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Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und AuSlaadrt nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener AnmikiendtLtter werden dem Anzeiger tm Wechsel mit „Hess. Jandwirt" u. „Blätter für heff. Volkskunde- wSchtl. 4 mal beigelegt. Ännshmt von Anzeige« zu der nachmittags für be« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abendS vorher. Anrts- und Anzsrgedlatt für den Ureis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchntstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Mütter für hessische UollisKunde. ma«EBBBjBawcgaBacgM—pbiwage— ’i i w mpmmwmmmmmmmwo1»'™*» -----!---H. ■ ' 1' ■ ■ ■ ■' ■ =5g Adresse für Depeschen: Anzeiger Hietze«. Fernsprecher Nr. 51. Deutsches Reich. Berlin, 29. Oktober. Der Kaiser hat am Freitag aus Anlaß der 100. Wiederkehr des Geburtstages des Generalfeldmarschalls Grafen v. Moltke an den Majoratsbesitzer von Creisau, Generalmajor und Kommandeur der 11. Kavalleriebrigade Grafen v. Moltke, folgendes Telegramm gerichtet: „Der in Dankbarkeit und Verehrung heute am Grabe des großen Genius versammelten Familie Moltke sende Ich in -gleich dankbarem Gedenken an die große Gnade Gottes, die heute vor 100 Jahren dem Vaterlande, Meinem Hause und der Armee einen nie zu besiegenden Feldherr^ ein für alle Zeiten fortwirkendes, leuchtendes Vorbild für das Offizierkorps geboren werden ließ, Meinen Königlichen Gruß. Wilhelm. I. N." — Der Kaiser hörte heute vormittag von 9 Uhr ab die Vorträge des ^Kultusministers Dr. Studt, des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus, des Staatssekretärs von Tirpitz und des Chefs des Marinekabinetts v. Senden- Bibran. „ — Von einer beabschtigten Seereise des Kaisers wird der „Post" aus Kiel folgendes gemeldet: Die Kaiseryacht „Hohenzollern" hat telegraphischen Befehl zur sofortigen Instandsetzung erhalten. Die Yacht hat bereits die Werft aufgesucht, um dort Bodenreinigung und andere Arbeiten vornehmen zu lassen. Wie verlautet, wird der Kaiser im Laufe des November eine kurze Seefahrt unternehmen, die vermutlich nach Schweden führt. Nähere Dispositionen bezüglich dieses Ausfluges sind noch nicht bekannt gegeben. — Im Befinden der Kaiserin Friedrich schreitet die Besserung wieder in normaler Weise fort, sodaß Professor Ren Vers gestern nicht zur Konsultation nach Schloß Friedrichshof fuhr. — Bei dem Reichskanzler Grafen Bülow findet heute zu Ehren des Fürsten zu Hohenlohe ^Schillingsfürst ein Diner statt, wozu u. a. die Prinzessin Elisabeth zu Hohenlohe, das Erbprinzenpaar zu Hohenlohe und Fürst zu Hohenlohe-Oehringen sowie Staatssekretär Frhr. von Richthofen geladen sind. — Ein Berichterstatter meldet, daß im Reichsamt der Innern mit Samstag unter dem Vorsitz des R e i ch 5 -- kanzler s eine Konferenz;urBesprechun g v o n Zolltariffragen stattfand. Außer Graf Bülow nahmen die Minister v. Miquel,GrafPosadowsky, Frhr. v. Hämmerst ein und B re feld, sowie der Staatssekretär des Auswärtigen Frhr. v. Richthose» ! an der Besprechung teil, hffe ungefähr drei Stunden dauerte. — Dem Vernehmen nach ist der Wirkt. Geh. LegattonS^ rat v. Mühlberg zum Unter staats sekret är den auswärtigen Amts ernannt worden. — Der Etat für das Reichsschatzamt ist dem | Bundesrat zugegangen Der Krieg in China. Dem Reuter'schen Bureau wird von der chinesischen Gesandtschaft in London mitgeteilt, diese habe am 16. Oktober ein Telegramm mit der Nachricht empfangen, daß die Kaiserin-Witwe in Tungkwau am Gelben Fluß angekommen und der kaiserliche Hof noch dort sei. Die Gesandtschaft erhielt keine Nachricht über eine Erkrankung der Kaiserin und meint, die Meldung müsse sich auf einen vor der Abreise des Hofes von Singanfu liegenden Zeitpunkt beziehen, dürfe also nicht so ausgesaßt werden, als ob der Hof dorthin zurückgekehrt sei. Reuters Bureau meldet aus Pa otingfu vom 20. ds.: Die Kolonne 'der Verbündeten ist gestern hier eingetroffen, und sand Franzosen vor, die bereits im Besitze der Thore waren. Gaselee, begleitet von einem Stabe fremder Offiziere, hielt mit dem Provinzialrichter eine Zusammenkunft ab, und traf ein Abkommen mit ihm bezüglich der Uebergabe der Thore. Heute ritt nun Gaselee und sein Stab, eskortiert von je dreißig Berittenen der vertretenen Nationalitäten, durch die Stadt. Später wurde ein Kriegsrat gehalten und beschlossen, die Stadt in vier Bezirke einzuteilen, von denen jeder von einer Abteilung Soldaten der vier Nationalitäten unter dem Kommando des Majors v. Wyneken bewacht wird. Im Schatze wurden 740 000 Taels gefunden und von den Verbündeten genommen. Die französische Truppe, die Tientsin am 1. Oktober verlassen hatte, war fünf Ärge vor der zusammengesetzten Kolonne hier eingetroffen. General Vohron hatte Boten an sie abgesandt mit dem Befehl, Halt zu machen und auf die übrigen Verbündeten zu warten,- die Boten hatten aber die Truppe nicht getroffen. Die zu der Tientsiner Truppe gehörige Kavallerie ist heute hier eingetroffen; der Rest der Kolonne wurde durch schlechte Wege aufgehalten und wird morgen hier erwartet. Aus Peking wird vom 27. gemeldet: Die Gesandten hielten heute zum zweiten Mule eine Sitzung ab, um den Eorschlag des französischen Ministers des Auswärtigen, Delcasfä, zu prüfen. Alle waren der Ansicht, mau müffe für die Hauptschuldigen bei den letzten Eceigniffen die Todesstrafe verlangen. Mau hat Grund, anzunehmen, daß, wenn die Mächte darauf bestehen, die chinesische Regierung dieser ihrer Forderung gerecht würde. Aus die letzte Note Tschings und Li'Hung-Tschangs wird keine Antwort erteilt. Meldungen auS Tientsin zufolge beabsichtigt eine aus Deutschen rind Russen bestehende Truppenabteilung einen Posten südöstlich von Tungschu anzugreifen, wo sich 10,000 Mann Boxer und entlaufener regulärer Truppen gesammelt haben sollen. Französische Artillerie wird sich an dieser Expedition beteiligen. _ „ Aus London wird vom 29. gemeldet: „Daily Mail meldet aus Hongkong: Kaiserliche Truppen und Landleute haben bei Samtanchuk (?) die Aufständischen geschlagen und 600 getötet. Die Aufständischen ziehen sich jetzt zurück. „Daily NewS" berichtet aus Schanghai, daß der kaiserliche Hof am 26. Oktober in Singanfu eingetroffen ist. Dem „Standard" wird aus Schanghai vom 28. gemeldet, daß die Kaiserin einen Spezialkommissar damit beauftragt habe, alle Gelder, die er aus den Provinzial-Schatzämtern Mittel« und Südchinas irgend auftreiben könne, zu sammeln. Aus Washington meldet man vom 28.: Der Gesandte Conger hat den Kapitän Hall von dem amerikanischen Marinedetachement, das sich in Peking befand, beschuldigt, er habe sich während der Belagerung der Gesandtschaften Feigheit zu schulden kommen lassen. General Chaffee hat daraufhin eine Untersuchung angestellt und die betreffenden Schriftstücke nach Washington gesandt mit dem Vorschläge, die Sache nunmehr aus sich beruhen zu lassen. Die Schriftstücke sind jedoch dem Kommandanten des Marinedetachements übergeben worden, der durch einen be- sonderev Gerichtshof eine eingehende Untersuchung vornehmen lassen wird. Der Times" wird vom 26. ds. aus Peking gemeldet: Heute sand eine Beratung der fremden Gesandten statt, in der beschlossen wurde der Lts^ der sieben Beamten, deren Hinrichtung ott an9^ fordert ist, noch die Namen der Prinzen > ■unb gingu en hinzuzufügen. In einem wetteren kaiserlichen Erlaß-wird der Versuch gemacht, die Mächte durch dte Anordnung weiterer Bestrafung schuldiger Minister zu versöhnen Dem Reuterschen Büreau wird aus Pvvtivgfu vom 23. ds. gemeldet: italienische Truppen halten Paotingfu besetzt; die britische Abteilung lagert im Norden der Stadt. Der festgenommene Provinzialschatzmeister wird von einer.Kommission abge- urteilt werden, der Bailloud als Präsident, Major von Brixen und die Obersten Camsey und Sausa, sowie ^,ame- Nach einer Meldung der „Daily Mail" aus Maritz- burg bestand die Abteilung Buren, die die Station Wasch bank angriff, aus 50 Mann Swaziland-Polizei und Natal'schenRebellen unter dem russischen Hauptmann LebowonSki. * ♦ * Die von ausländischen Zeitungen gebrachte Nachricht, Krüger habe zur Erlangung befferer Friedensbedingungen die Vermittlung des Schweizer Bundesrate« angerufen, bestätigt sich, wie aus Bern gemeldet wird, nicht. Dem Bundesrat sind keinerlei Mitteilungen zu« gegangen. Wie aus Marseille vom 29. gemeldet wird, trifft Präsident Krüger am 11. November hier ein. Er wird sich von hier nach Lyon begeben, wo gleichfalls ihm zu Ehren ein Empfang stattfindet. Von Lyon reist er nach Paris weiter. * Telegramme des Gießener Anzeigers. Berlin, 30. Oktober. Nach einer Meldung aus London herrscht in Kimberley Panik. Ein Buren-Kommando befindet sich unmittelbar in der Nähe. Die Garnison steht unter Waffen. In London traf gestern Nachmittag die Nachricht auS Kapstadt ein, daß Cecil Rhodes : am Fieber darniederliege. London, 30. Oktober. Beim Einzug der City- Volontäre in London ereigneten sich gestern viele Unfälle. Am LudgatS Zirkus brach ein Wagen mit Zu- schauern zusammen. Auch an anderen Punkten sandeu zahlreiche Unfälle statt. Die Ambulanzen hatten ununter- I brocken Arbeit. Eine derselben behandelte in ihren ver- I schiedenen Stationen 2000 Verunglückte. Weitere 260 I benötigten chirurgische Behandlung. 77 wurden in den I Hospitälern als schwer verwundet zurückbehalten. I 1 son als Dolmetscher angehören. Wegen des Schicksals I Paotingfus werden die Befehle des Grafen Walder- I e e noch erwartet. Der Bericht des russischen Generalstabes nach Peters- I bürg vom 27. ds. meldet, daß der Belagerungspark I und die Transporte am 7. Oktober in Mugden einge- I troffen sind. Bei der Besichtigung des chinesischen Re- I gierungsgebäudes vor der Einquartterung von Truppen I ergab sich, daß fast in allen Gebäuden Sprengminen ge- I legt worden waren, ihre Sprengung wurde nur durch, die ] rasche Eroberung verhindert, ferner wurden Aufrufe vor- I gefunden, die allen Europäern den Krieg erklären. Am I 2. Oktober wurden bei einem Streifzug gegen chinesische I Marodeure die Befestigungen der Kaisergräber erobert. I Die Hauptmassen der chinesischen Truppen flohen in west- I licher und nordwestlicher Richtung nach) der Mongolei, | am 3. Oktober errichtete General Subbotitsch eine Stadt- I Verwaltung in Mugden und forderte die Stadt durch I Anschlag zur Ruhe auf, bis jetzt wurden etwa 50 Geschütze I neuester Konstruktion und Marinegeschütze, sowie Artillerie- I Munition und 7000 kleinkalibrige Gewehre erbeutet, ebenso I 20 Millionen Patronen, darunter auch solche mit Explosiv- I kugeln, am 4. Oktober besichtigte General Subbotitsch die I Befestigung der Kaisergräber und ließ eine Abteilung I als Garnison dort zurück, die übrigen Truppen wurden I außerhalb der Stadt postiert. Die Einwohner beruhigen I sich, allmählich. Am 5. Oktober wurde zur Sicherung der I Arbeiten der Eisenbahnlinie ein fliegendes Korps gebildet, I gleichzeitig wurde, um das Thal des Liaoscheflusses vom I Feinde zu säubern, die Abteilung des Obersten Kondrato- witsch! nach Niutschwang abgesandt. Bei einer sorgfältigen Durchsuchung des kaiserlichen Palastes nad). etwa unbesehenen Schätzen wurden der Thron der Kaiser aus der mandschurischen Dynastie, eine reichhaltige Bibliothek und zahlreiche Gegenstände von archäologischem Werte gefunden. Bei der andauernden Regenzeit ist der Uebergang über die Flüsse jetzt schwierig geworden. * * * Telegramme deS Gießener Anzeigers. Berlin, 30. Oktober. Wie aus Bremen gemeldet wird, gehen mit dem Lloyddampfer „Prinzessin Irene" Proviant und Kriegsmaterial nach China ab, ebenso 154 Pioniere, die heute nachmittag von Harburg I in Bremervaven eintreffen. . . London, 30. Oktober. Aus Shanghai wird gemeldet, daß die Gegend zwischen P e k i n g und T i e n t s i n sich wieder in großer Aufregung befindet. In den letzten Tagen fanden zwischen den verbündeten Truppen und den Boxern mehrere Kämpfe statt, in denen die Boxer mit Verlusten zurückgeschlagen wurden. Paris, 30. Oktober. Die Meldung, Kaiser Kwangsü habe den Vertretern Chinas in Europa und Washington telegraphisch ein Gutachten abverlangt, ob fie seine Rückkehr nach Peking für geraten halten, findet insofern Bestätigung, als der hiesige chinesische Gesandte gestern abend der Regierung mitteilen ließ, er habe den Kaiser telegraphisch zur Beschleunigung der Verhandlungen nach Peking zurückzukehren gebeten. Es verlautet, daß auch andere Vertreter Chinas nach Rucksprache mit den Regierungen, bei denen sie beglaubigt sind, Depeschen desselben Inhalts abgesandt haben.__ . _______ . Jill.. I..J1III1 ........ 1 Lüdafrikauisches. «u« Pretoria wird vom 25. Oktober gemeldet: De Wet soll im Norden de« Oranje-Freistaate« 3000 Burgher« bei sich haben. Die Buren durchschneiden systematisch jede Nacht den Telegraphen. Ein Telegramm der „Central New«" au« Kapstadt bestätigt, daß Donnerstag Nacht bei der Station Fraser- b ura No ad, di- nur 300 englische Meilen von Kapstadt entfernt ist, aus Wachtposten geschossen wurde Ein Soldat wurde getötet und ein anderer verwundet. Es scheint unglaublich, daß Buren au« den Republiken bei Fraserburg Road sein können, -« müssen Kapkolonisten ge- ^'sus'öoo Pftab wird unter« 24. Oktober berichtet: Ein von berittener Kappolizei begleiteter Eis-nbahnzug wurde zwischen Wegdraai und Hoopftad von zwei Burenkommandos angegriffen. Erst wurden die Buren mit einigen Verlusten zurückgetrieben, dann umzingelte eine große Abteilung Buren mit zehnfacher Ueberzahl die dem Zuge vorausgeschickten Reiter und eröffnete cm mörderisches Feuer. Die Engländer mußten sich zurückziehen und zwei Maximgeschütze im Stich lassen, nachdem man ihren Mechanismus zerstört hatte. Eine Anzahl Pferde ging während des Kampfes durch. Kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit kam Verstärkung au und die Buren wurden zurückgetrieben. Bon der Eskorte find 7 Mann getötet, 9 verwundet und 13 von den Buren gefangen worden. Gießen, den 30. Oktober 1900. •• Hochwasser droht infolge der anhaltenden Regengüsse eiuzutreten. Die Lahn ist an manchen Stellen schon aus ihren Usern getreten. ** Wegeuuterhaltuug. In diesem Jahre hat die Stadt Gießen die Ederstraße von der Steinstraße bis zum Eisenbahn-Viadukt sehr schön Herstellen lassen, von dort aber bis an die preußische Grenze nach Wismar hin befindet fich der Weg schon lange in einem sehr verwahrlosten Zustande. Er ist mehr wie auSgesahren, und die armen Pserde, die dort häufig schwere Lasten zu ziehen haben, müssen bedauerlicher Weise bei dem trostlosen Wege schon mit dem leeren Wagen sehr leiden. Wer einmal Gelegenheit hat zu sehen, wie die dampsenden Gäule von dem in den auSgesahrenen Gleisen stark hin und her schwankenden Wagen, malträtiert weise sehr roh. c. Am schlimmsten war es am Temple Bar, wo die Fleet Street und die City beginnt. Spalierbildende Volunteers und Polizei kämpften immerfort Legen das drängende Publikum. Der Kampf schien aussichtslos. In die patriotischen Gesänge halb betrunkener Leute und den Lärm der Karnevalsinstrumente mischten sich die Schreie gedrückter Frauen. Polizisten ohne Helme sah man häufig den Verletzten Beistand leisten. Der Lord Mayor sollte am Temple Bar, der ine Grenze der City bildet, die City Volunteers willkommen heißen, aber das mußte unterbleiben, weil das Gedränge den Lord Mayor verhinderte, zur Stelle zu kommen, doch pflanzten die Volunteers hier ihre Bajonnette zum Zeichen auf, daß sie Londoner Soldaten sind und als solche mit aufgepflanztem Bajonnett durch die City marschieren dürfen. Der Marsch durch dre Fleet Street war aber nur in einer Reihe ausführbar und die Volunteers mußten sich m i t i h r e n G e w e h r e n den Weg bahnen. Am Ludgate-Zirkus, unwett der Paulskirche war das Gedränge höchst gefährlich. Lewgardisten und Polizisten wurden in gleicher Weise von der Volksmasse weggedrängt. Männer, Frauen und Kinderwurdenniedergetreten und verletzt. Das Pferd eines Postwagens ging durch und der Postwagen geriet in die Volksmenge. Er wurde gleich von zwanzig bis dreißig Leuten erklettert, die von dessen Dache aus besser sehen wollten. Die Räder brachen, die Leute wurden heruntergestürzt und die Volksmenge ringsum geriet in die größte Panik. Nachher zog man etwa 5 0 V e r l e tz t e aus dem Menschenknäuel. Neun sind schwer verletzt Dre Verletzten durch die Menschenmasse hindurch zu befördern, gelang oft nur mit Mühe. Weder diese Unglückssalle noch der in Pretoria erfolgte Tod eines Enkels der Könrgrn, des Prinzen Christian Victor, haben den Karneval rm geringsten gestört. Das Singen Betrunkener und das Gebrüll der Karnevalstrompeten dauert am Durcyvrroung, Sommerfest den Festteil- Mit dem schön s —Der vom Kassenwart, Turner , ^7rst7ttet7Hssenbericht verzeichnet an Ein. ' Mitgliederbeiträge, 'Eintrittsgelder usw. 286» I 432,64 Mk., Mietertrag- 290 M., *h* Eine Explosionskatastrophe in New-York. ' New-York, 29, Oktober 1900. Kurz nach der Mittagsstunde ereignete sich das größte Unglück in der Stadt, das sett langer Zeit zu verzeichnen ist. Vier schnell aufeinanderfolgende Explosionen in Tarrants Drogenhandlung zerstörten zehn Gebäude und töteten 150 Men sch e n, darunter 16 Feuerwehrleute. Die Explosionen erschütterten jedes Gebäude in der unteren Stadt und wurden meilenweit gehört. Eine Flammengarbe schoß empor, dre hoher war ein benachbartes zwanzigstöckiges Gebäude. Die Macht der Explosionen trug weithin Fragmente von zerstörten Gebäuden. Manche Menschen auf den Straßen wurden gegen die Häuser geworfen und verletzt, andere wurden in der auf die Explosionen folgenden Vanit m der Nachbarschaft unter die Füße getrampelt und andere unter die Hufe wildwerdender Pserde gestoßen. In der Drogenhandlung waren außer anderen Angestellten vielleicht 50 Mädchen beschäftigt. Das Trümmerfeld steht m Flammen, sodaß alle Löschzüge unterhalb des Harlemflu ses requiriert werden mußten. Alle Hospitäler findüb sti . Der Hochbahnverkehr auf der 9. Avenue ist vollständig unterbrochen. Mehrere Frauen wurden durch die ^ewarr der Explosionen von der Station auf die Straße geworfen. Die Ursache der Explosionen ist noch unbe- fan ii t. Es waren vielleicht acht Explosionen,.von denen vier sehr heftig waren. Man glaubt, dich^Naphta^dw werden, braucht gerade nicht Mitglied des Tierschutzvereins zu sein, um den Wunsch zu hegen, daß hier die Straße gründlich gebessert wird. Auf unsere Anfrage bei einem des Weges kommenden Anlieger der Straße, warum denn hier nicht Wandel geschaffen werde, wurde uns die fast un- glaubliche Auskunft zu teil, daß kein Mensch wiffe, wer zur Besserung und Erhaltung der Straße verpflichtet sei. Der städtische Straßenmeister habe erklärt, die Sache ginge die Stadt nichts an, sie habe die Straße an den Kreis abgetreten, und ein Beamter der Wegebehörde des Kreises habe sich geäußert, daß sich der Kreis bedanke, die gänzlich vernachlässigte Straße von der Stadt in dem schlechten Zustande zu übernehmen. Die Straße geht also Niemand etwas an, daher ihr schlechter Zustand. •* MaiuLahuthalZitherbuud. In „Steins Saalbau« hatte sich am Sonntagabend ein sehr zahlreiches Publikum eingesunden, um dem Konzert beizuwohuen, das vom „Main- Lahvthal-Zitherbund" veranstaltet war. Der Zweck dieses Konzertes bestand hauptsächlich darin, durch die größtenteils sehr interessanten, von den Bundesmitgliedern ausgesührten Tonstücke Propaganda zu machen und die Aufmerksamkeit auch des größeren Publikums auf dieses Instrument zu ziehen und ihm neue Verehrer zuzuführen. Das Programm lieferte ein reiches Bild von der Verwendung der Zither im Solo, im Ensemble und in Verbindung mit anderen Instrumenten. Die Ensemble-Darbietungen des Bundes erfuhren durch dre umsichtige und energische Leitung des Bundesdirigenten Arnold eine sehr exakte Durchführung, so daß der reich-- liche Beifall wohl verdient war. Von den Vortragen der Bundesvereine gefiel uns derjenige des ZitherveremS „Con- cordia"-Frankfurt a. M. sehr gut, er war em präziser und exakter zu nennen. Allgemeine Anerkennung fand der „Zitherverein Gießen", er hat uns gezeigt, bis zu welcher Vollkommenheit bei verständnisvoller Behandlung die Streichzither fähig ist. Die Solovorträge des Herrn Arnold bewiesen uns deffen Meisterschaft im Zitherspiel, zumal er über eine außerordentliche Technik verfügt. So dürfte auch das diesjährige Bundeskonzert seinen Zweck, das Zitherspiel zu fördern und zu verbreiten, erfüllt haben. ** Turnverein. Am Montag abend fand in der । Restauration „Transvaal" die ordentliche General- ; Versammlung des Turnvereins Gießen statt, l die von 58 stimmberechtigten Mitgliedern besucht war. Der erste Sprecher, Turner Pirr, gab nach Begrüßung oer Erschienenen der Hoffnung Ausdruck, daß auch dqs rom* mende Jahr der Turnsache förderlich sein und segensreich, für den Verein verlaufen möge. Aus dem vom ersten Sprecher erstatteten Jahresberichts zu entnehmen, daß leider auch im abgelaufenen Jahre dem Vereine mehrere Mitglieder durch den^Tod entrissen wurden. Das Andenken der Verstorbenen (Turner Andr. Stoll, Em Lotz, Ferd. W i n d e ck e r, Louis B le r sch Loms I ginnt ?ftanÄ Schneider, Rrch. Scheel, Chr. Faß) wurde nach einem ihnen »om ersten Sprecher gewidmeten ebrenden Nachruf durch Erheben von den Sitzen geehrt. I Dasselbe aeschab zu Ehren des ebenfalls im Laufe des Labres verstorbenen, vor Jahren ausgeschiebenen früheren Mnaitibriaen ersten Sprechers PH. Uhl. Der Verein zahlt Mitglieder (586 im Vorjahr), 64 Zöglinge S’51 J aus acht Mitgliedern bestehende Damen- «eoe Bezüglich der letzteren äußerte der erste Sprecher hÄunf», daß der im vergangenen Jahre vergeblich aeweßne Versuch sie wieder auf den früheren Stand M Sett, im neuen Jahre von Erfolg begleitet sein möge I ein 32 Vorstandssitzungen wurde über 138 .Gegenstall beraten! daneben fanden noch Besprechungen in der Halle statt. Bon den in vier Generalversammlungen behandel teil Gegenständen ist hervorzuheben der Beschluß«über die Erweiterung der Turnhalle. Dec Altbau » «■ W£ geschritten, daß die Halle voraussichtlich Ende November wieder voll in Benutzung genommen werd«> kann. Tie I vom Verein veranstalteten Festlichkeiten wa g ■ Bei der Beerdigung des Kreisvertreters R° ther m el i« Darmstadt war die Gießener Turn- «t«, dev Turnverein entsandte außccbem em S^nti g ,,,, ,, __________ ....... , I U" l4r: V. ©auiurntofiti na» Grünb-rg. Dre Schätzungen der Zahl der T o t e n ist sehr | sich ^^dbe gsest^ von den am Preisturtie» - ~ ~ *a 1 mtaW»"aw ensßreife 5eUgeR&Mltilcf)ttger beteiligten Turn rn . .„e,ierischen Lcistungen, die fassen würde. Washington, 29. Oktober. Einer Depesche aus Manila zufolge wurde eine amerikanische Truppen- , w.* ~--------------- dbteiluna von 400 Mann von mit Gewehren bewaffneten I una besagt: Der Brand der Trümmer unter Befehl eünes Weißen stehenden Aufständischen an J gegriffen. Nach zweistündigem Gefecht schlugen die Ameri- Kmer die Aufständischen zurück. Von den Aufstän- Gedränge hier so stark geworden, daß es viele leichtere Unfälle gab und die Straße stellenweise gar nicht mehr frei war. Die Polizei kam vielleicht zu spät, um die Straßen völlig frei zu halten. Die zum Spalierbilden verwendeten Volunteer-Kompagnieen waren der Aufgabe nicht gewachsen und selbst reguläres Militär konnte der drängenden Masse nicht immer stand halten. Der Zug sollte mit besonderer Erlaubnis der Königin durch die mittlere Pforte des Triumphbogens Marble Arch hindurch- ziehen, aber das war wegen des Gedränges unmöglich. Die Volksmenge durchbrach den Polizei- und Militär- Kordon. Die Ambulanzen mußten 40 Verletzte, darunter 4 Schwerverletzte, wegschaffen. In Edgware Road war ein Herr von einem 60 Fuß hohen Gebäude gefallen, weil er sich vorgebeugt hatte, um den Zug zu sehen. Er fiel auf einen Menschenknäuel. Sein Fall tötete eine Frau und verletzte eine andere Frau schwer, er selbst aber spazierte anscheinend unverletzt weg. Auf dem Trafalgar Square hatten weder berittene Polizei noch Husaren für den Zug Raum schaffen können. Das Publikum schaffte zuletzt selbst Raum und der Zug gelangte leidlich durch Am Strand war es besonders gefährlich Das Publikum war stellen- — Wie die „Nordd. Allg. Zig." bestätigt, sollen dem- I nächst im Bereich der preußischen Staatsbahnverwaltung I in beschränktem Umfange Versuche mit Eisenbahn - I schwellen aus Quebracho-Holz angestellt werden. I Dem Quebrachoholh wird eine weit längere Widerstands- I dauer nachgerühmt als irgend einem europäischen Holze. I Ein Urteil darüber, ob das zutreffend ist, wird man allerdings erst nach Jahren gewinnen können. — Der .Kolonialrat, der am 8. November zu-I sammentritt, wird sich außer mit den Etats der Schutz- I gebiete mit der Frage der Gewährung von Ansied-I lunasbeihilfen in Südwestafrika, der Konzession der Jaluitqefellschaft auf den Karolinen, der Zollverord- I nun a für Neu-Guinea, der Utahmmen-Konzession, sowie I mit der Frage der Erwerbung von Grundbesitz seitens I der Missionen in der Südsee zu beschäftigen haben. I Breslau, 29. Oktober. (Landtagsersatz-| wählen.) Gewählt wurden die Freisinnigen: S ch m i e- I der, Gothein und Wedekamp mit 34, 45 und 60 I Stimmen Majorität. _____I Ausland. Amsterdam, 29. Oktober. Herzog Heinrichvon I Mecklenburg ist heute nach Berlin abgereist. Brüssel, 29. Oktober. Laut „Petit bleu" wird in I der belgischen wie in der französischen Kammer über die I Gesetzmäßigkeit der Auslieferung Sipidos interpelliert wer- I den. — Das Projekt einer Weltausstellung in Lüttich 1903 I gilt als aufgegeben, dagegen wird eine belgische Na - I ^ion'alausstellung m Brüssel 1905 an offiziöser I Stelle ernstlich erwogen. — In der Antwerpener I Diamant - Industrie ist infolge der ablehnenden Halt- I ung der Arbeitgeber alle Aussicht auf eine baldige Ver- I ständigung geschwunden. Paris, 29. Oktober. Der frühere Ackerbaummifter I Viger ist zum Senator für das Departement Loiret ge- I wählt worden. Paris, 29. Oktober. Die republikanischen Blatter I äußern ihre lebhafte Befriedigung über die Rede Waldeck-Rousseaus und heben mit besonderem Nach- I druck hervor die gegen die Schulthätigkeit und die poli- I tischen Treibereien der Klostergenossenschaften gericksteten Stellen. Die sozialistischen Organe erklären, von der Rede | enttäuschtzu sein, insbesondere die Ausführungen über I soziale Reformen seien unbestimmt und zaghaft. I Man habe fast den Eindruck gewonnen, als ob Waldeck- I Rousseau sich verpflichtet fühle, das Verbleiben Mill e - I rands im Kabinett zu entschuldigen. Die nationalistt- I scheu Blätter meinen, die Rede habe nichts bemerkens- I wertes gebracht und sei ein neuer Beweis dafür, wie wenig I es dem Ministerium um eine wirkliche Beruhigung I der Gemüter zu thun sei. Die Regierung wolle wohl eine Amnestie für die D r e y f u s - M ä n n e r , aber nicht I für Deroulede. Ueberdies verletze sie die katholische I Mehrheit durch die Verfolgung der Kongregationen. T o u l o u s e, 29. Oktober. Beim Empfang Waldeck- I Rousseaus in der Präfektur gab der Erzbischof! seinen Gefühlen der Achtung, des Gehorsams und der Hin- I gäbe gegenüber der Regierung Ausdruck. Der Minister- I Präsident erwiderte, er wünsche daß eine Beruhigung der I Gemüter der Weltgeistlichkeit eintreten möge. Den Ge- I setzen getreu, auf welchen sie beruht, habe sie vollen An- I spruch auf Hochachtung und dürfe nicht verwechselt werden I mit denMigen Geistlichen, deren Agitation sogar dem An- I sehen;öer Bischöfe Trotz biete. I Madrid, 29. Oktober. Großes Aufsehen erregt das I Auftauchen einer bewaffneten und uniformierten Kar - I listenbande in Badalona bei Barcelona, die 40 Mann I stark waren, nach Privatdepeschen, 24 nach amtlichen. Sie I griffen die Gendarmeriekaserne an, wurden aber mit Ver- I fuft eines Toten und dreier Verwundeten zurückgeschlagen. I Sie flohen gegen Moncado zu und wurden durch Reiterei I und Infanterie verfolgt. Angeblich sollten zwei-I tausend Mann ins Feld rücken. Der karlistische General Soliva wurde in Barcelona verhaftet. Die I R e g i e r u n § meint, das Ganze sei das Unternehmen von Baissisten. , Wien, 29. Oktober. Heute vormittag fand mit dem I üblichen Ceremoniell in der Hofburg-Pfarrkirche die Trauung der Erzherzogin Maria Immaculata R a i n e r i a mit dem Herzog Robert von Württemberg statt in Anwesenheit des Kaisers, des Herzogs Nikolaus von Württemberg als Vertreter des Königs von Württemberg, der MitMder des kaiserlichen Hauses, der obersten Hofchargen und' Staatswürdenträger. Die Trauung vollzog Hofburgpfarrer Bischof Mayer. Nach der Trauung wurden die Neuvermählten vom Kaiser m | Audienz empfangen. - x Konstantinopel, 29. Oktober. ^Die nady Berlin entsandte ottomanische Mission mit Schakir-Pascha an der Spitze ist beauftragt, Kaiser Wilhelm für die Entsendung einer Mission anläßlich des Jubiläums des Sultans neuerlich zu danken und als Geschenk für die Tochter des Kaisers, Prinzessin Victoria Luise, zwei Ponuis zu übergeben. Petersburg, 29. Oktober. Der russische Gesandte in Montenegro Wirkl. Staatsrat Gubastow wurde zum Ministerresidenten beim päpstlichen Stuhle ernannt. Sydney, 29. Oktober. Der Premierminister von Neu-Südwales, Lyne, hielt auf einer von Deutschen veranstalteten Festlichkeit eine Ansprache, worin er die Versammlung zu den zwischen England und Deutschland bestehenden freundschaftlichen Beziehungen und ihrem Einverständnis bezüglich der chinesischen Angelegenheit beglückwünschte. Dieser Umstand und die freundliche Haltung Frankreichs ließen ein dauerndes ungestörtes Zusammenwirken der verbündeten Mächte in China voraussehen. Hinweisend auf die Auslassungen Chamberlains bezüglich der Reichseinheit machte der Premierminister den Vorschlag, daß der Königin der Titel KaiserindesbritischenRei ch e s angetragen werde, das dann alle Kolonien und abhängigen Gebiete um- stöckig und stürzte wie ein Kartenhaus zusammen, ebenso' Die nahebelegene Kafferösterei von Eupen, Smith und Wiemann und einige andere Gebäude. Der Chef der Feuerwehr erklärt, keiner feiner Leute sei umgekommen und ein Teilhaber von Tarrants Handlung behauptet, daß nur fünfundzwanzig Personen im Gebäude waren, von benem die meisten entkamen. Die Polizei schätzt die Zahl der Toten auf 100 und die Zahl der Verletzten auf 200. Ein Sachverständiger sagte, daß die Dampfkessel explodierten. Ursackte war. fpipn 150 wäte'bie unb^. „Journal" 180 nennt I betetttgtoi Stiftungen, bie Dos „EveningJonrnal" berichtet in sei«tin letzen Bulletin Durchbildung, d 0^ufenen Sommersest den Festteit- von 240 Totenund Verletz,!en^- Eme sMereNi A a schon una veiaai: "äxl kj iuuv uc*. * 7* a c I m Kaf beiitabe aelöfdü bodi kann die Aufräumung des Schutts Peters erst inoraen beginnen^ Tarrants Handlung ist eine bet | nahmen^ ältesten bet Drogenbtanche. Da« Gebaube war siebe». , dischen wurden 7 5 getötet. Die Amerikaner hatten un- erhebliche Verluste.____________________________________________ Einzug der ImperialVolunteers inLondon. London 29. Oktober. Infolge des verspäteten Eintreffens des Dampfers „A u r a 11 i a" mit den City of London Imperial Volunteers an Bord hat der anläßlich) desEinzugesderVolun- t c e r s hier in London improvisierte Karneval nunmehr drei Tage gedauert. Schon am Samstag ging es lebhaft genug in Loudon zu und es zeigte sich, daß die feiernde Volksmenge einen größeren Teil roher Elemente enthielt als bei den früheren Siegesfeiern. Es herrschte weit mehr Betrunkenheit als sonst. Heute am Tage des Einzuges selbst gab es mittags schon auffallend viele Betrunkene und das rohe Element machte sich beängstigend breit. Das Gedränge auf den Straßen und Plätzen, die der Zug passierte, war größer als je zuvor und auf Balkons und Dächern war ebenfalls viel beängstigendes Gedränge zu bemerken. Als die City Volunteers heute in Southampton ausgeschifft wurden, starb einer ihrer Kameraden an Bord der „Aurania" am Fieber, was ein ungünstiges Omen schien. Ms die Volunteers London erreicht hatten, war das ' ebeiif- 8duer- Nem )QB nur Adener, S der 00- km Sterten, 00. kvgüffe )n aus i Stabt *>• Abis jnftanbi ttbe, die 1 dedaller- M leeren ruiehrn, cMrentn tfitätittt Ttraße einem tumben e ich ml. •/ wer zur fei Der Rt die reis adze« 'kiseS habe 'M t)tr= N Zull Nie« ^anb. Saalbau“ PubM« twf -ieseS ößtenteils geführten er^amteii umliefe r im Solo, prumenten, b buch b\t Sbiriynten i her N* cheo her in« ,6ou« -ozifer uub r.,Mr- cher W ie Sttrich- i Ixnolb , Mal« dürste auch zZichechiel k [anh in der ^enetab -heu W «tx Wr; l j tonv LmSrebch. m erteil itne^en, x Vereine :den. D"K ott, ent» .d>, LP 8«» gelvE iwn I MI- tfS •es te e näwA* Wj ■*d£ '"Ld-t- If.’jet bie Seit °°r' kann- 6Ut E &:•* l^A-L vo«^,dre den V^'n E ,„et «” # 23.90 Laurahütte 96.30 88.30 96.30 84.60 92.60 94.40 25.60 Bochum 76.40| Harpener . Tendenz: fest Hälfte des Januar stattfinden soll, und zwar auf besonderen Wunsch der Braut am Hochzeitstage der Königin» Mutter. Die Trauung wird in der „Nieuwe Kerk" zu Amsterdam stattfinden. Auf dem Landsitze der Königin „Het Loo" fühlt sich, der junge Bräutigam bereits ganz zu Hause. Des Morgens früh, wenn der erste Lichtschimmer im Osten den jungen Tag kündet, zieht er, von seinen Treuen begleitet, hinaus zum Jagen, seinem Lieblingshandwerk. Der Soerensche .Wald in der Nachbarschaft Apeldoorns, in dem der Herzog jagt, ist von jeher ein beliebtes Jagdgebiet der Oranier gewesen. Die Könige Willem I. und II. hatten diese Gebiete ihrer Zeit vom Staate gepachtet, seit Willem II., dem Vater der jungen. Königin, sind sie jedoch Eigentum der Krone. Die ^zagd- ; feste Willems III. waren einstmals berühmt, und groß war die Zahl der fürstlichen Jäger aller Nationen, die sich gern zu solchen Festen einladen ließen. Auch Falkenjagden wurden hier abgehalten. m „ * Neuenburg (Schweiz), 29. Oktober. Der Professor der Theologie Frederic Godet, einstiger Lehrer des Kaiser- Friedrich, ist gestorben. Marburg, 29. Oktober. Eine Schau von Rassehunden beabsichtigt der hiesige Kynologische Verein am Sonntag dem 4. November in der Exerzierhalle deS JSgerbatatllonS zu veranstalten. Ausgestellt werden nur Hunde von Vereinsmitgliedern und Be- wohnern Marburgs. ^==== Telephonischer Kursbericht Frankfurt, den 30. Oktober. Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . 204.46 . 172.36 . 132.90 . 143.36 . 145.— . 146.46 . 142.30 . 195.— . 174 50 . 175.56 Landwirtschaftliches. wfa, 29. Oktober. Die Molkerei Ulf- erhielt im September und Oktober für ihre ausgestellte wohlschmeckeiwe Butter gelegentlich der Gefundheits- und Wohlfahrts-Pflege-Ausstellung ta Halle - S. das Diplom zur großen silbernen Medaille, ferner ta Berlin gelegentlich der Ausstellung für volksverständliche Gesundheitspflege das Diplom zur goldenen Medaille., Vermischtes. * xri„, 29. Oktober. Graf Häfeler, Kommandeur des 16 Armeekorps, unternahm mit dem Generalstab seines Korps während der verflossenen Woche von hier auS einen Nekognoszierungsritt durch die Eifel. Man bringt diese Rekognoszierung mit der Absicht in Verbindung, das diesjährige Kaisermanüver zwischen dem8. und dem 16. Armeekorps in der Sisel abzuhalten, wofür auch noch manche andere Vorbereitungen in militärischen Kreisen sprechen. * Zur Verlobung der Künig in von Holland schreibt man aus Amsterdam: DaS Gerücht scheint sich zu bestätigen, daß die Hochzeit bereits in der ersten gl/, 0/o Reichsanleihe . 3 ®/0 do 31/, o/q Konsols . . . Neueste Meldungen. Cronberg, 30. Oktober. Die Kaiserin Friedrich befindet sich in den letzten Tagen wieder sehr wohl. Sie kann sich ohne Mühe im Zimmer umher bewegen. Au- England wird in den nächsten Tagen auf Schloß Fried- richshof Besuch erwartet. Auch Prinz Adalbert von Schaumburg-Lippe wird in kurzer Zeit nach Cronberg kommen. 3 o/o do 3Ve °/o Hessen 5 n/o Italien. Rente 4 o/0 Griech. Monop 3 °/o Portugiesen 3°/o Mexikaner . 4Vt °/e Chinesen . schaftsbetrieb gelegentlich der Festlichkeiten 1119,68 Mk., I Tarnkarten 64,60 Mk., Sonstiges 80,96 Mk., m Summa I 4922^30 Mk.; an Ausgaben: Besoldungen 608,30 Mk., I wobei zu bemerken ist, daß Kassenwart Peters sein I !?mt unentgeltlich versah, Zinsen 487,50 Mk., Anschaff- I unaen an Inventar 402,21 Mk., Unterhaltung der Halle, I Steuern usw. 101,95 Mk., Beiträge an Turnverbände 150 I Mark Musik usw. 909,32 Mk., Zeitschriften, Inserate usw. I 470 93 Mk., erlassene Beiträge 142 Mk., angelegte Kapi- I talien 405,55 Mk., Rückzahlungen 200 Mk., Sonstiges I 153 78 Mk., in Summa 4831,54 Mk. — Die Vorstands - I w a b t hatte folgendes Ergebnis: 1. Sprecher P i r r und I 2 Sprecher Althoff wurden (einstimmig) wiedergewahlt, I desgleichen die Schriftführer L. Noll (mit öS St.), Bu^ch- I sader (mit 49 St.), Eichmann (neugewahlt mit 34 St.), I der 1. Turnwart Franz W i g a n d t mit 51 St., der 2. Turn- I wart Erb Mit 44 St., der Gegenschreiber Marx nn 49 St. (sämtlich wiedergewählt), Zeugwart Wckh. Noll I mit 22 St., die Turnältesten Pieper mit 46 St., H e n g st I mit 30 St., Kröck mit 29 St., die drei Beisitzer Fried- r i ch mit 49 St. und S ch e e l mit 36 St. (wredergewahlte), I Meißner mit 25 St. (neugewählt). — Ueber die Er - Weiterung der Turnhalle teilt der erste Sprecher Pirr mit, daß der Bauausschuß beschlossen, die innere Renovierung der Halle bis zum Frühjahr 1901 zu ver- I schieben. Der Hallen-Anbau, der u. a. eine Theaterbuhne I schalten soll, ist nahezu vollendet. Dem Antrag des I Vorstandes, den bei der Gewerbebank angelegten Turner- I Unfall-Fonds leihweise dem Baukapital zuzuführen und | nach und nach wieder zu ergänzen, wurde nach längerer I Debatte zum Beschluß erhoben. Nach Besprechung und I Erledigung einiger innerer Angelegenheiten wurde mit I -einem dreifachen „Gut Heil!" auf das Blühen und Ge- I deihen des Vereins im neuen Jahrhundert die Versamm- I lung geschlossen. d-Großen-Linden 29. Oktober. Im verflossenen Sommer ist unmittelbar an un^rm Bahnhof ein großes I industrielles Werk entstanden. Eine Gießener Firma hat nämlich eine Ziegelei und B a ck st e i n f a b r i k erbaut I und ausgedehntes Gelände erworben. Das Unternehmen, das nun seit einigen Wochen in Betrieb ist, wird von den hiesigen und Leihgesterner Bewohnern freudig begrüßt, denn es bringt nicht nur Verdienst, sondern auch eine nahe Arbeitsstätte. Die Ziegelei ist mit zwei Maschinen neuester Konstruktion und größter Arbeitsleistung ausgestattet; beide sind imstande, täglich 32 000 Steine zu formen. Gegenwärtig werden nur feinere Backsteine hergestellt, die regen Absatz finden. Im nächsten Frühjahr wird man auch an das Brennen von Ziegeln usw. gehen. a Schwalheim, 29. Oktober. Bor einigen Tagen wurde der hiesige Gemeinderechner B. vou der Gensdarmerie verhaftet und nach Friedberg gebracht. B. soll 1200—1500 Mk. aus der Gemeindekafie für eigene Zwecke verwandt haben. Die Untersuchung hat den Gemeindeeinnehmer so belastet, daß er nach Gießen zur weiteren Untersuchungshaft gebracht werden soll. -z. Hungen, 29. Oktober. In der hiesigen Turnhalle wird am Mittwoch den 31. Oktober eine Lehrerkonferenz der Lehrer des Bezirks Lich-Hungen abgehalten werden, für die die Vorführung einiger Klassen der hiesigen Volksschule im Turnen vorgesehen ist. Landesturninspektor Schmuck aus Darmstadt und Kreisschul- j Inspektor Professor Dr. Lucius aus Gießen werden i an der Konferenz teilnehmen. Herr Schmuck wird einen । Vortrag halten über den Stand und die Pflege des Turn- । Unterrichts in den Volksschulen Hessens. ' „i" Atzbach, 29. Oktober. In der am Sonntag nachmittag in der Weber'schen Gastwirtschaft hier stattgefundenen Versammlung sprach Direktor Perseke von der landwirtschaftlichen Winterschule zu Wetzlar. Er erörterte zunächst ausführlich die Herbftdüngung und die Wintersütterung. Als Hauptthema seines Vortrags stand aber aus der Tages« ordnung, zur Gründung einer Spar- und Darlehns- kasse am hiesigen Orte Anregung zu geben. Die Rheim- scheu Genoffenschasten mit ihrer Centrale Bonn a. Rh. haben bereits mehrere solcher Kassen im hiesigen Kreise be« gründet, die zum großen Segen der betreffenden Gemeinden bestehen. Die Verwaltung derartiger Kaffen ist eine höchst einfache, da z. B. alle überschüssigen Gelder sofort zur Hauptkaffe abgeführt werden. Die gemachten Einlagen verzinsen sich schon vom dritten Tage ab, was bei allen anderen Sparkaffen erst vom 1. Tage eines Monat- geschieht. ES würde zu weit führen, wollten wir hier alle Punkte des Vortragenden hervorheben. Zur Beschlußfassung über die Gründung einer derartigen Kaffe ist eS in der gestrigen Versammlung noch nicht gekommen. e. Aus dem Kreise Wetzlar, 29. Oktober. In Anbetracht deffen, daß der Kreis Wetzlar ziemlich wett von den Rheinlanden entfernt liegt, vielmehr vom Regierungsbezirk Wiesbaden eingeschloffen wird, besuchen die jungen Leute, die sich dem Lehrerberufe widmen wollen, ost ein NaffauischeS Seminar, Usingen oder Dillenburg. CS dürste daher von Jntereffe sein zu erfahren, daß mit dem 1. November Dr. Hedrich, bisher Seminaroberlehrer zu Rheydt (Rheinprovinz) als Seminardirektor an da- Lehrerseminar zu Ufingen berufen ist. Daher find Gesuche um Ausnahme in die dortige Präparandenanstalt oder in das Seminar sür die Folge an diesen Herrn zu richten. Darmstadt, 29. Oktober. Die „Franks. Ztg." schreibt: Oberkonfistorialrat und Superintendent von Oberheffen Dr. Habicht soll es gewesen sein, der die Verlegung des Totenfeste- angeregt habe. Dr. Habicht ist da- älteste geistliche Mitglied dieser kirchlichen Behörde. -nn- Darmstadt, 29. Oktober. Durch die Gendarmerie wurde gestern der 18jährige I. Schneider von Roßdorf i. O. dahier ins Provinzialarresthaus eingeliefert, da er beschuldigt ist, am vorigen Sonntag zwischen 5 und 7 Uhr auf der Landstraße zwischen Roßdors und Spachbrücken am sog. Tannenbaum (fast genau an derselben Stelle, an der »°r ca. 17 Jahren der jetzt aus dem Zuchthaus entlaffene $ g die ledige M. B. von GunderShausen vergewaltigte, sodaß deren Tod emtrat) ei« junges LandmSdcheu von w. 16 Jahren angepackt zu haben, in der Absicht, es zu vergewaltigen. Das Mädchen wehrte sich energisch, er entstand ein harter Kampf, sodaß an dem Mädchen Spure« I der Mißhandlung sichtbar waren, während es dem Sch., I der ihr auf ihr lautes Schreien die Hand in den Mund I steckte, starke Bißwunden an der rechten Hand beibrachte. I Nur dem Umstand, daß sich auf sein starkes Geschrei Leute I näherten, hat das Mädchen seine Rettung zu verdanken; I der Attentäter ging aber auf seinem Rade durch und, erst I gestern konnte er in dem Hause seiner Mutter verhaftet werden. Er hat sich dadurch verraten, daß er ca. 8 Tage wegen seiner schlimmen Hand nicht an die Arbeit gehen konnte. Er wird seiner gerechten Strafe nicht entgehen. I Das Mädchen war fast bewußlos vor Aufregung und Angst I nach Hause gebracht worden, hat sich aber nahezu ganz erholt. Es hat aber nicht mehr viel gefehlt, so wäre der I gleiche Fall wie vor ca. 17 Jahren eingetreten. -k- Mainz, 27. Oktober. In der Zeit vom 3. bis I 22. November einschl. finden in der Stadthalle dahier große I Ausführungen eines vaterländischen Festspiels „Der deutsch-französische Krieg" mit Dichtung und Musik von Th. Uhlig statt. In dem glänzend ausgestatteten Festspiel sind über 300 Uniformen vertreten. Der Vorstand I des Kriegervereins und die Ausschüsse haben weder Geld I noch Mühe gescheut, das Werk, das in vielen deutschen | | Städten mit so großem Erfolg ausgesührt worden ist, auch dem Publikum in Mainz und Umgegend vor Augen zu I führen. Der Reinertrag des Unternehmens, das einen I i Kostenaufwand von 6^—7000 Mk. nötig macht, soll zu I Wohlfahrtseinrichtungen des Mainzer Kriegervereins, ins- I besondere zur Ausrüstung der Sanitätskolonne, die auch im I Frieden nötigenfalls gemeinnützig wirken soll, bestimmt sein. I Den Besuchern dieser Aufführungen stehen ein paar sehr I erhebende patriotische Stunden in Aussicht. Außer den I abends 8 Uhr beginnenden Vorstellungen finden an den I Sonntagen, 4. und 18. November nachmittags 3 Uhr und I abends 7 Uhr, Aufführungen statt, damit die Besucher von auswärts bequem wieder die Heimat erreichen können. Die Eisenbahnen gewähren Gesellschaften von mindestens 30 Personen Fahrpreisermäßigung, wenn der Antrag frühzeitig I bei den Stationsvorstehern gestellt wird. Der Eintrittspreis ist für die beiden Nachmittags-Aufführungen und für I Besucher von auswärts auf 1 Mk. ermäßigt. Voraus- I bestellungen sür korporative Beteiligung sind an den Vor- I sitzenden des Finanzausschusses, I. B. Heim jr., Schuster- I straße Nr. 54, zu richten. Frankfurt a. M„ 27. Oktober. Mit der gemein- I nützigen Baugesellschaft soll ein Vertrag, deffen Be- I dingungen noch zu ergänzen find, über an dieselbe erfolgende | I Vergebung von städtischem Gelände im Erb- I baurecht abgeschloffen werden. Die Erbbaupacht erstreckt I sich aus ein Terrain vou etwa 61 a 51 qm, das im I Prüfling zwischen Throver- und Gronauerstraße gelegen ist. I Die Gesellschaft übernimmt die ordnungsmäßige Unter« I Haltung aller Gebäude, die sie mit vollem Wert gegen I FeuerSgesahr zu versichern hat. Nach Ablauf der auf 80 Jahre, bis 31. Dezember 1980, bemessenen Pachtzeit I gehen alle auf dem Grundstücke errichteten Bauten in I städtisches Eigentum über. Hier geschieht der erste Schritt, I um städtisches Gelände in größerem Umfange I durch Vergebung zum Erbbau gemeinnützigen Zwecken I dienstbar zu machen. Bei mäßiger Verzinsung deS Grund- I stückswertes hat die Stadt den Vorteil, daß ihr die ge» | samte Wertsteigerung von Grund und Boden zugute I kommt. Frankfurt a. M., 29. Oktober. Der Magistrat be- I antragt bei der Stadtverordneten-Versarnrnlung, sie wolle I zustimmen, 1) daß behufs Beschaffung der Mittel zur Er- I Weiterung der Wasserversorgungs- und Kanalisatrons- I anlagen, zum Bau höherer und mittlerer Schulen, von I Verwaltungsgebäuden, von Wohnhäusern für städtische Be- I dienstete und Arbeiter, zur Erweiterung der Kranken- und I Siechenhausbauten, zur Erweiterung von Friedhöfen, zu I Straßenfreilegungen, zur Anlage von Spielplätzen, sowie I zu sonstigen baulichen Aufführungen eine Anleihe von I 27 Millionen Kark nominal in drei Abteilungen zu je I 9 Millionen Mark gegen Verzinsung in halbjährigen Ter- I minen zu drei, dreieinhalb oder vier Prozent, je nach I Lage des Geldmarktes und gegen eine vom 1. April des I auf die Begebung folgenden Jahres ab eintretende Tilgung I von jährlich mindestens eineinviertel Prozent zuzüglich der I von den Tilgungen ersparten Zinsen ausgenommen und I hierzu die staatliche Genehmigung eingeholt werde, 2) den I Magistrat zu ermächtigen, die im Verlauf der Verhand- I hingen mit den städtischen Behörden sich etwa als not- 1 wendig erweisenden formellen und redaktionellen Aender- I ungen der Anleihe-Unterlagen selbständig zu bewirken, I 3) die Stadtverordneten-Versarnrnlung wolle in gleicher I Weise wie seinerzeit vor Aufnahme der Straßenbahn-Au- I leihe zustimmen, daß für den Fall längerer Verzögerung I der Privilegiums-Erteilung die für unaufschiebbare Aus- I naben erforderlichen Mittel bis zu einem Höchstbetrag von I 4 Millionen Mark vom Magistrat (Rechneiamt) im Ern- I vernehmen mit dem Finanzausschuß mittelst temporärer I Anleihe zu bestmöglichsten Bedingungen ausgenommen wer- I den können. , „ v m *♦ Kleine Mitteilungen au8 Heften nutz den Nachbarstaaten. I Aus dem Zellengefängnis zu Butzbach ist der Fahrbursche I Georg Ritzert au« Darmstadt entsprungen. Aus dem Geschitftsledeu. ■— Auszeichnung. R. Wolf, Lokomobilfabrik In Magdeburg-Buckau, hat im Jahre 1900 für ihre Brennmaterial ersparenden Lokomobilen wieder verschiedene AuSzeichnungm erhalten. Auf der landwirtschaftlichen Aufstellung in Reval dm ersten Preis, eine silberne Medaille, auf der landwtrtschafUiche« Ausstellung in Pskow, Rußland, btt goldene Medaille, als einzige höchste Auszeichnung, aus der landwirtschaftlichm AuSstellung tn Winnitza, Rußland, ein Ehren-Dtplom und auf der deutschm Bau-AuSstellung in Dresden die könt-l. preußische Staat-« Medaille. Diese zahlreichen Anerkennungen find ein sprechend« Beweis stir die Güte des Wolpschm Fabrikate», da» bekanntlich auch in Paris aas der Weltausstellung mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Mittwoch den 31. Oktober. Nachmittags um 41/t Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegevhett zur heil. Beichte. Donnerstag den 1. November. Allerheiligeufeft. Vormittags von 693 642 54 7*4 49 816 43 75 904 20 58 79 80 11015 33 47 80 88 117 [ 400] 38 47 57 (2001 73 215 17 40 [500] 56 323 27 65 401 24 32 537 62 603 86 83 768 836 910 85 12007 36 64 67 83 96 130 207 13 66 98 316 21 85 94 97 468 78 512 13 700 39 88 [200] 810 40 43 55 68 74 943 65 80 99 1SM4 5 12 109 10 14 23 28 59 204 24 25 61 68 524 27 31 42 49 51 12)01 602 10 17 793 843 54 79 99 975 78 1 4050 108 15 206 400 12 , 546 618 43 75 720 28 31 59 844 62 904 21 [200] 24 O‘ 16031 33 46 85 157 [200] 229 303 45 46 47 64 72 74 [4001 97 464 53-? 51 9’> 1200] 651 89 703 818 24 31 43 962 1 6026 38 83 106 [2001 2.9 57 89 303 24 91 94 97 [400] 468 74 87 515 17 53 86 87 627 38 -18 719 23 51 804 42 82 85 93 940 17070 80 113 235 [2001 66 83 428 38 43 52 82 567 97 602 48 95 708 48 811 26 77 900 22 32 64 76 81 18032 47 [400] 105 26 [500] 63 207 53 83 [500] 95 379 424 43 46 62 [2000 505 15 57 620 34 [400] 39 56 88 707 81 845 933 19056 60 73 12b ...» 226 81 316 25 432 72 571 720 30 74 821 77 983 20050 120 26 56 205 10 36 [200] 48 61 74 346 781 401*24 37 a.7 [10000] 52 59 70 632 728 31 56 858 91 946 21056 66 [aOO] 68 83 150 [40b] 68 230 66 67 95 313 21 23 26 96 510 7a 601 12 19 21 39 70 90 96 700 5 831 73 027 28 [2 90] 29 63 75 2 2009 47 76 83 116 73 247 321 58 71 77 433 öl 7J 522 31 32 47 70 610 l->00] 18 29 [1000] 66 719 68 82 91 845 50 55 70 995 [440] 23018 31 C5 77 100 [1000]7 [ZOO] 29 69 79 97 231 353 69 70 432 513 54 617 ^0 2 , 40 72 803 14 30 eO 98 24024 105 57 331 51 59 90 417 517 26 6a bb9 709 30 48 810 18 Für Schwerhörige! (Konkurrenzlose Erfindung.) 7125 „Selb slbehatttags-Apparat“. Gehörleiden verschiedenster Art, besonders hartnäckige und veraltete Fälle, werden meist schnell und dauernd geheilt durch den üenor- behandlungs-Apparat (ohne Katheter) vermittelst warmer komprimierter Luft. Dieser Apparat bat gegenwärtig überall, selbst in medizinischen Kreisen, als vorzüglich, die grösste Anerkennung gefunden. Besichtigung und Erklärung desselben am Donnerstag dem 2. November, von morgens 9 Uhr bis abends 7 Uhr, im Hotel Einhorn in Giessen. L. M. Barfuss, Berlin 8.59, Hasenhaide 71. GmmWhk z« den billigsten Preisen Im Verlage von Joh. Andri, Offenbach a. M., ist jetzt in 2. Auflage erschienen: Schneeglöckchen Gavotte für Pianoforte, komponiert von Karl Berg. Freie Mk. 1.50. Das Stück ist in der Musikalienhandlung von Ernst Chnllier (Wilh. Rudolphs Nacht) zu haben. 04681 Gu Kchfraulkill ohne gegenseitige Vergütung, und ein zweites Dienstmädchen gegen guten Lohn sofort gesucht. 7136____________€af6 Ebel. 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