811 , 7»S »nds 8 Uhr. Direktor G. Traut- Ien IMnw o H-dar ■ ■ loh, Brahms. ■ l°h' Brahms. • M Brahms. • G. Carlssiml. • L. Boccherioi. • Fr. Hegar. ■ Fr Schubert. XkTtVfc lX - . v s. Bach. , op. 47, • R. Schumann, tfk. 1,75, Studentenkarteo Emst Challler (Rudolphs Verwalter Herrn Stork. mz. ibends 8 Uhr: W Mau. reitat}, \vMti \<\ hpw M Der Werfaob. rin, teuds 8 Uhr, W !NgM 50 W 16. »HP* =ni# piti *** Wttoff. August^' Sä* L!^^- faS* Der Porft«»d. cxxxxxxx»aao jMti! SU!« Mittwoch den 31. Januar 9lt. 25 Zweites Blatt 1900 Amts- und Anzeigeblatt ffir den Aveis Gieren Bezugspreis vierteljährl. Mk. 2,28 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestelln, vierteljährl. Mk. 1,96 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Alle Anzeigen-Dermittlungsstellen deS In- und AuSlande- nehrnen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Erscheint täglich mir Ausnahme deS MontagS. Die Gießener AlamikieuV kälter »erden dem Anzeiger hn Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" »dchtl. 4 mal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folg end en Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Meßmer Anzeiger Heneral-Unzeiger * Doetorin med. und Aerztin. Gelegentlich ihres Vortrages im Verbände kaufmännischer Gehilfinnen über „Gesundheitspflege" in Leipzig teilte Fräulein Dr. med. Kuhuow der Versammlung mit, daß sie am 1. Februar Leipzig verlasse, um nach Berlin überzusiedeln. Sie knüpfte daran die sehr bedauerliche Mitteilung, daß es ihr nicht gelungen sei, eine Nachfolgerin zu finden, der sie mit gutem Gewissen ihre Leipziger Praxis übergeben könne. Eine minderwertige oder nur halbgebildete Kraft vermöge sie uicht zu empfehlen. Dabei machte sie auf den Unterschied zwischen einer approbierten und einer nur promovierten Aerztin aufmerksam, der für weiteste Kreise von Interesse ist, ja den kennen zu leruen für die auf ärztlichen Beistand hoffende leidende Frauenwelt eine Notwendigkei ist. Demzufolge gebe ich die Darlegung desselben durch Fräulein Kuhnow hier in Kürze wieder. Die Vortragende leitete ihre Auslassungen mit der Bemerkung ein, daß sie nur im Interesse der Kranken und in dem einer ihr heiligen Sache, aber ohne jegliche persönliche Rancune Aufschlüsse darüber geben möchte, welchen Studiengang die Studentinnen in der Schweiz durchzumachen hätten, um die staatliche Berechtigung zum Praktizieren, die sogenannte Approbation, zu erlangen. Genau wie in Deutschland fordert man in der Schweiz ein Abitu- rientcn-Examcu, das entweder nach Absolvierung der Prima eines Gymnasiums abgelegt wird, oder für das man sich privatim vorbereitcn kann. Die Anforderungen Nebsktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße Mr. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Witter für hessische Volkskunde._________________ Abonnements «"HW auf den Gießener Anzeiger für die Monate Februar und März werden von allen Postanstalten, Zeitungsträgern und der Expedition, Schulstraße 7, sowie denZweig-und Abholestellen, jederzeit entgegengenommen. — Neueintretende Abonnenten erhalten die Zeitung bis 1. Februar kostenfrei. sind denen des entsprechenden deutschen Examens fast gleich, nur ist es in der Schweiz gestattet, statt des Griechischen eine neue Sprache, Englisch oder Italienisch, zu wähle«, in der besonders gründliche Kenntnisse verlangt werden. Nach zirka drei Semestern inuß das erste, nach weiteren drei Semestern das zweite Physikum bestanden werden, d. h. ein Examen in Naturwissenschaften, das andere wesentlich in Anatomie und Physiologie. Nach weiteren etwa drei Semestern folgt das medizinische Staatsexamen. Dasselbe umfaßt dreizehn praktische und eine mündliche Prüfung. Die Studentin hat bei diesem Examen zirka 40—GO Stunden Einzelprüfungen in ca. 6 Wochen durchzumachen. Falls dabei nicht eine bestimmte Durchschnittsleistung erzielt wird, muß das ganze Staatsexamen noch einmal gemacht werden. Durch diese sehr eingehenden und gründlichen Examina wird in der Schweiz die „Approbation" als Arzt erlangt, das heißt, der Staat giebt einer Person das Recht, die ärztliche Praxis auszuüben. Der medizinische Doktortitel ist, wie auch in Deutschland, Nebensache, eine Dekoration, die der approbierte Arzt dadurch erlangt, daß er eine sogenannte Dissertation schreibt. Leider legt man in den Laienkreisen diesem Titel viel zu viel Bedeutung bei, und hält diese so unwichtige Dekoration sür wichtig. Es entspringen aus dieser falschen Ansicht zum Schaden des Publikums allerlei Mißverständnisse uno Ueberschätzungen von Personen, die den Doktortitel erwarben, ohne die Staatsexamina gemacht zu haben. Das ist nämlich sowohl in der Schweiz, als auch in Deutschland Ausländern gestattet. Wenn die Betreffenden nur durch Diplome re. von ausländischen.Schulen die Bildung nachweisen, die etwa die zweite oder dritte Klasse einer höheren Töchterschule giebt, so werden sie an der Universität zum Studium zugelassen, bis sie die gewünschte Würde, den Doctor mediciuae, erlangt haben. Sind sie nicht im Besitze solcher Diplome, so müssen sie die sogen. Fremden-Maturität bestehen, die die vorbezeichneten Kenntnisse von ihnen verlangt, also ein durchaus minderwertiges Examen. Dann bestehen sie nach einiger Zeit, oft schon nach 5—6 Semestern, die Doktorprüfung, die neben einer Dissertation und zwei nicht sehr bedeutenden Klausurarbeiten nur ein kurzes, etwa eineinhalbstündiges mündliches Examen fordert. Solche Examina garantieren natürlich absolut kein gründliches medizinisches Wissen. Leute, die nur diese Prüfungen bestanden haben, sind halb im schlimmsten Sinne des Wortes. In den meisten Kantonen der Schweiz dürfen derartige Doktoren nicht als Arzt, resp. Aerztin praktizieren, und sich mit Recht nicht Arzt oder Aerztin nennen, denn diese Bezeichnung erwirbt man nur durch Ablegung des Staatsexamens. Leider kann man in Deutschland solchen Personen die Ausübung der ärztlichen Praxis nicht verbieten, da wir nach der Gewerbeordnung für das deutsche Reich auch die „Kurfreiheit" haben, durch die es neben den eben charakterisierten halbgebildeten Doktoren auch allen möglichen Kurpfuschern gestattet ist, zu praktizieren. Frl. Dr. Kuhnow schloß diese Erörterung dann wörtlich wie folgt: Um so mehr halte ich es für meine Pflicht, über diese im Publikum unklaren Begriffe Aufschluß zu geben, und nachdrücklich zu bemerken, daß nach meinem Fortgehen vorläufig keine in der Schweiz approbierte Aerztin mehr in Leipzig sein wird, das heißt, keine, die die Staats-Prüfungen bestanden hat, und durch diese Examiua die Garantie eines gründlichen medizinischen Wissens giebt. Wir wollen die Halbheit auch bei den Frauen in keiner Weise beschützen; auch von ihnen verlangen wir gründliches Wissen. Vor allem aber sollen wir unser höchstes Gut, unsere Gesundheit, nicht den Halbwissenden anvertrauen, sondern nur solche» Personen, die durch ihre Vorbildung Gründlichkeit des Wissens auf medizinischem Gebiet garantieren. U. Lokales und Provinzielles. (Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.) Gießen, 30. Januar 1900. * * SeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 35 Jahren, «m 31. Januar 1865, erhielt in Nordamerika unter dem Präsidenten Abraham Lincoln da» Prinzip der Freiheit und dec Menichen- rechte feinen gesetzlichen Ausdruck durch die Abstimmung des Reprä- sentantenhauses in Washington, wo die allgemeine Abschaffung der Sklaverei von über zwei Dritteilen der Versammlung beschlossen und in die Verfassung ausgenommen wurde. ** Die Früchte des Südens machen jetzt in den Tagen, da die Herrschaft des Apfels zu Ende geht, besonders ihr Recht geltend. In den Schaufenstern perdrängen Edelkastanien, Bananen und Ananas, Datteln und Feigen, selbst frische Trauben (die kirschgroßen, blauen Malagabeeren) und vor allen Dingen die Apfelsinen unsere hei- nnschen Früchte und bieten für Augen und Gaumen neue Reize. Freilich sind verschiedene der genannten Früchte für viele unbekannte Dinge. Der Zehnte kann sie kaum genau unterscheiden, und genossen hat er sie auch noch nicht. Sie sind nur für teures Geld zu haben und bleiben daher immer Delikatesse. Volksnahrungsmittel, ähnlich unserem Apfel, wird aber nach und nach die Apfelsine werden. Bei der starken Einfuhr und der Billigkeit des Preises steigert sich der Verbrauch von Jahr zu Jahr, und das mit Recht, denn die Apfelsine ist ein willkommener Lückenbüßer im der Zeit, da unsere heimischen Früchte seltener und teurer werden. Lockende Bilder von dem Lande, wo im dunklen Laub die Goldorangen glüh'n, tauchen vor u nserem Auge auf, wenn wir die duftigen Feuilleton. Gin Sänger Gießens. Von Carl Geißler. (Fortsetzung.) Mit einem Mahnwort an die „lieben Mädchen" schließt Henninger seinen Sang vom Teufelslustgärtchen. Die folgenden Blätter sind den Chatten, den Römern und dem Christentume gewidmet; wir müssen jedoch davon absehen, Stellen aus diesen Gedichten zu eitleren, um den uns zugemessenen Raum nicht zu überschreiten. Als gewissenhafter Dichter hat Henninger es nicht unterlassen, viele Stellen seiner Gedichte, soweit sie sich auf die Geschichte und Mythologie beziehen, mit erklärenden Noten zu versehen, ein Umstand, der wohl zum besseren Verständnisse einzelner Begebenheiten, nicht aber zur besseren Verdaulichkeit der Verse beiträgt. Aus einem nun folgenden Gedichte: „Heldenmüthigkeit der Giesiener Bürger" (1327) erfahren wir, in welch großer Not und Bedrängnis sich unsere Vaterstadt befand, als der Erzbischof Mathias von Mainz, der mit dem Landgrafen Otto von Hessen in einen Lchensstreit geraten war, die Stadt vier Wochen lang belagerte. So heldenmütigen Widerstand auch unsere Vorfahren leisteten, so mußten sie sich doch zuletzt ergeben, und nun wütete das Kriegsvolk entsetzlich; doch — Mitten in dem Drucke, Auf blutgetränktem Raum, Da pfleget gern zu keimen, Der Freiheit grüner Baum! und unsere Väter schüttelten die Knechtschaft ab, indem sie zu den Waffen griffen, und sich ihrer Bedränger durch kräftiges Dreinschlagen entledigten. Und Bürgerschwerter blitzten Und gaben einen Klang, Den nicht ertragen mochten Die Wütheriche lang, Die in dem Blute fanden Meist ihres Frevels Lohn, Theils dem gerechten Schwerte Der Rache noch entfloh'n. Der ob dieser That hocherfreute Landgraf empfing nun wieder die Stadt aus der Bürger Hand als Pfand der Treue — Und die Geschichte rühmt es Wohl manches Jahr noch nach, Wie wacker damals Giessen Das Joch der Knechtschaft brach. Auch Eckhard Holzschuhers, des „getreuen Giessener Burgers", ist gedacht, der einen Mordanschlag vereitelte, der von dem Bunde der alten Minne und dem Sterner- bund der Ritter gegen das Leben des Landgrafen Hermann im Jahre 1377 geplant war. Zum Danke für diese Treue, gewährte der Landgraf dem Bürger, der sich keine Gnade erbitten wollte, Befreiung seiner Hofstatt vor dem Seltersthor (vor der Seltirsstad- porten, wie es in der Urkunde heißt). Längst verschwunden ist die Stätte Durch der Zeiten Sturm und Walten, Doch des edlen Bürgers Namen Hat die Kunde uns erhalten. Der durch Blitzstrahl verursachte große Brand am 27. Mai 1560, von welchem Brandplatz und Brandgasse ihren Namen tragen, begeistert Henninger ebenfalls zu einem Gedichte und auch dem General Bernadotte (1796) hat er als Beschützer der Hochschule in den Drangsalen des Krieges, ein Denkmal gesetzt. Bekanntlich wurde dem General von der Hochschule die philosophische Doktorwürde verliehen. Wenn der Dichter des Brandplatzes erwähnt, so darf natürlich auch der Heidenturm, das alte Wahrzeichen Gießens, nicht vergessen werden. Leider erfahren wir aus dem betreffenden Gedicht weiter nichts über dieses Namens Ursprung, als daß Heiden (Zigeuner) in diesem Turme saßen, „weil sie die Wahrheit nicht gesagt". Sie trieben, wie Zigeuner Pflegen, Sich ringsumher durch Stadt und Land, Dem Volk die Karten aufzulegen Und wahrzusagen aus der Hand. Doch was sie immer sagen mochten, So sprachen sie die Wahrheit nicht Und wurden so in Streit verflochten Und kamen endlich vor Gericht. Was weiter mit den armen Heiden geschah, weiß Henninger nicht zu melden; dagegen schließt er sein Gedicht mit folgender Strophe: Die guten Heiden müssen schmachten, Weil sie gesagt die Wahrheit nicht, Und andere wieder sieht man schlachten, Gerade weil ihr Mund sie spricht! „DaS neue Gießen" nach Schleifung der Festungswälle ist es, das „Aloys, der Taunide", freudig begrüßt mit folgender Strophe: Welche Wandlung ist gegangen, Heber deines Weichbilds Raum? Stadt der Gießen, mein Verlangen, Dich erkenn ich wieder kaum! Anders wardS an allen Enden, Seit ich ferne mich befand; Kinder des Südens sehen. Doch ist die Mehrzahl der hier genossenen Früchte schon aus nördlicheren Zonen, von der Neviera, Nizza, Genua und dem Gardasee. Die besten, hier zum Verkauf kommenden Apfelsinen sind die Mes- sinaer. Freilich erreichen alle diese Früchte nicht dre^Lußrg- keit, als wenn sie reif in der Heimat genossen werden. Des weiten Versandes wegen müssen sie schon vor Guitritt der völligen Reife gepflückt und verschickt werden, und erreichen unterwegs die zum Genüsse erforderliche Reife, ohne jedoch ganz den Wohlgeschmack zu erlangen. Immerhin bleibt die Apfelsine eine von jedermann begehrte Frucht, die wie alle Obstsorten noch den Vorzug hat, daß sie sehr gesund ist. * * ** Militär - G o t t es d i e n st. In Ergänzung unseres Berichts über die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers teilen wir hier noch mit, daß auch in der Synagoge, wie alljährlich, Festgottesdienst stattfand, zu dem die israelitischen Militärs befohlen wurden. ** Personalnachrichten der Eisenbahndirektion. Ernannt wurde der technische Bureaudiätar Neuhaus zu Mainz zum technischen Ersenbahn-Sekretär, und der Stations-Assistent Neurath zu Mainz zum Güter-Expedienten. Versetzt wurde der Bureaudiätar Hüger von Münster i. W. nach Mainz, die Güterexpedienten Wittich von Mainz nach Kirn, und Thomas II von Mannheim nach Mainz, und per^Stationseinnehmer Draser pon Mannheim nach Mainz. Pensioniert wurde der Stations-Verwalter Hedrich zu Höchst-Neustadt. Die Prüfung haben bestanden : zum Eisenbahnassistenten die Stationsaspiranten Schäfer II und Eckhard zu Ingelheim, Hillemann zu Pfeddersheim, Lüllemann zu Nierstein, Joseph zu Osthofen, Mertens zu Seligenstadt, Boye zu Boppard, Engel II zu Mombach, Lingenfelder zu Münster a. Stein, und Töpfer zu Bischofsheim; zum Kanzlisten der Kanzleiaspirant Weidig zu Mainz, zum Bahnmeister die Bahnmeister- Aspiranten Grim zu Kreuznach, Schmitt zu Bischofsheim, und Dammel zu Darmstadt. ** Ein schlechter Monat. Wenn im November oder Dezember der Tag vor morgens 9 Uhr nicht durch die Fenster scheint, ja wenn es überhaupt nicht recht Tag werden will und schon um die Nachmittagsstunden die Dämmerung sich herniedersenkt, da tröstet man sich in dieser lichtarmen Zeit mit der Hoffnung auf Besserung, wenn der Januar erst einmal kommt; denn dann wird es der Regel nach heller und die Tage fangen an länger zu werden. Diesen Trost macht der Verlauf des heurigen Januars buchstäblich zu Wasser. Lichtarm wie der November und Dezember will es, obwohl wir sich dem Ende des Monates nähern, vor 9 Uhr morgens nicht Tag werden, ja tagsüber herrscht eine Trübung, die es überhaupt nicht recht Tag werden läßt. Dazu ununterbrochene Niederschläge, Sudel-, Patsch- und Matschwetter. Die Arbeiten im Freien werden gestört. Daß bei solch abnorm schlechten Witterungsverhältnissen der menschliche Gesundheitszustand ganz merklich beeinflußt wird, ist leicht begreifbar. So macht sich unter anderen Krankheiten die Influenza in vielen Orten wieder bemerkbar und fordert ihre Opfer insbesondere aus den Kreisen des Alters. Unter den Kindern herrschen Scharlach und Diphtheritis. Man ist so leicht geneigt, wenn das Thermometer ein paar Grad unter Null steht, über Kälte zu klagen, mit Unrecht, wie uns die jetzige trübe, feuchte Wetterlage zeigt. —§— Großen-Linden, 29. Januar. Am verflossenen Samstagabend hielt der hiesige Turnverein fein Winterfest im Weigand'schen Saale ab. Der Saal war gedrängt, voll, denn das Programm hatte Erwartung und Spannung in den beteiligten Kreisen erzeugt. Der erste Teil desselben brachte zwei Theaterstücke, einen Einakter und einen Dreiakter. Beide Stücke wurden, auch in den weiblichen Rollen, von jungen Turnern gespielt und boten so ziemlich das höchste Maß von Vollendung, was füglich in dieser Art verlangt werden kann. Es wurde flott gespielt und Massenszenen, wie der Kegelklub zu Kugelhausen, ließen erkennen, daß viel ernstliche Mühe auf oas Gelingen eines so schwierigen Zusammenspiels verwendet worden war. Der zweite Teil des Programms ließ uns sechs lebende Bilder sehen „Aus Deutschlands größter Zeit", aus dem Kriege 1870/71. Von der Rampe der Bühne herunter wurde uns die große Zeit in Versen vor das geistige Auge geführt, an passender Stelle öffnete sich dann der Vorhang und zeigte in bengalischer Beleuchtung ein Bild aus den Leiden und Freuden des Kriegers, während gleichzeitig die Musik ein zu dem Bilde passendes Lied anstimmte. Da wurde gezeigt des Kriegers Abschied, Heldentod, Weihnachten in Feindesland, heimkehrende Sieger und Glücklich zu Haus. Erbebend wirkte das alles zusam- men, und mancher anwesende ehemalige Krieger aus 70/71 saß still und gedankenvoll, als er im Bilde wiedersah, was er selbst einst durchlebt hatte. Das sechste und letzte Bild, Apotheose, war eine Huldigung für unseren jetzigen Kaiser und zugleich ein Zeichen, daß das Winterfest auch Kaisers Geburtstag nicht vergaß. Mit echt turnerischer Gewandtheit wurde jetzt die Bühne abgebrochen, um dem nachfolgenden Tanz den nötigen Raum zu schaffen. Zwischen den Tänzen erfreute der überaus rührige und fleißige Verein noch durch Freiübungen, die sehr exakt ausgeführt wurden, und ferner durch den frischen einstimmigen Gesang schöner Vaterlandslieder. Dies alles hinterß einen sehr guten Eindruck; man sah, daß Zucht und Ordnung, eifriges Bemühen in jeder Hinsicht bei dem jungen Verein mit fast nur jungen Mitgliedern vorhanden sind. Gerade durch diese Eigenschaften wird er weiter wachsen und blühen und der Jugend in ihrem frischen Drange ein Ziel, einen festen Halt bieten. O Ranstadt, 29. Januar. Die G eburtstagsfeier des Kaisers, die der hiesige Kriegerverein gestern abend veranstaltete, war eine recht gelungene. ES nahm daran der Gesangverein, die meisten hiesigen Einwohner und eine Anzahl Leute von auswärts teil. Der Vorsitzende des Kriegervereins, Herr Lehrer Kretzmüller, hielt eine dem Tage angemessene Festrede. Herr Pfarrer Wolf ergriff hierauf das Wort; er schildert in einem etwa 2stündigen Vortrag Land, Leute und Geschichte von den beiden Transvaalrepubliken. Der Redner errttete für seinen hochinteressanten Vortrag reichen Beifall. Am Schlüsse wurde eine Sammlung für die verwundeten Buren veranstaltet, welche eine erkleckliche Summe ergab. — Effolderbach, 27. Januar. Ein von hier auf dem nahen Gute Hof Konradsdorf dienender junger Mensch, ist durch ein auf denselben gefallenes Scheunenthor schwer beschädigt worden. x Ulrichstein, 29. Januar. (Kofferdieb.) Ein hiesiger junger Bäcker bekam dieser Tage Ordre zur Abmachung einer mehrwöchentlichen militärischen Uebung in seinem Berufszweige. Mit einem Handkoffer versehen, erwartete er im Bahnhose zu Gießen im dortigen Wartesaale 3. Klasse den von Kassel kommenden Zug. Den Handkoffer hatte er neben sich gestellt. Als der Portier die Ankunft des Zuges meldete und die Fahrgäste der Thüre zueilten, bemerkte unser Reisende zu seinem nicht geringen Schrecken, daß sein Handkoffer fort war. Er machte sofort dem Bahnhofsvorsteher hiervon Anzeige. Dieser veranlaßte eine Revi- dierung des Zuges. In einem Waggon 4. Klasse fand man den Kofferdieb, der mit gespreizten Beinen scheinbar in aller Gemütsruhe auf dem gestohlenen Koffer saß. Die Vahnhofspolizei faßte den Kofferdieb beim Kragen und brachte ihn in Sicherheit. Der Fall lehrt wiedernm, wie sorgfältig man auf der Reise namentlich in den Wartesälen, auf sein Reisegepäck achten soll. Mainz, 28. Jan. (Die gestohlene Schützen- Festmarsch-Melodie.) Gelegentlich des 11. deutschen Bundesschießens zu Mainz im Sommer 1894 erschien ein Schützen-Festmarsch, komponiert und den Schützenbrüdern gewidmet von Herrn Pianofortefabrikant Wilhelm Mül- l e r hier. Die Melodie zu dem hübschen von JeanDrem- mel verfaßten Liede war nicht eigene Komposition des Herrn Müller, sondern ohne Erlaubnis dem Brand'schen Scheinliede, Verlag der Musikalienhandlung Oskar Puls- Berlin, entnommen. Derselbe stellte Strafantrag gegen den Komponisten. Die Sache kam gestern vor der Strafkammer zur Verhandlung. Gedruckt war der Festmarsch bei Engelmann und Mühlberg in Leipzig. Der Komponist ging straffrei aus, weil in der Zwischenzeit Verjährung einge-- treten war, das Gericht erkannte aber, daß die Notenplatten vernichtet und die noch vorhandenen Exemplare des Festmarsches einzuziehen seien. Marburg, 28. Januar. Treue Anhänglichkeit an seinen früheren Wohnort zeigte ein im vorigen Herbst von dem Landwirt Zimmermann zu Cyriaxweimar an Herrn Molkereibesitzer Fink dahier verkauftes Pferd. Das gute Tier schien mit dem Wohnungswechsel nicht einverstanden zu sein. Kürzlich gelang es ihm, nachts aus seinem Stalle zu entweichen, um 7 Uhr morgens kam es auf dem Hofe seines früheren Besitzers an und nahm seinen gewohnten Platz im Stalle wieder ein. Obh. Zig. Kandwirtschast. m. Waber«, 25. Januar. Gestern nachmittag fand im Hotel zum „fiönig von Preußen" eine Versammlung von Landwirten aus verschiedenen Ortschaften statt, um über die Frage: „Ist die deutsche Landwirtschaft im stände, das für die Ernährung des deutschen Volkes erforderliche Brotgetreide zu produzieren?" zu sprechen. Herr Rittergutsbesitzer Neutze-Großenenglis eröffnete die Sitzung und führte aus, er habe sich erlaubt, die Herren einzuladen und habe ihnen die Eingabe des deutschen Landwirtschaftsrats zugeschickt, sie würden aus derselben wohl ersehen haben, wie wichtig es ist, die gestellten Anfragen zu beantworten, um der Regierung zu beweisen, daß die Ansicht eine irrige ist, daß die deutsche Landwirtschaft das zur Ernährung des deutschen Volkes erforderliche Brodgetreide nicht produzieren könne und daß die deutsche Landwirtschaft zur Erhaltung ihres Viehstandes Brodgetreide verfüttern müsse. Es entspann sich hierüber eine sehr eingehende Diskussion, an der sich außer Herrn Neutze noch die Herren Baren von und zu Gilsa-Gilsa, Fr. Nöll-Gudensberg, Rusche-Kleinenglis, Hoffmann sen. Borken, sowie Rau und Geising Großenenglis beteiligten. Schließlich wurde folgende Resolution angenommen: „Die heute tagende Versammlung ton Landwirten ist der Ansicht, daß von den größeren Betrieben noch 50 Proz. und von den kleineren Betrieben noch 70 Proz. in der Lage sind, ihre Produktion erheblich zu steigern, wenn diese zur intensiven Bewirtschaftung übergehen. Eine intensive Bewirtschaftung sei sogar insofern noch von hoher sozialer Bedeutung, indem diese nicht zu sehr unter der Flucht der landwirtschaftlichen Arbeiter zu leiden habe, als die extensiven Betriebe, weil erstere durch ihre Mehr-Erträgnisse im stände sind, die Leute beffer zu bezahlen als die letzteren". Durch ungünstige Zoll-Politik ist der Raps-, Flachs- und Leinbau unrentabel geworden und erleiden hierunter ganz besonders die ärmeren Gegenden mit schlechten Bodenarten beträchtlichen Schaden. Aus dem Bau der genannten Oelfrüchte haben die Landwirte früher ihre Kraftfuttermittel selbst gezogen und dieses ist aus angeführtem Grunde alles fortgesallen. Auch ist durch gesetzliche Maßnahmen die Schafhaltung so unrentabel geworden, daß diese vielfach aufgegeben worden sei und macht sich dieser Ausfall bei den Landwirten ganz besonders fühlbar, weil durch das Fehlen des so notwendigen Düngers erheblich schlechtere Ernten gemacht werden als frühere. In der nun folgenden Spezialdebatte sind die 6 Fragen wie folgt beantwortet worden: 1. Ist die Verfütterung von Brodgetreide überall verbreitet? Ja, sie ist überall verbreitet. 2. Welches Brodgetreide wird überhaupt verfüttert, Weizen, Roggen, Spelz rc.? Roggen und Weizen. 3. Ist der Umfang der Verfütterung ein verschiedener in Groß-, Mittel- und Kleinbetrieben? Im allgemeinen wird in größeren Betrieben weniger verfüttert, als in Mittel« und Kleinbetrieben, namentlich aber ist die Verfütterung bei gleichgroßen Wirtschaften mehr in extensiven Betrieben als in intensiven Betrieben vorherrschend. 4. Geschieht die Verfütterung aus alter Herkunft, oder aus Unkenntnis der Landwirte über den Wert der verschiedenen Futtermittel oder aus Scheu desselben vor baren Ausgaben? Wo aus alter Her« kunft Brodgetreide verfüttert wird, sind die Landwirte schwer zu bewegen, zu andern Futtermitteln zu greifen. Eine Unkenntnis über den Wert der Futtermittel kann heutzutage nicht mehr vorhanden sein, wohl aber kommt in Betracht, daß dieselben gegen die Händler, welche die Futtermittel zum Verkaufe anbieten, ein nicht leicht zu überwindendes Mißtrauen hegen. Die Scheu vor baren Auslagen kommt auch in Be- tracht und namentlich bei solchen Landwirten, die größere Strecken Weges von den Bahnen und Verkehrswegen abwohnen. 5. In welchem Grade hängt die Verfütterung des Brydgetreides mit den Preisen für das Brodgetreide zusammen? Jemehr die Preise für Brodgetreide sinken, jemehr nimmt die Verfütterung desselben zu. 6. Ist die Ver« fütterung von der Qualität des geernteten Brodgetteides abhängig? Ist die Menge des marktfähigen zum nicht marktfähigen und deshalb zu verfütternden Brodgetreides großen Schwankungen unterworfen und welchen? Geringeres und durch Witterungsverhältnisse beschädigtes Brodgetteide muß der Landwirt als Viehfutter verwenden. Hängt von den Witterungsverhältniffen während der Ernte ab. — Herr Neutze ersuchte am Schluffe die anwesenden Herren Landwirte, in ihren betr. Gemeinden ebenfalls Erhebungen veranstalten zu wollen und ihm die Ergebnisse recht bald einsenden zu wollen, da er solche bis spätestens 31. Januar d. I. der Landwirtschastskammer einzusenden habe. Abgestreift von deinen Lenden Ist das düstere Gewand! Mauern seh' ich nicht mehr ragen, Und die spitzen Türme nicht, Die in meiner Jugend Tagen Dir geraubt das Sonnenlicht! Bäume steh'n an ihrer Stelle Und im Kreise um die Schur Tränkt des Baches klare Welle Eine reiche Gartenflur!J Deine Wälle sind gefallen Und die Frühlingsblume blüht. Wo aus drohenden Metallen Feuerblitze einst gesprüht. Auch die Schanzen sind verschwunden. Und das Leben wohnt erfreut, Wo der Mord in heißen Stunden Aus der Tiefe sonst gedräut! Wir sind hier mit dem Dichter bei den sogen. Mordkellern angelangt, deren letzter als Zeuge der einstigen Festungszeit gegenwärtig vom Erdboden verschwindet, um Raum zu schaffen für eine Verbindung der Altstadt mit der Ostanlage. Es ist anzunehmen, daß auch nach der Niederlegung der Festungswälle mehrere dieser Mordkeller erhalten geblieben find; denn Henninger weist in einer Randbemerkung zu der vorher mitgcteilten Strophe auf eine Inschrift hin, die sich an einem dieser sogen. Mordkeller (Kasematten) damals noch befand. Diese Inschrift lautet: „Alles nach Gottes Willen Die Georgenschanz bin ich genand Dem Feind dieser Ort war wol bekannt Deswegen Georg der II. Landgraf zu Hessen Mich hierher zu setzen nicht vergessen Damit aus mir dapfer geschee zur Hand Dem Feind jeder Zeit gut Widerftandt." In den nun folgenden Versen preist Henninger die Freigabe des Handels und Verkehrs, die Entwässerung der Stadt und die Eindämmung der Wieseck, das Entstehen von Neubauten und den Abbruch des „gold'nen Roths der Neuzeit". Aber auch „die Schur" und der Philosophenwald finden in dem, stets mit dem Auge des Poeten sehenden Tauniden ihren Verherrlicher und namentlich der Anblick der schattenreichen Bäume der „kühlen Schur" erweckt m des Sängers Brust Freude und neue Liederlust, weshalb er And're streiten läßt, — Streiten jenes Wortgefecht, Wo Dein Name herzuleiten, Wie man nenne Dich mit Recht? Ob er wurde Dir erkoren, Wie so mancher Forscher glaubt, Weil zuweilen wird geschoren Deiner Bäume grünes Haupt? Oder von des Bolkesmunde Nach dem Tagesoffizier, (officier du jour) Der da macht einst die Runde Täglich um die Veste hier? — Nun höre der Leser noch, wie Henninger unseren Philosophenwald besingt: Stiller Wald der Philosophen, Kühler, trauter Schattengang, Lieblingsaufenthalt der Zofen, Dir auch weiht sich mein Gesang! Und ihr zürnt wohl nicht, ihr Bäume, Tiefe Denker nur gewöhnt; Daß ein Sänger bunter Träume Hier einmal ein Liedchen stöhnt! Henninger hat Recht; bunte Träume und wunderliche Gedanken find es, die er in gestöhnte Reime bringt, wir können ihm jedoch ebenso wenig zürnen, wie die Bäume des Philosophenwaldes, wenn er „Philomelens Klagen und der Nimphe süßem Sang" lauscht und Flora mit dem Blumen- Horn durch das Wäldchen eilen sieht, und wir finden es erklärlich, daß für ihn ein Freudenborn quillt in all' den Herrlichkeiten, die der Philosophenwald vor seinem Dichterauge ausbreitet. Der Dichter schließt: Selbst in Deinen Bäumen geben Mir sich Götterfunken kund, Alles Seele, Alles Lehen. Und begabt mit Herz und Mund, Und es schmerzt von allen Lehren, Die zu Markt man trägt so stolz, Die nur, daß in Dir zu ehren, Nichts mehr als — das Küchenholz! und mit diesem Gedichte ist auch die Reihe der Stoffe abgeschlossen, die sich speziell auf Gießen und seine Vergangenheit beziehen. In einem folgenden Artikel werden wir die Sagen und Geschichten aus der Umgebung Gießens einer kurzen Besprechung unterziehen. (Schluß folgt.) Humoristisches. * Verblümt. Herr: „Glauben Sie, daß baß Küssen ungesund ist, gnädiges Fräulein?" Fräulein: „D ja, mich hat einmal einer geküßt, der bekam eine dicke Wange davon!" 8er(in. 28. Juni Les V'lhclm von । Irschers, welche? |iw ßimg des Schlosses Teo qeschandet toOM des Aabhügels \\t eui vis zur W von wv EvMchen wWi' > Es sich ttiotxUtl bei der Arbeit gestvr' gelangt sind. Dieser wiefen, '.vnbeschadigt daß einer der am.F sich bereits abgelöst von Metallteilen ab« steher von Tegel ho übernommen, welche nalbeamten und den * Priitoria, 27. Wtljanblung btt jtaatüjtn fferj/e sttujtS bind) bit asiila außerordentliche Er Dl UMattvn, mdbi Ich verteilte (am Mod einen Teil ließ ich im und mit dm anderen Hospital. W mir do mundeten billigt wai ;u uns, und einer oauon, rrklilrte uns, mir müßt longene betrachten, die Wngssrecheit. Aach' errichtet war, ging \i um nach Dr. Kraust M^n, baß unsere1 Endeten die meisten «. Daraus schrieb imn“ einen Brie für bie Llmbulanze ei We, und ersuchte ifc sollen, da viele A uns warteten. 2 ®tiie toi Später 5 m entbot „ ää > »”« be y »U J* °»bie' <2* - so. M, 7 xfü. ffr >« J"®" Wfao I M <" bet w er,Ä«Lj®ob *»& i M. zu 91,11 Proz. LUHNS ES LUHNS H. 0. Sperling, Buchhandlnng, Stattgart VH. Meyei \s Konvoi salions - Lexikon unseren Truppen zurückkehren. („Deutsche Wochenzeitung i« den Niederlanden.") 10 Preise ä Mk. 15.— in bar. 25 Preise: Eleg. Kaffee-Services. 50 Preise: Isolier-Bügeleisen. spekt über Luhus Preis-Berteilung. — Luhns Fabrikate find in allen besseren Geschäften zn haben« 466 vor, welche angenommen worden sein soll. ZahlangseinsteUnngen. Opgen - Rhein, K. M. Seifert Bruno Türke, politische Satire in Mort uub Kitd. Eine englische Elephanten Geschichte. Man sollte kaum glauben, auf was für Gedanken die Engländer in ihrer Beklemmung verfallen. Um die Truppentransporte schneller und sicherer an die Feinde zu bringen, hat ein englischer Ingenieur in allem Ernst eine Idee entwickelt, die in unserer Skizze wiedergegeben ist. Das kleine Bild bedarf der Erläuterung nicht, aber jeder wird über diese neumodische Truppenbeförderung ein Lächeln nicht unterdrücken können. Konkurseröffnungen: Gutspächter Johannes Dellwig - Holte, (Dortmund); Handelsgesellschaft & Co., Löbtau (Dresden); Gasthofsbesitzer Eduard Niedergorbitz (Dresden); Firma Sonnenschein & Co, Düsseldorf; Wagenfabrikant Johannes Kinoch, Egeln; Fruchthändler Michael Ringeisen, Nordhausen i. tis (Erstein); Schieferdecker Otto Peetz, Merxen, (Göppingen); Schuhwarenfabrikant Emil Reich, Graudenz; Nachlass des Kaufmanns Johann Gottfried Hintze, Hamburg; Firma Elektrizitätswerk Moritzberg, Moritzberg (Hildesheim); Ehefrau Augustine "Walter, lllkirch-Grafenstaden lllkirch; Glaser Karl Reifarth, Jena; Oastwirtswitwe Ursula Köhler, Karlstadt: Nachlass des Kunst- und Handelsgärtners Samuel Ludwig Heinrich Karl Borchert, Leipzig; Nachlass des Fuhrwerksbesitzers Julius Albert Damm, Leipzig; Gastwirt Vikt. Simon, Lüneburg; Nachlass des Schuhmach. Emst Wilhelm Eichholz, Marklissa; Nachlass des Krämers Michael Kalihammer, München; Juwelier Robert Rauscher, München; Hotelbesitzers-Ehefrau Pauline Frank. München; Kaufmann Jul. Stanulia, Drucksachen, Aechmmgen, Aacturen, tzircutare, Ariefvoge«, Umschläge mit Airmevdruck fertigt billig ßriihl'schk Univ.-Such-«. Steindruckem, Schttlstratze 7. | (auch in Umtausch gegen Uten,«Werke) sowie alle andern Bücher ■ gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an Handel und Uerkehr. Uolkswirtschast. Frankfurter Börse vom 29. Januar. Wechsel auf New-York zu 4,21-22. Prämien auf Kredit per ult. Januar O.OOv/o, do. per ult. Februar 1.80%, do. per ult. März 8%, Diskonto Kommandit per ult. Jan. 0.00%, do. per. ult. Febr. 1.60%, do. per ult. März 2.70%, Lombarden per ult. Febr. 0,75% do. per ult. März 2.15%« Notierungen: Kreditaktien 234 50-70-50, Diskonto-Komman- dit 194-194.10-194, Staatsbahn 136.10-, Gotthard 142.20, Lombarden 28.10-00-00, Ungar. Goldrente 99.45, Italiener 94 20, 3proz. Mexikaner 26.25-00, Gestern. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%,, Privat-Diskont 3T/s°/o G. 1% bis 28/, Uhr: Kredit 234.61-50. Diskonto 194.10- 194.20, Staatsbahn 136.10, Lombarden 28.40. Bochumer 268.70-272. Neustadt, O-S.; Kohlenhändler Wilh. Karl Arnold, Oschatz; Sattler Friedr. Gustav gen. Fritz Brunöhler, Remscheid; Kaufmann Julius Winter, Ruhrort; Modistin Bibiana Gaiereuthcr, Weilheim; Nachlass des Käsefabrikanten Karl Müller, Herressen (Apolda); Tischler Gg. Klughardt, Auerbach i. V.; Kaufmann Bemh. Weiss, Bautzen; Möbelhändler Emil Müller, Berlin; Fuhrherr Siegm. Schatz, Berlin Kaufmann Rudolf Lange, Kehmstedt (Bleicherode); Maurermeister Kasp. Kelz, Vilich-Rheindorf (Bonn); Kaufmann Stanislaus Janys- zewski, Bromberg; Uhrmacherswitwe Job. Thekla Oertel, Chemnitz; Privatier Ernst Casprowitz, Bisckofswerder (Dt.-Eylau); Buchbinder Heinrich le Claire, Huckarde (Dortmund); Ziegeleibesitzer Wilhelm Hortmann, Häthum (Emmerich); Bäcker Karl Meyer, Mittenwald (Garmisch); Kaufmann Karl Weide, Greifswald; Gastwirt Karl Heinig, Bernsgrün (Greiz); Kaufmann Eugen Glaser, Halle a. d. S.; Schuhmacher Job. Jul. Ferd. Staack, Kiel; Kaufmann Theod. Betend Peter Schultz, Kiel; Firma Tittes & Volksdorff, Kirchberg, Sa.; Gastwirt Ant. Wdowicki, Lagiewnik (Kosten); Schriftgiessereibesitzer Friedr. Wilh. Eisert, Leipzig; Kaufmann Bernh. Isakowitz. Magdeburg; Zementwarenfabrikant Franz Rich. Hopfner, Meerane; Krämer Franz Fucbs, München; Restaurateur Karl Schattenfroh, München; offene Handelsgesellschaft Job. Westphalen, Neumünster; Spielwarenverfertiger Paul Osw. Neubert, Olbernhau ; Klempner Alb. Heinrich, Pr.-Stargard; Gastwirt Benno Paul Dänschel, Langebrück (Radeberg); Uhrmacher Alb. Müller, Rostock; Zimmermeister Jak. Sohwiokerath, Solingen; Gastwirt Joseph Vogt, Sandebeck (Steinheim); Schlosser Franz Dancke, Stuttgart; Nachlass der Witwe Emilie Koschewski, Thorn. Vermischtes. Berlin, 28. Januar. Entweihung des Grabes Wilhelm non Humboldts. Das Grab des Forschers, welche? sich im Parke seiner ehemaligen Besitzung des Schlosses Tegel befindet, ist von ruchloser Hand geschändet worden. Am südlichen Teile und am Fußende des Grabhügels ist ein ca. einhalb Meter breiter Graben bis zur Tiefe von eineinhalb Metern mit einem Spaten o nsgestochen worden, der nach der mutmaßlichen Lage des Sarges sich erweitert. Der oder die Thäter sind anscheinend bei der Arbeit gestört worden, da sie nicht bis zum Sarge gelangt sind. Dieser ist auch, wie die Nachgrabungen erwiesen« 'Unbeschädigt, sein Holz ist aber bereits so morsch, baß einer der am Fußende befindlichen metallenen Griffe sich bereits abgelöst hatte. Es ist wohl auf den Diebstahl von Metallteilen abgesehen worden. Der Herr Amtsvor- fteher von Tegel hat sofort die Leitung der Recherchen übernommen, welche von den in Tegel stationierten Kriminalbeamten und den Gendarmerie ausgeführt werden. • Pretoria, 27. Januar. Die niederträchtige Behandlung der gefangen genommenen freistaatlichen Aerzte und Mitglieder des Roten Kreuzes durch die Engländer weckt in ganz Südafrika außerordentliche Entrüstung. Der Chef der Ambulanzen, Dr. Rambsbatton, meldete dem Präsidenten Stejn offiziell: Ich verteilte (am Modder River) meine Ambulanz?: den rinen Teil ließ ich unter Dr. Krause beim Drifthospital 2inb mit dem anderen ging ich nach dem Island-Bridge Hospital. Als wir dort mit dem Verbinden der Verwundeten beschäftigt waren, kamen zwei britische Offiziere zu uns, und einer Davon, Major Benson von den 9. Lanciers, erklärte unS, wir müßten die verwundeten Buren als Ge sangene betrachten, die Ambulanz? dagegen habe volle Be- rvegungSfreiheit. Nachdem die Arbeit bei der Island-Bridge verrichtet war, ging ich mit Dr. Bidwell zum Drifthospital, um nach Dr. Krause zu sehen. Dort wurde mir bekannt gegeben, daß unsere Ambulanzen, die den englischen Verwundeten die meisten Dienste geleistet hatten, kriegsgefangen sei. Darauf schrieb ich dem „Officier in Command of the Division“ einen Brief, in welchem ich um ein Freigeleit für die Ambulanze ersuchte. Ich erinnerte ihn daran, daß dnr Oranje-Freistaat die Genfer Konvention unterzeichnet habe, und ersuchte ihn, mich so schnell wie möglich entlassen zu wollen, da viele Verwundete in JacobSdal lägen, die auf uns warteten. Auf dieses Schreiben erhielt ich keine Antwort. Später ersuchte ich denselben Kommandanten um Essen für meine Leute und mich, und erhielt wieder keine Antwort. Später erschien ein Soldat des Majors Remington bei mir und entbot mich zu Major Reid, der mich identifizierte, und'mir erklärte, daß er die Ambulanze nicht ziehen lasten könne; er wolle jedoch mit dem General sprechen. Am Abend wurden wir in ein Kutschhaus gesperrt, in welchem Hühner brüteten und es von Läusen wimmelte. Der Gestank war unerträglich. Schildwachen standen vor der Thür. Am anderen Morgen empfingen wir glücklicherweise etwas von unseren eigenen Mundvorräten. Um 3 Uhr kam ein englischer Arzt mit einem Stabsoffizier und erklärte, wir müßten um 4 Uhr abreisen. Ich fragte ihn, ob die Ambulanze einer der Genfer Konvention beigetretenen Macht kriegsgefangen gemacht werden könne; er bejahte die Frage. Meine Frage, ob die Ambulanze unter denselben Umständen als „prise of War* erklärt werden könne, beantwortete er ebenfalls mit Ja. Er sagte, seine Instruktionen lauteten so. Wir wurden zusammen mit den Verwundeten in Viehwagen nach Grootrivier transportiert. Den ganzen Tag über mußten wir in der glühenden Hitze in den von Wanzen uub Läusen wimmelnden Waggons bleiben. Nach unserem Eintreffen in Kapstadt wurden wir im New Military Hospital Breekwater untergebracht. Dort hörten wir, daß äer General, der uns gesandt, einen großen Fehler gemacht habe, und durften am selben Abend wieder abreisen. Als Rationen empfingen wir einmal pro Tag Kaffee und „tinned leef.* Als wir in Modderrivier eintraten, kam Kapitän Zioß wieder zu uns. Wir verlangten unsere Wagen zurück; ar erklärte jedoch, diese seinen Instruktionen zufolge nicht Qusliefern zu dürfen. Von Modderrivier aus mußten wir mit unseren Habseligkeiten in einem Bündel zu Fuß zu »Prozent. Darmstädter Ttadtanleihe. Heber das Resultat der vor einigen Tagen stattgehabten Submission auf einen Restbetrag von Mk 1% Mill. 3'/,Prozent. Darmstädter Stadtanleihe erfährt die „fr V. daß die Bank für Handel und Industrie zwei Gebote abgegeben hat, eines auf den ganzen Betrag der Anleihe zu 91 Proz. und ein zweites, mit dem sie auf die Hälfte 91% Proz. offerierte, falls ihr aut die andere Hälfte bi' Option zu 913/, Proz. eingeräumt werde. Seitens des Bankhauses Delbrück Leo & (So. lag eine Offerte 5 Preise ä Mk. 2x— in bar. Dem fleißigsten Sammler am 1. Juli Mk. 600.—, am I. Dezember Mk. 1200.— Extra-Prämie! — Bei Eirrsendrmg von 80 oder 60 Einschlägen erhält überhaupt jeder — zu jeder Zelt — ein nützliches Geschenk! Fordern Sie im Laden ober direkt bei der Fabrik Aug. Luhn & Co., Barmen-R., den Pro- Krisen Ä ?ee'Nt on?n nid» 9«tt au« S a r. aul bem fjofe Sb8?*» _?* 8tg. Je nach Anzahl der Ende jeden Monats eingesandten Einschläge usw. von Luhns Wasch-Extrakt (mit rotem Band), Lunith- Seife (mit Bergmann), LuhnS Salm.-Terp.-Kernserfe (mit rotem Kreuz), LuhnS Mond-Seife, Luhns Kinder-Seife, Luhns Blumen- Seife usw. werden folgende Preise verteilt: 1 Preis ä Mk. 50.— in bar. ' ,v' " ' 2 Preise ä Mk. 30.— in bar. &«"Ä ■ifr-se TK°‘e, eint inioe Ehrung bei, deutsch^ ""könne unb bÄ ®J°bßrtTeib' ne ie?r eingehende Dis-. .M? Barm von und »MM, Hoffmann fen. W* iMndr Berfamm: °tn «lötzerm Bitrieben m 70 Proz. in der \ diese zur intern nßoe Bewirtschaftung sei RI, indem diese nicht zu Arbeiter zu leiden habe - -Hre Mehr.-Erträgnisse 3 bit lateren8. Durch und Seinbau unrentabel I die ärmeren Gegenden !N. AuS dem Bau der « MUä MtMtz so unrentabel ge- sei unb macht sich dieser fühlbar, weil durch das schlechten Ernten gemacht n Spezirlbeiatte sind die 5st die Berfütterung von nall verbreitet. 2. Welches eizen, Roggen, 6pelj rc.? der Berfütterung ein uex- ni Im allgemeinen wirb rls in Mel- und ftltin- mg bei gleichgroßen Wirtintensiven Betrieben vor s aller Herkunft, oder aui ' verfäiebaien fjultermittel •n? Wo aus alter Her. Landwirte schwer yxbv tmt MeMM Än den nehr vorhanden sein, wohl n die Händler, welche die ht leicht zu überwindende» islagen kommt auch in Berten, die größere Strecken abwohnm. 5. In welchem eides mit den Preisen lüt Preise für Brodgetmde ;kn |U. 6. Zst du Aer> Brodgetreides abhängig? mckM-n und deshalb Mmgen unterworfen und ugsverhbltniffe M- - ««’S tinbwto, m >n zu wollen und chm da er solch- bis sM»r r einzusenden habe. **• Meratur. Tauperlen. Eine Gedichtsammlung für die Feierstunden des Lebens. Bon Georg Bogel, Margar. Gräfin zu Dohna, Renator, Pfannschmidt-Brutner, Paul Kaiser rc. Herausgegeben von Ernst Evers. Berlin 1899. 95 S. elegant gebunden 1,50 Mk. — Dre Einleitung von E. Evers hebt den Zweck der Herausgabe der Gedichte hervor: der Ertrag soll dem „Ferienheim", einer Erholungsstätte, zu gute kommen; das Büchlein möchte durchs Kirchenjahr mit seinen Festtagsklängen dem Leser das Geleit geben, und an den Höhe- und Wendepunkten des Lebens den Christen einen freundlichen Gruß bieten. So führt es denn — immer in Liedern — von Advent bis zur Totenfeier und vergißt auch die silberne und goldene Hochzeit nicht, wie „Freud und Leid" in den Familien. Georg Vogel, früher Pfarrer in Beuern bei Gießen, hat aus seinem reichen Liederschätze wieder eine ganze Anzahl sinniger, sehr ansprechender Gedichte gestiftet, die ferne Freunde gerne lesen werden; nicht minder wertvolles haben auch die andern, oben genannten Männer und Frauen dem Herausgeber Evers zur Verfügung gestellt. Wenn man Vergleiche zieht zwischen den gespendeten Gaben, wird man mit Interesse wahrnehmen, wie jeder Dichter wieder in anderen Bildern, Tönen und Wandlungen seine Empfindung zum Ausdruck bringt. In der Hauptsache indeß stimmen sie überein: dem christlichen Hause in seinen innerlichen Erlebniffen wollen sie in poetischer, fein gestimmter Darbietung gerecht werden und Töne anschlagen, welche in religiösen Gemütern weihevoll nachklingen. Die „Tauperlen" sind eine gehaltvolle Gabe für Festtage des Hauses. A. L. ehr« Hacks Pyramlden-Glanz-Stärke enthält alle nötigen Zusätze zum Matt- und Glanzplätten. Ueberall vorrätig in Paketeten zu 10, 20 und 50 Pfg. Man beachte die Schutzmarke „Pyramiden". Aus dem Geschästsleben. »Der unlautere Wettbewerb in der zürcherischen Gesetzgebung^ lautet die Ueberschrift einer kürzlich in der „Reuen Zürcher Zeitung" erschienenen interressanten Abhandlung, welche sich mit den heutzutage überhand nehmenden, auf Täuschung des Publikums berechneten Reklamen beschäftigt und dieses unlautere Gebühren in gebührender Weise an den Pranger stellt. Speziell das Gebiet der Nahrungs- und Genußmittel, auf dem die neuen Produkte fast täglich wie Pilze aus der Erde schießen, ist reich an zeitgemäßen Beispielen derartiger die Allgemeinheit schädigenden Reklamen. Bietet das Gesetz einen ziemlich weitgehenden Schutz gegen Nachahmung der äußeren Warenausstattung, so ist es leider fast machttos gegen manche moderne Reklamemaßnahmen, welche nach dem Prinzip aufgebaut sind, die Konkurrenzware — und dafür müssen, gewöhnlich die lang bestehenden und altbewährten guten Marken gewisser Spezialartikel herhalten — so schlecht wie möglich zu machen, dagegen die Eigenschaften des eigenen Produkts in übertriebener Weise in das günstigste Licht zu stellen, wobei es mit der Wahrheit nicht immer allzu genau, meistens leider allzu ungenau genommen wird. Ein frappanter Fall dieser Art ist in dem obenerwähnten Artikel der „Reuen Zürcher Zeitung" zitiert. Es handelt sich um eine vor kurzem entstandene Fleisch-Extrakt-Gesellschaft, welche darauf ausgeht, das bekannte seit 35 Jahren bewährte Liebig's Fleisch-Extrakt aus der Gunst des Publikums zu verdrängen. Es werden dem in Rede stehenden neuen, mit einem Phantasienamen belegten Produkt in den Reklamen eine Anzahl Vorzüge — namentlich Eiweißgehalt und dementsprechend größere Nährkraft, — zugeschrieben, welche in Wirklichkeit ebensowenig bestehen wie die Nachteile, welche zu Ungunsten deS Liebig'schen Fleisch- Extraktes geltend gemacht roerbm. Unter anderm wird auch die Größe der Töpfe, das Gewicht und der Preis verglichen, dabei aber sorgfältigerweise vermieden, zu bemerken, daß bei einem Fleisch-Extrakt für die Wertbemeffung weder Topfgröße noch Gewicht, fonbem allein bie Ausgiebigkeit im praktischen Gebrauch maßgebenb ist, welche bem Konsumenten beweist, wieviel echtes, unverfälschtes Fleisch in bem Probukt enthalten ist. Die „Zürcher Zeitung" bezeichnet bie sämtlichen gegen bas „Liebig'sche Fleisch-Extrakt geschleuberten Argumente sehr treffenb als „recht fabenscheinig" unb schließt bie Beobachtung mit ben Worten: „Aehnliche Fälle wie ber hier beschriebene werben noch oft vorkommen, unb es wäre zu wünschen, baß ber Angegriffene, ber sich aus ethischen Grünben zu gleicher Kampfesweise nicht entschließen kann, beim Richter Schutz fänbe, benn sicherlich ist eine solche Nachrebe schlimmer als ein täppisches Drauflosschlagen". Ein möglichst weitgehenber Gesetzesschutz wäre gewiß erwünscht; bis wir aber soweit sinb, thun die Konsumenten, unb namentlich bie hier in Betracht kommenden die Einkäufe besorgenden Hausfrauen, gut, sich selbst zu schützen, indem sie den überschwänglichen Relameanpreifungen derartiger Neuheiten gegenüber sich vorsichtig und zurückhaltend zeigen, dieselben nicht blindlings für bare Münze nehmen und sich mehr auf die langjährigen Erfahrungen verlassen, welche sie mit altbewährten Produkten gemacht haben. men kund, illen LeM agt so * «J» ji»* Fleisch - Extract übertrifft trotz billigeren Preises an Nlhrkmft und Wohlgeschmack die Liebig’schen Eitracta und ist in allen besseren Drogen-, Delicatessen- und Colonialwaaren-Handluneren zu haben. m Kaffee getrunken wird, empfiehlt es ■ Ä f ZV sich, sowohl aus Gesundheits- wie uw I 1 auß Sparsamkeit«-Rücksichten, den W ■ 1 I wohlschmeckenden Kathreiners H v Malzkaffee zu verwenden. 302 5 5™ ■■■ A Die Eröffnung meines Filial-Geschäftes für Betten und Schlafzimmer-Einrichtungen 68 Settersweg 68, neben Aestaurant Moyal findet im März statt. 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