M Uch 'lehen uim <• rinfttBl Un>; S.ÄÜ -.Sx?:- te^v m J ;.QM ° SA-j f6d>l«6 faf 1900 Samstag den 31. März r. 76 Mstes Blatt. 11 Gießener Anzeiger l*t Heneral-UHeiger t**n4 *BH W Ncjnff»prets virrtkljährl. Mk SM monatlich 75 Ps§. mit Bringerlohn; durch die Abholestell«« viertetjährl. Mk. IM manatlech 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2,40 Vierteljahr, mit Bestellgeld. Alle Lnreig^n-BermittlmtgS-ell« de- In- und Ausland nehmen Anzeigen für den «Sicßener Anzeiger entgefte, Zeilenprei-: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. )lMW4 we »»»«igen zu der nachmittag- für den rr-*— «f scheinenden Nummer bis »arm. W llchr. Agtz^chkingen spätesten« adendS davher. Me **wr l>ww<*erttttr rN* de« «nz-i-er kW ■* .Heß- |»**r X. Mätt« I |4< Amts» und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. trinflSw, GAediti»« und Druckerei: »chokOi.t« Sr. 1. Grstisdellazr«: Gießener FamiliercklAter, Her heWhe Landwirt, Mtter für hessische Dockskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kietz»». Fernsprecher Nr. 6L lrke Diamai ÄfiSfr* er dirfem- in £ ßnrrkennlinM der neneete ely* Herrenhrffl ™ tchwan, pu a geliefert' eißlageöO<56, 10.— timhm pov.ei hwazraf^. lo^fluilach' y.l int U. \ai/2 Uhr infolge eines Magenleidens gestorben. Das Telegramm aus Prätoria, welches diese schmerzliche Kunde überbringt, fügt hinzu, die Hauptstadt sei von tiefster Trauer erfüllt um den Verlust eines wahren Patrioten, eines tapferen Generals und Ehrenmannes. Die letzte Mitteilung über Joubert kam aus Prätoria und lautete dahin, der Generalissimus sei am 23. v. Mts. aus Kroonstad dort eingetroffen und hoffe, in kurzer Zeit nach Natal zurückkehren zu können. Wenn er nun mitten in den Vorbereitungen zu dem neuen Abschnitt des Feldzuges, der in nächster Zeit seinen Anfang nehmen wird, aus diesem Leben abberufen wurde, so bedeutet der plötzliche Tod dieses hervorragenden Kriegers für die Sache der Buren zweifellos einen abermaligen schweren Verlust. Daran kann auch die Thatsache nichts ändern, daß Jouberts Popularität bei den Buren seit Beginn des Krieges erheblich gesunken war; sein starres Festhalten an der Defensivtaktik soll namentlich unter den jüngeren Elementen der Burghers starken Unwillen erzeugt haben, ihm wird deshalb auch in erster Reihe die Schuld an der Erfolglosigkeit der Belagerung von Ladysmith zugeschrieben. Ob mit Recht oder Unrecht, wird sich erst in einer späteren Zeit beurteilen lassen. Jedenfalls steht so viel fest, daß, le länger der Feldzug in Natal dauerte, der Name Jouberts desto mehr in den Hintergrund geriet und durch die Generale Botha, Schalk Burger und Lukas Meyer mehr und mehr verdrängt wurde. Eine Erkrankung, die wohl schon der Anfang seines Todesleidens war, zwang ihn auch vorübergehend, sich vom Kriegsschauplatz zurückzuziehen und in Volksrust die Wiederherstellung seiner Gesundheit abzuwarten. Erst als nach der Entsetzung Kimberleys der tapfere Cronje mit feinen 4000 Buren am Paardeberg eingeschlossen war und dort sehnsüchtig auf Hilfe wartete, wurde Jouberts Name wieder öfter gehört. Aber er blieb zunächst noch vor Ladysmith liegen, bis auch hier der Rückzug zur Notwendigkeit geworden war. Erst jetzt schien er wieder thätiger in den Gang der Ereigniffe eingreifen zu wollen. Er nahm an den Konferenzen, die nach der Einnahme von Bloemfontein durch die Engländer zwischen Krüger, Steijn und den namhaftesten Heerführern der Buren zu wiederholten Malen abgehalten wurden, teil, war bald in Kroonstad, bald in Prätoria und bald wieder in Natal, sodüß man zu der Annahme berechtigt war, er würde jetzt thatsächlich die einheitliche Leitung der Operationen auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen in die Hand nehmen. Sein Tod verursacht da plötzlich einen Riß in der eben erst geschaffenen Organisation der verbündeten Armee, der, da er ja sofort wieder geschloffen werden muß, auch sicherlich geschlossen werden wird, der aber doch wohl mannigfache Störungen in der weiteren Kriegführung der Buren zur Folge haben dürfte. An fähigen Heerführern leiden die Buren, wie der bisherige Verlauf der Kämpfe zur Genüge bewiesen hat, keinen Mangel, namentlich wird dem General Botha, der bereits während der vorübergehenden Behinderung Jouberts das Oberkommando geführt hat, auch von europäischen Beurteilern eine ganz hervorragende militärische Tüchtigkeit nachgerühmt. * Vom Kriegsschauplatz. Loudon, 29. März. Präsident Krüger übernahm an Stelle des verstorbenen Generals Joubert das Oberkommando über sämtliche Buren-Streitkräfte. Loudon, 29. März. Nach Meldungen aus Pretoria findet das Leichenbegängnis Jouberts heute statt. Derselbe wird in der Familiengruft in Walkerstrom beigesetzt. Loudon, 29. März. Der von den Engländern gefangen Aech^U^ne deutsche Arzt Dr. Albrecht von "bet holländisches. Ambulanz ist von General ^Hler freigelassen und zu den Buren gesandt worden. Berlin, 29. März. Wie der „Voss. Ztg." aus Lon- io n telegraphiert wird, hat nach einem Telegramm der «Morning Post" aus Bloemfontein der Vorstoß der eng« . lischen Truppen von Bloemfontein nach Norden am 25. März begonnen, eine Jnfanteriebrigade, eine Kavalleriebrigade und zwei Gardebataillone Gordon Hochländer haben bereits ein Lager bei Glen unweit vom Modderfluffe bezogen. — Die Division des Generals Gatacre wird in Bloemfontein erwartet. — Nach einem Telegramm des „Berliner Lokalanz." aus London widmen die englischen Blätter dem verstorbenen General Joubert durchweg hochherzige und würdige Nachrufe, in denen sie ihm die wärmste Anerkennung als einem gefallenen ehrenhaften und tapferen Feinde zollen. Vereinzelte Stimmen drücken die Meinung aus, daß Jouberts Tod das Friedensarrangement mit Transvaal erleichtern werde. — Ein weiteres Telegramm desselben Blattes besagt, aus Depeschen, welche aus Pretoria 'eingetroffen sind, gehe hervor, daß General Joubert Dienstag kurz vor Mitternacht im Alter von 68 Jahren und 60 Tagen an akuter Nierenentzündung gestorben sei. Seine Krankheit war äußerst kurz, da er noch letzten Sonntag die Kirche besuchte. Man betrachtet den Tod Jouberts als einen unersetzlichen Verlust, besonders für den Fall eines möglichen Arrangements mit England. Die von englischer Seite verbreitete Meldung, daß Joubert bei Colenso verwundet wurde, ist unbegründet; es war Kommandant Joubert, der dort verwundet wurde. * * * Telegramme des „Gießener Anzeiger". London, 30. März. Nach Privatmeldungen aus Kapstadt sollen bei dem vorgestrigen Kampfe bei Warrenton die Engländer eine Niederlage erlitten haben. Infolgedessen wird sich der Entsatz von Mafeksing länger hinziehen als man glaubt. London, 30. März. Ein Telegramm aus Maseru vom 25. März meldet, daß die Buren eine starke Stellung zwischen Maseru und Ladybrand inne haben. London, 30. März. Ein in Pretoria eingelaufenes Telegramm aus Kroonstad vom 27. März beruhtet, daß, nachdem Kommandant Lubbe die englischen Linien von Jacob, dal durchbrochen hat, er in Bultsontein (gegenüber Kimberley gelegen. D. Red.) mit seinen Truppen einge- trossen ist. Maseking ist, wie weiter berichtet wird, gestern abend während sieben Stunden heftig beschossen worden. Die Garnison antwortete, ohne den BurensV er - luste beizubringen. Die Engländer sind im Begriff, sich in großer Menge bei Elandslaagte zu konzentrieren. London, 30. März. Die „Times" veröffentlicht folgendes Telegramm aus Aliwal North vom 29. März: Generral Brabant und sein Gkneralstab sind aus Roux- ville hierher zurückgekehrt. Sie beschäftigen sich mit der Vertreibung der Freistaatburen. Es sind Verstärkungen nach den von unseren Truppen besetzten Punkten abge- aangen. Kommandant Olivier ist huf dem Wege nach dem Süden begriffen, aber seine Bewegungen werden von dem Kommandanten des Basutolandes genau verfolgt und dem General French mitgeteilt. London, 30. März. Aus Brackoender wird über Kapstadt von gestern gemeldet: Die Kolonne des Generals Settle, die Prieska am 23. verlassen hat, ist am 26. in Brackoender eingetroffen. Der Regen fällt in so großen Mengen, wie es seit dem Jahre 1895 nicht mehr der Fall war. Berlin, 30. März. Nach einem Telegramm des „Berl. Tagebl." aus London meldet die „Times" aus Bloemfontein: Der gegenwärtige Halt in der Nähe von Bloemfontein ist absolut notwendig als militärische Vorsichtsmaßregel. Wir sind im Begriff, in eine neue Phase der Operationen einzutreten. Unsere letzten Operationen haben einen großen Verbrauch von Pferdematerial bedingt. Wir werden bei Beginn des Winters vorrücken, und müssen den Wirkungen trotzen, die der erste Frost auf die Tiere haben wird. Der Gesundheitszustand der Truppen darf ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Sie müssen eine besondere Winterausrüstung haben._____________________________________________________ Deutsches Reich. Berlin, 29. März. Der Kaiser hatte heute morgen eine Besprechung mit dem Staatssekretär Grafen Bülow und hörte im Schlosse die Vorträge des Kriegsministers v. Goßler und des Chefs des Militärkabinetts v. Hahnke. — Der Landtagsabgeordnete Kolifch (frs. Bg), der vor einigen Tagen vom Schlage gerührt wurde, ist heute vormittag 11 Uhr infolge eines erneuten Schlaganfalls gestorben. — Wie der „Nat.-Ztg." berichtet wird, soll die ton» servative Interpellation wegen des Fleischschaugesetzes im Abgeorduetenhause vor Ostern nicht mehr zur Verhandlung gestellt werden. Nach den neuesten Dispositionen ist vielmehr beabsichtigt, die Osterferien des Hauses in den allernächsten Tagen, möglicherweise schon morgen beginnen zu lassen. Hiernach scheint es, so bemerkt das genannte Blatt, als ob die Interpellanten nachträglich eingesehen hätten, daß sie von der Verhandlung keinen Vorteil zu erwarten hätten. — Die dem Kaiser geschenkte Hohkönigsburg bei Schlettstadt ist, wie die „Nat.-Ztg." erfährt, zur Aufnahme eines historischen Museums bestimmt, welches die Geschichte und Vergangenheit, Volkskunde und Eigenart des Elsaß veranschaulichen soll. Die Wiederherstellung der gewaltigen Burgruine wird bald in Angriff genommen werden. — Bischof v. Anzer empfing gestern vormittag den Besuch des hiesigen chinesischen Gesandten, welcher aus der Provinz Südschantung stammt und mit dem Bischof von früher her bekannt ist. Im Reichstage hatte der Bischof gestern nachmittag eine Besprechung mit dem Staatssekretär Tirpitz. Für Samstag ist der Bischof beim Staatssekretär Grafen v. Bülow zum parlamentarischen Diner geladen. Den Nachrichten zufolge, welche dem Bischof aus China nachgeschickt wurden, hat sich seit seiner Abreise vor 2»« zu Hst '"blick auf bos , CJ Kapitalien j Jben des betont, die fc ^oße Sihivie^ "ente, des n Schivierigte^ n Gehälter ch,; gen gestand», | 'p habe sich in die Panzei: welche andere? geringer al/.- rhandlungen-.. 'eichspostbe^.. • Wj.d e uG^er LaM-i ee,?/ auf bbO.W tze M eilte. ^Mister gegen! Pr^ex veg ge W WM $ Mg fommtn. miautet, dcj i werde tyr-' tm mrWch fei. uer de-Mmchli r Seichlag°av> seiner Geuaf^ jlen hat, btM1 om md bmi : wird. Die t iNgwierigeBela. ager für 8“”1 slorian mM .•«Ä lilt nefe 0 V b-M'E b.Md«L itaN! “L* ■ , in» n »: * 3«“ * jl bei B'° ,,s tie * ,at »«« «•*;, chl, HK, .« fflepptj,:-' sä»- rSß »S'jS'S 0«C«V« kiloharter Habich wird in den nächsten Tagen hier ein- treifcn, um dann energisch das Werk zu fördern. ** E i n G i e s; euer K ü n st l e r. lieber ein Kunstler- hnjcrt im Kurbause zu Arnstadt, das am 25. d. M. statt- ivnd, spricht sich ein Berichterstatter des dortigen „Allg. Siizeigers" sehr lobend aus. In dem Konzert wirkte auch ein Gießener Künstler, Herr Hüttenberger, mit. lieber Mn Spiel wird berichtet: Im Solospiel (Violine) präsentierte sich Herr Hüttenberger als ein würdiger Schüler dcs Herrn Konzertmeister Corbach. Sem Ton ist groß und edel, seine Technik bedeutend, seine Bogenführnnst elegant, sein Spiel seelenvoll und von tiefer Auffassung zcugenb. Großer Beifall folgte seinen Darbietungen, der ihn zu einer sehr dankbaren Zugabe veranlaßte. ** Gewerbebank Gießen. Tie auf gestern abend in den Saal des Kaffee Leib einberufene Generalversammlung der Gewerbebauk eing. G. m. unb. H. war von zirka 95 Mitgliedern besucht. Der Vorsitzende, Herr Carl Loos, eröffnete die Versammlung und erstattete den Geschäftsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 1899; aus diesem Berichte ist zu bemerken, daß der Stand des Institutes ein durchaus solider und guter ist, und daß die Geschäfte in allen Zweigen wesentlich größere gewesen sind, mit einem gesamten Mehrumschlag von über dreieinhalb Millionen Mark. -Der Reingewinn ist gegen das Vorjahr um zirka 2000 Mark zurückgeblieben; es hat dies einesteils seine Ursache in dem teuren Geldstande des vergangenen Jahres, anderuteils war die Leitung der Bank veranlaßt, am Ende des vorigen Jahres an den Werten der eigenen Effekten zirka 4000 Mart abzuschreiben wegen des zu dieser Zeit sehr niederen Kursstandes der Papiere. Aus dem allgemeinen Bericht ist zu bemerken, daß der Aufsichtsrat in einer Sitzung vom 29. Juli v. I. beschlossen hatte, aus Anlaß, daß es am 10. August v. I. 25 Jahre waren, seit Herr Wagner dem Vorstande der Bank angehört, in dankbarer Anerkennung der Leistungen unb Verdienste desselben um das Gedeihen und Emporblühen des Institutes, denselben zum Direktor der Bank zu ernennen, und Herrn Wagner ein Anstellungsdekret zu erteilen, in welchem die Acmk dem Jubilar eine Pension von 2000 Mark zusichert fite den Fall, daß Herr Wagner in den Ruhestand treten sollte. Diese Beschlüsse des Aufsichtsrates fanden in der gestrigen Generalversammlung einstimmige Annahme, und bkthätigte die Versammlung auch ihrerseits das Vertrauen und die Anerkennung hinsichtlich des bisherigen segensreichen Wirkens ihres langjährigen Rechners Herrn Wagner im Interesse der Gewerbebank. Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung fanden nach Antrag des Aufsichtsrates ihre Erledigung. In den Aufsichtsrat wurden die statutenmäßig ausscl-eidenden Herren D. Heil mit 88 Stimmen, (£. Berg mit 81 Stimmen, H. Leib mit 86 Stimmen, Ehr. Leo mit 81 Stimmen und L. Flett mit 78 Stimmen wieder- gewählt. Möge auch fernerhin die Genossenschaft mit ihren segensreichen Einrichtungen und idealen Zielen und Begebungen weiter blühen und gedeihen, und reiche Früchte »ringen in den weitesten Schichten unseres wirtschaftlichen Md gewerblichen Lebens. Vermischtes. * Thorn, 29. Mürz. Hier ist die Meldung einge- gangen, daß der Jngenieuroffizier Wessel, der vor mehreren Wochen auf dem Transport nach Thorn entsprungen war, in London verhaftet wurde. Gerichtssaal. Berlin, 29. März. Die Prozeßverhandlungen gegen den vairkier Sternberg begannen heute vor der im kleinen Schwurgerichtssaale tagende« 8. Strafkammer des Landgerichts I. Der Zudrang der Äeugen und des Publikums zum Verhandlungssaale ist ein sehr großer. Sternberg wird beschuldigt, in den Jahren 1897 bis 1899 mit der Harte Erhard und Frida Woyde, beide unter 14 Jahren alt, unzüchtige Handlungen vorgenommen und die 1884 geborene Marie Tourna^on »erführt zu haben. Nach Verlesung des AnNagebeschlusses beantragt der Staatsanwalt den Ausschluß der Oeffenllichkeit während der ganzen Dauer der Verhandlung. Der Grichtshof beschließt nach diesem Anträge. Arbeiterbewegung. Dux, 29 März. Da neuerlich wieder in »inzclnen Bezirken US Brüxer RevterS der Streik ausgebrochen ist, ist der Befehl zur Harückzietzung des Militärs einstw In der Stadtkirche. Sonntag den 1. April. Judica. Vormittags 91/i Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Mittwoch den 4. April, abends 6 Uhr: 6. Paffions» andacht. Pfarrer Schlosser. Die nächsten Abendmahlsfeiern für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam, finden statt am Gründonnerstag, abends 6 Uhr, und am Karfreitag im Vormittagsgottesdienst. Sonntag den 1. April, abends 6 Uhr: Vereinigung der ton» firmierten männlichen Jugend au8 der Markusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nächsten Sonntag, Palmarum, Buß- und Bettag. An diesem Tage wird in allen Gottesdiensten eine Kollekte für bedürftige hessische evangelische Gemeinden unter vorwiegend katholischer Bevölkerung erhoben. Am Gründonnerstag findet Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und die Joyannesgemeinde, abends 8 Uhr, statt. Am Karfteitag findet Beichte und hl. Abendmahl für die LukaS- und die JohanneSgemeinde im DormtttagSgottesdienst statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag den 31.März. Nachmittags um 4>/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 1. April. Pasfionssonntag. Feier deS „Großen Gebetes". Vormittags von 6es im vorigen Herbst nach Bulgarien abkommandie t gewesenen russischen Generals Jepantschin. Berlin, 30. März. Die „Post" veröffentlicht folgendes Telegramm des Freiherrn von Stumm: Auch die Behauptung der Germania, daS Werk zu Neunkirchen bezahle an dasjenige in Dill in gen 20 000 Mk. für Unterlassung der Schienen-Fabrikation, ist wieder unwahr. Ich verzichte auf weitere Widerlegungen der täglich neu austauchenden Anfeindungen. Berlin, 30. März. Der „Lokal Anzeiger" meldet ans Nom: Nach Schluß der gestrigen Kammersitzung berief Pelloux eine Sitzung der Kammermehrheit ein, zu der 237 Delegierte erschienen waren. Pelloux erklärte, daß er, falls eine Aenderung des Reglements durchgebracht würde, die Umsturzvorlage zurückziehen würde. Berlin, 30. März. In der Budget-Kommission deS Reichstags wurd gestern nachmittag 2 Uhr die Beratung wieder ausgenommen. Bei der Frage: Welche neue Steuern beabsichtige die Regierung zur Deckung der erforderlichen Mittel durchzuführen? Äbg. Müller-Fulda meinte, neue Finanzquellen würden zweifellos erschlossen werden müssen. Aus eine Anleihewirtschaft könne man sich nicht einlassen. Staatssekretär Frhr. v. Thielmann erklärte, der Regierung seien die Lotterie und das Saccharin als passende Steuerobjekte erschienen. Abg. von Kardorff schlug einen Fahrkarten-Stempel für die erste unb zweite Klasse ber Eisenbahn vor. Abg. Müller-Fulda meinte Conossement-Stempel unb einen Stempel fürSchiffahrtkarten empfehlen zu können. Staatssekretär v. Thielmann erwiderte, zu den weiterhin erwogenen Steuer-Projekten gehöre auch der Stempel auf See-Passagen; ein solcher auf Land-Passagen sei ihm neu. Die Reichs-Erbschaftssteuer sei vielfach erwogen, doch habe sie wenig Zustimmung gesunden. Die Erörterung des Restes des Zentrums - Antrages wurde dem Wieder- zusammentritt der Kommission am 25. April Vorbehalten. Berlin 30., März. Gegenüber einer Meldung der „Frankfurter Zeitung" kann das „Berliner Tageblatt" feststellen, daß Dr. Lieber sich anhaltend wohl befindet, und heute oder morgen nach Samberg überzusiedeln gedenkt. Wien, 30. März. Seit 36 Stunden wütet hier und in der Umgegend ein furchtbarer Schneesturm, der großen Schaden anrichtet. Der Schnee ist an manchen Stellen meterhoch. Pferdebahn und Stadtbahn mußten den Verkehr einstellen, unb die Eisenbahnzüge treffen mit großen Verspätungen ein. Paris, 30. März. Mehrere Zeitungen melden die Verschiebung der Eröffnung der Ausstellung auf den 1. Mai, da die Arbeiten noch zu wenig vorgeschritten seien. Paris, 30. März. Die „Aurvre" berichtet, daß Esterhazy vor dem französischen Konsul in London wichtige Enthüllun gen über die Affaire Dreyfus und über die Angelegenheit Deroulede, und über andere Militär- Skandale gemacht hat. Betreffs der Treyfus-Affaire soll Esterhazy Beweise für die Schuld verschiedener Generale erbracht haben. Boisdefsre, Pelloux und Gonse sollen die ganze Angelegenheit ins Werk gesetzt haben. Paty de Elam sei nur ein Vermittler, und Esterhazy das Instrument gewesen, das die Befehle der Vorgesetzten auszusühren hatte. Lissabon, 30. März. Nachdem die P e st in Por - t u a a l erloschen ist, wird das Ein- und Ausfuhrverbot wieoer aufgehoben. London, 30. März. Aus Hongkong wird vom 29. März berichtet: Kwing ju Pui, einer der Hauptmitglieder ber Reformpartei unb früher Chef Redakteur eines gelesenen Blattes, ist verhaftet und nach Kanton abgeführt worden. Der Gouverneur von Hongkong und der englische Konsul haben deshalb ein Protestschreiben an Li Hung Tschang gerichtet. Bis jetzt wurde der Verhaftete nicht wieder freigelaffen. Bekanntmachung. Das Fahren der zwei vierräderigen Gießfässer und eines zweirädertgen Gietzfafses pro I. April 1900/1901 hll im Submission-wkge vergeben werden. Refl--klierende wollen ihre Unten bi» zum 5. April l. I. verschloffen, mit entsprechender Aufschrift »ersehen, bei der uaterzeichntlen Behörde einreichen, woselbst auch die Bfbingungen eingesehen werden können. Gießen, am 29. März 1900. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2152 ® n a u 11). Kaufmännische Fachschule. Da die öffentliche Prüfung unserer Fachschule diesmal ausfällt, so geben wir hierdurch bekannt, daß d e Arbeitshefte ber Schüler Sonntag ita 1. April, vormittags von 10 bis nachmittags 1 Uhr im Lehrsaal I kt Schule, Nordanlage 15, zur Ansicht von Interessenten ausgelegt sind. us Die Schnlkomwifsion der kausmäuuischeu Fachschule. KieueiMtkrverkM für Gießen und Umgegend. Versammlung Sonntag den 1. April, nachmittags 3 Uhr, bei Bauer. Tagesordnung ist bekannt. Es wird aber nochmals ausdrücklich taffluf hingewirsen, daß bei spätere« Bestellungen von Wohnungen «tf pünktliche Lieferung nicht gerechnet werden kann. Wegen Anschluß an eine Haftpflichtversicherungs-Gesellschaft wird Mreicher Besuch erwartet. Der Vorstand. Montag btn 2. April 1900, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich mit Einwilligung deS Herrn Bäckermeisters Fritz Schreiner in dessen Hof, Eingang Wetzsteingasse: Eine große Partie Haus- und Küchengerätschaften, Kleidungsstücke, namentlich 1 Kleiderschrank, 1 kleine Kommode, 1 Blumentisch, 1 runden Tisch, 1 hölzerne und 2 eiserne Bettstellen, 4 Stühle, 1 Signalhorn (für Schaubuden), 1 Nebel- bilder-Apparat, 10 Bände Meyers Konversationslexikon und viele kleinere Gegenstände. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 2440 Geißler, Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Zur Holzversteigeruug im Gemeindewald zu BerSrod vom 21. unb 22. d. Mts. wird hiermit den Steigcrern eröffnet, daß das betr. Brennholz genehmigt worden ist, dagegen aber das Bau-, Werk- und Nutzholz dem Tarif nicht gleich gekommen, nicht genehmigt worden sei. Bersrod, den 29. März 1900. Der Grosih. Bürgermeister. Bücher. 2436 MMm-Dersttigtrvns. Montag den 2. April, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale, Neustadt Nr. 55 dahier, nachverzeichnete Gegenstände: Eiue Herren- und eine Damen-Uhr, eiue Nähmaschine, eiue fast neue Waschmaschine, ein voll- stävd.Bett, eiue Kommode, ein Sopha, einen ovalen «ud eiueu viereckigen Tisch, einen Spiegel, zwei Schließ- körbe, Weißzeug und Kleider, sowie Haus- und Küchengeräte. 2444 I. A.: Schneider. MI. Mchlhms. Freibank. 2384 Heute und morgen: NfnW 54 W MMch 50 M Jagdschlötzchen Dutenhofen iiigl. Zalmhechte u KMche. 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