1904 150. Jahrgang Sonntag den 30. Dezember srr. 305 Zweites Blatt Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- tinb Anzeigeblatt für den Ttreis «Aietzen und N sich 270 von 0. Dezember 1900, ds 8 Ur: GrfcheNlt ttgtich INI U«F»ahme des Rtirteg». Die Gießener |e*tr«eiritt @eii{ Gktttmr, HöppU -MM China. Das sehr unzuverlässige amerikanische Bureau Laffan metieete aus Peking, dafi zwischen dem Grafen Walder- fee und dem deutschen Gesandten Mumm von Kch'warzeü stein Differenzen entstanden sein sollen. Dazu schreibt man aus Berlin: An hiesiger unter» xichbeter Stelle ist nur bekannt, daß zwischen den beiden denen ununterbrochen gute Beziehungen bestehen. Auch liegen weder unmittelbar noch mittelbar Anzeichen vor, aus denen geschlossen werden könnte, daß wegen des ^Vorrangs oder aus einem anderen Anlaß zwischen deut deutschen Gesandten in Peking und dem General- Feldnnarschall Meinungsverschiedenheiten bestehen. 'Nach einer Depesche aus London ist, wie aus Shanghai gemeldet wird, der neue deutsche Dampfer Lsuischang auf der Fahrt von Jtfchang nach Tsung- Mg gescheitert. Mit Ausnahmede sKapitäns flinb alle an Bord befindlichen Personen gerettet. Mk Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Die ch i n e s i s ch e n T r u p p e n, die sich noch immer «hl aus dem Besatzungsgebiet südlich von Peking zurück- £ logen haben, sind, wie es scheint, die 6000 Mann des iiürals Fang, der bis zum 18. Oktober die Stadt Pat- jdjo u (Halbwegs zwischen Paotingfu und Tientsin) besetzt fielt An diesem Tage wurde er durch die Kolonne LKetteler (Kommandeur der 2. ostasiatischen Jnfan- ttrie Brigade) zum Abmarsch aus Patschou gezwungen, toer jedoch nicht, wie verabredet, in südwestlicher, sondern nörblidjer Richtung auf Wngtsing stattfand. Die Chi- fiiqen hatten sich bei dem Abmarsche so beeilt, daß mm sie nicht mehr einholte. Nur dem Leutnant Düster- biü; vom 3. ostasiatischen Regiment gelang es, nach dem Jjtnfiat. Lloyd", mit einigen Reitern und einem Jta- Kiiner der italienischen Gebirgsbatterie vier Wagen zu Mhmen, in denen man außer 50 wollenen Decken Silber rin Wert von 60 000 Mark vorfand. V Am Schluß des Jahres 1900 verteilt sich die deutsche Kriegsflotte in Ostasien wie folgt: Es liegen in Achifu der große Kreuzer Hertha und das Kanonen- vM Tiger; in Tsingtau unter dem Befehle des Vize- aLnirals Bendemann und des Kontreadmirals Kirchhoff idc: Flottenflaggschiff Fürst Bismarck, das Linienschiff 'Wrt'h, der große Kreuzer Hansa, die kleinen Kreuzer 'Wo-n und Bussard, sowie die Torpedoboote Haitschiug, ■ EOQ und S 92; in W n s u n g bezw. Shanghai unter Wi Befehl des Kontreadmirals Geißler die Linienschiffe Mfrirst Friedrich Wilhelm und Brandenburg, der kleine iftenger Geier und das Kanonenboot Jaguar; in Ljchirigkiang der kleine Kreuzer Hela; in Schia - Sloan der kleine Kreuzer Schwalbe; in Hankau das «ffono nenbont Iltis; in Hongkong bezw. Kanton das ' Wemschiff Weißenburg, der große Kreuzer Kaiserin Augusta, der kleine Kreuzer Seeadler, das Kanonenboot • hth^ unb das Torpedoboot S 91; endlich in Naga - 1 piti der kleine Kreuzer Irene. Die Kosten für die in China verwendeten japa- inictzen Truppen belaufen sich auf nahezu EM Millionen 9)en. Graf Walderffee meldet aus Peking: Nach dem C iintretffen sämtlicher Bataillone der ersten Brigade habe i tfr biüefer die von dem Kaiser verliehenen Fahnen über» geben.. Im Anschlüsse fand eine ausgezeichnet verlaufene jkraboe der deutschen Garnison statt in Anwesenheit der (Heuer :ile Lenewitsch, ?)amagutschi, Chaffee, der Führer ixiei Italiener und Oesterreicher. Die Generäle Gaselee W Woyron ließen sich durch Offiziere vertreten. Die • ?eriitaner, Oesterreicher, Italiener und Russen hatten ^ovyenabordnungen entsandt. — Zur Kooperation mit L ei ai.m 21. Dezember gemeldeten Expedition Grüber, ß ine aim 19. Dezember von Tientsin auf Nuetienhsien auf» • 9ebt morgen ein gemischtes Detachement unter ■’SGi°ni ® ab a i, Kommandeur des ersten Seebataillons, ile2c. Richtung auf Sanhohsien vor, ferner ein «nemrka nisches Detach emen t von Peking über Deutsches Reich. Berlin, 28. Dezember. Heute fand in der Garnisonkirche in Gegenwart des Kaisers, der Kaiserin, sämtlicher Prinzen des königlichen Hauses, der übrigen hier anwesenden Fürstlichkeiten, , der Generalität und zahlreicher anderer Offiziere, der Minister, der fremden Militär- und Marine - Attachees die Einsegnung der Leiche des General-Feldmarschalls Grafen Blumen- t h al statt. Während unter dem Präsentieren der Ehren- Kompagnie, der Sarg nach Beendigung der Feier auf den Hof-Leichenwagen gehoben wurde, feuerte die Batterie im Lustgarten 36 Kanonenschüsse ab. Unmittelbar darauf setzte sich unter Glockengeläut der Zug in Bewegung, an der Spitze die Leichen-Parade, die im Lustgarten Aufstellung genommen hatte. Die letztere bestand aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie und wurde von Generalmajor Grafen Klinckowström kommandiert. Dem Leichenwagen, zu dessen beiden Seiten Unteroffiziere des Garde-Füsilier-Regiments schritten, folgte zu Fuß der Kaiser, der große Generals-Uniform angelegt hatte, mit Sohn und Schwiegersohn des Verstorbenen, hierauf die kaiserlichen Prinzen sowie die übrigen Fürstlichkeiten, ferner eine große Anzahl Offiziere und mehrere Privat-Personen, ebenso Abordnungen mit ihren Fahnen. Den Schluß des Zuges bildete ein kaiserlicher Galawagen sowie ein Wagen mit Kränzen. Wege und Straßen, die der Leichnam passierte, waren von Spalier i bildenden Truppen eingesäumt. Außerdem hatte eine« große Menschenmenge Aufstellung genommen. i — Der Urenkel des mit der Schwester der Königin Luise von Preußen, der späteren Königin von Hannover vermählt' gewesenen Prinzen Friedrich Wilhelm von . Solms-Braunfels, Prinz Ludwig, der auf. die Zugehörigkeit zum Hause Solms und die Rechte des hohen Adels 1895 verzichtens, den Titel Freiherr von Hungen für sich, seine Gemahlin und Kinder annahm, ist 53 Jahre alt, gestorben. Seine Gattin, Karoline Diem, I hatte ihm drei Töchter und einen Sohn geschenkt, die;! im Alter von 15 bis 22 Jahren stehen. Prinz Solms lebte | mit den Seinen in Pennsylvanien. Seine Schwester ist | mit dem Prinzen Ligne, sein Bruder mit einem Fräuleini v. Erlanger, Tochter des Herrn v. Erlanger, zu Frank-1 furt a. M., vermählt. Die Kinder des letzteren tragen den । Fürstentitel. — Die Prinzessin Elisabeth, die Gemahlin | des Prinzen Albert von Belgien, Tochter des Herzogs j Karl Theodor in Bayern, sieht einem freudigen Ereignis j entgegen. — Eine bemerkenswerte Abschiedsbewilligung , meldet die letzte 9hl mm er des „Militär-Wochenblattes". 1 Nach diesem ist nämliche dem Prinzen zu Isenburg , und Büdingen-Birstein, Oberleutnant der Reserve , des Infanterie-Regiments Herzog Friedrich Wilhelm von ! Braunschweig Nr. 78, nach 15 ein halbjähriger Dienstzeit der schlichte Abschied bewilligt worden. Wie erinnerlich sein dürfte, ist der Verabschiedete jener ei devant Erbprinz 1 Leopold zu Jsenburg-Birftein, der infolge Erbverzichtes. । vom 2. Februar 1878 nicht in die Stammgüter seines | Hauses, der Linie Jsenburg-Offenbach-Birftein, fuccebierte. | Daß der Prinz nicht wie seine jüngeren Brüder a la suite der Armee gestellt wurde, und oaß ihm der Kai s e r nicht das Tragen der Regimentsuniform gestattet hat, ist auf- I fallend. ■ — Das „B. T." meldet aus Rom: Ein italienisches r Sch tNgesch wader begiebt sich Nm Mitte März nach | den deutschen Gewässern. — Kriminalschutzmann Stier st ädter ist , wieder in regulären Dienst eingetreten. Oldenburg, 28. Dezember. Der Groß Herzog von Oldenburg leidet, wie amtlich gemeldet wird, infolge Ueberanstrengung an H.e r z a f f e k t i o n, die eine I längere Kur int Auslande notwendig macht. Weimar, 28. Dezember. Das Bulletin vom 28. früh j betr. das Befinden des Großherzogs besagt: Zu der Influenza sind zwei umschriebene Entzündungsherde in der Lunge hinzugetreten. Gestern abendi i betrug die Temperatur 38,9, Puls 92, regelmäßig bei 1 leidlichem Allgemeinbefinden. Atemzug gleichmäßig 30. | Tags viel Schlaf, der nachts durch Husten oft gestört wird. Die Nahrungsaufnahme und der Kräftezustand sind befriedigend. C r o n b e r g, 28. Dezember. Während der Weihnachts- Feiertage weilten Prinz und Prinzessin Friedrich j KarlvonHessen mit den Kindern bei der Kaiserin | Friedri ch auf Schloß Friedrichshof. München, 28. Dezember. Hier starb an einem Herzleiden Gras Wilhelm zu Y s e n b u r g-P h i- lippseich, Sohn des kal. bayrische^ Generalleutnants Grafen Ludwig zu Y.-Ph. Der Verstorbene war am 14. April 1856 geboren und vermählt seit Januar 1890 mit Freiin Adelheid von Schleitheirn, Tochter des bayerischen Generals der Infanterie Keller Frhr. v. Schleit- I Herrn. Er war kgl. bayerischer Major a. D., zuletzt beim Stabe des in Bamberg garnifonierenben 1. Ulanen-Re- giments. Le Mes-Meck. Hol, 28. IW; jtj bemerkt irt, smd nut 200 JC* hu NKZH ■MK 1.0, - Ä 7 38 91 1,1 445 60 500| » \ io" ; .c 43 11 j HM " io, 2' io 4 J il 142 ",49 145 »' >20** , lische Prospektoren würden von der deutschen Regierung auf deutsches Gebiet herzlich ein- grladen, große Konzessionen für Eisenbahnen und Aehn- liches seien schon gewährt worden. Es wurde ein herzliches DankeSvotum für die deutsche Verwaltung angenommen. Ks ist höchste Zeit zur Kruerrerrrr-g der AostvchlLuug! Aus Stadt und Land. Gießen, 29. Dezember 1900. ♦* Hessische Landes-Lotterie. In der heute stattgehabten Ziehung fielen 1 Gewinn von» 10 000 Mk. auf Nr. 21145, 1 Gewinn von 3000 Mk. auf Nr. 192, 5 Gewinne L 2000 Mk. auf Nr. 2374, 15168, 15203, 16464, 17749, 9 Gewinne ä 1000 Mk. auf Nr. 3765, 8752, 13648, 14162, 15147, 23053, 23564, 24800, 31987, 12 Gewinne A 5OO Mk. auf Nr. 2061, 7777, 13694, 14290, 18955, 20739, 22620, 23288, 25580, 26949, 31109, 32086. (Ohne Gewähr.) Im Gewinnrad verbleiben: 1 Gewinn von 30 000 Mk., 1 von 15 000, 1 von 12 000, 1 von 4000 und 2 Gewinne ä 3000 Mk. Die Prämie von 400 000 Mk. fällt demnach auf den Gewinn von30 000Mk. — Nächste Ziehung Montag den 31. Dezember. ♦♦ Volkszählung. Im Kreis Gießen (Stadt und Land) wurden im Jahre 1895 gezählt 77 386, am 1. Dezember 1900 81508 Einwohner. ** Vorstellungen mit dem Riesentheatrophou .,Celeste" von der Pariser Weltausstellung, dem „interessantesten phonographischen Werke der Gegenwart", finden heute und morgen (Samstag und Sonntag) Abend in Steins Saalbau statt. Man wird dort u. a. Konzertstücke von Frankfurter Musikvereinigungen sowie gesangliche Vorträge von der ersten | Opernsängerin an der komischen Oper in Paris, Marie | Voye und von der auch den Gießener Musikfreunden wohlbekannten Opernsängerin Jenny Fischer in Frankfurt, ferner j humoristische und instrumentale Solovorträge von Frank- i furter Künstlern durch phonographische Vermittelung zu hören bekommen. ** Weihnachtsfeier des Turnvereins gegründet 1864. Selten war eine Festlichkeit des Turnvereins besser besucht, als die am zweiten Weihnachtsfeiertag, mit der die Einweihung der neuen Theaterbühne verbunden war. War doch der sehr geräumige und durch den Anbau bedeutend vergrößerte Raum der Turnhalle bis auf den letzten Platz besetzt. Ter Anbau bewährte sich so aufs Beste, da ohne ihn viele keinen Platz gefunden haben würden. Das Programm war dem Charakter des Weihnachtsfestes wie dem Akte der Einweihung der Bühne gemäß zusammengestellt. Nach einigen Konzertstücken betrat der 1. Sprecher des Turnvereins Pirr die Bühne, um in eindrucksvollen Worten deren Entstehung und Vollendung zu schildern, sowie allen denen, die bei Ausführung der Baulichkeiten thätig waren, zu danken. Er bezeichnete die Bühne als ein notwendiges und willkommenes Weihnachtsgeschenk und knüpfte an die vor zehn Jahren gelegentlich der Einweihung der Turnhalle ausgesprochene Devise „Ter Juaend zur Lehr', dem Vaterland zur Wehr, der Stadt zur*Ehr" die weiteren Worte „Ter Kunst ein Mehr und dem Verein zur Ehr". — Bei der Ausführung der einzelnen Theaterstücke sah man immer neue prachtvolle Aus- stattungen. So gelangte in dem ersten, betitelt „Der Waisen Christfest" eine freie Gegend zur Vorführung. Tas hierbei gezeigte Bild: „Ter Stall zu Bethlehem" fand nicht endenwollenden Applaus. Im zweiten Theaterstück „Der Leutnant kommt" sah man einen modernen Salon, und im dritten „Tie Einbrecher in der Sommerfrische" einen Straßenteil. Bei der Verlosung unterm Weihnachtsbaum erschien als vierte Bühnendekoration eine Bauernstube in origineller Ausführung. Unter Leitung des ersten Turnwarts, Franz Wigandt, ging das Spiel sämtlicher Mitwirken den mit schönem Erfolge von statten. Schließlich wurde bis morgens früh getanzt. — Die Konstruktion der Bühne ermöglicht cs, daß der Raum in wenigen Minuten für weitere Sitzplätze benutzbar gemacht werden kann. Die Lur Feier nur aushilfsweise geschehene Beleuchtung der Bühne wird ebenfalls eine entsprechende Neueinrichtung erfahren. •* Neujahrsbriese. Welche riesige Mengen von Briefen, Postkarten und Drucksachen wandern in diesen Tagen in den schier unersättlichen Schlund der Briefkasten! Ob sie wohl alle „an den Mann gebracht", oder, falls das nicht möglich ist, dem Absender wieder zurückgegeben werden können? Leider ist dies nicht der Fall, das zeigt die amtliche Statistik. Und wer trägt daran die Schuld? Meistens der Absender selbst, weil er die Adresse des Empfängers, seinen Beruf, seine Wohnung, Straße und Nummer nicht genau angegeben. Wie soll der Postbote wisien, wenn die Karte an Johann Hörr abzugeben ist, wenn es solcher Johann Hörr sechs in demselben Orte giebt? Und nun gar in den größeren Städten mit den riesigen Mietkasernen, den drei- und vierfachen Höfen, den doppelt so vielen Hinterhäusern und Seitenflügeln! Also, lieber Leser, adressiere Deine Briefe recht genau und erleichtere den Postboten ihre Arbeit, das ist der beste Dank, den Du ihnen erweisen kannst. Dann gieb aber hübsch Deine eigene genaue A dresse mitStraße undNummer an, am besten auf der Rückseite des Briefes, damit dieser, wenn der Empfänger nicht gefunden werden kann, Dir unversehrt wieder zugeht und Keiner, auch die verschwiegene Rückbrief OeffnungS-Kommission nicht. Deine HerzenSgeheimniffe erfahre. ** Bald 2 Millionen Einwohner hat Berlin nach der letzten Volkszählung erreicht. Wenn mau bedenkt, welch' ungeheure Menge von Postsendungen in dieser Riesenstadt täglich eivgeht, wird es begreiflich, daß die Po st Verwaltung den größten Wert darauf legen muß, bei der gewaltigen Arbeit der Verteilung dieser Sendungen vom Publikum durch Angabe zweckmäßiger Aufschriften möglichst unterstützt zu werden, damit die richtige und unverzögerte Weiterbeförderung der Briefe nach den einzelnen Bestellpostämtern und für die einzelnen Briefträger leichter ausführbar wird. Zu diesen Angaben gehören außer Straße, Hausnummer, Gebäudeteil und Stockwerk auch der Postbezirk (N., N.O., W. usw.) und die Nummer des Postamts, von dem die Sendung bestellt oder ab geholt wird (z. B. Berlin W. 9, Berlin NW. 6). Die Postverwaltung hat schon seit Jahren ein Verzeichnis der Straßen und Plätze Berlins herausgegeben und Geschäftshäusern mit bedeutendem Postverkehr kostenfrei überlassen. Wer nicht im Besitze dieses Verzeichnisses ist, kann die erforderlichen Angaben jederzeit aus den Aushängen im Schalterraum der Postanstalten ersehen. Eine vollständige Adresse würde z. B. zu lauten haben: „An Herrn Kaufmann Karl Müller in Berlin NW. 6 Nlbrechtstraße Nr. 7 Hinterhaus 3 Tr. links." Wer nicht Gefahr laufen will, daß seine Briefe eine Verzögerung erleiden oder gar als unbestellbar zurückgesandt werden, dem wird empfohlen, die erforderlichen Zusätze bei den Briefen nach Berlin, besonders während der bevorstehenden Neujahrszeit, nicht wegzulaffen. , O Mendorf a. d. Lahn, 28. Dezember. In der Nacht vom zweiten zum dritten Feiertag entstand hier eine große Schlägerei, wobei das Messer eine bedeutende Rolle gezielt hat. Zwei Burschen wurden gefährlich verletzt, der • >.ne erhielt zwei Stiche, der andere fünf in den Rücken und i : linke Seite, sodaß ihr Befinden sehr bedenklich ist. Der Polizeidiener wollte die wütenden Gegner trennen, mußte es jedoch aufgebcn, nachdem er selber bedroht und angegriffen worden war. Aerztliche Hilfe mußte sofort herbeigeholt werden. Butzbach, 28. Dezember. Gestern nachmittag fand im Saal des „Hessischen HofeS" durch Kreisamtmann v. Bechtold die Ueberreichung von Auszeichnungen statt, die an acht Mitglieder der hiesigen freiwill. Feuerwehr für ihre 25jährige Zugehörigkeit zu derselben vom Großherzog verliehen worden sind. Die Namen der Dekorierten sind: JohS. Fisch, Ehr. Hch. Heyd, Fritz Heyd, H. Häuser, Heinr. Küchel, W. Leyerzapf, Rob. Schmidt, Jak. Schön. e. Bad-Nauheim, 28. Dezember. Bei der heutigen Gemeinderats-Ersatzwahl machten von 748 Wählern 441 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Es wurden gewählt: Rentner Johann Heinrich Fritz mit 338, Kaufmann Heinrich Kegelmann mit 228 und Weißbinder Friedrich Wilhelm Stamm mit 169 Stimmen. Fritz war schon einmal Mitglied des Gemeinderats. Es waren im Ganzen zwölf Kandidaten aufgestellt. — In unserer Stadt hat man sich üi der letzten Zeit auf das Lebhafteste mit einem Plane der Regierung beschäftigt. Bereits im November herrschte hier große Aufregung, als bekannt wurde, die Regierung, die Eigentümerin des Bades, wolle statt eines großen Badehauses an Stelle des unpraktischen Badehauses Nr. 3, ein großes Hotel mit über hundert Zimmern und Badeeinrichtung bauen. Obwohl man die Sache anfangs stark bezweifelte, wurde sie später doch bestätigt. In einer sehr stürmischen Gemeinderatssitzung trat man sofort dem Plan der Erbauung eines großen Hotels mit eigenem BadehauS entgegen, weil dadurch diePrivat-Bade-Jndustrie zu großen Schaden erleiden würde. Am 24. Dezember reiste eine Abordnung des Gemeinderats mit Bürgermeister Wörner und Bergrat Professor Dr. Cheltus nach Darmstadt, um der Regierung die Ansichten der Nauheimer Bevölkerung auSzulegen. Das Ministerium gab beruhigende Versicherungen ab und nunmehr ist der Plan als gescheitert zu betrachten. Darmstadt, 28. Dezember. Die seit einigen Tagen zum Besuche des Großherzoglichen HofeS hier weilende Herzogin-Witwe von Sachsen-Coburg und Gotha stattete heute mittag der Kaiserin Friedrich auf Schloß FriedrichShof einen Besuch ab. Darmstadt, 28. Dezember. Der Großherzog und die Großherzogin, die Herzogin Marie von Sachsen-Koburg- und Gotha, sowie die Erbprinzessin von Hohenlohe-Langenburg und Prinzessin Beatrice von Sachsen-Koburg-Gotha besuchten gestern vormittag das Eletrotechnische Institut der Technischen Hochschule und besichtigten dasselbe unter Führung des Geheimrats Kittler. Dieselben wiederholten heute ihren Besuch. •* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Kostheim wurde die Leiche eines seit vier Wochen verschwundenen jungen Mannes, der Sohn eines Groß kaufmanneö aus Graz aus dem Main geländet; der Tote hat eine schwere Verletzung am Unterleib. Die Untersuchung ist eingeleitet. — Dem Vorschlag, die Verbindungsfiraße zwischen Bahnhof- und Gymnasiumsstraße in Büdingen nach dem Namen des Fürsten Bruno zu Dsenburg-Büdingen „Brunostraße" zu benennen, wurde vom Gemeinderat in seiner letzten Sitzung beigestimmt. Der Fürst hat seine Genehmigung dazu erteilt. —Die Bevölkerung des Kreises Büdingen hat in den letzten fünf Jahren um 5655 Seelen zugenommen. 1895 betrug die Zahl der ortsanwesenden Bevölkerung 33 380 und am 1. Dezember d. I. 39035. . Ueber 2000 Einwohner hat nur Büdingen, nämlich 2989, I zwischen 1000 und 2000 Einwohner haben Altenstadt, Düdelsheim, Echzell und Nidda. Die geringste Einwohnerzahl hat die jüngste Gemeinde unseres Kreises, Salzhausen, nämlich 76. — Bei einer in Ems gestorbenen 69jährigen Witwe, einer in sehr bescheidenen Verhältnissen lebenden Bauersfrau, fand man angeblich 2300 Mark unter dem I Kopfkissen des Sterbebettes verborgen. In das Erbe teilen I sich mehrere Kinder der Verstorbenen. Vermischtes. * Ueber das Vermögen des verhaftet» Bankdirektors Sanden ist das Konkursverfabr durch Gerichtsbeschluß des Amtsgerichts zu Potsdam ' öffnet worden. In Potsdam läßt die Aufregung über bn Zusammenbruch der Banken keineswegs nach. J, jetzt das Gerücht kolportiert, daß auch städtische Gelb^ in den Banken angelegt und verloren gegangen UüJ Der Magistrat kann die beruhigende Versicherung abatU daß städtische Gelder bei der Affaire nicht in Frage fowJ Dagegen wird jetzt schon eine wesentliche Erhöhung' Steuerzuschläge für das nächste Jahr angekündigt, dieV, I direkt auf die Ausfälle zurückführt, die die städtische Steif kaffe erleidet. Es kommt dabei nicht nur der Steuerver!^ infolge der Verhaftung der Direktoren Sanden und Wr sinSky in Betracht, sondern auch der Minderbetrag, den t Selbsteinschätzung der Leidtragenden bei dem Krach ergeb» wird, und der bei den eigenartigen Potsdamer GeldveM niffen ganz erheblich ins Gewicht fällt. • London, 28. Dezember. Nach einem Telegraws des „Morning Leader" aus Newyork hat die Unter- suchung der Vorgänge im Bellevue-Hospital bieZfa fache an das Licht gebracht, daß gesunde wie kranke per fonen vom Bellevue-Hospital in eine Privat an stakt gebracht wurden, an der zwei der ersten DomStaau als Sachverständige anerkannte Irrenärzte finanziell interessiert waren. Die Gesunden wurden nur gegen schwerer Lösegeld aus der Irrenanstalt freigelassen. Gestern begani die Untersuchung gegen drei Krankenwärter des Settern Hospitals, die einen geistig ganz gesunden Franzosei, der für irrsinnig erklärt worden war, ermordet haben sicher * Königin Wilhelminas Brautkleid. Aur dem Haag wird berichtet: Das Hochzeitskleid unfett! jungen Königin wird vielleicht die prächtigste BrauttMic sein, die man in neuerer Zeit gesehen hat. Die Zeicd nung dazu ist von Nicaud in Paris entworfen; dort »vir! es auch fertiggestellt. Die prächtigen Stickereieir roerbt:; in der königlichen Schule für Kunststickerei, in ^erbiiibnm; mit dem Rijks-Museum in Amsterdam, (ingcfertigt. Tie Leiterin der Schule, Frau van Emstede Winkler, bat acht oder neun der geschicktesten Schülerinnen ausaewählt, unb seit einiger Zeit arbeiten die Damen beständig an ihre: schönen Aufgabe. Das ganze Kleid ist aus ivunberbat schmiegsamem und seingewebtem Silbertuch, das an stne indischen Musseline zurzeit unserer Großmütter erinnert, die „durch einen Ring gezogen werden tonnten" Gewebe ist mit großen Kosten besonders zu diesem ZwccE hergestellt worden. Die als Unterkleid dienende weis,-. Glaceseide erhöht noch den glänzenden Schimmer be? vby- webes. Das Vorderteil des Rockes und die an bex 'Xaule schmale, unten breite Schleppe ist in einem uacv oben spitz zulaufenden Muster gearbeitet. Die jtueieinbalp Meter (auf dem Boden) lange Schleppe fällt von der raille herab und ist von zwei breiten Streifen Stickerei umm Die dieser zu Grunde liegende Idee sind lose Lraugebiumv zweige uno Laubwerk in künstlerischer Verbindung mit Arabesken und Bändern. Jedes Blumenbuschel Hal eine vollerschlossene Blüte, bic von mehr oder tve/nger entwickelten Knospen umgeben ist. Dazu werden feine Perlen verwendet, zum Blattwerk Silberfäden unb Außer den Perlen und Paillettes werden sechs Allen Silberfäden gebraucht, um die gewünschten verschiedenen Wirkungen hervorzubringen; das dazwischen geschlungene Band ist erhaben gearbeitet. Die Stickerei ist nicht mir auf dem Silbergewebe, sondern auch aus dem weißen Seidengrund gearbeitet, wodurch sie reicher und lener wird. Die ausgeschnittene Taille zeigt keine Stickerei n- wird mit Brüsseler Spitzen garniert, von denen die xWn eine sehr kostbare Sammlung alter und tieuerjW'ee. sitzt; der Schleier ist gleichfalls aus Brüsseler .naa) Schluß des Honigmonats beabsichtigt die Königm. ew'g Tage in der Hauptstadt zuzubringen und in dem venmm.- Ballsaal Empfang abzuhalten. Bei dieser Geleaendeu ro die Königin ein weißes Sammetkleid tragen, besten im Schleppe einen breiten Streifen und Futter aus bem * -• erlesensten Hermelin hat. Dazu gehört ein ' Sammetmantel mit Hermelin; zu diesem Zweck' u auf allen großen Pelzmärkten der Welt tadellos ’1‘ gekauft. Zobel und Hermelin bevorzugt Königin * ) mina vor allen Pelzarten, ihre Lieblingsfarben st.no Grün und Hellgrau. Universität und Hochschule. Professor Arthur v. Hippel in Halle, der die. Professur der Augenheilkunde in Göttingen übernimmt, W Fischhausen in Ostpreußen geboren. Er habilitierte sich >668 Ni’. dozent an der Albertus-Universität, bei der er 1874 eine au- yunb liche Professur erhielt. 1879 wurde er als ordentlicher W' Direktor der Universitäts-Augenklinik nach Gießen belu^ z kehrte er als Nachfolger seines im Jahre zuvor versteh" Jacobson als Ordinarius nach Königsberg zurück. 3» v v. Hippel seit 1892. Er trat dort an die Stelle Alfred ’ A.v, Dr. Th. Fischer, o. Professor der Geographie au sität Marburg beabsichtigt, Anfang 1901 eine drim * Marokko, diesmal auf Kosten und im Auftrage d" Geographischen Gesellschaft anzutreten. Prof. Fischer, letzten Reise im Jahre 1899 vornehmlich die Erforschung hzi, laufes des Tensift, des Um a Rhia und des Wadi ^cht au 8^-^.- und ein reiches Material zur Geographie des marokkamlche landes demnächst als Ergänzungsheft zu Petermanns, s Mitteilungen veröffentlichen wird, beabsicktigt aus viele letzten Marokko-Reise den wirtschaftlich Etvollsten und 2arflf$ zu bereisenden Schwarzerdegürtel von Mogadoc 'm wuoen im Norden, in kl. eine Zone von 100 Km. landeinwärts z Der Sekretär an der kgl. Hof- und Staatsbibliothek 'n Dr. Max K 5 stler wurde zum Kustos an dieser Bivuory Kunst und Wissenschaft. - Der in Frankfurt a. M. dieser Tage verstoß ^h«ren Dr. Veit Valentin hat mit Geheimrat ' Gießener Univerfitätsprofessor und Gymnasialdwektor, ^eten 6®’ von Schulausgaben klassischer Dichterwerke herausgegeo , ft Herleitungen stets das künstlerische Ganze auS> dem ^erarbeiteten und das vollendete Werk tn seiner Gliederung KrirsK R. Wmn Slt »ijt der rechte Ort i Dir töinttn in bitter Dar 5. 3b acht Tagen noch oh Zahltage: ließen, bei tzMrl und Wi TO. Del Soitamadl W vtiSL8-10 der pn 6t 00-00 Wien pn Littt 22 A 0.60-0.90, Hühn A 0.85-l.Oü, Mer La Wir wir hören, flabt vom Hessische! kmo für praktische Lau G-bi-te für Lichucht s Laden über bas s-st auf üeißun^ einen f des MragskurseS am - &&& ÄS Äln ftW* L'LmS ,oubl5aik iuertt dt- venn s neuer Roman M-Z LiK- M- Sri««*" t* ■ ole Mte^aube < Lnmehmntz ihrer rühmlich betiruitm illustrativer HinM „richtiger Bilder in rönnen wir d-msilk ffamilie au4 im neue Kosse mn ganzen H bf| »ä’H Gro —n h ft Möolf o"",n"sS'Kl0'”‘ «■ tyniWut"• 3ih o/Q Reichsanleihe . 43.90 Gotthardbahn Anl. Bckattutmachung 8359 11 11 8364 8371 Gießen, den 29. Dezember 1900. 8365 Carl Vo gII. a h n e r. 97.00 87.80 97.00 87.70 94.10 95.10 3V, % do. 3V, o/o do. do. do. 8 o/o 8Vi% 8 % 8 Vs % 25.70 25.25 45.80 M. 45.80 „ 43.00 » 96 10 » 88.50 , 73.30 » 73.30 M. 73.30 „ 69.40 „ 6940 „ 4 O/o 4 0/0 . . 37.30| Harpener . Tendenz: matt. Laurahütte Bochum X 0,660—0.90, X 0.665—1.00, 8. 19-20, unk. b. 1905 8. 18, 14 8. 21, 22, unk. b. 1905 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatebahn do Konsole . do Hessen . 210.70 . 176.20 . 131.70 . 144,00 . 146.80 . 143.20 . 153.80 . 195.00 . 176 50 . 167.50 Daubringen, den 28. Dezember 1900. Albach, Direktor. Gießen, den 29. Dezember 1900. Stadtkaffe Gießen. Doepfer. Das 5. Ziel Gemeindesteuer 1900/1901 kann innerhalb ,ch Tagen noch ohne Kosten entrichtet werden. Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag. 5 % Italien. Rente 4 0/0 Griech. Monop 3 o/o Portugiesen 3 °/c Mexikaner . 4V, % Chinesen . Steinheim, den 28. Dezember 1900. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinhelm. Nicklas. © © © TAFELKARTEN © © ® BALL- UND TISCHKARTEN ö HOCHZEITSTAFELKARTEN REIZENPE NEUE MUSTER IN EINFACHER UND GLÄNZENDER o o o o o AUSFÜHRUNG o o o o o BRÜHL’SCHE UNIV.-BUCH- UND STEINDRUCKEREI, GIESSEN, SCHULSTRASSE 7. Briefkasten öer Redaktion. M. W-nn Sie sich beschweren wollen, d-nn >st ein« Z-ttung ißt !d,r »echte Ort dasür, sondern dte norg-s-tzt, tkchltche Behörde. Bit l önnen in dieser Beziehung nichts ausrichten. Börsennachrichten. Berlin, 28. Dezember. die Erhebungen vor dem Untersuchungsrichter abgeschloffen sind, anfangs Februar statlfinden. Da der ehemalige Kriminal Kommissar sein schweres Amtsvergehen bereits eingestanden hat, wird die Verhandlung kaum mehr als einen Tag in Anspruch nehmen. , Lissabon, 29. Dezember. Wie verlautet, wird die Regierung in der nächsten ParlamertS Session einen auf den Verkauf von Lorenzo Marquez bezüglichen Gesetzentwurf vorlegen. , Bukarest, 29. Dezember. Zeitungsmeldungen zufolge soll auf Anregung des Grafen Bülow zwischen Rumänien und der Türkei ein Schutz- und Trutz-BündniS zu Stande gekommen sein, das sich gegen alle richtet, dte den Frieden im Orient stören könnten. Als Folge dieses Bundes habe Rußland ein Uebereiukommen zwischen Serbien, Bulgarien und Montenegro zu Stande gebracht. ________ i L- JH—ITITI-CT-IT Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. 'Sitfrn, 29. Dezember. Marktbericht. Auf dem heutigen Boj> tmarkt kosteten: Butter per Pfd. .* 1.00—1.10 Huhnereiei wgff. 8—10 4, 2 St. 00—00 Enteneier 2 St. 00—16 4, »Snte« dei ortiett, >> W MdI «s-hsi- 3”l,i*t 6 babti L, "fcy Von^tn auch btt Ä™1 ibb‘Seib,t-9*Ä?: .?en eigenartin^ mir Kirchliche Uachrichtea. «»angelifche «emeiade. Montag den 81. Dezember. Sylvester. • Gottesdienst. In der Ltadtttrche. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. In der JoyanneSkirche. Abends 8 Uhr: Pfarrer Euler. Dienstag den 1. Januar 1901. Neujahr. G o t t e s d i e n st. In der Sladlkirche. Bormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Dr Grein- Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. An diesem Tage nach allen Gottesdiensten besondere Sammlung für die Armen. Katholische Gemeinde. Montag den 31. Dezember. Nachmittags um 4*/a Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhert zur heil. Beichte. m „ um 6 Uhr ist Sylv:sterandacht mit ©'nen u. Te Deum. Dienstag den 1. Januar Fest ver Beschneidung des Herrn. Vormittags von 67? Uhr an: Gelegenheit zur hesi. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. . um » Uhr: Die zweite heil. Messe; Militargottesdienst mit Predigt. „ von 7 bis 9 Uhr ist das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt. v. „ um 97, Uhr: Hochamt nut Predigt. Nachmittags um 2V, Uhr: Fest-Andacht mit Segen. Meratur. Dir neue Jahrgang der »Gartenlaube". Wieder beginnt V 1 Januar ein neu.r Jahrgang der mristgelesenen und ve^ BttlMritn deutschen Familienzetlschrlft: der "Gartenlaube ■ Auch Wut.6 erfreut sich dieses treffliche Blatt, da« für Unterha tung und Achiung s iner Leser in gleich vorzüglicher Weise sorgt, eines über- e) zohlretchm Freundeskreises. So dürfte eö van Interesse sein, | fiii'lhon zu erfahren, wa« der neue Jahrgang an besonders srsselnven wd schönen Beiirägen bringen wird. Ein Blick auf den Prosp-kt, wltbt. uns vorliegt, zeigt, daß sowohl auf dem Gebiete des RomamS Wd io:i 'Jiooelle wie auf dem weiten Felde der belehrenden und fibniüjt nben Darstellung mancher hervorragende Genuß den Garttn- »ub-Äescrn Vorbehalten ist. Eröffnen werden den Jahrgang — ntnn wir zuerst di- erzählenden Beiträge erwähnen wollen - ein Ktr Roman des so rasch berühmt gewordenen schweizer DichterS 1U ->eer: „Felix Notvest" und dte jüngst-! Schöpfung Paul HeysrS, :t(5 unerreichten Meisters der deutschen Novelle, „San Dtgilio . Don dienen Werken sind in Aussicht 0 ' Dn Gesiwden wurden M.. Ajnenanftolt jrcigelaffen. fi? drei Krankenwärter n Ngganz gesundens Vartworden war, ermord^ ' vUhelminas dra>n^ 0 berichtet.- Tas hochzcil-k- vielleicht die prächtM i- n neuerer Zeit gesehen r. -licaud in Paris entwock !lelff. Tje prächtigen Stiica n schule für .Mnsfftickerei, itt- Museum in Amsterdam, oncr- >ule, Frau van lrmstede & 'schickteslen Tchiilerinnen au?.- arbeiten die Tamen besckt. Tas ganze Kleid ist w: nd feingewebtem SilbeM: ine zurzeit unserer ©roBiuir 1 Ring gezogen werden k- großen Kosten besonders ^ en. Tie als Unterkleid' 1 noch den glänzenden M,' rberteit des Rockes und ls!» breite Schleppe ist in Ä n Muster gearbeitet Soden lange EchlM^nde, n wei breiten Sk^elckirn Md° liegende .bmtrf in W* * »Mein. W ,i mi mehr -der n zmgetto v\t W Mtwrrl "*t*n it en und NUetttü *?” \ Mich!, um die gem>W W onubringen; das „ gearbeitet. Sie "aeroebe, fonbern Arbeitet wodurch sie w»-_ eschnittene Tackle zeigt t>^ ^r-pihen garniert, vond ■p Zammlung alter un - -SiisG 19 *ha£Letneii> W: Pelzartene stau- J* 0.54—0.65, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 60—64 4 Schweinefleisch per Pfd. 60—70^, Echwdu.« stersch gesalzen per Bfd. 74 ttalbflei ch per 4^16- 60—64 Hammelfleisch per Pfd. 50—60 «artoffeln pet 100 Kilo 5.00 bu 5.50 Wttßkraut per St. 00-00, Zwiebeln per Str. X 5.00-öJ 0, Mitch per Lster 18 ______ Kandwirtschaftliches. Wie wir hören, wird auf dem vom 7. vis 10. Januar in Darm- tibt oom Hessischen Landwirtschaftsrat veranstalt ten Vortrags- hte ’.iir praktische Landwirte u. a. auch die erste Autorität, auf dem S-bic.' für Viehzucht Hrrr Geh. Oberregierungsrat Dr. Lydtrn-Baden- Sibii über das sehr zeitgemäße Thema „Rassenzucht und Zucht «us : eifiuag" einen Vortrag halten. Derselbe findet am ersten Tage kl L rtragskurses am 7. Januar vormittags statt. Gartenlaube Spar- und Vorschutzverein Daubringen E» G. m. n. H. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Einlagen zu unserer Kaffe vom 1. Januar 1901 an mit 4 Prozent verzinst werden. Darlehen gegen Bürgschaft find von diesem Termin an mit 5 Prozent, und solche gegen Obligationen mit 43/t Prozent zu verzinsen. Prim UchW empfiehlt 8345 A, Steinreich Ecke der Marktrairden. Emil Fischbach, Giessen empfiehlt Cervelatwurst, feinste Gothaer, Hummer in Dosen, Zungen in Gel6e, Camembert-, Kaiser-, Emmenthaler-, Edamer-, Frühstückskäse, Pumpernickel, Süssrahm - Tafelbutter, Thee, Vanille, Feine und feinste Liköre, Punsch - Essenzen, Moussierende Rheinweine von Gebt. Höhl in Geisenheim, 7290 darunter Kaiserblume, Paris 1900 goldene Medaille. Gemüse- und Obst-Conserven, Kaffee roh und gebrannt, in erlesenen feinsten und feinen Qualitäten. :',r i f * htt l »hifl unD bts Eberh. Metzger 70 Seltersweg. Telephon 65, Kassenöffnung 7Vs Nyr. 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Januar 1901, abends 8^ Weihnachtsfeier verbunden mit W” Th eater, Verlosung und Ball M im Saale des ßaft <^eiö. Eintritt für Mitglieder 50 Pfg., für Nichtmitglieder 80 Pszl oder Aie H»erte von SavE Lolksstück mit Gesang 'n 6 w »«*< SÄ** Musik von Schaffer. feuiflt” V ber i W Kabelte des Grösste. Hess. taf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhsh* unter Leitung des Hoboisten Herrn Kläber. Spielplan. 1. Unter dem Kommandostabl Marsch v. Lincke. 2. Ouvert. z Op. „Don Juan“ v. Mozart. 3. Korso-Quadrille v. Krausse. 4. Finale a. d. Op. „Aride* v. Bach. 5. Ouvert. z. Op. „Elisabeth“ v. Rossini. 6. Romanze a. d. Op. wMignon“ v. Thomas (Cornet ä Piston-Solo, Hoboist Gottmannshausen). 7. Luna- Walzer v. Lincke. 8. Fantasie a. d. Op. „Tannhäuser“ v. Wagner. 9. Gut Heil! Mittelrhein. Turnermarsch 1895 v. Krausse. 10. Tscherkessischer Zapfenstreich ▼. Machts. 11. Wellenspiele, Galopp ▼. Meyer. 12. 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HM M Mr i bi echmutzpMtckckV, Erfahrung hallt st W, HMvg ivrgrmm M niihl^chindlicht Wsilt jai -und mit tiefer AchMg । > $tnn es aber gellt, Mch btiMschreitungm tii ichtL M«, bann {mbti dm.muSerischenJld „Was sollte denn, fragt b anders sein, als der aesetzai Wachen Gewissens, dat Elkinberg enthüllte Sitt Milche Orgien von Wv! Wff/W tStttou N6 der Wir anltootltB bata »ch anders sein. Denn nchligkeit wäre im Stande ubnzmget'dtS Setveisstüc tint versWe kxM »M dieser Prozeß in Se Lirchmr-Kirchbtkg. | Abends 8 Uhrr ' L?'Jork jQ Lpto ■ Muttersegs* -- ml LS: BF Hausbursche, "3p® . kräftiger, 16 bis 17 Jahre alt, gesucht. ______Th. Brück. 8340] Ein tüchtiges und zuverlässiges Mädchen, welches auch Liebe zu Kindern hat, bei hohem Lohn gesucht. Frau Saminka, Marktplatz 18. 8335] Gesucht ein zuverlässiges Dienst« mädcken oder Laufmädchen. __Ludwigstratze 1. Fausdievststtstk. | Kräftige, unabhängige Frau oder älteres Mädchen zu baldigem Ein« tritt gegen gute Bezahlung gesucht. 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