M. 203 Erstes Blatt. Frettag dm 31. August 1900 Gießener Anzeiger 9it W**er General-Anzeiger fletge** Bag «ßchei>m4e« 9hnnm* HB hhh. M Mr. 2hnts» und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Kälter für heUche D •*M*i do Ssfdger e* MM ■* U< Nnzrigen-Berwittlung-fteSeu bei In. nnb KuiloM etbmrn Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeGM, Zeilenpreil: lokal 12 Psg., eultoirti 20 Psg. BMMk, eHKbi#t»n und Druckers: Och»,st.atze Ar. 7. W«l»flOret> •tertdiäbrl. Mk IM monatlich 75 Psg. tnit Bringerlohn: durch die Abholeftel^ vierteljLhrl. Mk IM monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug IRt 2,40 vierleltLtznü mit vestellgeld. Graüsdeita-e«: Gießener Famitiendtätter, Der heWtze Kandwirl, Kälter für keRsche Voüvsknnde. Adresse für Depelchen: Anzeiger chtsßO». Fernsprecher Nr. 5L Bekanntmachung. Betr.: Die tierärztliche Ueberwachung der lanbtvirt» schaftlichen Landes Ausstellung zu Darmstadt vom 14.—17. September 1900. Das nachstehend« Ausschreiben bringen wir zur Kenntnis -der Interessenten. Gießen, den 28. August 1900. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold, Darmstadt, am 22. August 1900. Zu Nr. M. d. I. 22848. Das Großh. Ministerium des Innern an die Gr. Kreisämter. Betreffend: Wie oben. Auf Grund deS § 17 des Reichsgesetzes über die Ab« wehr und Unterdrückung von Viehseuchen haben wir an« geordnet, daß die bei Gelegenheit der landwirtschaftlichen LandeS-AuSstellung zusammeugebrachten Viehbestände durch beamtete Tierärzte beaufsichtigt werden. Zur Verhütung der Einschleppung einer Seuche und der Verbreitung derselben auf fraglicher Ausstellung bestimmen wir ferner auf Grund des § 20 Abs. 2 oben« genannten Gesetzes, daß nur solche Tiere zur Ausstellung zugelassen werden dürfen, bezüglich deren der Nachweis erbracht ist, daß sie ans einer Gemarkung stammen, welche seit mindestens 6 Wochen frei von jeder Seuche ist. Dieser Nachweis ist durch ein den Namen und Wohn« ort des Besitzers und das Signalement der Tiere enthaltendes Zeugnis der betreffeudeu Bürgermeisterei zu erbringen, welches mit der Bescheinigung des zuständigen KreisveteriuäramteS versehen sein muß, daß nach Lage der Verhältnisse und nach dem Stand der Seuchen überhaupt eine Verseuchung der betreffenden Gemarkung nicht angenommen werden kann. Wenn der KreiS- veterinärarzt die AuSftellrng dieser Bescheinigung verweigern zu müssen glaubt, ist er gehalten, eine Revision der betreffenden Viehbestände in den letzten drei Tagen vor dem Abgang der Tiere nach der Ausstellung vorzunehmen. Diesbezügliche Zeugnisse der Bürgermeisterei sind daher mindestens fünf Tage vor Abgang der Tiere dem Kreis« veterinäramt einzusenden und von letzterem entweder mit der oben erwähnten Bescheinigung oder mit dem Vermerk zu versehen, daß die vorgenommene Besichtigung der betreffenden Viehstände in dem Gehöfte oder der Gemarkung die völlige Seuchenfreiheit derselben ergeben hat, so frühzeitig an die Bürgermeistereien zurückzusenden, daß sie vor Abgang der Tiere dem Besitzer eingehändigt werden können. Die Kosten, welche durch Ausstellung der Zeugnisie der Bürgermeistereien erwachsen, fallen den Besitzern zur Last. Die Bescheinigungen und Besichtigungen, welche die KrelSveterinärärzte vorzunehmen haben, sind Pflichtgeschäst der letzteren. Die Tagegelder, welche ihnen durch die not- wendlg werdenden Besichtigungen von Viehbeständen erwachsen, find für die Polizeikasse in Rechnung zu bringen. Rothe. _____________Pfeiffer. Bekanntmachung, betreffend Generalversammlung des landw. Bezirks-Vereins Gießen. Am SamStag, 8. September d. I. nachmit- tags 3 Uhr wird eine Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins im Lenz'scheu Saale (Felsenkeller) dahier mit folgender Tagesordnung stattfinden: 1. Prüfung der Rechnung 1899/1900; 2. Wahl zweier Mitglieder des Ausschuffes des landw. Provinzialvereins; 3. Mitteilungen; 4. VortragdesGroßh. Kreisveterinärarztes Herrn Prof. Dr. Winkler von hier über seine versuche zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche mit Fütterung von Milch seuchekranker Tiere und deren Ergebnisse.- Ich lade hierzu die Mitglieder des Vereins und jeder« «ann, der sich für Gegenstände der Tagesordnung internsten freundlichst ein. Die Herren Bürgermeister des Vereinsbezirks wollen dies gefälligst in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen und auf einen zahlreichen Besuch hinwirken. Gießen, den 27. August 1900. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. v. Bechtold. Bekanntmachung • Betreffend: Die Besichtigung des Faselviehs. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 28. Juli d. I., in Nr. 187 deS Gießener Anzeigers, geben wir bekannt, daß daS durch Schreib- und Druckfehler entstellte Ergebnis bezügl. Langsdorf heißen muß: Gesund- Bullen Halter Rasie Farbe Alter Körper- Nähr- Haut- heitS- (Jahre) bau zustand pflege zustand Jakob Bender Stmmenth. weiß 2«/< sehr gut s. gut s. gut s. gut Bastard Ad. Roth ILI. Stmmenth. „ 2®/< w „ * Retnzucht 3oh8. Lehrmund „ , 4 „ Eber H. Fay IX. Westfäl. — «/< gut gut gut gut Riffe Jakob Fay IV. Bastard - l‘/4 w Ziegenböcke Ehr.Schmidt Landrasse scheckig l'/< gnügd. gnügd. genügd. gnügd. H. Dörr Saaner „ „ gut gut gut gut Gießen, den 28. August 1900. Großherzogliches Kreis amt Gießen. v. Bechtold. Grotzh. Fachschule für Slfkvliriilslhmhcrei und verwandte Gewerbe. Kunstgewerök. Aachschute mit Lehrwerkstätten, zu Grbach i. C. Beginn des Winterhalbjahres 1. Oktober 1900. Unterrichtet wird von 4 Fachlehrern und 2 Hilfslehrern. Gründliche fachmännische, praktische und theoretische Ausbildung von jungen Leuten in den gesamten Zeichen- und Modellierfächern, sowie in Werkstätten für Elfenbeinschnitzer, Holzbildhauer, Drechsler und Ziseleure. Die Anstalt enthält eine Vorklasse, zwei Fachkurse und Lehrwerkstätten für Ziseleure, Schnitzer und Dreher in Elfenbein, Bein, Holz u. s. w. Die Vor klasse hat einjährigen Lehrplan und umfaßt die elementaren Konstruktions- und Zeicheusächer. Die Fachkurse haben je einjährigen Lehrplan: Figuren- und Ornamentenmodellieren, Figurenzeichnen, Aquarellmalen, Fachzeichnen und Entwerfen (in alten und modernen Stilen), Gewandstudien, Aktzeichnen, Perspektive. Die Lehrwerkstätten nehmen nach schriftlichem Lehrvertrage Schüler vom 14. Lebensjahre auf; die Lehrzeit beträgt 3 Jahre. Nach erfolgreicher Vollendung der- selben erhalten die Schüler einen Lehrbrief ausgestellt (Gew.- Ord. § 129). Borträge finden statt über Anatomie, ornamentale Formenlehre, Stilkunde, Materialienkunde, Technologie, Konftruktionslehre und Kostenvoranschläge. Außerdem findet ein gewerblicher nnb kauf- männischer FortbilduvgSuuterricht in den Abendstunden statt. Der Unterricht wird durch eine reiche Modell- und Borbildersammlung, sowie gut auSgestattete Werkstätten unterstützt. Das Schulgeld beträgt 15 Mk. im Halbjahr. Unbemittelten Schülern kann die Entrichtung des Schul- geldes nachgelaffen, auch kann im Großherzogtum Ansässigen der Besuch der Schule durch einen llnterstützungsbeitrag erleichtert werden. Bei Gesuchen um Gewährung der einen oder anderen Art dieser Erleichterungen werden neben der Vermögenslage des Schülers auch die BermögeuSverhältnisse der Heimatgemeinde oder das Vorhandensein geeigneter Stif- tungsmittel in Betracht gezogen. Anmeldungen und Gesuche sind an den unterzeichneten Leiter der Anstalt zu richten, welcher weitere Auskunft erteilt. Schulprogramm kostenlos. Erbach i. O., im August 1900. Der Vorsitzende des AufsichtSratS: Steg müll er, Bürgermeister. Der Dirigent der Anstalt: Klein, Großherzogl. Hauptlehrer. Der Heldenkampf der letzten Bureuheere. Unter diesem Titel veröffentlicht die „D. W." einen Bronkhorstfpruit, 23. Juni, datierten Brief des im beut> scheu Freikorps mitkämpfenden Dr. W. Schiele, der so viel Interessantes enthält, daß wir ihn unseren Lesern mitteilen wollen. Dr. Schiele schreibt: Ganz England wird gejubelt haben bei der Nachricht der Einnahme von Johannesburg und Pretoria, in der Annahme, Haß der langwierige Krieg nun zu Ende sei, und daß man sich bald an das Einl-eimsen des SiegeS- $rei)es werde machen können. Lord Roberts hat sich in derselben Hoffnung gewiegt, denn er hat die fremden Militärattachees aufgefordert, bei ihren Regierungen um ihre Rückberufung einzukommen, da der Mieg so gut wie beendet sei; ein Teil der Truppen, so die Australier, hat bereits die Ordre zur Heimreise erhalten. Doch die Freude war verfrüht. Lord Roberts selbst hat die Befürchtung ausgesprochen, daß die Buren des Oranje-Freistaates es nicht aufrichtig meinten, denn statt der neuen und vorzüglichen M^sergewehre haben sie ihre alten Henry-Martini - und noch ältere Donnerbüchsen ausgeliefert, und jetzt haben sie auch vielfach wieder ihre versteckten Mauser hervorgesucht und sind von neuem dem unermüdlichen Rufer im Streite, dem Präsidenten Steijn, gegen den Erbfeind gefolgt. So ist es dem General Dewet gelungen, die Engländer von ihrer Verbindung mit der Dipkolonie abzuschneiden und ihnen große Transporte von Lebensmitteln, Bekleidungsgegenständen und Munition zwischen Kroonstad und Vereeniging abzunehmen. Die halb verödeten Städte Johannesburg und Pretoria können einer Armee nicht mehr viel bieten; gelingt es dem mit dieser Aufgabe betrauten Kitchener daher nicht bald, die Verbindung wiederherzustellen, so kannPretoriaden Engländern ein neues Moskau werdest und Lord Roberts Triumphzug ein trauriges Ende nehmen. Vielen abergläubischen Gemütern hat es einen großen Schreck bezw. eine große Freude verursacht, daß der a«uf dem Gouvernementsgebäude in Pretoria gehißte UnionIack nach kurzer Zeit vom Winde heruntergerissen wurde. Hoffentlich bewahrheitet sich das Vorzeichen! Thatsache ist, daß der Zu st and der englischen Armee recht kläglich ist. Infolge der Gewaltmärsche und der kalten Nächte haben die Truppen eine Unmenge Kran ker und Maroder; am Tage die heiße Sonne, in der Nacht Reif, das verträgt nicht jedermann. Pferde, Ochsen und Maulesel liegen in großer Zahl verendet am Wege, den die englische Armee passiert, und das Gras ist gelb und dürr und zum größten Teile noch abgebrannt; Mais und anderes Futter ist im armen Laude aber nicht viel auszutreiben. Die ersten Fragen der englischen Soldaten auf den Farmen sind immer nach Brot und Kleidern. Wie bekannt, ist Tommy Atkins aber ein sehr verwöhnter Herr, der nicht lange ohne sein gutes Essen und seinen geliebten Whisky auszukommen vermag. Der schwache Widerstand vor Pretoria mag die Engländer wohl zu dem Irrtum verleitet haben, daß alle Gegenwehr zu Ende sei. 9htr zu bald wurden sie aber auf die unangenehmste Weise eines Besseren belehrt. Die englische Armee folgte den auf Middelburg zurückgehenden Buren und wurde dabei bei Donkeshoek und Pinarspoort am 11. Juni angegriffen; erst nach zweitägigem harten Fechten und großen Verlusten gelang es den Engländern, sich Luft zu schaffen. Die Buren versuchten, die Engländer einzuschließen, und interessant war es, das ratlose Hin- und Herflüchten der englischen Kavallerie vor den mitten unter ihr einschlagenden Granaten zu beobachten. Der englischen Uebermacht gelang es schließlich aber doch, den bereits fast geschlossenen Meis der Buren zu durchbrechen, woraus diese sich weiter in der Richtung von Middelburg zurückzogen. Die Engländer folgten bis Elandsriver, Vortruppen gingen bis Bronck- horstspruit (Stationen an der Bahn Pretoria—Delagoa- bai), alle zogen sich aber plötzlich nach Pretoria zurück, nur kleinere Abteilungen bei Pinarspoort und Watersall zurücklassend; wahrscheinlich haben sie ihre Truppen gegen De Wet nötig. Bei dem Gefecht am 11. Juni hatte auch das deutsche Johannesburger Korps Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Es ist eins der wenigen noch existierenden Fremdenkorps, die anderen sink-meist in Johannesburg und Pretoria auseinander gelaufen. Zehn Mann vom Korps gingen auf eine „Kopje" vor, die sie noch von Buren besetzt glaubten, um von dort die Engländer mit größerem Erfolge beschießen zu können. Als wir uns dem dem Feinde zunächst gelegenen Rande des Berges näl^r- ten, erhielten wir Feuer; wir warfen uns hin und riefen den auf uns schießenden Leuten zu, wir seien Freunde, schwenkten unsere Hüte usw., immer in der Annahme, es seien Buren. Plötzlich tauchten auf 30—40 Schritt vor uns Engländer auf, die in dem Grase mit ihren großen Tropen- 'Helmen wie Riesenpilze aussahen. 9hin wußten wir, woran wir waren, fingen an zu feuern mit dem Erfolge, daß, unsere Gegner sofort int Grase und hinter den nächsten „Klippen" verschwanden, einige von ihnen anscheinend verwundet, denn man vernahm durch das Geschieße hindurch ihr Aechzen und Stöhnen. Nach kurzer Zeit entschlossen wir uns zum Umgehen der Engländer und Avancieren; von links her gelang es einem von uns, dem Feinde in den Rücken zu kommen, und als seine ersten Schüsse erschallten, sprangen verschiedene Engländer auf, um sich durch die Flucht zu retten, andere schossen wir hinter den Klippen ab, da keiner sich ergeben und unserer Aufforderung „Hands uP" Folge leisten wollte. Ta nun von allen Seiten Engländer gegen unsere Kopse anrückten, mußten wir schleunigst und unter heftigem Feuer des Feindes retirieren, wir verloren aber wunderbarerweise bei der ganzen Affaire weder einen Toten noch Verwundeten, während wir allein sechs tote Engländer zählten, darunter einen Offizier. Tie Engländer schossen, wie gewöhnlich, viel zu hoch, die uns gegenüber hinter den Klippen und im Grase Liegenden wagten nicht, ihre Köpfe zu erheben und knallten nur blind darauf los, während unsere Kugeln gegen die ihnen Schutz bietenden Steine anschlugen oder hart über dem Boden durch das Gras zischten. Ruhiges, langsames Zielen und Schießen, das ist die Hauptjache im Gefecht, bei den Engländern' giebt es aber meist nur viel Lärm um nichts. Daß die Engländer selbst der Gemalt ihrer Waffen zur Beendigung des Krieges nicht ganz trauen, erhellt wohl am besten daraus, daß sie auch die Macht des Goldes noch heranzuziehcn suchten und ihr gewöhnliches Mittel, die Bestechung, ausprobierten. Sowohl dem General-Kommandant Louis Botha und General Del ar e y-wie dem Präsidenten Steijn und De Wet haben sie ein Jahrgehalt von, wie man sagt, zehntausend Pfund Sterling angeboten, wenn sie die Waffen niederlegten. Ja, „im Kriege gelten alle Mittel", denkt der praktische John Bull' und bestechen ist entschieden billiger wie Krieg führen. Daß die Explosion der Geschoßfabrik in Johannesburg auf englische Machenschaften ^urückzuführen ist, unterliegt ebenfalls keinem Zweifel; die Opfer bei letzterer Katastrophe waren zum größten Teil Italiener. Verbandstag der deutschen evangelischen Pfarrervereine. X. D a r m st a d t, 29. August. Heute früh einviertel 10 Uhr begannen die Verhandlungen der gesamten Deutschen evangelischen Pfarrer-Vereine, nachdem eine Vorstandssitzung vorhergegangen war. Anstelle des durch Krankheit verhinderten Vorsitzenden, Superintendenten a. D. Sternberg - Selchow bei Kehrberg (Pommern), übernimmt die Leitung der Verhandlungen das Vorstandsmitglied Superintendent Dr. R a t h- m a n n-Schönebeck (Sachsen). Nach Absingen des Liedes „Eine feste Burg" hält der Vorsitzende eine erbauliche Ansprache, Fürbitte und Gebet. Die nunmehr erfolgte Feststellung der Präsenzliste ergiebt die Anwesenheit von 16 Landesvereinen' 'mit 58 Stimmen. Es sind vertreten: Altenburg, Berlin, Brandenburg, Braunschweig, Coburg, Gotha, Hannover," Hessen, Cassel, Sachsen-Meiningen, Nassau, Ostpreußen, Pommern, Posen, Rheinprovinz, Braunfels, Simmern, Sachsen, Schleswig-Holstein und Westpreußen. Vor Eintritt in die Beratungen wird zunächst der Antrag des Berliner Pfarrervereins, der seither zu Brandenburg zählte, aber immer schon eine selbständige Stellung cinnahm, um Ausnahme in den Verband der Deutschen Pfarrervereine beraten. Nach eingehender Begründung des Berliner Vertreters, der nachwies, daß der Verein, 139 Mitglieder zählt, eigene Sterbekasse und eine ganze Reihe eigener Wohlfahrtseinrichtungen mit gutem Erfolge eingeführt hat, wird dem Antrag, der eigentlich gegen die Statuten verstößt, da nur Landesverbände in den allgemeinen Verband ausgenommen werden können, mit der Motivierung: In Anbetracht der Ausnahmestellung, die Berlin sowohl in kirchlicher, wie in politischer Beziehung einnimmt, stattgegeben. Es folgten nunmehr die Beratungen über die Vorlagen des Verbandsvorstandes, als deren erste die Erledigung des Stendaler Beschlusses über die Ortsschulinspektion angesetzt war, über die man aber auf Grund der durch den abwesenden Vorsitzenden Sternberg eingeleiteten befriedigenden Schnitte zur weiteren Tagesordnung übergehen konnte. Pfarrer Schrader -Breitenbach bei Bebra referierte hierauf über die Erledigung des Stendaler Beschlusses, betreffend die engere Verbindung der Landeskirche. Nach vorgenommener Enquete hat sich eine Anzahl der Vereine für, eine andere Anzahl dagegen ausgesprochen. Auch der Hessische Pfarrerverein hat Stellung gegen diesen schwer durchzuführenden Antrag genommen. Dem Zweck werde besser gedient, wenn man zur Bildung möglichst vieler Psarrervereine beitrage und dafür sorge, daß sich alle dem Deutschen Verband anschließen. Von 16 Verbänden haben 9 geantwortet und 7 geschwiegen. Von 8 außerhalb stehenden Vereinen hat nur einer sich zustimmend geäußert, von diesen 10 Antworten seien zusammen 7 gerade der hervorragendsten Vereine für die Sache günstig ausgefallen. Der Referent beantragt eine Resolution. Inzwischen rechtfertigt Pfarrer Wahl-Langen die Stellung des Hessischen Pfarrervereins gegen den Antrag in eingehender Weise und führt besonders an, daß auch der Hessische Pfarrerverein von Herzen das hohe schöne Ziel erstrebe, daß dazu aber die Zeit noch nicht gekommen sei; denn er befürchtet, daß die nötige Festigung innerhalb des Verbandes noch nicht vorhanden sei, was ja schon die lässige Behandlung seitens einzelner Vereine ergebe. Die Pfarrvereinsbewegung sei hierfür noch nicht reif und noch nicht selbständig genug; man müsse vorsichtig zu Werk gehen, da man den Erfolg vielleicht nicht absehen tonne. Pfarrer So ld an und,Superintendent T e i ß m a n n- Wiesbaden sprechen für die Resolution Schrader und glauben, daß die Befürchtungen des hessischen Vertreters grundlos seien; denn gerade der engere Zusammenschluß, der einzelnen Landeskirchen werde das richtige Mittel sein, die Stellung der Kirche gegenüber dem Staate zu festigen. Auch Pfarrer D i st e l p a n k - Berlin und Meyer- Sachsen beanstanden die Fassung der Resolution. Dieselbe wird alsdann in folgender Form gegen 12 Stimmen angenommen : „Die Abgeordneten des Vereins der Deutschen Evangelischen Psarrervereine erkennen das Bedürfnis einer engeren Aneinanderschließung der deutschen evangelischen Landeskirchen au und beschließen die Einsetzung einer Kommission zur weiteren Verfolgung der Angelegenheit." Die Kommission besteht aus den Herren: Schrader- Breitenbach, Wahl-Langen, Meyer-Sachsen, Deiß- mann- Wiesbaden und O v e r d i e k - Hannover. Ter Vorsitzende nimmt hierauf Veranlassung, den inzwischen erschienenen Prälaten D. H abicht zu begrüßen. Pfarrer P i l l m a n n - Uehrde (Braunschweig) berichtet hierauf über die Ausführung des Stendaler Beschlusses betr. die „Los von Rom"-Bewegung, resp. über die Stellungnahme der einzelnen Vereine dazu. Die meisten zeigen großes Interesse für die Sache und stellen teilweise regelmäßige, teilweise einmalige Unterstützungsbeiträge in Aussicht. — Pfarrer Frit s ch-Ruppertsburg erklärt, daß gleich anderen auch der Hessische Pfarrerverein bereit sei, außer den eingegangenen und noch eingehenden Geldern Asyle für übertretende katholische Priester zur Verfügung zu stellen. Ein Beweis für das bethätigte und anerkannte Interesse ist der Umstand, daß man den Schriftleiter des .Hessischen Pfarrervereins in den Vorstand der deutschen evangelischen Bewegung gewählt hat. Aus der interessanten Diskussion geht noch hervor, daß bisher immer noch Mangel an geeigneten Hilfskräften vorhanden ist, da die entsandten 40 Vikare nicht ausreichen, ferner daß nicht immer die geeigneten Kräfte daselbst thätig sind, die das Evangelium hinreichend in sich ausgenommen haben, daß man auf die jungen Pfarr- kandid nen keinen Druck ausüben, sondern sich selbst überlassen !olle, damit nur diejenigen sich für die gute Sache interessieren, die das Bedüfnis, die heilige Ueberzeugung und die nötige Gabe haben, das Evangelium zu predigen; ferner daß von feiten des evangelischen Oberkirchenrates in Wien den Predigern nicht immer das nötige Entgegenkommen gezeigt wird, sodaß die Stellung daselbst eine sehr schwere ist. Hierauf wird nachstehende Resolution angenommen: Die Abgeordneten-Versammlung des Deutschen evangelischen Psarrvereins in Darmstadt wolle 1. das Folgende erklären: a) Tie Abgeordnetenversammlung zu Darmstadt hat mit Freuden Kenntnis genommen von dem Interesse, welches die Vorstände und Mitglieder der Deutschen evangelischen Pfarrervereine in der Unterstützung der österreichischen „Los-von-Rom"-Bewegung durch Wort und That, insbesondere auch durch bewiesenes Entgegenkommen gegen übertretende katholische Priester bekundet haben, und bittet dieselben, sich fernerweit der guten Sache mit Eifer zu widmen. b) Die Abgeordneten-Versammlung empfiehlt den angeschlossenen Pfarrervereinen, zur Förderung der evangelischen Bewegung in Oesterreich mit den freien Vereinen des evangelischen Bundes und des Gustav- Adolf-Vereins in unmittelbare Beziehung zu treten, und richtet an die einzelnen Mitglieder der Deutschen evangelischen Pfarrervereine die besonders herzliche Bitte, bet Ankündigung kirchlicher Kollekten für den Evangelischen Bund, wie des Gustav-Adolf-Vereins, sowie bei Veranstaltung von Gemeinde-Familienabenden der „Los- von-Rom"-Bewegung mit warmen Worten zu gedenken. c) Die Abgeordneten-Versammlung macht die Kandidatur des evangelischen Pfarramtes darauf aufmerksam (S. das bezügl. Inserat im Theol. Vakanzenanz. des Verbandes, redigiert von P. Pasche-Dieskau, Nr. 31 von 1900), daß für Oesterreich immer noch geeignete Hilfskräfte gesucht werden, das in weitesten Kreisen vorhandene Bedürfnis nach Verkündigung des göttlichen Wortes zu befriedigen und hofft, daß ihnen bei ihrer Rückkehr in die heimatliche Kirche Schwierigkeiten nicht entstehen. 2. Folgendes zu bestimmen: Die Abgeordneten-Versammlung zu Darmstadt bestimmt, daß der Verbandsvorstand die für die „Los-von- Rom"-Bewegung in Oesterreich innerhalb des Verbandes der Deutschen evangelischen Pfarrervereine noch verfügbaren Barmittel in Uebereinstinimung mit dem evangelischen Bunde stiftungsgemäß verwendet. Politische Tagesschau. liebet die Art des Kaisers zu reden und im Reden plaudert ein Herr Schwaner in der Zeitschrift „Der VolkSer- zieher" wie folgt: „Einige meiner Freunde haben sich darüber gewundert, daß ich die letzte Chinarede (die Bremerhavener) unseres Kaisers so „optimistisch" und „harmlos" aufgefaßt. Sie schreiben meine Gutgläubigkeit dem Umstande zu, daß ich auf Reisen in Oberbayern war, wo man „wenig Gelegenheit hat, die Tageszeitungen genau" zu verfolgen und infolgedessen Gefahr läuft, den Zusammenhang mit den neuesten Ereignisien zu verlieren. Wenn ich diesen meinen aufrichtigen Mitarbeitern hier antworte, so geschieht es nicht etwa, um mich zu rechtfertigen oder eine Richtung für den „Volkserzieher" anzugeben: ich stehe in Bezug auf die betreffende Kaiserrede noch genau auf demselben Standpunkt, den ich in Garmisch einnahm; und was den Kaiser selbst angeht, so habe ich auch da keinen Anlaß, irgend eine Ansicht von mir über ihn zu revidieren. Ich habe wiederholt den Kaiser sprechen hören und einige seiner Reden nachgeschrieben. Wer in der gleichen Lage mit mir ist, weiß, wie schwer es ist, solch einer Rede zu folgen und gar, eine richtig nachzuschreiben. Es kam vor, daß unser vier, jeder einzelne Vertreter eines besonderen Blattes, einen anderen Wortlaut niedergeschrieben hatten. Um die tollste nWider- sprüche zu beseitigen, blieb uns nichts anderes übrig, als aus den vier Reden durch Redigieren eine zu sixireM. Es hat niemand nachher gemerkt — auch das amtliche Wolfssche Bureau nicht — „wie die neueste Taufrede Sr. Majestät" zusammengeschweißt war. Sre galt für echt vom ersten bis zum letzten Buchstaben! Und doch konnte sie es nicht sein. Denn der Kaiser, der selten allen verständlich spricht, redet zwar stets zu Anfang so langsam und deutlich, daß man bequem nachschreiben kann. Rach und nach beschleunigt sich aber das Tempo der meist improvisierten Rede, um sich schließlich fast zu überstürzen. Dann heißt es abwechselnd stenographieren, jeder einen oder zwei Sätze, während der andere gespannt aufmerkt I So entstehen die wortgetreuesten Kaiserreden. Wenn aber j-der auf seine eigene Faust losschreibt, womöglich mit halbem Ohre hört oder gar noch niederschreibt, was man vermutet oder hofft, daß es „Majestät sprechen würden", so entstehen die Reden von „Pardon wird nicht gegeben". Da fehlt nur noch der Zusatz: „Weiber, Greise und Kinder werden aufgespießt I" . . . Das angeführte Beispiel „Pardon wird nicht gegeben- ist nicht glücklich gewählt, da dieser Ausspruch auch vom „Reichsanzeiger" abgedruckt, also doch wohl als thatsächlich erfolgt zu betrachten ist. Im übrigen mag es sich mit den Schwierigkeiten einer korrekten Wiedergabe kaiserlicher Reden so verhalten, wie oben geschildert wird, um so näher läge es aber deshalb, daß bei wichtigen Reden stets eine amtliche Veröffentlichung derselben stattfände. Zur Vorgeschichte der Ernennung des Grafen Waldersee teilt daS Organ der deutsch-sozialen Reformpartei, die „Deutsch-Sozialen Blätter", angeblich aus ganz sicherer Quelle Folgendes mit: „Eine hohe Frau, von deren schwerer Erkrankung einzelne Zeitungen jüngst zu berichten wußten, ist keineswegs so leidend, daß sie nicht noch jede Gelegenheit wahrzunehmen bereit wäre, um die Interessen ihres Vaterlandes zu fördern. Sie kennt den hohen Sinn ihres erlauchten Sohnes, der daraus gerichtet ist, dem deutschen Volke den ersten Platz unter den Völkern der Erde zu sichern, und da man neuerdings in England wieder einmal entdeckt hat — und ein englischer Staatsmann hat cs in den letzten Tagen offiziell ausgesprochen —, daß die Interessen Englands und Deutschlands in den meisten Fällen die gleichen seien, so schien der Zeitpunkt sehr geeignet, dem Deutschen Reiche eine Ehrung zu erweisen. Ihre Majestät die Kaiserin von Rußland, bekanntlich eine Enkelin der Königin Viktoria, der dieser Plan unterbreitet wurde, hat ihren hohen Gemahl dann veranlaßt, unserem Kaiser den Vorschlag zu machen, daß Gras Waldersee zum Oberbefehlshaber präsentiert werden möge. Zarte Damenhände haben also dem Deutschen Reiche die verantwortungsreiche Ehre der Führerschast in Ost- asien verschafft." Die Nordd. Allg. Ztg. behauptet, daß an dieser Erzählung nicht ein wahres Wort sei. Man wird dem amtlichen Blatte also glauben müffen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 30. August 1900. * * Auszeichnung. [Dem Gerichtsschreiber Fe ick irr Friedberg wurde aus Anlaß seines 50 jährigen Dienstjubiläums zum 29. August d. Js. die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * * Besttzwechsel. Die Villa unseres seitherigen Oberbürgermeisters Gnauth ist sür 35000 Mk. in den Besitz deS Regierungsbaurats Roth, desgleichen das Lotz'sche Haus in der Neustadt sür 100000 Mk. in den Besitz deS Herrn Borrmann übergegangen. Bad-Nauheim, 28. August. Am letzten Montagvormittag besuchte, wie gemeldet, der englische Thronfolger, Prinz von Wales, von Homburg aus unser Bad, nahm in Gemeinschaft mehrerer Damen und Herren im „Kaiserhos" den Lunch ein und besichtigte sodann unter Führung des Bademeisters Kissel die Sprudel, die Badehäuser, Park, Kurhaus usw. Der Prinz fuhr in 45 Minuten von Homburg in einem Petroleum-Dampf-Automobil hierher, begleitet von dem Fabrikanten des letzteren. — Wie der „Bad-Nauh. Anz." schreibt, wurden eine Anzahl Hausburschen verhaftet, welche verdächtig sind, bei ihren Herrschaften Unterschlagungen und Betrügereien begangen zu haben. Mehrere der Burschen, die ebenfalls verhaftet werden sollten, zogen eS vor, sich davon zu machen. Auch eine Ladnerin wurde wegen Verdachts der Untreue gefänglich eingezogen. △ Ortenberg, 29. August. Nach Veröffentlichung des Rechenschaftsberichts der Ludwig- und Mathil- denstiftung zu Ortenberg erfreut sich die Kaffe eines regen WachstumeS. Dank einer trefflichen Verwaltung, die in erster Linie dem verdienten Rechner Roth zuzuschreiben ist, wurden in 1899 dem Reservefonds, der bereits 109 115,45 Mk. betrug, wieder 3014,29 Mk. zugeschrieben. Der Ausstand an Kapitalvermögen beträgt weit über eine Million. Die alljährlichen Unterstützungen für Anstalten, Krankenpflege u. s. w. floffen reichlich, sodaß der Stiftung, die bislang so segensreich gewirkt hat, eine gedeihliche Weiterentwicklung in Aussicht steht. x. Darmstadt, 29. August. Nach Schluß der gestrigen Beratungen der 10. Generalversammlung des Hess, evangel. PfarrvereinS sand im Kaisersaal gemeinsames Mittagessen statt, an welchem ca. 50 Personen teil* nahmen. Der Vorsitzende, Pfarrer Schrimpf-Butzbach, feierte in warmen Worten den Kaiser und den Großherzog durch ein beifällig ausgenommenes Hoch. Pfarrer Röschen- Winnerod feierte hierauf das hiesige Lokal-Komitee und den Vorsitzenden, Pfarrer Sch'impf; dem aus ihn ausgebrachten Hoch wurde jubelnd zugestimmt, woraus der also Gefeierte Worte des Dankes sprach und auf die Einigkeit unter den Amtsbrüdern jetzt und für alle Zeit ein Hoch ausbrachte. — Abends 6 Uhr fand in der „Stadt PfungstaM" eine Kommissionssitzung, den Pfarrverein und speziell das „Deutsche Pfarrerblatt" betr., statt, woran sich ein geselliges Zusammensein schloß, dem viele Amtsbrüder, zum Teil mit Familie, beiwohnten. . L . r „ „ , Hanau 29 August. Bei dem mit der Kmderheilanstalt in Bao Orb verbundene Pensionat wurde vom Regierungs- Präsidenten angefragt, wie viel Betten sür verwundete und erkrankte Krieger aus China bereit gestellt werden können. Die Antwort lautete, daß 70 Betten Mitte September zur Verfügung stehen können. Uermsthtes. * Berlin, 28. August. Acht Mitglieder der Berliner chinesischen Gesandtschaft traten nach der „Berl. Ztg." am Dienstag über Genua ihre Heimreise nach China an. Die Herren — es befinden sich darunter auch recht jugendliche — behalten, um etwaigen Belästigungen z» entgehen, bis zu ihrer Ankunft auf heimatlichem Boden sowohl europäische Kleidung, wie auch Perücken an, die ihren landesüblichen Zopf verbergen. Der Gesandte selbst hat ihnen im Auftrage seiner Negierung die immer» hin nicht unbeträchtlichen Reisemittel — die Kosten der Seereise allein betragen pro Person schon über 1000 Mk. — zur Verfügung gestellt. (In Berlin haben die Mit» glieder der chinesischen Gesandtschaft in der letzten Zeit gewöhnlich europäische Kleidung und Perücke getragen. Die Zöpfe unter ihren Perücken unterzubringen, machte ihnen stets besondere Schwierigkeiten. Hoch aufgetürmt saßen über den Zöpfen die Perücken und die Herren schwebten in ständiger Besorgnis, daß ihre schöne „Behauptung", namentlich beim Grüßen, sich arg verschieben würde, was zum stillen Gaudium der Pasianten auch öfters geschah. T. Red.) • Zu der Kouitzer Angelegenheit wird dem „Berl. Tagebl.- mitgeteilt, daß gegen den früheren Abdecker (Schächter) Israelski nunmehr Anklage wegen Begünstigung bei dem Winter'schen Morde erhoben und Verhandlungstermin auf den 8. September angesetzt worden ist. Dec Botenmeister des Konitzer Landgerichts, Fiedler, hat behauptet und diese seine Aussage beeidet, er habe am Karfreitag Vormittag während der Kirchzeit gesehen, daß J-raelSki mit einem Sack auf dem Rücken, in dem sich ein runder Gegenstand befand, nach der Gegend am Schützen- Hause gegangen sei, wo am ersten Osterfeiertage der Kopf des ermordeten Winter gefunden wurde. Israelski wurde einige Zeit darauf verhaftet und befindet sich noch in Untersuchungshaft; er bestreitet, mit dem Morde in irgend einer Verbindung zu stehen. Zum Offizialverteidiger des Ange» klagten wurde Rechtsanwalt Maschke in Könitz ernannt, indes hat man (wer?) auch bei dem Iustizrat Sello in Berlin angefragt, ob er die Verteidigung übernehmen wolle. Wie ein Telegramm meldet, hat Sello eine zustimmende Antwort erteilt. Der Prozeß kommt nicht vor dem Schwurgericht, sondern vor der Strafkammer in Könitz zur Verhandlung. — Vor dem Schwurgericht in Könitz beginnt Mitte Oktober der Prozeß wegen Landfriedensbruchs gegen einige 20 Personen, die die Synagoge demoliert hatten. • Köln, 28. August. Der Gouverneur der Festung Köln richtete ein Schreiben an die Stadtverwaltung von Mülheim (Rhein), worin cs heißt, daß seit zwei Wochen unter den Mannschaften des 65. Infanterie-Regiments Unterleibstyphus ausgebrochen sei. Die Ent- stehungSnrsache sei auf den Aufenthalt auf dem Truppenübungsplätze Elsenborn zurückzuführen. Inzwischen sind auch achtZivilpersonen von der Seuche befallen worden. Seitens der Behörde sind die strengsten Absperrungsmaßregeln verfügt. Alle gesunden Soldaten werden täglich zweimal untersucht. * Baden-Baden, 28. August. Die amtliche „Karlsruher Zeitung" meldet, daß der bisherige Leiter der Ober» realschule in Bad n-Badcn, Dr. Paul Pfeffer, von der Leitung der genannten Anstalt enthoben und in seiner Eigenschaft als Professor an das Gymnasium in Mannheim versetzt worden ist. Mit dieser ohne Rücksicht auf alle Parteipolitischen Interessen und ohne Rücksicht auf die Personen» und GehaltSverhältnisse vorgenommenen Ber« änderung hat die Regierung die Oberrealschulangelegenheit gelöst, die alle Beteiligten, auch die Eltern und Schüler, mehr als zwei Jahre lang in Unruhe erhalten hat. Die Lösung wurde von den maßgebenden Kreisen schon längst nicht anders erwartet und wird mit Genugthuung auf» genommen, nachdem die Stellung des OberrealschulvorftandeS Pfeffer infolge der gegen ihn und sein Verhalten gerichteten Angriffe immer schwieriger und schließlich unhaltbar geworden war. Die Angelegenheit erhielt ihren Anstoß in der staatlicherseitS angeordneten Wiederholung der Prüfungen zur Erlangung der Einjährig-Freiwilligen- Berechtigung wegen dabei vorgekommencr Unregelmäßigkeiten. Sie gipfelte, nachdem ein Strafantrag des Oberschulrats zurückgezogen wurde, in einem Privat» klageverfahren des Vorstandes Pfeffer gegen einen Badener Bürger und den früheren Redakteur des „Badener Echo". Dieses Verfahren ergab die thatsächlichen Grundlagen zu den Angriffen gegen den Vorstand Pfeffer. * Konstanz, 28. August. H ute nachmi!tag fünf Uhr entgleiste der Schnellzug Frankfurt-Basel» Konstanz infolge Schienenbruch zwischen Radolfzell und Konstanz bei Station Hegne. — Fischhändler Wall- Konstanz, Kohler-Neustadt und Frl. Lu zz ati-Monculvo (Italien) sind tot. Die Eltern der Dame, Führer Grieshaber, ein Hochzeitspaar aus Ludwigshafen, eine Engländerin und vermutlich Frau Kohler wurden schwer verwundet und liegen teils im Kloster Hegne. Die meisten Verwundeten wurden hier im Krankenhaus untergebracht. Oberstabsarzt Dr. Enderle aus Weingarten legte die ersten Verbände an. * Stockholm, 28. August. Heute wurde in Gegenwart des Kronprinzen und des Prinzen Karl, sowie mehrerer Minister und Mitglieder der Akademie der Wissenschaften die bei Island aufgcfundene Andr6e-Boje geöffnet. Sie enthielt keinerlei Nachricht. — Der Boje fehlte, wie bei den früher gefundenen, das Oberstück. Das Kupfernctz der Boje war durch Eisschraubung oder einen Stoß gegen die Küste aus seiner Stellung gerissen. Die Boje war überhaupt stark beschädigt. Auf der Unterseite befand sich eine Menge kleiner Krebstiere, die nach Aussage des Frhrn. v. Nordenskiöld sich immer im Eismeere an die Schiffe ansetzen.____________________________________________________________ Universität und Hochschule. •k- Darmstadt, 27. August Verzeichnis der Vorlesungen und der Hebungen über Maschinenwissenschaften an der technischen Hochschule im Dintersemester 1900,1901, das am 16. Cftobct beginnt Ma chmenzeichnen, Prof. Krauß, I 6t. Bortrog, 3 et. Hebungen wöchentlich; Mechanische Technologie I, ders., 2 Et ; Mechanische Technologie II, ders., 4 6t.; Maschinenelemente, Geb. Baurat Prof. Linke, 4 6L Vortrag; Konstrultions Hebungen zu Maschinenelement«n, ders., 9 Et ; Konstruktions-Hebungen tn Maschinenelementen (für die Studierenden des Bau-Ingenieurwesens'i, Geh Baurat Prof. Berndt, 3 St ; Hebungen im Berechnen von Maschinenelementen, Prioatdozent Dr. Camcrer, 1 Et. , Erläuterung und Anwendung des Rechenlchiebers, ders, 3-4 St. zu Beginn deS Semesters; Beschreibende Maschinenlehre, Geh. Baurat Prof. Berndt, 3 6t. ; Baumaschinenzeichnen (für die Studierenden des Bau« IngieurwesenS), ders., 3 St ; Dampfmaschinen, Prof. Gutcrmuth, 6 St. Vortrag; Konstrukttons Hebungen, ders., 6 Et ; Aufgewühlte Abschnitte aus der Festigkeitslehre, Geh. Baurat Pros. Berndt, 2 St.; Werkzeugmaschinen, ders., 2 St.; Kinematik! (für die Studierenden de» Maschmen» baue» und der Elektrotechnik), Geh. Baurat Prof. Lincke, 2 Et.; Kinematik II (für die Studierenden deS Maschinenbau-s), ders, 1 6t.; Hebemaschinen, Geh. Baurat Prof. Pfarr, 2 St; Wasserkraftmaschinen, ders, 4 St; Konstruktions-Hebungen zu Hebemaschinen, Wasserkraft- maschinen und Fabrikanlagen, ders., 1 6t.; Wasierwerksbauten ders., 2 St ; Heizung und Lüftung, Prof. Krauß, 2 6t.; Grundzüge der Eifenhüttenkunde (für die Studierenden des Maschinenbaues, Prof. Dr. Diesfenbach, 1 St ; Gewichts und Kostenberechnungen der Maschinen» fabtikation, Prioatdozent Pros. Berk, 1 Et. — Dr. Michael Tangl von der Unioerfitat Berlin ist zum ordcnllichen Profesior bcflrbeit worden. Er ist mit dem Unterricht in den historischen Hilfswissenschaften tetrout. 1861 geboren, machte Tangl, der aus Oesterreich stammt, seine Studten in Wien, vornehmlich al8 Schüler Büdlngcrf. Nach Beendigung seiner Sludien trat Tangl in den österreichischen Verwaltungsdienst ein. Seine akademische Laufbahn begann er 1892 alö Prioatdozent an der Unl- oerfitat Wien 1895 wurde TenU als äußeren deutlicher Professor nach Marburg berufen, und in&bifonbere damit betreut, das Seminar für historische Hilfswissenschaften zu leiten, da« begtünbtt wurde, um den zukünftigen Archiobeamten eine Sonderoordereitung für ihr Fach zu e«mögl.chen. 1897 wurde Tangl in gleicher Eigen- schatt an die Unioersttät Betlin versetzt.________________________________ Handel mta Kerkehr. Volkswirtschaft Frukfnrter Börne vem 29. August. Wechsel auf New-York zu 0.00-00. Pröuilee auf Kredit per ult Sept 1.7O1/o, do. per ult Okt. 2.50%, Di»konto-Kommendit per ult. Sept 1.50%, do. per ult. Okt. 2.40%, Lombarden per ult Sept. 0.70%, do. per ult. Okt. 1.00%. Deutsche Bank per ult. Aug. 0.00%. ÄotierUMgee: Kreditaktien 206 20-206-0, DtekonU- Kommandit 173.90-50-60-00, Staatsbahn 189.80-140.20, Lombarden 26.90-26-00, Italiener 94.30 Spanier 72.30, Sproz. Mexikaner 26.30, Bochumer 186 00-090.00-000.00 bz., Laura 201 30-00 bz., Harpener 177.40-00-00 bz., Gelsenkirchen 189-190.40-00-000 bz. G., Privat- Diskout 4 o 0. 1% bis 2% Uhr : Kred taktien 206.00-000.00-00 bz., Oit- konto-Kommandjf 173.80-50 bz., Berliner Handelsgesellschaft 00 bz., titaaobahn 140.10-30 000 bz., Lombarden 26.00-00 b., Laura 000-00 3proz. Mexikaner 00.00 bz_______________________________________ P. P. Den Eingang sämtlicher Saison-Neuheiten sr in Tuch und Buckxkin für Herbst und Winter 1IT zeige ergebet an Hochachtungsvoll Markus Bauer. Anfertigung noch Mass in eigener Werkstätte. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen •oHenftrele L. ArrgeAot der VlrdeituehMer r 1 Metzger, 1 Schneider, 2 Hauöburschen, mehrere Fubrknechtc, 1 Dienstmädchen, 1 Kauffrau, 1 Näherin, 1 Flickerin. Nachfrage der Ardettgederr 1 Vauschloffer, 1 Schuhmacher, mehrere tüchtige Bauschreiner, mehrere tüchtige Fuhrknechte, 2 Hausburschen, 1 Kartonnage. arbeiten«, 4 Dienstmädchen, 1 Lausmädchen, 1 Näherin. Bekanntmachung, betreffend: Oetroi von Obstwein. Mit Bezug auf § 14, Abschnitt III der Bekanntmachung Gcoßh. Ministeriums des Innern vom 4. Juni 1874, abgedruckt in Nr. 35 des Regierungsblattes, bringen wir hierdurch wiederholt zur öffentlichen Kenntnis, daß alle Obstwein-Produzenten vor Beginn der Kelterung von Obst be der unterzeichnet n Stelle von ihrem Vorhaben Anzeige zu mach n und einen Erlaubnisschein einzuholen haben, welcher Beginn und Dauer des K cttern s fest setzt. Nichtbefolgung dieser Vorschrift wird nach § 16 der vorerwähnten Bekanntmachung bestraft. MMWWW Zwiebelkuchen Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 Uhr ah. 4684 Hofbäcker Noll, Mäusburg 12. ff. geräucherte Frankfurt. Kratwürstchev ä Paar 36 und 80 Pfg. empfiehlt von heute ab jeden Freitag und SamStag Fr, Schreiner, 5398_________Mehgermetster._______ KraulMV.CttvMMrsi anerkannt feinst. MaöriKat (gBbderware) empfiehlt billigst 6668 Gießen, den 21. August 1900. 5623 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __I. V.-. Wolff.___________________________ Bekanntmachung. , „ EamStag ben 1. September 1900, nachmittags 3 Uhr, sollen an Oil und Stelle die Frühbirnen an den stLdtischru Bäumen am Krofdorfer, Wiesecker U' d Steinbach-r Weg, aus dem Lutherbe-g und im LLrchenm-tldhen, sowie einige Haufen Abfallholz °n der Marburo-rstrab- me.stbi.tmd --.Ketzert werden. Di- Zusammen, kunft ist am Schlachryof. Gießen, bett 29. August 1900. 573g Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___I. V.: Wolff. Institut von Dr. Kübel. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für das Maturitäts-, Fähnrichs- und Einjährig-Frei- willigen-Examen, für Vorprüfungen des Finanz- und Geometerfache und andere Schul-Examina. Für junge Leute, welche tags über verhindert sind, ist eine Abendschule eingerichtet, in welcher sie sich in verschiedenen Ab teilungen für Examina ode/ den kaufmännischen Beruf ausbilden können. 5469 Beginn des Winter-Semesters am 24. September. Prospekte durch den Vorsteher: Dr. Kübel. PH. Herrmanv, Seltersweg 33 Hochfeines, neues Sauerkraut empfiehlt 5686 C. Roth II., Wallt'orsiraße 5. Heute frische Schellfische, Kabliau, Zauder, rchallru, Kluß, hecht-, lebende Karpfen, Schleie und Aale eirmetioffen. 350 Prom iter versandt nach auSwärtS. Z W. S-hslhsf, Krionialwaren- und Deiikaleffengeschäst. WsWU iirsSglich jum Lwmuhki, billigst bei 5194 Gebr. Adami. Nene Kartoffeln 50 Kilo mit Sack ab Friedberg 2 Mk., Zwiebeln la. Ware, 50 Kilo 3,50 Mk., versendet gegen Nachnahme 6286 Jacob Elera-Simou, Friedberg (Heff.) ■■■ Für alle Futtermittel, Malz, Brotschrot u. a. Neue Excelsior-Schrotmühlen mit vervollkommneten Mahlscheiben. IfeutMcheM !telehn-latent. ■Vorzüge : Vollkommen gleichmässige Schrotung. Grosse Feinheit des Schrotes bei nur einmaligem Durchgänge durch die Mühle. Wolliges, mehlreiches Schrot. Weitgehende Zerkleinerung der Hülsen. Lange Verwendbarkeit der Mahlscheiben. Billiger Ersatz abgenutzter Mahlscheiben. Hohe quantitative Leistung. Geringe Betriebskraft — Einfache Bedienung. wanCh7n3iMi E*ce'.lot^nOhlen venchledener Kw.truktlon. München 1B93. Grone eilberne Denkmünze der Deutechen LandwIrtechefU-OeeellichafL Preisbücher mit Abbildungen kostenfrei. Fried. Krupp Grusonweik, Magdeburg-Buckau. Große Brennholz- uni Abbruchmaterialien-Versteigerung. Areitag, vormittags 10 Mr beginnend, wird im Pfau, Marburgerstraße, eine große Partie Brennholz Zensier, Muren, Ziegel elc. etc. gegen Barzahlung versteigert. 5732 Wasserdichte Wasserdichte ■■ ■ . . wagendecken Pferdedecken Zelte und Wirtschaltsliallk« Grösste Spezialfabrik. L. Stromeyer & Co», Konstanz. Meeh. Weberei, Decken-, Zelte- und Säckefabrik. 5340 Vertreter: Otto Scheel, Giessen, Bahnhofstrasse 50. Kinderwagen 19 Seltersweg 19. üßckW, kMtNM 1MMM« Elegante englische Wagen Neu! mit Federgestell, hellem Klappverdeck, Randpolster und Ledertuohaussch)ag, Mk. 17.—. Luxuriöse Ausstattung. Hochmoderne Ausführung. Billigste Preise. Braune Wagen mit Verdeck Mk. 10.—. Sicherheits-Gürtel Neu! das Herausfallen der Kinder aus Kinderwagen, Bettchen und Stühlen unmöglich machend. D. R. M. angemeldet. ■“ Awgust Kilbinger. 94.90 86.00 92.10 99.35 99.C0 Cßmentbeton-, Asphalt "und Terrazzogeschäft Ueöernahme affet Ausführungen. Tadellose Kerüeffung. Weitgehende Garantie 5693 Carl HaaS jr 5700 5743 (Kin Zimmer mit Bett billig zu ver- mieten. Näheres Neuenweg 6. Mlöbliertes Zimmer mit Kabinett zu vermieten.Löberstraße 3 QaSrtw per Oktober preiswert zu (vWVVO verm. Neuenweg 30. TöchtigerFchremergtselle für dauernde Arbeit gesucht. 6780 gesucht von 5745 Egly & Bindewald, Cigarrenfabrik. PfttdkßM vermieten. 5207 Großer Steinweg 5. schöne 5-Zimmer-Wohnung. 2. Stock, z. verm. Goethestr. 48. 4870 Procent Procent 4 Franks. Hyp.-Bk. unk. b. 1906 92.50 4 unk. b. 1907 99.70 dto. Deutsche Grdsch.-B. unk. b. 1904 99.00 4 Geldsortenr Brief 206 20 Darmst. Bk.-Actten Verantwortlich für bra aUgemetnen tril: P. Wtttko, für ben «nzeigenteUr Beck. — Druck unb Verlag bet BrStzischn» Unieerfit-tS-Buch. und Sretnbruckerei (Pietsch Erbe») in Gießm. 82.95 4 57.05 4 4 4 3 3 4 4 20 Franken-St. lkngl. Sovereigns Dollars in Gold 4'/- 3 5 4 96.50. 96.20 23.60 39.50 42 30 98.00 93.25 100.00 98.70 98.26 98.70 Stadt WormS unk. b. 1901 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 Jtal. staatsgar. Sisenb. Geld 16.25 20.39 4.17 Selb 81.30 84.50 4.17',. Tüchtiger Pferdeknecht gegen hohen Lohn sofort gesucht« Abende ourser 000.00 | Oesterr. Tredit-Aetieu sLine Schraube von einem Wagen ver- loren. Abzugeben gegen Belohnung bei Dienstmann Schmidt, Sandgaffe 17. 4833] Seltersweg 89 Mansardenwohnung von 4 Zimmern nebst Zubehör zu vermieten. Tüchtige Cigarren- und Wickelmacher finden dauernde u. lohnende Beschäftigung. 5713 Plank & Schneider. Oesterr. Silberrente Ung. Gold-Rente Portugiesen Mexicaner amort. S. I-HI Monopol-Griechen von 1887 Tisenb. Rentenb. Obl. BuderuS Obl. Hambrgr. Hyp. Bk. unk.6.1905 Preuß. HyP.A. Bk. unk. b. 1900 Pomm. Hyp. A. Bk. unk. b. 1904 Frkf. Ldw. Tred. Bk. unk. b. 1900 sreiherrlich Uedkskt'sche Evtsvermltung Ltockhausen, Station Lauterbach. Kartoffeln 50 Pfund für 1 Mk., 5741 werden abgegeben. Ludwigstratze Si. 81/, Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. TonsolS 37, Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Aeizer gesucht. Wegen Krankheit meines Heizers ist dieser Posten sofort neu zu besetzen, ses? Dampfsägewerk und Zimmergeschäft Gg. Schubecker, Erdkauterweg 20. Krieger-Herein Gießen. Sedan-Feier w Samstag den 1. September, von abends Vat) Uhr ab, im Bereiuslokal. Die Ehrenmitglieder und Mitglieder mit ihren Familien sind zu dieser Feier eingeladen. Souutag den 2. September, mittags 12 Uhr 80 Miu.: Abfahrt zum Kriegerfest in Steinbach. Freifahrt ist bewilligt. Zusammenkunft am Bahnhof. 5749 Brief 16.29 20.43 4.20 Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. Nur die Harke „Pfeilring“ gibt Gewähr für die Echtheit unseres mLJM Lanolin-Toilette-Cream Lanolin Man verlange nur »Pfeitring“ Lanolin-Cream Marke pfe\^x und weise Nachahmungen zurück. 1596 Lanolin-Fabrik Martinikenfelde. 5625] Schöne Wohnung mit Waffer- lettung an ruhlge Leute zu vermieten. __Tiefenweg 10. Konrad Rnbsamen, Giessen, kventl. auch mit Lager- Kuul.iillulnl^ platz und Kontor, suche alsbald oder 1. Januar zu mieten. Offerten unter Nr. 03531 an die Ex- pedition dieses Blattes. IW* Tüchtiger Pferdeknecht bei hohem Lohn gesucht. 5690 C. Rübsamen. Zmi Wohnungk« verm. 5393 Grünbergerstratze 5, 2. UNd 3. Storft p" >• Oktober,u vermieten. 5394 --Grünbergerstratze 17. mnhttnnn tm ersten Stock, bestehend evUyUlllig aus 5 Zimmern, Badezimmer und sonstigem Zubehör, ist per 1. Oktober zu vermieten. A. Kautz, Weftanlage 62. 5604s 3 eleg. 4-Zimmerwohnungen mit Kabinett per 1. Oktober zu vermieten. Gebe. Zutt, Steinstr. 84. Kursbericht voll J. Kurz