheit klipp und klar seine Stellung zum Duell aus-jedoch 1 , 1. §ar sÄÜEt ergriff, um die „hifto- Sozialdemokraten.) Der Redner kommt zu dem Schluß, daß .ndrücken. (Lebhafter Beifall bei den Soz.) Lriscke Ubr" des Abq v Jadzewski (Pole) „richtig zu stellen". Line Reform des^Militarstrafge etzbuches notwendig sei Mg. Dr. Oertel (kons.) bemerkt, dievorgebrachten Z'^verewigte Altreichskanzler habe imm nur zur Abwehr- Preußischer Generatteutnant v. Vieb ahn : 'Der^Vor- von Mißhandlungen seien sehr unbedeutend zumal das Polentum aufgefordert, nie zur Offensive, nie rebner hat gesagt, die Mißhandlungen im Heere hatten fick im Verhältnis zu der Größe der Armee; der gute Geist gege V n bie Polen, wie gestern Herr v. Jadzewski vermehrt. Diese Angabe ist unzutreffend, (^rt, hort !) fi^^alb der Armee habe'zugenommen. Der Heeres-Ver- ä » Bismarck sprach lebhaft, die Pointen Es hegt eme statistische Zusammenstellung vor von E0 gebühre hierfür unbedingte Anerkennung. (Zu- .1 ausdrucksvollen Handbewegungen unterstreichend. Be- bis 1899; auf die Heeresstarke berechnet betrugen du Mhß- stimmig rechts.) Ich glaube nicht, daß Bebel für unsere W Charakterisierung der Caprivi'schen Handlungen 1890 1,10 Proz. und 1899 063 Proz.. (Lebhafte Heeresverwaltung bestimmend werden konnte; aber ich gebe Polenpolitik als „verhängnisvoll". Abg. v. Jadzewski Rufe: Hort, hort!) Zufällig dm ich m der Lage, über emen baß er in der Uniformfrage die Priorität hatte. .fort das Wort zur Entgegnung. Er bemühte sich Fall, den der Vorredner gemeint hat, Auskunft zu geben. , , paß auch eine ganz blinde Henne einmal b- } bistorische Zeigerstellung", wie er sie gezeichnet, als Es handelt sich um den Gefreiten der Reserve Krause, ber & x.J M«a sminhpi narb!016 yrirori,cye ,,^eigvi.|Lcuuii^, , nm&P« der Mißhandlung angeklagt wurde. Er ist dafür mit einer Strafe von acht Monaten und einem Tage Gefängnis bestraft worden. (Hört, hört!) Ich kann versichern, daß alle an der Ausübung der neuen Militär-Gerichtsordnung beteiligten Faktoren nach bestem Wissen und Gewissen wirken, um die militärische Rechtsprechung zu Ehren zu bringen, unb daß alle Anzeichen dafür sprechen, baß durch das neue Verfahren allen Ansprüchen sowohl ber Rechtspflege wie der militärischen Interessen Rechnung getragen wird. (Bravo.) Ich habe zu erklären, daß es in der Militärverwaltung fester Grundsatz ist, alle Gesundheitsschädigungen, die auf Mißhandlungen beruhen, eo ipso als Dienstbeschädigungen anzusehen. Wenn derartige Fälle infolge der bestimmungsgemäß vorgesehenen Berufung zur Kenntnis des Kriegs-. ■ Beifall) Ministeriums kommen unter allen Umständen Remedur cm- sprech»., 'Z^Lis marck Durch' das S treten wird. (Bravo! rechts.) 1 - • - Abg Werner (Autist): Die Verlegung der w«E bS. I N^-^^^^ÄÜng7d-r Renten, bie Wie sie Kunert will, ist nicht ausführbar. In der gl)’1 b^ nicht von Anfang an dauernd eingeführt wurde. mit bem Militäretat doch nur m fofem Zusammenhang ?rmce, einem lommcn mel 11«^ BP hei ben Soz.) Niemand konnte mehr als.wir die gehende Nationalitätenfrage möglichst ^rz zu behandeln, langen vor ulsim deutschen Heere (Zuruf b ä I^^bungen in ben Ostprovinzen beklagen; sie sind ein ^an war auch des Debattierens nunmehr uberdrusstg und demokraten: Sie haben ;a keine Ahnung.) Duell Element der Schwäche in unserem deutschen Reiche, dazu börte den folgenden, die verschiedensten Themen zur Sprache lungen haben ga^erhebllcha^enomm^, Ebenso ^as Duell! ^ieme^r %ontinuität in der Haltung der MLingenben Rednern nur „mit halbem Ohre" zu. Sehr ui ber Armee. Die Flurschabenregelung geht noch immer > Schwankungen, wie wir fie frättia lasen u. a. noch bie Abgg. Graf Lim bürg-Shrum ^elfach sehr langsam von- stockten. ^ie Müll^liefe^ g n .1 ^bestens dreimal haben wahrnehmen müssen, (kons.) und Dr. Sattler (nl.) den Polen den Text. Als England machen im Volke fortgesetzt böses Blut, wiryaoen \ -Verein ist erst entstanden, als Fürst Bismarck Anwalt der Polen fungierte, nicht gerade glücklich, Abg. doch im Burenkriege bie strikteste Neutralität zuwahrem DerH.K.T.^Verei^ist er^emstanoen war.^debour (Soz.). Zu später ©tobe, nach fast sechs- (Präsident Graf Ballestr em: Das gehört Nicht zum Mn langst alten Devise: Die madiger Diskussion, wurde endlich das Gehalt des ms. » M v-uusch- T-s--sch-». S-setzl h-Ut-. dafe auch, die preufeische Arm« bi-palnisck)eu Fundaments .entbehrende Gesetzgebung^ a , jetzigen Dezieyuagr» gu «•»«‘uuv f Bestrebungen -urü-kweisen wird iBeisall rechts.), Lnell" Mb^tm Sie^^insÄr Wo*^geben Marinestaatssekrelär v. Tirpitz lehnte bie Be°ntw°r'nns ini.prhrtfhh . sm .<■ 7-----genau jengeicgr. 4jQb 0te)e innerlaU) de.,etlen.I Maßnahme vielfach einen Wechsel der Büreaubeamten und tung tritt in den Personalverhältnissen insofern ein großer Wechsel ein, als der Minister der öffentlichen Arbeiten be« stimmt hat, daß den nichttechnischen Eisenbahnsekretären und Anwärtern für diese Stellungen grundsätzlich die schmierigem ^ wichtigem Büreauarbeiten zu Übertragen find. Der Minister hat d,e Arbeitsarten der Büreaubcamten erster und zweiter Klaffe in einem Arbeitsverteilungsplane genau festgelegt. Daß diese Telegramm des Gießener Anzeiger-. Shanghai, 27. Febr. Reuter-Meldung. Drei italienische Kriegsschiffe nahmen im Nimrodsund südlich von Ningpo Vermessungen vor. Die Mannschaften errichteten Baracken am südlichen Ufer des Sundes. — Nach Privatmeldungen ist auf dem Peiho Eisgang eingetreten. — Cs heißt, es sollen unverzüglich Dampfer von hier nach Taku abgehen.—Meldungen aus chinesischer Quelle besagen, 6 Bataillone von den Truppen Juanschikais sollten unter dem Kommando des Generals Mei nach Singanfu marschieren, um dem Kaiser bei seiner Rückkehr nach Peking als Vorhut zu dienen. Nachdem China die Note der Mächte angenommen hat, erscheint eine befriedigende Beendigung der Wirren nunmehr gesichert, wenn auch über den Zeitpunkt der Erreichung dieses Zieles eine bestimmte Voraussetzung noch unmöglich ist. Weitere Verhandlungen be treffbn Einzelfragen, namentlich die Entschädigung und entsprechende finanzielle Veranstaltungen. Behufs des hierbei nötigen militärischen Drucks ist die unveränderte Belassung der deutschen Streitkräfte in China vorläufig unerläßlich und daher der Kostenbedarf auf das volle Rechnungsjahr veranschlagt. Wenn die Streitkräfte, was aller Wahrscheinlichkeit nach anzunehmen ist, vor d e m 31. März 1902 ganz oder teilweise zurück b e s ö r d e r t werden, treten entsprechende Ersparnisse ein. Unter den anderen Forderungen des Nachtragsetats befinden sich 100 000 Mark zum Erwerb von Grundstücken i n P e k i n g für Erweiterung und Sicherung der deutschen Gesandtschaftsanlagen, 60 000 Mark Teuerungszulage an Gesandtschaftsbeamte und Konfulatsbeamte in China, 163 500 Mark für Gebäudeankauf für die Gesandtschaft in Bern, 95 000 Mark für Erweiterung der Dienstwohnung des Staatssekretärs des Aeußeren und 224 000 Mark zur Instandsetzung des Dienstgebäudes des Reichskanzlers. Das Erfreulichste an der Vorlage ist der Satz, daß größere militärische Unternehmungen voraussichtlich nicht mehr erforderlich sind. Es wird auch keine weitere Hinaus- sendung von Streitkräften angekündigt. Sehr "vorsichtig spricht sich die Begründung über die Beendigung der chinesi scheu Wirren aus. Im Reichstag dürfte auch diese Vor läge lvie die erste eine glatte Erledigung finden. Am Schluffe eines von der Grafen WÄdersee in Lübeck eingegangenen Privatbriefes heißt es: Ich hoffe, daß das neue Jahr uns in nicht allzu langer Zeit ein frohes Wiedersehen erleben läßt. Telegramm des Gießener Anzeigers. Brüssel, 28. Febr. Einer Depesche des „Petit Bleu" aus Utrecht zufolge, erhielt Präfident Krüger ein gramm aus Pretoria, in welchem ihm der Tod feines Schwiegersohnes Kusi Malam und seines Enkels, des Feldkornets Piet Krüger, mitgeteilt wird. Beide ge börten zum Kommando Dalarey's und fielen in dem jüngsten Vefecht in der Gegend von Ruftenburg. Deutsches Keich. Berlin, 27. Febr. Unser Kaiserpaar feierte heute seinen 20. Hochzeitstag. Der Kaiser hat demgemäß seinen Aufenthalt in Homburg in der Nähe seiner kranken Mutter abgebrochen und ist in Berlin eingetroffen, um diesen Gedenktag gemeinschaftlich mit der Kaiserin zu feiern, die hier in Berlin durch die Pflege ihrer an einem leichten Stick husten erkrankten drei jüngsten Kinder festgehalten wird. Die Abreise des Kaisers von Homburg bestätigt, daß zurzeit das Befinden der Kaiserin Friedrich verhältnismäßig befriedigend ist, sodaß auch König Eduard im Stande ist, in den Tagen seines Aufenthalts in Friedrichshof seine erlauchte Schwester, von der er unter so tragischen Verhält- nissen Abschied zu nehmen sich anfchickt, öfters und eingehender zu sprechen. Der Kaiser hat sich übrigens während eines Aufenthalts in Homburg gesundheitlich sehr wohl ge- ühlt. Er ist entzückt gewesen von den großen Naturschön leiten, die zu dieser Zeit der winterliche Taunus entfaltet ;at, und er hat, wie er fich mehrfach ausgesprochen hat, diese Naturschönheiten mit vollen Zügen genossen. — Der Kaiser hatte heute vormittag eine Besprechung mit dem Reichskanzler Grafen v. Bülow im Auswärtigen Amte. Zur heutigen Abendtafel waren die früheren und etzigen Umgebungen mit Gemahlinnen geladen. — Auf Anordnung des Kaisers ist dem Graf- regenten des Fürstentums Lippe in dem Oberleutnant v. Wasielewski vom 76. Jnfant.-Reg. jetzt ein Ordonn anz- Offizier beigegeben worden. — In der heutigen Budgetkommission des Reichstags fragt Müller-Fulda an, welches der Grund der Strandung der „Gneisenau- gewesen sei und ob cs richtig sei, daß der Keffel nicht unter Dampf gewesen sei und welche Kesselsysteme auf dem Sch ffe angebracht waren. Staatssekretär v. Tirpitz erklärt, daß für die Kommandanten )er Marine keine Vorschriften über das Dampfhalten in den Keffeln bestehe. Er kenne die Verhäitniffe in Malaga sehr genau. Dem Kommandanten der „Gneisenau" könne man aus dem Unglück keinen Vorwurf machen. Die Kessel waren alte Keffel, die nur äußerst langsam unter Dampf zu bringen sind. Ein Keffel sei sogar unter Dampf gewesen; der Haupt« gründ des Unglücks war, daß die Anker nicht hielten, sondern geriffen seien. Auf eine weitere Anfrage Müllers-Fulda ant wortete Tirpitz, der neue Schiffetyp des Panzerkreuzers „Fürst Bismarck" habe die schnellste Ausreise gemacht und sich so bewährt, daß er sich in allen Meeren der Welt als seetüchtig zeigte. — Dem preußischen Landtage ging ein Gesetzentwurf betreffend die Organisation der allgemeinen Landesverwaltung n den Städtekreisen Berlin, Eharlottenburg, Schöneberg und Rixdorf zu. Der Berl. Korrespondenz zufolge, beabsichtigt die Vorlage, die Oberpräsidien von Brandenburg und Berlin zu trennen und die gegenwärtige polizeiliche Einheit zwischen Berlin und den genannten drei Vororten auf alle Gebiete der allgemeinen Landesverwaltung zu erweitern durch Bildung des aus den vier Stadtkreisen bestehenden besonderen Oberpräfidium von Berlin. — Im Büreaudienste der Eisenbahnverwal- « China. ... L " n desrat ging der Nachtragsetat für 1901 na/©?n chu blC ö w e 11 e F o r d e r u n g > ü r d i e C h i - na-(ijpcbiHon in Hohe von Mk. 120 682 000 sowie eine Forderung von 2 302 738 Mk. für andere Zwecke Von Menia7°Ä8 51?" tz-er lOoSoa», Me Manne 1 < a(K) ()(X), Post und Telearavden 1 nnn fronen -c. 4.37 000, Denkmünze 180M Familien der Teilnehmer 700 000, Mabch-. rb „bungen^ftaq" tau-Tscknfu und ^smgtau-Shanghai -luOOOO Mark Die Erläuterung besagt: Tie Ziele der Expedition sind unber ändert. Das Eingreifen der Mächte besserte die Lage in China langsam, aber merkbar und stetig. Der deutsche Oberbefehl brachte Einheitlichkeit in den militärischen Operationen. Günstige Wirkungen blieben nicht aus. Größere militärische Unternehmungen über das besetzte Gebiet hinaus werden nicht mehr erforderlich fein, nur noch kleinere Beruhigungsstreifzüge genossen Frh. v. Hertling und Prinz Arenberg, Anträge auf Absetzung bei den geforderten Schiffs-Neubauten an. Durch die neuerdings freundlicher gewordenen Bezieh ungen zu England habe sich die Weltlage günstiger gestaltet. Bemerkenswert ist, daß auch ein angesehenes Mitglied der Konservativen, Abg. Graf Stolberg, eine Erklärung über die auswärtige Situation als wünschenswert bezeich nete; nur sei cs wohl zweckmäßiger, eine solche Aeußerun^ nicht beim Marineetat, sondern auf einem mehr „neutralen Boden" herbeizuführen. Es läßt sich nicht leugnen, daß in Weiten Kreisen der Bevölkerung eine Aufklärung über die Weltlage gerne gesehen würde. Das ist der beste und einfachste Weg, um gewissen Verstimmungen und, wenn man will, auch Mißverständnissen ein Ende zu machen. Reichskanzler Graf Bülow dürfte diesen nunmehr von parlamentarischer Seite geäußerten Wünschen bei seinem Entgegen kommen gewiß gern entsprechen. Man schreibt uns aus Berlin, 27. Februar: Der russische Finauzmiuister v. Witte scheint sich einigermaßen beruhigt zu haben. Eine Antwort auf die kühle Erklärung in der „Nordd. Allg Ztg.", daß Graf Bülow ihm »auf diesem Wege nicht folgen werde", liegt bis zur Stunde wenigstens nicht vor. Man hat vermutlich auch im russischen Finanzministerrum eingesehen, daß eS stark verfrüht wäre, sich bereits jetzt über die Bedingungen des nächsten Handelsvertrags aufzuregen. Jedenfalls wird die russische Regierung darüber nicht im Zweifel gelassen worden sein von unserem Auswärtigen Amt, daß es völlig verfehlt ist, Deutschland irgendwelche Schuld beizumessen an dem amerikanischen Zu- schlagSzoll auf russischen Zucker. Imme-Hin kommt der neue deutsche Botschafter am russischen Hofe, Graf v. Alvens- leben, in eine etwas gespannte und unbehagliche Situation. @raf Alvensleben wird einstweilen nur von den deutschen Zeitungen der russischen Hauptstadt herzlich begrüßt. Da Graf Alvensleben durchdrungen ist von der Bedeutung eines guten Einvernehmens mit Rußland, so gelingt es ihm vielleicht in kurzer Zeit, die entstandenen Differenzen zu beseitigen und vor allem eine Benachteiligung der deutschen Ausfuhr fernzuhalten, wie sie Herr v. Witte übereifrig unserer Eisen- und Köhlen-Industrie in Aussicht gestellt hatte. Engländer und Buren. Lord Kitchener telegraphiert aus Middelburg, General French habe über folgende weitere von ihm bis zum 25. Februar gemachte Beute berichtet: Eine Neunzehnpfündcr Kanone, eine Haubitze, ein Maximgeschütz, 20 000 Patronengürtel mit Munition, 153 Gewehre, 388 Pferde, 52 Maultiere, 834 Zugochsen, 5600 Stück Rindvieh, 9800 Schafe, 287 Wagen und Karren. Die Buren verloren noch 4 Tote und 5 Verwundete, sowie etwa 300 Gefangene. Auf britischer Seite waren keine neuen Verluste. Ueber den Verlauf von De Wets Rückzug fehlt heute jede Nachricht. Daß Hertzog, nachdem ihm die Vereinigung mit De Wet mißglückt ist, die zerstreuten Neste von De Wels Abteilung aufpimmt, und selbst nach Osten zieht, ist anzunehmen, da ihm der Westen durch De Liste, der Norden durch Plumer versperrt ist. Auch von Botha liegen keine neuen Nachrichten vor. Aus den Londoner Zeitungen wird wahrscheinlich, daß sein Heer in eine nörd liche und eine südliche Abteilung getrennt ist. Botha scheint es gelungen zu sein, mit 2000 Mann nach Norden in den Bezirk Barberton zu entkommen, während die Hauptmasse unter Lucas Meyer, der sich French gegenüber befindet, nach Süden über Amsterdam und Pict Retief ausgewichen ist. In den Midlanvbezirken der Kapkolouie stehen noch immer mehrere Burenkommandos, ziemlich weit südlich. Von Schee- pers Kommando, das sich in den Bergen des Bezirkes W i l- lowmore noch immer hält, und am 24. von General Par- sons 25 Kilometer von Willowmore, wie eS scheint, vergeblich angegriffen wurde, ist schon berichtet worden. Weiter westlich steht außerdem im Bezirk Oudtshoorn ein zweites Kommando unter Fuchel, das auf 400 Manu geschätzt wird. Am 24. wurde eS bei Zoeteudaal Poort in einer starken Stellung bei Klaarstroom getroffen. In Kapstadt, kamen 7 neue P estfälle zur Anzeige; einer davon betrifft eine Europäerin in dem unteren Stadtviertel, ein anderer einen Europäer in dem vornehmeren Stadtteil. In einem Hause nahe der Kathedrale ist ein Kaffer an Pest gestorben. Neuerdings ist eine Anzahl Weißer und Farbiger, die in Berührung mit Pestkranken gekommen sind, isoliert worden. Die Regierung verstärkt angesichts des Umsichgreifens der Pest die Sanitätsmaßnahmen. auch selbst unfreiwillige Versetzungen bedingt, steht außer Zweifel, worüber in den Kreisen der Eisenbahn-Büreau- Deamten eine leicht zu erklärende Erregtheit herrscht. — Der Allgemeine deutsche Judentag soll im Laufe des März in Berlin abgehalten werden. Die Form wird sich von der ursprünglich geplanten wesentlich unterscheiden und auf dem Judentag lediglich eine gemeinsame Aktion der bestehenden jüdischen Vereinigungen zum Schutz der angeblich bedrohten staatsbürgerlichen Rechte der Juden beraten werden. Als Delegierten sollen Vertreter der meisten jüdischen Organisationen, unter Ausschluß der Zionisten, zu- gelaffen werden. In zionistischen Kreisen plant man für den Fall, daß ber. Judentag wirklich die Zionisten von seinen Verhandlungen fernhalten sollte, eine Gegendemonstration durch gleichzeitige Einberufung eines deutschen Zionistentages. Tilsit. 27.Febr. Der iozialdemokratische Rittergutsbesitzer Hof er-SkaiSgirren sprach vor einer von mehreren hundert Personen besuchten Versammlung, in der sich ein erheblicher Teil Landarbeiter befand, gegen die Erhöhung der Getreidezölle. Einstimmig protestierte die Versammlung gegen den geplanten Brotwucher und sprach sich gegen jede Art von Zöllen auf Lebensrnittel aus. Hannover, 27.Febr. Eine Vermehrung der katho- lischen Klöster in der Osnabrücker Gegend ist geplant. Ausland. Loudon, 27. Febr. Im Unterlaufe wurde die zweite Lesung des Gesetzes, durch welches der A cht stund en« Arbeitstag für Bergarbeiter eingeführt wird, mit 212 gegen 199 Stimmen angenommen. Auf eine Anfrage bestätigte Unterstaatssekretär Granborne, daß zwischen der Ssmali-Expedition und Aufständischen ein Zn- iammenstoß stattgefunden hat. Granborne fügte hinzu, die Verluste der Aufständischen würden auf 250 Mann geschätzt. Paris, 27. Febr. Zahlreiche Blätter beschäftigten sich mit den jüngsten Enthüllungen DöroulödeS, wonach sein Staatsstreich Versuch am Tage des Begräbnisses Felix Faure's durch den Verrat einiger Royalisten vereitelt worden sei. „GauloiS" wandte sich telegraphisch an Döron- lebe mit bem Ersuchen, seine Angaben zu präzisieren, bannt nicht auf einzelne Personen ein peinlicher Verbacht falle und auf ihnen lasten bleibe. Dervulede antwortete, er sei fest entschlossen, nicht mehr zu sagen, als er bereits gesagt habe. Die bonapartistische „Autorite" bemerkt, die Enthüllungen machten einen schlechten Eindruck auf die öffentliche Meinung. Däroulöde habe angebeutet, daß Generale seine Komplizen gewesen seien; von solchen Dingen spreche man nicht, selbst wenn sie wahr seien, geschweige wenn sie zweifelhaft seien. Jauros schreibt in der „Petite RSpublique", ber Antisemit Gu6rin habe bie Royalisten von TöroulödeS Plan unterrichtet; diese hätten während beS TrauergotteSbiensteS bie beteiligten Generale veranlaßt, nichts zu Gunsten Dsrouledes zu thun. Nach dem „Siacle" müßte der ehemalige Ministerpräsident Charles Dupuy die Absicht DSroulödeS gekannt haben, weil er den Kriegsminister veranlaßt habe, die Aufstellung der zum Leichenbegängnis auSgerückten Truppen zu verändern. Trotzdem habe Dupuy DüroulZde nicht wegen Hochverrats oerfolgt, sondern nur wegen PreßvergehenS vor daS Schwurgericht geschickt; Dupuy müsse deshalb vor den Staats» gerichtshof gestellt werden. Wien, 27. Febr. Abgeordnetenhaus. Nachdem die Verlesung des Einlaufs über eine Stunde in Anspruch genommen hatte, beginnen die Jungtschechen ObstruktionS- reben zu halten, in denen sie neuerdings Beschwerbe führen über bie Behanblung ber Interpellationen. Die tschechischen Obstruktionsreben rufen den heftigsten Widerspruch ber All- bentschen hervor; namentlich während ber Rebe beS Abgeordneten Freßl kommt es zu wieberholten Rebebuellen zwischen den Alldeutschen und den Radikaltschechen. Mehrere Alldeutsche begeben sich zu den tschechischen Bänken. Zwischen den radikalen Deutschen und den radikalen Tschechen kommt es zu einem Handgemenge; insbesondere drängt sich der Alldeutsche Franko Stein gegen den Abg. Freßl mit erhobener Faust vor. Abg. Stein wird von den radikalen Tschechen umringt. Zu seiner Hilfe eilen die Alldeutschen herbei. Zwischen den einzelnen Gruppen wiederholt sich das Handgemenge. Der Präsident läutet wiederholt; er bleibt jedoch im Lärm unverständlich. Schließlich erklärt er mitten im großen Lärm die Sitzung für eine halbe Stunde unterbrochen. Zwischen den Alldeutschen und den radikalen Tlschechen kommt eS zu neuerlichen Auftritten bis nach und nach ber Lärm sich legt. Nach Wieberaufnahme ber Sitzung gibt ber Präsident feinem Bebauern barüber AuSbruck baß ein Redner an der Fortsetzung seiner Rede gehindert worden sei und richtet an alle Parteien die Bitte, die Würde beS Hauses zu achten. Schönerer ruft dazwischen: „Die Rede war geschäftsorbnungSwidrig!" Der Präsibent erteilt hierauf bem Abg. Freßl das Wort zur Fortsetzung seiner Rebe. Schönerer ruft: „Er wird nicht sprechen!" Freßl beendet unter dem Widerspruch ber Alldeutschen kurz seine Rebe, worauf bie Verhandlung über die cingeganqenen Dringlichkeitsanträge fortgesetzt wird. Budapest, 27. Febr. Gestern erfolgte hier die Konstituierung der längst geplanten Agra r-P art ei, die ge» legentlich der bevorstehenden Reichstagswahlen ihre Thätigkeit entfalten soll. Die Konstituierung erfolgte unter bem Vorsitz des Magnatenhausmitglieds Grafen Aurel DezSewffy, ber in seiner Eröffnungsrede betonte, man dürfe hinter den agrarischen Bestrebungen der mitteleuropäischen Staaten nicht zurückbleiben und müffe eine Jntereffen Agitation entfalten, um den weiteren Niedergang der Landwirtschaft anfzuhalken. DaS Programm ber Agrarier verlangt: erhöhten Zollschutz für alle Zweige der Produktion, Reform der Börse und deren Besteuerung, Sekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, Fixierung deS Befitzminimums der Steuerfreiheit und des Existenzminimums, höhere Besteuerung der ausländischen Grundbesitzer rc. Die Partei wird sich demnächst im ganzen Lande konstituieren. Ministerpräsident v. Szell erklärte, daß er den Gedanken jeder Parteibildung unter agrarischer Flagge perhorreSziere, weil cS feinem Programme widerstreite, und er einer solchen PuNeibildnng nicht unthätig zusehen würde, welche schließ- N onfe «;8he» Icht. a9. soll ig, Ä 5ot® '"ch unter, gemeinsame 8um ödbnfc b-- 3Ä »(jfttn *h, *>Mai che Ritter'. .r einer von [un9, in der 'gen die tzr- oteflierte die und fprai aus. »er lathv- de die zweite chtstnndeU' Itl wird, mit eine Änftage wß zwischen en ein Zote hinzu, bit >nn geschätzt, äftigten sich eS, wonach Bezräbnisse- jsien vereitelt jch an Dsrov' lifteren, damit acht falle und eie, er fei fest s gesagt habe. Snihöllungen iche Meinung, ine Komplizen n nicht, selbst rifelhaft seien, der Antisemit m unterrichtet; die beteiligten W zu thun. nifttrpräftbtnt t pabtn, veil iffleßung bn i verändern. Hochverrat» W Tchwwr- en Staat»' US. Nachde» e in Anspruch Obstruktion»- chwerde Men )ie tschechische" pnid) der All« de de- Abge- leflen zwischen Mehrere Al!' en. W\ it M te®' mit erhobener taten WJ* Men Jen* sich dos H°"d' tr bleibt jeöR er mitten im >e unterbrochen- lschechen tommt rwWe£ strOents^? an der W h richtet an jJ '“fff odlnng Über nl ft« der rn ei6eW^ori^tX rKx ".AS *.•$«* !«S> bad Defizit, mit dem die im vorigen Jahre abgehaltene ganze Gemeinde, die zahlreich vertreten war, hochleben ließ. Oie würdige Feier schloß mit einem gemütlichen Zusammensein der Mitglieder im Vereinslokal bis zum frühen Morgen. vereinen getragen werden soll. Der landwirtschaftliche Provinzialverein für Rheinhessen hat in Rücksicht auf die zumeist in Aussicht stehende Unterbilanz solcher Ausstellungen be- ersuchte. v 2. Bezüglich der Frage der Getreidezdlle hat der Se-! Lretär int Auftrage der Kammer und mit Rücksicht auf die in der Zweiten Kammer der Landstände eingebrachten Anträge ein eingehendes Referat ausgearbeitet. Dasselbe «eist ziffermäßig'nach, daß von einer Erhöhung der Zölle auf Brotgetreide (Roggen, Weizen, Spelz) gerade tn Hessen nur ein verhältnismäßig sehr kleiner Prozentsatz der landwirtschaftlichen Betriebe wirklichen Vorteil haben würde, während die ganz überwiegende Majorität der- ßelben entweder keinen Vorteil oder geradezu Schaden haben würde, sofern letztere überhaupt kein Getreide verkaufen, oder, wenn sie verkaufen, entsprechend Brot kaufen müssen oder endlich Getreide in größerem oder geringerem Umfang überreichte ihm das von dem Verein gestiftete Ehrendiplom, worauf der Jubilar tief gerührt dankte und den Verein sowie Den bewährten Dirigenten desselben, Herrn Kimmel, und die Diel mährend die Firma noch den Betrag von ea. 17 000 Mk. I fordert, den sie nachweislich nicht erhalten hat. Dos Ver- uuu ^y. uv., w«. । -- der Gcrnsheimer Malzfabrik ist, zu Last gelegt. Untersuchung ist chegen Betrugs emgeleitet. — Für die am 10. März unter dem Vorsitz des Präsidenten dcS Handelsvereins Fabrikanten W. Langenbach im Saalbau hier statlfindende große Protestkundgebung gegen die Getreidezölle sind zu Referenten bestellt: 1. Für die Handelsverträge: Syndikus Schloßmacher-Offenbach a. M.; 2. lieber die Gin Wirkung erhöhter Getreidezölle auf die Bodenrente: Pro- fesior Dr. Staudinger Darmstadt; 3. lieber die Erhöhung der Getreidezölle: Reichs- und LandtagSabg. Ulrich Offenbach. Das fortwährend wachsende Absatzgebiet des Continental Pneu» matik ist der Erfolg wirklich guter Arbeit. Der Continental Pneumatic ist erstklassig in Material und Ausführung und sinnreich in der Konstruktion. schlossen, alljährlich einen Betrag in sein Budget einzustcllen, der bei künftigen Ausstellungen zur Deckung der Fehlbeträge verwendet werden soll. 8. Darmstadt, 27. Febr. Die Einlegung der LoS-Gewinn- Nummer in die Rader zur 1. Klaffe der 3. LandeSlorte rie findet am SamStag statt. Die erste Ziehung beginnt Dienstagftüh 8 Uhr. — Der König von England wird bestimmtem Vernehmen nach noch vor seiner Abreise in die Heimat unsere Residenz besuchen, um im Mausoleum auf der Rosenhöhe am Grabe seiner Schwester, der hochseel. Großherzogin Alice, einen Kranz niederzulegeu. Obwohl die Abreise des Königs nach England auf Samstag und die Ankunft der Großherzoglichen Herrschaften dahier auf Sonntag festgesetzt,ift, bleibt eS wahrscheinlich, daß eine Zusammenkunft der Fürstlichkeiten und somit eine Aenderung der Reisedispositioncn eintritt. — Die Untersuchungen in dem Konkurs der Zuckerfabrik GernS heim beginnen ihre Opfer zu fassen. Wie sich herausstellt, ist u. a. die Forderung einer auswärtigen Firma in Höhe von über 30 000 Mk. in den Büchern vollständig beglichen, Offenbach, 27. Febr. Ein Brand brach in der vergangenen Nacht im Hintergebäude des Hauses Nr. 9 der Vernardstraße aus. Die Parteri Üume, die der Firma Schäfer als Werkstätte und Lager für ihre Pantoffelfabrikation dienten, brannten vollständig aus. Landwirtschaftliche Ausstellung abschloß, Mk.30000, welche Summe von den drei landwirtschaftlichen Provinziatz Darmstadt, 27. Febr. Nach der „Frkf. Ztg." beträgt Aus Stadt und Kand. Gießen, den 28. Februar 1901. Vermischtes. ♦ Schwerin, 27. Febr. Der von Kleinen kommende lli/2 Uhr vormittags hier fällige Zug erlitt eine einftünbige Verspätung infolge Maschinenkolbenftangenbruchs. Bet dem Unfall ist der Heizer und der Lokomotivführer leicht verletzt worden. Im Zuge befand sich der von Wiligrad kommende Herzogregent. Grrichtssaat. Berlin, 27. Febr. Die Abendblätter melden, die Nachricht von der Milderung der über Oberleutnant Rüger verhängte Strafe, ist unrichtig; der Termin der Verhandlung in der Berufungsinstanz ist noch nicht bestimmt. Familien-Uachrichten. Gestorben r In Asfenheim: Emilie Trümpert, geb. DornfeU. — In Darmstadt: Gustav Miltenberger. — In Offenbach: Emil Hoffmann, Notar und Rechtsanwalt. — In WormS: Albert Goldschmidt. - In Köln: Wwe. Franz W lltck, geb. Johanna Thurn. — In Plufton: Oftorom Wilhelm Kal'm-sser. . Fabrikarbeiter hat sich schon in der kurzen Zeit seit ihrem Bestehen (1. Oktober v. I.) herausgestellt, daß die Absicht des Gesetzgebers, den Eltern oder Vormündern eine Kenntnis der Höhe des Arbeitslohns zu geben, so gut wie garnicht erreicht wird, und gleichzeitig durch die Vorschrift der Unterzeichnung der Eintragungen in die Bücher durch den Arbeitgeber oder den dazu bevollmächtigten Betriebsleiter große Unbequemlichkeiten verursacht werden. Die Kammer beschließt daher, an zuständiger Stelle dafür einzutreten, daß diese Bestimmungen wieder aufgehoben werden oder wenigstens die Unterzeichnungen auch durch den mit der Lohnzahlung Beauftragten und zwar unter Benutzung eines Facsimilestempels der Firma erfolgen dürfen. 6. Der Allgemeine Verband der deutschen Erwerbsund Wirtschaftsgenossenschaften hat die Kammer ersucht, für die Beseitigung der Brutto- für Netto- Berechnung bei Zucker in Bro den und gemahlen in Säcken, Rosinen Und Korinthen, Mandeln, Pflaumen in Säcken, Pfeffer und 5Msenfrüchten einzutreten, und ferner dahin zu wirken, daß bei Würfelzucker in Kisten, Kandiszucker, Schmalz, Aepfeln in Fässern, Ringäpfeln in Kisten, Pflaumen in Kisten und Pflaumenmus eine zutreffende Taraberechnung an Stelle der heute verbreiteten unzutreffenden Berechnung eingesührt werde. Eine Enquete ergab, daß auch im Bezirke der Kammer bei manchen dieser zukaufen müssen. Ueberdem würde die Zollerhöhung nicht dem landwirtschaftlichen Betrieb als solchem, sondern — durch die Steigerung des Geldertrags des Bodens und dadurch des Bodenwerts — lediglich dem augenblicklichen Inhaber der einzelnen Betriebe (eüent. zunächst dem augenblicklichen Pächter bis zum Ablauf der Pachtzeit) zu gute kommen. Die hessische nicht-landwirtschaftliche Bevölkerung trägt heute schon (bei einer Belastung von 6 Mk. pro Kops) einen Brotgetreidezoll von rund 4 Millionen Mark, ein Betrag. B. Abschiedsfeier zu Ehren des Repetenten Lic. Hermann. Am Dientag Abend veranstalteten die Studenten der Theologie zu Ehren ihres scheidenden Repetenten Bio. Hermann im (Safe Ebel eine wohlgelungene Abschiedsfeier. Den Vorsitz führte stud. theol. Schellmann. Außer den Pro fessoren der Fakultät waren noch zahlreiche Gäste anwesend, u. a. Se. Magnifizenz Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt. Im Namen der Theologiestudierenden dankte stud. theol. Wörißhoffer dem Scheidenden für seine seitherige Tätigkeit an der hiesigen Fakultät, hob seine Verdienste um die akademische Ortsgruppe des Evangelischen Bundes zu Gießen yervor, betonte insbesondere die freundschaftliche Weise, in welcher der Herr Repetent mit den Studenten verkehrte, und schloß mit den besten Wünschen für sein ferneres Wohl ergehen. — In seiner Antwort legte Lic. Hermann dar, in welchem Sinne er sein Amt aufgefaßt habe und zu führen bestrebt war: den Studenten nicht nur in wissenschaftlicher, | »ruigctivivMuu uuu tunu t ^cuuuhch muu, uh fonbcrn auch in persönlicher Beziehung allezeit ein treuer! der sich bei Verdoppelung der Zölle auf 8 Millionen Mark Ratgeber und Freund zu sein. Sein Hoch galt der Fakultät, erhöhen würde — Im Namen der letzteren sprach der derzeitige Dekan I Endlich würde Industrie und Handel aus der einen Kirchenrat Prof. D. Kattevbusch. Er freue sich. Seite durch die unvermeidliche Steigerung der 'Meit^ »onftatieren zu können, daß die Auffassung des Scheidenden! löhne geschädigt und in ihrer internationalen Konkurrenz yon seinem Amt völlig Übereinstimme mit den Ansichten der! KiSS’iäÄB* - Mets äweääs Nach einer eingehenden Diskussion beschließt die Kammer, gipfelten in einem Hoch auf den „akademischen ©ctft. im Sinne des Referats bei der Großh. Regierung zwecks Ferner ergriff noch Prof. D. Krüger das Wort, „um eine entsprechender Stellungnahme derselben im Bundesrate vor- Lücke auszufüllen". Er dankte dem Herrn Replteuten für feine fteliig zu werden großen Verdienste um die Ordnung und Neukatalogifierung 3. Der Deutsche Handelstag hat eine Rundfrage bei ocr theologischem Seminarbibliothek und ließ ihn gleichfalls den deutschen Handelskammern veranstaltet, ob die Schaff- hochleben. — Auch Se. Magnifizenz feierte in einer schwung- un g einer M ü n z c zw i scheu dem 10 - un d 50-P fg- DoHen/ Don kjMjchem Humor durchwürzten Rede den Abschied Stück anstelle der demnächst außer Krirs än letzenden Damit hatte der offizielle Teü sein Ende er silbernen und nickelnen Zwanzigpfenmgstucke erwünscht er I ... Die ^ki^nliiät die nun m ibrem Rechte kam hielt die scheine und euent. welchen Wert die Zwischenmünze haben reicht. DieFt.ultat,, Diejtun: »olle. Tie Kammer ist der Ansicht, daß eine Zwischenmünze Anwesenden noch lange in fröhlicher Stlmmung belsammen. sehr im Interesse des Verkehrs gelegen ist und spricht ** Die Großh. Baubehörde für die Umverfitats-Reubauteu ßich bezüglich des Wertes in ihrer Majorität für die Bei- teilt uns unter Bezugnahme auf die in unserer Nr. 49 er- lbehaltimg des Zwanzigpfennigstückes, jedoch in anderer wähnte von Bleichbesitzer Hermann Treppinger an die zweite Form als der bisherigen, aus. Kammer gerichtete Eingabe mit, daß für die projektierte 4. Die in weiten Kreisen verbreitete Unzuftiedenheit Klinks-Wasch anstalt weder Gelände erworben wurde, über die in Angriff genommene Ab s ch af s u n g der erworben werden soll, da dasselbe auf dem den neuen Xljalet veranlaßt die Kammer, Halerfrage erneut Eniken bereits gehörigen Gebiete errichtet werden wird, in Erwägung zu ziehen. Die Kammer konstatiert, daß un q f « StriphriÄ geschäftlichen und übrigen Kleinverkehr die Thaler überall! s; Wiese», 27. jyebr. ^eute eierten Herr Friedrich eine sehr beliebte Münze sind, während man die Fünfmart- Vogel und Frau das Fest der silbernen Hochzeit. AuS stücke wegen ihrer Größe im Verkehr nur ungern sieht.! Anlaß dessen brachte ihm der Gesangverein Eintracht, Die Gründe, die seinerzeit gegen die Thaler als Münze dessen erster Präsident und Mitgründer der Jubilar war, und für die Fünfmarkstücke geltend gemacht worden sind, am Abend mit Lampionszug ein Ständchen. Der derzeitige erachtet die Kammer als nicht stichhaltig. Insbesondere ist Präsident Rau hob in treffender Weise in seiner Ansprache die ins Feld geführte starke Anhäufung von Thalern bei dic Verdienste des Herrn Vogel um den Verein hervor und der Reichsbank nach Ansicht der Kammer nicht em Beweis' - • - - - -- ~ ihrer Unbeliebtheit im Verkehr, sondern lediglich die Folge der Eigenschaft derselben als Kursentgeld, welche u. a. bedingte, daß die Thaler von den Banken ticr Reichsbank an stelle von Gold überwiesen zu werden pflegten. Die Kammer beschließt deshalb, an zuständiger Stelle dafür einzutreten, daß man — wenn man nicht die Beibehaltung bei- Thaler als Scheidemünze beliebe — ans den einzuschmelzenden Thalern in erster Linie neue Dreimarkstücke in der Feinheit der Reichssilbermünzen prägen möge. 5. Bezüglich der Bestimmungen der Gewerbeordnung über die Lohnzahlungsbücher der minderjährigen 8. Einen Antrag auf Beförderung von Käse, insbesondere Weichkäse, als Eilgut zu Frachtgutpreisen beschließt die Kammer an zuständiger Stelle zu befürworten. 9. Unter den Einläufen befinden sich u. a. Mitteilungen über die internationale Ausstellung in Glasgow 1901, die argentinische Markenschutz - Gesetzgebung und zweifelhafte Firmen in New-York. Interessenten wird hierüber auf dem Bureau der Kammer Näheres mitgeteilt. Neueste Meldungen. 8. Darmstadt, 28. Febr. (Org. Tel. des „Gieß. Anz.») Oie Zweite Kammer der Stände genehmigte das Gesetz, betreffend die Gememeinde-Umlagen, nach dem die Gemeinden außer der in § 11 des Gesetzes vorgesehenen Emkommensteuer von den Eisenbahnen auch Grund- und Gewerbesteuer zu erheben berechtigt find. Das HauS tritt dann in die Beratung des Antrages Ulrich und Genossen betr. des Arbeiterverhältnisses in den Staatsbetrieben ein. Langen, 27. Febr. In der F-amilie des Forftwarts Beyrer auf dem Koberstädter Fallthorhaus im nahen Messeler Park ereignete sich am Montag abend ein schwerer Unglücksfall. Der Forstwart kehrte von einem Dienstgange heim, sein vierjähriges Töchterchen eilte ihm freudig entgegen. 3n diesem Augenblick glitt der Vater, an dessen Stiefelabsätzen festgeballter Schnee hing, aus. Sein Gewehr entlud sich hierbei. Dem Kinde ging die Schrotladung in den Oberschenkel. Auch die Ehefrau wurde verletzt. Das Kind wurde in das hiesige Krankenhaus verbracht. Sein Zustand ist bedenklich. Säckingen, 27. Febr. Stadtgespräch bildet zurzeit hier die Nachricht von einer großen Steuerdefrau- dati 0 n. Der Inhaber des hiesigen Kolonialwaren- rc. und Wechselgeschäfts I. R., A. R., soll ca. 300 000 Mark zu wenig seit langen Jahren zur Steuer angemeldet habe». Aachen, 28. Febr. Auf Dem Lüttich-Mastrichter Kanal stieß ein Dampfbovt gegen eine Schleusenmauer und s a n k. Eine größere, noch nicht festgestellte Anzahl Personen ertrank. , Furtwangen, 27. Febr. Im benachbarten Sck)one»i- bach. verunglückte vorgestern abend nach dem der verheiratete Wagner Joses Wehrte, Vater von 5 Kindern aus schreckliche Weise. Derselbe war mit fernem ---ohne iw der liberalen Partei führen l Artikel Taraverluste bis zu 8 Prozent vorkommem ; kch. zu einem Bruche IN der uveraien Parrei s y Kummer beschloß daher, an zuständiger Stelle auf Einfuhr- s , nutzte. ,. .» tnrn,nh,r. ung der Nettoberechnung bezw. einer zutreffenden Tara ^toinden dieses Betrages wird einem der Hauptaktionäre 19 Bukarest, 27. Frbr. DaS ne ue Sabin'st " berechnung bei obigen Artikeln hinzuwirken. unb Aufsichisratsmitqlied I. R., der auch der Hauptfakror maßen konstituiert: Sturdza Präsidium, Aeußercs unb 7 ^^rch das neue Gewerbe-Unfallversicherungsgesetz - ------- - - - - - - interimistisch Kciea , Aurelian Inneres , StoiceSco Justiz tiom 30. Juni vor. Jahres ist die U n f a l l v e r s i ch e r u n g Jean öratiano öffentliche Arbeiten, Haret Unterricht, Palladi ^ch auf solche Lagerungs-, Holzfällungs oder der Beför-^ ftinanien Missir Domäueu. Die Minister haben bereits der. berung von Personen oder Gütern dienende Betriebe aus- ffib npfpiftpt gedehnt worden, die mit einem Handelsgewerbe verbunden - find, dessen Inhaber im Handelsregister eingetragen sieht. 2. Sitzung Srohh. KauvelsLammer Htetze« für die Kreise ^s Reichs-Versicherklngs-Amt hat die Kammer um eine Hießen, Älssetü und Lauteröach. Aeußerung darüber ersucht, ob für diese Betriebe neue di- tz-rr-n- Dürd-ck, Grun-wald,|ktriebe^ber Wert^^genojfentoaft -nzugtt-d-rn. Hoos, Ramspeck, Sck>mall und Steinecke. 1 GesclMsbericht. Bezüglich der Einrichtung vonPer- fonenbesörderung bei dem Güterzug 9247 Gelnhausen-Gießen hat die Kammer eine zweite Eingabe au die Königl. Eisenbahndirektion in Frankfurt a. M. ge- gerichtet, in welcher sie unter 5)inweis auf das unzweifelhaft vorhandene Verkehrsbedürfnis um vorläufig wenigstens probeweise Einführung der genannten Einrichtung ab Lich HMdel md Derkelfr. Rslkswirtschast. - Krarrkfttrt a. M., 27. Febr. (Fallisement) Mit 200 000 Mk. Verbindlichkeiten hat die hiesige Weißwaren-Engrosfirma und Schürzenfabrik F. u. O. Stern ihre Zahlungen eingestellt. Die Firma strebt einen Vergleich von 21 Prozent an. Berlin, 27. Febr. Der AuisiastSiat der Deutschen Bank chlägt eine Dividende von 11 Proze-t (wie im Vorjahre) vor. Der SlUttogewinn betragt 30 355574 Mk. (29 508946), wozu der vorjährige Gewinnvortrag von 758303 Mk. tritt. Der R ingewtnn benagt 20410 437 Mk. (20 321846). An die ordentliche Reierve follea 1291043 Mk. überwiesen und auf neue Rechnung 766 974 Mk. vor» getragen werden. — Die Grfamtumsätze beliffen sich auf 49 773 Mill, zegen 50 770 Millionen im Vorjahre, für HandlungSunkosten, Ge- >älter, Tantiemen, Steuern rc sind verausgabt: 9896 614 (gegm 9 055 345), darunter Steuern 1507 766 (gegen 1168153). Don den Hauptkonten erbrachten Wechsel und Zinsen 14175 009 (aeqeu 13 323 788), Sorten und Kupon« 24» 769 (gegen 164 038), Effektm rnd Konsortial 3174802 (gegen 3586 450), Provision 7 728 697 'gegen 7 687 763), Kommanditen und dauernde Beteiltgungm 5033 291 (gegen 4748918) Mt. Gewinne aus dauernden Beteiligungen enthalten die darauf entfallende 1899er Dividende, nicht die 1900er. Der Reingewinn stellt sich nach A^zug obiger Unkosten, sowie Abschreibungen auf Bankgebäude im Betrage von 682774 und Mobiliar von 126 051 Mk. fest. Durch die neue Zuweisung erhöhen sich die Reserven auf 49 340 262 --- 32,89 Prozent diL volleingezahlten Akltm- 1 täpitals von 150 Millionen Mk. Limburg (U d. Lahn, 27. Februar. Frucht markt. Durchschnittspreis pro Malter Roter Weizm 13.43 M., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.71 Mk., Gerste 8.62 Mk., Hafer, 6.63 Mk., Erbse» I 00 00 Mk., Kartoffeln QO 00 Mk Gottesdienst der isrnelitischen Deligionsgesellschast. Sabbathfeier am 2. Marz 1901. Freitag abend 5i sige Handelsregister wurde eingetragen, daß d e Firmen „I Georg Unverzagt" und „Emil Orbig" Nachdem ich neben mei I nem Herren-Artikel-Ge- I schäft für die Folge nur I mehr Loden- Spezi- I alitäteu und feinere Herren -Sar-erode» nach Matz sowie Damen- Schneider Costümes und Mäntel nach Matz liefere, un erstelle ich von heute ab sämtlichefertige' Konfektion als Anzüge, Hosen, Paletots u Joppen Straßen-Auffüllung. Die Auffüllung ein t Privalstraßr (ca. 1700 cbm.) soll verdungen werden. Off rten sind bis Donnerstag den 7. März er. bei dem Architekken Hustav Kamaun, Berallraß- 11. nnxureicben. Nähere Auskunft e endaseldst H5e Geschäfts Eröffnung. Verehrlichen Einwohnern von Gießen und Umgegend die Mitteilung, daß ich im Hause 24 Wallthorstratze 24 (früher «empf'sche Besitzung) eine Bau- und Mbelschreinerei errichtet habe. Ich halte mich in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten bestens empfohlen und bitte ergebenst, mich in meinem neuen Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen. Hochachtungsvoll Carl Klingelmeyer. NB. Nehme auch Bestellungen in meiner Wohnung, Sand- Holz-Versteigerung in der Aürstlichen Köerförsterei