Sonntag den 30. September 150. Jahrgang 1 !><><> Drittes Blatt Gießener Anzeiger General-UnMger Aints- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gieren vom Ok- Alle gefangenen I er- in. * * i pfee Alle Anzeigen-Vermittlungsstellm des In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. Behandlung der China-Politik Hand in Hand gehen werde;' mit der Union-Regierung. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener ZlamiliLnSlätter l werden "dem Anzeiger > im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter Hess. Volkskunde" wSchtl. 4 mal beigelegt. Gratisveilagen: Gießener Fanrilienblätter, Der hessische Landwirt, Kälter für hessische Volkskunde. I. Feld. Nachstehenden Beschluß der BollzugSkommrssion 24. d. Mts. bringe ich zur Kenntnis der Beteiligten. Friedberg, den 28. September 1900. Der Großherzogliche Bereinigungskommissär: Süffert, Regierungsrat. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Pf. s Zrezugspreis Vierteljahr!. Mk. 2,20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn: durch die Abholestellen vierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. und harter Arbeit bis zur Todesstrafe. Boxer werden hingerichtet. Pf. 'eter ,65, Pf. 45, PI. Pf. PL Pt. Pf. Botte Mk. PL PL BQ, .von Die VollzugSkommisfion beschließt: Sämtliche Feldsrüchte müssen bis spätestens 5. lober d. I. von den alten Grundstücken abgeerntet sein, mit Ausnahme von Dickwurz und Kraut, welche bis zum 10. Oktober d. I. entfernt werden müssen. Bersetzbare Bäume, sowie solche, welche nur mit ihrem Holzwerte oder gar nicht abgeschätzt find, müssen gleichfalls bis zum 5. Ok- * Telegramme deS Gietzerrer Anzeigers. London, 29.°»September. „Daily Mail" meldet aus Amsterdam: Der holländischen Regierung ist seitens des englischen Auswärtigen Amtes eine Note zugegangen, worin die englische Regierung erklärt, daß sie zwar keinen Einspruch dagegen erhoben hat, daß die holländische ^Regierung dem Präsidenten Krüger zu seiner Europa-Retse ein Kriegsschiff zur Verfügung gestellt hat, daß sie aber nicht dulden werde, daß Präsident Krüger außer fernem per örtlichen Gepäck Staatspapiere oder sonftige dem Staate gehörige Sachen witnehme. Falls dies nicht-befolgt werde. 1 'eis- Dem Petersburger Generalstab gingen folgende Meldungen des Generals Aigustow zu: General Rennenkamps kam am 24. September mit 2 Schwadronen in Girin an, erklärte die Stadt für eingenommen und schlug sein Hauptquartier im Palais des Generalgouverneurs auf. Die Forts wurden besetzt und ein Schiff aus dem Sungari zur Proviantbesörderung bereit gestellt. Dem General KrischanowSki wurde Proviant eutgegengeschickt. Das vorhandene chinesische Militär wurde entwaffnet. KrischanowSki wurde angewiesen, baldigst mit seiner Kavallerie- Abteilung nach Girin zu kommen. AuS Petersburg wird ferner gemeldet, daß sich Fürst Uchto'mSky, der Freund des Finanzministers Witte und Präsident der chinesischen Bank, aus dem Wege nach Peking befindet, um als Generalkommissär zusammen mit dem russischen Gesandten in China, v. Giers, die Unterhandlungen über die Friedensbedingungen und Kompensationen einzuleiten. Fürst UchtomSky führt einen Brief des Zaren, sowie Briefe vom Finanzminister mit sich. Man glaubt ihn mit Vorteil in Peking zu verwenden, weil die chinesische Regierung, und speziell Li-Hung- Tschang, ihn außerordentlich schätzen und er als China- freund gilt. Fürst Uchtomsky's Anwesenheit in Peking wird besonders von Li-Hung-Tschang sehr gewünscht. Telegramme des Gietzeuer Anzeigers. P a r i s, 29. September. Das „Petit Journal" meldet, der Kaiser von Japan werde bei seiner fLuropareise der englischen Regierung folgenden Vorschlag bezüglich der chinesischen Angelegenheit unterbreiten: Privilegium Rußlands über die Mandschurei, Besitzergreifung Coreas seitens Japans, Ueberlassung der Provinz Shantung an Deutschland und des Yangtse-Thales an England, Abtretung jder Sangsun-Bai an Italien und der Provinz Yuenan an Frankreich, sowie der Provinz Petschili und Peking km die Vereinigten Staaten. Die Zusage der letzteren tzu diesem Vorschläge werde vom Siege der Republikaner bei der Präsidentenwahl albhängen. Washington, 29. September. Das Staatsdepartement ließ dem Kaiser von China durch seinen Gesandten in Peking benachrichtigen, daß es die Ernennung des Prinzen Tuan zum Präsidenten des großen Rates nicht billige und erwarte, daß dieselbe rückgängig gemacht werde. — Der amerikanische Gesandte in Petersburg verständigte das Staatsdepartement, daß die russische Regierung wahrscheinlich betreffs der weiteren gleich die Arbeit leicht wäre und Herr Kinder seine guten Dienste dafür angeboten hat. Die Wiederherstellung der Eisenbahn wird chis nach der Regelung der Streitigkeiten vertagt werden und Peking wird auch in Zukunft unter der Unzulänglichkeit der Verkehrsmittel zu leiden haben. Der russische Gesandte hat an die Kaiserin- Witwe eine Denkschrift gesandt, worin er sie ersucht, nach Peking zurückzukehren, und ihr seinen Schutz anbietet. Vierzig der bedeutendsten chinesischen Beamten, die in Pekking zurückgeblieben sind, haben heute ebenfalls eine Adresse an den Kaiser und die Kaiserin gerichtet, um diese zu bitten, nach Peking zurückzukehren. Schangye- h u a n g, der zu den Jubiläums festlichkeiten nach England entsandt worden war, ist auf Grund eines kaiserlichen Beschlusses gleichzeitig mit allen Ministern hingerichtet worden, die den Fremden freundlich gesinnt waren. Nach einer Meldung der „Morning Post" aus Peking hat China bereits das Ultimatum der Admirale vom 16. Juni als casus belli betrachtet. In den Plenarkonferenzen der Prinzen und Minister am 17. und 19. Juni hätten nur drei Teilnehmer derselben die B o x e r zu kritisieren sowie Friedensvorschläge und den Schutz der Nicht- kombattanten anzuempfehlen gewagt. Diese drei Personen, von denen zwei Mitglieder des Tsungli-Uamen waren, seien am 11. August hingerichtet worden. Am 20. Juni erschien ein Edikt, welches allen den Ländern, die in Peking Gesandtschaften haben, den Krieg erklärte und die Prinzen ausforderte, der Zentralregierung Beistand zu leisten. Am gleichen Tage seien der deutsche Gesandte und ein englischer Zivilist namens Jd- mer von chinesischen Soldaten getötet worden. Der Kampf hat zwar jetzt aufgehört, indessen habe sich die Kriegs- Partei, unbesiegt und ohne Kompromiß, zurückgezogen, könne aber zwischen der Kriegspartei und dem übrigen China einen Unterschied machen. Der größere Teil Chinas habe sich geweigert, sich der Kriegspartei anzuschsießem Dem „Bureau Laffan" wird aus Peking gemeldet, daß die Chinesen behaupteten, viele Boxer kämen in Verkleidung nach Peking zurück, sie sagten, daß sie ihre Zeit abwarten und dann doch gewinnen würden. — Die Kriegsgerichte verhängen Strafen von 50 Schlägen Amtlicher Teil. Bekanntmachung, Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Daubringen, Der Krieg in Südafrika. Ueber die Aussichten der Buren, trotz der Zerstreuung ihrer militärischen Kräfte, ihre Nationalität und ihre Rechte auf Südafrika den Engländern gegenüber zu behaupten, veröffentlicht Robert de Carx im „Journal de Debats" einen Artikel, dem folgendes entnommen ist: Südafrika ist kein Weltteil, der eine besonders starke Anziehungskraft auf Auswanderermassen aus einem reichen Lande und einer komplizierten Gesellschaft auszuüben vermag. Der fast überall dürre Boden eignet sich nur für Hirten und Ackerbauer, wie es die Buren sind; nur die im Schooße der Erde ruhenden Schätze ziehen die Auswanderer an. Und da muß man sich noch angesichts der Handarbeit der Neger fragen, ob der Bergwerksbetrieb große europäische Arbeiterkadres erfordert. Schon vor dem Kriege stimmten Sachverständige wie Paul Leroy-Beaulieu, Raphael-Georges Levy in der Behauptung überein, daß die Zahl der Uitländers nicht mehr stark anwachsen könne. Das wird auch jetzt nicht viel anders werden und das Bergwerkslager von Johannesburg wird seinen Charakter bewahren. Alle nicht metallreichen Gegenden Südafrikas locken nur wenige Auswanderer an, wie ziffernmäßig oft nachgewiesen worden ist. Die Vereinigten Staaten, Kanada und selbst Australien bieten den Landwirten bedeutend bessere Aussichten; andererseits scheint die englische Gesellschaft immer weniger Leute auszusenden, die geeignet sind, ein hartes und mittelmäßiges Bauernleben zu führen. Sie ist im höchsten Grade von jenem Individualismus betroffen, den man das westländische Fieber nennen könnte und der in dem Wunsche besteht, seine Lebensstellung zu ändern und nur Stellungen von Führern zu übernehmen. Das England des 20. Jahrhunderts scheint also kaum in der Lage zu sein, mit seinen Auswanderermassen die ziemlich unwirtlichen Gefilde Südafrikas zu bevölkern. Die Buren haben daher nicht allzu schweres Spiel, ihre Nationalität unter der englischen Herrschaft zu bewahren. Es ist nur die Frage, ob diese Nationalität für sie ebenso in ihren Ueberlieferungen, ihren Hoffnungen und besonders in der hartnäckig bewahrten Sprache, als in einer gewissen Lebensweise bestehl, die sie notgedrungen allmählich ändern Müssen. Im Laufe der letzten Jahre zeigten die Einwohner des Oranjefreistaates wenigstens eine gewisse Neigung, nicht energisch genug ihre holländische Sprache zu verteidigen. Das ist eine Nachlässigkeit, die sich Besiegte nicht gestatten dürfen, und wenn sie einem steifnackigen Nationalismus Platz macht, kann Südafrika doch in Zukunft ein holländisches Land bleiben. Das Mutterland wird dabei mit seiner Litteratur und seinen Professoren den Buren beistehen, denen auch die thatkräftigen Sympathien der anderen Länder bleiben. Wie aus Pretoria vom 26. gemeldet wird, rüstew sich die Eingeborenen in den Distrikten Zoutpansberg und Pietersberg, um den Buren beim Vorrücken in dieses Gebiet Widerstand zu leisten. Wie ein Telegramm aus Pretoria vom 27. ds. meldet, haben die Engländer Heilbron, Lindley und Reitz wieder besetzt. Eine Abteilung der Buren hat Pinnarstation angegriffen, wurde aber zurückgeschlagen. Nach einem Telegramm des „Standard" aus Lou- renzo Marques ist jetzt die Ausfuhr von Barrengold verboten worden. — Krüger sei jetzt weniger Beschränkungen unterworfen als bisher, weil keine Gefahr mehr bestehe, daß er mit Transvaal Verkehr unterhält. Reuter meldet aus Lourenzo Marques vom 27.: Der portugiesische Gouverneur reist am Abend mit seinem Stabe und den englischen Bürgern nach Komati- p o o r t, um der Truppenparade beizuwohnen, die dort aus Anlaß des Geburtstages des Königs und der Königin von Portugal stattfindet. Die Londoner „Morning Post" meldet aus Pretoria, General Paget habe dem Kommandanten Erasmus einen fünftägigen Waffen st ill st and gestattet. Er will sich versichern, ob es richtig sei, daß Botha den Kampf aufgegeben habe. Sollte dieses der Fall sein, so werde, er ebenfalls die Feindseligkeiten einstellen. lober entfernt werden. __________________ Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Korallenarmband , 1 Damen-Regenschirm, 2 Kinder-Mützen und 1 Brecheisen. Verloren: 1 goldene Dameuuhr, 1 Brosche, 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 Medaillon. Gießen, den 29. September 1900. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Die Wirre« i« China. Der Chinese, der beschuldigt wird, den deutschen Gesandten Freiherrn v. Ketteler ermordet zu haben, wurde vom Kriegsgerichte in Peking verhört. Da kein neues Beweismaterial beigebracht wurde, beschloß der Gerichtshof, daß es nicht gerechtfertigt sei, einen end- giltigen Spruch zu fällen. Dementsprechend werde das Urteil vertagt, in der Hoffnung, weiteres Material bezüglich der wirklichen Anstifter des Verbrechens zu erhalten. Der japanische General Fukushima ist von Taku wach Peking zurückgekehrt und Herr Uchida, Direktor der politischen Angelegenheiten, ist mit Depeschen von Tokio dort einge- trosfem Tie russische und die d e u tsch e Ge s an d tschas t bleiben hier und warten die Entwicklung der Dinge sowie weitere Weisungen ab. Li-Hung-Tschang wird dort täglich erwartet. Aus Berlin wird gemeldet: Die Ernennung des Prinzen Tuan zu dem einflußreichsten Regierungsamte kann nunmehr als feststehende unbezweifelbare That- sache betrachtet werden, und hiermit stimmt es vollkommen überein, wenn aus französischer Quelle gemeldet wird, paß Tungfuhsiang und Lipingheng, die in der Verfolgung .und Ermordung von Fremden so hervorragendes geleistet haben, durch Verleihung der wichtigsten Kommandostellen und andere hohe Ehrungen ausgezeichnet worden sind. Wir wollen uns heute versagen, auf die Gründe «einzugehen, die eine solche Erstarkung der fremdenfeindlichen Elemente herbeigeführt haben. Wir können aber nicht umhin, sest- zustellen, daß dadurch eine Lage geschaffen ist, die auch denjenigen Mächten unduldbar wird erscheinen müssen, die der Ansicht waren, daß man durch Mittel weitgehendster Nachsichtigkeit und Schonung am leichtesten und schnellsten zur Lösung der chinesischen Frage gelangen könne. . Gleichartig wächst die Zahl der neuen Opfer. Diesinal sind dre Franzosen, die die Verlustliste stellen: 2 Bischöfe, eine große Anzahl Missionare und 1000 Christen sind im Bezirk von Mukden ermordet worden. Aus andern Gegenden des Reiches werden ähnliche Nachrichten erwartet, woraus hervorgeht,» daß die Metzeleien von einer Zentralstelle angeordnet worden sind, die mit Eifer per Aufgabe obliegt, die „fremden Teufel" und ihren einheimischen Anhang in allen Bezirken auszurotten, wo sie nicht unter dem Schutz der Kanonen der Mächte stehen. Wir stellen damit eine Lage fest, die unseres Erachtens auf -cxtte beteiligten Mächte einen tiefen Eindruck auszuüben nicht verfehlen kann. Die „Times" meldet aus Peking vom 21. ds.: Das Krankenhaus des russischen Roten Kreuzes wurde heute ixt Gegenwart der fremden Gesandten unter dem Vorsitz des russischen Botschafters v. Giers eröffnet. Die Anstalt ist sehr geräumig und sehr zweckmäßig eingerichtet. Die letzten Expeditionen ins Innere haben eine ausgezeichnete Wirkung gehabt. Sie haben die Sicherheit der Umgegend von Peking vermehrt und auch die Verproviantierung wieder ermöglicht. Aber nichts wird von durchschlagender Wirkung sein, solange nicht Paotingfu demr Erdboden gleich gemacht ist. Die Christen in Tschengting (südlich von Paotingfu) und anderen, den Generälen wohlbekannten Orten sind bedroht. — Der Interessengegensatz zwischen Russen und Engländern ist ein Hindernis für die Herstellung der Eisenbahn, ob- betrachte die englische Regierung dies als eine Verletzung des Völkerrechts. Der Korrespondent fügt hinzu, die holländische Regierung habe dem Kapitän des Schiffes Befehl erteilt, der Weisung der englischen Regierung nach- zukommen. London, 29. September. Die Afrikander-Delegierten, die sich seit einigen Tagen hier Aushalten und eine Petition überreichten, die von 60 000 Afrikandern unterzeichnet ist, und worin eine für die ,Buren günstige Wen- dung des südafrikanischen Krieges angestrebt wird, erklärt, daß die Unabhängigkeit der beiden Buren-Republiken für England nur vorteilhaft sei. Deutsches Reich. Berl-in, 28. September. Aus Rominten wird gemeldet: Bei der Frühpirsche erlegte der Kaiser einen starken Sechszehnender und hörte gestern die Vortrüge des Staatssekretärs von Tirpitz und des Stellvertreters des Cefs des Marinetabinetts, Kapitäns zur See v. Müller. — Aus Kiel wird gemeldet: Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen sind heute abend hier eingetroffen und haben sich nach yemmelmark begeben. — Die von verschiedenen Blättern verbreitete Mitteilung, Reichskanzler Fürst Hohenlohe werde im Oktober noch einen kurzen Nachurlaub nehmen, ist luic die „Krz.-Ztg." erfährt, nicht zutreffend. — Tie in den letzten Tagen vielfach verbreitete Mitteilung, wonach der Bundesrat die preußischen Vorschläge zur Regelung des Apothekenwesens auf Grund einer voraufgehenden Ablösung abgelehnt haben, ist wie die „Rordd. Allg. Ztg." von zuständiger Stelle erfährt, ihrem ganzen Inhalte nach unrichtig. — Die „Berl. Korr." schreibt über das Ergebnis der K o n f e r e n z e n i n P o s e n: Die durch umfassende Vor- arbeiten geförderten Beratungen, deren Ziel in erster Linie die Stärkung des Deutschtums und die Befestigung der deutschen Stellung in der Provinz Posen bildete, haben zu einem vollen Einverständnis der Vertreter der Staats-Regierung mit den Provinzialbehörden und zugezogenen Sachverständigen über die erörterten Fragen und zur Beschlußfassung über eine Reihe wichtiger und dringlicher Maßnahmen geführt. Zu erwähnen sind hierunter insbesondere Maßnahmen zur Hebung des deutschen Handwerkerstandes, zur Erhaltung, Festigung und Vermehrung des deutschen Klein besitz es rn der Provinz Posen. Eine Reihe fernerer Befchlüsse galt der Erweiterung des bereits in der Durchführung begriffenen Planes, die Stadt Posen als Mittelpunkt des Deutschtums in der Provinz Posen^u haben und auszu- ge,talten. Es wird zu erwarten sein, daß ein Teil der beschlossenen Maßregeln bereits im nächstjährigen Staatshaushaltsetat zum Ausdruck gelangt. — Posener Blätter teilen mit: Die M i n i st e r k o n f e r e n z e n beschränken sich lediglich auf die Maßnahmen zur Erhaltung und Kräftigung des Deutschtums in der Provinz und in der Stadt für alle Stände, deren Vertreter mit den Spitzen der Staats- und Kommunalverwaltungsbehörden an den. Verhandlungen teilnahmen. Auch die speziell die Stadt Posen betreffenden Angelegenheiten, wie die Nieder- legung der Wälle, der Bau eines neuen Theaters, führen zu einer durchaus befriedigenden Lösung. — Der Landwirtschafts - Minister erklärte heute in Münster, die Regierung erwäge, ob und wie direkter K o h l e n b e z u g der Interessenten von den Zechen möglich wäre. Der Handelsminister prüfte die Frage der Organisation großer Genossenschaften. Hammerstein sprach die Ueberzeugung aus, daß die Frage gelöst werde. — Wie das „B. T." erfährt, werden zurzeit in der hiesigen königlichen Münze Versuche mit chinesischem Gelde angestellt. Es soll ermittelt werden, welchen Sitbergehalt das chinesische Geld aufzuweisen hat. — Aus dem wirtschaftlichen Ausschuß werden allerlei unverbürgte Meldungen verbreitet: er soll im nächsten Monat, nach einer Angabe am 6., nach einer anderen am 16. zusammentreten, um über den Zolltarif- entwurf zu beraten; die l a n d w i r t s ch a f t l i ch e Abte r l u n g soll in den letzten Tagen über die G e t r e i d e - zölle verhandelt und dieselben nach einer Mitteilung auf 5 Mark, nach, einer anderen a>uf 6 Mark für Weizen und 5 Mark für Roggen normiert haben. Was an diesen Angaben wahr ist, bleibt abzuwarten. Die „Rat. Ztg." glaubt, daß die Vorarbeiten für den Zolltarif innerhalb der Regierung noch ziemlich weit vom Abschluß entfernt sind. — In München wurde heute in Gegenwart des Prinzregenten und sämtlicher Prinzen und Prinzessinnen der Grundstein des von dem verstorbenen Rentner Mathias Pschorr gestifteten Denkmals für Kaiser Ludwig den Bayer gelegt. Der Bürgermeister hielt die Festrede, die mit einem Hoch auf den Prinzregenten schloß. Der Prinzregent gedachte in kurzer Ansprache des verstorbenen Stifters. r . Ausland. Druffel, 28. September. Malherbe, Generalschatzmeister van Alphen, Generaldirektor der Posten, und Grobler, Unterstaatssekretär des Auswärtigen des Trans- vaalstaats, werden demnächst hier erwartet. Paris, 28. September. Die Mitglieder des internatio- «alen S ozialisten-Kongresses legten heute früh Kränze an der Mauer der Föderierten auf dem Friedhof Pere Lachmse nieder. Singer, der Franzose Vaillant und Jaures hielten Reden, in denen fie das Andenken der Kom- munarden feierten. Jaures redete in deutscher Sprache. Dte Kundgebung verlies ahne ernsten Zwischen- f=a' - Der nationale Parteitag der französischen Sozialisten wurde heute mittag eröffnet. Die Sitzungen finden bis zur Beendigung der PrUsung der Mandate unter Ausschluß der Oeffentlichkett statt. Rom, 28. September. Der Herzog der Abruzzen ist mit dem Korvetttenkapitän nach Norwegen abgereist. Wien, 28. September. Der Wahlaufruf der christlich-sozialen Partei spricht sich gegen die Obstruktion aus, die den Tod der jetzigen Verfassung herbeiführen werde. Die Vertrauensmänner der katholischen Volksparte Oberösterreichs unter dem Vorsitz Ebenhochs erklärten, daß sie in der Frage des böhmischen Staatsrechtes und der Erhaltung des Zentralparlaments entschieden auf Seite der anderen deutschen Parteien stehen. Sie verurteilen jede Art von Obstruktion und würden den Zusammenschluß aller christlich gesinnten Abgeordneten begrüßen. Athen, 27. September. Der Kronprinz ist zum Oberkommandierenden der Armee mit sehr ausgedehnten Machtbefugnissen ernannt worden. Prinz Georg reist morgen ab. Er beabsichtigt zu erklären, daß er entschlossen sei, die Wiederwahl zum Oberkommissar von Kreta nicht anzunehmen. Zugleich will er den Mächten gegenüber betonen, daß es unbedingt notwendig sei, die Entscheidung über das endgiltige Schicksal der Insel den Kretensern selbst zu überlassen. Dagegen wird in Regierungskreisen versichert, der Entschluß des Prinzen, seine Stellung als Oberkommissar von Kreta niederzulegen, bezwecke nicht eine Vereinigung dieser Insel mit Griechenland herbeizusühren, sondern den Kretensern Gelegenheit zu bieten, ihn definitiv zum Fürsten auszurufen. Petersburg, 28. September. Das Kaiserpaar reiste mit Familie gestern von Spata nach dem Süden der Krim ab. Washington, 28. September. Der Höchstkommandierende auf den Philippinen, General Mc. Arthur, telegraphiert: Hauptmann Shields, der am 11. September mit51 Mann von Santa Cruz nach Torrijos abmarschierte, ist seitdem verschollen. Es wird geglaubt, daß die Truppe unter Verlust vieler Toter und Verwundeter von den Filipinos gefangen genommen wurde. New-York, 28. September. Ein hier eingegangenes Telegramm aus Kingston berichtet: Nach Meldungen aus Colon rückten die Aufständischen neuerdings auf Panama vor und stießen 14 Meilen vor Panama auf die RegierungStruppen. Es kam zum Kampfe, der noch andauert. Politische Tagesschau. Wir lesen in der „Kreuz-Zeitung": »Ein Mißstand kann schon im voraus als sicher betrachtet werben, und auf ihn ist auch im Verlaufe der Diskussion über dte Ladenschlußbestimmung aufmerksam gemacht worden; er besteht darin, daß dte Gastwirtschaften vielfach auf Kosten der geschlossenen Geschäfte Vorteil haben werden. Dte längst als notwendig erkannte Regelung der Gast- und Schankwtrtschaftsverhältnisse wird also mit thunltchster Beschleunigung in Angriff genommen werden müssen. Abnorm ist es an sich schon, daß an Sonntagen, zu Zeiten, wo der gesamte Geschäftsverkehr ruht, der Schank- wirtschaftsbetrieb vollständig freigegeben ist, ein Umstand, der vielfach die Schädigung kleinerer Handlungsgeschäfte zur Folge gehabt hat, und vor allen Dingen mit unserer kirchlichen Sonntagsruhe ganz und gar nicht harmoniert. ES wird aber namentlich auch dafür Sorge getragen werden müssen, baß die Arbeitsverhältnisse her Gehilfen und sonstigen Angestellten im Gast- und Schankwtrtschaftsgewerbe eine zeitgemäße Regelung erfahren. Dte ReichSkommisston für Arbeiterstatistik hat bekanntlich bereits eine Reihe von hierauf bezüglichen Vorschlägen gemacht, die im allgemeinen Zustimmung gesunden haben; es dürfte sich nur empfehlen, die Sache ungesäumt in die W.sge zu leiten." Wir meinen, die Zigarrenhändler, die Blumenhändler, die Schlächterläden, die Delikatessengeschäfte und viele andere Gewerbetreibende werden vom gesetzlich geregelten Achtuhrladenschluß schweren Schaden laben. Die Buchhändler aus den Bahnhöfen müssen ihre Schränke um neun Uhr schließen, als ob nach neun Uhr kein Zug mehr abginge. Jetzt sollen auch noch )ie Gastwirte an die Reihe kommen? Am Ende begeistert ich dieser und jener noch dafür, daß auch die Kneipen um neun Uhr geschlossen und am Sonntag überhaupt nicht geöffnet werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 29. September 1900. • • Familienstammbücher. Die Stadlverordneten-Ber- ammlung hat, nachdem bereits durch Rundschreiben des Ministeriums an die Kreisämter auf die Benutzung sogen. Familienstammbücher hingewiesen worden, beschlossen, die- elben einzuführen, und das im Berlage von Emil RotH in Gießen erschienene Muster gewählt. Die Familienstammbücher gelangen in zwei Ausstattungen, zu 1 Mk. und zu 50 Psg., zur Ausgabe; sie sind zum Selbstkostenpreise auf dem Standesamtsbureau zu haben. Der Vorteil dieses, lereits in anderen deutschen Staaten eingeführten Stamm- mches besteht für das Publikum darin, daß sie dem Familienhaupt die Möglichkeit gewähren, sich über seinen Familienstand jederzeit glaubhaft auszuweisen. Das Nähere iber die Einträge in die Stammbücher ist aus der in vor- iegeuder Nummer enthaltenen Bekanntmachung des Standesamts zu ersehen. • • Omnibusbetrieb. Mit dem 1. Oktober d. I. treten n dem Verkehr der Omnibuffe einige kleine Aenderungen ein. Die Linie nach dem Schiffenbergerwald wird von ommendem Montag ab eingestellt; dagegen werden die Fahrten von und nach Wieseck in gewohnter Weise um zwei, !iezw. vier Wagen vermehrt. Im Stadtverkehr tritt nur insofern eine Veränderung ein, daß die Fahrten Nr. 34 (ab Bahnhof 506) und Nr. 37 (ab Marburgerstraße 6 Uhr) ausfallen. Die neuen Fahrpläne sind bei Ernst Balser, Mäusburg, zu haben. * • Kavallerie-Uebnngsplatz. Nach Meldung hessischer Blätter soll im Bereiche des 18. Armeekorps ein großer Kavallerie-UebungSplatz angelegt werden. Dabei soll die Umgebung von Babenhausen (Starkenburg) und, wie schon gemeldet, Homberg a. d. Ohm (Oberheffen) in Betracht gezogen sein. * * Hessischer Laudwirtfchaftsrat. Der Sitz und das Bureau des Hessischen LandwirtschastSrates wird am 1. Oktober d. Js. von Offenbach nach Darmstadt verlegt. * Versetzung. Lehrer Der« wurde von Nieder-Ohmen nach Neu-Isenburg versetzt. X Saasen, 28. September. Heute fand hier die Beerdigung des Opfers der Schlägerei statt, die sich Sonn- tag nacht gelegentlich der hiesigen Kirchweih zwischen hiesigen und Gobelnroder Burschen zutrug. Am verflossenen DienS- r» "d ^at der Gestochene, namens Schmidt, in der Klinik zu Gießen seinen furchtbaren Verletzungen erlegen. Auf dem Sterbebette gab Schmidt den 24 jährigen Schreiner Romer aus Göbelnrod als den Thäter an, der daraufhin am Mittwoch verhaftet und vorläufig nach Grünberg ins ^n£’1Lfle6t?$Ln^rbc- Römer war mit Schmidt und beffen Brüdern m Streit geraten, und während der Balgerei erhielt Schmidt den rötlichen Messerstich. Ob Römer der wirkliche Thäter ist, oder ob Schmidt ins eigene Meffer fiel, wird die Untersuchung festftellen. Römer leugnet, von dem Messer Gebrauch gemacht zu haben, und auch die übrigen Beteiligten wollen nichts davon gesehen haben. Der 24 jährige Römer hat seiner Militärpflicht als braver Soldat genügt und die besten Führungszeugnisse von der Militärbehörde erhalten. Auch gilt er in Göbelnrod für einen ordentlichen, harmlosen Menschen, der noch niemals in eine Schlägerei verwickelt war. In der ergreifenden Grabrede predigte der Geistliche über den Text: „Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben." § Butzbach, 28. September. Bei der heute stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde Beigeordneter Küchel als Gemeindeoberhaupt mit 200 Stimmen gewählt. Von den 470 Wahlberechtigten hatten nur 233 von ihrer Befugnis Gebrauch gemacht; 33 Stimmzettel wurden als un- giltig befunden. Der Wahltag verlief außerordentlich ruhig. — Die hiesige Ortsgruppe des Oberhessischen Obstbauvereins veranstaltet vom 6.-8. Oktober in unserer Turnhalle eine Lokal-Obstausstellung. an. Darmstadt, 28. September. Am 14. Oktober werden sich die hessischen Zimmermeister, deren es in Heffen zirka 700 giebt, im hiesigen „Kaisersaal" behufs Be- sprechung wichtiger Berufs-Angelegenheiten einfinden. Darmstadt, 28. September. Es verlautet aus WormS, daß Freiherr v. Heyl und Abg. Köhler in WormS, jener in der Ersten, dieser in der Zweiten Kammer, einen Kompromißantrag zur Volksschullehrerbesoldungsfrage stellen wollen, der den finanziellen Bedenken der Regierung für die allernächste Folgezeit Rechnung trägt, aber auch die Wünsche der Zweiten Kammer einigermaßen berücksichtigt. Sie wollen nämlich beantragen, „dem Gesetzentwurf die Skala Molthan zu Grunde zu legen, zugleich aber die von dem Abg. Backes vorgeschlagene Gehaltsordnung, und zwar in der Art auszunehmen, daß sie im Jahre 1904 in Kraft tritt." Offenbach, 28. September. Wie ein hiesiges Blatt meldet, steht es nunmehr fest, daß der Kreisrat des Kreises Alzey, v. Hombergh, ein geborener Offenbacher, zum Nachfolger des Geh. Regierung«- und Kreisrats Haas bestimmt ist. Mainz, 28. September. Am Sonntag den 14. Oktober, findet hier in dem Beratungssaale der Stadtverordnetenversammlung ein hessischer Handelskammertag statt. Den Hauptgegenstand der Beratung bildet der von der Handelskammer Mainz seftgestellte Entwurf eines neuen hessischen Handelskammer-Gesetzes. Dieser Entwurf, der der Großh. Negierung unterbreitet worden war, war von dieser sämtlichen Handelskammern des Landes zur Begutachtung zugestellt worden. Die Handelskammern haben nun verschiedene Beanstandungen an dem Entwürfe vorgenommen und hat die hiesige Handelskammer deshalb einen Handelskammertag nach Mainz berufen, um eine Verständigung in den noch strittigen Punkten herbeizuführen. Neueste Meldungen. TelephouischeMelduugendesGietzeuerArrzeigerS. Kiel, 29. September. Heute Vormittag übernahm Prinz Heinrich die 1. Division des 1. Geschwaders. ♦ * ♦ Berlin, 29. September. Dem Vernehmen nach steht )ie Einberufung des Kolonialrates bevor, dem auch )er Etat für die Schutzgebiete in der bisherigen Weise unterbreitet werden soll. Newyork, 29. September. Die „World" meldet, daß der Exkapitän DreyfuS die Absicht habe, sich nach den Philippinen zu begeben und bei den Insurgenten Dienste zu nehmen. New-York, 29. September. Mac Kinley hat aus Manila ein Telegramm erhalten, worin bestätigt wird, >aß ein Teil des 22. Infanterie-Regiments am 11. September von aufständischen Philippinos auf der Insel Mer- riat angegriffen wurde, nnd in einen Hinterhalt gefallen ist. Zahlreiche Soldaten wurden gelötet. Hauptmann Shields sowie 52 Unteroffiziere und Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Eine Kolonne ist sofort zur Verfolgung >es Feindes ausgezogen. Sie wird nicht eher ruhen, bis lie Gefangenen befreit sind. Der Kriegsminister teilt mit, )aß dies der bedeutendste Verlust ist, der bisher auf )en Philippinen bei den amerikanischen Truppen zu verzeichnen war. ___________________ Wer einen schwachen Magen hat nnd an Appetitlosigkeit leidet nehme Toril. — Toril hat den großen Vorteü, daß es den Appetit anregt und fördert, sodaß Toril-Nahrung allein schon genügt, um Magenschwache rasch und kräftig zu fördern. Man gebe für jeden Teller Suppe anders, noch er, Da hat Geheiß, rhm zur laust in samkeit Meinung waren bi Nt entjd künden ftf Rätsels Li 7- -Är Rechte! A fahren M r "ha Viel hon | W von tMfrüh ’S' die J ei jnii W Dioai Die ®' »>«»;« 5anb®'rtJ -str H; ® w-4öC ... N hangen, von be: ihrer u rhrer ft nun erf ,fe«w8 N 9at vas fei/ >!w tu 1,1,6 q LZ° c« Ä S?' '»<1, Todes-Anzeige Frau Giessen, den 29. September 1900. 6434 Die Beerdigung findet Dienstag den 2. Oktober, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Liebigstrasse 15, aus statt. 04096] Laufmädchen oder Lauffrau gesucht. AudrvigKraße 24, II. 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Ich halte es für meine Pflicht, der Verwaltung der «mma-Heilquelle zu Boppard aufs Wärmste zu danken. — Jahrelang litt ich an Nerven» und Magenschwäche und außerdem an heftigem Kopfweh, welches oft so schlimm wurde, daß Erbrechen von Schleim und Galle eintrat. — Trotzdem ich alle möglichen Mittel versuchte, fand ich doch keine Hilfe. — Fünfzehn Flaschen Brunnen der Emma > Heilquelle haben mich gesund gemacht. Das qualvolle Kopfweh hat sich nicht wieder eingestellt, auch meine sonstigen Beschwerden sind voll- Heute morgen 9 Uhr verschied sanft nach kurzem Leiden unsere innigst geliebte, gute Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter ausgeführt von der Kapelle des Aufanterie-Aegimenls „Kaiser Wilhelm" (2. Hroßy. Kess.) M. unter persönlicher Leitung ihre» Dirigenten Herrn Musikdirektor Krauß - Gießen, Oswaldsgartkv. Rheinisch. LiMtnlhenltt Kölner Hänvtschen-Theater. Sonntag den 30. September 1900t Zwei große ßröffrmngs-Worstellrmgen. Anfang 4 Uhr: Känneschens erste Ketbentyat. Ritterschauspiel in 5 Akten. Anfang 8«/< Uhr: Pie Afrika - ßtkprditto«. Posse in 3 Akten. Näheres durch Tageszettel. Es ladet höflichst ein 04093 H. KönigSfeld. im 76. Lebensjahre. Wir bitten um stille Teilnahme. Restauration Feidel (Sonuenstraße). Unterrichtet wird an folgenden Abenden: ÄÄ große Tanzmusik Neustadt 55. Restauration zum Pfau, jknpabt 55. Keute Sonntag den 30. Septemöer: 2 grosse Spezialitto-fctetap Anfang nachmittags 4 Uhr rrud abends S Uhr. Giessener Stadttheater. Sonntag den 80. September 1900t Eröffnungsvorstellung MeschöneMngarin Große Öperettenposse in 4 Akten von Mannstädt und Weller. Musik von Steffens. Personen siehe Theaterzettel. Montag und Donnerstag V»9—V,10 Uhr Elementarkursus, Phiwsophenwald. Zur Eröffnung des neu restaurierten Saales Sonntag den 30. September, nachmittags 4 Uhr: Grosses Konzert Auguste Diery, geb. Riegelmann Witwe des Rechtsanwalts Justizrats Dr. Karl Diery, W8MIWII Der ür morgen vorgesehene Ausflug Wird 6435 verschoben. Der Vorstand. Ein tüchtiges Dirußmädchen wird zu Weihnachten gegen hohen Lohn gesucht von 6400 Krau Oberförster Leuer, Sich. 04069] Ein proppereS Laufmädchen gesucht. Bahnhofstratze 24, i. pro Stande 33 W. am Amöau derDeumühke Anmeldung auf der Baustelle. 04090] Leute zum Kartoffelaus- mache« für Montag gesucht. Ohr. Haubach I. 6409 Hcli. Leib Witwe. jüngeres Mädchen für kleinen Haushalt