i(k 1901 Freitag den l. Februar kl! 811 Amts- und Anzeigeblatt für den Tlreis Giefzei» Ml. 2— viertel jätytL ohne Lcslcllgeld. Alle Anzeigen-Vermittlungsstellen des In- und AaS- Rindes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zcilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pf. 151. Jahrgan Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. tO Uhr. Abbestellungen.spätestens abends vorher. ö' KNttdUe die itn,$oft'i.6(ilingen. Adresse für Depeschen: Anzeiger Sieh«. Fernsprecher Nr. 51. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familiendlütter, Der hessische Landwirt Klätter für hessische Volkskunde._____________ Ätwav i« lause« 100 stadtpostlaE^ nSTNÖN 5 35000 B Ä in Erscheint ILgNch mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MamilienbtStter Werden dem Anzeiger bn Wechsel mit „Heft. Landwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Nv 87 Zweites Blatt , Md MtU W* xti tiuvh 0811 itifttt, SelkTStoegßl AZezngspreis viertcljährl. Mk. 2.20 monatlich 75 Pfg. mit Grmgcrlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. ILO monatU* qestanden werden. -. London, 31. Jan. Gerüchtweise verlautet, wie die „Daily Mail" aus Kapstadt meldet, D e w e t habe den O r a n j e f l u ß überschritten. Das Blatt stellt dies stark in Zweifel und weist auf die Folgen hin, die diese Tyat- sache, wenn sie sich bewahrheiten würde, nach sich ziehen würde, da die Afrikander Dewet wie einen Napoleon verehren. — 1OOOO Soldaten, die für Südafrika bestimmt sind, wurden gestern in Southhampton eingeschifft. London, 31. Jan. Mehrere Blätter wollen wissen, daß der Regierung der südafrikanischen Republiken demnächst eine Vermittelung angeboten werden wird, und zwar soll der deutsche Kaiser der Friedens Vermittler sein (?) Sofort nach seiner Rückkehr nach Berlin werde der Kaiser denPräsidentenKrüger empfangen und ihm dabei seine Vermittelung anbieten. (??) „Daily Neivs" sind der Ansicht, daß sich niemand besser für diese Sache eigne, als der deutsche Kaiser. London, 31. Jan. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt : Der König teilte dem General Kitchener mit, daß die letzten Worte der Königin Viktoria der englischen Armee in Südafrika gegolten haben. — Die Admiralität veröffentlicht einen Aufruf, in dem die Matrosen, deren Dienstzeit abgelaufen ist, aufgefordert werden, sich in ein Spezial-Korps einschreiben zu lassen, das den Namen Fl o t t en-R e s er v e erhalten soll. Brüssel, 31. Jan. Dr. Leyds erklärte einem Vertreter der „Etoile belge", die Buren würden einen Friedens-Vorschlag überhaupt nur dann in Betracht ziehen, falls dieser von England selbst und ohne jede andere Vermittelung gemacht würde. Die Buren seien entschlossen, bis ans Ende zu kämpfen und dächten überhaupt nicht an die Eventualität einer Uebergabe. Der sandte dementierte ferner das Gerücht, nach dem die Transvaal-Gesandtschaft nach Amsterdam oder dem Haag verlegt werden solle. —-- Engländer und Bure«. Kitchener scheint den Grundsatz des Totschweigens in großem Maß stabe zu handhaben. So hat er noch immer nichts von der Zerstörung der Johannes- burqer Elektrizitätswerke gemeldet, die den Buren Sonntag, den 20. ds., gelungen ist. Die Elektrizitätswerke liegen etwa 30 Kilometer östlich von Johannesburg bei Brakpan an dem Eisenbahnstrang, der von der Kreuzungsstation Elandsfontein nach Springs führt. Der Schaden, der von den Buren angerichtet worden, wird auf 4000 Pfd. Sterling geschätzt. Nicht eine einzige Maschine ist heil geblieben: eine von ihnen könnte, wie es heißt, binnen 24 Stunden wieder betriebsfähig gemacht werden, zwei andere müßten zwei Wochen lang still liegen. Johannesburg ist also ohne Licht, denn es ist nur auf eine elektrische Lichtquelle angewiesen. Für den Privatbedarf ist das weniger schlimm, aber die Straßenbeleuchtung ist unersetzlich, und es wird schwer halten, die Bewachung der Straßen in der Finsternis durchzuführen. Noch ein Anderes in unmittelbarer Nähe von Johannesburg hat Kitchener verschwiegen, die Zerstörung der Mine bei Klein fontein. Reuter meldet darüber aus Kapstadt vom 29. ds.: „Es heißt, daß der bei dem neulichen Angriff auf die Mine bei Kleinfontein durch die Buren angerichtete Schaden sich auf 200 000 Pfd. Sterl. belaufe. Kleinfontein ist am äußersten Osten des Reef ziemlich isoliert gelegen und zwar ohne Schutzmannschaft, als ss's angegriffen wurde. Die Buren, 200 bis 300 Mann stark, beschädigten planmäßig die Maschinen, wie man glaubt, unter Führung entlassener Minenarbeiter. Solche Ortschaften wie Kleinfontein sollen in Zukunft durch eine Minenwache beschützt werden". Die Operationen der Brigade Bruce Hamilton nördlich von Kroonstad werden durch eine Meldung Reuters aus der Station Venters- burg-Road vom 26. einigermaßen verständlich. In der Nacht zum 23. überschritten 500 Buren unter dem Kommando von De Wet und Paterson die Eisenbahn zwischen der genannten Station und H o l f o n t e i n, südlich von Kroonstad. Die dortige Garnison nahm sie unter Feuer, und ein Panzerzug legte 25 Mann in einen Hinterhalt, die fünf von den Buren töteten. Am 24. wurde dann eine Maschine auf der Strecke in die Luft gesprengt. Man fand später zehn Minen, von denen drei losgegPigen waren. Offenbar hat dieses Ereignis Bruce Hamilton von Norden herbeigerufen. General Smith-Torrien ist von Carolina zurückgekehrt, nachdem er die Burentruppen zersprengt hatte. Auf dem Rückwege hatte er mehrere kleine Gefechte mit dem Feinde zu bestehen. Außer den bereits gemeldeten Verlusten wurden auf britischer Seite 4 Mann getötet, ein Offizier und 17 Mann verwundet. General Knox kam 40 Meilen nördlich von Thabanchu mit D e w e t in ein Gefecht. Dewet beabsichtigt, nochmals einen Einfall in die Kapkolonie zu versuchen. Bis jetzt sind nähere Einzelheiten über das Gefecht unbekannt. Eine Buren- Chin«. Die Deutschen sprengten das Arsenal von Tschiku in die Luft. — Eine große deutsche Expedition hat Peking v e r l a s s e n. Sie marschiert nach der Hauptstadt von Sch ans i und nahm für vier Wochen Vorräte mit. Ende März kommen die neuen für das deutsche Expeditionskorps bestimmten Vorräte in ^aku an, ebenso Sommeranzüge. — Eine deutsche I onie neralmajor v Trotha (Kommandeur der 1. Ostasiatischen Brigade), bestehend aus vier Kompagnien ausgewahlter Mannschaften, einer Abteilung Artillerie und Kavalleme, ist am Donnerstag nach den nordwestlich des Nankon- P ass es gelegenen Boxerdörfern abmarschiert. Der in Haft genommene Hsutung ist als wütender Fremdenhasser berüchtigt. Sein Vater, ein früherer Groß- Sekretär, hat im August Selbstmord begangen, als die verbündeten Truppen in Peking einzogen. Die Chinesen selbst hatten ihn damals als einen der Anführer der Boxer bezeichnet. Die „Köln. Volksztg." veröffentlicht unter der Rubrik „Ungeschminktes aus China" einen Bericht, der besagt: Hoffentlich hat dieser unselige Zustand bald ein Ende. Die Rohheit, auch unter unseren Soldaten nimmt erschreckend zu. In großer Zahl werden Soldaten zu langjährigen Zuchthaus- ober Gefängnisstrafen wegen Mordes, Notzucht und Einbruchs verurteilt. ÄVir verlieren mehr an Zuchthaus als an Tod. Krankheiten grassieren gleichfalls in sehr heftiger Weise; sehr viele Typhus fälle sind M verzeichnen. Die Ruyr- erfranfungen nehmen ab. In Paoti u gf u e k plädierte ein Pulvermagazin, das ^MOsss Pulver enthielt. Glücklicherweise waren nur ein Lorer unu drei Verwundete die Opfer. <:.'SSs > w?/ Heinrich von Preußen, Prinz Arnulf von Bayern, der Groß ferzog und der Prinz Friedrich Karl von Hessen, jer Großherzog von Mecklenburg Schwerin, der Erbprinz von Meiningen, der Erbgroßherzog von Baden, Großfürst und Großfürstin Sergei Alexandrowitsch von Rußland, Erz -erzog Franz Ferdinand von Oesterreich, der Kronprinz von Schweden, der Kronprinz von Griechenland, der Kronprinz und Prinz Karl von Dänemark, der Herzog von Aosta, die Herzöge von Chartres und von Alenqon-Eu (als Vertreter des Hauses Orleans), Mohammed Ali, Bruder des Khedivs von Aegypten; ferner Vertretungen aus Oldenburg, Franko reich, Spanien, Niederlande und Bulgarien. * Telegramme deS Gieße«er Anzeiger-. Loudon, 31. Jan. Der König von Portugal kam um 10 Uhr in Dover an und wurde mit Salutschüssen empfangen. Er setzte seine Reise nach London fort. Der vom König und der Königin von Portugal gesandete Kranz war so groß, daß er keinen Platz in der Kapelle m Osborne fand. Der KaiservonOe st erreich sandte einen Kranz, in dem in weißen Blumen der Name Franz Josef ern- gewunden war. Der König der Belgier kam gestern nachmittag in Dover an. Der König von Griechenland und der Herzogvon Sparta trafen gestern nachmittag in London ein. Die Offiziere und Mannschaften der „Hohenzollern" besuchten gestern Osborne und die Kapelle. Die Nachfrage nach Sitzen in den Straßen, die der Leichenzug berührt, ist kolossal. Ein einzelner Sitz kostet 500 Mark und mehr, ein Platz auf dem Dache 50 Mark. Gestern wurde unter den ärmsten Juden von Whitechapel eine Sammlung in Kupfermünzen für einen Kranz aus Arons-Lilien veranstaltet. Der Kranz wird die Inschrift tragen: „Von den armen Juden Londons in liebevollem Andenken an eine gute Königin." t t London, 31. Jan. „Daily Mail" bemerkt, der deutsche K a i s e r sei augenblicklich die volkstümlich st ePerson in ganz Engla ub. ’ «wet, lotoit rill' tionSatbeilen uab nbert sind, »erben bl. Otto Habig, r in SraunfelS. Wr. • bis 6 tüchtige Nohrftamyser, -rlmacher. hMr 842 nu St Co., Westaulage 8L übon 21.__________ 9« HauSbursche Neustadt V. W «Mi 'tt, Bäckermeister, orftrofee 51. !re Mädchen sür bess. ien nach hier u.auSm. snberger.Eelleriw.St »tigeS Dienstmädchen, chen kann, in kleine auSmäns Mbsche jt. Gutes Gehalt und Nh. Bleichstr. 16, n. i tum Wtagffl fr Mu. Deutsches Reich Wien, 30. Jan. Nach Meldungen tschechischer Blätter Obstruktion im neuen Parlament abzusehen. Renaissance". -0- war die von und hatte heute iy3 Stunden Verspätung. ** Der nächtliche Unfug. Vor einiger Zeit wurde fast allabendlich die Laterne an der Ecke der Wilhelmftraße und des Leihgesterner Weges zertrümmert. Als dann ein Schutzmann in Civil während der Nächte dort Posten stand, kam keine einzige Sachbeschädigung vor. Schließlich wurde der Posten entfernt und gleich in der ersten Nacht lag die Laterne wieder in Trümmern. ES ist die Annahme aufgetauchr, daß sich hier eine Bande RowdieS herumtreibt, die den ganzen nächtlichen Unfug verübt. Zu der Wetterhäuschen- Affäre wird uns von einem Studenten mitgeteilt, er habe gehört, wie an der Ecke der Südanlage und der Goethestraße spielende Kinder einander erzählten, das große Thermometer sei durch den Schneeballwurf eines größeren Knaben zertrümmert worden. Eine Untersuchung dürfte am Platze sein. — Die Thäter, die die Zertrümmerung einer Anzahl Fensterscheiben bei einigen hiesigen höheren Beamten auS- geführt haben, sollen erkannt sein. Sie werden (fünf an der Zahl) vereidet werden. Man hofft, auf diese Weise den Schuldigen zu ermitteln. — Endlich hören wir noch, daß einige Schuhreinigungseisen (Kratzeisen) an Häusern der Goethestraße abgerissen und in anliegende Gärten geworfen worden sind. Handel und Industrie Deutschlands hereinbrechen können. Daß solche wirtschaftlichen Differenzen schließlich auch die politischen Beziehungen ungünstig beeinfluffen, hat die Erfahrung, und gerade in Bezug auf Rußland, zur Genüge bewiesen. Im ungarischen Parlament ist kürzlich ebenfalls die Drohung des Zollkrieges laut geworden. Alle diese Stimmungszeichen warnen davor, den Bogen zu Überspannen. Unter der Neberschrift „Abg. Dr. Böckel im Solde eines Juden" erörtert ein Leitartikel der „Hess. LandeSztg." eingehend das Verhältnis des Abg. Böckel zum Journalisten Dr. Hamburger. Böckel liefert dem letzteren gegen Entgelt 1^ — Die „Ostdeutsche Rundschau" stellt fest, daß die Bildung einer „Alldeutschen Vereinigung" vollzogen ist, der sämtliche 21 deutschradikale Abgeordnete als gleichberechtigte Mitglieder ohne Unterscheidung von Mitgliedern und Gästen angehören. Tiere und Vögel' erfroren. In den Zeitungen wurde gemeldet, daß in England, Schweiz und Schlesien dergleichen Schnee und Kälte in hundert Jahren nicht gewesen. : Lich, 30. Jan. Die Direktion Kruse u. Helm vom Gießener Stadttheater giebt am nächsten Sonntag hier im Saale des Herrn I Heiland die dritte und letzte Vorstellung. Zur Aufführung gelangt das hübsche Lustspiel Aus Stadt und Sand. Gießen, den 31. Januar 1901. Verkehrsstörungen. Infolge des starken Schneefalles Omnibus gesell schäft gezwungen, den Betrieb nach Wieseck bis auf weiteres einzustcllen. Wie uns der Vorstand mitteilt, war der Verkehr in der Stadt nur mit Mühe aufrecht zu erhalten und bei anhaltendem Schneewetter dürfte auch der Betrieb in der Stadt eingeschränkt werden müssen. In diesem Falle würben die Fahrten, die nicht au die Haupt-Eisenbahnzüge anschließen, zuerst eingestellt werden. — Der Alsfelder Frühzug Berlin, 30. Jan. Die Kaiserin Augusta Viktoria ist heute nachmittag 'auf Schloß Friedr ich sh of, . - . . . . . r„ .... . w eingetroffen und nach dem Thee nach Homburg zurückgekehrt, "chor » la amte der mederlandtsch-mdrschen Armee. Gleichzeitig wird die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen! -nad) dem Homburger Schlosse übersiedeln, um dort bis zurlfollen die Jungtschechen beschloffen haben, von einer Ankunft ihres Gemahls aus England zu bleiben. ^Obstruktion im neuen Parlament abzusehen. ** Der Verein deutscher Studenten feiert, wie wir hören, vom 6. bis zum 9. Februar das Fest seines 10jährigen Bestehens an der alma mater Ludoviciana. Die Ziele der in dem Kyffhäuserverband vereinigten 21 Vereine deutscher Studenten sind im allgemeinen bekannt. Sie gipfeln — so schreibt man uns — in der Betonung des nationalen Ge- dankens, dem gegenüber alle anderen studentischen Interessen, ohne gänzlich zu verschwinden, zurücktreten müffen. Hauptzweck ist die Förderung des Verständnisses für nationale Fragen und Aufgaben unter ihren Mitgliedern, sowie die Klärung und Kräftigung des Nationalbewußtseins in der gesamten deutschen Studentenschaft. Der Initiative des Vereins deutscher Studenten zu Bonn entsprang die bekannte „Theologenpetition" Ende der 80er Jahre. Ein unbestreitbares Verdienst der Vereine deutscher Studenten ist die allgemeine Beteiligung der deutschen Studentenschaft an dem Werke des „Roten Kreuzes" in Gestalt der Ausbildung als freiwillige Krankenpfleger im Kriege. Die Kommerse des Vereins deutscher Studenten zu Berlin — wir erinnern nur an den und MoltkekommerS — find Sammelpunkte aller nationalgesinnten Der Brüsseler Soir" schreibt: Wenn die Mächte kein! - Der Reichsiagsabg. Dr. Rintelen ist erkrankt. Hindernis in den Weg legen, könnte Belgien leicht berufen — In der B u d g e t k o m m NNo n d e s R e i ch s t ag s sein in der chinesischen Friedensfrage eine besonders her- wurde heute die Beratung der Chinavorlage wieder vorragende Rolle zu spielen. Freitag traf nämlich ein Tele- ausgenommen. Zunächst wurde dre vom Zentrum emge- oramm der chinesischen Friedenskommissare in Brüssel ein, brachte Resolutwn zur Verhandlung gestellt, dre ausfordert, worin der König um seine Einwilligung gebeten wird, daß in den Vertrag mit China dre Frerhert der chrrst- der Leqationssckretär Chevalier de Wouters d'Oplinter ihnen lich en Religionsubung auszubedrngen. Ern Ber-I als Beirat zugesellt werde. Das Auswärtige Amt hat die tretet des Auswärtigen Amtes erklärte, es handle sich sur Mächte um schleunige Mitteilung ihrer Ansicht ersucht und uns in China um zwei Punkte: 1. um den Schutz der deut-1 unfern Gesandten in Peking beauftragt, de Wouters zu be- schen Reichsangehörigen, der Pflrcht des Rerches und sewst- fragen, ob er borkommenden Falles den ihm angebotenen verständlich sei; 2. aber um den Schutz der chinesischen Posten annehmen würde. Christen: diese Frage fei sehr schwrerrg und werde deshalb Eine englische „Belagerte" von Peking erzählt in von Fall zu Fall beurteilt und geregelt. Die Resolution einer Beschreibung des Himmelstempels, dessen Um- wurde mit großer Mehrheit angenommen. Es folgte die gebung vorher allen Fremden verschlossen gewesen war, u. a. Beratung des Gesetzes, betr. die Versorgung der Teil-I folgendes: „Unser Karren gelangte durch den äußeren Parkin ehm er an der ost asiatischen Expedition undl zu einem schmalen Thor, wo wir aussteigen und allein ein- ihrer Hinterbliebenen. Nach längerer Diskussion, inl treten mußten, da unser chinesischer Führer uns nicht folgen der sich die Vertreter der verschiedenen Parteien zumeist durfte. Der Park bot einen hübschen Anblick im Vergleich zustimmend äußerten, wurde beschlossen, folgende Posi- zu den wüsten Straßen, unsere Sikhsleute hatten es sich tionen in den Chinaetet ernzustellen: Pensionen, Witwenunter stattlichen Bäumen bequem gemacht, was ein male- und Waisengelder, gesetzliche Beihilfe, sowie Disvosittons- risches Bild bot. Unsere Regimenter.hatten gleich bei ihrer fonds zur Genehmigung von widerruflichen Zuschüssen zu Ankunft ihr Hauptquartier dort aufgeschlagen und von allen Pensionen, Witwen- und Waisengeldern und zu Unterstutz- Gebäuden Besitz ergriffen. Zur Linken befand sich nur eine ungen 243000 Mark. Damit ist die Beratung der Chinakleine Abteilung Japaner. Wir sahen unter den schönen Vorlage erledigt. Bäumen des inneren Parkes die hübschen schwarzen Ochsen — Das preuß. Abgeordnetenhaus setzte heute grasen, die dort zu Opferzwecken gehalten werden und die die Beratung des Landwirtschafts-Etats fort nun den englischen Soldaten zur Nahrung dienen werden, beim Kapitel General-Kommission. Hierzu lag ein Antrag Nachdem wir eine kleine Brücke über einem Wassergraben Herold (Ztr.) vor, die Regierung zu ersuchen, eine Umge- gekreuzt, kamen wir zur ersten Häusergruppe, deren Haupt- staltiing der General-Kommission nach der Richtung herbeisächlichstes augenscheinlich eine Art Audienzhaus war. Die zuführen, daß den Laien-Elementen bei der Beschlußfassung hübschen chinesischen Möbel waren überall an ihrem Platz in den verschiedenen Instanzen eine angemessene Mit- und die Stammtafel der Vorfahren auf einer Art Altar. Wirkung zugewiesen wird, sowie eine Ausbildung der General- Zwei sehr merkwürdige Erzglocken in Holzständern mit Kerb- Kommission zu Agrargerichten in Erwägung zu ziehen, schnitt waren in diesem Raum, und der dort sich aufhaltende Dieser Antrag wurde nach einer längeren Debatte an eine Offizier sagte uns, sie würden heimgesandt werden nach besondere 14 er Kommission verwiesen. Beim Kapitel zur South Kensington. Auf jeder Seite beim Eingang waren Förderung der Fischerei wurde ein Antrag des Abg. Frhr. mächtige Pakete von erbeuteten Kleidungsstücken und Seiden- von Eynatten (Zentrum), die Regierung möge alsbald einen rollen, die die Soldaten zusammengebracht hatten und die Gesetzentwurf vorlegen, der insbesondere die Beseitig- zu ihrem Nutzen in der Gesandschaft meistbietend verkauft u n g der zunehmenden Verunreinigung der Flüsse wurden." und Bäck>e durch die Abwässer industrieller Werke txA 1 ... - möglicht, beraten. Dieser Antrag gelangte zur Annahme. Urtltftfflio flrrtiYtMdfhrtH — In der Budgetkommission des preuß. Ab- y vLUl|UJl. Ql/liyrix|UJUU» Igeordnetenhauses wurden bei den Beratungen über Unser Berliner Mitarbeiter schreibt unterm 30. Januar: den Etat des Ministeriums des Innern die bei der Kriminal- Es ist gewiß nicht ohne Absicht, daß das offiziöse De^ Polizei im Prozeß Sternberg hervorgetretenen Miß- NS"LS7L.7.7L' ÄSSS S«ä3 "i 7." S SL polnischen Inhalts der Zensur des Auswärtigen Amts ^er Organisation, sondern auf dem p ers on ellen Ge- unterhegen, heute eine gegen die Agitation auf Erhöhung der biete lägen. Eine Trennung der Polizei und Unterstellung Getreidezölle gerichtete Auslassung der „Nowoje Wremza" ^r Kriminalpolizei unter die Staatsanwaltschaft wurde von zitiert. DaS russische Blatt fordert zu einem Zusammen- keiner Seite für richtig angesehen. Für notwendig wurde! schluß der hauptsächlich für die Getreid'auSfuhr in Frage erklärt, daß nur ganz geeignete und einwandfreie Per- kommenden Vereinigten Staaten und Rußlands auf. Eine fönen in den Dienst treten, daß durch einen besonderen M- solche Verständigung sei besser, als einander Konkurrenz zu amten die Lebensführung der einzelnen Beamten überwacht machen. Die „Nowoje Wremja" sieht sogar infolge der werde. Es soll für eine an s k o nr m l r ch e Stellung der anrnrtfrfipn »fnitntinn einen lerrütfenben rtollkriea mit Beamten zu sorgen, wofür m den Etat auch Mittel etnge» . f A?« S Sh in Mptem I stellt seien durch Verstärkung der Dienstaufwandsentschädig- ^?buts,chland voraus. Anscheinend sind in diesem ungen. — Wie der Minister des Innern mitteilte, befindet die Meinungen maßgebender russischer Kreise zum Aus- ^ch die Frage der Teilung des Regierungsbezirks druck gebracht. Der Zustand der russischen Landwirtschaft «Arnsberg noch im Stadium der Erwägung; bei den be- ist trostlos, und daß die Aussicht auf Einschränkung eines sonderen Verhältnissen des Bezirks halte er eine Teilung wichtigen Absatzgebietes durch höhere deutsche Getreidezölle sür richtig. schon jetzt, Jahre vor dem Ablauf der bestehenden Handels- — In der heutigen Sitzung des preußischen Städteverträge erregend wirkt, läßt sich bei dieser Sachlage wohl tages, worin über die Beteiligung der Frauen beareifen Die Wiedergabe der Petersburger Meldung durch an der Armen- und Waisenpslege verhandelt ’Wft. bJuf jurüctjufütjren feit M «r°tret^ deuttcker?andwittfchaftIiche^Älte^n°>u^chüttet Waisenpflege dringend wünschenswert ist zweitens daß Mgreif"c "beI Reich-Hauptstadt. Bismarck gab seiner befonberen bestens dadurch erreicht werd, daß die Gemewden Sympathie für die Vereine deutscher Studenten oftmals K K 'ÄSfe-r $ *Ä2n' den Frauenvereinen bestehen und sich bewährten, wird betragtnahezu 1000, duGesamtzahl der ^"Mitglieder auch künftig die Heranziehung der weiblichen Hilfsthättg- und alten Herren ca. 2200. Die ältesten Vereine sind 1881 feit der eingehenden Armen- und Waisenfürsorge förder- gegründet, der jüngste zu Braunschweig 1898. Du von dem lich sein. Der Städtetag nahm weiterhin folgende Re- B. D. St.-Gießen zur Feier des 10jährigen Stiftungsfestes solntion an: Bei den gegenwärtigen volkswirtschaftlichen veranstalteten Festlichkeiten in den Hotels „Einhorn" und und sozialen Verhältnissen ist die gewerbliche Zwangs-! .Großherzog von Hessen" sehen unter zahlreichster Beteilig- und Fortbildungsschule die wichtigste und wertvollste Ver- aQer Eingeladenen einem glänzenden Verlauf entgegen. Sa«- iss *»s w «MS» as kommisfion und Justizkommission), zu Denen bekanntlich nur ^ssung überwiesen. ee AnS dem Theaterbureau wird uns geschrieben: Am Abgeordnete, nicht sonstige Berichterstatter, Zutritt haben. Dresden, 30. Jan. Prinz Georg ist an der In- 1. Februar wird Blumenthal-Kadelburgs reizendes LuflspM Einem nicht antisemitischen Abgeordneten, so schreibt badI j(uern§a erkrankt. ! „Großstadtluft", daS hier seit mehreren Jahren Nicht Blatt würde aus einem solchen Geschäftsverkehr mit jüdischen Stuttgart, 30. Jan. In der heutigen Sitzung der mehr gegeben wurde, aufgeführt. Die nächste Sonntags- Lerren nicht der geringste Vorwurf gemacht werden können. Zweiten Kammer gab Ministerpräsident v. Schott die Vorstellung (3. Februar) findet, da die Räume des Stadt- AnderS sei es bei antisemitischen Abgeordneten, anders vor Erklärung ab, die Regierung sei überzeugt, daß infolge ber Ucater3 für Theateraufführung nicht zu haben find, in der allen Dingen bei dem „Vater des Antisemitismus", bei Lage der Landwirtschaft eine ££^ Mte^ ftatL Die Einteilung der Plätze ist wie folgt: Dr. Böcke? „Wenn dieser Mann, der in flammender Rede des etre rdezolle s^auchfur H^ruud Gerste^ ^Sperrsitz, 1. und 2. Parquet Gallerte. Logen-AbonnementS' bie h-fsifch-n Bauern zum Kampfe gegen baS Jubentnm b°. I * £anbtotoWaf^to $eTra^t ä wtch I bill-.S lSnnen für Sperrsitz benutzt we^en Am Sonntag geistert hat, der ihnen versprach, sie „vorn Judenjoche zu Industrie und die Konsumenten müßten berücksichtigt I wird in der Turnhalle der beliebte Schönthal sche Schw befreien", der in unzähligen Ansprachen und Artikeln die werden und die Zollsätze dürften nicht die Han de lsver-l „Der Raub der Sabiner innen gegeben. völlige Ausmerzung des Judentums verlangte, der noch vor träge unmöglich machen. Der Tarif müsse sich daher inl Befihwechfel. Es wird unS mitgeteilt, daß für das kurzem in Berlin bei der Jubelfeier deS 20jährigen Bestehens den Grenzen der BiNigkeit halten. — Die Kammer hat ben oon Herrn G. Karnes erworbene Haus Steinstraße 12 der antisemitischen Bewegung die Festrede hielt, der sich hier Gesetzentwurf, der bas Ruhegehalt des früheren Tci LQUt Kaufvertrag vom 24. Januar 26,000 Mk. gezahlt in Marburg wiederholt als Antisemit hat wählen laffen mit nisterpräsidenten v. Mittnacht aus 1 8 00 0> M°cr k'fest-1 ben dem Versprechen, stets in diesem Sinne zu wirken — wenn stellt, gegen die Stimmen der Sozialdem q „ eine oberhesfische Kirchenchronik schreibt vom Jahre ein solcher Mann hingeht und das von Antisemiten erworbeneInomTn • 1726: Dieses Jahr hat es in ben zwei ersten Monaten, Mandat dazu benutzt, um entgegen allen ParteigrundsätzenI----- ' " als Januari und Februari, solch vielen unb tiefen Schnee von einem Juden Gelb zu verdienen — bann habe man ein geworfen, berqleichen bei Mevschengedenken nicht geschehen, Recht zu sagen: em solches Verhalten ist politisch charakter- ba6 man fast von keinem Orte zum anderen hat kommen los. — Das nationalsoziale Blatt fordert deshalb Dr. Böckel r m Dip Menfcken haben solche Kälte ausgestanden, fast zur Nieberlegung seines Mandates auf, da er in diesem Ver- Amsterdam, 30. Jan. Die holländische Regiermig hat • jm Winter anno^1709. Die Ursach war, hältniS zu Dr. Hamburger nicht im Sinne unb Geiste derer dte anderen Regierungen ersucht, keine außerordentlichen Ge^- ch h , Schnee's kein Holz aus den Wäldern - fanbteu Bertreten fein.»-: Haag, 30. Jan. Der „Staatskourant" veröffentlicht die Ernennung deS Herzogs Heinrich von Mecklenburg zum Contre-Admiral ä la suite unb General r bit ftuDD* ^!6 gleich, « 1901. J? ^ttieb Wen. '»der Stabt x9 ültenbem er ®tabt ein- : tviirdrn bit le anlchlitßtn C Frühzug tvurde fast tnfiraße und t ein Schuß« 1 M tarn ch tnutbt bet >1 lag bit 2a* ie aufgetancht, eibt, bit den erhLnschtn. geteilt, et habe r Goethestrafl : Thtmometet ^feeren Snaben fte am Platzt einer Anzahl Beamten am» >en (fünf an irstWnst btn oit noch, daß Raufern bet itten gemotfen wie wit hüten, lOjährigen na. Die Ziele lereine deutscher gipfeln - l» nationalen ®e< chtnJntttefftn, aüfstn. Haupi- filr nationalt ibern, sowie bit lßtstinS in bet Initiative des ng bit btfannit unbcftrtitbaui bit allgemein bttz j als freiwillige ie beS Vertins ttn nur an den nationalgestnnten seiner besonderen ubenten oftmals : auf bet W ugenblicklich den >n Studierenden ereinc sind looi ; Die von dem x Stiftungsfeste- „Linhorn" M ittichster Veteck' Verlauf entgegen- eit einigen T°g^ dusmellen un^ c erhalten haben, )en soll ■SÄg- ... »»»A ®8t am ®o««la» S«* — «srt* «i «K rt* u«b Ä Mf* W WVto< t * Oi«" •Ä> Kitteratur, Wissenschaft und Kunst Kowpofittoren enthalten. transportiert. • Brüssel, 30. Jan. Die Ermordung des Gouverneurs der belgischen Provinz Luxemburg. Orban de livry, durch einen Wahnsinnigen, die wir ■ bereits kurz meldeten, bildet in ihrer grausigen Einfachheit, möchte man saft sagen, wiederum einen Beweis für die lächerliche Nachsicht, die man scheinbar gebesserten oder gar als geheilt entlassenen Irrsinnigen allgemein entgegen zu bringen Pflegt. Der Mörder Schneider, der einer geachteten I Familie von Arlon angehört, war ein musterhafter Beamter. Aus diesem Grunde wollte ihm der Gouverneur, als Schneider |üor drei Monaten wegen häufiger «geistiger Abwesenheit" I um seine Entlassung bat, eine solche nicht erteilen, statt dessen nur einen dreimonatigen Urlaub zur Wiederherfiellung seiner Gesundheit. Dieser Urlaub war am Samstag abgelaufen. Jean Schneider wollte durchaus den Gouverneur selbst sprechen und diesen nochmals um seine endgiltige Entlassung bitten. Obwohl man im Regierungsgebäude wußte, daß Schneiders I Zustand schlimmer geworden war, und man auch wußte, daß er dem Vetter und Privatsekretär des Gouverneurs Orban de Xivry, Bribosia, erst vor kurzem den Tod angedroht hatte, ließ mau den Wahnsinnigen vor, wenn auch in Begleitung des Schreibers Michaels. Als die Unterredung mit dem Gouverneur zu Ende war, der wiederum wie ein Vater zu Schneider gesprochen und ihm gütlich zugeredet hatte, mit seinem Abschiedsgesuch noch zu warten, drehte sich^ Schneider auf der Schwelle um, zog einen Revolver heraus und schoß den ihm dicht folgenden Gouverneur zweimal in die Brust. Michaels, von Entsetzen gepackt, schrie um Hilfe I und der Irre benutzte diesen Augenblick, um sich in den Kopf I zu schießen. Er starb auf der Stelle, während der Gouver« neur, den drei herbeigeholte Aerzte nicht mehr zu retten vermochten, sich noch fast zwei Stunden quälen mußte, bis ihn der Tod von seinen Leiden erlöste. Als ihm zum letzten Male das Bewußtsein zurückkehrte, vergab er mit lauter Stimme seinem Mörder. * Innsbruck, 30. Jan. Der Achensee ist nun auch! zugefroren, die Bauern schaffen Streu und Holz auf Schlitten über denselben und an Sonntagen wird dem Eissport eifrig gehuldigt. Der Weg vom Achensee über das Plnmserjoch nach der Hinterrichs war infolge der günstigen Witterung bisher noch immer gut gangbar. Vor Kurzem besuchten fünf Münchner Herren die Erfurter Hütte, wo cs ihnen bei dem prächtigen Wetter so gut gefiel, daß sie mehrere teil. Zwei Stunden ging sie umher, plauderte mit den einfachen Besuchern des Lokals und entzückte alle durch ihre Liebenswürdigkeit. Hof" eine Versammlung zur Bildung von Ausschüffen für, die bevorstehende Generalversammlung des LandeS-I gewerbevereins und Ausstellung der SchülerarbeitenI und Gesellenstücke statt. ES waren ungesähr 40 Herren aus allen Kreisen der Bürgerschaft erschienen. Der Vorsitzende, Glasermeister Scherfs, bat um Unterstützung aller Anwesenden bei dem für die Geschichte unserer Vaterstadt so wichtigen Vorhaben. Spenglermeister Walz legte noch einmal die Gründe dar, aus denen man den Plan, eine Gewerbe Ausstellung zu veranstalten, fallen gelassen hat. Auf Antrag des Herrn Jhring jun. werden gewählt: Als Vorsitzender! Scherff, als Stellvertreter Walz, Schriftführer Alt, Kassier Ehambre. Bei der Bildung des Finanzausschusses wurde Herr Chambre als Präsident gewählt, als Beisitzer die Herren Jhring, Förster, Schmidt, Hrch. Goldschmidt, Oßwald, Volz, Nikolaus Der Ausstellungsausschuß wird gebildet aus den Herren Bauinspektor Schön (Vorsitzender), Straßenmeister Braun, Geometer Bischof, Schieferstein, Hrch. Uhrhan, Pauli, Reger, Fuhr, Schmidt, Schöne, Stengler, Zrmmer, Schwenk, Vater, Dietz, Hermann. In den Wirtschaftsausschuß wurden gewählt die Herren Jhring sen. (Vorsitzender), Albach, Jung/ Jakob und August, Machalett. Frost, Eise. Als Empfangs- auSschuß sollen der Zentralausschuß und die Präsidenten der Ausschüsse, außerdem die Herren Fuhr, Frost, Förster, Zimmer, Volz, Uhrhan, Pauli, Eise fungieren. -k Mainz, 30. Jan. Gelegentlich der in Düsseldorf im Jahre 1902 stattfindenden Ausstellung beabsichtigen die hervorragenderen Weinproduzenten Rheinheffens, sich in umfangreicher Weise durch eine gemeinsame Sonder- auSstellung rheinhessischer Weine zu beteiligen. Die vorbereitenden Schritte find schon geschehen, damit ausMuster; nur mit größtem Widerstreben riß sie sich von ihren Kleinen los, um ihre Pflichten in der Gesellschaft zu erfüllen. Nach dem Diner verschwand sie regelmäßig, um die Kinderstube aufzusuchen. Die Königin hat ihren Haushalt stets persönlich beaufsichtigt. In Norfolk interessierte sie sich besonders für ihre dNnstermilchwirtfchaft. Tas Milchzimmer ist mit glasierten Ziegeln ausgelegt, und an drei Seiten desselben stehen große Marmortische für die Milchschalen. Die Königin liebt die Tiere sehr, besonders die Hunde, und jahrelang stand ein alter Papagei unter ihrem besonderen Schutze. Die Königin ist eine gute Reiterin; dem Radsport huldigt sie nicht, während ihre Töchter ihm gern obliegen. In ihrer Lektüre ist sie sehr wählerisch. Viele gute Romane und Biographien haben ihren Weg nach Sandringham gefunden, aber mit den Tendenzen der neuesten Litteratur kann sie sich nicht befreunden. Besonders liebt sie Geschichten, die die häuslichen Tugenden illustrieren, denn sie glaubt, daß „das Haus die Einheit der (Sioüi)ation" ist. In der Unterhaltung ist die Königin infolge einer ge*| wissen Nervosität etwas zurückhaltend, in Gegenwart guter । Freunde jedoch ganz reizend. In London muß sie sich natürlich bei ihren Ausgängen mehr Zurückhaltung auferlegen, doch ist es ihr auch dort gelungen, manchmal mit ihren Töchtern unbemerkt Einkäufe zu machen. Die Londoner Krankenhäuser und Wohlthätigkeitsanstalten kennen die Königin gut, besonders das Alexandra-Hospital für Kinder und das Heim für unheilbar kranke Kinder. Oft bringt sie bei ihren Besuchen den Kinbeni Spielzeug mit. Natür- llich kann sich die Königin infolge ihrer Stellung nicht erlesene Produkte nach Düsseldorf kommen. Wetzlar, 30. Jan. In der Reiskirchener Tot- schlagsaffaire fand am 29. ds. Mts. die gerichtliche Totenschau und Obduktion der Leiche des erschlagenen Wirts Karl Lehnhardt statt. Nach den „W. Nachr." ergab die Sektion die Durchschlagung der Haupthohlvene, sodaß sich Blut in die Brusthöhle ergossen hat und Lehnhardt sonach an innerer Verblutung gestdrben ist. Der Stich, den Lehn werbt erhalten hat. war unbedingt tötlich und muß mit großer Wucht gefügt! worben sein. Der Thäter wat zur Leichenschau an Ort unb Stelle transportiert worden. Der^ Erschlagene war erst 27 Jahre alt und hinterläßt eine Frau mit zwei Kindern im Alter von 1 und 2«/2 Jahren. •* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In der Generalversammlung des Vereins Mainzer Kaufleute machte der Vorsitzende, LandtagSabg. Molthan, die Mitteilung, daß der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft die Konzession zur Erbauung einer Kleinbahn Hochheim a. M. -Kastel erteilt worben sei. Eine Ausführung bieser Bahn von Hochheim ins blaue Länbchen fei vorgesehen. — Die Mainzer Stadtverordneten .beschlossen, einer Gesellschaft, die eine Anstalt für physikalische Therapie hier errichten will, finanziell entgegenzukommen. — Herr Heinrich Heimbach, Chef der bekannten Rohtabakfirma in Frankfurt a. M., ist am Montag, im kaum vollendeten 50. Lebensjahr verschieden. besitzer in Schlesien. Es besitzen nämlich mehr als er: Fürst z Pleß mit 46 500 Hektar, Herzog von Ratibor 32 750, Herzog von Ujeft 35 250, Graf Schaffgotfch-Warmbrunn 30000, Graf Arnim-Muskau 31250, die Stadt Görlitz 36250, Herzog von Sagan 23551, Prinz Hohenlohe-Jngelfingen 25450, Fürst Stolberg-Wernigerode 25422 Hektar. Erst nach diesen kommt Fürst von Donnersmarck mit, wie erwähnt, 22 750 Hektar. Nach ihm folgt das königl. preußische HauS- sideikommis mit 21882 Hektar, der König von Sachsen (Fürstentum OelS und Herrschaft Gutentag) 21198, Prinz Biron 15000, Fürst Carolath-Beuthen 14607, Graf Hugo Henckel Naklo 14386, Graf Thiele-Winkler 13420, Herzog Günther von Schleswig 12898, Prinz Albrecht von Preußen 12612, Graf Maltzahn-Mielitsch 10650 Hektar. Damit find die Besitzer von mehr als 10000 Hektar erschöpft. Erwähnenswert ist auch der Besitz beS preußischen Staates in Schlesien: der Domänenfiskus hat 23200, der Forstfiskus gar 159994 Hektar. " Hamburg, 30. Jan. Der bei Cuxhaven gestrandete Dampfer „Sommerfeld" hat den Hinter- Vermischtes. • Zur Ermordung des Rittmeister v. Krosigk wird aus Gumbinnen gemeldet, daß ein Unteroffizier bet Schwadron des Ermordeten schwer belastet ist; er soll nicht nachweisen können, wo er während der Mordthat sich aufgehalten hat. Der Erschaffene stand, wie bestimmt verlautet, unmittelbar vor seiner Versetzung; er sollte in das Leib-Gardehusaren- Regirnent nach Potsdam kommen. Am Freitagnachmittag sand die Leichenfeier für den Dahingeschiedenen unb die Ueberführung der Leiche nach dem Bahnhof mit militärischem Gepränge statt. * Latifundien in Schlesien. Hebet den Fürsten Guido Henckel von Donnersmarck wird mitgeteilt, baß sein Grundbesitz in Schlesien nicht weniger als 22 750 Hektar beträgt, also eine Größe erreicht, wie sie im Westen unb ©üben DeutschlanbS kaum erhört ist. Uebrigend ist bet schlesische Besitz nicht der einzige beS neuen Fürsten von Donnersmarck. Et besitzt auch große Gütet in Rußland unb Galizien. Et ist Erbhett bet Fibeikowmishettschaften Tatnowitz-Neubeck, Zyglin, KoSlowgora unb Alt Tarnowitz im Kreis Beuchen, Lubschan unb Woifchnik im Kreis Lublinitz. ferner der Allodialgütet Reptem, Kamin, Chropaczow, I ©chwientochlowitz, Mikultschütz, Heybuck, Mokoschan, Stollarzo- witz und Gtzybowitz tm Kreis Beuten in Obetschlesien, ferner der Statostei Klobucko mit den Schlüsseln Wtzenczieza, Zagorze, Kocin und Ostrow, sowie der Gütet Tabkowice unb Dobietzowice in Russisch Polen unb bet Herrschaft Lipowice in Galizien. Der Besitz in Oberschlesien ist besonberS wertvoll burch die Kohlengruben, Erzgruben und industriellen Werke, welche sich auf ihnen befinden. Aber trotz diesem gewaltigen Besitz ist Fürst von Donnersmarck noch keineswegs der größte Grund- UmoersiMs Nachrichten. Berlin, 31. Jan. Professor Dernburg ist heute aus der Klinik entlassen worden. Der Zustand des greisen Gelehrten ist Verhältnis» mäßig zufriedenstellend. an allen Wohlthätigkeiisanstalten bethätigcn, aber sie Hilst dann, ohne daß ihr Name genannt wird, durch ihr befreundete D-amen. Ihre Korrespondenz überwacht die Königin persönlich und sorgt, daß jeder Brief angemessen beantwortet wird. Ihre Hofdamen könnten manche rührende Geschichte davon erzählen, wie sie den^Armen und Betrübten sich als Freundin erwiesen hat. So sorgte sie beim Krönungsjubiläum für einen Unterstützungsfonds, und stattete während des jetzigen Sieges das Lazarettschiff „Prinzeß of Wales" aus. Erst unlängst hat Sir Thomas > Lipton unter ihrer Oberaussicht ein Restaurant für die ar beitenden Klassen Londons eröffnet, wo ein gut gekochtes! Mittagsbrot aus drei Gängen für vicreinhalben Pence geliefert wird. Wenige Tage nach der Eröffnung kamen der Prinz und die Prinzessin von Wales, lösten wie andere ^nden ein Billct und nahmen an der einfachen Mahlzeit Gerichtssaal. § Rockenberg (Wetterau), 1. Febr. Ein eigenartiger Prozeß wird seit zweieinhalb Jahren zwischen unserer Gemeinde und einem hiesigen Unternehmer geführt. Erstere räumte vor vier Jahren dem letzteren das Recht ein, die Quarzitsteinlager im Gemeindegelände ^auszubeuten, wofür dieser für den verladenen Waggon Steine 2 Mark an die Gemeindekasse zu zahlen, aber mindstens jur zwölf Wagen monatlich diesen Einheitspreis zu Entrichten versprach, auch wenn er nicht so viele Waggons -steine in ei Monat verladen würde; ferner verpflichtete beittn« nehmet sich, zwecks Kontrolle die gebrochenen steine auf der Gemeindewage vor dem Wegsahren wiegen z Tage droben blieben. * Königin Alexandra von England. Ein anziehendes Charakterbild von Englands neuer Königin brachte eine der letzten Nummern von „HarmSworth Magazine", dem wir folgende Züge entnehmen: Schon bei ihrer Verlobung im Jahre 1862 wurde die jetzige Königin Alexandra von allen Klassen der Gesellschaft freudig ausgenommen und bald gewann sie sich aller Liebe, nicht nur durch ihre persönlichen Reize, sondern auch durch ihren sympathischen Charakter. Der Prinz von Wales, der seine Gemahlin, ohne sich-von politischen Gründen beeinflussen zu lassen, frei ged wählt hat, soll die dänische Prinzessin zuerst im Dom zu Worms gesehen haben. Er warb bald darnach um ihre Neigung. Die Prinzessin, deren Vater damals noch Thronerbe war, wuchs in einer idealen häuslichen. Umgebung auf, was natürlich nicht ohne Einfluß auf den Charakter des jungen Mädchens blieb. Seitdem sie in England lebt, | hat sie gewissenhaft die Erfüllung schwerer öffentlicher unb. geselliger Pflichten mit den häuslichen Tugenden, die ihr I Gemahl nie genug preisen kann und ja bekanntlich nicht selbst .besitzt, zu verbinden gewußt. Ihre ruhige Anmut und ihr I liebenswürdiges Benehmen haben ihr in der Oeffentlich»- I feit aller Herzen gewonnen, aber erst in der Stille ihres I Heims, in Sandringham, konnte sie recht gewürdigt werden. .Die dortigen Bewohner erzählen viel von ihrer Bescheiden- . heit und Güte. Sie hat die Leiden der Armen dort gelindert und mitgefühlt; sie sitzt lieber am Bett eines I Kranken, als daß sie ihren Platz im Glanze eines großen .Staatsaktes einnimmt. Als Mutter war die Königin ein Im Verlage von S ch u st e r u. Löffler in Berlin sind die ersten Bände von zwei Nerchruckserieu erschienen, von denen die eine unter dem Nameü 9! o v e l l e n - Ausgabe, die andere unter dem Namen Merlin-Ausgabe herausgegeben werden. Den Namen haben diese beiden Serien nach den ersten Neudrucken erhalten, die sie bringen, die Novellen-Ausgabe nach der „N o v e l l e" von G o e t h e, der auch des Dichters „Märchen" beigegeben ist, die M er* ti n-Ausgabe nach Jmmermanns „Merlin". Die No- vellen-Ausgabe soll Werke in ungebundener, die Merliu- Ausgabe in gebundener Rede enthalten. In einer Vorrede, welche die Herausgeber dem ersten Band dex Novellen-Aus- ! gäbe voraussenden, erklären sie, daß es sich dabei nicht um eine neue Spezies der sogen. Klassiker-Ausgaben handele. Es ist vielmehr beabsichtigt, eine Reihe von Werken neu herauszugeben, die, wenn sie auch nicht gerade Kütiofai genannt werden können, doch eine gewisse Eigentümlichkeit des Inhalts ober der Form an sich haben, bie einen eigentlichen Genuß nur wirklich kunstverständigen kitteratur* freunben zugänglich und bie Verbreitung solcher Werke in einem weiteren Leserkreise von vornherein als ausgeschlouen erscheinen läßt. Auch sollen nicht allgemein geschätzte, wertvolle Dichtungen früherer Zeit der Vergessenheit entrissen I unb durch eine vornehme unb solide Drucklegung teils einer I allgemeinen Beachtung zugeführt, teils vor materieller Ver- nid)hing bewahrt werden. Die Herausgeber verhehlen sich nicht, daß ein Bedürfnis nach solchen Neudrucken vorläufig I nur bei einer geringen Zahl von Kunstfreunden vorhanden ist, aber es ist wohl möglich, daß ihre Erwartung, daß das Wandeln auf den weniger betretenen Pfaden der älteren I kitteratur anregend auf die heutige Produktion wirken werde, sich als gerechtfertigt erweist, jedenfalls verdient das Unternehmen die Unterstützung der gebildeten Welt, für bie es berechnet ist. Außer diesen ersten Bänden der Novellen- Ausgabe und der Merlin-Ausgabe hat der Verlag noch eine größere Anzahl der neuen Richtung angehörender, natürlich für Erwachsene bestimmter Werke jüngst versandt. Was ihre äußere Ausstattung betrifft, so zeichnen sie sich durch große Gediegenheit, namentlich durch vorzügliches Papier und sehr guten Druck und eigenartigen Buchschmuck aus. Unter den neuen Erscheinungen befinden sich: „Rittep Ungestüm, eine Geschichte, erzählt in Prosa und Versen", von Alfred Walter Heymel, „Sechs Geschichten" („Das Grauen", „Julian und Celia", „Der Einsame", „Tas Schemen", „Die beiden Pilger" unb „Die sonderbare Stadt") von Paul Ernst, „Von G o 11 u n b a n b e r e s", erzählt von Rainer Maria Rilke, Buchschmuck von E. R. Weiß, „Briefe an eine junge Frau" unb Novellen von W Freb. — In bemselben Verlage erschien ferner als dritter, recht umfänglicher Band der „Zeitgenössischen Selbstbiographien" die sehr breit angelegte kebensgeschichte von Karl Emil Doepler dem Aelteren unter dem Titel „75 Jahre keben, Schaffen, Streben, eines Malermannes letzte Skizze". Des Autobiographen Erinnerungen aus vormärzlicher Zeit (kola Montez in München) sind ebenso interessant wie die an Richard Wagnep unb Kaiser Friedrich, rc. — Eine Gedichtsammlung „Neuei Quellen" ist für die Jugend bestimmt unb herausgegeben auf Veranlassung des Altonaer Prüfungsausschusses für Jugendschriften vom kehrer I o h a n n e s H e n n i g s e n. Sie enthält Gedichte von Ferd. Avenanus, M. G. Conrav, Richard Dehmel, Otte Ernst, Falke, Fitger, Fontane, Keller, kiliencron, C. F. Meyer, dem Prinzen Emil zu Schon- aich-Carolath, Heinrich Seidel, Storm, Wildenbruch u. a, und verdient die beste Aufnahme von Seiten «der Schulbehörden. - Hans W. Fischer hat seme modernen Gedichte unter dem Titel „Sehnen und Leben n- demselben Verlage herausgegeben. — Endlich behandelt Arthur Möller-Brück „bie moberne litte* ratur in Gruppen unb Einzeldarstellungen" unb fvricht in Bd. VII über „U nser aller Heimat . Mailand, 30.Jan. State früh 7 Uhr erfolate die Bestattung Verdis in einfacher Weise. Den L.ichmzug eröffnete eine Ab eilung Kavallerie und Fiuerwehr. Hinter dem Leichenwagen schritten btt Verwandten Bertreier der Stadtbehörl en und Vertreter der Kunst und Wistenschast. Verdi wurde in der Familiengruft an der Seite seiner verstorbenen Gattin betgesetzt. Einer letztwilligen Verfüvung Verdi'- zufolge sollen zwei in seiner Villa befindlichen Kitten uneiöfinet verbrannt werden Man vermutet, daß diese Kistrn unveiöffentlichte ■H 8i* 30. Ja», freute «b-ud fand im „HolländischenIsteven gebrochen und wird vermutlich verloren gehen.! TT '*♦?. . o. v «• »<■..... — ar..«cj.ncr— | neute herrscht in der Mündung wieder starker Sturm. * Straßburg, 30. Jan. Eine Offiziers gesell sch ast geriet an Kaisers Geburtstag auf den Einfall, einen Ringkampf zu veranstalten. Der Scherz artete in Ernst! auS. Im Gemenge versetzte der Hauptmann AdamS dem Regimentsarzt Dr. Rüger, Oberstabsarzt im In fanterie Regiment 144, einen Schlag. Der Zwischenfall brachte deu Bruder Dr. Rüger's, Oberleutnant Rüger vom Infanterie-Regiment 17, in so hochgradige Aufregung, daß er sich mit anderen Kameraden in die Wohnung Adams' begab und ihn durch einen Revolverschuß tötete. Ob ein Wortwechsel voranging, ist nicht bekannt. Der Tod trat sofort ein. Rüger wurde verhaftet und nach Metz Börsennachrichten« Tendenz ruhig. 30. Januar. 49 50 M. 49 69 „ 48 79 , 97 80 M. 89 50 , 8159 , . 208 90 . 178 00 .130.00 . 145 40 . 148.50 . 142 39 . 159.70 . 193.90 . 175 03 . 176.80 Kreditaktien . . . Diflkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oeeterr. titaatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . . Harpen er . . . . sieben Panzerschiffe zu erbauen, die eine Bewaffnung haben werden, wie sie irgend eine Nation bei keinem andere» Hahrzeuae aufweisen kann. Soustautinopel, 31. Jan. Gestern abend fand ein Gala- Diner in A idiz beim Sultan statt. Geladen wäre», der deutsche Botschafter, der Führer der Berliner Mission, Fianz, der 1. Offizier der „Moltke-, Jacobson, die höheren Beamten der Botschaft, der Generalkonsul Stemrich uni) der ReaiernnaSboufübrer Schule. da der Export in Weizen dieses Landes nicht zu unterschätzen ist. Kn welcher Weise sich aber die Ungarn Repressalien verschaff-n könnten, ist sehr schwer zu sagen, da sie selbst fremde Industrien, also vor allem auch deutsche, mit v elem Fleiß und unter großen Fic lnäten in ihr Land zieh-n. Auch haben untere Fabriken im Gegensatz zu ihren österreichischen Nieder lafsungen bezüglich der ungarischen wett weniger zu klagen, weil dort alle Parielen ohne Unt rschied für die materielle Entwicklung ihrer Thätigkeit zu jeder Maßnahme entschlossen smd.• Handel und UerKehr. Uolkswirtschast. — Unsere Handelsverträge. Es scheint, als ob die Erbitterung des Auslandes gegen die Debatten gegen unsere Handelsverträge steigt, wenngleich aus dem wichtigsten Lande für uns, aus Ruß land, noch nichts in dieser Beziehung für unS vorliegt Zunächst scheint Ungarn einer solchen Bedrohung nicht einfach passiv gegenüber bleiben zu wollen, . 97 20 . 87.80 . 93.85 . 96.00 42.10 . 24.40 . 97.50 . 80 9 J Neueste Meldungen. paffet, 31. Jan. Auf Ersuchen der Behörde wurde eine Abteilung des hiesigen Husaren . Regiments nachtS alarmrert, nm nach Nieder-Möllrich auszurücken und dort die Eismaffeu des Eder-Flusses zu sprengen. Oer ganze Ort ist überschwemmt und viele Häuser find gefährdet. Köln, 31. Jan. Der „Köln. Ztg." wird eine Meldung von umfangreichen Schwindeleien, die in den letzten Monaten von Berlin aus mit dem Titel Kommerzienrat getrieben wurden, von gut unterrichteter Seile bestätigt DaS Blatt sagt, es sei dem Handelsminister von zuständiger Seite darüber berichtet worden. Der Minister ließ den Sachverhalt durch sofortige Ermittelungen des Berliner Polizei Präsidiums feststellen und die Sache der Staats anwaltschaft beim Landgericht I in Berlin zur strafgericht lichen Verfolgung übergeben. Preßburg, 31. Jan. Hier ist die Influenza in großem Umfange aufgetreten. Die Zahl der Erkrankten beträgt gegen 8000. Paris, 31. Jan. Aus mehreren Provinzen Frankreichs und aus Belgien werden Schneestürme gemeldet. Auch hier hat es die ganze Nacht geschneit. Washington, 31. Jan. Das Marineamt hat beschlossen, 41/, 4% 3« , o/e 3V,% Telephonischer Kursbericht- Frankfurt, den 31. Januar. zi/, o/o Konsols . . . 3 % do ... 31/,0/q Hessen . . . 5 ”/c Italien. Bente . . 4% Griech. Monop.-Anl. 8 % Portugiesen . . 8 O/o Mexikaner . . . 4%% Chinesen . . . 3% e/0 Reichsanleihe . . 97 60 3 % do . . 87 95 Berlin, 4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 <. 2 4 o/o do. 8. 5/6 unk. b. 1904 SV, 6/ do. 8. 7/8, unk. b. 1906 4 % D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 3*/,°/o do. unk. 1905 4% Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 sowie die für seinen Betrieb erforderlichen Arbeiter und Fuhrleute nur aus der hiesigen Einwohnerschaft zu nehmen, diese auch gut, bezw. in ortsüblicher Weife auszulohnen. Wegen angeblicher Löhnungsdifferenzen stellten Rockenberger Arbeiter ihre Thätigkeit wieder ein, der Unternehmer beschäftigte auswärtige Leute und brachte angeblich das verladene Material nicht immer auf die Orts- toaqc, weshalb der Gemeinde - Vorstand den Betriebs- übc'rnehmer bei dem Landgerichte auf Vertragserfüllung verklagte, jedoch nur ein teilweise obsiegendes Urteil er- ftritt. ' Infolge beiderseits eingelegter Berufung schwebt der Prozeß gegenwärtig beim Oberlandesgericht Da der Streitwert ziemlich hoch bemessen ist, auch mehrfache Beweisaufnahmen und ein Lokaltermin dahier stattfanden, dürfte dem unterliegenden Teil eine bedeutende Summe Gerichtsund Anwaltskosten blühen. _____________________ Kottesdievst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Aeltgioirsgemetnde. Samstag den 2. Februar 1901. Borabend 5 Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr Schrift erktärung, Sabbathausgang 6M Ubr Gottesdienst der israelitischen Aeligionsgesellschaft. Sabbatbseier am 2. Februar 1901. Freitag abend 4" Uhr, Samstag vormittag 8" Uhr, nan- mittagS 8 Uhr, Sabbathausgang 6" Ubr. Nachmittag 2" Uhr SchrifterklLrung. WechengotteSdienst: morgens 7 Uhr, abends 5 Ubr do. 8. 15-18 unk. b. 1904 82 50 , do. 8. 19-20, unk. b. 1905 00 06 w do. 8. 18, 14 7« 70 , do« 8. 21, 22, unk. b. 1905 76.70 » 526 Wettergasse. Marktstrasse 9. 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Februar, vormittags 11 Uhr. vom Slerbehause Frankfurterstrahe 90, aus statt. iOOt Couverts mit Firma s;;, vrühl'jche Universitäts-Druckerei. Holz-Versteigerung in der Iürstlichen Höerförsterei Lich. E> sollen versteigert werden: Montag den 11. Februar,31 a) vormittags von S«/z Zlhr an im Distrikt Häuserberg: 18 rm Elchen-Knüppel. 450 Elchen'Wellen, 3 rm Nadelholz-Knüppel, 2000 Nadelholz-Wellen, ca. 3 fm Fichten-Stangenholz. Ferner einiges Knüppel-, Stock- und ReiSholz von Fichten- und Ktefern- Wtndfällen im Wehrholz und ErleSberg, ohne vorgezeigt zu werden. Die Zusammenkunft ist auf dem Fahrweg von Lich nach Nonnen- ro'.h. beim Eingang in den Walddistrikt Häuserberg.____ _ " b) vormittags 'von ll^, Ahr '««'im Distrikt"Langeberg: 7700 Weichholz .Forstwellen (Backholz u. s. w), 8 rm Nadelholz-Stöcke, 200 Nadelholz-Wellen, ca. 8 fm Fickten-Derbstangen. Die Zusammenkunft ist auf dem ckaussierten Weg von Nieder- Bcssingen über Mühlsachsen in den Langeberg, beim Eingang in den Wald. -* lieber den Verkauf von ca 25 fm Bauholz (Fichten und wemg Küfern) im Distrikt Häuserberg, ca. 35 fm Fickten- und Kiesern- Bauholz im Distrikt Langeberg, ca. 15 fm Fickten-Baubolz im Wehrholz, ca. 35 fm Fichten-Bauholz in der Hard, ca. 75 fm Fichten- Bauholz in der Meilback, ca 40 fm Fichten- und Kiefern-Bauholz im Höler, ca. 100 fm Sicken-Schnittholz auS Riedwald, Meilback, £■> nb und Höler, ca. 20 fm Buchen-Schnittholz und ca. 15 fm sonstiges Nutzholz (Linden, ElSbeere, Hainbucke in Abschnitten, liegend und in Raummetern aufgeschichtet) wird demnächst ausführliche Bekanntmachung erfolgen. 4“ . 990 Dr. Dleffenbach. ücrltiutfen 989] Best. Mädchen s. z. 1. Mürz Stelle f. Kücke u. Haus als Mädchen allein. Beste Zeugn. st. zu Dienst. Zu erfragen in der Expedition. Tücht. Verkäuferin, aus g. 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